Bezugspreise Für Vsterreich-Ungar» ganzjährig K 4' — Halbjährig K 2 — Fiir Amerika: ganzjährig D. 1-25 Für das übrige Ausland ganzjährig K 5'20 Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht zurückgesendet. Gotischen Sote am 4. und 19. Erscheint mit einer illustrierten Beilage „IDaubenrtappe' eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Jerwaktnug des Kottfchcer Molen in Gottschee, Hauptplatz Nr. 87. Berichte sind zu senden an die Schristkeitung des chottscheer Molen in Gottschee. Anzeigen (Z,gerate) werden nach Tarif berechnet und von der Verwaltung des Blattes übernommen. Die „Wandernrappe" ist nur als Beilage desGott» scheer Boten erhältlich. Postsparkassen-Konto Nr. 842.285. Verschleißstelle: Schul-gasse Nr. 75. Wr. 23. Kottschee, am 4. Dezember 1906. Jahrgang III. Fortschrittlich. u 11 In unserem Aufsatze „Freiheitlich" haben wir darzutun versucht, daß die wahre Freiheit, in welcher allein nur der einzelne, die Familie, der Staat, das Volk bestehen und gedeihen kann, ihre Grenzen in der Wahrheit und in der Gerechtigkeit hat. Eine Freiheit, die sich im Erkennen über die Wahrheit hinaussetzt, eine Freiheit, die im Handeln die Grundsätze der Gerechtigkeit mißachtet, ist nichts anderes als Zügellosigkeit, die ins Verderben führt. Ein anderes modernes Schlagwort von ebenfalls hochtönendem Klange lautet: Fortschritt. Fortschritt! Ein zauberhaftes Wort, ein Wort, daß die Geister erobert und bezwingt! Fortschritt ist das Losungswort der Menschheit auf allen Gebieten des Denkens und des Schaffens. Und mit Recht; denn wo stünden wir, wenn es keinen Fortschritt gäbe? Etwa noch auf der Kulturstufe der Pfahlbauer oder noch tiefer. Der Drang des Menschen, das Streben der Menschheit, nicht stille zu stehen, sich nicht zu begnügen mit dem Überkommenen und Gegebenen, sondern fortzuschreiten, ist einer der edelsten Triebe, die dem Menschen eingepflanzt und angeboren sind; er zeichnet die Menschheit vor der Tierwelt aus, die solchen Fortschritt nicht kennt. Der Fortschrittsdrang ist der mächtigste Hebel der Kultur, ohne ihn müßte die Menschheit der traurigsten Versumpfung anheimfallen. Die Aufforderung, die Anweisung zum Fortschritte liegt schon in dem Gebote des Schöpfers an die ersten Menschen: „Wachset und mehret euch und erfüllet die Erde und machet sie auch untertan und herrschet über die Fische des Meeres und die Vögel des Himmels und über alles, was da lebt auf Erden." In diesem Schöpferworte ist, wie ein hervorragender katholischer Schriftsteller trefflich bemerkt, die großartigste Entwicklung der menschlichen Kultur wie in einem Keime beschlossen. „In jener Herrschaft über die Erde, von der Gott spricht, darf man auch die ausdrückliche Legitimation erblicken für die gewaltigen und glänzenden Anstrengungen, welche die Menschheit als Ganzes gemacht hat und besonders in unseren Tagen macht, um in die Gesetze der Natur einzudringen, ihre Kräfte sich dienstbar zu machen" (Mausbach). Der Fortschritt, und zwar sowohl der Fortschritt im Erkennen und im Wissen, als auch der technische, der materielle Fort-iritt entspricht also durchaus der Bestimmung und Aufgabe des enschen, er ist von Gott gewollt und angeordnet. Allerdings darf der kulturelle, der technische und materielle Fortschritt, der unser Dasein hienieden erleichtert und verschönert, dessen gewaltige Leistungen wir in der Gegenwart anstaunen und dessen Zukunft noch um viel großartiger zu werden verspricht, für die Menschen nicht, wie es heutzutage so oft geschieht, Selbstzweck sein, er darf nicht zum Kulturgötzen werden, vor dem man anbetend in den Staub sinkt; er soll vielmehr nur die Basis, die materielle Grundlage bilden, auf der sich unser höheres Leben aufbaut. Die gegenteilige Ansicht würde zur Folge haben, daß das wahrhaft Hohe vom Throne gestoßen und das Niedere an dessen Stelle gesetzt würde. Dem Menschen, diesem Könige der Schöpfung, würde sozusagen die goldene Krone vom Haupte gerissen und an ihre Stelle gemeiner Erdenstaub gelegt werden. Solch verkehrtem Fortschritte gilt das Wort des Herrn: „Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber an seiner Seele Schaden leidet!" Nicht alles, was sich Fortschritt nennt, ist eben Fortschritt im wahren Sinne dieses Wortes. Wenn uns z. B. jemand weismachen wollte, die Wahrheit, daß dreimal drei neun ist, sei nunmehr bereits veraltet, und dreimal drei müsse heutzutage zehn geben, so würden wir ein solches Unterfangen mit vollem Rechte nicht als Fortschritt, sondern als Narrheit erklären. Einen Fortschritt über die Wahrheit hinaus gibt es eben nicht. Und das gilt nicht bloß von der mathematischen Wahrheit, sondern ebenso auch von der religiösen, von der geoffenbarten. Gott selbst, den Urquell aller Wahrheit, leugnen, an seine Offenbarung nicht glauben, sie hochmütig zurückweisen — das ist kein Fortschritt, das ist vielmehr der größte verderblichste und verhängnisvollste Rückschritt, der Rückschritt ins alte Heidentum, der Rückschritt hinter eine fast 2000jährige Vergangenheit. Und ist es nicht gerade dieses, ist es nicht die Leugung des Christentums, die Bekämpfung der von Gott geoffenbarten Wahrheit, in welcher die „Fortschrittlichen", d. i. christentumsfeindlichen politischen Parteien das wahre Wesen, das eigentliche Um und Auf des Fortschrittes erkennen? Wenn wir die schillernde „Fortschritts"phrase dieser Leute ihres glänzenden, den eigentlichen antireligiösen Kern verhüllenden Beiwerkes entkleiden, wenn wir sie in ihrer nackten, abstoßenden Wirklichkeit betrachten, so ist der Vorwärtsmarsch, zu dem sie laut und geräuschvoll das schmetternde Trompetensignal geben, nichts anderes als ein Kommando: Weg, o Menschheit, von Gott, fort vom Kreuze, los vom Christentum, los vom Katholizismus! Sind es doch die Männer dieses „Fortschrittes", die da behaupten, die Kirche passe nicht mehr in die moderne Kultur, ihr Moralspstem, ihr Festhalten an den Glaubenssätzen sei nichts als mittelalterliche Rückständigkeit, die von der Welt endlich überwunden werden müsse. Mit solchen hohlen Phrasen sucht man die Welt zu betören und zu betrügen und insbesondere die Wankenden und Schwankenden in das Lager des „fortschrittlichen" Unglaubens hinüberzulocken; das geschieht auch bei uns, auch in unserem Ländchen. Um aber einfältige Gemüter zu täuschen, streut man Sand in die Augen und erklärt Leuten gegenüber, die mit Religion und Christentum doch nicht gerne brechen möchten: Habt keine Angst! Nicht die Religion ist es, gegen die wir ankämpfen, nur gegen die „Übergriffe" der Geistlichkeit, gegen die „Auswüchse" der Hierarchie wehren wir uns! Das ist der „fortschrittliche" Leim, mit dem man Gimpel zu fangen hofft. Und um dieses „fortschrittliche" Geschäft im großen zu betreiben, soll nunmehr nach dem französischen Muster auch in Österreich ein großer liberaler, oder wie man gegenwärtig lieber sagt, deutschfreiheitlicher Block erstehen. Dann kann's auch in Österreich losgehen mit dem Feldzuge gegen das Kreuz, gegen die Kirche, gegen den Katholizismus. Das Endziel ist natürlich die Niederringung und Knebelung der katholischen Kirche, genau so wie in Frankreich. Nun, die Kirche Gottes hat eine fast schon 2000jährige Vergangenheit hinter sich, um ihre Zukunft brauchen wir trotz des gewaltigen Ansturmes aller feindlichen Mächte, die sich immer enger zusammenscharen, nicht zu bangen; das Wort des Herrn, das Wort der Verheißung verbürgt ihren Fortbestand durch alle Zeiten bis an das Ende der Tage. Nur für uns selbst müssen wir fürchten; wir müssen wachsam sein, datz uns niemand das kostbarste, das wertvollste Gut raube, das wir besitzen — unseren heiligen katholischen Glauben! Das Ueichsratsmandat von Gottschee. Aus Laibach wurde vor kurzem der „Neuen Freien Presse" folgendes gemeldet: „In Gottschee besteht die Absicht, das neugeschaffene Mandat des Gottscheer Bezirkes (sollte heißen: Gebietes) in erster Linie dem Vizepräsidenten des Herrenhauses, Fürsten Karl Auersperg, welcher auch den Titel Herzog von Gottschee führt, anzubieten. Bekanntlich wird durch die Wahlreform den Mitgliedern des Herrenhauses das Recht eingeräumt, bei zeitweiligem Verzicht auf die Mitgliedschaft des Herrenhauses ein Mandat für das Abgeordnetenhaus anzunehmen. Falls Fürst Auersperg, was als wahrscheinlich erachtet wird, ablehnt, soll Graf Barho, der dem Abgeordnetenhause gegenwärtig als Vertreter des Krainer Großgrundbesitzes angehört, als Kandidat aufgestellt werden." — Soweit wir über die Stimmung der Wähler des Gebietes von Gottschee unterrichtet sind, herrscht in fast sämtlichen Kreisen und Parteischattierungen keine besondere Geneigtheit, einen auswärtigen Grafen, den man hierzulande kaum dem Namen nach kennt, auf den Schild zu erheben. Diese Stimmung wird jedenfalls nicht gebessert durch den Umstand, daß Graf Barbo in der Sitzung am 21. November l. I. für den Antrag Tollmger (Pluralwahlrecht) gestimmt Hai. Nach diesem Antrage sollte nämlich gewissen bevorzugten Wählerklaffeu das Recht zuerkannt werden, bei den Reichsratswahlen zwei Stimmen abgeben zu dürfen, während den anderen Leuten nur eine Stimme zukäme. Es würden also hiedurch bevorrechtete Wähler geschaffen, deren Stimmen die doppelte Geltung hätten gegenüber den Stimmen der anderen, die als Wähler zweiter Klasse und minderer Güte den Bevorzugten gegenüber nur „halbe" Wähler, das ist: Wähler mit nur halbem Rechte und halber Geltung wären. Für eine solche „Ehre" und Einschätzung würden sich diese benachteiligten Wähler, zu denen auch im Gottscheer Gebiete wohl mehr als tausend gehören mögen, schönstens bedanken. Glücklicherweise ist der Antrag Tollmger nicht durchgedrungen und es brachte der 21. November einen Sieg des allgemeinen, gleichen Wahlrechtes durch die Ablehnung des Pluralitätswahlrechtes (Mehrstimmenrechtes). Das Zustandekommen der Wahlresorm ist nun wohl so gut wie gesichert, da auch das Herrenhaus, wenn auch mit recht saurer Miene, in den Apfel beißen müssen wird. Mehrmals im Laufe der letzten Monate war die Wahlreform dem Scheitern nahe. Dreimal war das Schicksal derselben von dem Verhalten der christlich-sozialen Partei abhängig. Es ist gewiß eine Ruhmestat der. christlichsozialen Partei, daß sie zum endlichen Siege des allgemeinen, gleichen Wahlrechtes so wesentlich beigetragen hat. Die Reichsratswahlen dürften im nächsten Mai stattfinden. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses am 1. Dezember wurde die Wahlreform in dritter Lesung mit 194 gegen 63 Stimmen, also mit der erforderlichen Zweidrittel-Majorität zum Beschlüsse erhoben. Nur die Großgrundbesitzer und die Alldeutschen stimmten dagegen. Jeder im Hause Anwesende gewann den Eindruck, daß es sich um ein grpßes geschichtliches Ereignis handelt. Auch, das Gottscheer Mandat ist angenommen worden. Zur Geschichte der Gottscheer Landschulen. Die Schule in Motel. - - (4: Fortsetzung.) Nach der Herstellung eines geeigneten Schulhauses ging man an die Regulierung des Lehrergehaltes in Mosel. Es war auch schon die höchste Zeit hiezu. Wir haben ja bereits gesehen, daß sich der Lehrer Dürfeld wegen schlechter Besoldung genötigt sah, am 14. März 1851 auf die Lehrstelle in Mosel zu verzichten und lieber den Posten eines Tagschreibers bei der k. k. Bezirksobrigkeit in Gottschee anzunehmen, als noch länger der Sklave eines Dienstes zu bleiben, der ihn vor Hunger und Elend nicht zu schützen vermochte. Das Konsistorium als Diözesanschulbehörde nahm diese Resignation zwar an, bedeutete aber mit Erlaß vom 20. März 1851 der Schuldistriktsausstcht in Gottschee, daß es den Austritt so braver Lehrer, als es Dürfeld war) besonders aus Mangel der notwendigen Subsistenzmittel sehr bedauere, daß es aber eben deswegen bis zur Ausmittelung einer hinreichenden und gehörig gesicherten Dotation den Schuldienst in Mosel, gegen den Antrag der Schul-distriktsaufsicht, zur Wiederbesetzung füglich nicht ausschreiben könne und daher bishin nur für eine provisorische Besetzung dieser Lehrstelle von der Schuldistriktsaufsicht Sorge getragen werden möge. Gleichzeitig wurde diese beauftragt, die k. k. Bezirkshauptmannschaft in Gottschee von der erwähnten Resignation gehörig in Kenntnis zu fetzen und mit Bezug auf den Konsistorialerlaß um die amtliche Mitwirkung zur Ausmittelung einer genügenden und gesicherten Dotation für den Schuldienst in Mosel gebührend zu ersuchen, weil nur dann sowohl der Fortbestand der Schule gehörig gesichert als auch dinHoffnung, einen brauchbaren Lehrer zu erhalten, vorhanden wäre und sohin auch das Konsistorium erst nach Einsendung einer-ordentlichen Fassion des Einkommens des fraglichen Schuldienstes die förmliche Ausschreibung in der Diözese zur Wiederbesetzung veranlassen könnte. Infolge dieses Erlasses zeigte die Schuldistriktsaufsicht dem Konsistorium im Berichte vom 25. April 1851 an, daß sie als Schulprovisor nach Mösel den bisherigen Schullehrer in Altlag Anton Langes dekretiert habe, bemerkte aber gleichzeitig von der Schule in Altlag, daß der Wohnung des Schullehrers der Einsturz droht und die Dotation des Lehrers ebenso erbärmlich ist, daher auch dieser Dienst vor der Herstellung einer besseren Wohnung und vor der Ausmittelung einer genügenden Dotation für den Lehrer nicht einmal provisorisch besetzt werden kann. Bei dieser Gelegenheit wurde die Lage der Lehrer im ganzen Gebiete des Schulbezirkes Gottschee von der Schuldistriktsaufsicht so bedauernswürdig geschildert, daß, wofern nicht bald eine nachdrückliche Abhilfe zur Subsistenz des Lehrpersonals getroffen wird, in diesem Schuldistrikte der Schulunterricht, welcher noch vor drei Jahren zahlreich besucht und mit gutem Erfolge erteilt worden ist, nach und nach ganz verkümmern dürfte. Diese traurigen Schulverhältnisse gaben dem Konsistorium Anlaß, das Augenmerk der k. k. Landesbehörden, in deren Wirkungskreis die Gehaltsregulierung der Lehrer fiel, wieder einmal auf diesen wunden Punkt des Schulwesens in Kram und insbe, sondere im deutschen Schulbezirke Gottschee zu lenken und im Berichte vom 1. Mai 1851 die k. k. Statthalterei in Laibach „um gemessene baldige Abhilfe mit dem unmaßgeblichen Bemerken zu bitten, daß sich dieselbe vielleicht veranlaßt finden dürfte, den üblen Schnlzuständen im genannten Bezirke durch persönlichen Augenschein des Volksschulen-Jnspektors bald einmal auf den Grund zu sehen und dann die zur Hebung derselben geeigneten Mittel einzuleiten." Ob nun in dieser Beziehung überhaupt etwas geschehen ist und was die kompetenten Behörden diesfalls verfügt haben, ist uns nicht bekannt. Nur soviel steht fest, daß im Jahre 1863 eine fassionsmäßige Sicherstellung des Lehrergehaltes noch nicht vorlag. Als nämlich Langof unterm 22. November genannten Jahres an das Konfistorium die Bitte um Zusendung der. Fasston richtete, vermutlich um wegen vorenthaltener Forderungen Klage zu führen, wurde, ihm erwidert, daß die fragliche Fassion noch gar nicht verfaßt worden zu sein scheint, weil man auch beim Konsistorium auf einen Bericht in diesem Gegenstände noch keine Erledigung von der k. k. Landesregierung erhalten hat. Doch bezieht sich Langof in seiner Zuschrift an das Konsistorium auf einen Stiftbrief, demzufolge das Einkommen des Lehrers in Mösel dazumal in 160 fl. C. W. Kollektur und 100 fl. C. M. Schulgeld bestand. Es ist merkwürdig, daß dieser Stiftbrief der Diözesanschnlbehörde ganz unbekannt geblieben ist und daß auch der Ortsschulrat von Mösel . über denselben keinen Aufschluß zu geben weiß. Aus einer Notiz in der alten Schulchronik geht hervor, daß derselbe am 12. März 1845 unter Pfarrer Wolf, als Dürfeld Schullehrer in Mösel war, ausgefertigt worden ist.. Vielleicht steckt er.im Pfarr- oder Schularchiv. _____________________(Fortsetzung folgt.) HlUlslerhlmde! und Sonntagsruhe. Wir haben neulich auf die große Schädigung hingewiesen, welche den Südfrüchtenhausierern aus Gottschee, Pölland rc. durch das Sonntagsruhegesetz erwachsen ist. Nach diesem Gesetze, beziehentlich nach der Auslegung und Handhabung dieses Gesetzes in einzelnen Kronländern — in mehreren Kronländern hat mau bisher die armen Hausierer bei ihrem Sonntagserwerbe in Ruhe gelassen — dürften nämlich die Hausierer mit Südfrüchten an den Sonntagsabenden, wo sie allein nur ein besseres Geschäft machen können, ihren Erwerb in den Gast- und Kaffeehäusern nicht ausüben. Wir ersuchten in dem erwähnten Aufsatze auch die Abgeordneten aus Krain, sie möchten sich der Sache ihrer armen Landsleute annehmen und geeignete Schritte unternehmen, daß das Sonntagsverbot für die^Hausierer mit Südfrüchten aufgehoben werde. Der Abgeordnete Dr. Šušteršič hat sich auch, wie wir einer Zeitungsnotiz entnehmen, um die Hausierer aus Krain warm angenommen, ist beim Handelsminister in dieser Angelegenheit vorstellig geworden und hat ihn gebeten, daß für die Hausierer mit Südfrüchten eine Ausnahme geschaffen werden möge. Ob die Regierung geneigt ist, den berechtigten Wünschen der in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohten Hausierer billigerweise Rechnung zu tragen, darüber haben wir bisher noch nichts erfahren; wir wollen aber das Beste hoffen. Aus Stabt und Land. Gottschee. (Spenden für das deutsche Studentenheim in Gottschee.) Weitere Spenden sind eingelaufen von Fürst Hugo Windischgrätz 100 K; Prof. Dr. Range in Wiesbaden, durch Herrn Alois Dzimski in Laibach, 293 K; Ergebnis einer Unterhaltung in Gottschee 50 K; Dr. Haus Hvgler in Laibach, 20 K; Ferialverbindung „Carniola" 20 K; Faleschini und Schuppler in Laibach 20 K; Gemeinderat der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien 200 K. — (Vom Vvlksschuldienstc.) In der Sitzung des k. k. Landesschulrates vom 16. November l. I. ivurde Herr Lehrer Johann Schober von Nesseltal nach Masern versetzt sowie auch die Einführung des ungeteilten Vormittagsunterrichtes an den Volksschulen in Nesseltal und Lichtenlmch' bewilligt. — (Gemeindeangelegenheiten.) Mittwoch den 28. November fand unter dem Vorsitze des Herrn Bürgermeisters Alois Lop eine Sitzung der Gemeindevertretung statt. Nach Genehmigung des Sitzungsprotokolles vom 8. November l. I. erstattete Herr Forstmeister Rudolf Schadinger namens der zweiten Sektion Bericht und Antrag in Angelegenheit der Ausführung der Bedachung des Zubaues am Fachschulgebäude. Die Sektion beantragte, von der ursprünglich geplanten Bedachung, die mancherlei Nachteile habe, abzugehen und ein Holzzementdach herzustellen, wofür eine Aufzahlung von 263 K, bezw. bei Verlängerung des Daches über den ganzen Zubau (statt mehrerer kleinerer Dachflächen) von 838 K gegenüber dem ursprünglichen Voranschläge zu leisten sei. Nach einigen Bemerkungen der Herren Dr. Karnitschnig und Fachschuldirektor Knabl wird der Sektionsantrag zum Beschlüsse erhoben. Das Gesuch der Haus- und Grundbesitzer in der Wasserleitungsgasse (Gnadendorf) um Anbringung von zwei Glühlampen in dieser Gasse wird der zweiten und dritten Sektion zur Beratung und Berichterstattung zugewiesen. - — (Neuwahl in den Vermögensverwaltungsausschuß.) Bei schwacher Beteiligung (27 Wähler) wurde am 17. November die Neuwahl in den Vermögensverwaltungsausschuß der Stadt Gottschee vollzogen. Nachdem der bisherige, sehr verdiente Obmann, Herr Forstmeister Rudolf Schadinger, sowie auch Herr Gemeinderat Josef Röthel eine Wiederwahl abgelehnt hatten, wurden in die genannte Körperschaft gewählt die Herren Anton Hauff der Ältere, Franz Jonke und Florian Tomitsch zu Ausschußmitgliedern, ferner Josef Bartelme und Josef Tomitsch zu Ersatzmännern. — (Lehrbefähigungsprüfung.) Herr Matthias Petsche, k. k. Fachschullehrer an der hiesigen Fachschule für Tischlerei, hat kürzlich vor der k. k. Prüfungskommission in Brünn die Prüfung für Bürgerschulen (Erweiterung der Lehrbefähigung) mit günstigem Erfolge abgelegt. — (Jubelfeier der Schulvereinsorts gruppe.) Unfern Bericht über das Jubelfest der Ortsgruppe Gottschee des Deutschen Schulvereines ergänzen wir nachträglich noch durch die Mitteilung, daß am Vorabende des Gedeukfestes (17. November) im Hotel „Post" von der Theatergesellschaft eine Festvvrstellung gegeben wurde, deren Reinertrag dem Deutschen Schulverein zugewendet wurde. Der Schauspieler Herr Rudolf Böttger sprach einen schwungvollen Prolog von O. Kernstock, worauf Raimunds „Alpenkönig und Menschenfeind" in Szene ging. Das Haus war voll besetzt. — (Städtische Sparkasse.). Nachdem der frühere landesfürstliche Kommissär der Sparkasse Herr Landesregierungsrat Doktor Michael Gstettenhofer in den dauernden Ruhestand getreten ist, wurde Herr Bezirkshauptmann Ernst Freiherr v. Schönberger von der k. k. Landesregierung zum landesfürstlichen Kommissär der Sparkasse der Stadt Gottschee ernannt. — (Gymnasial - Unterstützungsverein.) Der Unter-stützungsverein für dürftige Schüler am Staats-Untergymnasium in Gottschee hielt am 23. November l. I. im Hotel „Stadt Triest" seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Herr Gymnasialdirektor Peter Wolsegger, begrüßte herzlich die Erschienenen, insbesondere auch den Regierungsvertreter Herrn Bezirkshauptmann Freiherrn v. Schönberger, erklärte die Versammlung für beschlußfähig und betonte in seiner Eröffnungsansprache, daß mit der bevorstehenden Erweiterung des seit dem Jahre 1872 bestehenden Staats-Untergymnasiums in Gottschee für die Anstalt und auch für den Verein ein neues Leben beginnen werde. Hierauf trug der Schriftführer, Herr Professor Josef Obergfvll, den Jahres- und Rechenschaftsbericht pro 1905/06 vor. Wir bringen im nachstehenden aus diesem Berichte das Wesentlichste. Erfreulich ist es, daß auch im Schuljahre 1905/06 dem Vereine seine alten Gönner und Wohltäter treu geblieben sind. So spendete Seine Durchlaucht Fürst Karl Auersperg, Herzog von Gottschee, wiederum 1000 K, der Deutsche Schulverein in Wien 400 K, die Krainische Sparkasse 200 K, die Trifailer Kohlenwerksgesellschaft 200 K, der Verein Südmark 70 K, Fräulein Leopoldine Jurmanu in Fiume 60 K, Frau Josefine Hotschevar in Gurkfeld 20 K, Hochw. AI. Lackner, Benefiziat in Kindberg, 20 K usw. Die früher üblich gewesene Spende des hohen Landtages fiel wegen der bekannten Verhältnisse aus, desgleichen auch die bisher alljährlich bewilligte Spende der Krainischen Sparkasse für die Studentenküche. Auch im abgelaufeneu Schuljahre 1905/06 bildeten, wie in den Vorjahren, die Hauptausgabsposten die Unterstützungsbeiträge für die Studentenküche mit 983 K 88 h, für Schulbücher und Schul-requisiten mit 1250 K 03 h und für Wohnung w. mit 520 K. Die Einnahmen beliefen sich samt dem Kassarest aus dem Vorjahre (3080 K 41 h) aus 5112 K 41 h; die Ausgaben betrugen im Schuljahre 1905/06 2767 K 05 h. Es verbleibt demnach ein Kassarest von 2345 K 36 h, also um 73o K 05 h weniger als im Vorjahre. Der Grund dieser Herabminderung des Aktivrestes liegt einerseits in der durch die gesteigerte Frequenz der Anstalt bedingten bedeutenden Erhöhung der AnSgabspost für Schulbücher und Schulrequisiten, andererseits in der Minderung der Einnahmen, bezw. im Ausbleiben einzelner Subventionen. Da im nächsten Jahre infolge der Eröffnung des Obergymnasiums die Anforderungen an den Verein noch steigen werden, wird es notwendig sein, neue Einnahmsquellen zu erschließen, bezw. auch auswärtige Freunde und Gönner des Gymnasiums und jene vielen ehemaligen Schüler der Anstalt,'die nun schon in Amt und Würden sind, für die Sache des Vereines heranzuziehen. Freitische (Kosttage) wurden im Schuljahre 1905/06 in der Stadt wöchentlich 47 gegeben, was im ganzen Jahre etwa 1880 Kosttage ausmacht. An der Studentenküche wurden an den Schultagen mittags durchschnittlich 35 Schüler verköstigt, was im ganzen Jahre ungefähr 8400 Mittagsportionen (eingekochte Suppe) ausmacht. Auch im abgelaufenen Jahre wurden dem Vereine durch den Tod wieder hervorragende Wohltäter und Förderer entriffen. Am 24. Dezember v. I. starb die Gemahlin dev Herrn Direktors, Frau Friederike Wolsegger. Die edle Verblichene war eine warme, stets hilfsbereite Freundin und Gönnerin der studierenden Jugend von Gottschee. Von ihr war im Jahre 1891 die Anregung zur Gründung der Studentenküche ausgegangen, der sie seit 1902, also durch nahezu 13 Va Jahre mit größtem Eifer und vollster Hingebung Vorstand. Die junge Schöpfung erwies sich gleich von Anfang an als durchaus lebensfähig und lebenskräftig und ist nun längst schon unentbehrlich geworden. Gott vergelte der edlen Hingeschiedenen Wohltäterin reichlich, was sie der armen studierenden Jugend von Gottschee Gutes getan! Am 15. Februar d. I. wurde in Triest das Ehrenmitglied des Vereines, Herr Dr. Josef Ritter von Regnard, k.k. Hofrat und Finanzprokurator i. P.,im 95.Lebensjahre in ein befferes Jenfeits abberufeii. Der Verewigte hat für den Gymnasial-Unterstützungsverein (Studentenküche) und für das zu gründende deutsche Studentenheim in Gottschee zusammen 7200 K gespendet; er war also einer der hervorragendsten Gönner unserer studierenden Jugend, für die er stets ein warmfühlendes Herz und eine hilfsbereite Hand halte. Auch hat der felige Herr Hosrat bekanntlich ein ansehnliches Kapital hinterlassen, von dessen Zinsen Studentenstiftungen dotiert werden sollen, die wahrscheinlich schon in naher Zeit ins Leben treten werden, und nächst den Verwandten des Stifters in erster Linie Studierenden aus Gottschee zukommen sollen. Hiedurch hat der edle Stifter seinen Namen in seiner Heimat Gotts'chee verewigt. Ehre seinem Andenken! Der Jahres- sowie auch der Kassabericht wurden zur Kenntnis genommen. Dein nunmehr nach Triest versetzten ehemaligen Vereinskassier, Herrn Prof. Augustin Kosler, wurde für seine ersprießliche Mühewaltung der Dank der Versammlung ausgesprochen. Zu Rechnungsprüfern wurden die Herren Vizebürgermeister Daniel Ranzinger und Steueramtsoffizial Eduard Schubitz gewählt. Sodann wurde der bisherige Vereinsausschuß wiedergewählt und an Stelle des aus dem Vereine geschiedenen Herrn Prof. Kosler Herr Prof. Karl Petrasch neu in den Ausschuß gewählt. Mit der Bitte, dem Vereine treu zu bleiben, schloß der Vorsitzende die Versammlung, indem er des Segens gedachte, den das Gymnasium schon bisher dem Heimatländchen gebracht hat. — (Unterhaltungsabend.) Auf Anregung des Herrn Bezirkshauptmannes Ernst Freiherrn v. Schönberger hat sich hierein Komitee gebildet, welches die Veranstaltung eines Unterhaltnngs-abends in die Hand genommen hat, dessen Reinertrag den armen Abbrändlern von Otterbach zukommen soll. Wir wünschen dem wohltätigen Unternehmen besten Ersolg. — (Deutscher Schnlverein.) In einer der letzten Sitzungen der Hauptleitung in Wien wurde der Bericht des Vertreters derselben, Herrn Dr. Dreger, über Gottschee und über das Fest des 25jährigen Bestandes der hiesigen Ortsgruppe zur Kenntnis genommen. — Die Hauptleitung des Deutschen Schnlvereines hat für die Anschaffung neuer Lehrbücher an den deutschen Schulen im Bezirke Gottschee den Betrag von 1516 K gespendet, ferner für die Einleitung der Wasserleitung in das Schnlhaus iit Obermo,el 200 K. Im ganzen hat der Deutsche Schulvereiu im heurigen Jahre für Schulzwecke im Gottscheer Gebiete gegen 10.000 K Der Verein Südmark hat für Erfordernisse des Handarbeitsunterrichtes an den Schulen des Gottscheer Gebietes 100 K bewilligt. , — (Veränderungen im Volksschullehrerdienste.) Herr Schulleiter Samide besucht gegenwärtig den Bürgerschullehrerkurs in Laibach und wird durch Fräulein Dragatiu vertreten. — Herr Schulleiter Tscherne in Suchen hat krankheitshalber einen einjährigen Urlaub bewilligt erhalten, Herr Oberlehrer Göderer in Altlag ein Urlaub von halbjähriger Dauer. _ — (Wider Valentin Znpello), Maurermeister in Gottschee, der sich unter Hinterlassung von nicht unbedeutenden Schulden von Gottschee entfernt hat und dessen gegenwärtiger Aufenthalt un-bekannt ist, wurde vom hiesigen Bezirksgerichte aus Grund mehrerer eingelansener Klagen die Tagsahrt zur mündlichen Verhandlung aus den 10. Dezember l. I. angeordnet. — (Bürgermeisterversammlung.) Am 26. November fand in Gottschee unter dem Vorsitze des Herrn Bürgermeisters Alois Loy eine Besprechung statt, an der die Vorsteher säst sämtlicher Gottscheer Gemeinden teilnahmen. Es handelte sich zunächst um vorbereitende Beratungen bezüglich der Stellungnahme zur künftigen Reichsratswahl. Geplant ist ferner auch die Schaffung eines Arbeitsausschusses für das ganze Gottscheer Gebiet. Diefer. Ausschuß soll vou Vertretern aus sämtlichen Gottscheer Gemeinden beschickt werden, über die gemeinsamen nationalen und wirtschaftlichen Fragen Gottschees Beratungen halten und Beschlüsse fassen und die Vertreter Gottschees (Stadt und Land) im Reichsrate und im Landtage über die Wünsche der engeren Heimat informieren. Er hätte also eine ähnliche Aufgabe wie anderswo (Böhmen, Sud-steiermark) der deutsche Volksrat. ©tu eugerer Vollzugsausschuß hätte hiebei die notwendigen Arbeiten zu besorgen. — (Südmark.) Samstag den 1. Dezember hielt hier der Wanderlehrer des Vereines Südmark, Herr A. Hoyer, im -ipciali des Botels „Stadt Triest" einen Vortrag über den „Kamps um unser Volkstum". Der Obmann der Ortsgruppe Gottschee der Südmark Herr Dr. Erich Schreyer eröffnete die Versammlung, stellte den Wanderlehrer vor und gab dem Bedauern Ausdruck, daß die Versammlung so schwach besucht sei. Hierauf ergriff Herr Hoyer das Wort, besprach in zweistündiger Rede die nationale und wirtschaftliche Lage der Deutschen in Österreich und entwarf eine Art von wirtschaftlichem Hilfsprogramm für die deutsche Sprachinsel Gottschee, für welches Programm die „Südmark" sich entsetzen wolle Herr Hoyer erwies sich als ein gewandter Redner, an dessen etwas fremden Akzent man sich allerdings erst gewöhnen mußte. Gleich zu Anfang seines Vortrages versetzte er der Gottscheer Bürgerschaft einen wuchtigen Hieb, die so wenig national sühle, daß ste eine Nestmische Komödie (Theatervorstellung im Hotel „Post") einem nationalen Vortrage vorziehe. Auch die Gottscheer Hausierer kamen herzlich schlecht weg. Redner betonte, daß der Hausierhandel aus manchen Gottscheern öettekhafie Kaukerrzer gemacht habe Hatte Redner einen genaueren Einblick in unsere wirtschaftlichen Verhältnisse, so hätte er sich zu einem so scharfen Verdammungsurteile wohl kaum hinreißen laffeu. Das für das Gebiet von Gottschee entwickelte wirtschaftliche Hilfsprogramm entspricht ungefähr jenen Programmen, welche auch die christlichen Bauernvereine wie z. B. der Nieder-österreichische Bauernbund, der Tiroler Bauernbund für ihr Verems-aebiet ausgestellt haben, also insbesondere: Hebung der Landwirtschaft (Vieh- und Schweinezucht, Obstbaumzucht, Beistellung landwirtschaftlicher Maschinen, Förderung des Wiesenbaues und der Forstkultur, Förderung des landwirtschaftlichen Unterrichtes durch landwirt? schaftliche Vorträge und Kurse), Aufstellung von Volksbibliotheken, Hebung des Verkehrswesens, Förderung der Hausindustrie durch Einführung der Spielwarenerzeugung it. bergt. Die Südmark wolle alle diese Bestrebungen unterstützen und strebe die Errichtung einer Reihe von Ortsgruppen im Gottscheer Ländcheu an. In Gottschee (Stadt) selbst solle eine Art von Zentralausschuß geschaffen werden, der alles zu regeln und zu leiten und dem stachen Lande stets die Direktiven zu geben hätte. Die Deutschen in Österreich seien, wenn man ihre Steuerleistung in Betracht ziehe, den Slaven gegenüber vom Staate bisher stets verkürzt und stiefmütterlich behandelt worden. Daran seien sie aber selbst schuld, weil sie, beziehentlich ihre Vertreter, zu wenig energisch im Fordern gewesen seien. Der Slave, insbesondere der Tscheche, erreiche alles, weil er sich nicht der Bequemlichkeit und Indolenz hingebe, sondern jeden, auch den kleinsten Vorteil für sein Volk wahrnehme und seine Forderungen und Wünsche ebenso schlau als tatkräftig und unnachgiebig beim Staate, Lande usw. durchzusetzen wisse. Der deutsche Hochadel tue seine Pflicht für sein Volk nicht („vielleicht" Fürst Auersperg ausgenommen, wie Redner bemerkte), ebenso auch die deutsche Priesterschaft. Was die letztere anbelangt, scheint der Redner über die Verhältnisse von Gottschee sehr mangelhaft unterrichtet zu sein. Bekanntlich halten die deutschen Priester im Gottscheer Gebiete treu zu ihrem Volke und sind bestrebt, demselben nach Möglichkeit auch in wirtschaftlicher Beziehung zu helfen. Redner schilderte mit sarkastischer Schärfe mehrere undeutsche Typen im deutschen Volke, z. B. das adelige Gigerl, das Hansherrn-söhnlein, die „höhere Tochter" und betonte die Notwendigkeit der Pflege und Hebung des völkischen Geistes in Haus und Familie. Wenn schon nicht gerade ein Bismarck, so sollte jede deutsche Bauernstube wenigstens ein Bildnis des Kaisers Josef II. zieren. Mit gesteigertem Affekte wies Redner schließlich auf die völkischen deutschen Hochziele hin. Mit manchem, was der Redner vorbrachte,_ kann man sich einverstanden erklären, der radikalvölkische Geist jedoch, der mitunter, wenn auch vorsichtig, durchleuchtete, wird im Gottscheer Ländcheu wohl wenig Anklang finden. Wenn die „Südmark" den Gottscheern in ihrer wirtschaftlichen Notlage irgendwie helfen will, so werden dieselben dafür gewiß dankbar sein. Wenn man aber etwa erwarten sollte, daß dieser Dank vielleicht gar durch den Anschluß an antikatholische und antipatriotische Bestrebungen zum Ausdruck kommen solle, dann kennt man das Volk von Gottschee nicht. Die Gottscheer sind und bleiben gut deutsch allerwege, aber auch gut katholisch und gut österreichisch. — (Zur Auswanderung nach Amerika.) Einer statistischen Zusammenstellung ist zu entnehmen, daß in den Jahren 1900/01 bis einschließlich 1904/05 nach Amerika 17.905, 30.223, 32.892, 21.105 und 34.932 Slovenen und Kroaten ausgewandert sind. — Die Zahl der gegenwärtig in Amerika befindlichen Gottscheer dürfte zwischen 5000 bis 6000 liegen. — („Bettelhafte Faulenzer") hat der Wanderlehrer der Südmark A. Hoyer in der Versammlung am 1. Dezember in Gottschee unsere heimischen Hausierer zu nennen sich erdreistet. L>o beschimpft man unfern Hausierer- und Bauernstand, der um seine Existenz ohnehin so schwer zu kämpfen und zu ringen hat. Sollen wir einen solchen Schimpf ruhig hinnehmen, sollen wir uns diese Anflegelung eines ganzen ehrenwerten Standes gefallen lassen? Nein 1 Wir legen dagegen energisch Verwahrung ein. Wir erblicken auch eine starke Zumutung darin, uns von einem solchen Manne in Wandervorträgen belehren lassen zu sollen. Wer es wagt, uns zu beschimpfen, der bleibe uns ferne! — (Sparkasse der Stadt Gottschee.) Ausweis für den Monat November 1906. Einlagen: Eingelegt wurden im Monate November 1906 247.545 K 51 h und behoben 95.592 K 86 h, wonach sich der Einlagenstand um 151.952 K 65 h erhöhte. Der Einlagenstand beträgt somit mit Ende November 1906 5,609.551 K 02 h. Hypothekardarlehen: Im Monate November 1906 wurden verausgabt 169.000 K, rückgezahlt hingegen 20.147 K 37 h, somit ein Zuwachs von 148.852 K 63 h. Der Hypothekenstand beträgt somit mit Ende November 1906 4,510.537 K 60 h. — (In das Komitee zur Förderung des Gewerbo-und der Hausindustrie) in Gottschee, dem Herr Bezirkshauptmann Freiherr v. Schönberger, Herr Bürgermeister Loy und Herr Fachschuldirektor Knabl angehören, wurde vom Landesaus-schusse der hochw. Herr Dechant und Stadtpfarrer Ferdinand Erker entsendet. — (Veränderungen in der hohen Generalität.) Die „Zeit" meldet, daß der Korpskommandant von Graz Feldzeugmeister Eduard Succovaty v. Vezza sich mit Rücksicht auf seine etwas angegriffene Gesundheit den Anstrengungen seiner Stellung nicht mehr gewachsen fühle und sich entschlossen habe, das Kommando niederznlegen. Als dessen Nachfolger wird Feldzeugmeister Ritter v. Pitreich genannt. — (Militärisches.) Zeitungsnachrichten zufolge soll das 56. Jnfanteriebrigade-Kommando, das die Jnfanterieregimenter Nr. 27 und 47, dann das Feldjägerbataillon Nr. 7 umfaßt, im Frühjahre von Laibach nach Görz verlegt werden, weil der größere Teil seiner Truppen im Görzischen garnisoniert. — (Lokalbahn Krainburg - Neumarktl.) Die Ausführung der Lokalbahn Krainburg-Neumarktl hat die Firma Chiericci und Picha um den Betrag von 1,252.000 K übernommen. Die Bauarbeiten sollen demnächst in Angriff genommen werden. Die neue Lokalbahn wird 15'254 Kilometer lang sein. Als Stationen sind in Aussicht genommen: Naklas, Duplach, Križe (bei Križe), Neumarktl (Endstation). Wegen verschiedener technischer Schwierigkeiten wird die Endstation nicht in Neumarktl selbst, sondern bei Bistrica situiert sein. Von dort aus wird eine sogenannte Industriebahn bis zur Spinnfabrik Glanzmann und Gaßner errichtet werden. Die Bahn soll schon im Juli kommenden Jahres dem Verkehr übergeben werden. — (Handels- und Gewerbekammer.) Das Gesamterfordernis der krainischen Handels- und Gewerbekammer pro 1907 beziffert sich auf 66.730 K, die Bedeckung beläuft sich auf 1050 K, der Abgang beträgt somit 65.680 K. Über Antrag des Kammerrates Mejac wurde in der Sitzung der Handels- und Gewerbekammer vom 21. November l. I. beschlossen, der Abgang sei mit dem Kassareste ans dem Jahre 1906 (ungefähr 20.000 K) sowie mit einer 4%tgett Kammerumlage im präliminierten Betrage von 44.700 K zu decken. Die Kammer faßte auch den Bffchluß, daß für Krain ein Genossenschaftsinstruktor mit dem Amtssitze in Laibach bestellt werde. — (Subventionen für Feuerwehren.) Der krainische Landesausschuß hat pro 1906 einer Reihe von freiwilligen Feuerwehren Subventionen aus dem Feuerwehrfonde bewilligt. Auf das Gebiet von Gottschee entfällt hievon für die Feuerwehren: in Gottschee 100 K, Graflinden 100 K, Obermösel 100 K, Hohenegg 80 K, Büchel 80 K, Unterlag 80 K, Nesfeltal 80 K, Pöllandl 80 K, Reintal 80 K, Rieg 80 K, Schwarzenbach 80 K. — (Märkte in Krain) vom 6. bis 20. Dezember. Am 6. Dezember in Seifenberg, Franzdorf, Bresowitz, Woheiner Feistritz; am 10. in Littai und Naffenftiß; am 11. in Möttling; am 13. in Oberloitsch, Mannsburg, Radmannsdorf und Slap bei Wippach; am 17. in Weichselburg, Sagor in Jnnerkrain und Landstraß; am 18. in Tschernembl; am 20. in St. Kantian in Jnnerkrain. Witterdorf. (Ehrender Besuch.) Die am 28. v. M. hier tagende Konferenz der Gottscheer Dekanatsgeistlichkeit beehrte zur Freude aller auch der Prälat des Zisterzienserstiftes zu Sittich, Abt Gerhard Maier, ein Schwabe von Geburt, mit seinem Besuche. — (Übersiedlung.) Herr Pfarrer Franz Andrejak hat nun seinen ständigen Wohnsitz in Mitterdorf genommen und ist somit der Wunsch der Bevölkerung, an Sonn- und Feiertagen Früh- und Spätgottesdienst zu haben, erfüllt worden. chöttenitz. (Von der Schule.) Unter gleicher Spitzmarke brachte die letzte Nummer dieses Blattes die Mitteilung, daß der im heurigen Frühjahr begonnene Umbau des Schulhauses wegen mehrerer Hindernisse, wie Beischaffung des trockenen Holzmaterials, und wegen der früh eingetretenen kalten Witterung nicht mehr zur Benützung fertiggestellt werden konnte und daß man sich infolgedessen bei Abhaltung des Schulunterrichtes auf andere, wenn auch schwierigerer« Weise helfen muß. Nachdem der Umbau bereits im Mai d. I. vergeben und die Schule schon am 15. Juni geschlossen wurde, so hätte auch das nötige Bauholz bereits im Frühjahre, im Mai, gefällt werden und genügend austrocknen können. Andern-teils hat der Bauunternehmer verlauten lassen, daß er das trockene, bereits zugeschnittene Holz aus Laibach beschaffen wird. Da aber weder das eine noch das andere geschehen, sondern das Holz erst im August d. I. gefällt worden ist und sohin nicht genügend trocknen konnte, so kann das Verschulden an dieser Verzögerung nur den Unternehmer und das betreffende Aufsichtsorgan treffen. Dieselbe Unternehmung hat doch vier andere Bauten in der Gemeinde Göttenitz, teils Neubauten, teils größere Reparaturen, in der gleichen Zeit durchgeführt. Warum nicht ebenso den Schulbau? Wer wird nun die unvermeidlichen Mehrkosten tragen? Ein interessierter Göttenitzer. Kieg. (Verschiedenes.) Mit anerkennenswerter Opferwilligkeit hat unsere Pfarrgemeinde die Reparaturen durchgeführt, die durch den Brand im Jahre 1901 an Kirche und pfarrhöflichen Gebäuden notwendig geworden waren. Nene Glocken — die alten waren infolge des Brandes unbrauchbar geworden — wurden angeschafft, die Kirche bekam ein Ziegeldach an Stelle des alten Schindeldaches, die pfarrhöflichen Wirtschaftsgebäude wurden mustergültig neu aufgebaut, und im heurigen Frühjahre erhielt auch der Turm, der ebenfalls dem Braude zum Opfer gefallen war, ein neues Blechdach. Leider erwiesen sich die Ziegel, die 1901 zur Eindeckung der Kirche verwendet worden waren, als nicht geeignet, bei jedem stärkeren Winde flogen einige vom Kirchendache. Deshalb wurde im heurigen Sommer die Kirche wieder neu eingedeckt, und zwar mit Wienerberger Patent- Strangfalzziegeln, von denen jeder einzelne mit Eisendraht verankert ist, so daß wir uns der sicheren Hoffnung hingeben können, nun eine lange Reihe von Jahren in dieser Hinsicht Ruhe zu haben. Die innere Kircheneinrichtung bedarf noch einer eingehenden Reparatur, deren Kosten jedoch durch freiwillige Spenden und Beiträge gedeckt werden. Zu diesem Zwecke hat Fräulein Leopoldine Jnrmann, Hausbesitzerin in Fiume, in hochherziger Weise den Betrag von 100 K gewidmet, wofür hier der edlen Spenderin der herzlichste Dank ausgesprochen wird. — Getraut wurden in Kotschen Agnes Wittine aus Händlern mit Johann Sbaschnig aus Masern. — Gestorben ist Josef Weber aus Rieg (Haugfch'n) im Alter von 83 Jahren. — Das Schweinegeschäft geht heuer etwas langsamer als in den Vorjahren; auch die Preise sind mäßiger, 84 bis 90 h per Kilogramm Lebendgewicht. Weil die fetten Schweine nur langsam abgehen, zögern die Leute auch mit dem Einkäufen von Jungschweinen. Deutsche Heimat- und Volksgenoffen! Am 12. November hat ein furchtbarer Brand die Ortschaft Otterbach heimgesucht und vier Besitzungen vollständig eingeäschert. Die vier Familien verloren dabei nicht nur ihre Gebäude, sondern auch sämtliche Lebensmittel, Kleider, Möbel, Futtervorräte und Fahrnisse. Auch drei Stück Hornvieh wurden ein Opser der Flammen. Der Schaden beziffert sich auf 20.000 K, dem die kleine Versicherungssumme von 5320 K gegenübersteht. Schrecklich und bitter ist die Not, in welche die vier Familien geraten sind; sie sind Bettler geworden, die weder für sich, noch für ihre fünfzehn hungernden Kinder, von denen keines über vierzehn Jahre alt ist, zur Stillung ihres Hungers ein Stück Brot haben. Dazu steht der Winter vor der Tür; bald wird sich die weiße Schneedecke über die schwarzen Trümmerhausen der Gebäude legen, in denen einst vier Familien ein schlichtes, aber glückliches Dasein führten, die aber jetzt nicht nur dem Hunger und dem Elend ins Auge zu schauen haben, sondern auch, des wärmenden Herdes und der schützenden Kleidung entbehrend, der furchtbaren Kälte unseres Gottscheer Winters preisgegeben sind. Liebe Stammesbrüder! Gedenket, daß es euere Brüder sind, die samt Familie dem Elend, dem Hunger und der Kälte schutzlos ausgeliefert sind und denen zu helfen euere heiligste nationale Pflicht ist. Wer schnell gibt, gibt doppelt; spendet den Verunglückten, was ihr immer könnt! Spenden jeder Art wollen die mildtätigen Geber an die Verwaltung des „Gottscheer Boten" senden. Möge dieser Aufruf möglichst viele milde Herzen und offene Hände finden! — Über den Einlauf der Spende» wird im „Gottscheer Boten" fortlaufend berichtet werden. Gemeindeamt Mosel Lei Hottschee am 25. November 1906. Kans Isnke, Gemeindevorsteher. Aber die Wiesendüngung im Herbste und durch den Winter hindurch. Die bisherigen Erfolge bei der Wiesendüngung haben gezeigt, daß die künstliche Düngung nur dann durchgegriffen hat, wenn gleichzeitig damit eine gute Pflege der Wiesen, sei es nun durch fleißige Anwendung der Wiesenmoosegge, durch Herstellung von Abzugsgräben oder durch Bewässerung usw. verbunden wurde. Namentlich kann die fleißige Verwendung der Wiesenmoosegge nicht warm genug empfohlen werden. Manche Landwirte taffen leider dieses für den Landwirt ungemein wichtige Gebrauchsstück unbenutzt oft durch Jahre liegen, wenn auch die Wiesen durch die Moose und Flechten schon ganz verfilzt sind. Wächst ans den Wiesen besonders viel Moos, so kann die Wiesenmoosegge sogar so viel Moos zusammenbringen, vaß man Streumaterial für die Viehställe gewinnt. Was aber noch wichtiger ist, die Wiesenmoosegge verwundet den Wiesenboden, sie reißt tausende und abertausende von Ritzen und Rinnen auf, so daß die Luft dann leichter ehtdringen kann und insbesondere auch weiter die Wärme. Der fleißig geeggte Wiesenboden wird aber nicht nur wärmer, er wird auch trockener, da die überschüssige Feuchtigkeit dann leichter entweichen kann. Nebenbei ist das Ziehen von Abzugsgräben zu empfehlen, falls die Wiese schon ganz versumpft sein sollte. Nassen Wiesen bekommt eine Kalkdüngung besonders gut. Der Kalk entsäuert den Boden, er macht aber auch, daß die bisher unbenutzt im Wiesenboden enthaltenen Bodennährstoffe rascher umgesetzt werden. Man wundert sich öfter über die guten Erfolge der Thomasmehldüngung auf den Wiesen. Doch ist es nicht die Phosphorsäure des Thomasmehles allein, welche die günstigen Erfolge auf Wiesen hervorruft. Gerade der hohe Kalkgehalt des Thomasmehles (48 bis 50%) ist es, der sehr viel dazu beiträgt, daß das Erträgnis der Wiesen in quantitativer und qualitativer Hinsicht zunimmt. Gewiß wirkt nebenbei auch die Phosphorsäure des Thomasmehles auf die Stärkung der Klee- und wickeuartigeu Futterkräuter ein. Wann man Wiesen mit steilen Abhängen zu düngen hat, ist die Verwendung der Wiesenmoosegge von noch besseren Folgen begleitet. In den tausend Rinnen und Spalten, welche die scharfen Zähne der Wiesenmoosegge in den Wiesenbeeten gerissen haben, setzt sich das seine Thomasmehl sofort fest und wird dann auch nicht so leicht durch Regengüsse abgeschwemmt. Man hat nicht mit Unrecht die Wiesenmoosegge schon oft als den Wiesenpflug bezeichnet. Die Wiesenmoosegge verdient diesen Namen auch voll und ganz. Die Wiesenmoosegge ist aber weiter noch ganz gut auch auf unseren Feldern zur Unterbringung der Samen usw. zu verwenden. Sogar im Lause des Winters, wenn der Boden offen und nicht zu naß ist, kann die Wiesenmoosegge Verwendung finden. Kein Landwirt sollte es aber versäumen, im Herbste und im Frühjahre die Wiesenmoosegge fleißig anzuivenden. A m t l i ch e s. Am Staats-Untergymnasium in Gottschee kommt mit Beginn des zweiten Semesters 1906/07 die Religionslehrerstelle mit den Bezügen nach § 4 des Gesetzes vom 19. September 1898, R. G. Bl. Nr. 173, zur Besetzung. Gesuche sind bis 1. Jänner 1907 beim k. k. Landesschulrate für Krain in Laibach einzubringen. An der einklassigen Volksschule in Unterwarmberg ist die Schul-keiterstelle definitiv zu besetzen. Gesuche um diese Lehrstelle sind im vorgeschriebenen Dienstwege bis 31. Dezember l. I. beim k. k. Bezirksschulräte in Rudolfswert einzubringeu. An der dreiklassigen Volksschule in Nesseltal wird eine Lehrstelle mit der systemisierten Bezügen zur definitiven, eventuell provisorischen Besetzung ausgeschrieben. Gehörig instruierte Gesuche sind bis 25. Dezember l. I. im vorgeschriebenen Dienstwege beim k.k.Bezirksschulräte inGottschee einzubringeu. Ztipen-ienimsschreitmng. Mit dem ersten Semester des Schuljahres 1906/1907 gelangen u. a. nachstehende Studentenstiftungen zur Ausschreibung: der 19. und 20. Platz je jährlicher 100 K der ersten und der vierte und siebente Platz je jährlicher 400 K der dritten Johann Stampflschen Studentenstiftung. Zum Genüsse sind, berufen Studierende, deren Muttersprache die deutsche ist und die zugleich Gottscheer Landeskinder sind, d.i. dem Gottscheer Boden nach dem ganzen. Umfange des ehemaligen Herzogtums Gottschee angehören. — Der zweite Platz der auf die Gymnasialstudien beschränkten Max Wie-derwohlschen Studentenstiftung jährlicher 145 K. Zum Genüsse sind in Krain geborene Studierende berufen. — Die Gesuche sind längstens bis B-i einmaliger Einschaltung kostet die viergespaltene Nleindruckzeile oder deren Raum 15 yeller, bei mehrmaliger Einschaltung 12 yeller. Bei Einschaltungen durch ein halbe; Jahr wird eine zehnprozentige, bei solchen durch da; ganze Jahr eine zwanzigxrozentige Ermäßigung gewährt. Umin der Deutschen a. Gottschee —: in Wien. — Sitz: X Mords Restauration „Zum roten Zget" I., Alörechtspl'ah Mr. 2. Zusammenkunft: Jeden ersten Sonntag im Monate. Das ein Stock hohe Haus in Gottsched Kirchengaste Nr. 51 ist aus freier Hand preiswürdig zu verkaufen. — Näheres bei der Eigentümerin L. R., wohnhaft in Littai (Krain) Nr. 53. 39 (9) Kirchen Wachskerzen von bester Qualität, in jeder Form, sehr sparsam brennend, tropfen nicht ab, sowie ElilSikeraeii empfehle ich der hoehw. Geistlichkeit. Billigste Preise; auch gegen Jahresrechnung. Versand: franko letzte Bahnstation. Franz Gert Lebzelter und Wachszieher Marburg a. d. D. 10; Dezember 1906 bei der Vorgesetzten Studienbehörde einzureichen. Nicht gehörig instruierte oder verspätet eingebrachte Gesuche können keine Berücksichtigung finden. Sterbtfällr. Wfarre H'ötlandl: Am 10. Februar Josef Brodgesell von Dornachberg, 82 Jahre alt; am 13. Februar Franz Hösferle von Hinterberg Nr. 23, 2 Wochen alt; am 16. Februar Maria Meditz von Dranbank Nr. 7, 58 Jahre alt; am 22. März Martin Pureber von Kleinriegel Nr. 10, 73 Jahre alt; am 7. April Josefa Gorsche von Pöllandl Nr. 55, 47 Jahre alt; am 18. April Agnes Grill von Steinwand Nr. 7, 68 Jahre alt; am 23. April Agnes Maußer von Pöllandl Nr. 63, 5 Tage alt; am 14. Juli Alotsia Marušič von Pöllandl Nr. 13, 3 Wochen alt; am 24. Juli Josef Petschauer von Altsag Nr. 5, 6 Jahre alt; am 8. September Maria Petschauer von Pöllandl Nr. 40, 72 Jahre alt; am 9. September Maria Samide von Krapflern Nr. 8, 3 Monate alt; am 19. September Viktor Paulin von Kleinriegel Nr. 7, 2 Jahre alt; am 1. Oktober Matthias Petschauer von Dornachberg Nr. 59, 78 Jahre alt; am 8. Oktober Ursula Kraker von Pogorele Nr. 1, 93 Jahre alt; am 15. Oktober Maria Matzelle von Pöllandl Nr. 1, 1 Jahr alt. Trauungen. Vfarre ilcffcftaf: Am 23. April Josef Lackner von Nesseltal Nr. 40 mit Maria Schneller von Nesfeltal Nr. 9; am 7. Mai Johann Stalzer von Untersteinwand Nr. 5 mit Gertraud Stiene von -Reichenau Nr. 40; am 1. Juli Johann Kobetitsch von Lichtenbach Nr. 4 mit Maria Eppich von Unterdeutschau Nr. 10; am 29. Juli Johann Verderber von Dürnbach Nr. 13 mit Maria Kobetitsch von Lichtenbach Nr. 4. Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Einschaltung zu erlegen. — Es wird höflichst ersucht, bei Beste!« lungert von den in unserem Blatte angezeigten Zirmen sich stets auf den „Gottscheer Boten" zu beziehen. Ein Gehilfe und ein Lehrjunge werden sofort ausgenommen vom Schuhmachermeister Karl Weteln in Hottschee. Beschäftigung dauernd. =e= Die Waramenten-Konfektion Maria Sattner Laibach) Wienerstraße Nr. 19 (II. Stock) empfiehlt sich der hochw. Geistlichkeit zur Lieferung von Airchen-paramenten, Antixendien, Fahnen aller 2trt, Baldachinen, je nach Wunsch in einfacher bis zur feinsten Ausführung. Bei reellen Preisen wird solide Ware und gewissenhafte Ausführung des Auftrages zugesichert. Wichtig für Fleischhauer! Talg roh oder geschmolzen, kauft zu höchsten Meisen Dampftalgscbmelze und Itiargarinfabrik P. Datheyer in Klagenfurt. Anzeigen. 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Brief roerbi Man Mm scheer Jahr. vierte ül'dlil gut i ratsn Wcstr ander merkj Aufk Keim liä). schon zeitig nnd | «ach. der J> sendu Aöon interi welch, Ilhes zugeö nenes Verantwortlicher Schriftleiter Josef Erker. — Herausgeber und Verleger Josef Eppich. — Buchdruckerei Joses Pavlicek in Gottschee. Vollei fertiqi das | jahrer erreid Bild noch Hause Freiü ander verfer vier ü Itqute ist bis gelegt wortg der E allem