LmbllcherMMtlmg. ^-—.,_____ ^— 1<^1 PränuüivrHtlouzplei»: Im «lomptoilgünzj. ^^« » »» D ll. »1. ^U^. N. 5.5l>. ssül b!«^l,ft^1uilg i!»,' Haue -^-^ balbj.^ulr. Mit d.'r Post ^»z>,. sl. ,5>, ^^l>i. N.7.5». Moiilaq 23. August Ins«rtl onsssebühi bis i« Zeilen: imalsotl., -«^FWL^ i-m.!',»^., 8m. I ft.',j°nft pr.^eile li». «lr.,2m.8»r., > ^«tl» Aintlicher Theil. H ^c. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit ^«'höchster Entschließung vom 1!i. Antust d. I. den ^sidcntcn des Landesgcrichtcs in Zara Franz Rossi-^batini zum Piasidcntcu des dalmatinischen ^dcr-l>Ndesg^ichleS allcrgnädigst zu ernennen geruht. Herbst m. j>. ° Se. k nnd l. Apostolische Majestät haben mü ^ltthüchs,^. Entschlicßnnq vom ^'^. August d. I. dcn v°fta,h dcci Olurstcu Gerichtshofes Joseph Vamincl si?^ v, Artztheim zum Präsidcnlcu des mährisch' ^csischcl, Oberlandesgetichtes allcrgliädi^st ^u ernennen Ulluht. Herbst m. p. n,, Se. l. lind t. Apostolische Majestät haben mit "Uelhüchstcr Entschließung vom 9. Juli d. I. dem ^"lessor am l. k. polytechnischen Institute zu Wien ^' ll. Dr. Kail Langner die nencrrichtcte außer-^ntlichc Lchrtauzel für allgemeine Civilgcsctzkundc n»d ^schäftsstyl an dieser Anstalt nntcr Bcidchallnnss sei' «^ .bisherigen Titels nnd Eharaktcrs eines ordentlichen ^ssors allcrgnädigst zu verleihen geruht. Giskra in. i,. ^.. Sc. f. und k. Apostolische Majestät haben mit P."höchster Entschließung vom Ui. Angnsl d. I. den ^'datdoccnlen an der Universität zu Graz Dr. Siiuou l^'^ic zum außerordcnllichen uubcsoldrten Professor ,, MM an derselben Hochschule allergüädigst zu er-""en geruht. Giskra m. p. >>s ?lm 20. sinnst iß^s, ^»ldc in der k. I. Hof- und Stcillti!-btst ^l dn^ >.ix. Stilcl drö Rrichsgeschlilattcö au^grgrbru iuid ^^«Kl'lic enthält unter ' ^^ die Vcrordiiuuss dcö Miinsleri« d^ Innern dom 15>tcü August ^,^l>9 bctlli'fl'lid die Vornahme der Bottszähliniss >>n ^ahrc 1«?<». (Wr. Ztg. Nr,, 1l»< vom 20, Ängnsl'.) Nichtamtlicher Tbeil. Die sriedlichc Lage Europa's. h^e?"ter dieser Uebcrschrift bringt die Nlinistcricllc ^^t „Provinzial-Eorresp." einen längeren Artikel, ^ lvcscuilichc Tatze mir nach der „Wr. Adpst.." so ^^'^ Darstellung nicht geradezu einen direttcn Wider- spruch unsererseits provociren müßte, iin Folgenden wiedergeben. Er lautet: „Bei der jüngst erfolgten Vertagung des britischen Parlamentes gab dic Königin Victoria in der an die VandeSvertretung gcrichlclen AbschicdSbotschaft die Vcrsichcrnng: „ihr Vertrauen in die Fortdauer dcS Friedens sei im ^aufe des Jahres crhaltcu und befestigt worden." Diese Versicherung hat mit Recht einen günstigen Eindruck auf die allgemeine Stimmung in Enropa wie in Großbritannien gemacht, uicht nur weil sie in nn-zweideutige nnd bcstin'.mte Worte gefaßt ist, sondern auch weil die englische Regicrung seit längerer Zeit eine so nupartcilichc und ruhig beobachtende Haltuug deu schwebenden Streitfragen gegenüber eingenommen hat, das; fic zu einem unbefangenen Urtheil vorzugsweise befähigt und durch keinerlei Nebenabsicht veranlaßt erscheint, den Ansdruck desselben durch ciuc bcrcchuclc Färbung zn trüben. Ganz besonderes Gewicht aber erhalt die Knndgebung des englischen Cabinets dadurch, daß sie iu den allgemeinen Verhältnissen Enrofta's wie in den eigenthümlichen Zuständen der leitenden Mächte volle Vestätignng findet. In der That, auf die Erschütterungen des Jahres I8C6 ist nicht nur ein dreijähriger Zeitraum ununter-brocheuen Friedens gefolgt; auch die Aufregung und die Unsicherheit, welche mit jeder Nengestaltnug verbunden sind, treten augenscheinlich immer mehr znrück. Das öffentliche Urtheil befestigt fich in der Ueberzeugung, daß lici der gegenwärtigen ^agc der Dinge die Äahn fried-licher Entwicklnng für die europäischen Bänder frei liegt; auf der politischen Tagesordnung steht augenblicklich keine Streitfrage, welche zu der Äcsorgniß ernster Verwicklungen oder gar eines kriegerischen Zusammenstoßes Anlaß gäbe, und die Regierungen, welche anf den Gang der Ereignisse einen vorwiegenden Einfluß üben, würdcu mit den Wünschen nnd Äcdürfnifsen der von ihnen vertretenen Völker iu entschiedenen Widerspruch gerathen, wenn sie sich der Aufgabe cnt;ögcn, jedes dem Fricdciis-standc Gefahr drohende Zcrwürfuiß nach Kräften zn verhüten oder zur Beseitigung etwa entstehender Mißhcllig-kciten aufrichtig die Hand zu bieten. Die Stellung Englands unter den Großmächten findet sich wie schon angedeutet, mil den Auforderuugcn der gegenwärtigen ^agc in vollem Einklang. Mehr nnd mehr kommt bei den leitenden Geistern wie bei der Bevölkerung des Inselrcichcs der Grundsatz zur Geltung, daß die Förderung des nationalen Wohls nicht in einem Zuwachs au Macht uud Einfluß, scmdcrn in dein Stre- ben nach inneren Verbesserungen und in dem Aufschwünge des wirlhschaftlichcn Bebens, unter Wahrung friedlicher nnd frcnndfchastlicher Bcziehnngen nach außen hin, zu snchcn ist. In jüngster Zeit sind namentlich durch die Umgestaltungen der Wahlgesetze, durch die Mißstäude in Irlaud und durch die vielfach der Regelung bedürftigen Verhältnisse der Eolonicn an die englische Politik ernste Aufgaben herangetreten, zu deren glücklicher Erledigung die Fortdancr des allgemeinen Friedens als unerläßliche Vorbedingung erscheint. Unverkennbar haben die britischen Staatsmänner ihre Bestrebungen auf diese Ziele hin gerichtet nnd sie verschließen sich nicht der Erkenntniß, daß ihnen für ihr Fricdenswcrk kaum eine wirksamere Unterstütznng zu Theil werden kann als daS Erstarken und die Freundschaft Dcutfchlands. In ziemlich verwandter ^agc befinden sich Italien uud Rußland. Beide Staaten bedürfen der kräftigsten uud uachhalligslcn Anstrcngnngen, nm ihre irmncrcn Angelegenheiten und namentlich ihre Finanzverhältnisse in cine gedeihliche Ordnung zu briugcn; sie sind daher mit ihren wichtigsten ^cbcnsintercsscn auf die Erhaltung des Friedens hingewiesen und würden dieselben in empfindlicher Weife schädigen, wenn sie kriegerische Ber-wicklnngcn heraufbeschwören oder begünstigen wollten. Was im Besonderen die russische Regierung betrifft, so hat sie sich offenbar bemüht, dnrch ihr Verhalten den oft gegen sie gerichteten Verdacht abzuwehren, als ob fic an der gewaltsamen Umwälzung deS Morgenlandes und an einer umfassenden Gcbietsabrundung durch Zer» trümmcruug des türkischen Reiches arbeite. Kaiser Alexander hat seit seiner Thronbesteigung die geistige nnd sittliche Hebung seiner Völker zum höchsten Ziel seines Strcbcns gemacht und keinerlei Hinneigung zu einer den Weltfrieden bedrohenden Politik ehrgeiziger Vcrgrößcrnngssncht gezeigt. Bei den jüngsten Zerwürf» uisscn zwischen Griechenland und der Türkei, welche schon zu einem Abbruch des diplomatischen Verkehres geführt hatten nnd die Gefahr eines Zusammenstoßes uahc legten, fand das Petersburger Cabinet Gelegenheit, thatsächliche Beweise für seine Friedfertigkeit zu geben. Rnßland vereinigte sich mit den übrigcu Mächten, um durch billige Vorschlage den Streit zwischen Pforte und Griechenland vcizulcgcu, und gerade dem gemeinsamen Bestreben der Machte ist es zu verdanken, daß die un-tcrnommcne Vcrmiltlnng schnell zum gewünschten Ergeb« uiß führte." Zum Schluß heißt es über die Politik Preußens: „Was endlich die Politik Preußens betrifft, fo hat sie über den Ernst ihrer friedlichen Absichten nach allen ,sl'iM'llM. Der fliegende Holländer. Erzählung uoil N. v. 2chw-. 1. (Fortsetzung.) iohll^""l'Ms H^ ^^g sich seit den letzten Er-Niy^ ^" l°. nngcmcm gebildet hatte, gcwanu mit einem sicher'^ ^ 5" stillende Neigung zu jener ^ileratnr. ltlle,! tz^'!. Ncwisscr Schmerz anhaftet, ein Hauch von ^lcnii '^"'düngen, tue wir fo gern als unsere eigenen ^'cidei/ ""^ ^"^ "'" ö'k Gabe beneiden, sie nieder-ler der sl? """'' Sie benutzte zn dieser Lcktürc, nn-l^dei, ,' """""tlich Heines und Byrons Werke w 3"rte>,ö f ""same Olcanderlaubc, die am Eudc ihres "fler l,oc^^ °" b"' Schutzmaucr lag, die, mehrere "Allere 5 ""'" Strand hiuabrcichtc. Es vergingen ^l ich?„^'"e Störungen in ihrem Zustande, ob °"' fahlen N? "''l ""'weinten Angcn und abgehärm->'.e ihr«,, Sttl"'^" "'""l' '" d" Regel am Flügel, wo l Geilten ^'^Ncmd su sprechend wiedergab wie nur Ven im Nt«^ e ^l seicht ^ Ü"°> lös war nicht jcncS geistlose ^"^leit ku "^.''"^"' ""it die inechanischc Fin-^'" rrinucr. ' ^ ^" Winkel-Dilettanten - dieses 3^'^rz llaate ' ""bekannte Feenreiche, in denen früher N/"^ des Scki^"< ^"^"' die verbluteten unter dem "" ein W?i? ' ^dcr Tou war cin Seufzer, jeder no Dles ^ "' "°ll «lüheuder Thränen. ^""f«'erlsmn c^"""c ^"^' ""d l'"ld war es mei^ ""'" wich" 'l^'!'^'' N"«e tlar. daß der frühere hereingebrochen, und ich nahm ulir vor, sie einmal an cinc.n Orte zu überraschen, wo ich es bisher noch nie gethan — iu der Olcanderlanbc. Es war an cineiu jener schönen Abende, wo die Natur wie ermattet vou den glühenden Flammentüsscn der Sonne darniedcrlicgt und gleichsam Athem schöpft, alles gchcimnißvoll schweigt, dem Eharakter einer südlichen Landschaft gemäß, als ich in den Garten Anrclicnö trat. Ich weiß nicht, was mich so beengend erfaßte, aber cin stilles Granen, dieser leidenden Blume an einem Orte zu nahen, wo sie sich zuversichtlich nnbclauscht glaubte, einzudringen in den Himmel der Einsamkeit — sie blicken mich verwundert an, Guslav! unterbrach sich Plötzlich der Arzt------ aber ich habe gcbebt wie cin Kind auf unrechten Wegen, ich möchte eine ähnliche Scene nicht wieder erleben. Auf ungefähr dreißig Schritte vor dcr Oleandcrlaube angelangt, vernahm ich plötzlich deutliches Schluchzcu, leises lispeln, wie Kummcrthränen wcitcrsickernd — matte Stimmen —---------ich trete näher, hörc einen schmerzvollen Schrei nur schwach und gedämpft, sehe dann einen langen schmächtigen Mann, dcr mit Windeseile au mir uorüberstürmt------------- Haben Sic ihn erkannt? unterbrach Gustav rasch nnd leidenschaftlich. Nein, denn ich wandte n-ich zn Aurclic. welche zusammengebrochen in dcr Ecke an dem Oleander lag und schwer aufseufzte: halb wie Sterbenöröchcln, halb wic ^icbc flchcnd. Uud soust keinc Spur von dcr geheimnißvollcn Bc> gcgnnng? frng Gustav weiter. Am Buden der ^aubc faud ich ein zerknicktes Zet-tclchcn worauf ungefähr folgende Worte geschrieben standen: „Bleiben Sic glücklich iu Ihrem Schmerz. Ein unseliges Elend wird mich fortan verfolgen, da mir die Hosfnnng benommen ist, Sie dancrno an mein Herz drücken zu können. Leben Sie wohl! Eine Thräne Ihrem Kummer. Einen Schlag Ihres edlen Herzens meinen beiden, G. v. V." Drei Tage darauf verließen wir Eorfn und reisten nach Sicilien. II. Die unvollendete Erzählung deS Arztes erweckte in Gustavs Seele jene brennende Ncugicrde, die wir dann nm so peinlicher fühlen, wenn unferc eigene Geschichte in so verwandten Zügcu aus den Erlebnissen Anderer hervorleuchtet. Er hätte Aurelia so gerne gesehen, den schönen schmachtenden ^cib, den sich seine Phantasie mit attischer Ueppigkeit ausmalte, dic bleichen Schmcrzenszügc, dic bei leidenden Fraueu eine unvergleichliche Sehnsucht in unserem Herzen anfachen, aber cö hielt ihn etwaS zurück, worüber er sich selbst nicht Rechenschaft geben konnte. War es eine tindifche Blödigkeit oder knabenhafte Lüsternheit, die mit brennendem Verlangen dem Gegenstände ihrer geistig-sinnlichen Vcrchrnng naht, aber stets wieder zurückschreckt vor wollüstigem Granen? Nein, Gnstav dachte viel zu edel, um eine Auuäheruug zu scheuen, die möglicherweise solche Gedanken in ihm hätte hervorrufen können. Es war nur jene stumme Sym< pathic, die in der Natur der Seclcu bcgrüudct ist und über dcrcu Wechselwirkungen wir uns keinerlei Aufschluß zu geben vermögen. — — Bald nach der Entfernung des Arztes verließ auch Gustav dcu ^>aal und eilte ohnc bestimmtes Ziel durch die engen Gassen bis in daS Gcwogc dcS MarcusplatzeS. Seine Seele schien wieder aufzuleben unter den schmei< chclndcn Küssen dcr bnhlcnden Abcudwindc, die vou den ^aguucn herüberwehten. Es war das offene, warme Vcbcn, das dämmernde Schattenspiel italienischer Koketterie, welches sich mit einem male vor seinen Augen entrollte. Wie rosiig blühten da jene zierlichen Gcsichlchen, denen dcr Griffel der Zeit noch leine schlimme Erfahrung in die edlen, antiken Götterzüge gemeißelt. Das sinnige 1422 Selten hin keinem Zweifel Nanm gelassen. Durch seine Handlnngcn wie durch sciuc Kuudgebuugcu, hat daS Bcr-liner Cabinet die Verdächtigungen culkrästet, als arbeite Preußen darauf hin, durch Angriff auf die Nachbarländer oder durch gcwallsamcu Druck auf feine deutschen Bundesgenossen einen Zuwachs an Macht und Gebiet zu erlangen. Die preußische Ncgicruug hat sich vorzugs weise den wichtigen nnd schwierigen Aufgaben zugcwcn det, welche die innere Entwicklung des engeren und wci-tcren Vaterlandes au sie stellt; sie hat durch ihre versöhnliche Haltung jedes Zcrwürfniß mit den Nachbar-mächten fcrnznhalten gesucht; sie hat im Besonderen nach der Ausciuaudcrfctzuug zwischen Deutschland und Oesterreich, welche iu dein Präger Frieden ihren Abschluß gefunden, für ein FrcnndschaftSvcrhältniß mit der öfter' reichisch-nngarischcn Monarchie stets die besten Wunsche gehabt und noch jüngst in cincr nach Nicn gerichteten Depesche die Ueberzeugung ausgesprochen, daß die Völker beiderseits von dein Verlangen nach einem friedlichen nnd freundschaftlichen Verkehre beseelt seien." IN. Sitzung ller DelkMwn dlli Ncichsrllthcs. Wien, N». Angnst. Der Präsident Fürst Ancrspcra, eröffnet die Si,ung nm '/212 Uhr. Als Rcgicruugscommissärc fuugircu als Vcrtrclcr des Ministers FM>. Frh. v. N 0 h r b a ch. ferner Scc-tionschef Früh, .Oberst Kör öS, Tunk! er, Oberstlieutenant Horst. Se. Majestät hat dem Reichskanzler im telegraphischen Wege von Ischl ans den Befehl zutommcu lassen, den h. Delegationen dc» Allcrh. Dank fiir die dargcbrach ten Glückwünsche auszusprcchcn. Auf der Tagesordnung: Fortsetzung der Berathung iibcr daS Militärbudget l^Vaudarmcc,) Titel 1-l st. einzustellen. Ferner beantragt der Ausschuß, die hohe Delegation wolle beschließen: 1. DaS t. k. gemeinsame KricgSmi nisterium wird aufgefordert, chcstcnS einen Gesetzentwurf wegen vollständiger Regelung des Militär Versorgung^ wescns und der PcnsionSbczüge znr verfassungsmäßigen Behandlung vorzulegen. 2. Zugleich wird das k. k. gemeinsame KricgSmi-nisterium aufgefordert, bis zum Zustandekommen dieses ncncn PensionSgesctzeö im administrativen Wege die mög-lichstc Herabsetzung dcS außerordentlich großen Erfordernisses für die Militärucrsorgung zu bewirken. 3. Das gemeinsame Kricgslninistcrium wird aufgefordert, bei Regelung des PcrsorgnngSwcscns in Erwägung zn ziehen, ob ein Pcnsionsfond aus Gchaltsrück-lässcn uud Etaatsbciträgcn zu gründen und die Staats-pensionszuschüssc auf dic durch Unglücksfälle iln Dienste untauglich gewordenen Militärpersoncn zu beschränken seien. Del. Dr. Rcchbauer: Der Peusiousctat sei der wundeste Fleck deS gauzcn Budgets; lion 75» Millionen Armcc-Vndget seien bei 12 Millionen für Pensionen nothwendig. ES sei tranrig, wenn man sehe, daß der PcnsionSstand in vielen Branchen den activen Stand überwiege, in den übrigen ihm gleichkommt. Es seien das freilich Süuden der Vergangenheit, an denen wir jetzt zu leiden hätten. Aber auch jetzt noch geschehen 0x «Mciu Pensiunirnngcn ohne gchörige Gründe. Im Jahre 185)'.) betrug dic Zahl der Pensionisten 5>000, im Jahre 18l.>2 schon'10.000, 1808 l 1.000, 180!» über l.^.000 und 1870 über 14.000! Und entsprechend dieser Zahl stiegen auch die Kosten. Zu diesen seien noch die Kosten für Invaliden« Versorgung uud dic Verflcgung für die Witwen und Waisen zu rechnen, so daß die Gesammt-tosten für Militär-Versorgung mehr als !2 Milliouen betrügen. Graf Wicken b u rg : Er have das militärische PcnsionSwcscu stets als einen der größten Krebsschäden betrachtet, nnd dieS besonders wegen der Art, wie die Pcnsionirungcn erfolgten. Daß bei einem so großcu Körper viele Pensionisten vorhanden sein müssen, sei natürlich, aber dic Vcichtigtcit und Ucberstürzung, mit welcher man bei den Pcnsionirungcn vorging, kannte leine Grenzen, nnd nur so konnte es geschehen, daß, während der ganze Trnppcnstand nur 22 Millionen bcansprncht, der PcnsionS-Etat dic Hohc von 12 Millionen Gulden erreichte. Freiherr v. Handel veewciSt auf einen vorjährigen einstimmig gefaßten Äcschlnß des Herrenhauses, nämlich: „daß alle Offiziers Witwen, welche ihre Kanlioncu nicht zurückgenommen haben, gleich allen anderen Vcam tens Witwen behandelt werden, d. h. pcnsionssähig sein sollen." Rcdncr stellt daher dcn Antrag, folgende Resolution zu fasscu: „Das Reichs - KricgSministcrium sei aufzufordern, in geeigneter Wcisc Vorsorge zu treffen, daß jcuc OfficicrS Witwi.'n, welche ciue HciratSeantion geleistet und dieselbe nicht zurückgenommen haben. dcn Witwen der Staatsbeamten gleichgestellt werden," ^Unterstützt.) Dr. Stnr m erklärt sich in eingehender Wcisc gegen dcn Antrag dcs Baron Handel uud weist darauf hin. daß der Staat überhaupt nur ausnahmsweise Pensionen seinen Functionärcn und deren Witwen gewähren soll. Bei dcr Abstimmung wird Titel 10, Vcrsorgnngs-wcscn, mit 10,742.988 fl. eingestellt uud die Resolutionen des AnSschusses genehmigt, dic ndrigen beantragten Re-solntioncn abgelehnt. Für Titel 19, „Militärgreuzc/' beantragt die Majorität 5)27.082 fl. cinzustellcn, während die Minorität gar nichts bewilligen will. Dcr Berichterstatter dcr Minorität Dr. Rcchdaucr bemerkt, daß er die staatorechiliche Frage dcr Mililär-grenzc hicr durchaus nicht zum AuStragc bringen will, obwohl gerade jetzt Gelegenheit zu einer Interpellation wäre, nuchdcm die öffcnllichcn Bläller c>anz bestimmte Ätitthcilun^cn über dcn Stand der Militärgrenzfragc bringen. Allein er glaulie, daß dic politische Seite vor daS Forum dcr beiden Rcichhucrlrctnnacn gcl>ölc u»d dicsc >hre Rcchtc zu wahren wisse» weiden. In Bezng dcr finanziellen Scite, weif.' er ans die theurc Admini< stration hin uud auf dcn Uir-ftand, daß sich dic eigenen Einnahmen dcr Militärgreiizc bedeutend steigern lassen. Er könne daher nur argen j?dc Bewilligung sich erklären. Dr, Sturm findet den Nicht-Einmischnngostand-punkt iu die staalsrechüiche Frage wohl correct, glaubt aber, daß nicht alle Mitglieder dcrsclbcn Ansicht sciu werden. Besonders seitdem wir auö cluer ebcu ver-öffcntlichtcn Depesche dcS Rcichökanzlers erfahren haben, daß dcr Schwerpunkt dcs NcichcS nach Ofen verle« ' werden soll, müsse man die staatsrechtliche Frage nicht außer Acht lasseu. Rcdncr weist auf Dalmatien H'N' welches für sich zu beanspruchen die Ungarn Miene iM chcu. Obzwar in dem Ausgleiche mit Ungarn über eine Einvcrleibuua dcr Älilitärgreuze in die westliche Reichs' Hälfte kciuc Vereinbarung getroffen wurde, so kin»^ man doch den Ungarn cS keineswegs verwehren, wc" sie ihren ttwtn« lilio wieder herstellen wollten. Dr.Stul>" erklärt sich anS dcn von scimm Vorrcducr schon erwähl ten Gründen ebenfalls gegen jede Bewilligung. Reichskanzler Graf Bcnst: In Erwiderung dtt Aeußerungen, die soeben abgegeben wurden, begirmc >" damit, die Ächanptnng meines Vorredners zn beleih ten, daß cs anS cincm officicllcn Actcnstücke hervorgeht, ich wolle dcn Schwcrpunlt dcs Reiches nach Ofen 0"' lcgcu. Ich schicke dieses voraus, weil mir die andctt" Ausführungen dcs Herrn Dr. Sturm an dicsc gelnW zu seiu schciucn. Der vorerwähnten Denlnng habe ich zn meinem nicht geringen Erstaunen in einem hieD" Blatte begegnet »md ich kann cS nicht begreifen, wie m^ darnuf hinkam, dicsc Deutung zn nntcrschicbcn, da ^ Stell? in dcr Note eine ganz andere war. Dic Aci>^ rnng, anf welche ich in dem Actcnstücke anspielte, ist!^ offen und betannt, daß ich nicht glaubc, sie besondtt" hcranSuchmcu zu müssen. Bezüglich dcr Militärgrel'j' frac>e taun ich nur bemerken, daß Verhcmdluugcn !tau' gefunden haben unter gleichmäßiger Betheiligung alles drei Ministerien. Die gemeinsame Regierung hat 8^ leinen Beruf, dicfc Frage iu die Hand zu uchmcn ul^ concurrirte au derselben mir dnrch die Betheiligung dl KricgSminist.l^. DaS Ucbeieintommcn, wclchcS geschlo!' sen wcrdcu soll, wird scinc Erledigung nnr durch ^^ verf^ssungSilläßigcn Vorlagen finden, welche dcn bcidc" Vcrlrctungstörpcrn gemacht werden follcn und eben c>'! durch die Erleüignng iu diesen bcidcu Körpern zur Äu« fnhruüg gelangn. W Dr/Deinel crkläit sich für die Minorüät li"^ fürchtet, das Ministerium werde die Vertretung in ci^ Zwangslage bringen, gegen welche eS dann kein M>^ mehr glbcn würde. ilteich^finanzministcr Baron Geckc kommt in all^ führlicher Weise anf die Verhandlungen zurück, nnl^ dem Ausgleiche mit Ungarn vorangingen. Dauial blieb dic staatsrechtliche Frage bezüglich dcr Militära"^ offen nnd nngarischcrscits wurde ausdrücklich crtla^ wenn dieselbe im Interesse Ungarns gcliist werden soü^'' so werde dieses die nöthige Acndcrnng in dcr O.uotc^ zahlung zu dcu gemeinsamen Beitragtzlcistnngcn uonN«' men. Ictzt sei cs aber nothwendig, daß dem Kr!<^' ministcrium die Vcrwaltuugsmiltcl uicht vorcuthalte' werden, um dic Adinixistration weiter führen zn ton»^ Es werde hiedurch gar lein Präjndiz geschaffen und de" Bcschlnssc dcr beiden Rcichsucrtrctnngcn bezüglich ^ staatsrcchtlichcn finanziellen Seite in keiner Weise l'^' Mriffen. , ^ Dr, Rcchbauer warnt die Regierung, Thatjaw' zu schaffen, die nicht legal sind. Die Regicrung ^ l^rcnzrcgimcntcr anflöscn und nachträglich von der 2^ lrctung die Genehmignng verlangen. Die Regic^"' möge früher um dic Genehmigung ansuchen, denn ^ wollen leine Zwangslage anerkannt wissen. (Veif^ Berichterstatter Dr^ Banhans verwahrt siä)' heftiger Errcgnng gegen die Aeußerung des Dr. Dc^' lächeln aus den stolzgewölbtcn kippen, dnS schmachtende DahintÜnzcln mit uorgcncigtcm Obnlcibchcn ^- cS schien ihm alles so urplötzlich hcruorgcrnfcn, so zauberhaft süß vor dic Seele geführt, wie durch dcn Wink irgend eines Dämons. Wie viel Glück spielte sich da in wenigen Augenblicken in stnmmcr Bcgcgnnng ab, wic viel Verlangen sprach da anS so vielen glühenden Augen, die von glücklicher ^icbc sprachen, wic rührte ihn dcr stille Schmerz jener blancn Stcrnc, wic sie mich ihn ciumal trafen nnd vcrwuudctcn. Gustav hatte eine jcncr Physiognomien, die schnell fesseln, wenn sie auch nicht lange festhalten. Namentlich in seinen Augen laa eine sonderbare Mischung vou Feuer und Wehmuth, die so rasch zündet, als sie sich dcn Tiefen einer anderen Sccle mittheilt. Er war vou bleicher Gesichtsfarbe, aber in dicfem bleichen Gesichte las man seinen ganzen Charakter, die ganze Geschichte seiner Seele, die vom leisen Weltschmerz angehaucht, ciusam blühte, gleich dcn weiß-bläulichen Wuudcrblumcu in Dornröschens Zanbcrgemach. Gustavs Auge schweifte glcichgiltig über die lebenslustige Menge und nnr hie nnd da verweilte cs längere Zeit anf cincr dcr kecken Erscheinungen, dic leichtsinnig lächelnd an ihm vorübcrschwcbtcu. Die leisen Töne einer italienischen Arie aus dem ..Trovatorc" oder „i!a Traoiata," die zuweilen an sein Ohr drangen, gaben sodann seinem Gesichte einen sonderbaren Glanz vou innerer Zufriedenheit, von heiterem Seelenfrieden, aber alsbald zog wicdcr dcr unsichtbare Dämon scincö ssnmmcrs übcr die fahlen Züge. ^cin Herz bebte, dasselbe schmachtende Angcnpaar erreichte ihn abermals, nur diesmal glühender, flehender, wic ein auffordernder Kuß, wie ein schmachtendes Zeichen süßen Begehrens. Was sollte er thun? Sollte er ihrcu Spuren folgen, um zn ergründen, ob jcnc Sprache dcs weiblichen Blickes wirtlich ihm und keinem andere» galt? Ein sonderbarer Zweifel spielte in seinem Herzen. Bald wollte er aufspriugcn und nachcilcn dcm göttcrblasscn Wcscn, daö seiner begehrte, bald hielt cS ihn wicdcr zurück, wic eiseruc Fesseln ; dcr Gcdantc au Anrclia tauchte in ihm ans - scin cigcncr Schmerz — Fm-cht lind Granen..... uud wic? konnte cr auf den Ernst jcncS Acqnis rechnen, war cr von dcr Reinheit, dciu Edclmuth jeucr Unbekannten überzeugt? Gustav war Mcnschcuteuucr und in ^ Fraucnblickcn hattc er sich me verrechnet. Sollte cr haudeln? Vom Campanile der MarlnSlirchc schlug die sicbcntc Abendstunde. Gustav sprang von scincm Sitze uud ^ drängte sich dnrch die schackcrudc und lachende Menschenmenge gegen die Martuskirchc. Er wußte, daß Aurclia um dicsc Stunde dort zu vctcn pflegte, nnd cs schien ihm dies die einfachste nnd natürlichste Weife, ihr zum erstenmale zn nahen oder sie znm mindesten nur vou dcr Ferne zu beobachte». Die Ruhe der Basilica sprach tröstend zu sciucm anfgcrcgtcn Gemüthe. Es war hicr so geistig-erquicklich, so mcnschcnvcrgcssen still, daß das eigene Herz nuflcbeu tonnte unter dem hohen Knppclgcwölbc, nnd selbst daS Abcndlicht, daS noch einzelne Strahlen dnrch die bemalten «chcibcn in daS Innere dcs Gotteshauses fallen dieß, war nicht so glühend roth wic im Frcicn, wic am Horizonte dcS uuabgcgrcuztcn Meeres, sondern gedämpft uud lieblich mild. War sie hicr? Scin Angc spähte rings im Kreise. Zahlreiche weiche ssraueu< gestallcu saßen da. zumeist in schwarzer, düsterer Klci-duug, dcnu nnr die Trauernden beten ^ aber es glich keine AnrclienS Gestalt, wie cr sich dieselbe nach dcr Beschreibung des Arztes vorstellte, nnd je mehr cr snchte, dcstv mehr erlahmte scinc Aufmerksamkeit, uud schließlich glitten scinc Blicke nnr mehr glcichgiltig übcr die wispernden Tranmfignrcn, und schwermüthig an dcm großen porphirncn Wcihlcssel dcs Hanplschiffcs lchncnd, betrachtete cr dessen marmornes Picdestal, das ans abenteuerlichen Mcerungethümcn, Delphinen und Dreizacken zusamme"^ meißelt war. ^ In dieser Stellung verblieb cr durch längere ^ bis cr durch ciu leises Geräusch aus scincm ^!^> aufgerüttelt wurde. Er blickte nach dcm rechten sc>^ schiffe und da gewahrte cr einen langen, schmäH,^ Mann, gerade uutcr dcm Bilde dcr Märtyrcr ^"^, nnd Judas, dcr unaufhörlich hin- und wicdcrschu'^, als wollc er durch dicsc Bewegung scinc Wortc bcglc' ^ dic cr gleichmäßig lallend hcrvorlispcllc. Gustafe schrack im crsteu Augenblicke, denn die Gestalt ^ ! etwas täuschend AchnlichcS mit dcr seinen, ^r l",hll sciucm Blicke auszuweichen, dcr wic znfällig am ^ gerichtet war, und machte einen Gang durch daS V^j schiff gegen die Vorhalle. Ob des Geräusches, '^„el« er verursachte, blickten mehrere dcr stummen Äctcl> ^ ^ anf nnd ihre büßenden großen Scclcnangcn fttlc" ^>,l iind innig anf Gnstau. der sichtbar bebte, denn /^ ^ ihm vor, cr müsse jeden Angcnblick denen Aurclic»' ^l gcgncn, die cr so schr und ängstlich suchte. Jeder ^^. wurde ihm schwerer; cr sah nur mehr die bleiche" ",,^, die frommen bleichen Wangen, und fchon im ^9 ^ dcn nnhcimlich hallenden Raum zu verlassen, bl>" llen wir diesmal anwenden. , ^ Vei der Abstimmung wird der Antrag der Majo-Wt des Ausschusses auf Bewilligung von 5)27.062 fl. ! ^ die Militärgrcuzc abgelehnt und somit für diesen Wen des Budgets gar leine Summe eingestellt. Für den Majoritätsantrag stimmten im Ganten ^ zehn Mitglieder, darunter die Feldzcugmcistcr Ba-!°" Handel, Aaron M c r t c u s, Fürst Dietrich-''e in - Vi c nodorf f, Baron W üllerstorff, Fürst ''«blonowsli, Graf Ncchberg n. A. ^, Unter großer Unruhe und Erregung wird hierauf le Debatte fmlo,csctzt. Für Titel '23, Ncmontirung, befragt der Ausschuß W4.917 fl.. Fürst Dictrichstein '"4.250 st. ^u bewilligen. Der erstere Autrag wird ankommen, und da mit dcmsclbcu das ordentliche Ersor .^'niß für das Kriegsbudget erledigt ist, die Sitzung gc-Wossen. ! ^ . Nächste Sitzung heute. Aus der Tagesordnung: Außerordentliches Budget des Kricgsmilustcriumi«. Hesteireich. . Wien, 20. August. Die „Wr. Abdpst." schreibt: süßlich der Besprechung der gestrigen Debatte über ^! ^iilitargrclnfragc in der rcichsräthlichcn Dclcgation schuldigt ein hiesiges Blatt den Rcichsfinanzmiuislcr, ^. hnbc sich geradezu als Anwalt der ungarischen Internen benommen uud ciuc andere ungelöste Territorially^, die sich auf das Königreich Dalmaticn bezieht. °llührt. Nach Inhalt des stenographischen Berichtes hat ^6) der gemeinsame Finanzministcr, ohue irgend seine ^!'lcht auszusprcchcu, lediglich auf eine Erklärung der r^arischei, Ausglcichsdcpntation vom 14. August 1867 ^tlvicsen. welche vou der rcichsräthlichcn Ausglcichs-^Utatiou iu ihren Schlußbcricht an den Ncichsrath .^' 5. October 1^67 ausgcuommcu wordcu ist. Wir wubci, zur Aufklärung dcr Sachlage den vollen Worl-<"t dieser Erklärung, welche vom Freiherru v. Acckc in ,.,^ gestrigen Sitzung nur in ihren allgemeinen Umrissen h ','l>t worden ist, folgen lassen zu sollen. Der Schluß-' s^'cht der rcichsräthlichcu Deputation citirt die ihm in l ^u cmcst Protokollsauszug>,'s zugekommene Erklärimg ^ ""gavischeu Reguicolardcpntalion auf Seite 7, wie ^' ..Gegen die Proportion, welche diese Zahlen ans-^Uci, (^si'()5)2 Percent für die Bänder der ungarischen ^°>>e mid 74'!»48 pCt. für die übrigen Länder Sr. ^lestiit), könnte höchstens iusofcrne ein Einwnrf erholt ^crdeu. als in den znr Ausmitllung der Propor-s^'ffcr benutzten Schlußrccl'nungcn die Einkünfte der gH staatsrechtlich, als faclisch zum Gebiete der nn-! lil^^u Krone gehörigen, jedoch gegenwärtig unter Mi-^ nn^^ltnng stehenden Militürgrcnzcn, wclchc durch l>^ ulitärbchörden cingchobcn werden, in das Eiukonv ^tw ungarischen Bänder nicht mit anfgenoinuicu cr-ri^, Dalmaticn aber. welches die Bänder der unga-bti ^ ^ronc in Ansprnch nehmen, in obiger Beziehung ^ Rechnung ganz Übergängen worden ist. Da die ^lct tige Rcgnicolardcpntatiun sich nicht berufen cr-sichl^bci dieser Gelegenheit in die Erörterung der hin-!»,h ,-, °bigcr ^ändcrthcilc obschwcbendcu administrativen >l>^ ^^rechtlichen Fragen cinzugehcu, so hat sie bei ^li^, ^chnung ^ hloß dcn thatsächlichen Bestand zur glaubt es aber aufsprechen zu N^ ' baß, so ^ einerseits aus den erwähnten Schluß-<^ui^'^" lilo^ darnm, weil selbe diesem Vorschlage zu l^.5^lcgt wurden, gegen das Staatsrccht uud die ^Nei c>'^^^^ät der Länder der ungarischen Krone kci° b>e ^"^eruugcn abgeleitet werden können, andererseits «lich s'^r der nngarischcn Krone berechtigt sind uud Nuig ^ bereit scin werden, in Betreff der Rcctifici-b'eltz^ ^.ia,cn Proportioualziffer. inwieweit die Ge-»l>ts ^^^'!^ dieser Bänder durch Nückciuucrlcibung gehi)^ ^uustrativc Wiedervereinigung der zu denselben 3^' fntt^'s^^^ gegenwärtig aus welchen Grüudcn in,-^>le li <.^tMM oder administrativ abgesonderten ^trcff^ ^'^ncllt sciu wird, mit Rücksicht auf die den l ^» ^°"/ ^andcsthcilcn zufallenden basten, nach dem ^,ffen.. ""lUcn Schlüssel eine neue Percinbaruug zu ^itttiv «<>, , '^ ^1"cr zu begreifen, wie fich aus der ^e volli.?!!?' Hunveisnng auf eine Staatsschrift, ^u Dcvu ^ '" ^" Schlußbcricht der rcichsräth-?" ben Nei^ ' nufgeuoiuiucn und durch die Vorlage ^ zl'gcflNn !"^cit l°lt Mci Jahren dcrOeffcntlich-^"cili^^/ "'"dm ist!, irgendwie der Vorwurf ciucr -^ 3s/ ableiten lasse. ^lchs^^ August. (I„ her Delegation des ^Mis h i^ ""rdc das C^traordinarinm dcS Kricgs- d, ^'" Au«-^' - Trqinausrüstungslostcu wurden ,. ^ ^'^ Ansck. t ^""^'"^ angenommen. Dagegen wur- N s vierzi? !!""llStc>sten für zwei Donankricgsdampfcr i 3"Uerstor g "^^"slslanoncu trotz der Befürwortung be^°slcn für !i' s" Kriegsministers nicht bewilligt. Nm.x Ufuh e, ,"^"«a. der Truppen in Eraänznugs- ""' auck " ""' dcbattelosc Annahine. Gestrichen i °le «osten sür die Befestigung von Ko- inurn nnd Krakau. Nur d.r Antrag der Einbeziehung der supcrnnmcrärcn Officicre in die Gagencrhöhuni; »vurdc gegen den Vorschlag des Ausschusses angenommen. Bezüglich der Lieferungen wurden gegen ciu ausschlicß-lichcs Eonsortinm gerichtete, das Kleingewerbe und au-one Industrielle zur Berücksichtigung empfehlende Resolutionen gefaßt. — 21. August. (Die ungarische Delegation) nahm das Marincbndgct den Positionen der Rcicherathsdclcgation entsprechend an, berieth das Kriegsbudget uud nahm größlentheils die AnSschußanträgc an. woruutcr die Strcichuug der Douaulnonitors- und Fc stungsgcschütziostcn, so wie der Befestignngslostcu für Komorn, Krakau. Nur der Antrag ans Einbeziehung der slipernulncrären Osflcicrc in die Gagcnerhöhung wlirdc gegen den Ausschnßvorschlag angenommen, Bezüglich der ^icfcrungcn wurden gegen ciu ausschließliches Eonsor-tium gerichtete, die Klciugcwcrbe uud andere Industrielle zur Berücksichtigung empfehlende Resolutionen gefaßt. -- 20. August. (Der hiesige Gemeinde rath) hat in der Klostcrfrage beschlossen, daß iu einer Petition die Ministerien der Justiz, deo Innern und des Eultus ersucht werden, in einer Rcichörathsvorlagc die Klöster der Staatsaufsicht zu unterstellen. Die Anträge, iu einer Resolution oder Petition die Aufhcbuuq aller Klöster zu verlangen, wnrdcn al'gclchut. — 21. Angnst. (Verschiedenes.) Die Unter-handlnugcu betreffs des türtiichcu Eisenbahugeschäftes werden uutcr Zuzichuug englischer Eapitalisten wieder aufgenommen. Die Creditauslalt bereitet die Acticn-Eunssion für Laibach-Tarviö, die Vorarlbcigbahn nnd Graz-Raab vor. Ein bevorstehender kaiserlicher Erlaß dccrctirt die Aufhebung der Militärgrcnzc, und weist die Quotcuregclung den beiderseitigen Legislativen zu. Pran, 1 U.August. (Eo uccssio n. — Spcn dc.) Die Vicinalbahngescllschaft erlangte die Concession für die Linie Reichcubcrg - Eiscnbroo init dem Flügel nach! Ticfcnbach. — Der Bischof von Lcitmcritz spendete an-! läßlich des Gcburtsscstcs dcs Kaisers <^00 Guldeu zu ^ Wohllhätigkcitszwccken. ! Tricst, 20. Angust. (Ianiua) wurde in dcr Nacht vom 9. auf dcn 10. August durch ei»c ^roße Feucri>brnnst ucrhcett. 1300 Äiagazine n»d .'l00 Hän-^ ser wnrdcn zerstört; es ist lcin Verlnst an Menschenleben z»i beklagen, aber der Schaden ist bedeutend. Das österreichische Eousulatö^cbäude blieb unv^rschrt. Zah' luügsstockungcn siiid bcuolstcheüd. Floren;, 20. Angust. (Kaiserin Eugenic.)! Wie versichert wird, soll die Kaiserin Eugenic auf ihrer Reise uach Venedig Tirol und Italien incognito passircn nnd in Venedig an Bord der kaiserlichen )')acht vcr-> weilen. ! Paris, ll>. August. (D asUrthei l) des Appell-Hofes in dcr Angelegenheit der Sockte Immobilere cr-tlärt, daß das Handclotridunal incompctcut war, in dcn Proceß cinzngchcn; cS annullirt das Urtheil des Haudels-! tribunals und erklärt, daß die Auflösung dcr'Soci<'tc! Immobilil'rc gegenwärtig nicht statthaft sei. in Anbetracht, daß es keine Acliouärc gibt, welche ihre Forde-ruug eingeklagt hättcu. — 20. August. (Der Kaifcr) lam gestern au das Gitterthor dcs Parkes von St. Eloud, um dcn kaiscr-lichcn Prinzcn zu empfangen. Dcr Kaiser schien von seinem Unwohlsein vollkommen hergestellt zu scin. Die Kaiserin nnd dcr kaiserliche Prinz werden sich am 24stcu August nach Eorsica begcbcn und am 2. September uach St. Eloud zurückkehren. Ooustautinopel, 1'.). August. (Die russische Rcgicruug) beabsichtigt zwischcu Odessa und Eon-stautiuopcl ciucn subumrincu Tclcgrafthcndraht legen zu lassen. Lcvantepost. Athcn, 14. August. Die Kammer votirtc das Gesetz über eiuc Anleihe von i) Millionen Drachme». Dcr Gesetzentwurf über die Durcystcchuug dcs Isthmus von Korinth wurdc vorgelegt. Lcsscps und die französische Kaiserin werden hier erwartet. — Eon-stautinopcl, 14. August. Zwischeu dcr Pforte und Pcrsien wurdc wcgeu Bcsliinmuug einer provisorischeu Grenzlinie ciu Ucbercinkommcu gclroffen. Hufsciu Pafcha uud ciu Beamter des Polizciministcriums wurdcu wcgcu Wtißhaudlung italienischer Gefangener arrctirt. Ueberlandpost. Bombay 2?., Ealcutta, 23., Honkong, 8. Juli. Bei dcr Einnahme von Hakodate nud Miako durch die Truppen dcs Mikado wurden mehrere Franzosen gefangen. Die französische Flotte erzwäng dcrcn Freilassung dnrch dic Druhuug, ^cddo zu bom-bardircn. In Futschan, Hankow und Shanghai sind Mißhclligkcilcn zwischcu dcu Eingeborneu und Franken auögebrocheu. Mstesneuigkeiten. — Se. k. k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Franz Karl haben dcm Kleuzcrvercinc zur Untcr-stützuua. von Wiener Gcwcrbsleuten für das Jahr 1«69 zur Förderung der Vcrciuszwcckc 50 fl. gnädigst gefpcndct. — (Ein coloffaleö Geschütz) cms dem Krupp'-scheu Etablissement iu Essen ist iu Wien eingetroffen. Dasselbe hat ein Gewicht voll :j()l) Zollcentner/ die Pulverla- dunI ist 4:; rhcin. Pfund und das Schoßgewicht beträgt 2,,,l:ii') und eine Lebcnsgeschichte dcs Bischofs Baraga vom Herrn Prof. Dr. Voneina, im Ganzen an «0 Druckbogen. — (Nachahmenswert!).) Herr Johann Schön Architekt und Professor für Ingenieur - Wissenschaften am Polytcchnicum in Wien, derzeit Sections - Ingenieur der Südbahn, hat der Gemeinde schnle von Dornegg den Vctrag von 10 fl. zur Anschaffung von Mitteln für den landwn-thfchaftlichen Anschauuugsunterricht mit dem Motto: „Gutr Schu'llnldimg Ist dk Gnmdliildmic, Dc6 wahrrn Wohlständeö Uuscrcö Heimatlands." gespendet; für welche menschenfreundliche Spende dem edlen Geber der Gemeindevorstand von Dornegg den wärmsten Dank hiemit öffentlich erstattet. — (Diöccsanverändern«gen.) Herr Anton Iakic, Kaplan iu Mariafeld, erhielt die Pfarre Nas-senfuß. 1424 (5orresftundeuzeu. * Idria, 1'->. August. (Feier des allerhöchsten Geburtöfcstes Sr. Majestät des Kaisers.) Wie alle Jahre das allerhöchste Gcburtsfest Sr. Majestät des Kaisers, unseres geliebten Monarchen, ans die feierlichste Weise begangen wird, so unterließ man auch heuer nicht, diesen großen Taft mit angemessener Feierlichkeit zu begehen. Zur Vorfeier dieses Festes wurde im hiesigen t. t. Werlstheatcr von der hierortigcn Dileltaukugcscllschaft — bestehend aus talentirten und fleißigen jungen Herren — eine Borstellung, welche ihrem ganzen Inhalte nach sehr gut ausfiel, gegeben. Es wurde nämlich aufgeführt: 1. Tableaux unler Absingung der Bollshymne, ->. „Monsieur Hercules," Posse in 1 Act von G. Velly und lj. ,,8slvu« ?ct0 ii8M^ej ^o«1ov0uil U. Villmr. — Am allerhöchsten ^>cburtsfcste selbst wurde Vormittags um 10 Uhr ein solennes, vom hochw, Pfarrdechant cclc-brirles Hochamt abgehalten, welchem alle hiesigen Behörden und viele Bürger beiwohnten. Am Nachmittage fand aus Anlaß der neuen Organi sation der Vergdirection eine Festtafel in dein Casinolocale statt, zu welcher die Beamten aller Branchen und viele Bürger cingeladcu waren. Es wurde» Toaste auf Ee. Majestät, auf die Verfassung, das Finanzministerium, die hiesige Bevgdircction, den Casinoverein und den Citalnicaverein ausgebracht. Abends fand eine Unterhaltung aus dein schönen Ver-gnügungsorte der „Zemlja" statt. Es wurden circa 140 Schüler uud Schülerinnen, die am Ende des Schuljahres schr gute Fortgaugsclassen erhielten, vom k, k. Oberbergralh uud Bcrgdircctor, Herrn Lipold cinacladcn, und auf Kosten wohlthätiger Spender milder Gaben bewirthet. Die Kinder trugen auf Aure-lmng ihres thätigeu Schllloircctors Auredeu, Dellamatioucn, Trintsprüche, bieder sehr gul vor, und bereiteten den Zuhörern recht angenehme Stunden. Das anwesende Publicum befand sich bis spät Abeuds in heiterster Stimmnng. Ein Tanz aber bildete den Beschluß der Feierlichkeit. * Rudolföwerth, 19. August. Auch hier wurde das allerhöchste Geburtöfest Er. I'. und k. apostolischen Majestät festlich begangen. Schon am 17. d., als dein Vorabende, brachte die Musikcapelle des hiesige» uuiformirten Bürger-corps sowohl dem Herrn t. k. Bczirlshauptmann, als dem hiesigen Militärstationscommandanten Herrn Major Anton Freiherrn v, Lcmpruch ein mit der Voltshymnc beginnendes Ständchen und der am Abend cxecutirte Zapfen-streich, sowie ein auf dem nahe gelegenen Nagoubcrge abgebranntes Feuerwerk versammelte eine große Menschenmenge, ili welcher jedoch nicht der geringste Unfall vorfiel. Am frühen Morgen des 18. vcrtündcteu Pöllcrschüsse der Bc^ völkeruug die Bedeutung des Festtages und die oberwähntc Musikcapelle führte in der Hauptstraße eine Tagrelicille aus und brachte dem Herrn Bczinshauptmaun sowohl, als dem Herrn Militärstatiouscommcmdanteu Stäudchcu dar. lim 8 Uhr Vormittags feierte die Garnison eine solenne Feldmesse aus dem Easernplatzc, wobei sich auch das uuifor-mirle Bürgcrcorps bcthciligte, und um 10 Uhr Vormittags fand in der Sladtpfarrkirchc ein feierliches Hochamt mit dem ambrosianischen ^.'obgefange unter zahlreicher Assistenz uud Betheiligung der l. t. Civil- uud Vtilitärbchördeu, der Gemeindevertretung und vieler Andächtige raus allen Ständen statt, wobei die üblchen Salven von dem in Parade ausgerückten t. t. Militär und Bürgcrcorps gegeben wurden. Das Defilireu des k. k. 1'.). Fcldja'gerbataillouö uud des Bürgercorps am Hauptplatze schloß die crhcbcudc Feier ab. Für die Maunschaft der Garuison halten die Stadtbewohner und einige Gutsbesitzer der Umgebnug Wein, Fleisch, Reis uud Cigarren gespendet. Nachmittags wurde vom hiesigen Schntzcnoercinc ein Freischicßcn in den Nciu^ men der bürgerlichen Schicßstättc unter zahlreicher Betheiligung veranstaltet und ein im Freien improvisirtcr, sehr animirter Ball beschloß den in herzlichster Weise gefeierten festlichen Tag. Deffcutlicher Dank. Iin Verlaufe deö dritten Quartale 1869 sind der gcfcrligtcu Dircciiou wicder folgende niildc Spenden zugegangen: 1. Aui? Anlaß dr^< allelhochften Gcliinlofesteij Sr, Majestät von der hochgcliorucii Somalin dci' Herrn ^audeöpläsidcutcn 5)0 sl, 2. Duich dic Schntzdnme Frau Anna ithern: Vou Frau Anna Suppan, ^'iirgcrmeistcriigeinalin , 10 „ vou einem Uugcuauuteu......... 1 „ „ „ ,< ......... ^ " ...... ......... 1 „ ',. Frau Anna MM.......^ . . 5 „ 3. Durch die Schntzdame Frau Caroline Ahn: von Frau WUhelminc Ncjcoli.......1 „ von einer ungenannt scin Wollenden.....2 „ von Frau !>iüroüne Ah».........2 „ zusammen . 75 fl. vom lc<)lrn Aliowciil . 43 „ Snmme . 116 fl. Frau Anna SnPPau, Bürgcrnicistcr^gcmalin, ha! eiucn jähr- ! lichcn Beitrag von 5» fl, o. W plinst zugesichert. Für alle diese mildm Spciidcu staltet dm licfgcfnhltcstcn Do»t ad ' ! dir Direction d c i< E l i s li d c l h - >^l i n d e r s p i t a l <«. ! Dr. .^ovatsch. ! Rcnellr Pest. ! Wien, 22. August, Dic „Wicucr Zeitung" veröffentlicht ciil lais.rlichcs Handschreiben au den gemcu,', saiüen Kriegsminister. Welches die Auflösung dcr beiden ^ Wara^diucrGrcnzrcgimcutcr, dann der cilftcu und zwölfte,, ^ Compagnie des Szlumcr Greuzregimculcs und Ueber- ^ gadc ihrcr Vczirtc, dann dcr Grcnzcommuuitütcn von Zengg und Sissct in dic bctrcffcndc Ciuilocrwaltuug ^ anordnet. Zwci wcitcrc Hauoschrcibcn an dic Grafen Taaffe und Audraffl) bcauftra^cu dicsclbcu, in Folge dcsscn im ^ Sinnc dcr desteycudcn Ocsctzc nach gcgcuscitisiciu Einvernehmen dic erforderlichen Vorlagen dem Kaiscr zu unterbreiten. > Eiu letztes kaiserliches Handschreiben au den Reichs-! kricgömiuister bcaliftragt deusclbcu, den Ministerien dcr! bcideu Ncichsthcile dic Behelfe, welche für die gesetzlichen! Vorlagen nothwendig find, dic für den Uebcrguug des Theiles dcr Militärgrenzc in die Civilverwalluug vorzubereiten kommen, zur Verfügung zu stellen, da dic^ wirtliche Übergabe dauu zu cifolgcu hat, wcun die Vor-, lagen ucrsüssuugsmüßig erledigt erscheinen. ! Wicu, 21, August. Ein kaiserliches Patcut beruft^ die cislcithauischcn ^audtagc iu der Zeit zwischen dem 9. September uud ^. October. Dcr lraiuischc Landtag ist auf den ls>. September ciuberufen. Wicn, ^1. August. Die ungarische Delegation uotirtc für das Eitraordiuarium dcr Marine 2,520.l>89 fl. uud gcnchliligtc ciucn Nachtragscrcdit von 345.(X)0 fi. für die vom Landcsfincmz - Milnstcrium ausbezahlten Pensionen. Prag, 21. August. Heule sa,id im Sitzungbsaalc der Statthc>ltclei die fcic,lichc Eröffulin^ dcr Sitzliusscu dcö ^olidissli'lillalhcs durch dcu Statlhaltcrcileitcr Aa-rou itollcr statt. Dclscll'c schloß seine Eröffuuugsrsdc mit den Wortcu: „Ich fch»> dcu Orfolg dcr ncucn In» stitulion als vollkommen gisichcrt au nud werde cs slcts ^ls cilic dcr ersten uud lvichtigslcu Pflichten erkeuncu, die Iutercsscu des Untcrrichtcö zu fordein." Dcn wich' ligsten Gcgcuslaud dcr hcuti^cn TagcSordlnnig bildete die Wahl dcr Bczillsschlilinsftcttorcu. Sc. l. Hoheit der dluchl^uchtigstc Hcir Erzherzog Albrecht hirll heute Revue über die Pragcr Garnison. Rom, 21. August. Die „Ciuillu cattolica" dc< meulirt dic ^tachricht, dc>ß die Elüffmmg des l^oncili, lnrtl,gl wordcu sci, und s^gt, die Zahl dcr Bischöfe, welche die C'mladlmg zum ^oiicile ublchulcu, !st geringer als 300. Paris, äi. August. Kaiser Napoleon präsidirte einem Miuistcrrathc. i'cbocuf wurde nach Paris berufen; seine Erncnuuug zum Kriegsminister wird als sicher betrachtet. Madrid, 21. August. Fast sämmtliche Io"^ nalc fordern die Regierung auf, gegen die besiegten 6ar-listcn Guadc zu üben. London, 21. August. Die Auglo-Amerilan-Te' legraph Company beabsichtigt ein ilabel von London uach ciuem preußischen Hafen zu legen. Telessrapliiscl,«' Tttecbs'.lcourse uom ^1. Alissnst. . 5>pclx-, Mctalliauc« verc. Äi.tlllliqucs mi! Mai- M^ ^liovnndcr-^iilsrll !i 771. — Crcditaclicu 3ll^'' — i!o!idull 121.—. — Silber 121.10. - K. t. Ducatcu li W. Handel und Wskswirthschastliches. Wochellliuswei^ drr iltationalbank. Dcr am 1-" d. M, a»5n/a,l,-dnn' Wuch^l Anow^!^ beziffctt den VaiitnotciuN^ lauf mit 2'.»?.1i»1,l1() fl., dem ^ur Vcdrcluiic, dl> folgenden P!) sl., Staat^notm, wrlchr dcr Baut gch"^ 1,2 !^ eiüssclö^!,,' Coupons vc»> Onüideüllastiiügs-Obligationc» >»^''^, Giildcn, ciügrliüjle und börsciiiäßig aiigclanftc Pfandbriefe 1l)V>''' ,^W.1^i Guldcil. Laiback, 21. August Aus dc», heiiNa/n Martic s!'^ "' schienc» : ."><> Wagcu um Octrcidr, 7 Wage» mil Heu und S>^ ^Hen 7»i Ctr 4" Pfd., Stroh 4li (5tr. ^'> Pfd.). 25 Wagni >'"° 6 schiffe (40 Klafter) mit Hol,. Hurchschülttö-Plvisc. ^. üDtlt.^ U/inz.. Mit.- '^'s!'' ft. ll. ft. lr, fi. lr^si^I,' Wch.'!, pr, Mchll! 5i 15 5'8l! Vntlcr pr. Psuud —4,9—^ ^ori! ,. ^ - 3 2>l Eier pr, Stilct — 2 -- -" Gerste ,. i^ 50 3 ^ Milch pr. Mllß —10 " Hafer ,. 1 R> 2 1<» Riudslcisch pr, Psd, .-22-" ^ Haldsrucht „ -------3«l Kaldslcisch „ —2!!-^ Hciden ,, 3- 3 Kl Schweiuesieisch „ -21-^^ Hirse „ 2 70 2 94 Schiipsci,fleisch „ —14--^ Kulinlitz „ — -. 3 « Hahudcl pr. Slilcl — 2.'» -^ ^ Erdäpfel ,. 1 !!0------ Tauben „ ,^il, ^^ ^iiiscll „ -l 20------- Heu pr. Zentner - 80 ^ "" Erbsen „ 3 40------- Stroh „ —70- Fisolen „ 4------- Holz. hart., pr,Klft.------? ^ Niud^schüial; Psd, - 51------- weichest, „ — — !''^ Schwrineschnia!,^ „ — 44------ Weiu, rother, pr ^Spcs, frisch, „—35------ Eimer . . ß'"' ^ — qeräuchsrt „ — 44!------ —weißer .. ------1^ ! Anssekommene Fremde. Am 20, August. Sladt Wiell. Die Herreu : Tchniid mid Kryspin, von W^ > .- Wralisch, Kaufm,, von Warasdi», — Siebriihoftr, As!"" ! rnli^deamle, vuu Graz. '(flcfa.llt. Dn> Herren: Welieudorser, Kaufm.. von LiechlciD'" j — Caslcl. ^chilldircctor. vou Pilse,,. - Pollay »ud M«"^, uou Trieft. Kullnig, uuu Wiftpach. — Goebel, ssabrilsbn' Scligüicmu, Direttor, uud Zcrlowiz, Kausm. von Wie»' , Otenocr H>aiii>?, aus Croatieu. Purlitz, Ingenieur, ?°, Krainburg. — Dobuer, Falniködircclor, uou Hof. '- Dr, sc>3' von Tleinach, -- Dic Frauen: Acccrlioni und OffellhaMl»^' Priualc, von Tiiffer , Baicriscliev .Hof. Die Herren: Mlrsig, Ingenieur, von M'"" — Orill, t. l. Huf;iuimcr>vlNter, von Miramar. ^^. Vottoziehunss vom H>. August. Trieft: 543 .^0 15 75 12.« windstill >'.'g. bcwültt 0 U. Mg. 327.,<> ^-10,.! windstill f. g. bcwüllt 5«' 22. 2 „ N. 326,51 ^1'!.<> »uindstill ganz dcw. .Ill^ !0„ Ab. 326.!,,-) j 11.4 windstill ' heiter ,^1 Deu 21. wcchfelndc Bcwöliuug, ruhige Luft. dic A.H-ivolkeufrei. Dcu 22 angcnchmcr Tag, grußteutheils hcitcr, ' ^,l mittag zuuchmcndc Vewöllnng. um 5 Uhr Gcwitlcrwo!lc"^»! cincm Blitzschlag uud Ncgcn uou knrzcr Dauer, öpättl'° l' hcitcr. Das Tagcömittcl dcr Wärme au bridcu Tagc» "" uuicr dcm ^tormalc. Vcra,ilwor!licher Ncdnctenr: Iaiia, v. K l e i u m a >1 ^V^" ^Nl'l'l»n!ll'l't«'^^ Wien, 20. August, Starlc auswärtige Kanföauflrägc trafen mit huhm Couri'I'crichlcn nud mit der Nachricht von dcr Hcrcilischung dcö Lundoucr Vautdiocontos ^" .^!> 2^l»tjl1»U^»U)1. men. Unsere ohnehin günstig di«pc»ürtc Vürsc wurde durch diese« Zufnniuicutrefftu zn einer stilliuifchen Hailssc ucranlaU. Die mcisteu Banl- und Eiseubahnpapic"/h^ bclrächtlich. So notirlc mail Mittags Auglo-Articn 415. Crcdit-Acticn 312, Franco I I«. Nnliona!l>ank 776, Wiener Aank 242, Wcchelcrbauk 147. Baulvcrciu 213, Vereinsbauk 133 Wcchscl!'^!'' qescllschaft 104. bühmischc Wcsluahu 243, Slaat^dahu 413, ^omüarden 275, Theifchahu 278, Nordliahu 2320, Pardubitzcr 175,50, Flaüz-Iosefth-Pahn I«8, Alsolder 180, Karl-Ludwig 2iW. ^''',F" Czrrnowiftcr 213, Siclicnbnrger Bahn 17!>, Elisalicth 1'^'.», Äaubaut 78, Papirnente wurde mit ^^ 1.^60cr Lose mit 101.60 gctanft. Spälcr. schwächte sich dic Stimmung iu Folge vön Ncal>!" lbcilwcisc etwa« ab. Vci Schluß dcö Berichtes notirtc man: 4. Allstsmeine Ttaat<2.75 W.25 Ober-Oesterreich . . „ >» ,. "0.— »4.- Siebenbttrqru . . . „ li „ "^> sl).:i0 Sw°rm«l . . . „5>„ ^.75 ^.35 Unyarn .... „ ü „ 81.- 81.75 Geld Waare Auglo-osterr. Vant.....418, - 4U,. Auglo-nugar. Baut . . . .117—117.50 Vodcn-Crcditaustalt . . , . 313.— 3I5.._ (ircditailstalt f, Handcl u. Gcw, . 3I1.!>0 312,10 Kreditanstalt, allgcm. uugar. . . 112— 112.50 Eö^mptc-Gcsellschaft, n, ö. . . !>20.- 825,^. Frauco-üstrrr. Banl . . , . 148 ^ 14^.50 Gcncralblluk.......^" ^,50 ^aulliialbcinl.......773,— 774 .. Vercinsbanl.......1'^.^ 132.50 Acriehrsliank.......142,— 142.50 «». Actie» uon Transportuntevneh-lnnngen. Geld Waare Alfüld.Fiumamr Bahn . - - 1^-" ^80.50 Böhui. Wcstbahn.....243. - 243 50 ^arl-i'ndwig-Vahu.....2W.50 2i)I.— Douau-Dampfschissf. Ocscllsch. - 618.— 620,— Elisalicth-Wcstbllhu..... 200.50 201.50 Ferdmlludö-Yiordbahii , . . 2322.- 2325. - Filufklrcheu-Vllrcser-Vahn , . 190. -- U»0.50 Franz.'Ioscphö.'Bahil .... 189.— 18N50 Lemberg-Czcru.-Iassyer-Bahu . 214.— 214.50 Lloyd, üfierr........260.- 362,— ^ Geld W°are> Omuiliue lcrstc Emission). . .265.-267.— ,' Rndolfs-Äahn......175.50 176.- , Siebcnliiirgcr Bahn . . . . 1?!».- 170.50, Slaatöbahn.......^14, ^ 4l5.— ! Siidliahu . ......277.20 277.40 Sild nordd. Verbind. Bahu . . 173 75 174.— Thcist-Vahn....... 277,- 278. - Tramwal)........191.- 1^2, - «. Pfandbriefe (für 100 ft.) Alla öst, Bodcu-Oredil-Anstlll! Geld Waare uerlosbar zu 5 ftCt. iu Silber 109.— 10!) 50 dto.in33I.riläz.zu5pCt.iuö.W. 91.50 9^,75 Ncitloimlb. auf ö. W. uerloöd. zu 5 pCt........ 94.90 95.10 Oest. HyPd. zu 5'/. pCt. riickz. 1878 98.5" 99.- Ung. Äod.-Creb.-Aust. zu 5'/. PCt. 92.50 92.75 M'. Prioritätsoblissationen. ü 10) st. ö. W. Geld Waare Elii>Westb, in S. ucrz. (I. Emiss.) 91 50 91,75 Ferdiiuind^^iordb, i>, Silb, verz. 107.50 107.75 Frauz-Iosephö-Bahtt .... 94.60 94.80 G.Earl-Ludw.B.i.S.verz.I.Em. 102.50 103.— Oestcrr. Nurdwestbahu .... 93.50 ^K> Sicbcub. Bahu iu Silber vcrz. . 91^ ^.j,' Staatsb. O. 3«/.. -. 500Fr. „I. Em. 143 5l1 ' ^F S>ldb.G.3^«500Frc. „ . . 120.^" Sl!db.-Bouö 6 °/. (1870—74) <>4^^ "500FrcS . . . . . ,24^" «. Privatlose (per Stitct.) ^ Creditaustalt f. Haudcl u. Gew. O^ld ,^,^ zu 100 fl, ö W......1^5" ,7.^ Nildolf-Stiftuug zu 10 st. . . ">'" S^ Wecksel(3M°>',).OHil1^ Augsburg silr 100 st, südd. W. l02»'" ,^,-" Franlfnrt a.M. 100 fl. detto l0«.^ <)I^ Hamburg, für 100 Mark Banco -'"^ l^Ä London, filr 10 Psuud Sterling ^-5 ^> Pari^, für 100 Francs . . . "' ' <3o«v« der weldsortcn H^ll Geld . 5st.-'j , K. Münz-Ducatel: . 5 fl. !»3