Anbacher Seituna. ./»,« VK. Freitag am « April «GH« Dlt „Laibacher Zcitnnq" erscheint, mit Ausnahme der Sunn- un? ^iert.iqe, täglich. u,ll» soil.t nimmt ^» V.il>i/>s>! in, <»!? »i v < >'ir ganzjährig il. 3« lr, ,»>< Kreuzband im (5o»lvtoir ssanzjähri^ «2. sl., ha I b >ä l, riq <» ff. Für die Zu^llün^ in's Hau« ilnd hallijähriq :i(» kr. mebr zu sulricht^n. M < t de r Post por tc>, frei aaniiähria nuter ,ssrr»ibani' und qedruckter Adrcff» >5 st., halbjähriq 7 st. W fr. - In serati o n sqe bi, l> r mr eine Il'altcn^cÜe lwer dm Na»»! pcrscll'c». f»r ei»-maliqr (zixschaltnn»/.^ kr., für zwnmauqe 4- lr.. si,r drciüniüqs 5 sr. (5. M. Inserate bis !2 Znleu losten < st. sin 3 Mal, />l> kr. für 2 Mal und ^0 lr. siir l Mal einzuschaltln. Zn dilseu Gcl'nhrc» ist nach dem „Provisorischen Ocsehe vom <>. November I. I. siir Ins.rtioin'stämpel" noch lN kr. snr eine jedesmalige <5inschaltung hinzu zu rechnen. Amtlicher Theil. ^e. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 19. März d. I., den Erz-priester Vuchmann in Zukniantel zum Schulen-Oberaufseher im Neißcr (5ommissariatsbezirke des Breslauer Diöcesan-Antheiles in Schlesien allergnä-digst zu ernennen geruht. Das k. k. Finanzministerium hat die bei der k. k. Finanz-Landesdirectiou in Gral) erledigte Ad-jnnctenstelle der Manipulalionsämtcr dem dortigen Kanzlei-Official, Franz Hartmann, verliehen. Die Handels- nnd Gewerbekammer in Salzburg hat für daS Jahr I8!l2 den Handelsfactor Mathias Gschnitz er zn lhrem Präsidenten, nnd den Eisen-hannnerwerkbesiyer Heinrich Mitterbacher znm Vicepräsidenten gewählt, welche Wahlen von dem k. k. Handelsministerium genehmigt wnrden. Nichtamtlicher Tl»eil. Der Waldstand, dessen Holzertrag und der Verbrauch des Holzes i« dem Herzogthum Krain, v o n Johann Nautner. Das gesammte Flächenmasi des Herzogthnms Krain, zwischen dem 3,"__u;< und 33"-28' Länge, dann 4i:"-2 nnd 42« Quadr s^lftr. oder 473'/5 Quadr. Meilen. Von diesem Flächenraume nimmt die productive Fläche 1,648.221 Joch-^164^ Quadr. Meilen . und von dieser der eigentliche Waldstaud, d. i. die Hoch' und Niederwälder mit den Anen, eiueu Raum von 703.444 Joch oder 70'/» Qnadr. Meilen ein. Nach der in dem Jahre 184« bestandenen polit. Eintheilnng des Landes, die hier angenommen wird, vertheilt sich der eigentliche Waldstand, mit den übrigen holzprodnzirenden Culturgattungen, auf die damaligen drei Kreise, wie folgt: Auf den Laib a ch e r K reis: Hochwälder mit.......233.31.1 Joch Niederwälder mit...... 19.879 „ Auen mit ......... 442 „ znsammen . 2Ü3.336 Joch Wiesen mit Holzuutzen .... l;.0U« „ Weiden „ „ .... ".721 „ Auf den Ndelsberger Kreis: Hochwälder mit......448.727 Joch Niederwälder „ ......11.241 „ zusammen . 16N.W8 Joch Wiesen mit Holz ...... 8..'i41 „ Weiden „ „ ......16.^03 „ Auf del, Neustadtler K reis: Hochwälder mit......2li3.ll3< Joch Niederwälder „ ......20.^09 „ zusammen . 2W.14N Joch Wiesen mit Holz......37.222 „ Weiden „ „ ......W.433 „ Es ergeben sich daher fnr das ganze Herzog- thlllN an Hochwäldern ......64.'i.«73 Joch „ Niederwaldern......«7.«29 „ „ Auen......... 142 „ gibt den obigen Waldstand mit . 703.444 Joch an Wiesen mit Holz.....Il0.8l)1 „ „ Weiden „ „.....88.ü:l7 „ Von den zwei letzten Cnlturartcn, deren Haupt-product das Gras ist, kann durchschnittlich als holz-prodnzirende Fläche um '/, — d. i. 40.473 Joch — angenommen werden, wodurch der eigentliche Waldstand um diese Summe grosier wird, und sich anf 749.917 Joch, oder fast anf 7.'i Quadr. Meilen stellt. Der Holzertrag aller dieser beholzten Flachen beträgt nach der Catastralschätzung in niederdsterr. Klaftern, :wMigen Scheitern, ausgesprochen: fnr den Laibacher Kreis . . . 214.892 Klftr. „ „ Adelsberger „ ... 162.tt20 „ „ „ Neustadtler „ ... 308.118 „ daher fnr das Land . 68N.630 Klftr. sss sind daher im Durchschnitte aller fnnf (5ultnr-gatlnngen fnr eine Quadr. Meile 9140, und für em niederösterr. Joch 0,91 Klafter Holz bei der Catastral-schätzung als jährlicher Ertrag, d. i. als jähllichn-Zuwachs des Holzes, angenommen worden. Der Cataster schätzt aber diesen Zuwachs (nicht aber die in den Waldern stehende Holzmasse, Vor« rath des Waldes) nnr nach dem factischen oder ge-meindenblichen Stand der Waldwirthschaft, wobei nicht zu berücksichtigen ist, welchen Ertrag die Wälder abwerfen konnten, wenn sie zweckmäßig bewirthschaftet wären, sondern es ist nnr jener Ertrag auszumitteln, den der Eigenthümer des Waldes entweder wirklich bezieht, oder doch ohne Anwendung einer besonderen Industrie davon beziehen kann. Der angenommene Catastral-Holzertrag vertheilt Uch nach den einzelnen Holzculturatten in der Art, daß davon entfallen: anf die Hochwälder ..... .^ ^ ^,. „ „ Niederwälder .... 49.37« „ „ Auen ...... 448 " daher anf den eigentlichen Waldstand 642.648 Klftr. auf die Wiesen mit Holz . . . 46.K3.'; „ „ „ Weiden „ „ ... 2U.447 „ gibt die obige Summe . U8i;.«30 Klftr. Vertheilt man diesen Holzertrag auf die betreffenden Flächen der drei Waldculturen, so eutfallen als jährlicher Durchschnitts-Holzertrag für ein nieder- österr. Joch: bei den Hochwäldern......0,91 Klftr. „ „ Niederwäldern.....0,86 „ „ „ Auen........1.04 „ und bei den Wieseu und Weiden mit Holz 0,93 „ Der Holzertrag der Hoch-, Niederwälder und Anen mit 642.648 Klafter (Scheiterholz) beträgt nach den (5atastral-Preisen einen Geldwerth von 278.768 fi. 4l) kr., somit im Durchschnitte für ein Joch............23«/. kr. nach dem Durchschnitte der einzelnen Waldculturen aber für ein Joch: bei den Hochwäldern.......23^ kr. „ „ Niederwäldern......27^ „ „ „ Auen.........44 „ Wie sich der Holzertrag des Landes nach den Catastral - Resultaten zn dem, auf anderen Wegen erhobenen uud zu dem alljährlichen Verbrauche des Holzes, verhalte, soll Folgendes zeigen: Im December 1848 hat das hohe k. k. Ministerium der Landescnltur und Bergwesen von dcn hochlöblichen k. k. LandeS-Gubernien verschiedene forststatistische Daten aboerlangt, darunter den dnrchschnittl lichen jährlichen Holzertrag, und ebenso den durchschnittlichen jährlichen Holzverbrauch des Landes. Diese Daten verlangte das k. k. Gubernium von den damals bestandenen k. k. Kreisamtern und diese vou den Vezirksobrigkeiten, welch' letztere diese Daten mit Zuziehung von Sachkundigen zn erheben, nachzuweisen und den k. k. Kreisämtern, diese hingegen mit ihren Bemerkungen und Gutachten versehen, dem Gubernium vorzulegen hatten. Nach diesen Erhebungen beträgt für Kram in 3N" Klaftern der durchschnittlich jährliche Holzertrag .........800.11.'; Klftr. und der jährliche Verbrauch 822.032 „ Bei dem Verbranche sind aber K0.000 Klftr. Mercantilholz, die ans den Schneeberger Wäldern lährlich nach Fiume nnd Trieft ausgeführt werden sollen (?), nicht einbegriffen. Die Vergle»chnng dieser Daten zeigt, daß der jährliche Verbranch den Ertrag des Holzes nach den Angaben um.......21.917 Klftr. jenen der Catastralschqtzung aber um 114.48.'! „ nnd der Verbrauch sogar um . . 436.402 „ übersteigt. Nach deu einzelnen Kreisen ist der H 0 lze rt r ag des Vatasters gegen den nach den Angaben, wie folgt: Holzortrast nach ^bcr^e^dcn in dem Kreise dem den „. ! "77" Kataster Angaben kleiner ^ größer K I a f t s ? Laibach 214.892 288.492 — 73.600 Adelsberg 162.620 247.897 — 56.277 Neustadtl 308.11» 293.72« 14.392 - ^ ^ 128.877 In dem ganzen 14.392 Lande 685.630 800.14« — '114.48 a Der Catastralertrag gegen den Verbrauch aber: ,, ,, ^ ^ !°"«- m dem Kreise in c^,' <. ^ — ln Holz brauch .. , kleiner großer Klafter "" Laibach 214.892 333.723 - 418.833 Adelsberg 462.620 199.249 — 36.628 Neustadtl 308.118 289.088 19.060 __ 1!^.4U2 Im Lande ^9.060 68.';.630 822.032 — 136.402 320 Rechnet man zu diesem, den Catastralertrag um 436.402 Klftr. übersteigenden Holzrerbcauch noch den Erport von N0.000 Klftr. an Mercantilholz dazu, so stellt sich der jährliche Holzverbrauch des Bandes über V4 größer, als der nachhaltige Zuwachs der Walder bei der dermaligen Wirthschaft es zuläßt. Fügt man diesen Uebergriffen in dem Waldstande noch die Verwüstungen der Wälder hinzu, welche in diesen seit der zweiten Hälfte des Jahres 1848 und 184!) Hierlands, besonders in dem Adelö-berger Kreise uutcr dem Vorwande des Servitnts-Nechtes vorgekommen sind, so dringt sich die Nothwendigkeit für cine bessere Bewirthschaftnng der Wälder, ihre Erhaltung und Vermehrung auf den ihnen von der Natur angewiesenen Standorten, dann für Hebung der Servitute und endlich für ein von der hohen k. k. Regierung zu erlassendes strenges Waldgesetz wohl jedem für die Zukunft besorgten Staatsbürger auf. Nicht uur diese Daten, sondern auch die seit 21 Jahren her mehr als um die Hälfte gestiegenen Holzpreise beweisen den Mangel und Ruin der Wälder, und wird binnen 4—6 Jahren die Eisenbahn von Laibach bis Trieft und weiter die Fahrten vornehmen, so stehen dem Lande noch höhere Holzpreise bevor, weil das angränzende Küstenland, wenigstens an dein ausgedehnten Karste, auf dem die Bahn hinzieht, an Holz noch ärmer ist als Kram. Die beholzten Hutweiden, wovon Krain eine sehr bedeutende, Küstenland aber eine noch viel größere Fläche hat, können für den Holzbedarf der Eisenbahn gar nicht in Rechnnng gebracht werden, weil sie nur verkrüppeltes Holz und von diesem selbst nur wenig liefern, auch gehen sie, so wie die Wälder, besonders die mit Eervituten belasteten, dem Nume mit Niesen« schritten zu, weil auf den Weiden, da sie größtentheils ein gemeinschaftliches Eigenthum der Gemeinden sind, jeder nach Blieben hackt, und n>as die Art noch verschont , durch daö Beweiden mit Thieren jeder Art, ja selbst noch mit Ziegen, wenn nicht gänzlich zerstört, so doch im Wüchse für die Zukunft zurückgesetzt wird, weil im Frühjahre die Triebe, in der Folge aber selbst die jungen Zweige und Aeste abgefressen werden. Wie die zwei Uebersichten des jährlichen Holzertrages und des Verbrauches zeigen, ist nach dem Cataster nur der Neustadtler Kreis actw, die andern zwei, besonders der Laibacher, aber passiv, weil ans dem ersten wegen erschwerter Communication in früherer Zeit keine bedeuteude Quantität Holz ausgeführt wurde, während diese in jüngster Zeit an Brettern und anderen Hölzern zugenommen hat. (Schluß ftl^t.) Laiback, 31. März. Der Bolzschühenrerein der l. f. Stadt Kornen-bnrg hat im Wege der k. k. Statthalterei in Niederösterreich emen Unterstlchungsbeitrag von 40 st. für die dnrch die leftten Hochwässer veruuglückten Bewohner von Krain dem Herrn Statthalter in Laibach übersendet. Eorrcspoudeuzeu. Trieft, 30. März. — ^ — Nachdem man vom Untergange des k- k. Kriegsdampfers „Marianna" vollkommene Gewißheit erlangt hat, wnrde ein Todtenamt auf übermorgen, Freitag, 10 Uhr früh, in der Pfarrkirche der h. Maria auf dem Leipziger Plal) für die armen verstorbenen angeordnet. In der Kirche selbst wird e>n g^Wt'ges Trauergerüst aufgestellt, an dem man beretts W zwei Tagen arbmet. Der Catafalk wird ganz m't Waffe« ausgerüstet werden. Es werden sogar 4 oder .'.Kanonen, del ,00 Gewehre, 300 Pi- und auf das ^rauergerüst aufgestellt werdeu Die Kriegsschiffe werden, wie man sagt. wahrend der Messe jedes 9 Trauerschusse abfeuern, und die Trauerfahnen auf halbe Masthöhe aufhisien. Die Marine-Artillerie, dk Infanterie und das Matrosencorps werden auch bei dieser Gelegenheit ausrücken. N^ nigstens höre ich dieß aus glaubwürdiger Quelle. -_ Man sagt, daß küuftig die Marine-Iufanterie sich mit der Artillerie vereinigen werde, was für unsere, im raschen Fortschritte begriffeue Kriegsmarine ein großer Vortheil wäre, indem anf diese Art alle Soldaten, welche sich am Bord eines Kriegsschiffes befinden, eben so gut mit der Kanone wie nm der Flinte umzugehen wüßten. Die Nachrichten, die wir heute über Dalmaticn aus Bosuien und der Herzegowina erhalten, werfen endlich ein schwaches Licht auf die räthstlhafte Politik, welche die dortigen Behörden mit den Christen halten. Ans diesen Berichten geht heroor, daß die Negierung wirklich einen Aufstand unter den Rajahs befürchtete, uud ihrer Treue nicht vollen Glauben beimesse. Ich hatte Ihnen schon in meinen vorigen Briefen über die Arretiruug und Entwaffnung so vieler Christen gemeldet. Nun crfährt man, daß am 10. und 11. d. M. 88 Christen, nachdem sie dnrch 22 Tage in sehr engen Gefängnissen von Livno saßen, ganz freigelassen wurden, nachdem der Mudir (Dorf-häuptliug oder auch Knez genannt) von Uniste,'dem Pascha Treue vor einem silbernen Cruzifir nach katholischer Sitte schwören mußte. Unter den Freigelassenen befindet sich anch der hochwürdige Herr Vi-hof Baris««!, der in einem eigenen Gefängnisse gehalten wnrde. G c st e r r c i ch Trieft, 31. März. Der Gemeinderath hat beschlossen , znm Andenken des von Sr- Maj. bewilligten Conscriptionsnachlasses für 6 Jahre ein (Vti-pendinm für einen Triester, der sich in der k. k. Marineacademie für die Kriegsmarine ausbildet, zu gründeu, uud das Recht der Ertheiluug Sr. Excell. dem Hru. Statthalter zu übertragen. ' Wien, 30. März. Ce. k. k. Maj. haben mit Allerhöchstein Cabinetschreiben vom 28. März l. I. dem Seccionschef im Ministerium des Innern, Carl Freiherrn Geringer v. Oedenberg, in Anerkennung seiner mit Hingebung, Eiftr und Thätigkeit gebenheit die Wiedervereinigung dieser beiden Gemeinden zur Folge haben. A c u l l ch l " n 5». Berlin, 28. März. Die Regierung hat die Absicht, die militärischen Festungsbau-Gefangenenanstalten, welche jetzt nnr noch an drei Orten der Monarchie bestehen, allmälig ganz eingehen zn lassen. Diese Anstalten haben voruämlich den Zweck, solche Militärpflichtige, die sich dnrch Selbstverstümmelung oder durch entehrende Verbrechen zum Militärdienst unfähig gemacht haben, mit Festungsbanarbeiten zn beschäftigen. Die jetzt noch bestehenden Anstalten dieser Art sind in den Festungen Torgau, Thorn nnd Minden. — Znr Beseitigung der aus der hauftnweisen Einführung österreichischer Sechskrenzerstücke und deren wucherischen Verwerthung in der Lausitz entstandenen Münzwirren. ist vom sächsischen Finanzmini-sterinm beschlossen worden, die Verausgabuug österreichischer Scheidemünze nnr in einem Betrage von tt Ngr., nnd zwar nnr im Granzverkehre zu gestatten. Die königl. sächsische Münze wird die in Umlauf befindliche österreichische Scheidemünze gegen Er-stattnng des vollen Silberwcrthes annehmen. — Der ständige Bürgeransschusi uud der Vorstand der katholischen Gemeinde in Frankfurt habcu beschlossen, gegen den Verfassungseutwurf des Senats zu protestiren. — Die Bundesversammlung hat dcn Antrag des preusi. Gesandten, daß die Vundesprotocolle künftig sofort dnrch eine besondere Sammlung veröffentlicht werden, dem Ausschusse zur Begutachtung übergeben, und denselben dnrch die Gesandten von Preusien und Vaiern verstärkt.- — Das königl. Appellationsgericht von Mittelfranken hat die Unterdrückung der Druckschrift „Von Babylon nach Jerusalem" von der Gräfin Ida Hahn-Hahn verfügt, weil in derselben „die Lehren des Pro. testautismuS, somit die Lehren einer im Staate bestehenden Rcligionsgenosscnschaft, durch Ausdrücke der Verachtung angegriffen sind." — Aus Köln wird gemeldet, dasi die Generale Lanwrici're nnd Changarnier in den letzten Tagen daselbst eine Besprechung hatten. Italien. Turin, 23. März. Die Reise des Prinzen von Canino über Gcnna nach Rom gibt hier zu vielen Conjcctnren Anlasi. Nachdem derselbe Vice-präsident jener Constituante gewesen, welche die Ent- setzung des Papstes und die Einführung der Republik ausgesprochen, so genügt schon seine Rückkehr nach Rom, aus welchem rr verbannt gewesen, um bei allen Parteien Anfsehen zu erregen. F r a n k r c i ch. Paris, 27. März. Der „Moniteur" enthält eine Reihe von Decreten nnd Berichten über innere nnd Eisenbahn-Angelegenheiten. Ein Decret des Präsidenten betrifft die bereits telegraphisch gemeldete Wiedereinsetznng der Canonici von St. Denis in ihre früheren Gehalte. Ein zweites Dccret des Präsidenten der Repn-blik verfügt, dasi den nicht wieder in eine Stelle eingesetzten Staatsrathsmitgliedern von ehemals Pensionen oder Entschädigungen zn Theil werden. Ein drittes Decrct bestimmt, daß in jcdem Departement so viele consultative Ackerbaukammcrn, als Anondissemenls sind, errichtet werden. Ein weiteres Decret verordnet die Verlängerung der telegraphischen Linie von Paris nach Grenoble bis znr sardinischeu Gränze, nnd eröffnet den hiezn nothwendigen Credit. Das „Journal de Debats" meldet, daß in London demnächst eine Conftrenz von fünf Grosimächten und Schweden Statt finden werde, nm die dänische Erbfolgfrage endgültig zn regeln. Die Conftrenz soll schon im Laufe des nächsten Monats zusammentreten. Dcr Herzog von Augusteuburg wird uach den „Debats" von sämmtlichen Mächte« , Preußen nicht ausgeuommen, eingeladen werden, die von Dänemark angebotenen Entschädigungen anzunehmen. Vrolchritnnnicn und Irland. London, 27. März. In der heutigen Sitzung des Unterhanses kündigte der Schatzkanzlcr an, daß das Ministerinm am 29. d. die Gründe über die Vorlage der Milizbill mittheilen werde. Das Haus votirte das Budget der Artillerie nnd mehrere andere Geltforderungen. — Das Haus der Lords nahm die zweite Lesung der Bill vor, betreffend die Abkürzung des Zeitraumes zwischen dem Zusammentritt des nenen Parlaments nnd der allgemeinen Wahlen. Ncnes nub Neuestes. Wien, 31. März. Einige Wiener Blätter bringen bente das Gerücht, daß Omer Pascha zn Mostar ermordet worden sey. W>r meldeten gestern, dasi der Seraskier zu Mostar erwartet werde. Jenes furchtbare Ereignis; scheint jedenfalls nur dem Bereiche der Visionen anzugehören. * Man schreibt uns ans Beirnt in Syrien vom 1«. d.: Mit dem Lloyddampftr „Schild" langte am 13. d. der französische Consul zn Jerusalem, Hr. Botta, hier an. Er hatte sich !) volle Monate zu Constantinopel aufgehalten, um die Lösung der Frage wegen des heiligen Grabes abzuwarten. Ungeachtet seiner Anstrengungen wußte die griechische Partei doch die Sache zn einem conciliativen Ende zn leiten. Der Stern von Bet Lcmme ist den Lateinern geschenkt worden; die Restaurirungskosten für das hei« lige Grab sollen von allen christlichen GlaubenSpar> teien gleichmäßig getragen werden. Telegraphische Depeschen. — Zara, 26. März. Die Reaction gegen die Christen in Bosnien scheint im Abnehmen begriffen. 00 Rajahs sind nach 22tügigcr Kerkerhaft zn Livno freigelassen worden. Eben dort sind jeht 2000 Mann türkische Truppen concentrirt. -. Tnriu, 28. März. Der mit Schweden abgeschlossene Handelsvertrag ist von den Kammern angenommen worden. Die Deputirlenkammerhatdie übliche Subvention für die königl. Schauspielestruppe verworfen. — Constantinopel, 20. März. Se. Hoh. der Snltan hat unter die ägyptische Note, womit er bekanntlich ersucht ward, einige Bestimmungen deS TansimatS für Aegypten fallen zu lassen, eigenhändig geschrieben: „Dieses Verlangen kann, darf und will ich nicht erfüllen." Verleger: Ist«, v. Hleinmayr und Fedor Vamberg. Verantwortlicher Herausgeber: Ign. v. Kleinmayr. Telegraphischer Eours«Vericht der Staatöpapiere vom 1. April 1852. Staatsschuldverschrelbungen zu 5 pCt. (in (5M.) 95 3/l6 detto ., ^^ '/2 ß. N»si, G>l>r>.) l2^ 1/'^ Vf. 3 Monat, Hambim,, siN0 Th.nn Ä^nco, Nlb!. 18^5/8 l Mona», vivorno, f,i!oc» 12-29 1/2 3 Monat. Mailand, für M) O.slerrcich. Lire, Gnld. 125 1/t 2 Mon^t. Marseille, fiu M» ^,a»s.n. . ^'»ld. 147 7/8 2 Monat, 'kans, sin-AOO Fraük.-n . . Guld. <4» 2 Monat, Gold- und Silber-Course vom 3i. März l852. Brief. Geld. Kais. Münz-Dukaten Agio .... — 3l 3/8 detto Rand- bto „....— 311/8 Napolconsd'or'6 „ . . . . — ».5^ Souveraiin'd'or'S ...... — 17.22 Fricdrichsd'm's „ - - - "^ 1l).l9 Nuß. Imperial ., . . . __ 10.9 Engl. Sovcraings ...... — 12.30 Silbcragiu ' . . ___ 2't 7/8 M. K. Latta.;iel)ungcn. In Trieft am 3l. März »852: 8«. 22. 62 38 ,. Die nächste Ziel)u„q wird am Itt. April 185H ln Trieft gch.Utcn werken. Getre'w - D urch sch n'ttts -Pre', se in Laid^ch am 27. März 1852-Marktpreise. Ein Wü'ner Meyen Weizen . . 4 fi. 30 kr. — — Kllkurul) . . — >> — » — — Haldfrucht . — » — ,> — _ Korn . . . 3 » 32 » — __ Gerste ...-„— „ — — Hirse ... 3 » 40 » __ — Heiden ... 2 » 58 „ — — H>"'c, . . —„__., Z l7!i. ^ (2) Nr. 826. K u n d m a 6) l, n g. Am 5. April d. I. wird bei dem k. k. Gcfallcn-Obcramte zu Laidach in dcn gewöhn-lichen ?smtsstunden, Vormittag von l> bis l2 Uhr und Nachmittag von 3 bis 6 Uhr, einc öffentliche Versteigerung von verschiedenen Contraband - Waren, Schrotte, Schreibpapier, Kupferdraht :c., abgehalten werden. Was hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. K. k. Hauptzoll - und Gefallen - Oberamt, üaibach am 2«. März l852. Z. ^ (2) ^s. 30 l 8. Edict. . Von dlm k, k. Bezilksgfsichie Laid.>ch I. Sec^ "°"'^^de!!alnu gegeben, daß am 3, Aplil d. .'. lim >U Udl Vormitlogs am Platze, vor dem kie.oliigc» ^"^"''k Ue freiwillige Äe°steicerm,a eines Pler^ ^ .'^^' ^ "d'e al>, mit dcm Mi!i-är- und K/,.ss nv"^'^'" ""l'l'en, St.tl sinoen wird. r kv ift vr ^5 « ^ "''s auch u.uer tem A.s-iusvp>e>!e pr. ,l5 fl. e»,olaen wird ii.ndach am 30 Mär/l852. Z. 419. (2) Zur Nachricht. Ein gut assottirtes Lager von allen Sorten Reis, sowle von italienischen schwarzen und weißen Weinen, dann Weinessig, ist bei Thom-schiß et Kham in Laibach fortwährend zu begeben. ___________ Z. 392. (3) Uxl,. Ns. 138. Erinnern n n o n Sparcasse-Interessentm. Mit der Kundmachung vom 29. Juli 185tt wurde die Einstellung der weiteren Verzinsung mehrerer Einlagscapitalien mit Angabe der Büchel-Nummern und der Termin zur Erhebung des Guthabens an Capital und Zinsen zur Kenntniß gebracht, und die Frist hiezu mittels der weiteren Verlautbarung vom 25. November 185,0 mit dem Beisätze bis l. März 185l verlängert, daß weitcrshin die betreffenden Interessentenforderungen unverzinslich erliegen bleiben. Seither wurde der bedeutend größere Theil des Guthabens bar rückbezahlt, es sind jedoch die Einlagen von nachstehenden Brichel-Nummern noch unerhoden, und daher werden deren Eigenthümer, oder jene, welche derlei Sparcasse-Vüchlein in Verwahrung haben, wiederholt erinnert , diese dermal unfruchtbringcnd erliegenden Beträge zu erheben. Büchl Büchl Nüchl Blich! Büchl Büchl Güchl Büchl Büchl Vüchl Nü'chl Büchl Nr. Nr. Nr. Nr. Nr, Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. 26 13!) Ail) llttl 1271 1W4 2!M> :l20!> 4tttt2 ii^22 ^l>22 9907 62 i:l7 :^i9 082 I^l 1991 20^4 ll221 ^9i)>) 709.1 ttlM 990.^ 66 1.^)!) ^87 72X N2i'i 222tt 20äö .^l07 5125 7474 8899 10089 91 181 454 850 1429 2221 2798 .1580 5140 7919 900ll 10318 94 182 559 860 1929 2300 2929 3629 5187 8097 9272 11187 96 185 634 1146 1958 2358 2932 4772 5718 8266 9586 11504 126 228 648 1205 1959 2495 3187 4793 6646 8570 9778 ____________________________________.___________.____________!______ Z. 395- (4> Bei Matthäus Krafchovitz ist das in Wlen mit Recht so sehr velnbre M.lall-PuMllvcr, nacd Wtthe in London, nebst Gebrauchs ^Anwnsung zu dabcn. Seches kaun als vorzüglich anempfohlen werden ^um Putzen und Vinniqen der Diamanten, Gold, Silber, Chniasilbcr, Messing, Paffong und platirtcr Gegenstände. Z 28 l. (l0) Dampsschifffahrts Anzeige. // )'/!!"' ^^ /^, -^^ unterzeichnete Agentie hat die Ehre anzuzeigen, daß vom 28. Februar angefangen, folgende reguläre Fahrten auf der Save Btatt findcn wcrden: Von Sissek nach St'mlin jt'd^n Mlttivoch tl Uhr Früh. Von Semlin nach Sissck jeden Samstag « Uhr Früh. RT S «H « R «z «R V H» I G. Von Siss.k nach Sewlin jcden Frcitag Fiul). Von Bemlin nach Sissek jeden Don- nerstag Früh. Sissik am 28. Februar «852. der lten k. k. pi>v. D'oiiau-Dampfschifffahlts^ Gesellschaft, Z. 397. (2) So lben erschien bl'i A. Vagel in Wesel, wurde an kr., üver die Gasse ausgeschänkt. Auch sind allda W0 Cent. gutes süßes Pferdeheu zu verkaufen. _____ __ ^ ..__^ bei, enthaltend: U^^. advocat." Die darauf angekündigten Bücher sind in der Buchhandlung von Rs». v. »!v«»R,«n?»- «« Z<«««»