MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DE ^ STEIRISCHEN HEIMATBUNDES ▼wtaf tckrttllaltaaf Mutuif ■. 4. Dtm, Ni< i- Pmnli Hj. IMTt Ü-Wi IM#. Ak M lÄf ■r»ch«tot warktftgll^ Morganialtung. BMugsprali (Im tomui Mb^bar) monatlich RM 3,10 «inachlUBtlrh (ItgUo- auB« tamatag) Ut dl* Schrlftlaitong «ir asf Pamt«* Nt. amlckbai. Unwlaagta Znachriftaa wwda« !>.> Bpi NataalluagtgabOhri bat Liefaning im Stralfba od lucfigllch Portoi bat Abaolen la der GatcblftMtella ■teM t«ckfMU«t M ■ItatUcbaB Aafraga tat du Mckpwt ^ratoga». roaU'-kKkkonto Wlas Ni. M.eoe. KM 1.- Aluaich durch Pott «onatllcb RM 2.10 (eintch 1B f> Rp» PoattaltungtgebObr) und 36 Rp( Zuitell- naarhiniilaPr- ts CUU. Mirfctplata Hr. tX Nfaraf Nr. f, wU la KItau. Ongaitorgaaaa Nr. 1. Pararaf Nr. H. ^ gabflkr. BaMlnanmani wardan Bur QSQ9D VoTQlDtrad unn dci FlnvolpTSks#! uod d^t PortoBuilA^#ii su^oMndot. Nr. 138 — 83. Jahrgang Matbturg-Örau^ Dienafa^ 18. Mai 1943 Einzelpreis 10 Rpf Nim auch txplotlTa Taschenlampen Nmi« Halmtfldc« der USA-Lnftganfstw Rom, 17. Mal Alt nauett« helmtflcklicha Mordwaffe |*gan dia ZiTllbevAlkerung haban dla lordamarikaniachen Luftgangstar, lo ■Midat aPopoIo dl Roma« bei ihrem An-pU! auf CiTitavacchia am 14. Mai ^raagkörpar abgavorfen, dla alt alak-triacha TaKhenlampan getarnt waren und beim Veriuch, den Schaltknopf lu drücken, axplodiarten. »Schacbtaln aüt HaitenpUlaa« Wla Jetzt festgestellt wurde, haben dU nordamarikaniichen Luftgangster bei Ihrem Angriff auf die kleine italienische Htfanitadt Clvltavecchia nicht nur mit Sprangatoff gefüllte Taschenlampen ab- Seworfen, sondern auch eine große ahl mit Sprengstoff geladener ^gar-r«n, Lippenstifte, BehAlter mit Haarpomade und Schachteln mit Hustenpil-len. Alle diese scheinbar hannlosen Ge-ganstAnde enthielten hochexplosiven Sprengstoff. Wie man lieht, hat der Wahnsirai dieser nordamerikanischen RohHnga Immerhin Methode. Das Urteil der Welt aber über diese Art der »Kriegführung« der »Soldaten Christi« — wie sie auf der »Potomac« gesungen wurde — spricht für sich selbst, Dur itallenlach« Wehrmachtbericht Rom, 17. Mai Der italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt; In der vergangenen Nacht wurde Rom ▼on feindlichen Flugzeugen überflogen, die sodann Bomben im Gebiet von Ostia abwarfen. Es entstand einiger Schaden, und es gab mehrere Verletzte. Dreimal Lttttalarm In London Stockholm, 17, Mai Wie Reuter meldet, hatte London in dac Nacht zum Montag dreimal Luft-•lärm. Der deutsche Angriff verursachte In mehreren Stadtvierteln erhebliche Schäden. DlcZcUhOchsfcrllcwaiirnniiistda Eine dreitausend jährige enropftische Kultur Ist In Gefahr — Für unsere Kinder und Enkel "und itir das Reich lohnt es sich, Opfer zu bringen Oldanburt, 17. Mai Reichsleiter Roscnbarg sprach anläßlich des Todestages des Gauleiters Carl Rftver auf einem Großappell, auf dem er in mitreißenden Worten vom Sinn des Gewaltigen Kampfes unserer Tage sprach und die Bewegung zu immer neuem Einsatz für den Sieg aufrief. Reichsleiter Rosenberf führte u. a, aus, daß heute die deutsche Nation in einem tinerhörten Kampf um ihr Dasein stehe. »Die Zeit höchster Bewährung ist damit für uns gekommen.« So wie einst die Getreuen Adolf Hitlers, als sie zu ihm kamen, die Brücken zu ihrer Vergangenheit abgebrochen hätten, so habe die deutsche Nation die Brücken zu den Schwächen ihrer vAlkisohen Vergangenheit abgebrochen. Heute gibt es nur noch einen einzigen Weg, den wir in Ruhe und in demi Bewußtsein der Unausweichbarkeit dieses Kampfes gehen müssen, zumal wir wissen, was mit uns geschehen würde, und welches Los uns unsere Gegner zugedacht haben. Das Bündnis zwischen jüdischem Bolschewismus und dem jüdischen Kapitalismus ist heute eine Tatsache. Wenn wir jetzt nicht dem Schicksal die Stirn bieten, so bedeutet das -die Ausrottung unseres Volkes. Ein unauslöschlicher Haß schlägt uns entgegen, tmd deshalb glauben wir, daß wir diesen Haß mit einem ebenso starken Haß zu beantworten haben. Unsere Gegner können wir nicht mehr achten, sondern nur verachten, denn es erfüllt uns ein Gefühl des Ekels gegenüber dem Verrat des Volkes, das ein Bündnis mit dem Abschaum der ganzen Menschheit geschlossen hat und mit frecher Heuchelei Gebete für diese Verbündeten zum Himmel schickt. Eine drei- tausendjährige europäische Kultur ist In Gefahr, von ihnen verraten zu werden. Neben dieser Prüfung wächst das Verstehen tmi die Schicksalsaufgaben des Deutschen Reiches heran. Der Reichsgedanke war noch nie so groß und lebendig wie im jetzigen Krieg. Disr Reichsgedanke bekommt' immer neue Größe und neue Kraft. Ein gesichertei Deutsches Reich ist der Vorposten des deutschen Gedankens tmd Sinn der Erfüllung unserer nationalsozialistischen Revolution und auch dieses gewaltigen Krieges. Niemals hat ein Krieg mehr Sinn gehabt als der, den wir heute führen. Wir kämpfen nicht nur für unsere Ju- äend, sondern auch für unser Kinderland, enn wir müssen für obsere Kinder und Enkel das Reich sichern, und dafür lohnt es sich, Opfer zu bringm. Es wächst unser Reich, und es wächst das neue Europa immer mehr. Wir sehen klar und deutlich ^en Sinn der nationalsozialistischen Revolution und auch den Sinn des gigantischen Krieges. Was wir immer erträumten, das soll Wirklichkeit werden. Die Kinder und Enkel werden davon singen, was heute an allen Fronten geschieht, und sie werden stolz sein, einem Volk anzuite-hören, das würdig ist, eine große Vergangenheit und eine große Zukunft zu haben. Zehn Jahre Nasjonal Sämling Oslo, 17. Mai Die Feierlichkeiten anläßlich des zehnten Jahrestags von Nasjonal Sämling wurden am Montag mit einem Empfang Wieviel Tonnage hat der Feind? Bruttoregistertonne gegen Yankee-Tonne Nach den schweren dauernden Verlusten des Feindes an Schiffsraum ist für ihn eine Lage eingetreten, die ihn ernstlich an der vollen Entlaltung seiner Kraft hindert. Zahllos sind die Äußerungen britischer und amerikanischer Fachleute, daß der U-Boolkrieg die gefährlichste Bedrohung däistellt und daß seine Wirkung die ganze Kriegführung der Achsengegner Idhrat, Da sich der größte Teil der feindlichen Versorgung über See abspielt und die an den verschiedenen Fronten stehenden Truppen nur auf dem Seewog verstcirkt und unterhalten werden können, ist der Bestand an Schiffsraum die Schlüsselfrage der feindlichen Kriegführung. Das ständige Abnehmen der zur Verfügung stehenden Handelsschiffe muß deshalb ihre kommenden Pläne hemmen und tief beeinflussen. Wir sind durch unser« kontinentale Lage von diesem Probkm nicht so sehr berührt. Unsere bedeutendsten Verkehrswege verlaufen auf dem Lande, unangreifbar für den Gegner. Nur wenig« Seewege sind für uns unentbehrlich geworden. Diese aber verlaufen, wla dl« Schiffsrouten an der norwegischen, Kanal- und Atlantikküste sowie tm Schwarzen Meer, dicht an der Küste und sind daher leichter ru überwachen. Wenn auch der Gegner hier Immer wieder versucht, unsere Transporte zu stören, so wird er durch unsere neuartigen Kampf-. _ ,. ^ - ankündigte, mittel energisch zurückgeschlagen. Wl« der Faschismus werde gegen alle vor-| anders aber wäre unsere Lage, wenn gehen, die versuchten, sich durch die^jj. gtändlq fürchten und erleben mOfi-Kfiegsumstände persönliche Vorteile zu Gegner pausenlos Im In- yerschaffen, erfolgten nun die ersten n^r^n Deutschlands oder im Ostraum t«m teilnahm. Vor dem Osloer Schloß {and «in feierlicher Appell statt, zu dem Abordnungen der Germanischen ff Norwegen, der verschiedenen Gliederungen von Nasjonal Sämling und der norwegischen Polizei angetreten waren. Im Mittelpunkt des Appells stand eine Ansprache von Ministerpräsident Quisling, in der er die kämpferische Zielsetzung von Nasjonal Sämling darlegte. Knut Hamsun beglückwünscht Nat]onal Sämling Der norwegische Dichter Knut Hamsun übermittelte in einer Zuschrift an »Fritt Folk« seine Glückwünsche zum zehnjährigen Bestehen von Nasjonal Sämling. Scharfe Verurteilung italienischer Kriegsgewinnler Der Befehl de« Duc« sofort durchgeführt Rom, 17. Mal Nachdem der Duce am 5. Mai auf der Piazza Venezia die drei kategorischen Imperativ« der Stunde — Ehre den Kämpfern, Verachtung den Drückebergern, Tod den Verrätern — prägte und Parteisekretär Scorza beim Appell des faschistischen Führerkorps Maßnahmen auf diesem Gebiet. Fünf Mit- unsere großen Eisenbahnlinien angrei- fet, an dem deutschertcits Reichskommis sar T«rbov«n mit seinen engsten Mitarbei- Neuer grosser Erfolg der Japaner 70 000 Main Ttchuagkintf-TnippcB «igabM tich EintchlieBoiigwing um die Fefaidkrilt« an dM ^baati-Frool geichlouen Tokio, 17. Mai Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Montag nachstehenden Bericht heraus: General Fang Ping Haun, der Oberbefehlshaber der 24. Armeegruppe, der einsigen Armee unter der direkten Kontrolle Tschiangkaischeks in Nordchina, hat sich zusammen mit seinen 70 000 Mann, ein-•chlieBllch der Streitkräfte unter dem Befehl de« Generals Sun Tienying, die den nutzlosen Widerstand an den Grenzen der Provinzen Honan und Schansi fort- ««setzt hatten, ergeben. Sie sind von dem [egime Tschiangkaischeks abgefallen und ha^n der Nationalregierung von China Treue geschworen, um für den Aufbau einer neuen Ordnung in Großostasien mit-Buwirken. Domei berichtet dazu: Wie aus Front-Meldungen hervorgeht, haben japanische Einheiten in den Gebirgen von Nord-Taihsing die Einschließungsbewegung gegen die dort stehenden Tschungkingtrup- Em zu Ende geführt und verengen jetzt ren Ring um den Feind. Eine Kolonne japanischer Truppen, die von Shehsien nalie der am weitesten nördlich gelegenen Grenze Honans operiert, hat die Säuberungsaktion gegen feindliche Truppen in Hsunchikuan beendet Diese Einheiten rücken jetzt nach Norden vor. Im Zuge der immer weiter fortschreitenden Verengung der Einschließung der lO.Tschung-king-Armee an der Hupeh-Front gelang es japanischen Verbänden, den größten Teil dieser Armee, die sich auf fünf Divisionen zusammensetzte, völlig zu vernichten. Ferner entrissen japanische Verbände, die gegen die Hauptstreitkräfte der 18. Tschungking-Armeegruppe und die feindlichen Streitkräfte unter dem Befehl Liuchicsens In den Nordgehieten des Taihsing-Gebirges operieren, der südlich Hoschun neu aufgestellten 5. feindlichen Armee im Laufe d«a Sonntags die Festung Sungyenchen sowie die Stadt Chuanmaping, die 20 Kilometer sfidli^ No&chuns liegt, MacArthur Oberkommandterender hn Südpazifik Lissabon, 17 Mal Der Flucht-General MacArthur sucht offensichtlich nach neuen Aufgaben, die ihn befriedigen sollen. Bisher schon Oberbefehlshaber der alliierten Truppen in Australien wurde er nach einer Mitteilung aus dem alliierten Hauptquartier im Südwestpazifik nun lum Oberkomman-dierenden für alle kombinierten Operationen der Marine- und der Landtruppen im Süd- und Südwestpazifik ernannt Neuer Vizekönig in Indien? Lord Linllthgow paßt den USA nicht mehr Bern, 17. Mal. Nach einer Meldung der »Madras-Mail« soll nicht, wie dies fti der englischen Presse Jetzt zum Ausdruck gebracht wird, ein in England lebendes Mitglied der britischen Regierung als Nachfolger des augenblicklichen britischen Vizekönigs in Indien, Lord Lln-lithgow, vorgesehen sein, sondern der der Vertreter des britischen Kriegskabinetts im Nahen Osten, der Australier Casey. Bekanntlich sollte Vlzekönig Lord Linlithgow bereits zu Ende de^ vergangenen Jahres seinen Abschied irhmen Vor sechs Monaten war dann PK-Kr)«f«b«riobtar DoHmalitar (PBZ — loh) Früher Im Sow|etstBat: Jetzt gegen den Bolsrhewlsmu« Dai Vorgehen im offenen Gelände muß ebenfalls gründlich gelernt werden glieder der Partei, die ihre Stellung als gan7e Güterzüge ver-______________Indus rie le, Staatsbeamte oder Privat-^ beim Ministerpräsident Quisling eingelei- j ^ 1 Bereiche- Kriegführung unter dieser Unsi- ■ - ■ - * " Irung auf Kosten der Volksgemeinschaft' ^ Verlusten leiden. Wle- mißbrauchten wurden in den Listen der ^aut werben, Partei gelöscht und der Polizei zur Ab- Loko^^otiven und Güterwagen urteilung ibergeben. Es handelt sich bei diewr Löschung, der unveraügllch die ^ stll möglldi Be.trafuna auf dem «trafrechtlichem j , ^ »u^q^fahr ist aber dl« Lage Wege folgte, um die zweitschwer.te ^ p ^ ^ StrjUe, die das Parteistatut in Aussicht wertvolles Krie.'.r.. der ...chis.ische'n P.rtei hT'N.'Sr'S wohl Im wesentlichen auf das Drängen Churchills hin seine Amtsperiode unter Hinweis auf die gespannte Lage in Indien verlängert worden. Inzwischen ist die politische Stellung des augenbhck-lichen britischen Vizekönigs In Indien noch schwächer geworden. Die Tätigkeit Lord Linlithgows wurde i9 den zurückliegenden Monaten von amerikanischen Zeitungen und Zellschriften aufs schärfste kritisiert, während Casey, der bekanntlich vor Antritt seines Postens in Kairo Australien als Gesandter in Washington vertrat, eine der USA-Politik höchst genehme Person ist. Messedaglia habe als Vorsitzender eines ^«rzlich veröffentlichten wichtigen Kulturinstituts öffentlich sei- verfügten (Ue toglÄnder nen judenfreundllchen Gefühlen Aus-1 ^<1./naerikaner End« 942 »«r «Inen druck gegeben Die Partei könne einen derartigen Judengenossen nicht zu Ihrem Mitglied rechnen. Die Italienische Öffentlichkeit wird von diesen Bestrafungen durch die Presse unterrichtet, die die Nachrichten auf der ersten Seite bringt. gibt bekannt; Aus dem Raum von WelikiJ« Luki wird erfolgreiche eigene Kampftätigkeit gemeldet. In verschiedenen anderen Abschnitten der Ostfront brachen deutsche Stoßtrupps überraschend In Stellungen ein, zerstörten Kampfstände und brachten Gefangene und Beute ein. Einzelne Angriffe der Sowjets wurden teilweise im Zusammenwirken mit der Luftwaffe abgewiesen. Bei der planmäßigen Bekämpfung des feindlichen Nachschubs Im südlichen und mittleren Abschnitt der Ostfront wurden auch gestem wichtige Bahnhöfe und eine große Zahl von Tranzportzü-gen aller Art durch deutsche Kampf-flugnuge mit vernichtender Wirkung bekämpft. Schwach« britisch« FUegerkräfte drangen in der vergangenen Nacht in das Reichsgebiet ein und warfen an einigen Orten eine geringe Zahl von Sprengbomben. B« wurden zwei Talsperren 'beschädigt nnd durch den eintretenden Wasierstun schweft Verluste unter der Zivilbevölkerung hervorgerufen. Acht der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen, neun weitere feindliche Flugzeuge über den besetzten Westgebieten vernichtet, darunter eines durch Truppen des Heeres. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 17. Mai mehrere Stunden hindurch militärisch wichtige Einzelziele im Raum von London mit Bomben schweren Kalibers an. Zwei eigene Plugzeuge kehrten von diesen Einsätzen nicht zurück. Oberfeldwebel Kociok schoß in einer Nacht vier sowjetische Bombenflugzeuge ab. An swOK Tagen vier sowjetische Divisionen und drei Brigaden zerschlagen Südwestlich Krymskaja an der Ostfront des Kuban-Brückenkopfas wurde Restbestand von 21 Millionen brt. Dieser Bestand ist inzwischen durch die neuesten Verluste noch etwas gesunken. Zur Versorgung Englands und seiner Verbündeten stehen nun allerdings die errechneten 21 Millionen brt nicht voll zur Verfügung, denn man muß die für rein militärische Tranaport« «ingesetz-ten Schiffe abziehen. Im ersten Weltkrieg, als die Verhallnisse für dl« Gegner sehr viel günstiger lagen als heute, wurden 1917 allein sieben Millionen brt Schiffsraum von den militärischen Aufgaben In Anspruch genommen. Da heute eine ausgedehnte, Nachschub fordernde einer Einbuchtung der deutschen Front i französische Front nicht besteht, wird Ruhiger Tag an der Ostfront BekSmpfiing towjctiichen Nachschubs — Wieder acht britischa Flugzeuge abgeschossen — Unsere Flieger über London Führerhauptquartier, 17, Mai . am 15. Mai das am Vortag begonnene Das Oberkommando dar Wehrmacht örtliche Unternehmen zur Beseitigung erfolgreich fortgesetzt. In schweren Kämpfen wurde der sich erbittert zur Wehr setzend« Gegner aus mehreren Stellungen geworfen. Gefangenenaus-feindliche sagen ergaben «in immer deutlicheres zahlreiche Bild der hohen sowjetischen Verluste während des feindlichen Großangriffes vom 29. April bis 10. Mai Zahlreiche Regimenter, deren Gefechtsstärken bis auf 50 und ßO Mann herabgesunken waren, mußten zur Auffrischung aus der Front gezogen und durch neu herangeführte Einheiten ersetzt werden. Es gab Kompanien, di« bis auf zwei Mann aufgerieben wurden. Insgesamt kann die Zahl der weltgehend zerschlagenen feindlichen Verbände mit vier Divisionen und drei Brigaden angenommen werden. Panzerwerk und Wasserturm in Leningrad getroffen In den Vormittagsstunden des 12. und 14. Mai nahm unsere vor Leningrad stehende schwere Artillerie di« Panzerfabrik »Woroschilow« und ein Wasserwerk, das mit einer Tagesleistung von 240 000 Kubikmetern 30 V. H. des Leningrader Trink-wasserverbrauches deckt, am Weilufer der Newa im Süden der Stadt unter Feuer. Es gelang den deutschen Batterien, di« Hallen und Gebäude beider Betrieb« mehrfach zu treffen. Große Rauchsäulen bestätigen die Wirkung dieser Treffer. In der Nacht «um 15. Mai griff südöstlich Leningrad eine rheinisch-westfälische Grenadierkompani«, unterstützt durch schwere Waffen und Artillerie, eine stark diese Ziffer vielleicht nicht so hocCi sein. Aber wenigstens fünf Millionen brt kann man für rein militärisch« Zwecke ruhig ansetzen, so daß nur noch 16,5 Millionen brt zur Versorgung der Achsengegner und Ihres Anhanges mit Rohstoffen und Nahrungsmitteln übrigbleiben. Das ist zweifellos zu wenig und es mehren sich aus allen Ländern die Klagen über den Mangel an Schiffsraum und die dadurch verursachten wirtschaftlichen Schwierigkelten und Entbehrungen. Ferner muß man bedenken, daß dl« Alliierten im ersten Weltkrieg den kurzen Weg durchs Mittelmeer benutzen konnten, daß sie heute aber den dreimal längeren Weg um Afrika mit einer entsprechend höheren Tonnageforderung in Kauf nehmen müssen. Das ist auch heute nach Aufgabe des tunesischen Brückenkopfes nicht anders geworden denn das Mittelmeer liegt nach wie vor Im Bereich der Achsenflugzeuge und unserer U-Boote, Dazu kommt die Unterhaltung der neuen Fronten In Indien, Australien und Neu-Gulnea mit den riesigen Entfernungen. Hier Hegt ständig ein großer Teil der Handelsflotte für militärische Aufgaben fest. Da Australien kaum eigene Handelsschiffe besitzt, muß hier seit der Aufnahme heuer größerer Operationen seitens der USA mit einem beträchtlich wachsenden Bedarf an Schiffsraum gerechnet werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird also der Anfeil der militärisch beanspruchten Tonnage wachsen, vielleicht bis auf ausgebaute bolschewistische Bunkergruppe | die Höhe des ersten Weltkrieges. r*. a « It . t __________A___U an. Das Ziel des Untcrnehmeni war die Zerstörung der Bunker und Kampfstände. Im Handstreich drangen die Stoßtrupps in die feindlichen Stellungen ein. Sie brachen den Widerstand der ihnen entgegentretenden Bolschcwisten. vernichteten fünfzehn Bunker und zwei MG-Stände. Auch Britisch-Indien erfordert heute viel Tonnage wegen des Verlustes der Relszusrhüsse aus Burma, die früher im Küstenverkehr verfrachtet wurden und für die heute Ersatz aus anderen Geble-ton weit hergeholt weiden muß. Trotzdem gibt es in einiyen Gegenden Indi- Seite 2 ♦ Nummer 138 * Dienstag, 18. Mal MARRURGER ZEITUNG •ns wie iuch Tschunking-China« Hun-Qv.jiiOie vo.i y.uMtiiu /-vukuiüij. Auiu baauuiuKk^ luiuäft lUiiDer wmu«! bcue iOiüiaytt oau itüiit 4u ueai KetiiiMfeiuiiü an MauiUciuiiftiw bu die iitiLyen Hiü«-ruik Ui-iil huideruojen du> momau zu ▼•iiujiutrn, iftUic.k üle Acü^.Ci^ej.iei sojar dd2u, ui« äcaiitsvcfsenkuiigeu zu ubcrtreiOeii .vuii wotit« Mo^kuu dt d!« kiaiiieiAU Liuloiun^eD •rklintcii machen. Aijor diiei das kdnn nmit dar» k.uwbji(tuscuen, OAJI diS iNoiiciye der Acakun^etjiier iia b«ktof d*J Scüill-fahrt mil hoiisclueiten de« Kilejjl immer eiiisior Wild. Ckurchill »agie, daß ü« U-bootkrieg di* Anglo-Aaerikaner diirAa hlndste, iivi9 Toli* Kiüft zu entfalten Und der Vizepräsident der nordamerikanischon Sch.flaBrtsbehört'e LiS.MC, ViCKeiy, erkldfle kür/.nth, dab in Hinkunft norh weil inehi Schille nö-t;g waren, tine Invasion dr» Kontinents nturdfl mehr Ihnnoge kotian, eis der Noidtiinka-Fcidiug. [-».e ProduRtioiis-schlacht habe iicn ui eine liansporl-•«.nlaclU voiwandelt. Man veisu.Jit inittier noch, aus Man-jCi ÖD wiiksüftion CcjGiuniuein gegen o- dActr sehr fraglich. < Aber, so denken wohl viele Schweizer Bürgert DeutschlMd hllt je stend, Deutschland wird schon mit der Gefahr aus dem Osten fertig — deshalb ist die Gefahr fili uns auch nicht gro# und wir können ruhig so weltertnachen . . . Sn denken sie woht — und legen sich beruhigt schiefen DcpV an den ehemalig Bviiflco^enöSMn Btntl«^ franiBslsche Vichr, If. Met und Ortschaften amtliche Ai^abea qe aecht. Danach forderten anglo-amerika-nische Luftangriffe vom 1. Januar bis 30. September 1941 In Frankreich 429 Todesopfer und ?B4 Verletzte. Voit> i. Oktober bis zum 31. Dezember de^ gleichen Jahres erhöhte sich die Zahl der Toten um Ofl, die der Verletzten um .110, Im vergangenen Jahr hatten sieb die engelsdkhslechen Terrorengriffe erheblich gesteigert Vom 1. Januar bis tum Sl. Dezember 1042 wurden 258.'> freniftiteehe ZlvllperiOMB bei derertigen AnqrÜfen getötet und 5648 verletzt In diesem Jahr beträgt die Zahl der Todes opfer bis zum 15. April bereits 1646 und die der Verletsten 3033. Insgesamt wür den ftleo 1* Verleuf der letsten 2^/t Jahre 4731 frenx4>sische ZlvllpersnneD von dem einstigen Verbündeten hinge mordet und etinähernd 10 000 verletzt Am schwersten betroffen wurden die nordfranc&eischen Städte Le Ha vre, Abbeville, Dünklrcben, Brest, Cherbourg, Dieppe, Rouen, Ceen, Rennes usw. Zah lenmißig wurden Jedoch von den Pariser Vorstftdteo die grABten Opfer, nlmllch lOBt Tott, gefoidert. Wenn lu diesen Todesopfern der franxAslschen Zivilbevölkerung noch die durch angel-«Bchsleche Überfalle auf französisches Kolonlalqebiet erlittenen mlllUlrlschen Verluste der Franzosen in Mers-el-Kebir. Dekar, Syrien, Madagaskar und Casa-hlance hlnxugefügt werden, s« ergibt Tn Vichy werden Jetzt über die Im , Varlaut der letzten drei Jahre stindla} «Ich eine- blutige Bllenz, die eine eintiae erheblich mehr vom Krieg als bisher. | «teiqende Zahl der Opfer engelsAchsi-1 furchtbare Anklage gegen London und Denn: die bolschewistische Winteroffen-. »eher Luftangriffe auf französische SUdte I Washington darstellt slve, die »Times*-Artikel, in denen den' Kein Opfer für die Ffeiheit ist ZU gross Die Tatea «Ad Opftr der liuilBolMa B«ldMi liad M iager einiurichlen. Sie stellten gewisser* maßen »Erxiehungslager« der, in denen man versuchen wolle, moralisch minder* werUge Sold.iten und Deserteure zu erziehen. Der Schöpfer und Leiter der Le-gel ist Brigadegeneral Mae NeiL Insgesamt sind bereits neun solcher Lagei eingerichtet worden. Das Durchschnitts-ilter der darin eingelieferten Soldaten beträgt etwe 25 Jahre.'Rund 70 v. H '1er Insns^ien sind Deserteure. Die ande< ren smd wegen Ungehorsam Im l'>ienst, Aufwiegelung, unmilltärischer Führung usw. bestraft. Man hat, wie »Time« mitteilt, dleee Strbfsoldaten, die alle degradiert Und, in drei Klassen eingeteilt. Die erste Klasse erhilt Infanterieausbildung, darf zweimal In der Woche einen Irlet schreiben und auch gewisse Bücher lesen. Die Gefangenen der twelten Klasse dürfen nur einen Brief Ul der Woche schreiben und erhalten als Lesestoff lediglich die Bibel. Die drlttklasslgen Gefangenen, bei denen es sich um extreme Pille handeln soll, dürfen nur einmal im Monat einen Brief schreiben, tragen die Aufschrift »Gefangene« aufgedruckt und werden nur dreimal am l^ffe aus ihren Zellen herausgelassen. in diesen LeMm will man die wider* spenstigen und verbrecherischen Elemente der USA-Armee, soweit sie aus der Truppe eusgeschlossen sind, wieder zu »Soldatenc erziehen, um tle dann, von neuem In das Heer einzureihen. dclsmarine e.ntrolen mußten Wie man, Maschinen, des Motors. Man erin daraus sieht, Ist die Lage nicht "' 9- gich im Land der Eidgenossen Unsere kühnen U-BoMe zarten we-ter wahrscheinlich nicht mehr an diess daß schon einmal, im Jahre 1799, ein russi- scher Feldherr mit russischen Soldaten an der Kraft unserer Feinde. Sie halten durch ihre Angriffe unserem Ostheer ...................... nicht nur den Rücken frei, sondcn s^e j gchweizeiHschem Boden stand, zermürben mit jedem Tag die Klinpf* kraft des Gegners an «einem renfi^okn Ve "kehrssysteni. d. h. eben an seinem Schiffbrdum. Helsinki, 1?. Mal Mar&chuii Mannerheim nahm am Sonntag mit so^em SUbe en einer Heiden* yeuenkieier in einem Orte teil. Dabei ge-dachle er der Gefallenen mit folgenOM Wörtern »Usr vor 25 Jehren beendete erkte Freiiieilskrieg hat vom finnischen Volk schwci-e Opfer gefordert Aus dem gemaiasam vergoMenen Blut und dao gemeinsamen Prüfungen erwuchs aber die Einigik.sii des finiuschan Volkes, die Kralt und Entschlossenheit im schweren Winterkrieg und die unerschüttetllche Front des gegenwärtigen Lebenskampfes. Das Gedenken der für die Freiheit und Zukunft des Vaterlandes gefallenen Waffenbrüder verpfhchtet uns su wel* teren Anstrengungen, denn ihre Taten erleichtern uns den Weg lum end* gültigen'Sieg. Ich lege diesen Krana auf das Grab der Helden der siegreichen Armee unseres ersten Befreiungskrieges als Ehrenbezeugung der Wehrmacht und ihres Oberbefehlshabers nieder und ge*, denke der finnischen Münner, die f>men hezelrhnrfe. Karikalor Nvarr'ntlifirn Ditniit Ernte des Dollorlmpuriallsmus Auf fremdem Acker ist gut Hafer •clmüideul samte rotspanische Em*graoteotum vereinigen ura sich unter den linksradlkalen Kreisen der süilamerikan'schen Länder eine Gefolgschaft sichern. Ihr Ziel ist die •lewallsame Wiederaufrichtung des demokratisch-bolschewistischen Regimes in Span'en. Die erste Voraussetzung für die Wiedereinsetzung diffses roten Regimes in Spanien, so erklärt »Philadelphia Inqui-TT' ganz nnverhüllt, sei die Beseitigung General Francos und seiner Anhinger. Die beiden rotspanischen Anführer werden — auch darüber ist der «Philadelphia Inouirer» sehr gut unterrichtet — In der rlchstfn Zeit simtliche latein-amerika-nischen Länder bereisen, um dort Anhänger zu sammeln und Besprechungen abzuhalten Da Stalin im Falle seines Siemes. so erklärt dai Blatt weiter, die Be-<(eUi<«ung Francos "fordern würde, nach* Hftm es bereits festgestellt hat, daß die Sowjets kf»ine faichistischc Regiertinft in '^uropa dulden würden, hielten auch die Rot«nnnicr in Amerika die Zeit für ge-'topiTrn. um die Ansprüche auf Wicder-"rrichlunjJ der roten Terrorherrschaft in ^■»ar>n vo-riibrinf'en Allerdlnös. *o er-da» l^laM mit lülilharem Bpdaucrn. «-lü-fe es rig nt'r br! dm ve'SRhie' rot*'»)niKrhQn Gnippen heute eine it ru erzielen, Au1<»r der Gruppe B^rrio und Mlaia lind noch drpi weiter# Oninpon vorhanden, die wenig Neigung zeigen, sieb einan- der unterzuordnen. In Newyork het Alva-rez dal Vayo, der^ ehemalige rotspanlsehd Außenminister, sein Quartier autgeschlagen und wird ebenso wie Bar rio und Mlaja von den Vereiniften Staaten aua-(;ehelten. In Mexiko ist Indalacle Priato als Führer der spanischen Kommunisten an der Arbeit, und von London versucht man, wie aus dem amerikanischen Blatt hervorgeht den ehemaligen roten Mini-eterpri^identen Nedrin als Kandidaten Englands vorzusehirlicn. Ea ist also offensichtlich, dal der Machtkampf «wischen den USA und England auch bereits von den Rotspaniern auagefoohten wird. hielt Miaiaterprisident Unkomlet die Gedenkrede, fir aprech von dem Sinn des Heldengedonkena, der Opferbereltacheft und der Einigkeit, die angesichts der gefallenen Helden immer von neuem gestärkt werden müsse. Wenn ein Volk in Freiheit leben wolle, so dürfe ea keine Opfer acheuen. Finnland habe keine andere Beatrebung gehebt, ela aein von den Vorvitem eue einer Wildnla dem Kulturkreia zugefOhrtes und durch Internetionale Vertr&ge gesichertes und ge-rantlertes Land In Frieden weiter lu be* beuen. Aber ein Volk, des seine Freiheit liebe, die Arbeit seiner Viter ehre und für die Zukunft seiner Kinder sorge, könne nicht enders eis tu den Waffen greifen, wenn Gegner ihm Ober alle Ver> trlge hinweg, dieses, sein Teuerstes, reuben wollen. Wir haben, ee betonte der Minlater* prlaident, dea getan, waa ein Mann und ein Finne Isuner (etan hat, immer tun Uftd «ea er nie bereuen wird. Der Krieg Mi'toch nlcht^'M BBde, eo fuhr der Miniaterprlsldeat fort, und man könne «ttth das Bnflt ~ A'odh ' nlcKt ebsihen, ebenso wie man euch noch nicht den end^tlgen Preis fAr die Freiheit ab-schatsea könne. Fltmland wisse nur, daß es euf dam richtigen Wdge sei. Der Kampf müsse ohne Rücksicht auf alle seine Wlderwlrtfgkelton fo^gesetzt werden. Das finnische Volk, so unterstrich der Mlnisterprleldent im weiteren Verlauf seiner Rede, sei auch realistisch genua, um das su veretehen, und es werds sich keinerlei Phanteelen hingeben und niemals daran glauben, daß ein Staat der vor dem Winterkrlege rücksichtslos die geschlossinen Verträge gebrochen und der euch die von ihm selbst diktierten Bedingungen des Zwangfriedens nicht be* folM nebe, sich nun so geändert habe, daB man ilun trauen könnte Des fin-nieche Volk wolle lieber bis sum Aller* letttdn kämpfen, eis sich der Gnede seines östlichen Nechbam su unterwerfen, den es eus bittersten Erfahmngen gründlich kenne. Schon der Gedanke en Unterwerfung wäre ein Verbrechen gegenüber dett gefallenen Helden Nach der Rede des Ministerpräsidenten folgte eine Kranzniederlegung durch den Staatspräsidenten, den Kriegsminister, den Relchstngspräsidenten und zahlreicher Ve^Jreter verschiedener Organisationen. Kurze Na4Jirichten Reichaschettmelster Schwärt b^ suchte den Gen Köln-Aachen. Reichs* schatameister Schwärs untemehm, wie die NSK meldet, eine Inspektionsreise in den Gau Köln-Aachen, einen derjenigen Gaue, die ihre Aufgeben unter den erachwerten Vorauaaetzungen des Luftterrors der Anglo*Amerikener mit beispielhefter Heltung erfüllen. Die Reise galt laabeaondere der Beq>r^ chung und Peatlegung von Sofortmeß* nahmen auf finanziellem und Wirtschaft* lichem Gebiet der Partei Im IlBvemeh-men mit Geulelter Qrohe. Die Uteete Tochter im Ttmm Mm» inL Dae Mlnieterhyn dee keieerlkhea Hauahaltes geh em Sonnteg die ZwitI«' mung dee kaleerMchan Bltempeeree nur Heirat ihrer älteeten Tochter Ten, mit dem ältesten Sohn dea Prinxen Higech-kuni, Prina N*rlhiJ0. fteasösladie Ichnlldader eb Bchwen* hindler. Trotz eller behördlich^ Maßnahmen Dlmiit der Schwenhendiä in Frankreich ständig su und trägt dezu bei, die Preise irrsinnig in die Höhe zu treiben. Jetzt wurden wieder in Peris 182 Restaurants geschlossen, well sie gegen die Regierungsvorschriften verstoBen hatten. Teilwelae wurden erhebliche Lebensmittelmengen beschlegnahmt, die auf dem Schwarzen Markt gekauft worden waren. Der Schwarthandel sei ia Frankreich, eo wird betont nicht nur unter den Erwachsenen zu einer ellgemein üblichen Lebensform geworden, sondern auch die Schulkinder beschäftigten sich bereits ausgiebig mit diesem finsteren Geschäft. In dbn Schulhöfen würden beachtliche Geschäfte abgeschlossen. Des Bchlebeninwesen In Mcifto. Nach einer Efe-Meldung mechen la Me* xiko Spekulanten und Hamsterer riesige Schiebergeschäfte. Die Preise werden von ihnen in unglaubliche Höhen getrieben. Die Bevölkerung weiß sehr wohl, daß ein großer Teil der Nahrungsmittel, Mrle Zucker, Salz, Schlachtvieh usw. an die USA verkauft und später su weit höheren Preisen zurückgekauft werden, und daß die Großschieber außer diesen Scheinoperationen die Warenbestände zurückhalten, um eine »günstige Gele« genheit« zum Verkauf abzuwarten. Zwischen Flammen und Wellen Troti rlftrlacher Verwundiiij ans dea br«iui«ideB TiiUitporillailMotf eine Spitfir« abgeschotsen lan Der Bordschütze warf die Türe ab, Mehr und mehr schmerzen die Wundes TransporUlugzeug achlug auf dem den, mehr und mehr schwinden die Wasser auf und versank Nach Sekun- Kräfte — doch eines bleibt: die Hoff Bei dei Kriegsmarine im Mai 1943. Die Sonne brennt und die Wunden .chnierzen. Aui einem Brett hat sich laufiimann M festgeklammert und :ämp»t seit-Stunden gegen die* Wallen, yegcn dsh Durst und die schleichende viüdigkf i! Nirht einschlafenl Niehl einschlafen! Vielloicht ist doch noch lettung möglich? Dann reißt Ihn eine Welle v6m Brett herunter -- zum wie-/leiten Male schon? V/Ieder klettert -iet Hauptmann mit letzten Kräften aui 3ein primitives Floß und sucht den Horizont ab — vielleir^ findet ihn Irgend ein SChlfl oder ein* Plugzeug? Vlel-lelchll • Wie rasch War das alles geschebenl Als Fluggast war er in einem Trans-portflugzeuf) mitgeflogen, als er von englischen Jagern angegriffen wurde. Gleich, nachdem er die ersten Abwehr-schÜsse gehört hatte, war er an ein MG. gestünst, atier schon schlugen die Salven einer Spitfir# in den mit Brennstoff beladenen Transportori Das Plugzeug fing an zu brennen, der Ifiiiiptmann seltwt hatte vier Strelf-«ichOsse erhalten. Dann kam die Spitfire bis auf zwanzig Meter heran, um dem brennenden Transportflugzeug viellelch! den Rest zu gehen. Eine Garbe — noch •^ine gab der Hauptmann ah, Tragfläche und Motor waren getroffen, und senk-'erbt stürzte die Spitfire ins Meerl Hinter ihm Flammea, unter ihm Wei- den hatte Hauptmann M. unter Wasser das Flugzeug verlassen können und trieb an die Oberfläche, schwamm auf ein treibendes Brett zu, das ihm als Floß dienen sollte. Da drüben schwamm ein schwerver wundetes Besatzungsmitglied ihm half er In ein Schlauchboot, mehr aber konnte er bei seinen eigenen Verwundungen nicht «tun. Dann aah er, wie ein Stabsingenieur, der gleichfalls als Flug-gaat mitgeflogen war, sich aus zwei Fätsem und einem Brett eine Art Floß oirechtbastelte. »Haut das denn hin?« hatte er ihm zugerufen, und der Stabsingenieur rief 7urück: »Grandlos, grandiosi Aber wollen wir doch möglichst zusammenbleiben!« »Geht woht echlechtl« Und schon riß sie eine Sterke Welle auseinander, so daß Hauptmann M., dar trotz der bitteren Lage seinen trockenen Humor nicht verloren hatte nur nqch zurufen fonn- .e: »Na denn gute Reise!« • Das war vor vier oder fünf Stunden. Sun schwimmt er hier au( dem weiteri Meer als winzig klefner Punkt. Immer wieder schlagen die eiskalten Wellen auf sein von der Sonne verbranntes Gesicht, Immer wieder muß er versuchen, daa Gleichgewicht zu halten. nung, das Vertrauen auf Rettung. Die Sonne, die Im Osten stand, als er mit dem brennenden Flugzeug ins Wasser stürzte, neigt sich mählich gegen Westen. Eine herrenlose Schwimmweste treibt an, er angelt sie heraus, um sie für die bevprstehende Nacht als Kopfkissen zu haben. Da siebt er nach einer Welle einen Strich am Horizont — er wird größer, deutlich erkennt er die Umrisse eines Dampfers. Oder sollte es eine grSßliche Sinnestäuschung sein? Eine Fata Morgana? Eine Vision? Er wagt nicht, zu glauben, aber er winkt und winkt mit der gelben Schwimmweste. Def Dampfer, ein Minenräumboot, nähert sich — Hauptmann M. ist gerettet Auf einem Liegestuhl an Bord liegt der Hauptmann in tielen Schlaf versunken. Ihm zur Seite hängt die tropfende Schwimmweste, die ihm zur Rettung wurde. Ei wird sie »ich aufheben. Krie^Bber. Harald Wachsmuth, -PK Druck u Verlan M4rt)uri|«t VeriaQi u Onirknral-Qai mbH— Vertaqtieltun(| Bqon 6«umnartnar -iauptichrlftlnttiinq Antun dcrirtiacli, t Zt tn Urlaub, itellv Hanptsrhrilihltei Rnbfrl Kraliatl •il» 10 Mflrbuto • <1 Dfa'i Bflrtiaa'P S 2ui Zelt für \n7riq(,n rtlr PrÄislmt»" Nr S vom 10 Apr'l 1443 gillliq Aiiitan di>r Lieleriing dn* Blatte b»> höherni OnwÄlt o(1i>r gibt lalnsD Anipruch auf RUrkziihlung d«t B«zug»* MARBURGER ZEITUNG Dienstüg. 18 Mai * Nummer 138 * Seite 3 Heimatliche Rundschau Eisenbahn^i^edanken Aul der Laudkaita i»t m «ia feiner echwaner Strich, der »ich durch braune und grüne Flecken hinduvchvrindel, Über denen in tchwerzen Buchttaben •teht: UnterBteieinukik. I>er achwarte Strich iit die Eiaeobehnlini«, die braunen Flecke aind Berge und Höhen und die grünen die Ebenen. Auf einem solchen (einen achwarten StiicJx fahrst du entlang. Aber er er-icheint dir nicht fein, londera iat ein breiter Bahndamm, auf dem mehrere Gleise Hegen. Und die grünen und hellbraunen Flecke der Karte find hier Wleaeo, Felder, Weinberge, Wilder und Hügel. Wie Überdll in der Welt laufen die Telegraphendrähte neben dem Zug her und Schemen in seinem Rhythmus zu achwingen. Und du denkst, warum Telegraphenmasten wohl immer gerade die Eisenhahnlinien begleiten, wo sie über das freie Feld doch oft einen viel einfacheren Weg hätten. Auf den Feldern stehen bloBföasige Madchen und winken. Und wissen wohl selber nicht, warum sie's tun. Aber auch das acheint nun einmal überall auf der Welt so zu sein, daß die Menschen für einen Augenblick ihre Arbeit niedorle-geo und zum Zug hinübersehen, als sei •a der eiste, den sie ut ihrem Leben sehen und als führen nicht jeden Tag um die gleiche Zeit immer wieder Züqe hier vorbei. Vielleicht ist uns allen daa •US der Kinderzeit in Fleisch und Blut übergegangen, als wir staunend dem Wunder der »Puff-puff-Bahn« nachsahen. Bin bißchen traurig blickst du zu Jenen winkenden bloßfüssigen Mädchen hinüber. Wie ichÄn müßte es sein, so wie sie auf einem braunen Acker stehen »u können, im leichten bunten Kleid, ohne Schuhe, ohne Strümpfe und •ine Arbeit ni t\m, deren Früchte man sehen und in die Hand nehmen kann. Aber gewiß sehen auch sie einen Augenblick traurig lu deinem Zug herüber und denken, wie schön es «ein müßte, tief in weiche Polster gebettet durch die bunte Welt zu fahren. So herrschte eine selfMtne Verbundenheit zwischen den Mensrhen auf den Feldern und In den Weinbergen, die nicht wissen, wem aie winken, und drnen im Zug, die wie im Stummfilm diese Landschaft an «ich vorbeiziehen zu lassen, mit MMdrhen und Frauen, Männern und Kindern, von denen »ie nichts wiwen und die doch alle ihr eigenes Schicksal hflben. das man sich so schön im fahrenden D-Zug ausmalen kann. Du machst dir so deine Gedanken (Iber die Landschaft und ihr«. Menschen. Und plötzlich bemerkst du Dinge, die nicht überall in der Well gleich sind — wie die Telegraphenritahle und die winkenden Mädchen. Du siehst, wie reich und gesegnet dieses Land ist, wie grün die Felder sind, wie frisch die Wälf'er, wie golden die Weinberge Und die Mensrhen, die dort an dr'n Bahnübergängen warten, sind genauso gesund und blühend wie ihr Land, die weißen Hütten ebenso sauber wie ihre Besitzer. Und jetzt weißt du auf einmal, -daß du dieses Land liebst. Du weißt, daß du diese weisen Wege nie veigcssen wirst, die alle m rlen Sommer führen, ein'^n Sommer, wie er nirgends in deutschen Gauen schöner sein kann. Denn dieses Land ist ein Land des Sommers, des Leiichtens, des BÜihens und der krdtti-gen Farben. Und d^rum liebst du es. Auch um seiner Menschen willen, die •0 sind wie ihr Land. Vielleicht mußtest du wirklich erst im D-Zug fahren, um das zu merken Denn hier «iehst du das alles gleichsam von einer höheren Warte. Du stehst nicht mehr mitten darin, sondern hast den Abstand, der das zum Bewußtsein bringt, was du bisher nur unbewußt fühUest. St. m. BlnfOhning der neue« BannmSdel* rahrerinnen In Lutlenberg. Anstelle der Jungmädelhauptgruppenführerin Priedel Härtel, dl« sich verehelichte, wurde in einer Feierstunde die MätJelführerin Lotte Kleckmaier alt Bannmädelführerin des Banne« Luttenberg In Ihren Aufgabenkreis eingeführt. Führer und Vorkämpfer Di« boh« LmsIvh^ des deuUchco Uolcrollici«n Des Krieges Geeicht wendeh »ich im I dee Blicks und 41« Klarheit des Urteil« Laufe der Zeiten. Aus den dichtgeschlos- I innewohnen, die sie helUichtig die LaiJe senen Kolonnen und Schötienlinien, die j beim Feinde übersehen läßt, die müssen Vorrtter und Viter Zeiten jenee Stück Verwegenheit besitien, das EU unserer über das ^lachfeld stürmten, in lengen Sprüngen sich g*gen den Feind vorar^i-teten, sind Stoßtrupps, Schütcenreihen und Schüttearudel entstünden, die sich — auf 'sich allei« geatellt — Im Feuer• schütz der schweren Waffen von Deckung tu Deckung pirschen Zu ihrer Führung reicht die Zahl der Offitiere nicht aus. Unteroffiziere müssen als Gruppen-, als Zugführer an ihre Stelle treten, UnterfQh* rer, an deren waffentechnisches und waf« fentaktisches Können, Gelindegewandtheit, Ubersicht, Entschlußkraft, Einsatt-bereitKchaft und Durchhaltewillen Anforderungen gestellt werden, die weit über das Maß herau9)ichen, mit dem in der Ver){angenheit die in Reih und Glied stehenden Unteroffiziere gemessen wurden Wie hei der Infanterie ist es auch bei den anderen Waffen. Auch bei ihnen sind den kleinen und kleinsten' Einheiten im Rahmen des Ganzen aclbstindige Aufgaben erwachsen, die Unterführer mit weitgehendem taktischen Verständnis und hohem Verantwortungsgefühl voraussetzen. Bei der Artillerie am Geschütz, auf der Beobachtungsstelle und in der Rechen- nun einmal «um Haschen der Gelegenheit gehört, daa sie freudig nach dem kühnsten Entschluß greifen lißt. Sie dürfen aber auch aieht jenes Gleichmaßee der Seele entratea, das ei« nach Clauaewitz »auch bei den stirksten Regungen die Grenzen ihrer Verantwortung erkennen läßt«. Sie mfissen daa Ich hinter das Wir zurfiekstellen« mflssen sich verzehren in der Sorge ufls ihre Untergebenen, müssen eins mit ihnen bleiben in ihren seelischen und kflrperlichen Sorgen und Nöten, müssen ihre Freuden und Leiden mit ihnen teilen, ihre besten Kameraden sein und sie durch Lob und Zuspruch su den höchsten Leistungen anspornen. Der Kampf trifft im Kriege die natftr-liche Auslea«, zeigt den Vorgesetzten bald und untrfkgUch, wer von den Mannschaften zum Unterführer und damit zum Unteroffitier geeignet ist. Kurse innerhalb der Truppe, Lehrgänge hinter der Front sorgen für die Weiterbildung der fftr wert Befundenen. Ohne geistige Arbeit, ohne Selbststudium wird es auch im Kriege nicht abgehen; denn der Kampf ist mit der Vielseitigkeit der Waffen zu einer stelle, bei den Schnellen Truppen als Pan- I Wissenschaft geworden, deren Segnungen zer- oder Spähtruppführer, bei den Pan- i man sich — onne daröber die technischen ' zerjigern im Zweikampf mit den Stahl-| Fertitfkeiten gering einiuschllzen ,— er-kolossen des Gefiners, als Pionier am arbeiten muß. I Steuer des Schnellboots oder der Fähre, | Das Hunderttausendmann-Heer hat fflr bei den Nachrichtentruppen beim Ausbau die Heranbildung eines neuzeitlichen Un-und im Betrieb des Funk- und Fern-j teroffizier-Korps ersprießliche Vorarbeit sprcchnetzes, bei den Versorgungstruppen ' geleistet. Es war sich bevoißt, daß in ihm beim Vorführen der Fahrzeuge durch ein ' als den Rahmen eines künftigen Volks-von Banden verseuchtes Hinterland, über-| heeres ein jeder Mann als Unterführer all stehen die Unteroffiziere auf sclbslän- verwendbar sein mußte Das junge groß' Flugzeug oder seinen Sewjetpanzer abgeschossen, bald ist er mit mehreren Gefangenen und wichtigem Nachrichten-matetial von einer Streife in« Niemandsland zurückgekehrt, bald hat er mit einer Handvoll rasch zusammengeraffter Troßleute ein von den Bolschewisten umstürm-tes Dorf tagelang gegen erdrückende Übermacht gehalten. Eine große Anzahl von Unteroffizieren ist Triger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes, mehreren von dieeen wiederum ist bereits das Ei-ebenlaub dazu verliehen worden. Noch weit größer iat die Zahl der Unteroffi-tiere, die mit dem Deutschen Kreuz in Gold, mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse geschmückt, sind oder die wegen Tapferkeit vor den Feinde zu höheren Dienstgraden oder gar zum Offizier befördert wurden. Ehemalige Unteroffiziere haben sich %ls Offiziere an der Spitze Ton Kompanien, Bataillonen und Regimentern, von Divisionen und Kampfgruppen als mittler« und höhere Führer bewährt, haben wie der Fallsehirmjigergeneral Ramcke ganz auBerordentliehe« geleistet. Zehntausende haben ihr Blut und Leben dahing«geben. Die Truppe ist von dem Bewußteein durchdrungen, d«ß ai« sich in jed«r Lage auf ihre Unteroffiziere verlassen kann. Sie folgt ihnen durch Dick und ... PK-Kri«gahtricht*r Srhwclm Am Knban-Brttckenkopf fSctjl Dünn. Daa deutsche Volk aber kann nicht genug tun, den Unteroffizieren ihre Dienste zu danken und zu lohnen. Obtr$ll«ufnant «. D. Benarv digen Posten und bei der Luftwaffe und der Kriegsmarine nicht minder. Entsprechend dieses erweiterten Aufgabenbereiches und der erhöhten Verantwortung müssen die Unteroffiziere der Offizieren an Gradheit und Stärke des Charakters gleichkommen, dürfen an Wissen und Können nicht viel hinter ihnen zurückstehen Ihr Beispiel ist richtunggebend für den Einsatz der ihnen anvertrauten Einheiten. Heute wie gestern und morgen ist' es ihre vornehmste Aufgabe, ihren Männern im Augenblick der Gefahr vorannigehen. ihnen auf dem Gefechts-feld vorzukämpfen. Doch bleibt dies immer nur ein Mosaikstein in ihrem Gesamtbild Tapferkeit und Einsatzbereitschaft sind für sie wie für die letzten ihrer Grenadiere nur die selbstverständlichen Vorausset zun tfen ihres SolHatentums, dem ihre Unterfüh-rerstflUmö rtehabt, die als Ausbilder, als Unterführer und als Verwalter in ihm Dienst taten. Darüberhinaus sind ihm geeignete Unteroffiziere aus «iner Jugend zugewachsen, bei der in den Jugendorganisationen der Partei, in der Schule und im Reichsar-heitsdienst die angeborenen Führereigenschaften geweckt, gepflegt' und gefördert wurden und die auf Unteroffizierachulen eigens für ihre Aufgaben als Berufssoldat vorgebildet worden ist. Im gegenwärtigen Krieg hab«fl die Unteroffiziere die auf sie geseilten Erwartungen nicht nur voll erfüllt, sondern noch weit ühertroffen. Die Bericht« des OKW und der Propagandakompanien wissen immer wieder hervorragende Taten von Unteroffizieren aller drei Wehr- machtte'le Feldwebel zu sch'ldern. Bald oder Wachtmeister hat M t u Massnahmen bei Arbeitsunfähigkeit Kein Krankengeld bei verspäteter Krankmeldung oder bei Ortswechsel ohne Meldun]{ La«t Brlal d«fl lUichiarbaitaminist«-riumt wurd« di« Meld«pflicht für Krankmeldungen bei Arb«it>unfihigkeit an di« Krank«nv«riicherung (Uberleitungs-st«ll« für Sozialv«rBich«rung) ab 1. März 1943 mit dr«i T«g«n f«ttg«t«tzt. Bs sind dah«T almtlich« kr«nk«nv«iiich«rt« Ar-beitskamaraden und Arbeitskameradinnen Terpflichtet. im Fall« der Arbeitsunfähigkeit innerhalb von dr«i Tag«n nach B«ginn d«r Arb«itiunfähigk«it ihre Krankenveriicberung zu v«TStindigen, daß Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Der Versicherte muß bei Inanspruchnahme des Ka«a«B«nttea Ihaa di« Kranken-sch«ine überg«b«n und hat vom Arzt den Teil A des Krankenscheines mit den Eintragungen des Arztes zurückzuerhalten. Diesen Krankantchaln muß der Versicherte sofort an die Kr«nk«nv«r-Sicherung rtJb«rl«ttungt«telie für 8o-/sialversicherung oder deren Nebenstellen in Cilli, Pettau, Bdling«n-Saw« und Windtschgrai) «insend«n oder dort abgeben, womit di« Krankmeldung «rstat-tet iat. Wenn der Versicherte nicht sofort «InaB Kr«nk«Bich«ln b«-achaff««! k«nn, dann kann «r d«n Arxt um Autfolgung «in«r Arbeitsunfähigkeits' beachetnigung ersuchen und ■uß dies« sofort aa di« Krankenversicherung «in-^ send«B. In außergewöhnli-I chen Flllen kann di« y Krankmeldung auch mittals Poetkart« od«r •in«8 Brie-~ f«f an die überleitungsst«!!« «rstattct werden. Im Streitfall« hat dar V«rslchert« nachzuweisen, daß die Krankmeldung rechtzeitig «ritattet wurde. Bei mündlicher Krankmeldung bei der Krankenversicherung ist es daher zweckmäßig, eine Be-stfttigung darüber tu verlangen. Der behandelnde Arzt ist nicht verpflichtet, die Krankmeldung bei der Krankenversicherung zu erstatten. Langt die Krankmeldung nicht innerhalb von tdrei Tagen bei der Kranken->erslcberun^ ein, dann verfällt dar Anspruch auf Krankengeld bis zu dem Tage, an dem die K^'ank- „ „ , ^ , ..... . . meldunq bei der Kranken- PK-Kn.oberlr».t.r H.ik.nb..h ISeJ.) Versicherung eingegangen * überall bewährt sich der Unferolf1/.i«r An dieser Stelle befinden sich die Stellungen des Feindes knapp 100 Meter entfernt. Hinter der Blende aus Tannenzweigen werden di« Bew«gung«n des Feindes aufmerksam verfolgt ist. Bti Ortflwechs«! t«t im Srkrankungsfall« onr mit Zustimmung d«r zQstän- dig«o Krankenvarsicherung füberlei-tungsstelle für Sozialversicherung oder deren Nebenstellen) zulässig. Bei Ortswechsel des Versicherten ohne Bewilligung der zuständigen Krankenversicherung wird kein Krankengeld gewährt. Besooders ist auch dia Rückkehr eines Arbeiters oder Angestellten, der auf einem auswärtigen Arbeitsplatz eingesetzt ist, in den Ort seines dauernden Wohnsitzes b«i Erkrankung an die Bewilligung der zuständigen Krankenversicherung gebunden. Das Krankengeld iat wöchentlich bei der zuständigen Ktankenversicherung oder deren Nebenstellen tu beheben, oder es wird auf Ansuchen des Versicherten, unter Angabe der genauen Anschrift, von der Krankenversicherung zugeschickt. Bs muß für jede Auszal^ lung ein vom Arzt ausgestellter Auszahlungsschein bei der Krankenversicherung vorgelegt oder eingesandt werden. Außerdem muß der Nachweis über die Mitgliedschaft zum Stelrischen Heimatbund bei der Auszahlung des Krankengeldes nachgewiesen werden. Auch ist die Arbeittverdlenstbaschelnigung das Betriebsführers mit der Krankmeldung mltiusenden. Auf jeden Fall muß sie aber dem Auszahlungsschein für das Krankengeld beigelegt werden. Da die Auszahlung dies Krankaogel-des von diesen Bestimmungen abhängig ist, ist ihre Einhaltung im Interesse eines jeden krankenversicherten Volksgenossen gelegen. Der letzte Weg eines treuen Untersteirers In Hohenberg bei Packensteln, Kreis Cilli, wurde am Montag der voa feigem Banditengesindel ermordete Verwalter Maximilian Polschak mr letiten Ruhe bestattet. Eine große Menschenmenge, der Musikzug der Wchrmannsehaft und die Arbeitukameraden de« Totea gaben dem treuen Untersteirer das Geleite, unter ihnen Kr«isführ«r Dnrfm«i«ter, der sich am offenen Grabe vom toten Kameraden verabschiedete. Treu und unerschrocken, führte der Kreisführer aus, hat Polschak sein« Pflicht «rfüllt. Sein Opfar ab«r bleibe nicht vergebens. Einmal wird d«r Tag kommen, der mit d«m Utzten Rest des Bolschewismus abrechnen wird. Während d«r Sarg mit den «tsrblichen t^bcr-resten de« toten Kameraden in das Grab gesenkt wurd«, spielte der Musikzug das Lied vom Guten Kameraden, Der Krets-führer, der Ortsgruppenführer and die Arbeitakameraden legten Kränze am Grabe nieder Stumm verharrte die Bevölkerung einige Minuten im letzten Gruß an einen ihrer Besten UttU: Das Geheimnis um Dina Rauch C«p)rt(ht by Albwl Lanf*« — Otorf MUlUr-VarUg MSnrk*«, M. Fortsetzung Abar für Hall« beatond nicht dar geringste Zweifal, daß Dina Rauch die Empfängerin gewesen war. Ein« andere Kollegin kam garnicht in Prag«, denn dieses Kostüm war eigens für Dina angefertigt worden und außer ihr hatte es ni«mand getragen — weder vorher noch nachher. Man roch noch d«n Kampf«r. g«ruch d«r Klaid«rkamm«r, in d«r «s all di« Monate unbenützt gehängt hatte. Niemand als Dina Rauch konnte diesen Brief htnt«rlassen haben. Er war vermutlich in großer Eile eingesteckt wor-den, achtlos zusammengeballt. In der Hast des Auftretens vielleicht oder ~ aus einem anderen Grund . . .? Hellas Herz begann rascher zu schlagen, Sie erinnerte sich plötzlich, daß Bert Rainer ihr von einem leeren Briefumschlag gesprochen hatte, den er an Jenem verhängnisvollen Abend aul Dinas Schminktisch hatte lieqen sehen und Her der Anlaß seines Irtyten Streites mit der Geliebten geworden war. Ob dies der Brief war, der zu jenem Umschinn qt»-hört hatte? Lind wenn — warum hotte Dina ihn dwnn so flnqslljth vor Riinei versteckt, da e.* sich doch otlensirhtMch um keinen Lfebe'brief handelte, sondern . »Wenn Ihnen llire Karriere am Her- 2«D liegt« — daa klang ahar gcschait-hch. Und weiter . . .f Hella Spielmdnn hob das Blatt noch einnwl unter die Lampe, um sich den Inhalt genau«r einzupiagaix. Im saiban Augenblick hörte sie dia Mausamana zurückkommen. Einer instinktiven Ragung folgend, verbaig n« den Brial in ihrer Handtasche. »Mach' schnall, Miuatn, ich büi schon dar reina Biaklumpan«, klagt« si«, um ihr nervöses Zittern vor d«r Alt«n zu rechtfertigen. Si« konnte «a kaum erwarten, bis die Anprobe vorüt>«r war und M« in ihren Mantal schlüpfen durfte. Fast laufend hastet« il«, di« kUlne Wildledertasche gegen dl« Brust g«-preßt, durch d«n nä>«lig«n Wintermorgen, der die Stadt in «in freudlos-frostiges Grai« hüllte. Sie kam sich vor wie ein Dieb, der eine kostbare Beute in Si-cßerheit >u bringen hat. In ihrem Kopfe Jagten sich die Gedanken. Dieser Brief — wo, wie und wann hatte Dina ihn erhalten? Vor allem; wann. Darauf kam es an. Davon hing alle« ab . . . Zu Hause angekommen, verriegelte sie die Tür ihre» Zimmers und breitete ihren Fund auf der Schreibtischplatte vor sich aus. Sie nahm sich nicht einmal die Zeit, den Mantel auszuziehen Immer wieder las sie den Brief — aufmerksam, Wort für Wort. »Verehrtes gnädiges Fräulein, Sie sind 7U schfide für di^'se^ Provinztheater Ich habe Ihnen einen Voischlag zu machen Wenn Ihnen fhie Karriere am Herzen Merft, sn kommen Sie heute nach der Vorslr'lunq zu einer Besprechunq ru mir. Ich erwarte Sie bis ',$12 Uhr mit meinem Wageu Ecke Ritlsteig und Go-stingerländ«. Es liagt in Ihrem «igenen Interesse, üb«t diei>eo Brief vollkom-menes Stillschweigen zu bewahren. Auch meinen Namen kann ich Ihnen nur persönlich nennen. Haben Sie dennoch Vertrauen und kommen Sie.« Hella SpieLinann schob das Blatt von sich und starrt«, das kinn auf di« g«-falt«n«n Händ« gestützt, varsunk«n vor sich hin. Ihr« Autregung war allmählich verflogen und ihr Verstand begann wieder freier zu arbeiten. Je länger sie nachdachte, umsomehr befestigte sich in ihr die Ub«tz«uguiig, daß dieser Bri«t d«t unmitt«lb«r« Anlaß zu Dinas V«r-schwinden geworden war. Zwar der wichtigste Beweis dafür, daa Datum fehlt«. Aber der ganze Inhalt der Briefe« ließ kaum eine ander« Deutung zu. Wenn man von dieser Voraussetzung ausging, stimmte auf einmal alles: Dinas sonderbare Gereiztheit an jenem Abend, ihr auffallend zerstreut'^s Spiel, der hastige Umzug zuhause . . . Sogar die Tatsache, daß sie m ihrem geheimnisvollen Gang ihr schönstes Abendkleid angezogen hatte, erklärte sich jetzt. Bisher halt« gerade dieser Umstand Hella an einer vorsätzlichen Flucht der Kollegin zweifeln lassen. Auf die Reise geht man nicht in Abendtoilette —■ gewiß. Aber mußte denn diese Flucht unbedingt eine vorsätzliche gewesen sein? Bestand nicht auch noch eine andere Möglirlikeit, nämlich die: daß Dina bei ihrem Weqgrhen von zuhause selber noch keine .^hnllng davon gehabt hatte, wohin dieses nächtliche Abenteuer sie führen würde? .Mle« sprach dafür, daß sie den Absender des Briefes nicht einmal gekannt hatte Dann konnte es nur so gawasan saio, daß sie den Entsohluß, alles hier im Stich ru lassen, erst später, erst im Laute jener seltsamen »Besprechung« gefaßt hatt«. Wer aber war der Mann, dem es in w«nigan Stunden gelungen war, ein kluges, willensstarkes und keineswegs vertrauensseliges Geschöpf wie Dina Rauch zu einar so ongewöhnlichen Handlung zu bastimmao . . .t Hella Spialmann griff nach dar Lupe, di« neben ihr auf dem Schreibtisch lag, und ließ sie über die steilen, kurz abgesetzten Schhftzügen gleiten. Sic hatte einen gewissen Instinkt für Handschriften und war gewohnt, sich darauf zu verlassen. Irgend etwas in ihr sträubte sich gegen den Gedanken, daß der Mann, dem diese Schrift gehörte, ein Verbrecher sein sollte oder auch nur der Mittelsmann irgendwelcher Verbrecher, die etwa mit Hilfe dieses Briefköders Dina in ihre Gewalt gelockt ha beo mochten. Diese Handschrift war ohne Zweifel die eines geistig höchste henden Menschen — eine bei aller rücksichtslosen Rnergi«, die sich m ihr ausdrückte, außerordentlich kultivlertei, wenn nicht geniale Schrift, Auch die ganze Schreibwelse, die sachlich knappe, gebieterische Form, In der der Brief gehalten war, lieft auf eine starke Persönlichkeit schließen Ein gioßer Manager vielleicht oder irgend ein reicher Mäzen? So etwas kam vielleicht doch nicht nur in Romanen vor. Je<]enfnlls kein Mann der Unterwelt, das stand fest Leute aus diesen Kreisen schrieben einen andern Stil und sie benutzten auch bestimmt keine so vornehm-schlichfrn Briefbonen wie dieses FlfenbeinTVipier, Nein und neml Hella schüttelte ent- schieden den Kopf. Ihr« Wangen brannten vor innerer Anspannung. Hs kam ihi in ihrer jugendlichen Selbstsicherhait garnicht in den Siim, daß ihr grapholo-gisdier Instinkt »ie auch schon manchmal getauscht hatte und sie auch in diesem Falle irreführen konnte. Wenn sie jemals gegldubt halte, daß Uina RaucÄi «inem Verbrechen zum Opfer ge-faJlan tai — jetzt glaubte si« es ucht mehr. Dann freilich blieb nur noch die eme Auslegung, daß nie — wie Bert )a von jeher angenommen halt« — in jener Ndchl freiwillig davongegangen war und ihre Liehe einem ehrgeizigen Abenteurer geopfert hatte. Und diese Vorstellung war für Hella« Empfinden beinahe noch unfaßbarer und badrückender als alles andere. Erschaudernd legte sie das glühend« Gesicht in beide Ilände »Armer Bert'« murmelte sie vor sich hm. Eine Träne fiel zwischen ihren Fingern hindurch auf das schöne Elfenbeinpapier. Sie trocknete sie mit dem Taschentuch fort. Dieser Brief — ging es ihr schmerzlich durch den Sinn — warum hatte sie ihn nicht schon vor elf Monaten qefurftlen, wo er für Rjiners Schicksal noth von Wichtigkeit gewesen wäre? Warum erst jetzt, nachdem seine künstlerische Laufbahn bereits zerstört war, nachdem er alles hatte auskosten müssen, was es an Haß und Neid und menschlicher Bosheit qab? Dieser Brief wäre »inr schlagendste Beweis fiir seine l'nsch ild gewesen. Jpt7t war er so gut wie ge-grnstanf!slos — durch die Zeit und die Entwicklunq der Dmge län^ist überholt. Ein ziemÜrh nnriilimliches Stück Men-schengpsihichte — sonst nichts--- 1 ^ ^''vrnmer 138 * Dicn?ta*«r T*« ^r-rt 7'''YT*'yri Hauscbgiit Jazz I N in irdg in Mai bürg D OHÄtati. den 19, M-u, *pnr)U M/ix NW'U trn RÄch, dflft Orr I«;?. von N>gcrka- pfJl^n in drn Sp<'liitikrn piniq^'r dmrri-Ion srhff HAlciistnfll^ gpspiolt winde, um drtnn Hl d p ticsellschAft elnru-drm^'en. 1918, al«o im Ictrten Kriegsjahr, fat er vom »Cdsiiio de Paris« seinen Aufruf des Reichswirfschaftsministers Satnmclaklion zur Verbreiterung der deutschen Rohstoffdecke In der Zeit vom 21. Mai bis 12. Jtini findet im ganzen Reich upd somit auch der Untersteiermnrk eme Samnilunn von AUkleidunq. Altspinnstolfoii (Lnmppn) und gebrauchtem Schuhwerk statt. Wip bei jeder bisherigen Sdmmeldktion wird auch diesmal das Unterland seinen Beitrag leisten. Zur Befeiligunri an dieser ,l,r Well .n. Der r lifO R«ch wrlschatlsmin,- J„7 hal m.l d«in Vcts-illet Frieden»- sin, P.mk lolqcm^n Aufruf. VM r,, d,.s e...f dali für "T" h !rncjJn f>.,d. i'ttine Zpfiiürbuugsprozesse arltrem-d^n ijrspinngs pnd somit artfremder Kultur SU hern, um ii f ht die Quellen sei-ppr Krflft 7.11 vorsi hutten. Der Vortrag lindpt im Festsnn! der Obetsrhuie, Taurivikrrslraße 9. statt und wird durch SchaltplcitleJiinusik erläutert. m, Prlelrhterungen im Versand sper-riflnr Por.lpaketc. Dfs Rpichsposfmini- eriu;n priPirhtßrt diP aus Grund'^n dei Kr''c;-.'A-iriS( h'ift notwendige Versen-diing von sp<^rrigrn P. ketcn größere. ,\hmessunr,-pn rnit t'pr PoFt dadurch, daH k'inftig von der Pnstbeförderung Paket-«■^ndunf.'pn prst ausqp«!'"hlosspn werdpn, wpnn sie m irgend einer Ausdehnung 2.')0 m v'bersi-hreiten. Ferner wird die Finsrhrankunrj der Versendung sperriger Pakete auf Sendungen von Behörden oder im Auftrag von Behörden wieder aufgebob'in, so Bescheinigungen ri»r Paketllcrerer hierüber künftig nichl mehr verlangt werden. Ausgesrhlosser. von der Versendurig mit der Post bleiben weiteihin Sendungen, die eine be-■onderii sorgsame Behindlung erfordern wi« z. B. nifht in starke Kovbgeflechlr oder Kisten verpackte nefäRe aus Gins odei wenig widerstandsfohigrm Metnll Ziigelnssen wcnlen sperrirje Sendungen mit Ipbonr^en Tieren, mit Brutpiern, mit Pöntgenröhrrn, Quor/brennern und an Heren Heilgcrriten. Wir verdunkeln Im Mal von 22 his 4 Uhr nisationen und Belritbc, die keine kriegswichtigen Aufgaben zu erfüllen haben, winden stillgelegt. Dadurch wurden Ar-beilskrfifte Rohstoff und M.ilerial zum unmittelbaren Einsatz für Front und Rüstung freigemacht. Im Zeichen der totaU'U Kriegfühlung kommt es nun dber auch darauf an, neue Rohstoffreserven zu erschließen, die — im kleinen für den einzelnen von gcnngem Wert — in der Zusammenballung lu einem Cemeinschaftszweck von nicht zu unterschätzender Bedeutung sind. Wieder und letzt erst recht müssen unsere Soldaten gut und zweckmäßig ausgerüstet weiden. Die zur Rüstungsindustrie strömenden Volksgenossen müssen mit Arbeitskleidung und ArbeHssrhuh-wprk, Millionen europäische, füi die deutsche Rüstung tätige Arbeitskräfte neu eingekleidet werden, dimit Gesundheit und Le.istung erhallen bleiben, Bisher hat »ich das deutsche Volk noch in jeder Phase des Krieges hart, entschlossen und opferfreudig ge<;eigt. So wird weiterhin jede Maßnahm* im Sinne nationalsozialistischer Gemeinschaft und Selbsthilfe die lelzten Hoffnungen unserer Feinde auf ein Erlahmen der deutschen Widerstandskraft zuschauden machen. Wieder rufe Ich «IIa deutschen Volksgenossen tiud Volksgenossinnen auf, alle im eigenen Haushalt irgendwie entbehrlichen oder nicht mehr gebrauchsfähigen Spinnstoffwaren, Lumpen und Flicken, Altkleidung, Wäsche sowie Schuhe und Stiefel jeder Art zur Spinnstoff- und Schuhsammlung 1943 zu spenden. Durch die mit diesem Appell eingeleitete Sammelaktion wird das deutsche Volk, davon bin ich fest überzeugt, der deutschen Wehrmacht und Rüstung in reichem Maße neue Textll- und Leder-rohstoffe für Kampf und Sieg zur Verfügung stellen. Berlin, den 15. Mai 1^43. gez. Walter Funk, Reichswirtschaftsminister.« Erinnerungsstücke der Siebenundvierziger Wie in Erfahrung gebracht wurde, befinden sich in Marburg noch Gegenstände von hpevesgesrhichtlichem Wert, insbesonders Bildnisse aus den Beständen der nach dem Umsturz 1918 in Marburg zurückgebliebenen Sammlungen des ehemaligen k. u. k. Infanterieregiments Nr. 47 in privater Obhut. Personen, die noch Erinnerungsstücke der Siebentindvierziger In Verwahrung haben, oder über den Aufbewahrungsort solcher Gegenstände Aufschluß zu geben vermögen, werden hiermit aufge-'ordert, dies ehebaldigst dem Wehr-'•nichtstandortSItesten in Marburg-Drau Frlpdrich-I.udwig-Jahn-Plntz 4, bekannt-"uneben Sfort und Turnen Die Leichtalhletik-Kreismeisfcrschaftcn Am 6. Juni erster Kampftag auf der Aschenbahn noch nicht vollendet haben, nicht teilnehmen können. Um die l.eichtathletik-Kreismeister-schdften interessantei und die Beteiligung möglichst zahlreich zu gestalten, wird die Punktewertung angewendet werden. Sie wird d\irrhgeführt; 1. bei den Kreismeisteisrhaften der Sportabtethngen untereinander und als die Punktezahl des ge Die hPiirigen Leii htdthlpfik-KreismHi-Irterschaltpn m der l'ntnrsleiermark werden rim 6. Juni ausgetragen. Für den Kreis Marburg-Stadf i'St Verönstalter dir Sportgemeinschaft Marburg, Abteilung Rapid. Es gelangen folgende Disziplinen zur Austragung: Männer: 100 m, 200 m, 400 m, flOO m, t.^00 m, .SOOO m-Lauf, 110 m Hürden, Hochsprung, Weitsprung, Stobhorh-Sprung, Diskuswurf, Kugelstoßen, Speerwerfen, Hammel werfen, 4X100 m-Staf-fei. Frauen: 100 m T.auf, 10 m Hürdpn, lloch-iprung, Weilsprung, Kugplstpßen, Disku^'Werfen, Speerwerfen, 4X100 m-Staffel. Die sechs Besten in jeder Disziplin (aus allen Kreisen und na'h Leistungen gemessen) treten 7Ui 2. iinfersteiiischen Meistersch.ift an, welrhe iim 26. und 27. .luni in C.illi stdttlinHpii wird. Mit der Durchfvihruiig dieser Veranstaltung ■wurde die Sportgemeinschrtft Cilli, Fach Leichtathletik, betreut. Die Veranstaltung findet auf der Testwiese in Cilli statt. Die zv'cj Sieger in jeder Dis.'.iplin slar-len #o(l nn am 10 und II. Juli in Graz bei der Gaunieistersrhafien Alle Kampfe werdpn nach den NSRL dur( hgetiihrt dar Personen, die das IJ^. Lebeiisjah Lorenzer Frauen für unsere • Soldaten Dl« Frauen der Ortsgruppe Lorenren am Bachern entfalten unter der Führung der Orlsfrau Franzi Nowak auf allen Gebieten eine rege Tätigkeit. Neben den vielen Arbeiten, die sie für die Oitf-gruppe »elbtt leisten, vergessen »le auch der Soldaten nicht. So wurden vor kurzem die Verwundeten des Resetvelaza-rette« Marburgs beschenkt. Hierbei flber-reichten ihnen die Lorenzer Frauen unter anderem 1300 Zigaretten, 36 Kugelhupfe und Milchbrote, 33 Kilogiamm Keks, 70 Kilogramm frische« und gedörrtes Obst. 12 Liter Wein, zwei Liter Sliwowitz. Außerdem wurden 20 Kilogramm Keks für die zur Wehrmacht eingerückten Lo-renzr zum Versand gebracht. na. Postpakete nach der TOrkal. Dei Postpäketdienst nach der Türkei hat wegen Anhäufungen von Brief- und Paketposten nach der Tü'kei und darüber hinaus an d-r türkisch-bu'garischen Grenze voV.übergehend gesperrt werden müssen. Sp'Jnocfreud'ge Heimat \) t am Iß .\pril durcbjjrfübrtc erste Hausrimrr.ling Hes Ki'icjjshit'swcrlic» für das Druliche Rote KrruT hatte ein vor-laufijjc» Frjjihni* von 54 0^3 916.23 Reichsmark. Bei der (•leichen Sammlun|i des Vorjahres v.urHen 43 #*22 462,36 Reichsmark aufiicbraclit Die Zujialimc beträft somit 10 471453,87 Reichsiridik. d<»s sind 24 V.U. • Kleine Chronik m. Tode»(Älle. In Marburg verschieden: Der 34 Jahre alle kduimdiiniM he Leiter Blaschitz aus der Schillerstraßet der 43jährige Postbetriebsassistent Johann Duler aus der Kärntnerstraße und der bei einem Motorradunfall verunglückte 27jähri9e Kraftwagenlenker Konrad Leskowar aus Thomasberg bei Pet-tau. — In Cilli verschied im Alfer von 63 Jahren die Private Anna Lawiinz. — Ferner starben in Eich-Mauthdorf bpi Kapellen die 83 Jahre alte Private Anna Rantdsrhd geborene Murnauer und in Franheim die 60jährige Josefine We-siak geborene Katz. m. Verteilung von TrockentrOchten. Die Reichsstelle für Garten- und Wein-bauerzeugnisse wird im Auftrag des. Reichsernährungsminlsters Trockenfrüchte und Schalenobst (Nüsse, Traubenrosinen, Sultanas sowie getrocknete Aprikosen und Pflaumen) in einer Menge zur Verfügung stellen, die es ermöglicht, jedem Verbraucher im Reichsgebiet einmalig 125 g TrockenfrOchte oder Schalenobst zuzuteilen. Zeltpunkt und Verfahren der Zuteilung werden jeweils örtlich geregelt. m. Verkehrsunfall. Auf der .Stratle gegen Gams bei Marburg wurde die 46-jährige radfahrende Angeitelltensgattin Theresia Ortan aus der Hacklgasse von einem Kraftwagen erfaßt itnd zu Boden geschleudert. Sie erlitt mehrere schwere Verletzungen. — Bei einem Sturi vom Heuhoden zog sich der .37 Jahre alte Landwirtschaffsgehilfe Alois Puscheniak aus Schetanzen, Gemeinde Malenherg, einen Schultergürtelbruch zu. — Durch Fohrradsturz erlitt der 32 Jahre alte Schmiedgehilfe Ignaz Draxler aus der Lembacherstraße in Brunndorf eine Durchtrennung der Ader an der rechten Hand. — Beim Messen von Gewinden glitt der 32j8hrige KontroIIor eines Marburger Groflbetriebc« Franz Schi-schek aus der Hans-Sachs-Gasse mit der Hand aus und erhielt daliel eine tiefe Schnittwunde. — Die Verunglückten befinden sich im Marburger Krankenhause. Wir htiren im Rundfunk Dicn«ta|, IS. Mai RcichiMBilaii D«r BtrkM ztii I.af«. 15.JI1 . 16. Knah, |l«vrin»nn, h{«a( (Soliattnkoa-irrl)i 17f Aiit Niinlaii Op«r »Mariana«. 17.)S Itil 18 Ktin^rndrr GruH am Kfinilibarl. IR.M Kit 1'; Drr Zritipic|(el, l'IS—1'.30! Fronlbcrichta. 20.15-Ü! Ilkndel-Sunair, Motarl-Slntoiiie. 2t—Ws Wlrner tJnlrrhallundanimik. Daataeh'aadMBdari 17.15—18.30! Von Hindal bit Cttclla. 2n.1)>-2l! UnlfrhaUianic Klelnilkaitr«. >1 — 22: «F.inc Stund« ftir dicha, S«rd«r Alp«ai 6.15—7: Rtichwinjtar Mor(«a. l'.l5-l''.45i Vnlliitumtt«ndun|. 21^ 24: Dt« lilim-Ifrnd« Brückt Dai hlingcndt Kalridnilinp. m. Vom Darliboden lo den Keller gestürzt. Die 21 Jahre alte Kleinbesitzers-toihtcr Paula Watschownik aus St. Pli-mon bei Hohenmauthen verrichtete die üblichen häuslichen Arbeiten am Dachboden. Durch einen Fehltritt stürzte sie durch die Stiegenöffnung, schlug auf das Geländer der Treppe auf und fiel dann weiter in den Keller, Das Deutsche Rote Kreuz überführte die Schwerverletzte mit einem Bruch der Wirbelsäule in das Marburger Krankenhaut. m. Für Adoptionen Jetzt die Gauadop-tioasstellen lutilndlg. Zum Verfahren bei der Vermittlung der Annahme an Kindesstatt hat der Reichsinnenminister einen Erlaß an die nachgeordneten Behörden gerichtet. Darin wird bekanntgegeben, daß seit dem 1. April 1943 die Reichsadoptionsstelle im Hauptamt für Volkswohlfahrt keine Vermittlungstätigkeit mehr ausübt. Sie ist 8usschlieB> lieh Führungs- und Ausgleichaetell«. Die Ober mehrere Gaue binausreichen-den Dienststellen der Reichsadoptionsstelle sind aufgelöst und an ihrer Stelle in allen Gauen Gauadoptionsstellan als nunmehrige Dienststellen der Reicht-adoptionssteile eingerichtet worden. m. Wann dflrfen Kinder !■ ladeng»* schält bei Belnigungtarbeiten helles. Nach dem Jugendschutz^eselx dürfen volkMchuIpflichtige Kinder Ober 12 Jahre mit leichten Arbeiten im Haixleltge-werbe beschSftigt werden. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat klargestellt, daB Reinigungsar-beiten, mit denen solche Kinder in einem Ladengeschäft höchstens eine Stunde am Tage beschäftigt werden, «u diesen leichten Arbeiten zählen, soweit tie im allgemeinen auch von Lehrlingen tut-geführt werden. Dagegen fällt die Beschäftigung von Kindern mit Reinlgiinge-arbeiten, wie sie üblicherweise von Er> wachsenen tn gewerblichen Betrieben verrichtet werden, nicht unter diesen Begriff. Wirtschaft Kampfplatz Weif Wirtschaft USA-Wirtschaftspolitik gegen England in Südamerika Die robusten Ausheutungsversuche der' an^pannun| seiner Industrie und des lu- I England bereits 194t, die Pscht- «od Sr hlußwprtung ' in den {.ändern des" Empires sind nehmenden Tonnageman^els die Bedürf-| Leihlieferungen aus Nordamerika nicht »U samten Kreises (dabei wud jeder leil-, ......- ____—--------------Konkurran« HU sannen »ucutM w i. v... . , einiitfen Bestrebungen, den nohmer ohne Rücksicht auf Platz Q^^er-, Verbündeten aus allen sei- nen wirtschafts- und militirpolitiscben tet), 2. bei der unterstelrischen Meister- srJinft Punktewertung der einzelnen Kfei? rpo fit Machtbereichen in der Welt *u ver-drän|{en, in denen er so lantfc herrschend war. Wo überall der Dollarimperialismus am Werke ist, Einfluß cu gewinnen, ist er darauf bedacht, England aus seinen allen Wirlschafts-positionen zu verdränifen und sich an Kreise. Die Vorarbeiten für d'e Abhaltung der Kreismeistersrhaft in Marburg sind bereits im vollen Gange. Das genaue Programm brinr^en wir noch. Noclimnls wiid betont, daf^ bei den ' seine Stelle lu setzen. Ein markantes Kreismcisterschaften jeder Leichtathlet I Beispiel hierfür bietet Südsmcrika, ein teiincbmnn kann und soll, der im Krris-j Lindorkomple*, dessen Wirtschafts-gebie* seine Wohnung hat, nur muß er der Sportgemeinschaft seines Wohnortes beitreten, ferner, drtß er das 18. Lebensjahr vollendet hat. Anmeldungen haben bis spätestens Mittwoih, den 2. Juni zu erfolgen an: M-irburn, iple kraft als Abnchmergebict nordamcri-kaniacher Ausfuhrprodukt« US-Amerika seit Jahren für sich in Anspruch zu nehmen bemüht ist. dessen Roh-atof{([üter seit Verlust der ostasiatischen Rojistoffqucllen in runehmen- Hpstimnuinrjen des I Sporlgr ineinschaft Mdrburn, Abteilung 1 dem Maße den Dienst der USA-mil der Ausn.bn^r, I u^puP}-) ../• W -pide« , Kr,eÄsw,rtschaft eindespannt Warden ^bnns.ahri Dr. Jetlmar, MellingersIrdOe 11. i Sowohl was "»n« Ausfuhr- wie Ein- U8A Snsi/m ms. ,^At/$fuhE tinfuhf ntinm im mi Konkurren« gegen die emtrikaoitche Wirtschaft auf fremden Mlrkten einzusetzen. Ein prozentualer Vergleich der USA mit den englischen Anteilen am Außenhandel der ABC-Staaten (der nen-genmIQig in den Kriegsjahren ae sieh stark turQckgegangen ist) ergibt eis charakteristisches Bild des Wirtschaft« liehen Vordringens der USA auf Kosten seines englischen Verbündeten, vor allem in Brasilien und Chile. X Aas der kroattschea WlrtschefL Das Interesse der kroatischen Wirtschaft fGr die am 10, Mai cur Zeichnung aufgelegten Kassenscheine in Wirliclialtaakiire: Dchacn-Dienet Wiener Fußballer nach Marburg Die Abt. Rapid der SG Marburtf hat ■ lieh in diesem Jahr eine Reihe von Gastspielen promin'T.ter aiiswärlijjer Mannschaften in ihr \X e1l\nmf)fprortrnmni «uljenommen. AU erster Gast kommt der Wiener Post.*portverein nach M.irburiJ, der bereits am konimertlvn SonHaij ein Freundsrhaft.sspiel tiefen Rapvd-MarburjJ austragen wird. i*er Auftritt der crslcn Wiener Mannschaft n diesem .T i^hr in Marburg, die fihrijjens rur ersten Wiener Gauliga gehört, diiiMe .sich ^rwiR r.ii einem erstranjjitjen fu'^V'allsportlleiten Ereignis für die Draustadt jjeslallen. Eröffnungsrennen Her Marbur^er »EdclwciÖlcr« Vergtinfipnen .Soniil'iri iMii M l'hr stdt t^'ten die Fdh'er der R^df.ih'ei.ibfe;liinrj -.Brleiweif^» der Sportneineinsrhrtlt Mnr biirg zum ersten Pennen m d^r b'^ur" rjen Radfehrsaison. I>er Keniiieiluni meldeten sich sieben Trihrer, flie rÜp 4 Kilometer lange Slr^'kn Mirbirgi Wasserwerk •— FrtnilT'irM — Kranichi fpid — Haiflln - NiknUn in rtusne/ptrl' nf^l^r Zeit dufchliihrrfi. Die nrgcbniss" Wfiren folgend» 1 Gretjon»«'h Job inn 1 l.)27 2. Gre goritsrh Jo«:ef I 11'2?' } '1 Nt'iS'li'^r' Ludwig l.l.1;.';4. 4. SrhUig Rr.ris 1.1') 2V t.okar Franz l.l'»21, 0 Kosrbnt-/ An ton 1.21:12. Das R enrien v.'iirde ohi:' Zwisrhenfftll dwc hgef-ilut Die .S'ciifi eh/ung fiind im Grr.thof Wrn't in N' kniai slflit Von Tschammcr-Kampfbahn der BT Die Perlmer 1 uinfrs^h-itl tiib tr rin .Sfinntag aus AnKiß dres fjOifih 'f,fr Br s'ehens eine Lei.u vcr/.ci' Imrn. Hockeymeisterschaft der Männer nisse Südamerikas nur lußerst gering zu befriedigen vermag. Eine Sicherungsklau- fuhrwirtschaft betrifft, hat der Yankee ! auf die Drosselung des britischen I Handels mit Südamerika eingewirkt, wobei lu beachten ist, daß Roosevelt-Der oflmdl.ge deutsihe Mflister Ber-| Amerika auf Grund der starken Kriegs- sei im Pacht- und Leihgesett verpflichtete liufir SC wurde in dei Zwisrhen-'unde Ir ^ Leiprig 1:0 10 Ol besiegt l;l-Unentschie. ien S'blof\ dio Pefiegnunrt /wischen Efson unfl [ ieidelbern. Uhlenborsler HC )lifli gcien .lenii mit 7:1 (2:01 und TV ')7 Sarbrcrh.uisr n mit 5;l eifolrimirh Blutdurst und Grausamkeit Die Gi-undrüj^e jüdischen Wesens — Was die Geschichte lehrt , Die ganze Welt steht noch unter dem HoCKCVniCISterSCrait Eindrmk des jüdiscli-bolschewlstisrhen At>r Frniion 'Mordes an den 12 000 polnischen Offl- " j j. j 1 T.ieren im Walde von Kalyn. Es ist uns In der Z*«.ischenrunde um die deutsche unfaßbar, dab Mensrhen so sinn- f^rauen-Hoi kcynieisterschaft (jab es ziem- grausam sein können. Wenn wir In lieh er waltete Resultate. ASC Leipzig un- Geschichte des jüdischen Volkes lerhg de_m Berliner HC mit 1:4, Würz- nachbMt'ern, finden wir, daß diese ab- bu'ficr Kickers^ schlugen RSG Stuttgart giundtiefe Verworfenheit eine typisch 2:1, Kölner IlC bezwang den SC 1880 jüdische Eigenschaft Ist. Schon in der frankfurl mit 1:0 und die Meistercif ^iipn jüdischen Geschichte beschwatzt TlIC llnrvesteliudc war über den DSV 78 Hannover mit 4:1 erfolgreich. Die Sieger kommen in die Vorschlußrunde. ; Klinten anrh In SaUburg biegreich. Nachdem d.e Kdrntner Hrindball-G«u-.niswrihl voi N l agen in Klcigenfurt über dse Sdl/burger Vertretung mit 13:7 Toren eriolgreirh bleiben könnt«, n"h »'s diK h im Rückspiel in der Sal/.ichstrtdl eiufii S e(). Die Kärntner gewannen nach spannendem SpieUjcsi heben mit '):fj (1:1)1 Ticllern ; Wiener Soinmerbewerb begann. Im Wienei F'ulHjdllspurt wurde dei Somiuer-'m'wciI) der fühlenden Miinnschdlten mit den Jipielen rier I. Runde eingeleitet. F's gf.l) /V Doppelveransldltungn, wobei mil b.MlO Zmfluiurn der Besuch weit 'iintei fliT 1:1 w.irtiingen /uiüfkblieb. Zur Giu^jpr A /cihlten die ?piele Ff- Wien— Aiit» rit) und Admira—fMorid?diirfer AC. Die Auseinandeisetrung /wi.s( hen den beiden P'ii»ridsdorfer Miinnsc h«l(en tiug den AMiletjke'n einen überlegenen 4 l (1 0( Sr g e.n, wahrend PC W r>n und Auslrirj 2:2 |2 0) spielten Dit; D-Giuppe beguiin den Bewerb mit einem 2:1 |1 l)|-flen rj e Reif~hsb.ihn SG über den \V .eper wflh ' n (.M iJ.M die Jüdin Esther den Perserkönig Ahas-ver, 5000 P'^iser umbringen zu lassen. Und diese Untat wird von den .Juden bis heute als Purimfest gefeiert. Im Alten Testament wird eine Fülle jüdischer SrheuBlirhkelteD aufgezählt, die die Juden TU ihrem »Heldenzeitalter« rechnen. Bekannt sind ja die jüdischen Gemeinheiten In Pfllästin« und ihre Schandtaten bei der Einwanderung nach Palästina. Kein Wunder, wenn die Juden bei den Kulturvölkern des Altertums, den Griechen und Römern, verhaßt und verachtet waren. Trotrdem waren die Juden von einet geradezu unfaßbaren Aufgeblasenheit und Verbohrtheit und von einem Dünkel anderen Völkern gegenüber und von einer Unduldsamkeit, dio ihresgleichen sucht. Als Palästina dem Römischen Reich eingegliedert war, kam es nicht zur Ruhe Unter Kaiser Vespa-sian brach ein gioßer Aufstand aus. Natb Im Jrthre 116, also nicht einmal ein halbes Jahrhundert "nach der Zerstörung von Jerusalem, erhoben sich die Juden im östlichi'n Mittelmeer wieder gegen die römische Regierung und wollten einen jüdischen Sonderstaat gründen. Alle dort wohnenden Römer und Griechen sollten vertrieben werden. Die Bewegung griff bis auf Asien und PalSstina über Die gefangenen Griechen und Römer wurden grausam gefoltert und getötet oder gezwungen, als Fechter bei Kampfspielen vor den Augen der Juden zu fallen. In Kyrene in Nordafrika sollen 220 000 und in Cypern gar 240 000 Menschen von den Juden umgebracht worden sein. Die römischen Kaisei Tra-jan und später Hadrian schlugen den Aufstand nieder und gingen streng gegen die Juden vor. Der jüdische Räuber- Höhe von 1 Milliarde Kuna ist so tfroS, daß sich der Finanzminister entschlossen hat, den Anieihebetrag auf 2 Mil" liarden Kuna su erhöhen. Eine entsprechende Verordnung ist bereits ergan* gen. Laut *Za Dom« ist in diesem Jahre mit einer guten Olivenernte su rechnen. Man schktzt den Durchschnittsertrag auf 3 kg Ol, welcher bei einem Baumbestand von rund 22 Millionen Ollvenbäumen eine Au.sbeute von ca. 6000 Tonnen öl, d. h. mehr als 2 kg je Kopf der BevÖlkening erbringen wflrde. X Die aeoe kroatische Zuckerfebrfk. Kroatien sieht sich veranlaBt, um die Zuckererzeugung für den Eigenbedarf des Landes selbst zu decken, eine weitere Zuckerfabrik zu errichten, die in Zupanja von der »Sladorana A. G.«, Agram, gebaut wird. Mit den Bauarbeiten wird im Frühsommer begonnen. X Begebung einer französischen Steels-anleihe von 15 Milliarden. Am komjoen-dcn Montag wird der französische Staat eine Anleihe von 15 Milliarden Pranken In 3?i%igen Schatzobligationen begeben Die Tilgungsfrist beträgt 30 Jahr«, der Ausgabekurs 98,50%. d. h. 4925 ffrs für einen Nennwert von 5000 ffrt je Obligation. X Englischer Notenumlauf fett ver* doppelt. Der Notenumlauf der Bank von England hat mit 926,4 Millionen Pfund, d. h. also nominell etwa 20 Milliarden Reichsmark, seinen bisher höchsten Stand erreicht Gegenüber der Vor- hauptmann Simon, genannt Bar Borhba u u . a-. (Sohn rlei Sterne), zeichnete sich durch i ^"f^fj-eit betiagt die Erhöhung damit besondere Grausamkeit aus. Endlich, «5 / H. was den Engländern umso nach dreijährigem Kriege, wurde der I beängstigender erscheint, als der Gel- liln«jrror Belagerung wur»ie die Haupt-1 nur keine Werte, snnriern leben von stfidt Palästinas, Jerusalem, durch den | fremder Arbeit, sie wollen herrschen Sohn Vr.spasians und späteien Kiiiser Tl-' und zerstören, sie wollen über Trüm- letzte feste Platz der Juden erstürmt. : tungsbereich des P'""/«« Vergleich Nach römischen Bcrichlen sollen in die-| Reichsmark, der heute sen Kämpfen ,W0 000 Menschen umge-; Europas umfaßt, im Verlauf kommen sein Den unbelehrbaren jüdi- diese» Krieges infolge der großen briti-sehen Ruhestörern wurde bH Todesstra- »'^en Geh.etsverLuste stark zurflckge-fe verboten, Jerusalem auch nur zu be- Hungen ist. Um den Notenumlauf wenlg- stens etwas abzutrennen, ist jetzt die So wie die .luden damals waren, sind Ausgabe größerer Ranknoten von 10 Pfund an aufwäits verholen worden. Man hofft hierdurch gewisse Notentransak-tionen auf den Scheckverkehr zu verweisen. sie geblieben. Sie selbst schaffen nicht tuh im .fahre 70 erobert und zersföit. Die .Sl'idt durfte nicht wieder aufgebaut werden dei überlebende Teil der Bewoh-nersfhaft mußte außer t.,andesj die Rö- Sportklub eiieiih"n koniile, mrr wollten ein füi allom kera und olfentichtlich den Emst dar Zeit ■ieht b*tfriften haban. Blthar konnte achon in den großen Kalfeehlusern, Hotelhallen und Bari aine betrlchtliche Anzahl diäter Parasiten feit|!eoomtneo werden, und at braucht kaum nesondert erw&hnt tu wer* den, daß die meisten von ihnan Juden waraa« Die fikdiaob« OlaubeaatauMtede wMk Budapest bat jetzt an ihre GlaubeMtfe-Dosaen einen Aufruf ^eriahtet, dar ver* dient, festgehalten tu werden. Er Migt deutlieb, wer in Ui^am heute no«b ohna RQcksieht auf den Ernst der Zeit ein Le-ban in Saus und Braus fflhrt. In dem Auf* ruf heiBt es «. a.: »Wir wenden uns mit der naohdrflckliohen Bitte an ufisera Glaubcnabrfldar, in dieser ernsten Zeit «nsar Verhalten und anser Banahman entsprechend einzurichten. Unser Beneb« men soll bescheiden und diszipliniert sein. Wir wollen nicht lirmen ttnd nicht dia Vcrg!nfl|(unj[slokaIe und Kurorte flber^ sahwemmen, noch die Strandbider und da« Korso an der Donaul« •. Baa alaaa ^raSbvgar laglaninga- vlertela. Für den Bau eines Regierungs-vlartals In Pra&burg wurda aln Interna-tionalar Wattbawarb ausgaachr laben. Dia aritaa Bntwflrfa tlnd baraits aInge-troffan. Blna Kommission zur übarprü-fung dar Blnaandungen wird in den olcMtan Tagan ainberufen. o. MOM baaeclitee 41a dantacli^nucü-■laeka Anaatallvag. EMa dautsch-ium&ni-acba Auaatallu&g •Autobahnan und Was-aaratraAant, dia am IS. Mal gaachlosscn wardan loUta, wird Tarlingert, da das ungamaln ^hafta Interesse das Publi-kuna . anhilt Biabar baaucbtan 65 000 Paraonra dia AuasiaHung und allein am 9. und 10. Mal wurden luaammen 10 000 Baauchar gwihlt. 0, Wocha tfaa Bvckaa la Bolgarlan. Am 15. Mal baginnt aina Woche des bulQ-i-rlachM Bucnea. In Redan und Vorträgen wird in dan Schulau, in Rundfunk und Prassa auf dia Bedeutung des bulgari" schan Buchas hingewiesen warden. Im Mai schon sollst Du Dich bequemen, deiekte Öfen vorzunehmenl Aus aller Welt Bibliothek«! lur Rdmemit Wena a«ah Üa etgentlioha lrfindiu< der Buchdmckerkunst erst der Neuzeit zuzuschreiben ist, sa kannte doak atick das Altertum bereits nMani|fache^ruck-verfaKre«. Dieees Drucken bastahd zumeist in einer Art Stempelttnf, dia auf Wachs oder Ton Tor|«nommen wurde. Auch das Prige- sowie das Schablonier-verfabrea waren der alten Welt nicht unbekannt. Mittels des letzteren fertigten die späteren römischen Kaiser oft ihre Unterschriften auf den pergamentenen Rollen und Urkunden an. Bei einem so primitiiren DruokTerfahre« koonta voa fcinem Buchhandel natflrliok kein« große Rede sein. Dieser bestand denn auu in wesentlichen nur darin, daß handscbrift» liehe Kopien besonder« hervorragender Werke vertrieben wurden. Entweder wurden die Abschriften vom Autor eigenhändig oder von des Schreibens kundigen Sklaven hergpatellt Auch Schulkinder wurden ■pi'ter zum Abschreiben heran* (bezogen. Die Abscbrifteo wi«aen in der Zeit des Beginne unserer Zeitrechnung frcilich oft hohe Kunatferti^keit auf, wuns auch Schreibfehler lehi häufig waren. Daß ein Buch mehr ala eine Auflage erlebte, kam natürlich nicht allzu häufig vor; zum Verkauf kam ea aelbsverstlnd- lich erst, wenn efaie klnreiohende Anzahl von Abschriften fertiggestellt war. Die Preisa dieser handschriulichen BQcher waren etwa Zehnmal so hoch, als ea die hAi-tigen au aeln pflegen. Di« wenigen Buch-l&den, die ea aber gab, waren Sammelpunkte fAr die geaämte gelehrte Welt dea Altertuma. Die Bücherrollen ateckten in Kapaeln, die an lz>Ml*o Pergamentatreifen Automaroen und Titel trugen. Daß bei einem derartigen Stande oea Buchhandels selbst das Bibliothekwesen schon im Gange war, ist erfreulich festzustellen. Allgemein bekannt ist die große Bibliothek in Alexandria. Weniger haben die öffentlichen Bibliotheken in Rom von sich reden gemacht, die au bestimmten Tagaai«itea tür jedermann geöffnet waren. So wiaae« wir, daß Asinioa Polho eine öffentliche Leeehalle in einem wenig bosuchten Tempel der Hauptatadt dca altröniiachen Reiches errichtete, daß Kaiser Auguatua zwei Bibliotheken eine in der Slulenhalle der Octavia, die andere im Apollotempel — gründete uiw. Von der Bändezahl einiger Privatbiblio-theken wird berichtet, daß aie 30 000 bii 62 000 betrug. a. Der letzte Augenzeug« des bayeri-'.chen König^tdramas. In Bad Reirhen-hall ist im Alt^r von 08 Jahren der frühere Gendarmericbparnte Georg Klier fjestprben, der vor .57 Jahren mit tu rjftniRfiincn (tph^rte, die den qpistes- kranken König Ludwig U. in Schlot Berg am Starnberger See zu bewarben hatten So wnr er der Letzte, dar den König und Minen Leibarzt lebend zu-samniea sbIt und war mit dabei, als man nach langem Surben di« balden Brtrunkenen fand. a. Haben Städte nelu' Begva als das Landf Ddß es in großen und industric-rttirbmt Stidton In der Regel häullgar regnet als über dem freian Land Bit seiner stiuhärmeren Luft, 14flt aich immer wieder beobachten. Wann dia Loft viel Staub oder Ruß, zuglaich vi«! Waa-Lserdampf enthalt, kommt es dazu, daß sieb um Jedes Staub- und Rufitailchan der Wasserdampf vardicbtat und auf dies« Weis« «in Tropian «ntatabt, dar als Regonltopfen zur fird« fällL In den größeren Städten kommt aber noch at-was anderes hinzu, nämlich dar fitn-fiuß des die Richtung des Regens ba-stfm^enden Windes, der gewöhnlich den einfallenden Regen beglaitat. ^ Wehl der Wind z. B, von Westen g«-qen die hohen Häuser der westlichan fitfldtteile, so wird er durch den Abprall alsbald gezwungen, jäh in die üöiie zu steigen. Dieser Aufwind Jagt den Regon nun aber gegen den Ostteil der .Stadt, ¥*eshalb es Jetzt in d«i Stadtmitte und in den Oststraßen besonders riusgiebig regnet, während die im Westen gelegenen Straßen verhältjiismäflig woniq atibpkornrneii. STADTTHEATER MARBURG-Drou ManaUfl, Um II. Mai Parkstrafit 13 na RrtainalatAck ia äral Aklaa voa Aial Ivats J^afang M IJbr, Bnaa n Uhr. — Frala« I MiNwack, iM It. Mal Kala larteavstaaaf flaarMaaaasa Varilallasf Nr 41« WabnaacM Zar md Zlmmermana Om kl aral Aktaa v«a Albart Lartstaf ftalaat M tiht, Ina« 13.M Ukr Y Richard IS. Mal 1943 Unser sechstes Kind, dar vierte Junge, ist angekommen. Dipl.-lng. Otmar Notiak Oberr«ichsbdhnrat Stafanla Nouak gab, Gammer Marburg/Drau, Bismarckstraße 17. kleiner Anzeiger RealilSten UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER rranz Weiler. narborü-Droo SpezlalgeschSft tür Pctr f u m er I e und Färb en Herrenftasse 29 Fernruf 28-20 Kaufe kleineren Besitz mit od. ohne houriger Ernte, eventuell auch zu mieten. Zuschriftan an die Verw. der »M Z.« unter »Besitze. S05-2 /u Y«rkaulen Harmonika um 300 RM zu ver- Saubere, ehrliche Aufräumeriii ganztägig gesucht Buchhand lunq Leykam, Marburg, Tegett hoffstraßa 11. 501-0 Eine Kanzlelkraft, welche ma-schlnensrhreiben und gut rechnen kann, wird in Marburg so fort aufgenommen. Adresse in der Verwaltung, Marburg-Drnv 4H5-f) Suche gute Mausschneiderin. Anschrift in der Verwaltum; des Blattes, Marburg-Drau. I 48« fjl Zu mieden gesucki Fräulein sucht eine Schlafstelle MARBURG-DRAU I ■ ORC-LICHTSPIELE Ha«!« t«, U.M. 30.48 Ohl Nm( IStl Der Hochtooritt aalt liackal, Tnte Htslwawf, Matfal HMaffelav. Joa«t llchhala, casiloH Dawaart. D«r Hochlourlat voa atgnar Qaaaa Bcivoniigt« dar Minna Plada. gtaH aat a«a Bargaa fraiaa HM*« aa mtmMHk U«ai ar Bit fraaidaB Damaa aaaubBB4alB. 1% J«ffaaillch« ■Icät aafalaaaael_ kaufen. Werkstättenslraüe 22, oder möbliertes, event. leeres Mnrburg-Drau. 498-3 Zimmer. Gefl. Angebote untar »E. P.« an die »M. Z.«, Mnr- MAX PUCHER MODE-, WÄSCHE-, WIRK-■ UND KURZWAREN MARBURG/DRAU HERRENGASSE 19 Zu kaufen gesuclit burg-Drau. 488-8 Nimm ROcksIcht auf tl*l Sei höflich unä hilfflbaraltl Oos lit dia sch^ntt« Anarkannung für untar« Frauan im Raidttboha» Dianas I RandfunkempfAnger zu kaufen' W oknunqaiausch gesucht. Zuschr. an die Verw.]............ dei Bl., Marburg-Drau, unter | Tausche Villonwohnung, zwei »Rundfunkempfänger«.____484-J ; Zimmer, Balkon, mit Zubehör, ESPUIADE Wo la. la.M, M.4S inu t« i3.4S, K, 11.10 >0.4» Uto aoaii MiiANTi rotoo oiAorem Dia Toclitar das Konaraa ■i Ah«a>«uM'niai,' wta maa Ika sieh buatar, W-«•fflar «nd apaaMnäsr aicht waaachan kaaa. Nr Jafaaaucht aklil aatalaaaaet Ücirfapiele Kode^^emdwile PrMctcii DandoicR eammltifiiiiiiic Ldbkinaen. Clmattcn oocii rioaeii and •infllciic •rfhopftditchr oehclle r. Edacr, nartiur^ (Dran) Mclllnikcrüfras^c Nr. S CILLI, norkipmii Nr IS Harren- oder Damen-Fahrrad' gegen gleichwertige Im Stadt-i '■ 2U kaufen gesucht. Zuschriften j Zentrum Zuschriften unter »F. unter »K. D.« an die Verw. W. abgeschlossen« an die Ver- ___ 499-4 waltung. 502-9 Bett samt Matratzen zu kaufen gesucht. Zuschriften untei; 5interr*cll4 »&ett« an die Verw. der »M.; ........... ........ m Z.«, Marburg-Drau._____4 j Wer erteilt Malunterricht (öl, Holzdrehbank für Kraftbetrteb! Aquarell) an Kern. Angebot wird gekauft. Säger Karl, Cillt, j unter >Maler«i< an dl« Go Seebachergasse 1._192-4 \ schäftastelie der »Marburgei Hobelmaschine mit Holzfräse Zeitung«, Cilh. 193-10 kombiniert wird gekauft. Karl Sager, Cilll, Seebachergasse 1-1 runde - ferlus^e 191-4 I_ Ittaealai II Mal. Mlltwech, 10. Mal. DMaarataf, la. Mal — Auf dar Siicha Dach dtm Vatari Drai VXtar am Anna ■aa W«iaat, Haaa tliwa, Theodor Daaagflar. Nr /ataadllch« alcht ngtlaaaoal hlick^splele Cilll tadif«altidmlraa« ».Mal - MAIIKA KOKK ta Hab' mich Uab VIfetar ilaal. Mady lahl, Haaa lagaadllclM alchl aafelaisaal Lederer.& Mellifzer vorm. Chemindusirie - Marburg (Drau), Tegetthoffstraße 44 Glelrhstromzftbler werden drin j Zwischen Mngdalenenplatz und gend lu kaufen gesucht. Preis- ij^f^f^terjeJiaseme silbernen iingebote mit Angabe der Type Siegelring mit den Buchstaben ein den Bürgermeister in Leon-; ^ „ r verloren. Da liebes An hard 1. d. B. 194-4 cionken, bitte abzugeben gegen Belohnung bei der Verwaltung, SlelÜenne«ucke Zwei ältere Männer sucheti des Blattes, Marburg-Drau. Krmt»0l^L*uff»m a.a.a.& Kala Helffopal-Lickiapi^^^ Cilll Ms ». Mol — aOa Vta-ParhlHai Frauen sind docli beuera Diplomaten m Martha lOklt and WIIIt Mtach. Nr JatasdllclM aicti lagalaaaaal LickiapielAcater Curklefd SM BOBaana '**** Erwerbsgärlner ft IllRn M42 HlUll und Blumengarten wmmmmmmm für Feld und Wiesen FiitlisiiinBnIiilRillyng M. Berdtis, ffiaFbuPii Viktringbolgaase SO Fernruf 23-Sl 503-13jGold«ne Arrabandulir Samatag , Von der Grabstätte meiner verloren. Abzugeben gegen BeArbeit am Ldnde. Zuschr. an | Kinder sind ein Engel u. Grab-; lohnung bolm Fundamt, Mar- die Veiw. der »M. Z.«, unter' tafel abhanden gekommen.'butg-Drau. _ »Bauer«. 50Ö-5 Eventuell« Nachrichten arbeten )ung,r Wolfs- an Frau Seemann, Marburg, hellbrauner Perba und Ollene Sieüen Rudolf Puff-Gasse 53. 504-13 Aktentafiche, beinhaltend wichtige Zoll- und Piachtpapier«, Samstag, 15. Mal, Viktrlughof-gasse—Adolf-Hitler-Platz verloren Abzugeben in der Verw. Verkäufer (innen), tüchtig, ver-1 des Blattes gegen gute läßlich, finden Aufnahme im; nung. ______^83-13, V«( ainaltiloul vna ArballikrSI-loa mnl du {uillininang da» la-atlndlfea Arh«lls«rnlei alngoholl wardao. schwarzer Schnauze, der auf den Namen »Harry« hört, iat verlaufen am Samstag, dan 15. Mai. Bitte zu melden Parka-strafie 19, Marburg-Drau. 400-13 la. Mal, Mlllwoch 10. Mal Venui Tor Gericht ta Nana H. Zarbat-Pilm dar Bavarla-Pllmkunat alt laal Kaolocfc, Haaaoi Staliar, Ckarloll Oaadart u. a. Nf Jafaadilcha alclil laflalaiaaal Fuinilien'jlnzeigBn finden durch die »Marburger Zeitung» weiteste Verbreitung " .Jösef j In, stadtpark wurde blau-weiße T,„^be neuen Pboloapparat, regen-lp„ppe verloren. Abzugeben ^eiß ikonta-Tessar 1:3,5, für 7.5 *«7-6 bitte in der Verwaltung, 509-lj|,.^ Ledertasche und 8 Stück Filme für einen gut arhaltanen hoff Straße 29. ToW'Ückfipicle Pertau VoB Dloaalafl, 10. Mal bi» Doiiaorilag, M. Mal — Ugllch um Ii und 30.30 Ifht Wae will Brii{itte7 ■■ Fltoi doT Bavarla-Pilmkunit mit Laar Mara«baeh, Alb«»« Malloraloch. HU a«ikholl, Ooorf Aloiaador, Harald Faolaoa uad Cart Wery ta daa HauptroUae. Hk Jagaadllrba alchl lafalaaaoal MaaaUfl 10. Mal «ai IS Uhr MSrchaavoratallaafli MHalaa^manntbaa". .,0«r Wolf nad dia «lah«a G«ll-Mb", „Dor Goldkcliaii dar Bloni-Indlaaor". Lickfapieltkeater Trilail MaMtag, 10. Mal. Mlllwoch, 10. Mal, DoaaoraU|, M. Mal — Ein Bavarin-Pllin Fasching «H Barl« Hardt, Hilda KOrbar, Lotia Laaf, Oavll W«U, Haaa Nlal«M u»w POr jugandllcha aichl lagrlaasaal ' Danksagung Fflr die liebevolles Anteilnahme ant&6> lieb des schmerzlichen Verlustes unseres kleinen Theo außerstande jedem einzelnen zu danken, bitten wir, auf diesem Wege fflr die schönen Blumenspenden sowie ffli das letzte Geleite unseren in-ni|(stcn Dank ent|te{(en zu nehmen. Ganz besonders danken wir der Kindergr\|ppc und der Ju{{end der Ortsgruppe II, sowie der Kreisführung Marburg-Stadt. 493 Marburg/Drau, den 17. Mai 1943 Familie MLINEKITSCH Schmerzarfüllt gebe Ich In meinem und Im Namen aller Verwandten die traurige Nachricht vom plötzlichen Ableben meines herzensguten Gatten und Vaters, des Herrn Adolf Blaschitz kaufm. Leiter Das Begräbnis des Dahingeschiedenen findet am Mittwoch, den 19. Mai, um 17 Uhr, von der Leichenhalle dea Städt. Friedhofes in Drauweiler aus statt. Paula Blaschitz, Gattin, und Kinder. Dia Firma Job. Pengg. Werk Marburg, und daran Gafolgachaft gibt geziemend dia traurige Nachricht Tom plötzlichen Ableben ihres treuen Gefolgschaftsmltglledai 6nd guten Kameraden. Wir werden ihn stets in bestem Angedenken behalten. ^ Allen Freunden und Bekannten geben wli die traurige Nachricht, daß unsere liebe, herzensgute Mutter, Frau nach langem Leiden, am Sonntag, den 16. Mai 1943, im 83 Lebensjahre, für immer von uns geschieden ist. Die Beerdigung der lieben Toten findet am Mittwoch, den 19. Mai, um 7 Uhr, vom Trauer-h^use Eich-Mauthdorf nach Kapellen statt, wo sie neben ihrem geliebten Gatten zur Ruiie gebettet wird In tiefster Trauer; Anna, Anton, Karl, Martin, Leopold, Kinder, und die Verwandten mtm Radioapparat. Cilli, Pickl, Standarte »ciiii-west«, am. ________165-14 Wer wQrde bitte ftlr ainen mittelstarken Schachspieler (nicht Anlängerj ein Scbacb-buch gogen Bezahlung abtraten? Adresse in der Verwaltung des Blattes, Marburg-Drau 491-14 Denken Si« daran Kleine Anzeigen haben in der MARBURGER ZEITUNG grossen Erlolgl Danksagung Ftlr die herzliche Anteilnahme am Leichenbegängnis unseres unvergeßlichen Verstorbeneli, sowie für die schönen Kranz- und Blumenspenden, sagen wir auf diesem Wege allen lieben Freunden und Bekannten unseren innigsten Dankl ^97 Marburg/Drau. den 17. Mal 1943. FamUle ANRATHER Schmerzerfülit geben wir die traurig« Nachricht, daß unsere hebe, herzensgute Gattin, Mutter, Großmutter und Schwiegeirautfer, Frau Josefine Wesiak peb. Katz uns nach langem, schwerem Leiden im 60. Lebensjahre für immer verlassen hat. Die Beerdigung wird am Mittwoch, den 19. Mal 1943, um 10 Uhr vormittags, am Frauheimer Friedhof stattfinden. Frauhelm, Belgrad, Varasdln. den 17. Mal 1943. In tiefer Trauer: Johann Wesiak, Gattei Adolf, Stanislaus, Fritz, Josefine, Milka, Kinderi Jakob Lobnik, Schwiegersohn! MItzl geb. Kores, Else geh. Ferk, Stephanie geb. Levak, Schwiegertöchter) Danlca, Mllka, Vlda, Zvonko, Rado, Nada, Puhl, Enkelkindei und alle übrigen Verwandten Der SlaUfplon und dfls Strass^nptrztlclipli ?on IHarliurg/Drau 1. Auflage tst in allen einschlägigen Geschäften und beim , Schalter des Verlages 1er »Marburger Zeitung« lum Preise von RM erhältlich. Seit# 6 # Nummtr 138 # Dienstag, 18. Mal MARBURGER ZEITUNO Sechs Regimenter gegen eio deotsches Bataillon DIcmb B«iickl Mknab «ia KriH*l>*"ck- | t«r, der M d*r Unt*roehinuii| dM kfirilicb , la Gtm w*il«iid«fi Stoftnipp« btt«tli|t war. | In d«r Nacht gingeo dl« J&gar noch * •inmal hinau», ihre Toten zu bergen. Die Mulden hinter dem Stützpunkt schimmerten tcbwarz von Sowjets, die die deutsche Abwehr dort gefaßt hatte. Ein wenig weiter lagen JSger, kenntlich an den weißen Schneeanzügen. Am weitesten vorn der Oberleutnant, in der erstarrten Faust noch die Handgranate, die in den Feind zu schleudern ihm ver-sagt geblieben war. Er war zeitlebens ein trotziger Herr gewesen, der Oberleutnant. So hatte er auch hier gegen Maschinengewehre und Pak den Einbruch in die verlorenen Bunker erzwingen wollen, und was von der Kompanie | noch lebte, war ihm treulich gefolgt. Doch hatte ihn dann, noch während er zum Sprung ansetzte, ein Geschoß niedergerissen. Während nun die Männer sich eifrig mühten, die schweren Körper auf mitgebrachte Schlitten zu betten, geschah es, daß vom bei der Spaherkette ein einzelner Bolschewik erschien. Et kam geradewegs von den Stellungen herüber, die unter dem flackerndem Zwielicht der Leuchtkugeln unruhig atmeten, Da •r unter dem einfachen Soldatenmantel eine gut gearbeitete Uniform mit Rangabzeichen trug, wurde er sofort unter Bewachung zu dum rückwärtigen Gefechtsstand gebracht. Dem dortigen Vernehmungsoffizier gegenüber bezeichnete ar sich als Oblt. B. W., Kompaniechef in einem Gardeschützenregiment, Er habe Frau und Kind in den von den Deutschen besetzten Gebieten und sei des Blutvergießens satt. Schon früher habe er die Absicht gehabt, überzulaufen, aber arst nach dem Durcheinander, das der mißglückte Angriff mit sich brachte, sei ihm dies möglich geworden. Bei den letzten Worten horchte der {leut-sche Offizier aut und forderte in knappen Fragen genaue Auskunft. Der andere antwortete bereitwillig, ja ein wenig geschwätzig, Der untersetzte rund-Köpfige Mann mit den drei roten Sternen am Kragen schien sich selbst gern reden zu hören. Der Angriff sei drei Tage hindurch vorbereitet worden. Nach den vielen, vergeblichen Versuchen, die Stadt zu erobern, habe die sowjetische Führung hier die Entscheidung erzAvingen wollen. Zu diesem Zwccke seien auf schmalem Anqriffsraume zwei Divisionen, die 38 und 44. Gardeschützendivision mit den Regimentern 110, 112, 115 sowie 128, 130, 135 zusammengezogen worden. Hierzu kamen noch die Artillerieregiraenter 42 und 88. »Was wurde Ihnen über die deutschen Truppen gesagt?« — »Nun, wir wußten, daß die Stndt von einem Gebirgsjägerregiment und zwei Bataillonen verteidigt wurde. In dem von uns anzugreifenden Streifen konnte im Höchstfalle ein Bataillon liegen, Im übrigen wurde von oben her die Meinung vertreten, delbst ist — das Leben, das weitergeht ind wpnn der Tod noch so furchtharc Ernte hält — w'e er das gerade jetz* qetan hit und /iidem in unserem eng •iten Kamcradenkreis. Mit Franz, mit Kar! mit S»^pn verloren wir auch Paul Er tiel in den schweren Kämpfen unr rhark'^w Er war sofort tot. Warum sollte» man es nicht gestehen Wir alle wuri^en für einen Augenblick das, was man »weich in den Kniert nennt Schlag auf Schlag war gefolgt, 'ind dieser eine hatte uns eben doch •iemlich genau auf den Punkt getrof-'en. Unser Paul war nicht mehr . . .? Ich sehe den Kameraden, der ihn aufgefunden hatte und uns die Nachricht Nordlichtes über Karellens Wildem gesehen und die trostlose Ebene des Ostens unter den schweren, jagenden Wolken. Mit der Zeit hatte sich der Klang jeder Granate und jedes Geschosses ein Bett in ihrem Ohr gemacht, Sie wußten das hohe Heulen zu deuten, das schmale Zischen, das müde Flackern und den summenden Kreiselton, wenn es vor oder über ihnen in r'en Lüften aufkam. Mit der Zeit hatten sie einen siebenten Sinn für alle Gefahren bekommen, und sie wußten genau, wann es besser war, Deckung zu nehmen oder loszubrechen, um den Feihd anzuspringen. Dann rasten sie über die Felder, keuchend, beschmutzt von Schlamm und Erde, dann stürzten sie aus ihren Stellungen, und die Vielzahl ihrer Waffen hob ihr tödliches Lied an: die rasenden Maschinengewehre, die blubbernden Granatwerfer, die peitschenden Maschinenpistolen, die trockenen Abschüsse der Infanterie-Geschütze. So gingen sie vor — da einer — dort zwei — und dort wieder einer. Und jeder für sich ein Kämpfer, allein und auf sich gestellt, ausspähend nach der besten Chance au vernichten, denkend, überlegend, blitzschnelle Entschlüsse fassend, nicht zaudernd vorzuspringen, wenn der Schütze Eins ausfiel oder an die Stelle des Gruppen-, Zug- oder Kompanieführers zu treten. Darm war der Führer der, der das Zeug in sich hatte, ob Feldwebel oder Gefreiter oder der letzte Mann der Kompanie, dessen Namen noch keiner kannte. Für diese Waffe waren nur die Besten gut genug. Und nur wer dies alles auf sich nahm die Strapazen der Märsche, das Warten in Gräbern und Erdlöchern, der war reif für das letzte große Wagnis, das zum Beispi^ der Spähtrupp tief in den Rücken des Feindes fordert, für das Stoßtruppunternehmen gegen die Bunkerlinie, für den einsamen Meldegang durch die tödliche Wand der Geschosse. Sie trugen die Lasten des Krieges ohne Schild und Schutz, den Kampf mit Wind und Wetter und Jahreszeiten, mit Durst und Hunger, mit Regen und elsiger Kälte, aber sie trugen auch mit ihren Waffen und mit ihrem Käm;)fen das Maß aller Schlachten in sich, wissend, daß sie ganz zuletzt doch die Entscheidenden waren, die Spitze des Schwertes aller Waffen und in den Lüften und auf dem Wasser. Gewiß, keiner kannte wie sie die kleinen Stunden — warum sollten sie das nicht ziigeben — die Stunden, wo man sich in die Erde krallt, wo die Garben dicht über die Stahlhelme zischen und die Erde bebt unter den Detonationen Mahnung .Nun schwjeige ein jeder von seinem Leid und noch so großer Not! .Sind wir nicht alle zum Opfer bereit und zu dem Tod? Eines steht groß in den Himmel gebrannt: Mies darf untergehn! Deutschland, unser Kinder- und Vatei-land, )cul8chland muß bestehnl Will Vesper lirachle. Sein Blick war ganz glasig, wie der eines Irren, und anfangs war aus hm nicht mehr herauszubekommen als ein dumpfes, heiseres »Mensch, Paul ist tot . . .« Und auf unsere bestürzten Fra ■jen dann nur noch ein Nicken. Ja, kann denn Paul überhaupt ster len? — Hätte einer von uns das ge-■ ragt, wir hatten das gar nicht so blödsinnig gefunden. Denn für den Augen blick ging die Wirklichkeit Ja tatsäch lieh über unseren Verstand. Aber auch jetzt, wo wir in Ruhe lle ;ien und Zeit und Muße haben, über das nachzugrübeln, was uns im wilden Wirbel der Ereignisse nicht so recht in den ■ ken dieses kühnen deutschen Pionlert, der am 14. August 1903 nach rastlosem Leben starb, heute nicht mehr zu denken. Zar und Zimmermann Erstauffühmng der Lortzlng-Oper im Marburger Stadttheater Albert Lortzintfs »Zar und Zinuner mann« gleicht im Repertoir ein«s Opern-theaters jenem (chlionten Schmuokgcj|«ti-stand aus der Glaevitrine häuslicher Erbstücke, der nicht gerade die Blick« auf sieh lieht, dessen Fehlen aber doch ein« unan((enehms Leere kervorrufefi würde. Sie gehört xu den besten deutschen Spiel-opern. Und es war eine gute Wahl, tfe-rade sie als letzte Neuinszenierung der ({eijenwirtigen Opernspieluit lu briaifen. Opemchef Richard DietI, als musikalischer Leiter des Abends, hat nichts unterlassen, um einen frischen Zug in die kSstliche Musik zu bringen, ihre prik-kelnde Schönheit so recht aufschiiumen zu lassen und sie dort mit romantischer Besinnlichkeit auszustatten, wo die Melodie die Alleinherrschaft übernimmt, wo die Geigen ihr Lied zu singen beginnen. Das Vorspiel war im Rhythmus klug aus-Ifewofjen, in seinen ersten Teilen bedich-tif{ und doch pr&ifnant, dann immer feuriger werdrtid. Die Marschrhythmen wurden von spitz und spritzig klingenden B«-glieitfiguren der Hörner getragen. Den Chören, die von An^ Hallecker einstudiert wurden, hat Kapellmeister DietI auch diesmal seine besondere Sorgfalt an-(Gedeihen lassen. Sie sind nicht so leicht, wie es scheint. Der Rhythmus und das Tempo verlangen oft eine große Zungenfertigkeit — derer sich auch die Solist« wiederholt befleißigen mußten — und die nur dann zur gewünschten Wirkung führt, wenn die Worte leicht und gleichmäßig aus den Kehlen der Sänger kommen. Als Zar Pet^r I bot der Baritonist Augen haben. Mir wenigstens ergeht es immer so, wenn ich an unseren Paul denke: Tot kann Ich Ihn mir einfach nicht vorstellenl Die ersten, triumphierenden Takte des Prinz-Eugen-Liedes rauschen auf, und ich sehe ihn vor mir, wie er die Straßen des Provlnzstädt-ch«ns daherkommt: schief und keck die Schirmmütze auf dem Ohr, ein Schmunzeln um die Lippen, und klapp-klapp knallen die Knobelbecher auf dem Asphalt . . . Nein, Paul kann nicht sterben! u In Euch lebt mein Sohn weiter 1" Von Kriegsberichter Johann-G«org Freiherr von Gramer Auf der Höhe 513 hat es den Obergefreiten erwischt. Vorher hatte er eine feindliche Batterie am nahen Waldrand ausgemacht. Seine Beobachtung war wichtig gewesen für den weiteren Fort-lang des Kampfes. Am Scherenfernrohr hatte er dem Leutnant die Lage der bolschewistischen Geschützstellung ge 'eiqt. Kurz , darauf war er getroffen worden. Der Leutnant hatte sich zu ihm hinahgebeugt und mit ihm eine leise Zwiesprache gehalten, ehe der zu Tode Verwundete starb. Seine Abschieds Worte klangen wie ein Vermächtnis: »Grüßen Sie meine Frau,' mein Kind Vergeßt sie nicht!« Dem Leutnant fiel es zuerst nich! leicht, diesen Auftrag zu erfüllen, denn er war noch jung und scheute sich, Satze von solch schwerwiegender, trauererfüllter Bedeutung zu Papier zu bringen. Dann sagte er alles so, wie er Fritz Schmidt-Franken «ine sehr gut« Lotung. S«1b temperamentvoll«« ^i«l {«nd in «inigeo Arien, denen «r sein« angenehm« weich« Stimme lieh, sinnvollen^ Ausdruck. Auch Erwin Fries« brachte in der etwaa undankbaren Rolle von Peters Gegenspieler seinen frischen, jugffndli-ohen Imor wiederholt zur Geltung und entwickelte im S«zt«tt des zweiten Aktes, fn der «Hubert Römers breit angelegter Tenor brillierte, eine nicht zu ÄberhÖ-rende Selbstkndigkeit. Ewald Steeg fand in einer kleineren Rolle nur wenig Gelegenheit, seinen schönen Baß zur Geltung zu bringen. Die dankbare Roll« d«« Bürgermeister« fand in Erich Mathias einen vorzüglichen Interpreten. Sein derber, ffllliger Baß gab den von ihm gesungenen Arien {enc hei* tere Gefflge, das zum Lachen reizt. Ab Regisseur hat er mit großem Geschick dl« Finales ausgestattet. Die Frauen werden in dieser Oper stiel-mütterlich behandelt. Umso heller strahlt« deshalb Marie Reichelt in ihrer liebli« chen Aufmachung und mit ihrer stets Freude bereitenden, angenehmen Stimme. Hanne Hartwig und Ludwig Mönch mußten sich mit kleineren Rollen begnügen. Das Ballett,, von Susanne Ufert geleitet, erntete stürmischen Applaus. Gott-lieb Ussar hat mit seinen BQhnenbildem schwierige raumteohnische Probleme auf glückliche Weise gelöst. Der Dank des Publikum fflr den genußreichen Abend kam im rauschenden Beifall zum Ausdruck. Dr. Eduard BuUehar es emptunden hatte, als der Mann an seiner Seite gefallen war. Und «r schrieb, daß ihm seine Grenadier« all« gleich stark ans Herz gewachsen seien, und jedesmal, wenn einer von ihnen fiele, überkomme ihn das Gefühl tiefer Einsamkeit, wie es wohl auch die Frau oder die Eltern daheim empfinden, wenn sie die Nachricht vom Heldentod ihres Mannes oder Sohne» erreich«. Nun bäte «r die Frau, sich in ihr«n schweren Stunden auch der Kameraden ihres gefallenen Mannes hier draußen zu erinnern, die sein Vermächtnis bewahren würden. Vielleicht könnt« ihr das ein wenig helfen Die Antwort war für den Leutnant zuerst selbst überraschend. Sie bestand in einer Folge vieler Briefe, Grüße und .>ogar Päckchen der Frau an die Kompanie, In deren Reihen ihr Mann den Soldatenlod gefunden hatte. Die Worte des Leutnants waren von ihr verstanden worden und hatten eine Brücke zwischen Front und Heimat geschaffen. Di« Kompanie antwortete der Frau nicht nur regelmäßig, sondern hat dieses Beispiel zum Anlaß genommen, allgemein mit den Hinterbliebenen Ihrer Gefall«-nen in ähnlicher Weise Verbindung auf-'.unehmeu. Und so, wie es die Kompanie angefangen hat, ist es nun Im gan-7en Regiment Brauch geworden. »In Euch lebt mein Sohn weiter!« 1 schrieb unlängst ein Vater an das Re-'-jiment. »Darum sollen auch die Grüße, die ich Ihm zu schicken pflegte, nun an Such gerlch'tet sein!« So läuft der Briefwechsel von hüben nach drüben, von dort nach hier: Nicht um Wunden aufzureißen, sondern um sie zu schließen in dem Gedanken, daß das Opfer des Dahingegangenen erfüllt wird durch di« kfinipferische Tat der Lebenden . . .