Sonntag den 18. Jänner 1874. IIII Jahrg«»g Vi» ,Mii?burg«e Seitung« erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Kreitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl..halbiährig S fl., vierteljährig 1 ins Haus monatlich 1v kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., viee»«Ulthrlg 2 fi. Jnsertionsgebühr 6 kr. pr. Seile. für S«stell«»ß Z«r «tchjlt» Papßvahl. Marburg. 17. Zükuer. Die «Kölnische Zeitung" hat — sicherlich mit Begünstigung von Seiten deS Reichskanzlers — in guter Uebersetzung die Bulle veröffentltcht, welche der Popft am 28. Mai 1S73 unterzeichnet. Pius IX. ändert in dieser Bulle die Bor-schristen, wetche sich auf die Papftwahl beziehen und entbindet sümmtliche Kardinäle deSEidcS auf diestlbtn. Der neuen Brstimmung zufolge dürfen sich die Kardinäle über die Wahl deS Nachfolgers besprechen und berathen und ist nur verboten, über die Person deS nächsten PapsteS zu reden. Ferner ist ktinrSwegS mehr nothwendig, den neuen Papst am TodeSorte seine» Vorgängers zu wühlen und soll die nächste Wahl in Monaco, in einer französischen Stadt oder Malti fiatifinden. Welche Stellung werden nun die Großmächte dieser Bulle gegenüi»er einnehmkn? Die „Reue freie Prcsic" meint, „die Regi,-rnngin können erklären, daß sie einen unter Ber-letzung alles kirchlichen Herkommen« und aller alten Borschristen gewählten Papst nicht anerkennen, sondern allen diplomatischen Berkeht mlt ihm abbrechen." Die „Neue freie Presse" btwegt sich hier auf »inem fremden Gebiet. Zeder Papst hat nach der Bersassung der römisch-katholischen Kirche das unbestreitbare Recht, solche Bestimmungen zu er» lassen. Pius IX. hat mit seiner Bulle vom 28. Mai 1873 nur jeneS Recht auSqeübt, welches z. B. . die Päpste von Gregor X. biS Klemens XII. mit sieben „Konstitulionen" vollzogen und von welchem noch in unserem Jahrhundert PiuS VI. Gebrauch gemacht. Gksttzt aber auch, die Mächte wären befugt, jene Erklärung abzugeben, so zweifeln lvir, ob die übrigen eS thäten — so behaupten wir, Oesterreich-Ungarn zu einer solchen Erklärung sich nicht entschläße. Wenn irgend ein Staat Ursache gehabt, den diplomatischen Vkrkehr mit Rom ab» zubrechen, so war eS wohl Oesterreich, desirn Verfassung und beste Gesetze dort genugsam verflucht worden. Was die Mächte zu erklären berechtigt sind? Daß sie auf ihr Einspruchsrecht bki der Papstwahl nicht verzilhten! Frommen würde auch die Einsprache nichlS : Die römisch katholische Kirche ist derart organisirt, daß nur ein Jesuit — oder noch sicherer — nur ein bliadeS Werkzeug dkr Iksuiten zum Nachfolger Pius IX. gewählt wird. WaS der RechtS» und Kulturstaat dagegen untkrnehmen soll? Sein natürliches Recht wahren, seinen Beruf erkennen und sich nicht bloS mit v^r Machlfrage beschäftigen, sondern die Freih'ilSsrage stellen zu Gunsten deS Geistes, deS Gewissens ut^d der Wlsienschaft. Mwirthslhaft und Vogllschutz. III. Erst nach allgemein erlangter Kenutuiß der Thiere und ihreS Treibens wird eS möglich sein, unmittclbare Maßregeln zum Schutze der nützlichen Arten, insbesondere der unseren Flurei» nützlichen Bogel zu treffen. In dieser Be^iehunA dürste sich die Anlage von Nistslä'len lvirkscmer als jede andere Maßnahme erweisen. Man schaffe den Vögeln Wohnunj^en, an Miethern ivird cS nicht fehlen. Solche Wohnungen oder Niststätten sind alle hohlen Bäume ohne jegliche Ausnahme, alle Gehölze mit dichtem Unterwuchse, alle dicht» verschlunt^enen Gebüsche und Hccten; solche Wohn und Saminelorle der Bögel müslen da, wo sie sich noch finden, erhalten, da, wo sie fehlen, geschaffen werden. Im Walde schone, hege und pflege man alle Ueberständer, von denen man lticht zu fürchten braucht, daß sie zu Hege-Orten und Brutstätten oder d»m Walde sonst gesährlich werden, zumal diejenigen, welche Höhlungen ha, bin, lasse beim Holzfällen kein hohleS Ast- oder Slammstück zum Brennholz klaftern, vielmehr einen Brutkasten mit verschieden weitem Ein-flangSloche dtirauS fertigen und hänge diesen möglichst weit von den menschlichen Wohnungen in verschiedener Höhe an den Bäumen auf ; IM GarttN sorge man durch geräumige Brutkasten Mit mindestens fünf Zentimeter weitem ElngangSloche, welches durch seine Weite den sonst alle Brutkästen in Besitz nehmenden Sperlingen die Brutkästen unbehaglich erscheinen läßt, für die Bedürfnisse deS ungemein nützlichen StaareS; mitten in den Feldern lege man gegen jeden grevrl gese'te Brulhaine sür unsere Krähen-arteä und Hecken für unsere Singvögel an; alle Feld- und Verblndunt^Swtge endlich iiepflanze man an Gtelle der ivenigen Vögeln zusagenden, ungezicserreichkn Pappeln mit Linden, Kastanien, Ahornen, Ulmen, Weiden, Buchen, Elchen, Eder-efchtii oder Apfel^nd Birnbaiimen. Die Wirkung iv!rd nicht auSWiben. Allerlei nützliche Vögel ivcrdeu sich einfiadln, ansiedeln, nisten und sich y/rmehrep, und jeder eiiizelne wird sich bestreben. daS Ungeziefer in Schranken zu halten. Za Gunsten der überwiegend nützlichen Buslarve und Thurmfalten bringe man aijßerdem aus weiten Fkldflächkn RuhepläVe und Warten an: hohe Stangen mit einem oben aufgenagelten Quer» holje nämlich. Auf diesen ruhen diese jagdeifiigen Vögel, mn zu verdauen, und von ihnen auS halten sie Umschau nach Mäilsen und anderem Ungeziefer. Weiteren Schutz gewähre man den nützlichen Bö,eln durch Regelung und Berschälfung der Iagdgesltz^. Außer den Jagdvögeln im engsten Sinne deS Wortes, unseren Wildhühnerarlen, Fasanen, Trappen, Wald- und Sumpsschnepsen. Brachvögeln und Limofen, Gänsen und Enten etiva. sollten einzig und allein überwiegend schäd- Uenilletp«. Eine Zillerthaler Säigtrsamlit. von Ludwig Tteub. (Fortsetzung) 4. 3m nächsten Jahre wurde Ludwig Rainer zur befferen Ausbildung in die dritte Klasse der deutschen Schule noch Innsbruck gebracht. Cr gestellt aber selbst ein, daß er dort, sast ohne Aussicht gelassen, bald ein zügelloser Wildfang geworden sei und NichlS gelcrnt habe. Als daS Jahr vorüber und der Juiige heim-gekommen war, hatten die Ellern keine Lust wehr, ihn wieder in die Stadt zu schicken, behielten ihn vietmehc zu Hanse und Verivendeten ihn zur Bauernarbeit. Immer bemüht, dem Gatten Freude zu machen, ohne viel Dank dafür zu ernten, erkaufte die Mutter um diese Zeil dessen väterliches Aniveseu, und damit gewann, denn auch die ganze Wirthschaft einen tzöheren Schlvung. Der Vater aber nahm seine Mutter, „eine alte Hexe", seine Schwester und andere Verwandte in das HauS, denen der Stiefsohn allen verhaßt war. Sie quälten ihn auf jede Art, und er hätte Hungers sterben können, wenn ihm nicht seine Mutter hin und wieder einen vertrauten Bissen zugesteckt hätte. Unerwarteter Weise entschloffen sich damals die Geschwister Rainer noch einmal, eine Reise nach England zu unternehmen. ES lockte sie dazu die bevorstehende Krönung der jungen Königin (Juni 1833), und sie hofften noch einmlil viel reiche Schätze zu erslngen. Doch kam d.e frühere Gesellichaft, wie wir schon oben bemerkt, nicht mehr unversehrt zusammen, denn Anton, der mittleriveile Postmeister zu Schwaz geworden, wollte sein HauSwesen nicht verlassen, so daß an setne Stelle ein Verivandter von SchlitterS, Georg Hauser, eintreten mußte. Ludwig erhielt vor dir Abreise vou der Mutter noch die besten Lehren, und versprach ihr, geduldig auszuharren. Dieses Versprechen war aber leichter zu geben, alS. zu hallen. Die Rohheit deS BaterS Vertrieb ihn bald auS dem elterlichen Hause und er girkg alS ein Flüchtling wieder nach Zell zu st-inen Pflegerinnen, die ihn lieb und freundlich ausnahmen und ihm Herberge gaben, bis eineS Morgens die Mutter ganz unverhofft zur Stubenthür hereintrat. ES waren dort nämlich in der Zwischenzeit viele falsche Tiroler als Natursänger aufgetreten und halten daS Grschäft so verdorben, daß dieseS Mal die rchten JedeS bei sechshundert Guldtn einbüßen mußten. D:e Mutter erfuhr nun, wie eS ihrem Sohne mittleriveile ergangen, faßte einen festen Borsatz und zerstörte daS ganze Wkspennest im Haus,, Schwiegermutter, Schlvägelin, Vettern und Basen, alle mußten sort, ivaS ihnen Jedermann vergönnte, denn eS hatte sie Niemand leiden mögen. Auch der Vater erhielt auSnahmSiveise einen derben Verweis, denn er hatte in der Gattin Abwesenheit wie ein Prasser gelebt und unnütz viel Geld ver-tt)an. Ludwig Rainer aber trat bei seinem Vater wieder alS Roßknecht ein und ward von ihm viel besser t)ehandelt, denn früher. Nachgerade war auch die Zeit der ersten Liebe gekommen. Ludivig hatte von Jugend auf unschuldige Freundschaft mit eiN'M Mädchen au6 dem nahen Weiler Fnsing gepflogen. Sie hieß Hanntle und ivar die Tochter l!eS GafsenwirtheS daselbst. Als sie mehr und mehr heranwuchsen und twS alte Verhältniß ausrecht hielten, waren, 'vie eS schien auch die beiderseitigen Ellern nicht dagegen. Als nun Ludwig Rainer wieder einmal auf Besuch zum Gassenivirto kam, fand er daS Mädchen ganz teaurig und niedergeschlagen Ihr Vate«, erklärte sie, habe beschlollen auf den B>eh-handel nach Rußland zu gehen nnd sie bis zu seiner Wiederkunft in ein Kloster zu geben. Und liche Bogel ia größerer Menge geschofstn und gefangen werden dürfen. Die Anzahl dkr letzteren ist gering; ich zähle sie erschöpfend auf, wenn ich folgende nenne: Bartgeier, Lerchen-, Taubenoder Wander-, Würg- oder Blausalke (Merlin), Fische oder Flußadler (Weißliliuch), Zwcrt^», Habichts-, Schrei-, Kaisel-, Stein- und Seeadler. Königs- und Schwarzmilan, Habicht und Sperber, Rohr-, Korn-, Wiesen- und Sleppeniveih, Ul?u. Koltrabe, Elster, Häher und Tannenhäher. Raubwürgt>. Wald- oder schwarzer Stroch. Fisch-Purpur», Sii^-und Nachtreiher, Gänse-, Eutea» und Zwergsäger,^ Pelikane und Scharlien, sowie endlich die großen Möven und mehrere für unS Vicht in Betrecht kommende Seevögel. Alle übrigen mittel- und südeuropäischen Vogc! sind entweder überwiegend nützlich oder bringen doch keinen merklichen Schaden, verdienen also unsere vollste Schonung. Dems^emäK müssen sie durch internationale Gesetze wenigstens vor allen Masstuschlägereirn geschützt und ihre 3agd wie ihr Masstnfang oder das Ausplündern chrer Nester verboten werden. Der Fang mit Schlag^arn, Glecknctz und Leim-»uthe, welcher einzig und allein darauf ausgeht, dem Liebhaber einen Stubenvogel zu verschaffkn, oder Jagden zu wissenschaftlichen Zwecken darf man, meiner Ansicht nach, ohne Bedenken »e-ftatten; drnn auS jedem Liebhaber ivird früher oder später das, was der Naturforscher bereits ist: ein Heger und Pfleger, ein Schützer und beredter Anwalt der Vögel. Verderblich wird diesen v»r die Begierde dcS MagenS, nicht aber die Luft deS AutteS oder OhreS. DeStialb verbiete man unerbittlich Bogklhei^d und Meisenhütte, so glückliche Stunden so mancher Mensch beidm Anstalten auch danken mag, verbiete ebenso auch Dohnensteg und Lerchenstrich und verbirte sie inS« gelammt nicht allein in Oesterreich und Deutsch, land, sondern auch in Süd-, Nord- und West-Europa oder strebe mindestens hier Bogelschutz-fltfktze an. Aber man sc» vockchtig in der Ab-sassung solcher Gesetzes, verbiete z. B. nicht alle und jegliche Bogelstellerei, um nicht einm Widern stand heraufzubeschwören, w.lcher nicht gebrochen tverden kann. Vogelschutz-Ges'tze, ivelche nicht im Bewußtsein deS Volkes wurzeln» Verbot«', für deren Begründung dasselbe kein Verstündaiß hat erscheinen mir namentlich auS dem Grunde höchst bedenklich, weil genügende Mittel fehlen, sie zu übirwachßn. Je bestimm'er mau sich auf daS zu-nächst Rothwendlge beschränkt^ j^um so sicherer wird man daS vorschwebende Zirl erreichen. Hinsichtlich der Ausrottung der Raubthiere ift eine solche weise Beschränkung dringend anzu» rathen. Alle Mäusevertilger ohne Ausnahme verzehren auch kleine nützliche VÜ.jel. zumal Nest» linge, falls sie solche erlangen können, und gleich, falls tvürve eS verkehrt sein, sie deshalb unnach-sichtlich zu verfolgen, denn sie leisten durch ihre unermüdliche Mäusejaiid uns unzweiselhast größere wirtlich wurde sie auch kurz darnach sür ein Jahr zu den Ursulinerinnen nach Zn»iSbruck gebracht. Nach mehreren Monaten traf eS sich, daß Ludwig den Herrn Bkrivalter. Dottor Werfer, nach Innsbruck zu führen hatte. Er hoffte, dort sein Hannele wiederzusehen, und freute sich unbeschreiblich daraus. 3n Innsbruck kehrten sie in der Sonne ein, wo sich drr Verivallcr drn Tage aufzuhalten gedachte. Ludivig schlich sich nun vorerst listig um daS Kloster herum, pfliff, hustete, sang, aber alleS vrr^ebens. Er stieg auf die Gartenmauer und lauerte, abcr umsonst. Endlich fikl ihm ein, einen alteu Kameraden von der Schule her zu besuchen, ein leichtsinniges verwegenes Bürschlein, mit dem er schon damals ktcke Slücklein ausgeführt. Dieser, jetzt Ttudent, wußte auch bald Rath. „Da Hannelt'S Bruder ebensulls studirte, so lieh mir mein Freund seine Kleider, damit ich mich für ihren Brui'er ausgeben tonnte. Ferner schrieb er an daS Mädchen einen Bries, als wäre er von ihrer Mutter — lauter belehrende und erbauliche Sprüche, weil ihn doch die Aebtissin in die Hände bekommen mußte. Auch verfaßte er mir ein falsches Zeuj^n'ß im Namen deS Pro-fessorS, bei tvelchem ihr Bruder in die Schule ging. (Fortsetzung fslgt.) Dienste als die von ihnen bedrohten Vögel, und wenn eS die nützlichsten wären. Aus diesem Grunde würde ich beispielSiveise niemals einer Vertilgung der Füchse, Iltisse, Hermeline und Wiesel daS Wort reden können. Daß sich außer den hervorgehobinen noch avocre Mittel uno Wege zur Erhaltung und Vermehrung der unS nützlichen Vögel werden finden, noch anderweitige Maßregeln zu ihrem Schutze tverden ergreifen lassen, beziehentlich bewähren werden, läbt sich kaum annehmen. Einzelne von den Maßnahmen, welche man vorgeschlagen hat, beispielsweise Filtterung der stäudigen Kerbthier-sresser im Wittler oder der Zu,ivögel in sie bedrohenden Nachwintern, crwrisen sich alS unausführbar, ivkil sie sich nicht verallgemeinern l-ssen, andere, namentlich Einbärl^erlin.^ besonders nützlicher Acten ln von ihnen Nicht von vorneherein bewohnten Gegenden, als erfolglos. Das Beste, lvas n»an thun kann, ivird immer sein und bleiben, sie unter den Schutz des W sseiis Aller zu stellen. Wer ste und ihr Leben, Wesen, Treiben und Arbeiten lvirklich kennen gelernt hat, tvird lm Stande sein, sür it»re Hegung und Pflege im gegebenen F'lle das Rechte zu leisten; wer üe nicht kennt wird ihnen vleUeicht ein freundliches Wolilwollen bekunden, nur in AusnahmSsällen aber die rechte Hilfe und Unterstützung leisten. Deshalb stelle ich Verbreitung der Vogelkunde über jede anderweitige Maßnahme. Zur Heschichte des Hages Der niederösterreichlsche Landtag h^tt endlich deu Versuch gemacht, vie klägliche Vec-!valtuttg der Landgemeinden zu verbessern: die Zusammenlegung kleiner nicht leberiS» fähiger Gemeinden zu ettter ÄerwaltungSgemeinde kana in Nieoer'Oesterreich nun erzwungen werden. Oesterre» ch-U ngarn und Italien sind genöthigt, sich geaensritig ein demüthigenVeS Zeugttlß auszustellen. Der Vertrag übi^r die Auslieferung von Verbrechern soll nun auf jene ausgedehnt iverde«, tvelche als öffen'liche Beamte ihre Geivall mißbraucht. Iu Rußland ist die allgemeine Wchr-pflichl eingeführt W0lden. Bleibt auch das Gesetz hinter dem G-undsatze noch weit zu'ück und wlro auch die Ausführung dieses ihre Mängel haben, so beginnt dennoch mit der allgemeinen Wehrpslicht eine neue Zeit sür dieses Reich. Marbnrger Berichte. (Unter st ützungS- und Rechtsschutzverein der Kondukteure.) Die Jahresversammlung dieseS Vereins wurve am Donnkrstag iM Saale „zur Statt Wien" abgehalten. Dem Reche»,schastSberichte zufolge belief sich ^lk Zahl der Mitgli der (vom 1. April bis 31. Dezember 1873) aus 834 und zwar: 17l) in Wien, 88 in Matzleinsk'ors, 7 in Wiener-Neustadt, 15 in Gloggnitz, 30 IN Mürzzulchlag, 8 in Bruck an der Mur, 24 in Leobeu, 4 >n Graz, 153 in Marburg, 64 in Lubach, 11 ii» CormonS, 10 in Fiume, 21 in Sissek und Kail« stadt, 29 in P-ttau. 66 in Kanizsa, 17 in Alba, 17 in Osen, 13 in Filnfkirchcn. 18 in Villach, 7 in Llenz, 8 in Bo^en, 20 in Brizen. 29 in Innsbruck. 6 in Kusstein. Die Einnahmen betrugen 9332 fl. 3 k'., die ÄuSgaven 2l08 fl. 96 kr.; es bleibt somit ein Kassirest von 6223 fl. 7 kr. Das Inventar hat nach vein Anschaffangs» preise einen Werth von 221 fl. (Sitzung 0eö GemeinderatheS vom 15. 3 ä n n e r.) Der Bürgermeister Herr Dr. M. Reiser verlicst einen DringlichkeitSantrag des Herrn Pcrko, ivelchen zehn Mitglieder unterzeichnet; dieser Antrag lautet: „Die Nothwendig-keit veranlaßt mich, um den Vortrag meines Berichtes über die lö^/g Gemetndeumlagen von Bier und Branntlvei» zu bitten." Die Dringlichkeit wird anerkannt und beschlossen, den Vortrag bis nach Erltdiguiig der Tagesordnung zu verschieben. Herr Dr. Ferdinand Duchatsch stellt folgenden Dringlichketlsantrag: „Die Stadtgemeinde Marburg hat eS nie versäumt, auS. Anlaß sreu» diger Ereignisse, welche daS t^llerhöchste Kaiserhcins betreffen, ihren Gesühlen der Loyalität und Ergebenheit Ausdruck zu geben. Ein solch freudiges Ereigniß ist die glückliche Gebnrt de« KindeS der dnrchl. Frau Erzherzogin Gisela. Ich glaube den Intentionen deS versammelten Gemeinderathes zu entsprechen, wenn ich beantrag-, derselbe wolle zum Z ichen der Freude über dirseS glückliche Ereigniß sich von den Sitzen erheben und eS wird der Herr Bürgermeister gebeten, den Herrn Statthalter für Sleiermark zu ersuchen, die Kundgebung der Treue und Anhän..llchktit aa daS Allerhöchste Kaiserhaus und der Freude über dies ttlückliche Ereigniß in geeigneter Weise zur Kenutniß Seiner Majestät unseres allergnädigften'Kaisers zu bringen." Die Versammlung erhebt sich von ihren sitzen. Herr Dr. Duchatsch stellt im Namen der 1. Sektion über die Resignation deS Herrn Karl Reuter folgenden Antrag: „Mit dem Schreiben vom 4. Jänner d. I. hat Herr Karl Reuter erklärt, daß er keinen Gru id habe, von seinem Entschlüsse, sich der weiteren Thätigkeit im öffentlichen Leben Marburgs zu enthalten, abzugehen. Nach I. 20 der Gemeindeordnung ist jedeS ordnungsmäßig gewählte Mitglied verpflichtet, die Wahl anzunehmen und daS angenommene Amt tvährend der Dauer der Wahlperiode fortzuführen. Ungeachtet nun Herr Karl Reuter dieser Verpslich-tung nicht nachgekommen ist. somit keinen gesetzlichen Grund hat, die Wahl abzulehnen, beantragt die Sektion in Berücksichtigung der ersprießlichen Thätigkeit des Herrn Reuier im Gemeinderathe. die Ablehnung der Wihl zu genehmigen, von der Verhängung einer im Gesetze santtionirten Strase at)zusehen und Herrn Reuter von der Kenntniß-nahme feiner Resignation unter AuSdruck deS Bedauerns und DankeS zu verständigen." Dieser Antrag wird ohne O.baite angenommen. Herr Johann Girstmayr derichtet über daS Ansuche« der Direktion der Südbah iwerkslätten, betreffend die Uebernahme der B leuchlung in der Arbeit-lkolonie aus R chnung der Gemeinde. Die Kosten der proponlrten zwanzig Laterne» ivürden stch auf 160 fl. b,l»>uf^n, die Kosten sür die Be-leuchtnng auf 840 fl. Der Gemeinderath beschließt. eS habe die Baus,klion im Verein mit zwei Ex» . perten der Finanzs kiion die nöthigen Eihebungen IN der Kolonie zu pflegrn, in del nächsten Sitzung Bericht zu erstatten und Anträge zu stellen. Nich dem Antrage der Bauscktion (Bericht» erstalter Herr Johttnn Girstmayr) wird beschloss-n, ln der Kaiserstraße eine Laterne (beim Hause des Herrn Maz Baron Rast) und in der Bürgerstraße zwet Laternen (die eine gegenüber dem Stastpark-Eingange, die andere an der Kreuzung der verlängerten Herrengasse) aufzustellen und einstweilen mit Petroleum zu beleuchten. Herr Johann Girstmayr legt im Namen der III. Sektion den StadterweiterungSplan über die Baugründe in der Gemeinde Burgthor zur Genehmignng vor. Diese Vorlage wira an die Sektion zurückgewiesen znr nochmaligen Berathung, Vergleichung mit dem früheren Plane und zur ÄntragsteUilNg in der nächsten S'tzung ^ Mit vem Bemerken, daß tvährend dieier Zeit allen Mitgliedern des Gemelnt>erath.S Gelegenheit zur Einstchtnahme geboten s.i. Herr Direktor Perko hält den eingangs angedeuteten Vortrag über die 15°/, Gemeindeumlage von Bier un) Branntlvein. Dieser Bericht wird vorläufig zur Kenniniß genommen und soll die Kinanzsektlon denselben prüsea und dic (geeigneten Anträge stellen. Der Herr Bür,»ermeister hatte diesen G'dank n angeregt und Heir Perka den sraglichen Antrag in bestimmlester Form gestellt. Den Wortlaut dieses Vortrages können wir erst dann mittlieilen, wenn dcr Gemeinderath den endgiltigen Beschluß gefaßt. Hcrr Perko Halle in seinem Vortrage dic Versammlung erinnert, <^aß er sich bei Uebernahme der betreffe.lden lLinhebung bereit erklärt, 6000 fl. zu zahlen, auf jeden Gewinn zu Verzi h-ten uns den U bcrschuß zu wohlthätigen Zweckr» zu verivenden. Dieser Uetierschuß betrage 1500 fl. und sollen 500 fl. der freiwilligen Feuerivehr, 100 fl. aber dem Stadlpart zu Gute kommen. Herr Marco ben:.tragt, dem Spender den Dank der Gemeinde auszusprechen und möge sich die Versammlung zum Zeichen desselben von ihren Sitzen erhkben. Geschieht. Herr Perko dankt fllr daS Vertrauen. Zum Schluße lvird beftimrnt, daß die Sitzungen dtS Gcmeind^ratheS in der Regel am ersten und dritten Donnerstag in jedem Monate stattfinden sollkN. (Gemeindesteuern.) Die Landesvti-tretullg hat der Stadtgemeinde Marburg die Be-lvilligullg erthkilt, bis 1. Jänner 1877 bei der Einfuhr von jedem Eimer Bier 10^/^^ kr. und Spirituosen kr. eindeben zu dürfen. (G e sch m o r n e n! i st e.) D^^s Präsidium des Kreisgerichtes E>l!i hat bem Stadtrathe die Jahreöliste der Gescdwornen übersandt. Die Hauptllste zählt 352 Namen, daruter 130 Mar. burger. 3» die CrgänzungSliste sind 68 Namen eingetragen. (Rinderpest ln der unteren Steiermark.) Stit dem ersten Ausbruch der Seuche betaust sich der Gcsamn.tvcrlust in 46 Höfen auf 202 Stück Rinder, wovon 33 gefallen, 99 al» krank und 70 als seuchenverdächtig gekeult worden. (Heimische Kunst.) In der Buchhandlung deS Herrn Gaißer am Burgplatze sind gemalte Photographien ausgestellt, welche von künst« terischer Vollendung zeugm. Der Maler ist Herr Franz Tifso (Graz, Bürgergasje, 4). (S ch u h w a a r e n-F a b r i t.) ES verlautet, Herr C. A. Kleinschuster werde die Schuh« waaren-Fabrik der Aktiengksellfchaft übernehmen und dikser Tage eröffnen. Die entlassenen Arbeiter fänden alle wieder Beschäftigung. (A r b e i t e r - B i l d u n g S v e r e i n.) In der heutigen Sißung dieses Vereins wird die Neuwahl des lntenden Ausschusses für 1874 vorgc-nommen. Um 6 Uhr AbendS beginnt eine gesellige Unterhaltung. (Politische E i n t h e i l u n g.) In Re-glerungSkreisen wird eine gründliche Aenderung der politischen Eintheilung für daS stlirische Un-terland vorbereitet. (Eichlers Elite-Kostüm- und Mastentränzchen. Tanzprüfung.) Nachdem alle Kostüm» und MaStenkränzchcn für auserlesene Gesellschaften, welche der diplomirte Lelirer der Tanzkunst, Htrr Eichler j. biSher (1871, 1872 und 1873) gegeben, ungeltieilten Beifall gefunden, wird auch heurr ein solches Kränzchen veranstaltet und soll dasselbe am 14. Februar in sämmilichen Lokalitäten der Göldschen Vicr-holle abglhalten werden. DaS neuerrichtete Streichorchtster der Südbahakapelle btsorg! den musikalischen Theil. Der Eintritt ist nur gegen brltstiche Elnladung gestattet. — Die Tanzprü-jung für sämmtliche UnterrlchtSabtyeilungen kann wegen der großen Anzaht der Schüler und Schülerinnen erst in der zweiten Hälfte deS Februar statthaben. Cz.'rnitz (Sterzl) und Hr.,. Niedt Schtsirbl). Dsp Anderen ivascn defrikdig'^nd. Donnerstag nahm Frau Schenk-Ullmeyer alS „Joskfine" in Bayer's LebenKbild „Eine moderne Lokalsättgerin" von unS Abschied. DaS Stück ist eines von jenen, die aus Alles verzichten, was logische Verbindung odcr Durchfüijrung einer Idee heißt, ivclche einzig und allein um einer Paraderolle tvillen existiren; wird diese gut gespielt, so verzeiht man den übrigenUnstnn. Frau Schenk-Ullmryer ist di'S gelungen, denn sie war gleich vollendet als Schauspielerin, wie als Säu. gerin. DaS Publikum zeichnete den liebenswürdigen Gast durch vielfachen Hervorruf auS und so schiedea beide Theile zu angenehmster Erinne-eung. Außer Hrn.Riedel (Ptldl) und Direk. Dleß (Reitzenberg), welche auS ihren undankbaren Rollen das möglichste machten, blieben alle anderen Mitwirkenden iveit unter dem Niveau der Mittel» Mäßigkeit und bildeten einen traurigen Rahmen zu dem frischen lebhaften Kolstit der Lokalsän-gerin. Letzte Most. Der Landtag ersucht die Regierung, hinstchtlich der Wehrpflicht die Begünstigung der wirtlichen Lehrer auch den LehramtS-ZSglingen zuzuwenden. Die kirchenpolitische Kommission de<» ungarischen Abgeordnetenhauses fordert die Regierung auf, vorlagen über dir Kirchenfragen zu machen. Die -Opposition im neugewählten deutschen Reichstag zählt 140 Mitglieder. Theater. Frau Schenk-Mmtyer vom Stadttheater iN Graz eröffnete am Dienstag unerwartet ein Gastspiel als „Therese KroneS" in dem gleichnamigen Genrebild von E. Haffner und bewährte damit ihren Ruf als gute Sängerin und lelditje Schauspielerin. Der erste Akt fiel ab, dann aber steigerte sich der Erfolg und daS Publikum hatte vollauf GelegenheÜ, seiner BeifallSlust die vollen Zügel schießen zu ltissen. UnS erscheint die Art und Wnse, wie Frau Schenk-Ullmeyer die Sprache behandelt, gekür.strlt und manirirt; man müßte sich an diese Eigen» thümlichklit gewöhnen, um sie dann der sonst liebenswürdig nuanzircnden Lokalsängerin leicht zu entschuldigen. Von den übrigen Darstellern nennen wir Hrn. Riedl, welcher als „Raimund" zu seinen vielen guten Charakterrollen eine vorzügliche zugelegt i^at. Hr. Holdig (Peter Wols). der sonst gut Maß zu weiß, ijatte diesmal iZie Grenze des Erlaubten weit überschritten und war geradezu eckelig. Am Mittwoch spielte Frau Schenk.Ullm'yer die „Rosa" in der A. Bittneri'schen Posse „Die leichte Person". Die Rolle, seinerzeit für die Gall-meycr gefchrieben, ist ein Piobestück für die Gou-brette, welche darin genugsam Gelegenheit hat, ihr volles Talent zu zeigen. Die anmuthige Gastin löste ihre Aufgabe vollkommen und war der Beifallssturm, der Szene um Szene durch« HauS ging, der beredteste Zeuge von der vollen Sympathie des Publikums, 'velche sich Frau Schenk-Ullmeyer schnell erworben. Von den übrigen Mitspielenden erwähnen wir lobend Fr.Hubatschek(Frau Eipeltaucr),HkN. Venvin „lilvi'kuf" in lilarburg. ^vsolcs äss Vsrsillv8: unÄ ^'öräsruvx allKSmsivsr Lav-Äslsivtorssssn, vi3gev8vli»ftli<:ks k'ortbilllulle ^Ullxsr LkluLsuts, Illltsrstüt^uriK Ki1k8dsäür> tixsr ^itKllsäsr, Ltsllsvvsrmittluvx ete. Lwsodrsidsssdüdr ü. t.— 80 Irr. süi' Iiisr äomi^ilirslläs, 40 kr. kür Ztlitzlieäsr. .kkdrosdsitrsK kür ulltsr8tütrolläs Uitelisäsr g. S.-. Vaswo w «ktrdurx. Ilontsg Seil IS. ^Zimer 1874: AllllülldiglNlg. Der Unterricht für Anfänger t« Gefange von Seite des hiesigen M^anner-gesangvereineS beginnt Mittwoch den 21. Jänner d. I. u. z. im Vereinslokale, für Damen um 6 Uhr, für Herren um 3 Uhr Abends. Bis dahin werden. noch^A nmeldungen vom Herrn VereinSkaffier König angenommen. Marburg am 13. Jänner 1874. 45) Die vereillsleitu«!. Die öffentliche Nchimtm »«d KiMmt in dem der Theater- und Casino-Gesellichaft gehörigen Gebäude in Marburg ist vom 1. April 1874 zu verpachten. Mit derfel^kien ist auch die Restauration tu den Easino-Lokalitäten verbunden. Briefliche Anfragen sind bis Ende Jänner 1874 an den Vorstand, Herrn Dr. Duchatsch, Advokat in Marburg, zu richten. Marburg im Dezember 1873. 1053)_DaS VerwaltungSeomit^ Alle Gattungen sS Gemüse- und Blumen-Samen, frische Blumen, Bouquets und Kriinze sind im ehemals Banealarifthe» Garte» zu billigen Preisen zu haben. Ein Wirthsg«schäft in Marburg, im besten Betriebe, ist mit oder ohne Einrichtung sogleich oder von 1. April an sehr billig zu verpachten. (40 Ko, Mt die Expedition dieses BlatteS. vsr Ksufmänn. Sängvfdunä in lßapbui'g vrlaudt sied liismit äem ?. I. ?ub liicum av2U2sißsv, äass in Herrn Vk. iAöt» AM 24. ü. ^ SM »bxvdalten virä, isu veleliom nur xs1s.äöve (Fästv Tliitritt tiübov. .Isvv ?er80rivn, veleken aus Vergelien leviu« Livikäuvß zu^esodielct voräsv, vollvn sieti ZstMigst Herrn ^ax Ledurx ast, Vorstanä-Ltellvertretsr, mvläen. ^dvuüli 8 Vdr. Lutrsv xr. ?vrson 1 ü. vks üdsroimmt au8 (^okälliglcait Ksrr L. kledlvr Lutröskartov 8mä dsi äsn Lsrrsv: Lä. ^»usodit-, k'rieär. Lvotl uuä »ovio ^bsuä» »Q üor L»ss». (21 Die 2cli?72.r2siidsrgör HZiSS, besteig ZkiliinSiKtI»»Ivr, l euö Iloll. ^ »»»r. MKrlnjxs, ru»». «ZK «»»r. türk. ZLHVVtsvlRllVi», vyr^üAlicde (Qualitäten i'u.ss. unä eelitsu alten 44) ewxüeli^l) l)e8tc'ii8 Vourlul krlIIMi»r. öilliz^ste unä ksiasts öall-tniüjss nL.od 6er neuesten ?'a90n, von 2? ü. »ut^ärts 46) vmpüedlt äas les Kekeikl. KleiÄermklKasiiQ Eingesandt Die in unserem heutigen Blatte befindliche Lotterie-Annonce des Herrn Vodn in U»mdurx ist ganz besonders zu beachten, indem die Lotterie mit außerordentlich viel Ckwinnen und außerdem der größte Hauptgewinn abermalt auf eveut. Thaler fest- gestellt ist, so daß diese Geldverlosung trotz de» billigeren Einsätze» den allergrößten zur Seite zu stellen ist. T» ist daher eine große Betheiligung zu erwarten und möge man sich au» dem Grunde schleunigst an da» genannte Lank-hail» wenden. _ Wirklicher Conmrs-Ausverkauf IM Krauä L3.2g.r ülstropolö, Vi«», ?r»tor»tra»s» Hr. IS. Krösst«» i-agsr von liüi'ndoi'gvi' Kalantsfis-, l.uxus- unä kodrauekssi'tikvln, so auvk äio gfüssts ^us^akl in Tpiolsavksn unö Lvsvllsvkaft8>8pivlvn. zy^zy«^. untt»,- lt«l» I^inksufiipreiij. " ÄööT' ei/lSTi ein cieT' b 8 10 t Ltüelr Zt»väs1 3viko...... 1 , Lrkiutsr-3sifs...... t „ Slycsrill-Svik« xrog» . . . 1 „ «ebtv ko«sa>3siks .... 1 „ möäioiuisods IkssrsojLs sexsn »1!« ^k^utlcrsnIlkeitsQ . . . Lia»i^v Isisäerlaxe tür äis IU bsst averliUllatvs läittel xexso ^adnsekmkie uv6 Kviodvrllst, vvivlw» aueü 6ov i^blsn (Fvrued vom I!>5uv6v SQtfvrvt. — 1 l'iexel äivse« ocktsn (^uatdsrllln üoi-agvum) ti. l.ü0. . . 3 trr. l k'laooll ?arLiim ........ll) Irr. 1 „ „ ävr fsivstsu ösrto, »Ig: LsdouD l^ur«», I^arv««, Ovtttton Vretvn, vvuqoetltAl tvr, Valmt^vlU VrGenstSntlv, als: Lroooso, Oliresdäo^o, vkrvQ, I!vtlsll,kiiixs,^eäai11olli. äto. iv ^tlas ^siss voQ 30 kr. All. äto. mit Vouquet pr. 8t. 70 kr. äto. komxaäour . „ 50 kr. ?srllsr äio A^rösstv ^usvalil in ATIKeder Kategorie befinden sich stet» szu prompter Besorgung in Vormerkung. Zu vermiethen: Mehrere schöne Wohllungeu »sowohl in dcr iuncren Stadt, al» in den Borstädten, von 2—4 Zimmern, 'vom 1. Februar zu beziehen. Zu verpachten: Ein Wirthsgcschäst in der in 'neren Stadt mit geräumigen Loka ^litäten und Fiaker ei um billigen ^Zin» sogleich. Mehrere Aückereitn in Mar- ^burg und Umgebung. Zu verkaufen: Eine halbliedtckte Kalesche, »fast neu, sowohl I- al» Lspännig. Gin nettez ebenerdigts gavs "in einer Borstadt Marburg«, >m be ^sten Bautustande, mit schönem Obst garten, Kuh- und Schweinstallnngen sehr zinSertraglich, unter gilnsti-^gen Zahlungsbedinunissen nm den '^billigen Prei» pr. Kü00 fl. Elve gut arrondirte behauste i^Realität in der nächsten Rahe von Marburg, mit gut gebautem ebenerdige» zinScriräglichen Hause (9 Zimmer, 7 Alicheu, 2 Kelley, großem Hof mit Brunnen, Obst- u. Gemüse-arlen mit Brunnen, endlich ca. 14 loch Wiesen und Aecker vorzüglicher Gieba u. bestellter WuUersaat. Prei» 12.000 fl. unter günstigen ZahlungS-bedingnissen. Eine schöne Landrealität, nur '/^ Stund, von Marburg entfernt, mit 1b Joch gut tultivirter und zum Theile mit Wuiterfrüchten bestellter Felder, Wiesen und Wald, nebst sehr geränmigen meist gewölbten Wol)u-n. Wirtl)schastöt^rbäudc», dann Odst-U.Gemüsegarten nut Hof n.Brunne«, um den billigen Prei» von 6000 fl. Ciue jel)r schön gelegene Ne- alität iu einem bedeutenden Orte an der nach Kärnten siihrenden Hauptstraße, bestehend nuS elnem stockl)ohen Wohnhanse (worauf das Wirthögeschäft im besten Betriebe lst), 2 Wtrthsch^lstSgebäuden, einer Schmiede und 30 Joch Grundstücken, wornnter bel 11 Joch Äecker, bei 3 Joch Wiesen u. iiber 1v Joch schlag barer Wald. Preis 12.000 st. unter sehr i^unstlgen ^^inlilungsbedingntsseu. Eine liehanste Nealitat in der Rühe der Stadt Pettun mit einem gemauerten Wohngebäude mit Keller ans 50 Halbstartin, Wirthschaft» gebände mit Hof sammt Pumpbrunnen, dann circa 2 Joch Garten, Acker und Wiesen; ferner» ein klei-^ ne» Wohnhanö mit circa 1'/, Joch Obstgarten und Acker. Beide Reali-Z^ täten siud einzeln oder zusammen um den sehr billigen Prei» von 4800 sowie überdies 1 Joch Acker und 1 Joch^ Birkenwald um 600 fl. verkäiifllch. Eine schöne Weingartreatitüt iu einem berühmten Weingebirge.^ l Stunde von Marburg nnd Stnnde^^ von einer Bahnstation entfernt, in>^ ? einer schönen Gegend, mit 1 Herreu 2 ^ lianse, Wirths.tiaslSgebäude, Presse,^^ Wiu^erei, bei 3^ Joch GrundkompleL,^ H Wein-, Obst- und Gemüsegarten,? ^ Acker, Wiese uud WalduNti, sammt^ 5 fuvlius instruetus. ^ H Circa 10 Zoch Wiesenland^ ^ IN 2 Parzellen, wovon 6 Joch in der^ ? nächsten llmge' nng von Marburg ge-<^ H legen vorzügliches süße» Futter liefert^ > nebst dazn gehörigen Henstadl um den?^ Prci» pr. 5500 fl., die zweite etwa»?^ ilber 1 Stunde von Marburg entfernt 4 Joch AnSmaß un Preise pr. 1500 fl. Beide Wiesen sind wasserleitig.! Zahlttngsbedln>jn>sse giiiistig. WKM > MslbNsssMsM. xro»»«r Vorrktdv AM-. SM«-. MW- MAniM- ill allsll ?a90voll^ eiii5aodsr u. fvivgtar Lorto» in allev Ilol^ßAttuvKöQ, politLrt, matt, 2u allsu ?rvi8vQ vaeü dillixstom?rsi8t»ri5e. LIsKauts Speise, Sedlskimmer- nnä Salon IlSbel, alle Ilsoklvf- uns lapvilsfor - Lrisugn!»»». övötsUuvKeQ erbittet (14 »soll. I^aolier, Llkrdnrzx, «>» Ntsrtlo, Kärutstriasst Zwei Kellerarbeiter, die sich mit guten Zeugnissen ausweisen können, werden aufgenommen bei 48) ^ ^ IT »»»»»»«»»«» MM.lillir. »euK KlllkliZ Diesmal wiederum! ev. ISQ.VQ« skäler. Ztück und Segen bei Cohl». Große von der resp. Landes-Negierang garantirt^ Geld-Lotterie von über K Millionen VA I,vv« Thalee. Dieselbe ist diesmal wiederum durch Ge-inne ga z bedeutend vermehrt; sie enthält u rLoose und müsset, in wenigen Monaten in 6 Abtheilungen folgende EewMUt! stcher gewonnen, nämlich: 1 grojartiger^ aupt'Gewinn event. I SßV.TVOVThaler,! spez. Thlr. 100.0V0, 50,000, 25,000, 20,000,! «15.000. 12,000, 2mcil 10.000, 6mttl 8000.l W2mal 6000, Imal 5000, 22mal 4000. 2mal! A6000. 34mal :'000, 42ma! 1500, 206mal! »1600, L.n^'l 500, 413»?lal 400. 23mal 300, N',48mal 200. 900mal 100, 75mal 80. S5ma!! «70, 50mal 60. 10mal 50, 26900mal 47' 11725mc'l 40, 31, 25. 22 2 Thaler. . Die Gewinn-Ziehung der I. AbthciluNfl! ist amtlich auf den (32 22. u 23 ^ festgestellt, zn welcher das ganze Original-Loos nur k fl. i. W.^ das «lelvt „ nllr3fl. ö.W.^ das viertel „ nur 1'/, st. ö. W. Gkosf-'t. nnd s-noe ich diese Original-Loose m'tRegie "rung»w appen ('elne Promessen oder Privat-Lotte rien) gegen srankirte Tinsendung de» Betrage» selbst nach den entfernte st enGegenden den geehrten ÄAnstraggebern so,ort zn. ^ Die amtliche Ziehungsliste nnd j dir Versendung der Vrwinngtldrr erfo'gt sofort nich der Ziehung an jeden der tietheiligten prompt und verschwiegen. Mein Geschäft ist b''anntlich daS Aeltefteund^ WAllergk^cklichfte, indem die bei mir Bethel Ili,^ten schon die gri^ßten Hauptgewinne von KT.,a?er 00,000,50,000, ostmal» 40,000 «.>5,000, 20.000, sehr häl's'g 15,000, 12.000, 10,000 Wlhli'er le. le., nnd jüngst in oen Monaten Ottober Im'd November d.Z. stattgehabten Ziehungen die Ge Gsammt «umnie von über 10<>,V0O Maut amtlichen Gewinnlisten bei mir gewonnen haben.ß in Hamburg, Haupt-skomptoir, Bank- und Wechselgeschäft.