^^ Donnerstag, 9. Miliz 1899. Jahrgang 11«. kllibacher Ieitum. '"u. —--------- ^« In!/.'' ^lbiill»^,^,, V ° stverltndun 8 t ganzjährig f,. lb, halbjährig fl. 7 b». I m C o m p t o l r: ^ tz^"">el,lr bi« ,.7'° U. li'öN. »ür die ftustelluna, «n« Hau« aanzjähri« fl. l. - InsertionsatbUr: Für H ^^>^^^// «ellln »h ir,, gröbere per geile S lr.; bei öfteren Wiederholungen per Zeile 3 lr. ' Nie «Laib. Ztg,» ericheint täglich, mit «ulnahme der Sonn- und Feiertage. Dir «v«ln»ftr«lion befmdet ftch «longressplah Nr, 2, die «edoctlon Äarmherzigergasse sir, lb. Sprechstunden der Redaction von « bi« 10 Uhr vor» mittag». Unsranlierte «riefe werden nicht angenommen. Manujcrlpte nicht zurültgettellt. Amtlicher Theil. ,^t> ^'^" ^""" vom 6. März 1899, der Landtage von Böhmen, ^lir'^ ^""' Schlesien und Vorarlberg. "" ^otte "^ ^"leptz der Orste. ^ig ^ ' ^"aden Kaiser von Oesterreich, "on Dalmatien. ^2. ^n ^,."' Gallzlen, Lodomerien und Illyrien; ^r> von °ö" "'l Erzherzog von Oesterreich; "^ ^"' von K^"° ulld Kratau; Herzog von h« l Vul^ ^blirg, Steher, Kärnten, Kram H"l v°n2' ^"bfürst von Siebenbürgen; R« "' von'«,?"'' Helzug von Ober-nnd Nieder-^ ^ Auickw "^ ^""«a, Piacenza und Gua. ^°l ""d Zaw b u"d Zator. von Tejchen, Frianl, ^i ^ Khbur!. ^lu/steter Graf von Habsburg und ^ "" ^i"g: Wrz und Gradisca; Filrst von V V"d in?s''.Markgraf von Ober- und Nieder-^> kgcnl ^Urien; Graf von Hohenembs. Feld- '° ""d «I?"'berg «.; H"r "°n Trieft von tlüli,. ber Um,, ^^""^l^en Mark; Großwojwod lunlz «^"wodschaft Serbien :c. ic. ,c. II h« "^ su wissen: le^einber i^"'^ Unfercr Entfchließung vom ^ ^bhmen >. ^rtagten Landtage des König. °ll l!' Klain ' r>. Herzogthümer Steiermart, '^tt ^>s Nnr. .. ^ U"o Nleder-Schlesien, daun ^tzli^"tigkeit?"« sind zur Wiederaufnahme 7" «er amm ^» 14. März 1899 in ihre ^l>en i, N c"^°"' ''"berufen->l.i3'^ am 6 «n>' ^eichshaupt- und Residenz-^ ^nnziast,.. ii -ä im Eintausendachthundert-"' "i, Unsrer Reiche im einundfünfzigsten Aun 5 3l°«z Joseph m. p. ^let^' Welsersheimb m. p. ^il^'p- Kastm.p. 3^i Nhe und Pfarrer in Arch Johann Dolinar, dem Oberlehrer Johann Sajc lii St. Varthelmä und dem Oberlehrer Simon Lomsel in Zirkle zuerkannt. Ven 7. März 1899 wurde ln der l. k. Hof. und Staatl-druckerei das XVU. Stück des Reichsgesehblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Hen 7. Miirz 1899 »urde in der l. l. Hof« und Staats« druckerei das l^,XXXI. Stück der rumänischen, das Titelblatt, das chronologische und alphabetische Nepertorimn zur slovenischlm Ausgabe de< iiielchsgeseylilattes vom Jahre 18'^U, das V,, Vl. und VII. Stück der italienischen, das Vlll. Stück der kroatischen, das lX. Stück der böhmischen und das XII. Stück der rumänischeu Ausgabe des Reichsgesetzblalteö vom Jahre 1U^9 ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Aus Schweden-Norwegen. Die Spannung, die seit so langer Zeit zwischen den beiden Unionsstaaten besteht, nimmt bedauerlicherweise immer zu, und dieser Process wird sich naturgemäß nicht aufhalten lassen, so lange nicht über das Princip des gegenseitigen staatsrechtlichen Verhältnisses namentlich gegenüber dem Auslande eine Verständigung erzielt ist. Die Herstellung eines Einvernehmens ist aber vorläufig nicht abzusehen und es muss daher jede neue auftauchende Frage von einiger Wichtigkeit in Bezug auf die auswärtige Vertretung der vereinigten Königreiche die Gegensätze verschärfen. Den letzten Anstoß in dieser Richtung gab die Angelegenheit der Actyeili-gung an der Abrüstungsconferenz, über die kürzlich der Staatsrath im königlichen Schlosse unter dem Vorsitze des Kronprinz-Regenten Hu>tav und in Anwesenheit des norwegischen Staatsministers Vlehr Berathungen abgehalten hat. Von norwegischer Seite wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, dass die Vertreter Schwedens und Norwegens m dieser Conferenz die Frage der Neutralitäts-Erllärung der vereinigten Königreiche aufs Tapet bringen mögen. Der Minister des Acuhern erllärte sich jedoch dagegen, wobei er verschiedene Argumente ^ Feuilleton. ^i^sl^il^^'lchen Alpenvereine. hat nun eine fechs-H U^sta.tkt. r sich, welche einen erfreulichen 3^^""i8M"5" ""Wüstet, begann der >hl .'""!ls mil 5>""e Thätigkeit und hatte be« ^N ^« den r dl^" Schwierigkeiten zu kämpfen, Willen bekulidete, für die 3"» H ''«en 3^ und des Fremdenverkehres in 3 ^ bes»eiw sein Möglichstes zu thun. ? Um^"in Kii. rlich auf die slovenischen Ge-^m.> die 3 "land, Kärnten und Steiermarl V lH'lel Lllven ^'" Alpe»' die Karawanten, >,> «1'"e « " ""d einen Theil des Karstes. M die s^tlglich^ ä" erschließen und dem großen d«! ^ie ^ptausaa^ ""chen. bildet auch heutige». Klbe^^eid"^ des Vereines. 3 > d"'< so latV^. "Länglich die Arbeiten »H^r >. danl ^ '" verhältnismäßig kurze. >"?^usi^"persck^ " Unterstützung und Mithilfe ö'AN^ung?'" und fördernder Patrioten. V"l 2 de? "men. I>n erster Linie sind in Landtag und die Stadt- 'Ae ^„dle Ar''""v welche dem jungen Vereim ^^"H^^^ lo gelben eine 'N3 nur 225 Mit. ^^>t ,,^6; '.'" Jahre betrug die Anzahl der- ^ >äli^ eine ""er befallden sich drei Ehren- ^'dez'; gohere Zahl von Oriwderii. "'^vael?i "* ^"^ d« um die Touristik. " ""e, hochverdiente Pfarrer von Lengenfeld Jakob AljaZ, welcher bekanntlich auch die Aljaz-Warte auf dem Trlglav-Glpfel auf eigene Kosten erbauen lieh; der rühmlichst bekannte Alpinist Unimrsi-täts-Professor in Graz Dr. Johannes Frischauf, welcher sich besonders um die Erschließung der Sann-thaler Alpen große Verdienste erworben hat, aber auch als genauer Kenner der ö>terreichischen Alpen und alö gewiegter alpiner Schriftsteller bestens bekannt ist, und endlich der Nestor der slovenijchen Touristen, Buch« Halter Franz Kadilnit in Uaibach, welcher noch yeutlgentages mit jugendlichem Eifer der Touristik yuldlgt und iln vorigen Iayre die meisten Touren auf-zuwei>en hatte. In der am 20. Februar l. I. abgehaltenen Generalversammlung endlich wurde der Obmann der Section Sannthal, Oberlehrer Franz Kocbet, ob feines eifrigen Wirkens in den Sannthaler Alpen zum Ehrenmltgl.ede erwählt. Der Verein hatte zu Hnde des Jahres 1898 vier heimische Sectionen (Obervurg, Stein, Nadmannsdorj und Tolmein) und die böhmische Section in Prag. Mit Ausilahme der in letzterer Zeit stagnierende» Lection Stein entfalten alle Secttonen eine rege Thätigkeit. Im Laufe von sechs Jahren wurden zehn Alpenhütten und Unterkünfte erbant — eme Leistung, die allseitige Anerkennung verdient. Die in den verschiedenen Alpcnhütten aufgelegten Mdenlbücher enthalten vielc den Verein ehrende Anerkennungen, welche von Angehörigen verschiedener Nationen herrühren. In allen Alpcuyütten werden Mitglieder alpiner Vereine um die Hälfte der vorgeschriebenen Taxe beherbergt und gast-lich aufgenommen. Im Jahre 1894 errichtete der Verein unter der Alpe ülsec am Nordabhange der Olua p«t seme erjte Alpenhütte, und zwar die Or ozen-Hütte (Oroi. nova koö»), welche 1346 m über dem Meeresspiegel liegt. Von der Hütte aus genießt man eine prachtvolle Fernsicht auf den Triglavstock, das Wochmierthal und den Wocheinersee. Die Hütte ist em Holzbau uut steinerner Unterlage, hat eine Veranda, eine Küche, ein geräumiges Zimmer nebst einer Dachwohnung und ist für etwa vierzig Personen eingerichtet. Diese Hütte wurde dem ersten Pläsioenten des Vereines zu Hyren benannt. In demselben Jahre wurde auch die Kocbek-Hütte (kouliokovH kosu), 1770 m, auf der Alpe Moliökl», pianiua an der tiefsten Einsattelung zwischen O^trioa und Volilci vrk in den SaniitHaler Alpen erbaut. Es ist ein Steinbau, welcher sich wie ein Blockhaus in der Stcinwüstc erhebt. Die Hütte hat einen Vorraum für den Hirten, ein geräumiges Fremdenzimmer sowie ein Dachzimmer und kann circa dreißig Personen beherbergen. Diese Hütte wiro vom 1. Juli bis Elide September bewirtschaftet. Von derielben fahrt dcr bequemste und lohnend,te Mg längs des ^üoo,l-Grates zum Gipfel der Ojstrica. Dl^er Mg wurde uom slovenischen Älpenverelne lmIahre1694 ausgesülzt. Im Jahre 1ö95 wurde zu Ehren dcs eilten slovcniichen Dlchters Vodnil auläjsuch dcr hundertjährigen Jubelfeier dessen Triglauochelgung au der Südseite des Triglav auf der Alpe Vow liol> dlc Voduit - Hütte (Voänilcova koö^), 169^ ui, e,n >ebr geeignetes Slandqiiartier für Touren in der Um< gebul'g dieser Alpe, erbaut. Die Hütte ist em Holzbau auf smnerlier Unterlage nut eliier Veranoa. Dcr Iitnellraum umfasst eine Küche und ein Touristen« zimmer; erstere i>t Mit einem Sparherde uer>ehen, im letzteren befinden sich sechs Matratzen. Im Dachraume lönnen zehn Personell Platz finden. l geltend machte. Das überzeugendste bestand in dem Hinweis darauf, dass nach Versicherungen des schwedischnorwegischen Gesandten in Petersburg die Aufnahme dieses Punktes in das Programm der Conferenz berathungen absolut nicht zu erwarten sei. Es lasse sich vielmehr mit Bestimmtheit voraussehen, dass die Vertreter der Mächte iu der Conferenz eine derartige Anregung sofort ablehnen würden. Diese Ansicht erscheint in der That sehr wohl begründet, da ja die Conferenz, wie bekannt, die Discuffion politischer Fragen aus dem Kreise ihrer Berathungen von vornherein ausschließen wird, um nicht die Schwierigkeiten ihrer Aufgaben zu vermehren oder gar den Erfolg der Conferenz zu gefährden. Sehr interessant war die Mittheilung des Ministers des Aeußern, dass er durch die Vertreter der vereinigten Königreiche die Stimmung auswärtiger Regierungen bezüglich einer etwaigen Gewährleistung der Neutralität Schwedens und Norwegens habe sondieren lassen. Es habe sich dabei erwiesen, dass sämmtliche Regierungen entschieden abgeneigt seien, eine solche Garantie zu übernehmen. Der Minister des Aeußern erklärte daher, er müsse darauf bestehen, dass der erwähnten Anregung keine Folge gegeben und eine dem entsprechende Entscheidung ungesäumt in diesem Staatsrathe getroffen werde, ohne die Angelegenheit, wie dies von norwegischer Seite gefordert wurde, im zusammengesetzten (d. h. schwedisch - norwegischen) Staatsrath behandeln zu lassen. Nachdem auch die übrigen schwedischen Minister sich diesem Standpunkte des Ministers des Aeußern angeschlossen hatten, entschied der Kron-prinz-Regent in diesem Sinne. Auch bezüglich der Art der Beschickung der Ab-rüstungsconferenz vermochten die Norweger nicht durchzudringen. Dieselben wünschten nämlich, dass die vereinigten Reiche iu der Confcrenz durch einen schwebischen und einen norwegischen Delegierten vertreten werden sollen. Der Staatsrath beschloss jedoch die Entsendung eines einzigen gemeinsamen Repräsentanten (eines Schweden oder Norwegers). Nur in dem Falle, dass Schweden-Norwegen, in gleicher Weise, wie andere Staaten, auch technische Delegierte ihrem Vertreter beigeben sollten, dürften hiezu schwedische, sowie norwegische Fachleute ausersehen werden. Schließlich erlitt der norwegische Staatsminister noch mit einer dritten Forderung einen Misserfolg. Er bemängelte es nämlich, dass der Minister des Aeuhern in Mittheilungen an die fremden Mächte den Ausdruck «die Regierung Seiner Majestät» gebraucht. Schweden und Norwegen — betonte er — haben zwar einen gemeinsamen König, jedes der beiden Reiche habe aber seine eigene verantwortliche Regierung. Demgemäß sollte der erwähnte Ausdruck als uncorrect durch einen anderen ersetzt werden. Der Minister des Aeutzern verwahrte sich jedoch dagegen, dass dieser Ausdruck irgendwelche Incorrectheit involviere. Er machte geltend, dass dem Auslande gegenüber die beiden Reiche eine Einheit bilden und gar nicht vereinzelt auftreten tonnen. Die Entscheidung des Kronprinzen-Regenten siel, nachdem sich auch die anderen schwedischen Minister dafür ausgesprochen hatten, abermals zu Gunsten der schwedischen Auffassung aus. Die dreifache Niederlage, welche die Norweger im Verlaufe dieser Verhandlungen des Staatsrathes erlitten, rief in Norwegen einen sehr peinlichen Ein- druck hervor, dessen Wirkungen sich gewiss bald zeigen werden. Politische Vleberstcht. Latbach, 8. März. Die «Neue freie Presse» bespricht den oster» reichisch-ungarischen Ausgleich auf Grund der ungarischen Vorschläge der Zolleinheit bis zum Jahre 1904 und des Bankprivilegiums bis zum Jahre 1911 und erklärt es als unannehmbar, dass die Bankgemeinschaft sich auf einen längeren Termin erstrecke, als das gemeinsame Zollgebiet. Von Szell, der sich als Freund der Zolleinheit bekannt hat, in Ungarn Führer des ganzen Reichstages sei und auch in Oesterreich Vertrauen einflöße, erwartet das Blatt, dass er der Monarchie den Frieden und die Sicherheit gebe, welche bei Festhalten der oberwä'hnten Formel nicht erreichbar seien. Der Conflict mit Ungarn sei zu vermeiden, wenn das deutsche Volk versöhnt und der Reichsrath einberufen werde. Dann sei durch gegenseitiges Uebereinkommen die Möglichkeit geboten, ein definitives Zoll- und Handelsbündnis zu schaffen und die neue Formel werde überflüssig sein, die eine Gefahr für das Reich, den Handel, die Industrie bedeute. Die Bank könne das elfjährige Provisorium mit fünfjähriger Zolleinheit nicht annehmen, noch weniger könne das die Monarchie aushalten. Oesterreich müsse eine Großmacht bleiben, dies würde aber ohne die Sicherheit der unentbehrlichsten Fundamente nicht möglich sein. Das Uebereinkommen mit Ungarn müsse ein wohnliches Haus in der Monarchie schaffen, unter dem alle Völker in Sicherheit sich entwickeln können. Die «Neue freie Presse» gelangt fonach zum Schlufse, dass das Ministerium beschließen dürfte, das Bankpri-vilegium nur für die Dauer der Zolleinheit zu bewilligen. Daraus entfpringe der Zwang, neuerdings über den Ausgleich zu verhandeln. Es werde und müsse sich ein Ausweg finden. Dafür bürge die besonnene Mäßigkeit des Herrn von Szell, der Lebenstrieb der Gesammtmonarchie. Ein Ausgleich ohne schwere Krise könne nur vom Reichsrathe beschlossen werden. Die «Reichswehr» widmet den neu einberufenen Landtagen eine Betrachtung, in welcher sie der Meinung Ausdruck gibt, die Landtage, auch der böhmische, werden sich nur mit wirtschaft-! lichen Angelegenheiten beschäftigen, da es so vieles nachzuholen gebe. Im böhmischen Landtage werde man sich vor radicalen Allüren umsomehr hüten, als man onst die Opposition des Großgrundbesitzes wachrufen, ogar den vorzeitigen Schluss des Landtages herbeiführen könnte. Die Deutschen schaden nur sich selbst, wenn sie vom Landtage fern bleiben. Sie würden sich nur den Radicalen ausliefern, ohne einen Erfolg zu erreichen. . Die Verhandlungen mit den italienischen! Abgeordneten des Tiroler Landtages dauern, nach einer Meldung der «Neuen Tiroler Stimmen», fort. Herr Dr. Kathrein ist am Freitag von seiner zweiten Reise nach Trient zurückgelehrt. Die Verhandlungen verfolgen bisher den Zweck, eine geeignete Basis zu finden für die Verhandlungen mit den deutschen Parteien über die geforderte «admini-! strative Trennung» des Landes. Auf Grund einer ^ Verständigung bei denfelben follen die 3^"^ ^ fein, in den Landtag wieder einzutreten. "^5! z< betrachten als Grundlage solcher AerhaW^vi «, «Entwurf einer neuen Tirolel ^. ^ ^ ordnung», welcher schon im 3^ cF^ ^! den italienisch-tirolischen Abgeordneten v"I^ ;, Das Hauptprincip, welches diesem Antr^ ^ ^ liegt, ist die Einführung nationaler 6ul>e"'^ ! ^ Trennung des LandesschulratheS lvlld ,^>^ ^ Muster des Landesculturrathes von den ^» . gestrebt. , «M H DaS Verlangen Italiens liacy ^ ^ ^ Ueberlassung der in der chinesisch ^i' ^ Tsche-Kiang belegenen San-Mu"' ^ ^ ihrer nächsten Umgebung sowie nach ^"^D^ ü, entsprechenden «Einfluss- und InteressenH^ ^ südlichen Tsche°Kiang wurde von der ch'H,^ ^ gierung bekanntlich abgelehnt und die ^'M ^ vom Tsungli-Yamen dem italienisch^ ^ ^ zurückgeschickt. Martino lehnt es nun, ^«^< 5, gemeldet wird, unter Hinweis auf die ul ^ und unhöfliche Art, mit der die iMe"^ ^ derungen vom Tsungli-Uamen abgewiesen g^ ^ mit diesem weiterhin direct zu verhandeln-^ sandte kehrte von Tien-Tsin nach P""s ^ . Italien bildet der Vorfall mit China felbsH .^ ^ sprächstoff der politischen Kreise. Das /^ ^ ^ Romano» behauptet entgegen anderweitige .^? ^ zu wissen, Frankreich habe die ^M^l ^ gierung verständigt, dass es nicht nur " ^, ^ sondern mit Sympathie den Versuch ^ ^ HA 5, einen Punkt in den Gewässern iihinas ^ ?' ^ Nach Depeschen aus London scheinen vo" h<ü) ^ lands emige Schwierigkeiten erhoben zu hOf^ x> man glaube in Rom, dieselben auf ^"e >^'/ s>, Wege beseitigen zu können. Die W'g"" ^,, 5 übrigens auch in der Kammer zur SplA^.! ^ die Deputierten Äosdari und Santim l""^" i< eine Interpellation über die letzten -"^ ^ ^ China, betreffend die San-Mun-Aai, A ^fi^ z, Die Amerikaner müssen zur ^" ^e", b, aufständischen Tagalen auf den PH» H.<.. 5 nicht unbeträchtliche Truppenmacht aufv'e" /^ zp. jetzt unterwegs befindlichen Verstärkungen ^, ^ eingelangt fein werden, verfügt Oeu^ ^l ^ H 41.000 Mann, wobei die Bemannung ,^ ^ ^ fchiffe eingerechnet ist. Der amen" ^ >s commandant hat nun, wie aus W"!yu'?^ " ^ 5 wird, einen Plan für einen äuge'«" ^, ^ fertiggestellt und beabsichtigt, die P^'p^ l^ ^ Dschungeln zu vertreiben. Die amerila>U!^A> >« welche infolge des Scharfschützenftliers ?e^^e>^ ^ unruhig und nervös geworden sind, ha ^j ' >l zum Angriffe gedrängt, dass General . j, Wuusche nachgegeben habe. ^ Tagesneuigleiten. ^ ! - (Kaiserliche Spende.)^. ^ f Kaiser hat. wie die «Agenzia SM"'' ^c'/ meldet, dem heiligen Vater zur Erricht"'^ ^ ^ h in dem ncnen koptischen Seminar von T"" / ' 2U.00U Francs übersendet. ^^1 ! - (Heißer Sommer.) VM ^,^ tischen Sommer werden außerordentliche^^^ ° Roman aus dem Leben von L. Ideler. 52. Fortsetzung. «Viel lieber einen gut unterrichteten Bürgerlichen, als einen unwissenden Edelmann!» war die schlag« fertige Antwort. Frau von Langen schnitt den unerquicklichen Vtreit ab. «Bekämpft euch doch nicht um Dinge, die in oer weitesten Ferne liegen und voraussichtlich niemals eintreten werden», sagte sie. «Es wird hier sehr angenehm werden, wenn diese Fremden erst alle fort und wir mit Steinau allein sind! Auch den Engländer mochte ich nicht!» «Aber, Mama, ich denke, du hast dich immer ganz gut mit Frau Doctor Rimpau unterhalten, wenn wir die größeren Partien machten und ihr beide hier allein wäret!» sagte Olga erstaunt. «Sie war doch auch stets freundlich mit Ioli!» «Aber fie war nicht von Stande!» seufzte Frau von Langen. «Nun geht endlich zu Bette, Kinder!» — Am anderen Morgen früh stand schon das Fuhr-werk bereit, das die Hälfte der Sommergäste aus der Klosterschenke zu Chorin fortführen sollte. Wer tonnte es wissen, ob auch nur einer von ihnen je wieder Hieher kommen würde? Es gab ein allgemeines Abschicdnehmen. Theodora war sehr liebenswürdig gegen Rauenthal. «Wir hoffen, Sie wiederzusehen, Herr Doctor», sagte sie. «Sie avancieren doch noch zu unserm Haus-arzU» D«r Angeredete verbeugte sich lachend. «Sehr viele Ehre, gnädiges Fräulein», ent-gegnete er, «aber Sie wissen, dass ich meine Praxis aufgab!» Steinau schüttelte ihm kräftig die Hand, wogegen Baron von Langen kaum feine Fingerspitzen streifte. Die Damen schieden kühl voneinander, und der Eng« länder saß, eine Cigarre rauchend, zuerst auf dem Wagen; es drängte ihn, von Chorin fortzukommen. Noch einen letzten Gruß der Zurückbleibenden, noch einen letzten Blick auf den blauen See und die alten Klostermauern, und rasch rollte der Wagen durch den schönen grünen Wald der kleinen Station zu, wo der von Stettin kommende Personenzug sie aufnahm und der Reichshauptstadt wieder zuführte. Agnes und Nauenthal saßen einander im Coups gegenüber; sein Herz war voll bis zum Zerspringen. «Sehe ich Sie noch einmal wieder?» fragte er. Sie sah ihn erstaunt an. «Ich denke! Wenn Sie uns —» Sie brach etwas verwirrt ab; sie lebte mit ihrer Mutter sehr still und zurückgezogen; konnte sie da einen fremden Herrn auffordern, sie zu besuchen? Unmöglich! Wenn er freiwillig kommen wollte, wie würde sie sich freuen, und im Herzen hoffte sie, dass er kommen würde! Er aber verstand ihr Schweigen falsch. «Sie wünscht nicht, dass ich sie besuche», sagte er sich. «In der Waldstille hatte sie wohl Mitleid mit mir, in Berlin aber fürchtet sie ihre Stellung durch die Bekanntschaft mit mir zu gefährden. So will ich ihr nicht lästig fallen!» Und die trankhafte Empfindlichkeit, die ihn seit jenem unseligen Ereignisse beherrschte, steigerte sich noch; ^^""" — —"^" ll>e^ M'' er versank in düsteres Schwelgen, . ^ ^ bemerkte und welches ihr sehr wehe ^ ^ konnte sie ihn verletzt haben? ^ e^-s Noch grübelte sie darüber nach' c ^ ° ^ gellende Pfiff der Maschine. Der Zug " „ 3»" Bahnhofhalle ein und das Ziel der w" . erreicht. , .^d, "/, «Schon?» fragte Agnes, auff^^M blieb ihr keine Zeit mehr, noch "^ ,hB,/^ ihr fo theuren Manne zu fagen, das ")' /sie, M können. Eine Menschenwelle umdriing" h»^ bald hier-, bald dorthin, und musste" ' ^c um ihr Gepäck kämpfen; der WirrM" ,^ beschreiblicher. , < -d V Mit Mühe brachten Rauenthal " ^ ? Damen an ihren Wagen; Frau Do"" ^ .< Raueuthal noch einige Worte zu,..^^// Tumult nicht verstand; ein letzter V h^V Droschke tauchte in einer Flut von 6" ^c ^ «Mir schwindelt!» sagte der V° .k, sich mit beiden Händen an den KoPl .^ ist. , «So still wie in der Klosterru^e ^ nicht!» erwiderte Wilson lachend. ^ >,!' Doctor!» . ^j " ^ Mit diesen Worten verschwanv ^ Menschenstrom. . ,,M>' Rauenthal fuhr gleichfalls 5""^!'^ Er fand eine Menge Arbeit vor, d" F^e ^, Es waren zahlreiche Manufcripte zu ^. ^ Unmasse Correspondenzen zu erled.s ^ reihten sich zu Wochen, ehe er >'" l durchgearbeitet hatte. » ö^ung Nr. 56. , 419 9. März 1899. !ä ^ °b' il, «. ^"d, an mehreren anderen Orten Aslant, l>ar"^""° ^^ Gl"0 und in Longreach in h°/^c>i bu^„^^rad im Schatten; an letzterem °ln Rum. ^ ^"gel. von der Glutluft gelobtet, ^ «z^ ballen sein. ?" '" Queers ° ber Opalfund) ist kürzlich in i^> «rniorbp« ' 6""°^ worden. Zwei Deutsche, !«, "Ute )) " hatten, verkauften ihren «oluim. au ^> ^ "f Fuß lange Block soll 5>r ^ Tran«? baben, und vier Männer wurden bischen i^"^ »evraucht. Der Wert des Opals ^ ^, """^ und 200.000 Mark geschützt. ^ ist ^außerordentlicher Bronze->« h "^ dem «Bulletin Technique, kürzlich ill ?^rH'°lnmen worden. Es soll sich um das ^?A ^is br s hudeln, das jemals durch einen ^ "lh. das« >. ""be. Sonst ist es bekanntlich hi. «nzeln.« c3^"^ilder von außergewöhnlicher l<" Ranzig ^9"^" skgossen werden, oft in zehn ^>W unk ?"' ^' dann erst am Platze zu-li»t» n) ^ne der '"^^ltig mit einander verlöthet bllbn l>uch Mit ^^^" Gießereien in Newyort wollte ^."^ tinein - Haltung eines Rlesen-Stand-""b ? den Gottw^" ^"lse machen. Das Kolossal-^I, ^ in dem s?" ""' °"^ der Hirtenftöte blakend, ^ul 'ls wurde ^""lparte der Stadt Aufstellung ^ 1."^ dcm 3i ^"°^lt ein Thonmodcll hergestellt, ^7^"'erilani?^"^^' ^"" hergerichtet wurde, «^ Stalls "'^ «ildhaucr Gray-Bernard dle l'U,. ^ 4i!0<» ^' ^"'" wurden mit einem ein-bli . ^ie <2^. ^'/"granlm Bronze in die Form ^ Wh« vo ^ vollkommen gelungen sein und ^stveijen '""^ Betern nicht einen einzigen ^ ^ie' >,< ^tti "^ Dr ^, 5' sche schlafen), darüber ^!io Mung.' .^"oor Beer in der «Allgemeinen ^l<> ^ape, " , ""b seiner in der Zoologischen ^t , Kuptun. gammelten Erfahrungen. Zunächst ' °5?stlMt/ ^ls die Fische schlafen, überhaupt ^<'s.^e°bacht^ ,^2ner dieser Ansicht halten °""°, «.^ vocitom^' "^ "" 3lsch in ganz wachem ^»c»^ ^ auch ei, ^"^'2 und regungslos verhalten !'"hlich/ "er ^^ '"" geschlossenen Augen in wachem Hltbtn ^"rachtun "legender Mensch kann bei ober-> il,^"ben Ä vv" einem Schlafellden nicht unter- die Physiologie durch ^ s^^urin I. ?len Vertreter, Professor Angelo >'^end st^. 'Wellt, ^ss ein Mensch sich doch ? " 3> ^e ""' °W dass die Täuschung au, ^> itn^ '""U"t werden könne. Während >>, 7 bis ^f ""chen Zustande die Athmungs-^ll»!c'/vlNtnt i't,. ^auch und das Zwerchfell aus-" d^ 'st oi b^s im Schlaf zur Ruhe; der dass er nur 3 lülin.. "l ist 3' ^" "hnlich, äußerlich erkenn. ^ fi^, ^ sich .!" . die Fische noch nicht bekannt, ? Vt? lasse« , "^^ bei genügender Aufmerksam, l b^'e X^egung n ^'<.l" einer geringen Häufigkeit Kten Z°' die 3i. I^erhin ist schon die voll-.Alii. Men b i 5. ^" °" Tage so unausgesetzl ^in^schw^""" der Dunkelheit einstellt, l^^/^ln Uin«, "n stundenlang auf demselben V H?ll°nze " l, ,l)^ ^.^^ ^o^n, neben ^?'«k?"«t ;" b'wegen sich nicht mehr. Mau k ^> ,7 den "^ dass alle Fische sich, wenn Vlerd s.^"' auck c^ ^er auf die Seite legen. t^< ftend. Z. schwebend schlafen, gerade wil> V'". k)"te ^^lche. denen Dr. Beer die Flossen ^ W "'deren ^""^"s ebenso rasch nach-2>t. ?.passer s^""n die Haare - schliefen. !> z^'l sie i^Wd, die Wpfe nach unten ^ > ^Klten ^erw^ "'^' '" ^"m Gleich-^s>fi,?l'ch zu^Vten. Einige Fische lege.. <, ^?',. die ew Hal ^uf eine Seite, z. B. >"i°. °°>N pi '^ krank ^""erfahrener während ihrer ^^'"e»n ^ "der todt halten würde. Auch Kopse gleichenden und hlyi. le 11'" wir ,33 ^""" ""hl jedenl bekannten > ? ^'. "nd' s^'s er sich z^m Schlummer au; ^ 1° 'chas'? ^elle^b"' ihn Seeleute mehrfach ^ ^'t ^' "den z ' brechen gesehen. Man kann ^b, Kn ^>nd a"^ b« vorsichtiger Annäherung ^""e ' °n die"Z°" und aus dcm Wasser ziehen, >>ln«>,her an!?' dabei stets offen, und des- "' ll>n ^"lchts ' 'WM Schlase zweifeln. Aber sic ^H'eben z °" der Natur mitbekommen, un, ^ehr^""en. Die Knochensische, denen ^ «^ «ller lebenden Iische angehört esitzen leine Augenlider und können daher die Augen benso wenig schließen wie wir die Ohren. Unsere Augen »edürfen stets der Feuchtigkeit, und wir schließen sie, um ie vor dem Austrocknen zu schützen, bei den im Wasser ebenden Fischen ist das nicht nöthig. Uebrigens mögen lie Fische im Schlafe durch ihre stets geöffneten Augen ft vor drohender Gefahr gewarnt werden, gerade wie es »ei uns durch das unverichlossene Ohr der Fall sein ann. Die Fische können zu solchem Nachtwachdienst nur >as Auge brauchen, da sie wahrscheinlich taub siud, we-ligstens für Töne. Endlich gibt es aber auch Fische, die egelrecht mit geschlossenen Augen schlafen, nämlich die )aie und Rochen. Diese haben nicht nur frei bewegliche Augenlider, sondern oft noch eine Nickhaut, wie die Vögel. 2ie schließen im Schlaf die Augen und auch die Pupille icrengt sich bedeutend, wie beim schlafenden Menschen, die Haie haben insoferne absonderliche Gewohnheiten, lls sie rechte Tagediebe und Nachtbummler find. Am 5age liegen sie, wie man an den kleinen Katzen- und Mldhaien in den Aquarien beobachten kann, gewöhnllch n tiefem Schlaf. Wenn das übrige Fifchuolt zur Ruhe zeht, mit Einbruch der Dämmerung werden sie lebendig. Lann sind die am Tage so trägen Thiere wie ver-uandelt, mit weit geöffneten Pnpillcn, mit prachtvoll gelb zleißenden oder unhmnlich graugrün leuchtenden Augen chicßen sie ruhelos durch das Wasser, den schlangenartigen lieib in eleganten kräftigen Windungen bewegend, hin ind her, jagend und gierig nach Beute spähend. Erst im Morgen, wenn die anderen erwachen, verfallen sie in Rüdigleit und Schlaf. Local- mül Promnzial-Nachrichten. Laibacher Gemeinderalh. Im weiteren Verlaufe der vorgestrigen Sitzung be. richtete Gemeinderath Dr. Tavcar über das Gesuch l>er Magister der Pharmacie um Abänderung der Ge-meindcwahlordllung in dem Sinne, dass die Magister der Pharmacie ohne Rücksicht auf die Steuerlcislung Wahl. berechtigt sein sollen. Der Referent bemerkte, die Section habe gegen die Stattgebung dieses Petitums leine prin-^iplellen Bedenken, doch sei die bestehende Wahlordnung ln manchen Punkten mangelhaft und wäre es daher a». gezeigt, die gefammte Wahlordnung einer entsprechenden Revision zu unterziehen und bei dieser Gelegenheit auch das Gesuch der Magister der Pharmacie zu berückfich. ligen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. — Gemeinderath Dr. Stare referierte über den Bericht des Stadtmagistrates, beziehungsweise des Stadt-physicates, inbetreff Aenderung des tz 60 der Bauordnung sür die Stadt Laibach. Der Gericht des Stadtphusicatcs hebt hervor, die t. t. Landesregierung habe vor einigen Jahren den Magistrat beauftragt, sich möglichst bald mit der Frage der Fäcalienabfuhr zu befassen, da die Ableitung der Fäcalien durch die städtischen Canäle in den Laibachflufs nicht zulässig sei, solange die Haupt-lammelcanäle, nicht erbaut worden sind. Infolgedessen habe der Magistrat dahin gewirkt, dass bei jedem Hause eine betonierte Senkgrube errichtet und nur jenen Haus« besitzcrn, welche Aborte mit Spülvorrichtung hergestellt haben, die Ableitung der Ueberfallwüfser in einen öffent-lichen Canal gestattet werde. Die neue Bauordnung für Laibach aber bestimmt in H 60 ausdrücklich, dass die Fäcalien unmittelbar in die städtischen Canäle und durch dieselben in den Laibachfluss zu leiten seien. Das neue Landesregierungsgebäude und das Militärspital sind bereits dieser Bestimmung entsprechend erbaut, und auch aus dem Landesspitale werden die Fäcalien direct in den Laibachfluss geleitet. Mit Rücksicht auf die Ver» unreinigung des Laibachflusses, dessen Wasser auch zum Waschen der Wüsche verwendet wird, wäre daher eine Aenderung des § 60 der Bauordnung wünschenswert. Der Referent hob hervor, dass sich der Gemeinde, rath bereits öfters mit der Frage der Fäcalienabfuhr beschäftigt und zu dem Schlüsse gelaugt wäre, dass dieselben am leichtesten und am schnellsten durch die Canäle in den Laibachfluss abgeleitet werden und dies umsomchr, als unsere Stadt nun reichlich mit Wasser versehen sei und in mehreren Straßen gut functionierende Canäle errichtet wurden. Der Gemeinderath hat sich daher bereits für das Schwemmsystem entschieden und auch Professor Hrasky beauftragt, bei Ausarbeitung des Canalisations« projects dieses System zur Grundlage zu nehmen. Die Rechtssection habe sich nicht veranlasst gesehen, dem Gemcinderath eine Aenderung der Bauordnung in Antrag zu bringen, da diese Aauordnuug ja als Regierungs» vorläge vom Landtage zum Beschlusse erhoben und mit der Bestimmung des H 60 der seinerzeitigc Auftrag der k. k. Landesregierung indirect reuociert worden sei. Vicebürgermeister Dr. Ritter von Bleiweis trat vom hygienischen, Gemeinderath Zuzel vom technischen Standpunkte für das Schwemmsystem ein. Durch Seut. gruben werde der Boden inficiert; dies sei gefährlich, Gemeinderath Pavlin betonte, dass auch betonierte öenkgrubcn auf die Dauer nicht undurchlässig bleiben und daher den Boden inficieren. Redner machte weiters auf den üblen Geruch aufmerksam, der bei Siroccalwetter aus unseren Canälen dringt, und empfahl die Anwendung von Syphons, die den Luftaustritt aus den Canälen ver. hindern. Bei der Abstimmung wurde der Antrag der Section, luf die angeregte Aenderung der Bauordnuug nicht ein-zugeheu, angenommeu. Gemcinderath äujek berichtete namens der Bau-section über den Recurs der Frau Io>efine Kostet in der Florlausgasse gegen die Eutjchnoung des Stadtmagistrates, womit derselben bei Reconstruction des Abortes die Verwendung von Thonröhreu anstatt Stein-zeug vorgeschrieben wurde. Iu thellweiser Stattgcbung des Recurjes erhält Recurrent«! den Auftrag, den Abort mit Spülvorrichtuug herzustellen. Ueber Antrag desjelben Referenten wurde für die Herstellung der Schutzmauer an Stelle des demolierten Bandet'jchen Hauses uachträglich die Baubewllllgung ertheilt und hiezu ein Credit von 1500 fl. bewllllgt. Gemeinderath Dr. Stare berichtete über das Anerbieten mehrerer Besitzer in Udmat betreffs Anlaufes mehrerer Vorgärten seitens der Stadtgememde zum Zwecke der Straßeuerweitcruttg. Die betreffende Gasso sei thatsächlich sehr eng und für den Wagmucrlehr nicht geeignet. Der Magistrat sei deshalb mit dcn betreffenden Besitzern behufs unentgeltlicher Abtretung des zur Straßen-erweiterung nöthigen Gründen in Unterhandlungen getreten, doch feien diese Unterhandlungen re>ultatlos geblieben. Der Referent stellte daher den Antrag, von der Erweiterung der erwähnten Straße bis auf weiteres abzusehen. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehut und der Antrag des Vicebürgermeisters Dr. Ritter von Bleiweis, die Verhandlungen fortzusetzen, angenommen. Gemeinderalh Dr. P 0 Har referierte über das Gefuch der Frau Therese Soos und des Herrn Gustav Töniues, für die projectierte Hop-Straße (zwischen der Resscl-Straße und der Meierhofgaffe) die Breite «nstatt mit 16 Meter tiloß mit 12 Meter festzustellen. Beide Gesuchsleller betonen, dass sie nur in dem Falle dort Nculiaulen aufführen könnten, wenn die Straßendroite auf 12 Meter yerabgesetzt werde, da sonst zu viel Baugrund zu Straßm-zluecken in Anspruch genommen werden würde. Der Re-sereut befürwortet das Gesuch mit Rücksicht darauf, dafs der Verkehr auf dieser Straße sich nicht besonders lebhaft gestalten dürfte, für Licht und Luft aber fei dadurch gesorgt, dass für die dortigen Häuser Vorgärten vorgesehen find. Dcm Gesuche wurde sodann Folge gegeben. Gcmeinderath Dr. Hudnit berichtete über den Recurs des Herru Josef Luckmann gegen die Entscheiduug des Stadtmagistrates, womit die Genehmigung für die Errichtung eines aus Kortstein und Eichenholz con-struierten Erkers am Hause Nr. 9 an der Franz Iojef-Straße verweigert wurde. Nach ausführlicher Begründung durch den Berichterstatter wurde der Recurs unter Hinweis auf die 88 61 und 82 der Bauorduung für die Landeshauptstadt Laibach abgewiesen. Gemeinderath Dr. Hudnit berichtete schließlich über den Einspruch des Ursulineu.Conveuts gegen die vom Stadtmagistrate angeordnete Herstellung eines Asphalt-lrottoirs uud Beseitigung der vor der Kirche aufgestellten Randsteine. Der Convent erklärt sich wohl bereit, das Trottoir in der Gradi^e-Gasse sowie vor einem Theile des Schulgebäudes am Congressplatze herzustellen, nicht aber auch in der Nonnengasse. Die vor der Kirche aufgestellten Raudsteine stehen auf kirchlichem Boden und könne der Magistrat dieselben nur dann entfernen lassen, wenn er den betreffenden Grund käuflich erwirbt. Der Convent sei bereit, denselben zum Preise von 20 st. pro Quadratmeter der Stadtgeineinde abzutreteu. Der Referent betonte, dass von der Herstellung des Trottoirs in der Nonnengasse bis auf weiteres abgesehen werden könnte; bezüglich der fraglichen Randsteine aber habe er constatiert, dass dieselben auf öffeutlichcm Äoden stehen, da der Gruud bis zur Kirchenmauer zur Parcelle «Cougressplatz» gehört. Der Recurs wurde über Autrag des Referenten dem Magistrate mit dem Auftrage zurückgestellt, Erhebungen darüber einzuleiten, wer dle Rand->lcine aufgestellt hat und sodann den Act neuerlich dcm Gemeindcrathe vorzulegen. — Der Alltrag wurde angenommen. Gemeinderath Dr. Stars berichtete über den Ankauf des zum Baue des «Mestni Dom» benöthigten schrey'schen Baugrundes und beantragte die Erhöhung des Kaufpreises von 500 auf 1200 st. Der Antrag wurde angenommen, desgleichen der Antrag auf Er-lheiluug des Benützungsconsenses für die neu erbaute Remise bei der Centrale des städtischen Eleltricitäts-wertes. Endlich wurden noch die Voranschläge des städtischen Elektricitätswertcs und dcr städtischen Schlachthalle pro 189!) genehmigt. Der Voranschlag des ElelmcttatSwertes weist ein Deficit von 2216 st. 31 kr. auf, welches gegen seinerzeitige Resundierung aus dem städttschm Fonde ge- beckt werden wird. . ,. ., „c. Sodann wurde die öffentliche Sitzung um halb 8 Uhr abends geschlossen. ________^. __(Der Verein der Staatsbeamten Oesterreichs) in Wien hat durch eine Deputation Sr. Excellenz dem Herrn Finanzminister Dr. Kaizl eine Petition wegen gänzlicher Aufhebung der Dienst-cautionen überreicht. Der Herr Finanzminister gab die Versicherung, dass er sich mit der angeregten Frage iu ernster Weise beschäftigen werde. Laibacher Zeitung Nr. 56._________________________________420__________________________________________9/VM^> — (Schwurgerichts - Verhandlungen.) Am 7. d. M. fanden unter dem Vorsitze des Herrn Landesgerichts-Viccpräsidenten Pajt zwei Verhandlungen statt, wobei Herr Staatsanwal ts-Substitut T>r. Travnar als Anlläger fungierte. Der 29 Jahre alte, ledige Arbeiter Matthäus Kooilca aus Iarse hatte, als er bei de» Oberlaibacher Eisenbahnbau als Arbeiter in Verwendung stand, den Arbeiter Georg Blatnit am 29. August 1398 infolge eines Streites zuerst mit einem Stocke, daml noch mit einem Steine derart auf den Kopf geschlagen, dass Nlatnit am 4. September 18W den erlittenen Verletzungen erlag. Kobilca wurde zu sechs Jahren schweren Kerkers mit einer allmonatlichen Faste und zu dunkler Zelle und hartem Lager am 28. August jeden Strasjahres verurtheilt. — Ueber die beiden ledigen Dachdecker Lorenz Gorjup und Alois Augustiniic aus Glciuitz, Vezirl Um» gebung Laibach, wurde in geheim durchgeführter Verhandlung wegen versuchter Nothzucht eine Strafe von je zwei Jahren schweren Kerkers mit einer allmonatlichen Faste verhängt. —!. — (Personalnachricht.) Der Gerichtsadjunct Rudolf Persche' in Senosetsch wurde zum Bezirksrichter für Zirlnitz ernannt. . — (Selbstmord.) Am 4. d. M. hat sich der 24 Jahre alte Besitzerssohn Alois Krauland aus Obrern, politischer Bezirk Gottschee, in der Scheune des Besitzers Josef Knaus in Obrern erhängt. Der Genannte, welcher schon durch sechs Wochen kränklich war, scheint die That in einem Anfalle von Geistesstörung begangen zu haben. —i'. — (Monats-Vi eh markt.) Auf den gestrigen monatlichen Viehmarkt wurden aufgetrieben: 114tt Pferde und Ochsen, 2b0 Kühe und 52 Kälber, zusammen 1448 Stück. Der Verkehr in Ochsen war sehr rege, da Käufer aus Mähren viel aufkauften. Auch Pferde wnroen leicht an fremde Käufer abgegeben. In Klchen war der Handel ein mittelmäßiger. Theater, Kunst und Literatur. * (Deutsche Bühne.) Die größten Meister der Schauspielkunst haben ihr Können an dem tiefsinnigen Tänenprinzen erprobt, zahlreiche Tommentare bemühen sich, Licht und Dunkel über sein Wesen zu verbreiten. Die einen charakterisieren ihn als Mann der Ueberlegung, andere als Schwächling, der unfähig ist, zu handeln, manche fehen in ihm den thatkräftigen Menschen voll Geist und Raffinement u. s. w. Der wirtlich begabte und gebildete Schauspieler, der ja seiue Beobachtungsgabe durch die neue dramatische Kunst geschärft hat, wird sich weder an die althergebrachte Schablone halten, noch sclavisch Commentaren folgen, vielmehr seinen eigenen Weg wandeln, der auch zum Ziele führt. Herr Richard Kirch ist nun ein Künstler der neuen Richtung, der scharfen Theaterverstand mit natürlicher Begabung vereinigt; er gestaltete den Charakter des unglücklichen Prinzen in klaren und scharfen Umrissen; nie lieh uns dieser Prinz in Zweifel, dass es seine einzige Lebensaufgabe ist, den Mord des Vaters zu rächen. Wie die mitleidsvolle Liebe zu Ophelia, dte liebevolle, verzweifelnde Angst um das Schicksal der Mutter, der raffinierten Verstellungskullst nicht standhält, sondern sich gewaltsam Bahn bricht und den wohlüberlegten Plan fast zuschanden werden lässt, wurde vom Künstler überzeugend, mit einer Fülle schauspielerisch fesselnder Momente zur Geltung gebracht. Auch die Monologe sprach Herr Kirch mit wohldurchdachtem Verständnis, nie ausschließlich reflectierend, sondern dem Gange der Handlung angemessen; sein Hamlet ist nicht ein nachdenklicher Grübler mit elegischem Zuge, sondern ein Mann, der unentwegt und rücksichtslos auf ein bestimmtes Ziel losarbeitet. Die Mittel des Künstlers sind nicht groß und zeigen sich oft gegen seine Absichten widerspenstig; aber er weih sie gut zu verwerten und zn verwenden. Von einer gewissen Maniriertheit, die besonders in der Mimik hie und da stärker zum Vorschein kommt, ist er nicht freizusprechen, doch überwiegen seine künstlerischen Vorzüge die Schwächen; Herr Kirch ist jedenfalls ein ebenso interessanter wie schätzenswerter Darsteller, dessen Leistungen mit Recht vom Publicum mit herzliche»», großem Beifalle aufgenommen wurden. Fräulein Kalmar reicht zwar in künstlerischer Beziehung an ihren Partner nicht heran, ist jedoch eine gewinnende, anmuthige Erscheinung und gab auch die Ophelia mit vieler weiblicher Anmuth, von der sogar die Wahnsinnsscene nicht unberührt blieb. Die Künstlerin erfreute sich ebenfalls reichen Beifalles. Die Vorstellung war gut vorbereitet, geschickt inscenicrt und die braven Mitglieder der hiesigen deutschen Bühne unterstützten beide Gäste aufs beste. Da es uns nicht möglich ist aus Einzelheiten einzugehen, möge sich unser Lob insbesondere auf die Herren: Rudolph, Mahr, Wähle, Göttler und Iansen und Frl. Haller erstrecken. Das Theater war nahezu ausverkauft. «l. — (Aus der Theaterkanzlei.) Spielplan bis 13. März: Heute den 9. «Faust», Fräulein Annie Kalmar vom Vollstheater in Wien und Herr Richard Kirch vom königlichen Hoftheater in Dresden als Gäste; den 11. «Die Geisha» (Nr. 100), Montag den 13. die Operette «Das Modell' als Benefiz für Herrn Roch»! (Nr. uu). Heute verabschieden sich die beiden Gäste als Faust und wretchen. Der Serienwechsel für Samstag und Montag war nothwendig, da sonst die am Samstag stattfindende Aufführung auf die gleiche Serie fallen würde. — (Kammermusik.Abend des Bologneser Streichquartettes.) Die intimste Kundgebung des idealsten vierstimmigen Klangkörpers wurde uns in idealster Weise durch das Bologneser Streichquartett, bestehend aus den Herren Fried. Sarti (erste Violine), A. Massarenti (zweite Violine), A. Con -solini (Viola) und Fr. Sera to (Violoncello), vorgestern vermittelt. Nicht jugendliche Stürmer, vielmehr Männer, im Dienste der Kunst gereift, doch jugendlich begeistert vom Streben nach künstlerischer Vollendung, gewannen sie durch ihr entzückend schönes Spiel rasch alle Herzen. Allerdings vermag nur jahrelanges Zusammenspiel, die strengste musikalische Zucht, volle technische Beherrschung des Instrumentes und inniges Erfassen des geistigen Inhaltes der Werke so Vollkommenes zu schaffen und uns unwiderstehlich das innere Wesen der Musik zu enthüllen. Berückend wirkt vor allem die Zartheit und innige Weichheit ihres Spieles, das der Eigenart der Künstler und wohl auch dem süßen Gesangston ihrer vortrefflichen Instrumente entspricht und mit poetischem Zauber die Schöpfungen, die sie zu Gehör bringen, verklärt. Es fehlt ihnen jedoch keinesfalls an feurigen» Schwünge und überzeugender Kraft; es könnte höchstens der Einwand erhoben werden, dass sie das Weltabgetehrte, die düstere, schmerzerfüllte, grollende Resignation, die aus dem Beethoven'schen Schwanengesange so erschütternd Ningt, gemildert, idealisiert, befreit vom Irdifchen, höheren Regionen zuführen. In diesem Sinne sei auch der Vorwurf der Versüßlichung des plastischcherb Hervortretenden zurückgewiesen. Ihre feine Ciselierarbett lässt zudem die polyphonen Figurationen auch dem Laien verständlicher erscheinen, indem das Technische vollständig in den Hintergrund tritt und die gegenseitige Unterordnung auch die thematische Verarbeitung durch klare Phrasicrung fördert. Wie viele meinten, Brahms, der strenge Meister, sei in der Wiedergabe durch die Italiener in einem ganz neuen Lichte erschienen. Sie spielten nämlich als erstes dessen Streichquartett in ^moii, op. 51, Nr. 2. Unsere Philharmoniker haben uns bekanntlich seinerzeit bereits die Bekanntschaft mit Nr. 1, dem wir höheren musikalischen Wert zusprechen, vermittelt; doch auch Nr. 2 bietet neben geistvoller Arbeit herrliche Inspirationsmomente, fesselnde, mit Zügen eigenartiger Schönheit ausgestattete Themen, ein entzückendes Scherzo, einen tiefwirkenden Schlusssatz. In der durchgeistigten Art, wie die Künstler alle Stimmungscontraste zur Geltung brachten, ward allen ästhetischen Bedingungen, die auch der feinfühligste Musillenner stellen kann, Genüge geleistet. Stilvoll und überzeugend wurde das schöne Adagio aus dem Quartette in Ü-äur von Haydn plastisch herausgemeihelt, mit inniger Anmuth ein Mozart'sches Menuett in Ns-äur, in schalkhafter lieblicher Zartheit das Scherzo aus dem I) moll-Quartette von Cherubini vorgetragen. Nach unserer Auffassung ward vielleicht das Zeitmaß des Mozart'fchen Menuetts zu langsam genommen; wir glauben, es würde durch ein frischeres Tempo gewinnen. Mit der grüßten Spannung sahen Kunstkenner und Kunstfreunde der Aufführung des Beethoven'schen Streichquartettes in l^dur op. 135, das in Laibach noch nicht öffentlich gespielt worden ist, entgegen. Es bildet den Schwanengcsang des Unsterblichen und wird von vielen Auslegern als «Beethovens Abschied vom Leben» bezeichnet, denn es wurde am 26. März 1827, also wenige Monate vor dem Hinscheiden des Meisters, componiert. Im Gegensatze zu dem siebensätzigen <üi»> woll Quartette fügt es sich wieder in den Nahmen von vier Sätzen. Wir wollen den vielfachen, starkauseinandergehenden Deutungen nicht folgen und heben nur hervor, dafs die herrliche Schöpfung dem allgemeinen Verständnis leichter zugänglich ist als die vorhergegangenen letzten Quartette. Einen merkwürdigen Gegensatz bietet das lebensfreudige Zekoi^o zu dem ernsten letzten Satze, der versöhnend und ergeben ausllingt. Wir haben schon früher lur angedeutet, dafs manche die Macht des Ausdruckes, das" schärfere Hervorkehren des Herben in der Wiedergabe vermissen wollten: das Seelische ward ihnen gewiss erschlossen. Das herrliche I^onw kam wie ein tiefempfundenes Gebet in seiner ganzen siegreichen Schönheit überwältigend, mit echt Beethoven'scher Erhabenheit zur Wirkung; nicht minder gelangten jedoch die tiefen poetischen Schönheiten zur Geltung. — Das zwar nicht zahlreiche, aber umso lunstempfänglichere Publicum nahm die Darbietungen eines eigenartigen, Hochsiehenden Kunstschaffens mit stürmischer Begeisterung auf und äußerte fein Entzücken und seine Dankbarkeit durch zahlreiche Hervorrufe der Künstler. — Das Concert beehrte» Se. Excellenz Herr Lcmdcspräsident Baron Hein und Baronin Hein mit ihrem Besuche. »I. Neueste Nachrichten. Erzherzog Franz Ferdinand in Dalmatien. (Original-Telegramme.) Cattaro, 8. März. Gestern vormittags inspi-cierte Erzherzog Franz Ferdinand Fort Vermac und wurde bei der Hin- und Rückfahrt mit Pöllerschüssen empfangen. Die im Hafen liegenden Schiffe, die Ri-viera und die Städten war beflaggt. Gestern war Illu« -----------------------------------------------------, ^,,, mination und Concert an der Riviera, ^^ fpielte die Volkshymne und zog unter den F der Bevölkerung durch die Stadt. ^hi^ Cattaro, 8. März. Erzherzog F^i ^5 l besichtigte während feines Aufenthaltes eW^?," Befestigungen, nahm heute die Inspicieru"8 ./ Kreta zurückgekehrten Transportschiffes ^^-,eltt Die Offtciere der Escadre veranstalteten »olg > ^ Ehren des Erzherzogs an Bord der «BuM',,? Festabend. Allenthalben sind die Häuser be^f. Erzherzog wurde überall ehrfurchtsvollst v»" uölkerung begrüßt. Die Landtage. .^ Lemberg, 8. März. Der Landtag. Hl stimmig einen Dringlichkeitsantrag Duuaje, ^ in welchem der Landmarschall ermächtigt '^ Papste anlässlich seiner Wiedergenesung ^^ Freude des Landes mit der Versicherung "^ß barer Treue, Anhänglichkeit, Liebe und Vel^ die katholische Kirche auszudrücken. Die Lage in Ungarn. 1^ Budapest, 8. März. Wgcordnetcnh^ Vorsitzende theilt mit, dass Baron Aansfy !^ ^ niedergelegt habe, worauf die Berathung ocs ^> des Abg. Polonyi stattfindet, das AllerW' ^ schreiben, betreffend die QuotenbestimmUM ^ Tagesordnung zu setzen. Abg. Kossuth prott!^' eine angebliche Verletzung des ^sctzes> ^m/ scheidung der Krone durfte in diesem St" ^< nicht provociert werden. Ministerpräftdenl >^ u. Szell erklärt, die Entscheidung dcs KlM'^ der Quote sei vollständig gesetzlich. ^ ^. Hoffnung aus, die Qiwtenfrage werde '^ ^ freien Vereinbarung durch Capacitleren aM ^ l» Die Regierung w'erde alles thun. dam" '.^F der im Artilel 12 vom Jahre 1867 v»M> ^, constitutionelle, gesetzliche Vorgang beov^ ^ Pie Regierung werde die Quotenfrage "'^ Beobachtung deü Gesetzes handhaben und ^ O' Wirkungskreise der Quotendeputation z""M»l?, die Vereinbarung uucrwarteterwrise auf ^ ^i. nicht gelingt, werde die Angelegenheit ^ ^n^ geordnetenhaus gelangen und nur im äup ^ falle die Entscheidung des Monarchen ""!^ ,F>! Per Ministerpräsident bittet, die WgH di') erledigt zu betrachten. Abg. Polonyi nlw' ^ Nänmgen zur Kenntnis, doch könne AA^ ' werden, das» das diesmal befolgte '""" gesetzlich sei. ^ ^ Ministerpräsident v. Szell verw ^t. dass er an dem Inhalte und Geiste, a» ^g^l staben dos Geschartikels XII vom Iah/e "^ gehalten habe. Auch die heutigen Äusführ"'^F, sprechen diesen Bestimmungen nicht. «M^e ^ ^ mein Bestreben ist es. dass die Frage <^M^ Gesetzgebungen friedlich gelöst werde.» ^ K^ Abg. Pichlcr gesprochen, wurde das Allery^,,^' schreiben zur Kmntnis genommen und^' ^ 1, Abg. Polmiyi abgelehnt, worauf u> ^^ ^ ^, cntwurf. betreffend die Feststellung der U» ^'. , Jahr, zurückzog. Die Immunität»''" M, wurde nach kurzer Discussion an .^««^^ zurückgeleitct. Hierauf gelangte das Ausgleichs ^ zur Verhandlung. , E'i Kofsnth cl klärt die Vorlage abzulel)"^ ft^ neter Mocsy erklärt namens der Volks;" ^p^ Borlage zu stimmen. Sodann wurde "' ^v" abgebrochen und ohne Fortsetzung auf "'" ^ ^l die Sitzung sodann geschlossen. ^l^V Wien, «, März. Der vormittags den Landesvertheidigungs-Ml''^^ ^ Welscrshmnb und den Honvedminister -" ^ vary in Priv^tandienz. Letzterer reiste mittags nach Budapest ab. , ^ Erkrankung der Königin V» ^^ ^ Brüssel. «.März. Nach dem /.^ s> tags ausgegebenen Bulletin hatte die ^ ^c" / Heuriettc mehr Schlaf. Die glwstigen. "'^et'" stärker hervor. Heute abends wird lew gegeben. ^^_^_^__ ^ Wien. 8. März. (Orig.-Tel.) D" ^ ungarische Botschastcr in Petersburg ^ «ß5 heute nach Petersburg abgereist. ^«isl^D^ Wien, 8. März. (Örig.-Tel.) ^'c">H^ Graf Thun rMte abends zum Bchlche ' , fi^ nach Prag ab. Er dürfte Samstag M""» ^f Wien eintreffen. . ,^ A/ Toulou, 8. März. (Orig.-Tel.) ^' hes^/ Berichte zufolge wurde der Wachposte" ^'^/ Magazins gestern abends thatsächlich ^üs!^<6 viducn umzingelt, welche zwei Revolr^^MA und sodann entflohen. Wie man vermuth^ t""/ die Attentäter den Wachposten zu erwo" ^, unter dcr Bastei zu usfnril und das »""" Dynamit in die Luft zu sprengen. ^ ^^HitungNr. 56. . 421 9. Wrz 1899. 1^ 4 4 sowie 8e!»w2s«, ^ei88o u. fHl-blgo „ttonnoberg-Zoillo" v 45 l(s. bis sl. >4 65 R.^^M. V 'HiH D^ > per Miter — glatt, gestreift, carriert, gemustert, Damaste lc. (ca. 240 versch. Qual, und 2lXX) >^>>« ^<«> A"^4U^MHLT versch. Farben, Dessins ,c.) (47)6-1 !^>^ »«> 1 >> > !>>>>>»^NO^^u Mvil ll. LlWM ab fabrilcl /^n private nol-to- u. lallOs, lns »2U8. !!. 42 »5" Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. ^^^p. Htoff z. rompl. Aobe — Tussors und Shantungs 6. llonnoborxs VsiHvu^drilrou, 2nrioli (t il. ^. LollielMilt). —-, Verstorbene. , » ""^u°M'e ^°A"!. Schweiger, Schuhmachers-Sohn, ^ ^' blonchH ^"" Naumgarten, Private, 73 I., Peters.! ^.«lnl4^, A" «5'vilfpitale. ^ng ' ^ürz. M,^ H^ Inwohnerin, 70 I., Lungen- ^"logische Beobachtungen in Laibach. ^^^n^ Mittl. Luftdruck 736 0 mm. >>^H. ?3^?^I^I"EW. mähig , theilw. bew?^^" ^t^U^— ^ ^' zmls,arl!theilw.bew. ^.^" t<,°^' ''^ SW. schwach , bewvltt ,00 ^^. °"""le! der »«strigen Temperawr 0 0°. Nor- sicher Nekctem.^,,, Funtel. , loo.ooo «ronen, L5.ft00 Kronen und lo.ooo ^ Kronen sind die Haupttreffer der großen Jubiläums VluS-' fteNungtz-Lotterle. Wir machen unsere geehrten Leser darauf > aufmerksam, dass diese Treffer auch bar mit 20"/o Alizug I ausbezahlt werdm und die Ziehung unwiderruflich am 18ten > »liirz 18»» stattfindet. j Merlaze von 5enr renommiertem iklienkcnen 5cnaumvein Mi 5pum Goethe. Nnfanss halb 8 Uhr. «nd? 10 Ubr. cleg lIHidkoksr äsutgoksii I'rlrnvsrsiiio». do^tnQt Kent« 2 vl»r »dsnü« lm /<, ssra»z.I°!rf Ludwl«.N«hn, blverse EtUst 4»/„ .... 99 «5 l«0 »b Vl^arlbcrger Bahn, Em. l884, 4"/„ (div, Tt.) N., f. llXI fl. N. 99«0 SS »,, Ung. Goldreiite 4«/, p« «lass« ll8 ?-> N9 > d»o. dto. pti Ultimo . . . . llö ?» U» » dlo. Meitts i» Kroin'üwilil., 4"/„, steuerfrei fin iiou ttronen Nom, 8?'/k 87 9,^ 4"/„ bto, dto, per Ultimo . . S? 8- 98 o,>, dto St.lt Ul,G°lol0!> blo. dto. Silber lOO fl.. 4'/,",. l«, 50 l», i» bto. Etaats-Oblig. (Ung. vstb.) V. I. ,87». 5"/„..... l»0 4'' l»l 2C bto, 4'/,"/<,Ncha»lregaI>Ubl.'vbl. im- - lnl <,»> dto. Prüm 'Nnl. ^ 10« »I. ü, W. lS» — l6» ?>> dto bt«. il 50sl. S. W. i«i ü0l6«l>'' Iheih-Rtg.Lolt 4»/o 100 fi. . I4t«b'4»»ö Glundentl. > Gbllgaliont» (für 10« fl. 2M.). 4°/„ ungarische (100 sl. «. V.) . 96 60 »?'4>' 4"/„ troatllche und !lavon!sch« . 97'— 9» - And«» üssentl. Hnlthtn« Donau'Reg'Lost »"/, .... «80 ?k> >»l Ü0 dto. .Anleihe IS?» . . «0« ?ü lO» « Nnleben der Stadt Oß« . . llll - -^ ^ Anlehen b, Etat», em i»oe Wie» lO4 80 lOü'lw .'lnleyen d. Stabl>,eine>!!de Wien (Silber oder Gold» . . . . i,g _ »i? - P,ümIe,!,A»l. d. Ltadtain. Wien ^75 50 l?7 ^ ilöriebaii'Aülehtn. verlieb,»"/« i«nst. 4°/„ »U »U 100 »U Oest.-img. Vanl Verl. .«/<> . . t tl>»i — Dank'ActitN (per Glück), Nnnlo.vest. Vllni 200 fl. so«/, E l»» «> lü? b0 Vantverein. Wiener, 1«0 fl. . »^? ü0 2?8 - Äoocr..«nsl.,Oest.,2N st ü«t» 9l) «LS bu bto. dto. per Ultimo Veptbr. 8»?'»0 »u? 80 Irebitbanl, Nllg, »mg., 2W fl. . H»S - 8U« b0 Depositenbanl, Nllg,. 200 fl . »« t>« «?" «töcompteGes., Rbröst., äon fl. ?««-— 780— Giro« u.Cassciiv. Wiener, li0Ufl. «6»--- »"«i- hypolhtll!.,Ocsl.,L0Ufl.L5"/<,li 9U75 9??b Lünberbanl, Oeft.. i!<1v fl. . . 84b 80 »45 8" Oestcrr,.,ingar. Vanl, K«0 sl. . Sl8 — 9« — Unionbanl 2«« fl..... 3,4 »z 5!4'?l, H«llthr«banl, «lllg., i« ss. . >?ü b« l?? — V«ld V«rt Altlen von Transport» zlnternehmungen (per Stück). Äufsig'Ttpl. Eisend. 800 fl. . »"«" »68^- Whm. «ordbahn ,50 fl. . . "« - w"'' - Uulchtiehrader Vif. Ü00 fl. TM. 1?»0 »??0 blo. dto. (M. M 200 fl. . «»«'— 640 -Dlluan »Dampfschiffahrt«»Vef., Oesterr.. 5l»i fl. CM, . . Nordb. KXWslCM. »<>b- »4«»' Leml>,'Czernolv.< Iassy ° Llsenb.« Gesellschllft 200 fl. S. . . »« ?>l. «) »00 sl. S. »üü ?z «b« 3k Pran D,'ler Gisenb. ll»0 fl. S. . »« «» 98-t»b ötaalscisenbahn 200 fl. S. . »sl» Ü0 8Sl — Nübba!,» 200 fl. G..... «ü'b Lilbiiordd Verb.>V. 20» fl. TM. «07 b0 «08— Iramwal,Ges..Wr.,l?ofl,e,W. — — — — dto, Vm, 1887, 200 fl. . . bbb-— «l>— Iramway Ves., Neue Wr,, Prlo» ritllt« Äctlen l00 fl, . . . l»z-ü0 186-5« Ung-aaliz. «t>-- Uug.Uestb.(«llllv OrazM'Ofl <3. »l8'K0 »l4 bu Wiener Aacalbahnen» Nct.-Vef. — — — — zndustllt'Actien (per Ltück). »auaes., Allg. üst., l0N fi, . . ll4-— il4'2ü Vgudier Eisen» und Slahl'Ind. ii, Wien lN0 fl..... 104'40 l05 80 lziscnbalinw.'Lcihg., Erste, 8U fl. !46 — l4ü bv „Llbeinühl". Papicrf. u. «.>». 9^-- 8v — UissliMl Äranerci lW fl. . . l8b - l87 — Mo,!tan.Ocielllch,, Ocst..alpine ^9 lib «88 ?t> Planer Eisen.Ind.Ges. LN0 fl. l»^- l«X öalno larj, Strinloylen KN fl. 683'— 68? - „Lchlönlmühl", Papiers. liW fl, »,8 — »t? - ..E»el,ierm.".Paplelf.u. «.><». ,?, - ,?,-- V«ld V«e Trifaller ttohlcnw.Gef, 70 fl, »«9 — 190 — Waffeiif..O.,cesi.in Wirn,lNNfl. 2«,-— »«-— Wagaon-Le!hanst..?lllg.,inPes«, Wr. Vaug'tsellschaft ,öy fl. .' .' ^^ ^-iä Menerberger Zieael.«ctlen-«es. ^.^ ^^ Diverse zose (per Stück). »udapestVasilica (Dumbau) . «.70 7.^ «rebitlofe 100 si . . . 199 „->»»<.-2» «lary.Lose 40 ft. LM. , . . «z.^ ^.^ 4"/„Donaii-Pampfsch.100fl.CUi, 17«,^ lsu — Ofener Lofe 40 fl..... g^.^. ^,^, Palssy i!ose 40 fl. «Vt. . . . «z._ ,^ Notion Nreuz, vest.Gef.v.,i!,fl, ,o,i. ^7» Nothen Kreuz, Unn, Gef. v,, bss, «...^ <».^ «iudolph'Uose 1U fl..... »g.^ zH._ ValmLose 40 fl. «M. . , . ^.75 ««,7h Et.'Genol«.L°fe 40 fl. CM, . 31.^ ^ ?3 Waldstcin.üofe 20 fl, CM. , . A" «4I1 «ewinftsch, b, 8°/n Pr,-Echu!bv, b. Vobencrebitanstalt. l. — Valuten. Ducatei»........ ii?<, b?» L0'Franc«»Gtilcke..... 9 ^i, 9 b? Deutsche Meichsbanlnotr» . . b8 »7, »8 0» Italienische Vanlnotrn ... 44 «5 44 lü PüPitl.Uubtl ..«'. j »«?„ , »?„