»M lnr Annst, Literatur, Theater u. geselliges Leben. NNW2W2NW 'H'ON NNVV^NW» N°VNNNZ fl. Durch die f. s. Post unter l!nuvert mit portofreier Zusendung ganzjährig u, halbjährig 4 fi. C. M., und wird halbjährig üorausl bezahlt. Alle f. f. Postämter nehme» Pränumeration an. I n Laibach pränumerirt man beim Verleger am Veann, Nr. il>u, im ersten Ltocle. An die Mutter. 33he»re Mutter! deine Liebe, Ist mir mehr als Noiinenschein, — Niemals, daß ihr Strahl erstürbe, Ewig warm und ewig rein ! Lieh! die Nonne wärmt und leuchtet, Alles freut sich auf ihr Licht, — Aber so, wie du's verstehest — Thrüne» trocknen kann sie nicht! I n des Schicksals kalten Fesseln Alhmet bang so manches Herz — Doch die Sonne — sie beleuchtet — Aber löst nicht seinen Schmerz. Wie ein Zephnr weht so linde Mutter! mir dein tröstend Wort; Nur an deiuer, demer Vrust ist Mein Vertrau'» im Heimatsorl! Wer »on allen tan» sich schöner, Edler, als die Mutler freu'n, Wen» sie kann ei» »cues Blümchen Auf des Kindes Wege streu'»? Liebend grüßt mich dei» Gedanke Mit des Morgens erstem Schritt; Wenn die Sonne untersinket — Deine Liebe sinkt nicht mit! Kein Gestirn gm Lebenshimmel Strahlt so ewig warm und rein! Drum muß de>ne Liebe, Mutter, Mi r wohl mehr, als Sonne sehn. 3i. Rigler. Das Schnupftuch. Variationen und Skizzen uon C « l I L i n d e n. (Beschluß.) Ein dumpfes, gepreßtes „Gute Nacht," welches fast wie ein Fluch klingt, und dröhnend fällt die Thüre des Saales zu. Es ist spät, Mitternacht schon lange vorüber; da tritt ein Mann aus dem Thore des Spielhauses, sein Gang ist unstät, sein Geberdenspiel stürmisch, er scheint in ein lebhaftes Selbstgespräch vertieft, an der Straßen­ecke wendet er noch einmal seinen Blick zu den erleuchte­ten Fenstern des Spielhauses, ein schwerer Seufzer löst sich von seiner Vrust: „Verfluchte Coeur acht! — die tonnt' mich retten Alles hin — Alles! und morgen Pfändung — Gott! Mein Weib, mein Kind — die Schande!—Un­gestüm reißt er den Hut vom Kopfe und trocknet die Stir-ne; an einem kleinen Hause hält er an; er blickt hinauf zu den Fenstern, „gut, sie schlafen schon.« Er tritt ein; nachdem er mehre Treppen und Gänge durchschritten, kommt er an eine Thüre, langsam öffnet er sie, einen Augenblick zaudert er hineinzutreten. — Ein wunderbarer Gottesfriede liegt auf dem Bilde, das sich ihm darbietet; Unschuld und Liebe bilden den Vordergrund — sein Kind, sein Weib schlafend, von einer Lampe matt beleuchtet. Der Hinrer­grund ist finster, und es ist ungewiß, ob er mehr wegen des Schirmes der Lampe, oder der Dürftigkeit der Flamme im Dunkel gehalten ist. Er tritt ein mit ängstlicher Stille, wie wenn ein Teufel sich in den Himmel stehlen wollte, die Seligen zu belauschen, er will sich über den Knaben niederbeugen, doch „nein, daß mein Gifthauch nicht seinen Schlummer störe." Da fällt sein Blick auf sein Weib; ihren Gatten erwartend, ist sie aus Ermattung am Lager ihres Kindes eingeschlafen, ihre ganze Gestalt, ein Bild von Seelenleiden und Jammer, scheint zu sagen: „Wer nie sein Brot mit Thränen aß, „Wer nie die kummervollen Nächte „Auf seinem Bette weinend saß, „Der kennt euch nicht, ihr Himmelsmächte." Ihre Hand hält das Schnupftuch, sie hat geweint, und in ihrem Schooß liegt ein aufgeschlagenes Buch. O, er kennt es wohl, es ist ein Gebetbuch, das er ihr einst in schönerer Zeit geschenkt. „Die gute Seele, sie kann noch beten! — Laß' sehen, um was bittet sie? sie hat wohl Grund, ihr unverdientes, bitteres Los und den Urheber des­selben zu verwünschen, doch nein! sie betet — für den Gatten!" Da erfaßt ihn Verzweiflung, die göttliche Ruhe der Unschuldigen liegt drückend auf seiner Brust und hindert seinen Athem. Wie ein Dieb schleicht er hinaus, wüihend '343 durchläuft er mehre Gänge, endlich bleibt er stehen, fährt sich wild durch die Haare, und drückt sein Schnupf­ tuch krampfhaft an die Augen. Jetzt reißt er es wieder weg, starr heften sich seine Blicke darauf und suchen darin die Epuren von Thränen; ein ironisches, unendlich bitte­ res Lächeln verzerrt seine Züge — es ist trocken. Plötzlich wird's licht in /einem Kopfe, nicht das Licht der Wahrheit, welches beruhigend und läuternd ewigem, göttlichen Borne entströmt; sondern der blutrothe Wiederschein vom Feuer der Begierden, dem Brande der Leidenschaften; nicht das milde und berechnende Licht des Verstandes; sondern das Feuer, welches verzehrend im Gehirne des Verrückten wü­rhet. Schnell dreht er einige Male das Schnupftuch zu­sammen, er reißt die Binde vom Halse — rechts an der Wand ist ein Laternenhacken — das Schnupftuch wird zum Strange gute Nacht! — Was rennt das Volk, was wälzt sich dort, Die weiten Straßen brausend fort? Ein Mann eilt schnellen Schrittes vorüber. „Entschul­digen Sie, mein Herr, was soll dieser Lärm in so später Stunde bedeuten?" „Wissen Sie denn nicht," erwiedert der Eilende, „daß heute das letzte Debüt unsrer göttlichen V> war? eben wird sie im Triumphe nach Hause geführt." „Aber glauben Sie denn, daß die M. diese besondere Aus­zeichnung verdiene?-wir haben doch schon verschiedene große Sängerinen gehört und keiner —" „Sie zweifeln noch daran, da kann ich ja mit Ihnen gar nicht reden — diese Stimme, diese Schule, diese göttliche Manier, und dabei so jung, so reihend — kurz, wer nicht einsieht, daß die U. die größte Sängerin der Welt ist, der — der ist ein Esel! Ich verstehe das, mein Herr, ich bin Recensent, doch ich muß eilen, damit ich früher zum Thore komme." Fort ist er, da naht sich der Lärm, ein Wagen von zier­lichen Dandy's gezogen, von einer Schar bravorufender und klatschender Männer umgeben. Man ist versucht zu glau­ben, es gelce dieser Jubel dem Retter des Vaterlandes, der die Geschicke von Jahrhunderten gewendet — doch nein, im Wagen sitzt die Sängerin I . An ihrem Hause hält der Zug, sie wird fast auf den.Händen in ihre Wohnung getragen. I n ihrem Zimmer angelangt, hört sie, wie der Sturm auf der Straße von Neuem beginnt. Endlich tritt sie zum Fenster, neigt sich, wirft Küsse hinab, und tritt wieder zurück. Erneuertes Bravorufen; sie zaudert einige Momente, dann tritt sie wieder ans Fenster; ihre Verbeu­gungen sind stürmischer, ein Paar Thränen der Rührung werden rasch improuisir t — in der Leidenschaftlichkeit ihrer Bewegungen entfällt ihr das Busentuch — Vivat von unten. Sie wendet sich wieder um, noch immer ist der Enthusiasmus ihrer Verehrer nicht gesättiget; „was soll ich thun? Ja, ich'werfe ihnen mein Schnupftuch hin. ab," «Was? euer Schnupftuch;" erwiedert ihre alte Vertraute, „s'ist eins von euren neuen — es geht euch ja vom Dutzend ab — werft ihnen nur ein altes von mir hin­unter.« „Auch gut" — sie nimmt das Tuch, befeuchtet es schnell mit einigen Tropfen Parfüms — das sotten wohl ihre Thränen seyn — und zeigt sich wieder den beglückten Enthusiasten. Erneuerter Vivatruf, sie drückt einen Kuß auf das Schnupftuch — ach den Kuß verkaufter Lippen— „Und wirft,es hinab in die brausende Flut" I n der That — Der schrecklichste der Schrecken, Das ist der Mensch in seinem Wahn . Wüthend fallen sie über das Tuch her, mit Gefahr seines Lebens sucht sich jeder ein Stück davon zu erkäm­pfen, und glücklich, überglücklich der, welcher eins erringt; er drückt es vielmals an die Lippen, indem er sich sagt, hier, gerade diesen Fleck hat ihr Mund, ihr Auge berührt — ach, und es war doch nur das Schnupftuch ihrer alten Amme. Die Trommeln wirbeln und wecken alle Schläfer im Städtchen. Und nicht bald wurde diesem Zeichen so schnell gefolgt, als eben heute. Alles eilt, noch halb angekleidet, an die Fenster, a>^ die Thore; selbst die Straßen sind un­gewöhnlich belebt. Was treibt wohl alle Einwohner von ihren Geschäften und die Reichen aus ihren Betten an die Fenster? Ist dieser Tag für sie ein Tag der Freude? Soll heute eine Festlichkeit begangen werden, die etwas nie Ge­sehenes dem Auge darbietet; etwas Interessantes für den forschenden Sinn, etwas Heiteres für ein fühlend' Herz? — Von Neuem wirbeln die Trommeln, eine Staubwolke wälzt sich durch die Gasse her, ein Detachement Militär von ih­rem Oberstwachtmeister angeführt, marschirt heran und vorbei. Und ihm folgt an der Seite eines Priesters ein einzelner Mann. Bleich und schleppend, einen Rosenkranz in den Händen, geht er seinen letzten Gang. Vom vä­terlichen Herd, aus der Schar der Genoßen, die Sonn­tags auf der Wiese spielten, riß ihn das Los hinaus, das Schwert zu ergreifen, statt der Fischergerte; die Muskete zu führen, stait seines Pfluges, dem Schall der Trommeln zu folgen, statt der friedlichen Schalmei. „Er wäre gern im stillen Thal geblieben, „Gleich seinen Brüdern in der Wiesen Schooß." Kein Ehrgeiz schwellt seine Brust. Ih n kann nicht die bunte Zier der Uniform entschädigen; ihn freut mehr ein einfaches Band von schöner Hand um seinen Hut ge­schlungen. Ohne ihn werden nun die Gespielen auf der Wiese sich erlustigen. Vergeblich wird nun des Wirthes Maid Abends zu wiederholten Malen nach der Linde sehen. Wer wird Sonntags ihr einen Strauß bringen? — Er konnte so nicht leben und entfloh. Und deshalb führt man ihn eben zum Tode. „Wie jung" hört man die Weiber flüstern, und „wie hübsch" setzt manch'eine schmucke Dirne erröthend hinzu. „Da bleibt kein Auge thränenleer."— Endlich ist die Wiese vor dem Thore erreicht, ein Quarre wird gebildet, in dessen Mitte der Delinquent steht. Eine Binde wird ihm um die Augen gelegt, damit der Uebergang nicht zu grell sey von dem heitern, lichten Le­ben zur Nacht des Grabes, oder besser, vom düstcrn Le­ben zu einem unendlich helleren Lichte. Todrenstille herrscht T43 durch die Glieder, und weithin vernimmt man die Worte des Gebetes; „Heilige Jungfrau — bitt' für uns« —nur wenige Augenblicke — und ein Menschenherz hat ausge­schlagen und ein blühender Körper fällt zurück in ein — Nichts. — Da hört man rufen, der Lärm wächst — hof­fend dehnt der Priester die letzten Worte: „Ar—me Sün­der—jetzt — und Pardon! schreit das Volk — und fern wird ein Reiter sichtbar,—ein zweiter, heftig schwingt er in den Lüften ein Schnupftuch. Der Bruder hat dem Bruder das Leben erwirkt, er stürzt herbei auf schaum­bedecktem Rosse, er springt herab, '/Uno in den Armen liegen sich Beide „Und weinen vor Schmerz und vor Freude." Und jubelnd umringt ihn das Volk, ihn, der das ret­tende Schnupftuch gebracht. Die Kreut- oder Kreuzfeuer und die Tabor in Krain. Von Carl Prenn er. (Beschluß.) Zu den Tabors, oder den gegen die feindlichen Einfälle befestigten Orte gehörten einst im ober» Landesviercel oder Obcrkrain: Die Filialkirche St. Egydi in der Pfarr Vodiz. Die Frauenkirche am Großkahlenberge. Die Pfarrkirche zu Zirklach, wo ein großer Theil der hohen Ringmauern mit Thürmen hinter dem Pfarrhofe, welcher aus einem vormaligen Thurme gebildet wurde, noch zu sehen ist. Die Pfarrkirche zu Aich, wo bis jetzt Spuren an den noch befindlichen Ringmauern zu sehen sind. Die Kirche zu Goritschiza in der Pfarre Manns­burg, noch gegenwärtig sehr bemerkbar unweit der Wiener­straße. Die Pfarrkirche St. Martin im Tucheiner Thale. Die Pfarrkirche zu Commenda St . Peter. Die Pfarrkirche zu Höstein. Die Tochterkirche St . Kunigundis in der Pfarre Jauchen. Die Kirche U. L. Frauen zu Kerschstatten in der Pfarre Kraxen. Die Filial- nun Kuratiekirche St . Iacobi am Saustrom. Das Schloß Frauenstein bei dem vormaligen Domini­kanerinenstifte, nunmehriger Staatsherrschaft Michelstätten, in der Folge Ruine, jetzt ein Schutthaufen. Bei der Pfarrkirche zu Pölland im gegenwärtigen Be­zirke Lack, eigentlich auf einer bedeutenden Anhöhe dieser Pfarrkirche gegenüber, noch gegenwärtig u.-l 'i'udor genannt. I m untern Viertel oder Unterkrain: Zu Primskau, noch ein in seinen Ruinen von nicht unbedeutendem Umfange, vormaliger mächtiger Zwinger. St . Georgenberg unweit des Schlosses Thurn bei Gallenstein, in der Pfarre heiligen Kreuz bei Gallenstein gelegen, früher dem noch im Freiherrnstande blühenden, durch mannhaften Muth und im Kabinette ausgezeichneten, vater­ländischen Geschlechte der Gall v. Gallensteine, dann den Grafen von Galle nberg gehörig, ein mächtig be­festigt gewesener Berg mit zwei Kirchen, Grabstätten der Galle und Gallenberge, mit einer Noch bedeutenden Ruine von großer Ausdehnung. Das vormalige Kloster oder Karthause, nun die zum Studienfonde gehörige Staatsherrschaft Pletterjach. Schloß Weißenstein, unter St. Marein, früher Ta­bor 8l>3rllups hat tiefen Geist, Nicht wahr, 's ist ein Genie? Z. Ja, ja, sein Geist ist tief: Man steht und hört ihn nie.— Franz Geißner. Theater in Laibach. Oper. Mit den, nun bereits «ehrmal zur Darstellung gekommenen, tiefgefühl­ten Schwanengesangc, V eil in i s «die Puritaner« hat Hr. Director Fun k den, hiesigen Publikum einen neue» Beweis seines rastlosen Stre« bens, den Wünschen desselben nach Möglichkeit zu entsprechen, geliefert. Diese Oper ist hier neu. Neue Opern habe» immer das Northeilhafte» daß sie feine Vergleichunaen der Darstellenden mit schon gehörten Tanger!» veranlassen, und das» somit die Eindrücke ohne Nebenreflerionen rein und cigenthümlich gebildet werden. So wie überhaupt gute Operndarstellungen den Wusitsinn des Publikums im Allgemeinen veredeln, und insbesondere auf die inlelektuclle Bildung der Musiktreibenden thätig einwirken, so wird dieser Zweck ganz vorzüglich durch neue, klassische Opern erreicht; denn, wenn man auch eine Oper aus de», Clavierauszuge kennt, und daraus die Cavatiuen, Duette und wie die Picccn alle heißen, recht schulgcrccht, tonrichtig und mit Geschmack vortragt, nie wird man doch in den eigent­ lichen Charakter solcher Tonstücke eindringen, wen» man nicht die Oper selbst gehört und darstellen gesehen hat; d» erst wird uns die Idee des Meisters klar, da erst gewinnt jeder Ton Reiz und Leben durch dieVcrgegen­ wärtigung der Handlung, die den Ton geschaffen; und brave Sanger dienen uns zum liachahinungswerthen Vorbilde im Kunstgebiete. Die würdige Darstellung großer »euer Opern ist aber jederzeit mit Mühe und bedeuten­ deren Kosten verbunden, die Rente derselben ungewiß, je nachdem oft Um­ stände, darstellende Personen, Laune» ,c. das Publikum für die Oper, ohne Rücksicht auf deren Gehalt, günstig oder ungünstig stimmen. Um so mehr muß Hrn. Director Funk, der ungeachtet der ihm bekannten Ungewißheit des Erfolges keine Kraftanstrcngung scheuet, wo es den lheolralischen Kunst­ genuß gilt, gewiß die «ollste Anerkennung des Theolerpublikums zu Theil werden, und es wäre nur zu wünschen, daß solche ausdauernde Thnligteit immer auch dru gebührenden, pecunittren Lohn fände! Die Darstellung der Puritaner kann immerbin recht gelungen genannt werden, wenn gleich der erste Act, mit Ausnahine der von Elvira (Dlle. Eder ) schön gesungenen Pollacco und des Finale, weniger Bemerlens­ werthcs darbietet, als der zweite und dritte. Der «wette Act aber ist der Glanzpunkt der Oper. Die Arie des Sir Georg, (Herr We11i » ger) die Leiden der wahnsinnig gewordenen Elvira erzählend, wurde von ihm mei­ sterhaft vorgetragen ; ebenso erregte die folgende Arie der Dlle. Eder zart, gefühlvoll und gewandt gegeben, die wärmste Thcilnahme des Pub­ lilums; über Alles aber euthusiasmirie Sir Georgs mit Sir Richard (Hrn. Leid!) mit Kraft und Begeisterung conzerlircnd ausgeführtes Schluß-Duett dermassen, daß bis nun bei jeder Vorstellung die -Wiederholung desselben stürmisch verlangt wurde, welche uns die beiden braven Sänger m italie­ nischer Sprache gaben. Herr Leidl , bisher nur als Vuffo-Sänger bekannt, gab sich in dieser Oper auch als ein sehr brauchbarer, tüchtiger Serio-Süngcr kund. Auch Hr. Henkel (Lord Arthur) steht besonders im dritten Acte recht vorlhcil- Haft da; wenn man sich an seine Gesangsweise einmal gewöhnt hat, hört ,»»n ,h» gern, da er übrigens viel Musiktenntniß und Geschmack im Vor­ trage beurkuudet. Die Uebiigen füllten ihre Plätze recht lobenswert!) aus, so wie auch die Chöre ihre Schuldigkeit ihaten. Noch muß des verdienstvollen Kapellmeisters, Herrn Dworzaczes , erwähnet werden, desse» Aufgabe, die möglichste Rundung im Orchester und die nöthige subordinirte llebereinstimmung dieses mit dem Gesänge j n erzielen, bei so heterogene» Individualitäten unsers Orchesters wahrlich keine leichte ist. Wird es auch bisweilen unmöglich, die gewaltigen Ton­masse,! zu dämpfe», so weiß doch die musikalische Umsicht und Erfahrung des Hrn. Dworzaczek die empörten Elemente größieniheils zu beschwich­tigen und das entsprechende Ebenmaß in das Ganze zu bringen. Herr Dworzacze k ist außerdem noch, als ausübender Musiker im Gesänge und mehre» Instrumenten wohl bewandert, wodurch ihm auch die Ehre wurde, «ls wirkendes Mitglied in die hiesige sehr geachtete philharmonische Gesell­schaft aufgenommen zu werden. Eine sehr schö» gemalte, neue Dekoration im ersten Acte —einen Sa-Ion mit Glas-Flügelthüren und Bogenfenstern im Hintergründe >ni all­golhischen Geschmacke vorstellend, durch die man die Fernlicht auf die Ge­birge genießt — gewährt einen herrlichen Anblick, und macht unserem rühmlich bekannten, vaterländischen Künstler, Herrn Langus , alle Ehre. Das Kostüm der Oper ist neu und glänzend, und erhebt die Darstel­lung, die auch in Neziehuug auf die aufmerksame Leitung der Scenerie «lies Lob «erdient, zu einer der vorzüglichsten. L e d e n i g. E h a r a d e. Zweisilbig. Klar spricht das Erste aus, daß ich mir mit dem Zweiten Ein EigfKthum erwarb — g'rad weil ichs abgelegt; Drum mußt' ich mich dazu bedächtig vorbereiten Und Hab' den wicht'gen Schritt vorerst erwägt — Damit das Ganze nicht, das schändliche, verhaßte, Mi t seiner ew'gen Schmach entehrend auf mir laste. Laibach. Druck und Verlag von Joseph Vlasnik.