Verwaltung: «athauSgass« Str. 5 {^lanR'Mtl tnl). AalMlTia . . . K • *0 Oanül^tis Vczugsbtdiiguilgcn: ?«ich Itf Pol bezogc»! stiert r(jlli«m . . . K IN K «40 K lS'J» gilt 81111 mit Z»llellu»g In« (n(: WoBUlltiäi . . . . K 1-10 . 11 S*— ßalbjibrU . . . . K «•— Äanjjaljiij . * 1 r— Bürt >»«>»»» fTt) DirTt sich die f ttuq<4rbU^t;n an Wt höhnen Soft «biiiH »-Äedkhre«. Tw^etettete Ifconemcsti (eitel l»» jnt »ddestellilüz. < CibrMkitunq StatithaaSgassr Jtr. 5 u (^»»»«r sche» Syrirrchfti»»»! (mit A»4»»-»me »er 6«n- u. ifetet-taj«;<) M« 11— 1* Uhr Win. Ha«,bi»relbeil »eebe» *i4» laxüeBdmftaii «ttmcnlo'e «t». fenbiDuggrn nUbt betlltfüAtiflt. I »»iSibi»»»»«» inam bk tkonil!»»« 9«f« Prrntntuma bet bili«ft KI-jelteDiai«* WtbiiliKii nttMttn. — 8e8«i BHrteTbafnxitii u4>°i Xüe .! .£<11 Me 0>«»I" erschein« leitn w v»»»i««»»b £«iuki*U3 OltrtJfKl. $(rfHs4p«rfoffrn-Jti>iitt> MJM, Ar. S. Der klerikale Jdealstaat. SWo immer Alertfate beisammen sind, wird ein hoohe« Llev aus den unselig entschlafenen Kirchen» statt« i angestimmt unv immer neue Kunogtbun»,en für dvie W-ederrichtung desselben werden geboren, wenn eine Mtramontane Heerschau stattfindet. Der Kircheienstaa« wird dem Volte alS ei» zweite« Kanaan vorg«ggaukelt, da« ron Milch unv Honig floß unv da« wivieder herzuitelle» de« Schweiße« der Besten wett nwäre. T'a lü sie « nichi unzwecka.äßig sein, sich da>a« bi« zu d,n Sternen erhobene Reich em wenig; anzusehen. In der „Revue Blanche" ver» öff-nililichi der italienisch« Sozialpolititer Ntceforo ü?«r d die Zustände im Kirchenstaate unmiiieldar vor dessen > Unietgang einen Aussatz, dem die „Franks. Zig.' Nachstehende« entnimmt: „i,An der Spitze aller Berivallun««zweigt stehen Priesteei, Bischöse und Ka»d>näle. Kardinale sind M nift'ter der Finanzen, de« Handel«, de« llnier» richie«.», dki öff niüchkn Ardeiien. D.r Krieg allein machl eine AuSnavme. doch muß der Oberdefebl«-haber. General Farina, der zugleich papstlicher Kammiierherr ist, jeden Adend die Uniform au«» ziehen und in d e Souiane schlüpfen, um den Dienst in den Vorzimme n de« B likan« zu iun Alle ZMorgen wanvern zweitausend Priester durch die Emraßen Rom« die sich in ihre Bureau« de» peben Unter den 16 Kon„regat>onen. tie diesen Prieftearstaat regieren, steh« an erster Stelle die heilige » J> qili!>tivn, die, ohn» Giü >de anzureden, jeden Menschen aus Leden«zeil einkerkern kann. Ein aageheiiiierier Bauer hat die Predi«» durch ein Schnznzwort unierbiochen; er bekommt sieben Jahre Gesängigni». Dr. Muncielli hat seine lote Katze im Vanen i begraben; er kommt wegen Berfpoitung heiliger r Zeremonien in« Gefängnis. Ein Won. Hisst. Sonntag. 4. Jänner lW3 eine Geoerve gegen Avlaffe, Fegefeuer usw.. und man tst ei« Ketzer, der mit der Tode«strafe bedroh« ist. Glücklich können sich Diejenigen preisen, die bloß zu Gefängnisstrafen verurteil» werden, weil sie der Keyerei nur verdächtig sind, ferner Die» jenigen, die heilige Bilder beschmutzen, die nicht alljährlich zur Beichte und Kommunion gehen, die Ketzer besuchen oder ihnen G>schenke machen, die israelitische Aerzte oder Hebammen b.schästigeu, die Ketzer kennen und sie nicht anzeigen usw. Nur der Sohn ist nicht gehalten, seinen Bater zur An» zeige zu dringen; tut er e« aber doch, so fallen ihm alle Güter de« Baier« zu, die von der I»» quisition konsi«ziert wer en. Wa« von ven gestlichen RegierungsmSnnern zu denken, zu sagen und zu schreiben ist. daS bestimmt die Kongregation de« Index ganz klar. Ohne El» laubni« des heiligen OsfijiumS darf nicht« ver» öffentlich« werden. We>>» die kirchliche Behörde ihre Erlaubnis gegeben hat, muß auch noch die Erlautni« de« Polizei-Kommissär« eingeholt werden. Dann kann da« Manufkripl in die Druckerei wandern, aber wie viele Lücken und Striche weist e« auf! Der öffentliche Unterricht ist in den Händen der Mönche; nicht ein einziger weltlicher Lehrer ist an» ciestellt. Daher beträgt die Zahl der Analphabeten SO Prozent. Die Bt>chöfe in den Provinzen haben unbeschränkte Macht und versügen über alle Hilf«» miltel oe« Lande«. Se haben ihre Gerichtshöfe und ihre Gefängnisse und urteilen über alle Ange» legenheilen, die mit der Kirche oder mit geistlichen Personen in Beziehungen stehen, d. h. also über Alle«. Der Bischof läßt die Leute einsperren, aber er ernähr« sie nicht; sie müssen sich an ihre Ange» vorigen hallen oder durch da« Kerkergitter die Bor» übergehenden anbetteln. Einige Jahv vor 1870 wurden mehrere jung« Leute, die am Freitag einen 28. Jahrgang. Grenzbegünstigungen enthält, wie die« durch die italienische Weinzollklausel bezüglich unsere« Wein» baue« zu beklagen ist. Los von ?tom in der Steiermark. Am 29. November wucve in Leibnitz eine »vangelische Trauung vorgenommen. Die Braut war vorher übergetreten. Die reg« Beteiligung der B»völlerung an di«s«r Feier hat den Zorn der römischen Geist» lichkeit aufs heftigste erregt. So sagte z. B. der Dechant in der Pfarrkirche am darauffolgenden Sonntag: »Wa« gehi ihr hinunter in vas Hau« in der Au und nehmt dort den Hut ad? Da« ist doch kein SotteShau«! Da ist doch kein Gölte«» dienst!" Los von Vom in KSr»tcn. Im Warn«» dorfer Opitzblatie finden wir den folgenden Ler» merk: Sonntag, den 9. November, wurde die ganze Gemeinde Treffen bei Btllach feierlich dem göttlichen Herzen Jesu geweiht. Nur daS göttliche Herz Jesu kann unS noch helfen, sonst wird bei unö alleS protestantisch. — Wie passen hiezu die höhnischen Bereicherungen der Römlmge, daß die LoS von Rom-Bewegung versumpfe? Schreckensregimnit in Augarn. Der ReichStagSabgeordnet« Balafek, Muglted der slo» Basischen Nationaliiätenfraktio,,. wurde we»>en Aus» reizung gegen oe» Siaa« zu drei Monaten Staat«» g.sängntS und 300 Kronen Geldstrafe verurteilt. Die Macyaren verstehen e« alle ungarländischen Nationen auseinander anzuweisen. Heuie vetßl es Schrecken ohn« Ende, dtieinst wird e« für die gewalttätige Politik der Mas.yiren et» Ende mit Schlecken geben. pie Anftcht Grades. Abgeordneter Prade äußerte »ch einem AuSholer gegenüber folgender» maßen: Solana« die Tschechen «hre staatsrechtlichen Ideen nicht sollen lassen und zur Ueberzeugung kommen, eaß die Einführung eine« eigenen Staat»» rechte« der Länder der böhmischen Krone mit einem Central-Landtag« und einem Ministerium in Prag Truthavn versp IN yatien, zu vier Wochen Ge» sängni« und einer schweren Geldstrafe verurteilt. Die Geldbußen steckt der Biichos ein; er »rächtet deshalb, st« zu v«rmrhr«n. Der Bischof von Cas» siano hat «S 1840 bei Geldftrase verboten, daß ein Mann eine Dame aus der Straße grüß«, ober daß man einer verheirateten Dame ein Geschenk mache. Die weltliche Justiz verhandelt hinter ver» schlössen»» Türen und nicht einmal die Verteidiger w«rd«n zugelassen. Der Untersuchung«richi«r kann ohn« W«iter«< jeden Zeugen einsperren, von de« er annimmt, daß er nicht die Wavrheit sage. Da« Kriminalgericht besteht au« zwöls Prälaten, von denen jeder einen Beisitzer hat. der gewöhnlich ein Polizndeamter ist. Den Borsitz sührt der Polizei» Präsekt und die Polizei ha« überall da« letzte Wort. Der Angeklagt« hat nicht einmal die Wahl seine« Verteidiger«. Füns junge Lerne wurden wegen Beleidigung deS Papste« zum Tod» verurteilt; der eine ist noch minderjährig, der Gerichtshof läßt ihn aber trotzdem hinri^ten, weil, wie e« in dem Urteil heiß», «die Ungeh»u»rlichkeit de« Verbrechen« den Täter al« volljährig erscheinen läßt." Vier junge Leute haben am Jahrestage der römischen Republik ein Feuerwerk abgebrannt; jeder erhält 20 Jahre Gesängni«. Ein Bauer hat eine Hostie entweiht; da« V«rg«h«n wird für «in politisch«« erklär» und der Täler zum Tod» verurteil». Von 1849—1870 genügte die leiseste Kundgebung libe» raiet Gesinnung, um 20 Jahre Gesängm« einzu-bri«g»n. Im Jahr» 1850 v»ranstaltk»»n di» pöpft» lichtn Untertanen, al« Protest gegen den Fi«ku«, einen Au«stand der Raucher (im Kirchenstaat bestand da« Tabaksmonopol); die Polizei hielt die Spaziergänger an und zwang sie. zu rauchen; wer nicht Folge leistete, wurde eingesperrt. Auf dem Colonna-Platze verkaufte ein Junge Zündhölzchen: —____■-------! 1903. Wieder hat sich eine Ziffer an der Jahre«-zahl geändert. Ein Jahr ist wieder vorübergegangen und vamit ein Zeitabschnitt, lang gtnug. um «in« Fülli« ton Ltid und Enttäuschungen zu bringen, aber: vi«l zu kurz, um einen wesentlichen Faktor zu spielten in dem Me«r der Vergangenheit. Unter nicht, günstigen Aussichten sind wir in da« Jahr 19038 eingetreten. Eine schwere politische und wirt« schafitlitt Krisis lastete auf unserem Vaterland«, leidernschastliche Parteikämpse durchtobten da« Land und heute sin» wir um keinen Schrill w»it«r al« am tSyloesterabend de« Jahre« 1901. Im Gexen» teile stellen sich die Aussichten sür da« kommende Jahrc infolge de« Sltllstanve«. dezw. de« Leerlausen« der pparlamentarischen Maschine noch viel schle^ter al« ror iinem Jahre. Die ganze innere Lag« in Otsteerreich ist «n „Provisorium", alle« ist ui.tlac und unenischieden und nach keiner Richtung bietet sich »ein klaitr Ausblick. Ntch! einmal btc Kampf um ddcn ungarischen Ausgleich und was drum und dran häng», will zum Abschlüsse kommen, denn daß eins regelrechte parlamentarische Erledigung de« Ausgleiche« unv deS Zoll- und Handels» bündmiisse» zwischen Oesterreich und Ungain zu Stankde komme, wagt kaum jemand mehr zu hoffen. {Sei denn, wie »hm wolle. Wir schreiben nun da« ^Jahr 1903, jene« Jähr, da« sür uniet Wirt» schafit«ltben von eminenter Wichtigkeit sein wird. Wir khad«n »n diesem Jahr« nicht nur den un» garischhen Autgleich, sondern auch die Handel«» verträSge mit den fremden Staaten abzuschließen und dda« zu einer Zeit, wo wir im eigenen Hause selbst keine Ordnung haben. Die Tschechen küm-men unser Jammerzustand nicht im mindesten, die Wohlfahrt von Millionen Staatsbürgern ist ihnen vollständig gleichgillig. ihre Gedanken hängen nur an Einem, und das ist die Wiederherstellung de« ^dreiemigen Königreiche«". Die Regierung ist vollkommen machtlos dem Treiben der Tschechen gegenüber, sie wissen sich von starker Hand ge» schützt und bleiben, selbst wenn Oesterreich an ten Rand des AbgrundeS gebracht fein wird, dennoch die besten Patrioten. Wie weit eS noch wird kommen müssen, bi« diesem Spiel einmal ein ener» flischt« „Halt" «ntgegengerufen wird, da« wissen die Gölier; näher wird aber dieser Zeilpunkt sicher gerückl, wenn einmal die Deutschen ihre gegenseiti» gen Anseindungen ausgeben oder auf «in kleine« Maß beschränken würden. ES müßt« doch nicht mit guitn Dingen zugehen, sollten die Deutschen mit ehrlichem und energischem Willen nicht im Sian e sein, endlich einmal Ordnung im Hause zu schaffm. Möge im Jahre 1903 mehr E>nigkeit unter den Deutschen herrschen, als im abgelaufenen Jahre! Sstitische Rundschau. Hin neuer sich er agrarischer Sieg. Die Künbi» gu»g de« italienische», Handelsverträge«, welcher die dem österreichische» Weinbau so schwer schädi-s.ende Weinzollklausel entdäli. ist feilend unserer Regierung erfolgt. Der Vertrag einschließlich der Weinzollklausel erlöscht daher mit 31. Dezember 1903. Nun kommt der Vertrag mit Serbien an die Reihe. Auch dieser Vertrag muß sofort ge» kündigt werden, da derselbe die unsere Viehzucht und unsere» Getreidebau eben'o schwer schädigende» Seite 2 den Bürgerkrieg hervorrufen müßte und natürlich auch die Auflösung Oesterreichs mit sich brächte, infolange sind die Au«gleich«v»rsuch» vollständig vergeblich. Au« diesem Grunde sind die weiteren Verhandlungen zwecklos, und wir werden unseren Abgeordneten raten, daß sie nach duser höhnischen Absage der Tschechen die Beichicknni einer eoen-tuellen Verständigungtkonserenz dankend ablehnen. Äus Stadt und Land. Z>i« Aeerdigung des Attvürgermeister» Stiger. Gustav Stiger hat nicht ohne Dank in seiner Eigenschaft al« Bürgermeister der Stadt Cilli, da» wirtschaftliche Wohl der ihm uniecfteQten Bürgerschaft in der aufopferndsten Weise wahr-genommen — der Dank und die aufrichtig« Ver-ehrung oller Cillier folgen ihm in da« Grab nach. Cilli ehrt seine Toten, die« hat un« die Massen« haft« Beteiligung am Leicheob«gängnifs« de« all-verehrten Altbürgermeister« bewiesen — fast ganz Cilli hatte sich am Friedhofe »ingefunden um dem Uno«rg«ßlichtn da« letzt« ehrende Geleite zu geben. Am Neujahr«tage senkt« man den stillen Dulder hinab und al« die Schollen auf seinen Sarg ni«d«rrollten, da blieben nur wenig« Augen trocken. Cilli gedenkt de« edlen Manne«, der ein Leben voll rastloser, uneigennütziger Arbeit in den Dienst unsere« Heimwesen« gestellt ha«, de« muster« giltig«» Bürgermeister«, der üd«r die Betrruung der ihm anvertraut«« Stadt selbst seinen kränk» lichen, erholung«bedürftig«n Leib hintansetzt« mit Wehmut und Trauer. Eine lttztwillig« Btrsügung de« Verblichrntn bestimmt«, daß sein« sterbliche Hülle in d«r Fried» hof«hall« zu Tfchr«t aufgebahrt und von dort Jur ewigen Ruhe bestattet werde. Dichtgedrängte scharen von Leidtragenden pilgerten schon zu früher Stunde an den sonst so stillen Ort. an dessen Ein» gang die bed«utung«oollkn Wort« ftthen: „Hier «ndet Neid, Verfolgung und Klag«!» Ganz Cilli war auf den Beinen, um mit einem letz en Blick da« enge Hau« zu umfasse», da« di« sterblichen Reste de« 'eueren Toien umschloß. Ein wahrer Berg von Kränzen türmte sich über dem Sarge auf, fchwarz-rot-golden« Schleif«» mit Wort«n der Anhänglichkeit und d«r Liebe sielen von ihm zur Erde nied«r. E« war mit Müh« verbunden, eine Fahr» gtltgenheit zum Flitdhvf« zu «rlang«n; schon am Vorabend« waren alle öffentlichen und privaten Wagen o«rg«b«n. Man zählt« an 100 Wagen, di« ihrrn Weg zum Fri«dhof nahmen. Um 3 Uhr, al« «« gelungen war. in die Massen «twa« Ordnung zu bring««, fetz!« sich d«r Leichenzug in Bewegung, doch war e« ginz unmöglich, in Reih und Glied «inh«rzug«h«n, weil die« di« zur Ruhestätte sich wälzend« VolkSm«ng« ein Polizist verlangt« von ihm «in Zündhölzchen, um sich feine Zigarre anzuzünden. Der Jung« gab si« ihm nicht, «r wurde verhaftet und zu 20 Jahren Gefängni« verurteilt. Die Kirche hat, wi« si« behauptet. Abscheu vor dem Blut«; daher unterzeichnet« der Papst kein Tode«urttil und diese« enthielt blos di« Bemerkung: „Seine Heiligkeit haben geruht zu gestatten, daß Sie zum Tod« vrrurttilt werden." Ter Verurteilte legte feinen Kopf auf «in«n Block und der H«nt«r zerschmettert« d«n Kopf mit einer Keul«. Piu« IX. führt« di« Guillotine «in, ließ ober di« abgeschlag«n«n Köpf« für mehrere Stunden aus «in« Pik« stecken. Dieser Statthalter Christi ließ so vi«le Todesurteile vollstrecken, daß man zum Tod« durch Erschießen greiftn mußt«. Ja Ancona wurden 1850 an einem einzigen Morgen n«un Verurteilte erschossen und di» nicht sofort tot waren, mit dem Bajonett er-stachen. Al« Piu« IX. mit Hilf« Napol«on« nach Rom zurückkthrt«, nahm «r an d«n Republikanern furchtbar« Rache. In Ancona wurden 60, in Bo» logna sogar 180 hingerichikt; nimmt man di« Hin» richiungen in Rom, Perusa, Forli u. s. w. hinzu, so kann man sagen, daß im Kirchenstaat an jedem Tage eine Hinrichtung stattfand. Die Leichen der Hingerichteten wurden außtrhalb dtt Friedhofe in Kalk verscharrt. Da« Volt elend und unw>ss»nd, di« Aristo« trat» frech und «»«schweifend, der Kleru« g«ld» gierig und despotisch, Unsiitlichkeit oben und unten, kein Handel und seine Industrie, wenn man nicht di« unverschämt« Au«b«utung de» Aberglauben« al« solche gtlten lassen will, — da« ist d«r Kirchen» staat." Und dirs« Form soll wiedtrrrstthtn! — .Deutsch, W.cht" nicht gestattet«. AuS diesem Grund« war auch die Berichterstattung über dir au«wärtigen T»iln«hm«r an der Traurrsti«rlicht«it ung«m«>n «rfchwrrt. wenn nicht ganz unmöglich gemacht. Den Zug eröffnet« di« Feuerwehr der Stadt Cilli unt«r Vorantritt der städtifchen Musikkapelle mit umflort«» Fahn« und un»«r d«r Führ«rschast te« Wehrhauptmanne«. Herrn Anton Eichberger, dann folgte der Vet«ranen» Verein unier Führung de« Obmann««, Herrn Peter Dtrganz, ebtnfall« mit umflorirr Fahne, dann di« beiden Cillier Gesangverein«, „Cillier Männer» Gesangverrin" und .Li«d«rkranz-, drr Turnv«r«in, sämmtliche mit umflorten Fahnen, w«it«r« d«r deutsche Gewerbebund. der Verein deutscher Han-del«angestellter und d«r druischvölkifch« Arbeiter» verein, zu deren Stiftern der Vrrblichene ge» zählt hat. Dem Sarge folgten nach drn V«rwandt«n die Gemeindeo«rtr«tung d«r Stadt Cilli mit Herrn Bürgermeister Juliu« Ra kusch und Bürgermeister» Stellvertreter Herrn Dr. Gregor Jesenko an der Spitz«, die Beamtenschaft sämtlicher Behörden der Stadt, die Lehrkörper sämtlicher UnterrichlSanstalien, da« Offüier«korp« de« hier garnisonierenden Bataillon« de« 87. Infanterie-Regiment«, da« Ossi» zier«korp« de« Landwehr-Bataillon«, die Kom» mando« der Gendarmerie und der Finanzwache, Landtag«abz»ordn»ter Josef Lenko, Abordnungen vieler Städte und Märkte der Sleiermark. So konnten wir feststellen: Abordnungen au« Graz, Marburg. Petiau, Tüffer. Hochenegg. Meilenstein. Rann, Lichtenwald. Radker«burg, Wind.-Feistritz. Windifchgraz. Gonobitz, St. Georgen a./Z., Pöl>-fchach. Andere mögen unserem Blicke in der un> gezählten Menge wohl entgangen fein. Die Bevölkerung von Cilli selbst war in großer, überwältigender Zahl am Friedhof erfchienen. um ihrem Gefühle der Trauer um den verlorenen Ehren-bürger, der dem Gemeinwesen solange in Treue und Ehren vorgestanden. Au«druck zu verleihen. Am offenen Grab» al« d»r Surg sich in di» Grub» nitdergesenkt und der Geistliche da« Gebet verrichtet hatte, stimmten die beiden Gesangvereine einen ergreifen»»« weihevollen Trauerchor „Letzt» Treue» an, »benso intonitrt» die Musikkapelle ein zu Herzen gehende« Trauerlied. Mächtige Ergriffen» heit lagerte über allen die an der Trauerfeier teil» nahmen. So mancher mußte mit Gewalt Die Tränen zurückdrängen, so manche« Aug« ward f«uch«, al« man den innigst und allseit« v«r«hct»n Mann in die kühle Erde bettete. Stiger« Verdienst« um die Stadt können nicht in V«rg»ffenh«it g«rat«n, von ihnen fprichen dir ihn überleb«nd«n Taten und von ihn«n spricht für all« Zeiten di« Stadtgefchicht». Die d«nkwürdig« Sitzung vom 11. Oktober 1902, in b«r dem Ver-storbeuen die höchste Ehrung verliehen wurde, di» ihm dankbarer Bürg»rsinn darbringt» konnt», nämlich da« Ehrenbürgerrecht, — fein höchste« und wertvollste« Ehrenzeichen — richtet ihm zum rwigtn Gedenken ein Ehrindtnkmal auf. Au» Anlaß de« Trauerfall»« sind d»m Bürger-m«ist»r Herrn Rakufch, d«m Stadtamt» und d»r Familie ein« groß« Anzahl von B»il«id«kundgebung«n zugekommen, von denen wir, soweit st» un» bekannt wurden, nachstehende anführen: Ich muß g»st»h»n, daß mich di»f»r Tod,«fall f-hr tief ergriffen hat und umso tiefer, al« ich »drn jetzt durch den Kraukh»it«fall meiner Frau in »iner (ehr trüben Stimmung bin. Hätte ich nicht diesen traurigen Zustand, so wäre ich trotz Neujahr unbe-dingt nach Cilli gekommen, um meinem getreuen Freunde die letzt» Ehr» zu «rw«is»n; war doch »r einer d«r wenigen noch lebendtn Cillier. di» mir persönlich nährr gekommen sind. Stet« treu bei der Sache, nicht stürmisch, aber zähe und gediegen i» seinen Bestrebungen war er eine starke Säule deutschen Wesen« und freier Gesinnung, auf welche sich ja allein die hervorragende Stellung unf«rer Volksgenosse» im llriterlande stützt. Dabti halte «r warme Empfindung sür dir M«nsch«n und gr-wann All«r V«rtrau«n; ich bin ihm im H«rz«n dankbar sür di« Frrundschaft, die «r mir grschrnkt und so oft bktätigt hat, und detbalb um so betrüb-t«r, daß ich seine irdische Hülle nicht nochmal« sehen kann. Er hat da« Irdisch« überstanden, da» Schicksal hat ihm fchw«r« Aufgaben gtfetzt, wir können kaum ermessen, welch«» Schmerz fein reiche» G«müt gelitte» hat, «r ist «löst! ober er hinterläßt «in gut«« Andenken unv die noch da sind, w«rd«n dasselbe am bkstkn ehren, wen» si» in seinem Sinne weit»r wirken. In Trauer Dr. Foregg«r. Mit tiefem Bedauern hab« ich die Tod««nach-richt Ihre« Ältbürgrrmrister« vernommen und bin von dessen Hinscheiden erschüttert. Habe ich ja doch da« Glück gehabt, zu feinen persönlichen Nummer 2 Freunden zu zähl«» und feit meiner Jugendzeit mit der Familie im freundschaftlichen Familirnver» kehr gestanden zu sein und noch zu stehe». Ich bitte daher «»in aufrichtigste» und h»rzlichste« Bei-I«id zu dem Ichwerrn Verluste entgegennehmen zu wolle». Leider ist »« mir unmöglich, dir Leichen-feirr, wie ich e« gerne getan hätte, beizuwohnen, da mein G»sundh g. Im Name» der Stadigemeind« Marburg spreche ich der Stadtgemeinde Cilli da« tiefste und aufrichtigste Beileid über den schweren Verlust, den Si» durch drn Tod Ihr«» v»rdi«nstvvll»n Altbürger-Meister« erlitten, au«. Leider verhinderte mich ein vormittag« «»«gebrochener Brand, zur Leichenfeier zu kommen. Schmiderer, Bürgermeister. Cilli bat durch den Tod Stiger« einen »ner-schlichen Verlust erlitten l Ich trauere mit und er» laube mir, Ihnen und der Stadt Cilli mein lief» empfundene« Brileid au«zufprech«n. Hochachtend Dr. K a m » i k« r, Radk«r«b»rg. Anläßlich de« Abl«ben« de« vtrki«nstvoll«n Herrn AltbÜrgtrmeistrr« spricht dir innigst« Teil-»ahm« au« da« Offizier«korp« Nr. 87 in P o l a. Anläßlich de« Ablebkn« d«« hochverdienten Allbürgermeister« und Ehreubürgrr« Herrn Gustav Stirer spricht die Gemeind«o«rtrttung Radker«i»urg da« tiefste Beileid au«. Der Bürgermeister. Der Stadt mein aufrichtigste« Beileid. K r i»-h u b e r, Graz. Im Namen der Vertretung der Stadtgemeinde Leoben spreche ich innigste« Beileid anläßlich de« Hinscheiden« de« hochverehrten Herrn Gustav Stiger. gewesenen Bürg»r«»ist»r der Stadt Cilli. au«. Drr Bürgermeister Dr. Franz B u ch m ü l e r. Anläßlich de« Tode« Ihr»« geschätzten Ehren« bürger«, de« Herrn Gustav Stiger. »rlaude ich mir da« tiefste Beileid auszudrücken. Hochachtung«-voll Franz H o n d o r f. Wei;. Al» ein treuer Freund der Stadt Cilli bitte ich Sie, d.n Au»druck wärmster Anteilnahme an« läßlich de« Hinscheiden« de« edlen Mitbürger» Stiger »ntgegenzuiehme». Dr. S u p p a n, Leoben. Weitere Beileid«bezeugungen lagen vor feiten« de« Reich«rat«- und Landtag«adgeordneien Dr. Der-fchaua. dann de« hier garnisonierenden Bataillon« de« 87. Infanterie - Regiment« durch Herrn Oberst« lieutnant Mann«b,rt, der Bezirkthauptmannschast durch di» Oberkommissäre Edler v. Lehmann und Walter Graf Altem», o»r Staatsanwaltschaft Cilli durch Staatsanwalt Herrn Dr. Bayer, der Berg-und Hüttenverwaltung Cilli, de« t. k. Reoierberg-amt« Cilli. de« Hofraie« Heinrich Graf Attem«. de« deutfchnationalen Verein« für Oesterreich u. a. m. Zahlreiche Kranzspenden waren al« letzte Liebe«-gaben eingelangt u. zw. vom Gemei«deau«schusse, von den Beamten de« Stadtamte«. dem Au«fchuffe der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli, dem Deutschen Verein, dem Kasinoverein, dem Turnverein, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Deutschen Gewerbe-dund, de« Radfahrerverein, dem Verschönerung«» verein, der Genossenschaft der Gastwirte. Verein deutsche« Studentenheim. Vorstand de« Handel«- Nummer 2 «Hrutfch- Macht" Seite 3 gpremium«. die Angestellten de« Verblichenen, de« OOffizier«korpS des 2/26. Landwehr-Bataillon«, von doen deutsch völkischen Arbeitern, von den Beamten dorr BezirkShauplaiannschaft. von der Landwirtschaft-licichen Filiale Cilli sowie von den Familien: Dr. FKoregger. Baron Apfaltrern, Juliu« Rakxsch. von GNoSleth. Dula-Preßburg, Zangger-Ltchtenegg««, PPallo», Wehrhan, Dr. Schurbi, Amali« Krainz, EEkl, Rauscher, Viktor Schwab, Alben Stiger-Wind.« F^eistritz, Dr. Ernst Mraulag-Marburg, Rasch. ZMatesch. Moßmann, Zunder, von Kaif«s«ld, Mol-tim>>, Kl»inosch,gg - RadkerSburg, Schwab -Pettau, Fifürft-Pkiti-u, Jda Wotaun, Moriz Stalln«, Her-«»ine Stallner, Proßinagg, Havpimann Breindl, O)berlieutenant Kleinofchegg, Han« Woschnagg, Ntegri, und vielen ander,». Kvaugelilch« Gemeinde. Heute, Sonntag deen 4. Jänner, vormtiiagS 10 Uhr. findet ein ösffentlich« Gottesdienst in Cilli, nachmittag« boalb 5 Uhr ein solcher in Weiten st, in sta>t. Ekbenso wird am 6. Jänner ein öffentlicher Goi-»«»dienst in unserer Stadt veranstaltet werden. Am Fsreilag den 9. d. M. versammeln sich die Mit-gllieder der evangelischen Gemeinde und ihre Freunde zuu einem Familie »abend in Terschek« Saal, wiobei Herr Psarrer May und Herr Pfarrer Rtoyer Verträge halten werden. Am Sonn, t aa g den II. d. M. findet nach dem Gottesdienst im, Ge^eindesaale eine Versammlung sämtlicher evvaugelischer Glauden«genosfen statt, wiobei über die Kirchenbaufrage entscheidende Bitschlüsse gefoß, werden sollen. Wir laden jetzt schhon dazu ein. Spende für die Stadtarmen. Statt eine« Gdradlranze» für seinen unvergeßlichen Freund Gtiustov Etiger spendete der Herr Oberpostoer-woalter Lloi« Koweiudl für die Stidlarmen IM Kronen, welcher Betrag seiner Bestimmung zu-geffühn wurde. Kelegraphen- «nd Kelephonverkeör in ßilli prr« 1902. Im abgelaufenen Jahre wurden bei deee hiesigen Staal«leiegraphenftation ausgegeben 15^.218, eingelangt sind 16395, umtelegraphiert wlurden 20.582. zusammen 52.195 Siück Tele-grcamme^ Im selben Zeiträume wurden durch die dieeslge öffentliche Fernsprechftelle der interurbanen Teelephonlini« Wien-Trirst 483 G»spräche vermittelt, untd zwar in der Richtung nach und von Wien 238, Grroz 157, Marburg 6. Laibach 41 und Trieft 41. Mnsikverein ßilli. Wie bereits au« dem Beericht« über die letzte Vollversammlung zu ent-ned!)men war, fand am 19. Te^emb r de« obge-lauufenen Jahre« die erste öffentlich' Zögltng»-Auf-fühhrung im Schuljahre 1902—1903 im großen Kadsino Saale statt. Seldstoelftäudl'ch können wir un«« auf eine Besprechung der einzelnen zu Gehör gedbrachien Tonstücke und deren Wiedergabe mcht einlilafsen und würde die« dem Zwecke dieser Ver-anststattung kaum entsprachen. Diese gebt dahin, den An iaedörigen der Zöglinge und allen Freunden der Muusitschule Gelegenheit zu bieten, von der Unter-richhttweise und deren Erfolgen dmch unmittelbare Waahrnehmunq sich Kenntni« zu verschaffen. Dem-gemtnaß ist auch da« gebotene Bild ein eigenartige«; hier r Däumlinge mit selbstbewußier Pose, kühner BotZ«enführung, hübscher Handhaltung, dort vorge-schrmttenere Jünger der Kunst, in Vortrag und TefccUit ernste«, zielbewußte« Studium erkennen lassffend. Und doch war da» Ganze ein Bild ein-brttttlich« Tätigkeit, einheitlichen und intensiven Fleieiße«. — e« bot un« da« Resultat ernster Arbeit, eine,»« tüchtigen musik-pädagogischen Vorgehen«, — da«« für jenen, der allen diesen Aufführungen bei-wol>hnt, viel de« Jnierefsanlen bietet und in ihm da«» beruhigende Gefühl auskommen läßt, daß die den > bewährten Lehrkräften Fräulein Friederike Spziller und den Herren Ludwig und Moriy Sctchachenhofer anvertraute Musikschule keinen Berflgleich mit anderen Musikschulen zu scheuen drauuckt und noch schönen Erfolgen entgegensieht. Da«t« Bestreben der Verrin«leuung, für diese Schule da«1 Oesfentlichk.ii«recht zu erwerben, ist daher durachau« dec.ründrl. Mit Sang und Klang in« neue Jahr, da« ist der WahtiplUch de« Männergesanp»ereine« .Liiiedertranz", der di» au« Anlaß de« Ableben« de« l Al>bürger«»ister« Herrn Enger verschobene Eyhlvefterfeler aus Donner«tag, den S. d d. Mi«, überlegt hat. Der frische, beleben? « H-!u«uch, der mit der vorzüglichen Leitung de« Chor-»eiftister« Herrn Stahl turch den Berein geht, wie ' nicht minder die gewählte und Unterhaltung«-rnchche Vortrag«ordnung bieten die Gewähr, für rinnen genußreichen, höchst vergnügten Abend. A« Schlylusse wird de« Tanzvergnügen gehuldigt, wohl ein Grund «ehr, die Unterhaltung gewißlich zu besuchen. Splnesterfeier des Aasiuo»erei»e». Die wegen de« Trauerfalle« Stiger verschobene Sylvesters?!« de« Kasinovereine« findet Montag den 5. d. Ml«, abend« in den Kasinoraumlichkeiten statt. Der ge-fellige Abend wird eine groß« Anzahl von Fest-teilnehmern vereinigen, dafür sorgt nicht allein da« gediegen« Programm sondern wohl auch der Um-stand, daß sowie im Vorjahre auch Heu« die Glück«-göttin ihr Spiel lreiden wird. Kheaternachricht. Dienstag den ö. d. Mi«, geht die fraizosische Operette »Die Puppe" üb« unsere Bühne. Da« Stück hat vor 2 Jahren mit Frau Wolf-Seletzky ungemein gefallen und zweifeln wir nicht, daß Fräulein W«k-Huuer un« al« Alesia denselben Genuß zu schaffen vermag. — Die nächste Vorstellung bietet un« Sonntag der 11. d. Mi«, mit der Operette „Der liebe Schatz". Konzert i« Kotet Stadt Wien. Die rüh-rige, nei-e Leitung, oj, da« Hotel Stadt Wien in Herrn Otto Küster «dalt>n hat, veranstalttt Sonntag abend« 8 Uhr ein Konzert der vollstän-digen Cillier MusikoeretnSkapell« unter Leitung de« Kapellmeister« Herrn L. Schachenhofer und zwar al« EröffnungSkonzrrt. Küche und Keller haben unter der neuen Hotelvorstehung bere'l« besten Anklang gesunden und so steht denn zu «warten, doß der Besuch dieser Veranstaltung «in recht gün-stiger sein wird. Beförderung. Der im hiesigen Krankenhause in Verwendung stehende Hilf«beamle Herr Franz Smartfchan wurde zum Kanzlisten daselbst ernannt. Z>as Wetter im Aänner 1903. Nach dem bewährten Zusammenstellungen von Richard Werke! in Berlin ist folgende Weileranzeige sür den Monal Jänner ausgegeben: B.« 4. trüb und kühl. Vom 5. ab stark zunehmende Kälte mit heftigen Schneestü-men. Die Kälte wird bei uns am 9. de-sonder« stark !ein, nach diesem werden wieder starke Schneesälle eintreten und eS wird b « zum 15. wieder glind«. Dann zunehmende Kälie mit Stürmen, welche vom 17. ad wieder gelinder wer-den und am 21. zu freundlichem Wetter über-geben, welche« bi« zum 24. sich fast vollständig geklärt hat; dann bi« zum 31. schön, kühl, teil-weise sehr gelinde« Weiler. Landesvervand für Sremdenverkehr in Steiermark. Der Verband«au»schuß hat E.ttzun-gen für dir G-ündung von neuen Lokal «einen mitgearbeitet. Dirs« Musterstatuten wnden von der Ä«ba»d«kanzlet in Graz, Albrechlgasse Nr. I, über Verlangen unentgeltlich zugesendet. Tragfähigkeit des Hifes. Wenn da« Ei« eine Stärke von 4 Zentimeter besitzt, so trägt eS da« Gewicht eina« einzelnen Manne« mittlerer Schwere, bis 8 Zentimeter ist e« sür Infanterie i» Reih und Glied passierbar, bei II di« 16 Z nti-Nieter tut Kavallerie und leichte Geschütze, bei 40 Zentimeter und darüber widersteht e« dem Drucke der schwerst.» Lasten. Hie Zustände im Marburg«?riesterhause erfahren eine Beleuchtung durch den „Stoo. Narod", der schreibt: „Im Marbuiger Pnesterhausr herrscht Heuer eine ordentliche Revo.ution. Die Herren Theologen sind mit dem von ihnen «wählte» Stande nicht zufrieden und verschwinden lieber in die Frei-heit, wenn ihn-n nur eine kleine Gel genheit g«-geben wird. Natürlich, d« Herr Vorsteher macht de«wegen ein lange« Gesicht und wu den sich, daß ste, hauptsächlich die vom e sten Jahrgange, fort-gehen, weil sie ja «in glänzend«» Beispiel an d«n .alten Herren" haben, iv«lche allen Leidenschaften hundertmal mehr unt«worsen sind al« gewöhnliche Leute. Da« weiß natürlich der Direktor selbst, der ansang« diese« Jahre« von der Kanzel herab den v«sam«elten Theologen, besono«,« jenen de» ersten Jahrgange«. ,« selbst sagte, daß schon so »anche Sachen i« Semioar vorgekommen sind. Dte Herren Theologen haben die angestellten Köchinn«» grküßt, wa« bei den dortigen Umständkn nicht schwer ist. Theologen haben sich aus Tod und Leben durch-geprügelt, so daß der Direktor schon in großer Sorg« war und di« Polizei iur Hils« olen mußte. Erst d«m «nergischrn E ngrtifrn der Sichtry«it«wacht gelang e« dem furchtbaren Kampfe Einhalt zu tun." Da« ist ja «in wahrer Hexenkeffel ungesess l->« Lkidknschaiten! Wie könn«« Leute, die eine solche Schule durchmachten, Lehr«eist« d« christlichen Friedfertigkeit sein? „Per $o*dttrfnrc". Von diesem ofsiciellen Eouröbuche ist soeben die dieSmonatliche Auögabe er» I schienen, welch« wieder die neuesten Eisenbahn- und I Dainpfschiff-Jahrplöne und Fahrpreis«, sowie einen Führ« I an den Eisenbahnen, «arten und Städtepline enthält. Zu beziehen in allen Buchhandlungen, Eisenbahnstationen, Trafiken »e. und bei der BerlagShandlung R. v. Wald-heim in Wien. Fatak-Kanptverlag j» vergeben A« L0. Jän» er 1903. 11 Uhr vormittag«, findet bei der I. f. Finanz-B«zirk«direktion Marburg die Konkurrenzverhandlung wegen Wederbesetzung de« Tabak-Hauptverlage« in Windischgraz statt. Die bezüglichen Offene sind bi« zum bezeichneten Ter-ntine bei dem Vorstande der k. k. Finanz-Bezi'k«-direktion Marburg versiegelt zu überreichen. Da« Vadium beträgt 370 Kronen. Schaubühne. Im bunten Rock. Zwei Edle, Schömhan und Schlicht, innig gesellt, haben mit dem „Bunten Rock' auch für unseren Direktor ein Kassenstück geschaffen, denn da« Hau« wie« letzten^DonnerStag einen erfreulichen Besuch auf. Da« Slück stellt zwar nur eine Konzession an da« Unterhallungibedürsni« dar, wie e« fchli ßlich von emem Lustspiel, und noch dazu einem Schönihan'-fchen, nicht ander« zu erwarten war, ist aber in sein« Art recht gut und wurde auch bei un« recht beifällig aufgenommen. Der Schlüssel zu dem ganzen Älück ist der, daß eine reiche Amerikanerin dem Zauber de« bunten Rock«», der sich ihr in d« Gestalt eine« preußischen Leutnant« nähert, unter-liegt. Die reich« Missi« Anny Clarkson würd« von Frl. Eise Müller mit verblüffender Echlheit ge-geben. E« gibt zwar keine alleinseligmachende Auf-sassung ihrer Rolle, allein wir halten da« kraft-volle Hervortretenlnssen ihrer Perfönk'chkeil in Ton und S berde, da« für die reichen, selbstbewußten Amerikanerinnen so charakteristisch ist. »ür da« Treffendste. Sie muß einfach etwa« überlaut sein. Die Äu»jprache de« Deuischen klingt bei Miffi« Clarkson etwa« befremdend, Frl. Müll« verstand mii Meisterschaft hierin die spezifisch amerikanische Klangherbe festzuhalten, wa« ihr umso mehr al« hohe« Vnrdienst angerechnet werden muß, al« die Dame, wie wir «fahr«», de« Englischen nicht mäch-tig ist, also viel Fleiß und Eifer auf die lichtige Aussprache verwenden mußte. Ihre Ausgabe war keine leichte, nicht nur, daß sie verschiedene Mit-laute auf englische Art abzusprechen hatte, mußt« sie auch den Klang d-r Selbstlaute entsprechend färben. Nur weitgehendste Uebung vermochte e« dahin zu bringen, die Worie gleichsam hervor-sprudeln und dadei dennoch getreulich die sremde Aussprache zu wahren. Frl. Müller hat sich al« strebsame Kiinstlerin erwiesen, die e« verstanden bat, rauschenden Eriolg zu zwingen. He« R e i ß n'e r gab un« ein«« schneidigen und forschen Leutnant, der auch wohl unwiderstehlich genus> war, um al« Her en«knicker glaubsaft zu erscheinen. Der Dar-sleller kann nicht« dafür, daß der Dichter in de« Leutuont wohl «inen Heira>«kandidaten, nicht aber auch einen Liebhaber geschaffen. Herr Olh«ar Lang hatte al« Wiedebrecht «ine Roll«, von Kar» rikirung-n strotzrnd. Er war in sti-.e« Elrmettt, «r konnt« unt«rhalt«n. Dem angenehm«» Spiel de« Herrn Lang kommt die Sprach« seiner Augen zu stallen, di« verständig feine Geberden begleitet. He« B a ch m a n n gab die Jüngling«gestal« de« jungen W.ed«br«cht mit vi«l Gkschick. Man werft tt Herrn Bachman» an, daß er in die Schule d« Aesthetik der Körperbewegungen gegangen ist, sein« Bewegungen geschehen mit einer »aiürliche» Ungezwungenheit. Frl. v. Essn er atmete al« Betty von Hohenegg sprühende« Leben. Anmutige« Ge-plauder - lüb« von ihren Lippen und wirkt in seiner Frische wie Morgenluft im Frühling, v. Gollwih, der Assessor, der in feine« Busen alle »öglichen Pläne wälzt, «fuhr durch Herrn O t u« a r eine gelungen« Wied«gad«. Ton und G«b«d« stimm-ten «it d r Erfindung üb«r«iu. Jtanette (Frl. H i r t h) sprach da« Französ allerliebst. Auch der übrigen Dnrst«ll«r, so vor Alle« der Herr«» Ros«» und Walzer, sowie der Da«e» de D o any.Lang und Gärtner, «uß «i Anerkennung gedacht werden. — Ein unbedeutende« Vorkommni« hal d r geschäftigen F?au Fama den Sloff zu dem Gerüchte geliefert, daß an de« Abende F«uer«gtfayr bestanden hätt«. Da« Ganz« schru«pft ab« aus die Tatsache zufa«men, daß beim Anzünden einiger verlosch«n«r Lampen die Haare de« Anzündn« etwa« versengt wurden. Daß jug.ndliche Köpfe Feuer fangen, soll doch kein so ungewöhnlich«« Ereigni« fei»! ?reissch»apsen (66) im Ziay«hof. Montag, den 5. d. Ml«., oeranstaliet Herr Ganwirt Johann Fiicher im Bayerhof ein Prei«wet>sptel in drn in C,lli so beliebten Schnapsen. Nähere Auskünfte über die Bedingungen und die Art de« Wett- Seite 4 «A-Vtrch- W«chi" Nummer 2 kämpfe« werden bi« zum Spielabende in der ge-nannten Gastwirtschaft erteilt. Südmark. (Kanzlei in Graz. Herrengasse 3.) Unterstützungen haben erdalten: eine Gewerbe-treibende in Kärntrn 200 X ri«pächter. hatten sich vor dem obigen Gerichte wegen GesellschaftSdieb» stähle«, gemeinen Diebstahle« und Hehlerei zu verantworten. E« waren die« der 14jährige Fleischer» lehrling Franz Filip c, der 19jähiige Fleischergehilse Rudolf ttopp, der 22jährige Matthia« Pavalec, der 17jährige Fleischergehilfe Johann Pavalec. der 20jährige Fleischergehilfe Franz Pavalec. der 52jäh-rige Flecksieder Matthias Pavalec, der 23jädrige Fleischergehilfe Karl Aisecnik, sämtliche au» Cilli. der 32jährige Martin Hoinig au« Graz, der 27jäh» riae Fleischergehilfe Anton Brilej au« Rietzdorf, der 33 Jahre alte Darmputzer Jakod SvenZek au« Marburg, der 48jährige WirtSpächter Anton Jezernit au« Cilli, dessen Ehegattin Maria Jezernik, der 19 Jahre alte Fleischergehilfe Stesan Cilenöek, die 24jährige Mathilde Soenöek, Darmputzer«gauin au« Marburg und die 41jährige Mathilde Pavalec, Flecksieder«gattin au« Cilli. Die Verhandlung, welche unter dem Vorsitze de« Herrn L.-G.-R. Grezorin durchgeführt wurde, förderte folgende« zutage. In den letzten Jahren find in der städti» fchen Schlachthalle zahlreiche Diebstähle verübt wor-den und erst im Sommer vorigen Jahres gelang «3, die Täter zu eruieren. So wurden dem Franz Pleocak Fleischware« im Werte von 12 X 60 fa, dem Josef Redeuschek im Werte von 2 K 20 b, dem Josef Sellak um 1 X 50 h. dem Martin Janzek um 1 X 20 h. dem Martin Karloiek um 10 X, dem Rudolf Umegg um 24 K, dem Franz Selak ein ganze« hinteres Ochsenoiertel im Werte von 67 X 20 h, dem Marim Vreiko um 6 X, dem Anton Bir^mayer um l X 40 h, dem Ludwig Kossär um 3 X 40 h, dem Anion Skoberne um 3 X, dem Johann Gcenka um 13 X, dem Jakob LeSkosek um 2 X, de« Redeuschek um 1 X 20 b, außerdem verschwand dem Franz Laß«ann ein ganze« Kalb, welche« aber offenbar vo« Diebe zum WegtranSportieren zu gelegener Zeit versteckt, auf» gefunden wurde. Bei einem dieser Fakta wurde Matthia« Pavalec aus frischer Tat ertappt. Der Genannte entlockte auch dem Florian Bayer unter dem Vorwande, Schweine einzukaufen, den Betrag von 10 X und dem Stefan Strasek »in Paar Schuh« und hatte damit sein» au« Cilli dtadsich» tigte Flucht eingeleitet. Matthia« Pavalec ist zwar dieser Fakta geständig, verantwortet sich aber mit VerfolgungSwahnsinn; er hätte schon öfter Selbst-Mordversuche verübt, sei wegen Wahnsinn« vo« Militärdienste befreit worden und hätte auch iu der Untersuchungshaft einen Selbstmordversuch verübt, wa« auch durch daS Ausseherpersonale konstatiert wird. Durch diese Ertappung deS Matthia« Pa» valec auf frischer Tat wurde der Verdacht, diese Schlach«hau«diebstähle verübt zu haben, auf die im zweifelhaften Rufe stehende Familie Pavalec und deren Freunde SvenKek gelenkt. ES wird ein sehr iniimer Verkehr zwischen den Familien Pavalec und Svenöek nachgewiesen. Eine Reihe von Zeugen d«stätigt, daß Svenjek und Pavalec stets viel Fleisch hatten und kochten, daß daS Kitz deS Umegg dort gebacken worden ist. daß sie sehr heimlich »aien und daß die Pavalec unter verdächtigen Umstände» Fleisch hinbrachten. Ferner geben die Zeugen Maria Medwed, Helena und Rosa Kova! an, daß Pavalec dezw. Svensek ihnen wiederholt Fleisch abgegeben haben, daher Fleisch i« Uederfluß haben mußten, außerdem zecht«» oll« «ifrig bei den schon genannte» Hehlern Anton und Maria Jezernit. Auch wird durch Zeuge» der auffallende U«stand bestätigt, daß Matthias Pavalec au« dem Arreste wiederholt Schreiben an die Jezerniks schickte. SS läßt sich also «it ziemlicher Sicherheit ann«h«en, dah Matthia» Pavalec die Diebstähle im Schlachthaus» v»rübte und daß die Eheleute Pavalec u«d Soensek — vielleicht auch Jezernik di« Hehler waren. Daß aber die Jezernik die Hehler der von Filipitsch, Kopp. Hojnik und Franz Pavalec verübten Dieb-stählt waren, wird durch mehrere Zeugenaussagen erwiesen. Schwer geschädigt erscheint auch der Fleisch,rmeister Franz Vollgruber. Zunächst ent-wmteten demselben sein Lehrjunge Ftlipic oerschie» den« Fleischstück« i« Gesamtwert« von 23 X. All« ditse Fleischstück« schaffte Filipi! zu den WirtSltuten Anton und Maria Jezernik, deren WirtShauS gegen« | über der Bollgruber'fchen Fleischbank gel«g«n ist; Nuummer 2 Seite 5 hiebei r nahm der Gehilfe Rudolf Kopp gestäadiaer« «aßen > al« Ditb«geaosse teil. Weiter« entwendete Filtpic l im Vereine mit Johann Pavalec dem Voll» yruber : ein große« Eiück Rinderbrust im Werte von 26 K. . Beide Täler sind geständig. Ein anderer Sehilfre Vollgruber» Karl Visoknik entwendete ihm m mehchreren Angriffen F tisch i« Werte von zirka 60 E.m Vlsocnik pekteht nur tin Stück Geselchte» im Wejerte von 5 K CO b im Vereine mit dem Sehilseiei, Stefan CilrnZ«! gestohlen zu haben, leugnet aber D Die übrigen Diebstähle. Durch die Zeugin Maria i Pircher wird aber nachgewiesen, daß Vi« focnit seiner damaligen Geliebten Theresia Resec Rostbrcaien, Wülste:c. gebracht habe; so bestätigt Franz Ropan, daß Karl Lisoinik und Susan Ci» lindes abend« unter verdächtigen Umständen ein große« i Paket heimlich weflirugen, da« Fleisch ent-halten haben muß und daß hinterher beide sich besprachen, wie viel sie dafür noch Geld zu er« halten haben. Auch Martin Hoinit entwendete dem Kranz Vollgruber wiederholt Fleisch, Rost» braten. welche er sich bei Jezernik braten ließ. Hoinit t peneht tiefe Diebstühle, entschuldigt sich abber damit, daß Die Kost bei dem Brotherrn angeblich i eine schlechte war. Von ollen übrigen ihnen zur Laast gelegten Diebstählen wollen aber die A»-geklagten nicht« wissen. Ju der Nacht zum 22. März 1902 wurde beim Fleischermeister Anion Pleterttti ein Etnbruch«diebstahl verübt, der sowohl durch die Frechvett de« Unternehmens, wie die Höge der Schadensziffer allgemeine« Aufsehen erregtem ES wurden dem Fleischermeister Anton PletertSki au» versperrter Fleischbank 17 Schinken zwei Schultern, 50 Würste und ein Vorhang im Gesa«uwute von 250 Krönet» entwendet. Die Diebe wollten einen Einbruch markieren, dadurch, daß si«e an der Türe kleine Beschädigungen vor« nahmeen. Der Augenschein ergab jedoch, daß diese Beschädigungen mit der Oeffnung der Türe nicht im Zusammenhange gebracht werden können und daß doaher die Türe mit dem Schlüssel geöffnet werdem mußte. Wie nun durch Anion Pletersti. Johanin Pleier«ki und Michael Radaj bestätigt wird, hatte der Gehilse de» Pleter«ki. Anton Brilej.. am Abende den Schlüssel abgezogen und Brilej war e» auch, der in der Frühe ungewöhn« licher Weis« die Fleischbank aufsperren ging und den D)iebstahl wahrna m, weshalb der Verdacht der Thäterschaft sich auf Brilej lenkte. Die Spur leitet cauch hier wieder auf die Familie Pavalec. Die ^Zeugen Michael und Zosesine Suppanz de« stäligern bei Pavalec 7 Schinken und 12 Würste gefehean zu haben; Pavalec gibt aber nur drei Schintcken z». welche er in Marburg getauft haben will: > Brilej, sowie Paraiec leugnen jede Wissen» fchast oder Hetätigung an diesem Diebstahle. Der Bertreieter der Anklage Staatsanwalisubstiiut Herr Dr. HKotscheoar von Kondenhtim dehnt die An» klage > auf färntlich« Diebstähle aus und sucht den Tatbeststand der Hehl«r«i sowie den de« G«s«llschaft<» diebstaahle» und den durch die Höhe de« Betrage« »nd dbte Fortsetzung bedingten verbrecherischen Tat« bestand,» nachzuweisen. Die Verteidiger Dr. HraZovec «ad Dvr. Vrecto plaidieren für Freifprechung von 4>*n uicicht eingestandenen Di«bstähl«n und d«r Hehlerei »mv BLehanblun» der eingestandenen Diebftähle al« Uebt«nr«tung. Der Gerichtshof verurteilt sodann den FFranz Filipic wegen Uebertretung und ve»« suchten» Verbrechen» de« Diebstahles zu einem Monatale schweren Kerker« mit einer Faste, den Rudolhlf Kopp wegen Verbrechen« zu zwei Monaten Steifer,r, den Matthia» Pavalec fen., Matthia« Pavalelec jun. und Karl Bisocnik zu je einer Woche Arrest.!, den Zohann Pavalec wegen versuchten Ver» breche«»« zu sech« Wochen schweren Kerker«, den Martirin Hoinit zu 14tägigem Arreste und wegen Teilnelehmung den Jakob Sveniek zu einer Woche, den ZUlnton und di« Maria Jezernik zu je fünf Tagen n Arrest, di« Malilde Pavalec zu 3 Tagen Arrest.!. Anton Brilej (Fall Pl«terSki) und Franz Pavaleltc werden freigesprochen. Verdorbene im Monate Dezember 1902: Marier Zanzek. 4 Monat« alt, Fleicher«tochter, ' Darmkatarrh. Josesa a Plaznik, 4 Stunden alt, Näh«rin«tochter, ! Leben«schwäche. Josef f Lustig. 4 Monate alt, Wirtschafterin«sohn, ' Darmkatarrh. «ustarao Stiger, 54 I. a., Allbürgermeister und J Handel«mann. Rippenfellentzündung und Leber« j schru«psung. A» »llgemeinen Arantenyaus«: Loses f Schriber, 32 Z. a.. Taglöhner, Lerbrennun« I g«n am ganzen Körper. Marie Delenjat, 76 I. a., OrtSarmer, Alters« schwäche. Johann Kamniter, 66 I. alt, Inwohner, Herz« mu«telentartung. Simon 6ok«le. 58 I. alt, Knecht, Herzklappensehler. A«ne« Frece, 67 I. alt, Magd, Herzklappensehler. Karoline Mauer, 17 I. alt, FabrikarbeiterSlochter, Darmkatarrh. Johann Osinulsch, 59 I. alt, Jnwohnkr, Darm-kr«b«. Luzia Kozuh, 73 I. alt, Köchin, Herzfehler. Fran;i«ta Cijau, 30 I. alt. Taglöhnerin, Herz-sedler. Agne« Krau«. 73 I. alt, Schuhmach»«witwe, Brustdrüsentreb«. Margaretva Kostnit. 73 I. alt, Inwohnerin, Alter»-schwäche. MatthSu« Latner, 67 I. alt, Taglöhner, Lungen-«mphysem. Josef Kopusar. 71 I. alt. Inwohner. Herzfehler. Matthäu» Putz, 53 I. al«. Winzer, GesichtSkrcbS. Marie Pretounik. 52 I. alt, BergmannSgatlin, bösartige Neubildung. Marku« Tavornik. 64 I. alt. OrtSarmer, Aller«-schwäche. Franz MejooSet, 66 I. alt. Taglöhner, Blut« vergiitung. Vermischtes. Kauft Mädchen! Au» Petersburg wird gemeldet: Laut Berichten der russischen Blätter au« Korea hat daselbst infolge der Mißernten der letzten Jahre der Verkauf von Frauen und Mädchen außerordentlich zugenommen. Der Verkauf erfolgt auf den Märkten oder direkt auS dem Elternhause. An den Markttagen ziehen die Vertäufer berum, welche zwei oder drei Mädchen vor sich hertreiben und rufen: »Kaufet Mädchen! Schön« Mädchen! Billig« Mädchti«!" Der Pr«i« richtet sich nach dem Alt«r, nach dem Grad« d«r körperlichen Entwicklung und nach der Schönheit. Ein Kind kostet 21/, Jen, «in Mädchkii im Alter vo» 12 bi» 14 Jahren bei« läufig 30 bi« 40 Jen. Ein Jen ist ungefähr 5 Kronen. Reich« Kaufleute kaufen öfter bi« Mäd-chen armer Leute um einen billigen Prei«, füttern si« «ine Zeit lang, bi« si« «in schön«« Au«seh«n erlangen und verkaufen si« dann mit ansthnlichem Gewinne. Hin gutes Kavsmittel. Unter der. Haus-Mitteln, die al« schmerzstillende und ableitende Sin-reibung bei Erkältungen usw. angewendet zu werden pflegen, nimmt da« in dem Laboratorium der Richter-schen Apotheke zu Prag erzeugte Liniment. Capsici comp. mit .Anker" die erste Stelle ein. Der Prei« ist billig: 80 b, K 1 40 und 2 — die Flasche; jede Flasche befindet sich in eleganter Schachtel und ist kenntlich an dem bekannten Anker. Hfiene Aeiuschäden, Krampfadergeschwüre. KautkranüHeilen «ud Lupus gehören zu den hart« näckigster, langwierigsten Krankheiten. Alle, die daran leiden, machen wir an dieser Stelle nochmals ganz be« sonder« auf den unserer heutigen Gesammtanflage bei-liegenden Prospect der Jürgensen'scheu Privat« Klinik, Herlfau (Schweiz), aufmerksam. Selbst gänzlich veraltete Fälle wurden, wie der Prospect auf-wei«t, völlig geheilt. Man wende sich zunächst also schriftlich an die Jürgensen'sch« Privat - Klinik, Herisau (Schweiz). Briefe nach der Schweiz kosten 25 b Porto. Hi» billiges Kausmittel. Zur Regelung und Aufrechthaltung einer guten Verdauung empfiehlt sich der Gebrauch der feit vielen Jahrzehnten bestbekannten echten .Moll'« S e i d l i» - P u l v e r", die bei geringen Kosten die nachhaltigste Wirkung bei Verdauung«»«-schwerden äußern, Original-Schachtel 2 Kronen. Täg« licher Versandt gegen Post-Nachnahme durch Apotheker A. Moll, k. «.k. Hof-Liefer«tt, Wien, Tuchlauben 9. In den Apotheken d«r Provinz verlang« man ausdrück-lich Moll'« Präparat mit dessen Schutzmarke und Unterschrift. Wir mache» avfere geehrte» Aeser auf da« Inserat der Uhrenfabrik und Exportfirma Hann« Koarad in Brüx (Böhmen) aufmerksam und em-pfehlen den Bezug der von der genannten Firma her« gestellten Waren, deren SiUe sowohl durch goldene und silberne AuSstellungSmedaillm al« auch durch Verleihung d<» kaiserlichen Adler« unzweifelhaft dargethan ist. Die Firma, welche sowohl im In« wie auch im Auslande ein wohlverdiente« Reuommö genießt, verschickt nur echte vom k. k. Münzamte puncierte Gold- und Gilber« uhren und garantiert schriftlich für den Feingehalt de« Solde« und de« Silber«, sowie auch für richtigen und verläs»lich«n Saug. Reich illustrierte PreiS-Kataloge werden auf verlangen grati« und franko versandt. Alle leie Südfrüchte und reinen Hinig, SIssrahm-Theebiitter u. Atpei-Rindschmalz. Marfaurger Ooppelnull-Mehl und Presshefe, ijinitt importierten feinsten russ. 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No-vttmder 19' 2 eine Aufseher Siele Frie, da ich biete Heefliechst an. ob die Etelunl schon besett ist' da ich Mkliiäir-Anwärter dien. Da ich die Sielunk be-fezzen tan, Bewerber kaiholiesch keninies der Eoan-getliesche und kaihvliefche schprache und biete wo-««»glich balt um Antwort. Hochachtungsvoll Ni« follauS G...Bezeichnend ist besondei«, daß ver B werber nicht blos die katholische, sondern auch di« evangelische Sprache beherrschen will. — Ka» ihwlisch ist polnisch; »vanqelifch ist d»uisch Hegen die HöflruKtio«, die recht alt zu sein sch'iini, hat man in alte, Seiten viel radikalere Mtuiel angewendet al« heute. Der im letzten Jahr« bumdert vor Christi lebende GeschichtSschrnber und Geeograph Strabo berichtet nämlich in seiner Geo-groapbica IV 3.3 wo er über Die Sitten der Kelten schn-ibt, folgendes: »Ein eigeniümliche» Verfahren beoodachien sie bei ihren R »ttverfammlunpen. W> nn närmlich jemand gegen den Redner lärmt und ihn au<« ver F-ffuna bring», fo kommt ein Diener mit gezzückt « Schwerte und befiehl« ihm drohend, zu fch'weige-'. Höri derselbe mit seiner Siörung nicht aufs, so wiederholt der Diener zum zweiten- und drittttnmal seine Warnung. Zuletzt aber schneidet er inm so viel von seinem Maniel ab. daß er r e» Rett, desselben damit unbrauch ar macht." DaS Miiii-l soll gebolstn haben. Le K«c, der berühmte Tibet- und Cüina-Reiif.nve. erzählt, .wie die einfachen Chinesen sehe«, wellche Zeit eS ist". Eine« TageS. schreibt er, be» fleg,neten wir unierwegS einem Knaben, der »inen Ochhien büieic; wir fragten ihn im Vorübergehen, ob es schon zwölf sei. Der Knabe iah nach der Go»nne; aber diese war in dichte Wolken eingehüllt, so ldaß er bei dieser keinen Bescheid bekommen ko->nnte. „Drr Himmel ist voll Wolken.* sagte er, , bber warte einen Augenblick." Tann lief er in »meen naheliegenden Suuetnuf unn kam «ine Mi-nut«e 'päier mit einer Katze im Aimezuiück. »Lieh", sagwe er. ,e« ist noch nichi zwölf," unv zeigte da-bei daS Auge der Katze, indem er daS Augenlid in tdie Höhe zog. Erstaun« rei-ach eien wir den Knaaben. aber e« wai au»enscheintich sein voller Elnnst. und obgleich diese Opera ion der Katze un-an .utnedm schi-n, war si' doch offenbar daran ge-wöhh«t und den dm sich r.chi oostänvig. al« ob e« idree eigentliche Beichäsiigung wä >-, Uhr zu fe,n. Al«« wir unsere Freunde trafen, war da« Eiste, wa« wirr fragten, welche Bewandni« e« mit d-r K^tze habebe. Sie wundeiten sich über unsere Unwissenden und d sammelten bald »in paar Dutzend Katzen uu« der r Nazdarschafi, um un« zu zei.„n, daß die Udr>ren alle richt'« gingen. D>» Pupille de« Katzen. a«gpe« wird bi« 12 Uhr mittag« immer kleiner u> d erre eicht um diese Z it ihre arößle Zusammenziehung in ^Form einer s in n Linie, die senkrech! üb-r da« Aiigge gezogen ist; dann erweiier» sie sich wieder, bi« sie nacht» 12 U5r die Form einer g>oßen Kueeel Hai. Man vericherie un«, daß je e« Kind in «-China eine große Feriigkei« habe, mit H l'e von Katzenaugen die Z it anzugeden. Auch wurden wir Übe,',wiesen, daß diese Uhren genau übereinstimmten und) richtig gingen. 40.000 Kronen beträgt der Haupttreffer der Wiiener Kunstgewerbe-BereinS-Lotterie. Wirr machen unsere geehrten Leser darauf ausmerkfam, daß > die Ziehung unwiderruflich am lo. Jänner 1903 stattsifindet. (.Gloria"— Einlaß — Masse) ist be-sondtderS geeignet zum Neueinlasfen harter Fußböden, da d dieses Einlassmittel außerordentlich billig ist und die ' Anwendung desselben wenig Mühe verursacht. Dososen i 35 It. und 65 fr. sind bei f raun & Stiger »nd > bei jßictor Wogg in Cilli erhältlich. 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Sachsen, Encalyptns-lmportenr. 7528 Zu haben in den (Heuerst Depots: Eger, Adler - Apoldike, Karl Krau«; Pilsen, Apoibefe „zum weihen Einkorn", Ed Kaiser; Sudweis, Latzel » Enqel-Apc»hele! Wien I, Ärebs-Äpoihete. E. Milteibach: Graz, Apotkele .zum ichwarM Bären". Maih. Hofmann; Marburg a. d. vra», Apotkele „zum Ziiohren". Ebuaid Tabovsky; villach, Kär>:ten. KreiSapoidrke. Friedrich vcholz yiaebf., Jobs! k Schneider: älagrnfurl, Kärnlen, Enqe«-A«>otbete: Caibßdr, flraii., Apotheke „zum Engel", Gabriel Piccoli. Hoflieferant Sr Heilig-teil de« Papstes Leo XIII ; Iriefl, ^armacia Biafoletto, Ponieroffo: Sruan, Mähren, Apoihete „zum goldenen Adler'', Karl Eonniag, t. l. Hot-lieserani: wrls, Ob. > Oesterr, Apotheke „zum schwarzen AM»i", Karl Richter. MATTONI 5C2G Die Rpiichtanr «lleM«kM fiorkltrund•ZrirliciiN, no- wi»- der rothen Adler-Ktiqucitc wird uIn Nehiitz eiu|if'olil«>n irt'coii die liäu-fls«*» FillMCtiuiif^n von Mattoöi's GiessMöler MMi Schutzmarke: Ankcr ILINIMENT. CÄPS. 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Mosler, Portugieser et«, ans Unterlagen Solonls, Potalls und Montloola, ferner: Schnitt- nnd Wurzelreben der Sorten: Portalls, Solonis, Montlcola, Aramon, Rupestrls hat in grCsser<:n Quantitäten abiugeben Ein» ülayr, K»bei«hl«-B»:iaii Marburg a. D. (Steiermark.) 7«« Ein wahrer Schatz für alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankt« ist da« berühmte Werk Dr.Rftan'8 Selhstbe Währung 81. Aufl. Mit 27 Abbild. Prei» 2 fl. Lene es Jeder, der an den Folgen »«.Icher Lauter leidet. Tausende verdanken demselben ihre Wiederherstellung. — Zu beiiel'«u durch da» ViikijSDiguii II Leiftij, Xeuwlt Nr. 21, sowie durch jede Buchhandlung. tsjo verzuckert© et? welche seit Jahren bewährt und von hervorragenden Aerrten aisleicht ahführendeslösendesMittel empfohlen werden, störeu nicht die Verdauung, sind vollkommen unschädlich. Der vereuokerten Form wegen werden diese Pillen selbst von Kindern gern genommen. 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Mit ängstlichem Stammeln brachte er endlich die Bitte vor, sie möge die Stadt verlassen. Er würde sich dann wohler und sicherer fühlen und den Kopf höher halten können. Zu seiner freudigen Ueberraschung unterbrach sie ihn, als er noch weitere Gründe anführen wollte, und er« klärte sich mit diesem Vorschlag ganz einverstanden. Sie sagte, eS wäre ihr einerlei, wo sie wohnte, wenn sie nur daS Kostgeld regelmäßig ausgezahlt erhielte; doch werde sie nicht weit fortgehen, und einmal im Monat nach dem Gespensterhaus kommen, um ihr Geld in Em-psang zu nehmen. „Seit vielen (äugen Jahren hab' ich dich verab-scheut, aber jetzt Hass' ich dich nicht mehr so arg," sagte sie. „Alles hatt' ich für dich getan — dich ausgetauscht, dir 'ne gute Familie und 'nen vornehmen Namen gege-ben, dich zu 'nem reichen, weißen Herrn gemacht, der feine Kleider im Laden kauft — und was war mein Dank? — Verachtet hast du mich immerzu, mich vor den Leuten gescholten und geschmäht, mich fort und fort dran erinnert, daß ich 'ne Negerin bin — und — und H Si« brach in Schluchzen aus und konnte nicht weiter reden. .Aber," sagte Tom, „ich wußte doch nicht, daß du meine Mutter bist, und übrigens--" • „Sei nur still davon, man kann'S nicht ändern, ich will's vergessen. Doch, gieb acht, daß du mich nie mehr daran erinnerst," fügte sie drohend hinzu, „sonst geht dir's schlecht.* Twain. ««chdrilck Als sie sich trennten, sagte Tom noch im süßesten Ton, der ihm zu Gebote stand: „Mammy, hättest du vielleicht nichts dagegen, mir zu sagen, wer mein Vater war?" Wenn er geglaubt hatte, die Frage würde sie in Verlegenheit setzen, so irrte er sich gewaltig. Roxy rich-tete sich stolz empor. „Ich soll was dagegen haben?" erwiderte sie. „Nein, ganz und garnichts. Du brauchst dich deines VaterS nicht zu schämen, das sag' ich dir. Er gehörte zu den besten Familien von alwirginischer Herkunft. DaS Geschlecht ist allerwege so gut wie die DriScoll und Howards " Sie warf sich noch mehr in die Brust und fuhr mit Nachdruck fort: „Kannst du dich noch auf Oberst Cecil Burleigh Essex besinnen, der im selben Jahr starb, wie der Pappy von deinem jungen Herrn Tom Driscoll? Alle hohen Beamten, Freimaurer und Aeltesten der Kirchen kamen und folgten ihm zu Grabe; so 'ne schöne Leiche hat die Stadt noch nie zu sehen bekommen. — DaS war der Mann." Sie sprach mit so hohem Selbstgefühl und war so begeistert von der Erinnerung, daß ihr ganzer Ju-gendreiz auf einmal zurückkehrte und ihre Haltung eine stattliche Würde annahm, die man fast königlich hätte nennen können, wäre die Umgebung nur ein wenig besser damit im Einklang gewesen. .Kein anderer Neger hier am Ort ist so hochge-boren wie du. Nun geh' deiner Weg« und trag' den Kopf so hoch du willst — du hast daS Recht dazu, ver-laß dich drauf." Elftes Kapitel. In der folgenden Nacht schreckte Tom von Zeit zu Zeit plötzlich aus dem Schlafe auf, und sein erster Gedankt war: „Welches Glück, es ist nur ein Traum!" Aber jedesmal fiel er stöhnend wieder in die Kissen 2 zurück und murmelte: .Ein Nigger! Ich bin ein Nigger! £; wSlk ich doch tot!* AIS er im Morgengrauen munter wurde, wieder« holte sich diese entsetzliche Oual abermals, und er be-schloß, dem trügerischen Schlafe nicht mehr zu vertrauen; er wollte ivach bleiben und mit sich zu Rate gehen. Allerlei bittere Gedanken stiegen in ihm auf und wan-derten ziellos hierhin und dorthin. „Warum sind Neger und Weiße erschaffen worden? WaS hat der erste ungeborenc Neger verschuldet, daß er zu seinem Fluch in die Welt gesetzt wurde? Weshalb macht man eine» so grauenvollen Unterschied zwischen den Weißen und Farbigen?........ Wie hart erscheint mir des NegerS Geschick heute morgen! — und doch ist bis gestern abend ein solcher Gedanke noch nie in meinen Kopf gekommen." So sann er äch-zend und seufzend wohl über eine Stunde lang. Dann kam .Schamber", um in unterwürfiger Haltung zu melden, daß daS Frühstück bald fertig wäre. „Tom" wurde feuerrot, als er sah, wie der junge vor-nehme Weiße vor ihm, dem Neger, im Staube kroch und ihn Massa nannte. „Geh' mir aus den Augen", schrie er ihn an, und als jener sich entfernt hatte, murmelte er: „Eigentlich hat mir der arme Kerl nichts zu Leide getan, aber sein Anblick ist mir unerträglich. Er ist ja der junge Herr Driscoll, und ich bin ein — o, wäre ich doch tot!" Ein großer vulkanijcker AuSbruch in den Tropen, bet dem die Erde bebt, Staubwolken die Lust verdun-keln und die Fluten sich emportürmen, verwandelt die Landschaft ringSum bis zur Unkenntlichkeit. Die Niede-rung wird zur Hochfläche, Berge zu Tälern; wo sich die Wüste dehnte, glänzt ein See, und statt grüner, lachen-der Wiesen, sehen wir eine dürre Steppe. Auf ähnliche Weise hatte die furchtbare Katastrophe, welche über Tom hereingebrochen war, feine bisherige Umgebung in mo-ralifcher Beziehung verändert: Was ihm bisher als niedrig gegolten, ward zu den Wolken erhoben, und waS er für unantastbar angesehen, lag, unter der Asche früherer Herrlichkeit begraben, in Trümmern vor ihm. Tagelang wanderte er an einsamen Orten umher, tief in Gedanken versunken und bemüht, seinen verlöre-nen Halt wiederzufinden. Es wollte ihm nicht gelingen. Wenn er einen Bekannten traf, wich plötzlich feine lebens? lange Gewohnheit auf geheimnisvolle Weife von ihm — er streckte nicht unwillkürlich die Hand auS, um deS Freundes Hand zu schütteln — sein Arm hing schlaff herab. Es war der „Neger in ihm, der ihn an seine Niedrigkeit mahnte, er wurde rot und schämte sich. Drückte ihm dann der weiße Freund die Hand, so war der „Neger' in ihm überrascht und verwirrt. Ganz von selbst trat der „Neger" demütig beiseite uud machte dem weißen Raufbold oder Bummler auf der Straße Platz. Un^, als Rowcna, die Geliebte seines HerzenS, die er im stillen anbetete ihn einlud, ins Haus zu kommen, stam-melte der Neger in ihm eine verlegene Entschuldigung, denn er fürchtete sich, mit hochgebietenden weißen Leuten an einem Tische zu sitzen, wie ihresgleichen. Der ..Neger" in ihm schlich ängstlich lauernd umher und argwöhnte Mißtrauen oder die Gefahr der Entdeckung in jedem Wort, jeder Miene und Gebärde. So fremdartig und verändert war TomS Benehmen, daß es den Leuten auffiel und sie sich umdrehten und ihm nachsahen, wenn er vorüber war. Dann wandte auch er den Blick — ganz gegen seinen Willen, aber er konnte nicht anders — und sah den verwunderten Ausdruck in diesem oder jenem Gesicht. — Bon namenloser Furcht gepackt, suchte er, so rasch er konnte, die Einsamkeit auf. Wie ein ge-hetztes Wild floh er über Berg und Tal. „Der Fluch, der auf Ham lastet, verfolgt mich," dachte er bei sich selber. Am meisten waren ihm die Mahlzeiten verhaßt. Der „Neger" in ihm schämte sich, mit den Weißen zusammen zu speisen, ihm bangte fortwährend davor, ent-deckt zu werden. „WaS Ist den mit dir los?" fragte Nichter Driscoll einmal, „du machst ja ein so erbärm-licheS Gesicht wie ein Nigger." Da erwiderte Tom, er fühle sich unwohl und stand rasch vom Tische auf. So mag eS den, heimlichen Mörder zu Mute fein, wenn der Ankläger spricht: „Du bist der Mann!" Bor der zärtlichen Besorgnis und den Liebkosungen seiner angeblichen „Tante" hatte er ein wahre« Grauen und wich ihnen so viel wie möglich auS. Gegen seinen vermeintlichen „Onkel, erwachte ein formlicher Haß in seinem Herzen, der immer mehr zunahm; denn Tom sagte sich: „er ist ein Weißer und ich bin sein Eigentum, sein Haustier, seine Ware; er kann mich verkaufen, so gut wie seinen Hund." Eine ganze Woche lang bildete sich Tom ein, daß sein Charakter von Grund auü verändert sei. Doch er kannte sich selber schlecht. Zwar hatten seine Ansichten iu mancher Beziehung eine völlige Wandlung erfahren, die sich nie wieder rückgängig machen ließ, aber die Hauptzüge seines EharakterS waren sich doch geblieben nud konnten nicht anders werden. Unter dem Einfluß einer großen geistigen und moralischen Erschütterung hatte es zwar äußerlich den Anschein gewonnen, alS habe er mit feinem bisherigen Treiben völlig gebrochen, aber, als sich nach einer Weile der Sturm legte, verfiel er wieder in die alten Sitten und Gewohnheiten. All-mählich kehrte er auch zu seiner leichtfertigen und ober-stächlichen Gesinnung und Redeweise zurück, und keiner seiner Bekannten hätte in ihm von nichtsnutzigen Tom aus früherer Zeit unterschied. Es stellte sich bald heraus, daß jener Beutezug, den er unternommen hatte, doch ergiebiger gewesen war, als «r zu hoff«« gewagt. Der Ertrag genügt«, um seine Spielschulden zu bezahlen, und so ging die Gefahr einer Enthüllung seines Thuns und der abtrmaligen Vernich-tung deS Testaments glücklich vorüber. Mit seiner Mutter kam er ziemlich gut auS. Zwar vermochte sie »och nicht, ihn zu lieben, weil, wie sie es ausdrückte, »nichts an ihm war", aber ihrer Natur nach brauchte sie irgend jemand, den sie beherrschen konnte und dazu war er gut genug. Durch ihren starken Cha-rakter und ihr streitbares, gebieterisches Wesen erregte sie Toms Bewunderung, obgleich er mehr Proben davon erhielt, als er zu seiner Annehmlichkeit bedürfte. In der Regel bestand aber ihre Unterhaltung aus allerlei Klatsch und Geschwätz über die Privatangelegenheiten der besten Familien von Dawson, in deren Küchen sie regelmäßig ihre Ernte hielt, so oft sie zur Stadt kam. Das gefiel Tom, den es war ganz nach seinem Geschmack. Stellte sich immer pünktlich ein. um die Hälfte seines Monatsgeldes zu holen; bei dieser Gelegenheit trafen sie jedesmal im Gefpensterhaus zusammen und plauderten eine Weile. Auch in der Zwischenzeit machte sie ihm ab und zu dort einen Besuch. Manchmal fuhr Toni nun auch wieder auf ein paar Wochen nach St. Louis, und eines Tages unter-lag er abermals der Versuchung zum Glücksspiel. Er gewann eine Menge Geld, verlor eS aber wieder und noch eine beträchtliche Summe obendrein, die er versprach, so bald als möglich aufzutreiben. Zu dem Zweck plante er einen neuen Beutezug in Dawson. Seine Räubereien an einem fremden Orte zu unternehmen, kam ihm nicht in den Sinn, denn er hälte sich nicht iir ein HauS hineingewagt, ohne daß er die Aus- und Eingänge genau kannte und mit den Gewöhn-heilen der Familie vertraut war. Am Mittwoch vor der Ankunft der Ankunft der Zwillinge begab er sich verkleidet in daS GespensterhauS, nachdem er seiner Tante Pratt geschrieben hatte, er käme erst in zwei Tagen. Dort hielt er sich bei seiner Mutter versteckt, und ging erst am Freitag früh, ehe eS hell wurde, nach dem DriScollfchen Haufe. Durch die Hinter-im gelangte er in fein Zimmer wo er den Spiegel und sonstige Toilettengegenstände benutzen wollte. Er trug einen Anzug von seiner Mutter, nebst schwarzem Schleier und Handschuhen und unter dem Arm ein Bündel mit Mädchenkleidern, die er zu dem Streifzug anzulegen dachte. Jetzt dämmerte der Morgen; er war mit der Verkleidung fertig und wollte eben das Zimmer verlassen als er durch das Fenster drüben Ouerkovf Wilson sah, der ihn ohne Zweifel ebenfalls erblickt hatte. Nun übte er sich, um Wilson zu täuschen, eine Weile in allerlei Schritten und graziösen Stellungen vor dem Spiegel, trat dann rasch in den Hintergrund, legte die erste Verkleidung wieder an, wartete noch ge- 3 räume Zeit und ging dann die Treppe hinunter und zur Hinterpsorte hinaus. Er wollte auk dem Schauplatz seiner beabsichtigten Taten Umschau halten. Doch war ihm unbehaglich zu Mute. Zwar glaubte er nicht, daß Wilson, wenn er noch auf der Lauer war, ein armeS, alteS Weib beachten werde, daS früh am Morgen auS der Hintertür des Nachbarhauses kam, deshalb hatte er Noxys Kleid wieder angezogen und schlich in gebückter Haltung einher Wie aber, wenn nun Wilson doch Ver-dacht geschöpft hätte und ihm heimlich folgte? — Bei dem Gedanken wurde es Tom bald heiß bald kalt; er beschloß den Raubzug aufzugeben und eilte auf den verborgensten Wegen nach dem GespensterhauS zurück. Seine Mutter war fort, doch kam sie im Laufe deS Vormittags wieder und brachte die Nachricht von der großartigen Empfangsfeierlichkeit bei Patsy Cooper. Leicht überredete sie ihren Sohn, daß dies eine besondere Fügung des Himmels sei. die sie sich gar nicht besser wünschen könnten. So unternahm Tom doch noch den Streifzug und brachte reichliche Beute mit. während alle Bowohner bei Frau Booper waren. Durch den Er-folg ermutigt, wurde er so tollkühn, daß er den Raub nur rasch seiner Mutter übergab, die in einem Hintergäß-chen auf ihn wartete, und dann selbst dem Empfang der Zwillinge beiwohnte. Auch dort im Hause vermehrte er feine Beut/ noch um verschiedene Wertsachen. Nach dieser langen Abschweifung sind wir jetzt wieder an dem Punkt unserer Enzählung angekommen, bei dem wir Querkopf Wilson verließe». Er saß an jenem Freitag-Abcnd zu Hause, wartete auf die Ankunft der Zwillinge und zerbrach sich den Kopf über daS Mädchen, das er am Morgen in Tom Driscoll Schlaf-zimmer gesehen hatte. Soviel er aber auch hin und her riet und nachsann und sich verwunderte, er brachte es doch nicht heraus, wer das leichtsinnige Geschöpf wohl sein könnte. Zwölftes Kapitel. Als die Zwillinge eingetroffen waren, kam die Unterhaltung gleich in Fluß; man plauderte lebhaft und behaglich, und der neu geschlossene Freundschaftsbund festigte sich mehr und mehr. Auf Verlangen holte Wilson seinen Kalender herbei und las den Brüdern ein paar Stellen vor, denen sie aufrichtigen Beifall spendeten. DieS freute den Verfasser so sehr, daß er ihnen gern die Bitte gewählte, eine Handvoll Blätter mitnehmen und zu Hause lesen zu dürfen. Auf ihren weiten Reisen hatten sie d>« Erfahrung gemacht, daß eS drei Arten giebt, sich die Gunst eineS Stufenleiter gegenseitiger Anerkennung bilden: ErstenS: man sagt ihm, man habe einS seiner Bücher gelesen. Zweitens: man ver« sichert, man kenne seine sämtlichen Werk«. (Fortsetzung folg!.) 4 WM Belehrendes. Unterhaltendes. Heiteres etc.\ i ssssssssssss > -SSSiSi? In den Alpen.' FrühlingSgewaltiger Glelscherbach. Schirme zum schirmenden Tannendach! Ueber die Blöcke hinjpringe dreist! Jauchze, dir winket der Sonnengeist: Vonväit«! Ist erst deS Eises Fessel g. sprengt. Nichts mehr den kühnen Drang dir beengt. Rebeldunst um den Felsenhang. Abgründe hemmen nicht deinen Gang. Vorwärts! Münde beherzt in den deutschen Strom! Nimmer entweiht mit Verrat dich Rom. Schleudere schnöden Trug an den Strand, Mutiertreu, wirb um das Baterland I Vorwärts! In» Album. Des Lebens Müh' Lehrt unS allein des Lebens Güter schätzen. Goethe. * Glück erkennt man nicht, drinnen man ge-boren, Glück erkennt man erst, wenn man'S hat verloren. Logau. Mitleid hab' mit allen. Mit Mensch und Tier — Nur eines lass» fallen: Mitleid mit dir. Leixner. Freundliches Geben Zieret das Leben: Schließet dem Dürftigen Nimmer die Hand! Frommes Erbarmen Läßt nicht verarmen. Wohltun ist Quelle im Brennenden Sand! Ulsteri. » Selig, wenn die Träne rinnt. Dicht wie Regentropsen sollen. Ungeweinte Tränen sind Wohl die schmerzlichsten von allen. Prutz. * Probe auS der Ende Mai erscheinen-den Sammlung „Auf serner Wacht", Ge-dichte von Karl Pröll. Dessau, Anhalti-Ich« VerlagSanstalt. Prtr»leumbasslnS aus GlaS rci-nigt man am besten, wenn man sie halb-voll mit Sägespä^en und ebensoviel mit Wasser füllt und solange schüttelt, bi« daS Bassin klar ist Dann spült man mit Wasser nach und trocknet sie gut auS. Wie bringe ich Türen «nd Fenster blank? Durch scharfe Seifen oder gar Sodawasser leidet der Anstrich von Türen und Fenstern, die man deshalb mit Sal-miakgeistwasser abwäscht und mit einem Wovtuch trockenreibt. Da« Trockenreiben ist übrigens die Hauptsache beim Reini» gen, da erst dadurch wirtlich der Staub entfernt und der alte Glanz des Anstriches wiederhergestellt wird. Um Schnhleder vor dem Brechen zu bewahren, reibt man die Schuhe oder Stiesel mit RizinuSSl sehr start ein. Man lasse alle H Tage die Wichse von den Stiefeln mit Wasier abwaschen und dann tüchtig mit Rizinusöl einselten; dieses Fett nimmt am leichtesten die Wichse wieder an. In vielen Haushaltungen wird zum Einfetten Vaseline geuomm.'n, diese macht das Leder weich, aber sie zerfrißt das Leder und macht es brechen, ebenso die meist säurehaltige Wichse. Deshalb soll man nie in die Wichse Essig zum Glanz- oder Schwarzfärben nehmen: man gebrauche dazu einige Tropfen Kaffee ober alles Bier. Wenn jemand unerquickt und mit benommenem Kopf aufwacht, so ist in den meisten Fällen schlechte, verdorbene Lust im Schlafzimmer die Ursache. Der Mensch nimmt im Schlafe einen größeren Teil seines Sauerstoffbedarfes ein, als im Wachen. ES wäl« demnach nichts natür-licher, als diesem Bedürfnis mtgegenzu-kommen, dadurch, daß das Schlafzimmer möglichst gut ventiliert und geräumig ist. Man findet aber m istens gerade das Gegenteil. Das Schlasgemach ist gewöhnlich das abgelegenste und kleinste Zimmer der Wohnung, während man für die so-genannte gute Stube, di« doch nichts anderes als ein Möbelmagazin ist, das gefälligste, hellste und meistens auch ge-räumigste Zimmer übrig hat. Daher hält man immer noch an dem Aberglauben fest, daß die Nachtlust schädlich ist und demnach auch das Lüsten im Schlasgemach. Frttiggewordene Gläser zu reini- gen. Stopfe die Gläser mit frischem Gras v?ll und reibe sie damit unter dem daraus-fließenden Wasser eines Brunnens rein. Rohseidene Stoffe zu wasche». Rohseidene Stoffe wäscht man in gekoch-tem, heißem Seisenschaum und spült mit weichem Wasser gut nach. Zuletzt ziehe man sie durch Wasser, in das man ein Glas Spiritus gegossen hat. Praktisch. Vater (der soeben mit Zwillingen gesegnet wurde): „Du brauchst heute nicht zur Schule gehen. Karlchen und morgen kannst du dem Lehrer sagen, daß du heute zwei klein« Brüderchen be« kommen hast." — Karlchen: „Wär' e« nicht besser, ihm zu sagen, daß ich heute nur ein Brüderchen bekommen habe? Dann kann ich ja nächste Woche wieder einen Zag wegbleiben." Auf drr Hochzeitsreise. A-: „Sie und Ihre Frau bewundern ja aus der Reise gar nichts —— B.: „Meine Frau bewundert mich und ich bewundere meine Frau! Dies genügt uns!" Verschnappt. Hausfrau: „Also da« war Ihr Bruder, der Sie geslern besucht hat . . ein netter MenschI" — Dienst-mädchen (erfreut): „Nicht wahr. Madame, da habe ich einen ganz guten Griff ge-tan?" Begründet. „Der Baron hat sich nun doch verheiratet!" — „Ja. das war er seinen Gläubigern schuldig!" Protzen-Jammer. Protz (seine mit Ringen überladenen Finger betrachtend): „Wirtlich schad', daß a besserer Mensch auch nur zehn Finger hat!" Unterschied. «.: „Als Frau Power noch arm war, sagten ihre Bekannten, si« wäre «in sürchterliches Klatschmaul: aber seit sie reich ist —" — B: „Na. waS sagen si« denn jetzt?" — A.: „Sie mei-nen. sie besäße «ine glänzende Unter-haltungsgabe." Replik. „Ich banke Ihnen, mein He»r, daß Sie nicht die Gefahr scheuten, der Lebensretter meiner Tochter zu sein." — Fremder: „Gefahr, ich bin ja doch schon längst verheiratet." - Kathederblüte. Professor der Ehemie lim Eifer des Vortrage»): „OhneSauer-stoff, meine Herren, könnte der Mensch überhaupt nicht leben. Merkwürdigerweise existiert dieser für uns so unentbehrliche Stoff erst seit etwa einem Jahrhundert."