MbacherGMung Nr. 7». Pri>numer»tion»piti«: Ä» Vomptoii ss«nzl. si. I l, halvj. si. 5»'5j. si. ?-«». Freitag, !). April. I»slltl»»«g«bilbl: Yll» N««»« Vns«ral« bi« ,n < Zllltn »5 li. «föh«l pl. i^tU« « li.; b«i öftere« Wicbtlholnngtl! pr. ^eile 3 ll. 1873. Amtlicher Theil. y «c»e. l. und f. Apostolische Majestät haben lnit ,""Mter Entschließung von, 3l. März d. I. dem «.,' "inistcrialrath i,n Ncichsfiuanzministerium Eduard "lMer Uffenhcimer v. Fcnnhcim allergnädigst zu ?Mtcn geruht, mit Wcglassung des ursprünglichen Or-'^lechtsnlluiens ..Uffenhcimcr" künftig sich blos: Ritter ckenuhrim ncnncn uud schreiben zu dürfen. H, ^e. l. und l. Apostolische Majestät haben mit AUerhüchstcr Entschließung lioni 1. April d. I. dem "^ctor des ersten Staatsgymnasiums in Graz, Schul' ly Dr. Richard Peinlich in neuerlicher Anerkennung ei» « ""jährigen vorzüglichen Berufsthiitiglcit den Titel "Nts Regierungsrathes mit Nachsicht der Tafen aller-^""sst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Iournalstimmen zur Kaiserreise. ^ ^ ssemdenblatt: ^Lvviva imp0r«,wrn uns- "^ ^'""ppa:" Wer das 18tt« beim Abzug b«l, ». ^"^" aus der alten Dogenstadt vorhergesagt Mle, oaß man, Hei ein Jahrzehnt vorüber, den Kaiser °°n vefterreich mlt diesem Iubelrufe in Venedig bcgrü. «en würde, er wäre als verrückter Schwärmer verhöhnt und der Lächerlichkeit preisgegeben worden. Und doch ist °as ..Unmögliche" geschehen: was man in einem Jahr« yundert kaum für wahrscheinlich hielt, hat sich, bevor ^Jahrzehnt verronnen, vollzogen. Aller gegenseitiger M und Groll ist hinabgesenkt ins Meer der Ver- V'hcit. I'" Nan.cn ganz Italiens heißt die alte Re. >M von San Marco den Herrscher Oesterreichs in /tll Mauern willkommen, und ganz Oesterreich dankt l Königin der Meere für den freundlichen Empfang, yl^en sie dem Kaiser bereitet hat. Die letzte Spur ^Feindschaft ist ausgelöscht. Man mag noch so sehr tisck " ^^ sein, man muß doch die große histo» zllll»! "^ Politische Bedeutung der Ereignisse in Venedig 'Wz ^'" ^""^ ^°lef und König Victor Emanuel ^e ib > ^"^ "^^ ^"^ ^" derselben Stätte, um deren D^« sie einander viele Jahre blulig befehdet haben. l^.^lrreichische Nationalhymne ertönt auf dem Mar< ^lr^ ^ und die Italiener antworten mit einem don» Ut,l> ? ^^vvivil Vriulcoäeo ttiu«opi>n!" Otsterreichische Mid n .Zische Uniformen wogen bunt durcheinander, l'enisH ^rselben Brust blinken österreichische und ita« ch^ w ^titgsmcdaillen. Das sind für den oberflächli- feujs., lobachter allerdings nur Aeußerlichlcilen von ""°N'stischem Interesse, für den Historiler und Po« litiler aber sind es Symptome von schwerwiegender thatsächlicher Bedeutung. Die Vergangenheit ist vollstän' dig überwunden. Nur einige Beziehungen splnnnen sich hinüber und herüber. An die Stelle der Gleichgiltigkcit. welche dem Hasse Platz gemacht hatte, lrilt ein Gefühl der Freundschaft, das um so längere Dauer verspricht, als es sich eng mit dem Interesse beider Nationen ver-knüpft. Die Verwandlung 5cs tislerreichisch.italienischen Hasses in eine östcrrcichisch.ilaliemschc Freundschaft ist ein so großes bedeutungsvolles Ereignis, das man, um Effect zu erzielen, wahrhaftig nicht nöthig hat, dasselbe mit allerhand sensationellem Beiwerk auszustatten." Die Perseveranza meldet aus Venedig: Kaiser Franz Josef empfing den italienischen Mini» sttr des Aeußern in Audienz und sagte demselben: „Ich bin sehr befriedigt, daß ich meinem Wunsche nachkommen lonnle. dem Könige von Italien seinen in Wien gemach' len Besuch zu erwidern, und so einen Beweis mcmcr aufrichtigen Freundschaft meinem Bruder und Freunde, sowie meiner warmen Sympathie für dieses schöne Land und sein Volk zu geben. Ich beglückwünsche mich auch zu den zwischen beiden Bändern bestehenden Freund, schaflsbeziehungen und bin von der Dauer dieser auf gegenseitiger Achtung und Gemeinsamkeit der Interessen begründeten ,>rcundschasl überzeugt; auch hoffe ich, daß die bestehende,« glücklichen Beziehungen sich noch enger gcstallcn werden, denn ich hege die lebhaftesten Wünsche für das Wohl Italiens.' Die Gazz. di Venczia vom i>. d. M. spricht, gleich der „Nordd. Allg. Ztg." und dem „Journal de Sl. Petcrsbourg/' von falschen Gerüchten, welche einige Blätter an die Monarchcndcgegnung in Venedig knüpf, ten, und bemerkt dazu: „Uns scheint, daß allen diesen Phantasien der Artikel der „Wiener Abtndvosl" die Flügel beschneiden wird, der bei aller Anerkennung der politischen Wichtigkeit der Reise Sr. Majestät des Kai» sers erklärt, daß das friedliche Bündnis der drei Kaiser reiche fester als je sei und daß Italien, welches demstl. l^n nie ferne stand, sich demselben jetzt nur noch mehr genähert habe." Kölnische Zeitung: ,,Mit diesem hochpolili-schcn Zwecke der Reise können wir in Deutschland gewiß nur sehr zufrieden sein. Das Drei Kaiser-Bündnis ist bestimmt, den Frieden in Europa zu erhalten. — Der Besuch des Kaisers von Oesterreich in Italien ist über« dies lein Ereignis, zu dessen Erklärung man absonderliche Gründe aufzusuchen brauchte. Seit der König des geciniglcu Italien 1873 seinen Besuch in Wien und Berlin abstattete, lag es in der Absicht der Kaiser von Oesterreich und Deutschland, einen Gegenbesuch jenseits der Alpen abzustatten, und der längst gehegte Entschluß sollte in diesen, Frühjahre zur Ausführung kommen. So gewährt denn diese Kaiscrreisc für Europa leine bedrohlichen und für Oesterreich nur erfreuliche Au«, sichten." Uugsb. Allgemeine Zeitung s wiener Correspondent): „Denjenigen Theil unserer Presse, der jederzeit und überall das politische Gras wachsen hört, hat der — diesmal ausnahmsweise nicht vorausgesehene — Gesuch des Kaisers in Venedig den erwünschten An» laß geboten, aus diesem Besuch die Keime einer Ent» frcmdung zwischen Oesterreich und Deutschland und ne-benbei einer tiefen Erschütterung der Stellung des Grafen Andrassu herauszudcmonstrieren. Das geht nemlich fol« gendermaßen zu: Graf Andrassy hat zu der Begegnung mit Vicior Emanuel gerathen, um für den Fürsten Bis» marck Polilil zu machen, o. h. eine Unterstützung der deutschen Reichsregierung im Kampfe gegen den Vatican zuwege zu bringen; der Kaifer abier hat dir Begegnung wohl bereitwillig alceplicrt, jedoch dem überrafchten Mi» nister des Auswärtigen runt» heraus erklärt, daß er nie» mals seine Pflichten als katholischer Souverän, vergessen und also niemals zu einem Auftreten gegen Rom die Hand bieten werde. Ich l>er Correspondent) bin meinerseits in die Mysterien der Vorgeschichte des Besuchs m Venedig, wenn es deren gibt. nicht eingeweiht, aber an der Hand der offen vorliegenden Thatsachen und mit Verweisung auf die ganze kirchliche Renierungspolitil de« neuen Oesterreich, glaube ich mit Bestimmtheit aus» sprechen zu dürfen, daß weder Graf Anorassy in irgend einem außerösterreichischen Interesse die Zusammenkunft in Venedig zustande zu bringen und auszubeuten unter» nommen hat, noch der Kaiser dieselbe für ein solches Interesse, sei es nun ein römisches oder ein deutsche«, nutzbar zu machen bedacht ist. Er ist, um da« «restend, Wort eines Blattes zu wiederholen, nach Venedig nich< gegangen, um deutsche Politik zu machen, er wird abei auch nicht um römische Politik zu machen nach Eanoss« gehen." Journal oeSl. Pelersbourg: „Die Entre vuc Ihrer. Majestäten des Kaisers von Oesterreich unt des Königs von Italien lonule nur einen friedlichen unt daher der allacmemcn, durch die wiederholten Zusammen« lünftc der drei Kaiser markierten Politik entsprechender Charakter haben." Die fr anzösischen Journale zollen einstimmi« der Zusammenkunft des Kaiser« von Oesterreich mit dt»r Könige von Italien in Venedig Beifall und constatieren daß die Freundschaft zwischen Oesterreich und Itali« eine Grundlage des europäisch.« Friedens sei. Fast sämmtliche londner Blätter bringen schmei chelhafte Leitartikel anläßlich der Monarchen-Husamme" lunft in Venedig. Die Times sagen: Dies ist di, interessanteste und möglicherweise folgenwichtigste alle, Monarchen Zusammeulünflt der jüngsten Zeit und be weist, daß die Versöhnung Oesterreich« uud Ialien« übe, die bloße Diplomatie hinausgeht. Die große VollSmeng kann leine Gefühle heucheln. Der enthusiastische Em pfang der Venetian« war der »««druck ihres Gcsiihld für den Gast ihres ^andesherrn. Feuilleton. ^uZ dem Tagebuche meiner Mutter. Von I. V. Vchmiedl. (Fortsetzung.) 4. ,?""dt>chüst zunächst zu vervollständigen. ^ reck.sl ^ Wahl der Lehrer, welche zwar alle zu ^sltrn "c sl"' Männern gehörten, schien ein eigener ^sicbti. ,'^bcu. So war z. B. der Zeichenmcistcr ^. '"as wn«,'"^°b' Trotz alledem und allcdem lernte " der A.. ."" und schöpfte dort Wissen, wo sich U.l" lilerar s^ ^i, "^°b' vorzüglich aus dem gedie^ '"°lschli "^eu Unterricht eines jungen Professors der ^t- ^V^' c^°""° t"l°nd ich mich in der kleinen " Waisen schienen mir gar nicht mehr so eng und öde wie vorher, und wenn ich des Morgens von meinem Fenster den fleißigen Nachbarleuten zusah, wenn nachmittags sich die Kinder dcS OrlS zu fröhlichen Spie» lcn um den Brunnen in des Platzes Mille versammcl ten, wem, abends die Einwohner in traulichen Gesprä> chen promenierten, dann wars mir, als Hütte ich mich vorher nie so glücklich gefühlt. Auch hier wohnt Glück! so sprach tröstend am ersten Morgen nach meiner An. lunft die Tante, als ihrem Scharfsinn der trübe Blick nicht entging, den ich auf die kleinen Häuser geheftet, während schmerzliches Heimweh nach der Vergangenheit meine Brust durchzuckte! — Sie hatte wahr gesprochen die Gute, ja nicht lange währte es. da fühlte ich mich sogar versucht zu behaupten, in unscrem Hause, in der Ställe des Friedens, der Viebe, die mich ausgenommen, hi<,r nur sei wahres Glück zu finden. Nimmer wünschic ich weiter die betäubende Lust ge. räuschvollcr Feste zurück, denn ich erkannte den Unter schied zwischen gesuchter, crlüusttllcr Frcude und jener, die im eigenen Herzen — in unS selbst entsteht. Hier brachte mir jeder Tag in nützlicher Beschäftigung neuen Genuß und sein Verschwinden lilß mir die srohe Ueber» zeugung zurück, daß ich ihn gut verwendet, während dort in weiter Ferne jenem Ergötzen, das ich nach außen suchte, nur Ueberdruß und Ermüdung folgten. 5. Ter hausaelft In jedem Hause, so däucht es mir wenigstens, wal» let ein eigener Geist, welcher den Fremdeintrctenden cnt. weder traulich anzieht, oder lall und unheimlich abstößt. Mir ist, als müsse jeden Ankömmling in der Wohnung der Viebe und Einigkeit schnell rin heimatlich süßes Gefühl umwehen, wo hingegen im entgegengesetzten Falle ihn der böse Genius dcS Hauses gewiß bald durch eln oftmals ihm selbst uncrklärbares Mißbehagen bannen wird. Der freundlichste aller HauSgenien hatte sich bei meinen Verwandten niedergelassen, die mir ungeachtet der eigentlich blos schwägerlichen, daher fernen Verwandtschaft recht nahe standen, weil wir gleich fühlten und uns sy«> pathisch verstanden. Hier sah man nur heilere Gesichter, man war im Reiche der Vlebe — der zartesten, innigsten Gatten«, ledigung der Gesetzentwürfe über die Propinationsablösung die Straßengesetzreform, die Hebung der Rinovichzucht und die Regelung des Gemeindesanitätswesens betonte, übergab eine Regierungsvorlage betreffend die Eintheilung Galiziens in Gerichtsbezirke und den Rechnungsabschluß des Grundentlastungsfonds pro 1874. Istrien. Der Landlag wurde eröffnet und eine Deputation gewählt, welche Se. Majestät den Kaiser im Namen de« Landtages in Pola begrüßen wird. Kürnten. Der Landtag wurde nach einem Gottesdienste durch den Landeshauptmann Grafen GoiH mit einer Begrüßungsansprache und dreimaligem „Hoch" auf Se. Majestät eröffnet. Der Statthalter Graf Lodron begrüßte die Versammlung, versprach eifrige Unterstützung der Landtagebestrebungen und stellte zwei Regie« rungsvorlagen über die Gail-Regulierung und Durchführung der neuen Maß« und Gewichtsordnung in Aussicht. Mührrn. Der Landeshauptmann Baron Wid« mann eröffnete den Landtag mit einer kurzen Ansprache und einem lebhaft erwiderten Hoch auf Se. Majestät den Kaiser. Statthalter Baron Possinger begrüßt den Landtag und sagt, daß die Regierung im Laufe der Session eine Vorlage einbringen werde, womit sie zur Vornahme der durch die Einführung des Metermaßes bedingten Abänderungen in den Landesgesetzen ermächtigt werden soll. Der Statthalter empfiehlt weiter den von der früheren Session zurückgebliebenen Gesetzentwurf über die Einrichtung des Sanitätswesens am Lande dem Landtage zur Würdigung und bemerkt schließlich: «In. wiefern die Reform der Gemeindeverfassung einen Ge» genstand der Verhandlung zu bilden hätte, dürfte wohl der Initiative deS Landtags überlassen bleiben." Hier. auf wird nach einer längeren Debatte die Wahl der «forderlichen Landtagsausschüsse beschlossen. Oberösterreich. Landeshauptmann Dr. Eigner eröffnete den Landtag mit einer längeren Ansprache, in der er zunächst die Thätigkeit der LandeSverlretung dar> legt und sodann schließt: „Wir haben ein vorleuchten« des Beispiel an unserem geliebten Monarchen, welcher soeben in Ausübung einer schweren Regentenpflicht auf einer Reise begriffen ist, deren Aufregung und Beschwerden ihn nur die Liebe für seine Völker, die Sorge für daS Wohl, den Frieden und die Machtstellung des Reiches vergessen machen kann" Der ^andeühauptmann bringt hierauf ein dreifaches Hoch auf Sc. Majestät den Kaiser aus, in welches die Versammlung begeistert einstimmte, Das Haus constituierte sich. Salzburg. Der Landeshauptmann Graf Lam-berg begrüßte den Landlag in einer schwungvollen Ansprache und hob namentlich den großen Vortheil der neuen Gebirgsbahn für den materiellen und geistigen Aufschwung hervor. Die Wahl des Abg. Groh wurde oerificiert. Schlesien. Nach einem Hochamte in der Stadt» Pfarrkirche wurde die vierzehnte Landtagssession von dem Landeshauptmanne Grafen Kuenburg unter Hochrufen auf Se. Majestät den Kaiser eröffnet. Zwanzig Abge« ordnete wohnten der Sitzung bei. In Verhinderung des Landespräsidenten vertrat Statlhallereirath Stellwag die Regierung. Steiermark. Der steiermärkische Landtag wurde heut: in üblicher Weise durch eine Ansprache des Landeshauptmanns v. Kaiserfeld eröffnet. Dic Abgeordneten brachten ein dreimaliges begeistertes Hoch auf den Kaiser aus. Vor Eröffnung wurde ein Hochamt oou einem Domherrn celebricrt, da Fürstbischof Zwerger nach Rom gereist ist. Graf Platz legte fein Landlagsmandat, der Abg. Flelh seine Stelle als Landesausschuß nieder. Der Statthalter theilte mit, daß das Gesetz betreffend die Regulierung des Mur-Flusses die Allerhöchste Sanc. tion erhalten hat. Tirol. Der Landtag wurde unter lebhaften Hochrufen auf Se. Majestät eröffnet. Sämmtliche Abgeordneten aus Südtirol sind erschienen. Trieft. Der Landtag wurde durch den Landes-hauptmann Angcli in Gegenwart des Statthalters Baron Pino eröffnet. Der Landeshauptmann hielt cine Ansprache, in welcher er auf das demnächst vorzulegende Programm verwies, dessen Gegenstände die Landtags« thätigkcit in Anspruch nehmen werden. Nachdem der Landeshauptmann die Session für eröffnet erklärte, brachte er ein dreimaliges Hoch auf Se. Majestät aus, in welches die Versammlung begeistert einstimmte. Hierauf erhob sich der Statthalter zn einer Ansprache, in welcher er den Landtag begrüßte, zur Beschäftigung mit Gegenständen von praktischer Nützlichkeit aufforderte, demselben die lebhafteste Theilnahme von seiner und der Regierung Seite versicherte und schließlich an die erst in den letzten Tagen an die triester Stadtvertretung gerichteten Worte Sr. Majestät des Kaisers wegen Unterstützung der Bemühungen der Regierung zur Hebung Triests erinnerte. Politische Uebersicht. Laibach, 8. April. In der am 6. d. stattgefundenen Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses wurde der Haussteuer'Gesetzentwurf erledigt und unverändert angenommen. DaS Haus begann hierauf die Berathung des Iagdsteuer»Gesetzcntwurfei'. — Der ungarische Finanz-minister kündigt dem StcuerauSschusse die Vorlage eines Gesetzentwurfes über die Besteuerung der Grenzwälder an. Die Hälfle der weitousgedehnten Grenz. die Welt über theuere Zeiten klagt, fo blieb dies unerforschlich. Schon im siebenten Jahre Waise, ward sie von ihrer Vase als Gänsehüterin aufgenommen, doch nicht lange verwaltete Martha dies Amt, denn als sie eines Abends am Bache eingeschlafen war und beim Erwachen alle ihre Schützlinge vermißte, gerieth die Arme vor der ihr drohenden Strafe fo in Angst, daß sie nicht ln< Dorf sich zurückwagte, sondern weinend solange feldein lief, bis fie endlich ganz erschöpft niedersank und ein» schlummerte. Es war schon finstere Nacht, als ein nach der Stadt rückkehrender Fleischer dieses Weges kam. Sein Karren verletzte die Schlafende am Fuße, er nahm sie mit ftch und au« Mitleid unter die Zahl seiner acht hungri-gen Kinder auf. Die Vorstadt dünkte ihr im Vergleiche «it dem Dorfe ein Puradies und die von Fleischabfällen bereitete Suppe Gölte, lost. Aber es blieb nicht immer so. Der strengste Winter feit vielen Jahren trat ein, von schwerer Krankheit be» fallen, konnte der Metzger nichts verdienen, bald war im Hause die größte Noth. In der Vorstadt war der Mangel allgemein, in der Stadt aber tönte die Musik des Earneoals so laut und rauschend, daß man die Iammerstimmen des Elends nicht vernehmen konnte, ss war um die Armen geschehen, hätte nicht ein schreckliches Ereignis sie gerettet. Eine Familie von sieben Mitgliedern, die lein Holz, keine Nahrung, kein Lager hatten, denen nichts blieb, als der tröstende Tod — diese Unglücklichen fand man eines Morgens zu Leichen erstarrt!! - Gewültsmn erschütternd drang die Schauer« runde durch des Faschings betäubende Lust. Das Herz der Mächtigen und Reichen ist nicht gefühllos. Wird ihr Blick einmal nur in die Wohnung des Elends und der Noth geleitet, sehen sie, was der Arme entbehrt — dann leisten sie gern alle mögliche Hilfe. Am folgenden Tage nach jenem Iammerfalle sollte ein glänzender Ball im Hotel meiner Großtante stattfinden. Er verwandelte sich in ein herrliches Fest anderer Art, in jenes werkthätigen Wohlthuns. Nie hatte man die Frauen schöner erblickt, als an jenem Abende, wo sie den kostbarsten Schmuck ihrer Toilette gegen die Freude der Wohlthätige keit vertauscht hatten; nie mundete ein Souper besser, als heute an der vom Ueberflusse entlasteten Tafel. Die Damen selbst brachten den Dürftigen die milden Gaben. So kam meine Großtante in die ärmliche Wohnung des kranken Fleischers. Ihre sie begleitende älleste Tochter fand besonderes Wohlgefallen an der im Wuchs und Alter ihr gleichen Martha und die Bitte, sie als Zöf. chen aufnehmen zu dürfen, ward ihr von der Mutter gewährt. Am Vermälungstage meiner Tante verheiratete sich auch Martha. Doch schon ein Jahr darauf zur Witwe geworden, lehrte sie zu ihrer jungen Herrin zurück, um deren Lieblinge, die Blumen und Turteltauben, wieder zu pflegen. Gewohnt, ihr Liebstes Martha anzuvertrauen, legte jene bald auch ihre Erstgeborenen in die Arme der treuen Wärterin. Von da an lam Martha nicht wieder au« dem Hause der Tante und genießt heute noch im eigens be. retteten Großvalerstuhle die Pflege ihrer ehemaligen Pfleglinge, die von ihr gehätschelt, ihr gegenseitig nichts abgehen lassen u»,d acht an der Zahl, die nun Ge» brechliche mit Achtsamkeit behandeln. (Fortsetzung solgt.) Waldungen ist bekanntlich nach der Provlnzialisierung der Grenze in das Eigenthum der Gemeinden über-lltganaen, welche ein ziemlich bedeutendes Erträgnis aus denselben ziehen. Dieser Besitz soll nun mit Recht der Besteuerung unterworfen werden und ist die dies« bezügliche Absicht deS Finanzministers nur zu billiaen. — Der Gesetzentwurf über die Reduction der Oc» richtshöfe in Ungarn ist im Justizministeriums reits ausgearbeitet und befindet sich jetzt in culnmissi»-ncller Verhandlung. Wie „Reform" mitzutheilen in der Lage ist. wird darin cine Reduction der 104 Gerichts' Höfe auf 64 beantragt. Von den fünf Paragraphen des Entwurfs spricht tz 2 aus, daß diese Veränderung als eine „neue Organisierung" anzusehen sci, welche im 8 ^ auf die Dauer von fünf Jahren projectiert wird. was jedoch verworfen wurde. Die ..Reform" zieht hieraus den Schluß, daß nach dem Entwurf alle Richter in Disponiblität kommen. Wie ..Pesti Naplo" erfährt, hatte die Majorität der justiziellcn Enqußtc sich dafür ausgesprochen, daß der Regierung auf drei Jahre das Ncchl ertheilt werde, die Richter nach Bedarf zu ver< setzen. Im preußischen Abgcordnctcnhause fand d« dritte Lesung des Gesetzes betreffend die Einstellung der Staatslcistungen au die katholischen Bisthümcr und Geistlichen statt und wurde der Gesetzentwurf sofort angenommen. — Die norddeutschen und deutschen ^ hördeu richten ihre Aufmerksamkeit auf die Sammlungen, welche für die Carlisle» in Baicrn, Westphalcn li»d am Rhein veranstaltet werden. Die Kammer dcr N ci ch s r äth e in Baier» hat in ihrer Sitzung am 5. d. M. einen Theil der Nechnungsn ach weise aus den Jahren 1870 bis 1872 anerkannt und hierauf ohne alle Discussion den vom anderen Hause schon angenomenen Gesetzentwürfel' wegen Interpretation des Wassergesetze«, wegen Gestr«' tung der Impftosten in der Pfalz und wegen NufnalM eines AnlehenS zur Deckung der Kosten für Erweiterung der Irrenanstalt in München zugestimmt. „Times" bringen eine Meldung ihres pariser C°l' spondenten, der über die Note der deutschen Regie/ rung an Belgien folgendes erfahren haben will: ,,D«e Note zähle die drei bekannten Veschwcrdepunlte auf, be-sage dann, eS scheine unmöglich, daß die Landesgese^ einer Regierung nicht die nöthigen Elemente an die H^ geben sollten, um Briefe und Unternehmungen zu ""' lerdrücken, welche die Beziehungen der Negierung zu de". Nachbarstaaten ändern könnten. Neutrale Staaten ^ sagt die Note — müssen sorgfällig alles vermeiden, n»^ daS Nationalitalsprincip, da« die Grundlage ihrer 2l>' steuz bilde, ändern könnte. Wenn die belgischen Ges^ nicht ausreichen sollten, um Deutschland eine leglti^ Genugthuung auszuwirken, so werde Belgien hoffen^ diese legislative Lücke ausfüllen. — In der belgis^ Antwortsnote — meldet der Correspondent — lvel^ ausgeführt, die belgischen Gesetze hätten allezeit aus^ reicht, um Ueberschreitungen zu begegnen; aber gegt bloße Absichten könne das Gesetz keines Landes aus"' chen. DaS unabhängige, neutrale Belgien habe nielN" etwas gethan, was die Beziehungen zu einer befrei ten Nation, die überdies Garantiemacht sei, ä"^ könnte. Der Correspondent fügt hinzu, es scheine, ^ beide Noten den übrigen Mächten nur mündlich ""A. theilt worden seien. Deutschland scheine erwidert l"^< ben, daß es das Ergebnis der Untersuchung gegen ^ chesne abwarten wolle. ^ Die Nachricht, daß der französische Botschaft „ Petersburg, General Lefl6, seine Demission g^" habe, ist fasch. Ebenso entbehren die Gerüchte "N ° Abdankung des Kaisers von Brasilien der Begrün^. Hagesneuigkeiten. Vie Kaiserreise. , Se. Majestät der Kaiser begab sich am ^' zsc halb 10 Uhr vormittags nach Padua, beziehung«^ nach Vigonza zur Revue. In seiner Begleitung fanden sich Graf Andrassy, die Generaladjutantrn v . Mondel und Ritter v. Beck, die Flügeladjutanten ",^ Grünne, Baron Löhneysen und Baron Teuffenbach. " ^ Victor Emanuel war von den königlichen ^""^>ott' Kronprinzessin Margaretha, dem Kriegsminister " ^ und den übrigen Ministern, den Generalen Pledtc», ^ bardini, Dezza, Dcgli, dem Obersten Galetti ". „ gleitet. In der Suite der königlichen Prinzen "'" , sich General Sonnaz, die Obersten Morra, "" A. Marchese Dargonetti, Oberstlieutenant <5olobiano, neral del Santo ,c. «,H blicum mit lebhaften Zurufen begrüßt. . Oras Bei der Revue führt Generallieutenam ^, Pianclli das Commando; unter ih" ""M" si die Divifionsgencrale Graf Poninski n,ld de " ^^, und die Vrigadlerc Marchese Vassecourt, Mg"" -und Rizzardi. . Ao»' ES waren daselbst m sieben Treffen zn" ^ sionen mit den Ergänzungstruppen, im ganz ^ l2.000 Mann Infanterie aufgestellt, und w°r ^ Division Poninski mit den Brigaden ^''"^„terie' Megliara. aus dem 1., 72., 19. ""d "'. ^ ^ie. Regiment, einer Urtilleriebrigade und dem ^- 573 Aeglment, ferner die Division de la Forest und den Brigaden Balegno und di Earpcncto, bestehend aus den Infanterit.Regimcntern 13, 14 und 59, 3 Alpenbatail' lonm. 2 Justructiunsdataillonen, 3 Batterien und dem 13. Eavalcrieregimente Monfcralo, endlich die truzipo ^upMivv, bestehend aus 2 Geniecompagnicn, dem 7ten Vcrsaglieci.Regimcnt, 4 Batterien und einer die Regi« mentcr Aosta und Piacenza ulufasseilden Cavalerie< brigade. In Vigonza, wo cine sehr lMsch dec.merte «lsenbahnhaltstellc hergestellt war, erwartete eine glän' zmdc Suite von circa 150 Personen die Souvcrainc. ^'Ulzessw Margaretha begab sich mit ihren Hof-^'um und der Gräfin Wimpffcn zu Wagen an die Mlch geschumckte Hoftribünc. Ein überaus zahlreiches Ablicum füllte die übrigen Tribüncu. Zur linken Sr. ^llWiil des Kai ferS befand sich König Victor ^'"anucl und die königlichen Prinzen; in der blute befanden sich auch die beiderseitigen Gesandten ^,af Wimpsfcn und Graf Nobilant. Nachdem die Ma-Mten die Truppenfronten abgeritten hatten, erfolgte t"e Defilicrung, die in musterhafter militärischer Ordnung und mit vortrefflicher Hallig der Truppen, die A besten Eindruck hervorriefen, zu Ende geführt wurde, ^'e Defilieruug währte !'/< Stunde. Se. Majestät der "«lser war von der Tüchtigkeit der Truppen sichtlich ^freut, äußerte wiederholt seine Befriedigung und dankte °cm General Piauclli. ^ Sodann lehrten die Majestäten und ihrc Dutten im Galopp zur Bahnstation zurück. Sowohl Am Besteicscu des Zuges wie auch während der ganzen ^usfllhrt wurden die Majestäten abermals mit jubeln-^n Zurufen begrüßt, Ovatioucu, die alich während der burch den ganzen Canal Grande erfolgten Rückfahrt andauerten. <, Um halb 4 Uhr uutcrnahm Sc. Majestät der ^"iser mit engster Suite einen Ausflug nach dem Udo. Bei der Abfahrt gab die Batterie von San morgio Maggiore die üblichen Salven. Die Theilnahme des PMicums, das alle Punkte besetzt hatte, von wcl« ' A ^ ^°^^" dnrftc, die Souvcrainc zu sehen, und sich msbcsondere aus der Piazza. Piazzetta und Riva dci ^zmvoni zusammcnschaarte, war einc ungemindcrlc, die «tliuinllllg cnlhnsiastisch. Die Nevuc war vom schön» sten Wetter begünstigt. , Zum Hofdiucr (Venedig, 6. d.) waren circa Wzig Pcrsonen geladen. Zur Rechten des Koni as M Sc. Viajcstät dcr Kaiser, ihm zur Seite die flinzcssm Margaret ha; zur Lintm des Königs die Min Wimpffen. Im Tcatro Fcnicc, woselbst ^ Souveraine nach dem ersten Acte der Fcstvorstcl- ^8 erschienen, wurden Allcrhöchstdicsclbcn vom Publi- ^ mit minutcillangcm jubelnden, Applaus und Hände» ""schen begrüßt. «. - (Zur Kaislireise.) Samstag 10. b. Anlunft Sr. I^eslät des Kaisers mZara um 10 Uhr vormittags. Sr. 7"iestUt (««cadre erwartet da« Eintreffen des Kaiser« nächft Zara. ^"lN'tlelbar nach Ankunft in Sr. iviajesiät «bsteigequartier findet ^ Empfang slalt. Nachmittag« Besichtigung einiger Livil-Lta- 'lsllNem^ i!ehl»ustalltll. Abends Theater pal«, Sonntag den ^'^ptil, vormittag«: Vestchlignng der Mililär-Etablissemeuls. ^t Audienzen. Nachmittag«: Voll«feft. hierauf Fahrt nach ^ . Fanale di Mczzoi. - Montag de» 12. April, vormittag«: sc!i ^ 'lt in Viirz geblieben, um einigen Sitzungen de« i!andtagc« zuwo^^ ^ ^ Excellenz dcr Herr Minister de« Innern "Herr v. ^«ss,^ welcher linige Tagt bettlägerig war, hat ""« «ine Au«f°hrl gemacht. v ^ ^Da« Mai-^Nvanctmeulj wird, wie man der zur'» ""* ^^" berichtet, in der Armee große Veränderungen dttlnv ^ ^"'' "llN'cntlich bei der höheren GencralilUt und den >°ilet>entn Lanbescommandierenben. "ächll ^" ^" conflssionelltn Gefetzen.) In den l'chun ^°^" '^ "" ^" "^°^mi°" ersUhr». die Veräffen«. ^chril^ °"" Ministerialverotdnung zu erwarte», welche einen ,,» ! "°^ vorwilrt« auf der Vahn der confefsionellen Vesetzge-"luen m^"^"' ^" ^"^'^' ^" Durchflchrungsbestimmungen dcs llllge u k ^" "°" ^' ^°' '"^ "^" ^" Religionsfondsbci-Rinin," ^ "°" Kultusminister gemeinsam mit dem Finauz-Und in °"^' ^" umfangreiche Verordnung zilhlt 34Paragraphc "von fünf Formulariln begleitet. b>. ^.^°»cn den Schwindel,) „Reform" empfiehlt b'Ugen m^" Heilmittel, nm dem bodenlosen Schwindel vorzu-nur u,'«.. " ^" Veamtencrcditanflalt milge die Regierung wo samten ^^"'' "" "" ^"^ ^" """ fleißigen, ehrlichen ""llalten ^" "'^"' ^ famosen Ernnder der Versicherung», WU«en exemplarisch bestraft werden, um in Zutuns! ve. onber« die Mlinner der Nristolratie und die Abgeordneten von derartigen Unternehmungen abzuschrecken, die den Namen hergeben, um mehr Vertrauen zu erregen. — lFuuff ach er Mord.) llin entsetzliche« Lreigni« macht in Wien da« ungeheuerste Nufsehen. Der auf der Wieben, Goldeggasse Nr. 14, wohnende Schneidermeister Johann Po» lorny, au« Uhrig in Mähren gebürtig, hat in Abwesenheit seiner Gattin, sich und seine vier unmündigen Kinder erhcnll. Da« illleste der Kinder zllhlte li Jahre, da« jüngste 8 Monate. Ein Kind hat sich durch die Flucht gerettet. Nlle Wiederbelebung«-versuche bei den Crhcnllen blieben erfolglos. Polorny war nicht in Nolh nnd nicht ohne Arbeit, war aber durch ungeordnete« Leben in zcnlltletr Verhältnisse gerathen. — sNuS dem grazer Gemein derolhe.) Der auch der „Grazer Ztg." mitgetheilte Rechenschaftsbericht Ubcr die Thil-ligeit der Geineiudcuertrctung dcr Landcöhauplstadt Graz im Jahre 1U74 bcsp'ichl die letzte städtische Credilovcration und die Verwendung tns Geldes, ferner die Pachtung dcr Vcrzehrnngs-steuer, die Uebernahme bc« l. l. Versatzamtes, die Gründung de« Crrdilvereines der dintigen Sparkasse, die organisatorische Tha> liylcit lc. Höchst beachten«- und ancrlcnuenswerth ist da« Vest«, bcu der grazer Groszcommune, in wichtigen politischen und socia: lcn Fragen dcu lüilnfchcn und VrdUrsuisse« der Vcwohuer Graz'« Nusdnick zu geben. Wir erwähnen die Manifestationen anläßlich der cousessionelleu Gesetze der obligatorischen Civilehe. Revision dc« Gemcindcstalulrs, der Dmlstbotenordnung, Disrussionen der Frage dcr i'richcnverbreunung, hervorragende Belheiligullg am zwcilcn deutsch.üstcrrcichifcheu Hrcieturnfeste, an der Sammlung filr die Ndgelllduclcn von Mmiügeu, dic Verleihung de« Lhrcn-blllgcnrchls an Professor Dr. Rolilausly, anläßlich dessen 7<», G.linrlsloge, die Widmung einer Ehrengabe an die heim» lehrenden Nordpolsahler, die Einladung an die in Vre«Io,u vcljamlmlicn dciiljchcn Nalurfoischcr und Acrzl., im nächsten Zllhrc Graz zum Versammlungsorte zu wähle« lc. Der Ge» meindcralh lanu, iusoweil nicht außeiordeullichc Umstände in die Combinationen seiner Crcditopcration und des bezüglichen Til. guug«plane« störend eingrriscn, gerade heuer verhältnismäßig ruhiger in die nächste Zulunsl blicken, da der unbedeckte Abgang de« Voranschlages für doS Ordiuarium pro 1U75, welcher »n ordentlichen Ausgaben 1.165,115 ft., an Emuahmcn 1.182,117 fl. weist, sich nicht höher al« auf Aii.yW fl. belauft. Locales. Kramer Landlag. 2. Sitzung. Laibach, 8. April. Anwesend: Landeshauptmann Dr. Friedrich Ritter v. Kalte negger, 31 ^andtagsabgcordmtc und als Vertreter dcr Regierung der l. l. Hofrath und Bandes» rcgierunnsleittr BohuSlau Nillcr v. ^iiduianu. 1. DaS Protokoll über die erste Sitzung wird in slllvenischer Sprache verlesen und gcnel)migt. II. 1. Der Landeshauptmann widmet einen Nachruf in warmen Worten dem Plötzlich verstorbenen ^andtaaMitgliede Herrn Franz Nudesch, welcher seil dem Jahre 1868 dem hohen Hause angehörte, auch als Ersatzmann im Lanocsausschussc fungierte. Das hohe HauS verlor an ihm ein pflichttreues Mitglied und einen charakterfesten Partcimaun. (Die Mitglieder des hohen Hauses erheben sich zum Zcich^n deö Beileids von ihren Sitzen.) Der Landeshauptmann ladet die Landtags» Mitglieder zur corporative« Theilnahme an dem Leichen« bcgängnissc ein. 2. An Petitionen sind eingelangt: jene des ZwangsarbcitShaus - Verwalters Delavcii um Gehaltserhöhung, des Aufsehers Kraöovic um Erhöhung deS Quarticrgeldcs, des Organisten Vescl um Erhöhuug der Bestallung, des pensionierten Aufsehers Tomc um Erhöhung der Pension, des Aufsehers Vaj; um Erhöhung dcr Provision, des philosophischen UntcrstützungS« Vereins in Wien, des Malers Aubic in Rom um eine Unterstützung. Sämmtliche Petitionen werden dem Finanzausschüsse zugewiesen. — Die Petition des Bürgermeisters Jakob Balcuc'iö und Genossen um Regeluug dcr Bei» träge vonseitc der Gemeinden zu Schulzwecken wird dem seinerzeit gewählten Schulausschusse zugewiesen werden. 3. Der Landeshauptmann theilt eine Zuschrift des hohen Landespräsidiums inbetreff der vorzunehmenden Wahl eines Ersatzmannes in die Grundsteuer, regulierungs «Landescommission anstelle des verstorbenen l. l. Notars Dr. Orel mil. III. Das hohe Haus genehmigt die Wahl des l. t. pens. Sleuerinspector« LulaS Robik zum Abgeordneten deS Landgcmeinden.WahlbezirleS RadmannSdorf'Kronau. IV.—VII. Das hohe Haus vollzog folgende Wah. len, u. z. in den? Finanzausschuß die Abgg. Desch« mann, Dr. Ritter v. Schrey, Murnil, Horal, Dr. Po. llular, Grasclli, Freiherr v. Apfaltrern, Robic-, Dr. Ritler v. Savinschegg; Petitionsausschuß die Nbgg. Dr. Zarnil, Graf Barbo, ssramaric, Ritter v. Langer und Graf Thurn; Rechenschaftsbericht«.Aus-schuß die Abgg. Ritter v. Gariboldi, Graf Narbo, Dr. Pollular. Dr. Zarnil und Pfarrer Tavc'ar; volls. wirthschaftlichen Ausschuß die Abgg. Dr. Blei. weis, Murnil, Rudesch, Dr. Riller v. Savinschegg, Iu» govic, Ritler v. Langer und Deschmann. Dcr Landeshaupt. mann ersucht, diese Ausschüsse wollen sich constituieren und das Resultat sodann belannt geben. Abg. Obresa stellt den Antrag auf Wahl eines siebcngliedrigen Schul-ausschufses. (Wird angenommen.) VIII. der Vericht des LandeSausschusses, womit der Voranschlag des Grundentlaftungsfondes pro 1876 vorgelegt wird; IX. der Vericht des Landesausschuffes wegen Er« höhung der BerzchrungSsteuerzuschläge für den Orundent last un gsf on d für baS Jahr 1875; X. der Bericht deS LlmdeSauSfchusseS mit dem Voranschlage pro 1876 und dem Rechnungsabschlüsse für das Jahr 1874 der slaper Obst- und Weinbau« schule; XI. der Bericht des LanbeSauSschufses mit 5em Voranschläge der Stiftungsfo nde pro 1876. XII. der Bericht des LanbesausfchusseS mit dem Voranschlage deS Landesfondes und feine Subfonbe pro 1876; XIII. Der Bericht des LanbeSausschusseS mit dem Voranschlage pro 1876 und dem Rechnungsabschlüsse pro 1874 des IrrenhausbaufonoeS, und XIV. der Bericht deS LanbeSauSschusseS mit dem Voranschläge pro 1876 und dem Rechnungsabschlüsse pro 1874 des Normalschulfonoe« werden (sämmtlich) dem Finanzausschüsse zugewiesen. Schluß der Sitzung um 12 Uhr mittags, nilchfte Sitzung unbestimmt. Handels- und Vewerbelammer. (Fortsetzung) II. Abschnitt. Erfordernis einer Genehmigung der Betriebs anläge bei einzelnen Gewerben. Zu § 17, welcher die Betriebsanlagen angibt, für welche die Genehmigung nur auf Grund eines befondc-rcn Verfahrens ertheilt werden darf, beantragt die Section, daß unter diefc Anlagen auch die Spiritus, Preßhefen- und Papierfabriken aufzunehmen und von der Vornahme von Abänderungen in dem Verzeichnisse der in» § 17 bezeichneten Vetriebsanlagcn die Handels- und Gcwcrbetammern zu hören wären. III. Abschnitt. Umfang und Ausübung der Ge-wcrbercchtc. Zu § 30, welcher die Ucberschrift: „Aeußcre Be-zeichnung, Firmaprototollierung" führt, wird beantragt, das Wort „Firmaprotolollicrung" zu streichen, da dir Protolollicrung von Firmen an besondere Bcstimmun gell deS Handelsgesetzes gebunden ist. Im zweiten Absätze des § 31, welcher von den Prcissatzungen bei Rauchfanglehrergewn-brn, Transport-gcwcrbcn :c. handelt, wird beantragt, statt ..der Ge mcinde" die Worte „der bezüglichen Gemeinden" einzu« fügen. Demnach hätte dieser Absatz zu lauten: „Solche Preissatzungen werden nach Einvernehmung der bczüzlichen Gemeinden uud unter Berücksichtigung dcr örtlichen Ver hüllnissc vou der politischen Lanoesbchörde ausgesprochen uud haben uur für die betreffenden Gemeinden bis auf Widerruf Geltung." Zu 8 li8 wird beantragt, daß bei Einstellung des Gewerbebetriebes aus Rücksicht ocS öffentlichen Wohles die Sachverständige!,, Handels, und Gcwerbelammcr und Gemeindevertretung einzuvernehmen wären, und daß den,' nach dcr erste Absatz dieses Paragraphen lauten solle: „Wegen überwiegender Nachtheile und Gefahren für da« Gemeinwohl kann die fernere Benützung einer mit be hörolichcr Genehmigung errichteten Betricbsaulage durch die politische Lanoesbchörde vou Amtswegen oder über Einschreiten eines Lauoes, eines Bezirkes, einer Ge mcindc oder auch einzelner Personen, jedoch nach vorher« gehender Einvernehmung der Handels» und Gewerbe» lammcr, der Gemeindevertretung und der Sachoerstän» digen untersagt werden" Die dritte Alinea diese« Paragraphen setzt fest, wann dem Eigenthümer einer Vetriebsanlage im Falle der Ein^ stellung deS Gewerbebetriebes eine SchadloShallung gebührt. Allein nach Anficht der Section würde, wenn die im Referentenentwurfe vorkommende Fassung zum Gesetze erhoben werden würde, wohl nur in höchst seltenen Fällen dem Eigenthümer einer Anlage, deren Betrieb behördlich eingestellt wurde, eine Schadloshaltung zuerkannt werden, weil Aenderungen, wenigstens geringere fast bei jedem Etablissement vorkommend. Aus diesem Orunde wird beantragt, daß nur „wesentliche" Aenderungen und Erweiterungen den Ersatzanspruch des Eigenthümer« be» heben sollen, wenn durch dieselben Nachtheile und Oc» fahren herbeigeführt wurden oder ftch dieselben vermehrt haben. IV. Abschnitt. Marltverlehr . Fieranten. Dieser Abschnitt ist fast unverändert aus der Gewerbe-ordnung vom Jahre 18Ü9 in den Referentenentwurs übergegangen. V. Abschnitt. Gewerbliche Vereinigungen. Die §8 49 und 50 enthalten die Bestimmungen in Ansehung der künftigen Regelung deS GenossenschaftS. wesenS, insbesondere der Umgestaltung der jetzt bestehen» den ZwangSgenossenschaften, Gremien, Innungen lc. in freie Bereine. Der Entwurf hüll das Princip der freien Vereinigung hoch. Er bezweckt, wie aus dem Motiven-berichte ersichtlich ist, die freie und selbstthätige Entwick« lung der Organisation deS ArbeitcrstandeS zu fördern; der Motivenberichl erklärt ferner, daß die Staatsklugheit es gebietet, fchon jetzt den Weg anzubahnen, welchen Ge-setzgebung und Regierung wandeln sollen, um den empor» leimenden und im stetigen Nnwachsen begriffenen Orga. nismus als Glied in den Staatskörper einzubeziehn,, baß weitere diesen Vereinen die rechtliche Möglichkeit 574 Molen werden solle, unter der vom Staate vörzuzeich« nenden Modalität aus ihrer Mitte Verbände höherer Ordnung zu bilden, denen besondere, daS Gebiet der wirtschaftlichen Zwecke gleichwohl nicht überschreitende Vefugnisse zur Seite stünden. Da der Entwurf die Rechte, die diesen Verbänden eingeräumt werden sollen, nicht enthält, so lonnte sich auch die Section ein vollständiges Urtheil über die Ziel« der Regierung nicht bilden und kann demnach auch die Annahme dieser Bestimmungen nicht empfehlen; vielmehr beanlraßt sie, die Weglassung der zwei letzten Alinea des § 49, welche lauten: „Mehrere solche Per« einigungen Nnnen mit behördlicher Genehmigung einen Verein höherer Ordnung (Verband) bilden. Die Rechte eine« Verbandes werden durch ein besonderes Gesetz be-siimmt." (Fortsetzung folgt.) Aus dem Ganttiitswochenberichte des laidacher Stadtphyftlates vom ss. Milrz bi« inclusive 3. April 1875 «ntnehmen wir folgende«: I. Morbilitäl m Abnahme. Vorherrschend entzündliche Zu» stände der Nespirationsorgane und Verschlimmerungen der luber-«lose. Diphtheriti« in entschiedener Abnahme. Typhus und Scharlach vereinzelt. II. Mortalität in Abnahme. Ts starben in dieser Woche 18 Personen (gegen 24 in der Vorwoche.) Von diesen waren 6 milnnlichen und 12 weiblichen Geschlechte«, Erwachsene 14 und 4 «inder; dah« da« weibliche Geschlecht und die Erwachsenen überwiegend an der Mortalität participierten. M 1. Lebenszahre starben 3 Kinder, an Fraisen 2. an Lungen« lrankhüt 1; vo« 2. bi« 20. Jahre starben 3 Personen, an Vehirulähmung, Peterhiaityphu« und luberculose je 1; yo« 30. bi« 60. Jahre starben 8 Personen, und zwar an Tuber-Muse 3, >n perforierendem Magengeschwür, Lungenentzündung, Zehrfieber sehirnlilhmung und Erschöpfung je 1 Person; über 60 Jahre alt starren 4 Personen, an Mara«mu« 3, an LunHenlsthmunK 1. Hllufigfte Todesursache: Tuberculose'4mal, d. i. 22-2°«, "N«l«»«mu« 3mal. d. i. 16 6«/,, Fraisen und Gehirnlllhmung je s»al, d. i. 111 '/„ euugenmlzündung, Lungenlähmung «. je „I««ü, d. i. 5 5'/, aller Verstorbenen. Diphlheriti« kam nicht al« tode«ursache in dieser Woche vor. Im «livilspitale starben 7 Personen, im städtischen Armen« »ersorguug»hause 2 Pfründnerin. in der Stadt und den Vor« filldten 9 Personen. Diese letzteren vertheilen sich wie folgt i Innere Stadt 5. PeltrS-Norftadt 2, Polana 1, Hapuziner-Porftadt 1, Oradischa 0. Hralau und Tyrnau 0, Karlstlldtervorftadt und Hllhnerdorf 0, Moorgrund 0. — sPersonalnachricht.) D« neuernannte Militär« devoUmllchrigte Oesterreich«Ungarn« am Haiserhofe zu Verlilt, l. l. Major «loi« Fürst Liechtenstein, verläßt heute nach mehrjährigem Aufenthalte Laibach. Die Gesellschaftskreise, nament-lich da« l, l. Qsslzier«corp«, werden dem Fürsten wegen seine« leutseligen Charakter« ein freundliche« Nndenten bewahren (Temeinderath« - Erg ilnzung «w a h len.j Der erste NabMrPer vollzog gestern folgende Wahlen: Herr Dr Ladre-Commandanten der Haupt» mann' 2. Klasse itomp Karl des trainischen Landwehr»Batail. lon« Bludolf«werth Nr. 24. bei diesem Bataillon. In den Land« »ehr.Nubestand verseht: der Hauptmann 1. Hlasse und Inftruo tion«-d Gewicht«ordnungen; ferner finden »ir darin den Wortlaut der neuen öfterreichlschen Maß» und Gewichtsorbnung mit entsprechenden Erläuterungen, die Darsiel, lung de« neuen deutschen Geldsyftem«, sowie der Münz«, Maß-und Gcwichtsveihältnlsse aller Länder. Bestellungen auf d,n Re» chenmeifter besorgt die Buchhandlung v. Kleinmayr H V am-berg in Laibach. Neueste Post. (Original'Telegramme der „Laib. Zeitung.) Pola, 8. April. Der Kaiser besichtigle nachmittags die von Sterneck commandierte, aus dem Cusemattenschiffe „Kaiser", der Fregatte .Radezly". Corvette „Frunds-berg" ul,d dem Schraubenschooner „Nautilus" bestehende Escadre, inspicierte den ..Radezly", verweilte sodann auf dem „Kaiser", befahl Klarschiffübungen und andere Ma< nvver, blieb trotz heftigen Aegens bls nach'vollMtaiM Durchführung des Programmes und drückte der Vtlttan« nung Höchstseine Zufriedenheit aus. Rom, 8. April. Man versichert, die Grundlage» eines neuen österreichisch, italienischen Handelsvertr«gcs wurden in Venedig mdgiltig und entsprechend den Handel wirtschaftlichen Interessen beider Staaten festgestellt. Graf Andrassy empfing heute den Besuch Minghe«''« und verbleibt noch mehrere Tage in Venedig. Verlin, 8. April. Das Abgeordnetenhaus lehnte im Einverständnisse mit dem Minister des Innern bie Theiluilg der Provinz Preußen ill zwei ProvinM ,al>. — Die ..Kreuzzeitung" meldet: Der Hronpr'lnzrtisl Montag zum Vesuch des Kvnigs von Italien nach 3lo< renz, besucht sodann den Kronprinzen von Italien l» Monza. — Die Kinder des Kronprinzen vön Deutsch' land gehen'Montag nach Saint Leonards Ki'HalliW (England). VreSlau, 8. April. Der Fürstbischof beantwort die Aufforderung zur Amtsniederlegung ablehnend. Venedig, 8. AM. Menabrea^rMt b'as^' kreuz des Stephans-Ordens. Der König hinterließ M die Armen 30,000 Lire. Man schätzt die Zahl der M' rend der Festtage anwesenden Fremden auf 1(X)M wovon 70,000 mit der Bahn gelommen sind. — ^ der vorgestrigen Revue wurde das Pferd des Kaisers hielt, beim Nufsitzen auf'd?' eigene Pferd von dessen Huf geschlagen und schwer b"' mundet. Der Train, welcher die Fürsten zurückführt, stieß bei Mestre mit einem leer?« DienstlonHott"«"' sammen, ohne daß indessen, abgesehen von llelnen Verzögerung, irgend ein Unfall sich ereignete. Telegraphischer wechseln,« vom 8. April. '°se 112 60. I8«4er kose 139'^ österreichische Rente in Papier 7120. Staaahn 304-50, M»' bahn 195-50, 20-Franlmsts.ckl 8-86'/., ungarische LrcdilaM 227 50. üflerrelchischt ffrancobant 52—, Vfierrejchischf Nnglob«" 138—, Lombarden 142 25. Umonbanl 116—, aufiro-oritutaliM Banl — - . Lloydacllen 448--. austro-ottomanisch« Vanl ^.' tUrlische kose 56>60. Lommuttalanlehm 10550. EM"" 177— Matt. AngekonWeue Firen^de. Nm 8, Npril. _,,,« Hotel Stadt Wlen. Hoffmann, Kfm,, und »anih. «eis.. ^'„^ - W, Cassolo und F. Lafsolo, Trieft. - Bluth. «eisH" lohn.- Iervis, Ingenieur. Turin. ^ «au, Fabntant,^'< selb. — Descher, Postmeister, EiSnern. - Dr. Gnsta" 3°' ^' Arzt, Breslau. Hotel Elefant. Boh. Kaplan. Konjice. - Delleva, ^°lKr„ - «alenkic, Stroznil. — Dr. Vaupoti!, Stein. ^ ^ ' Gllrtfelb. - Fischer, Villach. - Weiller. Vzigetwar, . ^ Hotel Vnrop«. Dolschein. V0rz. - Fischl. «aent. Oien- WUcher. C'lli. ^ Dr. Hiller. Sittich. Vaterischer bof. Majer, Mllnchen. ^ Slot, Mannsb"g^,,,_ Vlobre». Iese. - Herzy, Ienerdorf. Krauß. Privatier, HU""' - Paulin, Privatier. Trieft. - «aliv Iac, hdlsm., Votts^- Meteorologische Beobachtungen in Laibach.^. » -« ßß? N « -^ D 6 U. Mg. 725.« ^ ?., NW. s schw. »««" Iß»» 8. 2 « N. ?25.»o 4-N.« N. schwach , bewolll M^en 10«Ab. 727.99 > 6., W,schwach , bewilM Morgens und tagsüber trUoe, regnerisch, abend« lheilwe^e Aufheiterung. Da« Tagesmilt.l der W»rme 4 6 4°. um "u Nerantwortlicher Redacteur : O t l o m a / V ämbe t».^ ^Nps<>N^i>H'l^t Wien, 7. April. Ohne daß eine llußere Veranlassung voraelegen wäre. fanden beute ftarle Realisicrungm in den hauptsächlichen Speculationssiapiereu st»tl. Diese Reall-<^<>ll»l^«.!«/!. ficrungen, oon einer Hand geleitet, Übten «inen empfindlichen Druck auf die Luise, ohne die Stimmung der «peculationslreife wesentlich zu verschlechtern. Anlage»"", blieben behouftttt. G«U» Walt G,Ib Ware ««ld Ware ««" «!."3^ vlai- )««,.(.....7125 71-35 Creditanfialt........24075241- Oesterr. Nordweftbahn . . . . 15» 50 16« Siebenbllraer . ^«^ ,^.75 8tbnulr.) """ l.....7! 25 7135 EreditansiaK. ungar.....227 Ü0 228- Nudols«-V°hn.......,4« 25 146 50 Sl°al«bahn ..... . ^'^ Iio^l, INnuer«) «j,^«.,^, ( - - - 7560 75 70 Depositenbank.......13950 140 50 Staal«bahn........301 b0 3l)2l>0 Slldbahn i^ H'/ ... "»'-" ^a« »pril- ) «'"">"«"( ^.^ ^.^ E«c°mp0 1177b « ««dlt-e..........""/ ^— Domllnen-Pfandbriefe .... 126 k>0 127— VereinSbanl........86 - 2650 vaugesellschafte«. 8iudols«-i.'......... Pr«mien°nlehtn der Stadt Wien 105 50 106— «erlehrsbanl .......Il,O__ 101_ Nllg. »fierr. Vaua/scUschaft 1^^15 75 Wechsel. ^,^92 25 ^dmn, , 0 Ü8 «u,«burg.........^'^) b3 85 ««l^.en l ^ 1 . . 85 75 86 - Netten von Transport-Unterneh- yranlsurl.........U.A 53 8l> Siebenbürgen ,^ 76 - 7675 „ Pfandbriefe. Hamburg.........,Ub' IN 15 3.°«""« .' «, ' 1°^ o3^ <"" 'l'"« "°2 »fierr. Bodencredit . . . 9625 965" kondon .........'^95 44-Don «elb . , «°« 5. «'«er «ommunal - «nlehen . 92 70 92 90 Elisabelh-Weftbah,......1V1' 191-50 « . ..^ Ducaten . - b ft.22 lr. 5 st-^ ". ,« « ^. Llis°WH'V°hn(l!inz-Vudwtiler Priorität«. Navolensd'or' . . 8." " ?"«,'" «,l,,i^.i«neu v«llv«« . '......120- l21 - !lemb..0 ,02.. «rainische Orundentl°fiuug«-Obl.»°t^ »od«cled,t«»ft«lt......_._ ^«yd-Oesellsch........443- 444- vesterr. ««rdweß.«.....l.6 75 37- Privatnotlerun«: seld 86 50. W«e