MbllcherchMnng. str. 834. k'^'. balbt. ».«. Fill die Lust«««« w» W» halbj. 50 lr. Mil b« Post «anzj. fi. l5, lstibj. fi. ?H>. Mittwoch, 14.Ottober 1874. Nichtamtlicher Theil. Iournalftimmen vom Tage. Die „Neue freie Presse" widmet ihren Leit. arllkl den Landtagen, dle fie als Comitatsoersamm« lungcn bezeichnet und mit deren Thätigkeit fte lm allge-wlmen ganz zufrieden ist. Das Olalt bespricht fpec,tll ble Situation oes dalmatinischen Landtages, desfel, i"v.ser Uvclsiüsftg fecund«-reckt ^"i" ^Vollsblalt" über Verfassung«. nr sind aun den Weg zu legen. Was für einen Hiunt, halle übrigens das Mlmsteiium. dcm gallzijchen Landla^e g'hä,ftg zu fein? D»e j.h.ge Regierung znchue sich ja omch maßvolle Halluna so« wohl in confefftonellen grauen als uuch in conftitullv. neller Veziehung den Auloiwnnsten, ja sogar der staal«. rechtlichen Parte» gegenüber aus. Aus den Landtagen. (10. Ottovtl.) Böhmen. Der Uandlag hat in dritter Lesun» das Gcsctz inbelleff der Regelung der Pflaftermaulh in Piag. desgleichen da« Gtjctz betlessend d>e . ltlhung der Stadt Failenau ,n dl« Wuhlgruppe de> Slüble. weilers den Antiag der Vudgetcommijston be» tllffmd die «vew lll^Ul!« der Mittel für den Vau vol. Straßen in den von Gorttnlü,cril dlrlvufteten ^ebietln de« BühmelwuldeS auglnommll». Hur Vclümpfung be, BortellaferLalamiliit beantragte die ullcou,wllsiol, eine gelingere Subvention, al« der Laudcsausschuß ««» than, weil die belrofftnen Bezille des «öhmerwaldlS zu Mehrleistungen heiangezo^en weiden follcn. Dr. Ore«r belchuldigl dcn früheren Statthalter, die Vortenlültr. Aligcleglnhtit veruachlülstgt zu haben. Statt auf Vorlen. lüfer Hütten die Vchörben auf Rescript« Ia«b gemach: Der Stalthalter weist unter Beifall der Majorllüt diese Alischulbiguligen energisch zurück. Dr. Aller erinnert daß eine erfolgreiche Belamplung der Gortenlafer im l Jahre 1670 oerjäumt wurde, da damals Staalsrecht«. fragen den Göhmerwalo in den Hintergrund drängten Sobald aber Freiherr o. Koller ine Amt getreten, habe er sofort mit gevohnter Energie alle erforderlichen Schutzmaßregeln ergriffen. (Vraool) Steffens bemerkt, daß alle Maßregeln illusorisch seien, »enn die baierifche Regierung nichts thue. Der Statthalter nllarl, daß hierüber krells an den Nckerba«Mnifter berichtet worden sei; derselbe habe mit der baiellschell Rgleluug jür den 12. Ollober ein« gemeinsame liomnnjfton jeftgesltzl, über b«en Erzebni« jofoit de« o0h«>lch«n ^audlag b«ztz»ltt werden »trd. Der Antrag der Vuegeltowmijsion nmrbc angeno»«««. Ein« Puu»«n an« Scunl, d»m Wahlolle Rleger«, u« Sobventio« für einen «3ll»henb»u verlrttt (Kregr als Vertchlerftalter der Co»m«jftoa m»t bejoa» derew O»flr. be»n Antrag auf schteunlye ftlüfft^wachung von 10000 st. zum Subvenllon«z»»tckt »llb e>uft»m« mig angenommen. Die Gchulcommljfton befchloß über Antrag des jungczech,sch«u Mllullltes, das Rccht der lirnennung dcr illhrer den Vez«lls>chullalh«-Ki>rpllilyallen zu belassen. Bulowlna. Der Landtag verwies die Regierungsvorlage über das Ucbelelnlommen mit dem S>aate wegen des Orundenllaftungsfonds au dcn ^andesausjchuß zur Verichlllftaltung m ber uächjlen Sljsior>. Ruch lediuung aller Vorlagen fchloh der!t!llndeshauplwuun dle Sejston mit einem Rückblick, »n w^lchlM er die unter« blitvene Auftorbclung «n die ausgebliebenen Abgeoid» l'llen des OlohgrundvtstheS monv eile und ioballu t»en Abgeordneten und dem ^auülSplüftdenlen feinen Daul aussprach. In ein drelMnllgtS Hoch auf den Kaljer stimmten die lilvgeordmtcn dlgllftllt e,n. Der Bandes-präfidenl conslallerlc lm 9k»m.n der Regleiung die er» >pr»ehliche Thütl^leli d«« ^anblages. Czuperlowitz ballte lm Namen der Landtagsabgtoron^tcn dem Landeshauptmanne. Dalmatien. In der heutigen S'hung »utden der Rechnungsabschluß uno Boranlchlag dlS ^unbesionds «cuchmlgt. Oer Antrag Uosstguoll'«, i.en v^n der Re-gleruug eingevlachlen Oe>««^""«^^ i"° beunruhigen, schöne Freun, din ^ Maubten fie vielleicht, daß man mich auf einer ?^? ^"°"pt' °"l l" oh«« °Ue Umstünde und ohne Be.höc bei nachtlicher Wen« d.« Haare at,ucfchn,lte.i. w.ch in emen grauen Klllel ««steckt und nach Sibirien transportiert hülle?" "Spotten Sie nicht mit «ufzühlulig von Thatsachen, die alle Taae passieren lilnnen. Ich »e.ß. Sie hoben Feinde am Hose, und »ehr bedarf es nicht, um Ihnen Berrach und Verderben zu p. opyezein.. „Veit wann find Sie denn zur S.bylle geworben? Ihre PlvphczelUlig «vüle auch beinahe m Erfüllung ge. gangen. Doch davon nachh«. Sie wünschen e.nen Dienst ü°^ «^"^^ °»"" '^"" ä"l" "l'^- ^bieten S.e über mich, schone Freundin." «Ja. DlMltly, ta, bitte Sie um Ihre Verwendung Di.^« """^Ulsche.., den man unsa>uldlg de« Dltbswhls zeiht. Er ist «m Jugendfreund meiner Schw«. ster. dle ihm fehr velpftlchta ift. ^.. """gemacht! Der junge Dieb soll freigesprochen werden. Ift das alles, «c,ne schöne Freundin?" «Ach. mit Ihnen ift doch g»r nicht ernfthaft zu reden. lib?" „Ich fah sie — nur zweimal, doch be« o.m liftlN Mllle >chon eltal.nl« »ch »n «hr d« btss^r Hülste Ml««!« IchS, d>e Mir tnsher gemangelt hat. »Rülhfel über «ülh,tl l Sie lieben fie? Die Leibelgene Iyres Olllele?" »Slc wird e« nicht lange mehr sein; »ein Onlel soll fie mir schenten. dilse H>mmllfche." ..DlMltry l Ich hoffe. Sie haben leine unlauteren Absichten Mit dlefem Müdchen. Ich tenne fte zwar nicht, jedoch nach alle», was meine Schwester von ihr sagt, muh fie eine rühmliche Ausnahme ihre» Stunde« st»«. Es würe sehr unedel, ein nvveljchuldtte« UuMck zu mlsbranchen und eine Gllaow »uch w ihren el«nen Augen h«r»bzn»ürdlgen. ^ " l«74 zel be« Gesetzentwurf« hin. D«r Vtrichterftatter Vmar^. zewsli empfichlt den Gesetzentwurf; Ooluchowsti spricht ebenfalls für die Almahme desselben und erkort, daß der Regierung an der Erledigung dieser wichtigen Ang«. legenheit, welche seit 1870 jede««al vertagt werde, sehr viel gelegen sei. Hierauf wurde der Vertagungsantraz verworfen und die Specialdebalte eröffnet. Mühren. Der Landtag bewilligt dem brünn«r Oewerbemuseum eine jährliche Subvention von 1000 ft. für 5 Jahre, dann verschiedenen Gemeinden Darlehen zu Schulbauzwtcken. Vei Verhandlung des Voranschlages für da« Zwangsarbeitshau« wird der Laudesausschuß nluerlich beauftragt, wegen Uebernahme der mährischen Zwangsarbeltsanftalt seitens des Staates zu verhandeln. Z»r Erreichung einer pünktlichen Behandlung der Rech« nungsgeschlifte bei den Vezrrtsschulbehärden werden dem Landesausschusse 3500 ft. zur Vertheilung von Remunerationen an Steuerbeamte und überhaupt rechnungs-kundige Veamte für die Vesorgung der Rechnungsgeschäfte pro 1875 bewilligt. Riederöst erreich. Zur Verhandlung gelangt der Gericht über den Rechnungsabschluß des Landes« und des Glundenttastungsfonde«. Der Rechnungsabschluß des LandesfondS pro 1873, wonach fich die reellen Einnahmen auf 4 368.271 fl., die Ausgaben auf 4006 271 Gulden, die schließlich«, Kassereste auf 1.933.357 fl. stellen, wird genehmigt, ebenso der Rechnungeabschluß des Grundentlaftungsfondes, welcher an Einnahmen den Betrag von 3,242.331 ft., an Ausgaben den Velrag von 2 368.933 ft. und etnen Kasserest von 2.353.177 Gulden ausweist. Abg. Lzedik berichtet über das P,o-ject der Errichtung einer neuen Irrenanstalt. Oberöfterrelch. In der gestrigen Abendfitzuug fand über die Majorität«« und Minorltätsanträge, be» treffend die oberöfterrelchische Ackerbauschule, ein« vierstündige lebhafte Debatte statt. Vor derselben gab der Statthalter eine Erklärung ab über die weiteren Geldsubvenlionen, »elche die Regierung in den Jahren 1875 und 1876 zum Zwecke der Errichtung der Acker^ baufchule zuzuwenden beabsichtigt. Schließlich wurde ein VermlttlungSantrag angenommen, wonach der vorläufige, Fortbestand der «ckerbauschule beschlossen und der Anlauf dcs vom Landesausfchusse für die Ackerbauschule vorgeschlagenen Gutes abgelehnt wurde. Die Vauord-nnngen für das Land, dann für die Städte Linz und Stlyr wurden angenommen und hierauf die Session des Landtages oom Landeshauptmanne mit einem drei» maligtn Hoch auf Se. Majestät den Kaiser geschlossen, in da« die Versammlung lebhast einstimmte. Salzburg. Der Landtag hat in seiner Abendsitzung die Regierungsvorlage inbelreff der Schonzelt tes Wildes angenommen, desglelchen die beantragte Abänderung des SchulauistchtSgesetze« genehmigt und weiters eine Petition an die Regurmig um Errichtung tiner medizmi-schen Facultät in Salzburg und einer LandeS-Zwange-»lroeileallstalt beschlosst!,. Schlesien. In der heutigen Sitzung wurde die Regierungsvorlage zur Htbung der Rmdoiehzucht d«m Landesausschusse zur Uebelprüfung und Gerichterstatlung für die nächste Session zugewiesen. Diltrich und Eon» sorten interpclliren den LandlSprüfidenten wegen Einberufung der Central'Eommisfion sür Grundsteuer.Regu-lieiung zur Vornahme der Schätzungen. Steiermalt. Der Stallhalter erklärte, daß er beauftragt sei, den Landtag am 15. Vltober zu schließen, wenn derselbe seine Arbeiten nicht flüher beendet. Nach einer ausführlichen Debatte wurde da« Gesetz über die M»r-Negu!ierung ziemlich conform der Regierungsvorlage angenommen und der Landesausschuß beauftragt, bei der Regierung tlne kürzere als 20jährlge Durchführungszeit der Rtguüerungsarbeiten anzustreben und mit der ungarischen Regierung wegen Regulirung der Mur auf ihrem Gebiete in Unterhandlung zu treten. Die Kapitel des Voranschlages über das Ioanneum, die Bildergalerie und das Theater wurden angenommen. Tirol. Die Regierungsvorlage wegen Hebung der Rindviehzucht wurde dem Landesausschusse zur Einvernehmung mit dem landwirthschafllichen Eentralaus-« schusse wegen d« nothwendigen Avünder«na«i zugewiesen. Ueber die Affaire Arnim spricht fich die MontagS-Reoue" an leitender Stllle in folgendem Artikel aus: „Nicht leicht hat ein politisches Ereignis tiefere und nachhaltigere Wirkung hervorgerufen, als die Verhaftung des ehemaligen deutschen Volschasters in Paris, de« Grafen Harry von Arnim. Die ersteren Erörterungen des Vorfalles verriethen die peinlichen Empfindungen, von welchen die öffentliche Meinung erfüllt war. Man sah ein« hervorragende Persönlichkeit, «inen Staatsmann von unbestrittenen Verdiensten einer Verfolgung preisgegeben, welche man zunächst auf persönliche Motive zurückzuführen geneigt war. Es war bekannt, daß da« Verhältnis des deutschen Reichskanzlers zu seinem ehemaligen Vertrauten ein vollständig gelöste« war. In einer der wichtigsten Fragen, welche die Geschicke deS deutschen Reiche« bewegen, hatte sich eine tiefe Kluft zwlfchen den Anschauungen der beiden Staatsmänner aufgelhan und man wußte, daß Fürst Giemaick nicht die Persönlichkeit war, eine Verständigung mit seinem Gegner zu suchen und die Gegensätze ausschließlich als principielle zu betrachten, ohne ihnen Einfluß auf die Persönlichen Bezieh» ungen zu gestalten. Zahlreiche Präcedenzsälle und speciell die in so schroffer Form erfolgte Enthebung de« Grafen Arnim von dem Votschafterposten, den er anzutreten im Vegriffe war, hatten gezelgt, daß die Nbnei» ! gungen des Fürsten Glsmarck nicht platonischer Natur zu sein Pflegen. Nicht« war begreifillcher, al« dah ein natürliche« Gefühl die öffentliche Meinung für den Schwa« chen gegen den Starken, sür den Unterdrückten gegen den angeblichen Unterdrücker P«tei ergreifen ließ. Indeß hat da« Velanntweroen der näheren Um» stünde des gegen den Grafen von Arnim eingeleiteten Prozesses unsere« Erachten« keineswegs dazu bcigclragcn, diese erste Auflassung al« die berechtigte hmzustelltn. Der Fall selbst ist ein einfacher und kaum zu m»sr rstehen» der. Graf Arnim »tigert sich bekanntlich, elre Reche von Schriftstücken herauszugeben, die er oonsette des auswärtigen Amte« in semer Eigenschaft al« Botschafter empfangen und deren lein prioatmer Charakter ihn :,ach seiner Behauptung der Pft>cht entheben soll, der Forderung seiner voigtsttzten Behörde zu entsprechen. Für die Entscheidung der dadurch aufgeworfenen Frage ist — wie jederman weiß — die äußere Forn der betreffenden Docutn/nle, aber lcinesweg« diese allein maßgebend. Sind es sogenannte Prioalschrelbeu de« Miners, welche in den Vormerkungen o»S parischer BotschaflsarchlveS ein« «geriet erscheinen, so kann ihre öfftNlllch« Natur kaum angezweifelt werden. Keinesfalls aver konnte sich Graf Nrnlm ein autoritalivi« Voium über diesen Punkt zu» erkennen. SelKft d«e laxeste Auffassung der Fragen der Dienstpragmalil und der Beamten»Dl«clplln kann mchl so weit gehen, der Behörde ihr maßgebendes Rlcht zur Veurthtllung derartig« Fälle zu beftrellen. Erachtet sich Graf Arnlm beschwert durch die Entscheidung des auswärtigen Amtes, so halte er dm Schutz seines Sou< verän« oder den Schuh der Gerichte anzurufen. Seine Selbsthilfe war eine unstatthafte, und nur eine wenig lautere Nebenabsicht oder eine sehr bedauerliche Verblendung konnte ihn dazu bestimmen, sich im Vtfltze von Papieren zu erhallen, die ihm von einer Behörde, deren Autorität er anerkennen mußte, abgefordert wotten waren. So lilgt offenbar die Frage, wenn man sie alles Nebensächlichen entkleidet, und die Motior, «us welch" da« Ministerium des Aeußern auf die Auslieferung dcr Documente btftand, sind zunächst völlig gleichM«. > man sich wirklich der Besorgnis hingegeben. Graf ArMl« könne sich zu einem MlSbrauche mit denselben hinreißt« lassen, so hat die Haltung de« letzteren sicher nicht dazu beigeitragen, diese Besorgnis als eun ganz unbegründet! erscheinen zu lassen. Die Verhaftung des ehemalige" Botschafter« war leine plötzliche. Durch längere Z^ war das auswärtige «mt bemüht, dem Grafen da« "^ gerechtfertigte semes Standpunkte»darzulhun und and« Pflichtgefühl, die Subordination des Staatsbeamten i« appellieren. Da« Einschreiten der Gerichte wurde Ml veranlaßt, al« alle übrigen Mittel erschöpft waren. «°° da ab erscheint in keiner Beziehung mehr Fülsl Blsm"^ al« Partei im Streite. E« »st der Staat, der sel" Rechte wahrt, und wie voreingenommen und leidlN/ schaftlich man auch die Sache betrachten mag, '»an^ geht ein fchwercs Unrecht, wenn man die preußischen^ richte al« gehorsame Werkzeuge staatlicher WiUlür. »" die gefügigen Organe emer geradezu unerhörten iöabilw justiz hinzustellen bemüht ist. . _ Unleugbar ist der Vorfall ein tief vedauellM' Man mag e« beklagen, daß ein durch Geburt und p" sönliche« Verdienst hochstehender Staatsmann in dil^s gerathen ist, seine Handlur,g«weife vor dem Strafgeld zu verantworten, aber man ist genöthigt, anzuerlenne / daß er diefe Lage selbst provociert hat. Nach allcM,"" vorausgegangen, nach der hartnäckigen Auflehnung " Grafen Armm gegen Befehlt, über dtlen BcrechllM oder Nichlverechtlgung nicht er zu entscheiden hat«, ,. die Beschreitung de« gerichtlichen Wege« unvermell»"« geworden. Der Fall war tem solcher, daß er si^i einer rein dlsciplmaien Behandlung geeignet hätte. ^ Vergehen, dessen sich Graf Arni« fchuldlg gemacht i haben scheint, ist in den allgemeinen Slrafgesltzen ^ gesehen und die Gerichte haben ihre« AmtlS zu wall«' Vergeben« aber wird man eine Thalsache anzuW suchen, welche da« eingeliltete Vlrfahren zu emew ^« uungswibrlgen oder arbiträren stempeln würde. ^ ' über die scheinbare Härte der Aufrechterhaltung der «>" wahrungShast könnte sich doch nur nao) einer 8^0" «ennlnl« der Umstände urtheilen lassen, welche bett" schluß dcs Gerichte« herbeigeführt haben. ^ Sicherlich hat Graf ckrmm ein Recht daraul, ' der offcnlllchen Meinung nicht eher al« »chuloig zu «tl"^ bis er seiner Sa)uld überwiesen «voroen ist. ^^.^ muß zugestanden werden, daß schwere Inzichlcn gtgel'^ vorliegen. Die Frage de« Wohlwollens oder des Ue^ wollen« seines Ehes« sei hier ganz beiseite gescyt ^ > bildet leinen Glgenftand der gerlchtllchlli Unlelsuch"^ Auch d»e Frage der Vertrautl,su>ui0lgllil l>c« Ol"! Arnim, d»e F»age, ob man sich von »hm nnltl»el v befindlichen Papiere vlr>lheu daif, >ltht erst w z^l ^ilnie. Entscheldlnd ist der ungerechtlerligte Vesitz ^" ,.O, Uk-na Simons^ na. für was halten Sie mich! Vln ich denn ein Tlger in der Wüste, der nur auf Raub ausgeht? Der Schnee, der Tyau de« Himmel« ist nicht reiner, al« meine Gefühle für diefe Jungfrau, die würdig ist, alle Kronen der Welt auf ihrem Engel«' Haupt« zu tragen. O, Sie wissen nicht, was mit mir vorgegangen." »Reden Sie, Dimitry. — Vertrauen um Ver. trauen! Ich habe Ihnen jüngst mein Unglück mitg«, theilt und habe nun auch aerechle Ansplüche, nnch Ihre« Glücke« freuen zu dürfen, und aecmß, Sie sollm eine lheilnehmende Freundin in mir finden." „Das weiß ich, theure Anna; Sie allein dürfen es hören, denn Sie allein »erden es verstehen, »ae mich des Lebens Höchste« hat erkennen lassen und wa« ich erringen muß trotz Vorurtheil und Unsinn. Vielleicht bedarf ich dabei Ihre« Vlistande«, wenn mein Oalel sich meinen Wünschen nicht geneigt zeigen sollte. Es ift seit kurzem «ine melkliche Kälte zwischen ihm und mir eingetreten." „Was ich vermag, steht zu Ihrem Dienste. Er-zählen Sie." Dlmilry erzählte seiner Freundin alles, was wir ihn auf der Insel und spüler in Iuloff's Haufe haben erleben schen, ja verbarg ihr nicht, daß keine andere als Nadescha seine Gattin »erden solle. »Wie wkb es aber mit ihrer Oraulwahl auf Prelucki?" sagt« Anna. „Das wird einen Amazonen- «ritz veranlassen. Jedenfalls müssen Sie dahin, denn «»« t»2rfAuf diefe Art ftchcn fich die Nachfolgenden viel besser, al« der Erbe. denn sie find doch wenigstens sicher, nicht ohne ihrer Dame Einwilligung zu wählen. Nur unter dieser Vedlngung sollte m Zutunsl die ß dem Souper bei Hofe beiwohnen, da« «'s ^ Ehlln «me« auslündlfchtl, Oelehlt«n gibt. MrdtN nicht auch von der Partie sein?" , lä> «Ich habe ei,,en wahren Ekel vor dem b°>' ^e meine vor den Höflingen. Wenn man bedllll, ^ elbälmllcht Mtl.schcnotut ost den Hcrlsa.er uwlrll« , ^ bei aller UlbeileaenlM doch »mmer Mensch bl"°' ^ muh man wlltllch erstaunen und Gott aus den " danken, daß er das »ft, wa« er ,ft." ..^ns „Ich an Ihrer Stelle könnte mir die GenM»" ^ nicht versagen, dem ehrenweilhen Kammerhtrrl', ^ Ihnn Leichnam auf der einsamen I»stl l,nen v"^« Vögel und der Würmer wälM, einen spanischen V°) einzujagen." ^hl „Sie haben nicht unrecht, Anna. ich °"' ^ct» nicht abgeneigt, zu sehen, wie dieMmme st^ "^lll,. wird, um meine S'uolen an dieser Russe zu "« ^ Vielleicht «scheme ich dort auf «inen Au«e"°,. ^l"« den Meuchelmörder zittern zu machen. Die« l°u ganze Rache sein." ^a^ Da der Abend schon weit vorgerückt war. ^«t schltdelt Dimitly sich von seiner Freundin, "" ^el-Hostoilette zu machen, denn der Entschluß, dort zu ' neu, »ard nun in Aussührung gebracht. l8»rtse»nn, folgt.) l«75 licher Documente. Unb da« Verfahren, welche« tzleser ^N« l"«b sich gezogen, «ag ein sehr hartc«, die Form «s Vorgehen« eine verletzende sein, aber die Härte lieg, dann in Gesetz und Recht und e« ist nicht statthast, »n. «re Factor« dafür verantwortlich zu machen. Politische Ueberficht. »albach, 13. Oltober. In einem fünfstündigen ungarischen Minister-"the wurden mehrere Gefetzentwürfe in Verathung ««zogen und zlltl Vorlagen de« Iuftizministcr«, eine lurzc Vorlage de« Minister« de« Innern und zwei mnanzvorlagen erledigt und gutgeheißen. Es find hiem.t aue bisher ausgearbeiteten G«setzentwürfe, auch die vlnanzvorlagen vom Ministerlathr erledigt worden und ^rfte bezüglich derselben die vorgänglge Genehmigung ^r. Majestät nächstens erfolgen. Was den Vudgclcntwurf für das Jahr 1675 betrifft, fino die Volanschlä^e der einzelnen Ministerien nun schon «ndgiltlg feftgefttllt und vom Ministerrathe auch schon genehmigt, und wtrd das ganze Budget nunmehr im Flnanznunisterium zusammengestellt. Das Erfordernis des Mmlsterptäftdenlen ift mtt «r nemlichen Summe piällmmtect, welche für das Jahr 1874 votiert wurde. Der „Moniteur" bestätigt, daß der spanische «otschafter dem Duc Decaze« eine Note, welche ble «lusdlhnung eines förmlichen Memorandums hat. über «l« den Ear listen in Franlcela, angeblich gewährten Erleichterungen mltgelhelll habe. Die spanische Note. Welche dle Antwort auf eine vorausgegangene Note Decazes' sein soll. in welcher dieser dieselben Einwürfe zulückwelst, sucht zu beweisen, daß die Ucberwachun« «er Pyrenäen niemals eine genügende war, und beichul-digt diesbezüglich in gleicher Welse die Regierungen «.hier«', der nationalen Veltheldigung und Napoleons. Der „Monileur" reproduclelt ein« Eorrespondenz der T,mes, welche nachweist, daß die spanische Regierung w unrichtiger und leidenschaftlich gefärbter Welse berichtet wurde. Der ..Soleil" sagt bezüglich der Gerüchte von einer neuln an Frankreich gerichteten spani-scheu Note: Die Wahrheit ift. daß Duc Decazes im Monate Juli, ein Memorandum des spanischen Vot-schafterS beantwortend, bemellte, daß die Anschuldigungen ungeheuer van seien, und den Botschafter demnach auf. forderte, die Thatsachen zu präcisieren. Dieses von der französischen Regierung erwartete umständliche srposs ^/««Spanien üoerreicht. und umfaßt dasselbe d.e r«,.)?^"'^^ ber engeren Wahl der Genest.» "° """"' l° "el bisher bekannt ist, 18 Eon-servalwe und 18 Republikaner gewählt. de«n^"" "tlgrano und Moron befeht. Für worttt' ^«« «! 3 " ^'" 6"^ Truppenbewegung er-w rd ^"" «"llaneba die Präsidentschaft übelnehmen "" Insurgenten „Parana" °°l^ ^« ^'^° Angetroffen, wurde aber aufgefordert, l°8Ieich den Hasen zu verlassm. GllkM^ 5^^"^"" ^" «"^« uordlschen Telegraphen. W°^7" Shanghai bcstätigt! daß der Krieg N?n,l.^ . ° "" ^°p°" "icht erklärt wurde; im U. Ä«.^ "°^." l" Verhandlungen zwischen den "end 13 "" ^""° und Tsun.l.yamen fort. Unschel. Hank,.« "' ^""icht Lösung bevorstehend. Die Ver. über «sh" """" "" l"Md«n Gesandtschaften gegen- Oagesuemgkeiten. D^--. lvom A. h. Hofe.) Der „P. Llovb« schreibt: !u >. '"t einiger geit vereinsamt gewesene Gödöllv ist n«n durch die Ankunft der Majestäten neu belebt. Das ».ln b"*lchelpaar. in dessm Gesellschaft sich auch die Plin-°''".^""i« Valerie befindet, welche ein reizendes Kind «,ln l n ^ °"^ 2°"i ^" Ebenbild ihrer hohen Muller n^. ! ' ^ die günstige Witterung und verbringt bei. l« K^°"äe" Tag i« Park. Mit den Umgestaltungen ' ,", Ihre Majestät die Kaiserin auf eine» Tag die Hauptstadt »lt eine« vefnche beehren. Ihre Majestät hat gleich nach ihrer «nkunft einigel. göböllöer «r«en Unter. stUtzungen zulomwen lassen. — (Die italienische Neise de« deutschen Kaiser«) scheint definitiv aufgegeben zu sein; ebenso die Idee seiner «eise blos nach Mailand. Alle Vorbe-leilungen im dorltgen Königspalafte wurden eingestellt. — (Franz Freiherr Latlermann), l. l. Oberlandesgerichle.Pläfident, welcher an eine« heftigen Nugenubel erkrankte, hat sich nach Wien begeben, um bei eme» delUhmten ««genalzl hellung zu suchen. Von dem slsolge wird es, wie g.azer Glätter «elb.n, abhängen, ^ob Varon Latlermann. welcher seit Monaten beurlaubt »st, die Leitung de« grazer Obergerichle« wieder Übernimmt oder nicht. — (Staatsprüfungen.) Das l. l. Unter, nchtsminifterium hat unterm 6. d. an die Präsidien der staalswissenschasllichen Slaal« . Prllsungscowmisslonen in Wien, Prag, Graz, Innsbruck, Krakau, Lemberg und Zara folgenden Erlaß gerlchlel: Die mit der hiereniqen Ver-mdnung vom 27. Ollober I860, g. 10,0l6, getroffene Neftiwmung, wonach Studierende, welche aus zwei Haupt-gegenftiinden der judiciellen Staatsprüfung einen Calcnl der «luszelchnung erlangt haben, in den lehlen zehn Tagen des' Monat« Juli z« Ableg»ng der ftaalswissenschafllichen Staateprüfung zuzulassen sind, wird hiemil außer Kraft gesetzt und ift hin,oil sllr die Zulassung dieser Slaatspiü. fung wieder ausnahmslos die Bestimmung der juridischen Sludlenotdnung vom 2. Ollober 16bb, Absah 6, «aß. gebend, der zusolge die genannte PlÜsung eist nach vollständig zulUckgeleulem Quadnennlum. d. i. nicht vor Ausgang des Mona«, Inl, bestanden werden kann. — (»vohlherilie.) Au« Sillo« wird der „FUnftirchner gcg." derichlet, daß daselbst diese fürcht«» liche Ktaulheil m solchem Maße grassiert, daß ,hr im «erlaufe von achl Tagen m eine« einzigen hause sUns Kinder zum Ops« sielen. v , , , Locales. Kraiuer Landtag. X. Sitzung. ^ ^ ^a i bach. 13. Oltober. Anwesend: Herr Landeshauptmann Dr. Friedrich Ritter o. Kalte neggcr. 31 Abgeordnete; dle Regle« lung vertreten durch die Herren l. l. Hofrath Ritter von i Widmann und l. l. «lgitrungsralh Dr. Rllle«. von S ch tl p p l. 1. Das Protokoll über die 9. Sitzung wurde in deulfchcr Sprachc vorgelesen und yenlhm gt. 2. Mlllhlilunaen bls Landlagspiaftblums: i H) «b». Laorenöic überreicht das Gesuch der G«. memden Eal, Urja, U«n»e und Sl.p um Abschaffung der Ztt«cnu,elde. (Wird dem doltswltth,chatllichen Auolchusse zugrwltsen.) '^ " ^ 3. «log. Dr. v. Schrey berichtet namens des Finanzausschusses über das vorliegende Ueberemlommen zwischen Staat und Land bezüglich des Grün dent-last ungs fond es und stellt folgende Anträge: l Der hohe Landtag wolle beschließen: ! „1. Das Ucbereintommen mit der hohen l. l. Staats-Verwaltung inbetreff der Regelung der Verhüllnisse des! Staates zu dem lrainischen Grundentlastungssonde sei nach dem Ausschuß Entwürfe abzuschließen. 2. Der Landesausschuß werde beauftragt und ermächtigt, wegen Abschlleßung dieses Uebcreinkommens das Geeignete zu verfügen, zugleich der hohen l. t. Re. gierung den Dank der hohen Landesoertretung für das ^c/"..^^^^«°^ ««wahrte En'geaenlommen und für dadurch die Anbetung der Staalssuboent.on bewiesene Würdigung der Landeeinteressen auSzuiplechen und derselben die Gerückstchtigung der gestellten Ge7«n° pcopofitlonen wärmsten« anzuempfehlen." In der Generaldebatte ergreift das Wort der Re-glerungevertreter Herr t. k. Hofrath R.tter v. W i d. mann und empstthlt die Annahme der Regierung«oor. lagt. Redner beleuchtet die Vortheile, welche dem ttande Kram durch dle Annahme diese« Uebtreinlommen« zu-theil weiden, und betont, daß die Slaatsvlr. altung be-rechttgl sei. gegenüber den vielen Lllslunnen. zu welchen sie st« zum Vorlhe.le die Landes ve.pstchte. auch An-^ 3^" ^^"'' D'e Rcgieruna befülwortet weiter dl« O.hüvun« der mit 10 °/. beantraalen Verehrung«. steuer.Umlage auf 20 °/.. Redner bemerkt schliehl.ch. daß h«bVm 7üiZtt^ Zu«cst5n,n.ssen ftch wohl nicht . ?"s-Freiherr v. »Pfaltrern stellt den Antrag, es mSge der Perzenlsatz von 10 auf 20'/. bei der Ver-zehrungssteuerumlage erhöht werden. j «bg. Dr. Vleiwtie befürwortet den Ausschuß-°""° """ .^lllt den Husatzantrag. es milge zu Absatz 2 des Nusschußantragcs beigelügt werden: ..auch sind d.e stenographischen Protokolle der 18. und 14. Sitzung des lramer Landtages vom Jahre 1863 und das Majchäls-gesuch vom 20. August 1844 belzuschließen. j Abg. Dr. Cofta fp^^ f2r und die «bgg.' Deschmann und Dr. Ritter o. Saoinschegg gegen! den Ausschußantrag. I Der l. k. Regierungsrath Dr. slitter v. Echvppl erwidert auf eine Vemerlung de« »bg. Dr. Vleiwei«, daß eine Hlnwelsung «uf die Einführung des Katasters ln den Nachbarländern dem Lande Kraln eher zum Nachtheile al« zum Vortheil gereichen würde. Hiernach wird die Sitzung unterbrochen, e« tritt der Fmanzausschuh zu einer neuerlichen «era'hung zusammen, und referiert der Verichlerftatter Abg. Dr. von Schrey, daß die Majorität des Ausschusses sich neuerlich für den Ausschuhantrag erklärt hat. Vel der über Antrag des Abg. Dr. Eoft a vorgenommen namentlichen Abstimmung wird der Antrag Äpsaltrern mit 18 gegen 13 Stimmen abgelehnt, der Zusatzantrag de« Abg. Dr. Vlei »ei« mit Majorität angenommen und dae vom Ausjchusse vorgelegle Ueber-einlommen nebst den übrigen Ausschußauträgen angenommen. 4. Der Herr Regleruyg«vertreter l. l. Hofrath von Widm ann beantwortet drei Interpellationen, wie folgt: 1. „In der gestrigen Sitzung de« hohen Landtages hat der Herr «bg. Dr. Pollular und Genossen die grage an die Regierung gestellt, ob der Regierung anläßlich der in der letzten Session gefaßten Beschlusse über die unbedingte Outer- und Perfonenaus nähme am Rudolfsbahnhofe ln Latbach leme wtlteren Mittheilungen zugekommen find, und ob die Regierung den erwähnten Veschluß de« hohen Landtage« unlerstützell will?» »Ich habe die Ehre, hierauf folgende« zu erwidern: »Der Landesregierung ift bt« heule se»t dem Mi-nlsterlalcrlasse vom 18. Dezember 1872, welcher dem Landesausschusse. dem Magistrate Laibach und den betreffenden Petenlcn lntlMlell wurde, eine weitere Mit-lhellung nicht zugelommen. ,telplllallon soll eine von den Ka'schlern der lnnerlrainer GlMcinde Fe>st'iz gegen die Hcnschaft Schneeberg am 28. März, 1874 eingebrachte E>n,or-ftungsbcschweröe un^eachtct elner jpäielen Urgietung noch immer leine Elledigung erhallen huben. „Ich habe aus «nluß dieser Interpellation der betreffenden Bczlrtshauplmannschalt sosort »Verlcht abverlangt, was es mit der fraglichen Elnfoistungsbtjchwlroe für eine Vewanoni« habe, und werde nach Einlangen des Verlchles das Gee gnete zur Erledigung dlS Olgen-standes veilügen, was übrigens sllbstocriiüudllch schon uescheh n wäre, wenn sich die belresscnven Partien mit ihltM Attliegen im administrativen Instanzenzuge an die Lantnsregllrung gewendet haben würden." — 3 ,In der siebcnlen öihung des hot»eu ^andla^s vom 3. Ollober hat der Herr Lanblagsabgeolbüeie Olaf Varoo und Genofscn an die Regierung die Anfrage gestellt.: ») ob sie von einer sogenannten Denkschrift de« vormaligen administrativen Referenten der Grundsteuer-LandeScommlssion Kenntnis hat; d) im bezahenben Falle, ob sie die in dieser sogenannten Denkschrift enthaltenen Andeutungen berücksichtigen will, und o) ob sie dahin wi.len will. daß die Grundbtfihtr infolge der Ausführung des Grundfteuer.Rlgullerungs-Gesetze« nicht mit noch höheren Lasten bllastet werden. „Ich habe die Ehe, hierauf folgendes thatsächliche« zu erwidern: „Der vormalige administrative Landesreferent d r Grundfttuer.Rlgulierungs'Landescomm'lfion hat in der Plenarsitzung der Landescommisfion vom 13. bis 17ten Jänner I.I. anläßlich der von einzelnen Vezlllsschühlmgs-liommljsionen zu stände gebrachten AbjchätzUl'gsopelale seine GlMtilullgen volgebcachl, und wenn unter der Vezeichlmng „Denkschrift" diese VlMtllungen gemeint sind, so kann ich nur e>llären, daß die Regielung hieoon Kenntnis hat Diese Gemeltun^en sind von dim vor» mali^en administrativen RcserentlN in dei Pltlia'sihung sllbst vorgetragen und eem Sltzun^ep'vtoloUl dom l7lcn Iünner l. I. e'uoeilelbt worden. Zu einer Ocjchluh-sassung hierüber hat sich aber die Lanoescomm,sstoll mcht veranlaßt gefunden. ..Die Regierung betrachtet es als ihre besondere Pfllcht, dem hochwichtigen Geschäfte der OlUl>t>lleull> Regelung ihre vollste «uimelti°mle,t zu2-—, wiener «aubanl 58 5l). Unioubllubant 3b'F Wechslerbanbllnt I«27», Vrigitlenaner 16' -. StaatSdahn llO' ' ilombarden 14lt»0. Communallose —. Fest. Handel und MkswirUchaftlWS. «udolfswerth, 12, Oktober. Die Durchschnitts-^"^ stellten fich nuf dem heutigen Martt,, wie folgt: H57--------------IH Weizen per Mehen 4 80 ^ Eier pr. Stuck . . ^ iZ K°rn „ 4 "!zs Halbfrucht ,. 4 50 > Schweinefleisch „ ^ ^ Heiden „ -_ — Schöpsenftelsch „ -^ Z5 Hirse „ 4 20 Hähndel pr. Stillt . - i ^ Kulurutz „ 4i 10 Tauben „ ^ zg Erdapfel „ 2 - - , Heu vr. Zentner . ^ gO Linsen ^-------- Stroh „ - ^ h^ ---------3 2ßZ U ,--------- -------^1 ?^ s ^ M !z 2 ;z N 6 U.Mg.l 74' 34 4-^0 »indM Nebel ^., 13 2„ N. 740 sl, -j-13? NO. schwach beiter "' 10 „ Ab j 741 >,» 4- 7.3 windstill heiter ^ Morgenneb l. Sonniger, fast wollenloser Tag. Da« ^^ Mittel der Wärme -^ 8 7 . um U^2" unter oem lliormale^^ Verantwortllcher Redacteur: OttomarVamber«^. i->l.Ä^i'«>^<'»'i<4»<- svien, 12, Oltoder Irder gllnstigcn Anregung entbehrend, im Grgenlhcile durch die mismulhlge Haltung der deutschen «ütscu influenciert. durch allerhand »'H'cc ('Vls^^N l NtN. übertriebene Nachrichten iloer den Sland der Geschäfte m veychledencn Iudlistrien beunruhigt, verkehrte die Vörsr, ohne in Balsse zu verfallen, dennoch in sehr ling""!"' Halluug. Speculationspapiere gingen bei unbedeutenden Umsätzen beträchtlich zucllck, auch bei Nnlagewerlhen war da« Angebot Überwiegend. Devisen zeigten fich steif. ^__——-"Zs^ Geld Ware Vi M «. l ' 6l» 95 70 (i5 fi'dnl«.) """' (.....«995 70 c 5 ,inl>er«) ^^. ( 7390 74 ?i rtl. ) "«°»«««< .. 7390 74- ^ !>, 18öb....... . 2?" - 2?b - . lV4.......992b 997^ . l8«0 ...... 10750 K775 „ 18S0 p, 11» fi. . . . 112- 11225 . ,564...... 18»- 132 50 Tomänen-Pfandbliefe . . 1Ü0'ö0 I2l - ^rämimanlehen der Vtadl «lm 10, b<1 102'. »r»«M'«e«n'itrnu8«.L«st . 9760 98 — Uu,. «lsml,»hn««u:..... — — Un«. !z,riiullen.»nl.....6250 8275 «c«l«u von «ante«. »_.,. ^. , Geld Ware «VHn"..... ;'«'" 's!«^. V°dencreditllnfi«M ' ' ' ^" ^ ^"ö - 3r«dit°nß«lt . . ' «4Hb0»4<)?° Veld ^are Errditanstalt, ung«r. . . .23050281 — Depositenbank . . 140 — 145 — <«' ..... 125 50 12b 50 V^w»b«l!.....l725 )?50 »^lfhtsdl«.',:......K 6 50 107 50 Actieu von Transport«Unternehmungen. Veld War« «M,««chn.......- — 14'ntwi,i.V«»5u. . . . ' «88 — 23» 50 »LUllu.H«mplschifi.,»tl«lllch«ft ^73— 47ö-. E!^btlh.»e«lchn.....194— I94'ü0 Elisabeth^Vahn l^w^Vntzwlifsr Ktr,ck,) . ...——- — Ferdinands-Nordbahn . 1325 — 19V0 - > Franz-Ioseph-Vahn 11,»— i>j9 — i!ewb..«zelN.-Iaffy-«2hn l"- 149 00 Ll°vd,O«sellfch. . 450- 455 ! 0ch»r. «ord»tftb»h» 162 2b 163 ?ft. Veld Ware Rl^esfe.Vllh',.....152 153 Olu»,ss,«hn......308 50 309 - Südoahu........140- ^ 140 50 T^iß.Vuhn.......197 - 198 — Ungarische «orboftl«hn . . .119 00 120 — Ungarisch« Osibohu .... 57— 572^ ^r«,«,»l,y.«esellsch........--- —»- BaugeseUschaften. Allg. «sterr. «°uu:Iellfch«st . . 51 — 5125 V»»tt. . . . 59— 59 2k Pfandbriefe. ^ügtUl. «sie«. Vcdeu^eo« . . 94 — 95 — dt«. m 38 I«hr» 87— 8» — ^!ltt«n«lb«»l ». ».....9380 9890 V«zz V^m«!t<» , . . 86»b 8«b.) Prioritate«. Clisabeth-V. I. Em.....-- -- Ferd.-Nordb. S. ... 10460 10b 10 Mani-Ioseph-V. , . It»0 4<) 100 «0 Gal. Kllrl'l!uowia-V. 1.2m. . 10K" 10« b<) Oesterr. Nordweft-«^ . »«2b 9650 Slebendllraer 81 b0 «1 7b St«»t«b»hn , . 13V tX) 127- «Ubbahn.U.,......lUlo >5 Vtldbahu, Vou« '. '. . . . '^ 70 ?6 l^u«. Oftbahn......70l>u «r.dlt.L.........16450 1^ «ntz,ll«.L........1s-^ Wechsel. <,„ ls ««..dnr,........ ^0 s«. »»,nd,n........l^^ 4g?" Pari«........." «eldsorte». , Oeld _ ^Ijß lc. Vmate» . . . b st. 24jlr. 0 st. ^ ^, «t«poleon»d'«r . . 8 , bbj» ? "ßglb<» 5Mer ... lO4 « - ^ ^^ ' Krainische Vrnnbtntlaftungs-Obligol'^.^, Vrw»tn«»itrun«: «elb Sv bv. «V"t