.N R58. Samstag am «3. Juli »8K« Die „Lalbachcr Zn'tung" erscheint, mit ?l,.s>.chm. i>cr So.m- ,l>w Feiertag taglich, und kostet sammt den Ä.'ilage» im Comptoir qa»liähria sl^ll s, ,. - s ^-----------."^----------'------------------ Kreuzband in. Cmm'toir ganzjährig !2 st . b'lb).hr.g « st- F'lv d.e Znstels,..^ in^s Hans ,n.° Hal b j äh ri q 3» k m h ^u ent^ « ?. 3<> lr, >M frei ganzjährig unter Krcuzbano uno gcbr.lck er Abesse 1^ st halliah^g ? ss 30 kr. - In serationsqebs.l r ss.r eine Sval.n il ^.. . ^'^ ^' ^"'" ^^"' malige Einscha!tm,q.^ kr., si.r pvein.alige ^ kr l>.r d«»na,ge . kr KM. .I.nnate s'is 12 Zeilen kosten l ff. iir 3 Ma .^0 k fi.^^ N ,,d ^ 7' ^""" ^^'"""' ^>r ein-3n dirsm Gebnhre ist nach w>. „^vism'ischcn Ge.eln' vom <>. November l. I. snr In.rt.m.sstän.pel" noch 10 kr. ft.r ine jede m Ein, ltm,f n z„ "ch^'/''' ^ ^" einzuschalten. Mnltiicder Theil. Was am 10. Juli 185! ausgegebene XI.V. Stück des allgemeinen Reichsgesch - und Regierungsblattes, enthalt unter Nr. 163 nachstehende kaiserliche Verordnung vom 6. Juli 1851, wirksam sür den ganzen Umfang des Reiches, womit provisorisch mehrere Bestimmungen bezüglich der, inlandischen periodischen und der ausländischen Druckschriften angeordnet werden: Nachdem die mit der Revision des allgemeinen Strafgesetzbuches im Zusammenhange stehende Regelung der Preßgeseygebuug noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird, dagegen die in mehreren Theilen des Reiches gemachten Erfahrungen über die Unzulänglichkeit der dermalen in Presisacheu bestehenden Gesei;e, eine Ergänzung derselbeu miudestens in einigen Beziehungen dringend erheischen, so habe Ich über Antrag Meines Ministerrathes nnd nach Anhörung Meines Ncichsrathes nachstehende Bestimmungen bezüglich der inländischen periodischen und der ausländischen Druckschriften zu genchmigen und bis zur Erlassuug eines neueu PresigeselM für deu ganzen Umfang des Reiches, uud zwar vom Tage der Kundmachung dieser Verordnung im Vandesgeseyblatte, in Wirksamkeit zu seyen befunden: Von derEinstelluug per iodischer Druckschriften. §. 1. Wird in einer periodischen Druckschrift beharrlich eine dem Throne, der Einheit uud der Integrität des Reiches, der Neligiou, der Sittlichkeit oder überhaupt den Gruudlagen der Staatsgesellschaft feindselige oder mit der Aufrechthaltung der offeittli-clM Ruhe und Ordnung unvereinbare Richtung verfolgt, so kann nach vorausgegangener zweimaliger, schriftlicher, fruchtloser Verwarnung die weitere Heransgabe einer solchen periodischen Druckschrift von dem Statthalter des Kronlandes, in welchem dieselbe herausgegeben wird, zeitweilig bis auf drei Monate eingestellt werden. Eine auf längere Zeit dauernde, oder die gänzliche Einstellung kann nur vom Mini-sterrathe ausgesprochen werden. Der Recurs gegen die Verfügungen des Statthalters hat keine aufschiebende Wirkung. Von dem Verbote ausländischer Druckschriften. Z. 2. Ausländische Druckschriften können vom Minister des Innern für den ganzen Umfang des Kaiserstaates verboten werden. Das gehörig kundzumachende Verbot einer ausländischen Druckschrift fasit auch das Verbot der Herausgabe oder Verbreitung jeder im Iu- oder Auslande verfaßten Ueber-sctzuug oder sonstiger Ausgabe jener Schrift, es mag selbe den gauzen Inhalt oder nur eiuen Theil enthalten, in sich. ' §. 3. Die k. k. Postanstalt hat anf verbotene ausländische oder ihnen gleichgehaltene Druckschriften keine Pränumeration, noch sonst selbe zur Beförderung anzunehmen und es ist die Einfuhr, der Handel, die Ankündigung und die Verbreitung derselben Jedermann untersagt. Die zur Aufrechthaltung der offeutl. Ordnung und Sicherheit bestellte, Behörden sind zur Beschlagnahme verbotener ausländischer ode-r denselben gleichgehaltener Druckschriften verpflichtet. §. ^. Als Verbreiter ist anzusehen und zu bestrafen : wer verbotene ausländische oder ihnen gleich-gehaltene Drnckschriften in den Kaistrstaat versendet, oder deren Versendung dahin durch Bestellung veranlaßt; wer derlei Druckschriften mit Uebertretnng der sür die Wareneinfuhr bestehenden Vorschriften in das österreichische Staatsgebiet einbringt oder einbringen läsit; wer damit Händel treibt; wer solche ! Druckschriften im Iulaude vertheilt, au öffentlichen Orten, in Lesezirkeln, Leihbibliotheken :c. auflegt oder vorliest, oder sonst Andere zur weiteren Mittheilung abtritt. H. 5. Jeder Versuch der eigenmächtigen Herausgabe eines zeitweilig eingestellten Blattes, so wie der Verbreitung desselben, ist mit einer Geldstrafe lvon fünfzig bis füufhuudert Gulden Couv. Müuze, und bei erschwerenden Umstäuden mit Arreste von einem bis zu drei Mouaten zu bestrafen. Die gleiche Straft ist auf die Einfuhr, den Handel, die Ankündigung uud die Verbreitung einer verbotenen anoländischen oder derselben gleichgehaltenen Druckschrift zu verhäugeu. Die in der Verbreitung ergriffenen verbotenen ausländischen oder denselben gleichgehaltenen Druckschriften unterliegen dem Verfalle. Hat aber die Verbreitung vor Erlassuug d^s Verbotes Statt gefundeu, so ist die Ausierlandec^ schaffung der Druckschrift zu bewirkeu, in so ferne nicht wegen ihres Inhaltes ein gerichtliches Verfahre» eingeleitet wird. H. 6. Das Strafverfahren im Sinne des H. 5 steht in den Ländern, wo die Strafprozesi-Ordnung vom 17. Jänner I860 «n's heben trat, den Vezirko-ft'ottegialgerichten zu, in allen übrigen Theilen der Monarchie haben die landesfürstllchen Eollegial-Straf-gerichte darüber zu erkennen. Der Minister des Innern und der Justiz sind mit der Vollziehuug dieser Verordnuug beauftragt und zur Erlassuug der einschlägigen Aussührungsbe-stimmungen ermächtigt. Wien am 6. Juli 1851. Franz Joseph m/p. F. S ch w arze n berg m. p. B a ch in. n. K. K r a u si m. z,. Am 10. Juli 1851 wf'd in der k. k. Hof-und Staatödruckerei in Wien das XI.V. Stück des allgemeinen Neichsgesey- und Negieruugsblattes, und zwar sowohl in der deutscheu Alleinausgabe als sämmtlichen Doppelausgabeu, mit Ausnahme der Romanischen, ausgegeben uud versendet werden. Dasselbe enthält uuter Nr. 16 l. Den Erlast des Justizministeriums vom 23. Juni 185 l, wodurch festgcscht wird, dasi die Wirksamkeit der Notariatsordnung in den Kronländern Mähren und Schlesien am 1. September 1851 zn beginnen habe. Nl^ 162. Den Erlaß des Finauzmimstermms vom 3. Iull 1851, womit die Behandlung der am 1. Juli 1851 iu der Serie 210 verlosten Hofkammer-Obligationen zu 3'/2, ^, 4'/2, und 5°.., und der nachträglich eingereihten kärntnerisch-ständischen Domestical-Obligationen kundgemacht wird. Nr. 163.,.Die kaiserliche Verordnung v<»m <;. I^i 185 l, womit provisorisch mehrere Bestimmungen bezüglich der iuländischen periodischen und der ausländischen Druckschriften angcorduet werden. Nr. 1l>4. Die Verorduuug des Iustizmiuisters vom 7. Juli 1851, womit in Folge a. H. Entschließung bekannt gemacht wird, daß pensionirte und mit Beibehaltung des Militärcharakters quittirte Offiziere zu dem Amte eines Geschwornen, nicht mehr zn berufen siud. Mit diesem Stücke zugleich wird auch das zwölfte Beilageheft ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält den a. u. Vortrag des treugehor-samsteu Miinsterrathes zu vorsteheuder im XI^V. Stücke unter Nr. 163 enthaltenen Kaiserlichen Verordnung vom , die Audienz sistiren zu wollen. — Die gestrige „Austria" bringt eine vollständige Uebersicht der Baumwollspinnereien im nieder-österreichischen Kronlande. Die Anzahl derselben betragt, mil Ausschluß der zu Lanzrndorf, Fischameud, Fischau am Steinfeld und Gllmpoldofircben, die außer «Nli Betrieb gesetzt sind, 64. Hierbei sind 2110 Feinspinnmaschinen und 628,916 Spindeln im Gebrauch. Sämmtliche Fabriken dieser Categorie erzeugen jäbr-lich 14,882,844 Pfh. ^, Garn und Zwirn, und beschäftigen bei 10,000 Menschen. Außerdem gibt es in Wien allein 676 verschiedene Gewerbs- und Geschäftszweige. Es dürfte für Manchen nicht uninteressant seyn, die Anzahl der wichtigsten derselben kennen zu lernen. Apotheker 42, Architecten 70, Auskunft« bureanr 4, Bäcker 327, hiervon 97 ausier den Linien, Baumeister 41, Baumwollwarenfabriken 31, Bildhauer 122, Branntwein- und Nosoglioerzeuger und Branntweinschänker 64 und 264, Brauereien 46, Buchdruckereien 23, Buchhändler 33, Claviermacher 102, 11, Drechsler 769, Einkehrgasthöfe 94, Fiaker 666, Flachsgarn-Spinnfabriken 2, Fleischhauer 232, davon 73 außer den Linien, Gastwirthe 1467, darunter 370 außer den Linien, Glaser und Glashändler dann Glasfabriks-niederlageu 146 und 9, Großhändler 81, Hebammen 717, Kaffehhäuser 132, darunter 36 außer den Linien, Knust- und Musikalienhändler 14, Lederfabrikanten, Lederer und Rothgärber 109, Maler 406, Mechaniker 78, Möbeluiederlagen 66, Milchmeier 606, Sattler deutsche und englische 160, Schlosser 701, Schneider 2916, Schuster 2638, Seidenzengfabriken 377, Seifensieder und Seifenfabrikanten 66, Shawlfabriken 196, Tischler 1369, Uhrmacher 368, Victualienhänd-ler 1733, Znckerbäcker 72, Zuckerraffinerien 7 und Zündrequisitenfabriken 22. — Der Vicebürgermeisier von Innsbruck, Doctor Alphons v. Widmann, bat dem dortigen Bürgeraltsschuß einen schriftlichen Antrag übergeben, eine vollständige Realschule von 6 Classen zu errichten, und zu diesem Zwecke einen Nealschulfond einstweilen von 60.000 fl. durch 120 Actien zu 6000 ss. E.M. zu gründen. — Das Gymnasial- und Lycealwesen in Dal-matieu wird demnächst auf Grundlage detz neuen Unterrichtssystems orgauisin werden. — Aus einem Berichte des französischen Ministers der öffentlichen Bauten geht hervor, daß in Frankreich sich verhältnißmasiig die wenigsten Unglücksfälle auf Eisenbahnen ereignen. Wien, 10. Juli. Wegen Anschluß der Telegraphenlinien sind jetzt zwischen der kaiserl. Negierung und Rußland einerseits, dann der Schweiz Verhandlungen eröffnet. Der russische Telegraph wird längs des neuen Schienenweges, der im August eröffnet wird, bis St. Petersburg führen. Hr. Siems aus Berlin hat die Leitung der Anlage übernommen. Die Schweiz wird in vier Richtungen mit Telegra-pl,enanlagen versehen, der Anschluß soll in Bregenz erfolgen. — Das heute abermals eingetretene Sinken der Gold- und Silberpreise deutet mit Sicherheit auf die baldige Realisirung der neuen Finanzmaßregeln. Man versichert auf der Börse übereinstimmend, Se. Majestät der Kaiser habe das Patent in Betreff der Anleihe bereits unterzeichnet. — Dem Vernehmen nach hat die k. k. österreichische Regierung den unter holstein'scher Flagge fahrenden Schiffen in österreichischen Häfen dieselbe Behandlung wie den dänischen Schiffen zugestanden. Auch Rußland gab diese Erklärung beretts ab. — Herr Hooen hat die von ihm componirten 83 Lieder Heine's dem seit Iahreu sterbenden Dichter zugeseudet. Heine hat diese Sendungen in einem herzlichen Briefe erwiedert. „Füuf Jahre," schreibt er, „habe er keine Musik mehr gehört; seiue Wohuuug iu Paris sey so enge, dasi eiu Clavier nicht Raum iu ihr findet; doch hoffe er auf dem Lande, das er demnächst bezieht, die Lieder, die zu seiner großen Freude componirt sind, sich vorsingen lassen zu können. — Die zu den Probefahrten am Semmering bestimmten Concurreuz - Locomotive stehen nun zur Vornahme der Probefahrten auf den betreffenden Stationen bereit. Es sind deren acht, die aus Manchester, London, München (Maffei), Carlsruhe (Keßler), Neustadt (Maschinenfabrik) und Wien (Glogg- nitzer Bahn - Maschinenfabrik) zugeführt wurden. Die Probefahrten können zur festgesetzten Zeit anstandslos beginnen; auch sieht man schon der Ankunft der Preisrichter, des Directors der königlich hanno-ver'schen Staatsbahnen, v. Kirchweger, dann des Obermaschinenmeisters und Assessors der Generalver-waltnng der königlich baier'schcn Posten und Eisenbahnen, v. Erter, entgegen. Die zn den Probefahrten bestimmte Bahnstrecke zieht sich von Gloggnitz über Pcyerbach bis über den Eichberg in einer Lauge von IV4 Meilen, und mit der Steigung iu der Ebene 1:40 und 1: 46 ; die Krümmungshalbmesser wechseln hier zwischen 100 und 200 Klafter; die Ge-birgssteigung in einer Länge von 4022 Klafter variirt zwischen 1:100 bis 120. Nur durch ungeheure Anstrengungen wurde es möglich, die Ober- und Hochbauten zur gehörigen Zeit durchzuführen, da im vorigen Jahre durch die unter dem Eiseubahupersonale eingetretene Krankheit, so wie durch die anhaltend schlechte Witterung die Arbeiten nur langsam vorwärts schreiten können. — Der zwischen Oesterreich und Baiern geschlossene Vertrag wegen Baues und Anschlusses der München-Noseuheimer-Bahn ist in München bereits zur Kenntniß des Publicums gekommen. Hier dürfte er nächstens kundgemacht werden. Der Bau wird sogleich in Angriff genommen. Die baier'sche Regierung soll einen der Gesellschaft zu verabfolgenden Vorschuß von 300,000 fl. C. M. bereits zugesagt haben. — Von Seite des römischen Stuhles ist eine Note an die katholischen Großmächte Europa's gerichtet worden, in welcher die Nothwendigkeit ersichtlich gemacht wird, daß der christkatholischeu Einwohnerschaft Bosniens und der Herzegowma, welche so wie die übrigen Christen gleichfalls unter schwerein Drucke lastet, eine würdige, durch die Confessionover-haltnisse nicht feindselig gestaltete Behandlung zu Theil werde. D e ll t s ch l l, l, d. Verlin, 6. Juli. Unsere inneren Zustände wurden gesteru und vorgestern in zwei sehr langen Sitzungen des Staatsministeriums vorzugsweise zum Gegenstand der Verhandlungen gemacht. Die Crisis des preußischen Verfassungowesens (denn in eine solche tritt man hier von Tag zu Tag deutlicher und spezifischer ein) dürfte durch diese Berathungen und ihre nächsten Folgen nur gezeitigt werden. Namentlich scheint der Entschluß jetzt reif geworden, durch die Proviuzialstäude und ihre schon im August d. I. wieder zu eröffnenden Verhandlungen eine bestimmte Rückwirkuug auf bisher bestehende Verfassungs - Elemente eintreten zu lassen. Dieß könnte in der Weise erfolgen, daß den Provinziallandtagen ein nenes Wahlgesetz zur Bildung der zweiten Kammer zur Begutachtung vorgelegt wird. Die Erneuerung des Wahlgesetzes zur Ernennung der Abgeordneten ist durch die Verfassung selbst (Art. 116) in Aussicht gestellt, und es war dazu um so mehr eine Nothwendigkeit eingetreten, als die anf Veranlassung der köuigl. Votschaft vom 7. Jänner 1860 beschlossene Umbildung der ersten Kammer in eine Paine, eine zweite Kammer in ihren bisherigen Bestandtheilen nicht mehr neben sich duldet. Die Negierung hat sich daher schon seit längerer Zeit mit der Entwerfung eines neuen Wahlgesetzes für diese Kammer beschäftigt, die ohne Zweifel im Jahre 1862, gleichzeitig mit der dann wieder eintretenden Herren-Curie, neu zu compomren seyn wird. Um bei der Reorganisation der zweiten Kammer die Wiederherstellung derjenigen ständischen Elemente zu erzielen, aus denen die Drei-Stände-Curie des vereinigten Landtags zusammengesetzt war, würde, es eiuer entsprechenden Gesetzes-Vorlage bedürfen, und wenn die Regierung für dieselbe die Begutachtung der Pro-vinziallandtage in Anspruch nehmen will, so wird gegen dieses Geschäftsverfahren kein Anstoß erhoben werden können, um so viel weniger, als auch im konstitutionellen Staat die Negiernng auf jede Weise ein Glttachteu einholen kann, bei welcher Körperschaft ihr dieß auch immer belieben möchte. Fraglich ist es freilich, ob die Proviuzialstände als solche sich sämmtlich zur Uebernahme einer solchen Arbeit für berechtigt ansehen werden. Sollten aber auch die Ansichten darüber auseiuandergehen und Spaltungen nicht ausbleiben, so darf man der Majorität auf den Provinziallaudtagen doch ziemlich sicher seyn. (W. Z.) Berlin, 7. Juli. Norddeutschen Blättern zufolge werden die Verhandlungen zur Herbeiführung eiuer Familien-Uebereinkuuft in der dänischen Erbfolge-Angelegenheit besonders von Berlin aus geleitet; der. König soll auf das Ansuchen des Kaisers von Nußland das Vermittleramt übernommen haben und unausgesetzt bemüht seyn, eine Ausgleichung zwischen dem dänischen Königshause und den Familien Angnsten-blirg, Glücksburg und Oldenburg zu Stande zu bringen. — Zur Feier des Geburtsfestes des Kaisers von Rußland findet hente großes Galadiner im neuen Saale des Marmorpalais Statt. Dresden, 6. Inli. Heute Vormittag nach 8 Uhr passirte die zweite Abtheilung der als Ersatzmannschaften nach Holstein bestimmten österr. Truppen unsere Stadt. München, 6. Juli. Der König hat verordnet, daß von jetzt an im baienschen Heere die Untergebenen ihren Vorgesetzten weder Säbel, Degen, Pocale noch sonstige Gegenstände als Ehrengeschenke widmen und übergeben dürfen, und daß die Abhaltung corpsweiser Ehrengastmahle jedesmal von der Erlaubniß der vorgesetzten Militardienststelle abhängig sey, welche dieselbe anf vorherige Anfrage je nach Befund geben und verweigern kann. Italien. Nom, 2«. Inm. Die Reibungen zwischen den französischen Oberbefehlshabern in Rom und der päpstlichen Regierung nehmen eher zu als ab. Auch General Geineali, über dessen Benehmen man in geringerem Masie zu klagen hatte, tritt jetzt feindseliger, namentlich gegen die Geistlichkeit auf. Dem „(5. Bl. a. B." sind in dieser Beziehung interessante Mittheilungen aus Rom gemacht worden, welche, falls sie sich in ihrer ganzen Ausdehnung bestätigen, nicht geeignet sind, die Schwüle am politischen Horizonte des Kirchenstaates abzukühlen. Vom franz. Kriegsministerium sind, so heißt es in dieser Cor-n'spondenz vom 26. Juni, schon vor zehn oder zwölf Tagen Befehle angekcmmen, die französische Besatzung in Rom mehr zu concentriren, sich von der römischen Regierung solche Localitäten anweisen zu lassen, in welchen wenigstens je ein Regiment Platz finden könne, und nicht mehr zuzugeben, daß die verschiedenen Abtheilungen eines Regiments in mehreren Localeu vertheilt liegen müssen. Da nun solche Localitäten außer in Klöstern iu Rom nicht leicht zu finden sind, so konnte demnach die Wahl auf keine anderen Gebäude fallen, was eine große Aufregung unter der Klostergeistlichkeit und somit im ganzen geistlichen Rom erregte. Sogar die Officiere eines jeden Regiments, die Obristen mitbegriffen, sollen zusammen casernirt werden, und eine dieser OfficierS-casernen, die namentlich vom französischen Kriegs-ministerium bezeichnet sind, ist nichts weniger als ein Theil des päpstlichen Palastes auf dem Quirinal. Dieser Officiers-Einquartirnng war nun volleuds die römische Negieruug entgegen, weil sie eine große, außerordentliche Ausgabe dem Staat oder der Stadt Rom verursachen muß, da es sich darum handelt, für mehr denn 360 Officiere, die auf zwei,. drei oder mehrere Zimmer ein Recht haben, vollständig zu meubliren, und die betreffenden Gebäude mit Küchen, Speisesälen und allen andern nothwendigen Apartements zu versehen. Zudem erwächst durch diese Maßregel einem Theil der Einwohner ein Schaden dadurch, daß alle diese Ossiciere für ihre bishe-rigeu Wohnungen Miethe bezahlten, was nun natürlich bei der Casernirung wegfallen muß. Inzwischen kam während der Unterhandlungen über diese neuen Einrichtungen das aus Frankreich erwartete Jäger- <5tt7 bataillon an, und General Gemeau forderte die Regierung auf, für dieses Corpö, das dem Thore (5a-valleggieri, das nach Civitavecchia führt, nahe gelegene Gebäude des St. Officio (die Inqnisition) zu ränmen, eine Anforderung, welche bei den dadnrch getroffenen geistlichen Herren, die gerade nicht gewohnt sind, genirt zu werden, den heftigsten Sturm und eine entschiedene Opposition erregte. Da aber ein Theil des Gebäudes leer stand, so ließ einstweilen der General diesen occnpiren, mit der Weisung, den Ueberrest in kurzer Frist zu räumeu, da er entschlossen sey, Gewalt zu gebrauchen, wenn er ihm nicht gntwillig überlassen würde. Solche wenig cere-monielle Manieren, an die General Gemeau bis jetzt gewiß die römischen Behörden nicht gewohnt hatte, verursachen große Aufregung und die übelste Laune. Die Ursache der plötzlichen Veränderung m dem Betragen des französischen Befehlshabers und überhaupt in dem Tone, welchen seit Kurzem die französische Regierung dem römischen Hofe gegenüber angenommen hat, will man in einer wirklichen oder eingebildeten Annäherung des letzteren an Oesterreich uud in dem Umstände finden, daß die päpstliche Regierung, ohne das französische Cabinet davon zu benachrichtigen , dem kürzllch in Neapel zwischen König Ferdinand, dem Großherzog von Toscana, und den Herzogen von Parma und Modena verabredeten Schutz- und Trutzbündniß beigetreten ist, um so mehr, als dieses Bündnis; augenscheinlich unter österreichischer Aegide sich gebildet hat. " Florenz, 6. Juli. Die Convention des Großherzogthums Toscana, wodurch der römischen Kirche volle Freiheit gewährt und die leopoldinische Kirchengesetzgebung theilweise beseitigt, theilweise mo-dificirt wird, ist so eben veröffentlicht worden. Sie wurde am 19. Juni ratificirt und wird am 2:i. August in Wirksamkeit treten. Die wesentlichsten Vestäumungen derselben sind folgende: Den kirchlichen Behörden wird volle Freiheit in der Uebung des Cultus eingeräumt, den Civilbehörden die Pflicht, denselben zn beschützen, auferlegt. Die Bischöfe haben das Recht, in kirchlichen Angelegenheiten Erlässe zu publiciren; die Censur geistlicher Schriften wird durch die Ordinariate besorgt. Mit dem römischen Stuhle steht den Bischöfen volle Correspondenzfreiheit zu. ! Rechtsstreitigkeiten zwischen weltlichen und geistlichen Personen und Körperschaften, so wie Streitigkeiten in Betreff der Kirchengüter, entscheiden die Civilgerichte, Glaubensstreitigkeiten sollen von den Kirchen-behörden geschlichtet werden. Auch Ehestreitigkeiten fallen dem Kirchengerichte anheim. Läßt ein Priester sich ein, nicht die Religion betreffendes Verbrechen zu Schulden kommen, so haben die Civilgcrichte, in kirchlichen Vergehen die geistlichen Gerichte einzuschreiten. Wegen Gefällsübertretuugen sollen Geistlichen nur Geldstrafeu auferlegt werden, auch sollen dieselben, wenn sie verhaftet werden, rücksichtsvolle Behandlung genießen. Die Gefängnisse, worin Priester verwahrt werden, sind von. den Gefängnissen für weltliche Personen geschieden. Der Clerus verwaltet die Kirchengüter. Bei vacanten Sitzen werden die dazu gehörigen Gitter von einer geistlich-weltlichen Commission unter dem Vorsitze des Bischofs administrirt. Um fromme Stiftungen errichten zu dürfen, ist über Antrag der Civil- und Kircheubehördeu die Genehmigung des Papstes zu erwirken. ^ r a n k r e i ch. Paris, 3. Juli. Unsere Finanzwelt ist durch die Flucht des Wechsel-Agenten Treillet in eine, solche Besturzuug versetze worden, daß sowohl gestern als heute das BörseaM^ ,^ „^ war. Der Verlust, welchen die hiesigen Bankiers durch jene, Flucht erleiden, soll zwei Millionen Franken übersteigen. Dabei ist nicht dle ^umme eingerechnet, welck/das Syndicat der Wechiel-Ageuteu f^ ^ vom flüchtigen Agenten auf der Börse gemachten Operationen verantworten muß, und welche sich auf ^0.000 Franken Vörse-Reglement haften die Wechsel»Agenten in 8(,Iil!um für alle Geschäfte, welche von einem ihrer College« anf der Börse vorgenommen werden. Der flüchtige Wechsel-Ageur begab sich nach England, von wo er mit seiner Frau, die ihm nach Liverpool vorangecilt war, Nordamerika zu erreichen hoffte. Doch soll es dem Herru Carlier gelungen seyn, durch zwei seiner Agenten dessen Spur gestern in London zu entdecken, worauf im diplomatischen Wege die Auslieferung begehrt und ohne Weiteres von der brittischen Negierung zugestanden wurde. S" p a n i e n. Die französische Negierung hat folgende telegraphische Depes ch e veröffentlichen lassen : „Madrid, den 2. Juli um K>2 Uhr. Gestern Abeud spät legte Herr Pidal dem Congreß eiuen Antrag vor, um die Annabme des Prospectus in Bezug auf die Negulirung der Schuld zu verschieben. Obgleich dieses nicht erwartet wurde und mehrere Deputirte abwesend waren, so hat die Negiernng doch 129 Stimmen gegen .^i> erhalten. Heute haben 9 Stimmen ihre Zustimmung zu dem Votum der Majorität gegeben." Großbritannien und Irland. London, :i. Juli. Der Vater Lord Stanley's, welcher gestern, 77 Jahre alt, starb, war der dreizehnte Earl of Derby, und im Gegensatz zn seinem Sohne, dem bekannten Protectionistenführer im Oberhause, ein entschiedener Whig nnd Freihändler. Im Unterhause saß er bis 4832 für den Burgstecken Preston. Von da au bis 1838 saß er im Oberhause und erhielt vom Ministerium Malbournc den Hosenband-Orden. In der Debatte spielte er nie eine hervorragende Rolle, und ein Schlaganfall veranlaßte ihn, die Pairie anf seinen Sohn, den toryistischen Redner, übertragen zu lassen und sich in's Privatleben zurückzuziehen. Seine echt altenglische Gastfreiheit und Freigebigkeit war sprichwörtlich; mit der aristocratischen Leidenschaft sür die Fuchsjagd vereinigte er lebhaften Sinn für das Studium der Naturgeschichte, und hatte sich im Neowsleypark eine große Menagerie wiloer Thiere angelegt — die einzige Privatanstalt dieser Art, die es gibt, denn sie kann sich dreist nut der Menagerie des Pariser Iar-din des Plantes messen, und erhielt erst vor wenigen Tagen einen Zuwachs von Niesenschlangen, Elephanten uud Löwen aus Afrika. — Die Stanley's haben in der engl. Geschichte keine geringe Rolle gespielt. Es versteht sich, daß der erste Stanley ein Norman war und mit Wilhelm dem Eroberer herüber kam. Stanley v. Vosworth, der dem Beendiger des Rosenkriegs, Henry Vll., die Krone auf-setzen half, wurde 1483 zum ersten Earl of Derby erhoben, dessen jüngerer Sohn mit seinen Bogenschützen die Schlacht bei Flodden entschied. Der vierte Earl war einer von Maria Stuart's Nichtern; der siebente mußte als Royalist uud Stuartist 1661 in Bolton sein Haupt auf den Block legen. Der zwölfte Earl of Derby vermählte sich in zweiter Ehe 1797 mit Miß Farren, einer tallentvollen Schauspielerin, die später am Hofe der Königin Charlotte ein sehr bevorzugter Liebling war. — Der Toryfüh-rer Lord Stauley ist s«t gestern der 14. Earl of Derby. Neues und Neuestes. Wien, 11. Juli. Die hier zur Synode versammelt gewesenen orientalifthen Bischöfe haben die Residenz bereits verlassen. Ueber das Resultat ihrer mehrmonatlichen Verhandlungen verlalltet nicht mehr, als daß eine Einigung nicht erzielt werden konnte, nud die Entscheidung in der Hauptsache dem Miui-sterium anheimgestellt worden ist. Der Patriarch Joseph v. Rajacic wird gleichfalls in einigen Tagen in seiner Residenz Carlowitz eintreffen. — Die Anknnft deo Herzogs von Nemours ist in Venedig auf den 1. August bestimmt. Von dort begibt sich der Herzog Hieher, wo er mit der Herzogin vou Nemours, der Prinzessin Clementine v. Orleans und seinem Schwager dem Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha zusammentreffen wird, um sodann die Rückreise nach London mit denselben gemeinschaftlich zu machen. — Den vielen zeitgemäßen Institutionen in unserer Rechtspflege, welche ueuesteus in das Leben gerufen wurden, wird, wie man hört, eine neue, die Untersuchungshaft betreffende Reform folgen, welche möglichste Beschleuniguug mit sich bringen und mindestens jede nicht gerechtfertigte Verzdgeruug des Untersuchungsprozesses unmöglich machen wird. — Unser Landsmann, der bekannte Missionär in Centralafrika, Dr. Knoblecher, den man schon in der Nähe der Ufer des Nils wähnte, befindet sich noch anf deutschem Boden, u. z. derzeit in München. Er scheint an den katholischen Höfen eine Rundreise gemacht zu haben, nm sich für die Mission mit Geldkräften zn versehen. Telegraphische Depeschen. — Paris, 9. Juli- Zwölf Mitglieder des Ceu-tralcomit^'s des Widerstandes sind verhaftet worden. Die geheime Presse und die Stämpel, womit die erschienenen zwölf revolutionären Bulletins gedruckt wurdeu, siud mit Beschlag belegt worden. Zahlreiche Hausuntersuchuugen wurden vorgeuommeu. Ueber die eben stattgehabten Departementswahlen herrscht Unsicherheit. Es fanden sich wenige Wähler ein. Locales. Laibach, den 11. Juli. Die Residenzstadt Wien ist dem Beispiele so vieler Provinzialstadte gefolgt, und hat in der 51. Sitzung des Gemeiuderathes eine Hundesteuer angenommen. Die wichtigsten Bestimmungen siud folgende: A l l e Hunde, ohne Ausnahme, müssen besteuert werden, uud die Besitzer uichtbesteuerter Hunde haben eine Geldstrafe von 1l) ss. CM. zu bezahlen. Der Steuerbetrag ist auf 6 fl. CM. festgesetzt; Gewerbetreibende, welche Hunde zum Ziehen, Treiben und Wachen beiwthigen, zahlen von diesen Hunoeu nur 2 fi. CM. Jeder Hund, der über 3 Monate alt ist, wird besteuert, uud der Besitzer erhält nebst des Steucr-scheines noch eine Marke, die, dem Hunde umgehängt wird; Hunde ohue Marken werden vertilgt. Die Steuer wird halbjährig bezahlt. Fremde sollen durch Erlag einer Steuerquote sich eine Marke verschaffen, doch wird ihnen das Geld, wenn der Auftuthalt nicht läuger als 14 Tage ist, vor der Abreise gegen die zurückgegebene Marke rückbezahlt. Die durch die Hundesteuer erzielte reine Einnahme fließt dem Local-Armen-fonde zu. — Es wäre sicherlich sehr cmgezeigt, daß auch Laibach in dieser Bezichuug dem Beispiele anderer Städte folgen würde, uud wir wollen hoffen, daß der verehrte Gemeinderctth diesen Gegenstand um so mehr einer Berathuug unterziehen wird, da einerseits in Laibach eine übermäßige Vermehruug der Huude bemerkbar ist, andererseits aber ein nicht unbedeutender Betrag in die Gemeiudecasse fließen würde. Das Geld könnte, falls der Armenfond hinreichend dotirt ist, für die Schulen, oder andere derartige Zwecke verwendet werden. Zudem trifft eine solche Steuer uur jeue Individueu, die leicht zahlen können; denn wer zu seiner Unterhaltung Hunde hält, wird sicherlich gerue dafür zahlen, und wer sie für sein Geschäft braucht, — dem sind sie gewissermaßen ein Capital, deßhalb er auch davon bezahlen kann. Ueberhaupt sollten Lurus-Arttkel besteuert wer> den, da eine solche Steuer sehr gerecht wäre. Wie vieles ließe sich hierbei über den Besitz von Reitpferden, Equipagen, Singvögeln :c. sagen.' Doch hier fällt mir die Antwort Jacob l. von England ein, der auf eiuen derartig ihm gemachten Vorschlag antwortete: „Ich schweige, denu — sonst bellen mich die Huude des gauzeu Landes au!" l>r. X. Verlege Ig». v. Klei„..,ayr m,d Fedor Vambcr«. Verantwortlicher Herausgebe I«n, Alois v. Kleinmayr Telegraphischer <5ours« Bericht dcr Staathpapicre vom II. Juli 1851. Siaatöschuldvtl'schreibmiglu zu 5 M. (in (5V!.) 96 V^ dctto ^,/^ „ „ 84 :^ detio ., 4 .. ., ?tt 1/2 Dolchen mit Verlosung v.J. 1834, für 500 ff. 1023:5/4 d.tto dctto <83!>, „ 250 ., 312 1/2 Wicn. Stadt- Banco -Obl. z» 2 1/2 ptC. (in (5M.) «0 Vauf-Nctie», vr. Stück 1241 m C. M. Aeticil der Kaiscr Ferdinands-iliordbahn zu 1000 fl. C. M...... 1->>0 ft. iu C. M. ?lctic,i dcr Wicn-Glogg!nhcr si. Fnsi. G»ld.) 1 1 !> !'./4 2 Moiial. Gnuia, für W0 »nit Picniont. Lire, Gillo. l40 2 Mmnit. H^inbnr^, sür 100 Thalcr Vauco, 3tthl. 1?« 3/4 21l1il)nat. Vivoruo,' fur Ztttt Tc^mschr Lire, Guld. 118 1/2 2 Monat, l'undou, sür < Pfxnd Sterling, Gulden l 1 - 50 Vf. 3 Moiun. Mailand, sür 300 Ocstern ich. Lire, Gulo. 120 2 Monat. Marseille, snr 3M)Fraufr>!, . Mild. !41 :^/4 2Mon^t. 'l'aris, snr 300Franfeu . . Gnld. 141^4 2 Monat, Vnsarest sür 1 Gulden . . . para 228 l/2 3! T. Sicht K. K. Mi'mz-Dncatm .... 2<> 1/2 pr. Ct. Agio. Geld- und Silber-Course von, !0. Juli 185!. Brief. Geld. Kais. Mnnz-Ducatcn Agio...... — 2? dttto Nand- dto „...... — 2«; 3/4 Napoleon^'d'or „...... — l».h,3 EonveraiN'idV'r „ ...... — !<».50 Nuß. Iniperial ^...... — <0 51 Preust. D'ors „...... — 108 ^»gl. Sovcraing'i „...... — 11.52 Silberagio ^.......... — 20 1/2 Fremden-All.toige i^cr hier A»gekoml«^„c:» l»ud Hibgereisic« Den 8. InIi l 8 5 l. Hr. Iohaun Besi, — li. Hr. Nicolaus d' Etie>n,e, beide Handelsleute ;— Fr. Paul'me Freun 0. Bender, Pii i>U<'; — Hr. Aler v. Keller, — „. Hr. Joseph H^->".nh, bcide Adpocat^!, ; — Hi'. Oswald E^le,' v. Ko--dc»litsch, Glitsdcsitzcr; — Hi'. Fl'anz v. Dacoii"a, B»,'-sitzcr; — Hr. Viiicenz B^itcsüic, Geiichtscisse^i; — '>)>'< Dolliiiü'cns Ca^fol, Geschäflsmaül', — n. Hi'. W. ClimS, ciigl. Ed^lmaüü; alle 10 vo» Trieft nach Wieli. — Fl'. Margarecha Stanno, Priliale; __ Hr. Boda, Halidelsmann; — Hr. Erhard, Dr. der Medicin; — Hr. Franz Steinfeld, k. k. Nach ; — Hr. Am?» Salomon, Fabrikant, — li. Hr. Graf AtlemZ, Gntöde sißer; alle 6 r>?n Wien nach T> iest. De» 9. Hr. Geo^ Caloiuas; — Hl'. Anthippi y Myriaggoli!?; — Hr. Avnauld d' 7Ibbadie; — Hr, Apostoll Baphiades; — Hr. Johann Thomopulo, — u. Hr. Basilins Hposlolidcs; alle 6 Privatierö; —Hr, Biastio, Capita,,: — Fr. Maria Gi'äfin Wimpfen, FMi'. Gattin; — Hr. Iohami ^o,n; H^. Vin-ccn^ Sandrii',:, — u Fr. Margaretha Vie^z^li; alle 3 Vesißer; — Hr. Marino Graf Mistruz^i, k. f. Oberst; — Hr. Goctfried Werzer, k. k. Appell-Nath, — Fr. ?lntoil!a ^lsch"', Majors-Witw^ ; — Hr. Ills, r,. Vittevl, k. k. Assessor; — Hr. Carl Forstmann; — Carl Johann Zipser, —- u. Hr. Franz Viez^oli; alle 3 Handelsleute; — Hr. Joseph C^erny, Hans--b.'sihel', — ll. Hr. Wilh. Heriinc,, Handelsgesellschafter; alle 20 von Triest nach W,en. — Fv. Maria Ferrari, Private, von Trieft nach Loitsch — Hr, Guniberci; — Hr. Giorgiam; — H>'. Perasio; — Hr. Kellner; — Hr. Albert Senegaglia; — Hr. Mar^lani; —Hr. Malfacli; — H>' Goldschliu'dt; — Hr. Elataberg; -- Hr. Moriz ^iichs j — H>'. Joseph Tattana; — Hr. Winkler; — H>'. Kosiü; — H''. Löweinhal; — Hr. Vayc; — Hr. Paulsen; — Hr. Bertot, — u. Hr. Fahrend; alle l 8 Handelsleute; — Hr. Wohlran; -^ Hr. Bronner; — Fr. Baronin Natorb; — Hr. Bokasiüi; -. Hl-. Merga:ill'; — Hr. G>af Vombelles; — Hr. Maolakris, __ n. Fr. ?Iloisi, Niedl; alle 8 Prio^iiers; — H^. I^h„ Marshal, Neütier; — Hr Lecker , Agent; ». H,. ^^^ ^^, , — u. Hr. Rudolph Neuheit, be.de Bnchhalter; — Hr. John Co!.-I's, — ll. Hr. Wilhelm Sanford, beide ameiik. Bin^ ger, — li. Hr. Sambi, Capiiän; alle 33 ron W'eli nach Tricst. Vcr;eichuiß der hier Vcrkorbenen. Den 4. Juli ,851. Dcm Herrn Joseph Puller, pens. k. k. Gnb. Hal^leidicne,', seine Galtini, Maria, alt 70 Jahre, is, dei Stadt Nr. l I2, all, Ncrvcüfieber. ^ Dei» 5. Georg Svete, Taglöhner, alc 54 Iah-'e, im Civil- Spiml Nr. 1, am bösaitigen Wechselsieber.— Dem Herrn Casuniro Coslllich, bnrgl. Handelsmann zn Fiume, starb sein Herr Sohn Johann, im l?ten Lebensjahre, an» Bahnhofe Nr. 118, auf seiner Durchreise von Gleichenberg, an der Lnngcnsucht, — Dem Andreas Balthesar, Taglöhner, sein Kind Stephan, a!t 5 Jahre, in der Polana - Vorstadt Nr. 34 , an der Skrophelsucht. Den 6. Matthäus Menzhek,Bl"lchsenschafterg^selle, alt 23 Jahre, im Civil - Spital Nr. l, am Gedärm-brand. — Dem Herrn Franz Merlak, k, k. Staats-buchhaltungs - Accessisten, sein Kind Ernst, alc I Jahr, in der Stadt Nr. lI7, an innere» Fraisen. — Her, Stephan Vittes, Wertführer am Bahnhöfe, alt 29 Jahre, in der Polana-Vorstadt Nr. 15, an der Ge-drämschwindsuchc. De>< 7. Dem H^rin Stephan Manditsch, Diur-nist, sein Kind Anna, alt 7 Monate, in der Stadt Nr, I l5, an Fraisen. — Johanna Mayer, Näherinn, alt 36 Jahre, in der Capuziner.-Vorstadt Nr. 19, an der LungenNicht, Den 9. Der Aloisia Schiveit, Mlisir'antenswilwe, ihr Kind Aloisia, alt 7 Monare, in der Scaoc Nr. 77, an der Abzehrung. — Herr Johann Mayer, MaMer Pharmacii und bürgl. Apotheken-Besil).'r, alt 35 Jahre, i» der Sl. Peters - Vorstadt N>. 1, am Nerven-schlagssusse, Den 10. Dem Herrn Carl Pachner, bürgl. Ha».-delsmann und Hausbesitzer, seine Tochter Aloisla, alt l2 Jahre, in der Stadt Nr. 215, am Zchrsi^ber. — Gregor Märn, Pfü'lndner der Commende Laibach, alt 7! Jahre, in dev Gradischa - Vorstadt Nr. 44, cm der Abzehrung. - 3. 80«. (2) (Ein Gelcgenlieit^dichtcr N'ic er seyn soll ist!) I I 5 Hsl, i,,«,««/» ' <«f ^ ,? H«?»'«/'.''' Vl!ä!ha!idl»ng in L aiba cl), d'Nin bl! »zz«VZzsi«z» in Laibach ist von'ä'chig: Eine gediegene Auswahl italienischer Gebetbücher, in ordinären, feinen Papier- und Leder-Einbänden, im Prcise von 15 kr. bis 5 si. CM. Neuestes Planeten-Buch darinnen erklärt wird, was von dell Planeten »nd himmlischen Zeichen zu halte», von ihre»! Ciüflnsse lmd Wirkniigen aus den Menschen von dcr Gebnrt bis znm Tode, mit genaner ?lngabe alles dessen, was >>' jedem Planeten null Himmelreichen fnr ?lrbeiten vorzlineh, men lind zn lassen, wie man den Korper pflegen nnd vor Krankheilen zn be>vahie» , welche Arzneien nnd wann zll gebrauchen :c, Prophezeiungen an>^ den Karten, Wahrsagung dnrch Dentnng der Traume. Verzeichm'ß der Glnck^^ nnd Uiiglückötage. Nebst einem Anhange, betitelt: de>-glückliche Lotto-Spieler. Das grosie ägyptische Traumbuch mit 1914 Tralimalislegungen. Preis 24 kr. Ferner sind d.'selbst noch zu haben: Kleine und große K'»'iKtil5«» für I85l zu 5 kr. uno 6 kr. 3. 787. (2) Vci I. Gt 0 NtjN tf Buchhändler in Laibach, ist stets vorra'thig nnd zn haben: Die .Ntverläsftgc Hcilnng der B«nst ««d Lungennbel v 0 n !>«'. V. Nanduitz Preis 40 kr. Nucllc der mcistcn Kranklieitoll nenerer Zeit. (3,n Wort über chronische Nervenleiden und daä bewährteste Pl'ä'seruativ - und Heilmittel gegen alle davon ausstrahlenden Beschwerden: Hypochondrie, Hysterie, Magenkrampf, Epilep-sü', Samenergiesiungen, mannliches Unvermögen, Bleichsucht :c. Preis 20 kr. Z, 85>l. (I) A. S. ausschl. MH Privilegium aus tlas neu *W erfundene An a th erin - M un d - Wa sser Zahnarzt un^Pnoilegiums-I'-haber: Stadt, Goldsch m idgas se Nr. 604 in Wien. DieseS Mnodlvasser, ron der niedicin. Fa^ilcat geprüft u„d durch eigene Erfahrung erprobt, bewährt ncl) vorilialich gegen de» üblen Geruch ans dem Munde, be, vernachlässigter Rein,ginn, sowohl künstlicher als hohler Zahne und Wurzeln und gegen den Tabakgewch, nnd nagt weseMch zur Erdaltuna der ^ahne bei. ' D>e Niederlage hieven befindet sich iu der Galanteriewaren.- Handlung des Heim Awls Kaisell, am -^auptplal) Nr. 13, in Laibach. Ein Flacon sammt Gebrauchsanweisung kostet fi. I. 20 kr. ^. M. I G. P o p p. Ich gebrauche oas Mundwasser des Zahna ztes Pop» mit deu> besten Erfolg gegen mein krankes Zahnsieisch,'so wie auch gegen den Tabargemch, e.nplehle eo daher der Wahrheit gemasi Iedermau" an. L Fische r ,». p. Kupfersteche''. Ein inehrjahriger Gebrauch verschiedener zahnärztlicher Mittel war nicht im Stande, mein lockeres, krankhaftes, scüibmisches , hanfig bilttendes Zahnfieisch ^u heilen, bis ich mich des Aoatheril,-Mnndwassers vom Zahnarme I. G. Poop bediente, worauf das Uebel schxell und vollkommen steheilt wurde. Den, z>, ^o!qe fühle ich "iich verpachtet, dieses Mittel alle,,, die an einem ähnlichen Uebel leide", dliogend zu empfehle,'. ! F A Volty m p.