Wt. 98. Mittwoch, 29. April 1891. litt. Jahrgang. kMcher Zeitung. ^>'^7"—>—__________________________________- < ^tt,.' ^lbjHh^ ^ ° Nuer 1« „ bun 8 : ganznchrr Zeitung. "^t ^""«""""'"'^"^^se wollen Porto. ^^^leinma^r H Fed. Vamberg. «^"schliV^^che ^°l's"t haben mit l^7^" ClN"y "°m 19. April d. I. den 5X> G /°^h Karl Elster zum 5 ' iu fr«.«« sürftbl^chijstichen Tomcapitels ei^r. "ü^ruht. Kautsch M.P. x^m^.," k. l. Finanzdirection für Kram ^kn ganten Adolf Bohinec zum, ^>>^^rx. Rangsclasse ernannt. ^anMchei^heil ' I ^ '""M des Reichsrathes. !^ ^ ^llti« -- Wien, 27. April. «^ ^bgeo3„?bung des Abgeordnetenhauses b^.ßl^ di n^'Menger und Genossen ^ ?!^t- un^^ ^ Verzehrungssteuer « ^^cin^?. ^techv.eh und Fleisch ein. l3> l> Fetsi^ "'^t bloß auf eine Re-R^ V'"kn ll?"«« "gend eines Princips. Wt°d./etselb° s "°nd,g ausgearbeiteten Gesetz- Wl ^ hervo,."""z"t "us den Berathungen W'!^ häuf?, ^.^"selbe bezweckt die Be- ^' EeiH ^ erhobenen Klagen der Gast- V df. ^li ^n^"«-!'. ""derer Gewerbsleute. Zu >!^te^H die Möglichkeit, die Staats- ^^^^ i" den allergrößten Uebel« i ständen Anlass gegeben hat. vollständig amoviert werden. Anstatt der bisherigen Art der Steuereinhebung, Ab. findung, Verpachtung und Erhebung soll nach franzö» sifchem Muster ein Repartitionssystem eintreten. Handelsminister Marquis de Bacquehem legte einen Gesetzentwurf vor über die Aufstellung von Betriebs« leitern beim Bergbaue. Die Abgeordneten Hellriegl und Genossen interpelliern den Iustizminister, warum Tirol und Vorarlberg hinsichtlich der Regelung der Advocaten-tarife nicht einbezogen wurden. Der Abgeordnete Haber» mann interpellierte den Handelsminister, welche Vorkehrungen die Regierung getroffen habe, um dem Lande Mahren die unleugbaren Vortheile der Gütertarife der Staatsbahnen unmittelbar zuzuführen. Bei Uebergang zur Tagesordnung wurde die Behandlung Über den ! Antrag Hajek, betreffend einige Aenderungen der Ge< ! werbe-Ordnung, fortgesetzt. Der Abgeordnete Geßmann ,trat bei diesem Anlasse für die Sonntagsruhe beim i Handelsstande ein. Er verwahre sich gegen den Vorwurf ^der Socialdemokraten, dass die Handwerker ihre Gehilfen ausbeuten. Das geschehe nur ausnahmsweise. In weiterer Folge gefiel sich der Redner in Ausfällen gegen den Liberalismus, der unter dem Schilde der Freiheit die Leute geschunden habe. Visher stehen noch die Handelsangestellten auf gesetzlichem Boden, werde man aber ihre Wünsche nicht erfüllen, so liege die Gefahr nahe, dass sie ins social-demokratische Lager übergehen werden. Nach Geßmann, der die liberale Partei wiederholt angegriffen, nahm der Abgeordnete Siegmund das Wort. Er hielt den Anti-Liberalen entgegen, dass diese mit den Erfindungen der Neuzeit, der Dampfmaschine, welche die Productionsverhältnisse so sehr verändert habe. noch immer nicht rechnen wollen. Dieser Thatsache ver« schließen sich gewisse Parteien, welche es nicht unterlassen, sich mit gewissen Schlagworten an die Menge zu wenden, denen leider auch die Kleingewerbetreibenden gefolgt sind und von denen sie sich bethören ließen. Für den kleinen Gewerbsmann muss Abhilfe geschaffen werden durch die eigentliche staatliche Gesetzgebung und durch die Selbsthilfe. Keine Partei hat sich des kleinen Mannes so sehr angenommen, wie die liberale Partei (Schneider: Ui je!) Auch die Handelskammern thun in dieser Hinsicht das ihrige. So habe die Reichenberger Handelskammer für solche Zwecke Subventionen bis 12.000 fl. jährlich gezahlt! (Schneider: Wer zahlt's denn?) Die kleinen Gewerbetreibenden gewiss nicht. Die liberale Partei habe stets ihre Pflicht gethan, sie hat es aber vermieden, Schlagworte zu gebrauchen. Abgeordneter Professor Kaizl (Iungczeche) plai-dierte für die Sonntagsruhe der Trafikanten, gegen den «Genuss des Lottospieles» am Sonntag. Er sprach schließlich gegen den «modernen Pharisäismus». Dr. Lueger wies den Vorwurf, dass seine Partei die Bevölkerung bethöre, zurück. Man urtheile über seine Partei immer nach den Berichten der Blätter; er aber könne versichern, dass in diesen Versammlungen immer sachlich gesprochen werde und daselbst volle Redefreiheit bestehe. (Gelächter links.) Gerade die liberale Partei hat mit Schlagworten gearbeitet, und sie kann in dieser Richtung als ein unerreichbares Vorbild für ewige Zeiten dienen. Die ganze Freiheit ist nur ein Schlag« wort, ein Schlagwort, weil es den Bauer, den Gewerbetreibenden, den Arbeiter erschlagen hat. (Lebhafter Beifall der Antisemiten, Widerspruch links.) Bei der hierauf folgenden Abstimmung wurde der Antrag Hajrl dem Gewerbe»Ausschusse zur Vorberathung zugewiesen. Die Abgeordneten Iaques und Roser begründeten ihren Antrag, betreffend die Entschädigung für un« gerechtfertigt erlittene Strafen; die Abgeordneten Dr. Iaques und Vasaty fprachen zu dem Antrage betreffs Abänderungen der Strafprocess'Ordnung (Antrag Iaques über das objective Verfahren). Die betreffenden Anträge werden an die competent«« Ausschüsse zur Berathung geleitet. Die Abgeordneten Rolsberg und Genossen beantragen eine Abänderung des Gesetzes über die Abschreibung der Grundsteuer bei Elementarschäden; die Abgeordneten Ruczka und Genossen beantragten eine Aenderung des Gesetzes über die äußeren Rechtsver« Hältnisse der katholischen Kirche. Abgeordneter Schwarz und Genossen interpellierten den Mmister'Präsidenten wegen der Beschleunigung der Vorarbeiten zur Revision des Heimatsgesetzes. Abgeordneter Morre und Genossen interpellierten den Minister des Innern wegen der Maßregel zur Sicherheit des Eigenthums, welche im Oerichtsbezirke Ober-Radkersburg durch eine verbreche« rische Bande bedroht werde. Die Abgeordneten Nemec und Genossen interpellierten wegen Abänderung der Gewerbe-Ordnung; Bareuther interpelliert, ob die Regierung einen Credit für die Ausstellung in Chicago bewilligen wolle. — Nächste Sitzung morgen. In der heutigen Sitzung trug sich folgende Epi-sode zu: Abgeordneter Schneider unterbrach nämlich fortwährend die Rede des liberalen Abgeordneten Siegmund durch Zwischenrufe. Wrabetz wies ihn hierauf zurecht, was Schneider mit dem Zwischenrufe beantwortete: «Der gehört ja zur Alliance Israelite!» Abg. Dr. Bloch, welcher in der Nähe Schneiders stand, rief Heullleton. ^,/'°«zM?ll°sich. A ist - l. '^ 3^^ - diefe Trauerbotschaft ' i >disch^"knwelt tief erschüttert. Denn h" durch den plötz- ^t>'.ledern ^c ""en schr empfindlichen ^ ^^iss ^b'chlbe hat auch in die ver- W^<^tan " ble Slaviftil ihren hervor- Ml'H?ud?en ' b'r durch seine zahlreichen M^h Het'Pt>s"uf den verschiedensten Ge- fast durch ein halbes ' ^" is? D'e an " Entwicklungsgang der-^ bei zf°""äe gegenwärtige Generation ^i^Md .^ ."der seinen Werken in die '>q^ de, 3 an?""' I"HN°pfen nach-'5<'. l>nd wi,?"? Wklosich aus der sla-ö " zHr h,^,, dieselbe fast um ein der ganze Fort- . >" tel. oder" ^ten vierzig Jahren ge- X' ^ bil^ unmittelbar auf jeine F^r- ? ^>lichte^ Wide Vasts, welche erst "?Sj '>gen d,^. """" u"« heutzutage ^'>r^" den ^ Zechen Sprachlebens ?>> . bewli Kt Vultaten seiner Studien 4 ^.s> lelA '". da wir dieselben ge- R "^Nige^ gelben betrachten, so be- An dem von ihm geschaffenen großartigen Gebäude der vergleichenden Grammatik der slavischen Sprachen, dem er durch die Riesenfülle des Materials eine sichere Grundlage zu geben wusste, werden die künftigen Generationen nur unwesentliche Aenderungen vorzunehmen haben, sie werden nur einzelne Ornamente und Tragsteine an denselben anzubringen und manches, das jetzt nur in groben Contouren gezeichnet, ins Ein» zelne auszuführen haben. Das Gebäude felbst bleibt unberührt vom niemals ruhenden Zahne der Zeit. ein Werk Miklosich'. Es haben sich allerdings Nihilisten gefunden, die gegenüber der ungeheuren Masse des durch die glänzenden Leitungen Miklosich' unantastbar feststehenden position Gewinnes kleine Abweichungen in einzelnen Punkten, wo noch eine weitere Discussion möglich ist. in ihrer Eigenliebe zu principiellen Ver. schiedenheiten ausgebauscht haben, um sich in dem billig erworbenen Ruhme, eine eigene «Schule» gegründet zu haben, sonnen zu können, doch bei der allgemeinen Anerkennung der Verdienste Miklosich' fanden sie keine Beachtung. Wahrlich, es gehört eine edle Begeisterung für die Wissenschaft und Wahrheit, eine große Charakter-stärke und seltene Seelengröße dazu. um. unberührt von dem lärmenden Getriebe der politischen Ereignisse und unbeeinflußt von den Gefühle», eines echten oder unechten Patriotismus, so Großartiges in der Wissenschaft schaffen zu können. Geboren wurde Miklosich als der Sohn emes kleinen Bauern am 20. November 1813 auf dem Ra-domerscak unweit Luttenberg in der südlichen Stner-mark. in einer von der Natur mit vielen Reizen aus- gestatteten Gegend, für die der Dichter des Illyrismus und Jugendfreund Stanko Vraz in seinen Gedichten nicht genug Worte der Bewunderung finden konnte. Vielleicht mögen die Iugendeindrücke dieser Gegenden und seines heiteren, gesangliebenden Völkchens dazu beigetragen haben, dass sich Mitlosich in den späteren Jahren mit einer gewissen Vorliebe mit der jlavischen Voltspoesie beschäftigte. Die Volksschule besuchte er im nahen Lutlenberg und bezog hierauf das Warasdiner Gymnasium, das er jedoch bereits nach zwei Jahren mit dem Marburger vertauschte. Nach Absolvierung desselben kam er im Jahre 1830 auf die Grazer Universität, wo er Philosophie studierte. Daselbst fand er einen begeisterten Kreis junger Landsleute aus den verschiedensten Gegenden seiner weiteren Heimat, die alle für ihr Volk und dessen literarische Bestrebungen schwärmten. Da gab es manchen harten Strauß zwischen dem kühlen und nüchternen Miklosich und dem feurigen Dichter Stanko Vraz. Oft waren im Hörsaale vor dem Vegim, der Vorlesung auf Miklosich bezügliche Verse zu lesen, ldenen jedoch der geniale junge Miklostch mrmals e,ne Antwort schuldig blieb. Zugleich studierte er auch Jus. und als er 1837 mit glänzendem Erfolge sem phllo-fovbisches Doctoral bestaxden hatte, konnte er noch m demselben Jahre an der Umversität mit Vorttägen über die Philosophie beginnen, die zedoch mit Mitte 1868 ein Nndc nahmen, weil er nach Wien übersiedelte, wo er 1840 zum Doctor Juris promoviert wurde und m dle Advocaturslanzlei M.Bachs, des Vaters des nachmaligen Ministers, trat. 3ailiachcl Zeitung Nr. 96. 790 29. O< diesem zu: «Benehmen Sie sich anständig; Sie gehören ja eigentlich ins Zuchthaus!» Abgeordneter Schneider replicierte: «Gehen Sie nach Kolomea!» Abg. Dr. Vloch: «Kolomea hat mich hicher geschickt, und Sie sollte man ins Zuchthaus schicken, denn Sie verdanken bloß einer unbegreiflichen Nachsicht des Staats' anwaltes, dass Sie hier sitzen.» Es sei noch erwähnt, dass Schneider in einem Zwischenrufe auch die Ionr« nalisten beschimpft hat. Das englische Colonialreich. Seit länger als einem Jahrhundert gilt England unbestritten als die erste Colonialmacht der Welt, und dieser seiner Stellung, welche den Rl'hm und Glanz des britischen Namens durch beide Hemisphären trug, verdankt das britische Inselreich wesentlich mit sein großes poli» tisches Ansehen bei den maßgebenden Völkern des Erdballs. Gewiss ist es auch etwas Großes um ein Reich, dessen Grenzen sich ilber alle fünf Erdtheile ausdehnen und welches an Umfang, Macht und Newohnerzahl selbst das gewaltige Weltreich der Römer weit hinter sich lässt Aber dieser Eindruck von der imponierend n Stel» lung Großbritanniens konnte nur so lange aufrecht erhalten werden, als nirgends ernstliche Zweifel auftauchten, ob der äußerlichen Riesenhastigfeit des Baues der englischen Weltmacht auch dessen innere Festigkeit entspreche. Gerade die letzte Zeit indessen hat verschiedene Belege für die Annahme geliefert, dass der Bestand Englands alS Colonialreich keineswegs mehr so ungefährdet erscheint. Vor allem haben sich in den letzten Jahren in den australischen Colonien Bestrebungen ganz offen kundgegeben, welche aus die factische Unabhängigkeit derselben vom Mutterlande zielen. Schon bisher war der äußerliche politische Zusammenhang zwischen England und Australien nur noch ein ziemlich loser, aber er ist durch die kürz« lichen Beschlüsse der Parlamente in den einzelnen australischen Colonien, wonach sich letztere zu einem von der Londoner Centralregierung fast unabhängigen Staaten» bunde vereinigt haben, noch weit mehr gelockert worden. Factisch ist Australien jetzt schon so gut wie selbständig, und nur noch der Umstand, dass die englische Regierung einen nicht unbeträchtlichen Theil der Verwallungslosten der australischen Colonien trägt, verhindert wohl deren förmliche Unabhä'ngigkeitserllärung. Aehnlich stehen die Dinge in Canada, das sich eben« falls schon seit längerer Zeit eine besondere politische Stellung gegenüber dem Mutterlande zu erringen gemusst hat. Es bedarf nur noch eines äußeren Anlasses, etwa einer Empörung der Neufundländer gegen die englische Regierung wegen der bekannten Fischereifrage, um die in Canada vorhandene Neigung zum vollständigen Anschlüsse an die große Nachbar-Republik zum entscheidenden Durchbruche kommen zu lassen. Auch in einer dritten wichtigen englischen Colonie geben sich wachsende Gelüste nach möglichster Selbständigkeit kund, im Copland. Na» mentlich gilt der jetzige Gouverneur der Capcolonie, Sir Cecil Rhodos, als ein eifriger Befürworter dieser Rich« tung, wenngleich er es gut genug versteht, seine amtliche Stellung durch seine politischen Neigungen nicht allzusehr zu compromittieren. Das Capland hat sich gleich Canada und Australien ebenfalls bereits eine gewisse Unabhängig» leit vom Mutterland,: errungen, so dass zdie politischen Fäden, welche die Capcolonie mit England verbinden, nur noch locker sind und eines schönen Tages leicht gänzlich zerreißen könnten. Und blicken wir endlich auf die wichtigste aller englischen Colonien, auf Indien, so machen sich hier gleichfalls unverkennbar Bestrebungen nach Lockerung des festen Bandes, welches England und Indien zur Zeit noch umschlingt, bemerllich. Gewiss sind die jüngsten Aufstände der Eingebornen im Schutzstaate Manipur und am oberen Indus nur Erscheinungen localer Natur, immerhin zeugen sie von einer gewissen Gährung unter den indischen Stämmen, welche unter Umständen leicht das ganze indo« britische Kaiserreich ergreifen könnte, falls nicht England daselbst besonders wachsam ist. Politische Uebersicht. (Hoftrau? r,) Auf Allerhöchste Anordnung wird für weiland Se. kaiserliche Hoheit Nikolaus Nikolajevic, Großfürsten von Russland, die Hoftrauer von Mitt» woch den 29. April l. I. angefangen durch sechs Tage, ohne Abwechslung, bis einschließlich 4. Mai getragen. (Gemeindewahl in Cilli.) Bei der vorgestrigen Gemeinderalhswahl in Cilli gienqen aus dem dritten Wahlkörper, nachdem von 436 Wählern 112 erschienen waren, nachstehende Herren hervor: Dr. Josef Neckermann, Julius Rakusch. Franz Pacchiaffo, Michael Altziebler, Andreas Zorzini, Josef Wratschko. Anton Aichberger, Josef Iellenz. (Die Adresse des Abgeordnetenhauses.) Der Adressausschuss des Abgeordnetenhauses versammelte sich nicht, wie geplant war, gestern, sondern erst heute zu seiner nächsten Sitzung, in welcher Abgeordneter Dr. Ritter von Biliniki den von ihm verfassten Adressentwurf vorlegen wird. Die Hinaus-schiebuua. der Sitzunq um einen Tag erfolgte zu dem Zwecke, damit den Clubs der Linken und der Conservatives! Gelegenheit gegeben werde, ihre Haltung gegenüber dem Bilmsti'schen Entwürfe festzustellen. (Landwirtschaftliches.) Wie man uns mittheilt, sind seitens des k. k. Ackerbau Ministeriums behufs Erlangung des für ein allseitiges eingehendes Studium der Verhältnisse der landwirtschaftlichen Be» völkerung erforderlichen Materials von sämmtlichen Landeschefs Berichte über ihre diesfälli^en Wahrnehmungen in den betreffenden Verwaltungsgebieteu abverlangt, und ist hiebei auch die Vorlage von detaillierten Daten in einzelnen Richtungen angesprochen worden. Zu diesem Behuse wurde eine Reihe von Fragepimkten aufgestellt. Die Vorlage der erwähnten Berichte ist nach dem hiefür festgestellten Termine im nächsten Monate zu gewärtigen. (Zur Ärbeiterbewegung.) Aus Prag wird gemeldet: An den Straßenecken wurden heute rothe Placate der internationalen Socialisten mit der A>lf-forderung zur Betheiligung der Arbeiterschaft an dem großen Arbeiter-Meeting auf der Schützen'Insel am 1. Mai vormittags vorgefunden. Als Programm wird angegeben: Achtstündige Arbeitszeit, Feier des ersten Mai, allgemeines Stimmrecht. Für abends ist ein Con» cert mit Tanz angekündigt. Die Theilnehmer werden ersucht, den Anordnungen der Ordner Folge zu leisten und «das nöthige Bargeld bereit zu halten». (Oesterreichischer Lloyd.) Heute wird die Zustimmung des Finanzministeriums zu der, dem Lloyd zu gewährenden Subvention von 3,400.000 st. erwartet, Die Verwaltung der Gesellschaft hat sich mit dieser Ziffer noch nicht einverstanden erklärt, man erwartet jedoch keinen ernstlichen Widerstand derselben. Der Lloyd wird sofort nach Abschluss des Uebereinkommens vier neue große Seeschisse für den indischen, eines für den ___________________—---------^ «. M^ Levautcverkehr und eines für die ^ ^b^ haben. Die künftige Verwaltung des ^ ^ einem Triester und einem Wiener ^ ^ ^' oder fünf Personen bestehen, doch ""^ B",< seinen ständigen Wohnsitz in Trieft ^isit^ sind die vom Minister Frage der Verlegung des Pnmat!al!'h' ^l, .^ Budapest zwar noch nicht vollständig ^. ^ so viel schon als sicherstehend zu """" ^l« ^ Regierung diesbezüglich dem Pallas' ^ entwurf unterbreiten wird. ,,,ali^, « (Der französische Zo ^'^ französischen Abgeordnetenkammer >"" M^!' Woche die Debatte über den ne"^"^ii> beginnen. Ursprünglich hatte der ^^i! Commission. Herr Meiine. darauf ^!^„, Zolltarif noch vor Ostern in der Ka" ^ werde, trotzdem die Zoll-Comnnssw" ^1 nicht alle ihre Berichte dem M""" ^' Inzwischen hat sich aber eine s^s ^. ' sition g?gkn dtn Tarifentwurs .^^ ^ nachmittags veranstaltete in P"' ,;ne 2?^ ! Schutze der um gegen die wirtschaftliche Polim o ^ ;, zu protestieren. Die Versammlung 5 " , nehmer. «rdliet^ ! (Im preußischen Abgeo^', ^ soll tue Berathung der SperrgelderM i,^. , Woche stattfinden. Die «National-l'"" ^ ^ saql. cs bestehe in der Thrile der conservativen und der s"'^ . ^ del ^ keine Neigung, dem Gesetzentwürfe " s^^^ z ^ Commission verbesserten Fassung /A^hel W wohl sei das Zustandekommen des ^ h,< ^ Centrum, die , der Consrrvatioen und der 3"'° ^ schemlich. (Exkönigin Natal.e.)V^^^ der Ausweisung der ExkönlgM Na" ^ ^ Belgrader Regierungstreisen, s" " L'^ s< schrieben, zweiirlei A.'sichten ge'"""' ^W ^ darauf mis. dass Frau Nataltt "' ^e^i^ bürgerin unter keiner Bedinam'g °'Hd.^^ könne, während anderseits blhm'pN' ,^5^/ dem Augenblicke, in welchem ih" U^ Z^ , gelöst wurde, aufgehört habe. jero^ ^, . zu sein. > l 'V <' (Russen und Pole^) ,r^ , schon besteht in Russland e,n ^'^M,^. ,^ Polen (ebenso wie den Juden) " ^oM^-, neun westlichen kleinrussischen """ hei'-^ l^ uernements GrundeigenWM zu erw ^ j> ist jetzt weiter ausgedchnt wold"' e r° . Polen auch die pachtweise Uevei stücken unbedingt untersagt "'"^i'elt - ^!. « (Aus von 48 demokratischen Arbett "" ^ d' 1 ^ einer gestern abqrhaltenen Verpm hM tung friedlichen Charakters d" K"^„ ^ , und lehnten mit 39 gegen ? ^" , ^> gesetzten Antrag ab. m^.ug°lH^ (England und ^^der^'^ aus Capstadt zufolge wurden l"^^ft^ Officiere der südafrikanischen .^'^e!"' ^ gegriffen. Der Angreifer soll em s^ ^ sein; derselbe ist noch nlchtvelym^ Die Bekanntschaft mit seinem Üandsmanne, dem damals auf dem Höhepunkte seines Ruhmes stehenden Slavisten Kopitar, sollte entscheidend auf sein weiteres Leben wirken. Kopitar, der Custos an der Hosbibliothek war, erkannte sogleich die außergewöhnliche Fähigkeit des jungen Mannes und suchte denselben ganz für die Wissenschaft zu gewinnen. Es gelang ihm in der That, Miklosich zu überreden, dass er die juristische Laufbahn aufgab und sich ganz den slavischen Studien widmete, zumal er 1844 durch seinen Einfluss eine Anstellung an der Hofbibliothek erhielt, wo er bis zum Jahre 1862 als Scriptor thätig war. In dem stürmischen Jahre 1848 entsandten ihn seine engeren Landsleute als Vertreter des Wahlkreises St. Leonhard in den conftituierenden Reichsrath, an dem er bis zu dessen Auflösung theilnahm. Selbst Miklosich konnte sich in jenen politischen Jahren nicht ganz der Politik entziehen, auch er musste der politischen Influenza seinen Tribut zahlen, ja er nahm als Präsident des Vereines «Slovenija», der von den Wiener Slovene» begründet wurde, regen Antheil an allen Bestrebungen der Slovenen. Dieser Verein, von dem im Namen der Slovenen die bekannte Antwort an Anastasius Grün betreffs der Wahlen in den Frankfurter Reichötag ausgieng, hatte sich zur Aufgabe gestellt, mit aller Kraft für die Ver-einigung der slovenischen Gebiete und für die Gleich» berechligung in Schule und Amt einzutreten, und versandte in diesem Sinne abgefasste Rundschreiben zur Unterschrift an alle slovenischen Patrioten. Miklosich unternahm als Vorsitzender der «Slovenija» sogar eine Reise nach Laibach, um mit den hiesigen politischen Persönlichkeiten zu conferieren. und wurde festlich empfangen : man gab ihm für die ganze Zeit seines hiesigen Aufenthaltes eine Ehrenwache. Als es sich um die Reorganisation des Volksschulwesens handelte, wurde betreffs der slooenischen Volksschulen neben dem bekannten Bischof Slomsek auch Miklosich von dem Minister Thun um sein Gutachten befragt; er entschied sich fürs Slowenische als alleinige Unterrichtssprache, während SlomZek eine utraam-stische Einrichtung befürwortete. Um dem Bedürfnisse nach slovenischen Lesebüchern fürs Obergymnasium gerecht zu werden, erhielt er 1849 vom Ministerium den Auftrag, dieselben sammt einer Uebersicht der slooenischen Literatur usammenzu-stellen, und der schon damals einen bedeutenden Ruf genießende Gelehrte unterzog sich willig auch dieser ungelehrten Aufgabe. In demselben Jahre wurde er vom Minister Grafen Stadion, der ihn auf dem konstituierenden Reichstage kennen und seine Fähigkeiten würdigen gelernt hatte, zum außerordentlichen Professor an den neu creierten Lchrstuhl für die Slavistik an der Wiener Universität berufen, und als er bald darauf einen ehrenvollen Ruf an die Breslauer Universität erhielt, wurde er 1850 zum ordentlichen Professor ernannt. Hier wirkte er durch mehr als dreißig Jahre als eine Zierde der Universität und sicherte ihr in der Slavistik durch die Autorität seines Namens und durch seine Schüler einen Ehrenplatz, den sie mit Recht noch heutzutage behauptet. Kollich, s^II-,, Konnte es denn sein? ^r ^ ^ ^ lose Masse ihr Kind. ^/ M. . H Lachen noch in ihrem Ob«^ Blick in ihrer Seele lebte? ^ ll"cll"^^^^^ ihrem Innern wühlte, er war ulN ^> dass jedes Wort zu gering jcyl ^,ge" ,l-druck zu geben, und wMeno ^n. ,., klagend die kleine Leiche um,' 5^ ^, Mutter, thränen- und w^llos ^'UH b > starrte nieder auf dns "iM. <,M>^ ' welches ihre ganze Lebensfreu^ ^" '^i, ganze Lebensfreude! 3"' ^, ,o°r " '^j gehabt außer dem Kmde? ^ , ? > sie - sie follte weiter leb"? .^ L"^ Da gab es Gesetze ,m!e ^ vc ^. der Mtwe zur Pflw ""ch^, z" ' < .^ Gatten den Tod in den 3""^,, 0 st,,, ^ nicht das weit Natürlichere. ^e„e sick F^ gestatten wollte. M '"t H Oc.^ s,,^-, graben? Würde "'«< " ^in d'/ ' ^ >^. Herzens mit ein enken lasjen ^ '^h^ ' - ,. welche sie wenigstes eint. anstatt den Kampf "'^.7>^').-einsam und allein - °hne ^ ^sin, ^ ^ Procent verzinst werden. '^ta!. ° « ^ ^'t dem neuesten, mit dem ., >e Vlel^. bonking angekommenen Courier <^l von ?«'. dass Indo-China gegenwärtig ^^^Piraten zu leiden hat. ^kldet d ^^ aiser haben, wie die «Wiener '""a ^.^chulgemeinde Brück an der Leitha «?ll^ K" des Schulbaues eine Spende Kühl °" Allerhöchsten Privatcasse zu bewil. ^d^/"^'Jubiläum.) Wie bereits !>, ^,7 „ kärntnerische l. und k. Insanterie-^'?^00!g!" 24. Juni d. I. in Klagenfurt die ^>? <"n 3" ^°^°ndes begehen. Die geschicht-vl.?°'lenbllu« ^!'"' "bends wird im Hofe der MÜ!^ bi"o "lerne stattfinden. Dabei werden »^ Kr ^ s.^ '" der Uniform, wie sie das W? Element Errichtung trug, nach dem exercieren und manövrieren und M" KM """ ^ lener Zeit üblich gewesenen ^« GeschO ^luch «lebende Bilder, aus der ^°"gen des Regiments sollen zur Dar. Moltke f) «^z O , " das Leichenbegäugnis des General-VV^°>n^" Moltke statt. Der Conduct NllH d°n h .""°lstabs'Gebäude nach dem Lehrter ^i?^ilie„^ Ueberführung der Leiche auf das ^ ! °'lein 3 « "'^" erfolgte. Dort wird Moltke ft^?lt j^ °ez engsten Familienlreises an der ?hl? ^ltin ^' ^^ Jahren im Tode voran-^>I>pelle Äi^t. Die im gothischen Stile ^F>n, ."hebt sich zwischen Cypresfen und ^? er s.s7"^l. Wenn Moltle auf feinem Gute ^ ße^pelle ^ das Mausoleum zu besuchen. k V'!>ki blum ?^" ""'^ ^"len empor. » ^t. 2V." "^deckte Särge, auf welche bläu« ^l>^°rsH.n?° ^» birgt die Hülle der M^6l' u.?Us, der andere die der Schwester ^'»';H ""er ie.ner Gattin. Eine Nachbildung s V^che« 9i ^"sws schmückt die Kapelle, welche ^iL^lülluna. ^"°" ^^lt: «Die Liebe ist ^>"ölon.5 ° blenl ° ge r.) Englische Ge-!?<«? ^hlenl, " ^"d der Ansicht, dass, wenn ^^^lnatip^/^e erschöpft sind. eS auch mit «. l" h-, °u> industriellem Gebiete zu Ende U.U. »"hei ? "«treten dürfte, darüber find U", Will c^°" Professor Ierons und ^^ lchlieb i^""'" diefer Frage eingehende U l»« ""ichtb. ^ ^" dem Resultate zu kommen, ^,> ^"m des Landes nur noch 110 Jahre ^°deg ln°" der Behauptung des Minen» l>^'i I ^ Com?^." ^"ken, welche dieser am ^ ^lld^",'" der projectierten neuen Eisen« ^ ^ylre und der englischen Metropole aufstellte, so befinden sich heute zwischen Varnsley und Nottingham im Umkreife von vier Meilen 4.513.000.000 Tonnen Kohlen. Selbst diefe ungeheure Menge erreicht jedoch, wenn der gegenwärtige Consum auch in Zukunft anhält, in 150 Jahren ihr Ende. Und dann? — (Ein Wildfchwein im Wienerwald.) AuS Klein-Mariazell wird folgender, für Jäger interessanter Fall mitgetheilt: Am 23. d. M., nachts um 12 Uhr, wurde von dem Besitzer der Domäne Klein-Mariazell, Herrn Rudolf Dehm, auf feinem Jagdgebiete ein starler Keiler (Wildschwein) auf dem Anstand erlegt. Das Thier wog 200 Kilo. Nachdem in der ganzen Gegend ein folcher Fall noch nie vorgekommen ist und auch in der Nähe leine Wildfchweine gehegt werden, muss an< genommen werden, dass das Thier von weiter Ferne gekommen ist. — (Ausstellung für geographische Lehr ge genstände.) Da? Bureau des im laufenden Jahre in der Zeit vom 10. bis 15. August in Bern stattfindenden internationalen Congresses für geographische Wisfenfchaften beabsichtigt, in derselben Zeit eine inter« nationale Ausstellung zu veranstalten, welche die für den Unterricht in den geographischen Lehrgegenständen in Verwendung kommenden Lehrmittel und die an den verschiedenen Schulen eingeführten Studienpläne zum Gegenstande haben, fowie auch eine Abtheilung für Schüler-arbeiten enthalten soll. — (Großer Unglücksfall.) Im Eisenwerke Witkowitz in Mähren hat sich vorgestern vormittags ein großer Unglücksfall zugetragen. Im Hochofen ist nämlich eine Explosion infolge eines gesprungenen Wasserrohres erfolgt. Betriebsleiter Wagner und sechs Arbeiter wurden getöbtet, und überdies erlitten zahlreiche Arbeiter Verletzungen. Der General-Director und der Director fowie der Chefarzt des Eisenwerkes leiteten persönlich die Rettungsarbeiten. — (Der Erfinder der Spinnmaschine.) Aus Paris wird berichtet: Durch ein Gefetz war den Erben Philipp von Girards, Erfinders der Spinnmaschine, seinem Bruder Josef und seiner Nichte Frau von Eor-neillan, eine Lebensrente von zusammen 12.000 Francs als National'Belohnung ausgesetzt worden. Josef de Girard starb 1854 und Frau de Corneillan 1890. Durch einen Erlafs ist nun diefe Rente auf der letzteren Tochter Frau Baronin Pagnes de Poucarös übertragen worden. — (Ein Scandal im Circus.) Aus Turin wird telegraphiert: Als die Schulreiterin Baronin Re tide n gestern im Circus Coole in russischen und französischen Farben auftrat, begann Graf Mas fei, ein Sohn des Diplomaten gleichen Namens, zu pfeifen und laut Injurien auszustoßen, woraus der Gatte der Schul-reiterin, ein gewesener russischer Hauptmann, dem Grafen drei Ohrfeigen verfehle. Der Schluss dieser Affaire, welche peinliches Aufsehen erregt, wird ein Pistolenduell sein. — (Der Mörder des Herzogs von Parma.) In Buenos-Ayres hat sich am 10. März ein Italiener, den man unter dem Namen Luigi Barata lannte. selbst das Leben genommen, indem er sich auf die Geleise der Eisenbahn warf, als gerade ein Train passierte. Es wurde constatiert, dass derselbe kein anderer als jener Cara sei, welcher am 26. März 1854 den Herzog Karl III. von Parma ermordet hatte. — (Valerie-Stiftung.) Nach dem soeben veröffentlichten zweiten Verzeichnisse der Beiträge für die «Valerie-Stiftung» zur Errichtung von Stiftungsplähen in den Officierstöchter-Erziehungsinstituten sind bisher für diese Stiftunq eingegangen 39.084 st. 64 kr. bar und 24.100 fl. Notenrente. — (Explosion.) Nächst Genua ist gestern die einem Privaten gehörige Dynamitfabril in Millesimo in die Luft geflogen; fünf Mädchen wurden getödtct. viele Personen verwundet. — (Verhaftung.) Auf telegraphifche Weisung des Kreisgerichtes in Wadowice wurde der Leiter der Bialaer «Kassa Zaliczkowa» , Herr Wyspianski, Samstag in Haft genommen. Die Verhaftung erregte großes Aufsehen. Eine aus Wadowice eingetroffene Ge-richts-Commission leitet die Unterfuchung. — (Lynchjustiz durch Soldaten.) Einhundertundfünfzig Soldaten stürmten das Gefängnis zu Washington und erschossen einen Gefangenen, der einen Soldaten ermordet hatte. Die Gefängniswache feuerte auf die Soldaten, mehrere derselben wurden getödlet. — (Glückliches Einvernehmen.) «Lebst du denn jetzt glücklicher mit deinem Mann?» — «O, jetzt sind wir ein Herz und eine Seele.» — «Hat er sich denn das viele Viertrinken abgewöhnt, worüber du immer fo unglücklich warst?» — «Nein, aber er hat mir'ö angewöhnt!» Local- und Provinzial-Nachrichten. Danksagung. Während meiner Krankheit sind mir aus allen Kreisen zahlreiche Beweise aufrichtiger Theilnahme zu-getommen. Zwar wieder hergestellt, bin ich jedoch außerstande, allen Freunden und Bekannten, welche sich nach meinem Befinden zu erkundigen die Güte gehabt, per« sönlich zu danlen, und mufs ich diefelben daher bitten, auf diesem Wege meinen verbindlichsten Dank für ihre Liebenswürdigkeit freundlichst entgegennehmen zu wollen. Laibach am 29. April 1891. Andreas Freiherr von Winller. — (Aus dem Reichsrathe.) Im Abgeord« netenhause des Reichsrathes wurde gestern die Regie« rungsvorlage, betreffend die Abänderung einiger Bestimmungen des Militär'Versorgungsgesetzes, ohne Debatte genehmigt. Sodann wurde die Verhandlung über den Antrag, betreffend die Einschränkung des objectiven Verfahrens, fortgesetzt. Der betreffende Antrag wurde einem aus 16 Mitgliedern bestehenden Specialausschusse zugewiesen. Hierauf erfolgte eine Reihe erster Lefungen. Die nächste Sitzung findet Freitag den 1. Mai statt. * (Schöne Frühlingsbilber.) Die Vefucher des Hirtenberges oder der freundlichen Wiefenmatten von St. Katharina, welche den Ausstieg von Zwischen« wässern aus unternehmen, erwarten auf dem dolomitischen Wege vom Margarethen ° Kirchlein bis zum Höhensattel gerade jetzt die reizendsten Frühlingsbilder. Gleich ober dem genannten, wegen seiner gothischen Fragmente sehr sehenswerten Kirchlein dehnen sich die üppigsten Erica-Teppiche über das Dolomitgebröckel der Aergrippen und Wegränder, und aus dem prächtigen Roth der Heide er« heben sich die schon in der Verfärbung stehenden Blüten der schwarzen Nieswurz. Allerliebst ist ein Frühlingsbild höher oben auf dem eigentlichen Nordhange des Hirtenberges, wo die so wenig geschonte «Königsblume» des Volles (vapkus 812x272113,) wurzelt. Eine abgeholzte Stellfläche kurz vor der Umbiegung des schräg über die Lehne auswärts laufenden Weges marliert die Stelle, die ich besonders hervorkehren will. Dort überrascht das Auge ein buntes Gemisch von lebhasten Farben, die ziemlich weit hinauf den nun baumlosen Hang bekleiden. Es sind die lieblichen Blütennester der krimula Heaulis und der schönen Leberblümchen (HspHtioa trillcha), die sich mitten zwischen Eriken, buchsbaumblättrige Kreuzblume» und die vom Blattgrün umsäumten weißen und zum größten Theile schon ins Röthliche übergehenden Blüten der schwarzen Nieswurz legen. Ein wunderliebliches Bild, das noch durch die rotsntiiia oarniolieH vervollkommnet wird! Der Weg biegt um einen aussichtsreichen Vorsprung des Hirtenberges nach Süden um und erreicht, bei einem einsamen Bauerngehöfte vorbeiziehend, alsbald die Sattelhöhe, die einen weiten Blick nach Süden eröffnet. Die Steillehnen zur Rechten deckt das herrliche Blau des Frühlingz-Enzians — ein neues Gemälde der Lenzeszrit, das zur Gewunderung anregt. Wenige Wochen, und de» Wanderer wird auf dem Nordhang des Hirtenberges der Goldregen mit fe'.nen langen, hängenden Blütentrauben entzücken. Schöne Frühlingsnatur! -» — (Vermählung.) Die Trauung, welche durch die bekannte Katastrophe auf dem Meere bei Abbazia, wobei ein Bruder der Braut und eine Schwester des Bräutigams verunglückten, einen Aufschub erleiden musste, hat nun im engsten Familienkreise und in aller Stille stattgefunden. Graf Moriz Strachwitz. Oberlieutenant des in Fünflirchen stationierten 10. Husaren-Regiments, ist vor einigen Tagen mit seiner Gemahlin Lucie, geborne Reichsgräfin von Kessel statt, in Fünslirchen ein« ^^in^". ____________ ___.^ ^t l,„d d"?d Alles gewesen! Nun war "Mlt der Tod auch ihre einzige /^'enaen. », ^ndi„.' °" Freiherr war, von dem ^^diqun' ?"""'ch gleich zurückgekehrt. <3" den, Z 5""es Kindes als erster Leid- ,1! b°n ibm? ""^zuschreiten; er wusste. 5 ^sichtt.,/°^rte. Die Baronin war und l^!Uass"i W musste Allein sein; sie >? sie ä?2 °ls unter fremden Menfchen. ^>H""hren. °ber es ward ihm un« 5>< "nfiibm ^."PW'd er doch nur zu gut. '> V?^'' "eser Frau Stütze und - > niit ' ""k" s'ch "gebenden schick-^!l ' T)il>np.cl?"ber svlt, und nun war '" dem großen. 1 sj' dety Z "? alles, alles ihr nur zu beredt ^t lN't ^'d' Wach. das sie verloren - ^ ^°We,1?" ^w"eit empfand, dass ^"' ^ And ^?lb""a fehle, nichts - ^ die S s ches doch die Seele von ^eele. die nu» gestorben, todt ^oiiH XVI. ^s,^t f3, lebte, wenigstens äußerlich. , . ^!>/e sitz M weiter nach dem Tode ihres ! -i>> Vill^ c Unvermeidliche, sie beugte ° sich"' hüll? 'l'? urtheilten di<> Menschen. "" dt«'" Unen^'A"' '" Wirklichkeit ver- ,'> <>ss"lH^l'cher Sehnsucht nach dem H ^^ sie n..°"?" s" das Kreuz auf sich i^> h?> wurk" 1° N"" zu tragen hatte, l V^se. well e '«imer mehr nur der Gast > ^ es s?^dasselbe schließlich einzig U "H darum handelte. Geld von seiner Gemahlin zn erlangen; sie war ihm der un erschöpfliche Geldborn, welcher keinem seiner pecuniären Ansinnen verneinend entgegentrat, der es ruhig zulieh, dass er in den adeligen Clubs, ja selbst am grünen Tische von Homburg und Vaden»Vaden Summen verspielte, vor denen jeder andere zurückgeschreckt wäre. Es hatte fast den Anschein, als habe er eine geheime Freude daran, das Geld, welches ihr so viel Schmerz bereitet, welches ihr in so erschlichener Weise zugekommen war, auch in möglichst rascher Zeit in alle Winde zu zerstreuen. Wochen, Monate vergiengen. Doctor Brand war endlich von seinen Reisen zurückgekehrt. Er hatte vernommen, welch schweren Verlust Hilda von Waldau erlitten, aber mit keinem Worte, mit keiner Zeile brachte er sich der Frau in Erinnerung, welche doch seinem Herzen so nahe gestanden, dass eben einzig dieser Umstand ihn in ferne Weiten getrieben hatte. Konnte er sie vergessen haben? Sie hatte jedenfalls nach seinem Dafürhalten das Vergessen gewählt, und er wollte ihr den Kampf nicht erschweren, durch nichts. Der Zufall führte diese beide» auch nicht zusammen, und so lebten sie denn. räumlich nicht mehr weit getrennt, dennoch so abgesondert von einander, als ob Meere sich trennend zwischen ihnen dehnten. Da geschah es eines Vlorczens. dass die vornehmen Kreise der Residenz in den Frühblältern durch eine Mittheilung überrascht wurden, welche nicht verfehlte — vielleicht eben. weil sie so ganz gegen das Alt-herkömmliche verstieß — ein geradezu sensationelles Aufsehen hervorzurufen. Man redete, man tadeltr. man fchllttelte den Kopf — kurzum, man konnte sich umso-weniger orientieren, weil man das. was geschehen, so durchaus gar nicht erwartet hatte. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 96. 792 29. A"^ getroffen, und die Officiere der dortigen Garnison bereiteten dem jungen Paare, das wegen des genannten Ungliickssalles auch von einer Hochzeitsreise Umgang genommen hatte, einen wiirdig-ernsten und doch herzlichen Empfang. * (Fllr die Gefallenen von Custozza.) Wie wir bereits kurz gemeldet, versammelten sich Sonntag nachmittags über Einladung des krainischen Militär« Veteranencorps im städtischen Rathssaale über 350 gl-wesene Soldaten zu einer Besprechung, wie der fünfund» zwanzigste Jahrestag der Schlacht von Custozza würdig zu begehen wäre. Nachdem der Commandant des Veteranen» corps, Herr Mihalic. die Anwesenden begrüßt und die patriotische Aufgabe der Versammlung hervorgehoben, schloss er seine Ansprache mit einem dreimaligen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, in welchen Ruf die Versammelten begeistert einstimmten. Vei der hierauf folgen« den Constituierung wurden por Hoolamationom gewählt, und zwar Landesofsicial Ferdinand Pfeifer zum Vorsitzenden, Vergamtsbeamter A. Schaffenrath zu dessen Stellvertreter und I. Slube zum Schriftführer. Sodann ergriff Herr Mihalic das Wort, um in einer beifällig ausgenommenen, patriotisch-begeisterten Rede die Art und Weise zu kennzeichnen, in welcher das krainische Militär-Veteranencorps die Feier des 25jährigen Gedächtnistages der Schlacht von Eustozza (24. Juni 1866) zu begehen beabsichtigt. Schon seit längerer Zeit sei im Kreise ge» wesener Soldaten diese Gedächtnisfeier in Erwägung gezogen und Meinungen darüber ausgetauscht worden, wie den gefallenen heimatlichen Kämpfern von Custozza ein sichtbares, bleibendes Andenken zu errichten und eine Ehrenschuld den seit einem Vierteljahrhundert in Gott ruhenden Kriegslameraden gegenüber abzutragen wäre. Redner beantragte schließlich, es sei ein eigenes Festcomite'zu wählen und anzustreben, dass in der St. Peterslirche, wo die Fahnen des heimischen Infanterie-Regiments aufbewahrt werden, eine Gedenktafel eingemauert und auf derselben die Namen sämmtlicher bei Custozza gefallener Kämpfer aus Krain verzeichnet werben sollen. Herr Albin Arlo schließt sich den Ausführungen des Vorredners an, glaubt aber, dafs anstatt der Gedenktafel in der St. Peterskirche vor der neuen Infanterielaferne ein Denkmal errichtet werden folle, welcher Antrag von der Versammlung zum Ve< schlusse erhoben wurde. In das AusführungsconM wurden gewählt die Herren: Journalist Albin Arlo, Hilssbeamter Wilhelm Bischof, Gerichtskanzlist Johann Celesnit, Hausbesitzer und Bäckermeister Johann Föderl, Hausbesitzer Stefan Francot, Magistratsconciftist Georg Mihalic, Typograph Franz Marout, Landesofficial Ferdinand Pfeifer, Negierungsofficial Josef Petric, Gerichtskanzlist Albert Pogacnik, der Rechnungsführer des Veteranencorps Johann Skube und Nergamtsbeamter i.R. Alois Schaffenrath. Wir wünschen dem pietätvollen Unternehmen den besten Erfolg! * (Vom Laibacher Eislaufverein.) Die alljährliche Generalversammlung des Laibacher Eislauf-Vereines fand gestern unter fehr reger Betheiligung der Mitglieder statt. Aus dem vom Säckelwarte Herrn Les -kovic vorgetragenen Rechnungsabschlüsse gieng die erfreuliche Prosperität des Vereines hervor, welche sich in dem Anwachsen des Mitgliederstandes und der Einnahmen manifestierte, denen allerdings außerordentliche, zum Theil durch den schneereichen Winter verursachte Auslagen gegenüberstehen. Immerhin war es bisher möglich, die durch die Erbauung des Eislauspavillons contrahierle Schuld bis auf einen Rest von 600 st. abzutragen. Da« für stellt sich die Nothwendigkeit der Erbauung eines neuen Anschnallraumes im Niveau der Eisfläche immer dringender heraus, und die Generalversammlung stimmte auch einem diesfälligen Antrage einhcllig zu. Wenn die vorher bei dem Gemeinderathe eingeleiteten Schritte wegen Zustimmung zur Aufstellung von Erfolg begleitet fein werden, dann wird den Eisläufern fchon im kommenden Winter der Vortheil eines geräumigen und zweckmäßigen Garderobe- und Anschnallraumes geboten werden können. Zum Schlusse der Generalversammlung erfolgte noch die Wiederwahl drs bisherigen Verwaltungsausschusses. — (Deutscher Sprachverein.) Die Ortsgruppe Laibach des deutschen Sprachvereines hält heute abends halb 8 Uhr im Clubzimmer deS Hotels zur «Stadt Wien» eine Monatsversammlung ab. In derselben wird Herr Julius Schmidt «über Lurensagen im allgemeinen und über die einheimischen Sagenstoffe von den Weißen Frauen (bvls 2— (Aus Krain.) Die jüngst zur Ausgabe ge-langi,' zwülfte Nummer der «Dillinger'schen illustrierten Reise-Zeitung» bringt einen mit einer gelungenen Ab« bildung versehenen Auffah über die Piuka-Iama ober Poilhöhle aus der Feder des Herrn Ioh. Sima, ferner: Schrotthurm am Wörther See, Eine Weltausstellung in Budapest, Asten und der Mohär, Nffenbrotbäume, Bilder aus Dalmatien, Deutsche in der Levante, Schiffsküche aus einem Schnelldampfer, Notizen über Reisen und Verkehr, Kunst, Literatur u. s. w. — (Das steiermärlische Eisenbahn-anlehen.) Zu Beginn dieses Monates hat die Sub' scription auf den von dem steiermärkischen Lande«» ausschufse zur Emission gebrachten Theilbetrag pro vier Millionen Gulden des steiermärkischen Landes-Eisenbahn-anlehens stattgesunden. Die Subscription hat einen vollen Erfolg ergeben, indem der zur Subscription aufgelegte Betrag um fl. 319.800 überzeichnet worden ist. * (Vandalismus auf demGroßkahlen-berge.) Wer jemals von Unterpirnitsch oder vom Weiler Sawerch aus auf den den Nordwesthang des Großkahlen-berges kennzeichnenden Dolomitpfaden ins Waldgebiet des Großkahlenberges emporstieg, der dürfte sich an ein altes Bildstöcke! aus Tuff und Conglomerat erinnern, das dort am Wege stand. Passiert man dermalen diese von Eriken und Heidelbeergriln umsponnene Waldstelle, von welcher man in einer Viertelstunde zum Großkahlenberg-Sattel gelangt, so wird man mit Bedauern sehen, dass die alte Bildsäule zertrümmert auf dem Boden liegt und Einzelstücke derselben bereits verschleppt wurden. ^ — (Ernennung.) Der städtische Polizei'Arzt Herr Dr. Franz Illner wurde an Stelle des Ver-storbenen Dr. Ambrozic zum Nahnarzte der k. l. Staatseisenbahnen in Laibach ernannt. — (2 chul - AuSflug.) Die Schülerinnen der hiesigen k. k. Fachschule für Kunststickerei und Spitzen-näherei unternahmen unter Führung zweier Lehrkräfte am gestrigen Tage einen Ausflug nach Trieft, um die dortige Kunstgewerbe-Ausstellung zu besichtigen. An der Studienreise betheiligten sich 2? Schülerinnen. — (Schwere körperliche Beschädigung.) Zwischen den beim Baue der Landwehrkaserne beschäftigten Arbeitern Josef Anzic und Johann Grum kam es gestern zu einem argen Streite, wobei der letztere seinem Gegner mit einem Holzscheite einen so wuchtigen Schlag auf den Kopf versetzte, dass Anzic in schwer verletztem Zustande in das Landesspital übertragen werden musste. — (Aus Trieft) meldet man uns, dass Ihre Majestät die Kaiserin in den nächsten Tagen wieder in Miramare eintrifft. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laibacher Zeitung". Wien, 28. April. Eine heute nachmittags abgehaltene stiirmifche Versammlung der streikenden Bäcker-gehilfen wurde wegen aufreizender Reden vom Polizei commissär aufgelöst. Sämmtliche Redner fprachen sich für die Fortführung des Streiks aus. — Der Vudqel-ausschuss berieth heute den Antrag Trojans, betreffend den durch die heurigen Aeberschwemmungen in Böhmen hervorgerufenen Nothstand. Der Regierungsvertreter erklärte, der Regierung sei hievon bisher nichts bekannt; sie habe sofort, nachdem der Gegenstand im Haufe berührt worden, einen Bericht von der.Statthaltern ver« langt und werde, falls der Nothstand thatsächlich bestehe und die gewöhnlichen Mittel zur Beseitigung des» selben ungenügend sein sollten, das Erforderliche ver< anlassen. Der Nusschuss genehmigte die Resolution, welche die Regierung auffordert, die noch nothwendigen Erhebungen schleunigst zu pflegen und die entsprechenden Credite, insoweit selbe zur Linderung der Nothlage erforderlich sind. zu beanspruchen. Trieft, 28, April. Der Lloyddampfer «Thalia» hat während der Rückfahrt aus Alexandrien einen Schaden an der Maschine erlitten und wurde von dem aus Constantiuopel kommenden Lloyddampser «Ceres» bei Vrindisi ins Schlepptau genommen. Beide Dampfs sind heute hier um 2^ Uhr nachmittags eingetroffen. Budapest, 28. April. Der Vudapester Magistrat hat heute das Gesuch der Arbeiter, ihnen für den ersten Mai den Arenaplatz im Stadtwäldchen, wie im vorigen Jahre, zur Abhaltung einer Versammlung zu überlassen, abschlägig erledigt. Berlin, 28. April. Der Kaiser begab sich kurz vor 11 Uhr im Galawagen mit Vorreiter zu der Leichenfeier des Grafen Moltke. Prinz Heinrich, der Kronprinz und Prinz Eitel Fritz halten sich fchon vorher im Trauerhause eingefunden. Paris, 28. April. Der Minister des Innern Constans, wird morgen dem Ministerrathe das An» suchen der Testamentsvollstrecker des Prinzen Napoleon, vrttefsend die Ermächtigung zur Beerdigung des Prinzen auf den Sanguinaires-Il'seln. unterbreiten. Vorher wird der Minister noch die Ansichten der Präfecten von Corsica über diese Frage einholen. Belgrad, 27. April. Graf Hunyady, Onkel des Köi'igs Alexander, trifft heute abends hier ein. Als Grund seines Besuches wird angegeben, dass er die Mutter des Königs Alexander zur freiwilligen Abreise von Belgrad zu bewegen beabsichtige. London, 28. April. Neuteis Off^^ Mexico, dass die Republiken Hond"°. hiejM',^ einen Handelsvertrag abschlössen, «M^ zM«^ gegenseitige Neutralität im Falle e" ^ sichern und bei etwaigen Stre'tM' ,^, Schiedsgerichte unterwerfen. . «,^.C^""' Simla, 28. April. Die KW"" ..„ Simla eingetroffen und wird ""gen « ^ ^ -vorrücken, um mit Hilfe der Virma'^ anzugreifen. Angekommene Ftt'"^ Am 27. April. ^ Hotel Elefant. Steiner, Commissär der wc ^, Eisenbahnen, Wien. — Glmdelfingel " ^,^,„-und Giinnn. Kaufleute: Adler «nd,^° ^ Stare. Stein. — Mral. Pfarrer, E'^ '^ Natlas. — Friedrich, Eberstadt. — -l" «ein. ^ — Karret. Vrünn. — Vachmaycr, ^ Aü'i Vertuli. k. und f. Lieutenant. Tne». ^ Pola. — Piwnilschla. Gerichtsadj»«", >' Moravetz. Bahninspector, Villach. , zW"" Hotel Stadt Wien. Horowiz. H"^ l-" ,„d Ae^ Reisender; FrolM). Wien. - Stolley "' ^,,/. Prag. - Stoöek. Vrünn. - S schaft. — Obersteincr. Wertsbesißel, ^'' Oo^ ,, / und v. Balduin. Oberstlieutenant ^.^1^'"'i -^ k. und t. Rittmeister. Pk-vlje. ^ U W""".,H Leipzig. — Goldstein, Schuldes, ^" '(Mi""',',, ' Maurer, Verlovic. Carmine. HUfw^ PosM' ,'., und Müllner. Kaufleute, Wien. ^ 0°"^,nt 3"' -von Toman. l. k. Nczirlshlluptmann, , ^4" 5< Iallic, L°y, Vraune und Schlc'M"' ^ !°^,k> Wasserleitungs.Iiistallateurs-Gattu', '"'^. Onll, ',j'-, — Friedenfels sammt Frau, Vi«?^ llrba"', -hauptmann. Littai, — Ogoreuc, E'M. ««„M Frau. Billichuraz. - Rainer. ^'isende ' ^ Z', Kaufm.. Trieft. Bachrach. Kaufm-, -p^ ? ^ Graz. - Mauerhofer, Pnstava.^ '^, stl-, , Gasthof Kaiser von Oesterreich. Sup"' ^r,' «^ Pleslouic. Postmeister. Mssenfuß. ^ sF'^ Vurnil, Radmannsdorf. ,, , ,,t,al. -"., M. Hotel Aairischer Hof. schee. - Petric, Otowitz. ^ ^''"">"'' ^ Bartlmä, Völlermcnlt, — Klauer, ^ Ocaz^^ Hotel SUdbahnliof. Rößman, Vack^nwll^^ ^ Verstorbene. ^'^ Den 27. April. Johanna Schl^ ' Karlstädterstraße 7, dareinoma veutne" .. Den 2 7. April. Martin P'^./ ^ 3^!>< rasmus. — Josef Tori, Arbeiters-Soyn^^-^.^ Meteorologische Bcobach^5^^l' 9.Al). 7289 90 "sachten "5 ' Trübe, regnerisch. Regen. — Das Tagesmittel der ^'"^ ^. unter dem Normale. ____-^^^i^!^^ ^_^ Verantwortlicher Äedacteur^^^^^ l > Danksagung- ^ ^ > Für die vielfachen Vewei'e ü^^",.!"^!!'^ > welche uns aus Anlass des W °m^,ec. ^ W geliebten und unuergessliH"' ^, vl W Schwieger-, Groß- und UrgM" > Katharina B<, ^ Private ^ ^'^ > in so erhebender Weise Mel°"'^ > die große Betheiligung. <" d ' ^e" „ ^ W nicht minder für die vielen "" „,sttü ^ den. sprechen wir hiennt den W tigsten Danl aus. Laibach am 29, Apr'l 1« hl>^^ > Die trauerndcll^^^^/ Maßstab 1:75000. Preis perHa^ 80 tt^ auf Leinwand M , .ß I>« / «Kaibacher Zeitung'. B" j< '^ Abonnement mit dllsc"^. „ ^.^, werdcll höflichst ersuch^ ^, el''^L numeration l>lDi^^ , ^cheN die Expedition ununter" z zu können. 793 29. April 1891. Course an der Wiener Börse vom 28. April 1891. N^ dem 0^^ Course ^"">.n "" ^°re 9,55 927. ">° 1«- 146 75 ^ ^uerfie,. lia »li in-- ,,.„ ' - l01-85 10215 ^r,ft,"°rl , 1W-2U 109-50 ^^ l' '»84 9l>5!, 96- Veld «La« Grundentl<'Gbligatlonen (für 100 fi. TM), b°/„ galizische...... i05- 10560 5°/n mährische...... —'—- --'-- 5°/a Krain und Küstenland . . —'— --^ 5«/« mederösterreichische . . . 109 50 110 25 5°/^ steinsche...... — — —'^ 5"/, kroatische und slavonische . l04"?b 105 — 5°/„ siebenbürgische .... —— -^'^ 5«/n Temeser Aanat .... —'— —- ^ 5°/„ ungarische...... »2 - - 9» — Andere Hssentl. Anlehen. Do»au.Neg.°Losc 5«/„ 100 fl. . 120-75 121-25 dtll. Anleihe 1878 . . 106— 10675 Unlehen der Stadt Oö« . . m — —'^ llnlehen b, Stabtgemrindr Wien 105-50 106-50 Präm.-Anl. d, Ltabtgem, Wien 14850 14875 Bürsenbau - Anlehen verlo«. 5°/, S8 — 99 — Pfandbriefe (für ion fl,). Nodencr. alia. üst. 4°/« G. , . 115'— --— dlu. dto. 4'/,°/» . . . 100 0 l92-- Clary Lose 4U fl..... 5N5^ 5750 4°/„ DonauDampssch. 1N0 fl. . 125— 128 — Laibacher Präm. -Anleh. ll» fl. 2150 2250 Ofener Lose 40 fl..... 5»<-50 59i>0 PalffyLose 40 fl...... 5575 5625 RothenKrenz, Üst. Ges. v., 10«. 1850 19 — Rudolph-Lose 10 fl..... 2050 21-50 Salm-Lose 4« fi...... 59-4» 60- - St,-Genois Lose 40 fl. . , . 61- - 62 — Waldstcin Lose 20 fi. . . 3050 37 — Windilch.Era>L°se 20 fl. . . 51— —-.-Oew.-Sch. d. 3"/„ Prüm,-Schuld- verschr. der Bodencrebüanftalt 27— 29 — Zllnk.Actien (per Stück). Angl,'öst. NllNl200fi.60o/ E, . 161 10 16170 Uanloerein, Wiener, 100 fl. , 11420 114-no Bdcr.-Anst. öst., 200 fi. S.40"/« 34775 Ui»-2Ü llrdt.'Anst, s. Hand, u. E. I60fi, 300 — 30050 Lreditbanl, Mg. ung., 200 fi. . 343-50 344 50 Deposilenbanl, Allg, 200 ss. . 20375 20475 Tscompte Ges,, Ndröst., 500 fl. 611 — 6l5- - Viro-u. Cassenu., Wiener Loofi. 213 — ^15-— Veld ! Ware Hypothelenb., üst. 20N fl. 25°/„ — 167 — Waffenf.°G.,Oest.i!!W Deutsche Ncichsbanlnoten . . 5720 57-2?^ Papier Rubel...... l-3« 1'38», Italienische Nanlnoten (100 L.) 4530 45 35 n pt«J"JJ' Verkauf a"er 'm Coursblatte notierten %*. "a-luten empfiehlt sich bestens die Wechselstube des Banitases Scliamer & Schattera WIEÄ, I., ILärntnerstrasge LO. 1) dereTLnen Kenntnis ge- ¦if nh»ft 7. ??hnftsetzer Joaef i :'eri FW"München, Sohn des ' ' Ehefr'„ Hur»ar zu München '¦"a*. 2 i ,, ?ath&rina, geb. Zink, 1 ?eri»eisfl Zw München, Tochter : aikcl, Heinrich Woschner, ¦nenKÜ,nUnd dessen Ehefrau r T eit>geWP' dortselbst die Ehe V^ihg wollen. (1757); X, pril 1891' ^«tJjJSV Haupt- und L^l^>--~__ Mayrbofer. h Uli^«t©^———_______— ^wagen Nettie ii LaiDacI > bur8«a«se Nr. 4. • .S~~~~~~~~-~--^_________(168?) 10—10 I ^l'&l*, St. 3232. ;%nj^ sodišèe v Kosta- k^^Jaai!fZ\Žiberla d°™~ "Nft na 80 gold. .-oböinca vložna stev. 769 ^p^^dvadražbena v 2 L na dan f'i\lij>l89i ] ^¦^f;^edopoludne ^JiSie^vkom, da se ¦¦i Ceiitva prvem röku le ¦::m ' p0(1 to vred- 'Ä^^ kterih je , Sja '"f v r°ke draü- i^cJ^Si:Kosta- 'S ll Änim pravnim \Nä da se je 1 I89l a'^e v Litiji dne ij^- Zieliuug; Heltou aui 17. Mai 1891. "^P| pkA Triester Seehospiz - Lose ^/y W" 1OOO »ncaten Wert -w 1SOO Tre±fer. (1579) 13-6 k*" Zu haben bei: J. C. Mayer. (1621) 3—2 St. 873. Oklic. Naznanja se Neži Gorenc, nezna-nega bivališèa, da se ji je postavil gospod Luka Svetec, c. kr. notar v Litiji, kuratorjem na èin, ter se temu vroèil tusodni zemljeknjižni odlok z dne 8. februvarja t. 1., št. 873. C. kr. okrajno sodišèe v Litiji dne 8. februvarja 1891. (1626) 3—2 St. 2106. Oklic. Zamrlemu tabularnemu upniku Karolu Vašièu iz Škerljevega, oziroma njegovim neznanim pravnim nasled-nikora, postavil se je gosp. JozefWeibl v Mokronogu skrbnikom na èin, ter se mu vroèil tusodni odlok z dne 10. aprila 1891, št. 2106. C. kr. okrajno sodišèe v Mokronogu dne 10. aprila 1891. (1735) 3—1 St. 3175. Oklic izvršilne zemljišèine dražbe. C. kr. okrajno sodišèe v Kosta-njevici naznanja: Na prošnjo Janeza Kerina dovo-ljuje se izvršilna dražba ml. Alojziju in Jožetu Heršièu lastnega, sodno na 644 gold, cenjenega zemljišèa vložna št. 100 katastralne oböine Planina. Za to se doloèujeta dva dražbena dneva, in sicer prvi na dan 2. maja in drügi na dan 6. junija 1891.1., vsakikrat od 11. do 12. ure dopoludne pri tern sodi^èi s pristavkom, da se bode to zemljišèe pri prvem röku le za ali èez cenitveno vrednost, pri drugem röku pa tudi pod to vrednostjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno rsak ponudnik dolžan, pred ponudbo 10% varšèine v roke draž-benega komisarja položiti, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek leže v registraturi na upogled. C. kr. okrajno sodišèe v Kosta-njevici dne 21. marca 1891. (1740) 3—2 St. 7750. Oklic. Neznano kje v Ameriki bivajo-èemu Francetu Semetu iz Spodnje Slivnice se naznani, da se mu je vsled tožbe Josipa Dremeljna iz Male Vasi zaradi 176 gold. 79 V« kr. postavil dr. Alfons Mosche kuratorjem in se za sumarno razpravo doloèil dan na 28. aprila 1891. 1. ob 9. uri dopoludne pri tern sodisèi. C. kr. za mesto deleg. okrajno so-dišèe v Ljubljani dne 21. aprila 1891. (1714) 3—1 Nr. 3816. Edict. Mit Beschluss vom 31. März 1891 hat das k. k. Kreisgericht in Rudolfswert den 25 Jahre alten, verehelichten Grundbesitzer Josef Semeniö von Sobenavas Nr. 2 auf Grund der gepflogenen Er« Hebungen und insbesondere auf Grund des gerichtsärztlichen Befundes und Gutachtens in Gemäßheit des Z 273 a. b. O. B. für wahnsinnig zu erklären befunden) und wurde demselben der Be» siherssohn aus Unterpiroschitz Nr. 1 Mi» chael Racic zum Curator bestellt. K. k. Bezirksgericht Landstraß, am 9. April 1691._____________________ (1713) 3—1 Nr. 3278. Executive Versteigerung. Vom k. l. Bezirksgerichte Landstraß wird bekannt gemacht: Gz sei über Ansuchen des Johann Svoboda die executive Versteigerung der dem Josef Gerdanc gehörigen, gerichtlich auf 1161 fl. geschätzten Realität Einlage Zahl 17 der Catastralgemeinde Cerina sammt dem auf 29 ft. 30 kr. geschätzten gesetzlichen Zugehör derselben bewilligt und hiezu zwei Feilbietungs-Tagsatzungen, die erste auf den 9. Mai und die zweite auf den 6. Juni 1891. jedesmal vormittags um 11 Uhr. hier« aerichts mit dem Anhange angeordnet morden, dass bei der ersten Feilbietung nur um oder über dem Schätzungswert, bel der zweiten aber auch unter demselben hintangegeben werden wird. ! Die Licitations«Bedingnisfe. wonach jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein lOproc. Vadium zu Handen der Licita-twuscommission zu erlegen hat, sowie das Schätzungsprotokoll und der Grundbuchs-extract können in der diesgerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Landstraß, am 24. März 1891. (1709) 3—1 Nr734897 Executive Realitäten-Versteigerung. Vom k. k. Landesgerichte Laibach wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Johann Scharz aus Laibach (durch Dr. Max v. Wurzbach) die executive Versteigerung der dem Josef Tomec in Laibach gehörigen, gerichtlich auf 600 ft. geschätzten Realität Einl. Z. 652 des Grundbuches der Catastralgemeinde Karlstädtervorstadt bewilligt und hiezu zwei Feilbietungs-Tagsatzungen, und zwar die erste auf den 25. Mai und die zweite auf den 6. Juli 1891. jedesmal vormittags von 10 bis 12 Uhr, im Amtsgebäude dieses k. k. Landesgerichtes, Alter Markt Nr. 36, mit dem Anhange angeordnet worden, dass die Pfandrealität bei der ersten Feilbietung nur um oder über dem Schätzungswert, bei der zweiten aber auch unter demselben hintangegeben werden wird. Die Licitations-Bedingnisse, wonach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10"/<> Vadium zu Handen der Licitations'Commission zu erlegen hat, sowie das Schätzungs-Protokoll und der Grundbuchs-Extract können in der dies« gerichtlichen Registratur eingesehen werden. Laibach am 21. April 1891. "(1604) 3—1 Nr. 1974. Zweite ezec^ Feilbietung. In der Executionssache des Johann Tomsic von Feistritz Nr. li8 wurde die mit dem Bescheide vom 4. August 1890, Z. 4590, auf den 5. December 1890 angeordnete und sohin sistierte zweite executive Feilbietung der dem Anton Rojc von Iablanitz Nr. 6 gchörigcn, gerichtlich auf 1175 fl. geschätzten Realität Einlage Z. 7 der Catastralgemeinde Iablanitz ohne luuäus in8l,ruetus im Reassumie-rungswege neuerlich auf den 19. Juni 1891, vormittags von 10 bis 12 Uhr, hier« gerichtö mit dem frühern Anhange angeordnet. K.k. Bezirksgericht Illyr.-Feistritz, am 27. März 1891.