Nr. 184. Montag. 13. August 1906. 125. Jahrgang. Laibacher Zeitung Vranumeratioubpreib: Mit Po st Versendung: aanzjührig »0 X, halbjährig 15 «, Im Kontor: ganzjalMg 2i li. halbjährig 11 X. Für die Zustellung ins Haus ganzjährig 2 ll. — InseltionSgebühr: Für lleui« Infttate b>« zu 4 Zeile» 5U k, größere per Ze'le 12 k i bei öfteren Wiederholungen per Ze,le 8 d. Tie «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnahme der Eonn> und Feiertage. Die «ldministration besinbet sich klingrehMH Nr. 2. die Mtdaltiuu Nalmatingasse ^!lr. i<>. Sprechstunden der Redaktion von « bis l(> Uhr vor» mittags. Unfranlierte Briefe werde« nicht annrnommen, Manuskripte nicht zurückgestellt Amtlicher Teil. Den 10. August 1906 wurde das XIII. Stück des Landes-ge^etzblattes für Krain ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 13 die Kundmachung der k. l. Landesregierung für Kram vom 27. Juli 1906, g. 15,602, betreffend die Freigebung des Verkehres mit Reben nud anderen Reblausträgern zwischen den Ortsgemeindeu Themenih und Gradifche des Politischen Bezirkes Littai und dem 1. Weinbaugebiete Krains, bezw. dem mit diesem territorial zusammeuhängenden Wein» baugebiete Steiermarls. Von der Redaktion des Landesgesetzblattes für Kram. Laibach am 11. August 1906. Nichtamtlicher Teil. Bosnien-Hcrcegovina. Mehrere Blätter knüpfen Vttrachtungcn an oic Melduug vou einem Besliche Seiner Majestät ocs K a is e r s im Oktupatioiisgebiet, der, wie bo lauptot wi>.d, iin ^aufe des Herbstes bevorsteheu ii l ^^ 7^euo Freie Presse" glallbt, ,nan werde '^". ^l dil.' verschiedeilartigsten Komnieiitare dieses C.^',^' , ^' '?^'"^t uiacheii mi'isseii, namentlich anf ^n.icht^.' über Auuerioii^pläne, iiber den Vor-iaiserbesuch in der Herce-gomua nichts anderes beinerkenslvert, als das; er, "bwohl derKaiser das Recht hiezn hat, lncht schon früher stattfand. Das hat seinen Gruud dariii, daß inan die Empfindlichkeit in Konstaiitinopel und der mohammedanischen Bevölkerung schonen lvollte. Da der Baiser aber in der Nähe der ^aiidesgrenze lveilen wird, kann er sich mit eigenen Augen von den Kulturfortschritten des Bandes überzeugen. Die Türkei ist der letzte Staat, der daran Anstoß nehmen könnte, da eö der österreichisch-ungarischen Friedenspolitik seine territoriale Integrität verdankt. Wir in Österreich-Ungarn glauben aber auch darum nicht an voltes und staatsrechtliche Folgen des Kaiserbesuches iu Trebiuje, weil sich aus eiuer Veränderung des staatsrechtlichen Verhältnisses der Monarchie zu den okkupierten Proviuzeu cine Komplikation des Ausgleichsproblems ergeben müßte. Das „III. Wiener Extrablatt" meint, die Tatsache, daß Seine Majestät der K aise r einen mehrstündigen Aufenthalt in Trebiuje zu nehmen gedenkt, beweist vorläufig gewiß nicht mehr, als daß keine politischen Bedenken obwalten und daß über den Charakter dieser Reise ein Einvernehmen mit der Pforte erzielt worden sein dürfte. Indes würden iuuere Rücksichten weit mehr in die Wagschale fallen, denn äußere, weun man tatsächlich in absehbarer Zeit an die Verwirklichung weiterer Pläne schreiten lvollte. Speziell für Österreich ergäben, sich neue und bedeutende Torgen. Weun mau nicht neue große staatsrechtliche dämpfe heraufbeschwören will, so bleibt der weitere Ausbau der Zivilisation in den Reichslanden das schönste Ziel der Mon archie. Das „Wiener Deutsche Tagblatt" nimmt die Reise zum Anlaß, darauf zu verweisen, daß mit Rücksicht auf den bevorstehenden neuen Ausgleich mit' Ungarn das Verhältnis Talmatiens zu Österreich nud Bosniens nebst der Herzegovina zu der ^esamtmouarchie sowie zn dem Staate diesseits der ^citha klargestellt werde. Die Ansprüche Österreichs auf das „gemeinsam" verwaltete Gebiet müssen in gerechter uud uubestreitbarer Weise gesichert werden uud Dalmaiien mnß die Eisenbahnverbindungen mit Österreich erhalten. Der englische Gesetzentwurf über die Arbeitsstrcitigkciten. Das englische Parlament ist bekanntlich bis znm Herbste vertagt worden. Der Gesetzeutwurf über die Arbeitsstreitigkeiteu, der in der Hauptsache die Haftbarkeit der Gewerkvereine bei Ausständen feststelleu soll, ist nun bis dahin gediehen, daß die Einzelberatung im Ausschüsse des ganzen Hauses vollendet ist und die zweite Abstimmung bevorsteht. Wie die „Köln. Ztg." schreibt, könne es bei einer so vielumstrittenen Frage noch zu Anderlingen kommen. Der Entwurf gestattet das sogenannte Streikpostenstehen anf Veranlassung eines Gewerkvor-eincs oder dnrch Personen, die aus eigenem 'Autrieb zum Zweck der Förderung einer Arbeitsstreitigkeit handeln. Die einzige Beschränkung geht dahin, daß das Vorgehen friedlich und vernünftig sein muß und dahin zielt, mit jemand, den, man veranlassen will, zu arbeiten oder der Arbeit fernzubleiben, in Verbindung zu kommen oder Erkuudignngen von ihm zu erhalt.en. Es ist nicht notwendig, daß derjenige, an den man sich wendet, bereit ist, Mitteilungen zu machen oder zu empfangen. Der Beaufsichtigte kann vom frühen Morgen bis zum späten Abend, fügen die „Times" hinzn, durch eiue Person oder durch eine beliebige Anzahl von Personen verfolgt werden, die ihm irgend etwas wiederholen, was sie für eine „Mitteilung" halten, und das kann so lange dauern, wie sie vorgeben, im Hinblicke anf die Förderung einer 'Arbeitsstreitigkeit zu handeln, mit oder ohne Auftrag von einem Gewerkverein. Dazu wollte Sir Eharles Dilke noch einen bewn- Feuilleton. Zur Zeit der Reife... Erntegeschichte vo» Acitlie Aubowski. (Nachdruck verboten.) Der alte Hofinspektor Jänner hatte soeben seiner juugen Gutsherrin einen längeren Vortrag gehalten. Es war viel Hoffnung, aber wenig Aussicht auf Erfüllung darin uud Hanna Vrahm lächelte ungläubig, als sie jetzt über das Gehörte nachdachte. Jänner sah es und entsetzte sich innerlich , "!^ ist, wie ich gesagt habe", begann er dann ^U) ennnal . . . „cs köunen ja bessere Jahre tom-lich .g"viß! Aber für diesmal sieht es jämmer-ins 'f/! der Erute aus. Wenn unser Heir Ober^ lächelt" d'w "°ch "'lebt hätte ..."--------Da wurde s^vl"!" ^al),n nicht mehr. Ihr Gesicht Hasser "" i^ ^ugcn kam ein Schein des Auf "l ' '""r klug genug, sich rechtzeitig vou seiner ''^' 3U lösen", meinte sie mit halber Stimme. ^... ^"'."lte Main,, dessen Gerechtigkeitsgefühl für an^ "^"lgroß lvar, weil eo sich in seines Herr-"liv unendlichem Ranm hatte ungehindert aus-'"acMi, können, gab sich einen Ruck.' ,), "Tie haben ihm doch gekündigt, Fräulein ^lahm, blieb ihm da vielleicht ein anderer Aus-wcg, als zn gehen?" „Er hat mich dazu gereizt, Jänner. Mit kalter llberlegenhett, systematisch möchte ich es nennen." .Wenn ein grober Vogel in ein kleines Banor-chen gesperrt wird nnd er hat nicht Platz darin, io da,) er sich trnmm wächst nnd lahm wird was wll er dann wohl anderes machen, als die ^tabe durchzubeißen?" „Darm haben Sie recht", sagte sie mit dunklem Zorn m der Stimme, „gebissen hat er freilich!" „Er hat sich bloß a/wehrt", knurrte der Alte „Wenn einer sriiches, juuges Blut hat, will er es 'ch mch nehmen la,i.eu. Er verstand sein Fach. Was haben w,r damals fur Ernten gemacht. Der Pwbsteier Roggen stand wie ein Wald und der alte ^lee wie eiue Bürste. Jetzt ist das alles längst vorbei . . ." „Ich konnte ihm doch nicht — gehorchen", verteidigte sie sich uusicher . . . „ich bin nun doch 'mal die Besitzerin volt Buchstett ..." „Das hat er denn ja auch respektiert und uns damit, genugsam gestraft." „Was wollen Sie eigentlich oainit sagen, Jänner?" „Klipp lind klar, Fräulein, daß es nicht so weiter gehen kann. Ich bin Hofinspeltor und verstehe vom Ackeru uicht viel. Sie sind ein Fränlein und haben von einer richtigen Furche auch uicht viel mehr Achtung als ich vom Dicheubacken. Da-rum müssen loir sehen, daß wir die Klitsche I05 werden, sonst wirft sie uns eines Tages 'runter." „Mein Vater hat sich auch allzeit mühselig durchkämpfeu müssen", meinte sie eigensinnig. Jänner verschluckte mühselig eine Bitterkeit. „Der Herr Vater war seinerzeit der schneidigste Mam'nlentnant im !'_>. Regiment und verstand viel von Pferden .." sagte er langsam . . . „das Bodemvirtschaftliche aber lag ihm nicht. Wenn Sie damals Vuchftett dem reichen Herrn Vetter verkauft hätten, würden wir jetzt rnhige Nächte haben ..." „Ich habe die Scholle zn lieb . . . ich konnte nicht anders." „linder hat man auch lieb nnd muß sie doch von sich geben", sagte der Alte und dachte dabei an seinen Jüngsten, der als Matrose den stillen Ozean befuhr... „gerade weil man fie lieb hat..." Hauna Brahm aber dachte an den schnellen Tod ihres Vaters. Da war einer gewesen, der sie in den bösen Tageil getröstet hatte . . . derselbe, den sie später weder neben sich noch über sich er-trageu konnte . . . der Oberinspektor Georg von Berkow. Der hatte all das Unerträgliche für sie geregelt. Wie, danach hatte sie nicht gefragt. Von fern und uah waren sie mit Rechnungen gekom-meu. Wem- uud Pferdehändler, Schneider nnd Fabrikanten. Er hatte sie alle beruhigt. Daraus leitete er auch wohl nachher das Recht, ab, über sie und das ihre zu bestimmen. Nach dein Tode ihres Vaters wurde er der Herr iu Buchstett, sie die willenlos Gehorchende, die, weun sie die Trakehuer zur Allsfahrt erbettelte, schließlich dankbar sein mußte, wenn sie den Milchponny bekam, der nur auf drei Beiuen ging. Wer hätte das wohl dauernd ertrageil, köuueu? Sie nicht. Ihre Selbstherrlichkeil schrie nach Abhilfe. „Ich will Sie nicht mehr ill Vuchstett, sehen, ^ie sind ein Tyrann. Ein berechnender Egoist . . . gehen ^ie auf der Stelle . . ." Da war er eben gegangen. Und nun erhob sich anch dieser einfache, alte Mann wider sie uud sagte ihr mit dürren Worten, daß ihr das gleiche Schicksal nahe bevorstünde. — Sie konnte aber nicht gehen. Die Scholle ans der sie geboren war, hielt sie fest. Die warme, schwarze Erde war ihr Vater nnd Mutter geworden. Wer kann das verstehen? Niemand, der nicht selbst im nwgenden Korn gestanden und die Ähren an Mund und Wange fühlte, die ihm fein Stück Brot gaben. „Ich will nicht" . . . sagte sie dnn'Ps - -.-„ich gehe nicht. Wenn Sie "b^r 'vMen,^anm^.^ „Ich hab's dem ,vorm ^'^ni'^^^ versprochen, i^i ble.l'^ n! ' <- " ,^ ,^. Kleinmachen ""d Dm ei mcht ,m,^ s^^ ^,^ 'l'"""'' ^'""' " d? e.'ieu' Stunde verspricht, !nA n'mn ^ite'n.'" (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 184.___________________ 1736________ 13. August 1906. deren Zusatz ourchbrmgeu, mn das ^nelkposteu-stehen außerhalb des Vereicheö» des Gesetzes über die Verkehr^beläsiigullg ,')U stelleil, so das; sich oa5 große Publit'nnl jede iv^ellschenansannulnng oder sonstige Velästigling durch Streitposteir hätte gefallen lassen müsseu. Die Regierung blieb gegen diesen Antrag fest, wurde aber uur durch die Mitwirkung eineo Teiles der Opposition vor einer Niederlage bewahrt; ihre Mehrheit betrug innner-hin nur fünf Stimmen. Eiue weitere Vestimmuug geht dahin, die (Kinniischung in daö Handwert, Geschäft oder die Beschäftigung eines Dritten oder in sein Necht, über seiu Kapital oder seiue Arbeit nach (^'»ntdüiiten ,^u verfügen, kauu in'cht al^ Tchädi-gimg gerichtlich verfolgt werden, solange es im Hinblicke auf die Förderung einer Arbeitsstreitigkeit geschieht. Nicht nur ein Gewerkverein, sondern auch jede einzelne Person, die diesen Grund ^i ihrem Vorgeheu vorgibt, darf also iu die Rechte eines anderen eingreifen und erhält dafür volle Straffreiheit zugesichert. In diesen beiden Bestimmungen liegt ein besonderes Vorrecht, für einzelne Personen im Unterschied zu den Gewerkvereinen und jhreu ordentlichen Vertreter,! für die Belästigung uud Verfolgung jedes anderen, wenn e5 sich nur um die Förderung einer ArbeitHstreitigtei! handelt, nnd der Schutz wird auch dann gewährt, wenn weder der Angreifer noch der Verfolgte mil der Sache unmittelbar gu tuu haben. Danu wird verkündigt, daß kein Prozeß gegen einen Gewerb verein, oder dessen. Mitglieder anhängig gemacht werden soll, nm von ihm oder dessen Mitgliedern Schadenersatz für die schädigende Handlnng zu erwirken, die dein Vorgehen eine5 Gewerkvereinev oder einem Vorgehen in dessen Auftrage zugeschrieben wird. Es wird bestimmt, daß diese Befreiung von dem gemeinen Recht auch für die Gc-werkverbände von Unternehmern gelten soll, während in den sonstigen Teilen deo l^ntwnrfeo von ihnen keine Rede ist. Der Oppositionsführer I. A. Balfour machte auf diese unterschiedliche Behaus luug der Unternehmer nud Arbeiter aufmerksam und wies darauf hin, daß angesichts der allgemei nen Unverantwortlichkeit, die dao (besetz schaffen würde, ein engerer Iusannnenschluß der Unternehmer zur Verteidigung ihrer Interessen nnaus bleiblich sei. Auch machte er geltend, daß den streitenden Verbänden die Möglichkeit gegeben werde, einen Kriegszustand zu verkündigen, der die bürgerlichen Rechte des ganzen Gemeinwesens in Gefahr bringen könnte. Politische Uebersicht. Laib ach, 11. August. Das „Fremdcnblatt" schreibt in Erörterung der gegenwärtigen Situation Rußlands: Der allgemeine Streik ist mißlungen und die Meutereien sind fehlgeschlagen. Damit hat die Negierung >ur euie Zeulang ^ust veionunen. i^ul grober ^en der Bevölkerung ist revoluüonsmüde und begehrt uach Orduuug. Wenn die Regieruug die, Orduung aufrechlerhalt und durch ihre Handlnngeu die Zweifel zerstreut, die ihr entgegengebracht werden, >o wird ne eine Stimmuug vorvereitelt, tönneu, die sür die nächsten Wahlen wertvoll wäre. In Norwegen haben am 5. o». M. die S t o r t h i n g s w a h l e n mit einem Siege der Sammlungsparlei (,^oll>ervative nnd gemäßigte ^inte) begonnen. Der Besiegle ist Eastberg, einer der radikalen Führer und wie die ganze radikale Partei entschiedener Gegner des Karlstader Abkommens, weil dleses die Schleifung der Grenzfestungen nnd die Schaffuug der neutralen Zolle zwischen Norwegen uud Schweden brachte. Bei den fetzigen. Wahleil, muß sich geigen, ob die Mehrheit der Wählerschaft die vom Ministerium Micheljen und dem letzten Storthing nach der Uuionsspren guug befolgte Politik billigt. Aber eine Niederlage hat das Mlnisterlum kaum zu befürchten. Die Way^ len sind noch dadurch vemertenswert, daß das in der letzteil Tagung beschlossene neue Wahlgesetz i.i älraft getreten ist. Wahrend früher amtswei!,e ^gleichzeitig ill einer ganzen Provinz) nnd indirekt gewählt wurde, finden jetzt dlrekte Wahlen in Ein-zelwahltreisen statt. Da absolute Mel>.)eit erforderlich ist, werden voraussichtlich eine M^ngc Stichwahlen vorkommen. Mit jedem Storthingsmann wird ebenso wie früher gleich ein etwcnger Stellvertreter mitgewählt. Die Wahlen, dürften, sich über zivei Monate erstrecken. Zur f ra uz ö si s ch - t ü rt i sch eu S t reit-frage, betreffend Dsch aue t, wird aus Paris geschrieben: Man hatte zuerst angenommen, daß es sich bei der Besetzuug der Oase vou Dschauei durch die Türteu um einen Irrtum oder übertriebenen Eifer feiteus eiues türkischeu Beamten handle, wie dies bei der Besetzuug der Oase volt Bilma, anf der entlegenen Strecke von Tibefti, der Fall gewesen war. Bekanntlich hat die türtische Regierung ihren Allspruch auf die Oafe von Bilma nicht aufrechterhalten. Es erregt in Paris Befremden, daß die Türkei ihren Ansprnch auf Dschauet so spät geltend macht. Der Vertrag, der das afrikanische Hinterland zwischen deu französischen lind englischen Besitzungen in dieser Wüstengegend abgrenzt, reicht mehr als sieben Jahre (21. März 16!19) zurück. Im ^anfe diesem Zeitranmcs mn^te Frankreich die Bewachung dieser Oaseu uud der Wasserquelleu in dieser Gegclrd im Interesse des Verkehres sicherstellen. Nun, nach sieben Jahren,, gewahrt die Türlei, daß sie auf diese Gegeud Rechte hat, lind namentlich auf die Oase Dschanet. Die französische Regiernng hat diesen Anspruch für unzulässig erklärt und sie wird auf diesem Standpnnkle beharren. Man weist hier darauf hin, daß Streitigkeiten, wie die betreffend Dfchanet, innerhalb der letzten Monate mehrmals auftauchten und daß die häufige Wiederholung folcher Zwischenfälle, durch welche der mohammedanische Fanatismns erweckt werden kann, nicht gefahrlos fei. Es liege im Ilv leresse vieler Mächte nnd auch der Türkei selbst, solche Strömungen nicht anwachsen zn lassen. Tagesneuigteiten. — (Die N ö n t g en»S tr a h l e n gegen N e r r> ensch m erze n.) In einer Sitzung oer Medizinischen Gesellschaft der Pariser itrantenhäuser haben zwei Ärzte über einen auffallenden Erfolg mit einer nenen Auloendung von Nöntgen-Strcchlen berichtet. Der Fall betraf einen Mann, der mit einer Gesichtslähmung anf der linken Seite behaftet und auf dieser Gesichtshälfte durch zahlreiche Narben entstellt war. Sieben Jahre lang hatte er an Nervenschmerzen von epileptischer Art gelitten nnd eine ganze Neihe von, Operationen durchgemacht. Ter arme Mann mußte in der Tat entsetzlich ausgestanden haben. Zunächst waren ihm sämtliche Zähne anf der linken Seite des Oberkiefers nacheinanoer ausgezogen worden. Als das nichts geholfen hatte, wnrde der Nervenstrang unter dein Auge gespalten, aber auch damit trat keine Erleichterung ein. Nunmehr schritt der Chirurg zur Entfernung eines Nervenknotens, die insofern ganz fehlschlug, als sie den Eintritt der Gesichtslähmung zur Folge hatte. Freilich verschwanden dnrch diese Operation die Schmerzen, aber nur für die Tauer von etwa einem halben Jahr. Der unermüdliche Chirurg schritt zur Beseitigung eines zweiten Nervenknotens, und wieder verschwanden die Schmerzen, kehrten aber diesmal schon nach vier oder fünf Monaten zurück. Darnach wurde es mit dein tränten schlimmer aw zuvor, denn schwere Anfälle ocr Neuralgie in epileptischer Art ereigneten sich min-nichr zehn» bis zwanzigmal täglich. Die Schmerzen kamen aus dein Ganmelirand des linken Oderkiefers, alls dein die Iähnc bereits entfernt worden waren. Endlich nahm man die Zuflucht zu einem Versuch niit Nöntgen-Ttrahlen, die durch deu Mund auf die schmerzende Stelle gelenkt wurden, nachdem die benachbarten Teile durch eine Bleiglasröhre geschützt worden waren. Tie Sitznngen wnrdou nnr in seder Woche cinmal abgehalten. Nach der ersteil und zu>ei° ten zeigte sich keine Besserung, nach der dritten ver» minderte sich der Schmerz, uud nach der vierten verschwand cr ganz. Jetzt ist seitdem mehr als ein Jahr vergangen, oh,n> das; sich die Schmerzen wieder ein« gestellt hätten. Auch wenn dcr Patient nicht als sicher geheilt gelten kann, hcchen sich die Röntgen-Strahlen als äußerst segensreich erwiesen, und ihre Verwen» dung hätte deu Krknken vielleicht völlig vor dem Messer des Chirurgen bewahrt. — (Von d er uner w a rtete n Wirkung eines Streiks,) die eines komischen Beigeschmackes nicht entbehrt, berichten Berliner Blätter: Infolge nicht bewilligter Lohnforderungen traten in Oldesloe Arbeiter in oen Ausstand. Hierauf veröffent- Ihre Töchter. Original-Roman von U. No^l. (40. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Von dem erhöhten Platz unter der Esche konnte man das Voot bis weit Hinalls aufs Wasser verfolgeil. Thessas helle Bluse glänzte iu der Sonne, und sie hielt krampfhaft deu weißen Sonnenschirm über ihr Haupt, während Nockh, nur durch seinen schmalkrem-pigeu Strohhut geschützt, mit kraftvollen Stößen ruderte. „Der Doktor ist eim ganzer Mann. Er gefällt mir," sagte Lory, der gleichfalls aufs Wasser hinaus-blickte. „Nur mit dieser Thessa soll er sich nicht ein-lassen. Daß sie ihm gefällt, kann ich doch nicht glauben." „Warum nicht? Sie ist doch eigentlich hnbsch, und gegen ihn benimmt sie sich anders wie gegen Sie, dessen können Sie sicher sein," antwortete Muschi. Die Sonne bleudete sie. Sie wandte sich vom Wasser ab uud dem Spielplatze zu. Was gingeil sie die zwei an? Als dann gegen Mittag die Vrandtscheu Mädchen lllik ihrem Anhang aufbrachen, qnälten sie Muschi, für den Nest des Tages mit ihnen zn lom-men. Muschi hatte dazu durchaus keine Lust, aber sie konnte keinen stichhaltigen Ablehnnngsgrund vorbringen und fürchtete schließlich, daß ein so scharfblickender Mensch wie Lory den wahren Grund ihrer Weigerung errateil t'önnte. Dem wollte sie sich ooch nicht aussetzen, und so entschloß sie sich endlich und willigte ein. Nasch warf sie sich iu ihr Nadfahrerkostüm, zog ihr Nad aus der Kammer uud radelte mik den übrigen davou. Weshalb hätte sie sich auch durjch eine Nücksicht auf einen Menschen abhalte» lassen sollen, dem gar nichks daran lag, ob sie an-wesend war ooer nicht. Vom Wasser zurückkehrend, fandeu Thessa und Nockh den Garten leer, zum innerlichen Entzücken Thessas, die sich heimlich das Versprechen gab, das ihrige dazu zu tun, um Stephall und Muschi möglichst auseinander zu halten. Erhard Mem'rn war sehr ungehalten, als sich beim Mittagstisch herausstellte, oaß Vtuschi nicht da war. Ihm gefiel es nicht, wenn sie sich ulit einer ganzen Bande hernmtrieb, und er „lachte einige bissige Bemerkungen gegen seine Frau, die sich ihrerseits niit sehr überflüssigem Wortreichtum verteidigte, man müsse einem jungen Mädchen doch ein wenig Vergnügen gönnen. Sie war im Punkte der Schicklichteit gar nicht streng und tonnte nicht einmal begreifen, was ihrem Manne daran nicht recht war. Sie selbst verschwand gleich nach dem Mittagsschläfchen wieder, um sich zu der ihr befreundeten Nachbarin zn begebeu, so daß Stephan auf die Laß-mannsche Gesellschaft angewiesen war. Gegen Abbild machte er mit den Brüdern Meuern einen Spaziergang, von dein sie, durch sich droheuü auftürmende Wolkeu aufgescheucht, bald wieder nach Hause zurncttehrten. um die Abendfrische im Garten zn genießen. Das drohende Gewitter gab Muschi, oie sich heute in Gmundeu, wo es iu her vou Brandts bewohnten Villa so lustig und laut zuging, gar nicht wohl fühlte, Anlaß, früher aufzubrechen, als mall ihr sollst gestattet hätte. Eine Strecke des Weges begleitete sie Lory, allein sie gab ihm schließlich zu be« denken, daß, loeun wirtlich ein Gewitter losbrach, er nicht wissen würde, wie heimzukommen, und da er selbst der Meinung war. daß il,r nichts geschehen weroe, kehrte er um, uud sie spurtete allem Ebeu-zweier zu. Sie sand die Gesellschaft im Garben. Die drei Herren saßen auf dem Vänkchen unter der Silber- weide, wohin Thessa denn doch nicht zu folgen gelvagt hatte. In Stephans Anwesenheit tat sie wenigstens, als helfe sie Mathilden bei ihreu Obliegenheiten, obgleich diese am besten wußte, daß für sie dabei uichts als Vordrnß und öoppeltc Arbeit herauskam. Muschi ging zu der Bank, um deu Onkel und den Papa zu begrüßen. „So ist der ansgeflogene Vogel wieder da?" fragte Lorenz liebevoll. „Das war nicht schön, daß du uns im Stick) gelassen hast, Muschi." „Ich wäre wahrhaftig lieber zu Haus geblieben", beteuerte das juuge Mädchen. „Na, na!" machte der Papa. „Das ist schon so. Wenn man am ausrichtigsten üie Wahrheit sagt, wird einem nicht geglaubt." Stephan, der neben den Brüdern auf der etwaü kurzen Bank gesessen hatte und aufgestanden war, nm Muschi Zu begrüßen, überließ ihr seinen Platz, nnd sie ließ sich neben dem Ont'el nieder. Allein Erhard versicherte, es sei uoch Raum für deu Vierteil, rückte etwas au das andere Eude, und bestand darauf, daß Stephan sich ebenfalls setze. Errötend rückte Mnschi mehr zum Ontel hin, damit Stephan neben ihr Plntz finde. Sie saßen jetzt wie Schwalben aus einer Telegraphenstaugc, ziemlich eng gedrängt. Sich an den Onkel schmiegend, lauschte Muschi dem Ge-sprach der Männer, bis Lorenz sich ihr wieder zuwandte. „Gleich den ersten Tag. wo Stephan da ist. hast du dich nicht um ihn umgesehen," sagte er vorwurfsvoll zu seiner 3Nchte. „Der Herr Doktor hat vormittag nicht bei uns bleiben wollen", verteidigte sie sich, „und ist lieber anf den 2«.'c hmausgofahreu. Scholl müsseu Sie gebraten lnilx'il!" (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 184. 1737 13. August 1906. uaneu Me Arbeitgeber, nni dle Behauptung, die Lohne leien schlecht, zu entkräften, cine Liste der° icnigen Lohiie, die jeder mit Namen bezeichnete Arbeiter nu Vorjahre erhalten hatte. Tie Folge davon war die Euileitung eines Strafverfahrens gegen die meinen Arbeiter wegen Steuerhinterziehung. Auf cmen wichen „Erfolg" des Streites waren die Strei° triidcii imtürlich nicht gefaßt gewesen. - (DieWürde d er en g lischenKöch in.) ^',ier als durch lange Tchilderniigen wird die Not, die die Londoner Hausfrau mit ihren Dienstboten hat, ourch folgendes Angenblicksbild veranschanlicht, da?, nach dem „Berliner Lotalanzeiger", während der Ver-banolnngen vor dein Bezirksgericht von Vloomsbury mifgenoiiimru wurde. Eine',Köchin reiferen Alters lagt gegen ihre ehemalige Herrschaft, eine Pensions. mrnn vn Gower Street, auf Zahlung rückständigen ^oynes. Klägerin: „Ich trat meine Stelle Donners-tag an und würbe Tonntag fortgeschickt." — Nichter: ^Warum denn so schnell?" ^ Klägerin: „Na, die ^ame kam Samstag viel zn früh in die Küche herunter, nnd nahm den Braten ans dem Ofen. Als ne wieder hinaufging, tat ich ihn natürlich wieder lnnein. Am Sonntag tam sie wieder herunter, worauf ich ihr sagte, wenn meine Küche dermalen über-laufen würde, könnte ich unmöglich ordentlich arbeiten. Sie wollte mich Knall und Fall entlassen, aber uh wollte nicht s» sein nnd gab ihr noch eine Chance." ' Nichter: „Das war nett von Ihnen." — Klägerin: "Tas war es auch wirklick). Ich erbot mich, zu bleiben, dcn nächsten Tag aber sagte sie wieder, ich sollte achen. Ich verlangte meine 12 Schilling Lohn sür mie Woche, sie wollte mir aber bloß -"> Schilling geben." — Richter: „Sie haben ja aber auch gar trine Woche gearbeitet." — Klägerin: „Wenn Leute in meiner Küche sind und mir meine Sachen anfassen, lmm ich doch nicht arbeiten. Taran bin ich nicht ge>-wohnt." Nichter: „Und dann hat ,sie' wohl gar noch Ihv Kochen kritisiert? Indessen gilt England wr ein freies Land, folltc Ihre Herrschaft nicht nach hieben in ,Ihre' Küche gchen dürfen." — Klägerin: ^o was kommt bei wirklichen Herrschaften nicht vor. aal) hat eine belgische Zeitung gesammelt: „Ich bitte den Gerichtshof, sich aegen diese arme Frau nach. nchtig zi. Zeigen, die Mutter von sieben Kindern ist fast alle in demselben Alter." ~ „Da hatw der Klage/ dem schon Zlveifel at, seinem Nechte aufstiegen, einen' unglücklichen Einfall: er fragte einen Advokaten nm Nat." - „Wenn ich die ganze Wahrheit sagen soll. ziehe ich es doch vor, nicht die Hand zu erheben." — ..Ihre Nähmaschine war das, wofür ihr Mutterherz am zugänglichsten war." — „Diese Handfesseln, das ist die Hand der Gerechtigkeit, die über ihm ist und die NechensclMt von ihm fordert." — (Zuviel gesagt.) „Jetzt antworten Sie," fagt der Vorsitzende des Gerichtes, „ja oder nein! Das Gericht will nicht wissen, was Sie glanben. Ich glanbe, heute morgen zum Beispiel, daß ich meine Uhr in die Tasche gesteckt habe- in Wirklichkeit habe ich sie ans meinem WafchtiM liegen gelassen. Das Gericht will Tatsachen, keine Vermntnngen." Nach dieser prak-Uschen Belehrung des Zeugen nahm der Prozeß ohne ^tornng seinen Fortgang. Als der Nichter nach 'Vauie tan,, fragte ihn seine Frau: „Du warst wohl N'hr angstlich wegen deiner Uhr, daß du vier Boten n^ ^"'^'^^'"? " ""' 2"ick, einer nach dem m ^ ^"^'"/^ ^ dichter, dem ein Ver- Ni^?' "'"". ^ W ^"Mideii, gegeben?" wußtet ^' '^s^. "^ 2"b sie deni ersten; er "wu wo du sie hattest liegen lassen." rm Land ordentlich ken.ien zu lernen, man es nnt Automobilen versucht, aber die hätten tt'nen Antlang gefunden nnd so sei man auf die Idee gclommen. den ganzen Weg zu reiten. Die Familie Mteht aus dem Vater, zwei Kindern, einem Sekretär nnd einem Freund. Außerdem wurde ein Omnibus mitgenommen, mit einer Köchin, einem Diener und einem Kutfcher. Der Nitt ist den Teilnehmern so gut bekommen, daß diese beschlossen haben, anch noch Paris und Berlin zu besuchen und die Wege dorthin ebenfalls Zu Pferde zurückzulegen. Der Durchfchnitt der täglich zurückgelegten Entfernung war dreißig Meilen. Dabei konnte man natürlich sich alles in Nnhe und Muße ansehen und lernte das Land sicherlich besser tennen, als das bei Eisenbahnsahrten oder im Automobil möglich ist. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Die Bilharfeicr in Adelsberg. Unter ungemein zahlreicher Beteiligung von Festesten, die aus allen von den Slovenen bewohnten Gebieten, namentlich aber aus Laibach, ans Innerkrain und aus dem Triester Territorium erschienen waren, und vom schönsten Wetter begünstigt, fand gestern vormittag die Enthüllungsfeier oes Vilhar-Denkmales in Adelsberg statt. Sie war am Vorabende durch einen veranstalteten Fackelzug unter Mitwirtnng der Adel^berger Musikkapelle und der Feuerwehr sonne durch eine allgemeine Illumination des Marktes eingeleitet worden. Die Musikkapelle brachte bei dieser Gelegenheit vor dem Hause des Herrn Bürgermeisters Pikl, bei oem auch der Solin, Miroflav Vilhars, der geschätzte Komponist F. 2. Vilhar ans Agram, Wohnung genommen hatte, drei Musikstücke Zum Vortrage. - Den Festtag selbst kündigten eine Tagreveille und Pöllerschüsse vom Sovie-Berge an. Der aus Laib ach gegen M Uhr eingetroffene Sonderzug fowie der lnrz darauf aus Trieft angekommene Sonderzug wurden von den: Festkomitee uild den Adelsberger Vereinen, mit der dortigen Musikkapelle an der Spitze, am Bahnhofe empfange», woranf sich sämtliche Vereine, über 40 an der Zahl, zn einem Zuge ordneten und in den reich beflaggten Markt Adelsberg einmarschierten, wo sich der Zug auflöste. Gegen ^1l Uhr vormittags versammelten sich wieder alle Vereine auf dem Festplatze, nm sich auf den Hauptplatz, gegenüber dem Gebände der Kaiser Franz Josef-Volksschule, zu begeben, wo das Tent-mal Aufstellung gefunden hatte. Mehrere Vereine loaren mit Fahnen erfchienen, deren wir im ganzen 12 zählten. Alle Festgäste gruppierten sich um das Denkmal, zn dessen rechter Seite eine Nednerbühne aufgeschlagen worden war. Die Fenster der umlio gendeu Gebäude lvaren mit Zuschauern, unter denen es selbstverständlich auch nicht an Photo 3 rap heu fehlte, dicht besetzt. Um 11 Uhr bestieg Herr Professor Dr. Tomin^ek die Nednerbühne, um die Fest rede zu halten. Der Festredner bezeichnete Vilhar als einen echteil Sohn Innertrains, das in sich etwas Wunderfa,mes, Geheimnisvolles schließe. Der Innertrainer zeige in seinem ganzen Wesen Eigenschaften, die vom Ober-und vom Unterkraincr start abnx'ich^, Bei ersterem ,ci alles offen, hell wie seine Berge, durchsichtig wie ie,ne ^„n, nar wie seine Qnellen; der Untertrainer 1 lebhast, mitteiliam, ,r ichw,tz, ^ ^. ^s, was uns interemcrt. ia er erzähle noch mehr, als or gefragt werde. Daher seien g.rade in Ober- und m Unterkrmn die meisten Dichter und Schriftsteller erstanden, ^ie ^nnerkrainer aber bergen edle Schätze m stch, die erst gehoben iverden müssen- e>'' habe fast den Anschein, als sei die Zeit für die Innerk rain er noch nicht gekommen. Wenn aber schon einer hervortrete, so streue er förmlich köstliche Geschenke aus seiner Schatzkammer. Vilhar habe als erster den In-nerkrainer in dessen Fühlen und Wirken gezeigt; er habe. beides so schön menschlich dargestellt, daß' es vom, Slovenen als sein Eigen übernommen worden sei. Habe man hiebei fast vcrgefsen, daß Vilhar der> Spender gewesen, so sei dies als der schönste Erfolg des inneren Wertes zu bezeichnen. Das Wirken des Dichters sei ins gesamte Volt übergegangen; sein Lied „1><, .i'<>x<>l->l" beispielsweise werde allerorten gesungen. Aber wie viele denken dabei, daß es von Vilhar stamme? Dies werde nun anders werden-, VilharS Denkmal werde entschieden fordern, daß man Vilhar das gebe, was Vilhars sei. Wenn anläßlich der Enthüllung der Gedenktafel am Geburtshaufe Vilhars in Planina der damalige. Festredner Podboj Klage darüber geführt habe, daß die Tafel nicht in Gegenwart des ganzen Volkes enthüllt wer)de. so könne man heute stolzer sagen: Patrioten aus allen slovenischen Gegenden haben zum Denkmale des besten Innerkrainers beigetragen, und wir sind anch aus entlegeneren sloix'nischcn Gebieten erschienen, um dem Genius Vilhars Zn huldigen. — Es könne heute nicht Anfgabe des Nedners sein, das schaffensfreudige Leben Vilhars ausführlich zu schildern, wohl aber möge einzelnes als Abglanz seines Wesens und Lebens vor unsere Augen gerückt werden. AlZ Vilhar nach Ablauf seiner Studienjahre die Verwaltung seines Schlosses Kalec bei Zagorje übernahm, wurde damit die Grundlage für die spätere Stellung Vilhars dem slovenischen Volke gegenüber gelegt. Daheim wurde er sloveni-scher Dichter, Schriftsteller und Komponist, ülierhanpi erst ein Slovene, nachdem er seine ersten Lieder in dontscher Sprache gedichtet. Aus der Volkspsyche schöpfte er die Gedanken und Wünsche, die das Volk wohl bewegten, die es aber nicht zn äußern vermochte. Wozu Worte nicht ausreichten, das sagte er durch eilisache, anmutige Melodien. Denn er hatte die seltene Gabe, Lieder zu dichten und zu vertonen. Deren Iu-halt bilden zarte Gefühle, die des Sloveuen kindliche Liebe zum engeren heimatlichen Orte kennzeichnen, Stolz auf die historische Bedeutung des von Burgen bewachten Innerkrains, innige Liebe zu dem wackern, leidenden Innerkrainer Banern, die gegenseitige Liebe überhaupt, über all dem die durch Schmerz getrübte Liebe zu der weiteren Heimat und zur Freiheit. Im Jahre 1845 erschien sein erstes flovenifches Ge-dicht, fünf Jahre später die „.lillunk!, Ivnnkn", im Jahre 11-^ eine Sammlung von Liederterten mit. Kompositionen, worunter die Lieder „5liw, luiw I,!iii<:u", „1<<> ^til:i^u ««u pLVlilil", „1^i.jiu<) z»,:l, piMw", das aus dem Volke übernommene Lied „5", .,1'»> .j«'/^!-,l", „Iv:».j inin'im», us den Altar des Vaterlandes niederlegte ... Er bewahrte hiebei überall seinen integren Eharakter, seine unbefleckte N<>chtschaffenhert. Alles, was er je getan, geschrieben oder gesungen, trägt diesen Stempel der Nechtlichkeit und Charakterfestigkeit sowie eines edlen, füNs Gnte begeisterten Herzens an sich. Er ist und bleibt das Vorbild eines wackern Innertrainers. Er weckte Innerkrain und schöpfte aus diesem Landes-teile wieder seine K^aft. Und ein solcher Mann verdient es wohl, daß sich im Centrum seines Wirkungskreises, an dieser Stelle ein dauerndes Denkmal ertheilt, so dauernd, »vie wir es bewußt oder nnbewußt in unseren Herzen tragen. Zu diesem Denkmale sol°, len noch späte Generationen pilgern, nm Charakterfestigkeit, Neckitschaffenheit nnd Herzenswärme zu lernen, sie sollen sich am Denkmale so versammeln, wie wir dies hente mit empfänglichen Herzen und bewegter Seele getan, in Begeisterung des Augenblickes har-rend, wo von seinem Denkmale die Hülle sinkt!" Unter stürmischen 55ivio°Nnfen fank hieranf die Hülle vom Denkmale, das auf einem Pliramidenftnlz aus Nepentaborschem Marmor die überlebensgroße Büste des Dichters zeigt, ein Werk des Bildhauers Ne-piö, nach einem EntWurfe des Architekten Jäger ausgeführt. In glücklicher Kombination erhebt sich die Büste über einen Brnnnen, nm oeren Airsfluß-öffnung sich zwei Menschenfischlein (Proteus) schlingen; der Sockel selbst ist kreisförmig gehalten. Unter der Büste erstrahlt der Namen des Dichters und dar-nnter stehen die Verse aus seinem volkstümlich ge>-woroenm Liede „I'o i>x^l',i": <1a »iunvi l51^vl> »m<>! Nach der Festreoe neigten sich die Fahnen vor der enthüllten Büste und brausende Iubelrufe erfüllten die Luft. mit Tücherfchn>enken ans den benachbarten Fenstern begleitet. Nun l>estieg >'"'U"'s,^ Festkomitees Herr Josef Lavren..5 bühne, um das Denkmal ins f'ao'rwm ^ Ma.^ .„ögensaus,chn,ies ^A^ ms EilN'ntmn der germeister P l l l 0a. ^ 2^^M,,,M>, lowoe O.meinde übern b'^ ^^ ^ ^ Aufstellung de7 ^st5"rmö3iÄ/seinen herzlichsten Dank znm Laibacher Zeitung Nr. 184. 1738 13. August 1906 Ausdrucke brachte. Namens des Marktvermögens-ausschlisses dankte dessen Obinallii, Herr Ditrich, für die kostbare Gabe, die eine Zierde nicht nur für die Marktgemeinde Adelsberg, sondern auch für ganz Innerkrain, ja, für die ganze slovenische Heimat bedeute. Die auf dem Postamente leuchtende Inschrift müsse jederinann tief ins Herz strahlen; das Denkmal selbst müsse gerade so für alle Zeiten unbomakelt da? stehen, wie der Dichter in seinein Leben nnbemakelt dagestanden. Wer da vorüber gehe, der müfse sich geloben, des Dichters nicht zu vergeffen, dcr Innere train zu neuem, geistigen und nationalen Leben ge-lveckt; jedermalm müsse dabei gedenken, dah wir Söhne des flovenischeil Voltes sind nnd solche auch immerdar bleiben wollen, Vilhar als Begründer des Blattes „Naprej" habe dein slowenischen Volke die Devise „Vorwärts!" gegeben. Nachdem noch Herr pnii. Cividini, Präsels der Star<'evi^schen akademischen Ingend, gesprochen und namentlich der slov. - kroat. Wechselfeitigkeit sowie des Umstände? gedacht hatte, daß der Slovene Miroflav Vilhar den Kroaten den Koinponisteil Fr. S. Vilhar gegeben, brachte ein :,<1 lim: zlisanlineilgetre-teller- Sängerchor, ans Mitgliedern der Laibacher Gesangsvereine fowie des Adelsberger Gcsangsvcr-eines bestehend, nnter Lcitnng des Herrn Kubiöta Fr. S. Vilhars Festkantate zum Vortrage, die mit ihrer geschickten Verluertung von Motiven ans Miro flau Vilhars Liedern mächtigen Eindrnck übte nnd deren treffliche Wiedergabe nm so mehr zu würdigen war, als die Sänger nur zu einer einzigen Probe hatten zusammentreten können. Sie wurde mit beigeisterten Tlava-Nnfcn aufgenommen, woranf am Denkmale die Legnng der Kränze erfolgte. Solche legten nieder: die Verwandten des Dichterkomponisten, die „Slovensta Matica", die Laibachcr Gesangsvereine, die GememdevertretnlM der Gesangjsverein, der Sokol nnd der Markt Adelsberg sowie der Lese-uerein von Orehek. Hierauf betrat uoch Herr Fr. S. V i l h a r , der Sohu Miroslav Vilhars, stürmisch begrüßt, die Ned-nerbühne, nm dem TenkmalKomltee sowie deni ganzen slovenischen Volte ans vollem Herzen für die seinem Vat.er widerfahrene Ehrung zu danken. Herr Dr. Hinko Dolenec gedachte der verdienstvollen Mitglieder der Fannlie Vilhar, darunter auch des durch Krankheit am Erscheinen verhinderten Ivan Vilhar in Laibach, wobei er die Absendnng einer Be griißling an letzteren anregte. Um 12 Uhr mittags fand die Feier beim Denk malo ihr Ende. Es erfolgte noch ein Umzng der Ver-eine durch den Markt, woranf sich die Gäste in verschiedene Gastbanslokale znm Mitlagsmahle begaben. Sehr zahlreich gestaltete sich nachmittags um V^2 Uhr derVesnch der Adelsberger Grotte, die, festlich beleuchtet, gegen die ermäßigte Eintrittsgebühr von 1 1< zu besichtigen war. Um ^1 Uhr nachmittags nahm auf dem geränmigen Festplatz^ programmäßig das Volksfest seinen Anfang. Trotz der glühenden Nachmittagssonne entwickelte sich auf der ausgedehnten Wiese in der Nähe des Hotels Nibnik sehr bald ein munteres Treiben, das nach Sonnenuntergang noch beträchtlich zunahm. Für die körperliche» Er-frischungen sorgten verschiedene Pavillons, in denen von Damenhänden Getränke, Eßwaren :c. verabreicht wurden; auf einem Tanzboden drehten sich bei den Klangen der Laibacher Vereinstapelle ohne Unterlaß die tanzenden Paare, während die Adelsberger Mu sikkapelle auf einem anderen Platze, der Wiese ebenfalls wacker aufspielte und durch ihre Weisen auch gelegentlich das eine oder das andere Paar zu einem Tänzchen begeisterte. Bald hier, bald dort bildeten sich Sängergrnppen. die stets ein dankbares Auditorium fandml. Die angeregte Stimmung hielt ungeschwächt an, bis um halb 12 Uhr nachts der Sonderzug die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer nach Laibach entführte. — (Die Kais er reise nach Süddal-matien.) Seine Majestät der .Kaiser trifft am 11. September mittags mit einem Hofzuge in Pola ein. Der Hofzng wird längs der Niva bis zur Wurzel des Molo „Elisabeth" fahren, wo der Empfang dnrch die Militär- und Zivilbehörden stattfindet. Hieranf begibt sich der Monarch zur Besichtigung des 5tai serin Elisabetli-Dentmales in den Valerie-Park. Nach der Besichtigung des Monumentes schifft sich Seine Majestät in, das am Elisabeth-Molo bereitliegende Gnlaboot ein nnd begibt sich an Bord der kaiserlichen Jacht „Miraniar", die in den ersten Nachmittagsstunden den Kriegshafen verläßt, um zu der in Süd-dalmatien manövrierenden Sommerübnngseslader zu stoßeu, wo der Kaiser den kombiniel-ten Manövern zwischen Heer und Flotte beiwohnen wird. Am 16. September um 7 Uhr abends wird Seine Maje-stät mit der Jacht „Miramar" wieder in Pola ein- treffen uno um 8 Uhr abends mit dem Hofzuge die Rückreise nach Wien antreten. — (Der Wechsel im Ko m m a ndo d e r 2 8. I n f a n tc r iet rupp e n d iv i f io n.) Am verflossenen Samstag um 11 Uhr 15 Min. vorm. ist der mit der Führung des 1!^. ktorpstomnianoos bo-traute Herr FML. Sein'e Erzellelrz Rudolf Edler von Chavanne samt Faniilie von Laibach abgereist. Ans diesen. Anlasse hatten sich sämtliche Herren Offiziere nnd Militärbeamten der hiesigen Garnison am Südbahnhofe eingefnnden, nm hieonrch ihren fcheidenden Kommandanten zu chren, welcher das 28. Infanterietruppmdivisionstonlmando durch 5'/. Jahre innehatte. — Der neue Kommandant oer 28. Infanterieiruppendivifion, Herr Generalmajor Oskar Tillmann von Dillmont, ist gest^n nachmittag un^ 5 Uhr 30 Minuten hier eingetroffen nnd hat im Hotel „Union" Absteigequartier genommen. — (Zeichen l n rs.) Der vom Ministerini» für Kultus uud Unterricht subventiouierw und ans die Zeit vom 10. Augnst bis (i. Septeniber ano^ ranlnte Zeichenkurs zur Fortbildung von Lehrern an Volks- uud Bürgerschulen wird für die angemeldeten nnd am Beginne sich meloenoen Teilnehmer am 10. d. M. uln 8 Uhr früh im Zeichensaale der hiesigen l. t. Lehrerbildungsanstalt eröffnet werden. — (Die Ergänzung der Alpentrup-pen.) Bekanntlich wurde zur Ergänzung auf den Kriegsstand der aus den, erstell nnd zweiten Tiroler Landesfchützenreginient und den, 4. Landwehrinfanterieregiment formierten neuen Alpentruppen, Mannschaft aus niederösterrcichischen und böhmischen Land-wehrregimentern genommen. Offenbar diente die Heranziehung oiefer Mannschaft für die Alpentrnppen nicht nur dein Zwecke der Ergänznng, sondern man wollte auch feststellen, inwieweit sich die Mannschaft aus dem Flüchlande den ungemein großen Anforderungen, die an die Alpentrnppen gestellt werden, gewachsen zeigt. Auf Grund der feit zwei Monaten durchgeführten Übnngen auf schwierigen Gebirgswegen bis in die höchsten Regionen hinauf, hat die czechifchc Mannfchaft den in ste gestellten Erwartungen, daß sie die Strapazen ebenso wie die Gebirgsbewohner anshalten würde, nicht im entferntesten entsprochen. Abgesehen davon, daß die czechifche Mannschaft zumeist keiu Wort Teutsch versteht, weshalb sich die Nbcrbringnna, lion Melonngen schwierig gestaltet, fehlt diesen Lenten das jedem Gebirgsbewohner sozusagen angeborene Orientierungsver-mögen. Einzeln abgesandt, vermögen die böhmischen Soldateil trotz Kompaß und Generalstabskarte einer gestellten Anfgabe, irgendein Ziel in einer gewissen Zeit zn erreichen, nnr in den wenigsten Fällen nachzukommen, während sie sich alls nnmartierten Wegen, in Schluchten usw.. wenn sie allein gelassen werden, leicht verirren. Für die aus Tirol und Salzburg stammende Mannschaft dagegen ist die Dienstleistung bei der neuen Alpentrnppe wie geschaffen. Trotz der schweren Nepacknng nnd der teilweise noch mangelhaften Ausrüstung werden diese ihren Anfgaben mit, einer Schnelligkeit und Genauigkeit gerecht, daß man alls diese Truppe die größten Hoffnungen schen dars. Der Prozentsatz der für den strengen Dienst ungeeigneten Mannschaft aus den Alpenländertl beträgt bloß 0-2 die ungarische Staatsbürgerschaft. — (Eiutreffcn von Infanteri e -kadettenfch ü l e r n.) Morgen nm 2 Uhr :^7 Mi-nnlen nachmittags trifft, anf eitler Übniigsreise befindlich, der vierte Jahrgang der Infantcriekadetten-scknile in Xamenitz hier ein. — (B r a n n tw e in e rz eug u n g aus Fei 1 e n.) Das k. k. Finanznnnisterium hat mit dein Ei asse vom 30. Juli 1900, 8- 5li.339, im Einvernehmen mit dem köiligl. nngar. Finanzministecknm ans nahnlsweise gestattet, daß selbstgezogene, sris ch e Feigen bis auf weiteres mit den bisherigen Nodalitäten, also unter Anwendung der Panschalie-liings>bestimmungcn. zur Nranntloeinerzengnng ver-lvcndet werdeil dürfen. Hinsichtlich der Verarbeitung l>on g etro ck ll e t e n oder geka n f t e n. fris ch e n ^ligen ist anch weiterhin nach den Weisungen des Fi- vom 21. Angnst 1905, I. 56.l>58. vorzugehen. Branntweiilbreilnberfahren mit getrockneten oder gekauften, frischen Feigen dürfen demnach anch in der Folge nnr in Brennereien, welche unter die Bestimmungen des § 32, III, des Vranntweinsteuergesctzcs einzureihen sind und somit nicht nnter die Produktionsabgabe, sondern nnter die stonsnmabgabe fallen, vorgenommen werden. Derlei Brennereien kommen aber in Krain mit Ausnahme jcner in Iedinki-ina bei Rndolfswert nicht vor. — (Zur Gew e rbe b ew c gu n g in Laibach.) Wie uns in Ergänznng unferer diesbezüglichen Notiz mitgeteilt wird, hat die Firma G r i c' a r lä Meja^. Pre^erengasse 9 ill Laibach, das Kon° settionsgefchäft anhcimgesagt, hingegen der bisherige Teilhaber der Firma Herr Johann M e j a e den Handel mit fertigeil Kleidern, Modewaren nnd Wäfche neu angemeldet. (Verkauf eines Spezerei w a r e il -g e f ch äfte s.) Das bestrenommierte Spezereiwaren-geschäft des Herrn A. Lilleg wurde von deil Herren Leskouic nnd Mede n känslich erworben nno lm'rd in unveränderter Weise fortgeführt werben. — (A n sflng n a ch V elde s.) Die Triester Filiale des Slovenischell Alpenvereines veranstaltet am 2l). Angnst einen Alisflug nach Vetoes nnd iil die wildromantische Rotweintlamm. Für die Ansflüg-ler ist eiil Sonderzng mit 50A) Fahrpreisermäßign ng fichergestellt. — (Bad Töplitz in Unter kr a in.) Von der Verwaltung des Thermalbades Töplitz ill Unter-krain werden wir um die Mitteilnng ersucht, oaß jetzt wieder Zimmer im Bade- nnd Kurhanse zn haben sind. Anmeldungen sind einige Tage frnher fehr erwünscht, damit passende Zinnner reserviert werden. — (Knrliste.) In der Landes-Kuranstalt Nenhaus bei Cilli sind in der Zeit vom 21. Juli bis 5. Angnst 118 Personen znin Knrgebranchc' rina!.' troffen. — (Ertrunken.) Am 9. d. M, wurde der pensionierte ledige Finanzwachmann Johann Prime aus Groß-Bulovitz im Rekabache bei Torilegg tot anf gefnnden. Er batte nach Erhalt seines Ruhegehalte? seit 2. d. M. in den Gasthäusern voll Dornegg gc-zecht. Primc dürfte dnrch Ertrinten den Tod gefunden haben. —l. — (E r richt ll n g e i ll e s Frie d Hofes i n Dravlj e.) Die Vertretung der Ortsgemeinde Ober t^i«ka hat sich entschlosseil, für die Ortfchaften Ober Ki^ka, Kofeze, Dravlje, Zapnöe nild Perxail einen Friedhof in Dravlje zu errichteil. — (Großfeuer.) Am 8. d. M. nm 12 Uhr mittags brach in der Dreschtenne des Besitzers Georg 6uni5 in Desinc, Gemeinde Lota, Bezirk Tschernembl. ein Feuer alls, lvelches die Dreschtenne saillt den Flittervorräten, das Wohnhaus des Genannteil famt allen Eiln-ichtungsgegenständell, drei Ttallnngen nnd eine Getreidekammer nlit allen Lebensmitteln voll stäildig eiiläscherte. Infolge der herrschenden Hiye u,ld Trockenheit verbreitete sich das Feuer weiter und vernichtete den Besitzern Johann Iakoviö, Johann Agni(-, Johann ütajer, Johann Terdiö, Matthias l^pehar nnd der Maria Milkovi5 die Wohnhäuser und Wirtfchaftsgebände samt den in den Objekten vorhandenen Einrichtnngen, Kleidnngsstücken, Lebeilslnit teln, Feldfriichten und Fnttervorräten. T<>r Gefault fchaden wird auf 57.s>00 lv geschätzt, welchem eine Verfichernngssumme voil nur <>M> Iv gegenübersteht. Das Felier wnrde von, sechsjährigen Besitzerssolm Josef ^nni<- gelegt. An der Löschnilg des Brandes beteiligten fich befonders eifrig die freiwillige Feuer w-ehr von Tfchernembl, die Mailnfchaft i>es Genoa^ lneriepostens Tschernembl iind die Insassen von Tesnic n„d Umgebililg. doch wnrden die Löscharbeite» dlirch den herrschenden Wassermangel in erhebliche Weise behindert. ^^- ^ (Eine Kindes! eiche im Feistritz fluss e.) A,n 8. d. M. nachmittags fand die Besitzerin Maria Osolin zwischen Batovnik und Duplica im Feistritzflilsse die Leiche eines neugeborenen Kindes männlichen Geschlechtes. Sie hob die Leiche aus dem Wasser nnd trug sie in ihre Wohnnng, woranf sie sofort die Anzeige bei der Gendarmerie erstattete. Noch am selben Tage wnrde die Mntter des Kindes in der Person der 32jährigen Besitzersgattin Eäcilia Volkar aus Neumarktl. Gemeinde Stein, an5findi,i Laibllcher Zeitung Nr. 181. " 1739 13. August 1906. gemacht, w?!cl>c i)ie ^at »ach lanaciu Lcugnon auch eingestmld. Sie hatte das Kind oberhalb der Villa Soß "uf freiem Felde un, 11 Uhr nachts geboren. Nach ihrer Aussage soll sie das Kind gleich nach der Geburt vergraben und nach einer Weile wieder au5-gehoben und in den Feistritzflutz geworfen haben. Die Mutter des Kindes soll schou seit längerer Zeit nicht ganz normal und etwas schwachsinnig sein' si^e dürfte die Tat in uuzurechuuuZsfa'higcm Zustande verübt hatxm. __h ^ (Einschreiten der Militärwache gegen einen Zwäng ling.) Am 10. d. M. vchwrte in der Zwangsarbeitsanstalt wie alle Tage oor Aufsehe Puterle die Erzeugung von Papier-! !'!' ^ cr zmn Zwängling Ferdinand Veidl tam, muchte rr ihm rrgeudeine Ausstellung. Voidl schlich M) yierauf um den Aufseher herum, ohne daß es Fleier bemerkt hätte, und verjetzte ihm von hinten emen so heftigen Schlag über den 5lopf, daß ihm ^lu über das Gesicht strömte. Der Aufseher stieß wohl den Zwängling von sich, erhielt aber schließlich "och Hiebe und konnte sich von ihm nicht losmachen. Über erstattete Melönng schrittet, Amtsleiter Franz ^avlo^ und Wachtinspettor itasimir Mulaoel ein, aber anch diese tonnten nichts ausrichten Der Zwäng nng versah sich mit einem Steine und stieß die Drohung aus, er werde den ersten umbringen, der ,hm m die Nähe komme: auch drohte er dein Ober-onfseher Nunaver, er werde ihn bei der nächsten Ge° ^'^" '^schlagen. Als alle Er.nahnnn en frucht-V^id ^ > ^ ^ Militärwache herbeigeholt. V dl wars vorer,t den in der Hand gehaltenen, ein N "uui stl)weren Stein, auf deu Tisch und ^ ^ .>' ' ?" ''"'"'d, so daß ihn, der Schaum ans Tchimpwd, tobend und flnchend Astete er »er Militärlvache Folge, wurde in die Isolierzelle abgeführt uud sodann dem Landesgerichte c'ngeliefctt. ^ , _ * l E i^n a n g ^ i, c l) „I e r G a st.) Heute nacht wou.te der ^chlossergehilfe Johann Aneükovi,.- im i5af(' Zal^nit^am Alten Marti seine Zeche nicht bezahlen. , einen Wagen mit alten Öfen und Brettern auf der Ämonastraßc. Als er einige Ofenstücke znrecht^ legen wollte, geriet er unter den Wageil, wobei ihm die Näder über beide Arme und über den Kopf gi» gen, so daß er mehrere Knochenbrüche und schwere Verletzungen erlitt. Ver«iö war erst vor fünf Tagen nach Heilung eines Beinbruches aus dem Spital ent lassen worden. Er wurde mit dem Rettungswagen wieder ins Spital gebracht. * (Tasche n'd iebsta h l.) In der Franziskaner kirche wurde gestern nachmittag der Greislerin Maria Bajc ein Geldbeutel mit <>0 l< aus der Tasche gezogen. * (Wieder ein Fahrrad gestohlen.) Samstag abends wurde aus dem Vorhause der Krai-Nischen Vaugesellschaft ein altes Fahrrad Pauther wit der Polizeinummer 303 durch einen unbekannten Tieb entführt. Telegramme bts l. l. TtltWhen.SmefMdenz'wcM. Die Taufe der neugeborenen Erzherzogin. Cer neugeboreiiei, Tochter Ihrer k. und t, Noyetten des dlnchlanchtigswn Herrn Erzherzogs ^ranz Salvatc>r nnd der dlirchlauchtigsten Frau Erz-horzogin Marie Valerie statt. Die durchlauchtigste Erzherzogin erhielt die Namen Mathilde, Maiia, Antonia, Ignatia. Taufpatin war Ihre königliche Hoheit Prinzessin Mathilde von Vourbou-Sizilien, Gräfin von Trani, hochsttuelche vo,i Ihrer t. und t. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Gisela, königliche,, Prinzessin von Bayern, vertreten wurde. Den hl. Taufakt n lmids reproduziert wird. Wir sind von kompetenter Seite ermächtigt zu erklären, daß ei.il solches oder ein ähnliches Telegramm seitens des östcrreichiscl>nnga-rischen Botschafters in Petersburg an das Munsle-riuni des Änßern gar nicht abgesandt wurde, die Meldnng der „Gazeta Narodowa" somit gänzlich aus der Luft gegriffen ist. Die Krankheit des Sultans. K o n sta n t i n o pe l (aufgegeben am 11. August 7 Uhr 20 Minuten abends, in Wien eingetroffen am 12. Anglist 11 Uhr 40 Minuten vormittags). Ans Anfragen von diplomatifcher Seite im Mdiz und auf der Hohen Pforte wurde heute versichert, daß der Sultan uur infolge einer Erkältuug gestern unwohl gewesen sei und sich heute bereits besser befinde. Sein Zustand sei vollkommen gefahrlos. Der Sultan ver-sieht fortgesetzt die Negierungsgeschäfte. Berlin, 12. August. Dem „Lokalanzeiger" zufolge verlautet, daß Professor Bergmann telegram phisch nach dem Mdiz berufen wurde, um eine nötig erscheinende leichte Operation auszuführen. Grubenunglück. Berlin, 12. Anglist. Die „Vossische Zeitung" meldet aus Kattowitz: In der Nenardgrube in Sielce fanden gestern nachmittags vierzehn Bergleute dadurch ihren Tod, daß die Winde riß uni) die Leute in den Schacht stürzten. Rußland. Helsingfors. 12. August. (Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur.) Das Kriegsgericht hat gestevn die Leutnants Emeljanov und Kohanovski'i sowie fünf Soldaten, die wegen der Meuterei auf oer Festung Tveaborg angeklagt waren, zum Tode verurteilt. Das Todesnrteis wurde bereits vollstreckt. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Um 8, August Schemua, l.u,t. Generalmajor; Jünger, l. u. t. Obelleutuant; Iatic. Publizist. Trieft. — Kaiser. Kfm., s. Frau, Novasala. Voudraset, Pfarrer, St. Ambros. — Beiger, Ufm., Remscheid. — Cajtovac, Lehrer, Esset. — Barbo, Pfarrer. Flüdmag. — Korjan, Asseluranzvertreter. Marburg. ^ Zelezuiler. llfm, Eaeubera, — Lanahoser, l u, l. Leutnant; A"""' l^Z""' ^"^^ ^^'".' ^^z " Gräfin Mlenberg. Prrvate. Nbbaz.a. - Delagu, l. n, t. Hauptlnanu, Sarajeuo. -Tausam Grusoum. Fersogl.a Spanaher. Cuschovini. Marti-nelll. Kstte,. Görz. — ttoch, Marlneofftlier s ssiau Nula -Miholii. Majariö. Zelenla. Geistliche. Esse« - Föhnrid samt Schwester Lehrer Prag - Dr. homm.n; Grosz. Hofmann. Kammel. Weiner. Kunz, Tempes, Kflte.. Wien. Verstorbene. Am 7. August. Gertrud Kernc. Inwohnerin, 84 I., Polanastraße 20, klils»8mun »«nili». — Johann Smerelar, Ar» beiterssohn. 1 Mon,. Ambrozplatz 7, Darmlatarrh. Am 8. August. Maria Beber. Inwohnerin, Radehly. straße 11. 72 I., ^rtl.riti» äokcnn-m». Am 9. August. Johann Tabernik, Inwohner, 2? I., Radetzlystrahe 11, Epilepsie. - Pauline Keber. Uhrmachers-tochter. 4 Mon.. Linhartgasse 5. Darmlatarrh. Am 10. August. Elisabeth Osredkar, Schuhmachers« tochter. 13 I., Kratauerdamm 10, Tuberkulose. Im Zivilspitllle.- Am b. August, Anton Subelj. Drechsler. 39 I., Tu« bertulose. Am 7. August. Ialob Debevc, Besitzer. 48 I., 1'umor lwpilti». — Josef Stare. Arbeiter, 57 I,, Herzverfettung. Am 8. August, Johann Kosat. Taglohner, 56 I.. Tuberlulose, Am 9. August. Josef Semic, Schlosserlehrlina. 16 I.. Meningitis. Lottoziehungen am N. August 190tt. Graz: 25 86 61 51 79 Wien: 85 77 51 49 84 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306'2 m. Mittl. Luftdruck 736 0n»u. i, 2U.N. 7309 237 windstill teilw. heiter "' 9 » «lb. 730-6 18 4 . teilw. bewttllt 7U.F. 735 3116 1 . 12. 2 » N. 735 3 24 3 SO. mähig heiter 12 9 » Ab. 736 7 18 2 SO. schwach 13.1 7U.F. 1738 2 j 1b 2j » ! teilw. bew. > 0 0 Pas Tagesmittel der Temperatur vom Samstag 18 8°, Normale 19-2°, vom Sonntag 19-b", Normale 19-1». Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. ITSCHIIEI/ hi empfiehlt allen P. T. Hausfrauen seine allgemein als vorzüglich anerkannten Kompotte, Marmeladen, Früchte und insbesondere das nach den neuesten Methoden erzeugte Zichorienmehl in Holzkistchen. mio) 3 Die erste Probe wird gewiss jedermann von der hervorragenden Qualität dieser heimischen Ware überzeugen. -----¦¦ Näheres die Plakate.------' Schweizerhaus füglich Konzerte ~ des I. haibadier Streichtextettes* flnfang um 4 Uhr nachmittags und um 7 Uhr abends. • Gintritt jedesmal frei! „GH ist nicht alles Gold, was glänzt", und nicht jede Seife, die als Myzeriuseife verlauft wird, enthält dasselbe. Glyzerin aber ist unschätzbar und unentbehrlich für die Gesundheit und Reinheit der haut. Das Publikum ist jedoch nicht immer in der Lage, den Gehalt an Glyzerii, in Seifen zu erkennen. Es werden ihm durch Zucker und Allohul trans« parent gemachte Seifen als Glyzerinseifen aufgedrängt. Die echte Glyzerinseise kann sowohl transparent, als auch undurchsichtig sein. Das sicherste Nennzeichen der echten Glyzerinseife, das bei den Sargschen Fabrikaten, dem Eisinder derselben, überall zutrifft, ist, daß sie sich nicht trocken, sondern fett an^ fühlen. Ferner scheidet die echte Glyzerinseife in feuchten Räumen leicht das Glyzerin in Form von kleinen Peilen aus — sie schwitzt — was das uutrüglichste Zeichen ihrer Güte ist Nur eine Seife mit hohem Glyzeringehalte kann in feuchten Räumen schwitzen und nur eine solche erfüllt alle gewünschten Bedingungen, erhält die haut weih, weich und zart, während bei Verwendung anderer, billiger Seifen gerade das Gegenteil erzielt wird. <353?) Wer die Strömungen und Bestrebungen unseres modernen Kunst- und (jeisteslebens in einem humoristisch - satirischen Zeitspiegel betrachten und verfolgen will, der lese jeden JKontag die neueste Jfammer der jYlünchner mm änzelverkauf und yibonnements bei lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in' f'alDao"' Xongressplatz Jfr. 2 und Südbahnhof (Kiosk) sowie in Steinbrück, Südbahnho/C»osKj^ In keiner anderen Jahreszeit neigen die Säuglinge so zu Darmtrankheiten wie im Sommer, infolge der bei wärmerer Tempe ^^ ^ ^^ verderbenden Nahrungsmittel. Kufekes Kindermehl hat sich bei alleu Darmkrankheiten bestens bewährt, da es die Milchncchnmg l"cht" vcr "n,^ ^^^^^ ^^ Darmgärungen günstig beeinflußt. Der Gehalt des Kufeke > Mehles an Mineral- und Eiweißstoffen bildet eine ^) Erbrechen schwindet nach der Darreichung von Kufekes Kindermehl sehr bald und auch der Stuhlgang bessert sich oft ohne iz'" Lmbllcher Zeitung Nr. 184. 1740 13. August 1906. Kurse an der Wiener Oörse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 11. Angust 1906. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung. Die Notierung sämtlicher Aktien und der ,,Diverlen Lose" versteht sich per Stück. Geld Ware Allgemeine Staats» schuld. inheitliche Rente: lonv. steuerfrei, Krone» (Mai.Nov.) per Kasse . , SS'ü5 !)8'75 dctlv (IHn.'Iuli) per Kasse 994» 89 N0 2 °/„ «, W. Noten (Febr..«ug.) per Kasse......100-25 100-45 «/, «, W. Silber (Npril-Olt.) per Kasse . . . , , . 100 25 10»'45 ^60er Staatilose 50» fl. 4 "/„ 157-i>0 1595!^ I»«0rr „ 100 fl. 4 «/„ i!i!» - 2L4'üU 1«64tl .. 100 fl. . . 27b-280-- 1K64er ,. 50 fl. . .278 — 280--, lom.'Pfandbi, i» 1L0 fl. 5°/, 289 — 291- Staatsschuld d. i. Ncichs. rate vertretenen König» reiche und Länder. tsterr. Golbrente, stfr., Gold per Kasse .... 4«/„ n? 65 11785 tfterr. Rente in Kronentv, stfr., Kr, per Kasse . . . 4"/„ 59 «0 9!« 80 dettv per Ultimo . . 4°/« 99 8» 99 8<< Ost, Investition«.'Rente, stfr., Kr, per Kasse . 3»/,°/« 89'45 89-65 Gistnl>ahu>zlllat«schnlo> velschltibungln. tliwbethbahn in G., steuerfiti, zu 10.000 fl. . . . 4°/« 11765 11865 Franz Iosef.Vahn in Silber (div. St,) , . , 5l/<°/„ 124-25 125-2° Val. Karl Lubwlg-Äahn (div. Stücke) Kronen . . 4°/„ 89-50 100-5? Nudolfbabn in Kronenwährung, lteuersr. (biv, St.) . 4"/„ 99-55 10055 korarlberger Vahn, steuerfrei, 40" Kronen . . , 4°/l> 88 bs> 10055 Zu »/,"/c> - , lW-40 101 40 5°/u Donau Re».'Anleihe 1878 10525 10625 Wiener Ver!ehr«<«nltihe 4°/„ 99-40 100-40 detto 1800 4°/« 99-4« 100 40 «nlehen der Stadt Wien . . 10285 10335 betto (S, ob. G.) . . . 121-25 —-detto (1894) .... 97-7'! 88-VU detto (1898) .... «9-10100-K» detto (1800) .... 89 L5 100 U5 betto Inv.°«l.) 1902 . 99-75 1«0 75 ^örfebau-Änlehen verlosb. 5°/„ 9950 10050 Vula. Sllln<«eisenb.-Hyp.»Nnl. 1889 Gold .... 6«/u 11s'!>5 119-Äk> Bula. Staalö > Hypothekar Nnl. 1892......6°/« 119 25 12025 Geld Ware Pfandbriefe «. Vobenlr.,alln,üst, !!>50Ia»l,4"/o 9860 99«0 Vöhm, Hypothctenbant verl. 4"/^ 8880 10020 Henlral-Vod.-ttred.-Vl., üsterr,, 45I. vcrl, 4'/,°/« - - , 103— — — Zcntral Bod,-Kreb..Vl,, österr., 65I. Verl. 4«/^ .... 10010 1S110 Kred.-Inft.,österr,, f. Berl.'Unt. u.öffentl.Arb.Kat.^ul.4°/„ 88— 100-— llanbesb. b, K»n. Oalizien und Lodom, 57'/, I. ruckz. 4°/« 98 30 8830 Mähr. Hypothelenb. verl. 4°/« 99 15 100-15 N.'österr.Landcs.Hyp..Nnst.4°/« 100— 101 — dettoinN.Lo/^Pi. verl,3'/,°/u 93 25 8420 dett» K.'Cchuldfch. Verl. 3>/2°/n 93— 94'— detto veil, 4°/u 99 80 100 80 Österr..unaar. Nanl bU jähr. uerl. 4°/u e. W..... 9975 100-75 betlo 4°/« Kr..... 100-15 101-15 Nplll-l. I.öst., 60 I. verl. 4°/u ioa-65 — — EisenbahnePrioritäts-Obligationen. Ferdinanbs.Nordbahn (tin. 1886 10,1— lui — betto Vm, 1904 89 80 100-80 Östcrr. Norbwestb. i0o fl, S, , 1o«-15 10715 Ltaatsuahn 500 Fr..... 422— — — Sübbahn ^ 3°/» Jänner. Juli 500 Fr. (per St,) . . . 31875 32i75 SÜdbllhn K 5«/„..... 124-75 125-75 Diverse Lose o,cn «reuz, öst. Ges. v,, 10 fl. 48 75 5075 :«otenttreuz, una. Ges, v., 5 fl. 2950 315c Rudolf.Lose 10 fl...... 58— 63- Lalm.Lose 40 fl. K. M. , . 2««— 208 - Geld Ware Türl. E,.«.0 Wiener Komm.»Lose v. I. 1874 511— 521 — Gew..Cch.d. 3"/<>Pr2m.'Schuldv. b. Vobrnlr..«nst. Lm. 1888 93- iou — Aktien. Dlllnspoit'Dnternthmungtn. «»M.Tepl. Eiscnb. 50« fl. . 2505 — 2520 — Vi!hm. Nordbahü 150 fl. . , 371-50 37350 Vlischtiehiabri Eisb. 500 fl. KM. 3020 — 3030 — bctto (lit. U.) 200 fl. per U!t. 1138 — 114U-Donau . Dampfschiffahrt«. Ges., 1., l. I. PNV., 500 fl. KM. 1048'— 105150 Dux.Vodenbachcr Eisb. 4uo Kr. 565— 586- Ferdinaiibs.Norbb. louo fl. KM. 5-i80-— K5U5 — Lemb.. Eisenbahn» Gesellschaft, 200 fl. S . 581-50 582 — Lloyd,«sterr.,Trieft.,5U0fl.KM. 736-— 740- vsterr. Nordwestbahn 200 fl. E. 452— 454- detto (lit. L.) 200 sl.S.P.UIt. 454- 455- Prag.Duxer Eisen b.100 fl.abgst. 2«4— 226 — Ttaatseisb. 200 fl,S. per Ultimo 673 75 67475 Südb. 200 fl. Silber prr Ultimo 164-25 1s5 25 Südnordoeutsche Verbindungsb. 200 fl, KVi...... 409 — 411t»0 Tramway »Ges., neue Wiener, Prioritätö.Altirn 100 fl. . —— — — Ungar, Wcstbahn (Raab'Vraz) 20" fl. S....... 40?-- 4S8-— Wr. Lolalb.'AItien.Ges. 200 fl. 175 — 180 — Banlen. Anglo.ibsterr, Nanl, 1LU fl. . . 30850 309 L0 Banlverein, Wiener, per Kasse —— — — betto per Ultimo . . . 550-2» 551-Lü Vobenlr.'Anst. bster»., 200fl. S, I0i!9-— 1043 - Ientr,'B°b,«K«bb. üst., 200 fl, 560— 565-Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 160 fl,, per Kasse —- —- detto per Ultimo 671 25 672-25 Krcditbaiil allg. uug., 200 fl. . 811 — 812— Depositenbank, alla., 200 fl. . 45«-— 457 — ESlompte. Gesellschaft, nieder» üsteir.. 400 Kronen . . , b«4— 566 — Giro. und Kassenverein. Wiener, 2UU fl........ 458— 462 — Hypothekenbank, österreichische, 200 fl. 30°/» E..... 29«— 288 - Länberbllnl, üsterr., 200 fl. per Kasse ..,.,.. --- --- detto per Ultimo .... 44ll 50 44150 „Merkur". Wechselst. Aktien. Gesellschaft. 2uo fl, . . . «81 — 637 — Geld Ware Österr.'una. Bank 1400 Kronen 1772— «763 — Unionbanl 200 fl...... 545-k« 550 50 Verkrhrslianl, allg,, 140 fl. , 338- 340 50 Induftrit.zlnlernehmnngln. Äauges,, alla. «sterr., ino fl, . 147— 153 - AiüxerKohlenberab-Ges.Inafl. 720- 730 — Eise!ibah!Nv..Leihg,, erste, 100 fl. «13— 215 — „ElbemilhI", Papier!, u. V,»G. 17!>— 177 — Eleür'Ges., allg. österr., 200 fl, 452-75 453 25 detto internal., 200 fl. 60350 605 50 Hirtenbrrger Patr.., Zündh. n, Met,.Fabril 40« Kr. , . 1156 — 11U0 — Liesinger Vraucrei 100 sl. . . »05— 206 - Montan.Gesellsch. österi,»alpine 58850 589 5>) ,,Poldi.Hütte", Tiegelgußstahl. F,.A,.W, '^00 fl, . . , 528 — 530 — Prager Eise».Ind.Ges. Em, 1905. 200 fl...... 2812— Ü828-— Riiull'Murany.Salgo>Tarjaner Eisenw. 100 fl..... 575-25 576-25 Salgo.Iarj, Steinkohlen I0u fl, «32— 638— „Schlöglmühl", Papiers.,20«fl. 325-— 335-,,Schobnica", ?l,-G. s. Petrol.. Ind., 500 Kr..... 602— 607'— „Steyrermühl", Papierfabrik und V..G...... ^68— 476 — Trifailer Kohlenw. «0 Wieneiberger Zitgelf..«It..Gts. 85l— 856 — Devisen. >urzk Sichten und Scheck». 'Amsterdam....... 188-80 198-l0 Deutsche Plätze...... 1i?-27-> 11747' London........ 240-15 240 3b Italienische Vaiilplätze . , . 85-40 95-52-> Pari«......... «5-40 95-l,5 Zürich und Vasel..... 9552^ 95 «^ Valuten. Dukaten ....... 11-34 1139 2a-ssrll!llc>i°Stücte..... I»'«6 19 10 2«.Marl-Stücle...... 2847 23i>4 Deutsche Ncichsbanlnote» . . 11? 27^ 1I74?» Itlllieilische Banknoten , . . 85 45 95-55» «ubel-Noten..... 2-50'> 251" von Keulen, Pfandbriefen, Prioritäten Aktien, ¦.••eu etc., Devisen und Valuten. ^ Los-Versloherung. BaurLlc- -u.xi