LaibachelMMtlmg. ^3-. 1!/»^ !l!lilnII .1! orationöprii«: III, Homvtoti ^llnzj. "^«* > «H^» N- »I- "-!-:- ^ ä.5„». »für oi?^>:N'-^u!l„ !.>,>< Hau' Mittwoch, 28. Juli >üi!.«.,:r.,^«>.l!l,:^:?ft,'r.Zcil«lni.^lr.^m.!'l:,, ^ s^«l!« Amtlicher Ttml. Vllllldnmig dcs Ministers für Nultuö und Wcrncht vom 12. Juli 1869, lvonnt Uebcrgangsbcstimmungcn zur Durchführung des P^lkoichulgcsctzes crlafscn werden. (Schlnß.) ^'. L c h r p l a n f ü r c i u e drciclafsigc Schule. 1. Classe 2 Classe 3, Classe Stunden Religion......2 3 3 Sprachunterricht. . . . U> i>—11 l) Ncchnen......4 5-0 4-5 Geometrische Formenlehre. — — 2 Ncalicn......" 5—(> 5-li Zcichncu......— " ^ Silben......1 I 1 Turnen.....»1 ^ ^ Eummc dcr Lehrstundeu.'". 24 26—30 27—29 Nach Abzug der Religions-!l»"dcn bleibt für dm Lehrer 22 23-27 24—26 Bci einer dreiclassia.cn Schule ist cs namentlich in ^r dritten Classe möglich, die derselben zugcwicscucn ^mu entsprechend, daß möglichst jeder Altersstufe eine ^'tcrrichtsstüfe entsprechen soll. in jeder Classe zwei Ab-' ^'lungcn c^cbildct werden. Es erwächst dann für dcn ^hrcr eine größcrc Anzahl uon Vtundeu, welche jcdcn-^lls so angesetzt werden können, daß keine Abtheilung ^W- als 2l> Stunden in der Schule anwesend zu seiu baucht. ^> Lchrplau einer uiercl a s si gen Volks-s ch u l c. 1. Classe 2 Classe .'<. Classe 4. Classe (I. Echnl- (2. ,i. 3. i> Zchul- <5. ü. 0. jnliy Schliljnl),) jähr) (Schuljahr) Stunde n Religion .... 3 3 3 3 Eftrachuntcrricht .12-14 8-10 8 8 Stnndcn Rechnen.... 4 4 4 4 Formenlehre . . — — — 2 Erdkunde.... — 2 3 2 Geschichte ... — 2 3 2 Naturkunde ... - 2 2 — Scheiben ... — 2 2 — Zeichnen ... — 2 2 2 Singen .... 1 1 1 1 Turnen .... - 1 2 2 20—22 25—27 28 28 Hicvon entfallen auf den Lehrer . . . .17—10 22—24 25 25 Bei vicrclassigen Schulen entfallen im Schuljahre 18C9/70 blos anf die zweite nnd vierte Classe je zwei Altersstufen, in der vicrten Classe ist ein gemeinschaftlicher Unterricht zweier Schuljahre angezeigt, weil sich ohnehin in diesem Uebcrgangsjahrc wenig, Schüler vorfinden, welche au Verstandcsreife uud Kenntnissen auf gleicher Stufe stchcn dürften. In der zweiten Classe wild sich in einigen Lehrgegenstäude» eine Trennung der Schiller in Ablhcilnngen empfehlen und dann muß eine größere Stundenzahl eintreten. Vl. Lehrftlan für die im Ucbcrgang begriffenen unselbständigen U ntcrreal schu lcu. An mit dcn bisherigen Hanptschulcn vcrbnndcncn nnselbsiändißcn Nntcrrlalschnlcn lalin für die Schüler, welche die uiertc Classe ucrwsse», folgende Slundenucr-theilliug zur Anwendnng gelan^cn: glcligion.......... 2 Stunden Spl'achnnlerrickt....... 8 „ Rechnen.......... 4 „ Gcomctnschc Formlehre..... 3 „ Natnrgcfchichte........ 2 „ Oeossraphic und Gcschichte .... 3 „ Zeichnen.......... 3 „ (Äesang.......... 1 „ Turnen.......... 2 Stunden Summe . 28 „ Hafner m. ^>. Uebersicht übcr dic Vcrtheilnng der Zeit unter die drei Abtheilungen !n uugetheilten cinclajfigcn Vollsfchulcn. «. Lcse-. Schreib- Tuliüiie Zahl dcr ^«il»,m ^'^"' Rcliaiou und Sprach- Rechnen Realien 3!iu^n Tnnmi der N»terlichl?s!lindc>! " richt ! -^ l nnlcrricht , ^hvstnnden dcs ^'chrcl^ ' ! ! . , ! , llebnng — N 2 — ^. — '^ unmittcl- 2 <; (wie bei 1) 2 — l ^ , ^l. 1' dar gemein-i ssemem- > liemen- 2 schaftl. i ichM. / ,chaftl. 24 „ l l Uel'nng -- ' « 4 -. " z ^" NünuUel,- !> 4 2 4 1 , 1 , 14 bar ähneln- gemein- gemcu,. 5 schajtl. s^'a'tl- 'ch"!l^ 24 ^ Uelili!!^ ^ . . (! <: -- - ^- ^ Nichtamtlicher Theil. Egyplcl! nnd die Tmlm. c°" B^!^.?^^«^'"'"'""« ^" ^^"'l"fa 5«zyl Pascha, ^'"d de«s' , ^lcekönig^ von Cgyptcn und den Tod^ ^funa i. ^'s ^" ^""U ^linister ernannt. Diefc Be-^ra w° ., ^ 7 ^"" icncr Prinz sofmt von Hom-'st ql'eiM.,. „ '. "' ^"^' ""l' Constantinopcl abreiste, sitüt "' ! ud mit einen. Aete der äußersten A.'iuw' '^rtc,, >>'..? ^ - ."^''^. welcher jcde.« Augenblick er-^elchcr s.in. .—s b«e Erbsolgcordnunc, in Cgyptcn. kraft ^l ,clne ^ohnc .hm in seiner viccköniglichen Würdc folgen dürfeu. anfgchoben wird. Ja. ofsiciüse Blätter, welche mit der türlifchcn Regierung in notorischer Bcr-bindnng flehen, fordern sognr dazu anf. Ismail Pascha abzusehen, und seincu Bruder Mnslafa Fa;yl Pascha an feine Stelle zu beruft». Unter fiesen Umständen ist cö nicht z>: verwundern, daß der eßMische Vicelönig eine Anleihe in Paris bchnfö der Hcrl^ischaffnng von Kriegsbedürfnissen abgcschlosfcu Hal. nm seine ohnehin vorzügliche Armee nnd Flotte in einen wchrhaftcn Znsland zu versetzen. Die ^agc C'gyplcns ist eine solche, daß die Abhängigkeit des Landes vmi der hohen Pforte demselben nnr zuni Nachtheile und in gar leiner Beziehung zum Vortheile gereicht. Die Türkei ist viel zu schwach, um ilgcud einen Augriff, welcher aus Egypten gemacht würde, abzuwehren, während hingegen das egyptischc Hccr öfters von Constantinoftcl ans in Anspruch genommen worden, um Kriegsdienste für cine Cache zu leisten, welche den Cgypticrn vollkonnneu glcichgiltig geworden. Auch der Tribut, den der Picckönig an dcn snceräncn Herrn zu zahicn hat, bildet einen Cntgang uon Geldern, "für wcl« chen nicht irgend clivas von wesentlichem NutM cinge-ta.ischt wird. Die Autorität, welche der Divan in Cgypten selbst ausübt, ist freilich nicht vou bedeutendem Umfange, aber wo dieselbe zm Anwendung gebracht wird, gilt sie als cine Störung und als die Beeinträchtigung der Macht eines Staates, welcher sich vMommeu selbst ständig nnd unabhängig fühlt, und der nnr mit Widcr^ willen das Äand crtiägt, welches ihn noch mit der Türtei verbindet. Aller Wahrscheinlichkeit nach steht ein neuer Unabhängigleitskampf bevor, dessen Ansgang nicht zweifelhaft sein kann. Die Pforte, welche kaum im Staude war, die kleine crcteusischc Rebellion zu dämpfen, welche ihr letztes Fort in Serbien zu räumen hatte, welche ohnmächtig ist gegen die Anflchnungen der Nu< mänier, wird nie die Gewalt haben, die große Macht, üdcr welche der Vicekönig von Egytcn gebietet, zn tncchen. Diese große innere Frage der Türkei aber erlangt eine Höhcrc Bcdcnttmg. weil deren Lösung der Vorläufer der Änflösnng des ottonianischcn Reiches bilden könnte. Ans eben dieser Ursache sehen Frankreich nnd England mit Ungnnst anf jede AcstMumg des Vieckönigs herab, sich gegen den Divan zur Wehr zu setzen und ans seinen Plan das Joch abzulehnen, welches man ihm gerne auferlegen möchte. Anch Oesterreich schließt sich hier dcn Wcstmächten an. Aber seine Rathschläge sind Wortc, denen Thateu nicht folgen tonnen oder sollen. Aei der schwierigen inneren Situation Frankreichs und bei der Wachsamkeit, zn welcher Cngland gegenüber der amerikanischen Republik ucrurthcilt ist, dürfte auch weder zu London »och Paris die Geneigtheit bestehen, mit Flotten oder Armem in Cayplen zn intervcnircn nnd die Herrschaft des Sultans dort aufrecht zn erhalten. Rußland hingegen ist natnrgcniäß zu Gunsten der Unabhängigkeit von Cgypten gestimmt, nnd Preußen, dessen orientalische Politik höchstens scheinbar und nie in Wirklichkeit von der rnssischcn fich trennen kann nnd wird, unterstützt hier die Pläne des Cabinctcs von St. Petersburg. Da die Türkei jctzt au dic europäischen Geldmärkte appcllirt, um sich bci ihnen dic Mittel für große materielle Verbesserungen im eigenen Reiche zu schaffen, so gewinnt der türtisch - rgyptische Streit hiednrch eine außerordentliche Bcdeutuug auch in wirthschafllichcr Hinsicht. In politischer Beziehung wird durch denselben uon Neuem die orientalische Frage eröffnet. Der Verlust von Cgypten, dessen vortreffliche Infanterie einen wahren Schutzwall für die Herrfchast des Sultans in Europa bildete, würdc das Signal geben zum Ansbruch eines griechischen Krieges nnd zn Ausständen auf dcn meisten Punkten der cnropäifchen Türkei. Unter solchen Umständen wird dic Pforte alle ihrc Cncrgic auf die Vertheidigung ihrer Existenz zu wenden haben und jede ZinS-garantic, welche sic jcht ausstellen könnte, müßte alS eine mehr als zweifelhafte betrachtet werden. Il!5 der NWirilchen DelGltilill. Dic Mililärscttion dcr ungarischen Delegation überging in ihrer samstägigcn Berathung anf die Besprechung des außerordentlichen Erfordernisses im Kriegs-budgcl; beendigt wurde diese Berathung nicht nnd kam es überhaupt auch hier zu keinen definitiven Beschlüssen, da Se. Erecllcuz der Kriegsminister bci dcr Berathung nicht anwesend war und die Commission sich i" ihrem Votum nach jenen Anfllürungcn richten will. deren sic vom Krieglüniuistcr gewärtig ist. Ueber die 400.000 st. zur Anschaffung zweier Donau-Monitors kam eS zu eincr sehr lebhaften Debatte. Die Idee au fich, auf der Donau Monitors zu errichten, wnrdc zwar allgemein als eine sehr o.lücklichc ! anerkannt, indem von einigen iu dcn Kriegswisscnschaf-^tcn bewanderten Mitgliedern dcr Section eingehend bc-^ wiesen wnrdc. daß mit Hilft dieser Kricgswcrkzeugc >auch ein uerhällnißmäßig geringes Armceeorps genügen gönnte, einem vicl stärkeren Feinde den Donau - Uebcr-, gang unmöglich zn machen oder doch in so hohem ,Oradc zu erschweren, daß jedenfalls ciu bis zwei Tage gewonnen werden tonnten, dic im Kricgc oft von un« bcrechcnbarcm Vortheile sind. Anch wurde hervorgehoben, daß folchc Monitors eincr feindlichen Armee, falls diesc den Donau-Uebergnng doch forciren sollte. ^ verderblich werdcu müßten, wenn diesc Armee nach cr-zwuugcncm Douan - Uebergange geschlagen würdc, in 12l)4 welchem Falle ihr dcr Rückzug über die Donau unmöglich, die Waffenstrcckung unvermeidlich scin würde. Von anderer Seite jedoch wnrdc geltend gemacht, daß die Donau bei niederem Wasscrstande derartigen Schissen nicht an allen Stellen zugänglich ist. Auch erschien es uiclcn Mitgliedern dcr Eomimssiou fraglich, ob diese Kricgswerkzeuge, da sic eigentlich nur zur Sicherung der ungarischen Donau - Strecken geeignet sind, nicht in das ungarische LaudeSverthcioiguugsbudget g^ hören. Doch wurde trotz dieser Einwürfe die Anschaffung der Monitors bewilligt. Die Section für Acußcres dcr ungarischen Dele-gation hielt heute ihre dritte Sitzung, in welcher sie ihren Gegenstand erledigte, Montag oder Dinstag wird ihr Referent dcn Bericht crslattcn. Die nächste öffentliche Sitzung dcr uugarischcn Delegationen dürfte am 28. d. M. stattfinden. Die Mlamschc Univclsitüt. Wie „Nar. Nov." erfahren, hat das Eomit^ für die Universität seine Arbeit bereits vollendet und der Regierung unterbreitet. Dcr Banns wird dieses Ela-borat mit den etwaigen Modifications! dem Landtage, der in Bälde einberufen wcrdcn wird, behufs verfassungsmäßiger Behandlung vorlegen. Nach dcr Ansicht des Comites hätte die Fra»z-Ioscfs-Uniucrsität anfangs auS zwei vollständigen Facultäten zn bcslchcn: aus dcr theologischen nnd juridischen Facultät. ferner aus sccbs Lehrstühlcn dcr philosophischen Facultäl. Zwci Stühle sind für die Philosophic, zwci für allgemeine uud Lau-desgeschichtc, einer für die slavische und ein anderer für die classische Philologie, die griechische und lateinische, bestimmt. Wenn es die Nothwendigkeit erheischen sollte, daß Lchramts-Caudidateu für das philosophische Fach in den Mittelschulen an dieser Universität die Prüfung ablegen, dann wird die gricchifchc von dcr lateinischen Philologie getrennt und wcrden für beide besondere Lehr-stuhle errichtet werden. Daß schon jetzt lebende Spra^ chen, wie die magyarische, deutsche, englische, französische und italienische, nlö außerordentliche Gegenstände an dcr philosophischen Facultät vorgetragen wcrden, das bringe schon die Natur dcr Sache, sowie das Beispiel anderer Universitäten mit sick. Die theologische Facultät blcibt, wo sie gegenwärtig ist, und die philosophische wird mit der juridischcn in cincm uuo demselben Gebäude untergebracht. welches die Regierung mit Rücksicht auf noch andere Bedürfnisse hiczu bestimmen wird. Zur Errichtung dcr mcdicinischcn ssacullät wird vorläufig nicht geschritten . da dieselbe mit ungeheueren Kosten und mit bedeutenden Erfordernissen bezüglich dcr Lehrkräfte verbunden ist; es wcrdcn. dcn Laudcöbcoürfuisseu entsprechend, zwei Institute gegründet: einc Hcbammenschulc in Agram und eu'e Anstalt für Thierhciltundc in dcr Stadt, in wclchcr fich das forst- und landwirthschaflliche Institut befindet. Diese Stadt braucht nicht gerade Kreutz zu sein. sondern es kann auch cin anderer Ort, z. B. in dcr Umgebung Agrams. scin. Die Ortsfrage wird übrigens mit Berücksichtigung aller Verhältnisse von der Landesregierung gelöst werden. Tritt einmal auch die mcdicinischc Facullät ins Leben, dann wird auch das Institut für die Thicrheilkundc, an welchem auch die Mediciner Vortrage hören werden, jedenfalls fammt dcr forst- »nd landwirthschaftlichcn Lehranstalt nach Agram verlegt wcrdcn. Auf d'icse Art wären alle höheren Lehr-Institute in der Hauptstadt des Bandes vereinigt. Oesterreich. Wien. 25,. Juli. Anläßlich dcr Organisi r u u g der politischen Verwaltungsbehörden nach dem Gesetze vom 19. Mai l^tttt sind die sämmtlichen Landeschefs um ihre Ansichten darüber befragt worden, welche vou dcn bisher den politischen Bezirksbchörden obliegenden Geschäften den Gemeinden oder dcn Bezirks-ucrtrctnngcn überwiesen werden könnten, und welche Vereinfachungen und Erleichterungen sich in dcr Geschäfts-behandlung der politischen Behörden einführen ließen. In Folge dessen ist unter anderem die Uebcrwcisung nachstehender, bisher in dcn Wirkungskreis dcr politischen Behörden gehörigen Angelegenheiten beantragt worden: die Amtshandlungen im Falle des tz 102 dcr Gewclbc-ordnuug; die Vidiruug der Hausicrpässc; die Beaufsichtigung des gewerblichen Hilfspersonals; die Functio-nen der politischen Behörden bei dcn Genossenschaften; die Bewilligung von Guschcnschäilkcn, Da die Anträge Gegenstände berühren, deren legislative Regelung auch in das Ressort des einen nnd anderen Ministeriums gehört, so sind die Anträge diesen Ministcricn zur Erwägung mitgetheilt worden. Das Ministerium des In^ ncrn betont dabei, wie sehr erwünscht cs ihm sein müsse, wenn die politischen Behörden, deren Persoualstaud nur für das strengste Bedürfniß bemessen ist nnd die einen starken Geschäftszuwachs durch Uebettragung von Geschäften der Finanzverwallung nnd der Funetioncn dcr Schulbehördcn erhalten haben, so viel als möglich von Agenden entlastet würden, deren Besorgung den bezeichneten Organen mit Beruhigung übertragen wcrden könne. Uusland. Paris, 25. Juni. (Verschiedenes.) Das „Journal officicl" veröffentlicht einen Bericht des Mar< schalls Niel nnd ein kaiserliches Decrct vom l!>. d., welches die Vermehrung dcr Eleven dcs Gcneralftadcs bezweckt. — Dic Gencralräthe wurden auf den 23tci, Augnst berufen. Vrussel, 25. Juli. (Convention.) Die ..Iu-depcudancc belge" schreibt: Die Eonucntion bezüglich des gemischten Eiscnliahndienstes wurde in Uebereinstimmung zwischen der belgischen Regierung und der französischen Oslbahn-Gescllschaft nntcr Beltrilt Hollands Donnerstag redigirt. Die zweite Convention iu Bc-trcsf dcr gleichmäßig festzustellenden Tarcu wurde von dcr französisch-belgischen (^ommissiun vollendet. ztevantcpost. Athcn, 17. Inü. Dcr Rcsl der letzten Anleihe im Betrage von 8 Millionen Drachmen wurde von cincm Grieche» in Eonstaulinopel übernommen, wodurch die Regierung nunmehr in den Stand gesetzt ist, das Bankanlehen zurück;uzablcn und den Zwanas-curö auf;uhebeu. Große Ersparungcn sind beabsichtigt; alle Gesandtschaften, ausgenommen jene in Eonsl^ili-nopel. sollen aufgelassen. die Armee soll rcducirt u»d die meisten Kriegsschiffe sollen abgerüstet werden. — Der türkische Gesandte geht auf ausdrücklichen Befehl des Sultaus zur Taufe dcs griechischen Printen nacb Corfu. Qstindisck-^hiucsische Ueberlandpost. Trie st, 25. Juli. Dcr Lloyddampfcr „Saluruo" vrachle in dcr verflossenen Nacht die ostindisch-chiucsischc UcberlandftA - Hongkong. 10. Juni. Die österreichische EM ditiou ist hier eingetroffen. Die Dampfer „Friedrich" und ..Donau" gcheu nach Shanghai, allwo der erstere blcibt, während dcr letztere nach Taku geht, um bei einen' Vertragsabschlüsse mitzuwirken. Hierauf setzt die „Do' nau" ihre Fahrt nach Japan und Südamerika fort. Dcc „Friedrich" bleibt in einer chinesischen Station. ^- ' lichen Truppen erfochten einen großen Sieg über dic mahomcdanischcn Rebellen, von denen 2M0 fielen. ^ Das Haus dcs amerikanischen Missionärs IcnkinS in Kinhwa wnrde von Ehincseu dcmolirt. — In Iapaü uchmcn die Eingcborncn eine drohende Haltung gcacn die Fremden an. — In )>)eddo wird ein feindlich" Äusbruch befürchtet. — Nachrichten aus Bombay voi» 29. und Calcutta 25. Juni melden: Der König von Birma sandte einige Tausend Mann an die Grenze nnd nahm eine herausfordernde Hallung an. Die M formen dcs Emir von Cabul sind sehr nnpopulär. Mliesnentglieiten. — Ce. Majestät der Kaiser dürften erst heu" Mittwoch von Ischl nach Wien zurückkommen. — (Aufnahme von Schiffsjungen) in die l. k. Kriegsmarine. Die Marinefcctiou des k. k. Reichs' lriegsnnuisteriums gibt bekannt: Als Schiffsjungen werde» iu dic f. t. 5triegömariue aufgenonlmcn: Jünglinge, wclA das 15>. Lebensjahr zurückgelegt und das 17. nicht ü!M schritten haben, sittlich unbeanstandet, geistig und physO gut entwickelt sind, ein gutes Sehvermögen besitzen u>^ thimlichst etwas lesen und schreibell können. Die EchM jungen werden auf einem eigenen Schulschiffe zu Matrose» und Matrosen-Unterossicicreu herangebildet, und erhalte» nebst dcr vollständigen Bekleidung uud Verpflegung ei»l tägliche Löhnung im Betrage von 14 kr. ö. W. Beh^ Aufnahme als Schiffsjungen haben die betreffenden Bew^ ber, beziehungsweise deren Eltern oder Vormünder, e>< schriftliches Gesuch durch das dem Bittsteller nächstgelege»' Ergänzungsbezirkscomlnando an das Hafenadmiralat l» Pola zu leiten. Diesem Gesuche sind beizulegen: u) ^ Tauf-, Geburts- uud Heiwatschein; 1^,) ein vou einem g^' duirten Militärärzte alisgestelltes Zeugniß, welches die dc>» Alter des Bewerbers entsprechende kräftige körperliche E"'' wicklung darthut mid die voraussichtliche Scedieusttaugli^ teit coustalirt; c) eiu vou dcr zuständigen politischen 2)e° hördc allsgestelltes Zeugniß über sittliches und moralisch^ Verhalten; ä) die Schillzelignissc, falls der Bewerber ei»l Schule besucht hat, und eudlich 0) eiu legalisirter Reve^ dcs Vaters oder Vorullindes. Bewerber, welche bei ^ Ucbcrprüfung in Pola vou der Conlmissiou als untaugli^ zur Aufliahmc anerkannt werden sollten, werden sofort ^ Eltern oder Vormündern zurückgestellt. Diesfällige Gesu^ sind bis längstens Ende Auglist d. I. einzureichen. — (Die Wiener Bank) hat der Regierung ^ Projekt betreffs der Abschaffung dcs Zahlen-Lottt^ überreicht. Eie will cin Lotto-Anlehcn von 25»0 Milli^ für Zivlcilhcinien emittiren, Amortisation iu4l!'/2 Iahr^ '/ose vo»t 1»)l) bis 1 fl. werden garantirt durch ein Äaal'! depot der Regierung für die Dauer der Anlehcuszcit'!' einer jährlichen Rente von 5,770.95« fl. Nach Abl^ der Anlchenszeit erhält die Regierung 115 Millionen' aus dem Depot, entsprechend der kapitalisirten Lottore^ .imlM'lml. Nur einc kleine Wunde. Humoristische Erzählmig. Zweiter Theil. 5. Capitel. (Fortsetzung.) Der Stallhof bot cin merkwürdiges Schauspiel. Fast die ganze Dienerschaft war da versammelt; dic Einen saßen auf den Fenstern dcr Stalluugcn, Andere auf Leitern, überall wo sie sich iu Sicherheit glaubten, und beobachteten mit tiefer Bangigkeit die Bewegungen von Schwartz nnd eines kleinen Knaben, dcs Bruders desjenigen, der eben die Nasse holen gegangen war. Dcr Hund hatte das Kind in eine Ecke getrieben, und obfchon er cs noch nicht berührt hatte, fo blieb er doch einige Schritte von demselben nicdcrgckauert, dcn großen, schwarzen Kopf zwischen dcn Pfoten, Schaum vordem Munde, mit funkelnden Angcn und zum Sprunge bereit. Es schien seltsam, daß er cs nicht that. Mit dcn Hinterpfoten wühlte er unnnfhörlich die Erde hinter sich auf und diese regelmäßige Bewegung näherte ihn mehr und mehr seinem kleinen Gefangenen. Dicfer aber. ein schönes Kind von zchn Iahrcn das bishcr in intimer Freundschaft mii Schwarz gelebt halte, verharrte unbeweglich, vor Schreck versteinert, die blauen Angcn weit geöffnet, und wie bczaubcrt von dcr Gefahr, der es sich nicht entziehen konnte. Die Versuche die man gemacht halte um die Aufmerksamkeit dcs Hundes abzulenken, hatten nur dazu gedient seine WlUH zu vermehren, und so hatte man den bcfchlosscn, ihn bis zur Herbeischaffnng einer Waffe in Nuhe zu lassen. Als Sir Georges sah, wie die Sache stand empörte sich seiu großmüthiges Herz gegen diese Nnthätigkeit. Die Gefahr schien ihm zu drohend, um cincn einzigen Augcn blick dcs Aufschubes zu gestalten. Ohne die Vorstellungen seiner Diener und einen durchdringenden Schrei der Madame Turnover zu beachten, ging cr fcstcu Schrittes auf dcn Hund zu, uud sprach in streng befehlenden und doch ruhigem Tone zu idm. Schwartz ließ ein dumpfes Hculcu hören Schaum stoß ihm vom Munde, aber er wcudctc die Angcn von fcincm kleiucu Gefangenen nicht ab. Höre mein Junge, sagte Georges zu dicscm Letzteren: ich werde die Aufmerksamkeit des Hundes auf meine Seite lenken; fobalo seine Augcn Dich verlassen wcrdcn. so rcttc Dich. Die Lippen dcs Kindes machten cin Zeichen dcr Zustimmung. Allons. Monsieur in Deine Nische, sagte Georges, indem cr mit seiner Hacke ganz in dcr Nähe des Hundes heftig auf den Bodcu schlug. Nasch wie dcr Blitz stürzte sich das Thicr auf ihn und ergriff ihn am Bein, während das Kind schncll wie scin Feind, seinen gefährlichen Posten verließ und sich i» Sicherheit brachte. Ein Schrei der Angst ertönte aus der Diencrschaar, und zwei oder drei Männer, die sich ihrer Thatlosigkcit schämtcu eilten ihrem Herrn zu Hilfe. Abcr er machte ihucu ein Zeichen sich zurückzugehen; obschou vou dcn Zähncu dcs Thicrcö wie in eine Schrauuc geklemmt, hatte scin Stiefel bishcr dcn Bisscu Widerstand geleistet, uud cr selbst war uoch nicht verletzt. Aber was sollte man „un thun? Das geladene Gewehr war bereit, abcr Niemand wagte cs, sich dessen zn bedienen, solange Georges u»d dcr Hlind iu dcr nämlichen Stelluug blieben. Es war uicht einmal möglich dem Baronet dic Waffe zu reichen, denn cs war nur zu wahrscheinlich, dciß das wüthende Thicr, wenn cs ^ Bcin dcs Sir Georges fahren ließ, sich auf den n? ! stcn Besten stürzen werde, und daß die Folgcu dam'^! heilbringend sein würden. Ucbcrdics halle sich, wie ^ dic Situation uoch gefahrdrohender zu machcu, daß Ak. dcr Hacke von dcrcu Griff abgelöst uud Georges ^, fo des letzten Mittels beraubt sich gegen sciuen Ang^ fcr zu wehren. Iu diefcm Augenblicke erschien Esther, rciscbereitH erstaunt, das Haus ganz vcrüdct zu findcn, an dcm ^ ^ dcr Sccuc. Wenige Worte benachrichtigten sie voü > Gefahr, in wclchcr fich dcr junge Äarouct befand ", vou der Schwierigkeit dagegen einzuschreiten. Das jl''^ Mädchen wurde purpurroth uud dann fchr blaß. ^! dic leiseste Furcht zu verrathen näherte sie sich Sch^i und suchte seine Aufmerksamkeit auf sich zu leule»' ^° rollenden Aussen des Hundes begegneten dcn Ihrige''^,, z wurden starr. Er hörte m,f zu'bcißcu uud dcn zw'>V) seine Zähne geklemmte!, Gegenstand zu schütteln; OcH fühlte, wie die Schraube sich unmcrklich öffnete. ^ , cr ein neues Opfer ergreifen? , Um des Himmels Willen! begann dcr junge ^a" z einen letzten Hilferuf versuchcud. .^' Still! antwortete Esther, deren Augcn j^ Hundes nicht verließen. ^ Zur uliaussprcchlichcu Verwunderung Aller ^,,-Schwartz au, einige Zeichen von Schwäche zu veN'" ^'1 seine Zähne öffneten sich mehr und mehr; ""^F nnmcrklich ließen sic GeorgcS Sticfcl los. Da >^/ Esther langsam die Hand auS; Schwartz wich W'l,. g>>' kläglichen Geheul um einige Daumenlangen ^'^li^ ob cr sich auf Gnade oder Ungnade ergäbe. ^^' ergriff ihn das mnthigc Kind ohne zu zögern a>" ' ^ band und waudtc ihn dcr ganz nahen, leeren ^>! , i 1265 ^- (Die Couvertirung der Staatsschuld) ^, wie die „Oest. Corr." meldet, über die Hälfte vollen« ^t. Der schwierigere Theil der Operation, die Ausgabe der ^s Xiamen lautenden Obligationen, kommt jetzt an die Reihe. «Wrlich ist auch cine beträchtliche Partie solcher Obligaten bereits ausgefertigt worden, Vmn deutschen Journalistentag. Wien, 25. Juli. (O rig.-Corr.) Der zweite ^8 der Iournalistenvcrsammlung sah dieselbe bereits lallte) t>alul in Anbetracht, daß die Wiener Journalistik der 9>aue Erfüllung gewisser Bedingungen gebunden, der Erstand auch außer den gemeinsamen Versammlungen ^Interessen der Viitglicdcr vertreten und der Iour- ^lsteiltag sich so in einen Journalisten-Verein ver- ^lidcln sollte. Ich gehe hier nicht auf die wörtliche ^Wsiruug der Statutcnabändcrung ein, welche nach er obe„ gekennzeichneten Tendenz des Antrages von ge- 'Ngerer Bedeutung ist. Interessant und thcilwcise cr- ^ war die folgende Debatte über die von Dr. Stci- ''^ ausführlich motivirtcn Anträge. ^ Herr Bernstein. Nedattcnr des deutschen Volks- .^lks von Cincinnati, ergriff das Wort, um zu stiren, in Amerika seien 100 deutsche Ionrnalc dnrch ^ Interessen an die deutsche Heimat geknüpft. an ^" Bcstrebnngen sie lebhaften Antheil nehmen; diese ^Nllle widmen "/, ihres Raumes europäischen An- ^^kliheitcn. Es wäre daher eine Einladung zum Bei- ^..l an die deutschen Journalisten Amerika's zu er- ^^> Es handle sich um den Schutz deS geistigen ^lNhmns der deutschen Schriftsteller, deren Werte ^">Ncrila von den Zeitungen als Feuilleton nach- d^t werden. Die Initiative hiczn könne jedoch nicht ^r amerikanischen Regierung ausgehen, welche keine Initiative in Sachen der Gesetzgebung besitze, sondern nur vom Congrcsse, der den Impuls hiczu von den Journalisten erhalten könnte, und die Erreichung dieses Zweckes tonnte durch den Anschluß an die deutschen Journalisten verwirklicht werden. Dr. Kuh (Prag) sprach gegen den Ausdruck: Iournalisteuuereiu, da in der Versammlung die Journalisten nicht als einzelne Personen dieses Berufsstandes, sondern als Vertreter der Zeitungen und Zeitschriften gegenwärtig seien, welche in ihrer Gesammtheit den Iournalistcntag bilden. Dr. Wall stein meinte, der Schwerpunkt möge in einen ständigen Ausschuß verlegt werden, der die Verhandlungen vorzubereiten und für die Jahresversammlung beschlußreif zu machen hätte. Er erklärte sich jedoch gegen jeden Zwang, der gegen die Mitglieder ausgeübt werden sollte. Dr. Fried-länder machte auf das den Stcinitz'schen Anträgen entgegenstehende rechtliche Bedenken aufmerksam, da nach dcu Gesetzgebungen mehrerer deutschen Staaten einem politischen Vereine Ausländer als Mitglieder nicht beitreten dürfen. Dr. Wallstcin beantragte ein Amendemcnt zn den Steinitz'schen Anträgen, betreffs Einsehung eines ständigen Ausschusses. Nachdem schließlich Dr. Steinitz seine Anträge, nochmals ausführlich, besonders mit Rücksicht auf den Mißbrauch des IournalislcntagcS zu Vcrgnügenszwecken, vertheidigt, betonte Dr. Fricdlün-der, daß man sich vor jeder voreiligen principiellen Aenderung, wie sie von Dr. Sleinitz beabsichtigt werde, hüten müsse, und Dr. Lehm a nn für Beibehaltung der bisherigen Form des Iournalislentagcs gcfprochcu und das Amcndement beantragt hatte, daß die Revision der Statuten einer vom Bureau zusammenzusetzenden und beliebig aus den Mitgliedern zn verstärkenden Commission überlassen werde, wurde bei der Abstimmung dieser Antrag mit dem Beisätze angenommen, daß der künftige Vorort den Ausschuß zn constituircu und die Maßregeln zur Wahrung der Cassa demselben zur eigenen Durchführung zu überlassen seien. Noch interessanter, aber an einiger Unklarheit uud einem bei so vielen geschulten Journalisten nnd Reporters unerklärlichen Mangel an parlamentarischer Ordnung leidend, gestaltete sich die Debatte über einen ursprünglich von dem verstorbenen Dr. Bidermann entworfenen Vorschlag zum Schutze des geistigen Eigenthums. Derselbe bezweckt eine Agitation zur Abänderung der dicSfälligcu Gesetzgebung. Dr. Fricdlän-d e r theilte das Wesentliche hierüber mit, wornach keine thatsächliche ZcitungSmilthcilung ohne Quellenangabe entlehnt werden, jede Zeitung das Recht haben solle, ihren Nachdruck zn verbieten und dnwidcrhandclndc Blut» tcr öffentlich namhaft zn machen, und endlich eine Commission, bestehend aus einem Verleger, ciucm Redacteur und einem Corrcspondentcn zur Erwägung der Durchführung dicfcr Bcstimmuugcu im Wege des Ueberciu-lommens zusammengesetzt werden sollte. Dr. Fried-lander bezeichnete diese Anträge als im Widersprüche mit der österreichischen Gesetzgebung stehend nnd daher unaunchmbar, übrigens auch als bei weitem nicht er« schöpfend genug. Dr. Kuh (Prag) sagte, der Antrag Bidcrmanns sei lein Bedürfniß, die Quellenangabe genüge. Dr. Lehman n sprach für Bidcrmanns Anträge, weil dieselben eben bezwecken, deutsches Recht, welches auf dem Leipziger Büchermärkte, als dem Ccutralstapelplatz geistiger Waare, allein maßgebend sei, allgemein znr Geltung zu bringen. Dr. Klctke erläuterte, cS handle sich bei den Vider-mann'schen Anträgen vornehmlich um Abstellung deS Mßbrauchcs großer Zeitungen, welche Feuilletons nach Vereinbarung mit dem Verleger des Blattes, in welchem sie zuerst erschienen, zum Abdrucke bringen, durch welchen Vorgang jedenfalls das Interesse dcö Verfassers, der seine Artikel nur zum einmaligen Abdrucke überlassen, geschädigt werde. Schließlich wurde die Resolution angenommen, „der Journal istentag erkennt die Verpflichtung der Zeitungen an, bei Nachdruck vou Artikeln die Quelle genau anzugeben. Nicht uninteressant zeigte sich der Ge-gcusatz zwischen amerikanischer und deutscher Anschauung über den Nachdruck, welcher nach der ersteren lein Un> recht, vielmehr ein nothwendiges Vehikel der Civilisation sei, und dessen Beschränkung der amerikanischen Rechts-anschaunng vollständig widerspreche, wie die Herren Born stein und Mars als mit dcu amerikanischen Verhältnissen vertraut, übereinstimmend versicherten. Die Versammlung schloß nach 12 Uhr und der Schluß wurde auf morgen Früh angesetzt. Locales. — (Erledigte Stelle.) Bei der k. k. Landesregierung in Laibach ist eine Regierungsconcipistenstelle oxt,!Ä «wwm mit dem jährlichen Gehalte'von 800 fl. zu besetzen. Gesuche sind bis 15,. August l. I. dem Landes-Präsidium zu überreichen. — (Bon der N u dolfsw crther Notariats-kammer) wird zu der vom hohen l. k. Iustizmiuisterium angeordneten Wiederbcsetznng der Notarsstelle in Tscher-ucmbl der neuerliche Concurs ausgeschrieben. Bewerber haben ihre Competenzgesuchc biunen vier Wochen cinzu» bringen. — (Für die Handel stamme rwa hlcu) sind die Stimmzettel versiegelt längstens bis zum 2 9. Juli 18 6 !1, d. i. morgen, entweder an die betreffenden f. f. Äezirkshauptmannschaften am Lande oder an die Wahlcom-mission in Laibach abzugeben. — (Auszeichnung.) Unserm Landsmann Josef Bosic, k. k. Post-Director zu Alexandrien in Vgypten, wurde von dem türkischen Kaiser der Officierö-Medschedie-Orden 4. Classe verliehen. — (Die öffentliche Prüfnng) der Musit-schüler an der hiesigen k. k. Musterhauptschule findet heule den 28. Juli Nachmittags von 3 bis ^6 mußte jeden Zweifel aufgeben, daß sein iih^ ^iithend sei. Es blieb nun nur eines zu thun ^ci, y, "" der Ring, der die Kette festhielt, konnte ^n 5s"U"lblick unter den Anstrcngnngcn des wüthcn-'htü ^!""es nachgeben. Er rief Einen feiner Leute, der °'c Flinte überreichte. l '"it l!^ °^' mein wackerer, alter Gefährte, sagte er f Kegler Stimme, und er gab Feuer. ^ Et^ub ^" ^°b ^""' ""ö Schwartz rollte iu ^'c j ° 'l^-Wb Vanc. fragte Georges, mit den Augen lunge Befreierin suchend. He"' sagte der Haushofmeister. »lhH ^ ' L llc eine leichte Auwandluug von Schwäche ^" wünsche? '^ "'' s"ge„. daß Sie fic zu spre l'«h in^das H^u^ '^l' sagte sein Herr und begab auf^ vuief aus der Tasche und murmelte er. ! ?? sollte « tlu.' ^'."' 6°" "' "1" ihm jetzt geben? ' ^ einladend ' " ^'"' ^"« schien mir nicht «. Capitel. Der würdige Haushofmeister hatte einigermaßen Recht gehabt; nur war die leichte Schwächeanwandluug Esther'S in eine wirkliche Ohnmacht übergegangen uud daö Zimmer ihrer Tante, in welches man sie gebracht hatte, füllte sich bald mit neugierigen und unruhige» Zusehcru. Bald jedoch, als sie sah, daß ihre Nichte wieder zum Bewußtsein zurückkehre, gelang eS Madame Turnover, sich dieser nutzlosen Gesellschaft nach nud nach zu entledigen, und so wurden die ersten Worte, welche Esther anssprach, nur von ihrer Tante gehört. Die glänzenden Augen des jungen Mädchens waren kaum offen, so drückten sie schon die lebhafteste Unruhe aus. Taute, fagen Sie mir -. ist er gerettet? rief sie mit angstvoller Stimme. Ja — ja, Theuere, er ist in Sicherheit, antwortete Madame Turnover schnell. Beruhige Dich; ich höre Fanshan). Und sie ging zur Thüre und ries leise dcu Haus-Hofmeister, dcr ebenso lcisc antwortete. Ist dcr Herr gebissen? Die Zähne des Hundes haben ihn nicht berührt, nicht wahr? fragte sie. Nein, Madame, antwortete der Haushofmeister, Sie können ganz ruhig sein, er hat nicht den geringsten Schaden genommen. Diese glückliche Botschaft erreichte auch daS Ohr Esther's. Gott sei Dank, murmelte sie mit Inbrunst, während sie ihr bleiches Gesicht auf die Kissen zurückfallen ließ. Madame Turnover reichte ihr noch eine Herzstärkung und die Nöthe kehrte wieder auf ihre Wangen zurück. , Du bist doch ein wunderliches Mädchen, konnte die gute Dame sich nicht enthalten zu bemerken, so mnthig in dcr Gefahr nnd so feig, wenn sie vorüber ist. Aber thut uichts, alles ist ja gut abgelaufen und Du kannst nichts Besseres thun, als eine halbe Stunde aus-ruhen, dann . . . Barmherzigkeit! WaS ist denn daS. mein Kiud? rief die gute Tante aus, indem sie so blaß wurde, als ihre Nichte cS cincn Augenblick vorher gewesen. Das? rief Esther lachend, das ist gar nichts, theuere Tante. Ein kleiner Haulriß! Es ist nicht vom Hunde? Vom Hunde? Oh! nein, liebe Tante. Beruhigen Sie sich, sagte Esther hastig. Ich pflückte einc Rose; Sir Georges, den ich nicht bemerkt hatte, redete mich Plötzlich an, und in meiner Uebcrraschung stach ich mich mit einem Dorn; das ist Alles! Gott! wie bin ich erschrocken, sagte die Köchin, sich auf den Bcttrand seyend und die Hand aufs Herz pressend Uud das ist nicht zu wundern, denn da sind ja noch die Spuren des Geifers anf Deiner Manschette. Ich muß sie Dir wegnehmen. Das that sie denn auch, dann wusch nnd verband sie die Hand Esther's, die sic ruhig gewähren ließ. Uud nun, sagte Madame Turnover, muß ich mich ein wenig aufputzen, dcnu es ist wahrscheinlich, daß ein Anderer meiner bedürfen wird! (Ich möchte wissen, ob FanShaw meinen Brief üvergcbeu hat.) Du wirst so ruhig bleiben wie eine Maus; ich werde mich in Dolly's Zimmer ankleiden, um Dich mit meinem Hin« und Her-gehen nicht zn ermüden, und Du wirst trachten zu schlafen und wäre es auch nur eine Minnte. Esther gehorchte und schloß die Angen, bis ihre Tante die Schütze ihrer Garderobe gemustert hatte und sie dann iu das anstußcude Zimmer forttrug, dessen Thür sie hinter sich schloß. (Fortsetzung folgt.) 1266 des abwesenden Directors die Namen der ausgezeichneten und belobten Schüler. Die Schule besuchten 67 Schüler, darunter 14 die Bioliuschule, .'ii die Klavierschule, 21 die Gesangöschule und 1 die Celloschule. In der That eine sehr erfreuliche Theiluahmc. Dr. Keesbacher hielt zum Schluß im Namen der Direction eine Ansprache, in welcher er die Hingebung der Lehrer für den Unterricht anerkannte, die Schüler zu Fleiß und zur Pflege der Musik aueiferte und dem Publicum für die Theilnahme dankte, welche es der Gesellschaft und ihrer Schule in so reichem Maße schenke. — (In dem romantifchen Wocheiner Thale), dessen Visenbergbau bisher dcr dortigen Bevölkerung einen nicht uubcdeittclideu Nebenverdienst lieferte, soll demnächst eine daselbst erst vor einigen Jahren entdeckte Erdart, die wegen ihres großen Gehaltes an Thonerde, beiläufig 64 Procent, bei dem geringen Kieselsäuregehallc von blos 6 Procent, zur Darstellung des Aluminiums bcsoudcrs geeignet ist, für technische Zwecke in großer Menge ausgebeutet werdeu. Herr Albert Fleckner, Director der Zois'-scheu Berg- uud Hüttenwerke, ließ sich die Bckauntgebung dieser Lagerstätte sehr angelegen sein, und es sind über das Mineral in mehreren fachmännischen Zeitschriften kurze Notizen und zugleich chemische Analysen von M von ^'i lienbach und Rltter Fr. v. Hauer geliefert worden. (5s steht zuuachst dem Heaurit, eiuem bei 1^ ücllux nächst Arles in Frankreich vorkommenden Thonerdehydrat, das zur Aluminiumgewinnung verwendet wird, dem jedoch in dieser Veziehung die Wochciner Erde an Güte vorangeht. Die Gewinnung derscll'eu hat mm eine Äreslaucr Fabrik übernommen, und mit sämmtliche?'. Gcmciudeu des Wochciuer Thales, auf dercu Hlttweidc jeuc Lagerstätte sich befindet, bereit Contracte abgeschlossen. — (Die „ G r n c r a I - O c s ch ä s l « - T a b c l l e n " von Gustav Dzimöti.) Äen'itö seit ciiil>r Zeit wurm du offenl-licheu Kreise diefer Stadt nnd theilmeise nnch dieses Bandes von dem brdcnlenden lilcrarischoi Unternehmen dec, Herrn Gustav Dzimoki. Dilator der ^'aibacher C'öcomple-Ansialt, „General-Geschäfls-Tndclleii" als ei» nolhiveüdigeii lino verläßliche« Hilfsmittel zur Erleichlerunn, des Geschäilouertehrs zu compiliren, uulcr-richict und in gcrechle svünnnmi. versetzt wordrn. Diese compir lalorische Arbeit isl nunmehr vollendet uud lM soeben i» äußerer, sehr gefälliger »ud prattischcr Ansslattnng die Presse von Igna; v. Klei» iu a l, r H Fedor B a m l' c r g iu Malbuch verlassen. Wen» dieses trcfslichc Wert auf seiner Froniispicc bereit« sich dahin aussprich!, daß diese „General.Geschä'fts-Tabcllen" für l. k. Staats-unk LandesbuchhaUnngeu, l. l. Siencräinier und Gcrichte, sowie fUr l. l, Notare, AdvoelUcn, Actieligesellschafteü, Banquiers u»d Capilalistcn zn dienen hatten, so fühlen wir uns lei näherer Pril-fung derselben vielmehr ;n dem Ansspruchc bestinimt. das; diese angedeuteten Verlisoziveig,' noch lnuge »icht alle jene Priual- ,»id üsientlich^n Kreise crschü'pfl haben, jttr welche di,scs Wert von hervorragend! m vrattischen Nntzen sich gestalteu lann. da dasselbe vielmehr vcruiuge seiner, i» das alltägliche Gcfchäsls- und lücrarische ^ebcn lies nngreifend^n Bcsliminungcn nnd übersichtlichen, i^der weiteren Sclb'slbeschäsliguug mit odiose», au mannigfaltigen Fehlcr^nellen reichen Nechnungcn ilbcrhebcndeu Darstellung fertiger, znuerlässi^er ziffermäftiger Resultate, sawie vermöge seiner Klarstellung dcr Rcchiouerliältliissc iiüd dcs Aestandcs dcr österreichisch-ungarischen »l'ichtigsten Eisciibahnnuteriiehinnngcu lc., in clncm cugcn l 'iimlicheii Nahiu^n znsammendrängl, volllummen geeignet erschein!, silr Jedermann ohne Ausnahme soznsagen als ein uncnlbehrlichcs Vadcmecnm zu dienen. Diese« Wert behan-dtlt in sechs Hanptabthnlnngcu : '.. Die I i, ter c l sen- T n -bellen fiir jcdcn Capiialsbetrag iu ofterr. Währung von einem Kreuzer bie 1 <>,(><«» Gnldcu. auf iede beliebige Auznhl umi Tagen nnd Moualen in 12 correspoudirenden Gpecial-Tadell»!,. '2. H a n -dclll - n n d G e w c r b e - T a b e 11 c n mil ebru so virl Uutcr-Tabellen, unter welchen wir uu'-zugoweise die vtedlicliol!^.Tabellen drr heiliuscheu nud curreutcstcu ausländischen Haudelöciewichle iu ihreu gegensciliqen Wechselbeziehungen, jene ve'schicdcurr Elleu-, Gctreide- und FMssigtcilö-Maß!,', die cnbischeu Inhalte-Tabellen:c. hervorheben. A. R e d u c ti o u ö - und M i! n z - T a b e! l e u, Unlcr diesen behandelt die erste aus 14 Sub-Tabrllen bestehende Tabelle das Bcrhälluiß zwischen dcr neuen iM-rr. Währung „nd den bestandenen frühere» Währungen in Oesterreich. Daran reihen sich jene der in-, dann ausländischen gangbaren Gold- und Silbcrmllnzrn. eine Müiichih-Tabelle, ciur Gewichte-Tabelle dcr österreichischen Münze», eine solche über den Wcrth des österreichischen Gulden« :c, 4. Post - und T c l c g r a p h e u^ T a -bellen mit sieben Specilll-Tabellen, nulcr welchen wir jene über den inland,schen internen Gcwichtsporlo>, dann den Postnachuah-men- und Bnrfporta-Tarif, die Uebersicht säuuntlicher österreichischen Post- und Telegravhenslationcii, uorzng^lueise aber die äußerst lverlhvolle llebersicht sämmtlicher österrcichis! en Eisenbahunnlrr. nchmungcn iu Vczng auf dni Sll^ ihrer Administrationen, ihre Privilegien uud (ioncessioiis-llrlunden, deren EigelUhumSverhalt? nifse, Zinsengarllntien. Gesellschaflscapitalicn und Bahngebiete hcruorh.lien 5». G c b >i h r c u - T a b e I l c n mit Stempel- und Gebühreu-Scaleu. <^ E f f r ct e u - T a b c l l e n über die Staats-, Gruildcnllastuugs-. Priorität«- nnd Prioat-Obligatioitl'!!, sowie über die Staats- und Prival-^ottrrie-Effecteu, Pfandbriefe, Eisenbahn- uur Industrie-Papiere dcr ölterr. ungar. Monarchie, sammt allen einschlägigen Gesehen uud Verordnungen. Hiebei vcrdicut besonders herausgehoben zu werden, daß den dcr Unifications, (lonvcrtlruilg nntrlirgeuden Effecten zugleich auch der nach gewissen Eiuhclk'n berechuett C oiiucrtiriiugöwerlh auf's genaueste uud llarste llderall beigesetzt erscheint, dnrch welche Operation, angesichts der Neuheit dieser Sache, dein mit solchen Effecten sehr reichlich verkehrenden Pnblionm ei» ungrmein schätzbarer, ja, weil so viele Fehlerquellen uermeidcud, beinahe uuenlbehrlichcr Leitfadeu sicherer Oriculirung au die Haut» gegeben wird. Dcu Schlnß bilden acht Hilfs-Tabellcn über dieZahlungSiverlhe dcr vom !. Juli 18l!8 an fälligen Inleressen diverser uonvertirilngs- nnd Nichleouuer ti> rnng? Effecten von Slaat^schulduerschreibuugen, fälligen Coupuus Orulidcutlaslungciobligalioneil :c., sowie eine L«compte - Tabelle fllr die Zinsen von säüimtücheii Siaalöpapicren in Oriuäschcit des Geschcs vom ^0, Iilüi I«08 bcrcchnet, uou 1 Tage bi« zu « Monaten. Das ganze Weil umsaht 330 Seiten und ist im Selbstverläge deö Äntors um dcu verhältnismäßig sehr billigcn Preis von ii fl. 5i<) lr. da? (iremplar zn beziehen. An Reichhalligüii lind übersichtlicher Darslcllungowcise dürfte dieses Tabelleniuert i» der Thal all« ein Unicum seines Genrei« dnstchcn ii'id Mlühmaßlicherwcisc ebenso iü, !ä>,Iichcu Geschästsuertehre, i,!s auch in den weiter verbreitenden einschlägigeil ^,teratur Artikeln, wie Oeschäft«zcilil!!ge!! , Kalendern u. s. w. intcusiuru Eingang sindru, E« hat ob der M^!i!iil,falligleit und Stoffülle, deren einer den anderen an praklischer Bedclltnüg zu überbieten scheint, dieses Wert nicht uur d,eErw ,rl,i,igeil deö seiueui Erscheincu eul-gegeuschendcn Publicnmcl, welches dessen Herausgabe gewiß als cinc Bcfriediguug cines schivcr gefühltn, Bedürfnisse« betrachten N'ird. »reit übertruffen, sondern dasselbe trägt, ob seiucs iuncren Werlhes dlis Kriterillm einer höchst langivierigeu, mühseligen, höchst grwisscuhaitcn nnd trefflich geplanten Arbeit in sich, welche nicht verfelilcn >v rd, drm rasch uno erfreulichst in Oesterreich sich aufschwingenden, friurtt materiellen Aufschwung b?l»ndendcu Ge-!chäsl»>lebcn, als ein wcscnllich erleichternder Molur, als ueue Slüt.,e nud Hebel zu dienen. Dir objective, unbefangene Kritik erfüllet daber mir eine angenehme nnd da? Gemeinwohl ins Äuge fassende Pflicht, dieses TabrlleN'Wert einer langwierigen Muße dem Publicum aus'S wärmste uud beste anzucmpfehlcn. — Wie der „Oesserv. trieft." meldet, hat der Statthaltereileiter, Herr FML. Moering, die in Trieft erscheinenden politischeu Blätter „Sloveuski Primorec" nnd „Pri> morec," weil dieselben nur ein einziges Zeitungsunternehmen bilden und als solches mehr als zweimal im Mouat erscheine», zur Leistuug der vorgeschriebene» Caution angehalten. Dieselbe Maßregel wurde unlängst gegen die Vlätter „Tribuna" uud „II Martire" iu Anwendung gebracht, die seitdem aufgehört haben zu erscheinen. Neueste Post. Wien, 27. Juli. (Tv.Z.) In dcr heutigen Wiener Gellicilidcralhssitznua. wurde, cinc Petition au den Rcichs-rall) um AuflicblMg dcr dcm beschaulichen ^clienSwandcl gewidmeten Klüsler licaulragt. — Der Geichtuatcr dcr Cannclitcrinnen iu Kralan wlirdc cingczoneli. Kralau, 25. Juli. Dic Klostcrvorstehcrit, Maria Wcnzyt und deren Porgängeriu in dieser Würde Theresia Koczdczicrtiewicz wurden über Aufforderung des Oucr» stantöanwalte» soeben im Kloslcr festgeliommen und dem ^andesgerichte in Haft übergelicu. Paris, 20. Juli. Es ist unrichtig, daß Laluur d'Auvcrgne an den französischen Botschafter in Rom, Marquis dc Bannevillc, cinc Note bezüglich des Eoucilo gesendet habc. Äaniievillc wird im ^aufe dcr nächsten Woche auf Urlaub hier erwartet. Die vom „Gaulois" veröffentlichte Nachricht, daß die algerischen Truppen Ordre erhalten hätten, sich zur Einschiffung bereit zu halten, wird demcntirt. Der „Monitcur universe!" sagt, daß cS Don Carlos gelungen sei, die Wachsamkeit dcr spanischen Grenzposten zu täuschen nud bei Arenas in Spanien einzudringen. Madrid, 25. Juli. Der ..Impartial" meldet: Die gestern in La Mancha signalisirten carlistischcn Banden wurden vollständig geschlagen und zerstreut. Die Nachrichten aus anderen Provinzen lauten bcfrie» digcnd. Dcr ..Ygualdad" veröffentlicht einen von 22 republikanischen Dcpntirtcn unterzeichneten Protest gegen die Einführung des Gesetzes vom Jahre 1821. Die „Correspondencia" signalisirt eine gewisse Aufregung, , welche in Vurgos und Navarra herrsche, es seien aber leine Anzeichen einer Erhebung da. Die Carlislen haben diesen Morgen einen Train bei Ciudad Ncal angehalten. Briefe aus Tarragona sprechen von nahe bevorstehenden allgemeinen Bewegungen. Madrid, 26. Juli. In Ciudad Real haben sick die Aufwiegler in kleinen Abtheilungen zerstreut; sie wcr den von den Truppen verfolgt. AuS dem übrigen Spa nien wird nichts neues gemeldet. Madrid. 20. Juli. Die Verhaftung carlistischtt Agenten dauert fort. — In Pampeluna wurde eine Verschwörung entdeckt, welche sich der Citadelle bemiich' tigtcn wollte. Ein Häuptling dcr Verschwörung wurde gelobtet. London, 27. Juli. (Tr. Z.) ..Neuter's Office" bringt aus Constantinopel vom 24. d. die sichere MI' dung starker egypti scher Rnstungen. Telegraphische Tttechselcourse vom 27. Juli. 5perc. Mctalliauea 6Z.55. — 5verc. Metallique« mit Mai- «nl Hlovembcr-Ziuscu l^.5>5>, — üocrc. Nationlll-Anlelien 72.75».— !8>M Btaatsanlchlii 104.—, - Vautacliru 755. — Creditactien 304..V — London l2l.«5. — Silber 121.75. — K. l Ducaten 5.90. Handel und Uolkswirthschastliches. 5lrainl,l,ra, 26. Juli. Auf dem heutigen Marlle Dl erschiene!!.- ^!l Wagm mit Getreide und 9 Wagen mit holz. _______________Durchschnitts-Preise. __________ ft. lr. st. jtt^ Weizen pr. Mehen 4 75 Butter pr. Pfund . — ^ Korn „ 2 80 Eier pr. Stiicl . . — I! Gerste „ - - , Milch pr. Mafj . — U' Hafer ,. - ^. Nindfleisch pr. Pfd. — 2l Halbfruchl „ . .^ Kalbfleisch „ — 2!i Heiden „ 2 40 Schweinefleisch ,. — 2> Hirse „ 2 50 Schöpsenfleisch „ — ^ Kulurutz „ 3 10 Hälindcl pr. Stncl — 2' Erdäpfel .. .. — Taubcu ,. — 1" Linse,, „ — .. Heu pr. Zentner . — ^ Erbsen „ — — Stroh „ . - - Fisole" .. 3 52 Holz, hartes, pr. Klft, 5 ^' Rlndsfchmalz pr. Pfd. — 4«, — weiches, „ ^ ^ Hchwcincschmalz „ — . ^ Wein, rother, pr, Eimer - ^ Spcck, frisch, „ —! Z.'i — weißer „ .- ^ Gpcct, geräuchert, Pfd. — 40 Angekommene Fremde. Am 2«. Juli. Htadt Wien. Die Herren: Oviu. Verwalter, von Rodman»?' dors. - Chou, «aufm,, uou Mlluchen. — Tachancr, lkailfn'' von Kauischa. - Hänisch. Sparcasscsccretär; Krisch nnd Apsel' Kauslt.. uou Wien. - Tigris, Agent, und Ferrari, von Tritsi' Ncisrr. von Neubau, - Donco. Besitzer, vou Vpcina. -" Frau Oblal, DoclorSgattiu, von Littai. Elefant. Dic Herrcn: Pauccra. Fabrikant, von Kraiuburg. -" Geruasntti, vou Venedig. — Hlaz. von Fiumc. — ToM^ Sotto Eorona, Haudelöm., vou Diqnano. -- Sceber, Handels' agent, von Wie». — Kegleuic, Kanfm,, und Kersi», Bcfil)^ von Tt. Peter. Mohren. Dic Herren: Floriaucic, Agent, vou Wien. - W«^ uer, Handclsm,, von Graz. — Rauscher, Fleischhauer, v«>' Marburg. tsiir t)io wilme 8lnlzer ist im ^oniptuir der ,^'aib. Ztg." eingegaugeu : Vom Herrn Dorffchmied ni Schischla....... 1 ^ von ^'. P...............- > ^" zusammen , 2 ^ .Meteorologische Neotiüchllmgeil m Lailincll.. « ll. Mg. 325.94 -j-13.8 windstill '' ganz bcw. 27, 2 „ N. 326.Ü7 > -»-21.» SW schwach größth. bew 0.<« 10.. Ab. 3216.3 50 „ .. „ Frbrnar.Augnsl i. ., „ „ Avril-Ociubcr. 72.^0 73. Steueranlehcn rückzahlbar (?) . <»^.25 i!«.50 Lose v I. 1«39 . . . . . , >'5l.- 252.- „ „ 1«54 (4 "/.,) zu 250 fi. N3.50 «4.- „ „ 18U0 zu 500 fl. . . 104.40 104,60 „ „ 1«<;<) z» 100 fl. . . KV.25 I0'i,50 .. ,. 1««4 zu 100 fl. . , 422.40 122.60 Staatö-Domtmen-Psanddriefe zu 120 fl. o W. in Silber . . 121.50 122,— U. wrundentlastungs-vbligatiolnn. Wr 100 si. Vrld Waare Bübnien......5 pEt. l<3 25 »3.75 Oali,ie>!......l' .. 75,25 75.75 Nieder-Oesterrcich. . >. l> .. 92.75 93.25 Ober-Oesterreich . . „ 5 „ W.- ^4,-Siebenbürgen ...» 5 „ 7!» - 7i».5(» SWcrmail ... « 5 .. ^2,75 Ü8.25 Unaarn.....„ 5 ,. »3. «2 25 <1. Acticn von Bankinstitute». Geld Waarc Anglo-uslcrr. Baut..... 383.— 3«3.50 Anglo-nngar. Vant .... 1If<,— 11^.50 Boden-Creditanstalt .... 25»3.— 2W.— Crcditanstalt f, Handel u. Gew, . 30^,U0 303,80 Credilanstall, allgcm. ungar. . . 105 5«! 10«!. - E<»— 7!»2 - Vcrcinöbant....... 124,- 124.50 Pcriehrsbanl....... 145.- 145.5» >». Actien von Trau^portuntevneh-mungen. Geld Waare Nlföld-Fimnancr Bahn . , . 181.- 181.50 B^'hm. Weslbahn.....22«.- 226,50 Carl-i!udwig-Bahu.....251.25 251.75 Douau-Dampfschifff. Gcsellsch. . 638.— «40 — Elisabeth-Wcstbllhu.....200.— 200.50 FcrdinaudS-Notdbahii , . . 2235.25 2235.75 Filnfl,rcheu-Varcser-Bllhu . . 1l»4.50 195.— Frauz-Ioscphö-Vahu .... 189. - 189,50 Lrinberg-Czerii.-Iassycr-Bahu . 209.50 210,— i.'loyd, üsterr........400.- 402,— Geld Waare > Omnibus RndolfS-Ällhn......176.- 176.5,) Sicbcubiirger Bahn . , . . 179.— 179.50 Staatsbahll ...... .428.-429.— Slidbahu........275.10 275.30 Slid nordd Verbind. Vahn . . 173,- 173.50 Thcifj Bahn....... 262 - 282.50 Tramway........202.50 203. ^ «. Pfandbriefe (siir 100 fl,) Nllg. ijst, Bodcn-Credit-?lnstllIl Geld Waare ucrloSbar zu 5 pCt. in Silber 109.50 1!0 — dlo.iu33I.ri!ckz.zu5pCt.ino.W. 91.50 91,80 Natlonalb. aus ö. W. verlosb. zu 5 pCt........95.40 95.70 Orst. Hypb. zu 5'/, PEt. rllckz. 1878 98.50 99.- Ung. Vod.-Creb.-Anst. zu 57, pTt. 92.— 92.50 «.'. «prioritätsoblissationen. « 10) st. ö. W. Geld Waarc Elis,-Westb, iu S. vcrz. (I. Cmiss.) 92,- 92 50 FcrdinaudS.Viordb. in Silb. vcrz. 108.— 108,50 Franz-Joseph« Vahu .... 93.65 93.90 G.Earl-Ludw.B.i.S.verz.l.Vm. 102.75 103.- l' Gelb < ! Oestrrr. Nordwcslbahn .... 92 40 ^ Sirbrub. Bahn iu Silbcr verz. . l>^ ^ 9/,, Staats^G.3"/..»500Fr.„l/Em. 143 - lKK Siidb.G.3',,i.500Fr(-. „ . 12175^ Slidb.-Vonö 6 °/, (1870—74) .^ «500FrcS .... . .247.502^ «. Privatlose (per Slllck.) ^ Crrditanstalt s.Handeln.Gew. Geld ^Zl> zu 100 fl. ö W......162 5t'l" 5, Rudolf-Stifluug zu 10 fl. . . 15.- ^ ' ^ Wechsel (3 Mon.) Geld H?l! Augsburg fllr 100 fl, sildd. W. 103 <" ^^ Frankfurt a.M. 100 fl. dctto 103,?" l"^g Hamburg, fllr 100 Marl Vaiicc, 9i.l!" 'i>' London, fur 10 Pfund Sttrlina 124 70 «"'^ Pari«, fllr 100 Franc« ... 49,6« ^' Eour« der Weldsorten ^.^ Gelb 2)«i ft^ «. MUnz-Ducattl'. . 5 ft. 90 lr. 5 st> qg -Napoleonöd'or . . 9 „ 98 „ 9 ^ ^j " Vercinöthaler . . . 1 „ 82i,. 1 " ^ « Silber . . 121 „ 75 „ 122 , Krainische Grundentlafluna«, ObligatloN"'' v°rnotirml°: «650 Gelb, 90 M""