Verwaltung. RatkhaiiSgasse Nr.» sHummer'tche« vk,„q»de»il>gu»gtir lurch »t« «j»ft Btntclft^d« . . . (I. IM Ä*fH«"(i . . . ». «-so »•miafetii . . . (. », v«,»g«»ediil>iei> um »>« 0>l!l *. eingeleitet« 1tb«iie*ieitl ((tun bi« ,,i atbrfltaunj. MriftTett*««: »«ttzd«». «litABnc»«■ »»»na (all l'tatn tn Cin- ». Ml» t iH Kl 11—lt Sti »n. 'latultllte* wil« tl«t »iMfevttei. MaKni<(< #t*- , 111*4«* KV ■ itll tt|l Igel Maat Mi (on(t>*{ iign >i»1*illia Im MHiqO fe#-iritdUc* •«tutie» ->»»t»e*. — Bet »lrt«T»«[onain trat-*l»l| «, „»rat««! nldctit Mha tiutig si> CiicrIui ■nttt«. liHmifln-«»»» m*.s»oo. Ar. 11. ßine Waynnng an die ZZeöörden. Die RegierungSmaximen der Taaffe, Baden» und Thun haben nicht wenig dazu beigetragen, das» in der politischen Verwaltung die strenge Beachtung der Gesetze, die jede» Beamten erste Pflicht ist. in vielen Fällen aus die leichte Achsel glommen, ja vollständig ignoriert wurde. Haben sich doch die Badeni'schen Geheimerlässe geradezu als eine Ausforderung zur Ges'tzeSverletzung dar-gestellt. In der Präger RathSstube beispielsweise wurde und wird von den Tschechen gewirtschasie», al« ob Recht und Gesetz für die autonomen Prager Etadtväter gar nicht existiere; der chauvinistische Herr Podlipny herrscht wie »in Satrap« und ignoriert die Deutschen der Landeshauptstadt in insolenter Weise. Der Statthalter Graf Coudenhove, der plötzlich den Jungtschechen nicht mehr angenehm ist, trotzdem er au« seinen warmen Sympathien für die WenzelSsöhne zu keiner Zeit ein Hehl gemacht ha«, sah diesem Treiben ruhig zu; er hat selbst dn den Hetzereien Podl'pny'S gelegentlich der Prager Unruhen und Plünderungen kein scharfes Lörtchen gegenüber dieser jungisch« chischen Wirtschaft gefunden. Ja, deutfche Gemeindevertretungen und deutsche Beamte, die hat man sofort zu maßregeln »erstanden, wenn auch nicht eine Spur von Schuld ihnen zur Last gelegt werden konnte! Die slavischen Agitatoren nach dem Muster de« Ferjancic, Bencajc x., welche für ihre Hetzreden, wie die zu Leide« gehaltene, noch in eine höhere Rangtclasse besolde« wurden, konnten sich erlauben, wa« sie wollten. Für sie gab e« kein« Maßregelung, ja nicht einmal «in« leise Zurechtweisung. Das« unter solchen Umständen di« Gesetze«-«chtung in breiten Volksschichten untergraben wurde, kann nicht Wunder nehmen. Der neue Minister-Präsident Dr. v. Koerber muss wohl »inen liefen mi in diese Wirtschaft geworfen haben, und e« hat ihm aller Annahm« nach da«, waS er gesehen, ei« gewisse« Grauen »ingeflöß». Auf dies» Weise »klärt sich d»r Erlas«, den »r den politischen Beamten zur Richtschnur herausgegeben hat. In dem Erlasse fordert der Premier vor allem die strengste Beachtung der bestehenden Gesetze, sodann eine rasche Erledigung der Agenden; einen uniadel-hasten Verkehr mit jedermann, ohne Unterschied der Person; die Förderung de« öffentlichen Wohle« Sechszehn Staatsoberhäupter und eine Kaiserin sind im Verlaufe be» verflossenen Jahrhundert« ermordet worden. Da« erste Opfer war der Czar Paul I. von Ruf«land. der in der Nacht zum LZ. März 180 l durch Verschwörer, deren Haupt der-Gras Peter von der Pahlen war, im Michai« Wschen Palast zu St. Petersburg mit seiner eigenen Schärpe erdrosselt wurde. Al« zweite« folate der Sultan Selim III.; ihn ließ Mustapha IV., nachdem er zur Regierung berufen worden war, in Haft nehmen und im Mai 1808 ebenfall« erdrosseln. Graf Kapodistria«, Präsident de« griechischen Etaate«. wurde nach knapp dreijähriger Präsident-fchast am 9. Octoder 1831 zu Nauplia beim Eintritt in die Kirche St. Spiribion von Constantin und Georg MauromichaliS durch vier Dolchstiche in die Brust getödtet. Der Herzog Karl von Parma mufSie im Juni 1854 unter dem Messer eine« Mordgesellen sein Leben lassen. Der erste Fürst von Montenegro Danilo 1. fiel nach achttägiger RegierunaSzeit im Jahre 1860 der Blutrache zum Opfer. Weil der Fürst einen Bauern wegen Ausübung der Blutrache erschießen liess, »rschosS ihn der Sohn de« Gerichleim auf Anstiften der Mutter zu Cattaro. Der sechzehnte Präsident der Vereinigten Staaten von Nord- Hilli, Donnerstag, 8. Keßrnar 1900. durch die Beamten. Ausdrücklich erklärt der oberste Chef der politischen Verwaltung, e« sei nicht ge-nügend, wenn die Beamten nur den regelmäßigen Dienst versehen, sondern e« gehöre zu ihren Ver-pflichtungen, offenen Auge« die Bedürfnisse der Bevölkerung wahrzunehmen und überall dort die Initiative zu ergreisen, wo sie von ihrer Intervention «inen nützlichen Erfolg erwarten können. Dr. v. Koerber ist f«rn«r der Anschauung, das« die sorg-fältige Wahrung de« Ansehen«, welche zu den vornehmsten Obliegenheiten der Behörden gehört, am besten durch einen steten vertrauensvollen Contact mit der Bevölkerung erreicht werden kann. Er erwartet jedoch auch, dass im Falle einer ver-suchten oder wirklichen Verletzung de« Ansehen« der Behörden, sowie im Falle der Bedrohung de« öffentlichen Frieden« von allen Mitteln Gebrauch gemacht wird, wie sie da« Gesetz an die Hand gibt. Schließlich bemerkt der Minister noch, das« kein Beamter bei Vollziehung seiner amtlichen Obliegen» heiten seine politische Gesinnung irgendwie hervor-kehren darf. Die Herausgabe eine« solchen Erlasse«, der nur da« Selbstverständliche fordert, bewei«t, das« da« letztere bisher in bedeutsamen Fällen nicht eingehalten wurde. Man kann nun gespannt daraus sein, ob und wie Herr v. Koerber die Befolgung der in feinem Erlasse dargelegten Anschauungen durch die politische Beamtenschaft dort, wo e« nöthig erscheint, erzwingen wird. Es ist selbst-verständlich, dass da« Ministerium selbst mit guiem Beispiel« vorangehen mus«, um da« Vertrauen in d«r Bevölkerung zu festigen,' das« e« sich bei dem in Rede stehenden Erlasse nicht lediglich um die Herausgabe eine« schönen Actenstücke«, sondern um die entschiedene Abstellung eingewurzelter Mis«-brauche handelt. Da» Vertrauen der Bevölkerung für die Behörden muss zurückgewonnen werden. Der deutschen Beamtenschaft kann man im großen Ganzen da« Zeugni« nicht versagen, das« bei ihr der StaatSgedanke. der Gedanke de« öffent» lichen Dienste« alle anderen Erwägungen in den Hintergrund drängt. Wie e« mit der slavischen Beamtenschaft und fo manchen höheren, hochadeligen Spitzen steht, da« braucht de« Weiteren nicht dar-gelegt werden. Hier wird zuerst der Hebel angesetzt werden müssen, um eine Besserung zu erzielen. Man wird ja sehen, ob künftighin e« wieder einmal amerika, Avraham Lincoln, wurde ein Opser de« Schauspieler« Wilke« Bootb, der ihn am 14. April 1865 während der Vorstellung im Fordstheater zu Washington von der Bühne au« erschof». Drei Jahre später, 1868, fiel der Fürst Michael Odrenovic durch Mörderhand im Wild» parke Topschider bei Belgrad. Im Jahre 1870 wurde der Präsident von Haiti, Salnave. erschossen. Da« Jahr 1875 brachte die Ermordung de« Prä-sidenten von Ecuador, Dr. Gareia Moreno. Der 32. Sultan der Osmanen, Abdul-Aziz-Chan, wurde am 30. Mai 1876 von dem durch ihn erzwun-genen „patriotischen Ministerium" de« Mehemed Ruschdi und Hussein Awni genöthigt, zu Gunsten seine« Neffen Mehemed Murad dem Throne zu entsagen. Am 4. Juni 1876 hieß eS, er „sei al« Staat«gesangener eine« „natürlichen Tode« gestorben." Ein im Juni 1881 gegen mehrere der höchsten Staatsbeamten eingeleiteter Proces« ergab indessen, das« Avdul während der Nacht in seiner Kerker-zelle ermordet worden war. Gaifield, der 20. Präsident der Vereinigten Staaten, erhielt am 2. Juni 1881 in Washington von einem brotlosen Fanatiker, Namen« Guiteau, einen Revolverfchus» in die Brust, der aber zwar nicht sofort tödlich war. den Piäsidenten zu lang-samen Siechthum verurtheilte und ihn am 18. Sep-tember diese« Jahre« von seinem qualvollen Leiden erlöste. Czar Alexander II. von Rus«land wurde am 25. Jahrgang. vorkommt, das« beispielsweise in Prag die tschechischen Unboimäßigkeiten nicht beachtet, da« heißt übersehen werden, während man den dentschen Studenten, die sich ruhig und correct benehmen, da« ihnen gesetzlich zustehende Recht de« Farbeniragen« verkürzt. Der Erlas« sagt klar und deutlich, das« Viele« saul ist in der politischen Verwaltung in Oesterreich. In die letztere soll ein neuer Geist einziehen. Dieser Proces« kann durch die Energie de« Minister-Präsidenten, welcher über eine reiche Erfahrung al« Beamter verfügt, beschleunigt werden. Man kann nur hoffen, das« diese Beschleunigung auch thatsächlich erfolgt und das» sie bereit« im Anzüge ist. Wie die Pfaffen das Volk aufstacheln. (Elovenische Zeitungsstimmen.) Sloven«ki GoSpodar schreibt in Nr. 5 vom 1. Februar: „B a u e t n x e ch n e t! So ein dritter Kauf-mann gibt Dir Ware nach Deinem Wunsche. Nach einiger Zeit gleicht er sich mit Dir aus. Die Rechnung macht er aber nach seinem Tarif und verlässt sich darauf, das» Du ihm nicht nachrechnen werdest oder hiezu nicht fähig seist. Ein Sprichwort sagt zwar: „Maß und Wage Dich zum Himmel trage." Aber wa» ist der Himmel solchen Kaufleuien, wie sie damal« in Marburg so «ehrlich und menschenfreundlich' gesprochen haben. Wie für sie schon das achte Gebot Gotie« nicht gilt, so gilt sür sie auch nicht das siebente Gebot GotteS. Am besten für Dich ist e», wenn Du ihnen ausweichst, damit Du nicht der betrogene Wastl bist. Im entgegengesetzten Falle aber wäge, zähle, rechne! Diese Erinnerung gilt ganz besonder» für Gegenden, wo die betrübien deuifchthümlerifchen Kaufleute den Mund vollnehmen, das» sie die Ware unter ihrem Werte hergeben, bi» sie die mistliebigen Consum-vereine und Genossenschaften vernichtet haben." Bauern wäget! Bei einem deutschen Kauf-manne bezog jemand ziemlich viel Ware. Zuhause wägte er nach und bemerkte, das» viel fehlte. Er beschwerte sich bei dem Kaufmanne, welcher ihm sagte, e» solle immer, wann jemand für ihm etwa« kaufen komme, dieser jagen, das« e« für ihn sei, dann werde er schon nach ehrlicher Wage bekom-men. Ein anderer kaufte ein Paket mit bereit« abgewogener Ware. Schon auf den ersten Blick 13. März 1881 auf der Ruckkehr von einer Pa» rade da« Opfer eine« Anschlage«; Orsinibomben wurden unter seinen Schlitten geworfen, die beim Platzen ihn verwundeten, das« er sich in wenigen Augenblicken verblutet«. Am 7. Juli 1870 wurde der Präsident Merendez der Republick San Sal-vador ermordet, und am Abend de« 24. Juni 1894 tödtete in Lyon der italienische Anarchist Caserio den französischen Präsidenten Carnot. Ein Land«mann von ihm. der Anarchist Luccheni, erstach am 10. September 1898 zu Gens die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, al» die Fürstin eine Dampferfahrt unternehmen wollte. Den Beschlus» der traurigen Statistik bildete Mitte vorigen Jahre» die Ermordung dt» Präsi-denten eine« amerikanischen Staate». E» fielen also durch Mörderhand: 9 Präsidenten, 2 Kaiser, 2 Fürsten, 2 Sultane, 1 Schah und 1 Kaiserin. Hiezu kommen noch eine Reihe misSglückter Attentat»oersuche. deren einer bekanntlich seinerzeit auch gegen den jetzt regierenden Kaiser von Oesterreich unternommen wurde. Winter in den Alpen. Skizze von Dr. Reinhold Günther. Wenn die fleißigen Winzer der Hochebene und der breiten FlusSthäler unter fröhlichem Jauchzen, bei Böllerschüssen und Pistolengeknatter, die Trauben keltern und gewonnenen Saft einkellern, dann rüste» 2 fällt ihm auf. das» eS zu wenig fei.- Al» er die» erwähnte, wurde ihm zugestanden, das» thatsächlich soundsoviel Gramme fehlten." .Bauern zählt! Ein Kaufmann jener „Sorte' hat den Brauch, das» er sich überaus gerne verzählt, aber nie zu seinem Nachtheile. Wenn Du da« Geld zusammennimmst und gehst, und erst draußen zählst und bemerkst, das« Du zu» wenig erhalten hast, und Du kehrst um. so glaubt er Dir gar nicht«. Da« Irrthum wird nur dann zugegeben, wenn Du vor seinen Augen zählst, ehe Du da» Geld an Dich genommen hast." Schwarz Wotb-Hotd. Eine Erinnerung an da» Jahr ISIS. Wörtlicher Abdruck au« dem Abendblatt« der „Ocflerr -Üaiscrl. prio. Wiener Zeitung" Amtsblatt vom 3V. Mär» 1348. Mit wahrer Freude erfüllte un» die in diesem Blatte gemachte Mittheilung über die Schritte, welche die österreichische Regierung in Folgt der Ansprache de» König» von Preußen an fein Volk und an die deutsche Nation gethan hat. Wir be» eilen un«, unserem Minister der auswärtigen An-gelegenheiten für die schleunige Ergreifung kräftiger Maßregeln zur Wahrung der deutschen Bundes-Verfassung gegen jeden eigenmächtigen Eingriff den wärmsten Dank zu sagen. Die beredten Worte, mit welchen mehrere Stimmen in diesen Blättern gegen da» einseitig« und nach dem blut'gen Kampf« g«g«n die eigenen Bürger gewiss unzeitige Auftret«n de» König» von Preußen sich erHoden, haben in allen Herzen den lebhaftesten Anklang gefunden. E» ist darüber unter un» ollen nur eine Meinung, und wir hoffen, das» dasselbe Gtsühl. welches sich in un» so mächtig regt«, auch in allen anderen deut« fchen Gauen auflodern wird. Wir wollen die Ein-heil aller deutfchen Stämme unter einem Haupte, dessen Wahl dem ganzen Bundestage zu Frank-furt zustehen soll, wir wollen eine Wiedergeburt der deutschen Bundesverfassung durch Vertretung des deutschen Volkes bei dem Bunde, wir wollen die Errichtung «iner starken Executivgewalt im Herzen der deutschen Länder, damit wir jeden An-griff auf das deutsche Vaterland, von wo er komme, zurückzuweisen bereit und fähig feien. Diese Ford«-rungen der deutschen Nation, deren Gerechtigkeiten schon alle Fürsten anerkannten, zu erfüllen, ist die groß« und, wir dürf«n «S uns nicht verhehlen, die schwierigste Aufgabe, welche der demnächst in Frank-furt zusammentretende Bundestag zu lösen haben wird. Mit Vertrauen blicken wir auf unsere Regie-rung. die bei diesem großen Werke den anderen Bundesgliedern voranzugehen berufen ist. Die lauten Sympathien, welche dem constitutionellen Oesterreich in allen Theile» Deutschland« entgegenkommen, werden unserem Abgeordneten seine schwierige Stel-lung erleichtern; der Rückblick auf die vom Sturme der Gegenwart in wenig Wochen völlig hinweg-gefegten Scheidewände zwischen den deutschen Stäm-men, und der Hinblick aus die Größe de« deutschen Namen«, der in voller Glorie wieder erstehen soll, sich de? Landsmann im Alpengediet«, den Winter zu empfangen. Das Vieh, dem er auf hoch gele» gener Weide verbrachte Sommer vortrefflich be-kommen ist, wenn die gute Jahreszeit nicht allzu viel nasses Wetter brachte, steht längst wieder in feinen heimatlichen Ställen. Sorgliche Hände ver-stopfen alle Ritzen, durch die der kalte Schneewind pfeifen möchte, mit Heu ; im fast völlig verdunkelten, feucht-warmen Raume verträumen die Wiederkäuer die EiSmonate. In den Höhenlagen über 1400—1600 m, vom Meeresspiegel auS gerechnet, sind Schneefälle im nassen Sommer durchaus keine seltene Erschei-nungen und sie zeigen sich auch auf der Südseite der Alpen. Aber, die weiße Decke weicht rasch vor der TageSwärme zurück. Aehnlich geht eS in einem schönen, sonnigen Herbste. Erst um die Mitte Ok-tober sind dann die Nachtfröste imsttande auf den Schattenseiten die Schneeinseln zu erhallen. Zwei bi» drei Wochen später wird eS wirklich kalt, der Boden gefriert und bietet nun die feste Unterlage dar für Schnee und Schlittenbahn. Ein böser nas»kalter Novemberregeit auf der Hochebene und in den tiefer gelegenen Thälern tritt un» im Gebirge al» mächtiger Schneefall ent-gegen, der die Hänge bi« weit hinunter mit ge-waltigen Massen de« festen atmosphärischen Nieder» schlage« bedeck». Solch ein Schneewetier ist ein schlimme« Ereignis für den, der dann gerade eine Reise zurücklegen muss. Und in diesem Falle b«- Ke«»fche wird seinen Muth und seine Thatkraft erhöhen. Ewiger Nachruhm wird ihn krönen, wenn ihm daS Werk der wahren Einigung Deutschland« unter einem Haupte mit einem deutschen Parlamente gelingt! Doch nicht in Franksurt allein wird da« Schick-sal Deutschlands entschieden! Die Zeit geht rasch, und nur wer kühn und schnell ihrem Fluge folgt, darf hoffen, da« Ziel zu erreichen. Darum müssen die deutschen Stämme nirgend» zurückbleiben; in ollen Theilen deS großen Gesammt-Vaterlandes muss sich die Gesinnung jedes echten deutschen Mannes offenbaren, von allen Seiten mus« das Bewusstsein der deutschen Einheit im Volke selbst sich laut auSsprechen und den Fürsten und ihren Räthen seine kräftige Stütze verleihen. Die Zeit der rein diplomatischen Verhandlungen ist vorüber; nicht sür das Volk allein, fonsern auch mit dem Volke und durch das Volk muss gewirkt werden, soll die hohe Ausgabe deS Bundestages eine befriedigende Lösung erhallen. In jedem deutschen Lande muss also die Regierung und mit ihr da» gesummte Volk auch im Symbole da» Bewusstsein der deutschen Einheit an den Tag legen. Wer ir-gend Theil nimmt an der Bewegung der Gegen-wart, der trage, so weit die deutsche Zunge reicht, die deutschen Farben, die vom Bundestage selbst als BundeSzeichen erwählte Dreiheit von Schwarz-Roth-Gold! Diese alten Farben deS deutschen Reiche», sie müssen jetzt vor jeder provinziellen oder localen Färbung die Oberhand gewinnen. Alle deutschen Bundesregierungen, vor allen diejenige, welche durch Jahrhunderte mit Recht an Deutschlands Spitze stand, haben die Pflicht, ihre Einheit mit dem großen Ganzen durch Auspflanzung der BundeSfarben offen zu zeigen. Wie vom Köl-ner Dome an den Ufern des deutschen Rheines, so möge auch vom StephanSdome an den Ufern der mächtigen Donau die schwarz-roth-gelbe Fahne wehen, und weithin verkünden, das» im Osten, wie im Westen, im Süd und Nord de» deutschen Vater-lande» nur «i n Sinn, nur e i n Herz, nur e i n Gedanke herrscht. In dieser Einheit der Völker sür die Sache de» Gefammt-Vaterlande» liegt für alle Regierungen die sicherst« Gkwähr gegen jede Eigen-Mächtigkeit im Innern, gegen jeden Angriff von Außen. LasSt un» alle wie «in Mann dastehen, lasst mit vollstem Herzen dem großen Ganzen uns anschließen, und jeder Feind wird erdeben vor dem schwarzen Deutschen Adler, vor dem goldenen Deutschen Schilde, vor dem rothen Wipfel der Deutschen Fahne! _ Totitifche Rundschau. Kinn» ??olkstag veranstalten Georg Schönerer und die Abgeordneten der radicalnationalen Gruppe am 4. Lenzmonds in Graz, bei welchem Beschlüsse über die Haltung der Deutschen der Ostmark gefasst werden sollen. Aom Alldeutschen Anbände. Am 20. und 21. HanungS fand in Berlin eine gut besuchte Sitzung des geschästSführenden Ausschusses deS «All-deutschen Verbandes* statt. Die Entwicklung be« finden sich ganz besonders die Handelsleute, denn einzig im Winter weilen ihre Kunden im Gebirge daheim und haben sie Zeit, die Anerbieten zu prüfen. Im WirtShause zur Post geht e» lebhast zu. In den ersten Morgenstunden, noch ehe da» Schnee-wetter auf der Passhöh« zum Sturm ausartete, kam eine Karavane kleiner Schlitten, deren jeder ein Saumfaf» besten Italiener« trägt, über den Berg. Nun sitzen die Fuhrleute in der warmen Schenkstube hinter einem Gla« Wein, während die Pferde neue Kräfte sammeln. Bald werden frische Pferde gebracht; der Conducteur weist die freund» liche Einladung de» Reifenden, im Schlitten Platz zu nehmen mit Lächeln zurück, sein Sitz ist neben dem Postillon. Schnee und immer Schnee. Hier hat der Wind eine gewaltige Wächte gehäuft, die vorsichtig zu umkreisen bleibt, dort sinken die Pferde bi» fast an den Bauch ein, oft sind die Au«gänge der Schutzgalerien gleichsam mit Schnee verbarrikadirt. Dann heißt e» au»steigen und die Schaufel zur Hand nehmen, um einen Weg zu bahnen, wobei auch der Reifende gerne Hilfe leistet. Seit den ersten NachmiltagSstunden hat der Schneefall zwar aufgehört, aber dafür weht kalter Nordwind. Längst hätte daS PasShau« erreicht sein sollen, aber man kommt trotz aller Anstrengungen nur schrittweise vorwärt«. Wie die Dunkelheit hereinbricht, leuchten plötzlich ein paar Laternen auf. E« ist der Wirt 1900 Verbände» im abgelaufenen Kalenderjahre ergibt folgende« Bild: l. Härtung» l. Härtung« Zu-189» 1900 nah«« ahl der Ortsgruppen 129 176 47 ahl der Mitglieder 17.364 20.438 3.074 Zahl der Bezieher der .All?. Blätter- 6.746 8.215 1.469 Die Sammlung zugunsten der Buren und de« deutschen HilfScorpS hat bis jetzt den Betrag von 145 009 58 Mark ergeben, von denen bereit» 20.081-37 M. nach Antwerpen für daS von dort auS abgegangene deuifch-belgische SanüätScorpS zur Auszahlung gelangt sind. 12.000 M. sind für den gleichen Zweck referviert, ebenso 20.000 M. für unsere Ortsgruppe Johannesburg zur Unterstützung der Angehörigen von Gefallenen de« Burenheere» und de« deuifchen Hilf«corp«. Au« den noch vor» handenen 88.928-21 M. sollen einstweilen kein« weiteren Zahlungen geleistet und zunächst versucht werden, Unterstützunq«gelder auf sicherem Wege nach Transvaal, b.zw. Oranjefreistaat zu bringen. E» wurde beschlossen, den diesjährigen VerbandStag vom 6. bi» 8. Brachmond» (Juni) d. I. in Mainz abzuhalten, u. zw. soll am 6. Brachmona» die Au»-schuf«» und Vorstand»sitzung, am 7. die Haupt-Versammlung und am 8. die Festfahrt zum Nieder» walddenkmal stattfinden. Win» rüstet z« de» Hemeinderathswahle». Die „Ostdeutsche Rundschau" vom 28. v. M. ver» öffentlicht einen Wahlaufruf an die Wiener Deutsch» nationalen sür die Wahlen de» zweiten Wahlkörper». Wir entnehmen dem Wahlaufruf folgende charak-teristische Stelle: „ES kann gar nicht oft genug wiederholt «erden, welche Wichtigkeit die bevorstehenden Wahlen de« zweiten Wahltöiper« für Wien» Zukunft haben. G» handelt sich darum, die Alleinherrschaft der Christlich-socialen, welche sich al« so vnderbtich erwiesen hat, zu stürzen. War e« früher eine Pflicht der Deutsch» nationalen, die Macht de» ManchesterliberaliSmu« brechen zu helfen, so ist e» jetzt gewis» auch ein« ebensolche Pflicht, der unerhörten Gewaltherrschaft und Tyrannei, welche sich im Rathhause breitgemacht htf, ein Ende zu bereiten und der schwarzen Elerisei, welche heute schon ihre Fangarme nicht nur nach unserem Schulwesen, sondern nach allen fieiheitliche» und fortschrittlichen Institutionen unserer Gesellschaft stieckt, ein „Bi» hieher und nicht weiter" zu bieten. Zu diesem Zwecke ist ein Zusammengehen mit den anständigen und deutschgesinnten Elementen der Liberale» (keineswegs mit den Juden) in einzelnen Bezirken geboten. Man missverstehe un» nicht. Wir wollen nicht, das« der Liberalismus wieder seinen Einzug halte in d«, gothischen RathhauSsaal am Franzen»ring. Wa» wir anstreben, da» ist die Versetzung der heutigen Mehrheit in die Minderheit. Wir wollen, das» den Hern» Strobach, Gregorig. Geßmann und Eonsorten der Futtersack höher gehängt wird, das« sie zur Einsicht gebracht werden, dass sie nicht die Herren von Wie» sind und mit jedem, der ander» denkt al« sie, heriu»» springen können, wie sie wollen.- Hine großartig« Kundgebung für die 33«k» fand jüngst in Wien statt, sie würd« im große» vom PasShaus« mit femen Knechten, die der Post entgegen gegangen sind, um ihr die letzte steil« Strecke zu erleichtern. Endlich ist man nun drobe», und wenn auch der Conducteur dem R«ii«nda erklärt, das« hier übernachtet werden müsse, so be-deutet die« keineswegs behagliche Ruhe. Denn die von der Südseite erwartete Post ist ausgeblieben, der Gedankt liegt nahe, das« ihr ein Unfall z»g»-stoßen. Das» läs»t die braven Leute nicht schlafe», sondern sie machen sich auf, den Kameraden ent-gegen zu gehen. Vielleicht werden sie sie wohlbehalten antreffe», vielleicht ist aber der Schlitten in «iner Galerie eingeschlossen. Da» ist zwar kein allzu angenehme« Abenttuer, doch wird man sich «rösten, weil ma» wenigsten« nicht in die über die Schutzhöhle hinweg fallende Lawine gerathen ist. Diese sind unter alle» Umständen die gefährlichsten Naiurmächl«, die de» Alpenreisenden im Winter drohen. Vermögt» s» doch selbst, in Verbindung mit heftigem Sch»«-fall, die Eisenbahnzüge aufzuhalten. Ein Abweichen von der bekannten Straße ist sür den Reifenden in den Alpen während d« Winterszeit immer ein tollkühnes Untirnehnen. Die Lawinen brechen leicht und beim geringsten in-stoße herunter. Wie ein weißer Strom, dem et« gewaltiger Luftdruck vorausgeht und der die schwersten Steinböcke, entwurzelte Tannen und de?» gleichen mehr mit sich reißt, fährt die Schneemaise zu Thal. Wer von der Stoßfront der Lawine er- 1900 MusikoereinSsaale abgehalten. Schon zwei Tage zuvor waren alle Plätze ausverkauft und war der Andrang zudem ein in Wien noch kaum dagewesener. Gegen 4000 Personen füllten die Räumlichkeiten. Der Schubenbund eröffnete das von Deutfchnationalen veranstaltete Fest mit dem altniederdeuischen „Dank-gebet". Nach dem Vortragt de» vortrefflichen KennerS der südafrikanischen Behältnisse, Fritz Bley, wurde daS „FreiheitSlied von Transvaal" gesungen. Donnergleich durchbrauste da« von Tausenden ge> fungene FreiheitSlied die Räume, und wollten der Beifall nnd die Heilruft nicht enden. Unter den Anwesenden befanden sich auch die Abgeordneten . Wolf. Jro, Pommer, Dr. Fochler und Bendel. Mit stürmischem Beifalle wurde nachstehende Ein-fchließung angenommen: „Die Versammlung spricht dem blutsverwandten, um seine Freiheit und sein VolkStdum ringenden niederdeutschen Stamme ihre tiefe Theilnahme auS und hofft auf den dauernden und endgiltigen Sieg der gerechten Sache der Buren. Die Versammlung ist entrüstet über die grausamen Behandlungen, Plünderung und Ermordung wehr« loser verwundeter Buren und über die von zucht-losen britischen Soldaten an Frauen und Mädchen begangenen Schändlichkeiten. Sie erblickt in der Ver» logenheit der englischen Berichterstattung eine Unter-bindung deS freien Nachrichtendienstes durch die englischen Behörden und in der vaterlandSver-»ätherischen Paironenlieferung an den Feind nur den folgerichtigen Ausdruck der Goldgrubenpolitik, welche diesen verbrecherifchen Krieg heraufbeschworen hat." Zum Schlüsse wurde an Dr. Leyd» folgendes Telegramm abgesendet: „Dreitausend deutsche Männer und Frauen senden begeistert Heil und Sieg dem Brudervolk« der Buren." ES ist einmal nicht ander»: Wir Deuischnationale werden daS um feine Freiheit kämpfende Germanenoolk ehren, wenn auch die ^Politik" unseres Staates zehnmal englandSfreundlich ist und gewisse Leute noch mehrere ihrer ungezählten Millionen in der englischen Bank aufhäufen. Z>er Krieg in Südafrika. Wieder scheinen sich irgendwelche Actionen vorzubereiten. Die Nach-richten auS London sind äußerst spärlich und waS gemeldet wird, ist belanglos. Offe»bar ist. dass die Engländer sich nicht sicher genug fühlen, eine größere Lction jetzt fchon zu unternehmen und die Boeren e» vorziehen, in ihren strategisch vorzüglich gewähl-len Positionen zu bleiben, als eine offensive Kampf-ftellung einzunehmen. In England verbreitet sich die Nachricht, die Boeren hätten eS aufgegeben, Ladyjmiih durch einen Sturmangriff zu nehmen, sie wollen lieber zu einem andern Mittel greifen, und zwar durch Abdämmung des Klip-R'ver die Stadt zu überschwemmen und dieser Art die Soldaten und Einwohner auS den Kasematten und Kellern ver-treiben. Seien die Leute auS dem Schutze der unter-irdischen Gewölbe gedrängt, dann wollen die Boeren erst die Beschießung mit aller Energie betreiben, fiu» Rondweni. an der Grenze von Natal. meldet man. dass die Boeren Geschütze auffahren, welche die Eiraße von Nondweni nach Vryheid beherrschen. Läng» der Straße stehen zahlreiche von Ladyfmiih und Dundee herübergezogene Boeren, welche dem »rwarleten britischen Vormarsche durch daS Zulu-land entgegentreten wollen. Ueber die Grausam- fasst wird, der ist unrettbar verloren, auch wenn die Hilfe rasch zur Stelle ist. Er ruht im eisigen Grade in der Tiefe und erst die Schneeschmelze befrei» den Körper von der Last. Glücklicher mag der davon kommen, den die niedergehende Schnee-«äffe nur streifte. Vielleicht, das» ihn treue Käme-raden bald aus der tödlichen Umarmung befreien, oder dass er sich selbst wieder emporarbeitet zum Zagttlicht. Im menfchenleeren Hochgebirge jedoch, auf einsamen Saumpfaden, die übrigens der mit den Gefahren vertraute Bergler nur in den Som-»nmonaien benutzt und die selbst die todtverachten» den Schmuggler meiden, ist der von einer Lawine erreichte Wanderer unrettbar verloren, weil die Hilfe immer zu spät kommen muss. ES sind ganz gewaltige Schneemassen, die sich im Hochgebirge ansammeln, sofern die Witterung den atmosphärischen Niederschlügen günstig erscheint. Ein Winter ist freilich nicht wie der andere. Pässe, die einmal daS ganz« Jahr hindurch völlig mühe-l«» zu begehen sind, können plötzlich derart ver-schneit werden, dass die Gangbarkeit für längere Zeit unterbrochen bleibt. Dann müssen die Weg-«acher, die „Ruiiner", ein hartes Stück Arbeit verrichten, und die von ihnen in die Schneemassen dineing«bauten Galerien bleiben bis tief in das Frühjahr hinein stehen. Nach der Lichimefs, wenn die Sonne bereit» «»der zu wärmen v»rmag, drohen dem Reisenden im Gebirge weitere Gefahren. An den Abgründen, ..V»«tsche W««**' keilen, welche die Engländer in Südafrika sich zu Schulde» kommen lassen, liegen neuerdings authentische Nachri^ien vor. So veröffentlichen die „TimeS" über das Niederstechen gefangener Boeren in der Schlacht von Elanrslaagte einen Brief eine» englischen OificierS, in dem dieser saubere Patron sich nicht entblöde', daS Abschlachten von Boeren als „Schweinestechen" zu bezeichnen! Bei ElandS-laagie waren zur Freude diese» humanen Mannes sechzig wehrlose Boeren in zehn Minuten „abge-stvchen" worden. AIS ein Lfficier — Dick Cun-nigham ist sein Name — einen SchusS bekam, rief er seinen Leuten zu: „Vorwärts Gordons, schlagt d'rauf und rottet da« Ungeziefer auS." Daraus ereigneten sich Scenen, wobei die Engländer auf Befehl den Gefangenen, die kniefällig um ihr Leben baten, keinen Pardon gaben, sie vielmehr nieder-stachen und niederschössen, auch wenn sie schwer verwundet waren! — Letzte Nachrichten melden. Buller habe neuerding« den Uebergang über den Tugela und die Durchbrechung der feindlichen Linie versucht. Seit 48 Stunden sei die Bekanntgab« von Einzelheiten verboten. — Eine in London einge« troffene Depesche meldet, Buller» Angriff am Frei-tag sei vergeblich gewesen. — Militärische Kreise befürchten eine neuerliche Niederlage der Armee. Optimisten erwarten, das« Buller in der Nacht von Montag aus Dienstag Ladysmith erreichen werde. Eigenthümlicherweise kommt au« dem Hauptquartier Buller« keine Meldung, die ° auf einen offensiven Vorstos» der Engländer schließen läßt. — Die Boeren stehen wieder in Massen bei Lady^mith und verstärken ihre Artillerie. — Die Brüsseler »Petit Bleu" bringt die verbürgte Nachricht, dos« auch der dritteVerfuchBuller«, Ladysmith zu entsetzen, gescheitert sei. Z>ie Entthronung des Kaisers von ßhina. Während England in Südairika um seine Weltmacht erfolglos ringt, bereiten sich in Asien Dinge vor, die nicht ohne Einfluss auf die Politik der euro-päifchen Großmächte bleiben dürften. Die Nachricht der „North China Daily New«", wonach Kaiser Kwungsu den Prinzen Put-Sing zu seinem Nach-folger „ernannt" habe, deutet auf ernste Ereignisse hin, die sich in dem verschlossenen Kaiferpalaste der chinesischen Residenz abgespielt haben. E» sind zwar im Augenblick, noch nicht hinreichende Nach-richten durch die Mauern de« Kaisersitzt« hinauS-siedrungen und man steht nicht klar, wa« die Ur-fachen drr neuesten Palastrevolution gewesen sind, aber soviel scheint festzustehen, das« der Kaiser wahr-scheinlich bereit« todt ist und feinen Versuch, China zu reformieren, nun doch mit dem Leben gebüßt hat.. Die Kaiserin-Witwe hätte den Unbequemen am liebst,« schon im Jahr« 1898, gleich nach seinem misSglückien Staat«streichversuche, beseitigt, doch legte ihr damals die Angst vor den Mächten einige Reserve aus, die sie vielleicht jetzt sür weniger nöthig hält. So ist denn anzunehmen, das« Kaiser Kwangsu nicht ganz freiwillig feinen „Nachfolger bestimmt" hat und ebensowenig freiwillig sich selbst gemordet hat, nachdem er. wie Telegramme au« Shanghai melden, „der Kaiserin-Mutter den Dank ausgesprochen hatte". Wofür? Da« wird nicht gesagt. Immerhin kann diese« Ereignis von mehr oder weniger be- die neben den Straßen dahinziehen. baut der an-gewehte Schnee nach und nach überhängende Vor-sprünge an. die frei über die Tiefe hinausragen und den Weg trügerisch verbreitern. Gewöhnlich zeigt sich dort eine glattere Bahn wie auf der Straße, und der Unkundige läsSt sich vielleicht verleiten, die haltlose Brücke zu betreten. Er schwebt dabei über d I4.es ». ÜHct. G.Henneberg, Seideu-Fabrikaut(k.u.k.Hol).(Zürich. Aus Stadt und Land. Auszeichnung. Dem Bürgermeister von Win-bifch-Fetstlitz, Herrn Albert SI i g e r, wurde in Anerkennung der Verdienste, welche er sich durch di« Einführung dt« Wetterfchießen« erworben har, vom König von Italien da« Ritterkreuz des italienischen Kronenordens verliehen. ßamillo Aürst Starßemöerg, den man am letzten Montag in Wien zu Grabe getragen, war ein geborener Cillier. Unter den vom Zahne der Zeit zernagten, dem Untergange geweihten Grab-steinen am Friedhof St. Maximilian befindet sich noch der Grabstein feiner Mutter, einer geborenen Cillierin. Es wird vielleicht interessieren, dessen kaum mehr entzifferbare poetische Inschrift kennen zu lernen. Sie lautet: „Seiner geliebten Gemahlin Balbina, ge-borenen Steinmetz, verehelicht am v. September 1834, entschlummert zu Cilly am 17. August 1335 im 21.Jahre ihre» Alter«, derMutter seine« lieben Sohne« Camillo, geweiht von Camillo Rüdiger Grasen von Starhemberg, k. k. Oberlieutenvnt in drr Armee. ♦ * * Der Gattin weiht d«r Gatte dies« Zeilen: Schön war sein Traum vom Glück, doch schnell verweht l Einst wird ein Kind hier seine Schmerzen theilen. Da» jetzt de» Vater« Gram noch nicht verstiht. Die Arme gab d«r Welt ein junge« Leben Und büßt ihr junge« Leben drüber ein. Für die Einheimischen, denen der kurze Sommer — er dauert im besten Fall« vier Monate oder etwa« darüber — strenge Arbeit bringt, ist der lange Winter eine froh« Erholungszrit. Man be-sucht sich gegenseitig, um am warmen Ofen trau-liche Plauderabende zu halten, in den Schänken wird lebhaft politisirt, die Theatergefellschaften, welche auch in kleineren Orten selten fehlen, ver-anstalien Vorstellungen. Dazwischen fällt ein fröh-liche» Wurstessen oder ein mit Schlitten unter-nommener Besuch im Nachbardorf, ein Tanzver-gnügen oder ein sonstige» gemeinsame« Fest. Der Winter zwingt die Menschen zur Geselligkeit und lässt sie, die in verhältnismäßig kleiner Gemein-schast auf einander angewiesen sind, sich ihre» Leben» freuen. Da» Elend, welches die harte Jahreszeit über die arme proletarische Bevölkerung der Städte bringt, kennt der Gebirgler nicht. Die Zeiten, wo die Hochthäler der Alpen für viele Monate ganz abgeschlossen vom Weltverkehr blieben, sind jetzt vorüber; in der Schweiz besitzt wohl jede» Dörfchen schon eine Postanstalt. und der Telegraph befördert die wichtigsten Nachrichten in die abgelegensten Gegenden. Trotzdem blieb un» immerhin ein gut Theil Romantik zurück, un» der alpine Winter hat von feinen Schrecknissen für den ihm schutzlos auKge-setzten Menschen nichts verloren. 4 Warum so früh? Wer kann den Schleier hebe»? »D Gott gab den Schmerz, Gott mag der Tröster sein l j G« flöte flüsternd au« dem Rofenbeete, Gleich ihrem Laut, zum Träumenden empor: Je flüchtiger mein Frühling hier verwehte, Ein desto schönerer steht mir dort bevor! Abg. Z>overnig verlobt. Abg. Dobernig hat sich dieser Tage in Graz mit Fräulein Hermint Michl verlobt. Er wurde deshalb in der Sitzung der Deutschen VolkSpartei auf da» herzlichste beglück ivuscht. Killier KemeiuderatH. Am Freitag d-n 9. d. M. um 5 Uhr nachmittag« findet eine ordentliche öffentliche Gemeindeau«schusS- Sitzung statt, mit der Tagesordnung: Nach Mittheilung der Einlaufe: Bericht der RechtSsection über eine Statthalter«» Entscheidung in Angelegenheit de» HeimatSrechte» betreffend Martin Koschetz. Bericht der Bauseclion über eine Eingabe de» Eillier Thierschutz-Vereine» wegen Errichtung einer Anstalt für Nutz- und Zier-Geflügel. Berichte der Finanzs.ction über: I. einen Amt»vorirag wegen Aufnahme eine» Dar-lehen« zur Bezahlung der Herstellungskosten für den Stadtplan; 2. eine Eingab« de» Aloi» Hribar um Bewilligung einer Remuneration für die Ein-Hebung der Gemeindeauflage auf Bier- und Spiri-tuofen und 3. über die Montur-Pauschale Ab-rechnung der städtischen Sicherheit»wache sür da» Jahr 1899. Bericht der Sektion für Markiern« gelegenheiien über eine Zuschrift betreffend der Er-richtung von zwei neuen Jahr- und Viehmärklen in der Gemeinde Pletrowitsch. Bericht de» Friedhos»« Comitv über eine Beschwerde der Tischlermeister gegen Joses Wraischko in Angelegenheit de» Särge-Bezüge» für die LeichenbestattungS-Unternehmung und Bericht de» Theater-Comit6 über eine Eingabe de» Theater-Director« Augustin Knirsch um Er-höhung der Subvention. Der öffentlichen folgt eine vertrauliche Sitzung. Auf, »ach Yokohama! Da» deutsche Familien-fest, welche» der Casinoverein am nächsten SamSiag in den Casinoräumlichkeilen veranstaltet, ist de» lebhaftesten und allgemeinsten Jnteresse« würdig, daS ihm entgegengebracht wird. Da» Bild eine» japanischen Abend» biet« vor Allem eine uner-fchöpfllche Menge von Anhaltepunkten für eigenartige und vielfältige Unterhaltung — anderseits müssen an einem solchen Abende naturgemäß sociale SchtidungSmomente fehlen, welche von irriger Aus-sassung im Casino — gesucht werden. Wir machen unsere Leser aber ganz besonder» aufmerksam, das» der einzige Zweck de» Familienfeste» .Eine Nacht in Jokohama" nur in der Unterhaltung liegt und das» e» dem Festauschusse ferne liegt, aus dem Feste einen geschäftlichen Standpunkt hervorzukehren. Wenn eine Eintritt»gebür eingehoben wird, so ist die» lediglich dadurch geboten, das» die Einzeln-darbieiungen in ihrer übergroßen Zahl und pracht-vollen Ausstattung eben ganz besondere Koste« verursachen. Die Säle, durch Nebenräumlichkeiten zu einem reichgegliederten Gebiet erweitert, werden dem Besucher da« traumdurchduftete Bild zeigen, Aurenstege: Lasst wehen Siegesfahnen, den Bauern winkt der Sieg! Sie führen wie die Ahnen mit zäher Kraft den Krieg, Den Krieg, der aufgezwungen vom Erbfeind ihnen ward, Und wiederum miftlungen ist dessen HeereSfahrt. Der meergewalt'ge Riese, der wieder sann auf Raub, Weil er gewähnt, er bliese den Gegner in den Stanb, Wie theuer mnsS er zahlen sür seine Gier nach Gold! Jetzt gilt kein eitle« Prahlen, jetzt gibt e« Bauernsold. Am trüben Modderflusse und am Tugelastrom Empfing mit heißem Gruße den Bull der kühne Ohm, Da stürzten viele Streiter, die England au»gefandt, Da stürzten Rost' und Retter verröchelnd in den Sand. Bor Ladysmith auch stritten die Bauern manchen Strauß; Dem eingekreisten Briten bewarfen sie da« Hau» Mit Kugeln, riesengroßen, da floh er auf da« Feld: Der Bulle kann nicht stoßen, vom Jäger ring« gestellt. Und Mafeking bedrängen die Burenharste schwer. O das« sie dort errängen auch SiegeSruhm und Ehr' I In Kimberley bangt RhodeS, der blutbefleckte Wicht; Er ist ein Mann de» Tode«, wenn Rache siegreich ficht. Lasst wehen Siegesfahnen, den Bauern winkt deer Sieg! Sie führen wie die Ahnen mit zäher Kraft den Krieg; Frei kann die Freiheit schreiten in stolzem Ehrenkleid: Wo solche Helden streiten, da ist ihr Hau« gefeit. Ha»« Hart»>. Wacht" da» den Fremden im fernen Osten an de» Geländen de» Fusiyama so entzück». Ein original-japanische» Theehau» wird in diesem Bilde einen ganz besonder» hervorstechenden Platz einnehmen. Den Glanzpunkt de» Abend» werden wir in dem japanischen Orpheum zu suchen haben, wo die Kunst von 52 erlesenen Künstlern de» ganzen Erdballs sich ein anmuthvolle» Stelldichein geben wird. Da» Bild wird ein reichbelebtes fein; zwischen den gastfreundlichen Buden wird der japanische Postbote herumhufchen und die Tanzmuse Japan» wird ihre frohen Jünger und Jünperinnen bei den heitersten Weifen vereinen. Der Eintritt ist nur mit auf Namen lautenden Einladungskarten gestattet; Einladung»werber wollen sich an Herrn Dr. Edwin A m b r o f i t f ch (Kanzlei Dr. Schurbi) wenden. Aaschiugsschau. (L e t e r a n e n k r ä n z ch e n.) Samstag, den 3. d. M. fand wie alljährlich das vom Arthur Graf MenSdorff - Pouilly - Militär-Veteranenverein Cilli und Umgebung veranstaltete Veteranenkränzchen statt. Nach Eröffnung durch die VolkShymne und den Marsch „O! Du mein Oesterreich!" entwickelie sich in den Casinosälen bald ein srohbewegie» Lebe». Unter den Ballgästen waren zu bemerken sämmtliche Officiere der Gar-nlson, Herrn General von Zamboni, die Herren Bürgermeister S t i g e r mit einigen Gemeinderäihen, BezirkShaupimann - Stellvertreter Herr Bezirk»-Obercommissär von Kriehuber, Herr Grasen Attem «, Herr kaiserlicher Rath Traun, viele Bürger Eillt'» mit ihren Frauen und Töchtern, serner korporativ die Freiwillige Feuerwehr mit ihrem Hauptmann Herrn Eichberger an der Spitze. VereinSobmann-Stellvertreter Herr Stadt-ökonom Der ganz, welcher der Arrangeur de» Kränzchens war und auch die Seele desselben zu nennen ist, eröffnete den Tanz mit Frau Eich-berger, daran schloss sich der bunte Reigen all' der blühenden Frauen und Mädchen. Die in diesen Tagen besonder» angestrengte wackere Kapelle de» Eillier Musikvereine» harrte mit anerkennenswerter Tapferkeit bi» in die Morgenstunden au« und fo konnten wir in den Straßen morgens noch Be« fncher de» Veteranen-Kränzchen» bemerken, deren Wege sich mit Kirchgängern kreuzten. Wir können mit bestem Wissen und Gewissen behaupten, das» diese Veranstaltung eine äußerst gelungene gewesen und ihr Verlauf ein glänzender war. — Kränzchen deutscher HilsSbeamten Eilli». Tag« zuvor führte un» unsere Pflicht al» Fasching«-berichterstatter in die festlich decorierten Räume de« Gasthose» „zur Krone", woselbst da« 2. Kränzchen deutscher HilfSbeamten veranstaltet ward. Ein Theil der Kapelle de« Eillier Musikvereine» spielte hier ihre unwiderstehlichen Tanzweisen und wir sahen hier junge Männer da« Tanzbein schwingen, welche wir schon beim Radfahrerkränzchen bemerkten und denen wir wieder am Veteranenkränzchen begegneten, ein Beweis, das« sie da wie dort ihre Unterhaltung suchten und fanden. Uneingeschränkte« Lob gebührt unserer ausgezeichneten städtischen MusikoereinS-kapelle. welche ,S zuwege brachte, vier Nächte hinter, einander Tanzmusik zu spielen, ohne das» man an ihren Mitgliedern Ermüdung oder Erschöpfung be-merkt hätte. Eine deutsche Schute fit Kriedau. Die Stadigemeindevertretung von Friedau war bereit» im Jahre 1894 beim steiermärkifchen Lande»-schulralhe um die Au»schulung au« dem gemein-famen Schulsprengel, welcher nebst der Stadt-gemeinde auch die flovenischen Gemeinden Hardegg, Puschendorf und Littenberg umsas«t, und um die Bewilligung zur Errichtung einer zweiclassigen rein deutschen Schule für die Stadt Friedau einae-schritten, da in der bestehenden öffentlichen Volk«-schule, trotzdem dieselbe von mehr al« 80 deutschen Kindern besucht wird und die Gemeinde Friedau über 59 Peicent Schulumlagen getragen hat, der Unterricht in den ersten drei Classen rein flovenifch und in der vierten Classe utraqaistisch ist. Diesem Begehren wurde vom La»de»schulrathe nach ein-gehend gepflogenen amtlichen Erhebungen stattge-geben. Ueber Recur« der flovenischen Gemeinden und einzelner Bewohner von Friedau erkannte da« Unterrichtsministerium, dass dem Begehren um Errichtung einer zweiclassigen Schule stattgegeben werde, jedoch dergestalt, dass die Stadigemeinde Friedau in dem bisherigen Schulsprengel verbleibe und hinsichtlich der neu zu errichtenden zweiclassigen deutsche» Schule einen eigenen Schalsprengel zu bilden habe, wa« zur Folge gehabt hätte, das« die Gemeinde nicht nur für ihre zweiclassige deutsche Schule, sondern auch quotenmäßig für jene de« gemeinsamen Schulsprengels hätte aufkommen müssen. Gegen dieses Erkenntnis de« Ministeriums ergriffen beide Theile die Beschwerde an den Verwaltung«- 1900 gerichtShof. Derselbe hat mit Entscheidung vom 24. Juni 1893 dieser Beschwerde insoweit stattgegeben, dass er die Schaffang eines eigenen Stadtschul-fprengelS Friedau und die gleichzeitige Belassnng derselben in dem alten Schulsprengel als unzulässig erklärte, weil nach dem ReichSvolkSschnlgejetz und dem steiermärkifchen LandeSschulgefetz ein und da«-selbe Gemeindegebiet nicht zwei verschiedenen Schul-fprengeln und Schulgemeinden zugewiesen werde» könne. Auf den anderen Beschwerdepunkt einzugeheu hatte der VerwallungSgerichtShof damal» keine Ursache, weil nach dieser Entscheidung die Admini-straiiobehörden vorrest die weiteren Verfügungen zu treffen halten, Da« Unterrichtsministerium hat hierauf die vollständige Sprengeltheilung. nämlich die Au»-schulung der Stadtgemeinde Friedau aus dem bis-herigen gemeinsamen Schulsprengel und die Er» richtung einer zweiclassigen, reindeutschen Schule dort bewilligt. Bei der Verhandlung vor dem Ver-waltunz«gericht«hose am letzten SamStag bestritt der Vertreter der beschwerdeführenden Gemeinden, das» die erforderliche Anzahl Schulkinder für eine Na-tionalitäienschule vorhanden sei und bat schließlich, der Beschwerae stattzugeben. De? Vetreter de» Unterrichtsministerium«. Dr. Braitenderg, machte geltend, das« e« sich hier um eine Zweckmäßigkeit»-schule handle und bat um Abweisung der Beschwerde, damit der langwierige Kampf ein Ende finde und die Stadt Friedau die angestrebte Schule erlange. Der Vertreter der Stadtgemeinde Friedau, Abg. Dr. Wolffhardt, schilderte die Verhältnisse in Unter-steiermark. Früher bestanden untraquistifche Schulen; al« aber der Nationaliiätenstreit aus brach, war e» mit dem Frieden zu Ende. Das« der Kampf im OrtSfchulrathe unter solchen Verhältnissen perma-nent war, ist klar. Nur Friedau habe deutsche Schulkinder, während die ganze Umgebung keine deutschen Kinder hat. In Friedau habe man e« mit einer Gemeinde zu thun, deren Bürgerschaft mit wenigen Ausnahmen rein deutsch ist und wo Verhältnisse herrschen, welche wirklich unerträglich sind. Er bezog sich weiter aus die juristischen Au«-sührungen deS Vertreter» des Unterrichtsministerium» und bat um die Abweisung der Beschwerde. Nach anderthalbstündiger Berathung wurde folgende Ent» fcheidung verkündet: Die Beschwerde wird «heil» als unzulässig, theils al« unbegründet abgewiesen. In der Begründung wird ausgeführt, dass e« sich thatsächlich um eine Zweckmäßigkeit chule handelt, bezüglich deren Errichtung ein gesetzliches Hinder-ni« vorliegt, wenn die Zustimmung aller Concur-renzfacioren vorhanden ist und feiten« der Unter-richtSverwaltung, welche nach freiem Ermessen diese Frag« zu entscheiden berechtigt ist. die Errichtung genehmigt wird. AuS den Ausführungen de« Ver-treters de« Unterrichtsministerium« fei zur Evidenz hervorgegangen, das« eS sich nur um die zweckmäßig» Durchführung von Maßregeln für die Verwaltung de« deutschen Schulunterrichte« handelt Das« in dem Sprengel der neuen Schule auch Kinder slo-venischer Nationalität wohnen, sei für die Beur» »Heilung nicht von Belang. Aus Irauz wird un« geschrieben: E« ist noch gar nicht lange her, al« sich der, ausschließlich von der Geistlichkeit gemachte „Slovenski GoSpodar* mit den Bezirk»-, Gemeinde- und Schul-Angelegen» heilen von Franz befasste und die Wahl einiger, deutschfreundlicher Slovenen in die Gemeinde» Vertretung sehr abfällig kritisierte. So viel wir wissen, ist der Eorrespondent der hiesigen Gegen» ein Geistlicher, aber auch dessen Subcorrespondem, welcher die eigenthümliche Fähigkeit besitzt, die Daten für solche Lügenartikel zu liefern, wäre auch schon längst Pfarrer, hätte er nicht am halbe» Wege feinen Beruf ändern müssen. Diese liebe» Prediger der Nächstenliebe mit ihren Anhänger» schämen sich gar nicht die gemeinsten Lügen in die Welt zu posaunen, aber ihren eigenen Schmutz vermögen sie schon längst nicht mehr zu verberge». Man hätte unendlich viel Stoff, um sich mit diese», die Religion predigenden, aber nur die religiöse Zweifelsucht nährenden Herren zu befasse». Sie würden im eigenen Jnteresse besser thun, we»» sie vor Allen die Kirche und deren Bereich fchö» sauber gekehrt halten würden; es wird ihnen gewiss keine Zeit dazu übrig bleiben, vor der Thüre der Gemeinde oder Schule kehren zu wollen oder vielmehr, wie sie e» zu thun pflegen, dieselben «rt Koth zu beweisen. E» wäre sehr lehrreich, wen» wir in der nächsten Zeit im „GoSpodar* oder einer „gleichwertigen" Zeitung auch über den Auf-enthalt und die Thätigkeit de» feit Kurzem « Franz etablierten Harem-Pafcha etwas lesen würde». Nervköduug. Unsere Leser kennen vom Höre»» sagen gewiss die famose „eucharistifche" Zeitschnst „Der Pelikan", die, nachdem sie beim Leo Tchl 1900 Wach»- 5 und M>j« Diana Vaughun-Schwindel so jämmerlich eingegangen ist, au« reiner Scham ihren geistreiche» Namen abgelegt hat und jetzt unter der Bezeichnung .Emmanuel" ihren Abnehmern und den Mitgliedern de» hiesigen .katholischen Frautnvereine«" de» raffiaiertesttN Blödsinn vorsetzt. Außer Erzäh-lungen über Wunder au« alten Zeiten macht der .Emmanuel" Rtclame sür die Stundenuhr der Barmherzigkeit. In diese Stundenuhr kann man alle möglichen Angelegenheiten einschreiben lassen, die dann von der heiligen Barmherzigkeit im Sinne de» Einschreibers erledig« werden. Am wirksamsten ist diese Stundenuhr bei Irrgläubigen, die sich in kürzester Zeit ohne äußeren Einfluss zur allein-seligmachenden Kirche bekehren. Selbst da« Gebet von Geistlichen, die Opferung heiliger Messen sind nrcht so erfolgreich al» die Stundenuhr der Barm» Herzigkeit. Ueber daS Nähere dieser geistreichen Ein-richtung sind wir leider nicht unterrichtet, wir merden un» aber bemühen, un» so recht herzlich in den Sinn deS „Emmanuel" einzuleben und unseren Lesern unter Bermeidung beschlagnahmesähiger Aeußerungen, wa« un« nicht geringe Mühe kosten wird, allmonatlich kleine Stilpröbchen und Betrachtungen über diese« Ocgan der Eizbruderschast der ewigen und nächtlichen Änderung vorzulegen. Todesfall. Heute Mittwoch Bormittag ist trau Amalie L a r i s ch, die Witwe de« ehemaligen üfserer Brauereibesitzer«, im Alter von 51 Jahren gestorben. Aeueflce «Hoher. Wie schon gemeldet, hat unser Komiker polzer, der un» mit seinem hin-reißenden Humor schon so viele frohe Stunden b» reim Hai, al« Beneficevorstellung die übermüthige Posse »Robert und Bertram" au«erkoren, welche heute Donnerstag abends in Scene geht. Wir wünschen dem tüchtigen Schauspieler ein recht volle« Hau«. 3>rr herein für Fhierschutz und Khierzncht ersucht un» um Ausnahme solgenver Mitiheilunge»: Wir erachten e« sür überflüssig, aus die Noth-»indigkeit neuer großer Thieischutz-Vereinigungen hinzuweisen, da deren sittenbildende Wirkung mehr und mehr anerkannt wird. Dagegen sei bemerkt, das» wir i« Gegensatze zu vielen anderen bestehenden Thierschutz-Vereinen nicht da« Hauptgewicht auf Anzeigen von Thierquälereien richten, sondern danach streben, Roheiten auch durch gütliche« Zureden zu verhindern. Ebenso suchen wir im Äegrnsatz« zu ähnlichen Vereinen, welche in den Thierbesitzern und Thierzüchtern ihre Gegner erblicken und sie osimal« wirklich al« Kamps.Objecte zu bettachttn scheinen, gerade mit Thierzüchtern und Thierbesitzera Fühlung. Wir sind eben der Ansicht, das», wenn der Thierschutz ein ethisches Gemeingut werden soll, vor ollem doch diejenigen dasür gewonnen werden müssen, die mit Thieren zu thun dabin. Diesen ist klarzulegen, das« eine rationelle Pflege der Thiere im gesunden und kranken Zustande ihnen selbst zum Von heile gereicht, während grausame, thörichte und salsche Behandlung den Wert der Thiere herabsetzt. Wer Thiere mit Verständnis pflegt, der lernt sie lieben und sich ihrer erfreuen, deshalb «nterstützen wir auch die Kanarienzucht, die Bienen-und Hundezucht, die Ziegenzucht, die Taubenzucht, die Rüssehühnerzuchi, überhaupt die Zucht jede« Hau»«hiere«. Dass wir hiebei die richtigen Ansichten versechten, beweis« der Umstand, das« unsere Ideen überall freudig begrüßt werden und sich un« schon tausend« al« Mitglieder anschlössen. Dabei sind die Vortheile, die unsern Mitgliedern erwachs«», wenn sie sich unserem Ver«in« anschließen, größer al» diejenigen, welche ihnen andere derartige Vereine gewähren. Bei einem Jahresbeiträge von nur 2—3 K erhalten sie alljährlich: I. franco und direci da» umsangreiche, gut illustrierte, monatlich «rscheinende VereinS-Organ .Otsterreichischer Thier' und Bogelsreund in Wort und Bild"; 2. Sie können ix demselben in der Rubrik „Kleiner Anzeiger" jederzeit kosttnlo» inserieren; 3. die VereinSvorstehung vmmitelt Kauf, Verkauf und Abgabe von Hau»-thieren kostenlos; 4. erfolgt Ukb«rs«ndung «iner al« Ltßilimation dienenden Mitgliedskarte, welche zu behördlichen Anzeigen ermächiiat. Monatsbericht der HbstverwertungsStelle Hraz. Obgleich die Bewegung in Obst allmählich ihrem Abschlüsse entgegengeht, war die Nachfrage im Monate Jänner, die hauptsächlich au« Wien, Tirol, Kärnten. Bai«rn und Sachsen eingelaufen ist, größer al« daS Angebot; erstere betrug 911, tetziereS dagegen nur 429 Met«rc«ntner. An Obst-wein wurden 229 Hektoliter angeboten, die Nach-frage beträgt nur 2V Hektoliler. Auffallend groß ist der Unterschied zwischen Angebot (31 Hektoliler) und Nachfrage (50 Liier) in Traubenwein. Gleich-zeitig sei bemerkt, das« vom Vorjahre her noch große Mengen Obst» und Traubeuwein verkäuflich sind. Nach einer kleinen Ruhepause beginnt wieder, wenn auch im abgelaufenen Monate noch im bescheidenen Maß«, die Bewegung in Saatgut. Es würd«» 10 6 Meterceniner Hafer zu kaufen gesucht. Ferner besteht Nachfrage nach 200 Kilogramm großen, weißen Saatkariofseln, 200 Kilogramm schwarzem, schweren Samenhaf«r und 40 Kilogramm schönem, gelben SamenmaiS von dünnen, langen Kolben. In Be;ug auf die Saatoermitilung macht sich der Uebelstand bemerkbar, dass die Angebot« zumeist unb«>nus:«rt sind. Da aber ni«ma»d „die Katze im Sacke" kiufen will, machen wir im Interesse der Verkäufer darauf aufmerksam, dass durch die Bemusterung der Angebot« die VerkausS-Vermittlung wesentlich erleichtert wird. Leop. Pollack. Secretär. Meteorologische ZZeobachtuugeu im Monate Jänner 1900: Zahl der Tage mit Riederschlag 16 darunter 8 mit Schnee. Menge des Niederschlages 94 5 mm gegen 68 4 mm im Borjahre. Größie Niederschlagsmenge 18 3 mm am 28. Neuschnee 65 em; größie Schneehöhe 30 cm. Mittel der Temperatur -s- 2-l°C. gegen -f- 3-2° C. im Borjahre. Die Temperaiurgrenzen waren 13 0°C. am 1. und — 12 8» C. am 16. Section Ärain des £). u. S. Ilpen-Vereines. Zur allgemeinen Laxe. Da« Jahr 1899 war für die Scciio» Krain durch ruhige Fortentwicklung gekennzeichnet. Nach außrnhin blieb da» Verhältnis gegen-über befreundeten Vereinen, insbesondere gegenüber den Nachbarsrciiontn, ein herzliches. DaS innere Lebe» erhielt einen Aufschwung durch die Haltung eine« VereinS-zimmcr», welche «S ermöglichte, die zerstreute Hab« der Section zu sammeln und dem Ausschusse sowohl wi« den VereinSmitgliedern leicht benutzbar zu machen. — Da« Verkinszimmer im Hause EongrefSplatz Nr. 8 erhielt eine hübsche Einrichtung au» Zirbenholz; t» steht den Mitgliedern zur freien Benützung al» Lesezimmer zur Verfügung und ermöglicht ein bequeme» Entleihen au» der VereinSbücherei (durch Vermittlung eine» Aus-fchufsmitgliedeS gegen Haftschein). Der Mitglieder st and erhielt sich auf der vorjährigen Zahl von 240. Neu eingetreten sind 19, ausgetreten 15, gestorben 4 Mitglieder. Der AuSfchufS bestand auö den Herren Dr. Rudolf Roschnik, Obmann; Prof. Josef Vesel, Obmann-Stellverlreter; Prof. Florian Hintner, erster Schriftführer; Otto Fischen zweiter Schriftführer und Bücherwart; Rudolf Kirbifch, erster Säckelwart; Anton Jeeminek, zweiter Säckelwart und Vorstand der alpinen Rettungsstation; Prof. Blbin Velar, Hüttenwart und VortragSreferent. Der AuSschus« hielt regelmäßige Monatsfitzungeu, außerdem Sitzungen nach Bedarf. Der-selbe war außer der im Folgenden erwähnten Thätigkeit bestrebt, nach Möglichkeit für die Hebung des Fremden-verkehre« zu wirken, insbesondere durch Veröffentlichungen (.Mittheilungen"), Auskünfte an Reifeschriftstellcr, Aus-stellung von Bildern auS dem SectionSgebiete, Schu'z-hülteoai.sichtskart«n u. dgl. Dem gleichen Zwecke diente die Ueberlafsung deS SectionSalbuinS zu einem in der Section Wels gehaltenen Vortrage, die Beistellung der Hüittnplänc und sonstiger Angaben für ei« von Hosrath Kürschner in Eisenach geplantes Hüttenbuch und endlich eine Anregung beim k. k. Eisenbahnministerium wegen Besserung der VcrkehrSverhSltnissr und Einführung von Eilzügen auf der Oberkrainer Linie. Allgemein alpin« Angelegenheiten unterstützte der AuSschusS durch Bethei> ligung an der Antragstellung der Section Austria, be-treffend volkskundliche Bestrebungen in den deutschen Ostalpenlendern. tan» der Section Pforzheim, betreffend die Einführung des Tauschverkehr«« für Glasbilder, entlich durch Förderung der Pflege deS echten Volksliedes in den Alpen. V o r t r ä g e wurden nachstehende abgehalten : Leop. Pettauer: Wa» verdanken die Geographie und die Naturwissenschaften d«S Thätigkeit des D. und ö. AlpenverUne« ? am 18. April 1899. Dr. Emil Bock: Wandertag« in Sicilicn II. Glr-genti und Palermo, am 16. November 1899. Bilder au» den Julischen Alpen mit begleitendem Text, am 16. December 1899. Die Vorführung großer Schattenbilder bei den letzten zwei Borträgen bedeutet eine große Neuerung in der Art der Vorträge, welche dadurch ermöglicht wurde, dass die krainische Sparcasse die Mittel zur An-fchaffung eines neuen, allen Anforderungen entsprechenden PcojectionSapparates zur Verfügung gestellt hat. Dr« Section Krain ist der im Schoße de? Alpenvereine» er-richteten, durch die Firma Beyer und Sohn in Leipzig besorgten Bildersammelstelle beigetreten und hat als ersten Beitrag Bilder au» dein Triglavgebiete geliefert. Eine gedeihliche Fortentwicklung der Schattenbildervor-träge und die Sorge für gediegene Beiträge von Gla«» bildern au» den krainifchen Alpen für die Centralstelle wird den AuSschus» in der nächsten Zeit zu beschäftige haben. Die Frage der EinHebung eine» Eintrittsgeld«« für solche Borträge wird lediglich von dem Standpunkte zu regeln sein, das» dem Vereine hieraus keine Ueber-schüfse zufließen, anderseits aber das bisherige jährliche Gesammierforderni« für Vorträge nicht erhöht werden soll. DerPflegedeSVereinSzwecke» dienten auch mehrere Ausflüge, >o zu Pfingsten ein Ausflug auf den Slavnik bei Trieft und in die Grotten von Sanct Cantian, am 29. Juni eine Fahrt über den Zirknitzer See (beides Veranstaltungen der Schwesterfection Küsten« land), am 17. Juni die Eröffnung der Sommerwirtfchaft auf der ZoiShülte, am 23. Juli «in« Höhenwanderung vom MittagSkogel zur Golica. Einer großen Betheiligung und eine» ausgezeichneten Verlaufes erfreuten sich in»-besondere der letzterwähnte Ausflug und die Psingstfahrt nach Et. Cantian. Die VereinSbücherei hat neuerlich eine kleine Bereicherung erfahren; der Zuwachs wird bi» zur Drucklegung cineS neuen Verzeichnisses durch Anschlag am Bücherkasten ersichtlich gemacht. Eine alpine Rettungsstation für Krain wurde dadurch geschaffen, dass die Section der alpinen RettungSgefellfchast in Innsbruck als Mitglied beigetreten ist und die Besorgung des alpinen RettungS-diensteS für das Vereinsgebiet übernommen hat. Die Leitung der Station wurde den» AuSfchufsmitglied« Anton Iecminek überiragen. Die Rettungsstation hat acht bei-tragende Mitglieder (zur persönlichen Mitwirkung an RettungS- und Bergungsarbeiten verpflichtet) sind in Laibach: Albin Belar, Dr. Emil Bock, Otto v. Detela, Otto Fischer. Florian Hintner, Anton Jecminek, Doctor Rudolf Roschnik, Josef StranSky, Josef Vesel; in Krain-bürg: Eduard Dolenz; iu Moistrana: Eduard Schertz nnd Philipp Winzig. Vertrauensmänner, welchen das erste Eingreife» und der Nachrichtendienst obliegt, sind: in VeldeS: Bergführer Valentin Plemel; in Moistrana: Gregor Rabiä; in Kronan: Bergführer Johann Rogar; in Mitterdorf in der Wochein: Bergführer Lorenz Skantar; in Kanker: Gastwirt Johann Pov^ner; beim Uröicchof: Bergführer Lorenz Potoönik. Alle Zuschriften für die Rettungsstation sind an die Scction Krain (Telegrammadresse: Alpenverein»-section Krain, Laibach) zu richten. Für die erste Mittheilung eine» alpin-touristische» Unfalles oder der Vermissung eine» Touristen im Ge-birge zahlt die alpine RettungSgefellfchaft eine Beloh-nung von 5 bi» zu 10 X; auch werden die erwach-senden Kosten vergütet. — Diese Angaben wurden in Ob«rkrain durch Anschlag bekanntgemacht. — Der AuSschusS hat die für die Station nothwendige Au«rüstung in sehr zweckmäßiger Ausstattung nach den Angaben des activen Mitgliedes Primarazt Dr. Emil Bock an-geschafft und im V-reiiisziminer untergebracht. Die Kosten wurden theilweise durch ein« Spende de» Mit-gliedes Otto Has«ncl«vtr in BudweiS gedeckt. Anläßlich de» UnglückSfalleS Johanna Stein in den Julischen Alpen hatte die alpine Rettungsstation Gelegenheit ein» zugreifen, worüber in den .Mittheilungen* berichtet wurde. Führerwesen und Hüttenschlüffel. Die Führerbüchel wurden auch Heuer mit JahreSschlufS vom AuSjchusfe eingesehen. Die Anzahl der Führer hat sich durch den Tod des Matth. Vojvoda und Thoma« Ursiä von 22 aus 20 vermindert. Lorenz Potocnik hat feinen Wohnsitz von Oberstreine zum Ursichof (Post Stein in Krain) verlegt. Dem Führer Skantar in der Wochein wurde für die Anzeige mehrerer Wegtafel« beschädig« eine Belohnung zuerkannt. Dem Führer Michael Ursie in Kregarjevo (Stein) wurde vom Central-auSschuffe das Führelzeichen des D. u. ö. AlpenaereineS und der Anspruch aus Führeroerforgung entzogen, weil er ohne Bewilligung da« Führerzeichen eines anderen Vereines angenommen und einen der Section Krain hergestellien Weg mit den Farben eines fremden Vereine« markiert hat. Am 28. Juni 1899 fand in Moistrana ein Führerabend statt, bei welchem die Grundzüge der neuen Führerversorgung, das alpine Nothsiinal und die Errichtung der Rettungsstation erläutert wurden. Die Führerbücherei in Moistrana bat durch mehrere Spende» fHofrath Kürschner) und SectionSbeiträge eine hübsche Bereicherung erfahren. Die SchlüsselThalstalionen für die Golica- und die ZoiShlltte bestehen fort. Die Bestimmungen hierüber waren dem Jahresberichte 1898 beigedruckt und find im VereinSzimmer angeschlagen. Als Träger für die Golicahütte würd« neben Johann Repe in i»f«ling und Franz Klirrar beim KarlSstollen auch Johann Jeklec aus AsSling bestellt. Wege. In den Julischen Alpen. Der Steig vom vom Kotthale zum Deschmanuhause wurde auf der Strecke vom Thalfchlusse bi» zum Beg nne de» Pekel 6 „Deutsche Wacht 1900 einer gründlichen Herstellung unterzogen, welcher im be--ginnenden Jahre die Umlegung de» iveiteren WegeS zum Deschmarrnbaus« folgen soll. — Kleine Wegverbesserungen wurden beim Savirafall« und in der Poklukaschlucht ausgeführt. Eine gründliche Erneuerung erfuhr die Be-Zeichnung de» Ucbrrgangc» quS der kleinen Pi^enca tnS Planicathal. In den Karawanken wurde unter der Leitung de» Jäger« Gregor Rabiö ein großartiger, neuer Kammweg vom MittagSkogtl bi» zur Baba gebaut und nebst der Fortsetzung bi« zum Ro-casattcl markiert und mit Wegtafeln versehen, wodurch eine neue Verbindung der vkrthahütt« der Schwestersectien Billach mit der Golicahütte entstanden ist. — Ueber die Weganlage wurde in den VereinSmittheilunzen berichtet. — Der Aufstieg durch den Belcagraben zur Berthahütt« sowie jener von Lengenfeld auf die Raba erhielt eine neue Markierung. An den Golicawegen wurden kleine Ber-besserungen ausgeführt. Auf der Strecke vom Ro!ca-fattel zur Golicahütte sollte feiten» der Bergwanderer da» Losmachen von Steinen v:rmieden werden, weil dadurch häufi., da« unterhalb der Wege weidende Vieh gefährdet werden könnte. In den Steiner Alpen wurde durch den Führer Franz Kroirser ein Gratsteig vom Langkofel zur Struca hergestellt, welcher eine großartige Verbindung der Griirtoocspitz« mit der Skuta ermöglicht, jedoch nur ganz geübten Bergsteigern in Begleitung von Führern empfohlen werden kann. Die vom Ausschüsse sür da« nächste Jahr geplante Anlage eine« neuen Steige« von Na podeh zum Rinkathor und weiter über die Turäka gora zum Stetnersatlel, wodurch eine Verbindung der AlpenvereinSweg« auf die Skuta und den Steinersattel, beziehungsweise der ZoiShütt« mit dem Logarthalt, it* fchassen worden wäre, mus» leider unterbleiben, weil von der Steiner Bürgercorporation die erbetene Weg^ baubewilligung (ohne Angabe von Gründen) verweigert wurde. In der Umgebung von Laibach wurde der Weg von Podutik über To§ko öelo nach St. Katharina nach-markiert. Zahlreiche unbrauchbar gewordene Wegtaseln wurden ersetzt; infolge boshafter Beschädigung oder Entfernung wurden fünf gewöhnliche und fünf Zinn-gusstafeln erneuert. In zwei Fällen ist eS den Be-hörden gelungen, die Zerstörer von Wegtaseln zu er-forschen. Infolgedessen wurde Valentin Meneinger auö Savica vom t. k. Bezirksgerichte RadmannSdorf zu L4stündigem Arreste verurthetlt und in einem anderen Falle wurde ein jugendlicher Taselzerstörer dazu ver-halten, die entfernten Tafeln im Planicathale zu er» fetze». Bon sonstigem Unfug, welcher die Wegbau-thätigkeit des vereine« berührt, mögen die s:it meh-reren Jahren üblichen Markierungen, welche keine ent-sprechenden Wegarrlagen bezeichnen, sowie die unbefugten Markierungen bereit« bezeichneter SectionSweg« erwähnt «erden. Im letzten Sommer wurde, um nur ein Beispiel anzuführe», der bereit« bezeichnete Alpenverein«-weg auf die Skuta im oberen Theile mir weiß-dlau-rothen Farben markiert. Der AuSschus« hat sich in dieser Frage von der Ansicht leiten lassen, das» es lediglich nothwendig sei. vom Standpunkte des allein-enlcheidenden alpine» BereinSzwecke« die schädigenden Folgen solcher Thätigkeit für den Verein zu verhüten. Die erwähnten Markierungen erscheinen hienach in-sofern« bedenklich, al« sie sür die Section einen Besitz-Verlust an den mit verein«mitteln geschaffenen Arbeiten bedeuten, die persönlich« Sicherheit der Reisenden ge-fährden oder die weitere Entfaltung der Wegbau-thätigkeit hindtrn könnten. Um die» abzuwenden, wird e« auch künftig nothwendig sein, der Bezeichnung der SeclionSwcg« und der Berichterstattung über die Section.inlagen besonder» Aufmerksamkeit zuzuwenden und von einer Rücksichtnahme auf fremde Farbstriche dort völlig abzusehen, wo eS die Sicherheit des Ver-kehre» oder die weiter« Ausgestaltung vorhandener Sectionsanlagen erheischt. Vermischtes. Aus Kofkreifeu. Die .Grazer Montag«,citung" hat mitgethkilt, das« Erzherzog Franz Ferdinand s«it kurzem mit der Gräfin Choitk. die auf «in«m Schloss« i» Mähren residiert, vermählt sei und das» d«r Erz-Herzog auf di« Thronfolge in seinem Stamm Verzicht geleistet habe. — Auch die Mittheilung, das» dir V«r-mählung der Kronprinzrssin-Witw« Stefanie mit dem Grasen Lonyay gesichert sei und unmittelbar bevorstehe, findet volle Bestätigung. Di« Vermählung erfolgt An-fang März. E« wird nur berichtigt, das» nicht da« gräflich Frie«'sche Schloss in VöSlau, sondern daS Schloss des Baron Doblhcff in TribuSwinkel bei Baden, und zwar nicht vom Kaiser, sondern von der Frau Kronprinzessin selbst angekauft wurde. Kie „papierene" Holowährung. Die neuen Zehnkronen-Banknoten werden einer Meldung de» „Wr. Extrabl." zufolge nicht vor Mai 1901 zur Ausgabe gelangeu. Die 20 und 59 Kronen-Noten und Silber-stück« werden wahrscheinlich erst zu Ende diesea^Jahre« ausgegeben werden. . M Hravschrift für Audolf Zlterguer. Dem be-kannilich in seiner Vaterstadt Leipzig beerdigten Bergner, an dessen Ruhestätte der „Neue Leipziger Thierschutz-Verein" ein Tischchen zur Fütterung der Vögel über den Winter ausgestellt hat, hat P?ter Rosegger, ein Freund de» Verewigten, folgende Grabschrift gewidmet: „Wer treu geliebt die Kreatur, Die Gott in Lieb' erschaffen, Der wird — ein kurzes Weilchen nur — Bewacht von Lieb« schlasen. Wie mus« eS wonnig in die Gruft De» theuren Schläfers dringend, Wenn Vöglein in der HimmelSluft Vom ewigen Leben sinnen!" ?orto der österreichische« und deutschen ßorrefpondeuzkarten. Dies« seit l. Jänn«r trotz htftigen Protestes d«r Kaufmannschaft eingetretene Er-höhung unserer Eorrespondenzkarten zeigt gegenüber der in Deutschland mit l. April einzuführend«» neuen Portosätz« g«walt'g« Differenzen, und zwar: Deutschland Oesterreich OrtSbritf«......5 Pf. 6 H. Postkarten im Ort- und NachbarortSverkrhr« ... 2 Pf. 5 H. Drucksachen im Ort«- und NachbarortSverkrhr« ... 2 Pf. 3 H. Eine Postkarte im Ortsverkehr« wird also in Otsterreich um 150% theurer sein al« in Deutschland; e« kosten ferner in Deutschland di« Postanweisung« Formulare 1 Pfg., bei un« 2 H. Um di«s« bitter« Pill« der, vom $ 14 r«gi«rt«n Völkern zu versüßen, wurde amtlich immer die Ausrede gebracht, das« in Deutschland da« Porto auch 5 Pfg. beträgt. Wa« wird man wohl nach dieser H«rabs«ßuirg dc« Porto» in Deutschland un» wi«d«r vormachen? Vielleicht nimmt sich unsere Post-Verwaltung auch diese deutschen Portosätzc zum Vor-bilde. gittluuweseu. Die preußischen Mittelschul-lehrer suchten unlängst beim preußischen Unterrichts-Ministerium um Umwandlung des OberlehrertitelS in den Profesiortitel an, da ja auch die VolkSschul-lehrer denselben führen. (Schrecklich!) DaS Unter« richiSministenum bedeute aber diesen Herren, sie mögen dem Oberlehrertitel nur recht viel Elre machen, dann brauchten sie sich seiner wcht zu schämen. — Bekanntlich erhalten in Deutschland nur jene Gymnasial» und Reallehrer den Professor« titel, welche wiss.nschastlich oder literarisch hervor-ragend thätig sind. Aufgehobene ZZcschlagnahmnng. Da» im deutschvölkischeri Verlag« „Odin- zu München 19, er-schienen« „Kirchenlicht", eine ErbauungSschrift für die Freunde und Feinde Rom«, war in seinrr ersten Num-mer der Beschlagnahmung verfallen. Auf sofort ein-gelegte Beschwerde, beschloss die I. Strafkammer de« k. Laridgtrichtr» München I die Aufhebung der Beschlag-nahmung, da ein Vorgehen wider die Religion nach § 166 R.-St. G. nicht vorliege. Da« „Kirchenlicht" er-scheint nach Bedarf und kostet jede Nummer 29 Pf. I>er neue Armeerevolver. Ganz in der Still« vollzieht sich in unserer Arme« «in« Neuerung, welch« w«it« Kreise interessi«r«n dürst«. E» gelangt nämlich «in neuer Armeerelvolver zur Einführung, der dem-zufolge auch bei den beiderseirigen Landwehren, den verschiedenen Sicherheit»wachen zur Anwendung gelangen dürft« und der die bestimmte Aussicht genießt, sich eben-so in der Schützenwelt de» Civil« einzubürgern. Die Faustrvaff«, welche unsere Armee bisher führt, ist der Armmeerevolvtr Modell 1870/74 mit 11 Millimeter Kaliber für di« berittene und neun Millimeter Kaliber für die Fußtruppen. Der neue Armeerevolver, welcher die Bezeichnung M 1898 führt, ist achtschüsstg, hat ein Kaliber von 8 Milimtter und wiegt um 450 Gramm weniger al» der bisherige. Gegenüber dem Auslande, in welche»» nur Russland und Bul arien siebenschüsstge, die übrigen Armeen aber achtschüsstge Revolver führen, wrrdtn wir demnach die »neistschüssig« Faustwaffe be-sitze». Nur RusSland und die Schwcitz, die V.62, beziehungsweise 7.5 Millimeter Kaliber bei dem Revolver führen, weisen ein kleinere» Caliber auf al» der neu« Gasser Arm«erevolver, dessen Caliber auch Bulgarien und Frankreich bei ihren Faustwaffen systemisiert haben. Die ballistische Wirkung de» neuen Revolvers ist gesteigert, wa» daraus hervorgeht, das» statt der bi«-herigen Anfangsgeschwindigkeit von 100 Meter eine solch« von 300 Meter besteht. Die Waffe liegt auß«r-dem durch eine mehr senkrecht« Stellung de« Kolben« oder Faustgriffes zur Laufrichtung wie durch ihre wesentlich geringere Dimension bester in der Hand de» Schützen, der auch weniger durch den Rückstoß molestirt wird. Sie prasentirt sich dem äußeren Ansehen nach wie eine Salonwaffe und ist beträchtlich kleiner und leichter, wie di« bisherigen Revolver, Da« lästige .Ver-reißen" beim „Selbstspanncn" d«» Hammer» durch Züngeldruck ist vermied«» und da» Laden und Ent-laden, welche« nur mit einzelnen Patronen, beziehungS« weise mit den Patronenhülsen geschieht, bedeutend er-leichtert. Nach einem allerdings nicht ofstciellen Ver» such« soll da» Laden aller acht Laderäume nur zehr» Secunden, das Abschieße» der acht Schüsse sech» Secunden und daS Ausstößen der Hülsen acht Secunden erfordern, so das» von der ungeladenen Waffe au» in einer Minute rund 24 Schüsse abgegeben werden können. Per Aauvmörder als Vtttergntsvesitzer. Vor dem Grazer Schwurgerichte war am 30. Jänner der Fleischhauer Samuel Grünbaum wegen Verbrechen» de» Betrüge» angeklagt. Eine« TageS im Juni v. I. erschien bei der Gutsbesitzerin Anna Poglay « n ein Herr; „Sigmund Edler v. Edleny, Uhlanenrittmeister i. P., Rittergutsbesitzer' stand auf der Visitkarte. Herr v. Edleny kaufte Frau Poglayen da» ihr gehörige Gut Statzenberg um 150.000 fl. gegen Uebernahme vor» 5000 fl. Hypothekarschulden und Jahresraten ab. An-gäbe war nicht verabredet. Bald darauf bezog der Rrt» terguisbesitzer die Herrschaft. Er schien ein Sonderling, denn er hielt den Einzug in die Besitzung in zerrissenere Schuhen und Kleidern. Bald darauf wurden die Forst-bestände derart auSgeschlagen und da« Holz zu solchen Preisen verkauft, das» Bedenken über Herrn v. Edlenyr auftauchten. Die Naiforfchungen ergaben nun. das» Herr v. Edlenyi der In Ungarn wiederholt zu schwerer» Kerkerstrasen verurtheilte Verbrecher Samuel Grüobaum fei. Grünbaum hat bereit» eine Verurthrilung wegen Morde» zu fünfzehn Jahren hinter sich. Damal« hatte er sein Opfer mit seinen eigenen Kleidern bekleidet und suchte den Todten für sich selbst auszugeben, um so die Polizre auf sein Leben ausbezahlt zu erhalten. Auch jetzt bestritt der Angeklagte, mit dem in Ungarn ver-urtheilten Samuel Grünbaum identisch zu sein, wurde jedoch vom Oberaufseher der Strafanstalt Jllova, w» er die letrte Strafe verbüßt halte, auf da» Bestimm» teste agnoSciert. Grünbaum wurde wegen deS an Frai» Poglapen begangenen Betruges zu acht Jahren schweren Kerkers vernrtheilt. Aohu Kulls Abschied ron Afrika. DaS ist in TranSoaal hässlich eingerichtet, Dass bei den Grenzen gleich die Buren steh'n; Im Hand imdreh'n ist zwar ei» Sieg erdichtet. Jedoch statt vorwärts, muss man rückwärts gehn. In unsern Blättern stand eS schon zu lesen: »Wir rücken nächsten« in Prätoria ein." Behüt dich Gott. «S wär zu schön gewesen, Behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein. Leid, Neid und Hass, auch ich hab' sie empfunden. Vom Modderfluss bi« zum Bafuroland: Drei Heere sind zerstoßen und zerschunden, Vier Schiffe liefen tückisch aus d>n Strand, Der schönste Panzerzug lohnt nicht die Spesen. Da« Maulthier selbst scheint gegen unS zu sein. Behüt dich Gott, e« wär zu schön gewesen, Behüt dich Gott, eS hat nicht sollen sein. Die Kunde eilt durch alle TageSblätter Von unserm Unglück auf dem KampfeSseld. .Zum Abschiednehmen just daS rechte Wetter", Meint schadenfroh und höhnisch alle Welt. '« ist eine derb« Lection gewesen, Zur Unterscheidung zwischen Mein und Dein. Behüt dich Gott, e« wär zu schön gewesen, God save the Queen! ES hat nicht sollen sein. Heiteres vom Kriege. Der Buren-Com-Mandant Trichardt bei Ladysmith foppte die Eng-länder in gelungener Weise. Er holte mit seinen Bürgern in der Nacht da« große BelagerungSgeschih „Lo»g Tom' auS seiner Stellung, auf welche die Engländer gut eingeschossen waren, und brach» dieses schwere Geschütz in eine andere Position. An Stelle „Long Tom'«" legte er einen Baumstamm, der hübsch bemalt war. über die Brustwehr. £* war eine Freude, den Eifer mit anzusehen, welche» die Engländer entwickelten, um den Baumlta«» zu treffen. — Ferner wird gemeldt: Al« die Bur» auf den Kirchhof von Dunde« kamen, verwunderte, sie sich über die vielen frischen Gräber, auf deveil Holzhelme mit der gebräuchlichen Inschrift: Zi»r Erinnerung u. f. w. standen. Die« erregte ihre Neugier: sie gruben nach und fanden keine Leiche», fondern Munition, welche die Engländer vor ihre« Abzug begraben hatten. Englische Blätter schrieb«» inzwischen lange Artikel über grabschändende Bure». Deutsche AMsbank i» Ztöhmeu. Am 21. d. M. vormittags iand in den Kanzleiräumen der Deutschen VolkSdank in Leilmeritz eine Sitzung de« AussichiSrathe« statt. AuS den Berichten deS «rstn Vorsitzenden Herrn Dr. Robert Köcher ist ers»»« licherweise zu entnehmen, dass die VolkSdank in 1900 .Deutsche Wacht" zweiten Jahre ihres Bestandes »inen Umsatz von nahezu 6 Millionen Kronen auszuweisen hat. Von dem Reingewinne wird nebst namhaften Zuweisungen an den Grundstock den Mitgliedern eine 3 a/t>pmcntiß< (gegen 3 v. H. im Vorjahre) Ver« zmfung gewährleistet. Der Geschäftsverkehr steigert ^ch von Monat zu Monat. Die Volksbank hatte auch bereits zu miederholienmalen Gelegenheit, deutschen Besitz zu sichern und zu schützen und den-selben vor Tschechisirung zu bewahren. Die Volks-dank verdient infolge ihrer, dem deutschen Volke ««widmeten Thätigkeit die Unterstützung aller Deutschen und sollte eS niemant versäumen, der-selben alS Mitglied beizutreten. Wir können nur wünschen, dass die VolkSdank seitens aller Kreise der deutschen Bevölkerung reichen Zuwachs an Capitalien erhalten und sich kräftigst weiter auSge-tiaüen möge, zum Heile und Segen des deutschen TolkSthumS! 5er mitte Aruder Aosef. In Münchener Blättern findet sich folgende Anekdote vom milden Bruder Josef: „ES mag hartherzige Eiferer unier den geistlichen Herren geben, aber es sind auch veiche. freundliche Gemüther darunter. ES war in «iner Kapelle deS heiligen Sebastian, wo Bruder Zosef folgende Ansprache hielt: Ja. liebe Mit-christen, mit Pfeilen haben« geschossen auf den heiligen Sebastian. Ueberall hin haben» ihn ge-schössen, in die Beine haben« ihn geschossen und m den Leib haben« ihn auch geschossen, sogar in feine armen Füße haben« ihn geschossen. Und Ihr könnt« Euch denken, wie e« ihm grausam weh gethan hat, den armen heiligen Sebastian! Aber «eint Ihr, er hat gemein», der arme heilige Se-bastian? An Schmarrn! Gelacht hat er! Gelacht Hai er, der liebe Heilige! Wie er aber gelacht hat, haben« von neuem auf ihn geschossen und haben immer mehr geschossen und überall hin haben« ihn geschossen und in seine Nasenlöcher Habens ihn geschossen, und immer grausamer hatS ihm weh gethan, immer grausamer und immer grausamer!" Al« sich nun bei der Schilderung dieser Leiden allenthalben herzzerbrechendeS Schluchzen in der Gemeinde erhob, beschwichtigte der milde Bruder Josef die Traurigen mit einer unnachahmlichen Handbewegung und fügte hinzu: „Na weimS net! Wer weiß, ob'« wohr is!" Z>as Schulgebet. M«>-HIl, gtciitivld welche ton t»:;j«n tu Srtrsdit iommt. — St« 4«t<6lrfl«llb(eltnit( b«T Innenten wir» Turtdiitci fibctiiammtit, unb auf vlinlch wird?» bi« lül jeden Zweck »««tan«!,iea v>tl!«r w gebracht. — (Sin »tittin Sottbeil rrnedift de» Huftiasgtbern von Jtunonttit, In bfitrn »er Manie nicht genannt '«In soll. batarSi, bet bi« ■nnentca-Q^iiebitisa all KuniU)tn«|lca« ffir bi* «in! i von HboaatMtafsprtis vlmtllibrliA 2 Hr«ata 10 Keller «b»« tl«a»«t. Zu beziehen durch die Bidjbindlungen und PoitSmter. 1 Vereins- uchdruckerei Verlag: „Deutsche Wacht" erscheint Sonntags und Donnerstags. UmUrsleiriuhe EiseHbahnsahrordtttiHg I «'« Plakatform erscheint immer Anfangs Mai und October. Jjuchbinderei U „Qeleja in QiUi \Rathhausgasse 5 im HofgebäuiU. Uebernahme aller Druckarbeiten bei billigster Berechnung. 'wvU .Deutscht 1900 Kln nettes Modisten- Lehrmädchen wird vorn 1. Mär* aufgenommen bei Frau Louise Schemeth "4,-,s CILLI, Herrengasse Nr. 27. X3I-u.xra.lx! Biirenleldbeclicr so lange der Vorrath reicht, an jedermann g< gen Einsendung von 20 Hell>T in Marken. Vertreter gesucht. Emil H. Bau (lisch, KBniflinhof a. d. Elbe. 4642 Wohnung mit zwei geräumigen Zimmern, eventuell drei kleineren Zimmern sammt Zugehör wird sofort aufgenommen. Mittheilung an die Verwaltung der .Deutschtn Wacht". 4649—13 Ton 600 fl. aufwärt« discret. — Anfragen sub: „J. 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