Nr. 59. Dienstag, 12. März 1912. 131. Jahrgang Mlmcher Zeitung plH«n«»r«livn«prei». N!< Pulivkilcildnnst: nc,»/>,>i>l.'li<, ov li. Iialviüliris, Il. I» Konlos: sianzjühni, »R, h«lbjähr!g ll^v. ^>>r die ZuslrNu»« ine Hau« yon^ühriy li K, - Inir, x<>: die Ardnklivn MillWi^ftrahs Äli, 5d d,, !« Uv^ ItltPhonNr. l»«r «edaltio» 52. AmMcher Heil. Sein l. und k. Apustolis6)c Majestät haben dem Feldmarschall.Lentnani Blasius Scheu« ua, Ehes des Generalstabes für die gesamte bewaffnete Macht, die Würde eines Geheimen Nates mit Nachsicht der Taxe allera.nadia.st zu verleihen gernht. Den 10. März 1912 wurde in der l. l. Hof- und Staats« drullerei das XVIII.. XIX. und XX. Stuck des Reichsa.csrtz' blatte« in deutscher Ausgabe ausssegeben und versendet. Den 1l. März 1«1 vom 82. Februar 1912. Nr. 1 «Italia, vom Jänner 1912. Nr. b6 «II (^iftrnlllo 6i Veno^ill — Ollxxett» 6i Vynvüi»» vom 26. Februar 1912. Nr. b() «1/Incjjpnnlloute» vom 29. Februar 1912. Nr. 14 «1^» Coä» äol Oi^valo 6i 1'i->v»to. vom 28. Fe» bruar I9l2. Postlarte, auf der Kehrseite enthaltend daS Gedicht, betitelt «I'srsln« 3ea.»o8tr»to ' ^nnuuüio». «r. 9 «2iik«v8k^ od^or» vom 3. März 1912. Nr. 9 «Nnkovmck? kruj» vom 2. März 1912. Nr. 9 «roliripgll? lcr^» vom 2. März 1912.» Nr. 9 .klaätmnlc? kr»j» vom I.März 1912. Nr. 9 'I^ouuük? llr^j, vom 2. März 1912. Druckschrift: «vrubs v^lliiji. V«««16 n, oblibou6 p>8n<.» ?oi-»6^ » v^d^vli. 3«8ot l^v^d. (Ü»!« 52«. «?^i pouä^Iliu.» Mchtamtlicher Geil. Die kretische Frage. Die jüngste Note der Schuhmächte an die kretische Regierung ist bekanntlich auch zur Kenntnis des Athe-ner Kabinetts gebracht worden. Athener Blättermeldun-gen zufolge hat der Minister des Äußern, Gryparis, in Erwiderung dieser Mitleilnng die Ausmcrksamüit der betreffenden Gesandten darauf gelenkt, dah jede für die Wünfchc der Kreter ungünstige Änderung des Sta-luS aus Kreta eine Trübung der inneren Lage Griechen» lands zur Folge haben und die Stellung dcr griechischen Negierung sehr erschweren würde, »vas auch auf die all-gemeine Lage am Balkan eine nngünflige Wirkung aus-üben könnte. Ferner wird berichtet: Das permanente Komitee der aufständischen Versammlung in Canca beschloß, den Vertretern der Schutzmächte ein vom Präsidenten Mi-chelidakis unterzeichnetes Memorandum zu überreichen, in welchem die Lage auf Kreta gefchildcrt, auf die Schwierigkeiten der Aufrechthaltung der Ordnung hin» gewiesen und die Notwendigkeit der Regelung der tre» tischen Angelegenheit betont wird. — Der kürzlich in Chrysopigi bei Canca schwer verwundet aufgcfnndene Mohammedaner ist an seinen Verletzungen gestorben. Die mohammedanischen Notablen Caneas beklagten sich bei den Vertretern der Schntzmächte darüber, daß die Behörden bisher keinen einzigr» Urheber der in letzter Zeit verübten Morde an Mohammedanern eruiert haben. Viele Mohammedaner in der Umgebung Eaneas verlassen aus Furcht ihre Dörfer und Ziehen in die Stadt. Albanien. Über das Zugeständnis, das die lürtische Rl'gie-rung in bezug auf die Verteilung von Waffen an die Albanier gemacht hat, wird aus Salonichi berichtet: Seit Monaten hatten die mohammedanifche» Albanier au die Regierung das Verlangen gestellt, daß ihnen wieder Waffen und Munition ausgeliefert werden, da» mit fie im Bedarfsfälle dic Truppen unterstützen oder fich gegen Angriffe von außen verteidigen können. Diese Forderungen sind bisher unberücksichtigt geblieben. Nun l)at aber die Regierung den in Ipel weilenden Mini. ster des Innern, Hadfchi Adil Vcy, verständigt, der Sultan habe, nm den Arnauten einen neuen Beweis feiner väterlichen Fürsorge zu geben, gestattet, daß in Ipel, Djatova und Prisma eigene Waffendepots er. richtet werden, die 36.lX)0 Gewehre nebst der nötigen Munition aufnehmen werden, welche ausschließlich zur Bewaffnung der mohammedanischen Bevölkerung be. stimmt seien. Die Depots werden in der Nähe der 5la» serncn errichtet und die Behörden weiden sich über die Vcrabfolgung der Waffen und Munition im Bedarfs« falle mit den Ulemas und Notabeln ins Einvernehmen setzen. Diese Enlscheiduug der Regierung hat bei oen Arnanien große Befriedigung, hervorgerufen. Landwirtschaftliche Kammern in Bnlgarien. Die bulgarische Regierung hat, wie man aus Sofia schreibt, dem Sobranje den angelündigten Gesetzenttvnrf vorgelegt, mit welchem für fe zwei administrative Kreise des Landcs je eine Landwirtschaftliche Kammer einge» richtet wird, und zwar in deu Städten Sofia, Stara Zagvra, Varna, kumla, Plevna nnd Vrale Echuß, den er abgab, ging in das Wagendach. Er A^eriieß ein kleines Loch, das man nicht einmal sah. ^r zweite Schuß qiua in die Mauer. Ein großes Stück ^Nel siel ab. Hierauf tat Paul das, um dcssentwillen es sich ver> ^Wte, eine Flinte zu besitzen: er öffnete die Tür des Schuppens. Nur auf offener Straße, im Leben draußen, "Ntt ein guter Schütze seine Gcschicklichkcit zeigen. Gern l, lle er zu dlesen, Zweck den Kirchturmhahn oder tne le'I'ge Jungfrau, die in einer Nisäie des großen Platzes stand, gehabt, aber der Kirchturm 'var weit und der Platz ganz nahe be. der Kirche. 4um Glück zeigte sich att n' K ^'.^ ^"mchens^lhÄcr Er trug einen alten Zylmderhut und kans> Kaninchenfelle. Paul hatte eine glänzende Idee: sich nicht zu zei» gen nnd den Hut von Vater Zidore mit einem Schuß zu durchbohren. Wie würde der Mann schreien, wenn ihm eine Kugel so nahe an seinem Kops vorbeigesaust käme! Aber es ergab sich keine Gelegenheit: im Mo« ment, da Paul anlegte, trat Vatcr Zidorc in ein Haus. Übrigens dauerte es nicht lange, fo fand sich auf der Straße ein Ersatz, der Hund des .Herrn Olivier. Dieser .Hund war ein gar drolliges Tier. Seine Herren hatten versucht, alles mögliche aus ihm zu machen: einen Jagdhund oder einen Wächtcrhund. Aber cr hatte sich nie abrichten lassrn. Er wollte lieber in den Straßen der Stadt herumstreifen und überall sein, wo nur ein Hund laufen konnte. Die Straßenkehrer wünschten ihn zum Teufel, weil er sie zu übeNvachen schien, wenn sie die Kehrichthaufen wegräumten. Eines Tagrs machte cr Plötzlich Trab. Wcnn man nicht gewußt hätte, dcch er ein Hund sei, hätte man ihn für ein kleines Pferd hallen können. Er spitzte beide Ohren. Der Hund des Herrn Olivier hätte einmal stehen bleiben sollen, damit Paul bequem zielen könnte. Paul wollte ihm ganz einfach das Ohr durchschießen und ihn winseln hören. Er hätte nicht gcwußt, woher der Schuß gekommen war, und sich querfeldein falviert. Das un-vorsichtige Tier! Trotzdem glaubte Paul. aus das Ohr zu zielen, als er losdrückte. Die Schuld lag an dem Hund. Vielleicht hätte er den Kopf nicht still gehalten. Tiere wissen nicht recht, was mit chnen geschieht. Der Hund des Herrn Olivier schaute auf die Seite, wo der Zaun war, als er den Schuß erhielt. Zweifellos bildete cr sich ein, daß in der Hecke etwas vorginge, denn er ging ganz geradeaus dorthin. Den Graben hin-unter ging er. Und als er nicht sand, lvas er suchte, schaute er einige Sekunden um sich. Seine Pfoten gaben nach, noch während er suchte. Paul hatte noch Zeit, den Schuppen zu schließen und Flinte nnd Patronen an Ort und Stelle zn drin-gen. Er ging sofort auf fein Zimmer. Die Lektion, die er zu lernen hatte, bestand aus geographischen Daten über Amerika. Er opferte ihr die ganze Zeit, die not- wendig war. Da fein Kops fchwer war, stützte er ihn auf beiden Seiten seiner Stirn. Als die Stunde des Früh. stücks gekommen »var — dlr Vater, der Arzt war, hatte seine Vormittagstonr beendet -~ mußte man Paul sogar rufen, damit er zum Essen komme. Ostentativ das Buch in der Hand haltend, kam er herunter und schon von weitem, als er den Vater er» blickte, fragte er: „Papa, willst du, daß ich dir meine Lektion auf» sage?" Der Vatcr war fo überrascht, daß er sich nicht Zeit nahm, sich zu Tisch zu setzen. Paul konnte seine Lektion aufs Wort. Der Vater mußte ihm wohl oder übel sagen: „Du siehst, Paul, du bist nicht dümmer als dk' an» deren. Wenn du deine Lektionen nicht besser lernst, so tust du das nur, weil du nicht willst. Hör', was ich dir jetzt sage: wcnn du einen Monat hindurch so fleißig bist wie heute, so kaufe ich dir ein Rad, damit« du in den Ferien spazieren fahren kannst." Gegen halb eins band Mutter Blaise ihre Ziege los, führte sie aus dem Stall und brachte sie, da sie nicht gut gehen konnte, weil sie alt war, in die kleine Gasse vor dem Schuppen des Herrn Pellissier, des Arztes. Die Ziege konnte da nach Belieben die Blätter der Hecke abweiden und Mutlcr Blaise im Schatten am Rande des Grabens sitzen. Mntter Blaise strickte Strümpfe. Warum in aller Welt, warum strickte sie Strümpfe? Sie hatte ihrer in ihrem Schranke mehr, als sie je tragen konnte. Aber es machte ihr Vergnügen, denn man ist dumm, wenn man alt ist. Alle Tagc wiederholte'sie das nnd verdarb sich so das Vergnügen, das man beim Stricken haben kann. Ihre Ziege war bedeutend schlauer als s'^' ^"" ste sich schon abmühte, so nx,r es nur ^ ss ens wegen. Tiere sind ungeschickt, trotz ihrer vi" P^. Es :st w.hr, sie können' wohl ^r "ette^ Arme haben, müssen su> s^i 'h ^ U y,^ nicht w.r un,erer Händc. Etn« on < ^ ^ , ^ , verstehen: daß die Ziegen ch "" ' ... wenn sie i» Stacheln l>e'ß"'- ^'«v I" 8' 1 Laibacher Zeitung Rr. 59. 546 12. März 1912. wählten Mitgliedern (für jeden Bezirk, deren es im ganzen 71 gibt, je sechs Mitglieder); sie unterstehen dem Ministerium für Ackerbau und Staatsdomänen, dessen beratende Körperschaften sie bilden. Die Landwirtschaft» lichen Kammern haben dem Ministerium außer rcgel-mäßigen Jahresberichten auf Aufforderung auch solche über aktuelle Fragen vorzulegen. Ihre Tätigkeit um» faßt alle Fragen des Ackerbaues, der Viehzucht, des Forstwesens, der Obst«, Gemüse« und Weinkultur und Bienenzucht. Sie üben das Aufsichtsrccht über Börsen und Marktpreise aus und nehmen auf die Festsetzung der Frachtentarife Einfluß. Tie Landwirtschaftlichen Kammern werden von den Kreisvorstehern zu ordent» lichen Sessionen einberufen,' außerordentliche Sessionen werden über Anordnung des Ministeriums für Acker» bau und Staatsdomänen oder auf Antrag des dritten Teiles der Kammermitgliedcr einberufen. Für die Wahl der ordentlichen Mitglieder der Landwirtschaftlichen Kammern ist dem Gesetzentwurf zufolge auch den Frauen das aktive Wahlrecht eingeräumt. Politische Uebersicht. Laibach, 11. März. In der am 9. d. M. abgehaltenen Sitzung des Herrenhauses übermittelte Präsident Fürst zu Win« disch»Graetz den Dank des Kaisers und der Eltern der Herzogin Isabella sowie des Erzherzogspaares Rainer für die Glückwunschkundgebungen des Hauses und teilte mit, daß er anläßlich des Hinscheidens des für die, Lei» tung der auswärtigen Angelegenheiten der Monarchie so verdienten Ministers Grafen Aehrcnthal, der auch im Auslande hohes Ansehen gcnoß, der Witwe das tief-gefühlte Beileid des Herrenhauses ausgesprochen habe. Die im Hause erschienenen neucrnanntcn Mitglieder leisteten die Angelobung. Der Präsioent widmete den verstorbenen Mitgliedern Dr. Alexander Peez um> Dr. ßkarda tvarme Nachrufe. In Erledigung der Tages» ordnung wurden die Gesetzentwürfe, betreffend die An« erkennung der Anhänger des Islams nach hanesitischcm Ritus als Ncligionsgenossenschaft uiw betreffend das Halten von Vervielfältigungsapparaten, unverändert in zweiter und dritter Lesung angenommen. Aus Agram, 9. März, wird gemeldet: Die Zeitun« gen bringen heute anläßlich der 200. Jahreswende der Annahme der pragmatischen Sanktion durch die Stände und Vertreter des Königreiches Kroatien Festartikcl, in denen dieses Ereignis ausführlich gewürdigt und betont wird, daß sich Kroatien sein souveränes Recht, seinen König unabhängig vom Königreiche Ungarn zu wählen, stets bewahrt habe. Besonders wird hervorgehoben, daß der kroatisch-ungarische Ausgleich die kroatische pragma» tische Sanktion niemals derogicrt und daß Kroatien nie» mals seine in der kroatischen pragmatischen Sanktion festgesetzten Rechte und Ansprüche aufgegeben habe. Nach Londoner Blättern hat ein Ministerrat be« schlössen, in Rom bekanntzugeben, daß England die Ve> schießnng der türkischen Küstenstädte nicht zulassen werde. Die dritte Division der britischen Hcimatsflotte ist von Plymouth angeblich zu Manöverübungcn der Mittclmcerflotte ausgelaufen. Das „Fremdenblatt" schreibt anläßlich des Vor« dringens des Kapitäns Amundsen zum Südpol: Der menschliche Idealismus erscheint in schönstemi Licht, wenn man den Heroismus der Polarforscher betrachtet. Die schweren Siege, welche sie über die Natur errangen, legen ein beredtes Zeugnis ab von dem heroischen Zug, der auch heute noch in unserem so sehr als materiell verrufenen Zeitalter der Menschheit nicht fremd gewor« den ist. — Das „Neue Wiener Journal" sagt, der den» kende Teil der Menschen begrüße mit nachfühlenden» Herzen den Erfolg Amundsens, weil er ein Zeichen für die Stärke sci, mit der sich der Mensch von den ihm zugewiesenen Bedingungen des Seins losreiht. Und weil — wer weiß? — auch aus diesem scheinbar so unpraktischen Ringen einiger energischer und mit sel» tenem Organisationstalent begabter Helden einmal für die Welt Bedeutendes erstehen kann. Das „Neue Wiener Tagblatt" erörtert in einer Newyorker Zuschrift die Gründe, welche Theodor Noose-velt veranlaßten, eine eventuelle Nomination für die Präsidentschaft anzunehmen. Er habe die Empfindung, daß die herrschende Politik in den Staaten antisozial ist und bleiben wird, wer immer zum Präsidenten gc< wühlt werden sollte. Sich aber glaubt er dazu berufen, in systematischer Weise und durch wohlerwogene Gesetze abzustellen, was tatsächlich eine gärende Verdrossenheit und Unzufriedenheit in den Staaten erregen konnte. Herr Roosevelt hält die bestehenden Verhältnisse für schmachvoll. Auf dem ganzen großen Gebiete der öffent» lichen Wohlfahrt sei Amerika ein rückständiges Land und da eine Änderung herbeizuführen, scheine ihm jedes Opfers wert. Tllgcsnclliglciten. — fttönigliche Schreibmaschinen.) über Schreib« Maschinisten, die aus .Königsthronen sitze«., plaudert eine englische Wochenzeitschrift'. Das englische Königspaar steht allen voran; beide wissen die Schreibmaschine ebenso gut zu handhaben wie jeder, der daraus seinen Beruf macht. Der König von Griechenland betrachtet die Schreibmaschine als seinen angenehmsten Zeitvertreib. Nichts liebt er mehr, als seine Briefe selbst auf der Maschine zu schreiben, und die Untertanen, die mit dem Empfang dieser Briefe beehrt werden, bewahren sie als Schätze auf, um sie einmal als Erbstücke kommenden Gc-ncralionen zu überliefern. Die in England allbekannte Prinzessin Christian von Holstein, die besonders an allen Wohltätigleitsbcstrebungen den regsten Anteil nimmt, erledigt ihre umfangreiche Korrespondenz selbst auf der Schreibmaschine, die sowohl deutsche als auch englische Buchstaben hat. Zum Schluß wird seitens der Zeitschrift auch noch behauptet, daß der deutsche Kaiser ein ganz ausgezeichneter Maschinenschrciber sei und daß er erst kürzlich einer bekannten Firma einen Besuch ab« gestattet und eine Maschine eigens für sich ausgewählt habe. — lMne Suffragettenpredigt im Löwenläfiz.j Aus London wird berichtet: Spit, Duchcß und Prince sind drei Löwen, die allabendlich ihre Künste im „Dschungel" in Birmingham zeigen. Wie diese Tiere nun übe/die Frage des Fraucnstimmrechts denken, zeigte die Vorfiel-lung vom Dienstag abends, bei welcher Gelegenheit eine tapfere Suffragette, Frl. Mary Alice Lloyd, in den Zwinger hineinging, auf einen Tisch stieg und dem der» sammelten Publikum und den drei Löwen, die ihre gewöhnlichen Plätze auf drei anderen Tischen eingcnom» men hatten, eine Predigt über die Vorteile des Frauen« stimmrcchts mit großem Mut und Eifer hielt. Die Zuschauer verhielten sia) mäuschenstill. So auch die drei Löwen. Diesen muß jedoch wohl das Schimpfen auf die Negierung und vor allem aus Asquilh zudnl geworden sein, als Frl. Lloyd mit ihrer Vorlesung nicht schlie« ßen wollte. lDcr Dresseur meinte freilich, seine Zöglinge hätten Hunger gehabt.) Kurz gesagt, alle drei fingen ein furchtbares Geheul an. Prince knurrte, Ducheh knurrte etwas mehr, und Spit, dem die ganze Geschichte wohl am langweiligsten war, schickte sich an, von seinem Thron zu steigen. Der Dresseur gab der Suffragette einen Wink, diefc verneigte sich vor dem Publikum und, mit dem Gesicht gegen die Löwen getvandt, zog sie sich aus der gefährlichen Nähe der Tiere zurück. Prince ist sonst ein ganz netter Kerl, aber für Suffragetten scheint er noch weniger Zuneigung als die Londoner Polizisten zu empfinden, und es war die höchste Zeit, daß Frl. Lloyd aus seinem Gesichtskreis verschwand. — lMne originelle Depesche.) In der schlcsischen Gemeinde H. lvar jüngst, wie der „Bote aus dem Niesengebirge" berichtet, etwas an der Kirchenbeleuch« tung nicht in Ordnung, weshalb man sich bei einer auswärtigen Inftallationssirma den Monteur erbat, der seinerzeit die Anlagen eingerichtet hatte. Da dieser nicht gleich kam, wurde der Gemeindevorstand ungeduldig mid verlangte sofortige Entsendung des Helfers aus der Not. Die Firma aber ließ sich durch die heftige Ne« llamation nicht im geringsten schrecken; sie schrieb nicht etwa einen langen Enlsc'hnldigungsbrief, sondern depc» schicrte einfach: „Provinzialgesangbuch, Lied 12, Vers 5." Der Gemeindevorstand holte die Bibel hervor, schlug nach und fand die folgenden Strophen: „Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und euer Leid und Weim>n verwandeln ganz in Freud. Er ist's, der helfen kann; macht Eure Lampen fertig und seid stets sein gegenwartig, er ist schon aus der Bahn." Und bald darauf erschien der Monteur und brachte alles in Ordnung. — Männer, die ausgespielt werden.) Die Nellami arbeitet heutzutage mit schier unglaublichen Mitteln. Die Lotterie hat sie schon längst in ihren Dienst gestellt, aber wohl kaum je zuvor ist der Hauptgewinn dieser Warenhausluttcricn ein lebender Mann gewesen. Ein Warenhaus in Leeds begann eines Tages allen seinen Kundinnen eine klcinc Karle zum Geschenk zu machen, auf der man das Bild eines hübschen jungen Mannes Flüchtiges Glück. lloman von Marifsa Aohde. (63 Fortsetzung.) (Rllchbruck verbot« i „Philipp hat schon einmal mit Justus darüber ge« sprochcn, wurde aber schroff zurückgewiesen", entgegnete Leonie. „So solltest du es versuchen." „Ich, Mama? Justus drehte mir einfach den Rücken." „Nicht mit deinem Schwager, aber mit der Atting. Als ehemalige Freundin hast du ein Recht dazu. Ich weiß, daß es dir schwer wird, aber es i,st ein gutes Werk, was du tust. Suche sie zu bestimmen, von Berlin fort» zuziehen." „Es wird vergeblich sein, liebe Mama, davon bin ich fest überzeugt. Aber da du es wünschest, will ich es versuchen. Indes so lange Justus' Börse ihr offen steht, wird sie durch ihn die Mittel zu ihrer gewohnten Lo vcnsführung erhellten und nicht von hier weichen, schon aus Furcht, er könne fern von ihr zu leicht ihrer Macht entschlüpfen." „Hoffen wir das beste," sagte die Generalin, als sich Lcunie zum Fortgehen rüstete. „Und noch eins, mein Kind, heute bin ich vun neuem in meiner Überzeugung bestärkt worden, daß in Katharinas Seele kein Falsch wohnt. Sie ist rein und all das Geklatsch, das von dem Hause dcr Atting ausgeht und in die Welt gestreut wor» den ist, ist hämische Lüge. über Erich bin ich jetzt ganz beruhigt." ! „Philipp spricht ebenso wie du. und auch ich bin überzeugt, daß Erich sowohl wie Katharina verleumdet worden sind. Aber Erich liebt Katharina, wenn er es sich auch vielleicht selbst nicht eingcsteyt. Die Frau ver-ehren und dem Manne femdkch sein, das ist immer nicht ohne Gefahr." „Um so mehr muß man alles versuchen, die Ehe wieder zurecht zu rücken. Tun wir das unsere dazu." „Ich verspreche es, Mama." XVII. Eine bange schlaflose Nacht liegt hinter Katharina. Draußen der lichte Frühlingshimmel mit der wachsen» den Mondscheibe im Zenit fängt an, sich mit Wolken zu bedecken. Justus ist spät nach Mitternacht heimgekehrt, über» lnüdet von einer durchschwärmten Nacht. Er ruht in tiefem Schlafe in den Kiffen. Katharina duldet es nicht länger auf dem Lager. Der aufsteigende Tag ruft sie hinaus, fort aus der nächtlichen Schwüle des Schlaf« gemaches, fort von dein im Morgcnschcin bleich schim« mernden Antlitz des Gatten, hinaus in die freie lockende Gottesluft. Leise öffnet sie die Tür, durchschreitet den Salon und tritt hinaus auf die blumcngcschmücktc Tcr« rasse. Weiße Nebel wallen noch durch die Alleen des Tiergartens, dichtes Gewölk verbirgt das Blau des Himmels. Den weilen wollenen Nachtmanlcl umgcwurfcn, atmet sie mit tiefen Zügen, läßt sich den Morgenwind kühl um die Stirn wehen. Sie hat überwunden. Gestern abends noch, als sie von der Generalin nach Hause gekommen, hat sie an den Vater und Eilly geschrieben. Und keine Klage über des Gatten Härte, über den Schmerz, den sie empfunden, den Kampf, den sie durchzukämpfen gehabt, ist aus ihrer Feder gc» flössen. „Unvorhergesehene Umstände machen es mir un« möglich, dem Wunsche meines Herzens zu folgen und an deinem Ehrenlage dir zur Seite zu stehen, liebe Schwe« ster. Aber der Mensch ist nicht Herr über die Verhält« nisse. Seid recht froh, recht glücklich, «no ich werde es auch sein. Wcnn wir im Lause des Sommers wieder nach unserem Schlosse Wa^dfried am Traunsce gehen, dann hole ich alles nach, suche dich in deiner neuen Häuslichkeit im Vollgenuß deines Glückes auf." Was sie da niedergeschrieben, glaubte sie selbst nicht. So wie Justus jetzt verweigert hatte, zur Hoch-lzeit zu reisen, so konnte er sich ja jeder Reise in die Heimat widersetzen. Sie war machtlos ihm gegenüber. Mochten Vater und Schwester sie sür undankbar und herzlos hallen, sie durste sich nicht einmal verleidigen. So war es ihre Pflicht, das hatte ihr eben noch die gute, treffliche Generalin vorgehalten. Sich dagegen auf« zulchnen wäre Torheit, Sünde. Um sechs Uhr hatte sie Vertha angewiesen, sie zu wecken, um sieben Uhr sollte ihr Pferd gesattelt vor der Tür stehen. Mit unhörbaren Schritten gleitet sie am Schlaf' gemach vorüber nach ihrem Toilcttczimmer- sie bemerkt nicht, wie zlvei weit geöffnete graue Augen ihr voM Bette aus folgen. Justus ist aus wüsten Tränmen erwacht. Das Bett neben ihm leer? Was soll das bedeuten? — Nun fänsst die Erinnerung an den letzten Tag an, in ihm lebendig zu werden. Er ahnt, was Katharina vo» seiner Seitt getrieben. Mag sie ihren kindischen Trotz denn ausloben, er weiß ihn zu brechen und wird ihn brechen. Sie soll seine Herrscherhand fühlen. Das wird zugleich die beslt Kur sein gegen etwa auskeimende Liebcsgcdanlcn. Ist es die Neigung zu ihm nicht mehr, die sie vor Extravaganzen belvahrt, so soll es die Furcht vor ihm sein. N^ oft hat er die Männer gehöhnt, die sich in schwächlicher Nachgiebigkeit von ihren leichtlebigen Frauen Sand in die Äugen streuen ließen. Er wird sich vor ähnliche"! zu hüten wissen, im Keime ersticken, was weitcl wuchend eine Giftpflanze werden könnte, die Tugend unt» Ehrbarkeit vernichtet. Vun Schlaf überwältigt', sch!'^ er die Augen vun neuem. Pserdcgetrappel unten im H"> weckt ihn wieder. Eine plötzliche Luft durchzuckt ihn ga"ö unvermutet sich auch bei dem Morgenritt Katharinas z" beteiligen. Was sie sür Augen machen wird, wenn l^ ihn, den sie heute sicher am wenigsten erwartet, dahcl' kommen sieht! Vielleicht gar ist der Erich auch wicbe dabei, und er kann ungesehen beobachten, überraschen- „Kinderei", brummt er vor sich hin, „aber auch " soll ein Ende nehmen, damit das Gerede aushört." (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 5,9. 547 13. März 1!N2. sah, und unten drunter standen die geheimnisvolleil Worte: „Ein Gatte sin 1 Pfund", nnts das bedeutete, daß jede Dame, die für 24 l< Waren fauste, an einer Lotterie teilnehmen konnte, deren Hauptgewinn ^n jun> ger — eben der abgebildete — Mann war, der un» wcigerlich der glücklichen Gewinncrin, wenn sie es wünschte, die Hand fürs Leben reichen mußte. Dieser junge Mann lebte noch dazu in außl-rordeutlich guten Verhältnissen, war er doch der iüngsle der Teill)aber des Riesenwarenl)anses. In Nelvyork kam ein findiger Pho» tograph auf einen ähnlichen Gedanken und veranstal« tele eine gleiche Lotterie. Hier lvar der „Zukünftige" von solcher Schönheit, daß junge wie alte Damen, Jung« frauen wie Witwen in zahllosen Mengen herbeiströmten und sich photographieren ließen, um so Inliaberinnen eines Loses zu werden. Monate hindurch wurde das Atelier des Photographen nicht leer. Alles erwartete mit Spannung die Ziehung und endlich lam sie heran. Aber welche Enttäuschuug mußten die Damen, die sich schon im stillen auf den zukünftigen Gatten gefreut hatten, er» leben! Das Trio hatte unter einer Decke gesteckt und mußte nun Hals über Kops Newyurk verlassen, um sich dor den wütenden Hineingefallenen zn retten. — Din Theater, in dem die Zuschauer bezahlt werden.) In London gibt es ein merkwürdiges Theater, bei dem die Schauspieler die Zuschauer bezahlen, wäh. rend sonst das umgekehrte Verfahren üblich ist. Dieses Theater, das in der Maiden-Lane liegt, ist eine Ver-suchsbühne, die nm 10 Uhr morgens ihre Pforten öffnet und bis 6 Uhr abends ununterbrochen geöffnet ist. Hier wagen die künftigen Garicks und Keans die ersten Schritte auf den berühmten Brettern, die die Welt bedeuten, und dies ist auch der Grund, »varum die Zu« schauer nicht bezahle,, müssen, sundern bezahlt werden. Es gehört nämlich, wie die „Comödia" berichtet, oft die größte Nachsicht dazu, während einer ganzen Vorstellung auszuharren, und wenn man für das Dableiben bezahlt wird, macht es doch einen gar zn üblen Eindruck, wcun man mitten im Stück wegläuft! In den benachbarten Straßen hallen sich die Anreizer des Theaters auf, die die Zuschauer mit den schönsten Nedcn zum Besuche des Theaters anlocken müssen. Anßer den Kunstgenüssen stel-len sie ihnen Bewirtung mit schäumenden Vieren oder Bezahlung mit klingenden, Gelde in Aussicht, uud daun kommen die Znschauer gerne. Trotz der Bezahlung lar-gen sie mit dem Beifall sehr, ja wenn,ihnen ellvas nicht gefällt stvas oft vorkommt!), pfeifen und zischen sie so-gar! Das einzige, was dieses Theater mit gewöhnlichen Theatern gemeinsam hat, ist die Abhängigkeit des guten Besuches vom Wetter, bei Negen ist das Theater ge-wohnlich bis anf den letzten Platz „ausverkauft"! — Din lustiqcs Millionär6»Dincr,) öhe betrug 10.700 Fuß über dem Meeresspiegel. Am l"3. Dezember erreichte» wir 89 Grad 45 M,n. und mußten also am nächsten Tage den Südpol erreichen. Am 14. Dezember sclUe eine leichte Brise von Süd-oslen ein. Es herrschte eine Temperatur von ,-2Z Grad Celsius. Um 8 Uhr nachmittags machten Nur .Hall, oa wir nach uuscrer Berechnung den Pul erreicht lallen. Ich hißte an dieser Stelle die seidene norwegische Fahne und nannte die ungeheure Landstrecke am Südpol ...Haalon VI1..Land< Es ist ein ungeheueres, einsör. miges, flaches Land. Am folgenden Tage stellten wir von 6 Uhr nachmittags bis 7 Uhr früh uusere Beobacht,,,,, gen an. Das Ergebnis uxir 89 Grad 55 Minuten süd-licher Breite.' Um dem Südpol so nahe wir möglich zn kommen, machten wir noch neun Kilometer in süd-lichcr Richtung. Am 1«. Dezember verbrachten wir einen angenehmen Tag bei strahlendem Sonnenscheine. Den ganzen Tag waren wir mit Beobachtungen beschäs. tigt. Eines ist sicher: wir sind dem Südpol so nahe gekommen, wie es uns in der Berechnung mit den ver» sügbaren Instrnmenlen, Sextanten nnd künstlichem Horizont, nnr möglich ivar. Wir haben das ganze Ter» rain im Umkreise von acht Kilometern abgegangen. Wir errichteten ein kleines Zelt, aus dem wir die »orwe» gifche Fahne und das Wimpel des Expeditionsschiffes „Fran," hißten. Dem Zelte gaben wir den Namen „Polheim". Die Entfernung von unserem Winter« quartier betrug gegen 1400 Kilometer. Wir hatten also durchschnittlich 25 Kilometer zurückgelegt. Die Rückreise wurde am 17. Dezember angetreten. Das Welter lvar außerordentlich günstig, fo daß wir bereits am 12. Jänner 1912 in guter Versassung mit zwei Schlitten und elf Hunden unser Winterquartier wieder erreichen konnten. Das wichtigste Ergebnis der Expedition anßer der Erreichung des Südpols war die Vestiinmung der Aus» dehnung der Roß.Barriere, ferner die Entdeckung einer Verbindung zwischen Viktorialand und lvahrscheinlich König Eduard-Land und ihrer Fortsetzung in einer mächtigen Bergkette, dic sich wahrscheinlich quer über den ganzen antarktischen Kontinent zieht. Wir nannten diese Bergkette „Maudbcrge". Am 16. Jänner traf eine japanische Expedition in der Walsifchbucht ein und landete auf der Eisbank dicht an unferem Quartier. Wir verließen die Walfisch» bucht am 39. Jänner. Sämtliche Teilnehmer befinden sich wohl. Lolal- und PlMilzilll-Nachrichtcil. — lNelobung.) Das Landwchrkommando hat dem Hauptmann Franz Nus des Landwehrinfanteriereg,. ments Laibach Nr. 27 für die mehrjährige vorzügliche Dienstleistung beim Ersatzbataillonslader anläßlich sei> ner Enthebung von dieser Verwendung die belobende Anerkennung ansgesprochcn. — lDrledigte Militär.StiftungsPlähe.) Aus der G i s e I l a» Stiftung vier Ausstallungsbeiträge zu je 400 1< in erster Linie für Töchter, bezw. Waisen der wirklichen Mitglieder der Kaiser Franz Ioseph-Stiftung für Versorgung von k. u. k. Offizierswitwen und -Waisen und nach denselben überhaupt Töchter und Waisen der aktiven oder pensionierten Offiziere des k. u. k. Heeres, der Kriegsmarine und der beiden Land. wehren. Die ungestempelten Gesuche sind bis 31. März direkt an die Stiftung Men, IX/3, Maximilianplatz 2) einzuseuden. Neleilnngstag 20. April, an welchem Tage die Bewerberinnen Bränle soin müssen. — Aus der Anton und Iol)an»a Poluk von Trcumuth. Stiftung drei Plätze zu 400 !< dauernd für bedürftige, invalide Offiziere von der 9. Rangstlasse abwärts des l. u. k. Heeres, der l. u. k. Kriegsmariue u. der k. k. Land-wehr. Stempelpflichtige Gesuche bis 15. März an die Evidenzbehörde. -^ Ans der K ü n st l c r-Stiftung vom Jahre 1859 ein Plak mit 200 X auf Lebensdauer für Iuvaliden des Mannschaslsstandes, d,e im Feldzug des Jahres 1859 verwundet und hiedurch arbeitsunfähig glwurdeu siud. Gesuche sind bis 15. März bei der Evideuzbehörde fällig. — lVom Mittelschuldienste.j Der t. k. Landesschul. rat für Krai» hat den approbierten Lehramtskandidaten Joses Kuleti <'- znm Snpvlenlen am Ersten Staats-Wimnasium in Laibach bestellt. — Das k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht hat ausnahmsweise gestattet, daß der für das Turnen an Mittelschulen geprüfte Turn. lchrer Eugen Sajovic als unbezahlter Turnafsiftent an einer der hierländigen Mittelschule,, verwendet werde. Der k. l. Landesschulrat siir Krain hat den Vor» genannten infolgedessen dem l. k. Zweiten Staatsgymna. sinn, zur Einführuug iu den Turndienst zugewiesen. — lVom Nollsschuldicnste.) Der l. k. Bezirtsjchul. rat in Gollschee hat die bisherige provisorische Lehrerin in Altlag Paula Sigmun d zur provisorischen Lel> rcrin an der zweillassigen Volksschule in Morobitz er» nannt. — Der k. l. Bezirksschulrat in ^tein l)at a» Stelle der kraulheitshalber beurlaubten Leh. rerin Franzisla S la pa r » G r o^e l j die getvesene Lehrerin in Strug Iusefa S m u l e zur Sup» plentin an der Volksschule in Sankt Golthard bestellt. — Der k. l. Stadtfchulrat in Laibach hat die bisherige Schulpraktikautin an der Prival-Knaben« Volksschule im Marianum Anna O j st r i 5 znr provi» sorischcn Lehrerin an der achtklassigen städiifchrn slooe« nischen Mädchenvolksschule bei St. Jakob in Laibach ernannt. han» l^ubic, hat das Ehrenamt eines Konservators niedergelegt, bei diesem Anlasse wnrdr ihm vom k. k. Ministerinn, für Kulluo und Unterricht für seine viel« jährige Betätigung auf dem Gebiete der Erhaltung der .^lnnst- nnd historischen Denkmale der Dank aus» gesprochen. — iIrlieiterliefördl'rung auf Eisenbahnen zn er. mäßissicu Preisen.) Nach den Bestimmungen des Per. sonallariseZ d.r l. l. österreichischen StaatSbcchneii, Teil II, Heft 1, Abschnitt IN, selMng. Bewerber um die Stellen haben ihre mit den Persunaldukumeuten, den Nachweisen über die zurück» gelegten Studien, den Belegen über ,hre Tprachkennt' nisse sowie, falls sie noch nicht dem Staatsdienste an> gehören, einem ftaasärzllichen Zeugnisse über ihre lör> pcrliche Eignuug versehenen Gesuche bis zum 15. Mai 1912, und zwar, sojern sie bereits im öffentlichen Dienste stehen, iu, Wege der vorgesetzten Behörde, sonst aber unmittelbar beim l. k. schlesischln Landespräfidium in Troppau einzubringen. — l?lusschußsihunq der „Viatica Slovensla") an, 8. März. Der Vereinspräses gedenkt der beiden verstor. bene» verdienstvollen Gründer Anton Edlen von Glo» boc-nik und Dr. E. Vo!6i<- und teilt mit, daß der Ver-ein die Feier des polnischen Dichters Zygmunt ,^rasinssi sowie des kroatischen Komponisten v. Zaje in Agram telegraphisch begrüßt habe, writers in der von Pros. Kobal im Februar einberufenen Theaterenquele ver» treten gewesen sei. — Die Frage der Ethnographie in der Südslavischen Enzyklopädie erwies die Notwendig« teit und Wichtigkeit der ethnographischen Sektion des Vereines, die in der jüngsten Zeit aus finanziellen Gründen ihre Aufgabe nicht ausüben konnte; nun tra» ten in diese Sektion Dr. Lukar, Direktor Mantuani und Landesgerichtsrat Mil^insli ein. Ein interessantes Material wird durch die Statistik der Vereinsmitalie-der nach ihren Berufszweigen und durch die Enquete der Vertrauensmänner iilier die Publikationen oer „Maliea" geboten werde:,. Die Übersetzung von Alfieris Dramen „Agamemnon" nnd „Orestes" wird abgelehnt, da die Sache uuseren Zeiten zu serne liegt. Eingereicht wurde das Manuskript ,/l'u^ki prompt" »Erzählung). .Hinsichtlich der Redaktion der Vere>insbücher werden e,n,ge Details festgesetzt und die Drnckereirechnungen endgültig beglichen. — Die Drucklegung der Gedichte „Nu <^«t.i in «wpj" von Petru5ta wird bedinaunqil-wei c vergeben. — Für das Jahr 1911 haben 9627 Mitglieder ,hre Beiträge entrichtet. Ein Maanc, 'st mcht vorhanden. — Die Haupwersammlimfl wird Sonntag den 17. März um ll) Uhr vormittags >m Magistratssaale in Laibach stattfinden. - Nach 8 3 der Vereinsstatuten werden vom Ausschusse ""e .^ne ge-we enen Mitglieder gestrichen die bis 8. März chre Mltgliedergebühr weder Z das Jahr '9N noch sur das Jahr 1912 entrichtet haben. ^ — lVo« der Erdbebenwarte.) ^^"^, b,^V 11 Miuuten 29 Sekunden Beginn '/,''" ^'"^benau^ meter Aus,chla.q um 12 UYl " ^ Minuten N Ende der Aufzeichnung um '3 Uyr >^ .'.'iinuie,,. Laibacher Zeitung Nr. 59. 548 12. März UN 2, lDer slovenische kaufmännische Verein „Merkur") Hal seine Amtsstundcn für den Parteicnvcrtchr mit Ausnahme der Sunn» und Feiertage täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 6 Uhr nachmittags sowie an Dienstagen und Freitagen von halb 9 bis Huld 10 Uhr abends angesetzt. Auch lunnen in diesen Stunden Bücher aus der Vercinsbibliothck entlehnt werden. — sGcmeiudewahl.) Bei der am 29. Februar vor» genommenen Neuwahl des Vorstandes der Gemeinde St. Veit bei Sittich wurden gewählt: zum Gemeinde-Vorsteher Franz Lcsjat in Sittich, zu Gemeind. raten Josef Gaj^et in Sittich, Alois Ceglar in St. Veit und Franz Pajl in Metnaj. — lIur Verhütung der Fcuersgefahr.) Nachlässige und oberflächliche Beaufsichtigung der 5tlnder, sorgloses Stehenlassen noch brennender Haufen in der Nähe von Wäldern oder anderen feuergefährlichen Objekten waren schon öfters Ursachen verheerender Feuersbrünste und mit ihnen verbundener großen Schäden. Die t. k. Be» zirkshauptmannschaflen haben daher an die Gemeinden eine Kundmachung erlassen, worin im Sinne des § 44 des Forslgesctzes darauf aufmerksam gemacht wird, daß es nicht gestattet ist, in der Nähe von Wäldern Feuer anzumachen. Jedermann, der durch unvorsichtiges Feueraninachen einen Waldbrand verschuldet, wird zum Ersähe der Kosten, bczw. des Schadens verhallen und bestraft werden. Ferner müssen Ellern ihre Kinder beaufsichtigen und sind für jeden durch diese verursach» ten Sä)adcn verantwortlich. Überhaupt soll, wenn im Walde oder in dessen Nähe Feuer angemacht wird, sehr vorsichtig vorgegangen werden. Jedermann, der etwa ein nichtgelöschtcs Feuer bemerkt, ist zu dessen Böschung verpflichtet' wer aber einen entstandenen Waldbrand gewahrt, muß davon sofort alle Bewohner der in der Nähe des Brandkomplexcs gelegenen Ortschaft in Kenntnis setzen. Auch sind vom Ausbruch des Brandes der Gemeindevorsteher sowie der Besitzer des Waldes zu verständigen. Weilers ist jedermann verpflichtet, über erteilten Befehl beim Feuerlöschen behilflich zu sein. Widersetzliches Verhalten hat Strafen zur Folge. Es wurde oft bemerkt, daß einzelne Befitzer von Hut» weiden diese g^rne anzünden, um dadurch einen bessc« len Nachwuchs zu erzielen. Weil aber dadurch die etwa angrenzenden Wälder oder andere gut bewachsene Hut» weiden der Fcuersgcfahr ausgesetzt sind, so ist ein rück» sichtsloses oder leichtsinniges Anbrennen von Hutweiden untersagt und wird nach den oben zitierten Bestim« mungen des Forstgesetzes und nach 8 453 Str. G. ge» ahndet werden. ^. — ^Schadenfeuer.) Wie uns aus Stein berichtet wird, brach vor einigen Tagen nach 11 Uhr nachts auf bisher unaufgeklärte Weise in der hölzernen, mit Stroy gedeckten Keusche der Franziska Gradoli in Gradi^e, Gemeinde Unter»Kuseze, ein Feuer aus, das die Keusche nebst einem kleinen Stalle vollkommen einäscherte. Noch in derselben Nacht brannte sodann dem Besitzer Franz liefen «in von der vorerwähnten Keusche ziemlich weit entfernter Stalldachstuhl und ein Dreschboden faml eim» qen Futtervorräten und Wirtschaftsgcräten ab. Der bei Franziska Gradoli entstandene Schaden ist zum größten Teile durch Versicherung gedeckt, während l^sen bei einem Schaden von zirka 2400 Iv nur auf 300 X ver» sichert ist. Teils dem sofortigen tatkräftigen Enischrei» ten der Ortsbewohner, teils dem regnerischen Wetter ist es zu verdanken, daß sich das Feuer nicht weiter aus» breitete. Es wird vermutet, daß das Feuer in beiden Fällen gelegt worden sei. — sDas Schloß Veldes) wurde, wie der „Slovenski Narod" meldet, von einem Konsortium, an dessen Spitze die Anglobank steht, um den Betrag von 600.000 l< käuflich erworben. Es soll eine Aktiengesellschaft gebildet werden, die am Seeufer unterhalb des Schlosses ein großes Hotel zu errichten beabsichtigt. — fZur Obftkultnr der Pflaumen, und Zwetschen» bäume.) Unter den verschiedenen Obstpflanzungen, die als Nebenkultur der Landwirtschaft einen fchr guten Fruchtertrag liefern, sind am häusigsten und beinahe überall auf dem Lande Pflaumen» und Zwetschen» bäume anzutreffen. Sie erfordern bekanntlich weniger Pflege und Arbeit als andere Obstgattungen, aber sie verwildern ganz ohne Pflege viel leichter als jeder son« stige Obstbaum. Besonders leicht verwildern t»> Zwetschcn, weil sie vorwiegend durch Wurzclausläuser eine natürliche Verjüngung, anderntcils durch Frucht» kerne eine samenechte Fortpflanzung finden. Und des» halb bilden die Zwetschenbäume sehr oft in den bäucr» lichen Hauswarten waldmäßig dichte Baumgruppcn, die äußerst wemg und dabei minderwertige Früchte tragen. Der dichtgedrängte und infolgedessen verwilderte Stand von Zwetsckcnbäumen ist natürlicherweise hinsichtlich der Entwicklung ihrer Wurzeln und Kronen nachteilig. Denn mangels an Raum und Sonnenlicht treiben solche Bäume die Aste und Zweige immerfort nur in die Höhe. Viele Bluten erscheinen daher nutzlos, da nur auf den obersten Gipfclzwcigen einzelne Früchte ent» stehen und zur Reife gelangen. Wenn nun Zwetschen. bäume reiche und große Früchte tragen sollen, so müssen t»ie Bäume mindestens 6 bis 7 Meter voneinander cnt» fcrnt stehen. Dieser Abstand genügt zur freien Ent-Wicklung der Wurzeln und Baumkronen. Er gewährt auch einen hinreichenden Luft. und Lichteinfluß zum Boden, der vorteilhafterweife mit schattenerlragcnden Feldfrüchten, insbesondere imt Hackfrüchten und Ge> müsesorten, angebaut werden kann. Durch die jährlich wiederholte Bearbeitung und Düngung des Garten» bodens werden die besten Fruchterträgc an Zwctschen und Pflaumen erzielt. Demzufolge sind auch Feldraine zur Zwetschcnpflanzung vorzüglich geeignet. Die jungen Pflaumen» und Zwetschcnbänmchen, die zur Anpflan» zung verwendet werden, müssen in einer Baumschule entsprechend herangezogen werden. Nicht der erste beste Wurzelausläuser oder Wildling liefert einen guten Obstbaum. Die Stammhöhc der geradschaftigen Baum» chen soll 1,5 bis 1,8 Meter betragen. Der Kronenansatz soll entsprechend erzogen sein. Hie Anpflanzung der jungen Bäumchcn soll im Frühling des vierten Lebens» jahres erfolgen. Von den zahlreichen Pflaumen» und Zwetschensortcn werden hier nur die fruchtbarsten und gut gedeihenden Gattungen angeführt: „Die gelbe Mirabelle". Diese gedeiht auf sandigem Boden und be» vorzugl wärmere Lagen. Die Fortpflanzung erfolgt samcnecht. Die Früchte sind klein, von ovaler Form, gelber Farbe, auf der sonnigen Seite rötlich punktiert oder gefleckt. Die Reifezeit der Früchte ist zu Ende August. Die Mirabellen liefern oin vorzügliches Tafel» und Einfiedeobst. — „Die grüne Reineclaude". Sie gedeiht besonders in windgeschützlcn, sonnigen Lagen. Der Baum besitzt einen kräftigen Wuchs, ist ziemlich wettcrhart und trägt reichliche Frucht. Die zu Ansang September ausgereiften Früchte sind gelblichgrün und auf der Sonnenseite rötlich gefleckt. Die Form der Frucht ist rund, 30 bis 35 Millimeter im Durchmesser. Die Reineclaude ist die Königin der Pflaumen; fie liefert ein ausgezeichnetes Tafelobst und eine der besten, vom Steine ablösenden Konservcnfrüchte. — „Die Hauszwetschc". Diese wächst überall gut, am besten auf mäßig feuchten Böden. Die Frucht der Haus» zwetsche ist allgemein bekannt und bildet in einzelnen Ländern einen bedeutenden Exportartikel im frischen und getrockneten sowie konservierten Znstandc. Die Größe und Güte der Hauszwctsche ist das Produtt des Bodens und Klimas sowie der Pflege des Baumes, der zu besonderen Spielarten herangezogen werden kann, wie z. B. die anerkannt vorzügliche bosnische Zwctschc, deren trockene Kistclware einen begehrten Handels» artikel bildet. — „Die italienische Zwetsche". Diese stammt aus Italien. Sie bildet einen kräftigen, frucht» baren Baum, der in wärmeren Lagen vortrefflich ge» deiht. Ihre Früchte sind etwas größer und reifen früher als die der einheimischen Hauszwetschc. Das Fruchtfleisch der italienischen Zwctsche ist sehr saftig und süß wohl» schmeckend, im baumreifen Zustande zeigt es rötliche Adern. — „Die große Zuckcrzwetschc". Diese ist aus der Hauszwetsche herangezogen worden. Sie bildet einen größeren, sehr fruchtbaren Baum, der sonnige Lagen beansprucht. Die Früchte sind etwas größer als die der gemeinen Hauszwetsche, von dunkelblauer, stark bcduf» tcter Farbe. Das Fruchtfleisch ist gelb, außerordentlich süß und saftig und von besonderem Wohlgeschmack. Die Zuckcrzwetsche liefert infolge ihrer frühen Reife, Ende August, ein sehr gesuchtes Tafelobst. — Die obgenann» ten Pflaumen» und Zwetschcnsorten sind in einzelnen gut gepflegten Obstgärten in Krain neben der gewöhn» lichen Hauszwelsche als förmliche Delitatcfsen Vorhan» den. Ihre vortrefflichen Früchte, die z. V. auf dem Süd» abHange der Slivnica, im Obstharten des Gutsbesitzers Herrn F. Premrov in Martinet zu vollen Reife ge» langen, sind ein Beweis dafür, daß ihre hinlünftigc Kultur über den ersten Versuch lohnend erscheint. — Dcim Voumfällcn getötet.) Wie uns aus Rad» mannsdorf berichtet wird, war vor einigen Tagen nach» mittags der Besitzer Bartholomews Poljanec aus Selo mit seinem Sohne gleichen Namens in einem Walde mit dem Baumfällen beschäftigt. Hiebci fiel ihm ein gc-fällter Nuchenbaum über den Unterleib und verletzte ihn so schwer, daß er nach einigen Stunden starb. * lZnsammenstofl mit der Elektrischen.) Als gc» stern nachmittags ein Fuhrmann einen Wagen durch die Stroßmayer»Gasse aus die Puljanastraßc lenkte, stieß er mit einem elektrischen Straßenbahnwagen zu» samlncn. Der Zusammenstoß wurde dadurch gemildert, daß der Wagenführer im kritischen Augenblicke den Wa» gen zum Stehen brachte. So kam nur das Pferd zum Falle, ohne sich verletzt zu haben. * Mn Fahrraddiebstahl.) Gestern abends wurde dem Tischlermeister Franz »kasar in der Quergasse sein von einem Hause an der Pctersslraßc stehen gelassenes Fahrrad entführt. — sZigcuner als Hundsdiebe.) Diesertage streifte der Zigeuner Gottlieb Raichard mit seiner Kontnbine Anna Taubman in der Ortschaft Laneovo umher und entwendete dem Gastwirte Johann Derni« einen auf 100 K bewerteten Hund. Da der Abgang des Hundes bald bemerkt wurde, wurden die Zigeuner verfolgt und in der Nähe von Stcinbüchel mit dem gestohlenen Hunde, den sie an einer Leine führten, angetroffen. Der Hund wurde ihnen abgenommen und den, Eigentümer zurückgegeben, während die Zigeuner arretiert und dem zuständigen Gerichte eingeliefert wurden. — lTotschlag.) Der K'eusehler Franz Ke5tar in To-mi,"elj lebte mit seiner Ehegattin und seiner 62 Jahre alten Schwiegermutter Gertrud Oven scliun seit seiner vor Jahren ersolgten Verehelichnng nn Unfrieden. Häuslicher Zwist und Streit standen auf der Tages» urdnung. Dies veranlaßte anch den Ke5tar, daß er vor drei Jahren auf eine Zeitlang nach Amerika auslvan» derte, wobei er annahm, daß sich mittlerweile die Ncr» hältnissc ändern und Friede in sein Haus einkehren werde. Dies war leider nicht der Fall. Nach seiller Rück« lehr aus Amerika nahmen die Feindseligkeiten noch heftigere Formen an und seine Schwiegermutter haßte ihn noch mehr. Am vergangenen Samstag begann Ger» trud Oven mit ihrem Schwiegersöhne wiederholt zu streiten, wobei sie ihm auch verschiedene Vorwürfe machte. Dies regte den ^e^kar derart auf, daß er einen Holzstößel ergriff und damit der Oven einen so wuchtigen Hieb auf den Kopf versetzte, daß sie bewußtlos und blutüberströmt zu Boden sank und bald daraus starb. — lTot aufgefunden.) Der 32 Jahre alte ver» heiratete Keuschler Joses Vidmar aus Dol5, Gemeinde St. Michael'Stupi«, begab sich am 7. d. M. in einer Hulzkohlengeschäsl'sangeiegeliheit nach Mottling. Nach abgeschlossenem Geschäfte besuchte Vidmar mehrere (^asl. Häuser und zog sich hiebe« einen solchen Rausch zu, daß er auf dem Heimwege in einen Straßengraben siel. Tagsdarauf wurde er von dem vorübersahrenden Postillon als Leiche aufgesunden. Vidmar dürste einem Herzschlagc erlegen sein. ?l. — ^Kinematograph „Abeal".) Programm für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: Bilder aus Holland (Reisebild). Nauke, der unfaßbare Dieb (sehr komisch — nur nachmittags). Am Slurzbach (Natur» aufnähme). Moritz und die Erbtante (hochkomisch). Durch Feuer und Rauch (schönes Drama — nur nachmittags). Fritzchen ist Suziallst (sehr komisch). Madame Sans Gene lsranzösischer Kunstfilm, nnr abends). Die Damen von Maxim (glänzendes Lustspiel). — Am Freitag: Freunde in der Not. Tante Ursula in Harcmsnöten (nur abends). Samstag: Der Zapfenstreich (Schlager). — Nächste Woche: Romeo und Julie. Theater, Kunst und Literatur. — lDie Publikationen der „Slovensta Kolsta Matica") werden soeben versendet. Die Vereinsmitglie« der erl)allen folgende vier Bücher: 1.) „lVllliffoÄli l.l>!,ciin«", elfter Band (Pädagogisches Jahrbuch, red», giert von Heinrich Schreiner und Dr. Joses T o > min» et); „^konlov^ l-ll«unu.iiM" (Rechenlehre), dril' tes Heft, von Prof. Lukas Lavtar; 3.) ,.55lk!i.o. iilovntvci" (Luftschiffahrt) von Pros. Jakob Zu van» <> i 5; 4.) „Xj?ciu Hiov^ncov v 19. »tx>Iar, erfolgreich mitzu-wirken. Den Glanzpunkt des Abends bildete die sinfo» nische Dichtung von Musikdirektor Zöhrer , welche be» geisterte Aufnahme fand. Eines großen Erfolges er« freute sich der beste Gesangstünsllcr der deutschen Bühne Herr Hildebrand. Ein näherer Bericht solgt. — Der Saal war bis aufs letzte Plätzchen bescht. Das Konzert beehrten Ihre Exzellenzen die Herren: Landespräsident Baron Schwarz, Divisionslomman» dant FML. Kusmanek, FML. i. R. Klelller und andere Honoratioren aus Zivil» und Militär» kreisen mit ihrem Bcsnche. ^ — sDie Oratoriumkonzertc der „Glaöbena Matica".) Die Eintrittskarten siir das erste Oralorinmtonzcrt, das morgen stattfindet, sind schon seit zwei Tagen ver» griffen. Gestern fand die letzte Hauptprobe bo'i großer Beteiligung des Publikums statt. Anwesend waren u. a. Erzbiscljof Dr. V a u c r aus Agram, Fürstbischof Doktor Iegliö, der Komponist S at tner, viele Gäste aus Agram, unter ihnen Kanonikns Dr. Sul, und zahl» reiche einheimische Musiker. Im Gesangschore wirken über 250 Sänger und Sängerinnen, im Orchester bei 50 Musiler mit. Das Urteil des Publikums und der Musiker lautet einhellig dahin, daß Sattncw Oralo» rium bisher das größte und bedeutendste slovenische Musikwerk darstellt. Es erregte gestern allgemeine Be-geisterung. — (Aus der deutschen Theaterlanzlci.) Heute ge« langt Artur Schnitzlers „Anatol»Zl)llus" zur Erstauf» führung: 1.) „Die Frage an das Schicksal", 2.) „Ul> schicdssoupcr", 3.) „Anatols Huchzeilsmorgen". Am Deutschen Voltstheater in Wien wurde diese reizende Lustspielserie des bedeutendsten österreichischen Dichters mit großem Veifalle ausgenommen. Herr Joses Nic< lora vom Ronacherthealer in Wien gastiert in der Rolle des Anatul. — Zum Schlüsse bringt Herr Joses Victora aus seinem erstklassigen Vortragsprogramm folgende Nummern zum Vortrage: 1.) „Das hellblaue Himmelbett"- 2.) „Meine kleine'Braune"; 3.) „Affen-liebe" (Montl^Love); 4.) „Der österreichische Lentnant"; 5.) „Komm Schatz, komm in den Stadtpart". Am Kila» vier: Herr Kapellmeister Josef Hager. - l„Wie,,er Mode."j Das zwölfte Heft der „Wie« ner Mode" bringt eine Anzahl hübscher Überraschungen. So vor allem eine neue Beilage, ein ganzes Host mit Frühjahrsblusen und »rocken, reizend dargestellt, mit ausführlichen Beschreibungen und Anweisung zum V<" zuge von Gratisschnillen nach persönlichem Maß. Da«" eine weitere Beilage, „Für Haus und Küche", mit einer Sammelmappe zur Anlage eines Speisezettel» und Koch' rezeptcnbuches, das den Hausfrauen die Führung del Wirtschaft sehr erleichtert. Ferner zum erstenmal ein „Fvagetasten", in den, fachkundige Auskunft in alle" Angelegenheiten der Frau und des Hauses gegeben wi^-Und endlich die Anzeige, daß die „Wiener Mode" aM ihren älteren Abonnentinnen eine Geibe bietet, näm>l >" dem bisher üblichen Inhalt des Mode» und Unlerha^ tungstciles bemerken wir eine überraschende Venney-rung, so daß man ruhig sagen darf, daß die «W'"^ Mode" ihr erstes Viert'eljahrhiindert in jugendfrlsa?' Vorwärtsbewegung vollendet. laibacher Zeitung Nr. 5)9. 549 12. März 1912. — Mne neue Oper von Engen d' Albert.) Eiisten ^ v' Albert ist mit dcm Komftunicrcn cincr nouen Oper beschäftig. „Licbeslcttcn" wird ihr Name sein, und der tragische Stoss ist dem brcwiii scheu Mürcheutreisc cul> nommen. Die Urpremiere wird im kommenden Jahre »n Dresden stattfinden. Nur ständiger Gebrauch von BRAZAT MrannMn stärkt Muskeln und Nerven. TiTbera.ll erla-Ältllclt. (4540) 12-10 Telegramme 5«s l. k. Teleglaphen«Korrespondenz-Buleaus. Dementi. Wien, 11. März. Dcr frühere Kriegsminister Ge> neral der Infanterie Freiherr von Pilreich verdfsent. "cht folgende Erklärung: Icl) erkläre hicmit, daß die vom ..Pester Lloyd" in die Wiener Blätter übcrgcaan. gene sensationelle Nachricht, laut welcher der Kriegs-minister Niltor von Anfsenberg im Jahre 1905 cm Memorandum üder den Aufmarsch und Einmarsch von huppen zur Pazisizierung Ungarns versaßt, dcm ^riegsminislcrium eingesendet habe und dieses Memo-randun, sich unter den allcrselretesieu Dokumenten die» I" Zentralstelle befinde, absolut unlvahr ist. Ritter ^on Auffenberg lvar damals Brigadier in Raab. Wer vle Dienstverhältnisse in dcr Armee kennt oder ihren Organismus auch nur halbwegs objektiv beurteilt, muß die Absurdität der Sache einschen und überzeugt sein, baß t>as dem damaligen Brigadier zugemutete Untcrnch-wen etwas ganz Unzulässiges gewe>en wäre. Gezeichnet: Hreihcrr von Pitreich, General dcr Infanterie. Kroatien. Nubapcst, 11. März. Von zustündiger Seite wird «rlla'rt, daß die Nachricht, wonach der Banus seine De< Mission gegeben hätte, den Tatsachen nicht cntsftiechc. Agram, 11. März. (Amtlich.) Die Beruhigung un Llüht wurden. Der Kamps dauerte sün/ Stunden. Die Verluste der Ilaliener sollen hundert Mann betragen. Der Streik dcr Kohlcnarbeiter in England. < «ondon, 11. März. Insolge des Streikes haben "" .qroße 'juclerrasfin^rie!, in Liverpool ihren Netrieb schellt. Ans dem Tyne wird die Zeit des Streiks M benüizt, lim die Schissr installd zu sehen. Der ^mV" „Jean Paul" der Amerika-Linie. der am 23. v. nia"^'''pw" nach Nclvyork, und dcr Dampfer „Ozea. tvr^r While-Star-Linie, dcr am 27. abgehen sollte, ""> nicht auslaufen. China. kais ^"'"«' ". März. Bei der Einsetzung Yuanschik-^^'" provisorischen Präsidenten 'varen d,e fremden fu !"'^sch<,ften nicht vertreten. ?)uanschittai verlas ^nN'. ^"lärung: Ich werde mich treu bemühen, d,c H " ""Z?" ?'pl'bl'k zu fordern, die Nachte, c der stcuern, kündigt die zeitweilige Einsetzung der alten Gesetze an, sofern sie nicht dcm republikanischen Geiste »zuwiderlaufen und ermahnt die Beamten, die Wohl-sahrt dcr Ncpublit zu sördcrn. Neueste telephonische Nachrichten. Trieft, 12. März. Wcgcn des jüngsten Beschlusses des Triester Oberlaudcsgerichtes in bezug auf die Strei-chungen in der Iahreslistc dcr Gcschwurcncn and ge> stern eine vom politischen Verein „Edinosl" einberufene Versammlung statt, an dcr über 900 Personen te.lnah. men. Die Ver ammlung hatte die Tagesordnung Die Forderungen dcr Slovene» betreffs Zusammenstellung der Gcsch'worcncnlistc". Es tratcn mehrere Ncdnrr auf und schließlich wurde eine Resolution angenommen, die das Vorgehen der italienischen Advotatcnkammcr auf das schärfste verurteilt und das Bedauern ausspricht, daß die e rrste Liste, die dcr slovcnischen Natum gerecht wurde, aufgehoben wurde. Die Nefolutwu fordert die maßgebenden Kreise auf, dieses Unrecht wettzumachen. Rom, 12. März. Die Kammer hat die Gesetze, be-treffend einen Kredit von 205 Millionen Lire sur dlc Aktionen in Tripolis, angenommen. Madrid, 12. März. Ministerpräsident Canalcias erschien gestern beim König und gab seine Demission, da sich infolge dcr Demission des Ministers fur öffent-liche Arbeiten im Kabinett Schwierigkeiten gezeigt hat-ten. Der König versicherte Canalcjas seines Vertrauens und beauftragte ihu mit der Retonstrultwu des Ka-biuettcs. Christiania, 12. März. Amundfcn soll für seine Expedition 70.000 X Schulden gemacht haben. D,e Blätter fordern zur Zeichnung für die Tilgung dieser Schuld auf. Gutachten des Herrn Dr. Ioh. Löwi. Prcßburg. Herrn I. Serravallo Trieste. Mit Vergnügen bestätige ich, daß Ihr Serravallos China-Wein mit Eisen sich bei Appetitlosigkeit, Bleich, flicht, Älntarmlit bcstens bewährte und ich auch künftighin Ihr von mir hochgeschätztes Präparat sehr gerne anwenden werde. Preßburg, 23. März 1910. (5082) Dr. I. Löwi. Meteorologische Vcobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 73 Nebel s 3'6 DaS Tanesmittel der gestrigen Temperatur betrag« 7 6°, Normale 2 8', Tagesbericht der Laibacher Erdbebenwarte und Funtcnwarte. (Vezriiudr! von bei inamüche» Lparlasje l»l»?,) (Ort: Gebäude der l. l. Staats-Oberrealschule.) Lage: Nördl. Breite 46« 03'; östl. Länge von Greenwich 14' 31'. Auszeichnungen: Beginn __« « ' Z 3 « ^ Herd. A^. F^. ff- ZK2 Z« ^ Z distanz UZ KZ K§ Z'Z 3 "« 3 ^ "^ ^3 >.ß ^i^ ^5 ^ __^G__ ^M^-'«^______^"- <^ __1^ Km I dm» d^N8^ d^°^, lllll» l l»m I Fai0c»ch: II. - Nil Lg!,! 2349 N 5605 120615 1312 I. An, 8 März um 9 Uhr bb Minuten Nahbebenaufzeich- ""° 3c^7.^i^7.°: «m «,M»r« .« 2° Uhr« ,5 Mi^ "u' "itteleu.opälw 8" und werbe., von Miltrinacht bl« Mi»!er.wchl von U Uhr bl« ^ Ul,r „ zahl^ ll .lel<.n. jede 4 bl« lu M >m'c' l» 'h«"^' >'ds Miou.r i! bi« 8 L'örm,».»! jede Selunb? "bl 'mmni.rbrochen. zu,°mme.'da.Mnde Ge.üu che ml. ssm.le» büdunn zw!!che.i ,I.„e>,..k u.'b «trde °be' 2a«len !m H»nelepl>°.> S'Hlle brr Störungen: , «iehr «chwach». » «chwach.. » .lnüi,!« slorl» ^ '"""«autt.ir^l^m.len«^««- . -W.N. «rnehmbar.. b .,ehr Ichwach., e «schwach.. 6 .deutlich., « .lrü,»««', ' 'lehr triM»»», Wien, II. März. Wettervoraussage für den 12. März: Für Steiermarl, Kärnten und Krain: Vorwieqend heiter, un-bestimmt, lühl. mähige Winde, lokale Winde, Für das Küsten« land: Vorwiegend heiter, unbestimmt, etwas tühler, südöstliche mäßige Winde. Für Ungarn: Unbedeutender Temperatni-wechsel, sporadische Niederschlüge zu erwarten. Angekommene Fremde. Vr«nd H«iel Uni«». Am 10. März. Abloff, Oberleutnant. Rovigno. — Miheliit, Gastwirt. Adelsberg. — Straßer, Senn, Ingenieure; tturth, Oberingenieur; Karafiat, Direltor; Meßner. Privat; Tfirft. Tbeimer. Marlooic, Arnstein. Hartwig. Bondy. Macht. Großem, Rosenberaer. Rsde.. Wien. — Benes, Privat, Ungarisch Hradisch. — »ornitzer, Privat, Agram. — ^apornil, Ingenieur, Gotlschee. — Baxa, itfm., Trieft. Lackner, Hoteliersgattin, Badgastein. — «uhsmann, Ingenieur, Stein. — stejmann, Rsd.. Pilsen. Hotel Elefant. «m Ä. März, Graf Sternberg, l. u. l, Fähnrich; Cepich, Rsd., Trieft. - Teppey. Industrieller, Eilli. - Mayer, l. u. l. Majors Witwe, f. Kammerjungser, Graz. — Kusics. Villen« brsiherin, Veld's. — »olbe, Professorsgattin. Gottjch«. — Iernej, l. l. Steuereinnehmers Witwe, Ferlach (Kärnten). — Psohl. Direktor; Bluml, Oberlehrer; Berger, Ing.; «eiß. ttatterfelb, lkflte,; Pentel. Vertreter; geisl, Kadner. Rsbe., Wien. — Christophorn. Rs,. Linz. — Wüdner, Rsd., Teplitz. Schönau. «öwy, Rsd.. Pilsen. — Rosenzweiy. Acs. Rsde., Budapest. — Hiowath. Rsd.. Marburg. — Deutschmann. ?«sd., Waiüsborf. — Klein. Rsd., Fiume. — Kralj. holzhündler; Miljtovit. Kfm.. Nglllm. Rohnn, Bahnmeister. Mistel, — Richter. Allordant. Tuln (N.-Ö.). - W. Theaterdireltor, s. Gemahlin; Ludwig. Fallender», Kolbach. Auer, s Gemahlin, Weger, Gstöttner. Friedrich, Blechner, Fritz. Anderla. Schau, spieler; Mayer, githervirtuose; Hagen, Lerner, Ibtsch, Schau» spielerinnen, Innsbruck. Mser - zrllll - Mh - zllllilllmslliklllri i« Mch. I3i». Norft, Logenabonn.unger. Sperrsitz-Ndonn, ger.Nrk»3. Heute Dienstag den 12. Vlürz Einmaliges Gastspiel Josef Viltora vom Ronacheitheater in Wien Anatol Drei Einakter von Arthur Schnitzler. Anfang 7,8 Uhr, Ende 10 Uhr. O"b j 3.-VSU. Tern potom hü nazuaDJa, da se je Bralno drustvovDolenjemLogatcu vsled pomanjkanja druätvenikov due 31. grudna 1911 ppostovoljno pazšlo. Josip Smolej posestuik id bivši predsednik. A»ttwwthrtb»IHU8TEPI, HEISERKEIT, MAfiENSAUIIE I Ilauptdepot: Mlohael Kastner, Lalb*oh. (4040)39-29 Danksagung. Für die vielen Vewrise aufrichtiger Teilnahme, welche uns anläßlich des plötzlichen Ablebens un. seies innigstgeliebten unvergeßlichen Gatten, bezw. Baters, des Herrn Karl Stoy k. u. t. Hauptmann-Rechnnngsführers von so virlen Seüen zugelom.uen sind, fühlen wir uns verpflichtet, unsern tiefgesülilteslen Dank aus» zusprechen. Insbesondere danken wir den Herren Offizieren und Beamten des l. u, k, GarnijonsspitalS Nr. 8, des Iiifaiitrriercyiments Nr. 2? und Nr. 17. des Feldlanonenregiments Nr, 24. des Dlllgonrrrrgi-ments Nc, b, des k. t. LandwehiinflNiteriereaiments Nr. 27. des Landesyendarmeiietommaüdos Nr. 12 und allen übrigen Angehörigen der Garnison ilaiback,, dem Herrn Direktor, den Herren Professo"" und Fräulein Kandidatinnen des IV. Iahrt tWMlck W'lie^ Laibacher Zeitung Rr. 59. 550 12. März 1!N2. Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. bis, Verkaif sad Belelnoii van Wert- M*l«ren; BIrieairdrei; Verwiltmii ru Dipits, Sife-Deptsltt «tc. Filiale der K. K. priu. Oesterreichischen (]750) in Laibach Crit-fetalt stir Handel and Me Franz-Josef-Straße Nr. 9. Reserven: 95,000.000 Kronen. Eicampte vor Wechieln i. Devisen; firtl elDlages geg. EinlagibOchtr «.In Kuli-Kerrent) Mllitlr-HelnttkaHtltiiea •*•• Kurse an der Wiener Börse vom !!• März 1912« SrHoBknre Geld I Ware Allg. 8taatesehuld.-------------- Pi-o». „ (Mai-Nov.jp.K.4 «7« fi9-9t g *•/« ,, „ p. U.4 89-76 «8-9« 3 k. Bt.K. (Jäll.-Juli) p. K.4 S9-76 89 96 ¦ ,, „ p. A.4 «97« S9H6 £ 4° >*/,». W.Mol.E>ab.AiiK.i>.K.4'tt 8270 9290 a *2°/t „ „ „ ,, p.A.42 SH-7O b2-9t -S 48°/, „ 8»b.Apr.-Okt.p.K.4ü 9270 92S0 *U-2O/p„ „ „ „p.A.4 2 92 70 9S-90 Loae v.J.1860zu500fl.ö.W.4 1964 I«** Loee v.J.JH60 7.ui00fl.ö.W.4 48»- 44t- Loae v.J.1864 zn 100 fl.ö.W.... 60»- 621- Loee T.J.I 864 zu 60fl.«.W. .. tot — air- St.-Domän.-Pf. 120 £1.800 F.6 iSV- 269- üesterr. Staatsschuld. Oeat.Staatwjchatzsch.itfr. K.4 -'- •-•- Oest.Goldr.stfr. Gold Kaaee.. 4 "4St lutt „ ,.....p.Arrgt. 4 ti4 36 lirtt Oeet.ReDtei.K.-W.stfr.pK. .4 89-76 88-96 ., .,....., „U..4 80-60 80- Oest. Rente i. K.-W. steucrfr. (1918) p. K............ 5C to 90-26 Oest. Rente i. K.-W. steaerfr. (1912) p. U............ SOOt 90-21 Oe»t.lnveat.-Rent.8tfr.p.K.8Vi 7«-eo 7S7t FranzJo8efab.i.Silb.(d.S.)5Vj Hi Oe nsot Oalii. KarlLudwiK8b.(d.St.)4 SO-— 9v- Nordwb.,«.n.Büdnd.Vb.(d.S.)'i «9«' 90-6t Rndolssb.i.K.-W.stfr.(d.S.>4 »0- !*/•- Y*ib Staate z. Zahlung übern. liienbahB-PrioritatH-Oblij;. ßöbm. Nordbahn Em. 1882 4 U2- tta- BBhm.WestbahB Em.1885. .4 9zec/ <>»-to B0hm.Weetb.Em. 1895 i.K. 4 9280 933'. Ferd.-Nordb.E. 1886fd. S.). .4 64- $&¦- dto. E. iHO*(d.St.)K____4 94-2C 9i,-rc Franz Jo^et'sb.E.1884(d.S )S4 arso 92 9( Galiz.Karl Lad wigb. (d.St.)S4 Brio 92 n Laib.SUinLkb.üOOn.lOOOfl.4 B2-76 9S-7t Scl lid urn n.hl |Woro fr«. "' ero.-Czer.-J.E. 1884 d.S.)H4 90-60 Bttt Nur wb., Oeat. 200 fl. Silber 6 lOžto wan dto. L.A E.1908(d.S.)K«Vv ** *f *4-t* Kwdwb.,OeRt.L. B.2 fl. S.5 102 IV lOSlc dlo. L.B.E.19(i3(d.S.iK8'/j «t-- #4- dtO. E.1885 200U.1000H.S. 4 924V 99 40 ^ndolsabahnE. 1884 (d.S.)S. 4 91 <>v 92-6C ^taatseisftnb.-G.fiOOF.p. St. 8 HO-- S78 61 dto. E- ".-Ki'tröOOF.p.St. 8 ««» — »74• — SüdnorddeutfiiheVbdgb.n. S. 4 9f7t B27t I'ng.-gal.I' t..l««7 20()Silber 4 90-70 »r;v Ung. StaatHHchold. Ung.StoatBka>sen8cb.p.K.4';» »97« B»-9b Lug. Rente in Gold ... p. K. 4 UQ-— ijo-ti Ung. Rente i.K. stfr.v.J. 1910 4 6B2t s9-4t Ung. Rente i.K etfr. p. K.4 S$4t sb 6t L"riff. Priimißn-Anlehenä 100fl. 426— 488 — U.TbeiBB-R.u.Szeg.Prm.-O. 4 2PB- air— U.OrimdentlaHtg.-Oblg.o.W. 4 SOSO hq&o Andere öffentl. Anlehen. Be.-herz. Eis.-L.-A.K.1902 4>/j 97ti> BStf W r.Verkphrsanl.-A. verl. K. 4 8060 9iiO fito. Km. 1900 vcrl. K .... 4 90-tO Bl-tO < .alizinches v. J. 189:* veil. K. 4 PO-10 Brio Krain. L.-A. v.J. 1888 ö.W. .4 9226 Bf2t lViihris-chesv. J. 1890V.Ö.W. 4 97-7« 92-7t> A.d.St.Bndap.v.J. 1908 v. K. 4 S9ot> eo-Cf Wien (Elek ¦ v. J. 1900 v. K. 4 9f- B2- Wien (Invest, v. J. 1902 v.K. 4 Brso 92 sc Wien v.J. 1808 v.K.......4 90-60 »/6t Rof». St. A.19O6s.lOOKp.U. 5 10» St lOSbt Eul.St.-Goldanl.1H07 100K4Vj 94 4v 86-40 Pfandbrietc nnd Kommunaloblipitionen. Ts.deiikr.-A. <.st., 50J. i». W. i 92-- 9f- Boilenkr.-A.s. Dalmat. v.K. 4 f>(-gt 89-60 Bfitim.HypothekenbankK ..5 iOO-bo wrtt ilto. Hypothbk., i. 67 J. v.K. 4 98 tc 9460 Gold | Wrarc Böhm.Lb.K.-SchnldBch.,5OJ.4 9f7t »2 76 dto. dto. 78 J. K.4 »2— f>»-~ dto. K.-SchuldBcb.78 J. * 9/sc U2-S0 (ialii. Akt.-Hyp.-Bk.......b no-- _- dto. inh.5<)J, verl K. 4V» i>k-»t 8P8» Gnliz.Landesb.Mi/jJ.v.K. 4>/i 9H-60 99-no dto. K.-Obl.llI.Em.42J. Vju »*•*« c,fi26 l.vtr. Kodenkr.-A. «6J.0. W.ft rwto 1012t lfitr.K.-Kr.-A.i.62>/3J.v.K. 4>/2 '('"- /00 7A Mühr Hypoti.-B.o.W.o.K. 4 "/•?» 02-tt Nied.-out.Land.-Hyp.-A.IS6J. 4 »2"7« 08-7e Oest. Hyp.-Bank i.5O J.verl. 4 "*** f)/l-2t> Oe»t.-ung.Bank60J.v.ip.W. 4 9626 B7-2t> (ilo. 50 J. V. K..........4 96 70 87-fc /j •"«- f>9-— Comrzbk.,Peat. Ung.4l J. 4'/a *«"»G 98-tc dto. Com. Ü. i. 50'A J. K 4V2 '•*¦- .<)»•_ Herm.B.-K.-A.i.SOJ.v.K 41/1 p*<"> "»«0 Siark.lnncrBt.Bud.i6OJ.K4V2 •*'— 09-- dto. inh. 50J.V.K.....41A 8f~ <><•_ S| ark.V. F.Vat. C. 0. K . . 4'/, 9*-- 9»-- L'rg. Hyp.-B. in FestK . .. 4«/* -*># »" »P-«io dto. Kom.-Sch. i.50J.v.K4>/i 9*-«0 f^«« Eisenbahn -Prior.-Oblig. Katch.-Odeib.E.1889(d.S.)S. 4 W— W6-- dto. Em.1908 K Cd.S.) . . .4 9VOb aroe. l.en>b.-Czer.-J.E.1884 8OOS.8-6 st'~ *<•- dto. 3(H) S............4 S8-S6 Sü-St StDatreitenb -Gesell. E. 1896 id. St.) M. 100 M........8 <«' «#-7» ^(jdb. Jon.-J. 500 F. p. A. 2'6 ^«««0 2*960 i;i)terkroinerB.(d.S.)ö.W. .4 «"»•- W- DiverHe Lotte. I(odcnkr.öst.E.1880aiOOfl.8X ur~ 918- detto E. 1889ölO0sl. . . . 3X 2«»— 2S1- 1 fypoth -B.ung.Pram.-Scbv. (1 100 fl................4 260 60 2f6H Sf!rb.Prömien-AnI.& lOOFr. 'i. 12»16 1291t I,ud.-Ba8ilica(D(iHib.)5fl.ö.W. 94-*o »S-to Schlußkura Gftld | Ware Cred.-AnBt.f.H.u.G.lOOfl.ö.W. *oo•- 612 - l.aibacb.Präm.-Anl.üOfl.o.W 78- 81 — Rotei)Krenz,öBt.G.v.lUtl.ö W 6616 7226 detto ung.G.v. . . öfl.ö.W. 4260 <« «(/ Ttirk.E.-A.,Pr. 0.400Fr.p.K 2S840 241-40 Wiener Kommunal-LoB« vom Jahre 1874.....lOOfl.o.W. 607 - 619 (¦cwiiJBtsch der 3«/„ Pr.-Sch. 'lerüod.-Cred.-AnBt.E. 1880 69-76 6» 76 (iewmstuch. der 3°/„ Pr.-Hch. (icrBod.-Cred.-Anst.E. 1889 104- 114-Gcwinbtech. der i°L Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 60— 66— TranHjtort-Aktien. Donau-lJamps.-G. 600 sl. C. M. M0-- H74 -Ferd.-Nordbahn 10d0 fl. C. M. t070-- 6I10- Lioyd, iinterr.........400 K »«•-¦ »<7•- Stoate-EiBb.-fi.p. U. 200«. S. 74160 742 6t Slidbahn-G.p.U. ...600Fre. 106-bv 107-60 Bank-Aktien. Anglo-öBterr.Bank 120fl. 18K »99-2t H(r?.t l!nnkver.,Wr.p.L. 200(1.80 „ t>4ft>0 64660 Üod.-C.-A.allg.öst. 80OK64 „ 18I6 1324 — Crcdit-AnKt. p. U. 82OK82 „ ßrtso 6b4tO Credit-B, ung. allg. 200fl. 42 ,, W- «4S-~ E8konipleb.8teier.2O0fl.3a,, 6SS-- 602- E8kompte-G.,n.ö. 4OOK88 ,, V6S- 77r- Uniderb.,öbt.p.U. üOOsl. Ü8 ,, 644— 646-- Laibui:hr:rKreditb 400K28 ,, 472 60 4/3- OcBt.-mifrar.B. 14O0KiW30 „ i977- 1986 — Unionhnnkp. U. . . 200fl.32 ,, 626- 627- Verke>ir8bank,allg.l40fl.20 ,, »71 76 »mt Živnoaten.banka 100(1. U„ ti>4-— J9f- Indnstrie-Aktien. llerg-u.HUttw.-(i.. öfet. 400K 1067— 1061 — Hirtoi1bcrKP.,Z.n.M.F. 4O0K 1282- 128S-KöiiigBh.Zfirnant-Fabrik 400 K »9s- 997--LengenlelderP.-C.A.-G. 26OK IM'- 267- Schluflknre Geld \ Wart Montnuge«. .önterr.-alp. lOOsl. 93t- 93t — P«rlni(iü»er h. K. u. F. 100 B. *89- 490 tt PraRerEineDind.-Getiell. 50« K M27 '• t»tO — Himaniur. Salgo-Tarj. 100(1. 7t6W 726 6t ^al^-Tnrj.Stk.-B.....lOOll. 7Ž4 7Z7 tO Skodawerko A. G. Pils. ZOOK 7Sb 60 1»7 tO Waffen-F.-G..österr. .. 10011. 8SH - t)B8 — Wostb. )iergbnu-A.-G. tOOO. «6* - 67t — I Devisen. Kurze Siebten und HeliofUt,. DeuUchsi HankpläUe....... lit S» iiHOt llaiienische Uankpl&tre..... »4 «5 »4 9P Lotiflon................. «/«•» Z4I**'* Faii» .................. #»67» *« SP Valuten Mün?.ilok»teii............. UI7 n 40 üO-J- raucb-Sttlck«.......... 19-14 I9lt /0 Mark-.SUIcke........... tr*7 U-61 iJenUche IieictiBlianknoien .. 117-8» ilS-Ot llalienifiche Banknoten..... 94%8o »e— Hubul-Moten ........... *•«*>• *•#«•• Lokalpapi «re natih PrlvalDorler. d. Fllitled. K.K. rrlv.Oesl.Credit-AnsUII. Hraoorei Union Akt. SiOO K (I Zt6- 14b- Hotol Union „ 500 ., 0 —•— —— Kruin.Bauges. „ '^(»©„laK ZOO- lt