Nr. 259. Vl»n»m«»«»l»»»p«ll»l I» «omptoll »»»,z. y. 11, halbj. N. » lw ssür bl« ZnfteNun, «n« H«u« halbl. <«» lr. Ml« der Pefi ga«,j, fi >k, hi,lb>. fi. ?^<», Montag, IN. November. < Z««I«n »?>!».. «iöh»t p«r gell« b«! lft»»»n w>st>>rv!'!u!,>,,l! her ^?kr"^ horchte er nach dem kritzelnden Ton. der von Niil, . bks Gerichtsschreiber« kam. Ein anderer Tu«! ""b klopfte mit scinem Bleistift auf da« grüne UM?,,' Präsident fchob seine Brille etwa« nach Krausn^ tankte sich die nasfe Stirn. Seine kalten, ir, lv,l4/"2'" richten sich aufmerksam gegen die Thür, dt»n !. ^ Personen zum Vorschein kamen, die in ^8rn l n ^l Verhandlung stehenden Process au«-baren ' ""b die doch sämmtlich bereit« verhört Vend."^ "^ iemand draußen?" fragte er in schlep, ^.""wundlichem Ton ben Thürsteher. D« kochen.« antwortete dieser, "^nn lasst e. hereintreten.« Die Thür öffnete sich, und da« Mädchen kam herein. Ein Strom kühler Nußenluft begleitete sie und erfrischte angenehm die Augen und das Gesicht derjenigen, welche der Thür zunächst sahen. Zu gleicher Zeit drang auch ein Sonnenstrahl durch den dicken Nebel und beschien die Wände und Möbel des Audienz» saale«. Eine nette Person; ein bunt gefütterte« Iaquet. mit Blumen bestickt, umgab ihre zierlich? Gestalt. Sle hielt die großen dunklen Augen siltig niedergeschlagen und sah sehr liebenswürdig au«. «Was willst du, mein Kind? fragte der Präsident gleichgiltig. Die strengen Richter haben wirklich lein G.fühl. Da» Mädchen strich da« schwarze Tuch zurecht, welches ihren Kopf bedeckte, und antwortete mit einem tiefen Seufzer: «Meine Sache ist traurig, sehr traurig." Ihre sanfte, klagende Stimme drang in die Her-zen hinein wie liebliche Musik, die noch in der Luft zu zittern fcheint. Die Gesichlszüge der Richter waren nicht mehr so mürrisch. Da« Bildnis des König« und dasjenige des ^uäox curi»e schienen das Mädchen aus der Ferne wohlwollend zu ermuthigen, mit ihrer traurigen Sache an den Tag zu kommen. «hier ist es geschrieben." sagte sie. „dort steht e« viel besser, als ich es erzählen kann. . " ., Der Präsident wendet das unerbittliche sr", Haupt zur Seite und streckt seine Hand nach «" -»- dringenden Augen das Document überfliegen. «Anna Bede wird aufgefordert, hhr Grsicht zum Theil bedeckt. Das war aber nur gut, denn, war sie soeben we,h wie eine Lilie, jetzt ist sie feuerroth vor Scham. «Wir haben dies Papier vor acht Tagen erhalten." stammelt sie mit gebrochener Stimme. «Der Herr Thür-steher hat es selbst gebracht und un« au«gelegt, wa» es bedeutet. Und meine arme Multer hat gesagt: ,Geh', meine Tochter. Gesetz ist Gesetz, damit soll man nicht scherzen/ Darum bin ich gekommen, um die sechs Monate Strafe anzutreten." Der Präsident putzt zweimal seine Brille, se" kalter, unzufriedener Bl'ck gleitet ilber die ^'^'" seiner Nmlsgenoss.n hinwea nach dem ife"st,r, der Decke, und unwillkütlich wiederholt ,r. «Gesetz ist Ges,h." . „,„. h,- Laduna — "°"Ä ^"l"',7f "m weißen Papier; fie er-unsaubere 3ed"s "che °" y„„„ jg^. z« emer Ge- l""" ^7- o"n Achs Monaten verurlheilt ift - ""a"Ntra7ns N'swhlener Gegenstände. ""Da« Haupt des Gerichtshofes klingelt nach dem Thilrsteher. ..Begleitet Anna Bede zum Gefängni3'Inspector." Der Thürfteher nimmt das. Urtheil, da» Mädchen Laibache« Zeitung Nr. 259 2138 10. November l884. Stöhnen erfüllet die Luft, schwere, röchelnde Athem« züge, klagende Laute, dem wilden Schmerz sich entringend, steigen zum Himmel empor. Aber hoch oben am Himmel schwebt in den letzten Strahlen der entschwindenden Sonne der Aar, kreisen die Oeier. die angelockt vom Dunste des heißströmenden Blutes nach Veute spähen. Das sieht so manche« brechende Auge, und taufende fiebernde Herzen, gebannt an die halb-umnachtete Erde, entsenden Gedanken des Abschieds an die fernen Theueren daheim. Ein Opferherd breitet sich unter den sichtbar werdenden Sternen, die gleich perlenden Thränen aus des Himmels Tiefen hervorquellen , hervorgelockt vom weltalldurchdringenden Mitleid! Und sieh da, zu dieser Stunde hört man ein Wehen und leises Rauschen; es sind milde Zephyre. die aus dem Osten kommen. Die Luft scheint bewegt, wie vom Flügelschlage eilender Cngel, die da kommen, um den Lebensmuth zu entfachen, um den Glauben zu wecken an die bessere Menschheit. Und sie kommen nicht allein, ihnen folgt ein Genius mit dem Füllhorn heilender Kräfte. Er naht, gehüllt in den Mantel der Nacht, wie das edle Erbarmen. Erschreckt von seiner Gegenwart entsinken in den Staub die wilden Dämone der Schlacht, und über die ganze zerschlagene Mensch« heit ergieß: sich ein Schimmer genesender Hoffnung- Nun ist er erschienen. Wie der Mond von der Sonne, so trägt er das Licht der Gottheit, denn es ist der Genius der Humanität. Mitleid entstrahlt seinen Augen und dem Munde entquillt die belebend erlösende Frage? „Wo fehlt's?" Hoch auf der schön gewölbten Stirne erglänzt ein Diadem, ein verklärtes rothes Kreuz, in der rechten Hand hält der Genius ein Füllhorn, aus welchem köstliche Arzneien auf tausend bereitwillige Hände herniederfallen. Und diese fühlenden Wesen, sie gehen ohne Wahl de« Weges daher, gezogen nur vom Hilferuf der Lei« den. Vor ihnen hat der Feind leinen Namen und der Freund keinen Vorzug; sie unterscheiden nicht zwischen Fremdling und Einheimischem, zwischen Höheren und N'ederen; sie sehen nur den Menschen und im Men« schen nur seine Bedürftigkeit. O, wie diese stillen Thaten, die hundert- und tausendfach wechseln in der Art ihrer Aeußerung, viel lauter zum Himmel dringen, als ruhmreicher Schlachten weithallender Donner und Ruf! Und die Bevölkerung der weiten österreichischungarischen Monarchie, die ja doch infolge der all« gemeinen Wehspflicht so innig verwachsen ist mit un» serem glorreichen Heere, wie sollte diese Bevölkerung nicht innia.cn Antheil nehmen an dem Geschicke ihrer ins Feld ziehenden Söhne? Wie sollte sie nicht nach Kräften bettragen, wo es gilt, die Bestrebungen und Zwecke eines Vereins zu fördern, der in eminent humaner Weise die Leiden unserer tapferen Krieger zu mildern berufen ist? Wie sollte sie nicht folgen dem leuchtenden Beispiele unseres allgeliebten Herrscherhauses, dessen erlauchte Mitglieder diesem humanen Vereine stets ihre werlthätigste Unterstützung angedeihen lassen, wie wir uns gerade heute der beglückenden Anwesenheit Seiner k. und k. Hoheit des durchlauchtigsten Erzherzogs Karl Ludwig zu erfreuen haben, höchstwelcher die beschwer« lichen Mühen der weiten Reise in dieser rauhen Jahreszeit nicht scheute, um sich persönlich über die Thätigkeit und die Fortschritte der patriotischen HilfsVereine in Krain die Ueberzeugung zu verschaffen. Und so wollen denn auch wir nicht zurückbleiben und unseren Stolz darin erblicken, zu diesem wahrhaft patriotischen Werke nach unseren Kräften beizutragen. Jeder Einzelne möge da fein Möglichstes thun, dann erst wiid die Gesellschaft vom Rothen Kreuze das angestrebte edle Ziel auch thatsächlich erreichen können. Und das walte Gott! Inland. (Parlamentarisches.) Wie man der „Pol. Corr." aus Budapest meldet, glaubt man in rompe« tenten Kreisen die Beendigung der Delegations-arbeiten spätesten« für den 17. oder 18. d. M. ziemlich bestimmt in Aussicht nehmen zu dürfen. Möglicher Weise wird aber die Session schon am 15. d. geschlossen werden. Nach dem bisherigen V-rlaufe der Ausschuss-arbeiten scheinen sich nämlich keinerlei irgendwie schwerer wiegende Differenzen in den Beschlüssen der beiden Delegationen ergeben zu sollen, so dass die Nothwen« digkeit eines complicierten Nuntien'Wechsels oder gar einer gemeinsame»! Abstimmung diesmal entfallen dürfte. D,e Eröffnung des Reichs rat hes war ursprünglich für den 4. Dezember in Aussicht genommen. Es fragt sich aber, ob diese auf die Vermuthung einer längeren Dauer der Delessationsarbeiten basierte Absicht nicht durch die raschere Beendigung der letzteren eine Aenderung erfahren wird. (Regelung de« Sanitätsdienstes in Kärnten.) Zur nunmehrigen Durchführung des Gesetzes bezüglich der Regelung des Sanitätsdienstes in den Landgemeinden Kärntens hat die Landesregierung in Klaqenfurt im Einvernehmen mit dem dortigen Landesauischusse beschlossen, das Land mit Ausschluss der Hauptstadt in 41 Sanitätsdistricte einzutheilen. Gleichzeitig wurde die Einlheilung der einzelnen Orts-uemeinben in Districte und der innerhalb eines jeden Districtes vom bezüglichen Districtsarzte einzunehmende Domicilsort definitiv festgestellt und beschlossen, außer der für die Aerzte hinauszugehenden, ihre Obliegenheiten regelnden Dienstesinstruction an diese sowie an die Ortsgemeinden eine Norm zu erlassen, welche die Vebüren feststellt, die von den Districtsärzten außer ihrem fixen, aus dem Landesfonde fl,eßenden Gehalte in Ausübung der Armenpflege von den Gemeinde», angesprochen werden dürfen, wobei denselben bei Gängen nach solchen Orten, welche über vier Kilometer vom Domicilsorte entfernt sind, auch ein per Klo. meter der Hin- und Rückreise zu berechnendes Fahr. geld billiqerweise bewilligt wird. Die Dlstrictseinthel. lung mit Bestimmung der Domicilsorte der Aerzte wird demnächst im Verordnungswege erfolgen und bei der Besehung der Dienstesposten in vorwiegender Weise auf die bermaligen landschaftlichen Bezirksärzte Rück« ficht genommen werden. (Ungarn.) Ueber die Thätigkeit de» Finanz-ausschusses de« ungarischen Abgeordnetenhaus es wird berichtet, derselbe werde das Budget voraussichtlich bis zum 20. d. M. vollständig erledigen, so dass bereits in der ersten Sitzung deS Abgeorone« tenhauses der Bericht des Finanzausschusses vorgelegt werde und das Haus noch im Monate November mlt der Verhandlung desselben wird beginnen können; es sei demnach Aussicht vorhanden, dass da« Budget noch vor Schluss des Jahres der Allerhöchsten Sanction werde unterbreitet werden können. Ausland. (Die Cholera in Paris.) Der Tod treibt ein grausiges Versteckenspiel mit der europäischen Menschheit. An einer Stelle verschwindet die Epidemie, um plötzlich an einer anderen wieder aufzutauchen. Kaum sind die dreiziffeiigen Bulletins aus Italien auf die Einheiten herabqesunlen und beginnt der Schrecken aus dem unglücklichen Neapel zu weichen, taucht das grinsende Haupt des asiatischen Gastes plötz' lich in Frankreich empor. Von Italien hat die Krank-heit den Weg nach dem französischen Festlande zurückgenommen, von wo sie ausgegangen; aber sie M nicht die Straße über das Mittelländische Meer zurück, «M wieder in Toulon oder Marseille zn landen, wo su zuerst ungebeten erschienen war; auf einem weiten Umweg gelaugte sie zu»>ächst an das enta,ea.ena.eslhte Ende Frankreichs, um in Nantes, am Auiftusse d" Loire, Unruhe und Bestürzung zu erregen und nun liberalen Elubs in London Veranlassung zu einer bedeutsamen außerpallamen" «arischen, aber für da« Parlament berechneten Kunt>" qebung genommen. Mit der Grundsteinlegung, der fa!» sämmtliche Eabinetsmitglisder anwohnten, verkoilpl^ nämlich Gladstone eine längere Rede über die gege?' wältige Lage und die Zukunft der liberalen Partei m England. „Das Haus der Gemeinen — sagte er U- "' — hat in diesem Augenblicke nicht ein einzelnes, i^ dern ein doppeltes Reformwerk vor sich. Die E^h terunst des Stimmrechtes ist eme Reform außerha^ des Hauses, welche, wie ich glaube, die Macht, "^ Frieden und die Sicherheit des Landes wesentlich " höhen wird. Allein es ist auch ein großes Reforms mnerhalb des Hauses zu vollbringen, denn diese e V^lsammlung, die erste berathende Versammlung der Welt, ist jetzt dazu verurlheilt. ihre W'rksaM^ a-säb/det zu sehen durch die einzelnen Individuen " Srcl'o.ien. so dass da« Haus selbst der Sclave l,e" Iüdwiduen und Sectionen geworden ist, ""0 >ltt ch-lann es aus jener Sclaverei befreien, als eine du dreht sich schweigend um. aber ihre Lippen beben, als ob sie vergebens nach Worten suche. »Habt Ihr vielleicht noch etwas zu sagen?" »Nein . . . Nichts . . . nur. dass ich üisette heißt. Lisette Bede; denn . . . wissen Sie ... wenn es Ihnen beliebt, mein Herr. . . Anna, das ist meine Schwester. Vor acht Tagen haben wir sie begraben, das arme Mädchen." „Aber dann seid Ihr ja gar nicht die Ver-urtheilte!" »Ich? Lieber Himmel, nein! Warum sollte man mich verurth-ilen? Ich habe in meinem Leben noch Niemandem etwa« Böse« gethan." » k??°^' """" l°""t Ihr denn hierher, thörichtes ^ i ??""c/ - - ma« ich es erzählen ... Es kommt. Well sle gestorben ist. währen diese Sache anhänaia war. «'s sie mit Blumen bedeck., still darniederlag, kam diese« Papler nnt der V-rmthe,lung zu sechs Monaten. O, wie gut ist e« doch. dass sie nicht lanae genug gelebt hat, um es empfangn zu können." Die Thränen kamen dem Mädchen in die Augen, und mit Mühe fuhr es fort: „Als sie dalag, bewegungslos, Mlt geschlossenen Auaen. stumm und taub für allezeit, haben meine Mutter und ich lhr gelobt, all das Unrecht wieder aut zu machen, das sie für ihren Bräutigam gelhan hatte, denn sie halle diesen Gabriel Hartong innig l,eb. e« geschah nur aus Zuneigung zu ihm, dass sie sündigte. Und deshalb hab'n wir gedacht..." ,Wa«. mein Kind?" „Das« sie nach ihrem Tode erst einer vollkommenen Ruhe g«ni«hen werde, wenn niemand sagen könne, dass sie der Welt etwas schuldig geblieben. Meine Mutter wird die Geldbuße bezahlen und ich an Annas statt in« Gefängnis gehen." Die Richter blickten einander lächelnd an. Welche Einfachheit, welche Natürlichkeit! Das Gesich de« Präsi-denten hat nicht mehr den strengen, eiskalten Ausdruck. Wieder nimmt er sein gelbes Taschentucht, aber es ist jetzt nicht seine Stirn, welche er trocknet, — etwas tiefer fährt er mit demselben hin. „Es ist gut. meine Tochter." sagte er sanft. „Aber lasst einmal sehen, wenn ich mich recht erinnere . . ." Ec lässt da« Haupt in seiner Hand ruhen und scheint nachzudenken. »Ja, ja, es hat in dieser Angelegenheit ein be-bäuerlicher Irrthum stattgefunden. Wir haben euch ein velkehrte« Document gesandt." Das Mädchen schlägt seine großen, trüben Augen zu dem alten Mann auf und fällt hastig ein: «O Gott, wäce es möglich?" E« liegt ein tiefschmerzlicher Vorwurf in ihrer Stimme. Der Unerweichliche nähert sich dem Mäd« chen und legt seine Hand freundlich auf die schwarzen Locken. »Die Vorsehung dort oben hat ein anderes Ur» thell gefällt, «eh' nach Hause, mein Kind. grüße deine HXutter von mir und sag' ihr, dass deine Schwester Anna unschuldig gewesen ist." „Wir haben un« e« wohl gedacht." flüstert Lisette leise, während sie die Hand aufs Herz legt. Und mit gesenktem Blick verlässt sie den Gerichtshof, um frohen Herzens der Mutter die Freudenbotschaft zu bringen. Großmutter als Braut. Nach dem Italienischen des Enrico llast elnuovo. (Fortsetzung.) „Was du mir nicht sagst! ... Ist sie '""" noch hübsch?« ^n „Ja wohl, ein wenig mager, aber !'e '!' nie anders gewesen." n^Hen, Ich konnte nicht umhin, die Betrachtung z" m"^ dass ich einst gewesen war wie Adele. .Wlrd n? ^ wohl wieder verheiraten?" frug ich nach """>!>« „Kann wohl sein . . . w,rb aber schwer yali „Siehst du sie auch zuweilen?" ^w „Mitunter," antwortete Valentino "'" ^a-Tone, der anzudeuten schien, er sei dieses langen mens müde. , z^mer Wir sprachen von anderen Dlligen; aver > ^ wieder musste ich an Adele denten. "!" '?„,eine eifersüchtig? Ich weih selber nicht recht. Betrachtungen waren, so verworren und unel war alles, was in meiner Seele voraleng. ^, Beim Essen bemühte sich ""n Onkel, au „ sicht für mich, höflich zu sein. Er drückte e ^^^^ au«, dass Valentino nur so kurze Zelt blewe ^ ^ und füllte fleißig sein Glas mit emem Weui^ ^ ganz besonders schätzte. Die Tante ""r voU^ b mertsamlrit für meinen Verlobten, aber M^a «^ sich keine Mühe, ihre üble 2".ne zu ve « »e . ^,^ aute Mutter suchte sie zu e''tschuld'nen . d m ' ^ Lüge sagte, wohl die einzige, deren fte m'hreM 8 , Leben sich schuldig machte. Mat.lda hat H ^)^^ schmerze^ sagte die Tante Min macht da« Kind so ernst und so v?r,yl „ «aibllcher Zeitung Nr. 259 2,3» 10. November 1884. greifende und drastische Veränderung seiner Geschäft«, ordnung." (In Kopenhagen) lrat an, 3. d. M. der ^eichstag in dem nach dem Brande des Schlosses ^hristiansborq zum mittlerweiligen Gebrauche für den« mben Hergerichtelen Locale wieder zusammen. Da die Vorstandswahlen bereits in der Oltobrr-Sihung voll« Wen waren, so tonnte der Finanzminister sogleich im ^ollsthing das Finanzgksetz vorlrgen. Er bemeikle, d°ss die Gesammteinnahme 54033000 Kronen (zu 67 lr. ö. W.). die Gesammtausgade 52 7Ü70U0 Kronen be'rasse, also ein Cassenilberschuss von l 846 000 Kronen Nch herausstellte. Die Einnahme wäre ungefähr eine Million höher als im uorigen Jahre infolge des glitzeren Era.kbmsses der indirecten Abgaben; doch ^lire die Zolleinnahme nur um 371 000 Kronen ge-"legen Die ordentlichen Ausgaben wären um etwa ^'/4 Millionen vermehrt. Zu dieser Summe gehören 2 373000 fiir außerordentliche Ausgaben für Heer und Fwtte.' (Aus Cork in Irland) wird wiederum ein grauenvoller agrarischer Mord gemeldet. Nach ?en bis jcht vorliegenden liur dürftigen Nachrichten M das Opfer ein Ibjähriger Knabe Namens James «eogh, der anf einer Farm erschossen würd«', aus welcher der frühere Pächter exmittiert worden war und b>e neuerdings von einem Farmer Namens Crowe übernommen wurde. (Aus dem Suda n.) Ein Kairenser Blatt will W'ssen. dass Lord Wolseley Voten zu dem Mahdi sengte mit der Aufrage, ob es nicht möglich sein mülde, kw gütliches Abkommen für die Befreiung des Ge-nerals Gordon und der Garnison von Ehartum zu ^eff'N. Das Vlatl fügt hinzu. dass. wenn der Mahdi nch willsähng zeige, Lord Wolseky sich verpflichlen ^ü>de, dir ellglisch^n Truppen nach Wady Halfa zu> M^uzirhen u»d dass England und Eaypten einwil-u«ln^ würden, irgend eine regelmäßige Regierung, die >M Sudan her^steUt werde», dürfte, zn unlerstützen. (Von der Insel Trinidad) sind in London Aelegsamme über blutige Neibungen unter der Kuli» Bevölkerung eingegangen. Ein? Menge Personen wurde getödte», eh»' des Ausstand der farbigen Arbeiter unter-l>nickt weiden tonnte. Die AiNillen Insel Trinidad, welche sett 1797 unter englischer Herrschaft st.ht. hat ">ca 153000 Einwohner und darunter nur etwa MIO Weih?. Tagesneuigteiten. ... ^-Majestät der Kaiser haben, wie der „Bote M^iro! und Vorarlberg" meldet, der Gemeinde. und «'schenvolstchunss ^ Ischia. Beziilshauptmannschafl Tnein. Mi Beischaffung' einer Kirchencilocke r»,e Uoter-stützung von l00ft. zu bewilligen geruht. Se, Majestät der Kaiser haben, wie da« «Pra. ß«>r Abendblatt" meldet, dem Militär.V^runelwereme '" Neupaka zur Anschaffung tiner Vtrr,nifahne eine Uxterst uhung von 80 fl. zu sp.nden geruht. »- (Der Kaiserin Eugenie) ist ein ern m'r Unfall zugestehen. Sie begab sich am 4, d, M. nach ^h'slehurst. um die Gruft, in welcher Napoleon III. u>,d 'k»n Sühn ruhen, zu besuchen Als sie aus ihrem Wagen 'leg. slilrzte sie und zog sich eine ziemlich schwere Ver-Atzung am Unten Beine zu, ^- (Kirchen in Bosnien und der Herze« Üowina) Kirchen sind im Baue: in Fojnica und Ioanjsla. Diöcese Ganjalula. Das heuer neuerbaute Kirchlein in Kalusi, auch Popovlöi genannt (Diöcese Banjaluka), wurde eingeweiht. DaS Kloster der „Töchter der göttlichen Liebe" wurde durch einen Zubau vergrö-ßert. Das Kirchlein bei barmherzigen Schwestern erhielt ein sehr schön ausgeführtes Fenster aus der Ti-roler Glasmalerei; wohl das erste Glasmalereifenster in Bosnien. — (Herzschläge.) Der bekannte Arzt Dr. Richardson aus London erzählt, er habe neulich einem strebsamen Schüler durch einen einfachen Versuch einen schlagenden Beweis für eine alltägliche Erfcheinung ge< liefert. Der Betreffende rühmte die Eigenschaft starter Getraute, als der Doctor zu ihm sagte: «Wollen Sie so gut sein, während ich hier stehe, meinen Puls zu fühlen?" — Er that es. — „Zählen Sie die Schläge genau. Wie geht er?" — „Vierundsiebzig," — Daraus sehte er sich auf einen Stuhl und lieh ihn abermals zählen. — «Jetzt ist Ihr Puls auf siebzig Herabgegan, gen." — Er lieh sich auf das Canape nieder und sprach: «Wollen Sie meinen Puls nun fühlen?" — „Er ist nur vierundsechzig. Merkwürdig!" «Wenn Sie sich des Abends niederlegen, so geschieht dies, weil das Herz der Ruhe bedarf. Sie wissen es zwar nicht, aber eS ist so Wenn Sie in dieser Weise ruhen, so macht das Herz zehn Schläge in der Minute weniger. Multiplicieren Sie dies mit sechzig, so gibt es sehshundert; multiplicieren Sie das mit acht Stunden, und der Unterschied beträgt etwa fünftausend Schläge, Da das Herz mit jedem Schlage sechs Unzen Blut auSstäßt, so macht das einen Unterschied von dreißigtansend Unzen während der Nacht. Lege ich mich des Abends, ohne Alkohol zu genießen, nieder, su ist das die Nuhe. welche das Herz gewinnt. Nehmen Sie aber Wein oder Grog. so stören Sie diese Ruhe, denn die Wirkung des Alkohols geht dahin, die Zahl der Schläge zu mehren, und anstatt diese Erholung zu genießen, vermehren Sie die Herzbewegung um etwa fünfzchntausend Schläge. Die Folge ist. sie stehen er» müdet und für die folgende Tagesarbeit untauglich auf. bis Sir Wieder ein Quantum von dem starten Getränke zu sich genommen, die Sie als die Seele und das Leben des Menschen anpreisen " — (Reiches Erbe) Der vor einigen Tagen in St. Petersburg im Alter von nahezu 70 Jahren verstorbene Baron Alexander Stieglitz, einst der Chef deS ersten und berühmtesten russischen Bankhauses, hin. terlässt nach Depeschen deutscher Blätter ein Vermögen von 145 Millionem Rubel und — leine Kinder. Eine Adoptivtochter desselben ist seit Jahren an den russischen Staatsrath Polovzou vermählt. — (Ei ne Expedition nach dem Südpol.) Die Stockholmer Zeitungen berichten von einer neuen arktischen Exped'tion unter Führung des Professor» Baron Nord ens kjü l d. Das Ziel berfelben soll der Südpol sein. Nlildenskjüld befindet sich zur Z?it in Petersburg, um einflussreiche Personen für fein Unter, nehmen zu gewinnen. — (Ein weiblicher Professor.) Unter den Fürsten der Wissenschaft, welche auf die Emancipations« Bestrebungen der Frauen mit dem Lächeln des Mitleides herabblicke», haben bisher die Professoren der Philologie besondere Veranlassung gehabt, dieser Empfindung des Bedauerns Ausdruck zu geben. Das trockene Studium der todten Sprachen, die mannigfaltigen Martern, welche die verwickelte Syntax der griechischen und lateinischen Jungen dem Furschergeiste entgegenstellt, machten diese Zone der menschlichen Ellenntnis zu einem für den Gleichberechtigungstampf der Frauen fast giinz-lich ungeeigneten Schlachtfelbe. Aber der nimmermüde Trieb der weiblichen Seele, dem Manne gleich selbst die unwegsamen Höhen des starten Aorist zu erklimmen, um der Menschheit zu zeigen, wie weit es das ewig Weibliche bringen lönne. ruhte nicht eher, bis er auch die Formen der griechischen Sahbildung sich zu eigen gemacht hatte. Die Aufgabe, zu welcher neben einer beträchtlichen Dosis von Scharfsinn auch eine hübsche Portion Sitzfleisch erforderlich ist, glückte denn auch einer liebenswürdigen Italienerin, der Signora Julia be Cavallari, die in Bologna ihr Doctor«Examen der Philologie rühmlichst bestand und vom italienischen Un< terrichtsmlnister zur Professorin der lateinischen und griechischen Sprache an der akademischen Töchterschule „iuä, luLinkttz" in Rom ernannt wurde. — (Das Neueste.) Ein französischer Arzt will die Entdeckung gemacht haben, dass die Fingernägel einen Einblick in den Charakter des Menschen gewähren. So bedeuten lange, schmale Nägel Phantasie. Liebe zur Kunst und Faulheit; lange platte Nägel Weisheit; breit u»d kurz zeigen sie Zorn und Eigensinn an; eine roth-liche Färbung kündet Gesundheit. Glück. Tugend und Muth an; harte, leicht gebrechliche Nsgel sollen von Zorn. Grausamkeit und Streitsucht erzählen; nach Art der Krallen eingebogene von Tücke und Schlechtigkeit; weiche, schmiegsame Nägel von Schwäche des Geistes und des KürperS; kurze, hässliche Nägel von Dummheit u. s. w Gewiss dürfte nur sein, dass Clavierspieler und Holzhacker leine langen Nägel tragen. Local- und Provinzial-Nachrichten. Inspection der Messierten-Transportcolonnen vom Nöthen Kreuze. Se. k. und k Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Karl Ludwig ist gestern früh um 5 Uhr 20 Minuten mit dem Courierzuge hier eingetroffen. Auf Wunsch seiner l. und l, Hoheit faud am Süobahnhofe kein officicller Empfang statt. Um 9 Uhr morgens wohnte der durchlauchtigste Herr Erzherzog in der Ursulinen-kirche einer stillen heiligen Messe bei, welche vom General» vicar, dem hochw. Herrn Dr. Pauker Edlen von Glan-feld, gelefen wurde. Se, l. und l Hoheit geruhten hierauf um 10 Uhr im „Hotel Elefant", woselbst der Herr Erzherzog Absteigequartier genommen, den Herrn Landespräsidenten Freiheirn vau Winller und Seine Excellenz den Herrn Feldmarschall-Lieutenant Freiherrn von Reinländer in Audienz zu empfangen. Um I I Uhr geruhten Se, l und k Hoheit im großen Festsaale des Landesftcäsidiums Audienzen zu ertheilen, und wurden empfangen: zunächst der Vorstand des patriotischen Frauen.HilfevereineS für Krain, nämlich die Präsidentin Frau Schiffer, Frau Baronin Emilie Winkler als Stelloertreterin der erkrankten ersten Vice» Präsidentin Frau Baronin Wurzbach und die zweite Vice-Präsidentin Frau Flora Rudesch; dann die Herren: Landeshauptmann Graf Thurn, GM. Groller von Mil, denser, der Präsident des Patriotischen Lande».Hilft. Vereines Regierungsrath und Landes-Sanitütsreferent Dr. Ritter von Stöckl, der erste und der zweite Virepräsident des Patriotischen Landes Hilfsvereine» Hof, rath Graf Vhorinsly und Regierungsrath Dr. Frei. Herr von PaScotini «Juri skovit. die militärifchen Beirülhe der patriotischen Landes.Hilssvtreine Ober» stabSarzt Stawa, Intendanzchef Bö hm und Plnh. commandant Oberlieutenant Fulatlo, der Commandant Laibacher Zeitung Nl. 259 N4N 10 . November !K84. der Blessierten« Transportcolonne Hauptmann a. D. Hübschmann. Stabsarzt Stangl, Regimentsarzt Dr. Hauser. Sanitätslieutenant Pavßek. der Vor« stand nnd der Secretär des Mllitär-Veteranenvereine» Mihalii und <^ik. Nach den Nudiezen beehrte Se. k. und k. Hoheit die Gemahlin des Herrn Landespräsidenten Frau Baronin Emilie von Winkler mit Höchstseinem Besuche. Um 2 Uhr nachmittags geruhte der Herr Erz» herzog das Magazin des patriotischen Fruuenhilfs« Vereines zu besichtigen. Dasselbe befindet sich im Amts« gebäude der Landesregierung am Rain. und wurde Se. k. und t. Hoheit am Thore des Hauses vom Herrn L'ndes-prüsidenten Freiherrn von Winkler und an der Treppe von dem Vorstande des Vereines, den Frauen Schis, f e r. Baronin Winller und Rudesch und dem Ve° reinssecretür Herrn Rudof Endlicher, empfangen Se. k. und k. Hoheit geruhte Höchstseme Zufriedenheit über die Vorrüthe des Magazins auszudrücken, und wur« den die genannten Damen und der Vereinssetretär mit huldvollsten Ansprachen beehrt. Sodann fuhr der durchlauchtigste Herr Erzherzog in Begleitung deS Herrn G. M. de Mingazzi und des Dienftlämmerers Herrn Oberlieutenants Grafen Eavrian,i in die Reitschule des 12, Nrtillerie.Regi. mentes zur Inspicierung und Prüfung der Blessierten» Transportscolonne. welche unter Führung des Colonnen» commandanten. des Herrn HauptmanneS Vincenz Hübschmann, mtt zwei vollkommen ausgerüsteten Sanitätswagen und dem Fourgon die Ankunft Sr. l und k Hoheit erwartete. Am Thore der Reitschule hatten sich zum OmpfnnM d<« Herrn Erzherzogs «ingefunden der Präsident Dr, Ritter von Stöckl. der erste Vice« Präsident Gras Khorinsky. der zweite Viceprilsident Frecherrvon Pabcott.ni»Iuri s tovic an der Spitze des Ausschusses des patriotischen Landes.Hilfsvereines und Se. Excellenz F M. L Freiherr von Reinländer. Oberstabsarzt Stawa, Stabsarzt Stange! mit meh< reren Stabs» und Oberofficieren. Die BltssierteN'Transportcolonne wurde von Seiner k. und l. Hoheit einer eingehenden praktischen und theoretischen Prüfung unterzogen, und war Se. t, und l. Hoheit von dem Ergebnisse derselben vollkommen befriedigt Se. l. und l. Hoheit geruhten sich wiederholt zur Mannschaft »sehr gut", «sehr brav" zu äußern. Der Obmann der Vlessierten.Transportcolonne Wilhelm Bischof fowie beinahe sämmtliche Mitglieder der Colonne wurden von Sr. Hoheit noch mtt besonderen Ansprachen ausgezeichnet, Die Inspicirung und Prüfung dauerte dreiviertel Stunden. Am Schlüsse derselben geruhte Se. l. und k. Hoheit dem Colonnencommandanten Hauptmann Hübsch' mann, den anwescnden Functionären des patriotischen Landes HilfsVereines und den Stabsärzten, welche als Prüflingscommissäre fungirt hatten, Hochstseine Z'»frie< denheit auszudrücken. Nachdem noch die Blessirten» Tran?portcolonne vor Sr. l, und l Hoheit defiliert hatte, verließ der durchlauchtigste Herr Erzherzog, zum Abschlede alle Anwesenden huldvollst grüßend, die Rett« schule. Se, k. und l. Hoheit besichtigte sonach das Depot der Blessierten» Transpoltscolonne nächst dem Pulver« thurme, dann die Localitäten für die in Aussicht g»nom< mene Kranken.Hallstation auf dem Südbahnhofe und jene für das Reservespnal im Coliseum Um 5 Uhr nachmittags fand im Hotel „Elefant" «in Diner statt, zu welchem der Herr Landespräsident Baron Winkler. Se. Excellenz FML. Baron Rein. lander und der Präsident des patriotischen Landes« hilfsvereines Dr. R,tter v. Stllckl beigezogen wurden. Se. k. und k Hoheit der durchlauchtigste Herr Erz herzog Karl Ludwig reist heute nachmittags nach lriest ab. Der k. k. Landesschulrath für Krain hielt am 21. und 25. Oktober ordentliche Sitzungen ab. Dem S'tzUliasprotokolle entnehmen wir Folgendes: Nach Eröffnung der ersten Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden trägt der Schriftführer die seit o«r letzten Sitzung erledigten Geschäftsstücke vor. .,«, ^"."l "greift der Herr Vorsitzende das Wort. ^ulraA V b." Ableben« de« langjährigen Landes- Dle Errichtung einer emcl^ssigen Volksschule in Kal im Schulbezirke Gurlfeld, wird bewilligt und für die betreffende Lehrstelle das Gehalt jährlicher 450 Gulden festgesetzt. Vie Einführung des Halbtagsunterrichtes in der ersten Classe der Volksschule in Dorn egg, ferner in den Volksschulen in Kosana undRadovica wurde bewilligt und dem Gesuche eines Ortsschulrathes um Abänderung der Modalitäten, umer welchen der Halb-tagsunterricht an der betreffenden Volksschule bewilligt worden, Folge gegeben. D« Acten, betreffend die Elweiterung der zwei- classigen Volksschule in Gutenfeld zur dreiclassigen, werden mit den entsprechenden Anträgen an den krai» nischen Landesausschuss geleitet. Das Gesuch eines Volksschullehrers um NnerkeN' nung seiner Lehrbefähigung als Lehrer an allgemeinen Volksschulen und Zuerkennung seiner Dienstjahre als d-fin'tiver Schullehrer seit dem Jahre 1355 wird höheren Orls vorgelegt. Ueber die Beschwerde eines Lehrers gegen die demselben vom betreffenden Bezirksschulruthe ertheilte Rü^e, sowie über die Beschwerde eine« Pfarramtes nnder die vom betreffenden Bezilksschulrathe Hinsicht« lich der Leitung des Gesanges während der Schulmesse getroffene Verfügung, dann in einem D'sciplinarfalle gegen einen VolksschuUehrer wurde entschieden. Die Oberlehrerstellen in Trata und Press er und mehrere andere Lchlstellen an Volksschulen wurden definitiv beseht und betreffs provisorischer Besetzung einiger Lehrstellen an die betreffenden Vezirksschulrälhe entsprechende Weisungen erlassen. E,n Volksschullehrer wurde in gleicher Dienst« eigenschaft und nnt den bisherigen Bezügen aus Dien« stesrücksichlen an eine andere Volksschule versetzt. Mehreren Mittelschulprofessoren, Hauptlehrein und einer Uebungsschullehrerin wurden Quinquennalzulagen zuerkannt. Ein Miltelschullehrer wurde im Lehramte definitiv bestätigt und ihm der T'lel „Professor" zue,kannt. Eine Reihe von Gesuchen um Geldaushilfen, ferner um Remunerationen für Mehrleistungen, für die Ellheilul'g des Nothschul-, des subsidiarischen Re« ligions« und endlich des landwirtschaftlichen Unter« nchtes und des Unterrichtes in weiblichen Handarbei' ten im abgelaufenen Schuljahre sowie mehrere Straf-nachsichlsgesuche in Schulversäumnisfällen und Gesuche um Dispens vom Turnunterrichte an der Staatsreal» schule wurden erledigt. — (XXIX. Nortrags.Abenb der Sec. tion„Krain" de« deutschen und 0 st erreicht schen Alpenvereines) heute um 8 Uhr abends im Easino»Clublocale. Tagesordnung: 1) Mittheilungen des Obmannes; 2.) Bericht über die heurige Generalver« sammlung des deutschen und österreichischen Alpenver» eines in Eonstanz und über einige Touren in dem be» nachbarten Gebiete, vom Vereinedelegierten Professor Sima; 3) eine Sommernacht bei Schneesturm in der Triglavhütte, von Professor Wnrner; 4.) über einige neuere naturnnssenschnftliche Publicationen, das öfter« reichische Ulpengebiet betreffend, von Professor Voss. — (Laibach er Turnverein.) Die am S^ms, tag stattgefllndene Festkneipe des Laibacher Turnvereins, welche eigentlich den neu ernannten Ehrenmitgliedern, den Herren Eantoni, Säckelwart, und Rüting. früherer Sprechwart, galt, gestaltete sich zu einem gelunge» nen Festabend. Den genannten Herren wurden die prächtig ausgeführten Ehrendiplome feierlichst überreicht. Den Schluss d.r Unterhaltung bildete ein gemüthliches Tanz. lränzchen. welches bis in die frühen Mogernstunden währte. — (Gemei ndewahl.) Bei der Neuwuhl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Mosel, Bezirk Gottschee. wurden Johann Lalner aus Overmlisel zum Gemeindevoisteher, Johann Schemitsch von Verdreng und Josef Ionke von Niedermösel zu Gemeinderäthen gewählt. — (Unbestellbare Briefpostsendungen.) Seit 20. Oktober 1884 erliegen beim hiesigen k. k. Post amte nachstehende unbestellbare Nriefpostsendungen. über welche die Aufgeber verfügen wollen, und zwar an: Maria Simik in Nooomesto; Ursula Gruden, Mizzi Venedik, Herr Ionöar Wienerstraße. Gregor Gregor; sämmtliche vier in Laibach; Ignaz Weinwurm iu Pe» reszlin (3 Stück); Franz Wurner in Völkermarkt; Anna Wanova II, Emilie von Wolf. beide in Wien; Ngnesa Zhernazh in Trieft; Therese Iakomin in Capodistria. Graf v. Lilienthal in Graz; Anton Podkrajsel. Josef Wittmann, beide in Wien; Josef Mracko in Laibach; Sigmund R. v. Ilanor in Agram; Carl Kraschowih in Laibach; Therese v. Bujatti in Dobling; Johann Kodriö in Landstraß; Josef Kotzbeck in Cilli; Annette Müller in Wien; Amalia Trobec in Loco; Stefan Veglen in Landstraß; Georg Wulko in Graz; Franz Cech in W,en IX; Anna Murovec in Idria; Jenny Nupnil in Marburg; Giuseppe Santi in Vogenhausen; Rosalia Steiger in Mies; Franz Samotorzhan in Verhovce. Neueste Polt. Original«Telegramme der Laib. Zeitung. .l.«^"^ 9. November. In der gestrigen Gemeinde« >,i ^^'b"."s "stattete der Bürgermeister Bericht über 9l.^7'"^.^ Magistrates behufs VirlWung der Ausbre.tung der Glat.ernlrankheit. - Der A.ttraa gegen da« Veto der Stattholterei in «nqeleg nhe! des geme.nderathl.chen Beschlusses betreffs Creieruna der Stelle eines städtischen Schulmfpecwrs für die Gemeindeschulen an das Ministerium zu recurrieren wurde mit geringer Majorität angenommen. ' Budapest, 8. November. Im Ausschüsse des Aus. wältigen der ungauschen Delegation bezeichnete Vruf Källioky die Zustände in Albanien als schlechte. Erst neuesteiis seien häufige Allflrhnungen gegen die Autorität der Regierung vorgekommen; doch seien es mcht Streitfragen, die gefährliche Folgen nach sich zu ziehen drohen. Beunruhigende Nachrichten liegen nicht vor. Der M'Nister wiederholte schließlich die bekannten Tr« llärungen inbetress der Eis.'»bahii.Anschlüsse und der Handelsbezichungen zu Griechenland und zur Gesell» schaft des österreichisch.ungarischen Lloyd. Agram, 8. November, nachts. — Morgen ftndet die feierliche E.öffnung der V ild e r g a l le r l e statt. Der Einzug dt>s Bischofs Stroh may er durch d>e mit Fahnen reich geschmückten S>raß?n gestaltete M höchst imposant und nahm eine volle Stunde in An« spruch. Der Bischof stieg im Palais Vrai'icaM ab, vor welchem sodann die Vereine defilierten. Mittags empfieng dann der Bischof zahlreiche Deputationen und Persönlichkeilen und machte sodann Besuche. Abends fand eine Festvorstellung im Nationalcheater statt, welcher auch der Bischof beiwohnte und wobei die Oper „Zri„yi" aufgefilhrt wulde. Nach dem Theater wurde d<>m Bischof ein Fackelzug mit Serenade dargebracht. — Während desselben entzündete sich eine am Hotel „Kaiser von Oesterreich" angebrachte große Fahne und verbrannte. Rom, 9. November. Im morgigen geheimen Ton-sistorwm wird der Püpst den E>zbischof von Wie« zum Cardinalpriester ernennen und unter anderen die Bischöfe von Ärixen und von L aibach präconisiniereu. Die bei der Propaganda über die Missionen in Chma einlaufenden Nachrichten lauten fortgesetzt sehr traurig ; die Situation der französischen Missionäre ist u"" haltbar. Paris, 8. November, nachts. Von heute gMel-nacht b>s I I Uhr nachts sind hier 70 Erlrankungs' und 8 Todesfälle infolge von Cholera constatiert worden. Paris, 9. November. Seit Mitternacht bis lM" 2 Uhr nachmittags sind in ganz Paris 23 Cholera' todesfälle vorgekommen. Constantinopel, 8. November. Der armenische Pa" triarch Narses ist gestoiben; derselbe wurde todt ^ Bette gefunden, und zwar in derselben Stunde, in nm" cher der Patriarchatsrath seine definitive DemM" empfing und die Wahl seines provisorischen Nachl^ gers discutierie. volkswirtschaftliches Laibach, 6, November. N»! dem heutigen Marlle st»d erschienen: 20 Wagen mit (Yetrridr, 12 Nassen mit Hctt uN° Stroh und 24 Wagen mit Holz. Du rchschnitts . Preist. ______ Weizen pr. Heltolit « 50 7 40 Nntler pr. Kilo . - »4 ^l ^ Worn ^ 5! 4 5 73 Eier pr. Stiick . - 3 Gerste « 4<71 513 Milch pr. Liter . 8 ' Hafer , 3 9 3! 3 Rindfleisch pr. Kilo -64 Halbfruch» .-------6 3Maluflcisch ^ ._ 6s ^ Vciden , 4 71 b 40,l2chweineflelsch „ —54 Hirse . 5 «5 5 62 Zchöpscnflclsch „ 34^'. Kukuruz „ 5!40 5 41 Hähnbel pr. Stillt — 42 ^ Erdäpfel 100 Kilo 2 68-------Tauben - 1? Linsen pr Heltolit. 8----------Heu 100 lrllo . I 60 ^ Erbsen , 8------- Vtroh ^ . . 151 ^ 3'solen „ 8 50 holz, hartes, pi. ! ^ . Rindsschmalz Kür - 94 — Klafter 7 6>»"" ^ Schweineschmalz ^ — 82 - weiche«, „ '^ ^ <^ Vpeck. frisch „ 56-------Wein. roth,. KM'it.------' H ^. - ^l,ri 0.8 windstill Nebel , ii 8. 2 .. N. 745.30 > 4,0 windstill Nebel Nebel __ l> .. Ab 748.15 ->- 3.4 windstill bewöllt ^^-^ ?U.Mq. 748.27 ^ss^1^2" windstill Nebel t),W 9. 2 „ N. 747.27 -4- 4.4 windstill Höhcnnebel fsscbcl 9 . Ab. 746.90 ^. 3.4 windstill Höhennebcl ^^ Den 8 tllsssüber stark nässender Nebel, abend? bew ^ Den 9, Hohcnncbcl anhaltend. Das Tagesmittcl der ^ ^ an beiden Tagen -j- 3,2° und ^ 3.0°, bezichungSwcl, 8.7« und 2.0' unter dem Normale. ______^ Verantwortlicher s^»^"" - ^ Naallö. ^^ Bei G. Karinger, «aibach neuverbessertc l^b^) " Wntta - Cylinder zur Verhütung des Luftzuacs bei Fenstern und Tljuren. weih nnd braun, Pr. Meter von 5, bis^^—. Madame I*ollosoliegf Aufl. ompfiohlt eich auf ihrer Durchreiso mit oinor grosau wähl von jp Bnn- ifl Herren-Hanflschuhenjtc-jtc. Hotel Btadt Wien, von lieute Montag bia Dom^i 2141 Course an der Wiener sörse vom 8. November 1N84. <«,«, >«» °<ü.,^ ««.«d,.«.» Ttaats.Nnlehe». ^."«Nl«.......«l5 51-«, ««n ,' ?°'° 6taat«l°se . «a fi. I «5 25. „,.'75. lwn l ^ z°"»l «a . 134 7Ü:»5 i!6 N. ^'.° . «"«"«! 100 . 14,7^ X» ,5 ««^ ^ ' . . 5« . 1?2—I,z- '°"°'l«<:ntn,,ch«!ne . p««t. . 10» 55, 10,7«' c»err. ««tenrentl, steuerftei , «» 85 ««'50 °°». ölb«nt« ,'/, . . . ,,8 05'«»? ' M«b..«nl. „off. «.w.«. ,<350 l<4 — ' ^ta»t«.c>bl. (Nn«. Oftb.) ,,, . .!i,»50 ' ^, _ , Vom 1.18?» ILL 1» '/<« >s> ^l't'N,g..».o,e 4»/. I«, fi. . . 1,5 70 11« lO ^nnbentl. > Obligationen ^°^hr!,<»«.......,05^7° — z°°zb"6ft««ichi,«h« , . . . ,«4 s>0 10«. - 5°' ^, /?'.......'" " "2 l« ,°Ik°»t,,ch, „„,, l:»V°>»«l«e . ,oo— 1,5». 5°/» Teme«var»Vanate» , . . l<<0 — INO « 5°/, ungalische......»vc, »0 l<,l 5<< «udere »ffentl. »nlehen. Donau.Mel,.'Lole »'/„ 100«. !!5 75 ll« >s, dto. «nl«ihe I«7«. fteuerfi^i , l05' .------- Nnlehen d. Slabtnemelnbe Wicn io» L0 103 50 Nnlehcn b. Gtaktgemtinbe Wien (Ellbn odei Gold) ....-------—°— VlHmie^«nl.b.Gt«dt Pfandbriefe tfüriuofl.) «ok«»«, all», «stme. 4'/,°/, «°lb iz« i5 I»» --bto. in !w , , 4>/, »/» l>, .'0 »? 8«, bto. in 5N , , 4"/, . !,, s,c »8 — blo. PrAmien^Schulbverschr.3»/, h« ,ü »7 »5 Oeft. Hvpctdelendanl l0j. 5>/,»/„ . . ------ OlN,.«!!^. Vanl v«I, »°/, . , lyi ,h >yi zy dtc. , 4'/,'/« . 1«. hk l0<> bb bto, , 4°/, . , 954N 95 7, Ung. allg.Vob»c»edil.«cileng«s. in Ptft in 34 I. U«l. »'/,-/<> - I», 75 10» 72 Priorität». Obligationen (lür l0U ft.!. _ hyz^ ^^lüilchc «arl ' t?Ub>i>!g. »ahn E^! ,5<«, ,W„ N. e, 4'/,'/„ . lcb'— Illl. s'<< O«fleri. !ss0^ l»8 70 »eld W<"' Vtaatlbah» 1. «m,n . . . is» bo ,8« »« «übbahn » 8"/,......I4s.s.o l<«- „ » ^ ^°<°......«»» <>o i»l 50 Nn<>..,u«Pn»vs ff, l,l — 1,5 ll l»aibachn Plämien.Unlchen ,o ft. „- . « lDsen« Los« 4l» N..... 4l?z »»50 «othln »reu,. H,. ««,. h. ,y ^ „, . ,^.^ St.Venoie.t'os^o fi. . ' ^ , ^„ ,".5" vaut.Nctien ««nl.VelelNchast. Wiener «Ü . '" ^ '" ^'° «anlv«rcin, wicnet. ,00 sl. . , ,<,5.,(, ,^ «n Vdncr..«nft 0eft «ooss. tz.4a°,„ „z 5^,»« ^0 «ldt.'Nnft. s. ^.and U. G. I»« ft. z9,7N „Ü - «idt..«ns,., Mss, Nn,. ,uo ff. . ,«, ,5 »5'< 7s. Vevoftl.nd,, «Nn, ^v» fl. . ,l»4'— »«,;>— «?co!«r,e.G«<., ^icbeloft. ^oö fi. 8i,-^l« -HvvlltDcl!:!i5., öft. !«.« fi. ,5«^ H. e«, - -< KI- . Sä°d«da,!l i«st "'»!', «. 50»/.». ,<.„ ,5 loz 7s. 0efterr,°Unss. B.,nl.....5«8 —i8?0 Verlcbr^o:,, NI^. 140 ,^, ' ^ i?7 " 147 5° <^«ld »1 are Uctieu von Ironeport' Nnternchmnnge« (pei Etlls), «Iblechl-«!>0st.«lN>. ,79 «5 >7!»'50 «usfig.'TcpIsisfnb. »00st. «Vl,------— — »ohm. «vldbahn 1«! st. . . .-----____ , «veslbohn »0« st. . . .------____ NusHtiehlab«« »isb, !iO0 st. «Vl. «8 — »ß^ — , sUt, N> ,00 st. .------_— Donau » Dampfschiffahrt . V«s. OeNcri. NNO N. «Vl.....53« — 587 — DrllU.Htt.cVat.Db.Z.izooff.G 1^7 ,5 l?7 75 Dux»Vob«nbach«2,.N.»oofl.V. — — — -«l«abetb<«ahn 200 st. «Vl. . . »Ü3 »5 2»3-«> » kin,»>sul>wl<« «00 ff. . . »o»—^<^»« 5a!>!»7— Ierbwanb«»N»rbb. 1000 st. «Vl, ,»7s., ».eif>««hn« »5 l«'. ?^ Si«b«nbillgn llislnb. »00 st. V, 1?7«,»77»5 Sla'»b!' ?0<> <<, 8. w, »:c> 7l,i0l — GNobnbn ,«, st, «u st. «ilbn 1«, ,5 ,«7-5,0 Nn»00st.«. 1,3 .^ ,?.»«, IndnftrieNctle» (per «tü«), b»ll. «lsen» »nb Slahl.Inb. in wlen 10« st. «>.. ,^^> ?e!ha. 1.50 st. 40"/» — — . » — .«lbeiniibl«, PllP'ers, u. «..». ,4-^ «»5« ViontllN.Vesells. lfteri.»alpin« . g^ ,« 5« »0 «rag« «i— —. . Irisatln «»hlenw..»tl. 1V0 «. . >.» ^.« Devise». Deutsche Pl«,e......5»«. «o- . Londo«.........1« tn >« v» P»ri«.........«47. 4« 5», Pet«,«bnt«......— .- — — ^ Valnte«. Dncaten........ »?^ »>» l».iflanc«'Vtll