Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung (Tel. Nr. 2670). Verwaltung n. Buchdruckerei (Tel. Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva °lica 4. Manuskripte werden nicht returniert. — Anfragen Rückporto beilegen. Inseraten- u, Abonnements-Annahme m Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Din. zustellen 24 Din, durch Post monatl. 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1*50 und 2 Din. Preis Dm T50 Sb Mmeimwpa und Die Großmächte Ein Artikel der »Times«. London, 9. Juni. (T. R.) »Time s« befassen sich in einem Kommentar zur ^alkanreise des Reichsaußenministers vj e u r a t h mit der Lage im Donauraum. ps gebe in Mittel- und Südosteuropa vie-2 Einflußströmungen, schreibt das Blatt: ^'e deutsche, die italienische, die französische und das, was den tschechoslowakischen Plan nennt, der eine Züsammenar-3ßit der Donaustaaten zum Ziele hat. Es 'verde oft die Frage aufgeworfen, welche S°n diesen Einflußströmungen vorherrscht. Es sei jedoch zweckmäßiger zu tchgen, was in Wirklichkeit geschieht, ^nächst mache sich, trotz Spaniens, die ^sbilere Situation Gesamteuropas in Mit-eleuropa durch eine Stärkung des allgemeinen Vertrauens bemerkbar. Dieses ertrauen habe sich auch in einer gewissen wirtschaftlichen Renaissance aller Staaten des Donaubeckens ausgewirkt, bs gebe keine politischen Unruhen mehr; Oesterreich und Ungarn fühlen sich in der e*zten Zeit stark genug, um die Aktivist der Nationalisten in ihren Ländern zu eschränken. Es zeige sich ferner, daß die Zusammenarbeit zwischen Oesterreich J’Ud der ČSR an Intensität zugenommen M- Das französische Bündnissystem, das ’hfmer noch ein großes Kraftfeld darstel-e> habe im Laufe der letzten Jahren gewisse Lücken aufgewiesen. Man könne ^.aßen, daß der italienische und auch der putsche Einfluß in Mitteleuropa noch |,!lmer im Wachsen sei. Der deutsche Ein-Uß sei bis vor kurzem noch besonders dark gestiegen, da das Reich sehr stark ’uL in. den südosteuropäischen Ländern Rohstoffen eindecke. Der deutsche 'Hfluß würde sicherlich noch weiter stei-wenn dem Reich diese Rohstoffe für .eMe Ausfuhrindustrie bereitstellen wer-. m Nichtsdestoweniger könne man im 5 jSenreinen sagen, daß die Länder Mit-y‘eiiropas im Begriffe sind, sich von der °rherrschaft der Großmächte frei zu Aachen. 8 'erHn für die Humanisierung des spanischen Bürgerkrieges. . p a r i s, 10. Juni. Wie »O e u v r e« bettet, ist die deutsche Reichregierung ,eiliüht, General Franco für eine Frie-^Usoffensive in der Richtung der Huma-lsiei'ung des spanischen Bürgerkrieges ,u gewinnen. Die Wilhelmstraße sei der reicht, daß General Franco eine große France in den Händen habe, wenn er die j 2rantwortung für die Fortsetzung des vUrgerkrieges auf die rote Regierung in j aleiicia wälze, Dem Anraten Deutsch-K.nds zufolge sollen nach Meldung des durch General Franco sogenannte >eiß Bisher 10 Personen verhaftet OBDUKTION DER LEICHE DES HOCHSCHÜLERS DOLINAR. (Siehe zunächst Seite 4). Ljubljana, 10. Juni. Aus der Kanzlei der Königl. Banatsverwaltung wurde die nachstehende amtliche Mitteilung erlassen: »Die gerichtliche und gerichtsärztliche Obduktion der Leiche des Philosophiehörers Rudolf Dolinar, der am 8. d. M. in der Nähe vor Prihova getötet wurde, hat festgestellt, daß Dolinar einen Messerstich in den Rücken erhalten hatte. Das Messer drang in die Lun ge unter dem rechten Schulterblatt zwi- schen der dritten und der vierten Rippe in einer Breite von 2 Zentimeter und einer Tiefe von 4 Zentimeter ein. Der Tod ist infolge innerer Verblutung eingetreten. Im Zusammenhänge mit dem Verbrechen wurden bis jetzt zehn Personen verhaftet. Die Leitung der Untersuchung, die auf das intensivste fortgesetzt wird, liegt in den Händen der Polizeidirektion Ljubljana.« 200 Tote in Madrid DIE FOLGEN EINER SCHWEREN ARTILLERISTISCHEN BEARBEITUNG STADT DURCH DIE NATIONALISTEN. DER Madrid, 10. Juni. In der Nacht zum 9. d. wurde Madrid von der schweren nationalistischen Artillerie auf das heftigste beschossen. Das Bombardement begann bald nach Mitternacht und dauerte bis 5 Uhr früh. Jede Minute fast fielen zu zwei Granaten schwersten Kalibers in die Stadt und demolierten die Ruinen der Statins Gäuberungsaktion noch nicht beendet WIEDER ZWEI BEKANNTE DIPLOMATEN VERHAFTET. Riga, 10. Juni. Die Säuberungsaktion Stalins hat nach neuesten hier eingelangten Meldungen nunmehr auch den ehemaligen Berliner . sowjetrussi-* sehen Botschafter Krestiiiski sowie den Tokioter Botschafter J u r e n-j e w erfaßt. Gleichzeitig bestätigt sich auch die Verhaftung des ehemaligen Botschafters in Valencia, Rosen-b e r g, und des Botschafters in Ankara, K a r a c h a n. Die Verhaftung und Einlieferung der genannten Sowjetdiplo- Häuserblocks im Zentrum. Eine Granate fiel in die nächste Nähe der britischen Botschaft, eine andere in die Nähe der amerikanischen Botschaft. Nach eingeengten Daten beziffert sich die Zahl der Toten auf 200. Einige hundert Personen wurden verletzt. wunderung hervorgerufen hat. Ein Teil der Presse Europas wirbelt immer Staub aus, wenn irgend ein angesehener Vertreter des Deutschen Reiches auf Rejen geht, als ob die Staatsmänner des.deutschen Volkes kehr Recht zu Höflichkeitsfahrten hätten, aus denen sie den Völkern, die mit Deutschland nt Frieden und Eintracht leben, ihre Zuneigung bekunden. Die Bürgerschaft der Stadt Beograd, die 1915 unter viel schwierigeren Umständen den Besuch, der Deutschen empfan gen hat, ist heute mehr als irgend ein anderes Volk dazu berufen, die Deutschen, die uns Frieden bringen, mit Achtung und Ritterlichkeit zu empfangen. Weiters gewinnt Beograd immer mehr die Ueberzeugung, Laß das Deutsche Reich den Krieg nicht wünscht und daß es ihn mit allen Kräften zu verhindern sucht. Das Oberhaupt des Reiches, Adolf Hitler, und sein Mitarbeiter für den Arbeitsbereich des Friedens Freiherr von Neurath, haben dies auch in den spanischen Gewässern bewiesen, inchem sie eine Wiederholung von Sarajevo vereitelten. Das neue Deutschland, in S olz und Ehren erwacht, hat sich vor allem für seine innere Wiedergeburt eingesetzt, für seinen Viepjahresplan, den Hitler am 1. Mai in Berlin feierlich verkündet hat. Die innere Wiedergeburt jedoch kann nur an einer Atmosphäre der freundschaftlichen zwischenstaatlichen Beziehungen vor sich gehen und diese freundschaftlichen Beziehungen kräftigt und stärkt das Deutsche Reich, wo es nur kann: Ribbentrop in London, Dr. Schacht vor einigen Tagen in Paris und jedenfalls wird dies Freiherr v. Neurath auch heute in Beograd, am Mittwoch in Sofia und am Freitag in Budapest. maten in das Staatsgefängnis Lubianka ist offiziell bestätigt worden. Nach neuesten Versionen plant Stalin die Amtsenthebung bezw. Verhaftung einer ganzen Reihe von Persönlichkeiten aus den höchsten Spitzen der militärischen, administrativen und diplomatischen Hierarchie. In Moskau herrscht angesichts dieser Maßnahmen Stalins unter den führenden Kreisen der Sowjets panikartige Stimmung. FluZwettrenncn Marseille — Damaskus — Paris. P a r i s, 9. Juni. An Stelle des Flug-rennen?' Nsvyork—Paris, das von Amerika nicht gewünscht wird, wird cm Flugwett-bewerb Marseille—Damaskus—Paris ausgetragen werden. Der Start wird aus den 20. August festgesetzt. Die Preise, die für den Wettbewerb Nowyork—Paris ausgesetzt worden waren, werden für den neuen Flug-wet'.bewerb verwendet werden. Der erste Preis beläuft sich aus 1% Millionen Franken. 22 Flugzeuge sind angemeldet, darunter englische, französische, amerikanische und italienische Maschinen. -je Zonen vorgeschlagen und die Vor-’ereitung für eine allgemeine Volksab-"tlrnnrung getroffen werden. ein staatliches Riitsungsmonopol in USA. s a s h i n g t o n, 9. Juni. (INS.) Die , s-Ratoren Mye. Clark, Bone und Pope aben dem Kongreß einen Gesetzent-kLlrf vorgelegt der die amerikanische Regierung auffordert, die Herstellung °ti Waffen und Kriegsmaterial zur Hm -'ich Randlage eines ausschließlichen Staaten Monopols zu machen. Eine Erklärung Francos P a r i s, 10. Juni. General Franco gewährte einem Mitarbeiter des Pariser »Journal« ein Interview, in dem er erklärt, daß seine Freundschaft für Frankreich sehr alt sei und insbesondere seit seiner Bekanntschaft mit Marschall Liautey datiere. Das nationale Spanien bedauere die italienisch-englische Spannung, da es seit jeher auf der iberischen Halbinsel eine Mittlerrolle gespielt habe. Das sei der ganze spanische »Imperialismus«. Frankreichs Mißtrauen gegen Deutschland sei völlig un begründet, da Deutschland keine Angriffsabsichten hege. Spanien, Portugal, Deutschland und Italien wollen nur verhindern, daß die iberische Halbinsel Stützpunkt des Bolschewismus werde. Neuraths Beograder Besuch im Spiegel der Presse London, 10. Juni. Alie englischen Blätter befassen sich eingehendst mit der Balkan-Reise des deutschen Reichsaußenministers Baron Neurath. Der größte Teil stellt fest, daß Deutschland in Beo grad keine politischen Konzessionen erhalten und daß Jugoslawien keine neuen Verpflichtungen auf sich genommen habe. Berlin, 16» Juni. Die »F r a n k f u r- t e r Zeitung« schreibt zu dem soeben erfolgten Besuch Neuraths in Beograd: »Da die deutschen und jugoslawischen Interessen sich begegnen, ist es nicht verwunderlich, daß auch die Politik der beiden Staaten sich begegnet. Dabei handelt es sich nicht um Versuche neuer Blockbildungen. Es handelt sich zwischen Deutschland und Jugoslawien um weiter nichts als um eine gemeinsame planvolle Arbeit auf lange Sicht an der Ausnützung aller Möglichkeiten einer vor allem wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die durch politische und kulturelle Annäherung unterbaut wird.« Der Herzog von Kent kommt nach Wasserleonburg. London, 9. Juni. Wie „Daily Expreß" erfährt, wird der Herzog von Kent mit Zustimmung des Königs im August einige Zett bei seinem Bruder, dem Herzog von Windsor, verbringen. De Herzogin von Kent wird während dieser Zeit ihrer Schwester, I. kg. Hoheit der Prinzessin Olga von Jugoslawien, einen Besuch abstatten. Die „Samouprava" über Neuraths Balkan-Neife Das Organ der Jugoslawischen Radikalen Union über das neue Deutschland. Beograd, 10. Juni. Die „S a m o-u p r a v a", das Haupt organ der Jug o slawischen Radikalen Union, bringt aus der Feder von M. S v e t o v s k i einen Leitartikel über Baron Neuraths Balkan-Reise, in dem es u. a. heißt: „Es ist natürlich, daß die Versuchsfahrten der maßgebenden Persönlichkeiten des Dritten Reiches ins Donaubecken, in Länder der entgegengesetzten Belange große Aufmerksamkeit, da und dort auch Fragen und Ber- Washington, 10. Juni. Präsident Roo seveit hat den Plan der Schaffung einer neuen Handelsflotte angeregt. Zu diesem Zweck sollen etwa hundert Schiffe erbaut werden, und zwar 60 Frachtdampfer, 24 gemischte Dampfer, 10 Tankdampfer und ein Luxusdampfer vom Typ des »Manhattan«. Das Bauoro-gramm würde 3 Jahre umfassen Börse Z ü r i c h, 10. Juni. Devisen. Beograd 10, Paris .19.48, London 21.61. New york 437.75, Mailand 23.075. Berlin 175.25, Wien 81.20, Prag 15.26. Unterstützet die üntituberkulosenliga Gruppe will. Alle alten und wahren Koni munisten sind als »Trotzkisten< erklärt worden. Man kann sich leicht vorstcl-Icn. melden die amerikanischen Pressevertreter, was dies in Sowjetrußlaue heute bedeutet. Sowjetrußland, — lautet die allgemeine Feststellung steht vor einer schicksalsschweren V" wälzung. London, 9. Juni. (Avala) Der heutige »Daily Telegraph« berichtet aus Moskau, daß der Sowjetkoiu missär für die Schwerindustrie in einer Rede offen gesagt habe, die Lage in der sowjetrussischen Eisen- und Stahlindustrie sei geradezu katastrophal Das sogenannte Stachanoff-System der doppelten Arbeitsleistung des Arbeiters bei ein und derselben Entlohnung könne ab definitiv gescheitert betrachtet weide'1- Was will Polen mit Rumänien? Pertinax schlägt im »Echo de Paris* Alarm. — Schwere französische Beschu digungen gegen Rumänien. Paris, 9. Juni. Pertinax befaß; sich als inoffizieller Sprecher des Qua' d’ Orsay im »Echo de Pari s« dem Balkan-Besuch Neuraths U"a dem Bukarest«- Staatsbesuch des Präsidenten Moscicki. Pertinax komm' hiebei zu der Schlußfolgerung, daß P°' len im Dienste seines deutschen Bundesgenossen zähe daran arbeite, Rumänie" von der Kleinen Entente abzusprengen, und zwar mit Hilfe eines bilateralen Beistandspaktes. Dies bedeute praktisch-daß Rumänien die Tschechoslowakei z« überfallen hätte, wenn es zu kriegerische" Verwicklungen zwischen Polen und de Tschechoslowakei käme, ein Zusammenstoß, den sich Polen nach Ansicht^ vo" Pertinax herbeiwünsche, da es die Tschechoslowakei gemeinsam mit Ungarn amteilen würde. Der jetzige polnische Staatsbesuch in Bukarest diene diese" Ziele. Frankreich habe schon gelegentlich des letzten Besuches des Obersten Bec> in Bukarest das Zustandekommen ei»e solchen Paktes durch die Drohung de Zurückziehung der Aufrüstungsbeiträg für Polen zu verhindern gewußt. Kürzlic habe Rumäniens Außenminister auf Anregung König Carols bzw. der französischen Regierung der Sowjetregierung c|' neu Nichtangriffspakt angeboten. Abc plötzlich seien starke italienische, P0'"1 sehe und deutsche Einflüsse auf den RH getreten und hätten diese Aktion vU schleppt bzw. vereitelt. Pertinax erhebt nun die Frage, vV‘K denn Rumänien eigentlich wolle. Man könne sich auf Rumänien nicht mehr verlassen. Einmal sei cs auf der Seite dm Kleinen Entente und der Tschechoslowakei, dann finde man es in der Umarium'8 Deutschlands, wiederum komme es rellL!( voll zu Frankreich um Geld, um dann m1 Polen darüber zu verhandelt, wie ma^ die Bundesgenossen verraten könnte. -Rumänien müsse angesichts der Ago"1' der jetzigen Regierung ein neues Reg»1^ kommen, daher die Bemühungen, n°^ jetzt so viel als möglich an Zugestäi" nissen zu gewinnen. Der Besuch Neuraths in Beograd schließt Pertinax — erhält seine b?-0" HortHgs Prärogative DIE REGIERUNGSVORLAGE STIESS AUF DEN ENTSCHLOSSENEN WIDERSTAND DER OPPOSITIONSPARTEIEN. Baron Neurath nach Sofia geflogen PIETÄTSAKTE DES DEUTSCHEN AUSSENMINISTERS IN OPLENAC UND AUF DER AVALA. — DIE ANKUNFT U. DER EMPFANG IN SOFIA. ß e o g r a d, 9. Juni. Den letzten Tag seines Beograder Besuches widmete der deutsche Reichsaußenminister Baron Neurath der Fahrt nach Ople-nac und auf den Avala-Berg. Der Reichs minister fuhr mit seiner Begleitung mit einem Sonderzuge von Topčider nach MladenoVac und von dort im Kraftwagen nach Oplenac. In seiner Begleitung befanden sich der Berliner jugoslawische Gesandte Dr. C i n c a r - M a r-kovic, der Beograder deutsche Gesandte von Heeren, der deutsche Militärattachee Generalleutnant F a -her du Faure sowie hohe Bearn te der deutschen Legation. In Oplenac empfing die hohen Güster der Hofadmi-nistrator Oberst L e k o. Nach erfolgter Begrüßung begab sich Baron Neurath in die Krypta, wo er auf das Grab weiland König Alexander I. einen Kranz niederlegte, dessen Schleife die Worte »Der deutsche Reichsaußenminister« trug. Baron Neurath erwies mit dem nationalsozialistischen Gruß der erhöbe nen Hand dem verewigten König die Ehre, in dem er einige Minuten im tiefsten Schweigen an seinem Grabe verweilte. Sodann besichtigte Baron Neurath mit größtem Interesse auch die Gräber weiland König Peter I. und Ka-lageorgs. Sein besonderes Interesse galt auch den herrlichen Fresken, den alten serbischen Kriegsfahnen und dem Interieur der Kirche. Die erforderlichen Erläuterungen gab dem Reichsminister Oberst Leko. Baron Neurath trug sich in das Besucherbuch ein, genoß sodann das schöne Panorama und besuchte auch die Weingärten der königlichen Domäne. Nach 12 Uhr erfolgte die Rück reise nach Beograd. Um 13.30 Uhr traf Baron Neurath mit seiner Begleitung auf der Avala ein, wo er ebenfalls einen Kranz in den Farben des neuen Deutschland auf das Grab des Unbekannten Soldaten legte. Während der Minister mit erhobener Hand die Ehrenbezeugung leistete, spielte die neben der aufgestellten Ehrenkompagnie befindliche Militärkapelle das Deutschland- Lied und das Horst-Wes-sel-Lied sowie die jugoslawische Hymne. Der anwesende Kriegsminister General Marič stellte bei dieser Gelegenheit dem Außenminister mehrere Vertreter der Generalität vor. Im Hotel Avala tgab sodann Ministerpräsident Dr. Milan Stojadinovič zu Ehren seines deutschen Kollegen ein intimes Bankett. Um 16.45 erfolgte auf dem Zemuner Flughafen der Start zum Fluge nach So fia. Als Baron Neurath das Lufthafengebäude verließ, um sich zu den bereit gestellten Maschinen zu begeben, er- klangen noch einmal die Hymnen Deutschlands und Jugoslawiens. S o f i a, 9. Juni. (Avala). Der deutsche Außenminister Baron Neurath ist heute um 17.20 Uhr mit seiner Begleitung auf dem Flugplatz Požurište bei Sofia eingetroffen. Zur Begrüßung des Ministers hatten sich eingefunden: Ministerpräsident und Außenminister Kjuseivanov. Hofminister Panov, Hofrat Grujev, bevollmächtigter Minister Balabanov, Protokollchef Belinov. Bürgermeister Ivanov, und der Vorsitzende der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft Dauailov. Von seiten der Diplomaten waren erschienen: der deutsche Gesund te Rumelli, der jugoslawische Gesandte Dr. Momčilo Jurišič, der italienische Ge sandte Saluppo, der österreichische Gesandte Erhardt, der ungarische Geschäftsträger Hofmann und der Landes leiter der NSDAP für Bulgarien, Herold. Während der Begrüßung spielte die Militärkapelle die Hymnen des Reiches und Bulgariens. Baron Neurath ist im Hotel »Blgarija« abgestiegen. Adolf Hitler beim Staatsakt in der Walhalla Am Sonntag wurde in der Walhalla bei Regensburg im Rahmen eines feierlichen Staatsaktes die Büste des großen deutschen Komponisten Anton Bruckner enthüllt. Die Feier erhielt ihre besondere Bedeutung durch die Anwesenheit Hitlers, den unser Bild in Walhalla während der Feierzeigt. (Scherl-Bildcrdienst-M.) GowPtrMMh vor einer Schicksalswende? SENSATIONELLE BERICHTE DER AMERIKANISCHEN PRESSE N e w y o r k, 9. Juni. Die Berichterstatter der amerikanischen Presse berichten aus Moskau in sensationeller1 Weise über die allgemeine Lage in Sow jetrußland. Interessant ist hiebei die Tatsache, daß sie die alarmierendsten Meldungen weitergeben, ohne von der sowjetrussischen Zensur behindert zu werden oder persönliche Repressalien zu gewärtigen. Alle Korrespondenten teilen übereinstimmend mit, daß die La Blomberg bet den italienischen HeeresMMövem ge in Sowjctrußland unhaltbar geworden ist. Die Explosion, so heißt cs in den Berichten, muß jeden Augenblick erfolgen, nur weiß man es noch nicht, in welcher Richtung und ob Stalin so geschickt sein wird, diese Explosion zu seinen übrigens völlig unbekannten Zielen auszunützen. In allen verantwortlichen Kreisen der Sowjetunion herrscht Furcht vor dem Morgen, denn niemand weiß, ob er nicht schon mindestens vor der Amtsenthebung und der definitiven Liquidierung seiner Karriere steht. Die Machthaber befinden sich in einem Zustand der Panik, da niemand mehr weiß in welcher Richtung sich die Dinge entwickeln und was eigentlich die Stalin- Während seines italienischen Besuches besichtigte Generalfeldmarschall Blomberg nach den Heeresmanövern bei Civitavecchia die italienische Flakbatterie. Hier betrachtet der Marschall eines der schweren Geschütze. (Scherl-Bilderd.) Budapest, 9. Juni. Nunmehr ist der definitive Text der Regierungsvorlage i über die Erweiterung des Rechtskreises des Reichsverwesers ausgearbeitet' und 1 mitgetcii’t worden. Unter anderem enthält die Vorlage die Bestimmung, daß der Reichsverweser vom Parlament nicht zur Verantwortung gezogen werden kann. . Der Reichsverweser hat ferner das Recht ; der Auflösung des Reichstags. Der Reichs i verweser wird vom Reichstag, d. i. vom Abgeordnetenhaus und dem Oberhaus gemeinsam gewählt. Sind mehrere Kandidaten vorhanden, so wird geheim abgestimmt. Der Reichsverweser hat das Recht, maximal drei Persönlichkeiten zu bestimmen. Budapest, 9. Juni. Gestern hat die christlich-soziale Einheitspartei besch o-^ sen, gegen die Regierungsvorlage 11 die Erweiterung des Rechtskreises ^ Reichsverwesers zu stimmen. Den “0-chen Beschluß hat auch die sozialdei kratische Partei gefaßt. Diesen bei Beschlüssen haben sich nun überrasc ^ derweise auch die übrigen Opposi" ^ Parteien angeschlossen, darunter Partei der Kleinen Landwirte (Tibor hardt). Die Parteien stehen au ^ Standpunkt, daß durch diese Vorlag--freie Wahl des Reichsverwesers um j lieh gemacht werde. Ministerpra ^ Daran yi wird morgen eine Sitzung Ministerrates einberufen, in der 2 oJn-Haltung der Opposition Stellung ?-men werden wird. Freitag den 11. Jun- 1937. MmLwrex Zeitung" Nummer 13( dere Signatur, wenn man ihn mit dem Reflektor der polnischen Staatsbesuches in Bukarest beleuchte. Vierlinge in Frankreich. N e v e r s, 9. Juni. Die 38-jährige Frau bautun hat gestern vier Knaben zur Welt gebracht, die alle normal entwickelt sind. Das erste Kind wurde jedoch tot geboren. Die Mutter und die anderen drei Rinder sind wohlauf. Met* kätud i. Personalnachricht. Der bekannte kroatischen Politiker u. Minister a. D. Dr. Ante T r u m b i č ist nach seinem einmonatigen Erhoi'ungsurlaub in Split wieder in Zagreb eingetroffen. i. Deutsches Interesse für jugoslawische 'Adriafische. Der Chef der Fischereiabtei-lung des Reichsackerbauministeriums in Berlin, Dr. Pritsche, ist in Beograd eingetroffen, um sich auf Grufid einer Studienreise, die ihn nach Dalmatien führen wird, über den Stand unserer Seefischerei und die Qualitäten der Adriafische "u überzeugen. i. Polnischer Besuch. Der Generalin-sPektor der polnischen Wehrmacht, General Wladimir Sukowski, weilt so-eben in Dubrovnik. i. Der Somborer Altbürgermeister Friedrich Haupe gestorben. In Sombor ist tier dortige Altbürgermeister Friedrich B a u p e, der sich in den Jahren seiner Amtstätigkeit von 1900 bis 1913 um die Verschönerung, Pflasterung und Elektrisierung der Stadt so überaus verdienst-v°h gemacht hatte, im hohen Alter von Jahren gestorben. i. 12.5 Millionen Investitionsanleihe der Stadt Dubrovnik. Die Stadt Dubrovnik kat durch ihren Stadtrat die Aufnahme einer Investitionsanleihe in der Höhe von 12.5 Millionen Dinar beschlossen. Bürgermeister Bracanovič verwies in seiner Begründung des Anleihebegehrens auf die Tatsache, daß Dubrovnik zwar architektonisch und durch seine iandschaft-kch herrliche Lage einen internationalen Fremdenänziehungspunkt bilde, doch müsse durch große öffentliche Arbeiten, denen diese Anleihe diene, dem Fremdenverkehr die Entfaltungsmöglichkeit Segeben werden. i. Der französische Schriftsteller Paul B&bbe, der zugleich Vorsitzender der »Aii-kance Francaises« ist, ist am 9. d. auf sei-^er Studienreise durch Jugoslawien in ^agreb eingetroffen. >• Vor einem Bauarbeiterstreik in Novi :*ad? Wie aus Novi Sad berichtet wird, droht dortselbst der Ausbruch eines ‘reiks im Baugewerbe. i- »Ver-chiebung« der Eisenkonstruk->°n der Zagreber Savebrücke. Die ' °0.000 Kilogramm schwere Eisenkon-jdfuktion der Zagreber Savebrücke ist püte um 10 Uhr vormittags im Beisein ?es Banns Dr. Ružič, der Ingenieure, der Erstklassige Flugleistungen HÖHENREKORD EINES SLOWENISCHEN SEGELFLIEGERS. — MIT DEM MOTORFLUGZEUG ALS SEGLER IN DIE HÖHE GESTIEGEN. Ljubljana, 9. Juni. Der heutige Tag hatte in der Geschichte des jugosla wischen Segelflugwesens einen neuen Rekord zu verzeichnen, der leider als solcher nicht anerkannt weiden kann. Nachmittags stieg der Flugfeldleiter Dr. Stane Rape mit seinem Privatflugzeug auf, mit einem Segelflugzeug, das der bekannte Segelflieger N. R a z-n o ž n i k lenkte, im Schlepp. Während die beiden in einer Höhe von 600 Metern über der Stadt kreisten, zog plötzlich ein heftiges Unwetter auf,, wes halb das Verbindungsseil gelöst wurde, um einen Absturz zu vermeiden. Raznožnik manövrierte nun so geschickt gegen den Wind, daß ihn dieser zu einer Rekordhöhe von 3000 Metern hinauftrug und ihm ermöglichte, eine volle Stunde in der Luft zu bleiben. Da der junge Flieger aus Versehen den Barographen einzustellen vergessen hatte und nur der Höhenmesser funktionierte, kann seine außergewöhnliche Leistung in Sportkreisen nicht anerkannt werden, bleibt aber trotzdem ein neuer Rekord der heimischen Segelfliegerei. Raznožnik stieg trotz des dichten Hagelschlages, der ihm manche Beule als Andenken hinterließ, und in fast vollkommener Finsternis immer höher. Auch Dr. Rape kann mit seiner Leistung zufrieden sein. Als er sich vom Segelflugzeug frei machte, ging er nicht wie das üblich ist, im Gleitflug nieder, sondern benützte den schweren Motorapparat als Segler, mit dem es ihm gelang, sich noch um gute 500 Meter hinaufzuschrauben, sodaß er erst in einer Höhe von 1100 Metern den Gleitflug antrat, Diese Leitsung erregte in Fliegerkreisen berechtigtes Aufsehen. Beide Flieger landeten, als sich das Unwetter längst verzogen hatte, glatt auf dem Flugfeld und wurden von den Freunden zu ihren außerordentlichen Leistungen herzlich beglückwünscht. Die Stadt der Königin von 1 „ZAHNPASTA Fümfreie Zähne sind der beste Schutz vor Zahnstein und Carles O dol-Zahnpasta macht Ihre Zähne filmfrei / e ismtä FRANZÖSISCH - AMERIKANISCHE AUSGRABUNGEN IM INNERN ARABIENS. — ZWEIHUNDERT KAMELE TRAGEN DIE AUSGEGRABENEN GEGENSTÄNDE DURCH DIE WÜSTE. V, ertreter der Behörden usw. mittels hy- ^r3ulischer Hebewinden um 18 Zentime-er '.gehoben und auf einem beiderseits j.’herbauten Geleise auf die neuen vorläu-,'Un Brückenpfeiler verschoben worden. *e Arbeit wurde von 16 Arbeitern befähigt, von denen jeder indirekt 50.000 '"oramm »gehoben« hat. >- Der neue städtische Voranschlag von pPüt beziffert sich auf 28,017.091 Dinar. ,l’r den Ausbau des Bačvice-Bades ist (.er Betrag von 1,260.000 Dinar bereitge-stellt. ;• Die Straßenbahn von Dubrovnik lrd im Versteigerungswege verkauft 'erden, da die Stadtgemeinde von ei-fern weiteren Prozessieren gegen die ^°nkursmasse Abstand genommen hat. ’’s Konkursverfahren wird demnach bis 2:1,111 Ende durchgeführt werden. ’• Die abgängige Ita Münz wieder auf E°f*mden. Wie bereits berichtet, ist in jagreb vor einigen Tagen die 19-jährige , a Münz als abgängig gemeldet wor-en- Das Mädchen wurde nach 10 Tagen ai11 9- d. in der Ilica als Bauernmädchen ^"kleidet aufgefunden und der Sicher-^■tswache übergeben worden, die sie den erwandten zurückbrachte. Ueber die •Sache ihres Verschwindens will Ita ünz nichts aussagen. Eine fvanzösisch-amerikaniische Expedition, die Ende vorigen Jahres zur Erforschung Jnnerarabiens und der Entdeckung der sa-genhaftM S-tadt der Königin von Saba auf gebrochen tour hat dieser Tage de Arbeiten in Arabien abgeschlossen. Von einem Fluge über Las Innere Arabiens brachte, im März des Jahres 1934 der französische Flieger M. Malraux selt-■egers Malraux nach jener Stadt Vordringen sollten. .. Graf de Prorok übernahm die Leitung der Expedition, die am 15. Dezember 1936 Paris verließ. Bon der Küste des Roten Meeres fuhren die Forscher, um in das Innere der glutheißen arabischen Wüste zu gelangen, in Automobilen bis zu der Stadt Sana, die als letzter Vorläufer die Verbindung mit der zivilisierten Welt herstellt. Hier blieben die Autos zurück. Kamele trugen mehr als tausend Kilometer die Männer über ausgedörrten Sand, durch vertrocknete Flußbetten und zu winzigen Oasen, die Stützpunkte für Räuberhorden und wilde Eingeborenenstäntme- sind. Oft mußten sich die Forscher mit der blanken Waffe gegen die Angriffe feindlicher Wegelagerer wehren, wenn gütliches Zureden oder Gesckstnke nicht mehr halfen. Die Nahrungsmittel, die die _ Expedition bei sich führte, reichten nur wenige Wochen, und von Zeit zu Zeit erschienen zu ihren Hauchen an vorher genau festgelegten Plätzen Flugzeuge, die ihnen neue Eßwaren her abwarfen. Es war oft ein Mansch auf Tod und Leben, um bei Verzögerungen durch schlechte klimatische Bedingungen oder _ die Unwirtlichkeit des Bodens noch zum festgelegten Zeitpunkt die Stelle für die Lebens-mittelübernahme zu erreichen. Das Essen bestand in erster Linie aus Reis. Datteln u. kondensierter Milch. Bei längerer Rast vergruben die Forscher ihre Nahrungsmittel in den Boden, um die direkte Sonnenbestrahlung zu verhindern. Nach Wochen und Monaten kamen die Männer in die "Gwend in der ne die Stadt ‘vermuteten. Wieder vergingen Tage vergeb- lichen Suchens, immer unterbrochen und gestört durch. feindliche Araber, bis ein .Expeditionsmitglied. tatsächlich den ersten Fund machte. Es -war ein primitiv zurechtgehauenes Feuersteinwerkzeug. Wie eine Erlösung uuirEte der kleine, zunächst unbedeutende Fund auf die Expedition. Aufs neue begann die Arbeit. Immer mehr wurde, zutage geschafft. Werkzeug, erschien auf Werkzeug. Ihre Zahl übersteigt heute die Zahl tausend bei weitem. Zeichnungen in Steinen und Felsblöcken wurden entdeckt. Die Profile einer versunkenen Stadt mit Wällen und Man ent, mit Häusern und Straßen traten zutage. Immer mehr kamen die Forscher zu der Ansicht daß sie hier auf dem Boden des verlorenen biblischen Landes, von Ophir standen, das Hunderte von Erdkundlern zu entdecken trachteten, das Wissenschaftler erforschen wollten und das Flieger suchten. Nicht leicht war die Rückkehr der Expedition nach Sana. Erste Funde, die vorwusge-schickte Kuriere an die großen Verkehrswege zwischen Asien und Europa Brachten, sind jedoch bereits in dem Pariser Anthropologischen Institut eingetroffen. Es sind Mett-schenschädeh deren Alter nach ersten Untersuchungen auf weit über dreitausend Jahre geschätzt wird. Die Hauptlast der Ausgrabungen kam auf den Rücken von zweihundert Kamelen bis Sana. Zahlreiche Tiere wurden unteamegS Opfer der Ueberfälle von feindlichen Eingeborenen, die in der ungewohnten langen Karawane einen willkommenen Anlaß zu Räubereien erblickten. Graf de Prorok teilte im übrigen mit, daß die Forscher in wenigen Wochen wieder m Paris sein wollen. Ehe sie die endgültige Rückfahrt anbeten, wollen sie noch einen Abstecher auf die kleinen der arabischen und iranischen Küste vorgelagerten Inseln machen, um hier nach UcBcrrestm der alten rhönizischen Kultur zu suchen. Die Sommermonate werden den Mitgliedern der Expedition Gelegenheit zu einer gründlichen llntersuchüng der Funde und Ausgrabungen geben, aber schon im Herbst toll eine neue Expedition hinaussahren. die noch größer und umfangreicher als die erste fein wird. westlichen Himmel schwarze Wolken mit großer Geschwindigkeit heraufziehen sahen. In ihrer Freude ließen sie alles stehen und liegen und waren nur darauf bedacht, möglichst viel Eimer und Gefäße aufzusteflen, um das kostbare Naß einzufangen. Als die Wolken jedoch näher herangezogen waren, erstarrte plötzlich die fieberhafte Tätigkeit. Die Bauern mußten zu ihrer großen Bestürzung feststellen, daß das dunkle Gewölk aus Heuschrecken bestand, die auf das Dorf zuflogen. Im Augenblick waren die Häuser, die Bäume und die Felder von den unersättlichen Tieren übersät. Schon am nächsten Morgen war jedes Blatt verschwunden und kein Grün mehr zu erblicken. Stapellaus des neue» deutschen Schlachtkreuzers „Blücher". Kiel, 8. Juni. In Anwesenheit 2es Oberbefehlshabers der deutschen Kbegsma-ne, Generaladmiral v. R a e d e r, wurde heute auf der hiesigen Schiffswerste der neue 10.000 Tonnen-Kreuzer „G." vom Stapel gelassen. Der neue Kreuzer wird nach erfolgter Fertigstellung aus den Namen „Blücher" getauft werden. d6§! Heuschrecken überfallen ein Numänenbors Die große Hitze- und Dürreperiode, die in den letzten Wochen Rumänien heimsuchte, hat auf die Ernte sehr ungünstig gewirkt. Tag für Tag fanden sich die Bauern der Ortschaften zu Gebeten um Regen zusammen, doch der Himmel schien kein Einsehen zu haben. Ein schwacher Hoffnungsstrahl stieg in den Bauern des rumänischen Dorfes Dobruja auf, als sie mitten während ihres Gebetes plötzlich am tu. Seinen 80. Geburtstag feierte Donnerstag „in št. Vid bei Ljubljana der weit und breit angesehene und geschätzte Spenglermeister Anton Belec, der mehr als 20 Jahre dortselbst Bürgermeister war. Der Jubilar gründete eine Reihe von wirtschaftlichen und sozialen Institutionen. lu. Orgelproduktion. Am Konservatorium findet am 16. d. um 18.30 Uhr eine öffentliche Produktion der Zöglinge der Orgelschule der Professoren Msgr. Pre-m r 1 und Tome statt, lu. Amerikanische Ausflügler in der alten Heimat. Mittwoch vormittags traf eine Gruppe von jugoslawischen Auswanderern aus den Vereinigten Staaten in Ljubljana ein, um einige Wochen in der alten Heimat bei ihren Verwandten und Bekannten zu verbringen. Einige von ihnen gedenken nach Amerika nicht mehr zurückzukehren. Am Bahnhof wurden die Ausflügler von Vertretern und von Verwandten begrüßt, worauf sie größtenteils in ihre Heimatsgemeinden abreisten. lu. Ein Gesundheitsheim wird kommenden Samstag in Logatec eröffnet werden. Um die Errichtung dieser Institution machen sich insbesondere die dortige vereinigte Gesundheitsgemeinde und das Hygieneinstitut in Ljubljana verdient. lu. Ein Zug in Flammen. In der Nähe der Station Kresnice geriet in der Nacht auf Mittwoch ein mit Radioapparaten, Chemikalien, Photoapparaten, Filmen usw. beladener Waggon des Gütereilzuges aus bisher noch unbekannter Ursache in Brand. Die Flammen hüllten bald den ganzen Zug ein. Der Wächter brachte den Zug zum Stehen, worauf dieser rasch zur Station zurückfuhr, wo der brennende Waggon abgekuppelt würde. Der Waggon brannte gänzlich aus. Der Schaden ist sehr groß. lu. Von Kindern aufgehängt. In Višnja gora in Unterkrain spielten dieser Tage Kinder »Gendarmen und Räuber«. Hiebei wurde der vierjährige Sohn des Besitzers Bernik als »Räuber« zum Tode verurteilt und aufgehängt. Die »Gendarmen« zogen ihn an einem Strick um den Hals in die Höhe. Im letzten Augenblick kam eine Frau vorbei, die das Kind vor der Strangulierung rettete. Es hatte aber so schwere Verletzungen erlitten, daß es ins Krankenhaus nach Ljubljana überführt werden mußte. Aus ilädt mul UmMfam MII IIIII 'WM Folgenschwerer Zusammenstoß MVrihova DER HOCHSCHÜLER RUDOLF DOLINAR ERSCHLAGEN AUFGEFUNDEN. — DIE AMTLICHE MITTEILUNG DER BANATSVERWALTUNG. Ljubljana, 9. Juni, Die königl. Ba natsverwaltung hat heute die nachstehende amtliche Mitteilung erfassen: »Im Zusammenhänge mit den Demonstrationen anläßlich der Ankunft des Parteichefs der Jugoslawischen Nationalpartei, Peter živlcovič, in Maribor, Konjice und Celje am 8. d. tiberfielen um 20 Uhr auf der Reichsstraße bei Prihova etwa 15 Anhänger der Jugoslawischen Nationalpartei aus dem Hinterhalt zwei Autobusse, die Anhänger der Jugoslawischen Radikalen Union beförderten. Der Angriff wurde mit Revolvern, Boxern, Messern und Steinen durchgeführt. Die Angegriffenen vermochten sich der Angreifer zwar zu erwehren, doch wurden zwei Hochschüler leichter verletzt, während die übrigen lediglich Kratz-bzw. Rißwunden erlitten. Nach dem abgewehrten Angriff setzten die Angegriffenen die Fahrt fort, sie vermißten jedoch den am 11. April 1915 in Lučine, Gemeinde Trata (Bezirk Škofja Loka) gebürtigen und dorthin zuständigen Hochschüler Rudolf Dolinar. Es wurde angenommen, daß er von den Angreifern mitgenommen wurde. Am nächsten Tage, am 9. Juni d. J, etwa um 10 Uhr vormittags fand eine Gendarmeriepatrouille Dolinar tot unterhalb der Reichsstraße liegen, und zwar zirka 50 Meter von der Ueberfallsstellc. Dolinar wies auf dem Kopfe wie auf dem Körper Spuren von Schlägen auf, die mit einem stumpfen Gegenstand beigebracht worden waren. Es ist festgestellt, daß der Angriff durch den persönlichen Teilnehmer Stavko Rej a, Administrator des »Mariborski Večernih jutra«, des Mariborer Organs der Jugoslawischen Nationalpartei, organisiert worden ist. Unter den Angreifern befinden sich auch der Ortsgruppensekretär der genannten Partei P r i rn e c aus Hoče, und der Bäckergehilfe Braj-kovic aus Maribor. An den Tatort hat sich eine Gerichtskommission begeben, ebenso eine Kommission von Polizeiorganen unter der Leitung des Polizeidirektors in Ljubljana. Die Untersuchung wird intensiv geführt. Bis zum Augenblick der Herausgabe dieses Kommuniquees ist Slavko R e-j a festgenommen worden. Nach den Uebrigen wird gefahndet.« Donnerstag, Sen 10. Luni Schnittlauch und Dill oder ein paar Tomatenstauden. Aber man soll nicht nur nützlich denken. Für ein paar blühende Blumen wird gewiß immer noch Platz sein. Auch das ist nützlich — weil Blumen Gemütsnahrung sind... Pension Lobnica-Smolnik P. Ruše MODERNE SOMMERFRISCHE BELIEBTER AUSFLUG BEQUEM ERREICHBAR 5032 Die Mutter schwer verletzt In Zabljek bei Poljčane spielte sich Montag eine Familientragödie ab, die bei der Bevölkerung großes Aufsehen erregte. Die Besitzerssölmc V a n č e k, der 36 jährige Johann und der 30 jährige Alois, kamen nachmittags angeheitert nach Hause und gerieten bald in einen Streit, da Alois dem älteren Bruder Faulheit vor warf, da er sich um keine Arbeit kümmere. sondern nur das Geld verbrauche. Die beiden Hitzköpfe gerieten derart in Wut. daß schließlich der Jüngere das Messer zog und damit dem Bruder zu Leibe rückte. In diesem Augenblick betrat die 70 jährige M u 11 e r die Stube und warf sich zwischen die Streitenden, um sie zu trennen. Unglücklicherweise fing sieden Stoß auf, den A 1 o i s gegen den Bruder führte. Das Messer drang der alten Frau in die Brust und verletzte auch die Luftröhre. Blutüberströmt brach die Mutter auf der Stelle zusammen. Der sofort herbeigeeilte Banatsarzt Dr. Hronovsky leistete ihr die erste Hilfe. Von einer Überführung ins Spital wurde Abstand genommen, da der Zustand der Frau dies nicht zuließ. Alois Vanček ist ob dieser Tat ganz verzweifelt, da er, wenn auch ungewollt, das Leben seiner Mutter in Gefahr gebracht hat. nt. Bürgermeister Dr. Juvan hat mit heutigem Tage seinen -dreiwöchigen Jahres Urlaub angetreten. Während seiner Abwesenheit vertritt ihn Bizebürgermeister Fr. ž e 6 o f. nt. Die Slovenska ulica wird reguliert. Dieser Tage wurde mit der Regulierung der Slovenska ulica begonnen. Gegenwärtig wird das Krklec-Haus in der Slovenska ulica gegenüber dem Theatergöbäude abgetragen, wodurch nun endlich dieser Teil der Slovenska ulica eine normale Breite Morn tuen wird. Ferner werden auch der dortige Schneiderpavillon sowie der Transformator entfernt werden. nt. Neuer Advokat. Der hiesige Rechtsan-waltsantvärter Herr Dr. Stojan P r c t-n a r hat beim Appellationsgerichtshof in Ljubljana die Advokatursprüfung erfolgreich bestanden. Wir gratulieren! m. Schaffung eines bahnärztlichen Dienst-sprengels beim österreichischen Grenzbahnhof in Maribor. Die Unternehmung „Oester reichische Bundesbahnen" beabsichtigt die Schaffung, eines bahnärztlichen Dicnstspren-gols .in der Beschästigungsgruppe .1 mit dem, Wohnsitze des Zahnarztes in Maribor. Diesem Sprengel, der die Nummer 475 tragen wird, werden alle Bei der Oesterreich'.» schon Bundesbahnvertretung in Maribor verwendeten, und in Maribor und Umgebung wohnhaften ästet r. Bediensteten samt deren kassenanspruchsberechtigten Familienangehörigen . zugeMhlt werden; außerdem wird diesir neue Bahnarzt auch sämtliche bahnamtlich ärztlichen Agenden, soweit ste von der Generaldirektivtt der Oestcrrsich!-Icheii Bundesbahnen der Bundesbahndirel-des Gärtchen ziehen kann. Solch Blumen-! BAach, der der neue Bahnarzt nnm.t-fenster ist nicht nur im Straßenbild ein j tc^nv unterstellt wird, und der ounbc.j= bunter, belebender Anblick, gibt nicht nur dahnverit esttng in Mur Bor angesprochen dem altersgrauen Hause einen freundii-1 werden, zu versehen haben. Die ungeitem-chen Schimmer i— es ist auch für seinen Helten Gesuche, die mit Tauf-(Geburts-) Besitzer eine tägliche Freude, wenn er das Schein, jbeimntfcheich Promokionsurkunde Wachsen und Blühen der Blumen verfol-, -'m legalisierter Abschrift), Leumundszeug-gen kann. Immer, wenn wir an’s Fen-! nis. Zeugnissen über die spitalsärztliche Ans ster treten, wird es uns sein, als blickten j bi'dung nach) der Promotion (den angeführ-wir in ein ganzes kleines Paradies, in un-; ttu Bestätigungen sind auch deutsche lieber* seren eigenen kleinen Garten. setzungen beizugeben) und mit dem Woh- Frühling, mit kleinen Tausendschönchen und bald darauf mit Stiefmütterchen in allen Farben, vom leuchtenden Gelb bis zum tiefsamtenen Violett. Dann verblühten die Tausenschönchen und die Stiefmütterchen schossen ins Kraut. Ueber Nacht bekam das Blumenbrett ein neues Gesicht — sein Besitzer mußte am Vorabend tüchtig gepflanzt haben. Nun blii-len leuchtend blaue Lobelien darauf und dazwischen hängende Fuchsien, die über den Rand des Fensters herabfallen. Es gibt viele unter uns, die kein Gärtchen und keinen Balkon haben. Ein Fenster aber haben v/ir wohi alle zu unserer Verfügung, vor dem man auch auf einem schmalen Blumenbrett ein kleines bliihen- Kringen. Heimatschein und Leumundszeugnis des Bewerbers dürfen nicht alter sein als ein halbes Jahr oder müssen mit einer nicht weiter als ein halbes Jahr zurückreu chenden Bestätigung der ausstellenden Behörde über ihre unveränderte Gültigkeit -'er sehen fein, lleberdtes haben die Bewerber eine Bescheinigung der zuständigen jugoslawischen Aerztekammer beizubringen, daß der Bewerbung um den östcrr. Bahnarztposten nichts int Wege steht, und eine Beruflich-lungserklärullg, die bahnärztliche Ordination im privaten Ordinationsraum abzu-hMen. Die Bewerber, die auch der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sein müssen, würden von unserem Chefarzt hinsichtlich ihrer körperlichen Eignung unter sucht werden. Mit der Verleihung dcS Postens wird kein Anspruch auf einen Ruhe-genug seitens der Oesterr. Bundesbahnen t"v worben, l nt. Todesfall. In Ljubljana ist die Gattin des hiesigen Lokomotivführers Brezec, Fran Franziska Brezec, im Alter von 56 Iah reit gestorben. Die Verstorbene wurde nach Maribor überführt. R. i. P.! m. Eine neue Kapelle am Bachern. Verschiedene am Fremdenverkehr am Bachern interessierte Faktoren faßten unlängst den Beschluß, zwischen dem „Pohorski dom" und der „Mariborska koča" nach den Plänen des Architekten Ing. 6er n i g o j eine Kapelle zu errichten. Jetzt wurde aus Vertretern des Alpenvereines, der Leitung des „Pohorski dom", der Stadtgemeinde Maribor und des Pfarrsprengels Hooe ein Ast tionsausschuß eingesetzt, der die Sammelt tigkeit bereits aufnahm. nt. Heute, Donnerstag abends gibt das bekannte P r e I o v e c-B o k a I q u t »' tetk aus Ljubljana im Theater ein Konzert. Das Prag ramm, daß d'ie jungen Konservatoristen Gostiša, Drašler. Rakovec, Lupša und Debelak bestreiten, bringen cim' Anzahl von Kunst- und Volksliedern l'ow>r Solopartien zum Vortrag. Die Bcromtast luttg gilt für das Abonnement A und ist die Blockbesitzer, die diese Gelegenheit tnst Rücksicht auf den bevorstehenden Abschluß der heutigen Dheatersaison ausntihen wollen Manches Bfumenbrett ist nur auf Nützlichkeit eingestellt. Da ziehen Hausfrauen allerlei Küchenkräuter. Petersilie und Blumenfenster Immer, wenn ich unsere Straße entlanggehe, muß ich zu dem kleinen Blumenfenster in dem alten grauen Hause hinaufgehen. Es lacht wie ein freundliches Auge von de; Höhe herab, und solange überhaupt nur Blumen im Jahre blühen, winken sie hier zu den Vorübergehenden hin, während sich hinter ihnen weiße Gardinen im leichten Sonnenwind blähen. Lange habe ich darüber nachgedacht, was für ein Mensch wohl in diesem Zim- \ mer wohnen mag, vor dem immer so leuchtende Blumen blühen. Vielleicht ein junges Mädchen, das sein junges Herz schwärmerisch an die Blumen gehängt hat? Oder ein altes Mütterchen, dem das Blumenfenster die letzte Freude seines Lebens ist? Aber Wochen gingen vorüber — nie sah ich jemand, der sich sorglich über das Blumenbrett neigte oder auch nur Dreh die Scheiben herausgeschaut hätte. Das Blühen auf dem Blumenbrett begann schon im Frühling, im allerersten m. Die Verkaufszeit der Kleinverfchleißst. Auf Grund der MiinstertalperorMirng tG: der neuen Banatsverordnung über die TW densperre hat jetzt der ©töbtmag'strat verfügt, daß die Kleittverschletßer, die ^ 'F' Stände am Hauptplatz besitzen, ihre Waren im Sommer von 8 bis 20 und im Wnst'-von 7 Ls 19 Uhr fettoiete» können. Ast’ Winterszeit wird die Zeit vom 1. Oktoist bis 31. März angesehen. An Somu stst Feiertagen ist der Verkauf nur bis 12 U-)> gestattet, liebertrelungen dieser Best'minu»li werden mit Geldstrafen bis zu 3000 Dinar oder mit entsprechenden Freiheitsstrafen {L ahndet. m. Bei den Wahlen zur ItanbroirtjchG1-" kammer, die am 27. d. dnrchgestthrt wrstest werden die Wahlmänner in Maribor stst Stimmen für das linke Dranuser im städ-^ scheu Beratungssaal (Magistratsgebäudcl um für das rechte Dranuser in der MagdalcM'N sch ule (ebenerdig) ab g eb en. , itt. Aus dem Altpenfionisten»eroin st | Südbahner. Der Südbahiter-Alipensioiliß-^ | verein in Maribor erhielt dieser Tage va" Ministerrat aus Beograd die Mitteilung, daß auf Grund einer seinerzeit eingebstL ten Petition die Pensionsbezüge für die st st hestäudler der ehemaligen Südbahn un -stst men der int Finanzgesetz vorgesehenen >'-bite erhöht werden. nt. Ter Hauptptatz für Akrolmtcuaussst' tungen ungeeignet. Allabendlich produzwst sich in schwindelnder Höhe auf einer «tan,' auf dem .Hauptplatz ein Akrobat, der auch aus einer „dicken Berta" hcraust-stst ßen läßt. Diese Vorführungen sind _ Ist st1 verständlich der Treffpunkt der Neugierigst beiderlei Geschlechtes und aller Altersta gorien. Nun hat es sich aber in der st stst gezeigt, daß der Hauptplatz mit fcnt ^ Kraftwagen-, Rollsuhr-, Radfahrer- 11 " Fußgängerverkehr für solche Vorführung^, nicht geeignet ist, da nur uunotwen Stauungen entstchen. Es ist ein Wulst ' daß bisher angesichts des aus die ststst rüngen konzentrierten und vom Verkehr > gelenkten Interesses der Menschen iw st]( ; gemeinen Gewimmel noch kein größere--' ^ ! glück geschehen ist.. Für die Kraftfahrer Soeben wurde in der Pariser Weltausstellung die gläserne Säulenreihe auf der es allerdings keine Freude, durch den »st Brücke Alexander III. eröffnet. Die prächtige Säulenreihe wird abends festlich er- sche,Gesäten Platz intensiv hupen und ' leuchtet. (Scherl-Bilderdienst-M.) nungsttach,'v>eis für Maribor belegt sein müssen, sind bis längsten!? 30. Juni 193™ bei der BundesbÄhndirektion Villach einzu- Wseöer ein GNck öer porffer Wertansftettung eröffnet ! / L | U. l C JI V <-fßjt Schritt fahren zu müssen. Solche Äkrova FreKag. Sen 11. Jim? 1937. stücke gehören irgendwohin, wo sie keine Verkehrsstörung bieten, und zwar in den Volk-Z garten, auf das Ende der TomAc-Alle oder wo immer nur nicht auf den Hauptplatz. nt. Einbrüche in österreichische Feuerwehr dcp"ts. In letzter Zeit wurde im Umkreise von Leibnitz und Landsberg eine Reihe von Einbrüchen" in Depots non Feuerwehrver-einen verübt. Unter dem Verdacht der Täterschaft wurden nunmehr von der Mari-borer Polizei zwei Personen festgenommen, tu deren Besitz verschiedene Gegenstände vvxgefunden» die von diesen Einbrüchen her rühren. * Ein großes Sommerfest in Studenci wird Sonntag» den 13. d. im Gastgarten Kraner vom Sportklub .»Studencih veranstaltet werden. Vorzügliche Weine. Verschiedene Belustigungen. ß132 m. Flucht aus dem Elternhause. Seit mehreren Tagen ist die 17jährige Mtttet-Ichülctitt Anna K a s f o u spurlos ver-ichwunden Abgängig sind ferner der 7jährige Srečko Ja tuli L und der 61jäh-rige Ruheständler Stefan G o m b o 5. Zweckdienliche Angaben mögen der Stadt-volizei bekanntgegeben werden. m. Mit dem „Putnik"-Autocar rund um den Bachern. Der „Putnik" veranstaltet am Sonntag, den 20. b. eine Rundfahrt um den Bachern. Fahrpreis 75 Dinar. Anmeldungen. im „Putnik"-Büro. m Mit dem „Putnik" auf de» Großglockner Der „Putnik" unternimmt in der Ze'-t vom 26. bis 29. d. eine Rundfahrt durch Kärnten, über die Großglockncr-Hochalpen-straße und durch Salzburg, Gesamtarrange-'nent (Fahrt, Verpflegung, Nächtigung, Visum usw.) 1000 Dinar pro Person. Nähere Ausfnmt im „Putntk"-Büro Maribor-Celje. m. T«ie nächste Grazer Fahrt des „Put- N'k"-Uutocars findet am 19. und 20. d. statt. Fahrpreis 110 Dinar. Anmeldungen im ..Putnik"-Büro Maribor-Celje. tu. WeHerbericht. M a rib o r, 10. Juni , 8 Uhr: Temperatur 34, Barometerstand 74.9, Windrichtung 0. Niederschlag 0 Zwei Verkehrshindernisse beseitigt ttUusi&oM REGULIERUNG DER TATTENBAGHOVA UND DER SLOVENSKA ULICA DURCH ABTRAGUNG MEHRERER OBJEKTE. Die Demolierung des Eckhauses Vetrinjska—Tattenbachova ulica ist sozusagen beendigt, die Sicht ist frei geworden und damit fiel auch seines der größten Verkehrshindernisse der inneren Stadt. Die Parzelle ist dadurch selbstverständlich derart verengt worden, daß ein Neubau dortselbst bis auf weiteres nicht in Frage kommt. Diese Parzelle wird leer bleiben und kann nur vom Eigentümer des anschließenden Gasthofes »Zum Goldenen Roß« erworben werden, um einem etwaigen Neubau zu dienen. Das zweite Hindernis war in der Slovenska utica das sogenannte Juričko-Kr-klec-Haus gegenüber der Tageskasse des Stadttheaters. Dieses Haus wird soeben abgetragen, um einem in der neuen Baulinie liegenden ein- oder zweistöckigen Gebäude Platz zu machen. Gleichzeitig wird auch ein in die Straße vorspringendes Eckgebäude zwischen diesem Haus und dem Städtischen Versorgungshaus abgetragen werden. Das gleiche Schicksal wird auch das Transformatorhaus gegenüber dem Theater ereilen. Durch die Abtragung dieser Objekte wird die Slovenska ulica in diesem Teile jene Breite einnehmen, wie sie heute zwischen dem neuen Schmidt-Haus und der Baulinie des Städtischen Versorgungshauses besteht. 4ms Hausse im Fremdenverkehr HEUER WEIT BESSERE SAISON ALS IM VORJAHR. — DIE ERSTE MIL-I ION VERGNÜGUNGSREISENDER BEREITS ÜBERSCHRITTEN. — AUSGEZEICHNETE VORSAISON. Jugoslawien verschafft sich in der Reihe I sahrten zwischen Mittel- und Süddatmatten der Staaten mit hochentwickelter Fremden- hat sich , mehr als verdoppelt, fodas; zwor-induürie immer mehr Geltung, noch mehr bi § dreimal mit Tag Eildampscr zwischen REPERTOIRE: Donnerstag, 10. Juni um 20 Uhr: Konzert des Prelovec Vokalquintetts. Ab. A. Freitag, 11. Juni um 20 Uhr: »Die drei Dorfheiligen«. Ab. C. Ermäßigte Preise. Letzte Vorstellung in der laufenden Saison. p. Am Realgymnasium finden die Aufnahmeprüfungen in die erste Klasse am 24. Juni statt. Die Gesuche, die mit einem 10-Dinar-Stcmpcl zu versehen und denen der Taufschein und das letzte Schulzeugnis beizulcgcn sind, müssen bis zum 20. d. durch die Post oder persön-'ich in der Direktion eingereicht werden, lnt Herbst finden keine Aufnahmsprlifun-ken statt. p. Opfer scheuer Pferde. Dem 47-jäh-rigen Knecht Anton Repič aus Oblaki ^heuten die Pferde und nahmen Reißaus, wobei der Knecht derart unglücklich Unter den Wagen stürzte, daß ihm die ^äder über den Kopf hinweggingen. In bewußtlosem Zustand wurde er ins Spi-bd gebracht. P. Ein fünfjähriges Mädchen bei einem ^urschenstreit verletzt. Während einer lösten Außeinandersetzung in einem Gasthaus in der nächsten Umgebung der Stadt wurden von den randalierenden ^ürschen auch die Weingläser und Flachen als Wurfgeschoß benützt. Hiebei ^urde das fünfjährige Besitzerstöchter-chen Marie Petek von einem Trinkglas 3,11 Kopfe getroffen, sodaß es blutüberströmt zusammenbrach. Das Kind, das b'cbci eine gefährliche Kopfverletzung erlitten hatte, wurde ins Krankenhaus naeh Ptui überführt. P. Für bessere Qualität der Lebensrnittel- In letzter Zeit ist unser Markt mit vämmen förmlich überschwemmt. Die Schwämme sind aber nicht nur genug teuer, sondern auch ungenießbar, da die 'Mehrzahl wurmstichig und faul ist. Es ^äre angezeigt, daß die maßgebende Behörde eine Kontrolle der einzelnen feil-ßebotenen Lebensmittel vornehmen würbe, da die Qualität der Lebensmittel auf Unserem Marktplatz viel zu wünschen bbrig läßt, obwohl die Preise sogar hö- er als anderswo sind. Apothekennachtöienst Vom 5. bis 12. Juni versehen die Moli ren-Ap0theke (Mag. Maver) in der Go-' a ulica und die Schutzengel-Apotheke (Mag. Vaupot) in der Aleksandrova cesta den Nachtdienst. aber in jenen Ländern, d-t-e not schönen Landschaften nicht allzu reichlich gesegnet sind und deshalb» im Verein m:t dem bedeutend höheren Lebensstandard der Bevölkerung, das stärkste Kontingent der Jugoslawien besuchenden Reisendvn stellen. Drei Faktoren sind es vor allem, die die rasche Entwicklung unserer Fremdenindustrie fördern: zunächst einmal die landschaftlichen Reize» vor allem bas romantische Slowenien, die lieblichen Gestade der blauen Adria und das wilde Bosnien, die Pforte des Or'entS, dann bas billige und angenehme Leben, besonders für Ausländer nr't Edel valuta, und nicht zuletzt die systematisch betriebene Werbetätigkeit jenseits der .'Grenzpfähle. Diese und andere Momente bringen es mit sich» daß iVc Zahl der ausländischen . .dunsten von Jahr zu Jahr steigt. Die Schar jener Ausländer, die unsere Gegenden alljährlich aufsuchen, da sie sich hier chon ganz heimisch fühlen und nun eigentlich keine Fremden mehr» sondern liebe Freunde geworden sind, geht bereits in die Tausende. Auf Grund der Aufzeichnungen und verläßlicher Schätzungen hat der Fremdenverkehr in Jugoslawien im Vorjahr bereits die erste Million überschritten. Die ummen» die die Reisenden . in unserem Lande ließen, beliefen sich fast auf e i „ c : t I I i vas eine bedeutende Herabminderung des Bachgefälles und eine fast gänzliche Beseitigung der Hochwassergefahr bedeutet. Banns Dr. Natlačen hat die Pläne bereits genehmigt. Die Kosten betragen 755.000 Dinar. c. Vom Blitz erschlagen. Beim aufzichen-den Gewitter ging Dienstag nachmittags der 36jährige Mesner Johann žoha r bei štore sturmläuten. Plötzlich schlug der Blitz in den Turm der Kirche ein und tötet den Küster auf der Stelle. c. Zu Tode gerädert. Mittwoch vormittags geriet in Celje die 79jährige Gertrud V e n g u st aus Gorica bei Velika Pire-šica unter ein Lastauto und wurde dabei so schwer verletzt, daß sie bald darauf starb. Ing. Westen zusammen und gewann die anregende Partie nach zeitweise spannenden Ballduell mit 6 : 0, 6 : 0. Ing. Westen erwies sich als gefährlicher Gegner, doch ließ ihm Hitzel, der nun wiederum seine Meisterform gefunden hat, keine einzige Chance. Einen zeitweise dramatischen Verlauf nahm das Doppelspiel, in dem H i t z e 1 - H o 1 z i n g e r erst nach hartem Kampf gegen Ing. Westen-Skoberne mit 6 : 2, 8 : 6 die Oberhand .zu behalten vermochten Das Resultat lautete somit 4 : 1 zugunsten »Rapids«. Rozman — Dritter Der Etappe Kragujevac-IM Im großen Etappenrennen Beograd —8 o f i a wurde gestern die dritte Etappe von Kragujevac nach Niš gefahren. Stefan Rozman, der als Vertreter des Mariborer Radfahrunterverbandes bei diesem großen Radrennen mitwirkt, feierte in diesem Abschnitt einen großartigen Erfolg, indem er als bester Jugoslawe den dritten Platz belegen konnte. Rozman, der in der ersten Etappe einen folgenschweren Sturz erlitten hatte, schob sich alsbald an die Spitze vor und führte dort mit den bulgarischen Rennfahrern einen erbitterten Kampf, aus dem schließ- f&uMelou Kurs Cayenne Von Walter P c r -s i ch. (Nachdruck verboten.) Ilm die Jahrhundertwende verließ die m Marseille beheimatete Viermastbark „Alliance", befehligt von einem Holländer, Kapitän. Grachtjan, die Elfenbeinküstie, von unten bis oben mit einer -Elsenbeinsracht beladen — mit einigen Millionen in Sachwerten. Vor der brasilianischen Küste geriet das Schiff in einen Sturm. Vier Tage und Räch, te dauerte das Unwetter. Die Barke war weit ab von ihrer eigentlichen Route getrieben worden und hatte schwer gelitten. -Beide Tat sachen zusammen veranlatzten Grachtjan, von seinen Leuten — drei Mann hatten dar an glauben müssen und waren über Bo*b gegangen, so daß die Besatzung ohnehin verringert war — auch jetzt noch äußerste Leistung zu fordern. Es aaar der Steuermann, ein französischer Kreole, der im Namen der Mannschaft vor den Kapitän trat und forderte, Grachtjan solle einen zunächst erreichbaren südamen konischen Hafen anlaufen. Die Mannschaft fei erschöpft, teils krank und fiebernd. Salzfleisch und Biochgfch lpfec jje in Anbetracht 'jl-'-a-.".!.;.".".'..... der Arbeit für keine angemessene Ernährung — und schließlich sei ihr die Heuer zu gering. „So", jagte 'der Kapitän bissig. „Sie, Man freut Truleaux, machen sich zum Wortführer 'dieser Banditen? Kennen Sie die Seefcchrts ordnung und Ihre Pflichten als Steuer» manu nicht?" „Pardon — bedenken 'Sie den Zustand des Schiffes!" Grachtjan blickte. zu den Masten hinauf, an denen einige Segel halbzevfetzt noch immer gerefft waren. „Die „Alliance" hat andere Stürme über« standen, mein Lieber. Ihr Ansinnen grenzt an Sympathie mit meuterischen Elementen-Noch habe ich an Bord zu sagen!" Der Kreole schlicht davon. Grachtjan trieb die Leute an, gönnte ihnen wenig Schlaf, versprach ihnen aber eine Prämie, falls sie die -Fahrt nach Neywork trotz aller Schwierigkeiten in der vorgesehenen Zeit zurücklegen würden. Nach einer fast ohne Schlaf verbrachten -Woche zog sich der Kapitän in dieser Nacht in feine Kajüte zurück. Gegen Mitternacht erwachte er durch einen auf sein Gesicht fallenden Lichtschein. Grachtjan wollte aufspringen — ein gegen seine Stirn, gehaltener Revolverlauf und ärgerlicherweise noch der Lauf seiner eigenen Schußwaffe! — -brachte ihn von dem Gehonten ab. Don der Tür aus starrte eine Rotte Mannschaft auf den Machtlosen. „Was wollt Ihr, zum Teufel?" brüllte Grachtjan. Der Kreole grinste niederträchtig. „Sie werden verzechen, Kapitän — ich selbst handle unter Zwang. Die Leute verlangen, daß Sie die Margarita-Insel ansteuern!" „Wüßte nicht, was wir dort- sollen!" knurr te Grachtjan. „Oh — unser erster Bootsmann Adolf» hat «dort sehr gute Beziehungen zu einem Händler, der bereit ist, die ganze Fracht zu kaufen. Die Mannschaft ist sogar so liebenswürdig, Sie, Kapitän, mit einem Viertel am Erlös zu beteiligen." Das Ansinnen bedeutete nicht mehr und nicht weniger, als daß er den Meuterern die ihm anvertraute Ladung ausliefern sollte. Er «wollte den: Steuermann die Waffe entreißen. Adolfo, der einäugige Spanier, war schnell hinzugesprungen und hatte mit einer Eisenstange auf den Oberarm des Kapitäns geschlagen. Für jeden anderen wäre eine vollständige Ohnmacht die einzig mögliche Reaktion des mißhandelten Körpers gewesen. Grachtjan schüttelte wutentbrannt den Kopf. „Ihr seid verrückt!" preßte er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. „Je- lich alle inländischen Favorits ausschie-den, sodaß Rozman allein den Kampf zu Ende führen müßte, der ihm vielleicht den größten Erfolg Seiner bisherigen Reu*1' fahrerlaüfbahrr eirtbraehte. Als Erster durchfuhr der Bulgare Georg i j e v das Ziel in 5:39.00,2. Öeh zweiten Platz nahm der zweite Bulgare Konstantinov in Anspruch, worauf R o z m a n an dritter Stelle folgte. Vierter wurde E rdel y aus Beograd, Fünfter der Bulgare N e-nov, Sechster P r o s i n e k, der Sieger der ersten Etappe, Siebenter Gartner und Achter Bricelj, beide aus Ljubljana. Heute, Donnerstag, wird das Rennen mit der letzten Etappe Niš—Sofia abgeschlossen. In der Gesamtzeit führen die Bulgaren mit einem Vorsprung von 1 Minuten und 22 Sekunden vor Jugoslawien. : Internationales Tennisturnier in Ljubljana. Am Freitag beginnt in Ljubljana ein großangelegtes internationales Tennisturnier, das eine ganz überragende internationale Beteiligung aufweisen wird. U. a. sind die ungarischen Spitzenspieler Szigeti und Dallos, ferner die ungarische Meisterin Somogyi sowie die italienische Davis-Cup-Mannschaft angemeldet. Aus Zagreb kommen Mitič, T« Kukuljevič, Mayer sowie die jugoslawische Meisterin Frl. Hella Kovač und Frl-Alice Florian. Auch Beograd wird durch eine Mannschaft mit Radovanovič an der Spitze vertreten sein. Selbstverständlich wird auch Maribor mit einer Reihe von Spielern vertreten sein. : Wer kommt in die Leichtathletikaus-wähl Sloweniens? Der Leichtathletikbund Sloweniens veranstaltet am 12. und 13. d. in Ljubljana ein Qualifikationsmeeting für die Nominierung der Vertreter Sloweniens im großen Dreistädtekampf Ljubljana—Zagreb—Beograd, der am 2., und 4. Juli in Ljubljana zum Austrag ge' langt. An den Ausscheidungskämpf60 werden sich auch mehrere Mariborc Athleten beteiligen und es ist zu hoff611; daß sie auch diesmal würdig unsere Stad' vertreten werden. : Tomiča Kukuljevič’ Tennisexhibit*0«1' Der ausgezeichnete Zagreber Tennismest ster Tomiča Kukuljevič, ein Brud61 des Davis-Cup-Spieters' Franz Kukuljevič. weilte gestern als Gast des SSK Maribo1 in Maribor und trug auf den »>Maribor«' Plätzen eine Reihe von Schaukämpfen g6' gen die lokalen Tennisvertreter aus. h-3' kuljevic führte ein brillantest Spiel vdf und gewann alle Partien glattweg. L*e!1 kräftigsten Widerstand bot ihm Vask° Škapin, der nun wiederum seine vorjährige überragende Form erlangt hat-Als Gegner traten ferner Bergant sowie die Damen Ravnik und Vogl3’ auf, die alte recht gute Leistungen zeigten. : Die Südafrikaner in Wien. Dienstag begann ein Tennisländerkampf zwisch611 Südafrika und Oesterreich, in welchem d>6 Oesterreicher nach dem ersten Tag 2 -führen. In einem der besten Spiele,^35 —— ---------------------------------~ ' "nst der einzelne von euch würde mit mir 33 Cayenne gebracht!" ^ „Kleiner Irrtum!" „lachte Adolf». len Sie-vernünftig, Kapitän! Was zahlt ÜL neu der Reeder? Einen Pappenstiel. ^ Geld macht Sie zu einem Krösus — 31V Südamerika ist groß ■—. _" . .f Grachtjan dämmerte das Bewußtsein lrl ner Machtlosigkeit. „Was verlangt ihr von mir?" ^ , Nun — der Kreole getraute sich nicht, si lein die Antillen'zu durchsegeln. Gracht3^ mußte am Morgen mit gefesselten H'än»^ seinen Dienst antreten. Hinter ihm ’ta' _ mit geladenem Revolver der Steuerman ^ Sobald eine Rauchfahne oder ein Segel Sicht kam, hoffte der Kapitän auf ein der — sobald aber Truleaux die Gefayr !• tete, zwang er - 'Grachtjan zu einer ung des Kurses. Eines hatte der Ö'OuaTt erkannt — sein Steuermann kannte te nicht und verstand sich nur sehr ä'D-'ch. hast auf die Standovtsbestimnrungen. ließ die Bark einen südöstlichen Kur» f ten. . .»ja „Ja, Herrschaften", jagte er „ihr sollt doch wenigstens so sehr fet sein, um zu wissen, daß «wir mit diejer - t vor allen Schiffen davonzusegeln, in Jahren die Antillen noch nicht zu fassen gen werden." _ . int „Dann schmeißen wir dich über Bo tyfct&tlifijttkkt HundstlrtM- Balkanerze stark gefragt DURCH DIE AUSGESPROCHENE RÜSTUNGSKONJUNKTUR IN DER GANZEN WELT BEDINGT. — ENGLAND, FRANKREICH UND DEUTSCHLAND ALS KÄUFER. Kicderholt ist schon darauf hingewiesen worden, daß sich in letzter Zeit die Nachfrage nach jenen Rohstoffen richtet, die für die allenthalben fieberhaft betriebene Aufrüstung in erster Linie in Betracht tom-»len. Unser Staat verfolgt die Marktentwicklung mit größtem Interesse, da wir davon uur profitieren können. In diesem Zusam-uienhange bringen die „Wiener Neuesten Nachrichten" einen interessanten Aufsatz, ivor aus ersichtlich, ist, daß sich das ausländische Interesse nicht nur nach jugoslawischen Erlen. sondern auch nach den der übrigen Bal Umländer richtet Die Erzrcichtiimcr Südosteuropas stehen demnach gcgenivärtig im Vordergründe des Interesses der Rüstnngsstaateu. an zahlreichen Neugründungcn haben besonders England, Frankreich und das Deutsche Reich, aber nicht minder auch kleinere Staaten ihre Montaninteressen am Balkan erweitert und verstärkt. In erster Linie war , ^>s j,, Jugoslawien Ar Fall. Nach amtlichen Beograder Angaben sind bis Ende März nicht weniger als •y Bergwerke, bzw. Schürfrcchte an englische Gruppen verkauft worden, darunter vor tviegend Blei-, Zink- und Antimonvorkom-cheu. Das französische Interesse konzentriert sich vor allem auf Kupfer. Die „Mines de Bor", die französische Besitzerin der größten Kupfergrube in Bor. hat ihr Aktienkapital von 15 auf 60 Millionen Francs erhöht und hat gegen Einräumung entsprechender Steuerbegünstigungen und gegen ’xan seit Jahren in Wien sah, gewann Farquharson überlegen gegen Bawarow- 8ki 7 : 5, 6 : 3, 6 : 4. Ebenso glatt siegten die Oesterreicher in den beiden anderen Kämpfen. Matejka schlug Cedes b : 1,6:0 und Brosch-Redl waren über Fannin-Ccdes 7 : 5, 6 : 3, 6 : 3 erfolgreich. : Weltrekord Kiefers. Beim Schwimm-“leeting, das gelegentlich der Wasser-sPort-Ausstellung in Los Angeles stattend, legte Kiefer 150 Yards in 1:31.9 zu-' tick. Er verbesserte damit seine eigene Weltbestleistung, die er am 2. Apri, 1936 ln Chicago mit 1:32.7 erzielt hatte. : Das Davis Cup-Team von USA, begehend aus Budge, Grant, Mako und arker hat an Bord der »Columbus« die Weberfahrt nach Europa angetreten. und der Privatwirtschaft ausgebracht werden soll. Hieraus sollen zinsenlose Darlehen zur Erschließung der Gold- und Erzvorkom men gewährt werden. Nichtsdestoweniger hat eine englische Gruppe sich für den Gold-bergbau und ungarisches Kapital für die Bcr we.rtung des Zinkerzvorlömmens von Baia-Marc interessiert. Auch eingefrorene französische Guthaben haben den Weg zur Veranlagung in der EiscuhMeuindustrie gefun den. Zur besseren Exploitierung der Bauxitgruben und Errichtung einer eigenen Alu miniumindustrie haben sich franzöisisches und Verlängerung der Konzession die 'Verpflichtung übernommen, bis zum Jahresende e-ne neue elektrolytische Kupferraffinerie zu errichten. Die Gesellschaft ist verpflichtet, diese Fabrik -n einein Umfang zu bauen, deres ermöglicht, innerhalb von drei Jahren eine Leistung von 12.000 Tonnen Elektro- chweizerisches Kapital bereit gefunden. lytkupfer jährlich zu erreichen und dann die Fabrik derart zu erweitern, paß schließlich eine Leistung von 20.000 Tonnen jährlich erreicht wird. In Zlatenica bei Ljubljana sind weben Kupfererzla-ger entdeckt worden, deren Ergiebigkeit an die der Gruben bei Bor hecan-rcicheu soll. Englische, deutsche und französische Gruppen interessieren sich bereits (indic Erlangung einer Konzession. Die Anli-mongruben in Lisa bei Grupna, das größte Antim orivvrkommen in Jugolslaw'en, sind aus französischem in deutschen Besitz übergegangen. Die Tschechen haben sich für Eisenerze interessiert und feste Abbauvereru-barungen mit Beograd getroffen. Im übrigen beabsichtigt Jugoslawien, die staatliche Eisenerzproduktion zu erweitern. Insbesondere wird auck> ib'ft Ausfuhr der Erze aus dem dem Fiskus gehörigen Bergwerken fünf tig durch, den Staat selbst erfolgen, und der diesbezügliche Vertrag mit der Privatwirtschaft, der Ende F»»i ablänsl, nicht mehr erneuert werden. Bulgarren führt von Staats wegen eben eine genauere Erforschung seiner Bodenreicht ümer durch, für deren Exploitierung sich jetzt schon Auslandskapital bereit erklärt. Hier ist es in erster Reihe das Deutsche Reich, das sich für Mangan- und Kupfererze sowie Erdöl interessiert. Dschech,slowakisches Kapital, und zwar die Berg- und Hüttengesellschaft, hat die Errichtung einer eigenen Ausbeutungsgesellschaft für bulgarische Eisenerze beschlossen, schweizerisches Kapital will sich, an der Gewinnung von Edelmetallen, beteiligen. Eine belgische Gruppe untersucht die Möglichkeiten für die Errichtung. e-neS größeren Stahlwerks in Bulgarien. In Rumänien hat zur .Hintanhaltung einer Ueberfremdung -des Bergbaues das Finanzministerium gemeinsam mit der Mtionalbank ein Projekt ausgearbeitet, durch bas die Ausbeutung der inländischen Erzvorkommen ohne Inanspruchnahme von Ausliandskapital erleich terk wird. Danach soll ein Kreditinstitut errichtet werden, dessen Kapital von 300 Millionen Lei zu gleichen Teilen vom Staat Griechenland endlich, dessen ÄcDenreich inner von allen Balkanstaaien bisher am meisten unbeachtet gelassen blieben, isi,reitet im Zuge der Wirtschaftsplanung unter dem autoritären Kurs jetzt an die rascheste Nachholung des Ver-säuiuten. Ten Vorrang dabei hat, soweit dies möglich ist, das Eigenkapital, wobei der Staat oftmals fördernd sich mitbeteiligt. Das gilt besonders bei der Schaffung einer eigenen Eisenindustrie. Deutsches Kapital wurde zur Nutzbarmachung der Vorgefundenen Erdölvorkommen, ebenso der Bauxit-Vorkommen, zugelassen. Englische Gruppen erhielten Schursrechte in mehreren Erzlager stritten, ebenso eine schwedische Gesellschaft. Italic it, das in keinem dieser Balkanländer sich investiert, hat dafür das weitestgehende Ausschließlichkeitsrecht der Nutzung aller Brdenreichtümcr in Albanien erlangst wo cs neben Erdöl seit kurzem auch Arsen-, Eisen- und Kupfererze in der Gegend bei Jballe zu gewinnen trachtet Börsenberichte Ljubljana, 9. d. D c v i s e n: Berlin 1745.53—1969.40, Zürich 996.45— 1003.52. London 215.01—.217.07, Newyork 4332.26—4368.57, Paris 194.20—195.64, Prag 152.04—153.14, Triest 228.81— 231.90; östen-, Schilling 8.30, engl. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 12.40. Zagreb, 9. d. S t a a t s w e r t c: 2% % Kriegsschaden 407—408.50, 4% Agrar 52—5,2.50, 6% Begluk 76.75—0, 6% dalmatinische Agrar 74.50—75. 7% Jnvestitfonsanleihe 88—88.50, 7% Stabilisationsanleihe 85.75—86.50, 7% Blair 86 —57, 8% Blair 95—0; Agrarbank 0—195. % ^Und!" knirschte Adolsv. ^ »Bitte,,, nickte Grachtjan. „Und das Schiff wird mir bald auf den Grund des leeres Nachfolgen!" Das Trinkwasser war ausgegangen. Die -Mannschaft ließ durch den Kreolen mit -'i'achtjan verhandeln, er solle Trinidad "der Barbados anlausen, dort Wasser und Proviant aufnehmen, und so schnell wie Möglich wieder in Richtung der Maragrita-ousel in See gehen. Er sollte den Steuer-"wnn an Land schicken und sich selbst als "npäßlich in seiner Kajüte aufhalten. , Grachtjan segelte wie der Teufel. „Land!" chrie es vom Mastkorb. Mit brennendem Turst stürzte die ganze Mannschaft zum "'u8- „Land — Land — Wasser!" "nderes konnten die Männer denken — und vnnp tauchte das Kastell auf. »Cayenne!" tobte Alfono plötzlich los. "Der Hund von einem Kapitän will uns bi* XcW in die Falle segeln lassen!" Wo eben noch Grachtjan mit einem ganz eichten Zwinkern seiner Augen gestanden oattc, iTOt im. noch ein großer Blutfleck Üchtbar. Der Kreole fuchtelte mit den Hän-^u, trieb die Leute an — aber sie konnten Cm heranbrausenden Kanonenboot „Gebärd", i)iLt§ vor der französischen Kolonie gelegen hotte, nicht mehr entfliehen. -Manu für Böann konnten sic alle in die Strafkolonie einmarschieren. Diese kleine Schicksalsneckerei hatte der Holländer sich leisten können, weil die halbverdursteten Männer die Küste Eayennes für die Küste der britischen Antillen gehalten hatten------------- bis das Kastell in Dicht kam! Einer nur fehlte — der Kapitän! Mit Rücken- und Bruststichen ellenlanger Messer-überreich versehen, war er über Bord geschleudert worden. Er hatte sein Leben eingesetzt, um den Elfenbeintransport und damit nicht nur die Millionen, sondern auch Ruf und Ehre seiner Reederei zu retten. Ob der Reeder für Grachtjan ein Denkmal setzen ließ? Er las den Bericht seines Kapitäns und jagte nur: »Gott, welche Aufregung — geht der Mann um eilt bißchen Elfenbein ins Wasser! Hätte er sie meutern lassen sollen, soviel sie wollten. Wir waren gut versichert — und die „Alliance" ein altes Schiff. Mir wäre wohler, wenn es mit Grachtjan - zusammen hätte dran glauben müssen!" Zum Glück sagte der Marseiller Reeder das nur bei einer Flasche Wein im Kreise guter Freunde, und zum Glück war unter diesen kein Seemann. Sonst wäre der Reeder wohl gar schnell zu einer anderen Anschauung der Tat des Kapitäns Grachtjau gekommen —------------- Konfer enz öer Gewerbekam-merti In Banjaluka begann Mittwoch die Konferenz der Vertreter sämtlicher Gewerbekammern und Gewevbesektionen der gemein sauren Wirschaftskammern im Staate. Den Vorsitz führte Kammerpräsident Niko I a-j c v i p aus Banjaluka. In der Sitzung wurden hauptsächlich Steucrfragen erörtert. wobei die Forderung aufgestellt wurde, daß die Bestimmung des Finanzgesetzes, wonach die Selbstverwaltungszuschläge für jene kleinen Betriebe, die die Erwerbssteuer panschalicrt entrichten, 60% der Grundsteuer nicht überschreiten dürfen, auf alle Gewerbetreibenden ausgedehnt werden, wo bei die Banatszuschläge gänzlich abgeschafft werden müßten. Die Gemeindezuschläge müssen ausgiebig gesenkt und in allen größeren Städten nach Sarajevoer Muster in der Frage der Gemeindesteuern das System der Progressivität angeführt werden. Da die Umsatzsteuer für die Gewerbetreibenden mindestens das dreifache Ausmaß der Erwerbssteuer ausmacht, muß diese Abgabe ausgiebig ermäßigt werden. versicherte Taglohn stellte sich auf 2.22 Millionen Dinar, gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 0.26 und des Iah res 1934 um 0.4I Millionen Dinar mehr. füs Haus Freude mit Blumen Die Fenster aus! Alle Zimmerpflanzen brauchen Lust und Sonne. Und fast alle lieben es, in der warmen Jahreszeit irgendwo an eine geschützte Stelle des Gartens gestellt zu werden, am besten im Halbschatten. Wer keinen Garten hat, der kann für seine Blumen eine Stelle des Balkons mit einem einfachen kleinen Sonnnendach aus schmalen Holzstäben versehen. Der Asparagus. Die Aspidistra, die Araucaria, die Zwern und die Phönixpalme, die Myrte, Azalie und Aralie brauchen sogar die sommerliche lieber stellung unter freiem Himmel unbedingt. Auch die Kübel mit Lorbeer- und Olcander-yrchstämmen sollen im Freien stehen. Die Uebersiedlung soll durch allmähliche 'Abhärtung am offenen Fenster vorbereitet werden. Mit der Ueberstellung in den Garten oder aus den Balkon geht auch eine Neuordnung des Gießens vor sich. Im Freien sind die Pflanzen dem Wind und der Austrocknung durch sonnenwarn. e Lust ausgesetzt und brauchen bedeutend mehr Wasser als im Zimmer. Wer dies außer acht läßt, der kann durch die Ueberstellung der Blumen ins Freie leicht viele seiner Lieblinge verlieren. Hat man bisher nur in den Vormittagsstunden gegossen, so gießt mau jetzt auch nachmittags und abends, je nach Notwendigkeit. Nur die Kakteen, die die Dürre lieben, sind mit der einmaligen geringen Bewässerung zufrieden. Hortensien, Myrten, Calla, Margeriten und Aspara-gus können auch im Garten ausgepflanzt werden. In trockenen Wochen sind die im Freien stehenden Pflanzen regelmäßig, am besten früh und abends zu überbrausen. Jasmin im Zimmer? Das ist ja doch ein großer, weißblühender Strauch! Nein, das ist ein Irrtum. Der Jas min unserer Gärten, dessen Duft wir so lieben, ist gar kein Jasmin, wir nennen ihn nur irrtümlich so. Es ist ein Philadelphus. Der eigentliche, echte Jasmin (Jasminum odoratiflimum) stammt auz Wsstchina und Indien und ist eine ausgezeichnete, wenn auch wenigen bekannte Zimmerpflanze. Er hat kleine gelbe Blüten und einen herrlichen Duft und hält sich ausgezeichnet im Zimmer. Die Vermehrung geschieht durch Stecklinge. Auch eine andere Art des Jasmins, Jasminum humlie, ist eine gute Zimmerpflanze: X Der Arbeitsmarkt. Nach 'Mitteilungen des Kreisamtes für Arbeiterversicher-ung belief sich die durchschnittliche Zahl der Versicherten in Slowenien im vergangenen Monat Mai auf 95.508, um SOSO oder 10.2% mehr alz vor einem Jahr und um 17.972 oder 23% mehr als vor vier Jahren, dagegen um 6236 oder 6.1"/» weniger als im Vergleichsmonat des Konjunkturjahres 1930. Der durchschnittliche Tag lohn betrug im Mai 23.56 Dinar, um 79 Para mehr als im Vorjahr und um 83 Para mehr ckls vor zwei Jahren. Der gesamte fm äkU&tk H. Btitzsuppc mit Haserslocken. In 4 Dekagramm erhitzter Butter werden 12 Dekagramm Haferslocken leicht überröstet, je 1 Eßlöffel gehackte grüne Petersilie^ Paradeis-mark, 2 Liter Wasser und eine Prise Salz dazugegeben. Die Suppe muß 8 Minuten kochen, wird gut mit der Schneerute durchgeschlagen, 8 Minuten zugedeckt ziehen gelassen dann aufgetragen. H. Rindfleischsulz. 2 dkg weiße Gelatine werden für X Stunde in kaltes Wasser gelegt. Der durchgeseihter Rindsuppe werden 2 bis 3 Champignons, einige Karotten, beides geputzt und kleinwürflig geschnitten, -u-gedcckt weich gekocht. Die Suppe muß auf ein Drittel einkochen. In Salzwasser wrd ein Häuptel nudlig geschnittener Kohl veich gekocht. In X" Liter heißer, geseihter Fleisch-und Gcmüsekochsuppe (ohne Kohlkochwasser) löst man die ausgepreßte Gelatine, gießt von dieser Flüssigkeit eine Schichte in eine glatte, runde oder viereckige Form und läßt die Sülze stocken. Die andere Sulzflüssigkeit ist inzwischen, in heißem Wasserbade stehend, flüssig zu halten. Auf die festgowordene Sulzschichte legt man drei Streifen von abgepreßtem Kohl, füllt die Zwischenräume mit Karotten, Champignons und seinen Schnitten von gekochtem Rindfleisch aus. Darauf gießt man wieder eine Schichte Sulz, sobald diese erstarrt ist, kommt eine ' gleiche bunte Lage wie vorher, die mit dem Rest der Sülze bedeckt wird. Das Ganze emrii bis abends Mt gestellt, vor dem Aufträgen ausgestürzt, mit geputzten halbierten weißen uüd roten Radieschen umgeben und die Sulzobevfläche gleichmäßig mit geschnittenen Würfeln von beliebigem Käse belegt. H. Köstliche Gemüsespeise mit Champignonsoße. 7 Dekagramm Butter werden gut abgetrieben, nach und nach werden 4 Dotter, 4 Eßlöffel Rahm, eine Prise Salz, drei gestrichene Eßlöffel Reibkäse, fcstgeschlagener Schriee von 4 Eiklar und noch ein gestri- chener Eßlöffel SO ich l eingemengr. Die Hälfte dieser Masse kommt in eine mit Butter ausgestrichene Backschüssel, darauf gemischte Lagen von A Kilogramm gekochtem mürben Spargel, 15 Dekagramm gekochten grünen Erbsen, 3 gedünstete Champignons und 16 Dekagramm fcingehackter Schinken (Rollschinken). Run wird die zweite Teighälfte darüber gegeben und die Speise zirka 40 Minuten im mittel-heißen Rohr gebacken. Hieikee Awteioet Kleine Anzeigen kosten SO Para pro Wort, In der Rubrik „Korrespondenz'* 1 Dinar / Die Ineerateneteuer (3 Dinar bis 40 Worte, 7*50 Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders berechnet / Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige betrügt 10 Dinar / Ffür die Zusendung von chlffr. Briefen Ist eine Gebühr von IO Dlrtflr zu erlegen , Anfragen ist eine Gebühr von 3 Dinar ln Poetmarken btelzuschllessen y&£$tki£d£M& Kacaapaaesi Mit einer »Kappel«-Schreib-maschine werden Sie immer Freude haben. Trotz der unverwüstlichen Ausführung und modernsten Konstruktion, konkurrenzlose Preise und Zahlungsbedingungen. Sie können auch Ihre Maschine cintauschen. Vorführung unverbindlich und kostenlos bei der Generalvertretung Kleindienst & Posch Maribor, Aleksandrova cesta 44. 6058 UmWätai Achtung! 3 Häuser, Garten, Zentrum, 140.000. 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Wären wir zu vieren, ja, dann sollte uns niemand hindern.« Bei diesen Worten -sah Athos d’Artagnan mit einem for sehenden Blick an, aber d’Artagnan antwortete kurz und abweisend: »Unmöglich! Ich und Porthos stehen im Dienst Mazarins, und er hat uns zu Crorn-well gesandt. Wir können ihm jetzt unmöglich davonlaufen!« »Nun ja,« entgegnete Athos mit aufgebender Miene, »so werden wir entweder erschossen oder aufgehängt, oder vielleicht beides.« Auf d’Artagnans und Porthos Stirnen zeigten sich grübelnde Falten. Dann meint2 d’Artagnan langsam: »Was könnte man nur bei eurem Tod gewinnen? — Und übrigens haben wir euch gefangen genommen und wollen auch gefragt werden.« »Aber,« rief Aramis aus, »wißt ihr denn nicht wer dieser Mord au nt ist?« .»Wenn ich ihm nur schon längst den Hals umgedreht hätte!« brummte Porthos wütend- »Hier bei mir seid ihr sicher!« sagte d’Ar" tagnan bestimmt. »Kommt dieses Ungezieier mir zu nahe, werde ich es unter meine Absätze treten!« »Nun, daß tu dann lieber gleich!« rief Athos indem er durchs Fenster schaute, »da konufl der Hund nämlich angeritten. »So, sollte vielleicht doch etwas hier nicm ganz richtig sein?« murmelte d’Artagnan ludern er zur Tür ging, um Mordaunt entgegen zu gehen. »Aber wir wollen doch sehen-Nun gehe ich zuerst mal allein heraus, ch anderen wartet so lange hier, bis ich ru’v' Wenn ich mit den Fingern auf den Türrahmen trommle, kommt ihr sofort.« ( 8 . J\ omdn von Viur1OZie mdnn Darum sehen sich die Männer nach ihr um, ein kleines Staunen im Blick, und die Frauen kneifen die Augen beim Vorübergehen prüfend zusammen. Babett aber geht hindurch und spürt das alles nicht. Ihre Gedanken sind ganz woanders. Sie schmiedet Pläne, allerdings ohne das Itd 3« kennen. Zunächst will sie die Sache mit der Erbschaft ins reine bringen. Sie braucht für die nächste Zeit freie Hand und Geld. Gewiß, sie könnte schreiben, Aufsätze, wie sie es mit den beiden großen Zeitungen drüben gemacht hat, aber dazu braucht sie Ruhe und Zeit. Ihren Arbeiten merkte man immer an, daß sie Gehalt hatten, in der Sache bis in die kleinsten Einzelheiten stimmten. Nie hat eine Zeitung Aufsätze Babetts zum Abdruck erhalten, in denen nicht jede Zeile hieb- und stichfest gewesen war. Diese Gewissenhaftigkeit, Preußenerbe aus Generatio nein, sind ihr zur Notwendigketi geworden. Darum wartet sie mit dem Schreiben auch jetzt, bis sie sich für jedes Wort entsetzen kann. Der Weg wird lang, und Petermann hat offensichtlich keine Lust mehr. Die Bäume weisen alle den gleichen Geruch auf, der Spaziergang könnte seinetwegen zu Ende sein. Er setzt sich hin und geht nicht weiter. So. Aus diese Weise reißt er Frauchen aus ihren Gedanken, bringt sich selbst in Erinnerung und ertrotzt ein Stück Keks, das Frauchen aus jener zauberhaften Schatz-höhle ans Tageslicht fördert, die sie immer bei sich trägt. So. Run kann er wieder lausen. Keks macht flinke Dackelbeine. Die klene Unterbrechung läßt Babett aufsehen. Sie blickt sich um und entdeckt, daß Berlin eigentlich eine ganz reizende Stadt ist. Man könnte sich sogar einmal diese Hütte ansehen . Als sie nach einer Stunde das nette, kleine Geschäft terläßt, geh:’s ihr ru c allen Frauen, die sich einen Hut ansehen wollten. Sie hat den Hut, eine fesche, kleine Kappe, ein Paar Sommerhandschuhe und nur noch fünfzehn Minuten Ze:t. Was also tun? Sie läßt sich zum Justizrat fahren. „Söderblom. Justizrat und Notar." Sie hat Glück. Gerade verläßt der. letzte Besucher das Sprechzimmer. Der Justizrat ist ein hoher Sechziger, seist gerade, sehr hochgewachsen. Gardemaß. Im ersten Augen blick kommt sich Babett wie ein Schulmädel vor, das vor ihrem Lehrer steht. Plötzlich erscheint's ihr vermessen, so einfach hierherzukommen und eine Erbschaft einzufordern. „Darf ich bitten,. Platz zu nehmen!" Erschrocken fährt sie zusammen, nickt ein wertig verlegen und versinkt in den weichen, tiefen Klubsessel. Ekelhaft, diese heimtückischen Dinger aus viel zu weichen Federn und. kaltem Leder! Man sitzt beinahe an der Erde. Der Juftizrat thront auf feinem hohen, harten Arbeitsstuhl ihr gegenüber wie der liebe Gott. „Sie sind also Fräulein Barbara Katharina Willbrandt geboren am 1. August 1909?" „Hier sind meine Ausweispapiere, Herr Justizrat!" Es geht alles sehr schnell, und der Justiz- uaHEBEfi-RttHTssomn DURCH VERLAG OSUR MEISTER.WERUau rat entpuppt sich dabei als ein sehr liebenswürdiger alter Herr, sehr höflich, sehr klug, fehlt nett und . . . das stellt sie mit heimlichem Vergnügen fest . . . eit: ganz klein wenig verliebt in sie. So erledigen sie alles Sachliche schnell und ohne Zwischenfall. Babett hat zu verfügen über ein Grundstück in Wernigerode mit anligendem Garten und einer Wiese; dazu kommt eine Summe in barem Gelde. Alles in allem: Sie könnte die Hände in den Schoß legen und von den Erträgnissen dieser Erbschaft bescheiden leben. Ein leises Gefühl der Beklemmung ergreift sie, als sie überblickt, was ihr das Glück in den Schoß wirft. Wie kommt sie dazu? Mit welchem Recht kann sie von allen diesen Dingen Besitz nehmen? Hat sie gearbeitet dafür? Warum gerade sie, die doch aus eigener Kraft genug zu schaffen weiß warum nicht irgendein armes Mädel, das täglich zehn Stunden hinterm Ladentisch stehen muß? Es ist unbegreiflich, verwirrend und bedrückend. „Hat meine Tante mir das alles ausdrücklich vermacht?" Der Justizrat sieht sie ein wenig belustigt an "Nein - . .! meint er dann langsam. »Ihre Frau Tante . . . ich habe sie gut und lange gekannt . . . hat kein Testament hinterlassen. Sie war eine alte Dame, die von allen Dingen gern sprach, nur von ihrem Tode nicht. Sie ivarf mich sanft, aber dringend hinaus, als ich bei meinem letzten/Besuch ganz vorsichtg auf das Testament zu sprechen kam. „Ich hoffe noch recht la»9c zu heben", sagte sie, „und was nach meinen1 Tode geschieht, ist nicht mehr meine Sackst' sondern die Ihre, lieber Freund!" das Wr vor gut drei Jahren!" Babett ist sehr nachdenklich geworden-Die zwei Jahre ihres Aufenthaltes in ®cl* nigerode stehen wieder vor ihr auf. Es i°0’ reu unbeschwerte und glückliche -ca-gc gewesen, ni der bunten Stadt am Harz. Wie oft ist sie die steinerne Renne bm' aufgestiegen, zum Eckerloch und weiter 311^ Brocken, dem mächtigen Hüter der WaM berge! Wie frei und gelöst streifte der Blm in die Runde . . . über das bunre Gemürf^ der Harzvorlanüselber hin zu den DoM-türmen Halberstadts, über die Höhen “st" Achtermanns und des Wurmbergs bis ustio weit in die Ferne, wo Land und Himmel Dunst ineinandergingen. In jenen Tagen hat sie ihre ersten chiwh ternen Versuche mit der Feder geWll,; „Herbsttage auf dem Wernigeröder Schwb — „Gewitternacht aus dem Brocken" seltsam, sie bekam nichts zurückgeschickt. IT,(Z druckte und las ihre Aufsätze gern. So Mi' de aus dem zufälligen Mitarbeiter bald <-■ Redaktionsmitglied. , ,vi Sie sagte der Tante und dem Harz -CvV wohl, sie lernte das Leben der Zeitung^ leute kennen . . . und lieben. Die Hast, sh-unerbittlichen Rotationsmaschinen, die L> Futter auf die Minute haben wollen, J geballte Arbeitsleistung der Männer 0UT den Schreibtischen und Fernsprechern,_ in wenigen Stunden das an Krasi f1^’ ,was andere in Tagen ausgeben . • ■ a ' das alles hat sie geliebt. Und dann das Angebot nach pen a len! Das erste, große Glück! Die Welt ruft sie, die Weite, die Merne! -Kollegen beneideten sie, bestaunten _ gaben ihr Ratschläge, und sie zog wlig ^ dannen über große Wasser und war staunt .. . daß dort auch nur Menschen u ten! (Fortsetzung folgt)- Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« in Maribor Für den Herausgeber n. den Druck verantwortlich Direktor Stanko DETELA» — Beide wohnhaft in Maribor.