^! AV. Freitag am V8. Jänner R853 D!e „Laibnchcr Zeitnng" erscheint, mit N,i«»>'h>»e der Smui- ,mo ffeicrt.i^, t.ig,ich, u„!> sollet snmmt den Veilaqc» ,,» ssomvtoir ssa»,jäl>riq !, » h a , b i>i l, r i a 5 il M fr mit Kreuzband i" «°mvt°ir !,a»z,^h r,g «2^ l,a 1^,, s,^ ,, ^ ^ ^ g„ss.,„ i„>z H,,^ si„!> h a > b j ä h ,,., :i0 fr, mehr ,n entricht,,,, M it de r P° ü »°i t°' fr., qanzjährig, »nler Krenzb.nd >„w gedrnckter Mlc„r ^ st,, halbjährig 7 si, 3N lr, - I » fera t> °„ sq eb n h r für ei„. Zpalt,„,e,le ooer !>.,, Na„», ,e>selb°> für i»° -,,a,i^ «3i,>schaltm,l, 3 tr„ für z«,m,.,.,e^ ?r, ,,,r dre,m»!,ge 5 fr, !l, M, I„ftr.te bi« !2 8>i<„, lost.» « ff. für 3 M.l, 5N fr für 2 M«l , „d 4N für < M^ e,»,, cka n 3» diese» Gebühre» ist »ach dem „prouqonsche» Ge,ehe »°m «. Number IZ50 für I»sertion«stä„„'e!" >wch !« fr. für eine jed.S,, «,,> '5in ch.ttnm!i,n z,> rechne "»zu.chalten. M«ntiicher Theil. H^eute wird ausgegeben und versendet: das Laudes-Htegieru»göblatt für das Herzogthum Krai». Erster Theil. III. Stück, V. Jahrgang 1833. Dasselbe enthält unter Nr 14 Verordnung der k. k. Ministerien der Justiz und der Finanzen vom 13. December 18ö2 wodurch der Z, 14 der Verordnung vom 3. Mai 1»l>0, Nr, 181 des N. G. V. erläutert, und das Verfahren bezüglich der Ersichllichmachuug der Rückstände an unmittelbaren Gebühren von Vermögens-Uebertragungen näher bestimmt wird. - Nr. 16, Verordnung des k. k. Ministeriums des Innern vom 16. December 1832, in Betreff der Ausübung des Iagdrechtes. Nr. 16. Inhaltsanzeige des unter der Nummer 2u8 des allgemeinen Reichsgesetz- »nd Negieruugöblattts vom Jahre 1882 enthaltenen Erlasses. Laibach, am 28. Jänner 18^3. Vom k. k. Redactiousbureau deS Laudes-Negierungs-blattes für Krai». Veränderuusse» in der k. f. 3lr»«ee Beförderungen. Zu Majoren die Haupilente: Franz v. Bntta, des Infanterie-Regiments Großfürst Constant!» Nr. 18, beim Infanterie-Regimentc Graf Strassoldo Nr, til, »nd Heinrich Schetzko, deü Infanterie-Regiments Erzherzog Rainer Nr. «9, in demselben. E i II t h e i l u » g. Major Ludwig Ritter u. Nadötzky, des Infanterie-Regiments Graf-Strassoldo Nr. lil, beim Infanterie-Regimente Großfürst Constanti» Nr. 18. P e n si o n i r u n g. Major Heinrich Weiß, des Infanterie-NeaMentS Erzherzog Rainer Nr. 89. Beilage« zu der im amtlichen Theile der „Laibacher Zeitung" vom 24. d. enthaltenen Verordnung der Minister deS ^m,ern, der Justiz und der Finanzen v. 19. Jänner "^. womit die allerhöchsten Entschließungen über die ""richtung u»d Amtswirksamkeit der Bezirksämter, ^e.sbehordeu u,,d Statthaltereicu, über die Einrichtung der GerichtssteUe» und das Schema der syste-Au füln,^"^^'^ D.ätenclassen. so wie über die sk ch?..^ ^'ganistrung für d,e K,°»lä»der Oe-^ 3^ a " ''d n,n«r der E»»s, Böhmen, Mähre,,, Schlesien, Gal,z,en und Lodomelie» mit Kr.kau. Vu-kowina, Salzburg. Tirol mit Vorarlberg, Steiermark, Karinen, Krain, Görz, Gradisca »nd Istrien mit Triest, ^almatie», Croatien nnd Slaoo»ien. Siebenbürgen, die serbische Woiwodschaft mit dem Banale, kundgemacht wird, Allerhöchst. Westi.nmun.zcn über die Einrichtung und Amtswirksam-teit d-er Bezirksämter. (Festgesetzt mit allerhöchster E»rschließm>a vom 14 September 1882.) ^' Erstes Haufttstiick. Einrichtung des Bezirksamtes. (Fortsetzung,) H, 10. Die Bezirksämter habe» sich in Vanan-gelege»hcite», die in ihre» Wirkm,gvkieis gehören, wenn sie hierbei eine techinsche M,l>ri,k»»g bedürfen, an den Banbeamten zn wenden, i» dessen Banbez,rke sie befindlich sind, >,»d dieser Beamte hat, i» Van-«»gelegcnheiten, rücksichtlich welcher die administrative ' ^'"tsha.'dlung dem Vezirksamte zugewiesen wnrde, de,> WeisnngM demselben Folge z» l^'ste", Auch werden die Bezirksämter verpflichtet, üb« die zwecima-ßige Besorgung des offeillliche» Valitienstes, u»d i»0- besondere über die gute Erhaltung der Reichs-, Bandes- und Kreisstraße» in ihrem Bozi.ke z» wache,,, und jede Vernachlässignna oder jedes sonstige Gebrechen, das sich hierbei die Baubehörden znr l!ast gc-hen lassen, zur Kenntniß der höheren politischen Behörde zn bringen. §, 11. Welche Gehalte und Bezüge den beiden Bezirksämtern verwendeten Individuen zukommen uud in welcher Diäteuclasse die Beamten des Bezirksamtes zu stehen haben, wird durch das Schema der sy-stemisirten Bezüge der Beamte» und Diener bei den politischen uud gerichtlichen Behörden bestimmt. Der VezirkSvorsteher genießt freie Wohnung im Amtsgebäude; wo diese nicht vorhanden oder nichl verfügbar ist, ei» angemessenes Quartiergeld. §. 12. Die bei den Bezirksämtern angestellten Beamten derselben Kategorie sind für jedes Kronland i» einen Concretnalstatns zusammen zu sasseu, stehen sich im Range gleich, und rück«» nach ihrem Dienst-alter in die höhere Gehaltstufe vor, wenn sich nicht einer oder der andere derselben dnrch sei» Benehmen einer solchen Vorrückung uinvürdig machen sollce. §, 13. Bis zu dem Zeitpuncte, wo für das Amt eines Vorstehers dcö Bezirksamtes das Erforderuiß der Befähigung, sowohl für das Nichceramt als für die politische Geschäftsführung festgestellt werden wird, soll diese zweifache Befähigung vorzügliche Bedacht-nähme beg,ü,>den. Bei jene,, Bezirksämter», deren Vorsteher die Befähigung znm Nichteramtc nicht besiycu, ist die jn-dicielle Geschäftsführung, namentlich dao Strafrich-teramt, die Rechtsprechung in bürgerliche» Nechcestrct-ten nnd jene Zweige der freiwilligen Gerichtsbarkeit, bei denen es auf ein Eikemmnß oder anf eine» Spruch deS Gerichtes ankomnn, von eincm für diese» Dienstzweig befähigten, und zu desseu Besorgung bestimmten Adjmmeu selbstständig uud unter desseu Verantwortnng zu versehen. Welchen Einfluß jene Amtsvorsteher, welche die Befähigung zum Nichteramte nicht besitzen, anf die Angelegenheiten des freiwilligen RichttramteS, welche nicht in die bezeichnete Kategorie gehören, zu nehmen haben, n'ird in der Amtsinstructio» bestimmt werden, Das untergeordnete AmtSpersonalc kaun mit Bei-stimmnng deö Amtsvorstehers, nuter der Leitung und Verantwortung deS die richterliche Geschäftsführung besorgenden Vczirksadjunttcn, zu solchen gerichtlichen Geschäfte» verwendet werden, wozu eS geeignet ist. Auch ist dafür Sorge z» tragen, daß stets ei» oder einige Beamte bei jedem Vezirksamte angestellt seien, die znm Richteramte befähigt sind, i» welcher Hinsicht daranf einzuwirken ist, daß die AnScnIiante» nnd Co»ceptspractika»ten sich in beiden Richtungen die erforderliche Befähignng erwerben, Den Bezirksbeamten steht, i» so ferne sie füi den einen oder den anderen Dienstzweig, oder für beide die erforderliche Q»al,ficaiiou habe» , stystem-maßig der Anspruch auf Beförderung bei deu höhereu Justiz- »nd Verwaltungsbehörden zn, ^ "Z, 74. In dem Verwaltungsgebiete jeder Statt-halterei wird für alle Personalangelegenheite» der bei den Bezirksämtern dienenden Beamten, insbesondere für alle nicht einer mindere» Behörde zugewiesenen Dienstbeseftnngen nnd Erstattung der Vorschläge zn denselben/für die Vestimm»»g und Flüsitamachiuig j der Dienstgebnhren, für die E'tbeilung von Urlaube» »»d fin die Hnsübuug der Strafgewalt wege» Dienst-r^rgehe», eine a»s ei»er gleiche» Anzahl Räthe» der Statthalierci »,,d de« Oberlandesgerichtes züsainmen-gesettte Commission, uitter d>m Vorsipe »nd der Lei-tn»g des Statthalters oder ei»e>'' ron ü"" bezeichne, te» Vertreters desselben bleibend bestellt. Die durch Stimmenmehrheit gefaßte» Ve,chln!!e werden unmittelbar anogeferiigt. Fände jedoch der Stalthalter oder sein ^ell-Vertreter einen solchen Beschluß wegen eingetretener Bedenken zu sistire», so ist die Verhandlung im kür-zcsteu Wege dem Oberlandesgerichts-Präsidente» mit» zutheilen, mid so ferne die Entscheidung »ach der Beschaffenheit deS Gegenstandes nicht dem Ministerium zusteht, »ach derjenige,! Ansicht zu erledigen, über die sich der Statthalter mit dem Oberlandesgerichts-Pra' side»ten einigt. Kommt eine solche Einigung nicht zu Stande, so legt der Statthalter die Verhandlung dem Ministe, inm des Innern vor, das im Einver« nehme» mit dem Mmisterinm der Justiz vorgeht. In dringende» Fälle» kam, der Statthalter iu Absicht anf das bezirksämtliche Personale, die durch das Erforderinß deS Dienstes gebotenen Verfügungen unter eigener Verantwortung provisorisch treffe»; je» doch ist zugleich die Anzeige an das Ministerium des Iuuer» zu erstatte», und die gemischte Commission von dcm Verfügte» in die Kenntniß zu setzen. §, 1«. Für die Stellen des Bezirksvorstehers erstattet die gemischte Commission de» Teruavorschlag an das Ministerium deS Innern, welches darüber mit dem Ministerium der Justiz daS Einvernehmen zu pflege» hat. Für die Benennung der Bezirksadj»»cte» »ud Actuare erstattet die Kreisbehörde den Ternaoorschlag a» die gemischte Commission, welche die Actnarstelle» besetzt, für die Adjmictenstellen hingegen den Vorschlag dem Ministerium des Innern znr Entscheidung, die im Einvernehmen mit dem Ministerium der In-stiz zu erfolge» hat, vorlegt. Die Kanzlisten bei den Bezirksämtern ernennt der Kreisvorsteher über den Vorschlag deS Bezirks« Vorstehers. Die gemischte Commission hat ihre Aufmerksamkeit darauf zu richten, und in welchem Umfauge bei den einzelnen Bezirksämtern daS Bedürfnis; der Zn-theilimg von te» a» den Statthalter u»d wege» Z,!weisi,»g der Auscultate» a» den Präsidenten des OderlandeSgerichtes Die Dinrmsten werden von dem Bezirksvorste« her i» der ihm bewilligten Anzahl anfgenomme». Die Amtsdieuer ernennt der Bezirksvorsteher mit Rücksicht anf die dießfalls durch die bestehende» Vorschriften hiezu bernfenen Militärindivldueii. Der Bezirksvorstcher ist ermächtigt, den ihm unterstehende» Personale Urlanbebewilligungen bio laug-stens acht Tage, dcr Kreisvorsteher über Antrag des Veziiksvorstehers auf längstens vierzehn Tage, mit strenger Berücksichtigung dee Dienstbedarfte z» ertheile». Nemunerationen, Anshilfen und Besoldungsoder Löhnungsvorschüsse ertheilt die gemischte <3om-missiou mit Beachtung der für diese Zwecke bestimmte» Dotation. Die normalmäßige Pen öffentliche Ordnnng erhalte» und wieder hergestellt und weitere Angriffe hintangehalteu werde», mit Vorbehalt des gerichtlichen Einfchreiteus über die vorgekommene» Besiystörungs-tlagen. Z. 27. I» Angelegenheiten, welche die Landes-cullnr (den Ackerbau, das Forstwesen, die Jagd und Fischerei) betreffen, überwacht daS Bezirksamt im Umfange seines Bezirkes die Aufrechthalcung der bestehenden Vorschriften und Einrichtungen, vollzieht die von den vorgesetzten Behörden erhalteneu Weisungen und entscheidet in vorkommenden Fällen in erster Instanz, wenn die Eulscheidung nicht zum gerichtlichen Wirkungskreise gehört, oder ausdrücklich der höheren politische» Behörde vorbehalten ist. H. 28, Das Bezirksamt sorgt in dem Umfange seineo Bezirkes, nach Maßgabe der bestehende» Vorschriften und der ihm zugegangenen höheren Weisungen, für die Herstellung und Instandhaltung der Straßen und Brücken. Auch steht den Bezirksämtern die Aufsicht nnd Ueberwachung deS Zustandes der Wasserwerke, insbesondere von Mühlen Holzrechen, Klausen, Schwemmen, ^chutzbauteu :c. und ihres Einflusses auf Ufer und Gewässer zu, um nach Umständen die Einwirkung der höhere» oder besonders berufenen Behörden in Anspruch zu nehmen, oder in dringende» Fallen geeignete Vorkehrungen zn treffen. Handelt es sich um Anlegung neuer Straßen im Innern des Bezirkes, wobei Elpropriacioueu oder die (Zoucurrenz mehrerer Gemeinde» einzutreten haben, oder die an die Kreis-oder Landesgranzen führen, so pflegt das Bezirkoamt die darauf abzielenden Verhandlungen nud legt solche der höhere» policischen Behörde zur weitere» Verfügung vor. Z. 29, Dem Bezirksamte steht zu: die Verleihung von Handels- und Gewerbebefngnissen in erster Instanz, und zwar über Einvernehmen der Gemeindevorsteher, in so weit nicht die Ertheilnng bestimmter Gewerbe- »nd Handelorechce einer höhere» Behörde vorbehalten ist, ferner die Entscheidung in erster Instanz bei Gewörbestörungen, d. h. bei unbefugter Ge-werbeausübung, mangelnder oder überschrittener Con-zession, oder Verhinderung nud Störung der Gewer-beauoübung der dazu Berechtigten. Z. 30. Bei der Conscription liegt dem Vezirks-amte die vorschriftmäßige Mitwirkung ob. Ihm steht in Absicht auf die Gemeinden, die demselhen unterstehen, über Einvernehmen de>- Gemeinde, die Entscheidung über die Zuständigkeit zur Gemeinde, so wie die Ausfertigung der Heimat-scheine zu. Das Bezirksamt leistet nach Maßgabe der bestehende» Vorschriften nnd der ihm ertheilten Weisungen seine Mitwirkung bei Necrutiruugen, bei Mi-litärentlassnngen >m Coucerlatious - oder Gnadenwege, bei Abstellungen von AmtSwegen, so wie bei Ueberwachung der Urlauber, der in ihre Heimat entlassenen Neservemäuner nnd Patentalinvaliden und Einberufnng der Urlanbcr. z, 31. Dem Bezirksauue liegt die Besorgung der anf die Vorspannsleistnng nnd Einquartierung des Heeres bezüglichen Geschäfte ob. Nach Maßgabe der militärischen Dispositionen nnd de,r bestehenden Gesetze und höhere» Anordnungen sorgt das Bezirksamt, dasi die erforderliche Vorspann und Vequartierung anf die Verpflichteten vertheilt und von diesen geleistet werde. Es überwacht dabei die Gemeindevorsteher, oder die von ihne» oder von den Eigenthümer» des ausgeschiedenen Besitzes für Einquartieruugs- nnd Vorspannsgeschäfte bestellten Organe in der Ausüdnng ihrer Wirksamkeit, schafft erforderlichen Falles unmittelbar die uoihige Abhilfe und entscheidet über vorkommende Beschwerden. Weun zur Unterstützung der Bezirksämter an wichtige» Marschstatiouen, wo sich kein Bezirksamt befindet, besondere Marschcommissare für Einqnartie-rung »ud VorfpannSgeschäfte bestellt werden, stehen selbe unter dem Beznksamte. Z. 32. Iu Angelegenheiten der Verpflegung des Heeres hat das Bezirksamt, in so weit es von den Militär-Organen darum ersucht, oder von der höheren Behörde beanfiragt wird, seine Mitwirkung zn gewähren, §. 33. Dem Bezirksamte steht zu: die Erthei-lnng der politische» Eheccnceuse über Einvernehmen der Gemeindevorsteher, in so weit solche Bewilligungen erforderlich und »ichc ausnahmsweise der höhere» Behörde vorbehalten sind. F. 34. Das Bezirksamt bewilligt die freiwillige» öffentlichen Versteigerungen, und sorgt für die Anftechthaltung uud genaue Erfüllung der iu dieser Beziehung bestehenden Vorschriften. Z. 3ii. DaS Bezirksamt trifft alle Maßregeln, welche in Angelegenheiten der Polizeioerwaltung dnrch die Gesetze oder Wcisuugeu der vorgesetzte» Behörde», angeordnet werde», oder welche es ionerhalb seines Wirkungskreises selbst zu verfüge» findet. Es vollführt diese Maßregel» entweder unmittelbar und mit Zuhilfnahme der dazu besonders berufenen Organe (Sa-nitäts-, technische, polizeiliche Organe, Gensd'armerie und andere Wachkdrper) oder durch Verhaltung n»o Ueberwachung der zur Mitwirkung nach den ertheilten Weisungen Verpflichteten. §. 36. DaS Bezirksamt hat über das Preß-und ZeitungSweseu uud über die Vereine, welche im Bezirke bestehen, oder darin ihre Zwecke verfolgen, die Aufsicht zu pflege», Z, 37. Das Bezirksamt ist verpflichtet, für die Unterlassung öffeutlichec Neligionsübnngen von Seite uicht anerkannter Confessionen Sorge zu tragen. Dasselbe handhabt die Vorschriften in Beziehung anf die Heilighaltung der Sonn- und Feiertage und die Hintanhaltung vou Religions- und Gottesdienst« Störnngen. §, 38. Dem Bezirksamte liegt die Fremden« polizei ob, in so ferne nicht die Handhabung derselben anderen Organen übertragen wird, namentlich die Ueber« ^ wachung der Fremden, die AnSfertiqnug der Wan« , derdücher nnd Neisenrknnden, nach Maßgabe der be« ! stehenden Vorschriften, die Nidirung der Wanderbü« ^ cher zur Weiterreise, die Vidirnng der Hausirpässe, ! die Ausweisung und Alischiebung von bedenklichen, ^ von erwerbloseu oder ausweislosen, in, Bezirke nicht zuständigen Individuen, das Schubwesen, die Anord-nuug nnd Leitnng von Streifnngeu und Mitwirkung bei denselben, wenn solche von der höheren Vi Horde angeordnet werden. z, 49, Znm Wirkungskreise des Bezirksamtes gehört die Obsorge für die Armenpflege »ach den bestehenden Einrichtungen und Gesetze» , die Ueberwa« chung und Anhaltnng der Gemeinden zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen, die Sorge, daß die für Ar« menpftege und andere derlei wohlthatige Zwecke be« stehenden Gemeinde- oder Bezirksanssalten gehörig verwaltet und verwendet werden, und die Abstellung des Bettelns. §, 40. Iu Betreff der Sanitätspolizei hat das Bezirkeamt mit Beachtung der bestehenden Vorschrift ten nnd der höher» Aufträge die Maßregeln, welrlX M bei Epidemien, Seuchen n. f. f., nothwendig, ödet W znr Wahrung des öffeiulicheu Gesundheitszustandes überhaupt erforderlich sind, zu vollziehe» »»d >» drin» geuden Falle» unmittelbar zu verfüge», so wie die hiezu besonders bestimmte» ärztlichen Organe i» ihrer Pflichterfüllmig z» überwache,! uud zn unterstützen. Dem Nezirksamte steht zu: die Ueberwachung n, Angelegenheiten der Sauitätspolizei und der Kran' kenpfleg.', des Impfwesens und der Geburtshilfe, end« lich die Ueberwachung der Kranken', Siechen-, Gebär-, Irrenhäuser :c,, welche im Bezirke als Gemeinde-ober Bezuksanstalten bestehe», oder seiner Obsorge besonders zugewiesen werden. H, 4l. Das Bezirksamt handhabt die Sittlich--keitspolizei, es ertheilt Musik-Liceuzeu und die Bewilligung zu Schauspielen und andern Productirnen im Bezirke, iu soferne die betreffenden Individuen bereits mit der gesetzliche» Befncpnsi versehe» sind. §, 42. Das Bezirksamt ist verpflichtet, für die Reinlichkeit und Straßenpolizei zu sorge», nnd die Aufrechthaltung der dießfalls bestehende,! Vorschriften und Einrichtungeu zu überwachen. z. i^3. Das Bezirksamt überwacht das Gest,'« dewesen, vollzieht die Dieustboteuorduungen »ud die polizeilichen Vorschriften iu Betreff der Geselle», F"' brikSarbeiter, l^hrjunge,, u. s. f. H, 44. Dem Bezirksamt« liegt die Handhabung der Feuer- »ud Banpolizei ob. In dieser Beziehung steht ihm namentlich zu: die Ertheilung der politischen Banconsense, in srftrne nicht biezu nach den Bauvorschriften die höhere Genehmigung erforderlich ist; die Feuerbeschau, die Ueberwachung der Löschanstalte» ; der gehörigen Vorsicht,'" bei Bauführungen; des rechtzeitige» Beziehenö »nd Näumeus der Wohnungen aus Sicherheits- uud S"° »itätSrücksichteu :c. :c, Z. 4^. Zur Wirksamkeit des Bezirksamtes gehört die Ausübung der Markt- und Gewerbepolizei uud der Satzungs- und gewerblichen Tarordnnnge», die Anfsicht über die Zimentiruug, über Maße nnd Gewichte, die Ueberwachnng des Zunft- und InnungS« wesenS. §, 46. Das Bezirksamt handhabt die seid-, forst- und jagdpolizeilichen Vorschriften. 6, 47. Das Bezirksamt entscheidet in erster Instanz, wenn Jemand sich wegen Maßregeln oder Verfügungen beschwert, die in Ausübung der Po!,;?! lizei vou einem dem Bezirksamt« „»tergeordueten Ge« neralvorsteher, oder einem für den einen oder andern Zweig der Polizei bestellten und dem VeziikSamte nnterstchende» Organe getroffen werden, so wie übcr Beschwerden von Durchreisenden wegen Ueberhaltnmi oder ungebührlicher Behandlung von Seite eines Weg- oder Brückenmanlhnerö. Postmeisters, Gast' wirtheS, Lohnkutschers, Fuhrmannes, Schiffers und dergleichen. §, 48. Das Bezirksamt verhandelt und ent' scheidet in erster Instanz bei Verletzung polizeilich" Vorschriften und Einrichtungen, in soferne dieselbe' nicht der strafrichterlichen Wirksamkeit (§. 68) vcrbe' halten sind, oder nicht ansdrücklich anderen Behörde" zngcwiese» werden. , §. 49. Bei geistlichen und weltlichen (Sch"'°' , Unterrichts«, WohlihätigkeitS-, Vildnnqs- nnd Huu,a' »itäts- :c.) Sliftnnge» liegt dem Bezirksamte d> Verpflichtung ob, das Anfsichts- uud Tutelrecht de Staates zu üben, in wieferne nicht dazu besondere 89 Organe bestimmt sind, oder diese Wirksamkeit der höheren Behörde vorbehalten ist. §. 50. Dem Bezirksamte steht zu: die Ertheilung von Anfgebotsdispense» j» den Füllen naher Todesgefahr (b. G, V. §. 86), wo solche gesetzlich den Orts-Obrigkeite» zngewiesen ist; die Einflußnahme in den Angelegenheiten der kirchlichen Vogtei und bei den Kirchen- nnd Pfarrhof-Banlichkeiten nach Maßgabe der darüber bestehenden Vorschriften; die ge-schliche Amtshandlung bezüglich der Gebühren für die Geistlichkeit mid die erecntive Eintreibung derselben, in soferne sie (wie Sammlungen, Stolagebühren :c,) zur Wirksamkeit der politischen Verwaltnng gehören. (Schluß folgt.) Am 23, Jänner 1833 wurde in der k.k. Hof- und Staatsdruckerei in Wien das IV. Stück des Neichsgesetz- blattes ansgegeben nnd versendet. Dasselbe enthält mtter Nr. tv. Die Verordnung der Minister deö Innern, der Justiz und der Finanzen vom 19. Jänner 1833, womit die allerhöchsten Entschließungen über hie Einrichtung nnd Ämtswirksamkeit der Statthai-tereien, über die Bezirksämter, Kreisbehörden nnd Einrichtung der GerichtSstelle» und das Schema der systemisirten Gehalte und Diätenclassen, so wie über die Ausführung der Organisirnng für die Kronlander Oesterreich ob nnd unter der Enno, Böhmen, Mähren, Schlesien, Galizien nnd Lodomecien mit Krakan, Bukowina, Salzburg, Tirol mit Vorarlberg, Steiermark, Kärnten, Krain, Gdrz, Gradiska und Istrie» mit Triest, Dalmalie», Croatieu und Slavonien, Siebenbürgen, die serbische Wojwod-schaft mit dem Banate, kundgemacht werden. Wien, am 24, Jänner 1833. Vom k. k. Nedactionsbureau des Neichsgesetzblattes. Nichtamtlicher Theis. O e ft e r r e i ch. Trieft, 26. Jänner. Ueber die erwähnten Waf-fenthatcn in der znr Nahia Bielopablich gehörenden Berda erfährt die „Tr. Z." dnrch ihren gewöhn!, Cor-respondent«!!, dessen Berichte sich bisher,^bewahrte», nachträglich, daß der Kampf am 13. Anfange, ans beide» Seiten nuentschieden blieb. Gegen ^Ibend zog sich Osman Pascha mit seinem Heere i» eine Ebene zurück und »ahn» hier eine feste Stellung am Fuße eines Hügels ein. Die Montenegriner benutzte» da« ihnen günstige Regenwetter und überfielen nm Mitternacht unverhofft das türkische Läger, in dem nun die größle Unordnung zu herrschen begann. Die Türken entflohen nach allen Sciteu, und die Montenegriner eroberten 17 Fahne», darunter eine sogenannte Alai Bariak (Mahomedsfahne), die sie nebst 317 Türkenkdpfen als Siegestrophäen davon lrugen. (Bekanntlich zahlt die montenegrinische Negierung für jeden Kopf 2 Ducaten als Belohnung.) Ferner fielen 80 Pferoeladnugeu Pulver in Kisten' uud UU geschirrte Pferde, so wie viele Waffen, darunter silberbeschla-ge»e Zatagans ^iud Pistolen von Militär und Privaten >n idre Hände. (3r. Z.) " Wie«, 23. Jänner. Wir wissen nicht, ob es ,emals eiue Presse gab, welche eS der radicale» Journalistik Piemoni's an Gehässigkeit, wilder Lei-."''""'l und i,„^^, u„,^^,h^t zuvorthat, Na- mnuiia), sterreich ""^ ^''"'' Legierung werden von ^» giftigen Feder» dieser Blatter mit besonderer ^oniebe heungesucht, - Haß und Verleumdung bei dcu germgfugigss,,, Anlässen weder gescheut noch ge-!, ^^„'^"" -"1° ^«'" di' widersinnigsten Mährst .m.V""'^V""' ^"düngen m Umlauf se.;en. ° kc> " man nur stcmnen, daß sich noch immer glä»! bige Le, r finden welche da« grobgesponnene Gewebe oer ^aujchung und der Sucht, die Geister ,u ver-wirren und die Gemüther zu erhitze» . um dadurch i dem Dämon des Umsturzes in die Hände zu arbeite», noch immer nicht durchschauen. Es kann übrigens nicht befremden, Oesterreich gerade von jener f""" 2^ßt z» s,h„,. welche den Sturz aller ita-.. '. '" °d>" 'Unterschied und Schonung e^llmr:^ ,s°:,:°.,,^"H',,,7'^3,, Z»'^ iusel die Augen offnen, und eö wäre schu'cr zu be greife», wenn irgend eine italienisch« N,^,^,' ^ zügelloseu Ton jener radicalen Presse gegen die ane. läudischen, Negierungeu und das von ihnen vertretene System billigte. Es freut uns zn veruchme», daß dicß auch von Seite der kön. piemontesischen Regiernüg nichts weniger als der Fall ist. Ein, in der amtlichen „Gaz-zetta piemontese" enthaltener Aufsatz tadelt die beeidigende Weise, welche mehrere Tnriner Blätter sich gegen fremde, und insbesondere gegen benachbarte Staate», ihre Oberhäupter und Armeen erlaubten; es wird die Befürchtung ausgesprochen, daß die inter-^ionalen Beziehungen dadurch erschwert, und diel wechselseitigen Interessen, welche die königl. Regierung gewahrt wisse» wolle, gefährdet werden könnten ; eine derartige ungerechtfertigte Polemik müsse daher von Piemont nicht bloß auf das Entschiedenste abgelehnt, sonder» anch schwer gerügt werden. Wir wollen annehmen, daß die Absicht dieser Anölassuug weiter reiche, als den begründeten Unwillen aller Betheiligten vorübergehend und oberflächlich zu beschwichtigen. Denn was würde es wohl nützen, auf den Umfang und Si>) eines höchst gefährlichen Uebels mic dem Finger hinzndeuieu, austait zu Heileu; besonders, weun ciue Tauschung darüber nicht mehr möglich ist, daß das Uebcl vielleicht noch bedrohlicher »ach Iuueii als nach Außen in den Wurzeln der aliehrwürdigen, mouarchischeu Ordnung in jeuem Königreiche selbst uagc. Wien, 20. Jänner. Im gegenseitigen Einverständnisse zwischen Oesterreich nnd Nußland wnrde, »m die Karien der limitrophe» Gegenden beider Staaten in genane Uebereiustinunnng zu bringe», tine Ver-bindnngö-Triangulation vorgenommen, oie »nn voll-endet ist. Diese unc> andere mit größter Genauigkeit durchgeführten VerbindnngSvermessnnge» berechtigen zu der Hoffn»»g, daß Europa in Kurzem von einer und derjelbe» geodätischen Operation überzogen sem werde. El» sehr interessantes Resultat, das durch d,e erwähnte Triangulation gewönne» wurde, ist, daß die Ostsee und daö adnatische Meer eben so gleich hohe Spiegel haben, wie dieß auch vo» anderen Meere» gege» frühere Annahmen bereilS erwiese» ist. — Der nunmehr erfolgten gerichilich-polltlschen Organisation wird in Kürze die Kuuümachung der oereico >m Entwürfe vollendete» Dieustpragmatik folgen. Dieselbe enthält die Bestimmungen, unter welchen Bedingungen und Modalitäten die Veamce» anzustellen u»o zu entlassen, anßer Dienstverwendnng zn bringen, und in den zeitlichen oder bleibenden Ruhestand zu versehen sind. — Der k. k. österr. Gesandte, Hr. v, Hülsemann, ist gestnn mittelst der Nordbahn abgereist, und begibt sich direct uach Washington. — Folgendes Beispiel von Auswandernngslnst erzählt die „Pf. Z." : Vor einigen Tagen machte sich der I3jahr,ge einzige, in den glücklichste» Ver-hälinissen erzogene Sohn eines geachtete» Beamten der Pfalz mit dem Inhalte seiner Sparbüchse hinter dem Rücren seiner Aeliern von der Schule fort, nud eilie anf dem nen eröffneten Schienenwege über Paris nach Haore. Kanm hier angekommen, traf er leine Ne^sevorbereiinngeu, zu denen manche Auswau-dererofc Tage brauchen, in wenige» Slunee», versicheite sich eines abgehenden Schisses nach Neu-OriVanö, und enisegelce so nacheilenden Verwandten, die um einige Stunden zn spac am Einschiffungdorle ankamen, Alo er anf der Reise »ach Haore bemerkte, daß er von Angehörigen verfolgt wurde, wußte er diesen Nach-folgnnge» mit Zurucllassuug semer Effecte» eben so schlau zu entgehen, wie den Nachstellung«» der anf telegraphischem Wege requiririen franz. Polizei. — Es ist dem bekannten französischen Ingenieur Pcrrot gelungen, die Gutta-Percha so zu reinigen, daß sie vollkommen weiß wird uud damit die Blätter, so dünn, wie das leichteste Seidenpapier, darzustellen; letztere nehmen den lithographischen Druck oiel vollkommener an, als das schönste chinesische Papier; die Abdrücke sind bewunderungswürdig. Da das Gutta-Pcrchablatt durchsichtig ist, so hat man auf der Rückseite ein umgekehrtes Bild. — In Cölu hat ei» juugcr Athlet, Namens Schneider, durch seine Wecikampfe ei»e wahrhafte Ringwuth hervorgerufen, die selbst daö „zarte Geschlecht" n,cht verschont ließ. In der Theater-Academie auf dem Henmarkt fanden in den letzte» Tage» „Dameu-Ring-kampfe" Statt, die, wie sich leicht denken läßt, einen enorme» Zulauf des Publikums bewirkten- Am letzten Sonntag drängie sich däS Publikum abermals heran, doch das Theater blieb geschlossen. Die Behörde hat diesen Prodnciiouen ein Ende gemacht. — Nach den Berichten des au Gützlaff'e Stelle getretenen Missionärs Ncnmänu an den Berliner Ver-em für die Mission in China sind die 40 Missionsgehilfen, welche Gützlaff anS der Mitte der von ihm zum Christenihnm bekehrten Chinesen gewählt und für den Missionüdienst gebildec hatte, jetzt b,s anf 12 zusammengeschmolzen. Der größte Theil der Gehilfen hatte sich widersetzlich und geldgierig gezeigt nnd wurde deßhalb von Neumann einlassen. Äus Mo.ltenegr»,, 13. Jänner, schreibt man °" „Triest. Z,«: Fmst Daniel halte um ^»0 fl. Pulver ankaufen lassen; jedoch haben die Moutene> grmer „nr etwa den dritten ^heil desselben nach C> cmje gebracht. Während ihrer Feiertage heMchte Nuhe. Omer P,isch.i s^, vornehmlich von T"<"g'w ^uo operire» wollen. Der Kriegsplau Omer Pastd"'ü !"l ,ehr gni entworfen sei»; indeß bleibt eö muner !chwer, die Engpässe zn halmi Entscheidend wäre die Einnahme von St. Elia und Njegosch für die ^ürken, denn von dort kann man dann leichler in's Thal von Cetinje gelangen. Die von den Türken berciis 'ejeyteu Nahien liegen ge gcn Albanien, nnd von dem letzteren Lande aus sind sie, wenn man Spns, Zal'i ljak »nd Podgorizza i>, Händen hat, ein Schluß zu Montenegro. Die schwerste» Terrainbindennsse sind jedoch noch immer zn bestehen. Deutschland. Mainz, 20. Jänner. Das hier stehende k. k. österreichische ^inien-Iuf.-Reg. „Erzherzog Rainer" wird aus Aulas; des Sterbefalles seines hoheu Iühabers eine sechswöchentliche Trauer anlegen und in der St- Peterskirche ei» feierliches Todtenamt veranstalten. Das Regiment trägt den Namen „Erzherzog Rainer" nuu seit 1801, also zwei und fünfzig Jahre. Däne in a r k Vor einiger Zeit wurde Se. Maj. dein Könige ein von dem Engländer Herrn S. M. Peto gemachter Vorschlag überreicht, worin dieser sich erbietet, die Anlage einer Eisenbahn dnrch Jutland — von Flens-burg bis Zriedrichöhafcn — zu übernehme». Durch den Minister deö Innern hat Se. Majestät dem Herrn Peto nunmehr zu erkennen gebe» lasse» : daß dessen Vorschlag seine vorläufige Genehmigung gefnnden, und der Minister des Inner» hat demgemäß den Herrn Peto anfgefordert, einen Bevollmächtigte» zur Einleitnng der betreffenden Unterhandlungen hierher zu sende». Dieser Bevollmächtigte wird hier schon in diesen Tagen erwartet. Frankreich. Paris, 22. Jänner. Die großen Staatskörper versammelten sich heute im Thronsaale der Tuilenen, um die Eröffnung des Kaisers in Bezug auf seine Vermählnng eutgegeu zu nehmen. Der Staatsrath war gauz, der Senat fast vollständig versammelt, vcm legiolatlve» Körper etwa 130 Mitglieder gegenwärtig. Der Kaiser laö die Eidffnnng mit fester Stimme ab; er wurde von wiederholten Ausrufen „es lebe der Kaiser" unterbrochen. Man wird schon bemerkt haben, daß in der Eröffnung der Name der Braut Cr. Majestät, welche übrigens mit ihrer Mutter das E!ys«e bezogen hat, nicht geuannt ist. Die Eröffnung wnrde sofort au deu Straßenecken von Paris angeheftet. OrM'riUnmu'n und Irland London, 2l. Jänner. Die „E. (Z." hört, daß von Seiten des Kriegsministeriums a» alle Regime»',o-lZommandenrs die Ordre ertheilt wnrde, für die nächste Zeit keine Dienstenilassnng anznnehmen. Es sollr» »amlich mehrere Hauptquartiere in verschiedenen Theilen deö Bandes errichtet werden, so tasi man im Stands se,n wiiioc, eine bedeutende Tri,ppe»machc anf'o schleunigste nach irgend einem bedrohte» Puncte zn detaschüen. Sei einmal die Miliz vollkomme» or-ganisirt, so solle anch diese eine Ceittral-Statio» i>, der Nähe vo» Birmingham erhalten. Gestern wurde von der City zum ersten Male direct uach Marseille telegrapdirt. A m e r i k a. Die Berichte aus Meriko reichen bis zum 14. December. Die Devutirtenkamwer halte mit einer Majorität von sechs Stimmen den Ausschußbericht über die Tehnantepec - Angelegenheit genehmigt. — Eine abermalige Ministercrisis hatte Statt gefunden nnd Herr V"nez, der Minister der auswärtigen Au-gelegenheiten, in Folge derselbe» sei» Portefeuille niedergelegt. — Der Graf de Bonlbo» hat (wie schon erwähnt) i» Sonora capitulirt; sejne Truppen haben die Waffen gestreckt. — Von Rio Grande reichen die Nachrichten bis znm 18- December. Die Insurgenten hatten den Gouverneur von Tamaulipas, Genera! CardenaS, nebst nenn Mitgliedern der Legislatur zn Gefangenen gemacht und nach Tampico tranSportirt. ES war daranf der Anschluß von Tamaulipas an die nene provisorische Negierimg von Meiiko proclamirt worden. Die Mannschaft eines nnrikanischen Kriegs-schoonero war zu den Aufständische» übergegaügen. Die Stadt Matamoras hielt noch aus und der Commandant derselben rüstete sich zu einer entschiedene» Vertheidigung. Telegraphische Depeschen. — Madrid, 24. Jänner. Baring nnd mehrere andere Häuser streckte» anf die Nationalgüter 37 Millionen vor, „„ ^ ^ ^ — Paris, 26. Jänner. Der Senat nnd der gesetzgebende Körper sind auf den 14, Februar einberufe,,. Mesnard ist zum ersten Senalsricepräsiden-ten ernannt, Billault wild als Präsident des Ge-schgebungskörpers beibehalten. — (5uuswntinopel, 15. Jänner, Abd cl> Kader hatte die lKhre dem Elillan vorgestellt zu wcrden, Laut Berichten aus Ierujalcm vom 3«ten Deccmber r>, I. h.,ue sich der" gricchische P,'M<"ch nach nNiopel eingeschifft, um gegen die, dcn L'llinern in der heiligen GrabeKsrage gemalte» (loinessioncii zn reclamiren, ^__^- Druck und Verlag ron I. v. klci»mayr, uud F. Vamberg iu Laibach. Verantwortliche Herausgeber und Redacteure: I. v. Kleinmayr und F. Bamberg. Telegraphischer Eours«Bericht dei Staatspapiere vom 27. Jänner 1853, Vwlltsschuldverschreibmig,» M Z pCt, (in EM.) 915/16 detto „ ^ !/2 . „ 817/8 dctto „ ^ „ „ 76 l/4 Darleben mit Vcrlonmg V.I, 18:^, f,n500 il, 22i.1^fl,l l<)>)fi. «ctw dettv ' 1833, „ 250 „ 138 7/8 füclOOfl. 5°/» ^52............. 943/8 Va»f-Actlt!i, l,r. Stsick «353 fi. in E, V. Nctiei, der Kaiser Ferdinands-Nordl'nlm zn ^a0U jl. C. M....... 2410 ,1, >»!j, M. Wichse!.- Cours vom 27, Jänner 1853, Amsterdam, für100 Thaler Current, Rthl. 132 Bf. 2 Mmiat. Ä»,,6l'»rg, sür !«« !»!,Udn! Eur,, G„ld, 109 1/2 llso, Fra»ss»r!a,M,, (ss,r !2«> ,^,, si,dd, «>> ) ei„^W.ihr, im Ä^ !/2 l!, ss„fi, „ld.» 1N8 3/4 2 M?„at. Gemia, ssir 300 ucnc Pi.moiit, Liie, Giild. I2s l/^ i Mo,,at. hc,«,l'»rff, j,,r >s>0 Thaler Aa,,«.i,', Nthl, 1U2 l Mnnal. kivorno, fin 3U0 Tose.niische Lire, Giild, «07 O. i A.^.n. k°,it>>,'», sür ! Psund Gtei'lm,,, G,,ldeu !(1-t6 3 M°„,tt. Mailand, für 30« Ocsteinich, i!irc, G„!d, !0g 2 Mo» t. Marseille, ss,r l',00 stra„sr,!, , Guld, ! 2s 1/2 2 Mm!>^. Allans, fin 3U0 ffra>,fe„ , , Änld, <2g 3/4 2 W^,i.>i. Guld- n»d Eilber-Oliurse vo„, 26. Iän. !8ä3, Bvi.s, ll!eld, Kais. Mü„z-D,!«tcn Agio .... — 151/4 detto Nand- dt° „ . . . . 15 ttolll «l marcn „....— 1^3/4 NaV°>cousd'or'z „....— — ToMerauisd'or's „ . . . , — >Z6 Ruß, I,„verial „....— 9.^ Friedrichsd^n's „ . . . . — 9 5 Engl, Suvcraiüg« „ . . . , — !0,58 Eilberagill ....... — 9 M. K. Lottl'.iiehullgett. In Trie st am 26. Jänner «853: 76. 45. 4U. 24 4. Die nächste Ziehung wird am 5». Februar 1853 >n Triest gehalten nerre». Fremden-Iluteige dcr hiev Hlugekl),«» ene» »«d Abgereiste« Den 26,Iä » ,, ei- l85I, Hr. ^)ri»z S^resina Vidom, k. geheimer Rath ; — Hr, Earavaglia, Secretär; — H>. Tr. Beke, C°»-stantinllpl. (5o,>sulats .-Kanzlei-Diieclo, ; — Hr. de Boch,, Dr. dcr Medici»; — ör Kollbas, — Hr. Manas, — Hr. Abrät, — Hr. Ma!ci.,li, — und Hr. Variin, alle 5 Handelsleute; — Hr. Filirpo, Handelsagent, — und Hr. Villabicinc», Privatier, alle I l vc>n Wien nach Triest, — Hr. Permello, Gin».-besitzer, von Gorz nach Gratz, ^, Hr, Fischer, k, k Rechmmgs Revidenl, — u»d Hr. Schoihof, Handelsmann, beide von Görz n^ch Wien, __ Hr. Mastiasa, russ. Gesc>ndtschc!fc«bean!te; ^. Hr. Baron Canlaio, Priu.Nier; — Hr. v, Knnooski, Particulier; — Hr, Arons, preiif;, Banquier; — Hr, Wehrlm, — », Hr. )ln^elmeiev, beide Handelsleute; — >>r. Gabiiclli, Besitzer; — Hr. The,,»er, HandliMgsbiichhaller, __ und Fr. Sara Dänemark, Nadbinersgatti,!, alle 9 ron Triest nach Wien, Z. 123. Nr. 342. Oeffentlicher Dank I Eine aus Mitgliedern des hiesigen Casino-Vereines gebildete Gesellschaft, die sich an der von dem Wiener Großhändler Herrn G M, Perissutti zu Gunsten der Inualidenstiftung oes FeldmaischaUs Grafen uon Nadetzky und des Wiener Allgemeinen Armen - Versorgungfmi des durchgeführten Realitäten - und Geld - Lotterie delheiliget hat, widmete den ihr aus derselben zugefallene» Gewinn von !4 si. unserem uater-ländischen Invalidenfonde, welcher Betlag dem Etadtmagistrate zugeführt worden ist. Für diese mildthätige Gabe wird hiemit der öffentliche Dank abgestattet. Ltadtmagistrat Laibach den 27. Jänner 1853. Z,l22. (l) Nr. 34«. Kundmachung. Am 3. Februar d. I , Vormittag um 10 Uhr, wird hicramts die?,c,tat,un zur Vermirlhung der Wl'hnb,sta„dthc!le des obern Stockwelkes im ma-s!,strailiche» Hause ^ili ^»,,><2, Nr. 9l, in der hiesigen Solana-Vorstadt, sammt Garten, für Georg! d.I. a^gchailen werden. Die M'ethlustigtn werden zu dies.r Verh.ind-luni m^t dem Anhange n»g,laden. daß sie de dießfäll, gen Bedingungen und Besclnnbung d.r Localitaten Hieramts einsehen können, Magistrat Laidach dni 25. Jänner 1853. Z, 1'4. (2) Wiesen - Verpachtung. Am l. Februar 1653 Vormittags !j Uhr werden 31 Wiescnantheile für die drei Jahre 1853, 1854 und l855 licitando verpachtet wer-den; die Wiesen liegen in der Gegend bei Pod pezh nächst Marga, Die Bersteigerungs-Verhandlung wird in der dießämtlichen Kanzlei abgehalten werden. Verwaltungsamt der D. O. ritterl. Commende. Laibach am 25. Jänner l«53. Der Commcnde - Verwalter: Z. >21. (!) 4«V«VV Gimer Wein, von den Jahren 18^6, l34U, »849, 185«), !Ü5l, l852, u„d 25 Eimer Slivovitz we,den auf cer, zwischen Iaska u»d Cailstadc in Croalien liegenden Herr^ ichafc Gla we tic, a,i> lU., II. mid »2, Zeb!uar l853 im Wege einer freiwillige!, Liciiaiion gegen bare Bezahlung an cie Meistbiecenoe,, versteige,I weroe,!, wozu Ka„siustige höfiich eingelade,, werden. Slaweti« den 22. Ia,,ner l853. 3. 128. Zur Nachricht. Lim nächsten Sonnt^qe, d. i. dcn 30. Jänner, lst an der bürgl, Sckicß, stättc Ball, am 6. Februar Spiel lMt Tan;, und am Palmsonntage Adendunttrhaltung mit Spiel, zu Gunsten der Kleinkinder- Bewahranstalt. Directions bürgl. Schicßstätte. Laldach den 27. Jänner Itt.53 Im Hause Nr, 236 am Haliptplatzc, wiro zu Georg! eine Wohnung im zweiten Stocke, besteheno aus 5 Zimmern, Alcove, Küche, Keller, Speisekammer und Holzlege, zu vergeben sein. Nähere Auskunft wird daielbst in der Handlung ertheilt. Z. 87. (3) Handels-Industrie-Anzeige. Da meine Maschinen Nagel, Hcug und Sporerschmid Gtablisscmcntö »oä zu wenig in der Handllsw^lt bekannt sein dürften, so erlaube ich nnr, die Herren Kaufl.nte in Kenntniß zu setzen, daß in denenseld.n allöge- zeicln'erschöne, vollzählige „.schwere Stapelwaren uon der kleinsten l,iö zur g>oßt>» Solle, das ist l<><»0 Btück u l«> Loch bis l« Piund im Gewicht, wie auch alle Gattungen sslliuzeudverziullte od »schwarzlackirte Ttviesteln, Neibeisen, «cnchter, Heu^ körbe,Schraubstöcke,Wassellschllifen :c. :c, :c., aus dem besten steir,sche„ Eisenmat,-riale erzeugt, und alle Fabrikate zu möglichst bil^ ligen Preisen berechnet wndeu. Preis'Courante erfolgen aus gefällige Anfragen sogleich, und es wird eine schnelle prompte Bedienung gegen lZDntant-Zahlung >>> jedweden, Quantum zugesichert. Zuschriften und lluflräge si,!d zu richten unter der Firma: Vinccnz Herzog in Mraß, am oberen Gries, im eigenen Haus Nr. IN«. 3. 10!. c2) In der l. f. Stadt Mottling in Unterkrain ist ein ganz gemauertes, knapp an der Poststraße nach Carlstadt liegendes Haus, bestehend zu edener Erde aus einem Zimmer und zwei Kellern, im ersten Stockwerke aus 4 Zimmern, einer Splis und Küche, dann hinter dem Hause aus einem Stalle s>,mmt Heubehältnisse, einer Wagenrcmise, einem Schwein-stalle und einem Garten zu verkaufen Dieses Haus eignet sich besonders zu einem ! Einkehrwirthshause, Am Kanfschillinge ist die Hälfte sogleich zu be^ zahlen, die 2. Hälfte kann gegen Sicherheit auf dem Hausc verzinslich l'lribeu, Liebhaber »vollen sich srnnc« an den Eiaen-thü'mer unter Adresse: »^ 1^ !'«>»1U!!-ling» wegen den nähern Vedingnissen wende». Mottling am 19. Iannll »853. Z. 42^. (3) Wohlfcilste Sul'scriptions - Aisglü'e Deutscher Elassiker. Von dein Wnnsche qeleitet, die in „„s^rem Ver> läge eischienenen Werke der a»erkamn ersten HchsiN' steller Deutschlands immer mehr zum Geme,„gi,t All,"!' zu ni.-.chen, dic Sinn ,md Empfänglichkeic !)c,be„ f>n' geistige Wildling, verösseiUlichen wir vüin Jänner l8^Z an, ei,ie Volksbibliothck der Meisterwerke unserer deutschen Littratur, in wöchentlichen Lieferungen 511 cmf,ero> deutlich wohlfeilem Preise m,d unter Bediü' gungen, ivelche anch den, Unbeimtielten gestatte», nach und nach in den Besitz des Schönsten imd Beste» ^> gelange» , ivas dei- innere Neichthiil» iinseres Volles an Geist lmc> Geiniith in der glänzendste,. Period? u"-serer Lile>'atiu' z» Tage gefördert hat. Weoü Deutschland, irotz aller politischen Zerllüs' cung, ans Etüiaö stalz zu sei« das Recht hat, so >mt>W ej seine großen Dichter nnd Denkrr, deren unsteiblicht« Werke, Herv6>'a,ea,ange» a»s den, »nergriuidliche,! W^l°» te» des Volksfestes, uniqekehrt wieder a»f dessc» Ent-M iviclliiüg »nd Feill'ildung den mächiig^cn Einstüs, ^„W ül,'en I'estiüMtt sl^d. Diese Schiifien, die Geisteöbln-W chen der Ehesten u»se>es Voltes, st,id ein reicher, ini-H er!chöpss,cher Born, der sei„e» besrnchtenden Se^eN liber die gene»wärlic,<» »nd kommenden Geschlechte, i„ »ügeschlvächter K^aft fort nnd fort ergiksu; sie smd "" cheiires Vel mächlnif,, zu dessen Gemisse Jeder, der dl^l, die Fähigkeit hat, berechtigt ist. Jetzt w,id a^ä) oe>» ?ler,neren mögl,ch sein, sich <,„ dielem reiche» ^ibe z» I'etheiligen, nnd wir zweifeln nicht, das; «ine große A»zahl Derer, welche seither nicht im Stande waren, gröbere Veiräa< darc,,, z„ we»de» , »,!> stch nnd ih,en Angeht >g"' !"« Wohlil>,t einer bildende» iind vei ei elnde» Lectäre zu ve, schaffe, ^ die hier gebo« cene li'elege„heic zur Subscription ergreifen weiden. Von Jänner dieses Jahres a„, geben w,r die Werke r>o» si)vthe, Echilier, Klopstoek, ilessiua, WielM'd, Platen, Thn„„nel, Pyr- ker's epische und Lenau's lyrische Gedichte iu uuse,en bekannte!' und so beliebten Stereolyp-Au^iabe», i„ wöl'entlichcn L!eferungcn von c:<>«> l<> Bogen, SchiUerformat, ', !5> kr. die Lieferung. ?!lso glüügt eine wöchentliche ? kr,, um „.ich il„d nach d,ese classische B,b!>othek zu er,ve,be», s>> i c m and n.' ird durch die Subscripti 0 » z u -. Abnahme einer besti m m 1 en ?lnz ,! hl r 0 i> Band chen verbindlich qe,nacht' Jeder k li n » zurücktreten, wenn es ihin beliebt Späterer E>uti>il in die Subscription kann aber nur D>',>el> gestattet werden, welche die bereits erschienenen i!ies<' rungen nachträglich übernehmen. (iinzelue ^lutoicn oder Bande werden »ich, a!'-gegeben. Wir zähle,, für nnser »on so vielen Seite,, schc>» czeiviinschtes Unternehme» auf die Theilnahme al!^ freunde vaterländischer Bildung und Literatur, u>^ sind bereit, Denen, welche sich d,e Müh? des Sa»>' mclns von Sübscribenten.ninerziehen, auf 12 subs""' birte Eren,ftl.>re das 13, ^i-^li« z» gewähre». I,l laibach wird Subscription angenononen ^' I.^ua; u. Kleiiimayr K» Fedur Vambcrll, und ist daselbst die e,ste Lieferung vonäthig. Stuttgart und Leipzig, in, November 1852- I. G. Cotta'sche Verlngshaudlung' G. I. Göschen'sche Verlageh'Mdlnng'