Nl. 50.
Donnerstag, 3. März 1898.
Jahrgang 117.
OMcher
Zeitung.
«°!l»UA c. °"^"l« - Mit Postvtrsendunst: ganzjährig fl. l5, halbjährig fl. 7 50. Im Comptoir: ,,,7"2 U. n, halbjährig fl. 5 50. Für die Zustellung ins Haus ganzjährig fl. 1. — InsertionSgtbür: Für vlMcatt his zu 4 geilen 25 lr,, grühere per geile 6 lr,- bei üslere» Wieberholungen fter Zeile » lr.
Die «Laib. gtg,» rrsckeint täglich, mit Ausnahme der Bonn- und Feiertage. Die «dmlnlstratton befindet stch
Congressplah Nr, li, dlc Redaction Äarmherzigergafse Ätr, 15. Gprechstunden der Redaction von u lii« 11 Uhr vor»
mittags, Unfranlicrie Vrieje werden nicht angenommen, Manuscript? nicht zurückgestellt.
Amtlicher Theil.
Seine k. und k. Apostolische Majestät haben dem "eutenant in der Reserve des Husarenregiments Anednch Wilhelm III. König von Preußen Nr. 10 Gustav Elek von Pazony, dem Oberingenieur im lvlngllch ungarischen Ackerbau-Ministerium Johann ANtos von R^ty und dem Lieutenant in der "e erve des Husarenregiments Graf Nüdasdy Nr. 9 A>es Grafen Hunyady von Kithely die «ammererswürde taxfrei allergnädigst zu verleihen
Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit "uerhochster Entschließung vom 18. Februar d. I. Uf-Ü" ^ln Titel und Charakter eines Hofrathes ödeten Director Dr. Franz Stein dachn er ^f Hvfrathe und Intendanten des naturhistorifchen U°?uscmns und den Custos erster Classe, Universitäts-^ofessor Dr. Friedrich Brauer zum Director und 5ll, ..^r zoologischen Abtheilung dieses Museuins «ungnädigst zu ernennen geruht.
Vltt An k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^""Mchster Entschließung vom 25. Februar d. I. ^m Oberlandesgerichtsrathe in Trieft Christian Colin >. ^"lässlich der von ihm angesuchten Versetzung (^ , ^uernden Ruhestand taxfrei den Titel uud ^ lÜ " "nes Hofrathes allergnädigst zu verleihen 2""ht. __________ Ruoerm. p.
All ^^"^ ^ "nb k. Apostolische Majestät haben mit ! ""Vster Entschließung vom 24. Februar d. I. ^ " ,fwrer in Fließ Karl Dietl das goldene Ver-dnÄ n.^ ""! ^" ^^ne und dem Gemeindevorsteher .,f/l^ust Christian Iuen das goldene Verdiensttreuz uuergnadigst zu verleihen geruht.
aller ^^ ^ ""^ ^ Apostolische Majestät geruhten
V r ^5 vernähme des Oberstlieutenants Maximilian ^ e^chern, des Landwehr-Infanterieregiments Graz a -' ' nach dem Ergebnisse der Superarbitrierung »invalid, auch zum Waffendienste beim Landsturme unk 3""' in den Landwehr-Ruhestand anzuordnen "no demselben bei diesem Anlasse den Oberstens-le he ^ ^"«>r68 mit Nachsicht der Taxe zu ver-
die Transferierung des Oberstlieutenants Victor Handschuh, des Landwehr - Infanterieregiments Pilsen Nr. 7, zum Landwehr-Infanterieregiment Graz Nr. 3 anzuordnen;
dem Landwehr-Vezirks-Feldwebel Karl Gürtler, des Landwehr-Infantericreglments Troppau Nr. 15, das silberne Verdienstkreuz mit der Krone zu verleihen.
Der Handelsminister hat die Rechnungsrevidcnten Julius Brosch, Josef Honerlein und Johann Kristiancic zu Rcchnungsräthen im Personalstande der dem Handelsministerium unterstehenden Rechnungsund Fachrechuungs-Departements ernannt.
Der Handelsminister hat der Wiederwahl des Georg Jäger jun. zum Präsidenten und des Johann Siegl zum Vicepräsidenten der Handels- und Gewerbekammer in Eger für das Jahr 1898 die Bestätigung ertheilt.
Der Finanzminister hat die Evidenzhaltungs« Geometer zweiter Classe Heinrich Hohn in Littai und Wilhelm Furer Ritter von Haimendorf in Gottschee zu Evidenzhaltungs-Geometern erster Classe in der zehnten Rangsclasse ernannt.
He» 27. Februar 1898 wurde in der t. l. Hof« uud Staats-
druckerei das X. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Aus«
gäbe ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter
Nr. 36 die Kundmachung des Finanzministeriums vom l4ten Jänner 1898, betreffend die Ermächtigung mehrerer ungarischer Innerlands-Iollamter znr Abfertigung von mit der Post aus dem Auslande eingehenden Pflanzen« Sendungen;
Nr. A7 die Kundmachung des Finanzministeriums vom 27sten Iänuer 18W, betreffend die Umwandlung des l, l. Punzierungs', zugleich Gold- und Silber-Einlvsuugs-amtes in Vregenz in eine Punzierungsamts-Expositur und Errichtung einer Punzierungsamts-Expositur in Innsbruck;
Nr. 38 den dritten Nachtrag zu der Vollzugsuorschrift zum IV. Hauptstücke des Gesetzes vom 25. October 1896, R. G. Nl. Nr. 220, betreffend die directen Personal, stenern; (Kundgemacht mit Erlass des Finanzministeriums
vom 15. Februar 1898.)
Abfuhr der Persoual'Eiulommensteuer uud Vesolbunngs-steuer von höheren Dienstbezilgcn der im Auslande lebenden Angestellten (Pensionisten);
Nr. 39 die kaiserliche Verordnung vom 21. Februar 1893, womit die Aushebuug der zur Erhaltung des Heeres, der Kriegsmarine uud der Landwehr erforderlichen Mecruten« Contingente im Jahre 1898 bewilligt wird.
Nichtamtlicher Theil.
Das Attentat auf den König Georg von Griechenland.
Die Wiener Presse gibt der allgemeinen Ent-rüstung und dem Abscheu vor dem Attentate gegen den König Georg sowie der aufrichtigen Freude über die Errettung des Königs und der Prinzessin Marie Ausdruck und widmet den Zuständen in Griechenland ihre Aufmerksamkeit, welche die Gemüther in Griechenland so sehr erregt haben, dass aus der Mitte des Volkes verbrecherische Hände sich erhoben, um das Leben des Königs zu bedrohen.
Das «Fremdenblatt» weist darauf hin, dass dieselben Stimmen, welche durch ihren Lärm zum Kriege gehetzt und gedrängt hatten, nach dem Feldzuge wieder die Hetze gegen den König und die Dynastie betrieben. Dabei habe man wahrnehmen müssen, dass Partei» wirtschaft, Protection und Unordnung in allen Kreisen eingerissen waren. Sei doch der Attentäter, obwohl er der Hefe des Voltes angehörte, bei der Mairie beschäftigt gewesen, wenn er auch selten ins Amt kam. Dies «Sittenbild» kennzeichne die Situation. Wenn man nun sehe, welche Früchte die maßlose Parteiwirtschaft getragen, so müsse man wünschen, dass der König wirklich, wie es angekündigt worden sei, mit mehr Initiative nachdrücklicher in die Staatsgeschäfte eingreife. Es gehe doch nicht an, dass ein opfer-muthiges, im Kerne tüchtiges Volk von hoher Be< gabung und cultureller Bedeutung durch die Selbst» sucht und Leidenschaftlichkeit der Cliquen ruiniert werde. Das Attentat fei nur die extremste jener traurigen und verkehrten Erscheinungen, die man seit einem Jahre in Griechenland vorüberziehen sieht; innerlich hängt es mit ihnen zusammen. Die Cliquen regieren und regieren schlecht und die Verantwortung wird jeuer Persönlichkeit zugeschoben, die man an jedem Eingreifen hindert, die aber, weil an der Spitze des Staates stehend, weithin sichtbar ist. Dem Attentate der Parteien auf das Voll ist das Attentat der Fa. natiker auf den König gefolgt. Vielleicht sei der Ein« druck dieses zweiten Attentates stark geuug, nun in dem Volke den Entschluss zu reifen, mit all den Politikern, die es so weit gebracht haben, aufzuräumen und so die Möglichkeit zu schaffen, dass in die Ver-waltung Ordnung gebracht und Armee und Flotte reorganisiert werde.
Das «Vaterland» hebt hervor, dass die tröst, losen Zustände, unter welchen Griechenland nach seinem
Feuilleton.
Auf der Schnepfenjagd.
Stizz« von Tor Hedberg.
aelea^>. ^""^ ist untergegangen, der Wind hat sich !ck>i? V Vrausen der Wogen unten am Strande duV"r- hm und erstirbt. Die schnellen Schwalben um/'?" nicht mehr den Raum, aber vom Neste zcm,I Dachgiebel hört man sie streiten und sich zur m?'" ^ Lagerplätze. Die Mücken gehen nicht dwn <. ^ ""t erneuten Kräften setzen sie ihren In-w7n. l""ö unter den Bäumen fort und werden wild, still ''^ 5^"'blut wittern. Die Nacht nähert sich, mern langsam, nicht mit Dunkel, kaum mit Däm-Düst - ^""'" ""t milder Kühle, mit lauen vn'.l .'"^ halbwachen Träumen, mit gedämpften kla^n ' ? Naht, die nicht schläft, die mit großen, i" VVruhigen, offenen Augen ruht wie ein Waldsec kräuf A "? Walde, dessen Spiegel der Wind niemals diel. m ^ ""5 b"" die Sonne niemals brennt. Und di'<^"cht hat ihr eigenes, den Tag scheuendes Leben; tiekn H'^ p^st sie in wechselnden Strophen, mit rM MMonen, und der Wachtelkönig macht lange Kak-. c>?^' ^ Vasssaite, er spinnt wie eine zufriedene N ' B^"'"ä"se stürzen sich in die Luft, wie nacht-s^c'^"geschnittene Schwalben und die Wald-kamp?7^ Sumpf zu Sumpf, von Liebes-
Ich stehe auf einem kleinen Vorgebirge, welches sich vom Walde in die grünen Kleewiesen hinauszieht. Hinter und neben mir habe ich den beginnende« Kleinwald, über mir öffnet sich zwischen den Bäumen ein breiter Himmelsstreif — dort, wo die Waldschnepfen passieren sollen — vor mir sehe ich die grüne Wiese, die süße, warme Düfte zu mir emporsendet — dic hochstämmigen Föhren, welche das Feld umrahmen, im Hintergründe das dichte Dunkel des Tannenwaldes und den Himmel, der sich wolkenfrei ausspannt, immer lichter und lichter, mit Farbenspielen, für die es keinen Namen gibt, bis zum westlichen Horizont hinab.
Ich habe nun eine halbe Stunde in Schussstel-lung gestanden, den Hahn halb gespannt und alle Siuue ganz gespannt, aber noch ist es mir nicht geglückt, das merkwürdige Lösung künftig auftauchender Schwierigkeiten aMven.
Tagesneuigleitell.
^ (Fünfzigjähriges R e g i e ru n gs' jubiläum Seiner Majestät des Kais e r s./ In der am 22. v. M. abgehaltenen außerordentliche" Vollversammlung des Kneipp - Vereines in Brunn w"^ von dem Obmann-Stellvertreter Herrn Louis Windhop der Antrag gestellt, aus Anlass des fünfzigjälM" Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers eine! Stiftungsplatz i,l Wörishofen zu errichten, d. h. alljährucy einem mittellosen Kranken (Brünner) auf VereinsM" den Cnrgebrcmch in Würishofen zu ermöglichen. ^ Antrag wurde allseits beifälligst begrüßt und wurden die näheren Bestimmungen hierüber dem Ausschusse über-lassen. — Die Lemberger Handelskammer beschloss, an' lässlich des Regierungs - Jubiläums Sr. Majestät des Kaisers eine Stiftung zur Förderung der Landes Industrie zu errichten, und setzte zu diesem Zwecke ew Specialcomite ein.
— (Jahrhundertfeier.) Unter Gutheißu^ und Segen des Papstes ladet ein internationales Comite, an dessen Spitze Cardinal Iacobini steht, "' Katholiken der ganzen Erde zu einer Iahrhundertfele ein, die mit Missionen, gemeinschaftlichen Gebeten, ^m ^ fahrten, Pilgcrzügen nach Rom und Jerusalem, Kirche^ festen, Errichtung von Gedentlreuzen, Bergfeuer, einem Huldigungsfeste ill Rom u. s. w. begangen werden !^'
— (Medicinisches Institut für Fraue'^ I,l Moskau beabsichtigt man, ein medicinisches InM" sür Frauen und Mädchen zu errichten, nnd glaubt, ohn Schwierigkeit sür diesen Zweck eine Million Rnbel dura) freiwillige Spenden zusammenbringen zu können. ^ meisten Professoren der Moskauer Universität haben lM bereit erklärt, während der ersten fünf Jahre, naa^'N das Institut seine Wirksamkeit begonnen, kostenfrei Vorlesungen zu halten. Das Institut wird anfangs aus 100 weibliche Studenten berechnet nnd dürfte mit einem Internat verbunden werden.
— (Bosnisch-Hercegovi nische Mekkas Pilger.) Man telegraphiert aus Sarajevo von» Gestrigen: Heute vormittags sind etwa 80 Pilger aus dem ganzen Lande von hier nach Mekka abgereist.
Local- und Prouinzial-Nachrichten.
Krainischer Landtag.
XV11. SiMig am 26. Februar. (Schluss.)
Abg. Pov 6 e erkennt dankbar an, dass der Beucht-erstatter ein kleines Bild der Landeswirtschaft entworse'' habe. Er weist auf das Bedenkliche der Finanzlage des Landes nach Verstaatlichung der Arantweinsteuer h'"' bespricht die großen Aufgaben, die des Landes harren, wobei er insbesondere die Förderung des Weinbaues, die Wasseranlagen und die Morastentsnmsifung ins Auge fasst und deutet jene Mittel an, von denen er l^ Abhilfe verspricht, so u. a. die Einführung der Luxu^ steuer, die Abtretung der Realsteuer vom Staate """ Grüuduug eines Creditinstitutes. ,
Seine Excellenz Abg. Freiherr von Schwege' bemerkt, dass schon der Berichterstatter in seinem «^ richte über den Voranschlag auf die steigende Tendenz des Landesfondes hingewiesen und auch der Vorredner ernste Bedenken in dieser Hinsicht vorgebracht h"^ Redner bespricht sodann die Darlegungen des einleitende' Berichtes zum Voranschlage. Besondere Aufmerksamle" erfordern die Hauptcapitel «Landescultur» und «My^ thätigkeitsanstalten». Nach diesen wird der Wohlsta>'° eines Landes beurtheilt. Die Verwaltungstosten betreffen^ hat der Berichterstatter hervorgehoben, dass sich eine sey wesentliche Steigerung durch die unbedingt nothwendig Vermehrung des Personals in großem Umfange, die "N^ ausweichliche Regelung der Beamtcngehalte und Pensions fonde mit Rücksicht auf jene der Staatsbeamten ergebe'^ wird. Was die Ausgaben für Laudesculturzwecke a"' belangt, ist es ja genau bekannt, wie sehr die Anspruchs hinsichtlich der Wasserversorgungsanlagen und Weinba"' förderung von Jahr zu Jahr steigen. Wenn auch ^ Staat einen Theil der Kosten trägt, so bleiben doch "^ ganz außerordentliche Auslagen, die das Land zu tragen hat. Der Vorredner hat u. a. auch auf die Morals entsumpfung hingewiesen, die vom Lande große fmanzlw Opfer erheischen wird. Das Haus hat im vorigen Ia^ den Beschluss gefasst, dass für gewisse Ausgaben '" gewisse Summen allsgegeben werden dürfen. Nun »st
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Wenfalls sehr gut, dass sich der Landtag eine gewisse "Kränkung in dieser Richtung auferlegt hat, aber die ."geordneten haben das Gefühl, dass trotzdem der Land-^3 gezwungen werden wird, mit der Zeit den wachsenden ursnisse» Rechnung zu tragen, nnd zwar auf andere ">ei,e^als durch die Mittel des Landes. Eck» ?""^ Elcellcnz bespricht dann die wichtigen neuen ^opsungen des Landes in Bezug auf die Wohlthatig-"lsanstalten und in sanitärer Beziehung. Auch hier Auck." "!""" höhere Ansprüche an das Land heran. ,w^ ^ ^^ Gebiete der Commllnicationsmittel muss L°/s?^ geschehen und besonders in Hinblick auf das ^""'enbahnwesen empfiehlt sich strenges Haushalten,
"Mtt gegebenenfalls die Mittel hicfür gefllnden werden. >, , Außerordentlich gestiegen sind die Ausgaben für das
nierrichtswcsen. Durch die Beschlüsse der letzten Sitzung >l man bei 420.000 fl. angelangt, ein Betrag, der sich
uiurgemaß von Jahr zu Jahr steigern wird und es ist Eck s ^""kl sehr nahe gerückt, da die Ausgaben für das
^ulwesen auf eine halbe Million steigen werden, des n ? ^"^ weiteren Rückblick auf die Wirtschaft Landes konstatiert Redner, dass der Aufschwung seit Der n ^"ierung der Gruudcntlastung eingetreten ist. di/^"chterstlltter stellt nun die Behauptung auf, dass Es ^ chfnhrung für das Land ungünstig gewesen sei. lönn " -^ ^"' ^^ '"' ^°^' "^ "'"" h""e zuwarten wätt"'m" ^!"'^lch günstigeres Ergebnis erzielt worden van, l' ^^ Couvertiernng wurde auf Grund des
ziem?'^" Zinsfußes durchgeführt, der zu jener Zeit jedock ^ "^^ ^ Sinken des Zinsfußes tonnte And l-"""^^ ^^ jemandem vorausgesehen werden. Wirtl^?'^"" °^"' '"^^ übersehen werden, dass der svrm !i ^ Aufschwung eigentlich einem Irrthum eut-zu n s ^""' "l Besitz außerordentlicher Äiittel, die
^"^"ordentlichen Ausgaben verleiteten. Der Bau des Period ^ Theaters u. a. m. stammt ans jener
es «^ unbewussten wirtschaftlichen Verirrungcn sind haben n ^" bedenkliche finanzielle Lage geschaffen der ^ "^ ""d wichtigste 3)>!ittel zur Sanierung
"»bed-s?"^" ^^ ^""^^ »st die Sparsamkeit. Bei einem lich b?^ Abgänge von 1,1169.285 fl. muss man ernst-Anträ ^"'' "^ bcchlbe zn decken ist. Er wird den ernster s Ausschusses nicht entgegentreten, aber eine und >/'s,!^"3cre Präliminieruug wäre möglich gewesen zu trn ^"^^ """' Abgang ergeben, den wir empfindlich
"?? haben werden.
bedeck, ^^pücht die vom Ausschusse beantragte
Mnllla > ^"^ Erträgnis der selbständigen Landes-Er be l "! ^^'Uweitt ist mit 370.000 st. eingestellt, erzeug ^^"' Einnahmen aus der Vrantwein-
«esteiaest ' ^»" H"^lick auf die fchädigende Wirkung des die dar "'"""ngcnuffes. Wer die Gefahren kennt,
mau "",^. "'^ringen, wird ihln zustimmen müssen und Brant, "^ "^^ ^"n, damit das Volk von der Seite b!"^ ^W" werde. Wenn man die finanzielle sie iebr " ' ""^ '""" allerdings zugestehen, dass "icht m/'!^^ ist. Aber er glaubt, dass diese Einnahme "an «s s ^" H"^ bleiben wird; vielleicht früher als einen s "'^ !^ "n Ende finden. Der Staat muss >"ein« ,, ^"ordentlichen Wert darauf legen, die Braut-regel s t^ scheuer ^ verstaatlichen, denn diefc Maß. so d,' A ln Verbindung mit schreienden Bedürfnissen,
Wenn aber dieser
von 3^ "'^""- "ird die Einnahme auf den Betrag l-EevlPnl ^ sinken. Allerdings ist bis zum der mV.» "' ^"acsorgt, aber selbst in diesem Falle wird
i? "°" ^50.000 fl. nicht erreicht, anschlan - ^"^" ""tere Bedenken gegen den Vor-NiiMckl "^ "^"' "'^ konlmt zum Schlüsse, dass mit 3ördcru„ Ü "^ "höhten Beitrag von 30.000 fl, zur U"d mi w Weinbaues, und die erhöhten Lehrcrgehalte l'egen "'^s'cht auf die audereu Äefchlüsse, die vor-"ächswi N ^"6 ein Abgang von 160.000 fl. im ^n die D^"^^"^ "'^ A"gc gefasst werden muss, für ürschch.,, ?""U gefunden werden mufs. Es kann daher wissen , '^ ^ Umlagen um 10 M. erhöht werden wird '?v^ außerordentlich schwer ins Gewicht fallen lammen s«? "^Zukunft ist es auch, die uns be-Eventuasv " ^""^^ hervorzuheben, wie allen diesen hat ^ ^" begegnet werden kann. Der Vorredner ^ealsteu ^" näher beleuchtet: die Abtretung der "nstalt ^^ ^""^ "'^ ^^ Gründung einer Crcdit-steucr unÜ ^"" ""^ Id"" vorgebracht, die Luxus-einer Lu ""^ """ Personalcinkommensteucr. Die Frage ^idcrlea ^"" ^^^^ "°^ '" ^"" keiner weiteren ^ c,ele °" ^^s"l"leintoinmensteuer allein alle Be< ^"ssen kann ""^"' " ^ "'""dglich darauf ein-
^edne^^^V der Schaffuug eines Creditinstitutes weist Jahre ln?"' ^ Veschlüssc des Landtages im vorigen solches ^s.-. ^ die Anschauung vertreten, dass ein listen »Ä "" ^""be große und wesentliche Dienste '""0. uwein es dasselbe von Ausgaben entlastet
und ihm wesentliche Vortheile verspricht. Aber für ein folches Institut muss eine Garantie vorhanden sein. Eine Garantie des Landes brächte keine Vortheile, wäre vielmehr eine neue schwere Belastung desselben. Es muss daher ein Garantiefond geschaffen werden. Im vorigen Jahre wurde befchlossen, die Ueberschüsse aus den Erträgnissen der Arantweinsteuer, insoferne fie die Höhe von 350.000 fl. überschreiten, in einen Spccialfond zu hinterlegen, der zur Altersversorgung für Bedienstete herangezogen werden sollte. Die Altersversorgung hat jedoch keine Lösung in dieser Form gefunden. Redner fchildert nun die Verwendung dieser Ueberschüsse, die heuer 65.000 fl. betragen, für den Garantiefond. Der Bericht über den Voranschlag verfügt nun, dass der Betrag von 50.000 fl. als Beitrag zur Gründung einer Univerfität in Laibach herangezogen werden soll.
Freiherr von Schwegcl tritt diesem Antrage ent-gegen; er räth davon ab, die Mittel des Landes zu diesem Zwecke zu verwenden, weil der Staat hiezu verpflichtet ist. Das Land habe nur die Pflicht, dem Staate ein paffendes Grundstück anzutragen. Wenn eine andere Combination zur Lösung der Uuiversitätsfrage möglich erscheine, solle sie angestrebt werden, ohne das Land zu belasten. Soweit die Mittel des Landes ausreichen, würde es ja gerne beitragen, aber da die Mittel nicht vorhanden sind, dürfcu dem Lande nicht neue Lasten auferlegt werden. Er beantragt daher, dass an Stelle der vom Aus< schufse beantragten Resolutionen, woruach zur Errichtung einer Universität in Laibach ein Beitrag von 50.000 fl. und ein Stipenoinm von 1600 fl. jährlich für zwei Docenten in Aussicht gestellt wird, folgende Resolution: Der hohe Landtag wolle beschließen: «Der Landesausschuss wird beauftragt, die Ueber-schüssc aus den Erträgniffen der Landesauflage auf Brantwein uud Liqueure, iusoweit sie die im Voranschläge pro 1898 präliminierte Höhe überschreiten, in den Specialreservefond zu hinterlegen, der durch deu Beschluss des hohen Landtages vom 3. März 1897 zur Förderung der durch diese Beschlüsse ins Auge gefasstcu Zwecke geschaffen wurde und entfprechend zn erhalten und zu verwalten ist.»
Das Zustandekolnmen der Universität wird dadnrch nicht beeinträchtigt, aber es soll vor allem ein Institut fnndicrt werden, das die wirtfchaftlichen Interessen des Landes hervorragend fördern wird.
Abg. Kalan betont, Abg. Povse habe schon den Standpnntt bezeichnet, den seine Partei zum Voranschlage einnimmt. Er rühmt die Einigkeit, die im Finanzausschüsse über die Bedürfnisse des Landes herrschte uud auertennt das Entgegenkommen der Regierung. Redner bespricht sodann die Lasten durch das Schulwesen, die Errichtung der Universität, das Mittelschulwesen in Kram, wobei er insbesondere des Krainburger Gymnasiums gedenkt, schildert die unhaltbare mangelhafte Unterbringung der Gynlnafien in Laibach, beklagt daran anknüpfend die Verzögerung des Neubaues, meint, dass im Obergym-nasiunl nur deshalb so strenge gegen die Schüler vorgegangen werde, damit sich die Zahl derselben verringere und wünscht, dass das slovenische Nntergymnasium ehestens zu einem Obergymnasium erweitert werde. Er stellt diesfalls eine Refolntion.
Der Bcrichter>iattcr hebt anerkennend hervor, dass sich alle drei Vorredner anf fachliche Ausführungen beschränkt haben. Er befasst sich mit den Bemerkungen des Abg. Freiherr» von Schwcgcl und betont, dass er schon seit dem Jahre 1889 für die Schaffung eines Landesinstitutes eintritt.
Es wird in die Specialdebattc eingegangen. Bei Capitel «Landeskultur« bringen mehrere Abgeordnete Wünsche und Resolutionen ein.
Abg. Zelen verlangt eine strengere Durchführung des Vogelschntzgcsetzcs, die Se. Exeellenz der Herr Landes-Präsident znsichcrt,
Abg. Schweiger fordert die Errichtung eines hydrotechnischen Amtes in Krain, wie es in Dalmatien und Istrien besteht oder hiefür einen entfftrechenden Beitrag von der Regierung.
Se. Excellenz Landespräfidcnt Baron Hein stimmt dem Abgeordneten hinsichtlich der Ersprießlichkeit eines solchen Amtes vollkommen zu und erklärt, wiederholt an das Ackerbauministerium diesfalls berichtet zu haben. Es scheitere jedoch die Angelegenheit lediglich an der Personal-frage, die ungemein fchwer zn lösen ist. Beim Regierungs-Vau-Departemcnt fehlen fünf technische Kräfte; unter ähnlicher Misere leidet das Land und die Stadt. Es wird sehr schwer möglich sein, in absehbarer Zeit Abhilfe zu schaffen.
Abg. Visnikar bespricht die bisherigen Ent-wässerungsarbeiten in den Kesselthälern von Neifnitz und Gottschee, betont die Nothwendigkeit der Vollendung der-selben, dankt der Regierung für die ausgiebige Förderung dieser Arbeiten uud beantragt eine Resolution, wonnt der Landesausschuss beauftragt wird, sich bel der t. t. M'gie-rnna zu verwenden, dan.it insbesondere die berel s be-g men n EntwässenmMrbeiten bei Weitersdorf, Nleder-dorf und Rakitnih ehestens der Vollendung zugeführt
werden. ,. , , .
Abg. Bojic beantragt eme Resolution wegen
Unterstützung der Rebschulen der landwirtschaftlichen
Filialen in Krain mit 5000 fl. durch die tommenden fünf Jahre und Erwirkung einer gleichen Subvention vom Ackerbauministerium.
Er ändert später seinen Antrag dahin, dass der Landesausschuss beauftragt wird, in der tommenden Session entsprechende Anträge in diesem Sinne zu erstatte».
Abg. Ritter v. Langer tritt wärmstens für die Crelerung eines Districtsarztenspostens für die Gemeinden Töplitz. Pöllandl und Tschermoschnitz mit dem Sitze in Töplitz ein, verweist darauf, dass der Badeort Toplitz, wo bisher immer ein Privatarzt domiciliert hat, welcher aber kürzlich gestorben ist, nuu ohne Arzt sei, und dass die Orte der Gemeinden Pöllandl und Tschermoschnitz sich in einer Entfernung von Nudolfswert befinden, wonach ihre ärztliche Versorgung mit großen Schwierigkeiten verbunden ist. Redner empfiehlt dem Landesausschusse, in dieser Richtung Abhilfe zu schaffen.
Abg. Dr. Schaffer erklärt, dafs der Üanbes-ausschuss bereits das Erforderliche iu dieser Hinsicht veranlasst habe.
Sämmtliche Resolutionen werden angenommen. Beim Capitel 'Unterrichtswcsen- tritt Abgeordneter Grasselli dem Berichte des Voranschlages wegen dessen Tadels ob der lässigen Verfassung vou slovenischen Lehrbüchern entgegen, indem er als einen Hauptgrund der Schwierigkeit der Herausgabe die Hindernisse ansieht, die der Schulbücherverlag bei der Approbation bereitet.
Seine Excellenz Landespräsident Baron He in widerlegt diesen Vorwurf und weist nach, dass der Vorgang bei der Prüfung durch Fachmänuer und Approbation durch den Schnlbüchcrverlag vollkommen correct ist und den bestehenden Vorschriften entspricht.
Abg. Lenarcic bringt eine Resolution ein, dass die Regierung aufgefordert wird, vom nächsten Schuljahre au eine Parallel-Abthcilung der ersten Classe an der t. t. Staats-Oberrcalschule mit ausschließlich slouenischer Unterrichtssprache einzuführen.
Sämmtliche Resolutionen werden angenommen, ebenso die beiin Capitel «Eommunicationen» von den Abgeordneten Lenarcic, Kajdiz und Koßat in Straßcuaugclegeuheitett vorgebrachten.
Abg. Murnik bespricht deu Bau der Treffener Localbahn uud beautragt eiue Resolution, der Landes« ausschuss wird beauftragt, über die Rentabilität der Bahn Erhebungen zu Pflegen, und zu berichten, mit welchem Beitrage der Bau vom Lande zu unterstützen wäre. Die Nesolutiou wird angenommen. Der Voranschlag und die Bedeckung werden sodann ill zweiter nnd dritter Lesung angenommen.
Es werden sodann die vom Finanzausschüsse beantragte» Resolutionen angenommen.
Zur Resolution hinsichtlich des Beitrages für die Universität in Laibach beantragt Abg. Freiherr von Schwcgcl die von ihm früher eingebrachte Resolution zu setzen.
Zur Resolution XII, betreffend den Landesbeitrag von 50.000 fl. zum Universitätsbau in Laibach, con-statiert Abg. Dr. Majaro », dafs im Fiuanzausschusse der weiter geheude Autrag, das Laud folle sich zu einem jährlichen Beitrage von 20.000 fl. zu den Erhaltungs-kosteu der Univerfität verpflichten, die Majorität mcht erhalte» habe. Es fei jedenfalls gefährlich, eine solche Ausgabe zu perpetuiercn. Redner meint jedoch, dass man finanziellen Bedenken, welche vou Seite des Staates und des Reichsrathes gegen die Errichtung einer Univerfität in Krain erhoben werden könnten, mit einem entfprechend höheren Grüudungsbeitrage begegnen follc, und plaidiert für die Summe von 250.000 st., da nicht nur die Baukosteu, sondern auch riesige Summen für die Universitätsbibliothek, Samnlluugen u. f. w. zu decken sein werden. Redner bespricht die Art und Weise, wie die Ausgabe von 250.000 fl. in den nächsten zehn Jahren zu budgetieren wäre als Fond, den er am passendsten als «Kaiser Franz Josef I. Universitäts°Fo»d' bezeichnet sehen möchte. Die Opfer für die anzustrebende Universität in Laibach sollen überhaupt der beredteste Ausdruck jener Gefühle few, welche das Volk in Krain in diesem Iubiläumsjahre fiir die geheiligte Person des Monarchen beseelen, weshalb man seinerzeit die Ehre erwirken möge, dass die in Laibach zu errichtende Universität den Namen «Kaiser Franz Josef I, Universität» werde führen dürfen. . «. . -Abq Dr. Ma jaron stellt nnn folgende Antrage: Der Landesausschuss wird beauftragt, der k. l. Re« gierung zu berichten, dass das La»d Kram bere.t .st, ?ur Errichtung einer Universität in Lmbach emeu Bel-traa von 250.000 fl, zu leiste», der sofort auszuzahlen ist wenn auf verfassungsmäßige,» Wege diese Errichtung sichergestellt ist. Zu diesem Zwecke wird vor allem ein Äctraa vo» 50.000 st. a»s eine», besonderen Reserve-foubc hcrangezogcn, den der Landesausschuss in der Sitzung vom Z.März 189? aus den Ueberschüssen der selbständige» Auflage auf Brantwein, soweit dieselben jenen Actrag überschritten haben, als er fürs Jahr 1897 veranschlagt war, anzulegen beauftragt wurde. Ferner aus den jährlichen Beiträgen von 20.000 ft., die im Voranschlage der Jahre 1899 bis 1908 eingestellt werden.
Laibacher Zeitung Nr. 50.
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3. März^39ö.
Der Betrag von 50.000 fl, ist sofort, die Beiträge zu 20.000 fl. sind entgegen fruchtbringend anzulegen.
Wenn der Nnterrichtsverwaltung früher die ganzen 250.000 st. auszuzahlen wären, wird der Landesausschuss bevollmächtigt, ein Anlehen zu diesem Zwecke auf-zunehmen.
Unter einem wird der Üandesausschuss beauftragt, seinerzeit die Allerhöchste Bewilligung einzuholen, dass die Universität den Namen «Kaiser Franz Josef I, Universität» führen darf.
Seine Excellenz Abg. Freiherr von Schwegel warnt, einen so weit gehenden Antrag in letzter Stunde ohne Vorbereitung, ohne dass er vorher im Ausschüsse durchberathen wurde, nun im Plenum zu beschließen.
Berichterstatter Abg. Hribar begrüßt von seinem persönlichen Staudpunkte aus mit Freude den Antrag, als Berichterstatter musste er jedoch den Antrag des Ausschusses vorbringen. Er polemisiert gegen den Vorredner, indem er betont, dass der Antrag des Abgeordneten Dr. M ajar on bereits im Ausschusse besprochen wurde und bezeichnet den Antrag desselben bezüglich der Be-uennung der künftigen Universität als glückliche Idee.
Seine Excellenz Abg. Freiherr voll Schwcgel berichtigt thatsächlich, dass er vom Antrage des Abgeordneten Dr. Majaron keine Kenntnis hatte und hält dem Abg. Hribar vor, dass derselbe als Berichterstatter verpflichtet gewesen wäre, für den Ausschussantrag einzutreten.
Nach einer Erwiderung des Berichterstatters wird der Antrag des Abg. Dr. Majar on angenommen.
Seine Excellenz üandespräsident Baron He in macht aufmerksam, dass der Landtag über Allerhöchsten Auftrag noch heute geschlossen werden muss und ersucht den Landeshauptmann und die Abgeordneten, sich danach zu richten.
Abg. Grasselli berichtet über die Abänderung der Gemeinde-Wahlordnung der Laudeshauptstadt Laibach, nach der künftighin alle Gememdemitglieder wahlberechtigt sind, die eine directe Steuer entrichten.
Nachdem Abg. Freiherr von Schwegel einige Bedenken gegen die zu weitgehende Herabsetzung des Wahlcensus vorgebracht hatte, gelangte der Gesehentwurf in zweiter und dritter Lesung zur Annahme.
Bei den nun vorgenommenen Wahlen in den Landesausfchuss wurden, wie bereits gemeldet, Abgeordneter Dr. Tavcar zum Landesausschussbeisitzcr uud die Abg. Dr. Majaron und Grasselli zu Laudes-ausschuss-Stellvertretern gewählt.
Ueber den Entwurf einer neue» Landtags-Wahlordnung referiert der Abg. Dr. Majaron, welcher die Generaldebatte turz mit den Worten einleitet, dass der Entwurf zwar uicht den Anschauuugcn der Ma^ jorität im Hause entspricht, trotzdem aber einen Fortschritt bedeutet, da nunmehr die Wahlen direct und go heim auch in den Landgemeinden vor sich gehen werden und der Wahlcensus entsprechend der Steuerreform auf vier Gulden herabgesetzt erscheint.
Abg. Kalau erklärt, dass er für die Einführung des allgemeiucn Wahlrechtes eingetreten sei und ergeht sich ill heftigen Ausfällen gegen die Vertreter des Großgrundbesitzes.
Der Landcshauptmann-StcllvertreterBaron Liech -, tenberg, der den Vorsitz übernommen hatte, drohte da das Gallerieftublicum sich in lärmenden Beifalls-Kundgebungen ergieug, mit der Räumung der Gallerie.
Der Gefeheutwurf wird angesichts der vorgerückten Stunde en dloc in zweiter und dritter Lesung angenommen.
Abg. Murnik beantwortet namens des Landesausschusses die Interpellation wegen des Nurgbaucs, und führt die Gründe, die an der Verzögerung schuld sind, an.
Landeshauptmann Detela erklärt die Tagesordnung für erschöpft, resümiert kurz die ersprießliche Thätigkeit des Landtages, spricht den Ausschüssen und dem Herrn Landespräsidenten Baron He in den Dank ans und schließt mit einem dreifachen trage Sr. Majestät des Kaisers vertagt.
Gelegraintns.
Wien, 2. März. (Orig.-Tel.) Ueber das Befind" Ihrer l. und k. Hoheit der durchlauchtigsten lV" Kronprinzessin - Witwe Erzherzogin Stef" n' wird mitgetheilt, dass der heutige Tag ruhig ott" !^
Wien, 2. März. (Orig.-Tel.) Dein Bulletin ""-das Vchnden der Prinzessin Clementine «^ Coburg zufolge war dasselbe im Laufe des TG etwas günstiger, fönst unverändert. . ^
Troppau, 2. März. (Orig.-Tel.) Die heute si^ gefundene Obduction der Leiche des gestern «n Nähe vou Mährisch - Ostrau todt aufgefundenen A . fessors Ottokar Kroupa ergab, dass derselbe inM eines Gehirn- uud Lungenödems, also eines nm lichen Todes gestorben ist. Die äuhereu Verletzung am Kopfe dürfte sich Kroupa beim Fallen z"^Ad haben. Die ursprüngliche Vermuthung, dass ^'l .ch Kroupas durch fremde Haud erfolgte, erscheint olu^ das Ergebnis äer Obduction widerlegt. . M
Budapest, 2. März. (Orig.-Tel.) Seine Mlep der Kaiser begab sich heute nachmittags in ^ glcitung des General-Adjutanten Grafen P""^ ,,ds Jagd nach Gödöllö uud kehrte um l» Uhr "ven hieyer zurück. ,„
Nom, 2. März. (Orig.-Tel.) Heute, als ' Geburtstage und Vorabende des Jahrestages ir'.^ Kröuuug empfiimg der Papst in feierlicher Audienz . Throusaale die Cardiuäle, Vischöfe, Prälaten '^ andere Persönlichkeiten, dcrcn Glückwünsche ihw ^ ^ den Doyen des Cardinals-Eollegiums "llsgeor" ^uurdcu. Das Vchndeu des Papstes ist ein
änliches- . _ ^,ei'
Bukarest, 2. März. (Orig.-Tel.) Dle Kan"' hat deu Gesetzentwurf, betreffend die Convtttien ^ vou 446 Millionen der öffentlichen Schult), )» ^ Wesenheit von 92 Abgeordnete» eiustimmig ^ genommen. . ^
Rio dc Janeiro, 2. März. (Orig-Tel.) McY "^ bisher bekannten Wahlergebnisse wurde Dr. C""!^ Salis zum Präsideuten uud Rosa Sylva zum "^ Präsidenten mit großer Majorität gewählt. Opposition hatte sich an der Wahl nicht bethelUg^.
Angekommene Fremde.
Hotel Elefant. ^„.
Am 28. Februar. Graf Thurn, Gutsbesitzer, »"'",^,
— V.Mindszenty, Advocatcns.Witwe, s.Sohn, Krapina l«"" ^.
— Bendel,, Commis, Agram. — Aojtrch, Frieß, ^sue^^le,
— Srver, Kmf,, Landsttaß, — Mrsfer, Kfm., Neusatz. — Aastii, Kfm., Franlflnt. — Pöhner, Nfm., Fichtelder«. ^ ^'chilil, Kfm., St, Martin. — Fischer, Kfm., Karlstadt. ^ ^Moß' Rind. Pmmgam, Vurll, Kflte., Wien. — Haoas, Kfm>, ^ Kanizsa. ^tel-
Am I.März. Dr. Dereani, s. Gemahlin; 3'^^"^ besitzcr, Stein. — Lapajne, Ksm., s. Gemahlin, Idria. -- ^^hel, Private, Krainburg, — Franle, Mvn, Fischer, Vartl, ^,^h, Schlosser, Stein, Spitzer, Schmied, Pick, Matuschet, ^" ^», Kflte., Wien. — Schepnlat, Kfm., Schorebeck. ^ ^" ^ K>m., Neuhotel. — Haiwichar, Demsar, Kflte., Selce. "" bauer, fürstbischöflicher Verwalter. Oberburg.
Hotel Lloyd. ^l,
Vom 1. bis 3. März.
— Niebl, Lign»g, Wida, Dimmer, Reisende: Dr. Mnig, ^"Aj' Secrclär, Wien, — LaoreMö, 8tuci. mr,, Sodraschitz " ^Wlt-nariö, Kaplan, Trisail. — Gestinger, Näckerm.ister, Klag ^.
— Kohler, Private, Trieft, — ttobal, KanfmannSsoh", ^
— Stiulelj, Kfm., Kirchheim.
Verstorbene. I,
Am 28. Februa r. Inliana Meyer, Private, "> Wienerstrahe 25, Herzlähmnng. ^, ^gge,
Am I.März. Iofcf Gate, Arbeiterösohn, iu » Kirchrngasse 21, Kmnbaslenlrampf,
jacher Zeitung Nr. 50.
385
3. März 1898,
Meteorologische Beobachtungen in Laibach.
-^»^_______Eeehöhe 306 2 m.
Z ^H ßZ" 5Z ' ., . «nstcht >K3Z
K ßD» T^. «'Nb ! de» Himmel« Z LZ
y 2 u V^^? ^, ^__._____^____^.__„_.__
^tg., 731 - 4 , 06z NO. schwach , ' bewöllt ! 53 1
^5» ^^^lttel der gestrigen Temperatur 3-0°, um -^^^oem Nonnale.
"antwortlicher Redacteur: Julius Ohm.Ianuschowsly ^_ "'"-7 vm, Wisjehrad.
G2 ist durch genaue Analen und Beobachtungen ärztlicher Autori-laten festgestellt, dass das altbewährte Ilranz ^?^^Aitterwclfser iufolge seiner
u ucklichen Zusamlnenschung das einzige, an-^M zu uehmeiide salillische Abführmittel voll "achhaltiger Wirkung ist. Ueberall erhältlich.
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'°8lelohat!Isl Eln8an&- «st Wolfgasse Nr. 3, I. Stock, ^J^»ttvermieten. (812) 3-2
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in der Gemlsohtwaren-Handlung vollkommen versiert, der deutschen und slovenischen Sprache in Wort und Schrift vollkommen mächtig, wird sofort aufgenommen bei Anton Trevn in Assling (Oberkrain).
_____ (813) 3-2
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für obige Gemlsohtwaren-Handlung, eventuell
ein Ladenmädchen
werden gesuoht.
Näheres nacli Vereinbarung bei Anton Trevn in Assllng (Oberkrain).
Dalllsllguuss.
Allen, welche uns anläjslich des ?lblebens unserer lieben Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, der Frau
Juliana Meyer
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200 M. 4"/....... l21 - 122 -
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Ung. Vllldrente 4"/„ l>er Lass« 122 35 12255
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steuerfrei fill 2l>0Kru»e»«0!N. W«0 99 «0
4°/n dto, bto, pcr Ultimo , . V9'«0 W «<,
dto.St,«l,«ll,G°ldia»fl,.4>/2"/, 120'5 121 15
bto, bto. Silber 100 fl,, 4'///, 10U'Ll> 101'bU bto. Staats-Oblig, (U»g. Osld.)
V.J. 187«. b"/„..... 12210 12^10
dt°.4'/,"/„i2chanlrea,al-Abl.-Obl. Kü — wi »"
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(für 100 fl, CM,).
<°/o imgllllfche (100 fl, S. W.) . 87'IÜ 96 15
4°/, lroatlfche »nb jlavonllche . S7 40 98 4«
Andt« össentl. Anlthelu
3>onllU»Reg..Lu!c ü"/„.... 181-— 131 50
dto. »Ä»leihe 187S . . 108 — 110--
?lnlet)en der Stadt Gllrz . . 112 50 —'—
Nnleyen d, Cladtncmclübe Wlcn 104 2ü 105 ^5 Nnlehen d, Cladl^cmsmoc Wien
(Silber vber Wuld, , , , . 12750 12» 25
Prämien°Unl, d. Stadtam. Wiei, iug 2 170 25
Ullrsebau'Aulche», ver>M>, b"/« 100«5 101 «5
4°/, »rlllnei ilandes^liileheil . 88'— 8S 50
> Velo Ware
Dftndbrleft
(für 100 fl.).
»obcr, allg,üst.in50I.v«l.4«/, U9 - 1«u -
bto, Präm,.Vchlbv, »«/«, I. Cm. 119 50 I"' 5»
bto. dto. »o/o, II.Nm. 117'7i>!i18 5!»
N,-österr. 2anbes-Hyp,Mnst, 4°/« !»U «0 100 «>,
vest.-ung. Nanl veil. 4°/„ , . iou 20 101 20
bto. dto 5Njähr, ,, 4°/n . . 100 20 i'^^27 75
Sübbalin »"/« tl Frcs. 500 p, St. ^'?5 i«5 75
dlu, 5"/»k20Nfl. p. lOUfl. 127—128 —
Ung.'ga'.iz, Äahn..... !"» «" w" »U
/, 45« Ü0^45g'50
«rbt..Unst, f, Hand, u. V. 1U0 st. ^-------—_
dto. dlo, per Ultimo Septbr. 385-25 865 75
«rebitbant, All«, »»«.. 200 ft. . 382 75 383 75
l>eposi!s»l«»ll, Ällss,, 200 fl. . L28'40!229-—
VocumftleGcs,, ^idrüst,, 50N fl. 7«o — ?«5 —
Giro », Cassnw,, Wiener, 200fl. 262 — 265 —
H>,potIieil>.,Oest„2U0fl,25°/,«. z «5— gg^s,
Laoberbaul, Oest., 200 fl. . . ^19 25 21!' ?l>
Oesl<>lr,°ungllr. Aanl, «X> fl. . '9^^ — 932
Uüwnbanl 20« fl..... «03-75 304 15
Verlehlsbanl, «ll«., 1« fl. . 177 bo>l77 ?b
«llelb wa«
Atlien von Transport« zlntelnehmungtn
(per Stllck). 5-Tl
Vussig-Iepl, Eisenb. 800 fl. . '1634 163?
Vöhm, Norbbahn IbU fl, . . 262 — 263 —
Blifchtichrad« Eif. 500 fl. CM. 1575 1585
bto. dto. (lit. L) 200 fl. . 571'— b?2--Donau - Dampfschiffahrt« - Ges.,
llesterr,, 500 fl, EM. . . 445 - 449 —
DuxVodc!>l'acherV,°V.200sl,lF. ?l— 71 ?5
Ferdinands Nurbb, I0N0fl,CM. 3^50- 346e-Ücmli-Vzornuw,- Iassy ^ Elsenb.»
Gefelllchast 20» fl, S. , . 303 — 304 —
VlM,d, Oesl,, Trieft, 500 fl, CM. 427 — 430'—
Oestcrr. «ordwestb, 200 fl. A. 250 — 25050
dto. dto. (lit, 8) 200 fl, 2. 2«3 — 263 50
Prall'Dnxer Elscnb. 150 fl, E.. 96 — 96-40
Staatseisenbahn 200 fl. S. . 340.-340 50
Südbahil 2NN fl. S..... 7875 802k
Nübnordd, Verb,-V. 20« fl. — —-—
dto. — —>—
Indufirit'Actien
(per Stück).
Vaugts., «lllg. «st., 100 sl, . . l20 — l22 — Egybler ltisen. unb Vtahl'Inb.
in Wien 100 fl..... 84 50 86 —
aI,nw,'Ltll)g,, Erste. 80 fl. 13« 4^ 137 4«
,.EIdemühl", Paftierf, u, V.^V. 9» _ iy<, —
Llrsiiill.« Vrauerci 100 fl, . . 147 — 148 —
Wl)»ta!!>Gesclllch,, Oest, »alpine ,5^,5 152 «5
Prll„er Ei!en-Ind,°Ves. 200 N. 7N6-— 707 50
Salao-Tari, Steinkohlen «0 tt. K84 — »85 —
„Schlüglmübl", Papiers. »00 N. 20S-— 210 50
„Steyrer»/', Paplerl. »-« «». l?2 — 174 —
Geld Ware
rrijaller K°HI«nw.<«l!ef. 70 fl. 184 — 185 —
Waffenf, G..Oest.,,l«0sl. 304 — 30? — Wansso,, Leihanst,,«llg.,inPefi,
»0 fl........ . 555 — 5S5 —
Wr, Blliigl'sellschast 100 fl. . . 1i2 — 113 —
Wienerberncr Ziegel Actien^l. »87 50 338 —
Mverft Dose
(per Stü«),
Vnbapest-Vasilica (Dombau) . L-80 7 80
Creditlose 10« fl...... 20150 80250
ona!l'Dampfsch,10«fl,TVt. 168 — 173 —
Oseiirr Lose ^0 fl, , , . » «s — 67'—
Palsfy-Aose !<» fl. CM. . . . «4'— 64 5«
»iutlM Kreuz, Oef>,Ges,o,,lUfl. 2010 2060
Nothi'n Krenz, Una, «es. v.,5ft. —'— — —
Nndulpl) llose 10 fl..... 28 — 30 —
Salm Uoie !0 fl, EM. . . . 82 — 84 —
St, Mcnoi«.Uuse 4« fl. TM. . 79.60 80-5»
Waidstein Lose 20 fl. CM. . . 59-— 62 — »ewinstsch, d, 3"/, Pr,-Schuld».
d, Vodencrebitanstalt, I. E». 17 — 18 —
dto, bto, II, ltm. 18« . . 25 50 26 50
L«ibacher Lose...... 22 75 23 75
Denift«.
«msterbam....... SS 50 8« 60
Deutsche Plätze...... 58>?0 5882^
London...... » , 120-20 12080
Paris ......., 4? ft2» 47 5?»
St. Petersburg . . . » » — — —'—
Dalulen.
Ducaten........ 5 68 571
«»-Francs-Slilcke..... 953 854
Deutsch!' Neichtibanlnoten . . 53 70 K8-75
Ilülienilche Aaulnoten . . . 45 45 45-55
Papier Rubel . . . .' ^ j 1-27,«' 12?^,'