Nr. 1. ! ^ Freitag, 2. Jänner 1903. 122. Jahrgang. Zeitung. Vrnlmmcratilinspreiö: Mit P ust ucrsc » b » nz,: nm'Mhrin 30 li, halbjährig 15 li, I,„ Kuütur : ganz' iährin 2li «' l»«ll'l>U)N!, 11 K. Für dic Zustellung inü Haus nauMMa ii «,. — Inseltionsalbichr: Für llrinc I„serale bis zu 4 Zeile» !>u l>, gröücre per Zeils i!i l,; liei üjtcrcn Wiederholüiiul'» per >jeilc 0 k. Die »Lnibachcr Zritmig» flschl'int »ässlich, mit Nusnnhinc der So»»' >i»d ^cirriatic, Dic Administration befindet sich KuiMchpIal) Nr. ^i, die Uledaltio» Dal»illti»galse Nr. 6. Sprcchstliübc» der Rcdaltioii von u bis 10 Uhr vormittags. Ulifrmilielte Briefe wcrdc» nicht angenomme», Manuslriptc nicht zurüclnestellt. Amtlicher Teil. Seine l. und l. Apostolljchc Majestät hab»?!! inu Allerhöchster Entschließung voin 2«. Dezember v. I. dem Ministcrialrate im Ministerium für Kultus und Unterricht Dr. Karl Ritter voil Wiener das Nitter° treuz des Leopold»Ordens, dem, Sektionsrate in diesem Ministerium Dr. Richard Edlen von HainPe den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse, beiden taxfrei, ferner dem Ministerialsetretär Rudolf Ritter voll Förster, sowie dem Ministerial ° Vizesekretär Franz Hervay von 5Nrchberg in demselben Ministerium das Ritterkreuz des Franz Iosef-Ordens allergnäoigst zu verleiheu geruht. Nen 30. Dezeuider 1^»0^ wurde ill t»ei l. l. Hus^ und Staats-diucterei dav l_XX1V. Stück deö Ncichsgesehlilaltes iu deutschei Ausguß auogegrdell und versendet. Nach dem 'Amlsblalte zur «Wiener Zeitung» vom 3(>, Ve< zeulber 1i)0^ ^)ir. ü^W) wurde die WcllelUerdreitllng folgender Prehe^ellgnisje verboten: Das im Auslande gedruckte Flugblatt ohne Datum und ll dem Titel ul)l« 166c!). ilir. 11 «i^a I''i-u«t»,» uum ^U. Dezember 1UU^!. Älr. 3^8 «Un/.2«Uil » vom ^!0. Dezember 1902. Nr. 5l «v l,a^. vom 1«. Dezember 15102. NlchtamUichor Toil. Zur inneren Lage. Die in fast allen Blättern auftauchende Meldung, aß die Ausgleichsverhanolungen mit Ungarn einen riseuhosten Charakter angenonniten hattell, der es icht ailsfchließe, das; eventuell beide Regierungen «re Denlission unterbreiten tonnten, beschäftigt die .iener Blätter in erster Linie. l Das „Freindenblatt" gibt die Zuversicht nicht U «us, daß schließlich doch ein Einvernehmen zwischen D den beiden Regierungen gesunden wird. Ein anderer > Ausweg als ein Einverständnis der beiden Kabinette > sei nicht denkbar. Das Blatt schließt aus den Um-R ständen, daß es sich um von Oesterreich zu leistende » Opfer handelt, die ein österreichischer Staatsmann^ » nicht gewähren kann. Die „Neue Freie Presse" ist überzeugt, weder die Krone noch die Völker noch die Regierung können ernstlich einen Ministerwechsel wünschen, der die Lage eher verschlechtern als verbessern würde. Das Blatt erklärt: Wichtiger als alles sei, die Nationalwirt. ! schaft ill beiden Staaten von der Ungewißheit zu be« ! freien. „Die Zeit" hält es für zweifellos, daß Oesterreich ! werde nachgeben müssen, weil der Ungleich zu stände ! kommen müsse und einer starken politischen Regie, ! rung in Ungarn in Oesterreich ein „wehrloses Be< ! amtenkabinett" gegenüberstehe, das obendrein eine Obstruktion im Rücken habe. Nach der Auffassung der „Deutschen Zeltung" ! würde das Abtreten Dr. v. Koerbers ein innerpoliti» ! sches Ehaos ohnegleichen schaff«:. Sollten auch die Verhandlungen jetzt abgebrocheil worden fein, sie wer» den doch wieder von Koerber und Sz6ll aufgenommen werden müssen. Nach der „Oesterrcichischen Volkszeitung" könne die Lösung für Oesterreich nur lauten: Entweder einen ehrlichen Frieden oder die Trennung von Un» ! gärn. Die „Arbeiterzeitung" hält es für unmöglich, daß einer der Ministerpräsidenten jetzt schlankweg nach» gebe; er würde darüber im Parlamente scheiten:. Da der Ausgleich für jeden der beiden Staaten nur cm Kompromiß, also eine Halbheit sei und dürftiae Er- > folge wenig geeignet seieil, die in den Parlamenten ^ steckende Obstruktionsmöglichkeit zu besiegen, hält das Vlatt ko», DiKilismus für unmöglich I diefe harte Wahrheit werde aber nicht ausgesprochen werden. ! Das „Illustr. Wiener Extrablatt" sieht voraus, daß die Krone eine Ausgleichung der Gegensätze ver» suchen und die Wiederaufnahme der Verhandlungen anbahnen würde. Der „Wiener Morgenzeitung" erscheint das Zu» standel'olmnen des Ausgleiches vorläufig als un» möglich und sie erwartet nur von der Krone die Lö» fung, und zwar in einein fpäteren Zeitpunkte. Die Neise des Grafen Lambsdorff. Zum Besuche des Grafen Lambsdorff in Nisch wird von serbischer Seite aus Belgrad geschrieben: Da die Mission dec, russischen Ministern des Aeußern in Nisch einen streng vcrtranlichen Charakter trug, ist man bezüglich ihres eigentlichen Zwecks größten» teils auf Vermutungen angermelen. Immerhin scheint es nach allem, was über die Angelegenheit verlautet, daß die Unterredungen im 3lischer Konat sich einerseits um dieNünsche und Forderungen bezüg» lich der Serben Mazedoniens drehten und anderseits der Entkrästung gewisser haltloser Gerüchte, die seit dem Aufschübe des zugesagten Empfanges deö serbi« schen König5paares in ^ivadia in Unilauf gesetzt wurden, beziehungbwei.se der Zerstreuung der aus diesem Anlasse entstandenen Mißverständnisse gegol-ten haben. Aus der Tatsache, daß man sowohl am königlichen Hoflager als auch in Kreisen der Regie-rung von dein Ergebnisse der Zusammenkunft des Königs Alexander mit dein russischen Minister des Aeußern durchaus befriedigt ist, dars man wohl den Schluß ziehen, daß Graf Lambsdorff die serbischen Wünsche bezüglich Mazedoniens und Altserbiens nicht als unerfüllbar erklärt hat und daß den serbi» schen Herrscher die ihm von so hoher Stelle in einer ungewöhnlich auszeichnenden Weise zuteil gewordenen Aufklänmgen nicht gleichgültig gelasseil haben. Hin» sichtlich des lehtbezeichneien Gegenstandes wird be> greiflichcrweise noch lange strenge Geheimhaltimg beobachtet werden. Was die serbischen Forderungen bezüglich Mazedoniens anbelangt, so sind diese zu bekannt, als daß man irgendwie annehmen könnte, sie hallen dem Grafen Lambsdorff fremdartig geklun» gl>n. In der Tat verlangt ja Serbien in dieser Be» ziehung nichts, was nicht auch im Interefse der am Balkan interessierten Großmächte uno, nicht zuletzt, der Türkei selbst gelegen wäre. Eine zweckemspre» chende Lösuug der Frage des Waffentragens würde die Pforte von den bekannten albanischen Alltags« empörungen und fortwährenden Gewalttätigkeiten befreien, die ihrem Anfchen im In» und Auslande fo viel Nachteil zufügen und dm ottomanischen Staat in einem sonderbaren Lichte erscheinen lassen. Die Beseitigung der Uebelstände beim Zehcnt kämen nicht uur sämtliäM Volksstämmen in der Türkei zugute, sondern wäre vor allem im eigeneil Interesse der türkischen Finanzverwaltung gelegen. Die Heran» ziehung der Serben zur Verwaltung und Rechtspflege ist durch die Landesgcsetze ohnehin gewährleistet, so daß dieselben bloß ausgeführt zu werden brauchen. Auch in nationaler Beziehung wollen die Serben das Anseheil nnd die territoriale Integrität der Türkei nicht im geringsten schmälern. Sie streben weder eine ! Feuilleton. > In höchst mißlicher Lage. > »'ultulslizze aus dem Leben einer römischen Provinzsladt. > Mitgeteilt von F>. H>. > Ich muß gestchen, daß ich erst nach längerer > Ueberleaung niich entschloß, der Geschichte, die ich hie-U- mit zu berichten im Begriffe bin, obige Aufschrift zu U geben. Vielleicht würde es angemessener sein, statt MMselhcn die Aufschrift zu Wahlen: „Eine griechische WfWurzen" — kurzen natürlich in dem Sinne genom» W men, dm der Wiener damit zu verbindeil pflegt — » oder „das Nisussest in Hypata". Uebrigens möge der > geneigte Leser, wenn er die Geschichte mit Geduld zu > Ende gelesen haben wird, schließlich selbst entscheiden, M welche AufsclMft die entsprechendste gewesen wäre. > Im südllchen Thessalien liegt eine kleine Hock). > ebene, welä)e nordl^ v^ Flusse Hellada begrenzt > Wird; auf derfclben s^nd in alten Zeiten eine kleine > Stadt nanieno Hypata, Beim Lesen dieses Namens » wird gewiß so'uancher Leser mit dein Kopfe schütteln » und sagen: „Hypata? Davon habe ich nie gehört!" > Ich glaube es gerne: auch braucht er sich ob dieser Un» > ivissenheit nicht zu gräiuen; denn ich bin überzeugt, > daß es selbst jungen Louteil, welche soeben erst die > Reifeprüfung mit -'luszeich^i^^ bestanden haben und > also noch den ganzen Ballast ihres Wissens im Kopfe > herumtragen, nickt besser ergehen wird. Dieser Stadt wird eben in der ganzen griechischen Geschichte kaum jemals Erwähnung getan, und sie gelangte erst zu einer Zeit, als die Griechen scholl längst aufgehört hattell, eine,hervorragende politische Rolle zu spielen, zu einiger Bedeutung. Zur Zeit, in der unsere Ge» schichte spielt (2. Hälfte des 2. Jahrhunderts nach Ehr.) war sie sogar entschieden die bedeutendste Stadt Thessaliens. Begünstigt dnrch die für den Handel vor» teühafte Lage in der Nähe des Meerbusens von Zeituni und an der Straße gelegen, welche das eigent» liche Achaia mit Thessalien verband, gelangte dieselbe zu bedentendem Wohlstände. Die öffentlichen Gebäu-den und Tempel imponierten durch Größe und Ele» ganz der Bauart, und auch die Privatgebäude waren meist zierlich und bequem gebaut und im Innern häufig mit großem künstlerischen Luxus ausgestattet. Die Fremden, die ziemlich häufig die Stadt besuchten, tonnten nicht umhin, all dem ihre Anerkennung und Bewunderung zu, zollen, und selbst Reisende, die aus Rom dahin gelangten, sahen sich angenehm über« rascht, daselbst fast den nämlichen Komfort zu finden, an den sie sich in der Hauptstadt des römischen Reiches gewöhnt hatten. Die gnten Bürger der Stadt waren aber anch darauf nicht wenig stolz und vernahmen mit großem Vergnügen, wenn dieselbe häufig von Fremden halb im Scherz, halb im Ernste „Klein-Rom" genannt wurde. Soviel über den Schauplatz der Erzählung. Der Held derselben ist Lucius, ein Mann, dessen Name zwar lateinisch klingt, der aber trotzdem von griechi» scher Msimfl war, Es war i» der zweiten Hälftc des 2. Jahrhunderts nach Ehr. — Jahr und Tag lassen sich nicht gellau angeben — daß er in Handelsangele» genheiten diese Stadt besuchte. Die erstell Erfahrungen, die er beim Betreten derselben machte, waren durchaus nicht angenehmer Natur, uud wenn sie auch mit der zu berichtetrdcn Geschichte in keinem ganz engen Zusammenhange stehen, so kann ich doch nicht umhin, dieselben hier anzuführen, zumal der Held der Geschichte selbst der Verfasser des Werkes ist, aus dem ich den Kern der Erzählung geschöpft habe, und die anschaulickie Art nnd Weise, wie er selbst an und für fich unbedeutende Dinge darzustellen versteht, den Beifall des Lefers finden dürfte. Auch erscheint der Umstand, daß bereits 17 Jahrhunderte darüber verflossen sind, geeignet, selbst unbedeutenden und alltäglichen Ereignissen einen höhern Reiz zu verleiheil. Als null unser Held nach einem mühevollen Marsche auf der steil aufsteigenden staubigen Straße das Plateau erreicht hatte, sah er vor sich die Stadt liegen, die er für das Ziel seiner Reise hielt. Um je-doch dessen sicher zu sein, fragte er ein Weib, lvelches vor einem niedrigen Einkehrhause auf einer Vank sah, ob das Hypata sei. Sie nickte. „Kennst du nicht auch einen Mann, namenb Milo?" fuhr er zu frageil fort, „or soll einer der Vornehmsten der Stadt sein: wo wohnt derselbe?" „Ob ich oen schmutzigen Geizhals kenne?" war die Antwort, die sie ihm lachend erteilte; „wohl ist er sehr reich, dabei aber der größte Wucherer der Stadt, dessen größter Aergor es ist, daß er außer fich Laibacher Zeitung Nr. 1. _____________________________ 2 ____ 2. Jänner 1903. Verstümmelung dos Staatsganzen an noch begeistern > sic sich für die in Sofia in den Vordergrund gerückte ^ Autonomie Mazedoniens. Die Türkei soll in ihrem! eigenen Lande Herr bleiben und man verlangt bloß,! daß den Serben die Ausübung aller ihnen zustehenden Rechte ermöglicht werde. Alles, was man in nationaler Hinsicht fordert, ist die Anerkennung der serbischen Nationalität in Mazedonien, und das kann man den Serben auf die Dauer schon deshalb nicht uorent-halten, weil man es den Griechen, Vulgären, aller» dings in konfessioneller Form, längst zugestanden Hut. Daß der Besuch des Grafen Lambsdorff in Ser-bien weder auf die innere noch auf die äußere Politik Serbiens eine Rückwirkung haben kann, bedarf keiner weiteren Darlegung. Der russische Minister soll selbst Anlaß genommen haben, um den 5tonig Alexander zu versichern, daß es den leitenden russischen Kreisen boll» rommen gleichgültig sei, welche Partei oder welche Fraktion sich in Serbien am Nuder befinde; die aus« wärtige Politik des Bandes aber werde ja eben durch die beborstehende Reise des Ministers nach Wien ttar und deutlich vorgezeichnet. Sie könne sich nur inner» halb jener Grenzen bewegen, welche das österreichisch-ungarisch'russijche Balkanübereinlommen vom Jahre 1^7 ihrer Bewegungsfreiheit überhaupt gezogen hat. Politische Uebersicht. Laibach, 31. Dezember. Das von der Regierung an oie Konferenz» tei 1 neh in e r gerichtete E i n l a d u n g s schrei« b e n betont, daß das baldige Zusammentreten einer! Konferenz zur Befeitigung jener nationale»: Frage»:, deren Lösung der gesamten Bevölkerung des König» reiches Böhmen das friedliche Zufammenleben und! die gemeinsame Arbeit gewährleiste!: würde, den: ganzen Reiche jedoch die notwendige Beruhigung zu» teil werden ließe, in: Wunfche der beteiligten Parteien gelegen fei. In dem Einladungsschreiben wird schließ- > lich die Mitteilung gemacht, daß auch die Vertreter, aus Mähren zu diesen Konferenzen eingeladen worden seien. Den: deutschen Reichstage soll unmittel» bar nach den Weihnachtsferien eine völlige Aende»^ rung seiner Geschäftsordnung zugemutet > werden. Mit dem. Ersuchen um strengst vertrauliche > Behandlung der Angelegenheit ist, wie aus Berlin berichtet wird, den der Mehrheit ungehörigen Fral» tionen ein von: Zentrums - Abgeordneten Spähn fertiggestellter bezüglicher Antrag bereits zugegangen. Die Geschäftsordnnng soll eine gründliche Umgestal« tung erfahren. Unter anderen: foll die Redezeit eines Abgeordneten künftig die Dauer einer Stunde nicht überschreite,: dürfen. Jede Ueberschreitung dieser Zeit soll von der Erlaubnis des Präsidenten abhängig gc» macht werden. Die konservative!: Fraktionen und die Zentrmnsfraktiou haben den Antrag den: Vernehmen nach bereits unterschrieben. Die national'liberale Fraktion hat sich zur Unterzeichnung des Antrages zwar noch nicht bereit finden lafsen, doch foll die Mehr-! heit der Fraktion einer Beratung des Antrages nicht abgeneigt und nut der Einsetzung einer befonderen Kommission einverstanden fein. Während die französischen Nationalisten nicht müde werden, zu versichern, daß verschiedene republi» , ianii,cye ^erwnlichtetten durch d:e Assare Hum» ^bert kompromittiert wären, ist es nun festgestellt, > duß wenigstens der einstige Abgott der Partei, Ge° neral Boulanger, in den intimsten Beziehungen zu „Humbert und Kompame" stand. Bei der Haus-dnlchinchnng im Palais in der Avenne de la Grande j Arm^e hat man eine Anzahl von Briefen, Postkarten und Telegrammen gefunden, die jetzt den: Unter» fuchungsrichter vorliegen und diefe Beziehungen in nnzweldeutiger Weife feftsicllen. Aus der Zeit, da Boulanger Kriegsminister war, liegt ein Schreiben vor, in welchem Fr6d6rk Humbert den General ein-ladet, bei einen: Turner» und Schützenfeste in: De> partement Scine.et-Marne del: Vorsitz zu führen. Boulanger nahm die Einladung an, und damit war die Verbindung zwischen den beiden Männern her» gestellt. In: April 1ktt7 lud der General seine:: „lieben Freund" Fr6d6ric Humbert zu einen: an: 12. April in: Eaf6 Riche itattfindenden Politischen Freitagsdiner ein, worauf der General sich beeilte, sich selbst fiir den 10. April zu den Humberts einzu-laden. Die Verbinonng dauerte noch an, als General Boulanger sich als Korpstommandant in Elermont» Ferrano befand. Diese ganze Korrespondenz soll während der Gerichtsverhandlung zur Verlesung gelangen. Wie ein Petersburger Telegramm der „Kölni» schen Zeitung" meldet, beschloß die persische R e» gieruug endgültig, die R ef o rn: des Staats« f in a nzw e s e ns unter Mitwirkung belgifcher Fachleute durchzuführen. Dreißig Belgier feien ! bereits in Teheran eingetroffen. Die Verwaltung der Finanzen werde nunmehr vollständig unter deren Aufsicht vor sich gehen. Der Beschluß erfolgte wegen Untauglichkeit des veraltete»: Finanzsustems, das große Verwiäelnngen in den Abrechnungen und Schwierigkeiten bei der Aufsicht mit sich brachte. Das englische Kriegsministerium gibt bekannt, daß hundert Buren für den Dienst in: So» m alilande verpflichtet worden find. Die Ver» Handlungen über diefc Angelegenheit feien Milner überlassen gewesen. Das Auswärtige Amt habe zunächst das Anerbieten der Buren, dort Kriegsdienste zu leisten, abgelehnt, da man »licht erwartet habe, daß sich die Operationen im Somalilande in die Länge ziehen würden. Tagesueulateitcu. — (Die Schrullen eines Gelehrten.) In oer letzten öffentlichen Sitzung der Pariser Akademie der Wissenschaften hielt M. Berthelot eine Rede, in der er ein interessantes Bild von den: Leben und den Arbeiten des berühmten (5hemilers M. E. Chcvreul gab. Ehevreul, der das ungewöhnliche Alter von fast 103 Jahren erreichte (er starb im Jahre 18W), hatie seine hervorragendste Arbeit: „Die Synthese der Fette", bereits im Jahre 1823 veröffentlicht. Mit diesem epochemachenden Werk, das den Namen Chevreul fiir alle Zeiten mit der Geschichte d«r Chemie ver-tniipft, war seine wissenschaftliche Bedeutung so ziemlich erschöpft. Er nahm an dem weiteren Ausbau der Chemie fast leinen Anteil mehr, sondern hielt zeitlebens an den Theorien, die in seiner Jugend die geltenden waren, fest, so daß er den Gelehrten in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts wie ein Ueberbleibsel aus längst vergangenen Zeiten erschien. Seine Unterhaltungen, so berichtet M. Ver- ll,'^i. ,mo oeruymi geoneven. 6r ,prach langsam und ae-messen, wie einer, der nur langsam denlt. aber seine Reden hatten lein Ende und sein gutes Gedächtnis ließ ihn nie im Stich. Dabei ließ er sich niemals durch Bemerkungen seines Zuhörers zerstreuen, besonders wenn es ein Kandidat war der gezwungen war. ihm zuzuhören, und den er oft bis spät in die Nacht bei sich zurückhielt, ohne ihm Gelegenheit zu geben, sich zu verabschieden! Auch muhte man sich hüten, ihm zu widersprechen, dcnn er hat über die meisten Dinge eine unumstößliche feststehende Meinung. Falls aber doch jemand den Mut fand, seine eigene Meinung zu äußern was allerdings sehr selten geschah, so lonnte der alte Herr recht ungemütlich weiden. Es gab nur ein Mittel, sich seinen endlosen Reden zu entziehen, und dieses Mittel hatte Claude Bernard eines Tages Berthelot als unfehlbar empfohlen. Es bestand darin, daß man den Monolog Chevreuls plötzlich durch einen Kalauer unterbrach. Während der alte Gelehrte nun einen Augenblick über den Sinn desselben nachdachte, um ihn alsdann zu tommcntieren, mußte man die günstige Gelegenheit benutzen, um sich, respektvoll grüßend, zurück' zuziehen. — (Von Hunden zerfleischt.) Aus Ungarn wirb berichtet: Die Handwerksburschen Josef Pöschl und Philipp Grauer, beide Eisengießer, lehrten diesertage in die Tanya des Landwirtes Franz Nabos ein, um die Erlaubnis zum Uebernachten zu erbitten. Die Bewohner der Tanya hatten sich bereits zur Nuhc begeben und die vier Kettenhunde waren losgelassen. Als die Wanderburschen dcn Hof betraten, wurden sie von den Hunden überfallen und buchstäblich zerfleischt. Bis die Bewohner der Tanya auf die Hilferufe herbeieilten, waren die Wanderburschen von den Hunden derart zugerichtet, daß sie nach einigen Stunden starben. — (Ingcnieurleistungen im Altertum) In Aegypten findet man die größten Denkmäler der Welt, und sie werden es wahrscheinlich für alle Zeiten bleiben! Wahrscheinlich werden wir, schreibt das englische Fachblatt ..Engincering", nicht wieder ein Gebäude sehen, das wie die Pyramide von Gizeh aus sieben Millionen Tonnen Steinen besteht, und es wird lange dauern, ehe wir ein Bewässc^ rungsrcscrvoir von größerem Rauminhalte wie den Mörisser See haben, der 11:800 Mill. Tonnen Wasser zwischen den hohen und niedrigen Wasscrstandszcichen hielt. Wie das Labyrinth war. wissen wir nicht, aber Herodot hielt es für ein größeres Wunder als die Pyramiden, wenn auch für ein kleineres als den Mörisser See. Ferner gibt es eine Tradition, daß in der dunklen Vergangenheit der Nil am Fuße der lybischen Berge floß und daß sein Lauf in das jetzige Bett geleitet wurde: falls dieser Bericht wahr ist, so war das ein Werk von riesiger Größe. Die Ingenieure der Vergangenheit beherrschten die Naturträfte in großem Maßstabe. Vor allein taten sie sich in dem Transport und der Handhabung großer Lasten hervor. Unter den hauptsächlichsten Beispielen diesrr An befinden sich die Säulen des Karnattcmpels. Vl'ncn Stcinbloct in einein entfernten Steinbruche zu ,chnei-dcn, ihn zu einem Zylinder von 12 Fuh Durchmesser zu verarbeiten, den Nil herunterzustoßen, ihn zu landen und ihn auf eine Säule von ähnlichen Steinen, die im ganzen f>0 Fuß hoch ist, zu bringen, war lein kleines Unternehmen. Eine noch schwierigere Leistung war aber der große Obelisk, der jetzt in Nom steht und der 108 Fuß hoch ist und 450 Tonnen wiegt. Die größte Tat der ägyptischen Inge-nieurkunst war indessen die Kolossalstatuc Ramses II. in Theben. Sie besieht aus einem einzigen Block aus rotem Granii von NO Fuß Höhe. dessen Gewicht auf 887 Tonneil geschätzt wird, — Dies sind bekannte Beispiele der Ingenieur-lunst der Alten, auf die jeder moderne Ingenieur stolz sein könnte. Man muß freilich daran denken, daß sie mit großer Muße ausgeführt wurden. Die Stadt Theben wurde 2000 Jahre lang gebaut, und es machte natürlich nichts aus, wenn ein Jahr gebraucht wurde, um einen Obelisken aufzustellen. selbst noch seine Frau ernähren mutz! Er wohnt^oort in den: Häuschen, das du von hier aus erblicken kannst und dessen Fenster dem engen Gäßchcn gegenüber zugekehrt sind." „Na", dachte er bei sich selbst, „dein Freund De> meas (dies der Name des Mannes, in dessen Diensten er reiste) hat wahrlich schön für dich geforgt, indem er dich der Gastfreundschaft eines Mannes empfahl, in dessen Hause du weder durch den Nauch noch durch den Dunst der Speisen viel belästigt werden dürftest." Solches bei sich erwägend, gelangte er mit seinen: Pferde, welches er an: Zügel führte, vor das bczeich» nete Haus und begann sofort nachdrücklich am Tore zu poche»:. Endlich öffnete fich dasselbe und auf der Schwelle erschien ein auffallend hübfches Mädchen, welches ihn eine Weile mit fichtlich mißtrauischen Blicken betrachtete, hierauf auf feine Frage, ob Milo zu Hause sei, in wenig freundlicher Weife erwiderte: „Allerdings, aber solltest du vielleicht nicht wissen, daß man hier nur gegen ein Unterpfand von Gold oder Silber Geld borgen kann?" „Oho", rief darauf Lucius aus, „denke d:r etwas Besseres von mir! Nicht um ihn anzupunrpen, bin ich hier, sondern um ihm einen Brief von dem Korinthor Demeas zu überbringen, den du sofort deinem Herrn übergeben sollst." Das Mädchen' nahn: den Brief und hieß den Fremden draußen warten, worauf sie das Tor wieder verriegelte. Bald kam sie heraus und lud ihn mit den Worte»:: „Milo bittet dich eil^utreten" ein, die Schwelle zu überschreiten. (Fortsetzung folgt.) Die rote tzocke. Knmiualloman von Ernst vou Waldow. 1. Ein Polterabend. Die Fenster des in der Praterstraße zu Wien gele» genen Hauses der verwitweten Gräfin Landslron strahlten im hellsten Glänze und ein lichter Schimmer davon fiel auf die Straße hinaus, wo trotz des kühlen Oltoberabends mancheiner den Schritt hemmte, um eine»: Blick auf das festliche Landstronsche Haus zu werfen, das man das „kleine Palais" nannte. Von Zeit zu Zeit hielt anch eine elegante Equipage vor dem Haufe oder ein bescheidener Fiaker. Damen in lichten Gewänder,:, wohlverhüllt gegen die Abend» kühle, schlüpften in das Haus, an defsen halb ge» öffneter Pforte der Portier in reichgestickter Livree, den Stock mit den: Goldtnopfe in den Händen, Wache hielt. Komteffe Angelika Landskron war Braut, und heute wurde der Polterabend im Familien- und Frenndeskreife gefeiert, während das Hochzeitsfest an: darauffolgenden Tage mit noch größerer Pracht begangen werden sollte. Die Eingeweihten wußten auch, daß droben im kleineil Palais eil: Toppelsest gefeiert wnrde, denn die endliche Einwilligung der beiderseitigen Eltern m den Liebesbund des jungen, schöllen Brautpaares machte auch einem langen und erbitterte:: Fam:l:en. streite ei»: Ende. ^ c ^> « Wieder hielt ein Waget» vor dem Hause; d:es- mal war es nur ein schlichter Einspänner, dem drei weibliche Wesen entstiegen. Während dieselben an den: sich tief verneigenden Portier vorbei» und die teppichbelegte Treppe hinauf« eilte»:, versuchte»: sie dnrch Schütteln und Glätte:: den zerdrückten Spitzen und Bändern, die ihre Gewänder schmückten, die verlorene Frische wiederzugeben, wobei sie halblaut ihre Bemerkungen austauschten. Die ältere der drei Damen, eim' hagere Sech« zigerin, mit langer, spitzer Nase, etwas vorstehenden: Mnn und stechende::, schwarzen Auge::, war die Witwe eines FelomarsclM-Lentnants und die Mutter der zwei bereits stark verblühten Töchter, welche von ihr stets „meine linder" oder mit den Abkürzungen ihrer Namen „Muni" und „Nini" gerufen wurden. Muni, in Himmelblau gekleidet, zupfte an dem stark zerdrückten Vergißmeimnchtstrauße, der ihre Brust zierte, und flüsterte ihrer Schwester zu: „Die Landskrons hätten auch besser getan, es weniger merken zu lasseu, wie viel ihueu an der end« lichen Aussöhnung gelegen ist, zumal Angelika mit der reichen Mitgift leicht eine bessere Partie finden konnte als den armen Leutnant Nnoerich landskron." „Dn vergißt", flüsterte Nini zurück, „daß Roderich der Erbe seiner enorm reichen Tante ist-, der Hofsekre-tär hat mir dies bestimmt versichert." „Was weiß der davon V" meinte Mimi achfel-zuckend. „Wie kann man überhaupt jetzt scholl bestiin-men. wos die stolze und seltsame alte Dame zu dieser Verbindung sagen wird?" „Hat man ihr denn die Verlobung und die Aus« söhnuna, verheimlicht?" Laibackicr Zeitung Nr. 1. ^ 2. Jänner 1908. Mal- lllld Provinzial-Nachrichtcll. Neujahrs-Soircc lici Sr. Exzcllcuz dem Herrn Landespräsidcntcu. Gestern abends fand bei Seiner Exzellenz dein Herin Lanbespräsidenten Baron Hein und Frau Baronin Hein anläßlich des Jahreswechsels eine glänzende Soiree statt, welche in den seigneuralen Räumen des Regierungsftalais eine zahlreiche, distinguierte Gesellschaft versammelte. Seine Exzellenz der Herr Landeschef und dessen Frau Gemahlin bewilllommten die erschienenen Gäste in den in der Haupt-front des Gebäudes gelegenen Empfangssalons mit gewinnendster Liebenswiirdigteit, worauf sich das Gros der Gesellschaft in den herrlichen Festsaal verfügte, der seinen Neiz in den Fluten des elektrischen Lichtes doppelt ausübt. Der vornehme Naum, in dessen Mitte ein ungemein geschmackvoll arrangiertes Teebüffet placiert war, stellte sich in seinen edlen, stilgerechten Formen, seiner zarten Farbcntönung und dem dekorativen Meublement als der richtige Nahmen für die Fülle von Anmut, Schönheit und Eleganz dar, die er umschloß. Die rege Konversation, die in ihren Wellenbewegungen bald engere, bald weitere Kreise zog, bot dem Berichterstatter den äußeren Gradmesser für die animierte Stimmung, unter deren Zeichen der Abend stand. Unter den anwesenden Herren bemerkten wir: Herrn Landeshauptmann Edlen v. Detela, Ihre Exzellenzen die Felbmarschall-Leutnante Edlen von Ehava n n e und von Höchsmann, die Generalmajore von Angerholzer und Freiherr von Gall. Bürgermeister Hribar, die Hofräte Dr. Graf Schaffgotsch, von Schemerl. Dr. Raöiö und Dr. von Ruling, den Landesgerichts. Präsidenten Le v i ö n i l und den Lanbesgerichts-Vizepräsi-oenten Pajt, Graf W a l d e r st e i n. die Freiherren Berg, Lazarini, Wambolt. Zois und sonstige Vertreter der Aristokratie, die Landesausschußbeisitzer Doktor '? chaffer, Dr. T a v ö a r und Grasselli, die Oberste n Z i m b u r g, von Schmidt und von Niedl. die '?ucrstlcutnante Ricblinger, Ritter von Franck, von ^nlanc und viele sonstige Stabs- und Qbcroffiziere, Vizebürgermeister Dr. Ritter von Blei we is, mehrere Abgeordnete, Sparlassepräsibent L u ck m a n n. Präsident der Advolatenlcimmer Dr. Majaron , Inspektor Gutt -mann, zahlreiche Vertreter der Bureaukratie, des ärztlichen Standes, des Lehrfaches, der Handelswelt u. f. w. Seine fürstbischöfliche Gnaden der Herr Fürstbischof Dr, Anton Vonavcntura Iegliö war am Erscheinen verhindert. Um 11 Uhr war das schöne Fest zu Ende, dem es bei all seinem vornehmen Charakter an intimem Reize nicht fehlte und das dem alten und durch keine Mode zu beeinflussenden Bedürfnisse, unseren Bekannten am ersten Jahrestage die Hand zu drücken, in einer Form Rechnung trug. wie wir sie cm^cncl/üicl ülch! rldcnlen Minen. Laibachcr Gcmcindcrat. Der Laibacher Gemeinderat hielt vorgestern abends die übliche Silvester-Sitzung ab, in welcher der städtische Voranschlag pro 1903 durchberatcn und genehmigt wurde. An der Sitzung nahmen unter Vorsitz des Bürgermeisters Hribar 24 Gemcindcräte teil. Nach Eröffnung der Sitzung verlas der Bürgermeister eine Zuschrift des städtischen Verzehrungssteuer - Direktoriums, worin mit Rücksicht auf eine diesfällige Resolution erklärt wird, daß eine Aenderung des Schlachthausregula-tivs dermalen nicht geboten erscheine. Die l. l. Post- und Telegraphendirettion in Trieft macyi die Mitteilung, daß die Eröffnung einer Trlcgraphen-ftation mit ganztägigem Dienst beim Postamte Laibach 2 ,. schaft) weist ein Defizit von 85.516 X auf und betragt das Erfordernis für die Volksschulen Z4.971 X. fur verschiedene Lehranstalten 49,009 X und für verschiedene Auslagen und Subventionen 22.582 X. Vei diesem Kapitel wurden nachstehende Subventionen bewilligt: der „Glasbena Matica' 3000 X dem Dramatischen Vereine 12.000 X, dem Vereine Narodna 8?la" 400 X. der Philharmonischen Gesellschaft 400 K. für die Erhaltung des botanischen Gartens 210 X, für SchuWerkstätten 740 X, dem Cyrill- und Methodvereine 1000 X, dem Studenten-Unterstützungsvereine „Nadogoj" 700 X> dem slovemschen Alpendereinc 600 X, dem Etüden« Laibacher Zeitung Nr. 1. _________________________ 4_______________ _______ 2. Jänner 1903. ten-Freitische in Graz 100 X, für die städtischen Kindergärten als Wcihnachtsgabe 000 X und der Löschncr-Stiftung 200 X. Das Ansuchen des Stadtschulratcs um Dotierung von Schulbibliotheten wurde abgelehnt, nachdem Gemeinde-rat Dimnit für die Gewährung der Dotation eingetreten, Gemeinderat Dr. Poöar aber betont hatte, daß es nicht angezeigt erscheine, kleine Schulbibliothelen zu errichten, wohl aber habe er nichts dagegen, wenn die Dotation für die Vezirlslehrerbibliothel entsprechend erhöht werden würde. Der Antrag des Gemeinderates D i m ni t auf Erhöhung der Dotation für die Vczirlslehrerbibliothel auf 300 X wurde jedoch ebenfalls abgelehnt. Ueber Antrag des Gemeinderates 8 ubic wurde eine Resolution angenommen, wonach der Etahtmagistrat beauftragt wird, vom kommenden Jahre an (b. i. 1904) die EinHebung des Schulgeldes an Volksschulen einzustellen und die bezügliche Post per 1500 X im nächsten Voranschlage nicht mehr aufzunehmen. Gemeinderat Au 5 el brachte eine Resolution ein, wonach der Stadtmagistrat beauftragt wirb, der t. t, Negierung eine Petition um Nefor-mierung der Laibacher Realschule in sprachlicher Hinsicht zu unterbreiten. Die Gemeinde habe für die Erhaltung dieser Anstalt große Lasten zu tragen und sei daher auch berechtigt, die Gleichberechtigung der slovenischen Sprache an dieser Lehranstalt zu verlangen. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Die restlichen Kapitel VI und VII (Militär-bequartierung und Verschiedenes) wurden ohne Debatte genehmigt. Desgleichen gelangte das außerordentliche Erfordernis per 193.781 X nach kurzer Debatte zur Annahme. Für Stadtvcrschönerungszwecke wurde der Betrag von 3000 X eingestellt, für die Errichtung einer sluvcnischen Universität in Laibach 10.000 X. für den eventuellen Vau einer Kirche auf dem Laibacher Moore 1000 X, für die Herstellung des Pflasters vor der Tirnauer Kirche 3500 X, für die Regulierung der Vegagasse 4000 X, für die Publikation über die sanitären Einrichtungen in Laibach 1600 X und für den Asylverein an der Wiener Universität 100 X. Das Erfordernis für Zinsen und Amortisationen beträgt 162.881 X. Der Referent hob in seiner Schlußrede hervor, daß die Finanzen der Stadt Laibach zwar nicht günstig genannt werden können, daß sie jedoch auch zu Befürchtungen für die Zukunft leinen Anlaß geben. Die Einnahmen steigen zwar langsam, doch stetig, und außerordentliche Auslagen dürften voraussichtlich vermieden werden können, nachdem die Stadtgemeinde wieder in das Stadium ruhiger Entwickelung getreten sei. Bei der Abstimmung wurden die Anträge des Referenten einstimmig angenommen, worauf der Herr Bürgermeister dem Referenten Seneloviö für seine große Mühewaltung den Dank des Gemeinderates zum Ausdrucke brachte. Gemcinderat Turk stellte an den Bürgermeister die Anfrage, ob es ihm, beziehungsweise der Gewerbebehörbe, bekannt sei, mit welcher Berechtigung sich in Laibacher Hotels Israeliten ansiedeln, hier ihre Waren feilbieten und so dem heimischen Handel und Gewerbe empfindliche Konkurrenz machen; in öffentlichen Lokalen aber werde die heimische Bevölkerung von diesen Leuten als „slavisches Gesindcl" beschimpft. Es sei daher künftighin solchen zugereisten Personen die Erteilung des Gewerbescheines zu verweigern. Bürgermeister Hribar erwiderte, daß die Erteilung des Gewerbescheines im Sinne des Gesetzes nicht verweigert werden tonne, wenn gegen die betreffende Person nicht gesetzliche Ausschließungsgründe vorliegen. Was die Beschimpfungen anbelangt, welche angeblich in öffentlichen Lokalen stattgefunden haben, so sei es Sache des Publikums, solche Vorfälle bei der städtischen Polizei zur Anzeige zu bringen; dieselbe werbe dann in entsprechender Weise ihres Amtes walten. Gemeinberat Seunig stellte an den Bürgermeister die Anfrage, ob das Gerücht, daß die projektierte l. l. Gewerbeschule doch nicht im St. Ialobsviertel errichtet werden soll, auf Wahrheit beruhe, worauf Bürgermeister Hribar erwiderte, bah der bezügliche Baugrund auf der Vrühl bereits läuflich erworben sei, daß somit das erwähnte Gerücht jeder Grundlage entbehre. Sodann ergriff Bürgermeister Hribar das Wort und berichtete in längerer Ausführung über die Tätigkeit des Gemeinderates und des Stadtmagistrates im abgelaufenen Jahre. Indem wir uns vorbehalten, auf die interessanten Ausführungen näher zurückzukommen, konstatieren wir heute, daß die finanzielle Gebarung des Gcmeindefonds pro 1902 mit einem Kassa Überschüsse von 48.643 X abschloß, was jedenfalls als ein erfreuliches Resultat bezeichnet werden muß. Der Bürgermeister dankte schließlich dem Gcmcinbcrcite für seine aufopfernde Mitwirkung und wünschte dem Gemeinderate wie auch der Laibachcr Bevölkerung ein glückliches Neujahr. Vizebürgermeister Dr. Ritter von Vleiweis brachte namens des Gemeinderates dem Bürgermeister seine Glückwünsche dar, worauf Bürgermeister Hribar um 8 Uhr abends die Sitzung schloß. — (Personalnachricht.) Seine Exzellenz der Herr Felbmarschall-Leutnant und Kommandant der dritten Artilleriebrigade Othmar Edler von Zawodsly hat sich Mittwoch abends nach Graz zurückbegeben. — (Militärisches.) In den Ruhestand übernommen wurde der mit Nartegebühr beurlaubte Oberst Eugen Franeldes DAR. Nr. 7 nach dem Ergebnisse der neuerlichen Superarbitrierung als zum Truppendienste im Heere untauglich, zu üotaldiensten geeignet, mit der Vormerkung für die Verwendung bei Militärbehörden und höheren Kommanden im Mobilisierungsfalle (Domizil Görz). — Transferiert wird der Oberleutnant Heinrich Maurer vom Infanterieregimente Nr. 78 zum IR, Nr, 17, Die angesuchte Ablegung der Qffizierscharge wird bewilligt den Leutnantcn Joses Dömötör des JR. Nr. 7 und Josef Pavlit des HAR. Nr. 7. — (D a s Jänner-Avancement bei den ü st e r r e i ch i s ch e n E t a a t s b a h n c n) ist diesmal ergiebiger ausgefallen. Insgesamt wurden 375 Beamten ve-sordert, und zwar 5 Beamte in der fünften Dienstaoteilung, 2V Beamte in der sechsten, K(i Beamte in der siebenten, 115 Beamte in der achten und 1^2 Beamte in der neunten Nienst-adteilung. Hicoei ist hervorzuheben, daß das Jänner-Avancement, welches in der Regel einen geringeren Umfang hat als das Jult-Aoancemcnt, diesmal sich in denselben Grenzen uewegt wie das letzte Juli-Avancement, bei welchem 374 Beamte befördert wurden waren. Im Vau- und Vahneiyal-lungsoienstc ist diesmal eine größere Anzahl altgeoienter Tcchnitcr befördert wordcn, invcm 10 Inspettoren und 22 Beamte ocr siebenten Diensttlasje diesem Dienstzwcige angehören. Da für diesen Ditnslzweig im Budget für 1903 auch eine Systeinisicrungs-Verbesseiung vorgesehen ist, werden sich in Zutunft die VeförderungSchancen der Vautech-niter günstiger gestalten. — (Das V u bgc t p r o v i f o r iu m.) Unter den in der lais. Verordnung vom 30. Dezember 1902 angeführten Krediten beziehen sich auf Krain die beiden nachstehenden Posten: Der in der kaiserlichen Verordnung vom 27. Dezember 1000 für das Jahr 1900 als Vorschuß gegen Ersatz in Krain vorgesehene und mit dem Finanzgesetze für das Jahr 1902 bis Ende Dezember 1902 verlängerte Betrag von 10.000 X; der in derselben Verordnung für das Jahr 1900 für den Vau eines Amtsgcväudes in Radmannsdorf als erste Rate vorgesehene und mit dem Finanzgesetze für das Jahr 1902 bis Ende Dezember 1902 verlängerte Betrag von 34.000 X. — (Personal nach richt.) Der landschaftliche Sekretär, Herr Josef Pfeifer, ist nach fast 45jähriger Diensttätigleit in den Ruhestand getreten. — (Ein Verzeichnis der in die eisten drei Klassen der Attivitätszulagen eingereihten D i e n st o r t e) ist in der „Wiener Zeitung" vom 31. v. M. enthalten. Diesem Verzeichnisse zufolge befinden sich in der I. Klasse: Wien, in der 11. Klasse: Vaden, Floridsdorf und die übrigen Orte im Polizcirayon Wiens, Mooting, Linz. Graz. Trieft, Karlsbad, Königliche Weinberge, Pilsen, Prag, ^iälov, Brunn, Kralau, Lemberg und Czernowitz; in der III. Klasse: Kaltenleutgcben, Klosterneuburg, Krems, Neuntirchen, Purlersdorf, Stein an der Donau, St. Polten, Vöstau, Wiener-Neustadt, Gmunden, Ischl. Steyr. Urfahr. Wels, Salzburg. Wilddad-Gastcin, Ausscc, Lcoben, Marburg, Klagenfurt, L a i v a ch, Abbazia, Görz, Pola, Rovigno, Volosca, Arco, Bozen. Dornbirn. Iimsbruct, Meran, Rovcrcto, Trient, Asch, Aussig, Voden-uach, Vrüx, Vuoweis, Chiubim, Dux, Eger, Franzensbad, Gadlonz, Graslitz, Jungbunzlau, Karolinental, Kladno, zUattau. Komotau, Küniginhof, Kolin, Kuttenberg. Laun, Lcitmentz. Marieilbad, Nachob, Nuslc, Pantratz, Pardubitz. Pisel, Pribram mit Virtenberg, Reichenberg, Numburg, Saaz, Smichow, Tabor, Teplitz, Tetschen, Trautenau, Warnsdorf, Wrschowiu, Göding, Iglau, Kremsier, Mäh-risch-Ostrau. Mährisch-Schönberg, Neutitschein. Olmütz, Prerau, Priwoz, Proßnitz, Steinberg, Trebitsch, Znaim. Biclitz, Iägernborf, Teschcn, Troppau. Vochnia, Vroby, Vrzezanl), Vuczacz, Ehrzaiww, Drohobycz. Grodet, Horo-denla, Iaroslau, Iawor6w. Kolomea. Ncu-Sandcz, Pob-gnize, Przemysl, Rzeszüw, Sambor. Sniatyn, Stanislau, Stryi, Tarnopul, Tarn^w, Zakopane. Zloczüw. Radautz, Suczawa, Sebenico, Spalato und Iara. — (Fahrlartensteuer.) Dem erschienenen Gesetze entnehmen wir, bah hinsichtlich ber Entrichtung der Stempelgebühr bei Anweisungen (Legitimationen) zur freien > Fahrt sowie zur Fahrt zu ermäßigten Preisen von ben begünstigten Personen folgender Tarif festgesetzt wurde: Bei l Anweisungen, welche nur zu einer einmaligen Fahrt oder zu einer Hin- und Rückfahrt berechtigen, bei freier Fahrt, hinsichtlich der III. Wagentlasse 50 k, II. Wagentlasse 1 X, I.Wagentlasse 2 X; bei der Fahrt zu ermäßigtem Preise hinsichtlich der III. Wagenllasse 25 k. II. Wagenklasse 50 k. I. Wagentlasse 1 X und für Anweisungen zu wiederholten Fahrten: bei freier Fahrt hinsichtlich der III. Wagentlass« 5 X, II. Wagenllasse 10 X, I. Wagenllasse 20 15; bei der Fahrt zu ermäßigtem Preise hinsichtlich der III. Wagentlasse 2 X 50 II. II. Wagenllasse 5 X, 1. Wagenklasse 10 X. — Diese Tarife traten mit 1. d. M. in Wirksamkeit; die Weisungen »vegen Ausfertigung der Fahrlegitimationen werden noch folgen. — (Ein österreichisches Schul museum in Wie n.) Im Laufe des Monates Jänner 1903 wird die Gesellschaft zur Gründung und Erhaltung eines österreichischen Schulmuscums in Wien in dem von der Gemeinde Wien vorläufig überlassenen Gebäude, IX., Grüne Torgasse II, das österreichische Schulmuseum eröffnen. In vierzehn Abteilungen, resp. Gruppen, werden die neuesten Lehrmittel der Volks-, Bürger-, Mittel- und Fortbildungsschulen zur Ausstellung gelangen. Vortrage, Demonstrationen, Sliopti-lon-Vorführungen durch den bekannten Wiener Verein „Stioptilon". Eltern - Konferenzen werden auf das Programm dieses Institutes gesetzt. — (Der älteste Gemeindevorsteher.) Man schreibt die „Grazer Morgenpost" unter Bezugnahme auf die von uns gebrachte und in das genannte Blatt übergegangene Notiz aus Aussee: In der „Grazer Morgenpost" wurde anläßlich der Mitteilung von dem Ableben des Gemeindevorstehers von Leskovec. Herrn Anton Dremclj, bemerkt, daß der Verstorbene, was das öffentliche Wirten anbelangt, der älteste Gemeindevorsteher von Oesterreich sein dürfte, nachdem er durch vier Jahre als Gemeinderat und durch mehr als sechsunddreihig Jahre als Gemeindevorstand tätig gewesen. Es dürfte nun von Interesse sein zu erfahren, baß der Gemeindevorsteher von Grundlsee bei Aussee, ber surilncy .>nnsu),cye Jagdleiter Herr Franz Gaiswinller. in dieser Hinsicht den erwähnten Rekord schlägt. Herr Gais-wintlcr wirtt nunmehr seit einundvicrzig Jahren ununterbrochen als Gemcindcvorstand seines Geburtsortes und steht dermalen im 73. Lebensjahre. — (Malerarbeiten.) Die Seitenaltäre der hiesigen St. Peterslirche erhielten im heurigen Herbste durch Andringung von mehreren Heiligenbildern lc. eine Verschönerung an den Hauptwänden und vorderen Haupt-Pfeilern. Das Hauptschiff der Kirche erfuhr vei den letzteren eine entsprechende Verzierung, welcher die unpassenden bronzenen Köpfe wichen. Im Presbyterium werden die nötigen Malerarbeiten im nächsten Jahre zur Ausführung gelangen, x. — (Die Laibacher 0 i t a l n i c a) wird im Fasching 1903 für ihre Mitglieder und eingeführte Gäste folgende Tanzunterhaltungen veranstalten: am 5. b. M. ein Tanzträiizchcn im großen Vereinssaale, am 21. und 28sten Jänner sowie am 4. Februar drei Familienabende mit Tanz im kleinen Vereinssaale und am 21. Februar ein Schluß-tränzchen im kleinen Saale. Veginn jedesmal um ^9 Uhr abends. Vei den Tanzlränzchen wird die hiesige Militär-musit, bei den Familienabenden die Vereinstapclle mitwirken. — (Der Laibacher Turnverein S o k o l) veranstaltete vorgestern im Turnsaale des „Narodni Dom" seine übliche ^ilvesterfcier mit einem umfangreichen Programme, das in allen Teilen vielen Beifall fand. Die Laibachcr Veieinstapellc absolvierte ein geschmackvoll zusammengestelltes Musitprogramm mit Eifer und Präzision; der Gesangverein „Merkur" trug unter Leitung des Herrn Sachs mehrere Chöre zufriedenstellend vor; überdies erfolgte die Aufführung eines lustigen Schwankes («nndilö), in welchem die Herren Verov 5 et und Lier sowie Frl. Kreis die Lachmusteln ber Anwesenden aufs ausgiebigste in Bewegung setzten; endlich stellten sich deni Publikum zwei „musikalische Clowns", Jacques und Stefano, vor, deren Produktionen, jenen der echten Clowns glücklich abgelauscht, allgemeine, stürmische Heiterkeit erregten und jedenfalls mit dem Schwante ^nul^n- die zwei besten Nummern des Abends darstellten. So kam die MitternachtSstundc und mit ihi die Jahreswende heran, welchen bedeutsamen Augenblick Herr Dr. V. R a v n i h a r in einer schwungvollen Rede würdigte, hiebei sowohl des alten als auch des neuen Jahres gedenkend und allen Anwesenden sowie dem slovenischcn Volke ein herzliches „Prosit!" ausbringend. Hierauf gab es noch eine prächtig arrangierte Allegorie; verschiedene Stände um das neue Jahr gruppiert, links von demselben Sotolistcn aufgestellt, und dann trat alsbald der Tanz in seine Rechte und hielt die Jugend bis in die frühen Morgenstunden beisammen. — Die ganze Veranstaltung war eine wohlgelungene; es herrschte in dem dicht besetzten Saale eine fröhliche Siimmnng. welcher man sich willig hingab, um so unter günstigen Voraussetzungen ins neue Jahr einzutreten. — (Journalistisch es.) Mit Bezug auf die Noti,;' in welcher von dem Aufhören ber tirchl'ichen Zeitschrift /^<>^n.i!> l)nni<^ Erwähnung geschah, weiden wir ersucht mitzuteilen, daß das genannte Blatt wohl von der Vcrlaqs-firma Älaznil aufgelassen wurde, daß aber deren Redakteur. Monsignore Pros, T. Z u p a n, ein der ^udnin Dunic-u „ach Inhalt und Format völlig gleiches Blatt herausgeben wird, — (Todesfall.) In Cilli starb vorgestern früh der Alibürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Cilli, Herr Gustav Stiger, im 55. Lebensjahre. Das Leichenbegängnis hat gestern nachmittags stattgefunden. — (Gemein dc v or sta n dsw ahlen.) Vei der am 28. Oktober vorgenommenen Neuwahl des Gemeinde-Vorstandes der Ortsgemeinbe Prevoje würben Thomas Justin in Vrba zum Gemeinbevorsteher und Josef Kveder in Prevoje zum Gemeindcrate gewählt. — Beiner am 25, November vorgenommenen Neuwahl des Gcmeindevorstandes 'der Ortsgemeinde Zirlnitz wurde Franz 8erto, Kaufmann in Zirlnitz, zum Gemeindevorsteher gewählt. " (Verei nsbildung.) Mit dem Sitze in Kramburg wurde der Verein (joron^Ivu iioäi-uönioa 81c>in»t>-l xvo/o xu lus der Oper „Orpheus". Frl. Gisela See ho frr. 3.) Nob. Vollmann: Violoncclltonzcrt in einem Satz. Herr Prof. Friedrich Orützmacher. 4. »), Hugo Wolf: „Gesang Weylas", l>) Rob. Franz: „Genesung", ^) „Von ewiger Liebe"; Frl. Gisela Seehofer. 5. u) W. A. Mozart: Adagio, d) C. Saint-SaönZ: Melodie, c) C. Dawidoff: „Am Laibacher Zeitung Nr. 1. 5 2. Jänner 1903. Springbrunnen": Herr Professor Friedrich Grützmacher. — Zweite Abteilung: Symphonie in I^-äur von W. A. Mozart. — Neginn des Konzertes um ^5 Uhr nachmittags, Ende um ^7 Uhr abends. — Das vierte Mitglieder-Konzert findet am 8. Februar statt. — (Kammer musil-Abe no.) Am 6. d. M. ! abends V28 Uhr findet in der Tonhalle der dritte Kammer- musit-Abend (100. Aufführung) statt. An demselben Wirten mit die Herren! Hans O e r st n e 1, 1. Violine; Josef Zöhrer, Pianoforte; Franz Czavojäcz, Violon-cell; Professor Friedrich Grützmacher, Violoncell-Vir-tuose aus Köln a. Rh., Hermann von N i cl e r l, Dr. Nu-dolf Sajovic und Leo Funtet (Violine), Theodor Christo p h und Heinr. Wettach (Viola). — Vortrags-ordnung: 1.) Ioh. Vrahms: Sextett für 2 Violinen, 2 Viowl und zwei Violoncelli, up. 18, ü-äui-. (Gerstner, Funtel, Christoph, Wettach, Grützmacher, Csavojäcz.) 2.) Richard Strauh: Sonate für Violoncell und Piaonoforte, «p. 6, ss'lini'. (Griitzmacher und Zöhrer.) 3.) Felix Mendelssohn-Vartholdy: Oltett für vier Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli, oi> 20, ^«-<1ui-, (Gerstner, von Nicterl, Dr. Sajovic, Funtek, Christoph, Wettach. Grützmacher. Csavojäcz.) — Preise der Plätze außer Abonnement: Ein Saalsih 2 X; ein Stehplatz 1 X 20 ii; Studententartc 60 1i. — (Die „Q e ste r re i ch i sch - u n g a r i sche Nc-v u e") weist iiu Doppelhefte 8 und 4 (Vand 29) folgenden Inhalt auf: 1.) Dr. Ludwig v. ThaWczh: Graf Anton Sz6csen. 2.) P. v. Radics: Die krainischc Landschaft und das lrainische Landtagswcscn (bis 1748). 3.) Dr. Johann Nmavc: Die deutsche Voltswirtschaft und ihre Entwicle-lungstendenzcn. 4.) Wiener Kunstausstellungen, 5.) Geistiges Leben in Oesterreich und Ungarn: (Dr. Bernhard Münz: Neuer Literatur aus Mähren. Ludwig Goldhanns Leben und Gedichte. — „Nachsommer." Neue Gedichte von Hiero-nymus Lorm, — A. v. Globoönil: Geschichtliche Uebersicht des österreichischen Geld- und Münzwesens). 6.) Qestcrrei-chische und Ungarische Bibliographie. 7.) Oesterreichische und Ungarische Dichterhalle: (Camillo V. Susan: Lied ohne Worte. A. Nenl: Im Kar. — Hans Fraungruber: Mahnung. — Franz Herold: Herbst. — Franz Himmelbauer: Augenblicke, — Twardowsli: Ringen. Aus dem Polnischen des Stephan Neromsli übersetzt). — (Ein dichtender G r 0 b s ch m i e b.) England besitzt einen 'dichtenden Grobschmied, der in Wales lebt und sich in der Walliser Literatur betätigt. Er heißt John Jones; sein Vardenname aber ist Mhrddin Fardd. Seine Schmiede liegt in Cwilog. Carnarvonshire, und seit vierzig Jahren ist er in seinen Mußestunden ein tätiger Arbeiter Mf dem Gebiete der Walliser Literatur. Er hat viele Bücher !m Wallisisch und viele Gedichte von bedeutendem Werte ge-! schrieben. Aber seine literarische Haupttätigleit besteht darin, daß er in den Landhäusern von ganz Wales nach alten Manuskripten sucht. Er hatte viele dieser Manuskripte gesam-^Nelt, mußte sie aber vor kurzem verlaufen, um die Ausgaben ,, jw becl«n, die ihm bie Krankheit ctneZ an Schwindsucht gestorbenen Sohnes verursachte. Geschästftzeituncl. — (Vie h m a r t t.) Der am 29. v. M. in Honig-stein abgehaltene Viehmarlt hatte einen Gcsamtauftricb von etwa 700 Stücl Kühen und Ochsen aufzuweisen. Die Kauflust beschränkte sich, da auswärtige Viehhändler nicht erschienen waren, auf die einheimischen Kauflräftc und die aus der Umgebung erschienenen Fleischhauer; diese tauften von dem zumeist recht schönen Vieh einen beträchtlichen Teil bei guten Preisen auf. Doch wurde auch im heimischen ^Zwischenhandel ein guter Absatz erzielt. Auf dem Waren-Markte herrschte ein reger Verkehr, da die zu dieser Zeit ihre Dienstplätze wechselnden Dienstboten verschiedene Einlaufe Machten. 8. Telegramme drs k. k. Eelegraphen-Kurrespondeuz-Zmeaus. Der Ausgleich mit Ungarn perfekt. Wien, 31. Dezember. Heute ist es nach wiederholten Besprechungen gelungen, einen Ausweg zu finden, Um die noch bestandenen Hindernisse im Einvernehmen zwischen den beiden Regierungen in der Ausgleichsfrage zu beheben. Wien, 1. Jänner, Lambsdorff ist um 9 Uhr 5 Min. nach Petersburg abgereist. Zur Verabschiedung hatte sich unter anderen der Minister des Aeuhern. Graf Goluchowsli, eingefunden. Petersbu 1 g. 31. Dezember. Nach Meldungen aus Bachmut sind bei einem Brande im Anna-Schachte 58 Personen ums Leben gekommen. Elf Personen wurden, nachdem sie 60 Stunden, und 21 Personen, nachdem sie fünf Tage in der Grube zugebracht hatten, gerettet. Die I' ^ ^^H>o»,i,< ,i^< « der «Oailmcher Zeitung», bei welchen das Abonnement mit diesem Monnte endet, werden höflichst ersucht, die weitere Prä-UUlneration t>s»lchau, l<8 60. — Ihering, ^i. von, die Iurieprudeuz deo täglichen Lebens, i<240, — Ludloff, Dr.it,, Zui. Paihu.^euese, u>»d Therapie dcr angebo» lencn Hüstgelenlluxatlou, k 16 60. — Neumallu, E,, Die Emstthung der erstell Wort^edcumngeu beim itiude, K. 1-44. — Avlima nil, F., Religiou uno Philosophie, li. —-72. — ächmeling, A,, tti:che!lg,schichtllchcr Üucrbltck ü er das ab» gelaufene Jahrhundert, l< —-60. Vunätig iu dcc Vuchhandlllülj I g, v. K lein m ayr sl Heb. Bumuerg iu Lalvach, KDligreßpll!» 2. AlilMmmcne Fremde. Hotcl Elcjant. Am 2 U. und 8 i). Dlzlmv e r. Ätenüer, N.ldlcirburg. — Barle, Geistlicheri Htrnad, Kim., A^.am. — Wuljcher, (^iilsbcsi^crin. >. Tochter, öl. Banylmä. — Ne^elN)!, Marlneojfiz,el, Pola, — Lllmdovg, KlauierGesangslomiler; H>rzog, Weluer, Teiccl, Beiner, Fischer, Revenue; Mlltcr uo» Vernd, S.ttwusches; Faßel, Basch, itfllc., Wien. — Perco, Iii^enicur, Wocheiüer-Fnstrih, — ^>ezef, Student, Nudolsswerl. — Brixi, l. l. Major, s. Fannlic; Hulh^lllr, Plwal, zlla>jensult. — Dr. Luzzato, Advotal; Bremiy, ^teljlNde». Tncst. — Dculjch, Reijc>ll,»,r. Warasdln. — Dr, ^luty» ,child, Ädvolat; Samel, ilfm,, Grohtaui^sc,. — Kremier, Fa> l)ntant, Nilcho^lacl. - H.iuzl, Nfm.; Niegcr, Techullcr, Graz, — Pttsevw, Nojendcr, Prag Am 30. Dezcmber. Se. Exzellenz Freiherr v. S'wozlu, l, u. l. FeldmllrsctM-^'lltncnit, j. Adjutanten, Gmz. — Descovich, Vean'ler, Trieft. — Ritter v. EUijoi', l. >l, i. Hauptmmili, ^aibach. - Bnchl, ^lmml'll!!l,'is. z e m bei. Angel., Kos r, Magd, 24 I.. I) mLütiQ l'tcuncj,, ^ulielcul. polm. «iiron. Lottozichmill vom !j1. Dezember 1902. Prag: 66 ütt 48 4 71. Volkswirtschaftliches. Laibach, 31. Dezrmbn'. Die Durchjchniltspn'isc auf dem li^!tis,.>ll Maltlc stellten sich wi,! solqt: Marll»IMgzS.> Mllllt<>Wgz°,' Preis Preis X! k X! d X! », X, k V,izcn pr. lj . .-------IV 7ii Vxtter pr. k^. . . ^!2<>—- — >lorn » . . — — l4 40 Eirr l'r. Slücl . . —!,() — — Gl.stc » . .-------14 ^0 Milch fti. Litrr . . —jlti —!— Hafer » . .-------14 60 RindfleischI"pr. 1^ 1^4—,— Halbfcucht ...-----------— Kalbflnsch » i zj<'^ _ Heiden » . .-------l«,90 EchwclN»i1eisch » i^s)^^. Hilsc, wriß » . .-------!«4<> Tchopfttistkisch » —^80—-Knluvuz, alt » . .-------l5 — Häl)>ldl ftr. Stück l 80—!— Erdäpfel »..—>— 4 6> Tauben » » —4b------- Linscn pr. Liter . — 25 — — Heu pr. q . . . . 6,60------- E>l,jen » . — 40 — — Stroh »».... 6----------- Fisulen » . —2^—'— Hul^.hllrt..pr.Kb,n. 7 50------- Riüdsschliüiizprli« 2^0 — — —weich, » 550------- 2ch!umn>fchmalz > 1 60-------Wei». rot., pr. Hltl.--------------- Hpecl, frisch » 14b------- — wrißer, .----------. — — geräuchert > ! 70------- Mndesthenter in Anwach !)^i. Vuistrllilüg. Gerader Ta^. zjcule Freitag, den 2. Jänner. Zum rvstcuma!!,': Der liebe Schatz. Opereuc iu d-ei Nl^n v<,ni Reinhardt. Ä!im!l>j hiN' « ll!,r. Ende 10 llhl. 54. Vorstellung. Geraber Tag. Sonntag, den 4. Zäuner Nachmittags 3 Uhr: — Bei rmläßigtsn Pniseu: Prinzessin Dornröschen Weihnachlvniärch.'n-Koiüödie in 4 AufzillM Nlich dem qlrich« namigr» Märchen frei bearbrilet ron C '.'l. Oör»er. 5!^ Vorst''llunss. Ungerader I?g. Der liebe Schatz. Meteorologische Beoblichtmigeu in Lnibach. Ti'!'höl>- 30N 2 m. Mittl. Luftdruck 7.^'0 mm. „, 2U. N. s?20'1 6^7'Z'ZW. mäßig fast bewöltt "' « » Ab, 725 7 4 2 NW. schwach heiter 7Uss 7291 -,0 SW schwach lrwoltl ! 1. 2 . N 730 6 21 NNO. schwach l".'wüllt 0'0 9 , Al, 7:l3-9 -0 8 NW. mähig heiicr 2l 7 U.3f. ! 737 5> -5 0! S. sckwacb ! Nebel > 0'U Das Ta^smiltl! der Temperatur vom Mittwoch 5'5° und vom Donnerstag 0-1°, Normal? -2 6°, bl>zichl,ngöw?ise -2-7". Mouatbiiberficht. Der verflossexe Monat Dezember ivar trocken und kalt, — Die Beobachtungen am Thermomeikr liefern durchschnittlich in Celsiusgraden: Um 7 Uhr früh-3-5«, um ii Uhr nachmittags O'l,", nm 9 Uhr abendi« -1-9°, sn dah diü mittlere Lustlemperatlir des Monates -1-?" betlägt, um 0 2° uutcr dem Noimale. — Die Beobachtungen am Barometer er» grbln 737 7 n,n» nls mittleren Luftdruck des Monates, um 1'5 mm über dem Normale. — Nasse Tage gab es 6; der Nicderschlag, Schnee und Regen, bl'träHt 336 mm. — Ui.ler dcn Winden war der Südost der häufigste. Das Iahvesmittel der Temperatur beträgt 904". des Luftdruckes 735 94 mm, der Niederschlug filr das gan,^e Jahr 14re.-, deutsche Art, dcutschrs Wissen, deutsche Poesie uud Kunst l,ägt. Die «Ocirtmlaubc» hat sich in all den Iahien nicht engl>'rzig verschlossen gcgrn das Große, Neue, daS die Zeit gelnachl, souderu ist Schritt silr Schritt mit ihr voiwällS a/ganarn l»ud hat sich brniüht, das Neste des Gute» ihren L'.sern in Wort und Bild darzubringen. Auch d>r neue Jahrgang wird viel des Tchünen und Ncl«chr»udcu uuifasfcu. Er jcht ein mit dem poetisch stimmungs-vulll-u Roman «Die uom Niedrrrhein», von Rudolf Herzog, l'incm U!.'ch iuiigcu, hochbegabten Autor, ui'd bringt daneben die reizvolle Novcllc «Ihr Ncruf», vo» Marie von Ebncr>Eschcubach, uuserer cistcu dculjchrn Erzählcriu, Romane uud Erzählul!,u'u uujrrer belubtrstrn Äutore» wrrdcn folqeu — wir neuuen die Namru: Ludwig Gaughoser, Ida Bou»Ed. Auton von Peifall, W. Heimburg, die für gldin Inhalt in luürdiger Furm bürgen. Daö Intcresse, mit dcm die «Gartenlaube» von jeher alle Entdeckungen uud Erfinduugcu ,v>?rfolgt, das sie allen Kultur« fragcu der Z it entgegengebracht hat, wird sich auch iu diesem Jahre iu einer Reihe wissenschaftlicher und doch gemeinvelstündlicher 'Artitel belundeu, die den ^scr über die wlchtigsleu Vorgänge der Gegenwart aulllären folleli. Daurben wird die «Gartenlaube» ihre ganz besondere Aufmerlsamleit allcn Bcstrebuugrn der Fraueufrage zuwendcu uud alles, was in das Gebiet des Hauses fäll!: häusliche Kunst, Frauenarbeit und Hauswirtschaft» lichcs liiit warmem Interrsfe pflegen. E ¦ tnAUober Bearbeitung und ^XBMJP^S^^^L^^iiB^LsBBBssBBBBBiBB^^BBBBftBBlBssM godttagmur AoMtattang. Jedes ^^^¦¦»*s2issssssss^lgsBssssssss»wsBs»Bs»»sssssWB«»lssag Versetohnisse^xu den Serien in Liebhaber- Einbänden JsrntiM. I®cZu beziehen durch die|Bucli!iaudlunK (VIII.) | lg-, -v. KZleini^ayr Sz Fed. Bai^-berg: I Lalbaob, Congressplats 2. __________________I Laibacher Zeitung Nr. 1. 6 2. Jänner 1903. Kurse an der Wiener Börse vom 31. Dezember 1902. ^« dem oW^n Kurs^e Die lwlleileii Kurse »erflehen sich in Kionenwähruiig, Die Äluticrunn sämtlicher Mtieu und der «Diversen Lose» versteht sich per Ctück. Allgemein. Staatsschuld, ^"b Wa« «inheitl. Rente in Noten Mal-November p K. 4-2"/«. , , iol'30 10150 inNot.Febr.-«ug.pr.K.4-2«/<, 101 20 ,Ul 40 „Lllb.Iän.zno fl. 4"/, I5l »5 «52 25 I8«Uer „ 100 sl. 4»/n 182 - 185'— »864«> ,, 10« sl. . «43 - lib» — dto. ,, »0 sl. . , «48 — 25» — Dom.«Psandbr. k 12« fl, b°/<> 3UI — — - Klaatnschuld der im Velchs» rat» vertretenenKünlgreich» und zander. oefterr. Voldrcntc, stfr., 100 fl„ per Kasse.....4"/„ <20b0 120 70 dto. Meute inKrouenwähr.. stfr.. per Kasse.....4°/<> ion 25 l0O47> .»to. dtu. dto per Ultimo . 4»/» 100 25 ,uu-45 v.'sterr.InveNitione.Rente.stfi., per Kasse . , »'/,°/» 9» 55 82 75 «lsenbahn. Staatsschuld» verschreib»»».«». Elisabethbahn ln E., steuersrel, zu 20.000 Kronen . 4°/» 118 25 — — Franz Josef««ahn ln Silber (div. St.) , , . . 5'/<°u 12? I0 128 30 Nuboltsbahn ln Kionenwähr, steuerfrei (div. St.) . . 4°/„ 9« 50 100 50 «orarlbergbahn in Kronenwähr. fteuerfr., 400 Kronen . 4°,° 99 50 100 50 Zn Gtaatsschnldverschrelbn»' gen »bgefttmp.Elstud.Ultlen. ltlisabethbahü ^00 sl. CN, 5'/.°/o vi„i 20« fl.......503 — 51» - bto. Linz-Äudw. 20» fl. ö.W.E, 5'/.°/°........484 50 468 50 dto, Lalzb.-Tlr. 200 fl. ö. W. L. »"/<>.........449 — 451 25 5- Karl Uubw.«V. 200fl. 4°/„ ungar. Vrunbentl. - Oblig. L8 15 «9 15 4"/i> lroat. und slavon. betto 98 5« 99 50 Ander» össenll. Anlehen. 5°/o Vonau-Neg.-Anleihe 1878 . IW'75 —'- Anlehen der Stadt Eürz . . 99-— 100 — «nlehen der Sladt Wien . . . 1N5'3« 10S 30 dto, dtu. lSilber od. Gold) 12» - 123 70 bto. dtu. (1804). . . . 97- 98- blo. dto. (1898). . . . 99 40 100 40 Vürseuau-Unlehen, verlosb. »"/<> 98 — 99 - 4«/n Kralner Uanbes.Nnlrlirn . 9? — »7 «0 Veld Ware Pfandbrief» »tl. Boblr. all»,öst,ln50I.vell.4°/° 98 30 987N N.üstcrr. «ande« Hvp.°«nst. 4"/« 99 5u I0u'50 0est..»n>,, Vanl 40>/,jähr. verl. 40/«......... 1O0'5 dto. ^5°/„ . . . , . ,z>i-.. ,«, »« Una.'galiz. Bahn..... 107-65 108 «5 4°/„ Unterlrainer Vahnen . . 99 50 100 — Divers» zos» (per Etüll), «erzlnellche Lose. U°/l> «obenlredlt.Lose >8?-—1V«- Osener «use 40 fl..... 1»»'- 2>>o ^ Pnlffy-Lose 40 fl. CM. . - - 177'-1?S- «otenKreuz. Oest. Ges.,v, 10fl. — — --— , ,. una. „ ,, 5fl. Lß-75 «775 Rudolf-Lose 10 fl...... 69- 73-^ 5 olm-Losk 40 fl...... 240 —24« — z.t..Gen°i«.Luse 4« fl. . . . 25U-—265- Wiener Couim.-Lofc v. I. »874 429 — 484— Vewinstsch. d, 3°/<>Pr.° Schuld». d, Vudenlrebltanst, «m. 188» 68- 72'- Laibachrr Lose ?2-— 77- Geld Ware Nltieu. Tran«p°rt.zlntel» nehmung««. «ussig'Ttpl. «isenb. 500 fl. . . 2505 2b»0 Vau- u, Äetrieb^Ves. für ftädt. Straßenb. in Wen lit. 4 . 48— 45-dto. dtu. dtu. lit. U . 48— <5'- NUHm, Norbbahn 15» fl. . . 38« — 392 — Äuschtiehrader Eis. 500 fl. KM. 2445 l-455 dto, dto, (lit. U) liNV sl. 980—883-Dunail^Dampfschlfsahrt« - Gesell. Oeüerr., 500 fl. KM. . . , 887 - 89N - PuxVudrnbacher «.'Ä. 400 X 52'»— 522 FcrdiuanbsÄordbiUUUsl.KM, 5470 543« Leml,.. Czcllww, Iasslz-Eifenb.l Gesellschaft 200 fl, 5. . . 561 — 5«3- Lloud.Ocst., Trieft, 500 fl.KM. 8lw — sn4' — Ocsterr, No''westbllhn 200 fl. S. 443 50 44? — dto, dto. (lit, ti) 200 fl. S. 44« 50 4^9 50 Prag Duzer Gisenb. 100fl.ablls!. 19»- 195 -Stanteeisenbah» 200 fl. 3.. .68^- 685 - Südbahn 200 fl. E.....59 75 »<> 75 Südnorbb. Verb.-Ä. 200 fl. CM. 40l> 50 40« 5« Iramway-Ges., NeueWr..Priu« riläls «lticn 100 sl. . . . ,47— I53-- Una..aa>iz. Eisenb, 200 sl. Silber 430-.. 4:14 — Unl,.Wcstb.(Raab-!»raz)2U»fl.S. 439— 44L — Wiener Uolalbahnen. «lt.V«s. . — — —-— Zank»»». Änglo-Oest. Vanl 120 sl. , . ««8-50 »«9 - Bankverein, Wiener, 200 sl. . 4498545^35 Bodtr,-«lnst, Oest., 200 fl.S. . 917-- f<2l - ttrd!.Anst.f Hand. u.G, 1N0fl. 6??.__ ^.^ bto dtu, per Ultimo . . «?g - 880 — ltrcditbanl, Allg. ung., 200 fl. . 7,9 —?20- Neposilenlianl. Alla,, 200 fl. . 420— 421-— EslumpleGes., sidröst., 400 fl. 48? — 48»-- Glro-u. Kassenv., Wiener 200 sl. 438 — <40-— Hypothelb.. Oett., 20«fl.»N",„(t. 194-— 19«-— a fl. . . ,^9^0 ,9550 Oefterr.-nnaar. Vanl, eo« ,l, , ,54«' ,550 Unionbanl !l00 fl. ... k>»4 - ^3« _ Verlehribanl, M«,.. ,40 ,l. . »5?-»5»- Industrie, zlnter-nehmungen. ^"'N^'^ ^'l°" fl. . . l»0 ,35 -«tgydler Eisen, und 2tahl-Ind ln Wien 100 fl..... 135-— ,st7 _ 3 — ,,ltll'emi!yl". Papiers, u, N,°<». ,,'N - ,^5- - Liefinger Brauerei 100 fl. . . »ig — .iLl>». WonlllN'Geselljch., Oest.-alpine »76 - 377 — Prassci Elscn-Ind.^Ge!, ^00 ll. 1475- 1435 OalNl),Tarj. Steinlohlrn l0« fl. 520— 525- - „Ochlvglmiihl", Papiers. Wl! fl, 2<><>-— «<»,,— „Etclirerm.". Papiers, u. «j.-V. »49 — 351- - Trifailer Koulenw. Vesell, ?<> fl. »80" 38'» ü, Waffens.'«.,Oe».n,10Nll. 30l-- 20, h» WaW°n°Le — 6ft5-_ Wiener Äau»c>ellschaft 100 sl. . ,46 - ,49-— WlencrberaerZiezcl.l'lltiel!.«!'!. 6»? — «53 - Devisen. Kurz« sichten. Amsterdam....... 1»? 40 197 ,»o Deutsche Plätze...... 117'07,,i7 2» London....... . l»9 20 »3Z 4Stacke.....19 04 i9',»7 Deutsche «elchsbanlnote» . . <1? 0? ,17-22 Italienische Aaulnoten , . . 95'ü!»! 9550 Nubrl Note» .....25!i^ « !>3» tw)_______________I.onV9N,1l,tl6?UQ«._________________________________ ^»,»,»«l», »zilt^l««!»,'. »,nl«««, »,, »«.tl«!„« !« ll,»»,li«l„««. llüll ,«< llll, ll„»,.