Hmt V-WH Blatt. ^K37.__ Dill,tag d5„ 26. Märf 1839. ^übermal- Verlautbarungen. 3. 4l>i. (,) ^. K u n d m a ch u n g. c^H . ^^hung auf den §. 24 dcs Possge. ^^"°ln5. November 26Z7 werden zu Folge ^6 H' ^^er-Decreres ..m ,. s'ovember Ordnu.g die Bestimmungen we.cn Btn.^. der Posianst.lt zur Verftndu. ' ",^B ^ Schriften, Leitungen, Iourngl.n und ander » Sachen mittelst der für oie Beförderung d.es>>r Gegenstande cingerichttten periodis^en Fahrten oder millclst besonderer Rllte (Staffelten)^ festgesetzt, welche Bestimmungen mit ,. Mai .18)9'n Wi'ksamkcil treten. — Die Bchölden und Personen, welche sich zur Beförderung der gedachten Sendungen der Postanstalt be, dienen, haben sich diesen Bestimmungen zu unterziehen, und es sind darnach die wechselseitigen Rechte und Velpfitchlungen sowohl jencr "deb^den und Personm als der Slaatspostan« Nall zu bmnheilcn. — Bonder k. k.Obersien l. r. ^>ofrath und oberster Hofpostuctwaller. B r i e f p 0 st , O r d n u n a. : „ l. Theil. Allgemeine Bestimmungen. §. 1. l. Versendungen, welche mit der Briefpost Statt finden. — Mit der Bricfpost müssen Bvicfe und periodische Schriften versendet werden, in so weit ouf d'ese Sachen in Gcmäßhcit der Paragraph? 7/ 9 und 12 des Postgcsctzcs vom 5. November ^8Z7 der «Vtaaisvorbchall des ausschließenden ^ransportss sich beacht, und in so rvclt das ^l^ax-Ne^ulat!v(B,icfpost.Potto-Tar!ff)dc>, Ge^^'^'"' "'^ ^"ck^cht auf Umfang und > ^ew.cht ^cht ausdrücks.ch en und Muster von Stoffen, so wril dicse Gegenstände daß im Bueftax» R gulatw festgesetzte Gewicht nicht übersteigen, untcr den im §. 2 ausgedrückten Bedingungen zur Vc-ifn« dung an. — §. 2. 2. Die Postal stalt überniin inl keine Haftung u) fü r Beischlüssc von Werth: Die zur Beföiderung mit der Bricfpost bestimmten Ser,dUlic,cn dür, fen kcine Angabe des Werthes tNlhalttn; die Pustanst.,lt übernimmt dicseldcn / d,c Fälle des §. s) aufgekommen, nur verschlossen, ohne von dem Inhalte Einsicht zu nehmen, und l.istet in den Falttn von Beschädigung, Abg-n^ oder Verlust, mit emz'gcr Al>?nahme der in den §§. 20 '.«nd 69 vorgesehenen Fälle, keinen Ersah. — d) Für die Folgen emtretenter Vcrsäum>lsse: Auch »st d!e Poftanstull Nicht eisatzpfllcht g, wenn bei der Abfertigung, Beförderung oder Bestellung der Sendungen ein Velsaumniß eintreten und dem Versender oder dcm Cm» pfängcr dadurch ein Nachlhcll^ligchen sollte.— <^) F", die Folgen i»rigcr Zustellung: Endlich übernimmt die Possa,>stelt dci der m Gemaß-hett des §. Z5 je^em Lldressalcn freistehenden Abholung der an ihn einlangenden Sendungen bel dcm Postamte k'ine Haftung für die Folgen cmcr möglichen irrigen Bestellung der Brlch Postsendungen. — tz. 3. Z. Handhabung der Brlefp 0 st - Ordnung und Befug' Niß zur Bcschwerdcfü hrunss. — In so weit Jemand sich durch die Amtshandlungen eines Postamtes oder einer zur .Handhabung der Possvorschriftcn bestellten Behörde in Absicht auf dle'Bcstmimlm^cn der geg'Nwart'gm Briefpost-Ordnung beschwert finden, oder (§. 2 «üb !)) Versäumnisse in der Bricfbcfor, derung wahrnehmen ft'llle, bleibt demselben frei gestellt, bci der Obe>postvcrwallung der Provinz, die es bctüffs, Klag? zu führen, und gegen die Entscheidung derselben, binnm der Frist von sechs Wochen, den Recurs an die oberste Hofpostvc»waltung, mid m lctzlnjIn- 264 sianz binnen der gl ichen Frist an die k. k. all, geneint Hofkammcr zu ergreifen. «> §. ^. ^l. Außerachllassu „ gen uon Seite der Privaten. — Die l)l,chte>füllung der ln der gegenwärtigen Br»efpost,Ordnung enthaltenen Bcstimmungeli voli Seite der Privaten z»cht die darm be» oen einzelnen Unordnungen vorgesehenen Felgen n^ch sch, und ist elne Ge-fäUSüoertrelUng mil le'^r Außerachtlassung verbunden, so hat d^sfül Gef^llsübertrelun^en gesetzlich vorgczeichncte V»lfahren einzutreten.— tz. 5 5. Arten oes Transportes der B rie fpo ftse n du ngen. ^ Der Trankport der llN §. » angemuteten Sachen kann auf folgenden Wegen veranlaßt ^erdcn: 1 Durch Versendung mittelst dcr regelmäßigen Br^cf-post » Eour'e, und zwar: i. Zu Lande und 2 Hu Wasser. — II. Durch Versenoung einzelner Poststücke mittelst besonderer Rlttc ^sstaft fetten), endl'ch lll. In Adsicht auf pcrlodische Schuften durch Pränu^cration bei den Post« amts-zeit^ngs Expeditionen. — §. 6. 6. B e« sondere Bedingungen für dle B e »i ü t-zung der Stadtposten. — Auf die Benützung der Postanstalten für den Bncfuer-kehr m dem Umfange emcs Ortes (loo0l.lli»8-noi't, Stadtpostcn), findet dle gegenwärtige Brlefpost'Ordnung nur in so weit Anwendung, als dle nach den örtlichen Verhältnissen für derlei Possanstalten besonders kundgemachten Bestimmungen nicht dauon abweiche.'.de Be« dlnaungen festsetzen. II« Theil. Benützung der regelmäßigen Briefpost » kurse. I. Abschnitt. Von den Sendungen mittelst der regelmäßigen Bricfpost« Eurse zu Lande. H,. Bestimmung-^ für die Aufgabe, h. 7. ». Siege lung undA o r e ssc. — Die zur Beförde>ung m>t der Bricfpost be» stimmten Bnefe und sonstigen Sendungen (§. i) müssen, wofern nicht dle im tz. 6 cnt-hattene Ausnahme Abwendung sindet, mit einem Umschlage (Ouvci-t«) versehen, dieser letztere aber ve>sicgell, und m>l emcr deutlichen Adresse vcrschen s>yn, aus welcher der Bestimmungsort mu Unterscheidung dess lben von an< 'deren gleichnamig n Orten durch Beisetzung des Landes und Bezirkcs, worm er sich befindet, dann der Vor-und Zunahme des Empfängers (Adressaten) und dessen Wohnung genau entnommen werden kann. — §.8. 2. Welche Sendungen mit pastt: rennte zu bezeichnen sind. — Auf den Adressen der Sendungen an Personcn, welche in Ölten, wohin die Adresse lautet, sich nur zeitweilig aufhalten, und de>en Wohnung dem Versen, der mcht, bekannt ist, müssen dle Worte „po5l<-i-C5l.2nle" l^e,gefügt werden, m welchem Falle sie bei dim Postanne der Abgabe, wofern dem» selben die Wohnung des Aoressatm nicht bc« kannt scyn ftlüe, l,egm bleiben, und von d,k, scm letzteren abzuhuhlen sind (tz. /,c,). — §, 9. 3. Sendungen unter Kreuz« band. — Zeitung,n, Journale, Druckscb'lft ten übnhaurt und Mustcr uon Stcffcn können aUH ohne versiegelten Umschlag unrec Kreuz« band oder auf solche A,t zusammengehalten zur Aufgebe gcbrachc werden, daß der Inhalt er. sichtllchlst. — Aufdem dlcl?insichtgessaltmdcn Kreuzbande muß sich dle Adresse (§. 7) wle auf ganz verschlossenen Sendungen befinden, das-sclbe darf^jcooch weder auf der äußern noch inneren iV^te e>ne wie immer geart.te schrift-liche Millhe lung an den Adressaten enthalt.n, weil nn entgegengesetzten Falle d»e ganze Sem dung in «bsicht auf die Porto-Gebühr gleich einem vcrschlo^cnen Briefe behandelt werd 265 lauge auf seine Krsscn zu verfügen, bis solche an den von ihm bezeichneten Emvfängcr (§.3o) «usgcfvlgc worden sind. — Be» jcd,r Vc,fü-gunil dlcsir Art, wohin auch die Aenderung ter Adlcsse und die Zurücknahme einer Sendung vor der postamtllchen Abfertigung derscl-beli vom Aufgabeorte gehört, hat sich derjenige, welcher die Zurücknahme anspr,Ht, über lcme P«lsönl,chken unt dem S»cgel, womit die Sendung verschlossen ist, und bei Briefen insdeson, dete noch mtt seiner Unterschrift, und F^ns dieselben recommandirt sind (§. 26), mit dm Aufgads'Recspisse als d«r Ve> sender au^zu, weisen. — Die Eröffnung der zur Zurücknahme in Anspruch genommenen Sendungen hat bei dem Postamte zu gcschchin, damit bei Bnefcn die Unlerschnft dckjenigsn, wclcter die Zurücknahme verlangt, Mll jener der Briefe verglichen werd n könl'.e. — Stimmen diese beidcn Unterschriften nicht übercin, oder zeigt sich überhaupt erst nach Eröffnung der Sen, dung, daß dieselbe von einer dazu nicht be>ech-. tlgleli Person zurück gefordert wuide, so cri^d dllsclb? scgl'lch postam'lich gesilgclt, und an den O't ihrer Bestimmung beföidert, wobei das Postamt auf der Atrcsse zu bcmezscn hat „geöffnet auf Einschritten dcs N. N., wclckcr sich als der Absender an^ad." - 37lc Pcsiam« ter find angcnmsen, jcden derlei Vorfälle ohnc Verzug zur Ke^nwiß d«r compelcnien Be« ho de zu bringen. — tz. l^. d) Vo'gaiig in Absscht auf di« Porto-Gebühren: Wüin t^ie Zurückgabe einer Sendung noch vor ihrer Abfertigung an den Bestimmungsort Statt findet, so wird der Partei der etwa vorhinnn dafür bezahlte Porto (Franco-Gebühr) zurücke»stat> lai, dagegen kolin nach bertlts crfolgtcr Ab-sendung, nur die Zurückgabe der Sendung, nicht aber auch der bezahlten Franco- Gbühr von dlr Partei angesprochen werden. — Wild eme ohne Portc'»Enlrichtung (unfral-kirt) auf, gegebene Sc'dung erst nach deren Absendulig bem Elgcnthümer aufocssen Verlangen zlnück-gcstclll, so hatdesclbe die tariffmäßige t)o-to-Gebühr zu entrichtn. — §. l5- 7. N c-co m ma ndati 0 n. u) Bcgr ff und Erfordernisse: Bricfposssendun^en, w lche unt'r Ne-commandatil)n, d, i. g^gcn Al>fgads Nccevlsse und zur Erlangung des Ncchtcs, Nachrclsung über deren richtige Vtstcllung zu verlangen, ausgegeben rverden/ müssen auf der Slcgl!s"te des Umschlages (§.7) den Namen «nd die Wohnung des Vet senders emhal-cn, ..nd dcn P^^edlmsseten ei^chandig t weiden (§. ,0). <- «," so wk!.t:.m Auslande, wehm r«o,mm^ dirte Briefe gerickttt werden, für Recommane dallcn besondere Föimlichktlttn vorgeschrieben sind, haben d e Postämter die Aufgeber damit bekannt ,u machen. — §. i^. t)) Bezeichnung: Dc'let Sendungen wcrdcn vo^ dem Postamte, wo die Aufgabe geschaht, mit dem Beisätze: „recommandlrt" bezeichnet. — §. »7. c) Aufgabst 3tecerissc: Für jcde zu rccommal.dircnde Sendung wird dem Aufgeber vom Postamte ein Empfangsschein (Aufgabs-Reccp>sse) gegcn die dafür bcl^inmle Gebühr ausgefertiget, wo-Mlt s'ch dei ftlbe über die richtige Aufgabe über-h upt ul,d insbe'rvdere «n den Fallen auszu-weiscn vermag, w^nti er über die Beförderung und Bestellung dr Sendung Nachw.isung versengen wollte. (§§. '9 ">'.d 2«». — §. lg. 6) Nc:.'ur - Neccriss?: Nebst dem Al^sgab5-Ncccpissc wird auf Verlangen der »ufgebcr üt>er eine rccommclsdnle H7el.dllng auch ein Retour - Reccpisse ausglft'tigec, welches der Sendung beigelegt, vcm Empfänger (Atrcssa, ten) unlcrfeit'slet, und mit dem nächsten Post-Cuv!'e von d>'m Postamte der Abgabe an jenes d»r Aufgabe zurück gslcitet wild, bei welchem letzteren daoftlbc gegcn Rückgabe des Nufgabs-^cccpisscs vc»n Htlscnder »li Empfang gcnom« men melden sa.in. (§. /,Z). — tz. ,y. lltn von Seite desVel-scnocls ll>ü ^llch a,"g b'acht, w n-nd allf trm > r>0 rzuwe>s>»: lcn A u ^qabs - Ncccpi-ssV- d e r 2«g df>r clngclcit ten Zl.ild^'schllng vom Po>1amt? an« gemerkt. — Beruht oa5 Ellischreicel, um 3^'ch» forschun^ alls einer Nachricht vom Adl'ssalci^ worin er dcn ^mrfana der lecomailindirrcn Sendung in Abrede st'llt, oder i<1 "ei 0 ' Aufgabe ein 3ictour-Ncc.'silssc au5g.^cl1t word l^ und dasselbe binnen dcr czehöligen Frisl. f^ch l'.ch: HMÜck gilil2g<, ss irf^gt bte Anf!,agH.aw 266 das Abgabspostamt uncntgeldlich, in allen üb«,gen Fällen adcr gegen Vorausbezahlung des cmf.chen 'örl,f»Polc^b, w lchcs zu>ücker-stactei wird, wenn dn Nachforschung auf ein.n v'.'N Seite der Postanstalt uiuerlaufeni«: Vec» stoß oder auf dm Verlust der Sen^ulN (tz. 20) führen sollte. -" Von dem Ergebnisse d. 9. Porto»Gcß dühren, 2) Ausmoß: Die für den S'che,'» transport m ttelstder Br,efpost, m,t Rücksicht auf das Glicht ^cr Sendungen und die Ent^ fecnimg d s Bestimmungsortes, an dle Post< sasse zu entrichsel'den Gebühren beslimml das dleßfällige Ta,r,Regulatlo (Briefpost-Tarlff). — §, 22. d) Porto,Freiheiten: Welche Perso, nen, Aemter und Ani^ltcn ron der Entrichtung dlr Porto . Gcdühr.'n befrei?! sind, ist aus dem besonders kund gemachten Rcgulatiu der Porto» Freiheiten zu mtnihmm. — §. 23. c) ^eit, punct der Zahlung, Anweisung des Porto, Frankirun) : Sendungen nach Orten im In« lsnde können, wofern nicht dle im §. 24 angedeuteten Ausnahmen emtrcten, nach der Wahl der Versender, entweder ohne Bezahlung des Porto aufgegeben, jonach bei jenen Postämtern, !vo Brlefsammlungskasten b.sschen, in d>ese emfttlegt (tz. lo), oder es können dle bis zum Orte der Adgabe berechneten Porto - Gebühren bei der Aufgabe entrichtet werden, in wrlch?m Falle dlc Sendungen den Postbediensteten eingehändigt werden muffen. — §. 24 li) Sen-dungcn, wofür die Porto »Gebühr btldec Auf« g<»be bezahlt weiden muß (Franco - Zwang). Für nachfolgende Sendungen muß die Por« to» Gebühr bll der Aufgabe entrichtet werden: l) Mlt Rücksicht allf den Emfanger: Gen» düngen der von Entrichtung der P^rto, ^«» bühren Nlcht befreiten Bchörden, Alisialten und Personen, an Ge. k. 5. M^jcftat unl» allerhöchst De'sclbcn glheimes ^abis,et, d^Nll an Bchörden, Asistal:en u,->d Personen, w l-chin d»e Poe Porto-Gebühr b?» der Aufgabe zu tntrlchten kömmt, vorge-funden werden, z) Sendungen anSe. k. k. Majestät, dann an portofreie Behörden, Anstaltenund Persone»,. — Sendungen an Se. s. k. Majistät uny an aüerhöchft desselben gehffmaßi^e Toxe zu bezahlen. Erfolgt hierauf dle G^ühreozahluni, ,0 w,ld d .of.n nl^^ r^^r-^^^ » 3/^ angedeuteten Ausnahmen eintreten, an t> d,e auf der Adrlssc als Empfänger (Adlfs, » fates') dejklchncten P'Vwnen auf d>e »n l>er« » unten folgenden §§. 37, 3ft und 39 frstg Slndungsn an gejeyllche Viltltter oder g?-' r.ttl'ibe dest.llte V'rmög^enersr«lter. — > Dcm gessyl'ch^n V»'!trctcr odcr ^crlch'lich de« stelltsn V rmöuc5!s.-Vcrwal!cr cmcs ÄI>rcss<-ten we'd.n t>>e an d,es«n l llt«', eder vle Gerichis» bchörde dem P^stamte nicht einen gesttzl'chen Vertreter oder VcrmögenSvcrwaller der Ec-bcn namhaft gemacht hätte (§. 3i), an das Postamt der Aufgabe m,t dem Bemerken zurückgeschickt, daß der Adressat gestorben iff, woselbst d,e Gendung alelch andern unan« brlli^l'chen Sendungen (§§. 5,, 52 und 5)) zu behandeln ist. — Aemll'che, »n Dienstsc,, chln an einen Beamten gerichtete Erlässe, selche nach dem Ableben desselben einlange, sind von dem Postamte ünaufgchaltcn an b,e Behörde, von welcher sie auSgmgm, mit dem Bemerkn/ daß der Adressat mcht mehr am Lben ist, zurückzusenden. — h. 3I. ä) Sendungen an Individuen der Milltärmann» schaff —. Sendungen an Individuen der Mllltarmannschaft werden den zur Uebernahme durch Auftrag des M,l>tär.Eomme Behöbe, die es b triff?, ,u leiten. — §» 35. 3) Jeder Adressat k a ^ n d»e a n 'hn g« richteten Sendungen be,m Postamt, abholen, oder s,ch d«e selben ju stellen lassen. ^- Es st ht Jedermann > wcf^rn Nlchi di«.' !N den §§. 3i, 33 und 34 vorgesehen?»: F^3? eintreten, frei, sich die Abholung der a?, ch?i einlangenden Briefp:stsendus!gen bt> dem Postamte Mlttilst schüf'l'cher Anicige vorzubehalten, oder sich t"5sclben durch die Briefträger oder sonstigen Bestellten des Possamte« zufallen zu lassen. — tz. 36. ä) B ri e ffacher, F <» ch-llebühr. — Wünscht line Partei, d,ß die 268 für sie einlangenden Slndungen bei d,m PostHinie »n «mim eigenen Facht aufbewahrt und zur Äbhohlung berelt gehalten werden, so hat das Postamt diesen Ansuchen gegen dem zu entsprechen, daß von der Parte» dle Hltfü^' fengestyte Gebühr sF a ch g e b ü h r) be» zahll werde. — Dltser Vorgang darf jedoch nur bn Postämtern, wo Prsthe0lts.st.le al« n»sr?liche Beamte anaestellt sind/ Statt finden, — §. 37. 5) Vorgang btl d e r B e, Nullung. — ll> Zustellung an dle Adressaten «in Orte des Postamts. Gliefe und sonstige Sendungen, w^lch? n>cht mlt r>05t^ ,'0^lnU<3 btjelchnet sind <^§. 6), werden den Adressaten, welch« sich »m Orte deß Postamtes befinden, rrosern sie sich d»e bbholung ^»cht vorblhalten haben (§ 3ä), durch ^ref-träger oder sonst'ge verläßliche ^«fllllte des Postamtes «n dle Wohnung gebracht. — § 38. l)) Zustellung an Adressaten außerhalb des Olles des Postals. — txsi-vden sich tie Adressaten in einem von dem Pcstamtt mtfernten, demselben zur Abholung der Brlkfb zugtwiesenez) Orte, und lassen sie die vnter ihrer Adresse t,>langenden Eendungen nicht durch elgene Bathen abholen, so wcr-htn ihnen dieselben burch dle Gem^ndebo« !then, oder nut anderer Gilegtnhklt zugesen« dlt. -»» Recommül-.dlste Eendungen werden dcrlel Adressaten auf eben dlesln Wegen unker Zusendung d?S AbgHdsrcc'P'ss's avlsi.l, iund is kann die Auäfclgung derselben nur gi-gen Bslbr,s-.aung des von dem Empfäri^er un-tetfs5lss^t von dcm Orte, rroh^n di« Adresse laulcl/ abgerlisef, ^0 wird »hm d>e Sindung, F.il!s dem Post--amte sem Auflnlhcll: bekannt lit, m,t der P»st nachgtschickl, m das Aukland jedoch, wofern d»e Sendung im Itilanve aufgegeben wurde, nur dann, wcnn dirnlbe franknt tst st I«, dlVl^ani fle g stallt, Niicfi oder andcre durch die P.st eingelangte Sendusg?n anzunh« Vt^/ oder dsren Annahme zu lie» lve'gern. «— Acmtliche Z^schriftl'N < welche von porto-freun Behörden und Anstalten an portopstlch. t^ge Aemter, iind von poll»fre>cn Vehöcden >und Anstalten oder portopfi chl^gen Aemtern an Hortopss'chtige Personen gelichtet sind, Pürfi^ von den leHtiren nlcht Hurückgswitsfn werden. - §. ^i. 2I Zwangsweise Zusicl' lung amlllchtr srlässe. — Sollte dle Vec> Weigerung der Annahme der >m zweiten Absähe des §. ^0 angl'deuleten Iuschrlften Eiatt sindln, so wild, wenn eS sich um Erlasse portofreier Behörden an v>.ltovfllchllge Almlcc hal,dell, durch d°s Klemmt (rcll-gatlon), und be» Erlässen vortcfrtltr cd^r portopstlchüger Behörden an p^t^rsilchllHe Personen durch dle Orlsobll)kc,i d«e zwangS« «reise Zustellung u.^d 3lnh»bunq dei Pcslg?l dühr l'cranlaßl. — §. /i2, I) Odl'egcs'hk.t des Adressaten, welcher die Äs'.r.ahmc vtr-welgcrt. — Wer dle ^nnahmc eincr Eln« dung uerwci^lrt (§, /^o), Hai dieses auf der Adrcssc dns.lben tlgenhandlg m»t ^'ifügung selner l.ltUcrschr»ft und zwar in Gegknwatt deö Brleflrägerl oder Postdcdl«nstct«n zu bl» werken, und dle Sendung soglelch an !?a6 Postali.l zurück.usch,c5en, ,n wllchem F^ile decs'lbe auch k^ne Pvsic,tdühr zu beznhlcn Hut (§, /<0). — §. /,I. 6) O d l< eg ?l, h eilen ocs ^mpfängerß. — ii) Abgabe-und Rlour-Recsplsse für r,commandiltl Gtl^ dunicn. — Fr Sen^urgen, welcke recom» mandlrt sind (§> 7), hat der Empfänger das vom Pcstamtt mlt^egcbene Adgal>slNeceplsse, und wcnn em Re our-N c.p sse (§. 18) ver« langt wlrd, auch dieses ligcnhand'g zu un-ttrserüg n und daS Dalum des Tages d k g'sch'htncn Ucbergabe tarauf anjuslyen. — §. ^, I^ C^tllchtung dcr Porto l Gebühren. — Der A5r ss^'k, oder w^r für »hn die c»^« larglndm Sendungen übern mmt (tztz. 3o/ II, 52, 3,5 und 3/.), ist ve'pft'chtet, die dar» auf haftenden Postgebühren (§§, 2l, 23 ui>0 2ä) sogleich bar zu bencht'gcn. — § /,5. 7) Postämtllchev An say der P 0 r t 0 g e-bühr auf der A dress?. — V^n Ssite des Postamtes wl'd die vom Empfänger zu bezahl nde Porto«Gbühl', wofern d-e GeN^ bung nlcht frankict und alß solche bczelchnet ist (§. 25), «uf der Adresse m,t schwarzer Tmle deutlich angemerkt. — Außer der Por-to Gcbühr und der auch für frankste ScN^ düngen zu entrichtenden, in dem Briefly Ncgulaiv oder mittelst bejonderlr AnordnUli' gen fe^g'setzten HustellUl-gs Gebühren habeN tie Nrnfcrager keme Zahlung von den El0' pfängern anzusprechen. Dlt Gebühr für R«' ceplsse für recommandirt« Gtndungen ist a"s denselben besonders angim.rlt. — §. ^,6- ^ Falle der Zurückzahlung d«r b e' <«t entrichteten Porto-Gebühr. — ^ Rückttsay der an tas Postgcfäil f" "" 269 b'zozene Sendung bereits b'zahlten Gebühr finvtt nur dann Stall, wenn der Aor ssüt dltjelbe nlcbt selbst beim Possamte b zöge», o0 r vom B'xflrager übernommen, sondern dlirch seine Dienstleute, Bothen u. s. f. em< pfangcn h^,t, uno dle S'Ndung ohne «Hpur einer vorgenommenen 3»öff ung nnl Nerwe«, gnung dlr AniahMt (§. ä'2) «urück^eät, wle auch wenn cine Gmdung nur wegen gleichlautenden Nam.ns auf dtl,«dlessc übir-nomn-en und eröffnet worden, hleib.l aber hervorgekommen «st, t»iß eme andere Person der Empfänger scpn sollte. — In o,es«m l.y« tcrcn Falle hat das Postamt tle Sendung so^lelch amtlich zu siegeln, den Vorfall aus der Adresse zu bemerken, und die Z^si^llung an den berufenen Empfänger zu vecaolassen. ^- §. ä7» 9) Vorgang be» unr»a>l,-aer Anwendung des Porto«Tar»f-f«s. — D»e unrlchtiqe Anwendung des Por« lo-Tarijfes bei Bemessung der Porlo^Gebühr oder e»n dabci untlrlausener Nechnungsoer« fieß hat weder der Post-Tasse noch der zah, lungspftlchtlgen Part<>l zum Nachtheile zu ge» ^tlbeli. — Dir Betrag, welcher ungebührlich, es sey b?» der Aufgabe (§§. 2Z uno 24) oder be» der Abgabe (§ /z4) zu uiel geleu^el wurde, wnd nach geschöpfter Uberz.ugung, Behuf5 welcher d>e Sendung sammt der d,e Porto'VeM'ssuog ausweisenden Adresse l§§» 7 und ^5) oon der Partei beijubr,ngen «ll, dleser llyleren ucn der P»st»E^se zurückersta:» tel. — Hat oag gen die P^rlel bei oer Auf» gäbe oder be«m Empfange wen'ger gemahlt, als nach dem gesetzlichen AuSmaße entfallen sollte, so ist sie vrpss.chtet, den auf dle ta-rlifnaß ge Ol'bühr mangelnden Betrag nach: lragllch zu eiwlchlen; die dleßfäll'ge Aofor« derung der P^st.Casse k«nn jedoch nur bmnen Eiiies Jahres, von dem Zeitpuncte d.r geleiste« ten ersten Zchlllng a.i gerechnet, von der Post-behörde geltend gemacht werden. -— §. ^6. »0) Gefalls»und ce nsu rs a ml l iche Behandlung einlangender Sendungen. — Sendungen, welche einer Gifalls-Amtshandlung unterliegenden Veischlüsse oer« muthen, oder he, Verwahrung unter Kreuzband deulllch entnehmen lassen, werden dem Empfangs, ohne daß von Seite deS Postamtes die Eröffnung derselben Etatl finden s"' ^ zu dem lcfu^<1 ' Sendungen, wclve wegen verwlizetter Annahme §§. /4^ und 46), oder will der Adicssat nicht au^u-sinocn i!t, nicht bestellt werden können, wie auch selche, welche Mlt po^te re^tante bezeichnet sinv (§. tt) und um welche der Aores« sn imicrhalb dreier Monate sich nicht meldet, werden an d an die Postämter der Aufgabe zurückgelangten unbestellbaren Sendungen werden das.lbst besondere Ver» zeichniffe v'rfaßl, und d,cse leyteren zu Je, dermannS Einsicht ausgehängt, die Sendungen selbst aber dcn Vclftnocsn, welche si.H als solche nach Vorschrift oes §. ,3 auszuweisen haben, gegln Verichtigung der für die Gendung an d.n aufder Adresse bezeichniten Vest»m» mungsort entfallenden Porto»Gebühren ausgefolgt --tz. 52 c) Termln zur Aufbewahrung der RctouveVrufe del den Postämssrn: I<>neRl, tour-Sendungen, welche bmnen zwei Monaten nach Aufnahme in d,e auszuhängenden Verzelchtnsse (§. 5l) oon den Absendern nicht zurückgenommen werden, sind nach Ver. lauf dieser F"st oon den Postamtern an die vorgesetzte Ober, Postuerwaltung einzusenden, bel welcher sie noch durch drei Monate liegen bleiben, und von d?n Absendern reclanurt werden können. N«H Verlauf dieser zueilen 2 70 Frist werben diese Sendungen, nebst jenen, welche wegen unterlassener Frankirung (§§. 27, 39 und 5c») liegen bleiben, an dle Oberste Hof« Postverwaltung in Wlen eingesendet, bei «relcher die commisswnelle <3röffllung beiselben und die Ausscheidung der ltwa darin enthali l?nen Gelder und Werthgegensiande auf die im nachfolgenden §. 53 vorglchnete Weise Stau findet. — §. 55. ä) Vertilgung der ohne Werth-Inhalt bcfundenen Sendungen und Aufblwahrung der Gelder und Werth» gegenflände. — «bei der commission llen Eröff-nung, wöbe» dle Lesung des I^halteS der Briefe auf das Strengte untersagt ist. werden jene Briefe, welchen weder Geld, noch «in Document, noch sonst em Wcrthgegm-fiand beigeschlossen »st, sogleich zcrtissm, und dlhgegenstande entHallen / werden nebst den AdicsstN aufbc« lwahrt, und es wl,d ein Verze'chniß darüber, welches di< Versender und Empfänger, wie auch die Beischlüsse ersichtlich macht, mü^lst dcr 3andel!zeitung zur allgemeinen Kenntniß gebracht. — Diele Sendungen werden den sich «uswe'senden Aufgebern odcr Adressaten gc« g n Bezahlung der darauf haftenden Pos!gc> duh^en ausgefolgt. — Die Gettä^, wel« che nach Vcll^uf >.,on dre» Monatcn noch de».' «rwahnlen Kundmachung des Verzeichnisses, unbthoben ll gen bleiben, we'dcn zwar bei dem Postgifälle ln Empfang verrechnet, all'ln es nnrb dle Zurückgabe derselben, gleichwie der Documente und Werth^e^mi^a'ide auch nach dieser Frist noch vtlfügt, wenn uon Se«te dßanst^lt ln Nettragsoerhaltnis' sen stehen. — §. 55. 2. Allgemeine Regel für die Benützung der Post, Verbindungen zu Wasser. Vest,hen zwlichcn zwei Ölten regelmäßige Possuerdm, düngen zu Wasser (§. 5/4), so haben für d>e Benützung derselben zum Transporte der Brie« fl, periodischen Schuften und sonstlgen Sendungen (§. ») bejügllch auf deren Aufgabe b'l den daselbst bestellten Postämtern, dlren Abfertigung Ulid Abgabe d.e lm I. Ädschn't« te des II. Thellcs der gegenwärtigen Bri f, Postordnung enthaltenen Best.mmungcn sln-Wendung zu finden. — §. 5v. I. A^,^ nahmsweise günstigereBchandlung der sorrespondenz jwlscben inlän-dlschen Seehäfen und der Eorre, fpondenz, welche aus d,m Auslande oahln gelangt: In Bezu^ auf die Be> Handlung der «n den inländischen Seehäfen, ryo SlaatS.Po.tanstalten bestehen, eus dem Auslande oder aus andern inländischen Seehäfen, mit Schiffe, selche nicht d^m P.'ss« dienste gewidmet s»nc>, linlangenden Briefe Ul.d die dlifür zu enirlchtei,»en Postgebühren haben dle zu Folge allelhöchster Emsckll,ßunst Gr. k. k. Majesiät vom 10. Februar ,656, in Ocmaßhezt des Hoflam»<>r, Dec ete« nom 6. November ,653, Zahl ""'/,95», m.tlclst Kundmachung der k. k. Gubermrn in Ven » d,g, Tnest und Zara erlassenen besondc'tl, Vlliimmungen zu grlten. — tz. 57. ^. P 0 c, t 0, G eb ü h rcn, Gls^ithr die Bifö^derung der Gr» «), so w,rd dl< P^slas« bühr nach dem allgemeinen Brieftax^ Tar.ffe bemsssln; beblenl sich dagegen die P.stanstalt der Tran«l)i)^t'«»ltel uon Pr,oat , U ll lerneh-mungen (§. 54 »ub I)), so werben, F>ll» d>e mir dlfstn ltzleren abgeschlossenen Ve»träge die Anw^nOu»^ dle Aufgabe und Absendung. § 5H ,) Al?geme,ne Gestattung,dle-le V e"fö rd eru ng s a rt zu benüy«n,und Beschränkung derselben mit R ü cl, s'cht auf den Bestimmungsort. Es lst Jedermann gestattet, einzelne Sendungen durch dlePosianstalt mtttelft besonderer Ritte (Estaf. fetten) befördern zu lassen, wöbe» dieselben durch Postillone von Etation zu Station entweder zu Pf.rde oder auf Wagen (§ ßZ) ohne einen andern als den zur Controlle und zum Pferdewechsel erforderlichen Aufenthalt b,s an den VestimmungSort gebracht werden. — Diese Vesörderungsart kann sowohl nach Orten lm Inlande als auch nach jenen aus» rra>tigen «ändern Glatt finden, ,n welchen der Cüaffelten-Dlenst eingerichtet, und den Privaten dle Lcnüyung dieser Beförderung^ art gestaltet »ss. Da dieses gcgenwärt.a m Frankreich, Spanien, Portugal, Großbritannien, Schweden, Norwegen, Griechenland und m der Türke» nicht der Fall ,st, so kön-5l,i dahin gerichtete Sendungen mlt Estaffet< ten n^r bl« zu den bezüglichen Gränzorten blfürdert werden, und es haben du Versen» dcr für deren Weiterbeförderung von den gedachten Ort.n selbst Serge zu trag,n. — Estaffetten - Sendungen nach dem Auslande, rrelche wegen großen Umfanges und Gewich, ?ts von reitenden Post»llonS nicht befördert werden können, weiden von den Postämtern nur in dem Falle übernommen, wenn es be« stlmml bckannt ist, daß deren Versendung von der ausländischen Possaniialt nicht verweigert werden wnd. — §. 60. 2) Ad res» 'e und Emballage der Gendungen. Bei der Ueb.rqabe solcher Sendungen an dle Postämter müssen dieselben mit Rücksicht auf Umfang und Inhalt, dann auf die zu durchlaufende W geslirecke gehörig embaliVt, und gleich andern Bricfpostsssidungen nnt einer genauen und deutlichen Adresse (§. 7) verse-den, und wenig^cns mlt drei Glcg>ln ver-^bl^ss.li seyn. — Auch sind die Vcrscndcr uer-pachtet, auf dcm Umschlage »hren Namen ^d^barakler, dann ihre Wohnung, so wie l" ^5ag, d>e Gcunde und Y,e T^'^si«!t der .«, i'be an das Posta-nt aufzuschreiben.^ ^"'^N.chtgest« ltung e.ner Werths, angäbe und Beobachtung der Ge» fa lls 0 0 rschr iften. Eme Werthsanczabe ist nicht gestaltet (§. 2), dagegen Hal der Ver« sender be« Gegenständen, welche vor der Ab» sendung einer gefallßämtllchtn Behandlung unterliegen, dieselbe mit Rücksicht auf die im In, und Vluelande hierüber bestehenden ge, schlichen Vestimmungen herbeizuführen, und der Versender hat seine dießfälligen Unlellas» sungen oder Uebertretungen aüeln zu vertreten. — §. 62. ä) Estaffett en, G e büh-ren. u) Zellpunct der Entllchtul!g: Tl? Versender sind verpftlchtet, sogleich he, Ueber gäbe der ^staffelten > Sendungen an die Post bedienstcten die Vcfördcrunfikgebühlen von dem Orte der Aufgabe bis zum ^tsiimmunasorte volllländig und bar zu berichtigen. — § 6Z. ^) Ausmaß: Dlc!'c Gebühren werden nach der Entfernung des Aufgabsorles vom Bestimmungsorte der Sendunq mu Annahme der Beförderung auf der kürjesten Post-Straße und mit Rücksicht auf daß Gcwlcht delselden berechnet, und es haben m dieser Beziehung zu Folge allerhöchstcr Entschließung Sr. k. t. Majestät vom 14. Aorll 16)2 folgende Be-stlmmungen zu gelten.- — Für d,e Vefördc? rung e,ner Sendung im Inlande bis zum Ge» Wichte von l5 Pfund und für d«e einfache Post sind /1. ,m Lombardisch - Veneilanlschen Königreiche /, I.iie 60 ('6iN. au5N'. oder l fi. 32 kr. Conv. Münze; //. «n den übrigen Pro, vinzen, für welche d,e gegenwavrlge Br,efvoft, Ordnung erlassen wird, um 24 kr. Corn'. Münze mehr alß das zettwelllg für e,n Pf erwähnten Gebühren »m doppelten Betrage zn entrlchlcn. c'. Für die Beforderuna «m Auslande sind jene Gebühren zu zahl.n, welche an dle ausländische Postanstalt für die Wcgcs-strecke von der erflen ausländischen Post » Station bis zum Betilmmung^orte der ^elidung vergütet werden müssen. — §. 6ä. <") ^3^^' beHall für die Fälle, no d,e Gebühr bei dir Adltndung nickt vollständig ausa/mittelt wer« den kann. Wenn von t»n«m Poflamtt oze . 26. März .85»,) 272 Essaffetten-Gebühr nicht genau voraus berech, «et werden kann, welcher Fall be» Gendungen nach Orten im Auslande, oder nach solchen, welche abseits der Post »Straße liegen, eintre» ten kann, so hat der Versender eine angemessene Geldsumme als Devosuum zu erlegen, wooon ihm der Betrag zurückerstattet wird, welcher nach vorgenommener ?«quld>rung der Gebühr als zu viel bezahlt erscheinen sollte. D«5 Hegen ist derselbe verpsilchtet, den etwa zu we« tng bezahlten Betrag nachträglich zu berichtigen, (tz. 66.) — §. 65. 5) Empfang scheine und Gegenscheine über aufgegebene Sendungen. Für dle dem Postamte über, gebene Sendung wird von demselben ein sm-pfangschem ausgestellt, womit auch der Be« trag der erlegten Estafetten, Gebühr (§. 62 und 65) quittlrt wird. Dem Versender liegt dagegen ob, den Gegenschein, welcher »hm von dim Possamte vorgelegt wird, zu unterfertigen.— §.66. 6) Abweichung von der kürzessen Poft, Straße. Verlangt der Versender die Beförderung der sftaffetlen, Gendung auf einer andern als der kürzesten Post. Straße, oder muß von dieser letzteren wcgen eiligetr t?ner Elementar-Zufalle oder endercr Ereignisse abgegangen werden, so hat derselbe die Estafftten» Gebühr nach der Lan» gi der wirklich zurückzulegenden Gtraßenstrecke zu berichtigen. (§. 64). — §. 67. 7) Vb» fertiguny der ^staffelten. Die zur V'förderung mit Eflaffetten aufgegebenen Gen» düngen sind uon oen Postämtern sogleich nach der Uebernahme und gepflogener Amtshandlung abzufertigen. — § 63. 6) Verspätung be» der Abfertigung, Beförderung oder Zustellung. Sollte bei der Abfern» gung, Blförderunq oder Zustellung emer Essaf, fcltcn , Gendung du-ch die Schuld «meS Be« dikn^ieten der inländischen Possanstalt eine scl» cke Verspätung lltitretes', daß dadurch der vom Versender beabsichtigte Zweck ueriitelt würde, so wird demselben, sofern er die Vereitlung des Zweckes der Sendung durch d,ese Verspä. ^ lung gehörig zu erweisen vermag, und die Reclamation innerhalb dreier Monate vom 2age der Nufgabe dcr Genvung gerechnet an» bringet, die erlegte ßliaffetten«Gebühr zu-rückerssattel. —. §. ß^. 9) V e r g ü t u n g für den Verlust einer sstaffettenc Sendung. Golll? durch die Schuld eines Bediensteten der mländlschen Postansialt eine sssaffellen-Sendung in Verlust gerathen, so wiro dem Versender die erlegte Gebühr zu« tückerstattet, und demselben eine Vergütung von 25 st. kono. Münze aus der Posicasse> gegen Regreß an demSchuldtrsgenden, geleistet, wofern von seiner Eeite die dießfa'lllge Reclamation innerhalb dreier Monate vom Tage der Aufgabe der Gendung gerechnet eingereicht wird. — Sollte der Verlust dUrch die Gchuld eines Bediensteten einer ausländischen Possanstalt herbelgefühit worden seyn, so wird dem Versender jener Ccsah oder jene Vergütung auf sein sinschre,ten erwirkt wer« den, wozu die ausländische Postanftalt oder ihre Nedienfteten nach den für d«eselben geltenden Vorschriften oder nach dem mit der auslan, d'sch,n Postverwaltung bestehenden Vertrage verpflichtet sind. II. A b sch n i t t. Veftimmungen für d»e Zustellung. §. 70. 1) Zustellung, smpfang« schein. Die be, den Postämtern einlangenden Estaffltten-Sendungen werden sogleich nach ihrem Emtreffsn, m»l Rücksicht auf d,e in den §§. 3c>, 3«, 32 und 35 der gegenwärtigen zbrtlfpost-Ordnung enthaltenen Vestimmun. gen an die Adressaten bcstlll (§. 72), welche verpflichtet sind, den smpfangschem elgenhan, dig zu unterftlligen, und auf demselben den Tag, die Stunde und dle Tagszeit der erfolgten Uebergabe anzusetzen. — §. 7l. ,) 3«^ ftellung<-Ge bühren. Für die Zufiillung sind folgend« Gebühren zu entricht««: «. in allen Orten des Inlandes, mit Ausnahme d«r Haupt» und Residenzstadt Wien, i5 kr. 3onv. Münze; ö. in der innern Stadt Wien 20 kr» t. M.; e. in den Vorstädten W,en« 3o kr. fonv. Münze, und zwar ohne Unterschied, ob die Zustellung bei Tag oder zur Nachtzeit Statt findet; li. in den Orten außer der? L'men und in der Umgebung Wiens ist die Zusttlluligs-gedühr nach dem bclleheriden Bothen «Tarisse zu bezahlen.— §. 72. 3) Verfahren bei E ssaffet ten'Gendu ngen , deren Ad« ress at nicht ausfindig gemacht wer» den kann. Wenn bei einem Postamte eine Cssaffetten »Sendung nnt ^s>8tc: i-ezwnt.« b«« zeichriet einlangt, der Adrcssu ablr um die Empfangnahme derselben fich binnen 2^ Stunden nicht meldet, oder wenn dieselbe an eine dem Postamte nicht bekannte und innerhalb 24 Elunden n,cht aufzufindende Person ge« richtet ist, so wird die Gendung bei dcni Postamte aufbewahrt, der Versender aber durch das Postamt der Aufgabe mit nächster Post hiervon verständiget und zur Erklärung aufgefordert, waS damit zu geschehen habe> zu Folge welcher Erklärung sodann das Wel- 2?3 tere verfügt wird. — FoNt« eine derlei Gen« dung hiernach an dtn Nufgabsort mit der Brllf. oder Fahrpost zurückzusenden seyn, so hat der,en«ge, welcher die Zurücksendung l'er, langt/ die dafür entfallende tariffmaßtae Postgebühr zu entrichten. — §. ?3. ä) W e n n ver Adressat abgereiset ist: Volite ei, ne Eftaffelten ' Sindung an einen Adressaten eililangs.i, welcher vom Adreßorte abgereiset lli, so kann deren Oeförberung an dessen neuen Aufenthaltsort mit Tstaffette nur in dlm Falle Ststt finden, wenn von ihm oder von dem Versender wegen Bezahlung der Eftaffctten< Gebühr für d»e noch zurückzulegende Wegtsstrecke Vorsehung getroffen wor, den »st- Im llilgegeng'slyten Falle wird die Gendung, wofern dem Possamle der Aufenthalt des Adressaten bekannt »st, entweder mit der nächsten Brxfpost recommandirt ober mit der Fahrpoft dahin befördert, wofür der Ver. fender oder der Adressat die tar,ffmaßigtn Gebühren zu bezahlen, und der erstere für dllse Gebühren jeden Falls zu haften hat. — tz. 74. 51 Gefalls« und censureamtliche B?» Handlung. Wenn mtt ssiaffetten solche odischeGchrif-ten (Zeitungen und Journale) mittelst der Possanstalt. §. 75. ,) Auf welche periodische Gchriften d»e Postamter Pränume« ration annehmen. Vei jedem Postamts kann Jedermann auf jene periodischen Schriften Leitungen und Journale) pränumeriren, deren Verzelchniß jahrlich von der k. k. obersten Hof-Postverwaltung in Wien zur allgemeinen Kenntniß in Druck herausgegeben wird. — Wollte Jemand auf eme m dlesem Verzeichnisse nicht enthaltene aueländische Zeitung oder Zeitschrift pranumeriren, deren Be-zuz nicht allgemein erlaubt ist, so hat der? srld? vorerst dle Vewlll'g'nni der Censurs-Be" hü'de, die es betrifft, beizubringen. — tz. 76. ^ Zeitpunct der Prä numeration. Auf Abll«fcrun,, allcr ?,u e»n?m Jahrgange, «emester oder Quartal Mörlgen Blätter oder Htt'te emer Zeltung oder Zclts^vlft kann der. e nigl, welcher pianumerlrt, nur dann rtch; l nen, wenn derselbe innerhalb des in d^n jährlichen Verzeichnisse der oberfttn Hof,Poft-verwaltung (§. 75) dllßfalls vorgesehensl-. Termins vor dem Eintrute der periodischen Herausgabe die Bestellung bei dem Postamt« macht. — Auch laßt das erwähnte Vcrzelck-Nlß entnehmen, ob ganz-, halb- oder vier» tel>ahr,g pranumnirt werden kann, wobei jedenfalls nach dem Eolar, Jahre gerecdner wird. — §, 77. Z) Pra n ume rations-Gebühren: Die Pränumerations'Aebük» ren werden mittelst deS im §. 75 erwahnt/n Nerzelchnisses jahrlich kund gemacht, und es ist »n den für auelandlsche polillsche Zeilun-gen festgeseylen Gebühren der von den Post, ämlern zu bezahlende Glamvllbell-ag «lnb3< griffen. — §. 73 ^) Arten des Vezli. ges: Der Ge ter Couoert gebracht, mit der Adresse dcs Bestellers versehen, versiegelt und so zuge, stellt werden. — Im zwe.ten Falle hat der Vlllellcr nebst dcm PränumerationS, Betraze noch b.e für o,e 3<,uvertirung und Velsiegs lung festgesetzten Gebühren zu bezahlen. -> §. 79 6) 3e,tvunct der Ge bü hren z a h-lung. Die Pranumerations,Gebühren müs, s«n glelch bei der Vtstellung bar bezahlt werden, und es wird auf dem Pränumerations, Scheine die geschehene Zahlung von Seite des Postamtes quittirt. — Nestellungen, auH wenn sie schriftlich gemacht würden, bl?ib?n unberüclsichtigct, wenn nich glelchieitig die festgesetzten Gebühren bezahltwerden. — tz 8a 6)Zurücknahme der Bei?ellung. Woll. te Innand e,ne gemachte G eftellung zu.ucf-nehmen, so können ihm dice legten Gebühren nur in dem Falle zurück erstattet werden, wenn die possamtliche Besscllung bei dem mi landischen Redacteur oder he, dcm ausländischen Postamte noch nickt Ktatt gefunden hätte, oder wenn diese leytern mit Verzich t«ng auf die Pranumeralions' Gebühr die ^Ülderrufung annehmen, odec endllch, we^,ll k>ne andere P^rwn sich meldet, an welche d«? gtschehene Pränumecation übirlragen w l dcn kann. —» §. 3l. 7) Aufhören de6 Erscheinens periodischer Schriftcn während des Pränumeratlons«Ttc mines. Go5te eine »nlanoische periodische E>chr»ft, worauf pränumcrirl wurde, gar nicht herausgegeben werden? oder noch vor Ablauf 274 des Pranumerations-Termines zu erscheinen aufoören, so wnd den Bestellern lm ersten ^aäe der ganze und im zweiten der für d»e Z?,i uom Tage des Aufhörtns bis zum Ablaut deß ermähnten Termines entlallende Ol>>ü^ cnbeirll^ zurück erstattet, wofern der« jelde dem Redacteur n-ocb nlcht crfolgt rvor-dili i!i, cdcr aus dessen Gulhabungen her« «ligebracht werden kann. — Träte dieser Fall dei auslandlsHen perlodtschen Schriften e«n, so w»rd dle t'legte Gebühr nur dann zurück erstattet, wenn an die auslan>sche Postan« statt die Pranumerations'Gebühren noch nicht aulgefolgt wolden sind, oder d»cse letztere duselden ganz oder zum Theile zurück ersetzet. — §. 82. 8) Bezug vom Po Na Ml l e. Die Besteller können die pcriod»schcn Sckrlften, worauf sie pranumerirt haben / entweder bei dem Postamte selbst abholen, oder fich dltselbtn durch dle Briefträger oder son« sig« Bestellte tce Postamtes zustellen lassen. In dem lcytern Falle huben sie die nach den hocal ' Verhallnisien fessgcsitzte Zustellungs» gebühr zu befahlen. — §. 33. y) Ergänzung bei Abgängen: Wenn gleich bei der Uebernahme der periodischen Schriften der Abgang eines oder nnhrerer Blätter uon Sei, tc ^e< Bestellers wahrgenommen wird, so ist derselbe befugt, die kostenfreie Ergänzung deS slbgangcs b.i dem Postamte anzusuvechen. ^päler bemerkte oder vorgefallene Abgänge werden auf Einschreiten der Pcltteim durch die Postanstalc nur gegen Bezahlung jenes Betrages ergan,t, welcher von den Redacteuren oder von der ausländisch«« Postanstalt dafür angesprochen wird. — §. NH. zo) Ab-Hange durch Censurs'Verboth. W>rd die Vtradfolgung lines oder mthrcrer Blät» ler ausländischer periodischer Schr>ften an die Besteller von Seite der Censurs, Behörde nicht gestattet, so kann von den leeren ein Ersatz oder eme Entschädigung von der Postanstalt nicht angesprochen werden. 3. 395, (3) " Kundmachung der ersten dießjährigen Verlhellung der El'sa, bcth Frennn vo?, Galvay'schen Ärmenstlftungsi lnteresseri, im Betrag? von 746 fi. E. M. Dermög Testaments der Elisabeth Freunn 0. Sall'ap, gebornen Gräfinn 0. Duvol, clciu. ^a,bach am 2Z. Mai »796, sollen die Interessen der von chr errichteten Armenstiflung von halb zu b^lb ^lahr, m,t l'orzugßrpeiser Bedacht-nähme ^uftne Vcrrvaldten dcr Scifteiil^n und lhilb ^tmahlß, unter vie wahrhaft beoürftl» gen und gutgcsitteten Hausarmen vom Adel, wie allenfalls zum Theile unter die bloß nobi-litirten Personen >n Laibach jedesmal an die Hand uerthetlt werden. — Diejenigen, welche ve>mög dcS oben wörll!ch angegebenen Telia» mentcS eine Unterstützung aus diesem Armer.« stlftungßfonde ansprechen zu können glaub,n, werden hlernit erinnert, chre an das hohe f. 5. illyrische Gukernium fipllslnen Bittgesuche um lmen Anlheil aus dem jeht wieder zu oerthci» lenden Gtlflungs' Intcressenbetrag« pr. 7^(i ft. M. M., be» dieser A rm e n , n N ü u t e-commission binnen sechs Wochen ein-zure,chcn, bar»n ihre Vermögens»evhältniss».' gehörig darzustlllen, und den GeNuden di« ^AdelSbcwllse, wenn sie solche nicht schon bcl frühern Verlheilungen dieser Sllfl>,s.gs,nt?ris» sen belgebracht haben, so wie die Verwandt« schaftsproben, wenn sie als Verwandle eme Unterstützung ansprechen, beizulegen, in jedem Falle aber neue Armuihs- und Gittlich-tellszeugnisse, welche von den betreffenden Herren Pfarrern ausgefertigt, und von der politischen Obrigkeit bestätigt seyn müssen, bll-zubringen. — Uebrigens wird bemerkt, das die aus diesem Gtlftungsfonde einmal ober mehrmal erhaltene Unterstützung kem absolutes Neckt auf abermalige Erlangung derselben be» künftigen Verkeilungen dleser StiftungsM" tercssen begründet. — Von der Armeinl^stttz^^ commission kaibach am 1. März l.ÜZc). » »......,------"»>>'-—-——------- . ,,, > ,,>>,,,,, -» vermischte Verlautbarungen. Z. 4'4. (') I- Nr. 7??' Edict. Vom Bezirksgerichte der Herrschaft Neifmz wirv hicmit allgcineli! kuno gemacht: lZs sey auf Ansuchen dcö Manin P^litsch von Fricsach iil oic crc-cutioc Versteigerung oer dem Jacob Dcbcllat von Flit' snch gehörigen, in die Oxccunon gezogrile, ^s löblichen Herrschaft Ncif,uz ^ul) llrd. ^ol. 5'?^ 2 zinsbaren, wegen aus dem gerichtlichen Ml-gleiche clllu. 17. Deccinbcr i^Ig schuloigl/ 2(^6 st. c-. L. c. gerichtlich gcschaytcn ,^ KaUl' recdtöbubc sammt Zugchör gewilügct, und zltt Bclnal)me tcrscldcn oic Tage auf dcn 2a. Apr>'^ 22. Mai und 6. Juli ,U5c), jedesmal VormM"^ um ,n Uhr in Loco Friesach mit dem Beisätze be' fiimmt worden, Lah wenn obige Realität bci ^ crficn ocer zweiten Velstcigerungötagsahun.) "N den SchähuiigSlVerlh pr. 407 st. 5 kr. M. ^' oüll rarüber an Mann „ickt gebracht w"^' solUe, bei tcr dritten auch unlcr demselben l)«>' angcs.cdcn werden würde. ... Das Schcchungsprolocosl, der Grundbl'cl)^ tv^ct und die ^icilalionödediilgnisse rcülie:' l^ lich Hieramts eingesehen »verten. Bezirksgericht Reifniz am »6. Mär» '"^^