Amtsblatt M AmbacherIeitung. Mr. »4«. Donnerstag den R Juli »»HG. Z. 3l8. » (3) Nr. Il3l4. K u u d m a cl) u n ft wegen Aufnahme von Militär-Zöglingen in das k. k. Militär-Thierarznei-Institut für das Schuljahr 186^. Für das kommende Studienjahr «85^, werden an dem k. k. Militär-Thicrarznei-Institute Zöglinge, und, zwar für Ararial-Frci-plätze und Zahlplahe aufgenommen. Der Lchrkurs dauert drei Jahre. Die Bedingungen und Erfordernisse zur Aufnahme find folgende: 1. Müssen die Aspiranten österr. Staatsangehörige sein. 2. Müssen dieselben das «7. Lebensjahr vollendet und dürfen das 24. nicht überschritten haben; 3. eine gesunde und kräftige Leibesbeschaf-ftnhctt und vollkommen sisischc Tauglichkeit zur Erfüllung aller Pflichten und zu den Verrichtungen des künftigen militärthicrärztlichcn Berufes besitzen; 4. den Ausweis über die wenigstens mit, Erhalt der ersten Fortgangsklasse'stattgefuiv dene Absolvirung des Untergymnasiums oder dcr Unterrealschulen; 5. die Nachweisung über untadelhaftes Horlcben und gutes sittliches Betragen des Aspiranten; «. der Erlag des Equipirungsgeldcs im Betrage von NW st. beim Antritte in das Institut. Mittellose Aspiranten auf Militär-Aerarial-Plähe mit sehr guten Fortgangsklassen und Sittenzcugnissen werden auch mit Nachsicht vom Erläge des Eqinpirungögcldcs aufgenommen, 7. Die Verpflichtung, nach Abl'egung der strengen Prüfungen und erlangten Diplome acht Jahre als Thierärztc in der k. k. Armee zu dienen. Die Genüsse und Vortheile der Zöglinge bestehen in folgenden : ' Sie erhalten die Unterkunft und volle ^crpftegung in der Art, wic in den übrigen Mllltär-Akademien; 2> cm monatliches Pauschale von Nl fl. sur Kleider, Bücher, Schreibmaterialien, Instandhaltung der vom Hause mitzubringenden lasche u. dgl.; 2 fl. davon sind als Taschengeld bestimmt, 'j. Sie gcniesien ferner dm vollständigen "ntemchc in der Thicrhcilkunde unentgeltlich und Mb 4. von der Entrichtung dcr für Zivilschüler vorgeschriebenen Rigorosen- und Diploms-Taxe befreit. 5. Die Zöglinge werden nach Absoluirung des Lehrkurses und entsprechender Ablcgung ocr strengen Prüfungen als Thierärztc appro" vnt und es werden ihnen hierüber die Diplome ausgefertiget, durch welche sie alle Rechte erhalten, die den an k. k. Thierarznei-Insti-tntt'n überhaupt kreirten Thierarzten zukommen. st. i„ h^. x. x. ^-^^ angestellt und haben das Vorrückungsrccht in die höheren Chargen von zweiter und erster, dann ^vcrthierarzlen zweiter und erster Klasse, mit welchem die Gehalte von 4 und ^w st. nebst den entsprechenden übrigen Be. äugen verbunden sind. c>, ^- Den an dem k. k. Militär-Thicrarznci-.-^'utttute gebildeten Militär - Thierarzten wird bn Bewerbung um eine Anstellung im Zivil-Staatsdienste der absolute Vorzug vor allen Zivil-Thtträrzten eingeräumt, wenn sie zwölf Jahre z^- Zufriedenheit Militärdienste ge. leistet haben. Die Zöglinge, welchen ein Aerarial-Freiplatz verliehen wird, werden unentgeltlich verpflegt ; die Zahlgöglingc müssen hiefür eine Vergütung leisten. Gegenwärtig ist dcr Betrag für Zahlplätze auf 25« ft. jährlich festgesetzt und wird in der Folge von Zeit zu Zeit nach den Theucrungs-verhaltnissen geregelt. Dieser Betrag ist in halbjährigen Raten in Vorhinein, und zwar mit Beginn eines jeden Studiensemesterö bei dem Militär-Kom^ Mandanten des Instituts zu erlegen. Zahlzöglingen, welche im ersten Studienjahre durchaus sehr gute Fortgangsklasscn erhalten haben, und deren Aufführung ohne Ta-del ist, kann auf gemeinschaftlichen Antrag des Studien - Direktors und des Militär - Kommandanten, ein Aerarial-Freiplatz für die fernere Studienzeit vom Armee-Oberkommando verliehen werrden. Die Gesuche um Verleihung von Militär.-Aerarial- oder Zahlplähcn sind von den Eltern oder Vormündern der Aspiranten von nun an bis längstens W. August l. I. bei der Direktion des k. k. Militär-Thierarznci-Institutes in Wien einzubringen. In dem vorschriftsmäßig gestempelten Gesuche muß ausgedrückt sein, ob der Aspirant als Militär-Aerarial- oder Zahlzögling aufgenommen zu werden wünscht und es müssen demselben folgende Dokumente beiliegen: 1. Der Taufschein. 2. Das Impfungözcugniß. 3. Das von einem graduirten Militärarzte ausgestellte Zeugniß über die fisische Qualifikation des Aspiranten. 4. Da6 Sitttnzcugniß. 5. Die gcsammten Schul- und Studien-zeugnissc, aus welchen auch zu entnehmen sein muß, daß die Bewerber der deutschen Sprache vollkommen mächtig sind. Jene Bewerber, welche ihre Studien unterbrochen haben, müssen sich über ihre Beschäftigung oder sonstige Verwendung während der Dauer dcr unterbrochenen Studienzeit legal ausweisen. . Konkurs - Verlautbarung. Zu besetzen ist die provisorische Einnehmersstelle bei der k. k. Finanz-Bezirkskasse in Graz ' mit dem Gehalte jährlicher lWU st. und dem Ouartiergelde jährlicher l des Alters, Standes, Religionsbekenntnisses, ^ des sittlichen und politischen Wohlverhaltens der bisherigen Dienstleistung, der zurückgelegten Studien und erworbenen Sprachkenntnisse, der vollständig theoretischen und praktischen Ausbildung ! im Manipulations^, Kasse- und Rcchnungsge-schäfte, der mit gutem Erfolge abgelegten Prüfung aus den Kasse - Vorschriften und aus der Staatörechnungswissenschaft, der Kautionsfähig-kcit und unter Angabe, ob und in welchem , Grade sie mit Finanz-Beamten im Gebiete 'der Finanz-Landes-Direktion in Graz verwandt oder verschwäget sind, im Wege ihrer vorgesetzten Behörde bis 20. Juli 1858 bei der Finanz-Bezirks-Direktion in Graz einzubringen. K. k. Finanz-Landes-Direktion in Graz am li. Juni »858. ____________ Z. ^l083? (3) 3ir. 3 l 8«. G d i k t zur Einberufung dcr Vellassenschafts-Gläubiger. Von dem k. k. ilandesaerichte in Laibach wer« den Dlejeniaen, welche als Gläubiger an die Bnlasst'nschaft des am l^l. März !85« mit T^sta' mcnt verstorbenen Jakob Skoff, Orund^sitzcrs ,n dcr Tilnau Nr, 54, eine Forderung zu stellen l)aben, aufgefordert, tm diesem Welichte zur Anmeldung und Datthuimg ihrer Ansprüche den 2«. Juli lauf. Jahrs Vormittags um U Uhr zu erscheinen, oder biä dahin ihr Gesuch schrift' llch zu überreichen, widrigens denselben an die Verlassenschaft, wenn sie durch Bezahlung der angemeldeten Forderungen e> schöpft würde, kein weiterer Anspruch zustande, als insoferne 'hnen ein Pfandrecht gebührt. Laibach am l2. Juni «858.___________ ^ ,y,9 (g) Nr. 2»«3. Von d.m k. k Landlsa.'sick" l'mbach w,rd dcn un^'kannl wo besindl,ch.n Hören: u) GuNao Ritler von Födl-ansperg, l)) Ioief R'Ncr vc>u Födiansp"« und c) Frau Th-resia ^urchalec, und »Hr.',, Rechtsnachfolgern mittelst qe eluvart!^'>l (5d>tt6 eimnnt: Eb habe wid^ kr,, von der auf den Ol'ittrn Weinegg und Matscherolhof intabu-lirten und auf den Grundcntlastungöfond über^ wiesenen Forderung pr. 40UU si. c). 8. o. eingebracht und um richterliche Hilfe gebeten, worüber zur Verhandlung die Tagsatzung auf den 6. September l, I, Vormittags 9 Uhr vor diesem Gerichte angeordnet worden ist. Da der Aufenthaltsort der Beklagten diesem Gerichte unbekannt, und weil selbe vielleicht aus den k. k. Erblandcn ab vescnd sind, so hat man zu ihrer Vertheidigung und auf ihre Gefahr und Unkosten den hierortigen Gerichtsadvokaten Or. Anton Rack als Kurator bestellt, mit welchem die angebrachte Rechtssache nach der bestehenden Gerichtsordnung ausgeführt und entschieden werden wird. Die Geklagten werden dessen zu dem Ende erinncvt, damit sie allenfalls zu rechter ^eit selbst erscheinen, odcr inzwischen dem bestimmten Vertreter ihre Rechlsbchelfe an die Hand zu ge den, oder auch sich selbst einen andern Sach« waller zu bestellen und diesem Gerichte namhaft zu machen, und überhaupt im rechtlichen ord-nungsmäßigen Wege einzuschreiten wissen mögen, inhbesonderc, da sie sich die aus ihrer Verabsa'u n'una. intstcyenden Folgen selbst beizumessen haben wülden. Laivach am 2!>. Mai !858. Z73l7. ^3>, . ^ ^^e, Kunömachllug. Am i2. Juli »858 werden bei dem k. k. Gefallen-Oberamte Laibach in den gewöhnli-> chen Amtsstundcn, Vormittag von U bis l2 Uhr und Nachmittag von 3 bis ii Uhr, verschiedene Gegenstände, als: Kaffeh, Baum-wolltü'cheln, Madrapolan, Orlean, Kottonina, Kambrik, Sammet, Manchester, altes Riemenzeug der Finanzwachc, Kupferdraht, Dachrinnen, alte Fensterrahmen, skartirte Drucksorten u. dgl. öffentlich versteigert werden. Dieß wird mit dem Belsatze zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der von den ausländischen Waren entfallende Zollbetrag gleichzeitig in klingender Silbermünze einzuzahlen sein wird. K. k. Hauptzoll- und Gefallen - Oberamt Laibach am 2l. Juni »858. G d i k t. Bei dem k. k. Kreisgcrichte Neustadt! ist eine prov GcrichtsaojunktenstcUc erlediget. Mit derselben ist ein jährlicher Gehalt von 5lw si. ohne Vorrückungsrccht in die höhern Gehaltsstufen wahrend der prov. Eigenschaft und die Verpflichtung verbunden, sich nach Erfordermß des Dienstes bei einem oder dem andern Gerichtshöfe des k. k, steier. kärnt. krain. Oberlandes-gcrichtssprcngels in der Art verwenden zu lassen, daß demselben aus Anlaß der Versetzung zu einem andern Gerichtshofe, außer der Vergütung der normalmäßigen Reisekosten für seine Person, sonst kein Anspruch auf ein Diatenpauschale zustehen soll. Bewerber um diesen Posten haben ihre gehörig belegten Gesuche mit der Nachweisung der genauen Kenntniß der krainischen Sprache binnen 4 Wochen beim gefertigten Präsidium im vorschriftmaßigen Wege zu überreichen. Vom Präsidium des Kleisgerichtes Neustadtl am 23. Juni ltt58. Z^32l7 l. l2) Nr. 487. Lizitations - Verlautbarung. Mit dcm hohcn k. k. Landearegierungs-Erlasse vom 28. Mai l. I , ^r. U5Nn Verwahrung zu verbleiben yaben wlld. Dagegen werocn dein be.reffenden Unternehluer oie l^r' jttyungsdetragt ln 0en dießfallü sestgcsttztcn Raccn, ! >m Velhallnisse der vurgclückten Aroeit, oit letzte Rate hingegc« nach erfolgcer gänzlicher Vollen oung, Kollaudirung und Endabrechnung bei der dem Domizil dtü Unternehmns zunächst beflndll chen öffentlichen Kusse sogleich zahlbar angewiesen werden, sobald die dleßfaUige Zc>hlungüantvelsun,j von der hohen k. k. Landcoreglcrung herabgelangt seln wird. Schließlich wird nur noch benmkc, das schrist liche Offcne, fzehvrlg abgefaßt und tnlt dem bc dungcncn 5,I! Reugeld v?lset>'n, nur vor Oeginn der mündlichen Aelstligerung angenommen, später einlangende l)>ngegen unbeachtet zurückg ^: -^ ^ Zuname kellöort ^ ^^3 kung »Philipp Stem« .Kutczhou lU l^37 A d erg er '^ 2 Jakob Burz Derskouze l7 » ^ 3 Blas Fabch Merczhe 8 » 4 Jakob Ve> betz Vcrbizza ^ l ,83^ 3. 5 Mich. Somschlch Grafcnbrml ^<» » ^ K.k, Bezirksamt Feistritz am l9, Juni »85^. ^. 3ll. a (3) ' ular Acra,s, ^egcn Franz Kanusch von Sakauze, p<-l<>. 54 tl. 40 kr. bei der mit Bescheid vom »7. April l858, Z. 943, angeorduelen ersten und zwei» ten exekutiven Nealfeilbietungstagsatzung Hieramts kein Kauflustiger erschienen ist, so wird nun zur Vornahme der dritten auf den l9. Juli d. I. Vor« mittags 9 Uhr hieramts angeordneten Realfeilbie» tungstagsatzung mit dem frühern Anhange geschritten. K. k. Bezirksamt Outtfeld, als Gericht, den l9. Juni 1858. Z. lili». (I) Nr. 768. Edikt. Von dem k. k. Nezirksamte Nassensuß, als Gericht, wild dem underannt wo befindlichen Io° hann Schleifer und dcssc» ebenfalls Uudekanntelt >Rcchts»achfolgern hiermit elinnert: Cs yal)c Franz Strell von Nasscnfuß, wider dieselben die Klage auf Crfchung uno Umschreibung der im Gruildbuche der Herrschaft Aurrspcig «ul) Urd. Nr. 703 uorkommenocu Waldle.>lital in Breo-ink «uk pl-uttil. 15. März 1858, Z. 768, hieramts tingedracht, wotüder zur mündlichen VeiHandlung die Tagsatzung auf den 2. Oktober d. I., flüh <> Uhr mit orm Anl)l»nge des §. 29 a. G. O ange^ ucdnlt, und den Wetlaglen wegen ihres unvctanntm Aufenthaltes der k. k. Notar Herr Josef Pechani von Mslenfuß als ^urawl' an vlstlllc wurde. Dcjscn werden dieselben zu dem Ende verständiget, daß sie aUenlallft zu rechter Zeit selbst zu erscheinen, oder sich einen anocrn Sachwalter zu bestellen u»d anhrr namhaft zu machci» haben, widrigens diese Rechtssache mit dem ausgestellten Kurator verhandelt werden wild. K. t. Bezirksamt Nassensuß, als Gericht, am 4. April 1858. Z. llI6. ^l) ' Nr7l926. Edikt. Vvt, dcm k. k, Bezttlsamte Nasseilfuß, als Glicht, wild im Nachhange zu dcm dießgenchtli' chen Cditle oom 8. Februar !. I., Z. 2>2, u»d 2« Mai d. I., Z. 1579, hirmit rund gemacht, da,,, il<,choem zur zweite» Fg des im Orlind.» buche der Hcllschaft Nassenfuß »n^ Urv. Nr 927 und jencs 8„l) Uld. Nr. 929 verzeichneten Wm,-garlens in Sadraga kein Kauflustiger erschienen ist, am 26. Juli d. I. Vormittags 9 Uhr zur rnllei» Feilbletllüg in loko dcr Rcalitatesi gcschlittc« wer-den wird. K. k. Bezirksamt Nasscnfuß, als (Äericht, am 25. IlMl »858. Z. 111?, (l) Nr. 2022. Edikt. In der Erckulnmssache der Anna Vresnirar von Stangenpl'llana. nnder Anlon Blanzh von St. Martin, ,,oll>. 50 fl. «, » 20. ») Nr. 1677. Edikt. Vom k. k. Bezirksamte Egg, als Gericht, wird luemit kund gemacht: Es sci «uf Gruüd dcs Erlasses des höklödl. k. k. Landesgerichtcs zu Laidach vom 15. Mai «858, I. 2688, die Vormundschaft über ben Josef Pen, qou «us Snoschct über ftinr physische Oraßjährigkeit hinaus auf undestimnue ZeN verlängelt, und die iveitert Führung derselben orm bisherige» Vormunde Anton Pengou von Beischeid üderlragen wurden. K k. Bezirtöamt Ogg. als Gericht, am 30. Mai ,858. ^^ ,^^ „_ ^^/ , 97 j' E d i k t. Von dem k. k Bezirtsamle Läck, als Gericht, wild hiemit bekannt gemacht: Es sei die Relizitation der von der Elis^dell) Hiller von ^ack dei der am 25, November l856 um den Mcistbot von >000 ft, erstandenen, gründ, büchlich auf Mathias Killer uesgrwahnen, in Lack jir. 76 Ueqenden, im Grundduche des Stadtdomi» niumS Lack »ul> Urv. Nr. 75 vorkommenden, ge» richtlich auf 548 st vtwcrtheten Behausung sammt An- lind Zngchör, wcqen nicht zugehaltenen Lizita» lionsdedingmssln, bewilliget und zu deren Vornahme die Tagsatzllng auf den 14. August I. I. früh 9 Uhr in hiesiger Amtskanzlei mit dem angeordnet worden. daß diese Realität damals auch unter dem blsftcngtn E'stchungs'prlse himangegeden Werde. Das Vchallunqsprotokoll , der Grundvllchsst.md mW die Lizitationshedingnisse können hieramls cin< gesehen wcroen. .ss. k. Bezirksamt Lack. als Gericht, am 2s. Mai 1858.