^ 4t Areitag dm 7. Aprit 187«. XV. Jahrgang. Die „Marburger Aeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr; für Zustellung ins Hau» monatlich 10 kr. — mit Postverseltdung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Jnsertionigebühr S kr. pr. Zeile. Die Versa»nmlu»lg österreichischer Weinbauer zu Trient hat im September l875 den Beschluß gefaßt, es sollen zur Hebung der Weinproduktion in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Länder»! jährlich Weillbau-Kongresse abgehalten werden, und hat als Borort deS I. österreichischen Weinbau-KongreffeS die Stadt Marburg gewählt In Folge Beschluß des Eentral'Ausschusses wird derselbe vom 20.-33. September d. I. abgehalten werden. Da zugleich mit dem-selben auch der internatil»nale ampelographische Kongreß hier tagen, und altS Anlaß des Kongresses auch eine Ausstellung von Wein. Weintrauben, Lehrmitteln, Geräthen und Maschinen für Weinbau und Kellerwirthschast stattfinden wird, so werden sich bei dieser Gelegenheit eine große Anzahl von Fachmännern nicht blos aus der österreichischen Monarchie, sondern auch aus den benachbarten Ländern versamnleln, um die wichtigsten Fragen des Weinbaues und Weinhandels zu berathen und über die Mittel Beschlüsie zu fassen, durch welche dieser so wichtige Produktionszweig, von welchem hauptsächlich das Gedeihen Untersteiermarks und insbesondere auch unserer Stadt abhängt, geftrdert werden kann. Durch die Wahl Marburgs zum Vororte des I. österreichischen Weinbau-Kongresses wurde die Wichtigkeit anerkmlnt, welche die Steiermak und diese Stadt für den österreichischeil Weinbau und Weinhandel haben; dllrch diese ehrenvolle Wahl wurde von der Versammlung in Trient der Ueberzeugung Ausdrltck gegeben, daß die Bewohner Steiermarks und insbesondere der Stadt Marburg dieser neu ins Lebeu gerufenen Einrichtung der Weinbau-Kongresse ein warmes Interesse entgegenbringen werden. Das Gelingen dieses ersten Kongresses wird einen großen Einfluß auf die Zukunft der österreichischen Weinbail-Kongresse ausüben, und die Stadt Marburg wird sich den Ruhm erwerben, das Gedeihen dieser für den Weinbau so wichtigen Unternehmung angebahnt zu haben. An den Bewohnern Steiermarks und iilSbesondere der Stadt Marburg ist es uun, zu beweisen, daß sie die Wichtigkeit dieser Ver^ sammlung richtig erfassen und >,ach Kräften das Gelingen des Unternehmens unterstützen lvollen. Die Stadt Marburg hat bei jeder Gelegenheit, wo es sich um die Förderung gemeinnütziger Zwecke handelte, glänzende Beweise ihrer Theilimhme gegeben; durch die allgelneine Theilnahme der Bewohner Marburgs hat sich die Eröffnung der Obst- und Weinbauschllle im Jahre 1872 zu einem erhebenden Feste gestaltet, und wir haben die feste Ueberzeugung, daß dieselben auch diese Gelegenheit ergreifen werden, um ihr lebhaftes Interesse für den Fortschritt, und ihre oft bewährte Gastfreundschaft von Neueln zu bethätigen. Um eine so große Anzahl von Theilnehmern ans allen Gauen, in welchen die edle Rebe wächst, würdig in unseren Mauern aus« zunehmen, denselben den mehrtägigen Aufenthalt unter uns auf das Freundlichste zu gestalten, und die sprichwörtliche steirische Gastfreundschaft zu bewähren, ist die Mitwirkuug aller Bewohner Marburgs uothwendig. Zu diesem Behllfe ergeht von Seite des gefertigten Exeklltiv-Komites an alle Bewohner Marburgs die höfliche Eiuladuilg, sich am Montag den lv. April 1876 um halb acht Uhr Abeuds im Speisesaale des Kasino zu einer Besprechllng eiilzufinden und aus ihrer Mitte ein Fest-Komite zil wählen, welches sich mit de»» Vorbereitungen zuin Empfange der Gäste beschäftigen wird. Aas Erekutiv-Komitc des I. Sstm. Wtinbaa-Kongrejsts: vr. Mull« vr Reiser. Goethe. A e n i l r e t o tt. Ein Gaag nach «nd dnrch Mtlbonrnr. Es war mitten im südanstralischen Sommer, d. h. nach utlserm Kalender im Februar, als ich von denl felsigen Vorsprunge Liardet's Jetly in die Hobson-Bucht hiuausathnlete, um gegen die brennende, auf Bretern und Balken Blasen ziehende Sonne etwas Luft »lnd Klthlung zu er» haschen. Alles schien zu verbrennen, zu knistern und zu spalten unter den Brandstrahlen dieser entsetzlichen So»me. Alle Schiffe, Mäste, Takelagen, Boote krochen gleichsam zusanunen vor brennenden» Schmerz, wie Schafe unter einem deutschen Juli, und schnappten, ohne sich weiter zu rühren. Aber plötzlich wird's lebendig, wenigstens auf einem Schiffe drüben in der Hobson-Bucht. Eine Flagge steigt bis an die äußerste Mast' spitze, ein Signal für die Wasserpolizei, wie mein Begleiter sofort erkennt. Die Matrosen auf dem Schiffe schreien und toben, derKapitain schlägt, stößt llild haut wild unter ihnen umher uild steht nlit einem Revolver über dem Boote, in welchelll die Ma- trosen ihre Flllcht vorbereitet hatten. Inzwischen schießt das Polizeiboot blitzschnell heran. Der Kapitain wirft ihm ein Tau zll, »lud die Kon' stabler klettern hinauf wie Katzen und balgen sich aus deni Verdeck unlher wie Wahnsinnige. Aber der Kanipf ist bald zu Ende. Die Haupthelden der aufrührerifchell Matrosen gehen still !nit eisengefesselten Häliden auf deln Rilcken allf und ab, die Andern staiulen und starren halb wüthelld, halb ehrfurchtsvoll auf die Kon-stabler, die nun ganz kaltblütig auf dem Deck umhersitzen llnd ihre Pfeifen rauchen. Inspektor und Kapitain rauchen als Auszeichnung Zigarren. Die physisch und moralisch geduckte« Matrosen thun ihre Schnldigkeit, da sie alle Kommandos des Kapitains pünktlich allSführen. So konnnt das Schiff bald auf den Seeweg und verschwindet allniählich aus unsern Augen. Das Polizeiboot kehrte nach einigen Stunden zurück; es hatte eine seiner ziemlich alltäglichen Hafenpflichten gethan uild Matrosen, die in der Betrllnkellheit geiniethet, aufs Schiff geschleppt, nüchtern und rebellisch gelvorden waren, zur Ordnung, das Schiff ordentlich auf Oceauwasser gebracht und dann denl Kapitain und der Gewalt des offenen Salzwassers das Uebrige anheimgegeben. Matrosen rebelliren nicht aus denl offenen Meere, sondern nnr ver« führt voll denl Anblick der Ärene: Land. Vom Hafendalnme her konnnt ein nrm» feliges Skelett von Jungen entgegen, der mit dünner Stimme vertrocknete, melancholifche kleine Torten von einem armseligen Vlech anbietet. Er sieht so hoffnungslos llnd körperlich wie geistig verkonlmen atlS, daß iä) niitleidig einen seiller „puü's" kaufe unv ein menschliches Wort fallen lasse. Dieser To>l der Hninanität rilhrt ihn sofort zu Thränen. Eines Arztes Sohn in England, seit zwei Monaten hier mit den besten Empfehluugen und hübschen goldenen Pfuilden — Alles ver» loren, in Lumpen, handelt er auf Straßen um-her, schläft, wo er müde ist und nicht weiter kalln. „O, weuu mich meine Mutter so sähe 1" — Alltägliche Geschichte von.Hunderten, die nnt rosigen Hoffnungen fast täglich ans der aUen Welt herbeiströlnen und in gelber Verzweiflung enden. — Da wächst ja eben wieder eine schlviln-nlende Stadt voll Eilnvanderer l)erall! Die srisch gestrichenen Planken nnd Mast«, neu ge» theerte Takelage und weißen Segel glänzen nnd glitzern unter der wolkenlosen Sonne. Eine rothe Flagge flappt von der Masl spitze. Alles, anch die ans den: Vorderdeck gedrängten Passagiere, trägt Festtagöputz. Segel auf Segel wird eingezogen, lns die vollschwellende Takelage zum Gerippe einge Zur Geschichte des Talles. Die österreichischrungarischen Verhandlungen über die Verzehrung »-steuer dürften verschoben werden, bis der Ausgleich über die Zinsen der Staatsschuld und über die gemeinsamen Beiträge an die Reihe kommt. Diese Vertagung soll von den Magyaren begehrt werden. Da nicht Oesterreich, sondern Ungarn die betreffende Forderung gestellt, so müssen wir auf der Hut sein; denn die Magyaren sprechen für die Trennung offenbar nur deßhalb, weil sie hoffen, im nächsten Jahre ihren „gerechten Anspruch" leichter durchzusetzen. Bismarck will dem österreichisch-ungarischen Plane nachstreben und durch den Bau großartiger Kasernen der Arbeitslosigkeit abhelfen. Nicht weniger als hundert und füiifund-siebzig Millionen Mark soll der Kanzler Deutschlands vom Reichstage für den fraglichen Zweck fordern. Wenn nur unser Kriegsminisier seinen Kollegen nicht dadurch ehren will, daß er den gleichen Betrag verlangt. Durch alle ultramontanen Blätter Frankreichs geht die Losung, den Widerstand gegen Regierung und Nationalversammlung zu. organistren. Der Ansang soll gemacht werden mit der Weigerung, vor jenen Kammerausschüssen, welche die Wahlangelegenheiten untersuchen, Rede und Antwort zu geben. ZNarkurger Ririchle. Sitzung de» Gtmeindtraches vom ZV. März. «Schlu».) Der Herr Bürgermeister betont die Dringlichkeit der Friedhofs-Fraae für St. Magdalena. Die Ausschreibung habe keinen Zweck; geeignete Grundstücke mit entsprechenden Zufuhren gebe es sehr wenige. Die definitive Behandlung der Angelegenheit in der kommenden Woche thue noth, weil sonst b00 bis 600 fl. hinausgeworfen werden müssen, um den Friedhof in St. Magdalena provisorisch zu erweitern. An die Erweiterung des Friedhofes in der Kärntner-Vorstadt dürfe Niemand denken, weil die Statt-halterei den Auftrag ertheilt habe, denselben zu verlegen. Herr Max Baron Rast erklärt die Sache nicht sür so dringlich. Wenn der Friedhof in St. Magdalena provisorisch erweitert werde, so könne man augenblicklich anfangen, dort zu begraben und können noch sechshundert schrumpst. Die Ankerkette knattert wie eine Salve durch das Hawse-Loch, bis der Anker unten festen Fuß faßt nnd das lange auf den Wogen geschleuderte Schiff lammfronlm still ' steht. Beamte rudern heran, klettern auf, unter» suchen und tnfpiziren, wie in dem polizeireichsten Hafen der alten Welt, lmd lassen erst nach vole lendeter Arbeit die lauernden Lösch« uich Paffagierboote anlegen. Auch ein Dampfboot ist da nlit flammin-gofarbigem Kapitain al»f der Räderbrücke. Passagiere und Gepäck stürzen sich ungeduldw auf dasselbe, auch verkleidete Matrosen als Deserteurs in der Menge, so daß es bald triumphirend stromaufwärts davon schießt ^nd dm kleineren Booten Platz macht. Alles singt ulid jauchzt^), auch.d;s»^uf^ dew Dampfboote, die für ihr Gepäck auf der. Fkch-straße von acht englischen Mei^ bis an^da'V eigentliche Melbourne blos et^'ÄisHSn «zehr' bezahlen müssen, als für das schwerste Wacht; gut von London bis in die Hauptstadt des „glücklichen Viktoria.AustralienS"; sie werden, hoffnungstrunken, nicht einmal nüchtern durch den Anblick des schmutzig gelben Aarra-Uarra und seiner geborstenen, trostlosen Ufer mit den knorrigen, verkrüppelten, roth- und braunblätterigen Bäumen und den schläfrigen Pelikanen, Leichen beerdigt werden. Bezüglich des Friedhofes in der Kärntner-Vorstadt sei eine neue Anlage nothweildig. Für beide Zwecke sei das Grundstück beinl Waldtoni nicht geeignet. Man müsse für den städtischen Friedhof Vorsorge treffen, sich uni einen Platz umsehen, sich öffentlich darum bewerben. In die meritorische Be^ Handlung der Frage, betreffend den Friedhof von St. Magdalena soll man noch nicht eingehen, weil man noch nicht im Reinen sei was mit dem anderen Friedhof zu geschehen habe. Ein Central-Friedhos erfordere 15 Joch. Durch Erledigung der Friedhofs-Frage sür St. Magdalena würde der andere präjudizirt. Der Redner beantragt die Wahl eines Komites. Herr Dr. Lorber empfiehlt diesen Antrag als einen vollkommen richtigen. Mit Palliativmitteln werde nicht gedient und inlmer nur der Säckel der Gemeinde geschädigt. Der Friedhof beim Waldtoni wäre ein Provisorium, deiul die Zukunft würde den Friedhof dort nicht dulden. Man soll den Friedhof in St. Magdalena erweitern und einen definitiven Platz für Beide aussuchen. Bis Dienstag könne man nicht schlüssig werden. Das Komite soll binnen Monatsfrist Bericht erstatten. Der Herr Bürgermeister glaubt, daß es wohl bis künftigen Dienstag möglich fein dürfte, eine passende Area ausfindig zu machen; es handle sich darum, 600 fl. zu ersparen. Ursprünglich sei er auch der Meiliuilg gewesen, einen Eentral-Friedhos anzustreben; allein der weit» und schlechte Weg habe ihn genirt. Herr Girstmayr widerlegt die ziffermäßigen Behauptungen. Zehn Joch geben einen Belagsraum für 1600 Leichen jährlich bei zehnjähriger Durchschnittsrechnung. Nun sei aber daran nicht zu denken, es werde in dreißig Jahren die Bevölkerung so zunehmen, daß sechszehn-hundert Leichen in einem Jahre beerdigt werden müssen, während man heute nur sechshundert auf beiden zählt. Wenn auf Marburg fünfzigtausend Seelen konimen, dann kaust man 10—12 Joch für den Central-Friedhof. Sollen wir jetzt 600—S00 fl. hinauswerfen? In vier Wochen kann der Friedhof ganz gut überlegt werden; ja! es sei dies in vierzehn Tagen möglich. Mittlerweile könne auf den Wegen des Friedhofes begraben werden oder im kleinen Garten des Todtengräbers; nöthi-genfalls könne man die Leichen herüber tragen. Die Strafchun tauge nicht zu einem Friedhof; das ganze Feld sei oft unter Wasser. Der Friedhos müsse hoch liegen, zwei bis drei Schuh nicht durch die Labyrinthe von Schiffen, Tauen und Theerjacken, die weiter oben den Fluß verengen und das Gelb zu schmutzigem Kaffeebraun verdüstern, nicht durch den Geruch der Talg-, Theer- und Seifensiedereien an den Ufern — durch nichts; denn sie brennen vor Begier, die Glückspilzstadt des Goldes zu betreten, in kürzester Frisi Crösus zu werden und goldbeladen sich in die beste Gescllschast des Westendes zu London einzukaufen, oder als Dukatennmnner und Wunderthiere den Philistern in Deutsche land beim Biere erbitternd unglauliliche Fabeln aufzubinden. ^ Sie landen und finden sich heimathlos und allein unter Bergen von Gepäck und wahren Kannibalen von Trägern und Fllhrleuten, denen man den Werth seines Koffers bezahlen muß, wenn sie ihn zur Stadt sördern sollen. Aus der'lmken Seite des Landungsplatzes lockt uns ersten Male wieder ^dgs englische Bierzeichell.' Ww -trinken ein Glas - Parter, . .dai^ iü.London 1, hier 8 Penze kostet, und quälen uns mit unserm Gepäck nach Melbourne zu, die Sandrücken-Straße hinaus, vor einigen Jahren noch eine melancholische Wildniß. jetzt eine aus beiden Seiten von Häusern und Palästen, Läden und dichtem Verkehr belebte Hauptstraße, wie denn überhaupt das ganze Melbourne mit all seiner glänzenden Pracht von außen bo- Erde und dann Schotter haben. Es möge ein Komite gewählt werde». Herr Ferdinand Baron Rast bemerkt, daß heute die Kardinalsrage sei, ob Central-friedhof oder nicht!? Dieser Beschluß müsse zuersi im Gemeinderath vorliegen, dann sei eine Debatte zuläßig. Der Redner schließt sich den Anschauungen der Herren Max Bar. Rast und Dr. Lorber an. Wolle man etwas Neues schaffen, so müsse dies für alle Verhältnisse passen und möglichst wenig Kosten verursachen. Zwei Friedhöfe kosten aber mehr, als einer. Central-Friedhöfe werden auch in anderen Städten angelegt. Die Belastung des Gemeindebudget foll eine möglichst geringe sein und sei die Errichtung eines Central - Friedhoses die entsprechendste und billigste Neuerung. Der Herr Bürgermeister erwidert, diese Frage sei von so weitgehender Bedeutung, daß heute nicht darüber abgestimmt werden könne und sei dieselbe auch gar nicht auf der Tagesordnung. Dem Antrage, zur Vorbera thung dieses Gegenstandes einen Fünferausschuß zu wählen, wird beigestimmt und die Wahl vorgenommen. Der Herr Bürgermeiste r betraut mit der Stimmenzählung die Herren Fr«nz Bindlechner und Dr. Schmiderer und verkündet ersterer da« Wahl-ergebniß. Diesen Ausschuß bilden die Herren: Max Baron Rast, Johann Girstmayr, Dr. Reiser, Dr. Lorber, Lobenwein. Der Verein zur Unterstützung armer J»l-risten an der Wiener Hochschule ersucht um eine Subvention. Die Sektion beantragt durch ihren Berichterstatter Herrn Dr. Lorber: Es sei wegen der mißlichen Geldverhältnisse eine Unterstützlnlg nicht möglich. Diesem Antrag wird einhellig beigestimmt. Herr Dr. Lorber erstattet Bericht über deu Erlaß der Statthalterei, betreffend die Genehmigung der nach dem neuen Maß und Gewicht abgeänderten Markt- und Länderordnung. Die Statthalterei ertheilt den Austrag, den § ^ der Marktordnung mit der Bestimmung des Z. 62 der Gewerbeordnung, lmch welchem „Jedermann" berechtigt ist, die Märkte zu beziehen, in Einklang zu bringen. Der Z 3 der Marktordnung lautet: „Zum Verkause der im tz. bezeichneten Artikel sind nicht nur deren Erzeuger, sondern auch Diejenigen, welche damit Handel treiben, berechtigt." Dieser K 2 besagt: „Gegenstände des Wochenmarkt-Verkehrs sind: Lebensmittel und rohe Naturprodukte, Wirth-schasts- und Ackergeräthe, Erzeugnisse, welche den- und aeschichtslos, pi^artig in die Höhe geschossen ist, blendend in Neuheit, überall unvollendet und überall schon wieder ruinenhast zerbröckelnd, berstend unter glühender, farbloser Sonne und kalten Platzregen der Nächte. Hunderte von Quadratmeilen ringsum sind goldhaltig. Tauseilde von der mehr als j00.000 Geviertmeilen grossen Oberfläche menschenleer und fruchtbar: aber das Gold und die englische Aristokratie haben bereits dafür gesorgt, daß der großen Masse der fruchtbare Boden verschlossen bleibe oder ein Fluch werde. Man hat ihn in Bausch und Bogen in Beschlag genom« men, verkaust ihn selten als reines Eigenthum und zwar nur zu fabelhaft hohen Preisen und verpachtet ihn in der Regel auf bestimmte Zeit, bis der Pächter durch seinen Schweiß der Scholle Wxrth gegeben; dann jagt man ihn fort und verpachtet für 5—10 Mal höheren Preis. Das ist, nebst dem Golde, der englische Fluch Austra-ttens^/von welchem nur die Deutschen bei Ade-laide (die 1648 größtentheils von Berlin auswanderten) und überhaupt die älteren Kolonisten ausgenommen sitld. (Schluß folgt.) zu den landesüblichen Nebenbeschäftigungen der Landleute der Umgebung gehören und gemeine Artikel des täglichen Verbrauches." Herr Dr. Lorber beantragt: „Der Z 3 der Wochenmarktordnung wird gestrichen und hat an dessen Stelle nachstehender^ zu treten: „Jedermann" ist berechtigt, die Wochenmärkte mit allen im Verkehre gestatteten und im 8- 2 bezeichneten Waaren zu beziehen, so weit selbe nach der Gattllng des Marktes zum Berkehre auf demselbeil zugelassen sind. Waaren, deren Verkauf an eine Konzession gebunden ist, können jedoch auch auf Märkten nur voll den mit der bezüglichen Konzession versehenen Gewerbsleuten feilgeboten werden." Die Zuschrift der Bezirkshanptmannschast Marburg, betreffend die - Unterbringung de» Aichamtes in einem städtischen Gebäude wird vorgelesen. Dem Staate ist diese Unterbringung jetzt nicht möglich — wegen des noch geltenden Vertrages mit dem Bindermeister Herrn Franz Pichler. Nach dem Antrage des Berichterstatters Herrn Dr. Lorber wiro diese Zuschrift einfach zur Kenntniß genommen. Der Friedhofs-Ausschuß konstituirt sich und wird der Herr Bürgermeister zum Obmann, Herr Johann Girstmayr zum Stellvertreter desselben gewählt. (Gewerbe.) Im vorigen Monat wurden beim hiestgen Stadtamte folgende Gewerbe angemeldet: Schleiferei, Stadt, Herrengasse, Antonio Fabiani — Krämerei (gemischt), Stadt, Hauptplatz, Anton Dolenz — Modengeschäft, Stadt, Herrengasss, Agnes Preindelsberger — Erzeugllng von Liqueur, Branntwein und Essig, Stadt, Herrengasse, Eduard Albrecht und Joseph Pock ^ormals Pirchan und Pock). Eine Gast-Hau»-Koi^ession erhielt Frau Rosa Fritsche (Vik-tringhof-Gasse). (Raub.) Der Grundbesitzer Anton Sket in RoginSkagora, welcher den letzten Markt zu Windisch.Landsberg besucht und dort eingekauft, wurde auf dem Rückwege (in der Gemeinde Pressek) von zwei Strolchen üderfallen und be-raubt. (Branntwein-Pest.) Fr. Nibitsch, Knecht beim Grundbesitzer I. Kopp in Unter-Vurgstall, Gerichtsbezirk St. Leoilhard, wurde am 2. d. 3)!. 5 Uhr Früh todt aufgefunden Nibitsch war 37 Jahre alt und dem Branllt-weingenuß leidenschaftlich ergebeil. (Wehestand.) In St. Peter bei Eilli zankten und rauften am 5. April die Eheleute Anton und Maria T. nlit einander. Schließlich wurde da» Weib über eine Kleidertruhe geschleudert, brach sich drei Rippen uild erlitt am Haupte sehr bedeutende Verletzungen. Die gerichtliche Untersuchung wurde sofort eingeleitet. (Besoffen und ertrunken.) Zu Al-tenmarkt bei Windisch-Graz wurde der Leichnam de» bejahrten Auszüglers Georg Schuschel von Naswald im Bache aufgefunden. Der Verunglückte hatte dem Schnaps eifrig zugesprochen und war auf dem Heimwege in das Waffer gestürzt. (Mord.) Der Müller in Sicheldorf bei NadkerSburg wurde zur Nachtzeit, als er vom Gasthaus heimkehrte, erluordet. Der Verdacht fiel auf einen Mühljungen, der wegen Verkürzung des Lohnes aus dem Dienste getreten und soll der Angeschuldigte sich bereits in gerichtlicher Haft befinden. (Schadenfeuer.) Im Stalle des Grundbesitzers Johann Valenz zu Eckberg. Gerichtsbezirk Arnfels, entstand kürzlich Feuer und wurde das ganze Gebäude eingeäschert. Das Wohnhau« blieb verschont, da rechtzeitig aus der Nachbarschaft Hilfe gekommen. Der Schaden beläuft sich auf lZ00 fl. und war Valenz nicht versichert. Wegen hohen Verdachtes der Brandlegung ist beim Untersuchungsgerichte die An« zeige gemacht worden. (Zweiter Gerichtshof für das Un. terland.) In der Sitzung des Landtage» vom b. April begründete Herr Karl Reuter die In- terpellation, welche er und Gensssen wegen Errichtung eines zweiten Gerichtshofes für das Unterland gestellt, die betreffenden Fragen sind: 1. Ist die Regierung gewillt, ihr gegebene» Wort bezüglich der Errichtung eine« zweiten Gerichtshofes und binnen welcher Zeit einzulösen ? ?. Welche bestinlmt ausgedrückte Verpflichtungen verlangt dieselbe hierzu von Seite der Stadt Marburg? Der Statthalter erklärte, er werde diese Interpellation zur Kenntniß des Herrn Justizministers bringen. (Zur nationaien Gleichberech-tigun g.) In der 15. Sitzung des Landtages wandte sich der Statthalter auch gegen jene Partei, welche behauptet, „daß politische und Gerichtsbeamte in den slovenischen Bezirken Steiernlarks verwendet werden, die der slov. Sprache unkundig, mit der Bevölkerung nur durch das Mittel eines Dolmetsch verkehren können"; der Redner erwiderte: „Was die politischen Beamten anbelangt, so muß ich erklären, daß im Süden Steiermarks kein einziger stabil angestellter Beamten in Verwendung steht, der der zlveiten Landessprache nicht vollkommen mächtig wäre. Ebenso ist die Regierung darauf bedacht, daß bei den Gerichten Untersteiermarks überall Richter bestellt werden, die der slovenischen Sprache vollends kundig sind; ich halte es für meine Pflicht zu konstatiren, daß das Obergericht und sein im Richteramte und in der Wissenschaft so hervorragender Präsident hierauf das größte Gewicht legen." (Theater.) Heute hat das Ehor^Perso» nale seine Einnahme und ist die gelungene Aufführung der bekannten, äußerst lieblichen Operette „Iavotte" zu erwarten. Da die Besetzung in den Hauptrollen eine mehrfach geänderte ist, dürfte dieser Umstand und die Thatsache, daß der Länger-Chor sich während der ganzen Saison äußerst eifrig, fleißig und gut gezeigt hat, geeignet sein, die allgemeine Theilnahme des Publikllms zu erwecken. (Druckfehler.) Im Marburger Berichte der letzten Nummer ist zu lesen: Reservesond 32.942 fl. 41 kr. . . . Unterstützende Mitglieder zahlen jährlich 4 fl. (Schwurgericht.) Für die dritte Sitzung de» Cillier Schwurgerichtes ist der Präsident des Kreisgerichte» Herr Johann Heinricher als Vorsitzender berufen worden. Stellvertreter sind die Herren Landesgerichts-Näthe Peter Lewitfch-nigg llnd Edmund Schrey von Redlwerth. (Evangelische Gemeinde.) Nächsten Sonntag den 9. April findet zur gewöhnlichen Stunde in der hiesigen evangelischen Kirche Gottesdienst statt. Letzte ^ost Drr ulcdervsterreichtsche Landtag hat der Gemeinde MallerSbach eine .zweihundert-verzentige Umlage bewilli,^t, anstatt der verlangten vierhuiidertperzentigen. Die Kosjlen für die südslavlfchen Flücht« linge werden in de» gemeinsamen Voranschlag nvch nicht eingestellt. Der RechtSausfchnß deH ungarischen Abgeordnetenhauses will die Todesstrafe bei-behalten. Eingesandt. Spar- und Vorschuß'Konsortium des ersten all' gemeinen Beamten-Vereines der österr -ungar. Monarchie in Marlmrg. Ausweis bi» 1. April ld76. Zahl der Mitglieder 58 mit 34. volleingezahlten s./d 29 in Monatraten zu zahlenden Antheile«:. Antheilseinlagen.....2040 fl. 50 kr. Einschreidgebühreil (Reservefond) 88 „ 20 „ Bezahlte VorschubnUen . . . Bezahlte Zinsen . . . 04 „ 59 „ Einnahmen: 23t''9 fl. 29 kr. Vorschüsse an 12 Mitglieder . 2170 fl. —kr. Stempel für Registrirung . . 1.3 „ 30 „ Angelegte Baarschaft i. d. Sparkasse 18k „ 49 „ Ausgaben: 2369 fl. 29 kr. Eine Antheilseinlage beträgt 50 fl. und kann in Monatraten a 1 fl., die Einschreib-Gebühr von 2 fl. kann in Monatraten k 20 kr. erlegt werden. Beitritts-Erklärungen übernehmen: Der Obnlann: Herr GMnasial-Direktor Gutscher (täglich von 11—12 Uhr in der Direktionskanzlei de» k. k. Gynnlasium») wo auch die Vorschußgesuche zu überreichen sind. Der Kassier: Herr Sparkasse-Sekretär Hieber (täglich von 8—12 Uhr Vorm. und von 3—5 Uhr Nachm. im Sparkaffelokale). Der Buchhalter: Herr Escomptebank - Kaffier Gärtner (täglich von 8—12 Uhr Vorm. und von 3—5 Uhr Nachm. im Lokale der Marburger Escomptebank._ Eingesandt. Schlußbenlerkung. Ich hätte zwar gewünscht, daß der „Kritiker des Konzertes", der Verfasser de» „Eingesendet" und der „Namenlose" der vorigen Nummer diese» Blattes mit offenem Visir kämpfe und seinen Nameil nicht, wie Petrus den Herrn, dreimal verläugue, doch die bisherigen Auslassungen sind so beschaffen, daß die Anonymität vollkommen begreiflich wird und Lesstng's Wort: „Kein Mensch muß müffen", mag als Entschul-digung dienen, erkennt man ja doch den Vogel aus dem Gefieder. — Sie geben, Herr „Ohnenah m" zu, daß ich von dem Verdachte, die Konzert-Kritik geschrieben zu habetl, schon längst reingewaschen bin ; wozu Sie mir dieses Lob spenden, ist zwar schwer verständlich, nehmen Sie aber doch hie-für meinen Dank, auf welchen Sie jedenfalls gerechnet haben. In diesem Punke sind wir also quitt. — Sie erklären weiter, in Ihrem „Eingese»^det" Thatsache!^ angeführt zu haben und ich läugne diese Thatschen nicht, sondern suche sie nur zu beschönigen und zu rechtfertigen. Es handelt sich hier um zwei von mir gebrauchte, allerding» nicht alltägliche bildliche Au»drücke und diese prägen Sie gleich in Thatsachen um. Schade, daß diese zwei Bilder nicht reden können, auch sie würden Ihnen gleichfalls für dieses Avancement ihren pflichtschuldigsten Dank erstatten. Ich habe Jhneil erwidert, daß die beiden bildlichen Ausdrücke vollberechtigt, daß sie nicht falsche Münze sind, als die Sie dieselben voreilig hingestellt haben und Sie antworten mit dem einzigen Worte: „Thatsachen" nnd glauben es sei alles vertuscht und verdeckt. Ich muß aestehen, leichter hätten Sie nicht mehr diesen Gegenstand erledigen können. Sagen Sie doch, wenn Sie ein Mann sind, der sür das Gesagte einsteht: die zwei Ans. drücke sind falsch und sie können überzeugt sein, daß ich diese — Belesenheit werde zu achten wiffen. — Wenn Sie ferner zwischen den Zeilen meiner Erwiderung persönliche AuS' fälle heraltSgelesen l)aben. war es unpolitisch von Ihnen, es gleich öffentlich einzugestehen, dergleichen bewahrt man in den Tiefen seines Innern, kratzt allenfalls, wenn es schon ge-bissen hat, aber läßt Nienmnden hievon etwa» merken — Beichten Sie also in Zukunft nicht so laut!!! Der Kniff endlich, nachdeni kein Ausweg mel)r übrig ist. nach der Polizei, l)ier dem l^/l'. Publikum zu rufen, ist schon so abgenützt, daß mall fast annehtnen lnüßte, Sie hätten bis jetzt sanft geschlnlmnert, da Sie hievon nichts zu wissen scheinen; »veil Sie also ein verschlafener Gegner sind und ilberdieß iln Dnllklell manövrirell, werden Sie es jedenfalls begreiflich fillden, daß ich bis zuJhreln Erwachen nlich ill kein Gepläilkel nlehr, das Sie mir so leicht machell, einlassen werde. — Du bsky. Nr. ZbSS. (SSö Jagdpacht?t«Ssch»eib«ttg. Vom Stadtrathe Marburg wird daS Jagd« recht in der Katastral-Gcmeinde St. Magdalena mit einem Flächenmaß von 511 Joch 1349 Quadratklafter, auf die Dauer vom Tage des Vertragö-Abschlusses bis zum 1. Juli 1678 auf Gefahr und Kosten des vom Ja^^dpachte zurücktretenden Pächters Herrn Karl Noe v. Nordberg verpachtet, und zu diesem BeHufe die LizitationS-Berhandlung auf den 8., für den Fall der Erfolglosigkeit aus den IS. und »S.April 1876 hiemtt ausgeschrieben. — Der AuSrufspreiS ist einundvierzig Gulden Oe. W. jährlich. Es wird aber auch jeder mindere Anbot schon bei der ersten Verhandlung angenommen, und wenn am zweiten und dritten Verhlindlungs-tage ein höherer Anbot nicht erzielt werden sollte, auch angenommen werden. — Die näheren Bedingnisse können beim Stadtrathe täglich in den gewöhnlichen Amtsstunden eingesehen werden. Marburg, 31. März 1876. Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. Äass i'o/i me/iT' bis 22. ()ö1ümiss-I'ar1)öii in allen Nunancen. Kelftrniß, Terpentin, Leinöl, Lopallacke, alle Gattungen Farbe«, pinseln, wie überhaupt alle in mein Fach schlagenden Artikeln zu Herabgesetzen Preisen — bei größeren Abnahmen entsprechenden Rabatt — empfiehlt Vilioi'bvvic^ Maler und Anstreicher, Obere Herengasse, 390_„zum Hund". _ Arbeiter finden allsofort Aufnahme zu besten Bedingungen i» der k. k. pr. Surrogat- «b Feigen-Caffee-Fabrik von Eajetan Pachner in Feistrttz bei Lembach. 422 k'nti! Keller'« ^i8tliä8tellvii für Staare, Meisen, Spechte zc. werden pr. 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Ditse odbenannten sammtlichen Gegenstände kosten nur 3 fl. 50 kr., mit Packung 4 fl. 20 kr., in der Halle selbst. ?rs.tor»tra»»s IS. 303 TtukkaturRohr zu verkaufen bei F«rd. Tcherbaum in St. Jofefl. 412 Dampf-«.Wailukiibad in dtt ASrntner-Vorstadt täglich von 7 Uhr Früh bis 7 Uhr Abends. 156 Alois Schmiederer. ff Vt N W r: Eigene Erzeugung. I'llr äiö empkeklt Sokollrl s Illviäor - lliuläliws l» (46 ill eiKeie« NrllülSUe« M»rl>eilele neuester reine Uvlle von 20 i1. aiifvv. „ sek^ar^ aus ?eruvien n. ^oskinß^ 22 „ „ sein in selir netten I^ustern . . 25 „ in allen l^^arlien . . l1 », „ »US draun, blk^u 'IVieot 16 „ grosse ^us'^valil .... 8 fi'i8vk angekommen UtQAS, in-unä »uslänlliselie k'ttdrikttte, l)eliel)t6 Illuster ftinll stets ttw I^sKer unä ^veräen ^n^üZ^e selmellstens ntteli Nirss ANKet'ertiL?t. k'ür KuteMtlierei .lederwann Aarantiit, nielit passenäe ^leilier ,^nstan6 ret0nrAen()wmen ocier um^etauselit; sv^viv IN netter .i^us^altl für ^eäe (Zsrösse . . . V0N 4 ü. LUifvvkrts. v lt u v n s k a S susv ; S HM W s Z. 210. (SSg Kundmachnng. Auf die Maria-Raster Bezirksstraße II. Klasse sammt den Zufahrtsstraßen zu den Bahnhöfen Maria-Rast und Feistritz kommen pro 1876 655 Kubikmeter (gleich 520 Prismen a 40 Kubikschuh) Schotter beizustellen, und zwar: LooS'Nr. Kubikmeter 1. Bon der Birn in Magdalena bis zur Briumdorf- Pickerndorfer Gemeinde-Grenze.....Iva 2. Von dort bis zur Lembacherbriicke.....IVO 8. Bon dort bis zur Feistritzbrücke sammt der Zufahrt- straße zum Bahnhose Feistritz......126 4. Von dort bis znr Gemeindegrenze Maria-Rast . 76 ö. Von dort bis znm Eingange von Maria-Rast . 50 6. Von doet bis zum Friedhofe ....... 70 7. Von dort bis zum Ende der Bezirksstraße in Zmollnig............63 8. Auf die Zufahrtsstrahe von Zellnitz zum Bahnhofe Maria-Rast............ 9. Auf die Zufahrtsstraße von Zellnitz zum Bahnhofe Maria-Rast in der am linken Draunfer gelegenen Strecke............. 10. Auf dieselbe Zufahrtsstraße in der am rechten Draunfer gelegenen Strecke ....... 13 Zur Sicherstellang dieser Schotterverführung findet Donnerstag den >K. April l. I. eine Minuendolizitation statt, und zwar für die Loose 1, 2 und 3 beim Gemeindeamte in Lembach Vormittag halb 9 Uhr, fi>r die übrigen Loose beim Gemeindeamte in Maria-Rast Vormittag 11 Uhr. Die Lizitationsbedingnisse können in der hiesigen Amtskanzlei eingesehen tverden. Bezirksausschuß Marburg, 16. März 1876. Der Obmann: Konrad Seidl. 3g 13 KM ««» AmWMiliij. Der Gefertigte beehrt sich hiemit anzuzeigen, daß er wegen fortwährender Kränklichkeit sein kassvi'Ilau«- uns Käijt-Ke^ellM in der Tegetthofstraße dem Herrn Franz Url übergeben habe. Indem er aus diesem Anlasse seinen bis-herigsN ?. 1'. Herren Gästen und Besuchern seinen herzlichsten Dank ausspricht, glaubt er nicht zu fehlen, wenn er seinen Nachfolger zum Besuche bestens anempfiehlt. Hochachtungsvoll ergebener Alavl»vr. Mit Bezug auf Boriges bitte ich die ?. ?. Herren Besucher des obigen Kaffee» und Gasthauses — wie bisher meinen Vorgänger — künftig auch mich beehren zu wollen, mit der Verficherung der besten und zufriedenstellendsten Bedienung mit allen die beiden Geschäfte berührenden Artikeln. Zeichne hochachtungsvollst ergebenst Franz Arl, 417 __Caffetier. Verantwortliche Redaktinu, Druck und Ä^rlag von Eduard Ianfchih in Eine Eirnitir Gatttiimibtl aus Lärchenholz, mit Verpackung nur fl. l Ä, bestehend ans t> zusammenlegbaren Sesseln nnd einem rnnden Tisch; zu beziehen durch Kärntner Holzindustrie Billach. 41k dessen sich der Professor der Mathematik in Ktltiii ZW. Wilhelmftrißk IS? erfreut, bewog mich ihn um eine feiner wissenschaftlich ausgearbeiteten Justrnktionen anzugehen und ich erhielt die-selbe gegen eine kleine Spesen-Eutschädigung und stehe da, schon in der vtSR'roi» Ziehung gewann ich ein Da genannter Herr seinen wissenschaftlichen Beirath Jedem ertheilt, und auf Anfragen sofort UNd gratis antwortet, kann ich Jedermann empfehlen, sich an denjel» den vertrauensvoll zu wenden. 289 Pesth. k-astmir von Sarlöst». «artneg. ---^