«»r,, Vi«>» oii, 1 — ^2.1«I,eg»ng N»Sok»i>ßIlOk ti»ß«n»?d»n »tr. 2a70» »0Rii» uii6 Suet>«Iniok«t»t 20Z4>: Mck^Ivo«. «l. 4» w »rooitcko. Am»«« ul. 17. Ssi«klok« Kickwi«» I^vekpoew d«!l«s«n. g^g IVII «i'. SI2 IDont»A, «t»« 2k. »ovvmdsr 1S32 >««?»<«»» u. in ^»fibos: »)uriiö«vs ul. 4 sVsfwsltung) kOiugipr«!»«: /^dkolsn, monstt. 2S vin. »ustailan 24 vin. rjurek Post monztl. 2S l)ln, k0f «t>» üdilg« monatl. SS vii». ^««inummv l di, z vjn. W»ts«» «lokt wwfnlor^ Maribom AeiMN ZNontagsAusgabe BmingllMes Attentat Die bretonischen Autonomisten versuchen einen Anschlag auf Herriot „Ich klage die G.P.U an!" (^ilthüllltttfen tiner aus Ruhland ausgewie« scncn korresponbentin. Mls; (5 l y iii a n, die .'liva vier Ja) re lan;^ li «? ^^^rl.^enscllls sollte die enssli?ch? ^our nalistin s^'stsienommen und an die Grenze' absieschl^'lx'n werden. Misi ^lyiuan widerics,^» te sich nickU dem Vekehl und reist? so'ort ab. Ein'lsie Tat^e nach ihrer Abreise erschien in der dent Zentralorqau der «oirjetrciiierunq, ein au?fi'llirlicher '^^rtitel, in denl die Au'^weisnng der.^lorrespondentin der „Tniln ^xpres^" c^erech!fertigt .'vur^e. Ter 'Artikelvorstisser, der seine Informationen l>rei'e'l0'^ aus erster Quelle, d h. von der P. U. sc'ibst er.'ialten hatte, warf Mis^ (^'lnuian lii>inerijche V-N'ichterstattun^i vor nnd behanpiete, sie habe absichtlich und trol^^ l'esseren ^^^ijssens »lehnssi-sie und verlt der Welt rertrcitet. Bcson-t»ers aerei.^t waren die Towjetbehörden, als Mis; (51 NN,an. ohne vlirs>.'r die (^.^?nehmignnji verlatljit zu haben, eine Reise nach dem ent-iet^enen Norden Towjetrus^lands unternahm nach dein Wei^.uie^r-lV.vl'iete, uni ^ie l^age der Perbannten in den dortitien üson;.'ntra' tionslastern zu studieren. ^hr<' Berichte dar-über wurden von den amtlich-i'n Zowjelst!'!-len als er'osien aekenn'ieichnet. Nun holte die nach London zuruck^ielelnte ^lorresl'ondentin zu einem (Vecien^chlas, Auf der iiiopsseitc der „Tailti Express" erschien in sensationeller?lunnachuns^ ein o''c-ner Anklaj^e'brief. der an den stellvertreten-t>en Chef der russischen politlsck>cn Polizei ^^e^ richtet ist nnd die Uebl'rschrift träqt: kla^ie die P. G. U. an!" Mis; Cltinian stellt in isirenl ?^rief eine Reihe von ?^?s!auptult-^en aus, ^ür deren Nichtil^keit sie sich ver-bnrqt. ^^n einen? Leitartikel fordert üic ^^te^ daktion die Leitung der P. U zu ^en st^'lien sie erhobenen Beschuldifluul^en ö'>'ent. uch Stellung zn nehmen. Die Redaktion erklärt sich bereit, die Antwort der G. P. U. an dcrse'l'en Stelle des Blattes und :n derselben Au'inachunc, zn veröffentlichen. Mis; Clvlnans Enthülluns^en siird in ')er Ta^ sch^veriviesieud. So erklärt sie z. B.. der Leiter der P. U.'Abteil'uNji in der Stadt .'ileut aut Weis'.eu Meer, den, die!»konzentra-tionssalN'r unterstellt sind, l^alv selbst über seine Methoden znr Erzwinc^umi der Diszik Plin den 7^nsassen geäusierl; diese öe-schränken sich in der."dauplsiich> auf rebeus-mittelrationen und ^lialrouen Mis; i>.lv!l'an fri"^' ferner, ol> di<' P. U. die Tatsache dementieren kann, das; ülx'v (^)efatt- klene. die >i?^isteu i'knaliiie 7^nq«> nieun', ^uristeit, Priester und and-ere ^«ir- P a r i s. 20. November. Auf den Ministerpräsidenten Herriot wurde, als er .^ur Vierhundertjahrseicr der Vereiniqunfl der Bretagne mit Frankreich fuhr, ein ?ltleutatsl^ersuch verübt, der jedoch qlücklich-erweise nicht geiauc^. An der Linie Paris—Nantes wurden am Sonntaq irüh ivährend eines dichten Nebels hart am Flusse Loire an einer engen Stelle von Unbekannten beide Meise mit Boinbcn gesprengt, so daß sie unpassierbar wurden. Die Citploiionen machten das Bahu^vrional auf den Atlcutat!?versuch aufmerksuia. Alle Züge, darunter auch jener Herriots, wurdeu in den benachbarten Stationen ongehaiten. Der Mittisterpräsident trar, da mittlerweile die Linie ">aibwegs instand gesetzt werden konnte, mit einer einstündigen Persvcitung in Nantes ein. wo er erst erfuhr, in nvlcher (^^sahr er gesch.rebt Hatto. Die Behörden leiteten eine umfanc^reiche Untersuchung ein. An Ort und Stelle wurden zahlreich? Detektiv«? entsandt, di« bald die ?^ftstellnnq machen konnten, das^ eine iiroße schivarze Liutousine in aller Fri'che an der Stelle gehalten hatie. Als kurz 'oara'is die beiden Detonationen erfolgten, fuhr das Auto rasch davon und verschwand im Nebel, ohne das; man seine Nummer erkannt hatte Man glaubt, das; man es mit einer Sek!e zu tun habe, die sich „Wwenn Du" nennt nnd deren ,^iele nicht ganz klar sind. Alle An zeichen sprechen da^ür, das^ diese Sekte i'or einigen Monaten den Anschlasi au' das T^enk mal derrlots an den ,^ul!i-läuutsfeierlichkeit?n zu verhindern. sprechen. Darin liegt die l^rös^' der ron Schleicher eingesel.uen 7^nlrige Techalb fordern die Teut'chnationnlen eine iiterparteili che Persönlichkeit und die Unabhängigkeit des.Ä>iudcnburg und Hitler ist bei den Nationalsozialisten eine durchux^gs optimistische Allsfassung der Situation zu be-obachteit. (5s ist noch nicht bekannt, ob v^iller noch weiter auf der !^^erteidigungsschnnze des Parlailientarisuuls bleiben ivill, oder ob er nicht etn'a delil Drnck der hinter '^.^indenburg stehenden reise nacl>gibt und sich auf die Linie eines i>on den Reichswehrgeneralen in seiner (^esanilpolitik kontrollierten Prasi-dialtabinetts zn nick ziehen wird. Diese Frage musi übrigens lhre «lärung iit tien Berbaud-iuugen erfahren, die >)itler nud seine Mit' arbeiter mit den Vertretern der übrigen Par teien begonnen l'>itler fordert den ^tan^lerpo-Iten »ür sich, uiu dadurch seiner Partei iiach-lzaitigsten Cinfllls; aus die Regieruniispoiitik zu sichern. Dieser Forderung? widersetzen si6> die «reise nur .("»ngenberg uud ebenio die reise hinter >^>indeubnrg. Das; (.^enera^ Schleier spiritus rector der inaßgebenden politischen .>i reise ist, kanll letzt keinem Zweifel unterliegen. Schleicher will nicht, das^ .i'>iller .^ianzler niird und läs,t, sich selbst aus c-er Affli-re ziehend, .longenberg das '^'.^^rt aus- Oberst Nobln« ou^gesun-den W ashingt o n, 20. Noveniber. Oberst N o b i n s, eil, intimer Freutid des Präsidenten .'^)oover, der seit dern September bei cluer Wahlpropagandareise in rätselhafter Weise verschwunden war, ist jel.tt wohlbehalteit im Gebirge bei Aslieville ^Nordtarolina) heruinirrend ansgesnnden lvorden. Er hatte unter einenr anderen ^^l'a« nren einige Zeit il» einein entlegenen tleinen Dorfe gewohnt. Man hat festgestellt, das; e, an (Gedächtnisstörungen leidet. Bekanntlich mar das (Gerücht verbreitet, da^ Robins von Altoholschuingglern entführt nnd ins Meer geworfen luorden sei Dieses (Gerücht hat sich lnininelir als nn wahr herausgestellt. «Amerika den Amerikanern!'' Roofevelt kehrt zur Monroe-Doktrin zurück W a s h i lt g t o n. November. Laut „lLhicago Tribüne" wird die zukünftige de-lnokralische Regierung sich von der .'(^oo^'er-schen Aukeltpolitik hinsichtlich der Haltung der '^bereinigten Staaten in den internario-naleit fraget! abkehren nnd sich wieder der reillen Monroe-Doltriir „Amerika den Amerikanern" zuniettden. Nach Ansicht der De-niokraten besteht die Ge'ahr. das; die Bereinigten Staaten durch die Politik iitterua- tionaler Frx'undschaftsabkoillineu iBriluid« .^ellogg-Pakl) in .^loinolik'itionen hinein.le-zogen werden löunten. Tie Teiil!?traten rücken also s'fen vom ?liellogg-Pakt ^.'liue das; sie nnuischi-en, das; die '^iereiniglen ^taa-ten diesen Pakt iorinell ii'indigeu la.? v^-atl ist ferner der Ansicht, das; die ameriluni' sche Politik im Fernen Oüen insbesondere in der inaitdschurischen Frage eine Aende-rnng erfahren wird. lreler der intellektuellen Schicht, iin öden Ge biet o!N '^^^eiszen Meer an dein Bau von z7a-näleit nitd an der Crschließuitg der Erzl.ige-rungen als einfache Arbeiter tätig sind. Den Soinmer hind>lrch ivurden diese M).M0 Intellektuellen gezwungen, schivere Plivsische Arbeit an der Ki'iste des Weiften Meeres zu verrichteu, uut Cnde Septeniber in der Gegend voll Stari Latitsch, etwa ?00 knl nörd' lich von Leningrad, als Holzfäller verwendet zu werden. Diese Gegangenen —. so behanp» tet Mis; i5ltiillan — bekonilnen keilien Lohn. Sie erhalteit nilr karge Lebensiuittel- '.nd Tabakralivtten. Dabei wird ein bedeutender Teil dieser Perp'legungsinittel auf de«, langen Wege ron der BersorgungSzentrale bis zu den .>tonzentratiouslagern von den Agenten der G. P. ll. gestohlen. Kann die Leitung der G P. li. — so fraflt Mis; (5lnluan bestreiteil, das; nach einer langnnerigen Untersuchung kil« G. P. U.-Agenten für steinali'che Altsplünderung der für die Insassen bestliillltten ?el>ensnnttelvorräte erschossen uwrden uuiren? Im Winter 19LV sind auf Befehl der G. P. U. aus der südlichen Ukraiite lakensaunlieit wegen ihrer Aeisieritng, in die landwirtschaftlichen litollektioen ein^iltre-ten, in das Tnndragebiet hitlter deili nördli--chen Polarkreis zwangslvei'e abtraitsvortiert worden. Die kleinen .'»linder, die weder u'it tvariller leidung noch illit Nahrung versorgt n'aren, nnirden durch den Frost dezi-iniert, llNd viele erwachsene Bauern 'ieleil der Typhns-Epidemie zuln Opker. Tie Neberlebendell leben heule noch in der Tep.>rta-tion. I'ie führen ein Stiaoenda'ein ili den Phosphorgrubeu, und die Frauen arbeiten in den Steinbrüchen. „Ist es vielleicht iticht ivalir", so uleinl Mis; i^'lntnan, „das; eine '.'luzahl von Sied-lilngell iul sowjetrussischen N'or>dgebiet, ivie z. B. in Hibinagorsl. Nenmstroi, Murmansl und Archangelsk, aiissch!ies;lich durel, Fro:,-arbeit der verbannten s^tiilatei, ansgebaiit werden konnten:'" Schliesslich 'etu sich die el,glisch<' Iourna-listin «gegen die Behanolnug der Zow^titel"-len zur Wehr, das; ilzre Berichte i't 'r r tereieit in der Roteir Armee vl^llia aus iier Ltt't gegriffen seien Zie nellt unter '^^eitvis, das; die Trupt'enteile, >ie iui vergangenen Soinuier nach dein gros;?>i Z^'nlriim ^er?^ei> tilindustrie, Iirinlou^'0''<^^^oeviiesensk. znr .Niederschlagung der ^lreikniiriilieli eulstind! lvorden waren, sich irei.'erten, die Bete-ij' ihrev Borgeiel.Ueu aii-i^^üfiihreil. t.'nd 'ich aus die Seite der streilend:'il '?lr!'eiler siellten. Ter Allirilbr in Iivaliowo Weesilesensl war infolge der '»ri-lnbaren Lel-eli-^^mitielnot auo-gebrochen. Mis; l^'lnttian aur Grnnd au-tlielitisc^l^er >>nsoriiiatioiken behallv!et, be?a-inen die dortigen Arbeiterkinder ser- acht Monaten keilie Misch nnd die letn.' Flei'ch^ ta!ioli wurde all die I>t>dllstriearbei!er deö Tistrilts am l. Mai, iinläs;!!ch de-? rolen Feierla.^es, verabreicht. Man lnns; ae'vanilt lein, ob die 5e!"ie! regiernng eo iür meguch fi^'d"!« N'ird, die s.'bir^'ren Besch!'ld!^^:n>''lt dl'r „Tailn (5rvres;" zu dementi'.'^ren. ö'seiitlichteit hol ie^en''!!-.- eiil dar auf. iin dichten l^'e'''.''!e der irid.'ls'.'v^'.l^ ndeil "^'^erichie üli>.r di<' L^i'e !N d!.' el'ie! lire, mlverfälschle Wa^hrhen zu er'al,reu> „Maribover Zeitung- Nummer 31^ Moiltag, den LI. !^covcmlcr Z!.'32. Der Erdball voller Wunder Weltreisen einst md jetzt «M Mae Kli« ße « ith. Die Welt ist klein geworden, prosaisch und phantasiearm. Nacl^chem «die beiden Po^ cnt-dcctt, die höchsten Spitzen der 'Levge erklommen, der afrikanische Urivaid dur:!^uert, die ,vilden Gebiete Asiens und ^Büdamerikas durchforscht, nachdem socjar tiie Arktis von einein nmerikanisckM Flieger und seiner ^'NMlllc zum Wt die« ser (5inenliunq des menschlichen H'.'rlzontes au' Erden ihre Begründung nicht nur in dem Drang nach neuen Miten, sondern auch in der Erkenntnis, daß die Mutter l5rde denl abl^nteueruchen Geist ihrer Kinder kein 'Betätigungsfeld mehr zu bieten verma>i. Insbesondere ist eS der Film, die tönende Zchau, die der heutigen Generation die e-V-legensten Winkel unsestuche Pforte der -It^elt", den Gibraltar, passierte, und die unernnkß-lichen Gefilde des Ozeans erblickte, packte ihn das Granen. Er stiirzte sich vont Äord des Schiffes in die Meereswogen. Von den qeheuerlichen Gefahren und Schrecknissen der Vorstellungöwelt des Persers brach seine ^^rvenkra^t zusamnien. Aus Todesangst' flüchtete Satafpes in den Tod. Odysfeus' 'ianssjährige Irrlahrten sind ein klassisches Beispiel dafür, das; für einen Weif um'egler im Altertum die Dichtung von der WaHrkjeit kaum zu unterscheiden war, die Phantasie mit der Wirklichkeit eng verfloll>-ten war, Wir, die späten Nachsahren, können unml>glich beurteilen, was an den Erzählungen des Odtisseus' in seinen wahren Erlebnissen begründet und was auf den ver-stäMichen Wunsch des flüchtigen Ehemann? zurückznfichren n>ar, vor der treuen Penelope den wechselvollen In!üalt der zi'hn Wander-jahre zn verbergen und z'lt verschönern. In den späteren Zeitlöu^ten wurden Götter, Göttinnen und verführerische Sirenen nnmodern. Man begann, von phantastischen Natnrerscheinnngen, von grotesken Tieren und P'lanzen zu saseln. Als nmn die erste ^age Kenntnis vom Magnetpol bekam erzählten heimkehrende Zeefahre? ini Freundeskreise die merkwürdi lösten ^^schichten. Unweit des Nordpols sei der jiefährliche Magnetberg gelegen. Jedes Schiff, das das Unglück hatte, in den Wirkungss'ercich des Magnetberges zn gelangen, sei unrettbar ler loren. Zuerst flögen die Messer aus der .?>and der Matrosen in der Nichtnng les Berges, denen dann alle anderen Metall'^egenstände von Bord des Schiffes folgten. Aller Schratt ken, Nägel nnd Eisenteile beraubt, sei daZ Schifr den, furchtbaren Untergang mit 'Mann nnd Maus <'emeifit. Der Walfisch, der nach biblisck.or Darstellung den Propheten Jonas lvrschlungen hat, war ein harmloses Tier im Be gleich zu den schrecklichen Ungeheuern, non durde durch die Straßen der Hauptstadt geführt, und die ganze Bevölkerung folgte der Prozession, um das Riesentier zu betrachten, von dem man atls den Reisee^^ahlungen wußte, daß es den Schwanz nicht hinten, sondern rorn, n^ zwar untten im Gesicht trage. In den ersten Iaihrzchnten nach der Entdeckung Südamerikas mar überall in Europa der Glaube verbreitet, daß die Paradiesvögel des südamerikanischen Urwaldes keine Beine haben. .Holländische' Seefahrer berichteten von einein Baum ans Java, auf dem bunte Vögel nmchsl?n. In .^>interindien wollen sie ans eine ander ui'rlwürdige Baum-gattung gestoßen sein, einen giftigl'n Baum, der alles Leben im Un^kreise van drei Meilen tötete. Und auf den ^'errö^^nseln gebe es den sog. Regenlaum. re^ielmnßigen ,^eitabstcin>den reqnete es näniiich aus den Blätern dieses Baumes, sodass die Eingebo-ttnen ihn a^s von der Natur geschaffene "Dusche benutzten. .^'ellt sind wir iiber solcsie ilnd Hnliche Geschichten erhaben, .^usanmien niit ihrem Kinds'eitöaiter bat die Welt, die inzwischen reif geworden is' -^l.-.ulvn verlo- ren. Die tönende Schrift Eine UmwölMg auf dem Gebiete der Tonwiedrrqabe Auf dem Gebiete der Tonwiedergabe ist eine neue Sensation zu verzeichnen, die zunächst für das Kino und später auch für die gesamte Musikgestaltung von umwälzender Bedeutung werden kann. Eigentlich handelt es sich diesmal nicht nm die elektrische Erfassung von Ton und Klang zum Zwecke ihrer Wiedergabe, sondern um die Möglichkeit der unmittelbaren Niederschrift von Lauten, um eine tönende Schrift, um eine synthetische Musik. Bekanntlich ist es schon seit Jahren möglich, synthetische Filmbilder herzustellen. Die erfolgreiche Micky-Maus ist der beste Beweis dafür. Jetzt soll derselbe Prozeß, der zur Entsendung der Micky-Maus geführt ^tte, auch auf den Ton angewandt werden. Der Gedanke lag auf der Hand, daß die Zick-Zack-Linien, Streifen und Zeichen, die durch Verwandlung der elektrischen Ton-schwingungen in Lichtwellen auf dem Ton-stlmstreifen entstehen, künstlich mit Menschenhand auf diesem Streifen erzeugt werden könnten. Die Versuche, die bis jetzt in dieser Richtung gemacht worden sind, mißglückten, Vis es endlich dem Tonfilmforscher Pfenninger gelang, tönende Zeichen niederzuschreiben. Pfenninger erforschte und ergründete zuerst auf das Genaueste die Zusammenhänge zwischen den Tönen der menschlichen Stimmen und den Klängen der Musikinstrumente einerseits und den dadurch hervorgebrachten schwarzweißen, schattenartigen Zeichen auf dem Filmstreifen andererseits. Er gelangte zum Ergebnis, daß jedem Ton ein besonderes Zeichen entspricht. Er ging dann zur Erforschung der .Halb- und Bierteltöne über und stellte somit die Grundlagen für die tönende Schrift auf. Die tönende Schrift befindet sich selbstverständlich noch im Anfangsstadium der Entwicklung. Man braucht aber keine übermäßige Phantasie zu besitzen, um sich vorzustellen, welche Ausblicke sich durch die Vervollkommnung dieser Erfindung nicht nur für die Tonwiedergabe, fondern für die Ton-erzeugung eröffnen würde. Sie bietet nämlich die Möglichkeit, in Zukunft eine neue Welt von Tönen und Klängen zu erzeugen, die das menschliche Ohr in solcher Zusammenstellung noch nie gehört hatte. Wenn der eingeschlagene Weg folgerichtig weiter beschritten wird, so wird es möglicherweise durch Zeichenkombinationen auf dem Filmstreifen gelingen, Töne zu erzeugen, die bis jetzt von' keinem Musikinstrument hervorgebracht werden konnten und somit das menschliche Gehör in gewaltigem Ausmasse bereichern. Der zukünftige Komponist wird mit .Hilfe der im Ton reproduzierten Zeichen über eine Fülle von Klängen und melodischen Bildungen verfügen, der gegenüber die Sinfonien der heutigen Zeit als ganz primitive niusikalische.Schöpfungen erscheinen werden' In der weiteren Perspektive liegt die Möglichkeit einer ausgezeichneten kunstvollen Imitation der menschlichen Stimme. Wenn einmal die Zeichen, die auf dem Ton-filmstreifen die Vokale und Konfonanten unferer Sprache wiedergeben, einwandfrei feststehen, fo wird «S ohne weiteres leicht möglich fein, ein tönendes Zeichenalphabet yerzustellen, eine optische Niederschrift der menschlichen Sprache. Damit nicht genug. Wie eine photographische Platte durch die Kunst des Photographen retuschiert und verschönert werden kann, in ähnlicher Weise wird man das gesprochene Wort, den Klang und dle Modulation der menschlichen Stim-Nle zur höchsten Vollkommenheit gestalten können. Ein weites Gebiet der Tonretuschie-rung eröffnet fich somit für die Kinoindustrie, und kein Sänger wird in Zukunft Gefahr laufen, das hohe C nicht ganz einwandfrei bewältigt zu haben. Denn der Tonre-tufcher würde mit Leichtigkeit durch eine ge-wifse Verdichtung des Zeichens auf dem Filmstreifen den Ton in beliebiger Weife regulieren können. Freilich handelt sich bei diesen Vermu-tungen um die Zukunftsmusik im wahrsten Sinne des Wortes. Nach den bisher ge-machten Erfahrungen steht es aber aller-dings fest, daß diese Zukunftsmusik, das synthetische Kammerorchester u. die gezeich-nete Sinfonie keine Ausgeburt der Phan-tasie eines Romanschriftstellers darstellt, fondern im Bereiche der technischen Wunder unseres erfindungsreichen Zeitalters liegt. __ -ky. Bluttrinken «in «ner,etzliches Heilmittel? Bon.Hans Bauer. Es gibt neben wirklich Kranken Menschen, die krank sein möchten und die vorgeben, krank zu sein. Und es gibt Heilmittel, die ein-zunehmen keinem gewöhnlichen Sterblichen ein Vergnügen bereiten dürfte, aber „die Geschmäcker" sind verschieden. Man solle sich daher nicht wundern, wenn sich einer von uns mit den Worten verabschiedet: „Jetzt gehe ich Blut trinken". Es gibt in der Tat Menschen, die frisches warm?s Blut trinken, selbstverständlich kein Menschenblut, sondern Rinderblut. Solche Liebhaber sind in der letzten Zeit fast überall zu finden. Am eindrucksvollsten sind die Szenen, die sich in einem großen Pariser Schlachthof abspielen. Interessant sind allein schon die medizinischen Aeußerungen, die man dort zu hören bekommt. Da erfährt man, daß Ochsenblut für die Gesundheit gut sei, und daß schwache Menschen durch Bluttrinken sich schyell erholen. Freilich, es sei etwas unappetitlich, aber man gewöhne sich schnell daran. Der Mensch gewöhnt sich bekanntlich an vieles. Bluttrinken auf dem Schlachthof in »t»ke Ära«» erfahren durch d«n Sebrauch des aatütt chen ..Aranz n-rw-issers 'Un- gehinderte. leichte Darmenlleerung. womit ott eine außerordentlich wohltuende !iüt!n?irt'ing »uf l»te «rkrgnkten Orgine ontiunden ist fer klassischer i.^ehrbücher iür Frauenkrankti^ilen schreiben, daß die günsfi^^en Wirkungen »eS Ar>»j«T>iej. SasserS auch durch ihre llntersu-chungen s'estStigt seien. Da« »»tzk«»»'i^»Ies-.,t^ttiknvt'si»r ist in Ava-thelen Drogerien und Eve^reihandlunuen er-bSItli». der Nähe des noch zuckeriden Tieres, macht manchem sogar eine eigenartige Freude. Mit glänzenden Augen verfolgen nianche Blut-trinler die Bewegungen des Schlächters, und ihre Augen funkeln, wenn die Schlagader init einem scharfen Messer durchschnitten wird und das Tierblut dalupfend in ein großes Gefäß fließt. Dann werden Krüge mit Blltt gefüllt, die von den Anwesenden gierig entleert wer-! den. Es gibt Bluttrinker, die sich sogar am Aroma des warmen Blutes ergötzen, und man wundert sich schließlich garnicht, wenn ein ^ Schlächter laut sagt: „Das schmeckt besser alS l Rotwein". ! Es fehlt allerdings attch nicht an Menschen, die ihren Widerwillen schwer verbergen können. Es passiert sogar mitunter, daß ein junges Mädchen, das hier Rettung vor Blutarmut sucht, bei der grausamen Prozedur, deren Zeugin sie ist, ohnmächtig wird. ES liegt nun die Frage nahe, ob Rinderblut in der Tat heilwirkend ist. Bei Blutarmut wird bekanntlich viel Fleisch, mitunter in halbrohem Zustand, sowie rohe Leber verordnet. Bon da bis zum Rinderblut ist an sich nur ein Schritt. Es fragt sich nur, ob dieser Schritt getan werden mnß, oder ob er sich doch erübrigt. DaS zweite dürste meistens zutreffen. .Hierbei muß festgestellt werden, daß zu Bluttrinkern oft Menschen gehören, deren körperliche Verfassung dieS keineswegs erfordert. In diesem Zusammenhang wird oft die Frage gestellt, ob Bluttrinken auch Psychische Auswirkungen haben kann. Wird Rinderblnt so eingenommen, wie dies etwa auf dem Pariser Schlachthof geschieht, so kann dies selbstverständlich auf manchen Menschen verroheitd wirken. Diese verrohene Wirkung kommt aber naturgemäß nicht etwa vom Blut, sondern durch die Nebenumstände, unter welchen das Blut genos. sen wird. Völlig verkehrt wäre etwa die Ansicht, daß durch Bluttrinken das Tieri-sche in uns irgendwie geweckt wird. ^ Vor einiger Zeit hatte sich vor dem Dort, l munder Schwurgericht ein Arbeiter zu ver-antworten, der aus Eisersucht seiner Stief. tochter 40 schwere Schnittwunden beigebracht ^ hatte. Der Angeklagte entschuldigte sich damit, daß er sich in einem Blutrausch befiln-den habe. Schon seit Monaten habe er jede , Woche zwei Liter Ochsenblut getrunken. Der medizinische Sachverständige hat seinerseits festgestellt, daß Ochsenblut keineswegs die ihm angedichtete Wirkung ausliefe. s Zeichnen sich unsere Mitmenschen, die etwa Tatarenbesstelik.gern vertilgen, durch be-^ sondere Rohheit aus? Die Frage stellen lieißt l sie beantworten. Nicht viel anders dürste es, von pathologischen Fällen abgesehen, uin Blnttrinker bestellt sein. Und doch gibt es inanche naheNegenden Ueberlegltngen, die das Bliittrinken nicht empfehlenswert machen. Medizinisch gesehen, stellt das Blut-trinken kaum eine Notwendigkeit dar. Bei dem heutigen Stand der medizinischen Wis-senschast fehlt eS nicht an anderen Mitteln und Diätvorschristen, die ähnliche Ergebnisse zeitigen. Allerlei Anläßlich einer Wildschweinjagd trafen zwei Jäger zwei Wildsäue. die merktviirdi« gerweise wie festgemauert dastanden und scheinbar, in das Schicksal ergeben, der Din» ge harrten, die da kommen sollten Me Jäger teilten sich bereits in die Beute und be-sprachen miteinander, daß einer von ihnen die Wildsau mit dem geringelten Schwanz, der andre dagegen die mit dein geraden erlegen wollte. Was taten aber die bösen Wildschweine in ihrer Hinterlist? Die Wildsau mit dem geraden Schwanz ringelte diesen, während ihre Partnerin das Gegenteil be-sorgte, so daß die Jäger verwirrt wurden nnd ihr Ziel, daS ihnen so nahestand, verfehlten. So hatte die wilds.'inische.Hinterlist über die beiden Weidmänner den Sieg davongetragen. Vkeiiiag, den 51. Now'mKer ^Maribottr Zeitung" Nummer AI?. Port vom Sonntag „Rapids" Debüt in der ersten Klaflt „Primorje" siegt mit Mi UeberraschungStreffern in dm ersten acht Miniiten - »Napid* lämplt fast zwei Drittel des Spieles mit zelin P!alm - Günstiger Andruck der Mannschaft L j u b l j a n a, 20. November. Das heutig^' Meisterschaftsspiel „Rapi d" —„P rimorj e", den man fiir die Ent-scheiduliq der Herbstserie der Kämpfe die gröjzte Bedeutung zumaß, nahtn einen ganz eigcntinrlichen Berlanf. Bald nach Anstoß provizi^rte „Primorje" einige kurze Angriffe, die aber mit solcher Energie durchgeführt wurden, daß ehe man sich vom Ernst der Situation überzeugen konnte, zwei Treffer im schwarzblauen Gehäuse landeten. „Rapid" erkannte zwar die drohende Gefahr u. ging sofort zum Gegenangriff über, doch war dieser Borsprnng nicht bis zum Schluß der ersten S^ieNälfte aufzuholen. Als aber dann noch gegen Schluß der ersten Halbzeit H e l-ler wegen einer Sehnenzerrung auSzuschei. den geMunqen war, schien der Äusgleicki des Spieles nech schwieriger. Trokdein „Ra nd" dann die gan'e zweite Svielhälfte mit nur ^el'n M^nn spielte, lieferte d^e Mannschaft doch noch ein ebenbürtiges Spiel, ja noch mlsir, das Hinterspiel agierte zweifellos ener« gischer, sodaß auch der Sturm, von der Dek kerreihe recht gut unterstützt, oft gefährlich zu werden vermochte. „Rapid" hat da^ Spiel zwar mit 2:0 ver loren, aber die Punkte doch erst nach hartem Kampf abgegeben. Der Eindruck, den die Mannschaft hinterließ, war recht günstig. JnS besondere gefiel B a r l o v i L, der durch seinen wuchtigen Stoß alSbald Aufsehen er regte. Barloviö spielte auch mit einer Am bition, daß er wirklich der beste Mann im Felde war, ebenso F l a ck, der durch sein präzises Abdecken, immer wieder die Gefahr bannte. H e r m a n n im Tor absolvierte ein reichliches Pensum ^ind bewies aufS neue sein grosses Können, ivon der Läufern war wieder S e i f f e r t der beste. Im Sturm stach H e ll e r lierans, sodaß man sein Ausscheiden doppelt bedanerte. Nicht besonders gefiel der Schiedsrichter » Z« >«NtlIch»ß de» VUi«s trtak«, Ei» etnlg» Tage hindurch et« »la< na rltrltche» »j^e>«t'A»ftt--t»!ia-E!s°»b°r„,er » v ' °r dem Goal der Pr««: T'nrla-Viklorla Ziükov S^I? ?cPl!»er I. War „Svoboda" die^ —Bohetnians i^favia—Nachod s^:!. man dem aufopferungsvollen Spiel des Ptllj volle Anerkennung zoNen. Der Sportklub „Ptuj" ist tlun wieder denl Verband beigetreten, womit die Meisterschaft der zweiten Klasse einen neuen interessanten Wettbewerber erhalten hat. ..OI«mv'-,.AtdIei«k»r' S:t C e l j e, 20. Noveinber. Der hiesige Sportklub „Olymp" hat heute für eine Fußballüberraschung gesorgt. Der 2:1. »udapeft: ^srC-IIlvcst .1.?: Nc„izcti-KiS-pclt l?:I^ Attila-Bmslm, l^v! Ofner 1:0. n'ung des ..Mot-'klub»" M a r i b o r. 20. Noveinber. Unter dem Vorsitz seitles ln,erml1dlich tatigen Präses .s'^errn A n t o n ö i e, hielt heute Vorinittags im Iagdsalon des Mannschaft gelang es ncimlich in der loka- tels „Orel" unser riil'r ae ..Motoklub Ma len Meisterschaft die „Athletlker" mit 3:1 ribor" seine Jahrestag,mg ab. Uek'er die (2:0) zu schlagen. : EportreName >»on 2000 Jahren. An einer ausgegrabenen Mauerivand von P'im-peji fand man kürzlich nachfolgeitde niit roter Far^ angebrachte Rekiaineschrj't: „Wenn Wetter und Auspizien es zulassen, wird am 3. Juli die Gladiatorentrup^ie des Suetus Ceretns in der Arena von P)n,peii austreten. Es sindeit czuch Schaustcllilnq.-n wilder Tiere statt. Die -itzplätze sind lcherhöht und g.'deckt. : Die englische Tennis-Ranglifte ist vom Verband rerösfeutlicht Molden. Sie loutet (in der itlammer der vorjährige Rang): Herren: l. Perrt» l2), ?. Austin ll). 3. !?oe (4), 4. Hngh.'s s3), 5. Oli'fe sk), 6. David (8), 7. Auory (10), 8. Cokins (0), 9. Sharpe (9), 10 Tucky (0). 11. Gandar Dolver (l)), 12. Wilde (0). — Danien: 1. Heely f5), 2. R?nnd (4), 8. Wh'ttingstall (1), 4. Stammers 5. Nut hell (2). "»«O« --» Radio Kleiner /^nisiger Montag, Zl. «ovember. > lebhafte Vereinstätigkeit "iin ve^aanaen^n^ Ljubljana 17.30 Uhr: Saionquin- tett. — 19.30: Gesundh:itsstuni)e. ^ 20: Opernübertragung aus Beograd. — B e o-r a d 19: Nationallieder, gesungen von ^rau Petkovi6 20: Morena. Opernauf- ^n!s3qen sinci 2 iiDkitz» m Lkiet» marl^en dei^l^ieczsn, cts snsotlslen ci«e ^cZmmistrstion nietit ln clet l.aqe ist. ctas (zev^l^nsetite eriecZiqen Drei« oder VierzimmerwohannA mit Badezimmer und ZubehSr sofort zu vermieten, ^^»nträae un ter „Stadtmitte" an die Veno. 157,l« Lpezl«I.Sornbrot. Vot^ke«. «u qelhuP^, Ket«, Vackdv»« Tchmid Iureiteva «llea. Frau übernimmt Federn zum Echleißen. LoSka ul. ü/1, Bahar. 1S708 «ehr schön möbl. Aimmer an eine oder zwei bessere Perionen sofort zu vermie'en. St.lsttpark-nähe seoar. Einqana. 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Sie ist vierhundert Jahre alt und eines der wenigen Gebäude, die di« große Londoner Brandkatastrophe überdauert haben. In letzter Zeit hat die Kirche und noch mehr ihr Plarrer, der ehrwürdige Reverend Cl>bb, viel von sich reden gemacht. Der Pfarrer führt seit lattger Zeit einen erbitterten Kampf sür die Reform des englischen Ehe-gesetz-::s. Da er aber bis jetzt keinen Ersoig errungen hat, entschloß er sich, entgegen den Anweisungen des Bischofs, in seiner Kirche ges6)iedene Männer und Frauen zu trauen, lvas durch die Gesetze der englisc^n ortl)z-doxen Kirche verboten ist In nächster Zeit wird die erste Trauung dieser Art zwischen einer Amerikanerin, deren erste Ehe geschieden wurde, und einem Engländer stattfind.:n. Am letzten Scnntag ist die sonderbare Erscheinung beobachtet worden, daß die Kirche voll von Frauen war, während sich nur 'iinf Männer unter den Andächtigen befanden! 5tt»lm«r WWMWWM' (11itn6in) OkfeNe unter , eotteriet" SN äie Ver^. cl. öl. iSötZ Ltstt jecier besonderen ^n?eii?e. Scbmerrertüllt «eben äie l^'nter^eiclinvten äie traurikc I^aclineltt. tN!.tax. äen IS. d>lovt:wber 19ZZ um II.Zll nac!, kurzem I^ei^en. ver» seilen mit ävtt 'l>re SÄnkt im tierrn entscülaten ist. Das l-eicilenlieüimkni«! cZe«? teuren Verbliclienen iinäet »m I^ontas. äen 2l. dlovember 19ZZ um ksili lb lllir von äer l^eit^Iicnliallc cles stSät. frieä-dokes ln pobreZje statt. Ole dl. Seclenmesse >^ilcl am I^lenstaj?. clen I^ovember um llald ? l)llr in cl>viet:ertocliter: ^ankn Sornee. I^andesgerictitZrat. Kclivviexcr^ 8okn: Irvne 8orll. .IvSko unä ^aris Sernvc. Lnkelkincler. unll sile übrigen Vervsnlltvn. „MvMrweic Zeitung^ NulltnM . 4 Montag, den 21. ??ovelnrcr <8. Fortsetzung.) Die Aug<.'N des alten Herrn ruhten wohlgefällig auf ilim. Er Hatto längst benierkt, doh sich zwische,! diesem lungen Offizier und Maria etwas angesponnen; er war im stillen sehr froh darüber. Die Äentnors nxlren ein l^eschlecht, mit denk sich die besten Fam'» lien Oesterreichs? immer ^crn germg verschwä gcrt hatten. Er hatte also durchaus nichts dagegen, wenn der Ä'entner eines Tages kam und M<'ria holte. Der Ton des Feldmarschalls >var gai^z besonders herzlich, als er sich mit den: jungen Paar unterhielt. Der alte H^rr war innerlich froh, das; sei-ne Tochter in letzter Zeit kein Interesse mehr sur Graf Von?nbirchner gezeigt hatte. Der gefiel ihm nwmlich nicht, absslut nicht. Als Schwiegersohn c,leich gar nicht. Bei ihm wäre Maria niht sialb so gut geborgen gewesen, «Us wie in l^tentners Armen. Der hatte auch die nötigen Abenteuer hinter sich, selbstverständlich! M'lchcr Mann hatte das denn schli'.'ßlich nicht. Aber erbot die (^'währ fliv ein gutes, dauertiaftes (^lnct. ^^onenbirch-ner nicht! s^lanz a'!>gesehen von dessen Spielleidenschaft, würd.' der nienml^Z nur eine einzige ^rau lieben können. Also war e>? wirklich gut so, was die Zukunft zu bringen schien. Feldmarschall von Worthl) sprach eine ganze Aeile mit ^raf l>tentner. wa^^ Äon>»»nbirchner voll gelieimer Wut feststiitlte ^tentner'. Wie er ilm has;te! Den noui ?clncssal in jed^'r Veziekiunl, Bevorzugten! Und n,in spielte ihm dieses Zä'.icksal eine Wasse gegen diesen Kentner IN die.'»^and^ Waffe? Vouenbirchner verzog d>i'^ Gesicht. War das nicht ein erlelhast .^.weidentiger (bedanke?! ^)tun er würde ja selben! Und wenn lilchtc- nx'it.'r A'schasi, dann bäte er de,. Triuniph, das; er lieimlich iiber slenter lachen dnrste. Ah! Das tat wohl! Dies?r stolze Kentner! Wie er sich gedeniüti-it flU'.len würde, wenn er es erfuhr. 5ieh da! Der ?tlte tat ja schon, als geborte iitentner init ;vr ?vamilie. W'e freundschaftlich schwieg^rvätcrlich er ihn fetU beini Arnt nah«, nnd mit zu der ?rml /^eld!>i^irscl)all l?iniU'elschleppte. „Na wartet! Dieses ^dvli werde ich euch soviel wie möglich zerstören!" sagte sich Bo-nenbirchner. Sein Blick rnhte alif Marias schöner, biegsamer Figur. Nomon von Gert Rolberg dv feuclitVAnrer, N»I!e <8a»1e) Es erging ihm merkwürdig. Die ganze Zeit über 5atte er geglaubt, für Maria auch nichts weiter zu fühlen alS lodernde, begehrliche Leidenschaft. Nun war es ihm plötzlich doch, alZ lialie er sie geliebt, liebe sie noch, und es dürfe sie ihm keiner nehmen. Am wenigsten dicser Kentner... In dieser merkwürdigen Verfassung blieb Graf Bonenbirchner den ganzen A-bend über. Aber seine hasiersüllten Blicke folgten dem Todfeind, >' vL! er ihn ansah. Und Maria sah es. In ihrem Herzen schos; es heiß empor. Bonenbirchner!? Was war er ihr noch? ?Nas war er ihr je gewesen? Und doch 'intte sie damals geglaubt, ihn zu lieben. Hatte in seinen Armen vergessen, waS sich?'nd ihren ehrenhaften Eltern schnldi,i war. Hatte an eine Heirat mit l^raf Bonenbirchner gedacht und war doch dann vor ihm zurückgeschreckt, als sie ihn erkannte, als er znin ersteu Male Geld von ihr verlangte. Da mußte sie erkennen, was sie sich angetan und daß sie jede Beziehung zu Bonenbirchner abbrechen mnkjte. Aber es war zu kpät. (^r hatte sie nun in der .^^)and. Würde sie innner ,n der Hand haben. Und sie zahlte! Zahlte ihm jede "^unim.? Schweigegeld, die er von ihr forderte. Aber plötzlich genügte ilnn das AelS nicht mehr. Sie wollte er, Mari^'l Sie mußte ihm wieder gehören. Kentner s^'llte sie nicht besitzen. Nein! Niemals jtentner! Maria zuckte zurück, al-Z Bonenbirchner sie um einen Tanz bat. al.^ s^>äter der Ball eröffnet wurde. Ihr '-Uick c^'ng zu Keutner, verzweifelnd, bittend. De.' stand mit zusammengebissenen Zähnen dn seinen Augen zuckte ein duuklc ^^lam.ne ans. Nein, er war doch nicht verrückt! "^oncnliirchner besas; irgendein Recht an M.irin! Ein stellchen entstie.^ seiner Vrnst. so das; der neben ilim stehende .^".'^tenberg !htt ver--duttt ansah. „Na, hör' nml, .Zentner! Fris; doch nicht gleich das ganze ^ejt, wenn dir der Bonenbirchner, der ^rechd.nhii, i^ie schö,ie Tochter des .'i^wuses für den ersten Tanz wegschnappt, ^ch wnszt' schon, wen l ti engagieren tat. Al'er du scheinst ja tein? Auj^en ilu Ltopf zu haben." ^Uiltenbacl> blickte schtvärmeri'ch auf die Ivnrstin Lena Leobitei.k. .^teutner zuckte .^u-sanluien. Noch einnial traf sein 'ü^lick Ma- ria und Bonenbirchner, d.inn legte sich ein finsterer Trotz über sein s6ii?nes, braunes Gesicht. Er wandte sich kurz um und. ging auf dle FürfM D>, die soeben lächelnd den sie" umdrängenden .Herren utn-inkte, Kentner scharf im Auge behielt und, als sie sah, daß er auf sie zusteuerte, fri>hlich sagte: „Bedaure, meine .Herren, der Tanz ist längst »»ergeben. Da !ommt er schon, dem er ge^rt." Man machte Kentner Piab. Prinz Lieben stein nlurrte: „Alsdann der .<^entner. Wann w^r' denn net der Kentner der Siege-. Das soll wohl nun in alle Ewigkeit so l,leiben, daß der immer der erste ist?" Und er holte sich bis 'leine, niedliche Ba-rotiesse .H^artensteiN, die aber auch sehnsüchtig auf Kentner sah. Prinz Liebenstein dachte ^-'ütend: Abmur-xen müßt' man den Tenfelakerl. Aber warum ich ilm a so gern Hab'? Ich tu ihm jeden Gefallen, wenn ?r nnch drum bittet. Was ist das bloß für ein Mensch?" Das Baronesserl gab ganz verkehrte Antworten, bekam sonderbar iet.chte Augen und schaute aus Kentner. Prinz Liebenstein dachte ergeben: Ich bin halt zu httssiich. Dcrs bis;err Schneid gleicht es nicht auö. Das heiiit, einp Figur hat der .Kentner..., direkt beneiden werd' ich ihn noch. Wenn ich a Madel wcir, ich wüßt auch, was ich tat, wenn man niir den schönen .Kentner und den '?^s',ken, den Li ebenstein präsentieren würd'. Fürstin Lena schmienre ^ich in Kentners Arme, sah mit ihren liellel«, blauen Augen verlangend zu ihm auf. „Meister Strauß bloibt ae; beste. Finden Sie nicht anrb?" .Zentner nickte znstiunnend. „Ja, sicher. Znm Beiiviel dieser Walzer! Sie tan'.en gern, Frau ,>:'rs.'in?" „Ja. sehr gern. Ich bin leider immer auf die (^nade fremder .'i.'^erren angewiefen. Mein Mann tanzt nicht.'' Er lachte. „7^hr .Herr Gemahl .lült es gewiß mit seinem ernsten Beruf licht vereinbar?" „Ach, gehen Si?! So ein vcrkuijtl^erter Diplonmt, wie er ist. Weis; er do6> r.'cht iiu!, wa.) die Fren'd^en des ^^.'ebi'ns sind. Nur — seiner ei-^i'^nen Frau gegcuüter w0!s; er es nicht." Dao Th^onia wurÄe lvrsänalich. it'.'ntuer l»e eute, <>0 dahin getriebeu zu l)al'^'u. ^^'eicht hiu sagte er: »Ich n'erde vielleicht auch nicht niehr tan>n, wenn ich älter bin." „Weich-^n Zie doch nicht aU'?. .^leurner! -ie werden Ihrer Gattin zuliebe inimer tanzen. Ich k'nne mich aus." „!!at,e die Fürstin ihm vielleicht ein Alleinsein mit Maria ^5ertrnntun^en in deu letzten Jahrzehnten, in deren Verlans der .Strebs alle andern .^trankheiten, einschließlich der Tuberkulose, an Bedeutung überflügelte, hat eine wahre .Krebspsychose erzeugt. Nicht, als ob die Auf-kläru^lsmajjnahuien und die zahlreichen öffentlichen nnd Privaten BekämpfungZver-suche übertrieben oder gar überflüsiig wären: nein, dicser nnheiuiliche Feind der MenZchbeit erfordert größte Anstrengung u. Wachsanlkeit. Aber vielfach verliert mau doch unter dem lärmenden Bann dieser furchtbaren Bedrohnng die Fähigkeit der ruhigen und nüchternen Beurteilung. Es dürfte daher angebracht sein, die Sache auch einmal von einer anderen Seite zu betrachten. Fin' das überraschende Anschwellen der Krebsfälle sind zwei Peränderungen gegenüber früher verantwortlich zu rnachen. Einmal entgehen viel mehr Menschen als fri'cher den gefährlichen Iugendkrankheiten und erreichen das Alter, in denl der Krebs sich ganz nati'irlich einzustellen Pflegt. Zweitens bleiben auch von denen, die das „Ärebsalter" erreichen, viel uiehr als früher von gefährlichen .strankheiten verschont, die sonst den .Krebs gar nicht „zu Wort komuien" lassen wiirden. Im „American Journal of Cancer" hat das die Aerztin Dr Magde Tburlow Nlit der durch a' dere gefährliche Krankheiten in verfchiedenen Lebensaltern seit IMl verglichen und war zu dem Ergebnis gekom-nien: iul selben Verhältnis, wie durch die fortschreiteude hygienische und medizinische .'»iultur die andern Krankheiten, wie Masern, M a rk l i n statistisch nachgewiesen. An Hand Diphtherie, Gelbfieber, Malaria, Tuberkulose der kanadischen Krankheitsstatistit hatte sie nsw., zurückgedräugt oder uuschädlich gemacht die Häufigkeit der Todesfälle durch Krebs wurden und die durchschnittliche Lebensdau- M Miene Dietiilv ol< ..Blonve Denus Auf unserem Bilde sieht man Mcirlenel mit ihrem Partner Sidneh Toler ini D i e t r i ch als Tingel-Tangel-Sängertnl neue Film „Blonde Venus". er der Menschen stieg, im gleichen Maße nah-men die TodeSsälle mit Krebs als Ursache zu. Die Krebsrate darf nian sogar, brer Ansicht nach, als Gradmesser für den Stand der hygienischen und medizinischen Knltur eines Landes nehmen, denn diejenigen Länder, die auf diesem Gebiete sehr fortgeschritten seien, wieseu eiue höhere Krebssterblich, kei. auf als die zurückgebliebenen. Frau Dr. Macklin schließt ihre Betrachtung mit sol-genden originellen Gedanken: „Wir müssen all? irgendwie sterben. Da wir aber eine Todesursache nach der anderen beseitigen, steigen unvermeidlich die Todesfälle durch die noch nicht besiegten Krankheiten an. Und ivenn wir auch unsere Lebensdauer ständia verlängern, wird es uns doch nie gelinge:r die Notwendigkeit des TodeS aus der Welt zu schaffen". yumor v»« Auslandes Beim GkfängniSphotographen. „So, bitte — recht freundlich!" uo6 tür 6t« k«6«l»tiao »««»»»»»tliedi — vruek »t»» »tisnl»«»»!»» »i,It«ro»« m kit» «>«» «>»» veaek »«»»»»««tUet,