^5 »3. Donnerstag am 3«. April »8HK. Die „Laibachcl Zeituug" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, mw kostet sammt den Anlagen im Comptoir ganzjährg 11 fl., halbjährig 5 fi. ij^ kr., mil Kreuzband im Coinptoir ganzjährig 12 ss.. lialbjährig 6 si. Für die Zu^ellinig in'Z Hau^ sülo h a l b j a h ci g ^0 kr. mehr zu entrichten. Mit der Post Porto: irci ganzjährig, unter Krc'.ijbaud und'gedruckter Adresse <5 fl., hall'jährig 7 fl. 30 fr. — I n se ra tio n ö gcb üh r für eine Spalteuzeilc öfter den Naum derselben, für einmalige Einschaltung 3 kr., für Weimalige 4 kr., fnr dreimalige 5 kr. C. M. Inserate bis 12 Zeilen koste'! l fl. für 3 Mas, 50 kr. snr 2 Mal und ^0 kr. fiir l Mal sinjuschalten. Zu diesen Gebühren ist nach dem „provisorischen Gesetze vom 6. November l850 für IüfcratiouZsiä:!^-!" noch ll> kr. für einc jedesmalige Einschaltung hinzu zn rechnen. Amtlicher Cheil. ^H^e. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller' höchstunterzcichnctcm Diplome den k. k. Oberstlieutc« nant und Platzkommandantcn in 5tagusa, Johann Zamboui, in den Adelstand des österreichischen Kaiserreiches mit dem Prädikate von Lorberfeld allcrgnädigst zu erheben geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung v. 19. April l. I. am Waitzncr Domkapitel znm Domkustos den Kathedral-Archidiakon Franz Tajthy; zum Kathcdral - Archidiakon den Pesther Archidiakon Anton Krisztcr; znm Pc» sther Archidiakon. mit Vorbehalt des Ranges für den Csongradcr Archidiakon, Ioscf Hanlik, den Domherrn vom bischöflichen Tischtitel Josef Hermann; zum Domherrn vom bischöflichen Tischtitcl den Domherrn ?,mclatio!,i8 I.nuclia^ilmm','Hyppolit Grafen Zichy; endlich znm Ehrendomhcrrn den Dc> chant nnd Pfarrer zu Czegled, Franz Makk, aller» gnädigst zu ernennen geruht. Kundma ch u n g. Die Gemeinde S1 app, im Bezirke Wippach, hat von dem löblichen Wunsche beseelt, eine eigene Schule zu haben, aus freiem Antriebe in rcchtsvcrbmdlicher Weise die ganze, auf das Nationalanlchen snbskribirtc Summe, im Betrage von 3000 fl., fnr die Dotation des Schullchrers abgetreten, und sich verpflichtet, den über den hievon entfallenden Intercsscnbetrag von 460 fi. an dieser mit 210 fi. und ron uns abhängt. Damit Nußland nie in das schwarze Meer zurückkehre, was ist dazu uöthig? Es sind dazn vier Linienschiffe jeder der drei See-Nationen, Frankreichs, Englands und der Türkei, erforderlich. Diese Krcuzcrstottc würde gcnü-gen, um das schwarze Meer beseht halten, und um seine Herrschaft von den Gestaden der Krim an den Eingang des Bosporus zn verlegen. Was Rußland verloren hat, was es dnrch den Krieg, wäre er anch noch recht langdauernd, nicht wie« dcr erlangen kann, ist sein Ucbcrgcwicht über den Orient. Was es mit Recht fordern kann, ist scin Antheil an Einfluß auf die Angelegenheiten dcr Welt. Es würde im Nothfälle auf eine Koalition aller Staaten stoßen, um seinen Ehrgeiz in Schranken zu halten, aber Niemand will es demüthigen. Was man von ihm verlangt, Enropa hat das Recht und die Pflicht, es von ihm zu fordern. Wenn es das Verlangte be- willigt, so ist die Ruhe der Welt gesichert, das Ziel der verbündeten Mächte ist erreicht. Wenn es dasselbe ver« weigert, so wird dcr Krieg forddaucrn und die Entscheidung herbeiführen. In eben der Stnnde, wo wir schreiben, bereiten diese ernsten Lösungen sich vor und werden verhandelt im Schooßc der Wiener Konferenzen, wohin der Minister dcr auswärtigen Angelegenheiten mit dem hohen Ansehen seiner Stellung und seines Charakters den Ausdruck des Gedankens des Kaisers bringen wird, dcr auch jcncr dcr Regierung von Großbritannien ist. Das Land darf mit Vertrauen das Ergebniß dieser entscheidenden Prüfung erwarten. Es kann sich sagen, daß dcr Friede geschlossen werden wird, wenn er mög« lieh ist mit Ehre für die Fahnen Frankreichs und Eng» lauds und mit Sicherheit für ihren Einfluß, und daß dcr Kricg, sollte er fortdauern, nöthig sei für den Zweck, den die verbündeten Regierungen 'verfolgen und von welchem nichts sie ablenken kann. Aber ein großes Ergebniß ist schon jetzt erlangt, gerade dnrch die Thatsache dieser Unterhandlungen. Frankreich uud England haben ehrlich mit Oesterreich unterhandelt, aus Rücksicht für dasselbe, um seine Politik die letzten Hilfsquellen der Versöhnung er« schöpfen zu lassen. Diese Konferenzen, deren Mittel« punkt Wien ist, sind die loyale und redliche Hand» lung dcr Regierung des Kaisers Franz Josef. Aber die verbündeten Mächte wissen, daß Oesterreich, wcnu es in dieser edlen Anstrengung seines europäischen Patriotismus nicht rcnssirt, entschlossen zugleich mit ihnen kämpfen wird. Indem sie ihre Forderungen auf eben die Bedingungen beschränkten, welche das Wiener Kabinet im Vertrage vom 2. Dezember genehmigt hatte, haben sie dcr gcmcinsamcu Sache einen wichti« gen und ergebenen Bundesgenossen gewonnen. Die Möglichkeit des Friedens, wie die Nothwendigkeit des Krieges mnß fortan eine gemeinsame Thatsache für die drei Unterzeichner dieses Vertrages sein. Die So« lidarität ihrer Interessen und ihrer Verpflichtungen würde sie in dem Kampfe vereinigen, wie sie dieselben in den Konferenzen vereinigt hat und dieser große europäische Bund würde bald über jeden Widerstand obgesiegt haben. Frankreich und England können sich also Glück wünschen, daß sie eingewilligt haben, zu nntcrhaudclu, während sie zu kämpfen fortfahren. Indem sie so handeln, haben sie nicht bloß ihre Mäßignng gezeigt, sie haben auch ihre Kraft vermehrt. Ihre Zustimmung zu cincm ehrenhaften nnd möglichen Frieden, die den Beistand Oesterreichs bei einem nothwendigen und berechtigten Kriege zur Folge hat, ist eine Handlung, welche die Weisheit anrieth und welche die öffentliche Meinuug gutheißen wird. Ein letztes Wort zum Schlüsse dieser Arbeit. Es ist vielleicht etwas Neues nnd Gewagtes, von der militärischen und diplomatischen Führung eines Krie< ges zn sprechen, während die Armee sich schlägt und die Diplomatie unterhandelt. Wir haben gemeint, daß es insbesondere in solchen Stunden von Nutzen sei, dem Lande die Wahrheit zn sagen Die Wahr« heit ist bloß für die Schwäche eine Gefahr. Wenn man"das Recht und die Gewalt für sich hat, so ehrt sie die, welche sie sagcn, sie beunruhigt die, welche sie hören." 4T2 Oesterreich. Wien, 24. April. Sonntag und Montag wur-den keine weiteren Konferenz ° Sitzungen mehr abgehalten. Ueber die in der zwölften Sitzung gefaßten Beschlüsse ueruimmt man übereinstimmend aus ziemlich verläßlichen Quellen, daß sich die Bevollmächtigten bezüglich des dritten Garanticpnnktcs nicht cini» gen konnten, nm eine unzweideutige Basis für die künftigen Fricdcnsnntcrhandlungcn zn gewinnen. Die bisherigen Protokolle bleiben übrigens für allfällige Anträge zur Fortsetzung der Verhandlungen offen. Das Scheitern der Konferenz soll eine Folge des Widerstandes Rußlands, irgend eine Beschränkung seiner Schiffsmacht im schwarzen Meere zu bewilligen, gewesen sein. Eine Rückantwort auf die nach Petersburg beförderten Depeschen scheint man nicht mehr abzuwarten geneigt. Da bei dieser Sachlage der europäische Frieden nicht gesichert erscheint, dürfte der in der Dezember-Allianz dießfalls vorgesehene Fall eingetreten sein, und ein Gerücht will auch schon wissen, Herr Drouin dc Lhuys werde die bezüglichen Ver« Handlungen gleichzeitig znm Abschlnssc zu bringen bemüht sein. Thatsache ist, daß zwischen Oesterreich und den Westmächten ungetrübtes Einvcrständniß besteht. Die Vertreter der Allianzmächtc hielten gestern noch eine vcrtranlichc Besprechung und versammelten sich dazn im Hotel der königlich englischen Gesandt» schaft. Wie lebhaft übrigens ocr telegraphische Verkehr am Samstag hier gewesen, geht thcilweise ans der Thatsache hervor, daß Lord John Rüssel im Lanfe des Tages nicht weniger als zehn telegraphische Depeschen aus London erhielt, was auch seine Abreise verzögerte. — Die Bevollmächtigten der Wiener Konferenz versammelten sich gestern Nachmittag nm halb 3 Uhr zu einer kurzen Besprechung im Ministerinn: des Aeußern. (Donau.) — Lady und Milady Rnsscll sind gestern mittelst Nordbahn nach London abgereist. Lord John Russell hatte vorgestern bei Sr. Majestät dem Kaiser Abschieds-Audieuz, machte sodann bei dem diplomati< schcn Korps seine Abschiedsbesuche und reiste nach vierzigtägigem Aufenthalte in Wien mit dem Abcndzngc der Nordbahn gestern Abends nach London ab. Er wurde von Lord Wcstmoreland und drm englischen Gcsaudtschafts-Pcrsonale bis zum Vcchuwse begleitet. — Der kaiserlich französische Minister. Herr Drouin dc Lhuys, trifft gleichfalls Vorbereitungen zur Abreise, dürfte aber noch einige Tage hier verweilen. — Fürst Gortschakoff hat gcsten einen kaiserlich russischen Kabincts-Kurier mit Depeschen nach Berlin erpedirt, und ist derselbe mit dem Frühzugc der Nordbahn dahin abgegangen. — Der Pfortengcsandte in Berlin, Herr Kiamil Effcndi, ist gestern nach Berlin zurückgereist. — Der k. k. österreichische Gesandte in Berlin, Herr Graf Georg Eßtcrhazy, hatte vorgestern Mittag Andicnz bei Sr. Majestät dem Kaiser, und dürfte schon am Donnerstag wieder nach Berlin zu> rückkchrcn. — Bei der vorgestrigen Soiree, welche Se. Exzellenz der Herr Minister Graf Vuol gab, war die Mehrzahl des diplomatischen Corps erschienen; darnnter die Herren Lord John Russell, Drouin de L'Huys, Ali Pascha und mehrere Andere. Die russische Diplomatie fehlte. Wien. Znr Linderung des in einigen Gebieten des Königreiches Ungarn hcrvorgctrctcncn Nothstandes ist anf Allerhöchsten Befehl eine darlehensweise Unter» stützung der Gemeinden mit Saatfrüchten erfolgt, wornach in Allem für die Komitate Zemplin, Ungh, Vcregh, Ugocsa, Marmaros und Szathmar 18.300 Metzcn Gerste. 27.300 Mchcn Hafer, 3432 Mctzcn Mais und 1087 Metzcn Bohnen zum Empfange ans den Vcrpflegsmagazinen in Szigeth, Munkacs und dem Filiale des lctztgcdachten Magazines in Unghvar angewiesen wurden. Es steht als Thatsache fest, daß dieser neue Ve< weis der Allerhöchsten Theilnahme an dem Schicksale bedrängter Unterthanen bei der betreffenden Bevölkerung einen unauslöschlich tiefen Eindruck hervorgc» bmcht hat. Wenn nach übereinstimmenden Berichten durch die Vorschüsse Hunderten die Eristcnz gerettet nnd neue Kraft zum Sclbsterwerb verliehen wurde, so träufelt dieser schöne Gnadenakt Balsam in die Her» zcn, die sich durch ein ncnes Band dem gütigen und erhabenen Regenten noch inniger verpflichtet fühlen, nnd nur mit frommen Segenswünschen seinen gcfeicr« tcn Namen anssprcchen. '" Zufolge einer zwischen Frankreich und Spa» nicn abgeschlossenen Konvention sind seit dem 1. März d. I. die Telegraphcnlinicn des letzteren Landes dem Privatvcrkchrc des In- und Auslandes übergeben. Die bis jetzt eröffneten spanischen Tclegraphcnlinien führen von der Grenzstation Irnn nach Madrid mit Seitenlinien nach Pampcluua, Vilbcro, und es sind im Ganzen folgende eilf Stationen dem Verkehre cr> öffnet: Alcala, Alcolea, Alsazua, Calatayud, Guada-larara, Madrid, Pampcluna, San Sebastian, Tndcla, Vittoria, Saragossa. Die Station Bilbao wird spä« ter ebenfalls dem Privatucrkchre übergeben werden. Sämmtliche Stationen dcs deutsch-österreichischen Tc-legraphenvcrcines können fortan Depeschen zur Beförderung nach Spanien annehmen, jedoch vorläufig nnr solche, welche in französischer Sprache abgefaßt sind. " Zn den bereits bestehenden, von Frankreich Belgien und den Niederlanden ausgehenden Tclegra-phenlinicn zwischen dem Kontinent und England soll nunmehr noch eine vierte kommen, welche Deutschland direkt mit England verbinden soll. Herr A. Rysse» naers in Haag, der erste Unternehmer der nntcrsee'-schcn Linie zwischen Schevcningen und Orfordncß, geht damit nm, eine nnterscc'schc Leitung zwischen der englischen und hannovcr'schen Küste herzustellen, und hat zur Anlegung uud Betreibung dieser Linie von der königlich hannover'schen Regierung die Konzession erhalten. — Das Krippenwesen macht in Gratz gedeihliche Fortschritte. Nachdem im Herbste 5862 die erste Krippe errichtet und im Frühlinge 1834 erweitert und verbessert worden, soll nnn, wenn nicht nnvorhergest' hcnc Hindernisse eintreten, am 13. Mai, als am Namcnsfeste der neugcboruen Erzherzogin Sophie, eine zweite Krippe pricstcrlich eingesegnet und sofort eröffnet werden. — Mit Allerhöchster Bewilligung wird diese zweite Krippe den Namen Elisabethkrippe führen. — Während des Monats Februar d. I. erhielt die kaiserl. Postanstalt im Ganzen 4.038.300 Stück Briefe zur Vcförderuug, also gegeu den gleichen Monat der Vorjahre 1854, 1833 und 18N2 mehr um bezüglich 372.000, 983.000 und 1.337.000 Briefe. Klagenfnrt. Der kärntnerische vrovis. Land-tagsausschnß beschloß in seiner letzten Sitzung: 1. den Ständen von Steicrmark über das Vorhaben, die Acwillignng zu den Vorarbeiten einer Eisenbahnlinie von Marburg nach Klagcnfurt im Sinne des §. 3 der Ministerialverordnnng vom 14. September anzusuchen, Mittheilung zu machen und selbe zu ersuchen, sich an den dießfälligen Schritten rücksichtlich der das stcicr-märkischc Gebiet durchzichcuden Strecke dieser Bahnlinie bcthciligcn zu wollen; 2. die kärntn. stand. Vcr-ordnctenstclle zu ersuchen, bekannt zu geben, welche Geldmittel znr Vcstrcitnng dieser Vorarbeiten disponibel gemacht werden könnten, ohne die Kapitalien dcs ständischen Vermögens anzugreifen; 3. ein Comitü aus den Mitgliedern des Landtagsansschusscs mit dem bereits bestehenden Eiscnbahnkomite der Handelskammer zn verbinden, mit der nächsten Aufgabe, für Herbei-schaffung von Geldmitteln dnrch Private znm Zwecke der Bestreitung der Kosten für die Vorarbeiten Sorge zu trageu. Gratz, 20. April. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben die Regulirung und theilweise Umlegung der Ungerstraßc zwischen Gratz uud Gleisdorf im All> gemeinen, und die auf 93.000 ft. veranschlagte Stra-ßcnherstellung zur Umgehung des Kohlhütterbergcs insbesondere aus Staatsmitteln allcrgnädigst zu genehmigen und anzuordnen geruht, daß diese Bauten auf mehrere Jahre zn vertheilen und die Kostcu dcr-selbcu iu dcu bezüglichen Iahresvoranschlägcn zu bc> decken seien. Deutschland. Die „Mg. Ztg.« meldet: Die baicr'sche Armee sei zum Ausmarsch in vollster Weise ausgerüstet. Was namentlich die Ar« tillcric und Kavallerie betreffe, so sei die Ausrüstung derselben so vollendet, daß der Ausmarsch wenige Stunden nach erhaltenem Befehl erfolgen kann; bei der Infanterie bedürfe es nur noch die Einberufung eines Theils der beurlaubten Mannschaft. damit auch sie in voller Stärke ausrücken könne. Alle Vorbcrci-tnngcn zu dieser Einberufung seien längst getroffen. Italien. N o m. Ueber die glückliche Rettung Sr. Heiligkeit des Papstes bei der telegraphisch gemeldeten gc< fabrvollcn Katastrophe berichtet ein Korrespondent der «Gazzctta di Venezia" aus R o m vom 12. d., wie folgt : „Ich schreibe unter dem Einfluß cincs großen Eindruckes. Rom war heute von einer entsetzlichen Katastrophe bedroht. Dcr,h. Vater hatte heute Früh die 7 Miglicn von Rom entfernten, auf der Besitzung Petra Aurea ueu entdeckten Katakomben, die dort anfgefundcnen Ruinen der Basilika dcs Papstes Alexander I. uud alle audcrn Anfgrabungen im Detail besichtigt und von der Kanzel jener Basilika herab eine sehr ergreifende Rede gehalten, in welcher er sich vorzugsweise an acht Jünglinge aus dem Kollegium der Propaganda wendete, die Nothwendigkeit hervorhob, in den Fußstapfcn der ersten Christen zu wandeln, die mit der innigsten Gläubigkeit auch die eifrigste Werkthätigkcit vcrbaudeu, und dann auf unsere Zeit hinwies, in der man christliche Tugend preise und bewundere, aber wenig übe. Der h. Vater vcr< wcilte in den Katakomben, um einige dort aufgefundene Reliquien zu küssen und die noch Vlutspuren zei» genden Urnen der Märtyrer zu untersuchen. Sechs Kardinäle begleiteten Se. Heil. auf dieser Wanderung, nämlich: Ihre Eminenzen Antonclli, Pa« trizi, Marini, D'Andrea, Carvalhao, Patriarch von Lissabon. und Fürst Schwarzeuberg, Erzbischof von Prag; ferner: Monsignor Rauscher, Fürst'Erzblschof vou Wien, Mons. Cullcn, Erzbischof von Dublin, die Bischöfe von Verona und Ncw-Vork, der Erzbi-schof von Sydney uud der ucue Bischof von Vurling-ton in Amerika ?c. :c. Der kommandirendc General der französischen Garnison in Rom, Hcrr Allouvcau dc Montreal, und General Graf Hoyos. Kommanbi' rendcndcr der k. k. österreichischen Garnison in An< cona, Graf Merode aus Belgien und noch mehrere Notabilitäten hatten sich ebenfalls der Begleitung des h. Vaters angeschlossen. Nach Besichtigung der Ka< lakomben wurdc dem I). Vater der Plan zu einer neuen Kirche vorgelegt, die man rings um dic aufgegrabene Basilika zu bauen gedenkt; der hl. Vatc-r lobte den Gedanken und billigte auch den 13.000 Scndi ausweisenden Kosttnübcrschlag. Auch die profanen Ausgrabungen wurden in Augenschein genom« mcn und die sehr schönen Mosaiken bcwnndcrt. wcl« chc das Pflaster eines antiken Nymphäums waren und nach den Raphacls-Sälen im Vatikan gebracht werden sollen. Nnn begab sich der heil. Vater nach der einige Miglien von Rom entfernten Kirche der hl. Agnes. Er wollte in dem zn dieser uralten Kirche gehörenden Kloster speisen uud wünschte seine sämmtliche Veglei' tnng znr Tafel zu ziehen. Nach derselben begab er sich in einen Ncbensaal, wo, seinem früher ausgespro-chcucn Wunsche gemäß, sämmtliche Zöglinge des Col« legio Urbano di Propaganda, Hundert an der Zahl, znm Fußkuß zugelassen wurdeu. In Gegenwart der Cardinälc, Bischöfe, Generale )c. befragte er sie einzeln über ihr Vaterland, ihre Stndicn :c. Bereits hatte er an Allc eine Ansprache gerichtet und sie gesegnet, als plötzlich der Hauptbalkcu, welcher den gc< pflasterten Estrich dieses Saales trug. in der Mitte entzwei brach; der Estrich stürzte ein, und mit ihm allc Anwesenden in das Erdgeschoß hinab, mit Ans« nähme Weniger, unter diesen Se. Eminenz der Car-dinal-Erzbischof von Prag und der Erzbischof von Ni« sivi. Gewaltiger Staub stieg aus den Ruinen auf, untcr dcncn die Gestürzten sämmtlich begraben zn sein schienen. Die oben Gebliebenen waren vom Entsetzen erfaßt, uud doch war von so vielen Gestürzten kein Einziger todt oder anch nur schwer verwundet worden. Als man Hilfe bringend iu das Erdgeschoß 453 eilte, stand der h. Vater bereits aufrecht unter Staub und Ruinen; voll Nuhc und Fassung crmnthigte er die Andern mit den Worten: Es ist nichts, es ift nichts geschehen. Nun wurden die Cardinäle und Prä< laten hervorgezogen, theilweise mit zerrissenen Klei» dern und ohne Schuhe, Alle mit Kalkstaub bedeckt. Der französische General war au deu Schultern und am Oyr leicht verwundet, der Sekretär der Propa-gauda, Monsigu. Vcrnabo, an der Vrust gequetscht. Cardinal Marini am Kopfe. Etwas übler zugerichtet waren 6 Zöglinge der Propaganda; einer derselben war beim Sturze aus dem Fenster gesprungen, und hatte sich das Hüftgelenk verrenkt. Gefährlich verwundet ist Niemand. Ganz Nom glaubt an ein Wnn-der, und wer sollte es nicht, wenn 130 Personen fast unversehrt aus einer solchen Katastrophe hervor-gehen? Der h. Vater ließ sogleich in der uahcu Kirche ein Dankamt abhalten, bei welchem er selbst das Tc-deum mit fester Stimme intonirte. Sodann kehrte er in den Vatikan zurück. Auch alle Ucbrigen traten den Rückweg nach Nom an; zufällig hatten in der Nähe eben die großen Wettrennen stattgefunden; Einheimische wie Fremde, die denselben beigewohnt hatten, boten ihre Kutschen an, und wollten nicht, daß die Zöglinge zu Fuß in ihr Kollegium zurück» kehrteu. Daß ganz Nom in größter Anfregung ist, uud sich überall die lebhafteste Theilnahme kund gibt, versteht sich uon selbst; handelte es sich doch um ein Ercigniß, das nicht für Nom allein. sondern für die ganze katholische Welt höchst betrübend werden konnte! Eine ähnliche Katastrophe hat vor vierthalb Jahr. Hunderten stattgefunden. Im Jahre 1300, am Tage der hl. Johannes und Paulus, stürzte der Plafoud eines Saales ein, in welchem sich Alexander VI. mit vielen Personen befand. Zwei Cardinäle wurden er» schlagen, viele Personen verwundet. Als Vcnedikt XIII. bei einem Erdbeben unter den Ruinen des bischöfii' chen Palastes verschüttet wurde, war er noch nicht Papst, sondern um Erzbischof." Der uns später zukommende Bericht des „G. di Roma" stimmt im Wesentlichen mit der vorstehenden Mittheilung ül'ercin. Nur behauptet die „G. di No> ma", daß sämmtliche im Saale befindliche Personen in das Erdgeschoß gestürzt seien. Der römische Senat hat die Abhaltung eines Triduums angeordnet, um der h. unbefleckten Jungfrau Maria seinen frommen Dank für dic wunderbare Rettung darzubringen. Das Kloster St. Agncse suori lc mura liegt au der Via Nomcntana, eine Miglic vor Porta pia und ist von Constantin über den Katakomben an der Stelle, wo der Leichuam der Heiligen gefunden wurde gebaut. Zur Erinnerung an dic Proklamation des Dog. ma der unbefleckten Empfängniß bereitet der römi. mische Adel das glänzendste Ehrenfest in der Kirche Santa Maria degli Angcli. Man wählte dieses Gotteshaus aus geschichtlichen Rücksichten; denn es ist in allen seinen Theilen ein Vaustück der großen Thermen des Christenverfolgers Dioclctian, wahr-scheinlich dic Bibliothek, wo noch die gewaltigen Gra> nitsänlcn an den ursprünglichen Stellen emporstreben. Dic Vorbereitungen auf das Fest lassen erwarten, es werde alles Aehnlichc der Art an Glanz weit über« treffen. Frankreich. Paris, 21. April. Ein Dekret ernennt, an des verstorbenen Ducos Stelle, den Admiral Hamclin zum Marincministcr. Ein anderes Dekret genehmigt die provisorische Ucbereinkunft vom 2. Februar, » welche die Konzession der Eisenbahn von Paris nach Lyon durch das Vourbonnais den vereinigten Gesellschaften der Vahncn uon Paris nach Orleans, von Paris nach Lyon und der großen Zcntralbahn verlieh. Großbritannien. Der Empfang des Kaisers uud der Kdiscrin der Franzosen in der City am 19. d. M. war äußerst herzlich. Der Kaiser beautwortetc in Gnilohall die Adresse des Lord Mayor in sehr hnldreichcr Wcisc lind hielt eine längere und eindringliche Rede zu Gnnsten des englisch-französischen Bündnisses. Gegen 5 Uhr kehrten Ihre Majestäten nach Bu> ckingham-Palace zurück. Abends war dic Stadt znm Theil beleuchtet. In der italienischen Oper zu Covcnt-Gardcn, welche der Kaiser und die Kaiserin besuchten, gab sich ein Enthusiasmus kund, der nicht enden wollte. Dic Gerüchte uon dem längeren Verbleiben des Kaiserpaares in London sind unwahr. Dieselben wollten sich am 20. um N Uhr über Dover, Voulogne, von englischen Kriegsschiffen begleitet und von prächtigem Wetter begünstigt, nach Paris begeben. Die „Times" unterwirft wieder die Kriegführung und dic Apathie des Parlaments einer schneidenden Kritik. Alles gehe, gerade wie zu Anfang des Krieges, den leidigen Schlendrian fort. Etwa 1000 Mann, die zusammengescharrten Ucberbleibsel der Garde, kamen am 12. d. M. in Portsmonth zur Einschiffung nach der Krim — aber, sollte man es glauben? ohne Som-mcrklcidung — an. Wahrscheinlich sollen sie diese zur rechten Zeit für den uächsten Winter erhalten. Ueber-dieß waren sie mit der alten KommiMnte bewaffnet und wurden damit vertröstet, daß sie auf dem Kriegs-schauplatzc versuchen müßteu, gelegentlich eine überzählige oder erbeutete Minöbüchsc zu erhäschen. Eben so wenig wisse man, wie uiel Kanonenboote oder schwimmende Batterien znr Ostscefiottc gestoßen oder dazu bereit seieu? Das Parlament aber schlafe, und wenn Kaiser Napoleon von seinem Besuch nach Paris zu-rückkehre, so werde er, ohne Zweifel mit Wohlgefallen erzählen können, daß die parlamentarische Regierung Englands fast vollständig suspendirt sei. Da das Par» lament jede andere Thätigkeit um des Krieges Willen an den Nagel gehängt habe, so schlägt dic „Times" ein einfaches Arrangement vor, welches dasselbe leisten würde, wie das Budget in Bezug aus dic Finanzen. Ein Mal alle 14 Tage könnte Lord Panmurc oder Mr. Pcel, oder wer sonst das Kriegsdcpartement vertritt, Bericht über das Geschehene abstatten, über die abgesandten Verstärkungen, Schiffe, Pferde, Klcidungs-stücke, Zelte n. s w. Mau werde sageu, dieß heiße so viel, wie dem Feinde Kundschaft zutragen; aber nn« endlich wichtiger sei es, das Parlament zu untcrrich« ten, als Nußland in Unwissenheit zu erhalten, auch wenn Letzteres überhaupt möglich wäre. Das Paria-mcnt trage dic eigentliche Verantwortlichkeit für den Krieg, es müsse daher regelmäßig über dic Lcistnn-gen der verschiedenen Kricgsdepartements Bericht erhalten. An dem dic peinlichste Ungewißheit uerlängernden Gang der Konferenzen ist nach der „Times" vorzugsweise dic schläfrige Kriegführung in der Krim Schuld. — «Wenn die Nachricht vom Kriegsschauplatz — sagt sie — welche am 18. d. M. in Wien ankam, vor 10 Tagen angelangt wäre, so hätte sie wahrscheinlich eine sehr wichtige Veränderung in den Angelegenheiten Europa's herbeigeführt. Im Hauptquartier vor Scbastopol hat, wie es scheint, die Vorstellung ge-hcrr,cht, daß der verworrene Knäuel durch irgend eine wunderbare Dazwischcnkunft diplomatischen Geschicks gelöst und dic häßliche Wirklichkeit cincs Bombardements und Stnrmcs unnöthig werden wird; und obgleich schon am 3. auf der gauzcn Liuic jede Kanone bereit stand, um das Feuer'zu eröffnen, wnrde diese Operation buchstäblich volle sechs Tage laug verzögert, in der Hoffnung, daß irgend eine Frieden vcr-heißende Kunde uon Wien uutcrwcgs sei. Wir übcr> lasscu es den Militärbehörden, sich über dic Wirkuug dieser Säumuiß auf den Geist uud das Vertraueu der Armee ihre eigene Meinung zu bilden; aber, politisch gesprochen, sind wir überzeugt, daß dieser Anschein der Zögcrung uud Nachsicht das allcrschlimmste System ist, das sich befolgen läßt, und daß wir den Fchlschlag des Pazisikatiousversuchs dem Mangel an schleuniger Entschließung verdanken, der sich bei jedem Akt des Krieges bemerkbar macht. Wir erfahren außerdem, daß die schweren Mörser kaum ihr Feuer auf Sebastopol eröffnet und mit der furchtbaren Wucht ibrcr Bomben ein oder zwei ansehnliche Gebäude in der Stadt zertrümmert hatten, als Lord Raglan eiligst den Befehl gab. ans Motiven dcc Menschlichkeit, wie er sagte, nur auf die militärischen V'ttheidigungswerke des Feindes zu feuern. Sebaswpo! ist in diesem Augenblicke eine Festung, die, dem feindlich,',: Heere zur Deckung dient. Der nichtkämpfende T!)cil der Bevöl» kerung ist längst ausgezogen. Wir würdcu daher mit unvcrholener Freude die Nachricht empfangen, daß das Bombardement die Stadt in einen Trümmerhaufen verwandelt hat. Wenn Lord Raglan wirklich zum Schuß der Stadt eingeschritten ist, so können wir nur sagen: «er hat den Feind auf Kosten seiner eigenen Soldaten geschont." Ucbrigens tröstet sich die «Times" mit Sir I. Burgoyncs — angeblicher — Aeußerung, daß Sebastopol dem beispiellosen Feuer der Alliirtcn nicht lange widerstehen könne. Nenefte Post 'Wien, 25. April. Die «Oest. Conespz." schreibt: Der königl. großbritannische Minister Lord John Russell hat gestern die Rückreise nach Loudon angetreten, und der kais. französische Minister der aus» wärtigcn Augelcgcuheitcn, Hr. Drouin dc l'Huys, wird morgen ebenfalls Wien verlassen, um sich zeit« wcilig nach Paris zurückzubegeben. Ohne den Ernst der Situation zu verkennen, darf man der begründe« tcn Erwartung Raum geben, es werde durch die mündlichen Berichte der Minister der beiden westlichen Großmächte über den bisherigen Verlauf der Ver» haudluugcn, durch den berechtigten Einfluß des briti« sehen Kolonialministers auf das Kabinet der Königin Viktoria und durch das Vertrauen, welches Se. Majestät der Kaiser Napoleon dem ausgezeichneten Staatsmanne zuwendet, der an den Arbeiten der Konferenz persönlich Theil nahm, das begonnene Fried cnswcrk eher gefördert werden. Die Konferenz ist keineswegs geschlos' sen; sie wird vielmehr ihre Verhandlung gen unuuterbrochen fortführen. — Die nachfolgende telegraphische Depesche aus Warschau vom 1l. (23.) April wird uns mitgetheilt : Fürst Gortschakoff meldet in einer telegraphischen Depesche vom 7. (19.) April, daß am 4. (16.), 3. (17.) und 6. (18.) das Feuer des Feindes im Ver° gleich zu den früheren Tagen etwas schwächer ge» worden war. Unsere Batterien haben erfolgreich ge» antwortet, namentlich mittelst des am lebhaftesten un> tcrhalteueu Feuers im Rayon der Bastion Nro. 4, nm dic verdoppelten Arbeiten des Belagerers zu hin» dcrn. Unsere Beschädigungen werden in der Nacht ausgebessert. In der Nacht vom 6. (18.) auf den 7. (19.) hat ein Bataillon einen Ausfall gemacht, um die vor-gerücktcstcn Approchcn zu zerstören. Der Erfolg war ein vollständiger und dic Verluste unbedeutend: die Verluste der Garnison sind im Allgemeinen weniger stark wäbrend der letzten Tage gewesen. (W. Ztg.) Telegraphische Depeschen. " Genua, 21. April. Dem hiesigen neapo< Manischen Konsul ist das Ekequator entzogen worden. " Konstantinopel, 19. April. Das Bombardement Sebastopols wurde vom 14. bis zum 16. d. M. fortgesetzt, hauptsächlich bei der Mastbastion. Am 16. ließen dic Franzosen gegen dieselbe mit bril« lauten Erfolg Minen springen. Der Malachoffthurm und Mamclon sind bereits verstummt. Die Föns Konstantin und Katharina schweigen noch immer. Das türkische Hilfskorps ist in Bereitschaft nach Valaklawa abzumarschiren. " Odessa, 7. (19.) April. Sichere Nachrich« ten aus Sebastopol vom 3. (16.) dem 7. Tage un» ausgesetzten Bombardements sind hier eingelaufen. Man rechnet 20.000 Projektile der Alliirten. auf je 24 Stuuden. Die Russen lepliziren mit Energie auf allen Punkten, und stellen die beschädigten Batterien Nachts wieder her. Man erwartet jeden Augenblick den Sturm, ist darauf vorbereitet, und soll ihn wün« schen, die Garnison überhaupt vom besten Geiste be« scclt sein. Die Flotte liegt noch immer vor dem Hafen, ohne an dem Aeucr Tbeil ;u ncbmen. Druck und Verlag von I. v. Kleillmayr A F. Bamberg'in Laibach. — Vcrantworttichcr Redacteur: F, Vamberg. ^ ^^^ «3 ^ /^ Börsenbericht aus dem Abendblatte der öster kais. Wiener-Zeitung. Wien 24. April 1855, Mittags I Uhr. Die Börse war heute sehr gedrückt, ohne daß eine bestimmte ungünstige Nachricht die Veranlassung dazu gab. Sie konnte sich der bangen Stimmung nicht crwehnn, sondern versank am Schlnß noch mehr in dieselbe, weil dnrch das Mißtrauen die Prolongation sehr erschwert war. Wechsel und Valuten haben gegen gestern um 1 M, an- ^^Amsterdam 105.— Augsburg 127'/,-— Frankfurt 12«'/,. — Hamburg !»!i '/,- — Livcrno 12«. ,— London 12.27 /,, Mailand 127. — Paris 14!>. Staatsschuldverschreibungen ^» 5 V« ^ 79 ^/. -79 '/« V° - !^ ^^'^ detto . <7« "'^^' ' detto 3- v. ,. 5 7. !»5-!>.i'/, National-Anlehen ., 5°/« ^'/'^ Lombard. Vcnct. Aiileh.n ,. 5"/,. ^^V "!« Grnndentlast.-Oblig. N. Oestel. zu 5 "/. ,9 '/, -t^N delto anderer Kronländer 5 /„ 72/,-7 <^ Glogqnitzer Oblig. m. N, zu 5"/« "''/'^/' Oedenbu?ger detto detto . 5 7, '"^^^ Mhcr tetto detto „ ^"/« «^?"m^ Mailänder detto detto ., 4 7« ^.^.^ Lotterie-Anlehcn vom Jahre !W4 ^ , <<« ^ detto dctto 1839 '^''"^1., detto detto l854 10U-10U'/.« Banfo-Obligationen zn 2 ", 7« "^'^''^ Vmikon 5.14-530 detto des kloyd ^"'^,? Witncr-Dampfmühl-Afticn >«'" ^''> Pcsthcr Kettenbrücken - Alticu »''8'- 60 Lloyd Prior. Oblig. (in Silber) 5 7<, "4 - 9^ ',/, Nordbahn detto 5 7« 86-««'/. Moggnitzer dctto 5 7. 81-82 Donau «Dampfschiff-Oblig. 5"/« »3'/,-L4 Como - Rcntschcinc 12 7. - 13 Csterhnzy 40 fi. Lose 82 '/.—82 V, Windischgräß-Lose 29 '/. -29 '/, Waldftcin'schc ., 28'/,-28 7. Keglcvich'schc ., ll'/,-ll7. K. l. vollwichtige Dukaten-Agil, 31 Telegraphischer Mnrs -Bericht der Et^atspapnre vom 25, April !85 5. Staatsschuldvcrschrcibungen . zu 5p<^t. fi. in (§M. 80 !/» dctto aus der National'Anleihe zn 5 7» ft- >" ^?M. «4 3/tt dctto ......',4 „ . '"l>4 Dar!chcü mit Vciloftllig v. I. i^54. fnr l(,0 si. 1«0 3/4 Aktien der k. k. Priv. östcr. Staatseiscnbahn- gcscllschaft zu 200 ft. V. V. cder 500 <^r. 31« 1/2 fl. B. V- W.en-Raal'er-'.'lsticn....... ""'^Z'!" ^ m ' Banf-Äkticn pr. Stück...... 977 ft m k. 2'i. Alticn der Nicderöstcrr. Escompte-Ge- ftllschaft pr. Stück zu 500 ü. ... 440 ft,>n(5.^t. Alticn der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zu 1000 si. <<5. M. getheilt . . . . 1922 l/2 fl. m k. M. «ltien der östcrr. Donau-Dampsschifffahrt . zu 500 fi. C, M....... 542 si. in C. M. Aktieu des östcrr. Lloyd in Tricst zu 500 fi. C. M....... 5i2 1/2 ft in C. M. Wcchstl-Kuls vom 25. April 1855. Amsterdam, für 10« Holland. Guld., Nthl. 104 2 Mmiat. Augsburg, für «00 Gulden Cur. Guld. 126 l<2 Vs. Uso. Frankfurt a. M. (für 120 fl. südd. Vcr- eins-Währ.im24 .44 10 42 Gngl. Souercigns ...... 12.34 12,32 Nuß. Inrpcrialc „ .... 10.10 10.8 Doppic ...... 37 1/2 37 1,2 Eilbcragio......... 28 28 Fremden-Anzeige der hiev Angekommenen nnd Abgereisten. De>, 2 l. April 1855. Hr. !>!-, Georq Ludwig Oppenheims, Obe>-Appellatioiisrath aus Lllbeck, von Wie» nach Vniedig. — Hl'. Fiiediich Rigler, k.''k. Schul,alh l»,d Gym liasml.-Il'speklol', voi, Giaz. — H,-. Eduaid Czeyl-e, Eiseinuei^.-Direktüi-, vo» WolfZberg n^ich Zobels^'i'g. — Hr. Fin'st Trllbetzkoi, k. russischer Gaide - Obersts — Hl-. Karl Baron Behr; — Hl-. Ferdinand Baron v. Rast, — und Hi'. Ul-. Eduaid Seiler, Plivatiers^ — Hr. Hermann Schimel; — Hr. Emannel Man--del, — und Hi'. Daniel Musatti, Handelslente; — nnd Hr. Giorgio Manußi, Besitzei-, von Trieft „ach Wicn. -- Hr. Giacomo Oraf^cio, Mnnizipalarzt, von Triest nach Graz. — Hr. Jakob ^ocs, Piivaticr, von Wien »ach Tricst. — Hr. Ka:I Fi'dnziüi, Besitzer, von Wien nach Bologna. Den 22. Hr. Adam Barcn de Holstcn .-Carisins, Pü'vatiei ; — Hr. Oi-. Gabriel Ienni, k. k. Sek-tioin'rath; -^ Hr. Georg Bouiis, Univei siräts - Professor; — Fr. Fanny v. Bellino, Consuls. Gatlin, — und Hr. Rndolf Neisncr, Handelsmann, von Tn'est nach Wien. — Hr. Leopold Ko'nigsdel'g, Gros; Händler, — nnd Fr. v. Nahow, prenß. Oeneral-Lieutenants Gemalin, von Wien nach Venedig. — Hr. Anton Wiüteihalder, k. k. Gerichts-?ldjlinkc, von Fiohnleit<'n nach Triest. — Hr. Karl Girardct, Fa> briranc, von Klagenflut nach Wien. — Hr, Dr. Ahrends, Arzt, von Wien nach Tricst. — Hr. Ja. kob Lnstig, Handelsmann, von Wien nach Padna. — Fr. Maria Angioliiia, Prioate, von Wien nach Mailand. Den 23. Hr. l)5. Ferdinand Maresch, k. k, Rath und Mimsterial.'Sekretär; — Hr. Joses Fran-ceschini, k. k. Statthaltereirath, — und Hr. Alcis Bracchltti, Besitzer, von Triest nach Wien. — Hr. Dr. Leopold Walther von Moltheim, Konsnlat-5-Kanzler, von Wien nach Venedig. — Hr. Arnold Haymann, — nnd Hr, Karl Dragovina, Handelsleute, ron Wien nach Triest. — Hr. Christoph Za-chariaS, Bauunternehmer, von Adelsberg nach Wa-rasdin. Z, 5^9. (3) Nr. 4078. Edikt. Von dem k. k. Bezirksgerichte Seisenbesg wird hiemit bekannt gcmacbt: Es habe über Anlangen des Johann Pograitz von Seisenbcra., Vormundes dcr minderj. Maria Wehonz, verehiichten Dercani, in die kx»klitive Fcil-bictung dcr, dcm Martin Mauer glhörigcn, im vormaligen Grundbuche der Pfarrgült Obergurk 5ul, Nekt. Nr. ^^ vorkommenden, auf 600 fi. gerichtlich geschätzten Realität zu Gabrouka, und der auf 29 fi. 40 kr. blwcrlheten Fährnisse, wegen schuld^ gcn Intercffcn pr. 60 fi lind Kosten gewilliget, und hiezu drei Termine, als: den ersten aus den l. Mai, ^ „ zweiten » >, l. Juni ^ 1855, und „ dritten >> >> 2. Juli ) jedesmal von 10 — !2 Uhr vormittags im Orte Gcibrouka mit dem Anhange bestimmt, daß diese Realität und die Fährnisse bei der dritten Feilbie.-tungstagsatzung auch unter dein Schatzungswcrthe hintangcgcden werden wluden Der Orundbuchsertrakt, das Schatzungsproto-koll und die Llzitationsbkdlngnisse können hier eingesehen werden. Seismberg am 10 März 1835. Z. 595. Zu verkaufen ein Nähtisch und zwel größere po-lltirte Tische, dann mehrere Verpackkisten am alten Markt Nr. 152, 2. Stock. Z. 592. > Friedrich Laltger, Direklions.Adjunkt der Gewerkschaft am Savestrome in Sagor, gibt > im Namen der abwesenden Verwandten Nachricht von dem höchst dttmbenden Hinscheiden des Herrn l Josef ZeiH, > Gewetlschafls - Direktors. > welcher im 55. Lebensjahre, nach Empfang der heil. Sterbsakramenle, am 24. April »855 um > 3 Uhr Nachmittagö selig im Herrn entschlafen ist. I Der Verstorbene wird dem frommen Andenken lmpsohlen. > Sagor am 24. April 1855. Z. 547. (2) bei Cilli in NnterDeiermarlz Die 28 Grad k. warme Quelle gehört unter die wirksamsten, etwas alkalischen Tbermen deren vom Professor Dr. Hruschaucr vorgenommene Analyse ohnehin bekannt ist ^ermen, Folgende Krankheltcnsmdcs insbesondere, welchen die Quelle den außerordentlichen und wohlverdienten Ruf ihrer Hellkralt vcldantt: ^ 1. Krämpfe und schmerzhafte Nervenleiden, Hysterie und Hypochondrie. 2. Blut. und Schleimsiusse passiver Art, fehlerhafte Reinigung, Abortus, Unfruchtbarkeit und Bleichsucht. 3. Frische odcr veraltete Wundcn ohne Entzündung, unvollkommene Heilungen nach Operationen, so wie Gelenköstcisigkcitcn, schmerzhafte Anschwellungen des Zellgewebes und MuSkelsystems, und öä> mnngcn — "ls Nachrrankhelten von Vcrletzlingcil und Enlzü'üdungen. ,1. Scroftheln, Ueberfüllungcn des ^ymphapparatcs und dessen Drü'senanschwcllunqen, die cnc!lisä)e Glitdcrkrankheit, Gicht und NlMmatismus. ' 5. Passive Eongcstioncn der Lebcr und Milz. besonders der Gebärmutter und Hämorrhoidalleiden, 6. Alome der Schleimhaute (Heiserkeit, chronischer Schnupfen, Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Magenkrampf, Diarrhöen und chronischen Augenkatarrh). 7. Durch Katarrh, Krampf, Gicht oder Hämorrhoidcn bedingte Blasenleiden. 8. Zurückgebliebene Schwäche nach schweren Geburten, Krankheiten, großen Säfte- und Blutverlusten, so wie die Altersschwäche. 9. Mcrculialdyskrasie und Hautaffektionen: lorpide Geschwüre und chronische Ausschlage. G, V. Kottowitz, Doktor der Medizin und Chirurgie und Accoucheur, führt die Direktion der Kuranstalt fort. Die möglichst billig gestellten und schon seit mehreren Jahren gleich gebliebenen Preise der Quartiere smd in dieser Raison, wie im vorigen Jahre, im Monate Juli am höchsten, im Vtai und September am niedersten gestellt. Bei allsälligen Quarticranfragen und Bestellungen wolle an die Bad-Direktion nach Neu-haus bei (5illi frankirt vorerst um Zusendunq der von der Anstalt darüber festgesetzte!, Bestimmungen geschrieben weiden, wovon als die wesentlichsten in der Vorzahlung von lO fi. und bei einer Be» stcllung von mehr a!s 2 Zimmern vo„ 20 fi. und in der genauesten Angabe dcr Miethzeit bestehend, hier angegeben werden können. Mit der täglichen Beförderung der k. k. Briefpost ist auch gleichzeitig eine Personeufahrt zwischen Eilli und Neudaus verbunden. Die Abfahrt des Wagens findet vom l! ü w c n w i r t h e, nächst ocm Bahnhöfe in Eilli aus und mit Berücksichtigung der Tagstrains Statt. Die Broschüre über Neuhaus bci (Zilli ist im Verlage des Herrn Tendier (Fesstl'sche Buchhandlung) in Graz und kann also von dort in allen Buchhandlungen Oesterreichs bezogen wcrdtn.