Smotlias«: ««thhimSchaffeNr.» {{»wr'Mcl in*). »tjasibtHngmn«: t)«i4 tu |i| tqetemt •Ms ittjä . ««tiHrl« »», «litt ^SiMiu bfl . i . . (i —■»* I ... I. in . . • i ki t*~~ »tmeljl i .% »*«'• Iitlul tr)l»«gaffe Nr. 9 | (taun'tar« («it). I|ii(|>III: 1I>U4 UfUtne Mt ». •*"-f kW) ••• II—1* IU« ttrm. (nkMcnten wii« sttt ■■Mgeiefren. UBcaUie «>»-tpgEsceit si«t »etmfttut. mm m* ■mmussi •>(•* Mnu tn WBljl lest-»nw WH» «"'£»«• - Bei ■taMiliUcH» •«**■ «,4> " M» «Mlttl Hl »UMtlll g anga< Mtuotlntii» «MW. M. 44. Aulilskich Des Monatswechsels «suche« mix jeue Abnehmer der „Peutsche» Wacht", die »tt der Aezugsgebur im ?tuckstaude find. »» die recht baldige Einsendung derselbeu, damit tetue Störung t» der regelmäßige» Juseuduug »er Zeitung eiutrete. Die Verwaltung. Wer heutigen Kummer der „Deutsche« Wucht" liegt Kr. 22 der Aeiluge „Z»ie Südmark" »tt der Hr,äl>l»ng: Z>as ja?a»ische Schrtuk-cheu, bei. Aög. Z>r Sommer in der Delegation. Im Budgeiau«schusse der österreichischen Dele« „ation ergriff Abg. Dr. Pommer zur Heere«-frage da« Wort. Seinen interessanten Ausführungen entnehmen wir Folgende«. Del. Dr. P o m m e r bemerkt, er habe sich den Ausschuf» der Delegation zum One seiner Rede gewählt und nicht da« Plenum, weil er der Hoffnung sei. über manche Detail«, die er vorzu-bringn, habe, im Ausschüsse au» competeniem Munde Aufklärung zu erhalten. Zunächst spreche er den Wunsch au«, das« der Bericht de« Bericht-erstatter« in Hinkunft in Druck gelegt werde, mit Rücksicht auf die Zeiterfparni«, die damit verbunden sein könne und die Möglichkeit eine« Borstudium« de« Berichte«. Dann wendet er sich gegen die Bemerkung de« Del. Dr. Herold in Beziehung aus die Zurück» setzung der tschechischen und Bevorzugung der deutschen Sprache im Heere. Die Einheitlichkeit de« Reiche« setze die Einheitlichkeit der Armee voran«, diese die Einheit der Armecsprache, und wen» diese Armeesprache mehr sein soll al« ein todte« Wort aus dem Papiere, so müsse diese Armeespracht auch gesprochen und geübt werden. Segen die Anklage, die der Del. Dr. Herold gegen die Heere«leilu»c> wegen der Orthographie mancher tschechischen Namen ausgesprochen hat, wendet Redner ein. das« umgekehrt auch deutsche ßin vereitettes Attentat auf Kaiser Willyetm l. und Iismarck. Der merstorber.e lothringische Feldmissionär und Ambulianzsührer in der französischen Armee I. Bläh hat Tagebuchs,ifzeichnungen au« dem deutsch'franzjösischen Kriege hinterlassen, welche Dr. Theunert-Bmsigmann bearbeitet und al« „Neue Documeme zum Kriege 1870/71" (Verlag Chr. Limbarth, Wiesbaden) veröffentlicht hat. In diesen Erinnerungen! erzählt Herr Bläß al« Augenzeuge die Geschichtie eine« mis«lungenen Attentat«versuche« zweier verwendeter französischer Soldaten, die in der Ambula»nz von Sommauth nach der Schlacht von Beaumcont verpflegt waren. Die Schilderung ist ungemein, spannend und vürfie noch jetzt, dreißig Jahre nach dem Frankfurter Frieden, überall da« größte Jntenesse erwecken. Herr Bläß schreibt unter 21. August nacht«: Segen Mittag wurde un« plötzlich gemeldet, das« der Mönig von Preußen durch Sommauth komme nnd en passant unser« Ambulanz besuchen wolle. Ich gerade mit dem Verbinden der Ver-wuudeten bbeschäftigt, hatte kaum begonnen, den Salon im Erdgeschoß, in dem fünfzehn Bayern und vier Franzosen auf bloßem Stroh lagen, ein wenig in coynvenablen Zustand setzen zu lassen, al« auch schon »mehrere Kaleschen vorfuhren, au« deren erster der Kkönig von Preußen stieg, während in der zweiten > Gras Bi«marck nonchalant ausgestreckt, und, wie e«« schien, in tiefe« Nachdenken versunken, sitzen blieb. . Herr Notar Mansard «achte dem Mo« narchen an deier Thorschwelle die Honneur« de« Hause«, während derer Arzt den König mit seine« Gefolgt in den Sacoal de« Erdgeschosse« geleitete, und ich Hilli, Sonntag, 2. Juni 1901. Na«en, theil« freiwillig, theil« unsreiwillig, durch den slavisierenden Einfluss der katholischen Geist-lichkeit slavisch geschriebtn werden. So werde der Name de« Fürsten Schwarzenberg „Zvarcenberk' oder die deutschen Namen Zi«merhansel, Zimmer« mann, Schuhmann, „Eimrhansl", „Eimrman", .Zuman' geschrieben. Auf den Bericht de« Rese» reuten übergehend, bemängelt Redner, das« da« Kleingewerbe auch nach dem heurigen Berichte nicht in größerem Ausmaße zu den Heereslieferungen herangezogen worden fei al« im Vorjahre, nämlich nur mit 25%, und fordert, das« die« in Hinkunst ander« werde. Er verlangt auch bessere, und nament-lich nicht im Amt«stile, sondern in populärer Sprache abgesastte Jnstructionen für die Ange« hörigen de« Kleingewerbe«. Wenn diese gehörig informiert würden in einer Sprache, die sie ver-stehen können, so würde e« nicht vorkommen, das« beispielsweise bei der Lieferung von Schuhen durch Kleingewerbetreibende im Ganzen die zurückgewie-senen und als mangelhaft bezeichneten Paar Schuht 10% ditftr Lieferungen betragen. Redner begrüßt e« mit Freuden, das« in den Angrltgenheittn der gewerblichen Lieferungen nun» mehr der Handel«ministtr die Entscheidung in Händen habe. Auffallend niedrig sei der Antheil, den die Pserdezüchter bei der Stellung der Remonte haben, nämlich nur 29% gegenüber der Betheiligung der Händler mit 61#. Die Lieferungen der mit allen Finessen ausgestatteten Händler feien ja bekanntlich schlechter und theurer. Man müsse also dahin wirken, das« mehr direct von den Pserdezüchtern bezogen werde. Dann kommt Redner auf die vielen im Hause gestellten Anträge, betreffend die Herab» setzung der dreijährigen activen Dienstzeit aus die zweijährige zu sprechen und erwähnt auch seinen Antrag, der dahin gehe, den Absolventen eine« Untergymnasium«, einer Unterrealschule oder einer gleichgestellten Lehranstalt die zweijährige Dienst, zeit erreichbar zu machen. E« sei hart für einen Jüngling, der da« Lehrziel einer Untermittel-schule erreicht habe, einem Analphabeten gleichgestellt in die erste Etage hinaufeilte, wo wir die veiwun» beten Offiziere in guten Betten installiert hatten, und wo auch noch die unumgänglichsten Vorbe-reitungen zum Empfangt de« Monarchen zu treffen waren. Trotz der Eilt, mit der ich dit Treppt hinausstitg, gieng ich doch mit Rücksicht aus die Schwerverwundeten auf den Zehenspitzen, um jtdt« Geräusch zu vtrmtidtN. Auch unttn, wo d«r König wtilt», war nicht« zu vtrurhmtn. Umsomehr erstaunte ich. al« ich üdtr mir, von der zu den Dachböden und den Domrstikenzimmern fühlenden obertn Trtppe ein geflüsterte« „CM!" (pst! still!) hörte. Konnte da« mir gelten? Trat ich noch nicht leise genug aus? Und wer überhaupt maßte sich da« Recht an. mich zur Ruhe zu verweisrn? Unwillkürlich zuckle ich die Achseln und wollte, ohne mich weiter um den unberufenen Warner zu kümmern, in da« Krankenzimmtr d«r ersttn Etagt eintreten, ol« da« Knacken eine* Gewehrhahne« mich stutzig machte. Diesmal hatte ich ganz deutlich da« Geräusch aus der Mansardentreppe vernommen. Sollte einer die Domestiken mit den aus dem Boden verwahrten Waffen und den Uniformstücken der Blessierten sich zu fchaffen machen? Wer beschreibt mein Entsetzen, als ich auf der Diele de» Treppen-abfatze« zwei Ehasseur« von Vincenne«. auf dem Bauche liegend, die Earabiner im Anschlage nach der unteren Treppe durch die Geländerfprossen haltend, sand. Ich erkannte sie. .Wa« thut Ihr hin?* rief ich, außn mir vor Aufregung. „Ich will den König von Preußen tobten," knirschte der ältere der beiden Ehasseur«, Motel, 26. Jahrgang. • zu sein. Dann aber bestehe eine gewaltige Klus zwischen denjenigen, die eine Mittelschule absolviert haben und nur ein Jahr activ dienn» müssen, und jenen, die eine Untermittelschule besucht haben uud drei Jahre beim Militär festgehalten werden. Da möge eine Vermittlung gesucht werden, uud hier sei e« auch möglich, den Uebergang von der dreijährigen zur zweijährigen Dienstzeit, die früher oder später kommen mus«, zu finden. Die zweijäh» rige Dienstzeit habe sich ja in Deutschlaud bereit« bewährt, und auch in Oesterreich werde «an t» Laufe der Zeiten nicht zurückbleiben können, wenn auch anerkannt werden müsse, das» wir ti Mit einem weniger gut vorgebildeten Material« zu thun haben. Der Lande»vertheidigung«minister hab« in eine« Gespräche dem Redner gegenüber sich ab» lehnend verhalten und gemeint, diese Leute, die die Vorbildung einer unteren Mittelschule besitze», könne da« Heer am wenigsten entbthren, weil sie die tauglichsten Unterossiciere liefern. Dagegen sei zu bemerken, das« ein solcher zwangsweise bei« Heere festgehaltener Mann gewis» keinen tüchtigen Unterossicier abgebe. Redner spricht die Hoffnung au«, das» vielleicht doch in Bälde ein Verfuch mit der zweijährigen Dienstzeit gemacht werde« werd«. Hierauf bespricht Redner di« Soldateu«is»» Handlungen. Er sei von seiner Partei beauftragt worden, sich zum Lande«vertheidiaung»«iiüste» zu begeben und dort Einsicht in die Acten des Falles zu nehmen. Da« habe er mit der thunlichsten Gründlichkeit gethan. Die Verletzung de» 2iUk könne allerding« nach de« juridischen Worlgebrauche nicht al« eine schwere bezeichnet werden. Sie fei e» aber nach der gewöhnlichen Auffassung diese« Worte», da der Verletzte 14 Tage i« Spitale zubrachte, daraus einen Erholungsurlaub von 14 Tagen er» halten musste und dann noch die Exercitien acht Tage nur ohne Gewehr mitmachen dnrfte. U« seine Objectivilät zu zeigen, machte Redner auf eine Beobachiung aufmerksam, die sich ih« bei« Durchlesen de« Acte« über den Leichenbefund auf» gedrängt habe. An dem Ellbogen de» Todte» habe der am Kopfe verwundet war, gleichzeitig aber di» Schwindsucht im höchsten Grade hatte. „Ich sterbe daran,' auf seine Brust deutend, .oder durch die Kugeln der Preußen: sterben mus» ich aus jeden Fall, und wenn ich den König vo» Preußen und vielleicht auch seinen Minister da unten mitnehme, sterbe ich wenigsten» al» Retter meine» theuren Vaterlande»!" Dabei sas«te er den Earabiner fester, während sein Kamerad sich ausrichtete und, mit seiner Büchse in der Hand auf den Wagen de» Grafen Bi»«arck blickend, hinter den Fensterpfeler trat. Beide «echfeltm einen Blick de« Einverständnisse». „Unsinnige!» rief ich. „Bedenkt Ihr nicht, das» Ihr un» alle in« Unglück stürzt, das» die Preußen, wenn Ihr Euer abscheuliche» Vorhaben au»sühr«, nicht bloß Euch, sonder» un» alle über die Kliuge springen lassen und da» ganze Som«authe zu eine« Schutthausen machen werden?! „Ca m'est egal," antwortete gleichmüthig der Schwindsüchtige, seine Büchse wieder fester fassend und nach unten spähend. Die ganze Entsetzlichkeit meiner Lage trat «ir blitzschnell vor die Seele. In jede« Falle waren wir verloren, mochten die Ehasseur» schießen oder wurden sie auch nur mit dem Waffen m der Hand hier oben gesunden, während der König hinaufstieg. Meiner Versicherung, das» ich dem Attentat ganz ferne stehe und im letzten Moment hinzugeko«men, da» äußerste versucht hätte die Elenden von ihre« Vorhaben abzubringen, würde kein Glauben geschenkt werden, man würde an ein von der ganzen A«» bulanz aus die Ankündigung de» königlichen Besuche» geplante» Complot glauben. Kalter Angstschweiß rann «ir von der Stirne- «Seite 2 ,9entr** M«cht- Nummer U sich eine 6 mm lange und 5 mm breite Knochen« narbe vorgefunden. AuS der Thalsache, das» somit ein fast quadratischer Knochendesect vorliegt, ha« »an jedoch nicht die richtige Conclusion gezogen. Man hätte diese Thatsache in der That zu einer theilweiscn Entlastung deS beschuldigten OfficierS verwenven können, denn ein derartiger Verlust eine« fast quadratischen KnochrnstückS deutet daraus hin. das« der Hieb nicht alt ein scharfer, sondern al« ein flacher geführt worden fei. Spricht also dieser Umstand mildernd für den Officier, so sei dagegen al« bedeutend erschwerend zu betrachten, das« sich dieser Officier, wie sich au« den Acten ergibt, schon früher einmal eine ähnliche Verletzung eine« Sol« baten zuschulden tominen ließ, indem er einen Mann mit dem Säbel in den Schenkel gestochen habe, so das« derselbe blutete. — Das« im Falle 2iI4t ein Selbstmord vorliege, sei zweisello«. Redner habe erfahren, das« dem beschuldigten Officier nur die geringfügige Strafe eine« Htägigtn Hausarreste« dictiert worden fei. Diese Strafe sei nicht ange-«essen, sondern zu mild. Er vermisse auch, das« die Oeffentlichkeit vom Vollzuge der Strafe in KrnntniS gesetzt worden sei. Zu tadeln sei auch, dos« «an in den letzte» Jahren dem Publicum den Zutritt zu den Exercier-Plätzen verweigert Der Umstand, das« da« Exe?-cieren vor der Oeffentlichkeit stattfindet, sei sehr günstig, um corrigierend und mäßigend auf die leitende« Osficiere und Unterofficiere zu wirken. Redner wendet sich gegen eine Bemerkung eine« Vorredner«, das« man von einem Osficiere nicht verlangen kann, das« er Psychologe sei. E« müsse den Officieren eingtschärft werden, das« sie sich nicht bloß al« militärische Vorgesetzte, sondern auch al« Lehrer und Erzieher betrachten. In allen jenen Fällen, wo e« nicht am Wollen, sondern am Können der Mannschaft fehle, feien Ausschreitungen, MisS-Handlungen und Beschimpfungen von Seite der ein« exerzierenden Osficiere durchau« zu verwerfen. Redner führt mehrere Fälle von Ausschreitungen der Osficiere gegen ihre Untergebenen an und kommt dann aus die große Zahl der Solvaienselbstmorde im österreichisch-ungarischen Heere zu sprechen. Die endliche Einführung eine« neuen, modernen Militär-strafgesetze« erweise sich al« unbedingte Nothwen-digkeit. Redner wünscht Mittheilungen über den Stand der bezüglichen Vorarbeiten und fragt, wann voraussichtlich der neue Militärgefetzentwurf zu-stände kommen werde. Redner bespricht den Erlas« de« Krieg«mini-sterium« bezüglich de« Vereine« pensionierter Osfi-eiere und Militärbeamten. Die ttnegSoerwaltung habe durch diesen Erlas« den Verein in der Au«-Übung de« verfassung«mäßig gewährleisteten Ver-sammlung«' und Peti«ion»rechteS behindert. Die pensionierten Osficiere und Militärbeamten seien nicht mehr active Angehörige de« Heere«, sie be-sitzen da« active und passive Wahlrecht, sie seien Ich konnte nicht zum Verrät her an meinen eigenen Land«leuten werden, und man würde mich für diesen Verrath französifcherfeit« in Stücke reißen. Zudem würden die Preußen, trotz dieses Verrathe« die ganze Ambulanz im Verdacht de« Eomplot« und. meine Angabe der im letzten Moment mich bewältigenden Feigheit zuschreibend, schwere Repres-falten qegen un« alle nehmen. Auch war e« höchst wahrscheinlich, das« die beiden Attentäter mich, während ich hinuntereilte, durch eine Kugel niederstrecken und dadurch erst recht Alarm machen würden. „Verloren, verloren in jedem Fall!" gellte e« mir in den Ohren. Inbrünstig flehte ich innerlich zum allmäch-tigen Sott, und wie infolge höherer Eingebung kam «ir die Idee, die beiden zu überlisten. Ohne weiter zu überlegen, führte ich diese Idee auch au«. Der König konnte jeden Augenblick unten herau«-treten und sich nach oben wenden. Da« swesentlichste war, das« ich die beiden Ehasseur« mit ihren Büchsen von der Trepp» wegbrachte. „Kinder', sagte ich, „Euer Vorhaben bleibt, so patriotisch e« Euch scheinen mag, unsinnig, denn e« wird Tausenden da« Leben kosten, ohn« den geringsten Nutzen für da« Vaterland. Wenn Ihr wirklich den König und feinen Minister tobtet, wird darum der Krieg kein Ende nehmen. Sein Sohn würde sofort zum König ausgerufen und die Campagne um so grausamer fortgesetzt werden. Die dreifach größere preußische Armee würde bei keiner Gelegenheit mehr Pardon geben". „0» m'est svcoro egal!" wiederholte der Schwindsüchtig» mu fanatisch funkelnden Augen, während auf feinen Genossen meine Gründ« Eindruck j zu machen schienen. Staatsbürger wie die übrigen Civilisten und müssten deshalb auch dieselben staatsbürgerlichen Rechte genießen wie diese. Die Frage der Ver-befserung der Lag» der Militärpensionisten und die Versorgung der Witwen und Waisen nach Militärpersonen stehe schon seit dem Jahre 1870 auf der Tagesordnung! Redner verweis» in dieser Richtung auf den Taxfond, der in Summa 19v.v00.vvv Kronen und dessen Zinsen jährlich 71/, Millionen Kronen bettagen, fragt nach der Verwendung dieser Zinsen und ersucht um detaillierte Verrechnung. Er glaubt, dass sich aus den Zinsen diese« FondeS ohne jede Schwierigkeit und ohne, dass zu einer neuen Be-lastung der Bevölkerung gegriffen werden muss, die Erhöhung der Pensionen der Militärpensionisten und deren Witwen und Waisen, welche nach dem früheren GehaltS- und Pensionsschema pensioniert seien, durchführen lasten werde. Er weis« au« den s^yungen nach, das« der Verein der pensionierten Osficiere und Militärbeamten durchweg« au« pensio-nierten Osficieren und Militärbeamten bestehe und das« er nur die Wahrung der ideellen und mate-riellen Interessen seiner Mitglieder zum Zwecke habe. Die Satzungen seien von der k. k. Statthal-terei genehmigt und § 3 schreibe al« Mittel zur Erreichung diese« Zwecke« ausdrücklich Borträge. Resolutionen, Petitionen und Institutionen corpo-rativer Selbsthilfe vor. Wa« der Verein gethan habe, sei also ganz und gar im Sinne seiner be» hördlich gut geheißenen Satzungen geschehen. Auch sei bei Gründung de« Vereine« vom k. k. Reich«-KriegS-Ministerium kein Bedenken erhoben worden. Der Rechenschafttbericht für da« Jahr 1900 zeige auch genau, das« der Verein in gar keiner Weise seinen satzungSgemäßen Wirkungskreis über-schritten habe. Die Zahl der ordentlichen Mit-glieder desselben betrug 3069, darunter befanden sich nicht weniger als 305 Generäle. Dem Venine feien auch zahlreiche Spenden von höheren Militärs zugekommen. Der Verein befasse sich in namhafter Weise mit der Unterstützung von Officieren und deren Hinterbliebenen. Hieraus kommt Redner auf den Dienst und die Waffenübungen der FestungSartillerie in Süd-dalmatien zu sprechen. DaS fünfte FestungSartillerie« regiment, das sich aus Steiermark, Kärnten, Kram, dem Küstenlande, Trieft, Görz und GradiSca recrutiere und in Cattaro stationiert sei, habe außer« ordentliche Strapazen zu überwinden, wozu die ungesunde Lage der FortS, die vielfach Malaria» Herde feien, wesentlich beitrage. Redner könnte eine Menge einzelner Fälle anführen, wo Leute 5 oder 6 Jahre nach Vollendung ihrer activen Dienstzeit noch von Malaria und deren Folgen heimgesucht worden seien. Während eS früher Gepflogenheit war. die Unterofficiere und die Mannschaft deS fünften FestungSartillerieregimenteS nur zu einer Waffenübung nach Süddalmatien einzuberufen, DaS kam mir für meine Idee zu statten. „Um so mehr unsinnig." fuhr ich verttaulicher werdend fort, „als Ihr von hier aus ja gar nicht den König treffen könnt. Der König kommt nicht zu den Officieren herauf, ich habe sagen hören, dass er gleich weiterfahren wird, zu den Verwun-beten in der Kirche, beim Pfarrerund beim Maire". „Ist das wahr?" fragte Morel enttäuscht und doch mijSttauisch. „DaS könnt Ihr ja am besten daraus ersehen", log ich, »dass sein Minister BiSmarck unten im Wagen geblieben ist. Wenn der König längere Be» suche in einem Hause macht, müjSte sein erster Minister nach der preußischer Hofetikette ihn be« gleiten". Diese Argumentation musste ihm überzeugend scheinen, denn er fluchte leise und sagte dann: „Taut pis! So werden wir sie beide hier vom Fenster au« beim Wegfahren aus'« Korn nehmen!" „Hört, ich will Euch nicht verhehlen, das«, je mehr ich über Eueren Plan nachdenke, ich ihn um so patriotischer finde. Ader Ihr müs«t seine A»«-führung auch so vorbereiten, dass sie nicht fehl« schlägt und nicht anderen Gefahr bringt. Ich bin Lothringer und mein Herz blutet au« tausend Wunden über die Entsetzlichkeit dieser fortwährenden Nieder-lagen und dieser Verheerung meiner Heimat. Vielleicht bringt doch der Tod de« König« Enimuthigung in die feindliche Arm« und »ine glückliche Wendung für un«. Kommt mit mir, ich stelle jeden an eine Dachlucke. von der au« er von unten nicht gesehen werden und ruhig zielen kann. Habt Ihr die That au«geführt, so schaff« ihr die Büchsen auf den Ba» gagenboden und schleich« über die Hintere Treppe in den Garten, so das« niemand Euch oder jemand au« dem Hause beschuldigen kann". mus«ten seit einigen Jahren Alle, die diese« % mente angehören, drei Waffenübungen in S balmatien mitmachen. Zudem werden die Truppenkörper angehörenden Soldaten be« Sin schast«stande« noch um 2 bi« 3 Monate Ä zurückgehalten al« andere Wehrpflichtige. nöa bi« die Recruten abgerichtet sind, damit di» jjtsi besatzung nicht herabgemindert werde. So toa e«. das« die Mannschaft erst Ende November t December nach Hause entlassen wird, in inl Zeit sich die Lern» sehr schwer eine Stellung « schaffen können. Die Waffenübungen vmirsii dem Staate große Auslagen und seien bei de» deutenden Fortschritte der Waffentcchnik unnütz, die Mannschaft und die Unterofficiere nach ti Geschütz- und Zündmustern einexerciert seien. ■ man nicht wagen dürfe, sie nun zu neuen Mch zu stellen, wo ein einziger Missgriff Lebe» Gesundheit der Umgebung in Gefahr setze. B möge also die zwei letzten Waffenübungen «tt«! ganz und gar aufheben oder wieder zu de« äl Brauche zurückkehren und die Leute ihre s ~ Übungen nicht in Dalmatien, sondern bei «ri den Alpenländern abdienen lassen. Zum Schlüsse verwahrt sich Redner d»qq> wenn die Abg. der Deutschen Volksparlei sich« schließen sollten, für die Bewilligung der Htenti sordernisse, aus staatlichen und namentlich i nationalen Gründen zu stimmen, auS dieser Bmß liung ein Vertrauensvotum für den Krieg«»«! selbst abzuleiten. Im weiteren Verlause der Debatte eqck Abg. Dr. Pommer nochmals das Wort »>d» örlene zunächst die Art de« Unterrichtet » Militär-Lehranstalten. E« werde zuviel «echuty au«wendig gelernt und zu wenig Gewicht aus M Lernen mit Verständnis gelegt. Dafür fei na«® lieh die schlechte PrüfungSpraxiS verantwortlich st machen, indem »S sich bei den Prüfungen mehr« die Erprobung de« mechanischen GedächtnsstiM um den Verstand und die UrtheilSsähiakeit banM Zu Lehrern mö^en nur solche Personen tijk werden, welche den Lehrberuf in sich fühle«. Ö sei beschämend für die Militärverwaltung, taii mitunter der Freiwilligenumerricht in eim » schwächlichen Weise ertheilt werde, das« »r in nu» bloßen Vorlesen der betreffenden Reglement« Redner sei nicht gegen eine strenge, wohl a» gegen eine harte Behandlung der Mannschaft. 8c züglich bet Aäv-Frag» gibt Redo»r seinem Befretckt darüber Ausdruck, das« sich die Del. Dr. Hetod und Dr. Kramar über diese Frage autgischwiege, haben. Nach den diesbezüglich gemachten Sisiij-rungen müsse man voraussetzen, dass nun doch sicher die Mannschaf« die Bedeutung dir Frag« kau und »in Zuwiderhandeln gegen die bezügliche, Vorschriften nur als »in» Demonstration angesedei werden könne, die als Insubordination bestraf! werden müsse. DaS vom Del. Dr. v. KozloM Der Kerl war üb»rz»ugt, g«woiin»n.Erstrahl« über daS ganze Gesicht und reichte mir die $«!. „DaS ist gut gedacht," flüstert« »r. .aber fchneQ. nur schnell, sonst geht er weg. ehe wir un* uf dem Anstand befinden!" Und er drängte mich förmlich die letzten euir« zum Boden hinaus. Ohne Besinnen gieng ich den beide» vor«, und schlo?« einen schmalen, finsteren Sang m, durch den man nur tastend vorwärts finden foitnit. Ich halte den starken Schlüssel in dem schlch stecken lassen und flüsterte Morel zu: „Tastet Äch die Wände entlang, macht kein Geräusch. Seit« ersten Thür links haltet still, damit ich Lauft (so hieß der zweite Ehasseur) hole. Ihr geht Sm beide in die Verbandkammer und stellt Euch jrtc an «ine Dachlucke. Hier ist d»r Schluss»! zur Lerbaii-kammer. Gebt, damit sie nicht beim Tasten loSgeht, Euer? Büchse Lacoste zum Halten und schlich dann auf. damit er Licht hat, wen» er mü Du beiden Büchsen kommt." Dabei drückte ich ihm einen falsche» EchlM in die Hand und reichte die Büchse, die er oh« Besinnen überließ, feinem Genossen Lacoste. „Schnell, sch«eU," flüsterte ich. uatiN Bubi« hörend, und schob ihn in den Gang. Eoivie« drei Schrille in den finsteren Gang hineisget^». ri>4 ich in wahnsinniger Äugst di» schwere Eichen thür an mich und schlos« sie mit doppelter Tmr zu. Dann steckte ich den Schlüssel in die Tasche und holte meinen Revolver hervor, spanm ihu mit der Schnelle de« Blitz-« und sagte. Lacis» denselben auf die ©tust setzend: „Lacoste, ich halte Euch für einen miitbrt schlechten und dummen Menschen, al« Euren Jti meraden Morel. Bei der geringsten Bewegung »u Nummer 44 empfohlene Mittel zur Hintanhaltung von Selbst-morden, nämlich, eine bessere Pflege und die Schonung der nationalen Gefühle, könne Redner nur dilligen. Es sei jedoch auch nothwendig, dass die Empfindlichkeit der Mannschaft in Ehrensachen aehoben werde. Bezüglich der Duellsrage theilt Redner den Standpunkt deS Deleq. Axmann nicht. Das Duell fei begreiflich und im Hinblick auf die Unzulänglichkeit unser Rechtspflege in Ehrenangelegenheiten geradezu ein nothwendiges Uebel, welches die Deutschen sogar als ein nationales Erbe ansehen. Redner spricht sich gegen die ZwangSpensto« aierung jener Oificiere auS, die die MajorSprüsung nicht bestanden haben, und betont, dass ein solcher Officier al« Truppenofficier noch sehr gute Dienste leisten könne. Er wünscht, dass man aus den Generalstabskarten für die Ortsnamen ein besseres Deutsch wähle und dass daraus gesehen werde, dass die mundartlichen Namen nicht entstellt wiederge-geben erscheinen. Redner protestiert gegen die Behauptung de» Deleg. Dr. Kramar, dass er. (Redner) und seine Parteigenossen sür die Militärpensionisten und Militärbeamten nur deshalb eintreten, weil sie da-mit Stimmenfang treiben wollen. Redner selbst habe nur eine geringe Anzahl von derartigen Per-sönlichketttn umer seinen Wählern und müsse sich gegen eine derartige den Abgeordneten erniedrigende Auffassung entschieden verwahren. Redner wendet sich wettert gegen die Behauptung d>» Del. Dr. Kramor, das« er eine starke Armee nur wegen de» Drei-bunde» verlange, dass eine förmliche Agitation für den Dreibund getrieben und dass der Dreibund zu einer deutsch-nationalen Institution gestempelt werde. Gegen diese Uebertreibung müsse sich Redner verwahren. Er habe nur ohne jede Vordringlikeit und Spitze gegen irgendeine Partei und Nation sich dahin ausgesprochen, dass infolge des bestehen-den Dreibundes nicht etwa an eine Entwaffnung oder an geringere militärische Leistungen zu denken iei, sondern, da der Dreibund aus voller Gegen» seitigkeit und der gleichen Leistungisähigkeit der Staaten beruht, müsse man von diesem Stand» punkte verlangen, dass die Forderung«» der Heere«» Verwaltung bewilligt werden. Vom nationalen Etandpu-nkie sei die Partei de« Redners entschlossen, Alle« zu thun, wa« dem deutschen Volke in Oester-reich nützt, aber auch Alle» zu unierlassen, wa« da»ielde schädigen könnte. Das« man der tschechischen Nation da« Deutschlernen auszwingen wolle, sei unrichtig. ES liege im G«genth«ile weit eher im In-teresse d«r Deutschen, das« die Tschechen der deutschen Sprache nicht mächtig seien. Ein einheitliche« Reich setze aber eine einheitliche Armee und eine einheit» liche Anmeesprache oorau« und diese Armeesprache müsse im der That auch gesprochen werden, wozu wieder «ine gewisse Uebuna nothwendig sei. Von einer d>eutschen Vorherrschaft und von einem deutsckem TerroriSmu« könne nicht die Rede sein. Der TerrroriSmu« w»rd vielmehr von einer ganz anderen Seite geübt. Die Tschechen verstehen aber den Büächse schieße ich lo«. Stellt die Büchsen leise hier in die Ecke, gehl vor mir her in da« Kranken-zimmer der Officure, wo Ihr Euch zwischen zwei Beuen ssetzt, bi« der König dorl ist. Jchhschwöre Euch, das« ich Euch nicht unglücklich machen werde und schweigen werde, sobald Ihr vernünfuig seid. Ihr wisst. das« Ihr beide, wenn ich die i Anzeige mache, vom Commandeur unseres HaupiquuanierS in Pouilly-fur-Meufe vor'S Kriegs-gerichi ggestellt, füsiliert werdet. Alflfo haltet Euch ruhig; denkt an Eure alte Mutter!! In einigen Wochen seid Ihr gesund und könn« dveimgihen." De»er Men>ch zitterte an ganzen Leibe. Zwei Thränen» rannen ihm über die Wangen. Zu sprechen vermochlhle er nicht. Stuumm stellte er die Büchsen in die Ecke und schlich vivor mir her, während ich mit gespanntem Revolvern folgte. E« 4 war die höchste Zeit gewesen. Zwei Minuten später ö'öffaete der Doctor die Tdür nnd ließ den König, e itoe prachtvolle Greisengestalt voll wirklicher Majestätät in Miene und Haltung, eintreten. Ich oerbeugtgte mich, ohne Lacoste auS dem Auge zu verlieren en. „HHaben Sie viel Verwundete hier oben?" fragte » mich der König. „?^sszsdleweot, Lire," erwiderte ich, in meiner Verwirrirrung und Angst kaum wissend, waS ich sagte. DWie leich, konnte Lacoste anderen Sinne» werden n und sich mit irgend einer bei ihm verbor-genen D Waffe auf den Monarchen stürzen. WiiLie, wenn Morel oben in seiner Wuth gegen _ _____ da» Wort Gerechtigkeit sür Alle in dem Sinne, das» sie die Herrschast über Alle üben wollen. Redner beantragt schließlich eine Resolution, durch welche der lebhafte Wunsch und die bestimmte Erwartung ausgesprochen wird, den längst verspro-chenen Entwurf einer neuen MiliiärstrafprocesSord-nung binnen Jahresfrist fertiggestellt zu sehen. In Bezug aus' die von den einzelnen Dele-gierten vorgebrachten Beschwerden und Ausrasen erklärte ReichSkriegSmimster Freiherr v. Krieg» Hammer: Bezüglich deS Vereines der pensionierten Ofsiciere bewies der Minister vollständige Hochach-lung (!) vor den SlaatSgrunVgesetzen und erließ den vielbesprochenen ErlasS nur, um die Unterbebörden zu belehren, welche Rückwirkung daS Hinüberareisen auf da« politische Getriebe sür die Armee zur Folge hätte. Dem geäußerten Wunsche bezüglich de« schriftlichen Verkehres mit den Gemeinden in deren Sprachen könne mit Rücksichtnahme aus die ^iel« sprachigkeit der Monarchie nicht entsprochen werden. Die vorgekommenen Fälle von Misshandlungen werden strenge untersucht und bestraft, und sie ge-fchehen zumeist feiten» der Unterofficiere, wahr» scheinlich ,usolge de» geringen Bildungsgrade». Die Nachtmahlfrage und die Frage der Verbesserung der Lage ver Pensionisten, Witwen und Waisen bilde fortgesetzt den Gegenstand warmer Fürsorge deS Minister«. Entschädigungen sür Einquartie-rungen und Vorspannleistuungen gehören in den Wirkungskreis der Landtage. Bezüglich de» Festung«-rayonSgefetzeS übermittelte der Minister im Jahre 1897 den beiden Minist rpräsidemen einen neuen Entwurf. Di« KriegSverwaltung werde allen Einfluss ausbieten, um di« Frage möglichst bald zu lösen. Die Kanonenfrage befind« sich noch im Stadium der Versuche, weil die KriegSverwaltung da« Beste einzuführen bestrebt ist. Trotzdem sich der Minister an alle bekann:en Fabriken wandle, habe er bisher nur ein Modell erlangt; im nächsten Jahre werden die Ergebnisse der Versuche mitge-theilt werden. Im künftigen Jahre werden für Ge-fchosSbestellungen den heimischen Fabriken mehr Austräge zugewendet werden können. Der Eintritt der Bürgerfchüler in die Eadettenschulen sei unthun-lieb; al« Lehrer werden zumeist nur an Universitäten ausgebildete Lehrkräfte verwendet. Bezüglich der Heere«lieferungen wurden mit den Lagerhäusern schöne Ergebnisse erzielt; über die 25procentige Quote sür die Ueberlassung von Lieferungen an da» Kleingewerbe werde man noch lange nicht nicht hinausgehen können. Der birecte Ankauf der Remonten von den Züchtern werde möglichst ge-fördert. Der Wunsch, den Absolventen der unteren Classen der Mittelschulen die zweijährige Dienstzeit zuzugestehen, begegne sich mit dem gleichen Wunsche hinsichtlich anderer Caiegorien der Wehrpflichtigen, so das» nur die ärmeren Classen die Lost der drei-jährigen Dienstpflicht tragen müssten. Feldschäden werden steiS in coulanter Weise vergütet. Die Um-arbeitung einer, den modernen Grundsätzen em-sprechenden MililärstrafprocesSordnung gieng be- d,e Thüre, hinler der er verborgen war, donnerte? Ich konnte niemand hinausschicken, so lange ich La-coste zu beobachten hatte in Anwesenheit deS König«. Mein Herz schlug in der allgemeinen, ehrerbietigen Stille so laut, dass ich meinte, man müsse es hören, und absichtlich einige Pincetten und Scheren durch-einander warf. Der König wandle sich darauf an den al« Erster zunächst dem Fenster liegenden deulfchen Officier, der einen Schus« durch den Kopf und zwei Schüsse durch Brust und Unterleib halle und un-reltba; verloren war. Der König gab ihm die Hand sprach ihm voll gewinnender zärtlicher Güte zu und reichte ihm in ungemeiner Delicattsse die Korn» blumen, die er in der Hand hielt, und die ihm, wie mir vorhin erzählt würd«, «in« preußisch« Di-aconissin au« gräflichem Hause, die in der Ambulanz de« Dr. Lod«beck wirkt, üverreicht haue. Abermal« einige Minuteu später hörte ich unten die Wagen fahren. Mir stürzten die hellen Thränen, Thränendes Danke« und der Erschütterung, aus den Augen bei dem Rollen der davonfahrenden Wagen. Welcher Gefahr waren wir entronnen! Ich mus«te mich setzen vor Schwäche, ich stam-melte ein heiße« Dankgedet. Lacoste kam leise auf mich zu und bat mich schüchtern, wie ein geschlagener Hund um Vergebung, Er sürchme, das« ich trotz meine« Schwüre« Anzeige beim Hauptquartier in Pouilly mache. Nur Mansard, die beiden Aerzte und den Capitän Che-loise zog ich in« Vertrauen, nachdem sie mir vorher auf meine Eröffnung, daf« ich einen Schwur vor Snke 3 reit« beiden Lande»oeribeidiguna«minist,rn zu. Der Minister wird da« Werk mit allen Mitteln fördern, da er von dessen Dringlichkeit und Wichtigkeit überzeugt ist. Di« ungünstig« Verhältniiziffer der Soldatenselbstmorde ist der Heeresverwaltung be» kannt, doch müs«te vorerst zur Stellung eine« Ver-gleiche« die Verhälini«ziffer der Selbstmorde bei der Bevölkerung im allgemeinen festgestellt werden. Die Militärmusiker spielen nur dann, wenn sie ver« langt werden. Htericale Unduldsamkeit. Weitenstein, 30. Mai 1901. Ein Fall priesterlicher Unduldsamkeit, welcher wieder einmal aus den Fanatismus unserer slovenischen Geistlichkeit ein bezeichnendes Slreislicht wirf», erregt Hierort« die Gemüther auf da« Lebhafteste und bildet da« Tagesgespräch. In der Nacht vom Pfingstmontag auf Dien«tag starb ein Ari eiter de« hiesigen Ledermeister» R. Hofcauer, namens Simon Stozir, plötzlich an Gehirnschlag, infolge allzureich-lichen Alkoholgenusse«, al« ein Opfer der auch hierorts leider grassierenden Brantweinpest. Der Verstorbene war jedoch keineswegs ein Gewöhn-heitStrinker, sondern ein stiller, ruhiger und fleißiger Mersch und nebenbei ein eifriger KirchendejUcher. Gleichwohl verweigerte ihm da« hiesige Pfarramt daS christliche Be-grädniSund zwar mit der ausdrücklichen Motivierung, das« er die oft erlicht Beicht« nicht abgtlrgt und k«»n«n Beich»zettel abgegeben habe. Obgleich der Dienstgeber de« Stozir, Herr Hof-bauer, sich persönlich in« Pfarramt begab und um die Beistellung de« Convucte« bat, sowie sich bereit erklärte, die Kosten zu tragen, erfolgte doch die Bestattung ohne kirchliche Einseg-nung auf ungeweihten Boden. E«ist nicht bekannt, ob dieser Act kirchlicher Intoleranz auf die persönliche Initiative de« Pfarrer« AloiS Arzensek oder auf den Einfluss de« Kaplan« Kramaröic, welcher eine Art Oberherrschaft auf den Pfarrer ausübt, oder vielleicht sogar auf Weisungen von höherer kirchlicher Seite zurück-zuführen ist. Jedenfalls hat Herr Pfarrer Arzenöek, der sich bisher durch ein concilianteS Benehmen empfahl und am besten Wege war, die Weiten-steiner Bürgerschaft für sich einzunehmen, durch den Fall Stoz»r sich selbst und der katholischen Kirche in Weitenstein den denkbar schlechtesten Dienst er» wiesen. Die Erregung ist eine allgemeine und er-streckt sich selbst aus die Kreise de« gebenedeiten, von Herrn Kramarciö gegründeten „Jungfrauen"-vereine«. Jedermann in Weitenstein fragt sich be-klommenen Herzen«, ob ihm nicht auch etwa« Menschliche« passieren und er ohne Empfang der Sterbesakramente in« Jenseit« abberufen und sodann auch wie ein Hund eingescharrt werden könnte? Da« Verhalten der Geistlichkeit war aber auch eine große Ungeschicklichkeit. Der Boden in Meilenstein ist ein heißer, der Vorgänger de« Herrn Arzensek, Gott geleistet, unverbrüchliches Stillschweigen gelobt hallen. Nachdem sie mich übertrieben zu meiner Haltung gegen die beiden Schuste und gegen die Ambulanz und ganz Sommaulhe beglückwünscht hallen, die. wie sie sagten, ohne meine Enlschossenheit und DiScretion compromitliert wären, hielten wir zusammen eine Berathung ab. in der wir zu dem Ergebnis kamen, das« Lacoste morgen früh mit nach Bouillon und von da nach Belgien oder den Norddeparlemenl« evacuierl wird, wobei fortwährend für seine scharse Bewachung Sorge getragen werven sollte, das« Morel aber nicht mehr au« dem Bette kommt und immer unter specieller Bewachung eine« starten Ambulanzgehilfen liegt. Er wird un« übrigen« kaum noch lange Mühe machen. Al« wir nach dem Weggange de« König» aus den Boden hinausstiegt!» und di« Thüre ausschlössen, fanden wir ihn be-wus»llo» in einer Blutlache liegen. Die Aufregung und die grenzenlose Wuth sich überlistet zu sehen, hatten einen Blutsturz hervor-gerufen. Ich habe ihn hier oben in da» Officier«-zimmer tragen lassen, um ihn unter den Augen zu haben. Er ist jetzt bei Bewusstsein, aber bleich wie ein Sterbender. Als er mich sah, brückte er mir die Hand, sah mich voll unaussprechlicher Angst an und legte einen Finger an die Lippen. Ich verstand ihn und legte die Hand auf mein Herz. Ich habe geschworen, ich schweige. Beruhigt schlief er ein. Der Ehasseur Morel ist nicht wieder erwacht. Gott nehme feine Seele in Gnaden auf.-- Seite 4 ^rutsche Macht» der bekannte Josef 2ickar hat durch seine politische und volkswirtschaftliche Thätigkeit den Boden auf gewühlt und für di« «LoS von Rom'-Bewegung empfänglich gemacht. Thatsächlich hat die Prote stantenbewegung in wenigen Orten d«S Unterlandes verhältnismäßig so bed-mende Fortschritte gemacht wie hierorts. Die« zeigte sich auch gelegentlich des zweiten ploiestantischen Gottesdienste«, welcher am Pfingsimon'ag in der hiesigen Gemeindekanzlei stattfand. Der evangelische Prediger hat durch seine zum Heizen gehende Psingstpredigl auch solch» Per-fönen gewonnen, w'lche bisher auS confessioneller Gleichgiltigkeit oder sonstigen Gründen der Be wegung apathisch gegenüberstanden. Der Fall Stozir kommt derselben zugute. Soll daS Verhallen der hirsigkn Geistlichkeit vielleich, die Antwort auf den protestaniiichen Gotleidienst und den freundlichen Empfang des evangelischen Pastors gewesen sein? — Die Rückanworl wird nicht ausbleibn». Der katholische CleruS hat in Weuensttin durch einige Vorkommnisse in nächster Näh«, wtlche seinerzeit auch in der „Deutschen Wacht" ein« B«spr«chung g«fund«n haben, und zu denen wir in neuester Zeit auch noch einen Besuch deS DechanteS von Mahren» b«rg rechnen dürfen, über beffen hiesig« Abenteuer wir den Maniel der christlichen Nächst,nli«d« werfe» woll«?», einen argen Stoß erlitten, und der Fall Stojir wird dem Fasse den Boden auSg« schlagen haben. Ein zahlreicher Ueber-tritt, vielleicht sogar aus bauet« lichtn Kreis«», i st zu gtwärtigtn und daS hat mit seinem verweigerten Segen der Herr Psarrer ArzenZek gethan. Zur Ibwehr socialdemokratisch christlich-socialer Verleumdungen. Ein Ehristlichsocialer kann zwar angeblich keinen Juden leiden, doch unflätige Schimpfwörter und tückisch« Verleumdungen borgt er von ihm gern, wenn es gilt, di^ verbasSten Gegner IudaS und Rom« mit den diesen beiden Waffen zu bekämpfen. Wir erinnern nur daran, da!» da» Schmähwort ^Stalldeutsche", die von allen Clericalen bevorzugte Redeblüte, nicht auf ihrem eigenen geistigen— „Treibe beete". sondern auf dem de» Aaion Scharf gewachsen ist. Ebenso verhält e» sich mit den abgebrauchten ehr« abschneidenden Beschuldigungen, welche der Wiener Eorrespondent der „Südsteirischen" auf dem social-demokratischen Tandelmarkte aufliest und in seinem Blatte al» jüngste Enthüllungen .alldeutscher Verrucht» heit und Schurkerei" veröffentlichen lässt. Elender Lügenpl>rgiator. an dessen Geschreibsel nicht» originell ist, al» vielleicht die Bezeichnung unserer alldeutschen Führer mit den Worten: „Durch Schweinerei, Verrath und jede Schurkerei zum alldeutschen Hunde-breil" wenn er dieselben nicht etwa von einem seiner Eitznachbarn, einem bodenständigen Vertreter dc» Wiener neuclericalen „Pülcherthum»', gelernt hat. Llso da ist in erster Linie die abgelegte, zuerst von Da»zyn»ki au»gehe«t wurde, und die dahinzlelenden Vorwürfe gegen St. H. Wolf entspringen nur einer wohlberechneten, auf den gehässigsten Gründen beruhenden Verleumdung. Hochachtungsvoll Joh. Melhardt m. p.» Eine gleichlautende Aufklärung de» Sachverhalte« hat auch während der jüngsten Debatte über die Ein-führung de» Neunstundentage« beim Kohlenbergbau Abg. Sleia gegeben, ohne das« sich jemand auf den Bänken der Socialisten und der Lueger'schen Barriere-stöcke, zu welchen ja der Wiener Korrespondent der „Südsteirischen", oder lein „Inspirator" wahrscheinlich zählt, auch nur gemuckst hätten. Den moralischen Muth, Karl Hermann Wolf herunterzumachen, das« kein gute» Haar an ihm beibt, besitzen diese klerikalen „Helden" nur, wenn sie von ihren Parteifreunden vom Wiener Eentraloiehmarkt umgeben sind, durch die sie auch mit „Knüttel und Messer-alldeutsche Versammlungen sprengen lassen möchten. Zu diesen gehört auch wohl der „reiche" Wiener, der Herrn Wolf ungestraft (!) geohrfeigt (! l) haben soll. Wir möchten doch um die nähere Adresse diese» „Helden" bitten, um ihm unsere Bewunderung au»> drücken zu kännen. politische Rundschau. Z>as Aröeitsprogramm des Abgeordneten» hauseS für den Rest der Session ist bereit« auSge» arbeitet und wird den Parteien zur Genehminung vorg«l«gl werd«». Nach demselben sind i» dieser Woche bis Freitag die Wafferstraßenvorlag« und daS Budgelprooisorium erledigt worden. Samstag 1. Juni, Vormillag«. tral der EisenbabnauSschusS zur Beralhunq d«r Localbahnvorlage, Nachmittags »er SttuerauSschusS zur Berathung der Fahrkarlen-sttuervorloge zusammen. Montag nachmittag« ist Plenarsitzung. dritte Ltsung der JnvestitionS» und Wafferstraßenvorlage, Berathung der vom Herren» hause abgeänderten Branntweinsteuervorlage und gltichzeitig Sitzung der Budgetcommission der D«» legation. Dienstag, d«n 4.. und Mittwoch den 5.. vormittags, halten der Eisenbahnausschus« und der Sttutrausschus« Berathungen ab. gleichzeitig Pl«nar» sitzung der Delegation. Abendsitzung deS Abge» ordntienhauskS; Tagesordnung: Abänderung drr ZA 59 und 6V d«r Gewerbeordnung. DonnerStag. d«n ü., Feiertag. Freitag, dtn 7., Plenarsitzung der Delegation, gleichzeitig Eisenbahn» und St«u«r» auSschusS. SamStag, d«n 8., letzt« Plenarsitzung der Delegation. Montag, den 10., Plenarsitzung d«S Abg«ordn«lenhause». 2. und 3. Lesung der Fahrkartensteuervorlage. Diei-stag, den ll, Plenar» sitzung, 2. und 3. Lesung der Localbahnvorlage. Krieghammer — demissioniert? Ein Wiener Abendblatt m-ld«t, dass di« Demission des Kriegsministers nahe bevorstehe. Kcieghammer werde nach Ablauf drr DelegalionSsefsion vom Amte scheiden und das Commando deS 15. ArmeecorpS in Sarajevo übernehmen. Als zukünftiger Kriegsminister solider General derEavalleri« und EorpScommandant von Wien. Graf Uexküll-Gyllendand in Aussicht genommen sein. Nachrichten von der bevorstehenden Temisswn KcieahammtrS sind in d«r letzlen Zeil wiederhol! in die Oeffentlichkeit gelangt uns haben sich immer als falsch erwiesen. Auch diesmal muss man dir Meldung de« Wiener BlatteS vorsichtig aufnehmen, obwohl es nicht ausgeschlossen ist, dass die Haltung deS Kriegsministers gtgrnüdtr dem „Bereine pensionierter Officier« und Miliiärbeamten" seine nach oben sonst feste Siellung etwa« unsicher gemacht hat. 5er Nuckzvg aus ?eki«g. Graf Waldersee geht und nimmer kehrt er wieder. Er wird China in einigen Tagen verlassen und mil Freuden mag er wohl einem Lande den Rücken kehren, in dem er manche Enttäuschung ohne seine Schuld erfahr«» musste. Wit die Morgendläner aus Washington melden, sei daS Staatsdepartement davon unterrichtet, dass Graf Waldersee am 1. Juni China zu ver» lassen gedenke. Die Frage, wer als sein Nachfolger in Petschili die noch als Besatzung zunächst zurück« !>ltib«nd«n Trupptn beskhligen solle, werd« jetzt von )en Mächten erwogen. Graf Walverse« selbst habe im Rathe der mililärischen Befehlshaber die Ansicht ausgedrückt, der beste Weg. über Diese Frage hin» wegzukommen, fei d»r, zu bestimmen, dass abwechselnd e ein Officier jeder Nation für «inen bestimmten Zeitraum den Oberbesthl führ«» soll«. Die Militär» i^thördtn der v«rschi«dentn Nation«» scheinen der Ansicht zu sein, dass ein« «ndgiltig« R«g«lung der chinesischen Frag« in Sicht fei; wenigstens werden allgemein Borber«itung«n für die unmittelbar bevor» tehende Räumung Peking« getroffen. Die beiden deutsch«» SeebalaiUone sind bereit» nach Tsingtau abgegangen. Britisch« Transportschiff« hab«a den Befehl erhalten, sich bereit zu halt«». Der «aiser von China hat di« Anweisung ertheilt, die Paläste in Peking sür die Ankunft deS Hofe« in Stand zu setzen, welch« «rfolg«» w«rd«, sobald di« fremd,» Truppen aogezogen sein würden. Die oerdündelm Mächte werden den Erlas« eine« kaiserlichen EdicieS fordern, worin di, Verpflichtung China«, den Mäch,»« 450 Millionen Teal« zuzüglich der Zinsen »u zahle» ausgesprochen wird. Dann beginnen die Mächte mit der Räumung. Sine Niederlage der Kugkinderi De« „Pein bleu' zufolge sind die Engländer am 2. Mai bei Kalkhauoel. in der Nähe von Preloria, vo» Buren unler Beyer und Breitenbach geschlafn worden und haben einen Verlust von 49 ToSie». 159 Verwundeten und 699 Gefang«n«n «rlineir. Die Buren sollen sechs Kanonen erbeute» haben. Aus Stadt und Land. Auf nach Gonobitz! Für die Fahtt der deutschen Bereine nach Gonobitz gibt sich nicht nur in Cilli und Gonobitz, sondern auch in anderen deutschen Orten deS steirische» Unterlandes daS lebhafteste Interesse kund. Die deutschen Bereine CilliS werden sich corporativ an der Fahrt nach Gonobitz betheili« gen. Auch aus Stor6, Hochenegg, Weitenstein, Rohitfch und Pettau ist auf eine starke Betheiligung zu rechnen. Der Cillier Turnverein wird im Vereine mit dem deutschvölkischeu Gehilfenvereine den Weg nach Gonobitz (üb« Seitzkoster) zu Fuß zurücklegen. Zusammen-kunft am FrohnleichnamStage zwischen halb 6 Uhr und 6 Uhr früh im Caf6 HauSbaum; Ab-marsch Schlag 6 Uhr. Die übrigen AuS-flügler benutzen den Nachmittagöschnellzug bit Pöltschach. Abfahrt von Cilli um 1 Uhr 28 Mio. Zwischen Pöltschach und Gonobitz wird ei» Separatzug verkehren, welcher abends um 11 Uhr von Gonobitz wegfährt und in Pöltschach n den Casinoräumlichke.ten vorgesorgl werden. Die letzten Proben stillen allen Freunden de« Cillier Männergesangverein» einen ganz au«-gezeichneten Kunstgenus» in Aussicht. Eintrittspreise I K., Familienkarte 5 K., Etudentenkarte 50 h. Hofrath Kauvenberg an der Arbeit. Die eltauer Zeitung, welche bei Besprechung des Falle« oftincar der Beschlagnahme verfiel, erzählt zur Charakterisierung de« Hofraihe» Taubenderg eine g-rad-zu unglaubliche Geschichte. Sie schreibt: Rann iit bekanntlich in Pettau eingeschult und über 200 Kinder von Rann besuchen unsere deutsche Schule. Diese« Verdältni», welche« schon seit vielen Jahren besteh«, paßt natürlich unseren Herren Dr. Brumen & Comp.. dem Bezirk«schulratht nicht, und so steiften sich dieselbe« hinter den LandeSschulraih, um die Umschulung der deutschen Kinder der Gemeinde Rann in »in« jlooenische Schule durchzusetzen. Aus einmal war die Einschulung der Gemeinde Rann >m Stadtschulbezirkr Pewau ungesetzlich und in letzt» Zeit erhielt Rann wiederholt Aufforderungen, eniweder »ine eigene Schule zu bauen oder sein« Kindrr in Haidin oder in der Umgebungsschule Pettau einzuschulen. Da man weiß, dass Die Gemeinde Rann nicht über die Geldmittel zu« Schulhau«bau verfügt, hofft man auf slovenischer Seite, eS soweit treiben zu können, dass 200 Schüler eine« Tage» au« der deutschen Schule in Peuau herau«gerissen und in slovenische Schulen gesteckt werden, wo sie absolut nicht« lernen könnten, da si« der Unterricht«« sprach« nicht mächtig sind. Herr Hofrath von Tau-deuberg ist Feuer und Flamme sür dies« Idee und bombardiert die G«meind« Rann mit Erlässen, welche in letzterer Zeit nur mehr die eine Frage behandeln, ob die tvkuljch»» Ranner ihre Kinder in die win« dische U.mgebuiigSschule oder in die windijche Schule in Haidua geben sollen. Un« dünkt, der H«rr Hosrath hat einig;« Jahr« verschlafen l Die Zeiten sind vorbei, wo sich die Deutschen von «niSwegen flavisieren ließen umd auch der schonen Augen Taubenderg« zu-liebe werden die wackeren Ranner kaum ausdeutschen Schulunnerricht verzichten. Viel »her wird der Herr Hosraih idie grün« Sieiermark verlasse« und sein« Ami«« thätigkeitt in ein Kronland verlegen, wo sich dun-derte vom Deutschen von einem einzigen t. k. Hos-rathe ithrer Muttersprache und ihrer nationalen Cultur berauben lassen, wenn sich nämlich noch ein derautige« Land findet; sonst rathen wir dem Herrn mm dem deutschen Namen — nach Rus«land auszuwandern." Das Grazer Tag blau veröffentlicht nachfolgende Zuschrift au« Untersleiermark: „D>e in Jhreem geschätzten Blatte in der Taubenderg-Affaire 'veröffentlichten Artikel haben i« ganz Unter« teiermauk daS lebhafteste Interesse erregt, denn gerade nwir uni«rst«itrifcht Deutfche haben zu wieder-holtenmaalen Gelegenheit gehabt, die „Objectiviiäl" de« HohfraiheS von Taubenderg im glänzendsten Lichte nwahrzunehmen. All.« auf diesem Gebiete Tagewesesine übertrifft jedoch solgend« Thatsache: Schon ium Jahr« I89L verhängte der LandeSichulratd üb«r d«nn windischen Ob«rlthr«r F. P. in D. wrgen verschieddener nicht unerheblicher Vergehen die Strafe der Versrsetzung al« untergeordneter Lehrer auf eint and«r« 8 Stelle. Diese» Erkenntnis würd« trotz schärfster Betre bu ungen von allen Seiten bi« zum heutigen Tage niucht durchgeführt. Wenn mann erwägt, das« di«s«S UUrtheil in den bethriligien Kreisen der Lehrer und derer Bevölkerung wohl bekannt ist. so wird man sichch beiläufig vorstellen können, wie sehr durch ein solchch höchst parteiische« Vorgehen da« Ansehen und dieie Autorität unserer höchsten Schulbehörde geiörvertrt werden mus«. Warum wird gerade dies«« Erkenntnim« nicht durchgeführt? Etwa nur aus dem Gründete, weil der Hauptbetheiligte «in Windischer >, «öffn«. Dit Bücherei ist im Stattadlamt« (Caffr) untergebracht. Die AuSleih-stunde if ist vorläufig auf jeden Montag zwischen I und 'J 2 Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entlehn»? hat momonatlich d»n Betrag von 10 Hellern und außerderdem für jede« entlehnte Buch einen Betrag „Drtttfche Wacht" von 2 Hellern zu bezahlen. Die Bücher müssen innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werd»n. Da« ausführliche Bücherverzeichnis ist zum Preise von 4 Helln» «rhältlich. Die Bücherei kann von j e d e m D«u t s ch « n benützt w«rd«n. Infolge de« großen Zudrange« wird nun auch an jedem Freitag nach-mittag« zwischen 1 und 2 Uhr ein« Au«leihstund« abgehalten. Z>ie Wahl in Fächer» hat die windischen Politiker in große Ausregung versetzt. Ganz so wie bei der Reich«caih«wahl suchen sich die a>men blamierten Hetzer mit dem Gedanken zu trösten, das« sie „nächsten «" sichrr siegen werden. DaS wäre aber nur dann möglich, wenn sich an der nächsten Wahl noch mehr todte Wähler betheiligen würden, als dieS jetzt der Fall war. Ein Versuch der Psarrhosgewalligtn. einige der gewählten deutschfreundlichen Gemtindträlhr für di« slovtnischclericale Part«i zu gtwinnen, ist bei bet Charakterfestigkeit und Gesinnungstreu« biefet Männer kläglich gescheitert. Eine große Blamage hat sich Dr. Dekko durch eine De — pardon Anzeige zugezogen. Er hat nämlich den Steuerexeculor Koller bei der vorgesetzten Behörde „verleumdet", das« sich Koller an der Gemeindewahl in Tüchern betheiligt habe. Der große Freiheit«opostel von Livadia war al« Wahlcommissär bei der Wahl tbätig und hat in feinem blinden De — pardon Anzeigtntifer nur d«n «inen steinen Umstand übet» 'eäen, das« Koller bei der Wahl überhaupt nicht anwesend war. Da« Sieg«»-trlrgramm d«« „Slovenec", welches entweder von einem slovenischliberalen BoSnickel (wi« man sagt einem „Krämer") oder aber einem anderen SpasS-vogel h-rrühren dürfte, hat die Kampse«wogen zwischen „Narod" und „Slovrnec" wirder b«d«ui«nd ausg«wühlt. E« mus« für den Abs«nd«r d«S win-d>sch«n Sitg«Stelegramm«S «in Hochg«nufS sein, sich an dtr Katzbalgerei der beiden Blätter über diese« Telegramm zu ergötzen. Waruung. Passanten der Carolinengasst wird angerathtn, sich mit tinem iüchtigen Stocke zu ver-sehen, weil der al« bösartig bekannte Hund de« Dr. Brecko mit Borlitbt L«u«t anfällt und btißt. AaK Hoflinöar. Dit „Rehabililierung" Gostincar« durch drn stririfchen Lanc>e«stulralh wurde seilen« des Verbände« der Deutschen Volk«-parlei zum Anlasse einer energischen Action beim UnterrichtSminister gemacht. Man kann wohl an« nehmen, dafS gegen di« so Aussthen erregend« Entscheidung d«S LandtSschulralht» «ine Remedur geschaffen werden wird. Nembrandtmanier. So nennt man die Manier, in welcher die neuesten, särbigen Ansicht«-karten de« Verlage von Fritz Rasch herge-stellt sind. Eisenbahnunfall bei Kra»jdorf. Die .Laibacher Ztiiung" uitldtt au« Franzdorf vom 26. v. M.: Auf der Eifenbahnstreck« Loitfch-Franzdorf gibt e« btkanntlich «in starke« Gefällt und die Züge rollen dortftlbst ohn« Zuhilfenahme dtr Mafchint mit solch«r Schnelligkeit dahin, das« aus Sicherheit«-rücksichttn die Räder gtbrtmst werden müssen. Nur an einer Stelle — gleich di«s»s«it» der Stampe'jchen Brücke — verläuft tine Strecke horizontal, und hier mus« der Ma>chlnensühr«r dit Maschin« zuhilse «thmtn, um den Zug weittrbringtn zu können. Al« nun heutr um 3 Uhr früh d?r Lasttnzug sich au« Loitsch in der Richtung g«g«n Franzdorf in Bewegung fetzte, entstand wie immer tin kleiner Ruck, infolgedessen die letzten fünfzehn Waggon« sich vom Zuge ablösten und einige Zeit langsam nachrollten. An der abschüssigen Strecke angelangt, bewegten sich aber dieselbe» mit solcher Vehemenz, das« sie al«bald in den ersten Theil de« Zuge« hin«iniuhr«n und vollständig zertrümmert wurden. Di«srlben liegen nun zu beiden Seiten der Bahn-geleise, so dass der Verkehr zeitweilig eingestellt werden mus«te. Für den Personenverkehr wurde insoweit vorgesorgt, das» die von Laibach und Trieft anlangenden Passagiere an der genannten Stelle umsteigen und mit einem dort stehenden Zuge weiterbesördert werden. — Bekanntlich ist da« Ge-leise w"der freigemacht. ,.2ivio Slovenec, Strik pa aa neuiec!" AI« ich mich kürzlich in Gesellschaft einer deutschen Dame in dem an die hiesig« sloorn sch« Schul« angrenzenden GastvauSgartrn befand, erschien da« 11 jährige Töchterchen de« Leiter« diestr Bildung«-stäue an dem vor dem Schulhause befindlichen Ge-länder und rief mir demonstrativ mit lauter Stimme die Worte: „Zivio Slovenec, §trik pa za nernec!" zu, worauf einig« Kinder, w«nn auch herzlich schlecht, da« Lied „Slovenec sein* anstimmten. Witwohl «« im höchst«» Grad« bedauerlich ist, das« daS Kind eine« Jugendbildners in der Erziehung Seite 5 derart vernachlässigt werden konnt«, so v«rmöge» wir dknnoch auch in dieser Erscheinung nicht« anderes zu erblicke» al« «in« Fiucht der seit Jahren systematisch betriebenen Verhetzung der slovenifcht» Schuljugend. Die Lehrkräfte der hiesigen deutschen Schule sind schon wiederholt durch Kinder der flo-venifchen Schule auf offener Stroß- insultiert worden, so dass wir bei den Schuldehörde» um Abhilfe biulich werde» mussten. Es lag uns ferne di« Schuldthördk» n«uerding» mit Beschwerde» zu behelligen und wir beschlossen, li der unter den Verhältnissen zu leiben, um vielleicht auf d'refe Weife zum Ziele zu gelangen. Wir schwiegen, als ein Kapla» gelegentlich der Agitationen gegen unsere Schule diese einen „Abort" nannte, während ei» anderer sagt«, «r werd« in die deutsch« Schule kommen und alle hinausjagen. Wir schwiege», al» Kinder der flov«nijchen Schul« durch da« offene Fenster in eines unsere.- Echulzimmer EiSstücke warfen, indtsstn der L«hr«r, Herr F. Gollitfch beim Tisch« mit der Au»fer>igu»g feiner AmlSschrifte» beschäftigt war. E« kann unserer Ehre keinen Ab« bruch thun, wenn ein acabemifch g«bildkt«r Mann, drr sich katholischer Priester nennt, vor un« deutschen Lehrern ausspuckt. Wir schwiegen, al« ein Pfarrer unseren höflich grüßenden Kindern zurief: „Ali vas ni sram nemSko pozdrayit!' Wir »> statteten auch feine Anzeige, al« mit Knütteln bewaffnete Schüler der slovenische» Schule unsere Schüler er» warteten und diese in der unfläthigsten Weise be« schimpften. Da wir nun. in unseren Erwartungen getäuscht, durchaus nicht gesonnen find, für weiter« hin national verhetz!« slovenische Schüler Demon« straiionSobjecte abzugeben, jo entfällt für uns jede durch Collegialilät auferlegt« Schranke und wir veröffenllichen diese Zeilen mit der Erklärung, das« wir den frommen Wunsch eines Kinde« des hiesigen Oberlehrers Josef Mesicek zur Kenntni« n«hm«n mit dem Ersuchen, das« er fein Kind belehre, vor allem aber woll» er, um mit Flemming zu r«den, den ersten „Strick" jenem „miserablen Bildung»« schuster" überreichen, der sein Kind in solch schäm« loser Weise verhetzt hat. Lichtenwald, 30. Mai 1901. M. Tomitfch, Oberlehrer der deutschen Schul«. Jahr- und Aiehmärkte in Steiermark. Am 7. Juni: Graz. Stechviehmarkt nächst dem Schlacht» Haufe. — UnterpulSgau, Bez. Windisch-Feiftritz, Schweinemarkt. — Rann. Bez. Pettau, V. — Am 8. Juni: Graz. ©«treibt», H»u- und Strohmarkt am GrirS«, Holzmarkt am Dirtrichstkinplatz». — Gleichenberg, Bez. Feldbach, I. u V. — St. Martin, Bez. Windischgraz, I. u. V. — Rann, Schwein«markt. — Straß, Bez. Leibnitz, I. u. V. — Weiz. I. Am 9. Juni: Maria Rast, Bez. Marburg, I. — Maria in der Wüste (Roitenberg), Bez. Marburg, I. — Am 10. Juni: Maria Rast, Bez. Marburg, V. — GleiSbors I. u. V. — Neukirchen, Bez. Cilli, I. u. V — Trifail, Bez. Tüffer, I. u. V. — Peilenstein, Bez. Drachenburg, I. u. V. — Am II. Juni: VoitSberg, I. u. V. — Am 12. Juni: Graz. ©«treibe», Heu- und Strohmarkt am GrieS», Holzmarkt am Dietrichstein» platze. — Am 13. Juni: Graz, Hornviehmarkt nächst dem Schlachthause. — St. Andrä, W.-B., Bez. Pettau, I. u. B. — Drachenburg. I. u. V. — G lein stellen, Bez. ArnfelS, I. u. V. — Heiligen Geist, bei Lotfche. Bez. Gonobitz, I. u V. — St. Johann bei Unterdrauburg, Bez. Windischgraz, I. u. V. — Radmer, Bez. Eisenerz. I. — Rann, I. u V. — Rann, B«z. Pettau, Schw«in«markt. — Rohitfch, I. u. V. — Sachs«ns«ld, B«z. Cilli, I. u. V. — S». Stesan im Ros«nthal«, Bez. Kirchbach, I. — Tragöß, Bez. Brück, I. Deutscher Schutverew. In der Sitzung de« engeren Ausschusses vom 29. Mai 1901 wurden für geleift te Spenden: der StadlgkMiind« und drr BezirkSoertreiung in Komotau. der Stadigemeind« Rumburg, der Ge-mrind« Wimpassing. Herrn Josef Kaulich in Brau-nau und der städtisch«,, Sparcass« in Mähr.-Schönb«rg, fernrr drr Ortsgruppe Ober-Wern«r«-dorf für den Ertrag einer Unterhaltung, der Ort»-grupp« in Wimpassing für da» Erträgni» drr Untrrhaliung vom II. Mai l. I., d«r Ortsgruppe Komotau für den Rein«rtrag der Th«attrvorsttllung«n vom 21., 22. und 24. April 1901, der Frautn« ortSgruppe in Prachatitz für den Festertrag vom 19. Mai l. I. der geziemende Dank abgestattet. Für bie Schule in Honositz würbe ein Be-trag zur Anschaffung von Lehrmitteln angewitst». Dem H>ls«au«schus» für Cilli in München wurde (Seite 6 »K-«Lfche A-cht" Nummer 44 für eine dem Schulbau in Schönstein gewidmete namhasit Spende der Dank ausgesprochen. Zur Bauuiiterstützung für Deslavtn wurde ein Betrag bewilligt. Angelegtnbeite» der llnterrichtSanstalten in St. Egydi, Troppau, Braunbusch, Niedermühl, Wittuna und Schwanenberg wurden in Berathung gezogen und der Erledigung zugeführt. An Spenden giengen ferner ein: Littau OG. X 2 40. Graz. akad. OG. K 23. Nürschan OG. K 24 80, Pettau OG. Spende de« Herr« Ingenieur» Neugedauer X 10, Braunau OG. X 100*80, Mondsee OG. Spende Dr. Gebhart X 10, Schön« tüchel OG. K 730. Mondsee OS. au« der Sammelbüchse X 12-58. Die Frage der Gbstverwertung in Deutschland. Mit dieser Frage, die gegenwärtig auch in Steiermark actueU geworden ist. beschäftigte sich der Württembergische Obstbauverein in Stuttgart 1900 sehr eingehend. Die Ergebnisse der dieSfall» gepflogenen Er-Hebungen wollen wir nachstehend mittheilen; sie sind, nach unserem Dafürhalten, für die Obstzüchtrr Steiermark« wichtig und deshalb eines kleinen Studium« vielleicht auch wert. Bei der Hauptversammlung deS Württnn» bergischen Obstdauvereine« am 2. Februar 1901 wurde die Frage: .In welcher Weise der Verkauf de« Obste« in Württemberg gehoben und wie die Central-V e r m i t t l u n g « st e l l e weiter« au«ge-staltet werde' dahin beantwortet, das« die Frage einer rationellen Ob st Verwertung in allen Obstländern eine schwierige ist und noch nirgend« in befriedigender Weife gelölt wurde; nicht einmal in dem unternehmenden Amerika, wo die besten Einrichtungen für Ostoerwertung bestehen. Die Schcffung genossenschastlicher O b st - V e r-kauf«oerbände ist den Erhebungen zufolge eine fedr schwierige Sache, mir der man auch auf dem Odsibautage für Niederösterreich 1900 kaum über akademische Erörterungen hinausgekommen ist. Vorderhand müssen die Odftbauo«rein« mit ihren VermittlungS-Jnstiiuten den Weg zeigen, wo die Obstzüchter ihr Obst verwerten können? an ihnen wird eS dann liegen, durch sorgfältige Ein»», Auswahl etc. de« Obste« eine ständige Kundschaft zu erhalten. Nach reichlicher Erwäaung aller Mittheilungen ist der Würtiembergische Obstbauoerein zum Ent-fchluffe gelang». Obst-VerkaufSgenossen» fchaften nicht zu errichten, und durch seine EentraloermittlungSstelle den Verkauf und Kauf von Obst und «Producte zu vermitieln, wie e« bei der ObstoerwertungSstelle derzeit in Graz geschieht. Auch sind alle Vermittlunp«stellen für Obst-verkauf in Deutschland naturgemäß einem Obstbau-vereint angegliedert. Die Verkäufer selbst haben beim Verkaufe gegen Schaden sich sicherzustellen. Die Ergebrisse weiterer Erhebungen find: 1. Friedberg in Hessen. Die im März 1895 gegründete ObstoerwertungSgenofsenschaft hat 1899 liquidiert: „Die Genossen wollten nicht mehr." Der Gewinn de« ein-n Jahre« wurde durch den Verlust in einem anderen Jahre ausgewogen. Hätte der Leiter dek Genossenschaft einen Gehalt bezogen und wären nicht Hilfskräfte unentgeltlich zur Ver» fügung gestanden, fo wäre alljährlich «in große« Deficit gewesen. 2. Obernburg a. M. Diese Obstverwertungt-genoffenschaft («it Kelterei) ist eine der bedeutendsten, wird vom Staate unterstützt und entfaltet «ine äußerst rührig« Thätigkeit. 1398/99 war Tassen-Umsatz 442.702 Mark, d«r Wert an Warenumsatz 134 465 Mark 17 Psennig; Wert der Geschäfts-»inrichtung rund 265.000 Mark; Haftsumme 354 250 Mark; Kunden über 9000; der Absatz der Erzeugnisse geht weit über Deutschland hinaus; Gewinn bescheiden mit finanziellen Schwierigkeiten. Die Jahr« 1890/91 und 1896/97 brachten Ber-luste; der durchschnittliche Gewinn der anderen sieben Jahre von 1890 bis 1898/99 war 5065 Mark, daher kaum 1'/,°/, der Haftsumme. E« ist also wahrscheinlich, das« diese l'/i% durch Verluste nahezu ausgezehrt wurden. Diese« ungünstige Ergebnis für die Genossenschaft beruht auf ungünstige Ernien und in der sür daS Unternehmen bestehende Nothwendigkeit, sür da« einzukaufende Obst möglichst hohe Preise an die Obstzüchter zu zahlen, ohne dass dem Unternehm n entsprechende Preise für die verkauften Erzeugnisse gegenüber stehen. Die Landwirte der Gegevd Obernburg stehen sich jedoch dabei gut; denn sie haben sür ihre jährlichen Obsternten guten und ge« sicherten Absatz. 3. Oppenheim in Rheinhessen. KreiSobstbau-verein. Gemeinschaftlicher Obstverkauf. DaS Vereins-gebiet ist ii» ObstoerwectungSbezirke »„getheilt. Die Bkauft. Ein bestimmter Pr-iS wird in Voraus nicht angegeben. A» Unkosten zahlt jede« Mitglied, welche« von der Geschäftsstelle di« Vermitilung gebraucht : dem Baumwärter 20 Heller und der Ge-fchäfiSstelle 2 Heller für je 100 Kilogramm ver-kaufien ObsteS. 4. L'Mburg a. Lahn. D«r Verein hat feit jeher nur zur Befriedigung deS Oblibedürinifse« für fein« Mitglieder Obstmärkte abgehalten. Auf eigene« Risico wurde der Obstorrkaus aus ein« andere Art versucht, aber wieder ausgelassen. 5. Westerburg in Nassau. Die Bürgermeister de« Kreise« berichten im Juli en den Lanvrath, wie die Ernte beiläufig sein wird, wie viele Obst-züchler an dem gemeinschaftlich«» Vrr-kaufe und mit wieviel Metercentner beiläufig tzeilnehmen. Dann beginnen die Verhandlunaen mit den Käufern d. i. mit den großen Apfelw in-keltereien. Die Haupts chwitrigktit dabei ist. die wirklichtn Tagespreise zu erfahren, sowie ob di« Tendenz steigend over fallend ist. um im geeigneten Momente loszuschlagen. Dtnn dtr ge« mtinschaftlicht Verkauf ist nur dann zweckmäßig, wen» dadurch die höchsten Preise «»zielt werden. Zahlen die Zwischenhändler höhere Preise, so ver-liert der Ovftzüchter da« Vertrauen >ur Verkauf«-genossenschast. An Tafelobst ist k in Verkauf. 6. In Weylar besteh«» die gleichen Verhältnisse wie in Westerburg. Ebenfalls kein Tafelobst. 7. Werder a. H. Seit 1860 erfolgt die ge-meinfchaftliche Beförderung des von den Mitgliedern erzeugten ObsteS nach Berlin auf BerkausSpläy«, für welche jäyrlich 20.000 Mark an Pacht gezahlt wird. Den Verkauf selbst besorgen die Frauen der Mitglitder der O b st z ü ch t e r g e n o s s e n I ch a f t, die in Berlin die Früchte en gros an Händler verkaufen. 8. Heiligenbeil in Ostpreußen. Obstoerwer-tungSgenossenschast. ES wird auS dem Obst nur Wein erzeugt. Mit Tafelobst schlecht gefahren. Ver-suche mit dem Obstvörren wurden vorgenommen, zu welchem Zwecke für etwa 48.000 Mark Maschinen angekauft wurden. Dieser Zweii ist nur dann lo^ntnd, wenn man 100 Kilo Obst für 2 bi« 3 Mark kaufen kann. 9. Köln. Neuerding« ist im September 1900 eine Etniral-Obtt» und Gtmüse-VtrwtriungSgt-nossenschast de« Vorgebirge« tntstandt». Dit Gt-nossenschaft soll ausgebaut und die schon bestehenden Ortsgruppen dtr Bautrnvtrtint, dann dit Spar-und DarlthtnScasstn im Borgtbirg« in dirfrlbe auf» genommen werden. DaS wichsest» der ganzen Frage ist: „Wie fall «S mit dem Verk ufe der Producte, der Gemüse und dt« Obstes durch die Genosst»-schaft wtrdtn." In ditser Frage ist die Commission zu keinem Rtfuliatt üdtr den Weg d«S VtrkaufeS gelangt. — Die Stimmung war jedoch für di« Errichtung von Berkaufsst.llen in allen großen Plätzen des Absatzgebietes mit RechnungSführer uns P rsonal. Antheilscheint 10 Mark, Haftsumme 200 Mark. 10. Nassau. LandeS-Obstbauoerein. Derselbe warm vor überstürzten Gründungen von Obstoerwer-«ung«genoss werten. Dann wären auch Lager- und Kühlhäuser auf solchen Absatzmärkten zu errichtn. Auch die FrankfurterObstcentral-! stelle hat ursprünglich an den direkten Verlas gedacht. Dieser Weg er wie« sich aber nicht alt richtig, und man gnng zur bloßen VtrkausScer-mittlung. Diese Art de« Unternehmt»«! erweist sich inr höchsten Grade nützlich. Die Hebung de« Obstbaues und vor alle» die bessere Verwertung der Obstproducie, du einander geradezu bedingen, sind m der Hauptsache abhängig von der Eraiöglichnd ei»er guten, gedeihlichen Verwertung der erzielte»! Früchte. Die Rentabilität und Ausdehnung d>S CVu I baue» trägt auch wesentlich bei zur SesSdaji-I Mächung und zu Daueransiedlungen der Laib«« arbeit«. Wir müssen daher jedeS Mittel ergrtistn, >» den Obstbau und den Obfthandr! zn heben uadinl Ansiedlung von Landarde t rn zu begünstigen. Von der ObstvtrwertungSsttllt des Obstbauoerei» 11 für Mittelsteiermark T. Scheierliag. vermischtes. KnKner begnadigt. Wie die .Bohemiü' melZei, wurde Hül«ner mittels kaiserlichen Gnad«. ! acieS die TodeSstras« nuchg«sehen. Der Oberne Gerichtshof hat infolgedessen HülSner lebenslange« schweren Kerker zuerkannt. E» ist bemerken««!!, daf« bereits der erst« Gerichtshof in Pifek HülSier der Allerböchsten Gnad« empfohlen hat. Aon den Semriacher Wänden aögellürjt. Die Pfingstftitrtag« habe» wieder ihr Opier >n di» Bergen verlang». Am Sonntag um 5 Uhr friid ist dtr 21 jährige Bauiechniker Josef Wachter aus Graz auf der Nordseile de« Schöckel« von den Semriacher Wänden 60 Meter tief abgestürzt »»& schwer verletzt liegen geblieben. Wachter« Befinde» soll ein zufriedenstellende« sein und kein« kreN"U.'!i foftenftri beto,vn werden durch Karl Urauu's Mersag, Leipzig. Zur HhImoii ! Seite 7 AlOisWalM,Cilli, Rataspss iiiinhi das anerkannt kräftige Marburpr-Dampfnieb! OO «Itrrlrll Mopprl-\t«ll OO C. Scbertuum 4 Söhne zu Original-Preisen pasteurisierte Siusrahm ■ Theelnilter Supei feinst. Aixeröl nn l echten \Vein-E«aig Hochfeinen Emmenthaler u. Satirthaler KAse Allerbeste ungarische Salami 1^^ Alle Mineralwst^er frischer Füllung (»srantiert echten l&OOer Lissa-Blutwein. Niederlage des beliebten Klewosctiegg-Chanpagner su orig. Peieen. .'on Zur Hiiison ! Das beste Trinkwasser !»«•! 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Zaahlungen an die Cillier Gemeinde-Sparcasse können aiuch mittelst Erlagschein oder Check der Postsparcasse amf Conto Nr. 807.870 geleistet werden. Erlagscheine weerden über Verlangen ausgefolgt. 6. Nebenstelle und Giro-Conto der österr.-ung. Bank. 7. Dfler Credit- und Vorschuas-Verein der Sparcasse der Sttodtgemeinde Cilli ertheilt Wechsel-Darlehen gegen öy/j®/0 Verzinsung. 8. FPür den Parteien-Verkehr sind an allen Wochentagen dide Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags bis auf WVidernif festgesetzt. Die Direction. i i Avenarlus Carbolineum bester Holzanstrich Pf« fliliin uiSdnii Carbollnaum-Fabrlk H- avenariüs, Wie«, UI/,.. HiaptitraMi 18. Verkant«»teile b i Josef Costa, Cilli. 6021 I Ein Wunder - mm 4«r Schwvix- I Dto aotwtsrtigte Fln» Obansotfat l|*d«rPanoa, «•tetasn Standes lmasr, Ipps l^ailthcahma uu den la dlf «■itMln ilt noch nie d*c«wcs*a«a IM Ton nur S Kronen MUtM 1 TorsOgl., nrn (th. M Stck. Mi- alt 3-i&hrl|«r Baraitl«. 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Ueberall vorräthig! 5M1 Seite 8 Deutsche W«cht- Nummer 4 Vertretung tur ^ - Südsteiermark in S&ellS6Ilfeld * W m Die Genossenschaft der Gastwirte von Cilli beehtt sich dem geschätzten Publikum zur gefalligen Kenutnis zu bringen, dass sämmtliche Gastwirte, Hoteliers und Restaurateure von Cilli vom heutigen Tage an den Yerschleiss von Flaschenbier übernommen haben, und ist lUgllrh friscli x«.. fülltet« l'lHNflienbicr über die («umn«» per Liter 15 kr., l/t Liter 8 kr. in sämmtlichen Gastwiitschaften C'il'.s erhältlich. Mit der Bitte um recht zahlreiche Abnahme, zeichnet Hochachtungsvoll Die GiosascM der Gastwirte voll Oilll. Cilli, den 30. September 1900. KZ5»—7S + Mmlrrkeit Schöoe Tolle Körperformen durch unser orientalisches Kraftpulrer, preisgekrönt gold. Medaille Paris« 1900; in 0 bi« 8 Wochefi bii 80 Pfd. Zunahme garantiert. Aemlietie Vorschrift. Streng reell — kein Schwindel. Viele Dankschreiben. Preis Carton L K 50 h. Postanweisung oder Nachnahme mit Gebrauchsanweisung. Hygien. 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Wir haben noch eine halbe Stunde Zeit bis zur Abfahrt deS Zuges." Mit diesen Worten wandte sich ein Eisenbahnge-päckträger an eine Dame, die schüchtern und unbeholfen in der Gepäckhalle stand. Das lebhafte Treiben auf dem großen Victoriabahnhof, daS hin- und herwogende Menschengewirr, daS Rennen und Schreien der Bahn-bedienftcten, Passagiere und Zeitungsjungen schien sie dermaßen zu verwirren, dass sich ihre Augen mit Thränen füllten und sie nur zitternd zu antworten vermochte: .Hier ist meine Karte. Vergessen Sie nicht, das Ge-päck soll nach Paris. Welche Nummer haben Sie? Sechzehn? Ich werde mich bis zum Abgang des Zuges im Wartezimmer zweiter Classe aushalte», bringen Sie mir Gepäckschein und Fahrkarte dahin.* Der Vicloriabahnhos in London gehört zu den geräuschvollsten und belebtesten seiner Gattung. Kein Wunder, wenn sich ein junges Mädchen in dem großen Gedränge und dem ohrbetäubenden Lärm unbehaglich suhlt und sich demselben so rasch wie möglich zu ent-ziehen sucht. Ohne aufzublicken, den dichten, grauen Schleier vor dem Gesicht, eilte die Dame durch die Menge und athmete erleichtert auf, als sich die Thür deS WartfaaleS hinter ihr schloss. „Gott sei Dank, es ist niemand hier," murmelte sie. schlug den Schleier zurück und nahm im entferntesten Winkel Platz. Sie war außergewöhnlich schön. Auf der schlanken, graziösen Gestalt saß ein echter Tizian-köpf mit einem befremdlich hübschen Augenpaar. Es waren jene schillernden, mit der momentanen Stimmung dir Farbe wechselnden, graugrünen Augen, die Jokai so treffend mit „Metraugen" bezeichnet hat. Momentan blickten sie sehr traurig in die Welt und verliehen der ganzen Erscheinung etwas rührend Unbeholfenes, Mit-leiderweckendes. Thräne um Thräne benetzte die vollen. j tzt etwas bleichen Wangen, während ein unterdrücktes Schluchzen den ganzen Körper durchbebte. ch „Jsa, Jsabella! Gott sei Dank, dass ich di noch rechtzeitig einhole, liebe AuSreißerin." Als sie ihren Namen von der ihr wohlbekannten Stimme nennen hörte, sprang sie mit einem Freuden-schrei auf. Aber sie beherrschte sich sofort, drückte die Hand auf ihr heftig pochendes Herz, als ob sie es dadurch zur Ruhe zwingen könnte, zog die Stirn kraus und sagte mit kühler Zurückhaltung: „Ah, Sie sind's, Herr Dennyson? Sie hier? Weshalb sind Sie mir gefolgt?' „Jsa, um deS Himmels willen nicht diesen Ton. Ich weiß alles, und bin Ihnen nachgeeilt, um Sie zurückzuholen, oder wenigstens zu verhindern, dass Sie Weiterreisen." Zsabella von Feldau gab sich Mühe, die Gleich-müthige zu spielen, aber ihre zitternde Stimme strafte sie Lügen. „Ich muss meine Reise fortsetzen, Herr Dennyson, nichts und niemand kann mich davon abhalten. ES war schade, dass Sie sich hierher bemüht haben/ schloss sie, vermied es aber sorgfältig, seinen Augen zu begegnen, die mit zärtlicher Bewunderung, geniischt mit einem An-flug von Unwillen, auf ihrem reizenden Gesichtchen ruhten. »Herr Dennyson!" rief er bitter. Wenn Sie wussten, Jsa, wie wehe Sie mir thun! Sie wisse» nur zu gut, dass ich für Sie nicht Herr Dennyson sein mag. O Mädchen, wie kannst du nur so grausam sein! Nach dem, waS zwischen unS vorgefallen, hätte ich mir nicht tränmen lassen, dass so bald ein Tag kommen werde, an dem ich dir so zuwider bin, dass du mir nicht ins Gesicht sehen kannst I- Sie hob die langbewimperten Lider, und aus ihren in Thränen schwimmenden Augen traf ihn ein Blicks der ihm daS Blut durch alle Adern jagte. --Jsa, Nebe Zsa! Wie sonntest du*« nur stbcr« Herz bringen, mich auf so grausam« Weise zu verlassen ?" fragte er. «Meine und Ihre Pflicht erheischte unsere sofortige Trennung " lautete ihre traurige, aber bestimmte Antwort. „Pflicht? Deine Pflicht wäre es mein Weib zu wer en, und meine Pflicht, dich glücklich zu machen. Wenn du mich wirklich liebst, wie du es mir noch vor einigen Tagen versichert hast, dann darfst du dich nicht wegen eines leicht aufzuklärenden Missverständnisses von mir wenden.- «Ihre Schwester wird mich wohl nicht belogen haben!" .Jsabella, weShalb diese Bitterkeit? Meine Schwester ist das beste und verzogenste Geschöpf der Welt. Ihre lebhaste Phantasie ist, wie schon so oft mit ihr durchgegangen. Sie hat ein nichts zu einer großen Sache aufgebauscht, und du hast dich dadurch schrecken lassen. Darin seid ihr Frauen alle gleich. Sei doch so gut und gestatte mir eine Aufklärung." Jsabella, die den heroischen Entschluss gefasst hatte aus Pflichtgefühl diesem Manne, den sie mit aller Kraft ihres reinen Herzens liebte, zu entsagen, konnte seinen Bitten auf die Dauer nicht widerstehen. Innerlich hoffte sie, es werde ihm gelingen, sich zu rechtfertigen, dass sie sich nicht mehr zu weigern brauchte, ihm zum Altar zu folgen. Sie hätte am liebsten ihre Arme um seinen Hals geschlungen und ihm zugerufen: .Nimm mich!" Aber es vertrug sich nicht mit ihrer Mädchen-würde, und sie entgegnete daher nur: „Sprechen Si ich höre." e „Als ich vor einigen Tagen um diese kleine Hand anhielt, gaben Sie mir einen Korb; du sagtest mir, du seiest arm, und die Lage deiner Familie sei zu schlecht, deshalb könntest du nicht mein Weib werden Es ist mir schließlich gelungen, dich zu überzeugen, dass all dies kein Hindernis für unsere Vereinigung zu sein brauche, da ich selbst genug besitze, um auf ein Heirats -gut meiner Zukünftigen verzichten zu können. Ich ver. sprach dir, meine» Einfluss aufzuwenden, um deinem Vater einen seiner Geburt und Stellung angemessenen Posten zu verschaffen; deine Einwände waren dadurch besiegt und du willigtest ein, mein Weib zu werden, wenn meine Schwester sich mit meiner Wahl einverstanden erkläre." „Sie war's aber nicht, und dann — - .Bitte, mein Fräulein, mich nicht zu unterbrechen, ausreden lassen! Also, du willigtest ein, mein Weib zu werden, und ich war an jenem Tag einer der glück-lichsten Männer. Noch ehe ich meiner Schwester beichten konnte, wurde ich durch ein Telegramm ans Todtenbett eines Freundes berufen, und als ich heute Morgen nach Rocklands zurnckkehite, von Sehnsucht nach einer ge- wisse» Dame erfüllt, fand ich dirs« thörichte Jungfrau auSgeflogen, ohne dass sie eS auch nur der Mühe wert gesunden hätte, mir eine Zeile der Aufklärung zurück-zulassen. F-ndest du das recht, Jsabella? Ist eine solche AuSreißerin deines guten, freundlichen Herzens würdig? Spricht" Jsabella kämpfte mit ihrer heftigen Erregung, ehe sie zu antworten vermochte. .Als ich einwilligte. Ihre Gattin zu werden, glaubte ich selbstverständlich, dass Sie frei seien, aber Ihre Schwester, Lady Maitland, belehrte mich eines Besseren. Von ihr erfuhr ich, dass Sie bereits so gut wie verlobt seien." .Aber ich schwöre dir, dass dieses nicht der FaV ist. Ich bin so frei, wie du selbst. Ich könnte dich ebenso gut beschuldigen, verlobt zu sein, weil eS dem buckligen Grafen in der Britagne einfiel, dich mit feinen Anträgen zu verfolgen. Jetzt erzähle mir, was sich eigentlich zugetragen, nachdem ich Rocklands verlassen." ..Ich dachte, sie wüssten alles," entgegnete das Mädchen spöttisch. „Das meiste wenigstens. Wäbrend du nämlich mit Alice im Schlafzimmer sprachst, scheint die kleine Daisy, die aus dem Ankleidezimmer ihren Puppenwagen holte, ein wenig gelauscht zu haben. Ihr spracht sehr laut, da hörte sie etwas von dein?r geplanten Abreise, ihre Angst und Neugier unterdrückten ihre kindlichen Scrupel und sie belauschte den Rest Euerer Unterhaltung." „O, das unartige Kind! Ich hatte gehofft, dass es mir gelungen sei. sie von dieser abscheulichen Ge-wohnheit zu heilen," rief die junge Erzieherin ent-rüstet ans. „Glücklicherweise ist es dir nicht gelungen," sagte Dennyson lächelnd. .Wie gewöhnlich, wenn ich von einer Reise zurückkehre, begab ich mich heute Morgen zuerst ins Kinderzimmer und fand dort, statt der mir sonst entgegenjubelnden Wildsänge, zwei bitterlich schluch-zende, unglückliche Kinder. Du warst vor einer Stunde abgereist. Ich fragte, weshalb sie weinten und wo du seiest — «in unheimliches Angstgefühl erfasste mich, ich fürchtete, ich weiß selbst nicht was. Ich bekam lange keine Antwort; auf meine wiederholten Fragen und Bitten ließen sie sich endlich herbes schluchzend zu stammeln: „Sie ist fort!" Dann heulten sie noch stärker." „Fort?" fragte ich verblüff». „Was soll das heißen? Antworte. Daisy. hörst du?" Und ich schüttelt« das arme Kind heftig. „Ja, sie ist fort, weit fort, nach Paris — durch deine Schuld, abscheulicher Onkel Eduard!" zischte mich die Kleine wie eine Wildkatze an und warf mir dabei hasserfüllte Blicke zu. .Ich hab' dich gar nicht mehr lieb, Onkel, weil du schuld bist," schluchzte nun Emil zum Steinerbarmen. „Srtffit, nlchtZ fln bischen mehr liebkx Wenn ich erst groß bin und genug Geld in meiner Sparbüchse habe. gehe ich zu Jsa »ach Pari« I Ja. daS thue ich I" drohte der Knirps. Ich war außer mir, denn ich begriff nicht, waS dich zur Abreise veranlasst haben mochte. Ich nahm Daisy aufs Knie, und durch Liebkosungen und das Versprechen, dir sofort nachzureisen, um dich zurück;«-holen, gelang es mir, von ihr zu nfahren, waS sie wusste. Ich musst? ihr aber vorher heilig geloben, Mama nicht zu verrathen, dass sie gelauscht. Ich hatte, lote du siehst, gerade noch so viel Zeit, um recht zu kommen." .Sie haben also Lady Maitland gar nicht ge-sprachen V »Nein, dazu war die Zeit zu kurz. Uebrigens wollte ich sie gar nicht sehen, denn ich fürchtete, ihr in meinem Zorn Dinge zu sagen, die ich später bereuen könnte. Du weißt, ich liebe meine Schwester herzlich, denn sie ist klug und gut: nur hat sie den Fehler, mich bemuttern zu wollen. Sie vergisst immer, das» ich kein Kind mehr bin, sondern mein eigener Herr . . . Was wollen Sie?" Die letzten Worte gälte» dem Gepäckträger, welcher meldete, dass der Zug nach Dover eben eingefahren sei. „Wie fatal! Was ist da zu thun? Nein, so lass ich dich nicht fort! ... Da, guter Freund, besorgen Sie mir rasch eine Karte, zweiter Classe nach Dover — der Rest gehör« Ihnen." Der „Sechzehner" stürzte alsbald mit der Karte herbei und eine Viertelminute später brauste der Zug aus dem Bahnhof. Es gelang Dennyson, den Con-ducteur zu bewegen, ihn mit seinem Flüchtling bis Dover in einem Coupg allein zu lassen. Jsabella machte sich'S bequem und wartete auf die weiteren Erklärungen ihres Begleiters. Dieser blickte eine Weile nachdenklich zum Wagenfenster hinaus; erst als sie das Weichbild Londons hinter sich hatten nahm er an der Seite des Mädchens Platz. „Fahren Sie in Ihrer Erzählung fort," sprach Zsa- — «Jetzt ist es an dir, zu erzählen, was sich nach meiner plötzlichen Abreise zugetragen. Nur gegenseitige Offenheit kann uns zum Ziele führen." „Ich habe nicht viel zu erzählen. Vorgestern kam Ihre Schwester von einem Besuch, den sie bei einer Freundin gemacht, heim und ließ mich zu sich bitten. Ich bemerkte sofort, dass sie irgend etwas gehört haben müsse, waS sie sehr erregte. ... Sie war sehr un-freundlich mit mir, machte allerlei Anspielungen schließlich sagte sie mir gerade ins Gesicht, dass ... dass sie erfahren habe, Sie —- Eine Blutwelle schossJiabella inS Gesicht und sie brachte kein Wort über die Lippen vor lauter Verlegenheit. „Nun. wa« denn, rletne Stottert,,? Soll ich dir helfen ? Alice hatte in Erfahrung gebracht, d<« ich in dich^ verliebt sei. Es ist fabelhaft, wie rasch sich solche Dinge verbreiten!- .Ja," lispelte Jsa mit niedergeschlagenen Augen. Nicht um eine Welt hätte sie ihn jetzt ansehen können. „Und was hast du darauf geantwortet Schatz?" „Ich habe selbstverständlich die Wahrheit gesagt." „Das heißt: Du hast ihren Verdacht bestätigt?" »Ja." „Also du glaubst an meine Liebe?- Jsa sah in verwundert an und entgegnete Harm-los: „Gewiss glaubte ich an Ihre Betheuerungen. Sie haben mir sie ja oft genug wiederholt." „O du liebes Ding! Und wie ich dich liebe! Es wird mir hoffen,lich vergönnt sein, es dir durch ein Leben gemeinsamen Glückes zu beweisen, du kleine Un-schuld du!" »Zch habe Ihrer Schwester fast Wort für Wort wieder erzählt, was zwischen uns vorgegangen ist, und hinzugefügt, dass sie nur durch die plötzliche Abreise verhindert wurden, es ihr selbst zu sagen. Sie verfiel in einen förmlichen Weinkrampf, gestand mir, dass alle Welt und auch die ganze Familie Sie als so gut wie verlobt mit Fräulein Northbury betrachtete und dass es dem Mädchen das Herz brechen würde, wen» die Partie zurückgienge." „Wie liebenswürdig vo» meiner Familie und der Welt, sich mit meinen Angelegenheiten zu beschäftigen," rief der junge Mann empört. .Was Fräulein North-bury betrifft, so schwöre ich dir, dass niemals zwischen unS von einer Verlobung die Rede war. Die junge Dame verfolgte mich mit Aufmerksamkeiten, so dass ich mich gezwungen sah, mein eigenes Heim zu verlassen und mich auf unbestimmte Zeit bei meiner Schwester einzuquartieren." „Ah, wir sind schon in Chatham!" rief Dennyson. zum Fenster hinausblickend. „Wie furchtbar rasch die Zeit verflogen ist. Am besten wäre es, hier auszu-steigen und mit dem nächsten Zuge wieder zurück nach RocklandS zu dampfen. Was meinst du. AuSreißerin?" „Ich kann nicht, Eduard," versicherte Jsa, bis zu den Haarwurzeln errathend. .Nein, du kannst un-möglich von mir verlangen, dass ich ungerufen in ein Haus zurückkehre, in welchem man mir so gut wie den Stuhl vor die Thür gesetzt hat, — höflich und freundlich zwar, aber — du verstehst mich doch?" „Wie thöricht von Alice, so unbedacht zu handeln! Aber du hast mir ja noch gar nicht erzählt, wie euere Unterredung verlaufe» ist. Was ihr eigentlich mittin-ander vorgehabt?" «Fortsetzung folgt.) Todessehnsucht. Steh still, mein Herz, hör aus zu hämmern: Dein LebenSlauf ist ja vollbracht, Beiglüht der Tast. verraucht da« Dämmern Und nieder senkt sich düstre Nacht: Steh still, mein Herz, hör aus zu hämmern I Steh still, mein Herz, hör aus zuschlagen: Dein Lo», solang du schlägst, ist Pein. Weich au« de« Lebens Kampfesiagen Uud geh zum Tod, zum Frieden ein: Dort kannst du ruhig, glücklich sein Steh still, mein Herz, hör aus zu bebn Um anderer Glück, um andrer Leid, Las« ad von diesem Jammerleben, Flieh aus dem trüben Strom der Zeit JnS heitre Meer der E-vigkeil! Polzer. JnS Album. Nicht deS Beifalls arme Gaben, Golles Blick und dein Gefühl Tragen dein Gemüth ei haben über dieseS Meligewühl. Sei'S, dass dir das Lob verstumme! Lob verweht und Weihrauch stäubt. Nur das Gute, nur die Summe deiner Thaten bleibt. Tiedge. * Ein schönes Alter ist des Lebens Krone: Nur dem, der sie verdient, wird sie zum Lohne! Wer lange trug deS DasemS schwere Bürde Und alt sein Haupt noch ausrecht hält mit il'siide, Gibt dadurch Zeugnis, dass er seinem Leben Bon Jugend aus den rechten Halt gegeben. Bodensled t. kocht- tkierbier. Man setzt einen Liter Bier mit 120 Giainm Zucker, etwas ganzem Zimmt nnd einige» Stückchen Citronen-schabe zum Feuer und lässt e« bis zum Kochen kommen: inzwischen werde» sechs ganze Eier mit der Schneeruthe oder dem Quirl zu Schaum geschlagen und das kochende Bier unter sortgesitzlem Schlagen hinzugegossen, woraus man da» Eierbier n Gläser füllt und ausgibt. Grasflecken gehen au» weißen leinenen Stoffen durch Waschen mit siedendem Wasser oder durch Behandeln mit einer Blei-t flüssigkeit. — In baumwollenen, wollenen oder seidenen Stoffen befeuchtet man die Stelle mit Zinnchlorid und wäscht sie dann gleich mit grober Menge Wasser aus. Um vergilbung »drr Alecken auS der Wäsche zu entfernen, weiche man sie die Nacht hindurch in Buttermilch ein und wasche sie dann nach gewöhnlicher Art. Sie wird wunderschön klar und irisch. Hausmittel gegen Diphtherie. Gegen diese fürchterliche Krankheit, bei der so viel aus schnelle Hilse ankommt, hat sich solgendeS, von einem tüchtigen Arzt ersundeneS Mittel in unzähligen Fällen bewährt: Man gieße eine Flasche gewöhn lichen Rothwein in einen glasierten Tops, werse eine Handvoll Salbeiblätter hinein und koche die Salbeiblätter in dem Roth wein. Nach einer Viertelstunde löse man ei» Stück Alaun von der Größe eines Kiebitzeies (resp, einer kleinen Birne) darin aus und gieße die durchgeseiht« Flüssigkeit in «ine trockene Flasche. Mit dieser Flüssig-keit lasse man daS erkrankte Kind alle zwei Stunden, nöthigensallS je?e Stunde einmal gurgeln. Weil sich die'es vortress-liche Mittel Jahre lang in einer ver> schlossenen Flasche hält, sollte man «S immer fertig in Hause haben, damit es gegebenenfalls sogleich zur Hand sei. Un, gestürzt« Pferde auf die Beine zu bringen, schreibt ei» pra(< lischer Engländer, sieht man häufig, dass unersahrene Kutscher und Knechte di« Sach« ganz verkehrt anfange». Alles hat seine Wissenschaft, und nicht minder diese schein-bar so einfache Sache. Können gestürzte Pferd« nicht alleiin gekürzter Spalthufer auf die Bein» gebracht werden soll. Ein« Kuh richtet f. B. zuerst d«n Hinteriheil in die Höh«, während sie au» der Kni«lag« d«r Bord«rb»in« sich erst dann aufrichtet, w »» fi« auf d«n Hinler-b«ine» aufg«richl«t st«ht. Natürlich muss darauf Rücksicht g«nvm>nen werd«n. Zurechtgewiesen. Kellnerin: „Herr Müller .... hm, ist das vi«lleich! der Alte, Hässliche mit d«r dicke», «oth«n Nase?" — Frau: „Ja, d«n m«ine ich: .... (pikiert) aber ich muss Ihnen schon b«m«rk«n: m«in Mann ist weder alt, »och hässlich, »och hat er eine dicke, rothe Nase .... merken Sie sich das!" Dringend. Dienstmädchen: »Sie möcht, n doch sofort zum Nachbar herüberkommen. Herr Doctor!" — Arzt: .Jlt'S so eilig" — Dienstmädchen: „Gewiss: der kleine Junge hal ein Zehnmarlstück verschluckt — und die Leute müsse» die Miethe be-zahlen!" Kindermund. Einem an Fettleibigkeit leivenden Rentier hatte fei» Arzt aufge-gebe», im Garten zu aibeile». ÄlS «r zum «rslen Mal« »>it Energie den Spaten handhabte, vergoss er soviel Schweiß, dass sei» kleines Töchlerche» verblüfft ausrief: .Mama, Mama, komm' 'mal her! Papa regnet!" DaS Schlafpulver. .Bit»' um ä Schlafpulver." — „Kann ich ohne Recept nicht gelrn." — «Ader ich mein' ja In-sectenpulver." — „Warum sage»'» denn Schlaspulver?" — „?!u, kann man denn schlafen ohn« das Pulver?" Sin kindliches Vergnüg«». Frau: „Denke dir, jetzt hat uns unser Hauswirt abermals gesteigert!" — Mann: „Aber so lasse ihm doch die kleine Freud«. Miete kriegt er ja so wie so nicht!" Der galante Schaffner. Dame: „Kommt denn der andere Zug noch nicht bald, damit ich weiter fahren kann?" — Schaffner (der Secundärbahn): „Das ist sehr unbestimmt, verehrtes Fräulein. So »eil« regelmäßige Züge, wie Sie sie be-sitzen, haben wir bei unserer Sekundär-bahn natürlich nicht!" kindliche Einfalt. Bater (zur Frau): „Wann man auch zu Onkel Eduard kommt, immer liest er den CourSzettel." — Fritz-chen: „Ist denn der Onkel so arm, das» er sich kein Eoursbuch kaufen kann?" Nummer 44 „Deatfche Wacht Seite 3 !Be:ki.ördJJ.cli conceasioniertes Eta"blissem.en.t fü.r WASSERLEITUNGEN 6046 GRAZ. Fachiäniscbe QoiacHa, Vorarbeite! oifl Projectiemp zo conlantesten WiWM ZaUreiche Referenzen öder ansireführte Ailatei. Aundniachung. 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Ankanst in Cilli um 1 Uhr 30 Min, nachts. tUcUtitt und HelauSHedcr: Ivettutüdu^dru^ei« „t5«l«,a" l« » Ut. .>^rl Ä^nUlettcr: vt>. Än>i-ro,chttsch. Tras der?7ccür»büchZrrckIr i m »UIi