t»z Ilreitag den S. Uovemver 1874. Ml Jahrgang Die <»Murhurger Zeitung" erscheint jeden Ganntag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 ft.,halbjährig s fl., vierteljährig 1 fl.öv kr; für Susiellnng _^in» Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig S fl., halbjährig 4 fl., vierteliährig 2 fl. Jnsertionsgebühr 8 kr. pr. Zeile. Die Hafloag dtt GkmMt« für die Sleatssttutt». Marburg, ö. November. Der ungarische Flnanzminister beantragt, die Gemeindeu für die SlaatSsteuern haften zu lasten. Eine Haftung solcher Art wäre einzig in der Geschichte der StaatSwirthichaft. Betreffend die Haftung der Gemeinde in Steuersachen geht biS jetzt am weitesten die Schweiz, wo die Gemeinde die Staatssteuern einhebt und verantwortlich ist für die Ablieferung derselben. Dort haften der Einnehmer, der Gemeinderath, die Gemeinde mit ihrem gesammltn Vermögen und genügt dieS Allks nicht, so hält sich der Staat an die Steuer-kraft der einzelnen Bürger. Wie gering aber sind in der Schweiz die Staatösteuern, wie gewisjenhast werden diese verwendet, wie sparsam, sleuersühig und steuerwillig ist dort der Staatsbürger! Wär' eine Hastung dieser Art in Ungarn durchsührbar? Nein! Uud noch weniger ist eS jene, die Ghiezy vorschlägt. Wollen die steuerpflichtigen Staatsbürger nicht zahlen, so werden sie gezwungen l Wenn sie ober nicht zahlen können? Dann kommt die S^meinde an die Reihe! Und wenn die Gemeinde als solche kein Vermögen besitzt? Dann hasten die Gemeindeangehörigen mit ihrer Steuerkraft, nöthigenfollS mit ihrem Vermögen! Und wenn die große Mehrheit derselben nicht steuert, gänzlich verarmt ist? Dann müssen Jene einsteheu, die noch über ein Besitzthum verfügen I Und wie viele Gemeinden zählt denn Ungarn, in welchen es auch nur eine solche Minderheit gibt? Und wie lange war' denn diese Minderheit leistungsfähig? Eine Haftung, wie der ungarische Flnanzminister sie plant, ist in Volks- uud slaatSwirth-schaftlich geordneten Gemeinwesen nicht nothwendig — in einem so zerrütteten Staat wie Ungarn aber ist dieselbe nicht ausführbar. Thitrschuh «ad Vesandheitspsttgt. Gegen das Gefiügelstopfen. In den „Schriften deS würtembergischeu Thierschutz'Vereins" finden wir folgenden Aufsatz gegen das „Geflügelstopfen", welches leider auch IM steirischen Unterlande häusig statisindet. Am unglücklichsten unter allen Schlachtthieren ist das zahme Gchügel daran, die Hühoerarten, die Gänse und Enten, denen das Maflfnlter gewaltsam aufgedrungen wird. Der in den söge» nannten Stopfanstalten oder auch in HauS- und Landwirthschasten mit dem Drucke einer „Stopf Maschine" di,s,n gemartertin Vögel eingestopfte NahrungSbrei ist schon an und sür sich keine ihrer Natur angemessene Nahrung; indem sie zumeist auf Körner, andere Pflanzensamen und fester» Nahrungsmittel angewiesen sind, welche zuerst im Kröpfe, einer sackartigen Erweiterung der Speise röhre, von dem getrnnkenen Wafser und den hier sich ausscheidenden VerdauuugSsästen ausgeweicht und sodann in dtm starken, fleischigen Magen mit Beihilfe kleiner Steinchen und Sandkörner, welche diesen Vögeln eben deßwegen zu sich zu nehmen Bedürfnih ist, Mechanist zerrieben und zermahlen werden. AuS dem im Magen deS thiereS so erzeugten, mit den nöthigen Ber-dauungSsäften gehörig gemischten Speisebrei wird n seinem weiteren Gange durch den Darmkanal der NahrnngSsast aufgenommen und dem Blute zugeführt. Jener MästungSbrei ersetzt aber dem Bogel seine naturgemäße Körnernahrung nicht, das Thier wird verstimmt, matt, krank, und daS, wenn auch noch so zarte, oder durch diese Behandlung vielmehr krankhaft erschlosfte, setner natürlichen kräftigen Beschaffenheit beraubte Fleisch desselben wird niemals eine so kräftige gesunde Speise abgebe«, als das von reichlich gefüttertem, seinem natürlichen Appetit überlassenen, der freien Beivegnng nicht beraubten Hausgeflügel, oder vollends von dem, seiner Natur im vollen Maße überlassenen Wildgeflügtl geivonnme. Dazu kommt, daß die nicht mit ApPktit ge-nommeue, sondern mit dem Eckel der Ueber-sättigung dem Thiere im Uebermaße ailsgedrun-gene Nahrung von .der BerdauungSkrast nicht gehörig bewältiget, also nur schlecht verdaut wer» den kann, und so in daS Blut und den ganzen Körper der gewaltsam gestopften Thiere keine naturgemäßen, gesunden NahruvgSsäfte mehr lie-fert, und sofort auch daS Fletsch derselben zu keiner gesunden, gedeihlichen Nahrung sür den Menschen machen könne. Die gegenwärtigen Mittheilungen kann durchaus nicht der Vorwurf eincr unberechtigten Ge» werbSstörung treffen; wird doch Niemand genö-thlgct, den Stopfanstallen den Rücken zu kehren, noch sich ihnen zinsbar zu machen. Wer einen kranken, erschlafften, matten Braten dem kiästigen Feullletp». Arr alte Schmuggler. Von Ludwig Rosen. (Fortsetzung.) „Aber ich kann nicht glauben, daß eS Jemand gebe, der es auf das Lebens eines so unbedeutenden und harmlosen Menschen, wie ich bln, abgesehen haben sollte." „Und doch gibt es einen solchen, und zwar Ihren HauSwirth Marx." Sch'llenberg wurde ernst. „Dieser unheimliche Mensch, der sich wie ein Gespenst in meinen Weg drängt I- murmelte er. „Ja, ich glaube wohl, daß von ihm mir Unheil drohen kann, obwohl ich nicht im Entferntesten ahne, wodurch ich seinen Haß auf mich gezogen haben mag." „Das weiß ich auch nicht, aber hören Sie au, was ich Ihnen zu berichten habe. So viel ich weiß, sind Sie schon in Kenntniß gefitzt, daß Marx mit dem Juden FeibeS Jtzig in der Nähe deS WaldhofeS Zusammenkünfte gehabt hat ; daß er in Verbindung mit den Schmugglern stehe, habe ich schon seit einiger Zeit vermuthet uud nur eine List darin voraussetzt, daß er Sie mit Ihren Soldaten in sein HauS nahm. Heute Morgen in der Frühe, wo ich glauben mußte, daß meine Umgebungen noch schliefen, machte ich, wie ich in solchen einsamen Standen wohl zu thnn pflege, einen Spaziergang in daS Gehölz, wo in tiesstir Abgeschiedenheit die Grabstätte der Bewohner deS WaldhofeS liegt, die ztvar jetzt sehr v rwildert ist, die aber für mich daS Anziehende hat, dcß dort eine Störung nicht zu besorgen ist. An einen Grabstein hingelehnt, wurde ich aus mancherlei Gedanken durch Schritte und Stimmen emporgeschreckt; ich erkannte Marx und den Juden FeibeS Jtzig, uud weil mir beide Männer gleich viel Widerwillen einflößen, so blugte ich mich tief in daS wilde Gebüsch, so daß sie mich nicht bemerken konnten, daß ich aber jedes Wort ihrer Unterredung verstand, da sie sich ganz in meiner Nähe auf einem alten Grabe niederließen. Der Inhalt dieseS Gespräches war folgender. Sie sollen dadurch, daß ein Versuch der Schmuggelei Ihnen dem Anscheine nach verrothen wlrd, mit Ihren Leuten an eine Stelle gelockt werden, wo man Sie mit Uebermacht überfallen und ermor» den will. Ihre Leute foUen auf eine Weise, die ich nicht recht verstehen konnte, des Gebrauches ihter Waffen beraubt und dadurch unschädlich gemacht werden; wenn ich recht vermuthe, so will Marx das Pulver auf irgend eine Weise unbrauchbar machen. Es soll dann vor der Welt erscheinen, als seien Sie bei einem Zusammentreffen mit Schmugglern zufällig verunglückt. Der Jude bestand darauf, daß er dikSmal allein den Gewinnst drs Geschäftes davontrage, wofür Marx die Genugthuung der befriedigten Rache habe. Das sind meine Nachrichten, Herr Lieutenant, und leider kenne ich den wilden und grausamen Sinn meiner Umgebnngkn nur zu gut, um nicht von der ganzen Größe der Ihnen drohenden Gefahr überzeugt zu sein." Schellenberg hatte mit größter Spannung zugehört und sagte nun herzlich: „Gewiß ist die Gefahr drohend uud ich möchte ihr leicht erlegen sein, wenn nicht in Ihnen ein freundlicher Engel über meine Sicher, heit gewacht Hütte; jetzt, wo ich die Gefahr kenne, hat sie ihr Bedrohliches verloren. Aber wie werde ich Ihnen meinen Dank abstatten können? Zwar werde ich AlleS thun, waS in meinen Kräften steht, um zur Sicherung Ihrer Zukunft Einiges beizutragen, aber daS sagt nichts, das hätte ich auch sonst gethan, mein dcinkbareS Herz tvird sich dadurch nicht erleichtert fühlen, und ich wünschte --wenn nicht bereits andere Umstände ein» getreten wären--wenn die Verhältnisse darnach wären--ich hätte Ihnen den Beweis vorzieht, ist daran nicht gehindkrt; die Geschmückt sind eben verschiedeu. Was hier auS dem Bereiche wisienschoftltcher Erfahrung,en und Thatsachen dem Publikum gesagt wird, hat keinkn andern Zweck, als dem KonsumtUten alles mttzulh'eilev, waS ihm zur Bildung seines eigtnen UrtheilS vöthig ist, und die Warnung vor zweckwidrig gemästetem Fleisch ist «bensoweuig eine Feindseligkeit gegen den Mäster, als z. lö. die Warnung vor gesundheitsschädlich gesärl»ttn Bonbons u. a. schädlichen Genüssen gegen deren Produzenten. Sollte indeß nicht daS wohlverstandene eigene Interesse die Unteroehmer solcher Anstalten selbst daraus leiten, daß eS für sie eine nicht unwesentlich^ Ersparnlß an Arbeit und Material sein würde, statt deS eingestopsen gekochten Breies den Vögeln so viel Körnerfulter in Natura im eingefriedeten, mit Wasser versehenen Räume Vor-zujetztN, als sie von sreien Stücken zu sich nehmen^ wollen und können? Die Bequemlichkeit für daS konsumirende Publikum, stetS zu jeder Zeit eiue Bezugsquelle gesunder kräftiger Braten zu haben, bleibt dieselbe, und. der Absatz wird eher zu« alS abnehmen, die Konkurrenz einer natürlichen Mast» Anstalt sicherlich den Steg davon tragen. Am schlimmsten und unglücklichsten unter dem Geflügel find schließlich die der HauSmä-stung zunächst anheimgefallenen Gänse und Enten daran. Hier ist eS nicht einmal die leblose „Stops» Maschine", die wenigstens schmerzlos (wenn nicht anders durch übermäßigen lvruck dem armrn Thiere den Kropf zersprengt wird) den weichen MästungSbrei auf einmal eingießt, sondern der rohe Finger der Stopferin, welche mit dem Hand-vollweise bewerkstelligten Einstopfen in Masse allzugroßen Welschkornkürner, in kalter Küche bei später Nachtzeit ihr mühsameS Tagwerk zu be-schließen eilt, und schlastrunken sür die erstickten Klagelaute dtS durch den engen Kerker schon abgeschwächten, von Kälte und Nässe halb erstarrten ThiereS kein Ohr hat. Wenn daS sich sträubende Thier in dem umschnürenden Tuch, wie dieS nur allzuhäusig geschieht, blutrünstig gedrückt wird, und so oft den beständigen Schmerzen einer ganzen, blutunlerlaufenen Körperhälfte verfällt, so kommt zu der aus dem Uebermoß von Nahrung, durch schlechte Verdauung der letzteren entstandenen schlechten Blutbildung noch eine wirMche Blutvergiftung hinzu, durch den in den entzün-dcten blutrünstig gedrückten Theilen eingeschlossenen Eiter, der sich sofort in verschiedenen Theilen deS ThierkörperS ablagert, daS Fleisch und Frtt vergistet und dasselbe zu einer wirklich schädlichen Nahrung machen muß. führen wollen, wie tief und innig die Gefühle Meines Herzen sind.^ Unwillkürlich hatte er bei diesen verworrenen und unverstundlicheu Ergüssen die Hand deS Mädchens ergrissen, daS sie ihm anch einige Augenblicke ließ, das tieferglühende Gesicht abwendend ; bann aber zog es die Hand sauft auS der seinigen und sagte mit weichem Tone: „Sie sind »vohl in einem Jrrthume befangen, den es aber jetzt nicht der Mühe lohnt, aufzuklären. Ich muß Mich entfernen, damit man keinen Verdacht schöpft, denn eS gibt hier manches Späherauge ; nur weil ich den Müller auf einige Stunden entfernt wußte, konnte ich diesen AuS-gong wogen. Beachten Sie nur ja, waSich Ihnen erzählt, und entgehen Sie glücklich jeder Gefahr l" Damit enteilte sie mit flüchtigen Schlitten, den Pfad al)ivärts Verfolgend. Er schaute ihr sinnend nach. ^Mit den anderen Gefahren hatS lveniger aus sich," sprach er für sich, „wenn ich nur derjenigen entgehe, mein Herz nicht gehörig zu hüten. Aber was wollte sie damit sagen, daß ich in einem Jrrthume befangen sei ? Hat sich Winrich einer Täuschung hingegeben, indem er sein Cinverständnlß mit ihr so ansieht, als erwiedere sie seine Neigung? Nein, ich kann selbst unmöglich glauben, daß sie ihn liebt; ihre GesühlS- und Denkweise, selbst ihre Art, sich auszudrücken, steht zu hoch über dem Kommt eS aber au!^ nicht zu einer solche« extremen Verletzung deS armen ThiereS, so bleibt eS doch jedenfalls den Schmerzen der durch daS E'ustopfeu der harten, eckigen Körner verletzten, durch die täglich wiederholte Reizung endlich entzündeten Gaumeahöhle und Speiseröhre anheimgefallen. Zu diejen Schmerzen, unter deren dauern, dem Einfluß daS Thier schon an und siir stch krankhaft leidend und geschwächt wird, gesellt sich also noch die krankhafte Verdauung, hervorgebracht durch daS Uebermaß der dem Thiere aus-ttenöthigten nicht naturgemäßen Nahrung, wodurch Krankheiten der wesentlichen Organe für die LkbenSunterhaltung der ErnährungSorgane unausbleiblich entstehen, vor allen andern al)er die „Fettkrankheit". Wie manche dieser zu einer unförmlichen Fettmaffe angeschwollenen, deS G<-henS unfähig gewordenen Thiere sind schon zum Verdruß der ungenügsamen, nach Gänsefett immer noch mehr gierigen Stopferin, vor der Zeit „im Felt erstickt". (Schluß folgt.) Zur Geschichte des Hages. Mit der Verhandlung über das Aktien-gesetz haben die Abgeordneten jtueS Gebiet endlich betreten, auf welchem so viele Neugestaltungen und Reformen nothwendig sind. In diesem besonderen Falle sollen daS KonzessionSivesen und das Aussichtsrecht der Regierung beseitigt, die Rechte und Pflichten deS AnssichtSratheS der Aktionäre genau festgestellt und die Strasbestim-mungen verschärft werden. Wenn dieses Gesetz nur bei der Vollziehung nicht alS ein Spinnen-gewebe sich erweist, in welchem bloS die Kleinen hängen bleiben. Der Deutsche Reichstag dürfte auch während dlt jetzigen Versammlung bisiveilen an Beschlußunfähigkeit leiden — ivaren ja doch zur feierlichsten Eröffnung desselben von vierhundert Mitgliedern nur hundertundsiebzig erschienen. Bismarck erntet nun die Frucht seiner wahlrechtsäl« scheaden Saat: daS allgemeine Stimmrecht wurde einzig und allein unter der Bedingung zugestanden, ^aß die Abgeordneten keine Taggelder erhalten. Die letzte Wahl sür die französische Nationalversammlung — Unter-iZ. ilaiS — war ein großartiges Ringen der beiden Haupt« Parteien — mit einer Mehrheit von zehntausend Stimmen (84.000 gegen 74,000) siegten die Booapartisten über die Republikaner. Für das dritte Kaiserreich ist dieser Elsolg um so bedeutender, als er im nordwestlichen Theile deS Lan- Standpunkte deS braven, aber doch immer ungebildeten Winrich. Nun, daS muß stch aufklären, wenden wir unS jetzt dem Nächsten zu. Woher rührt nur der unbegreifliche Haß dieskS Marx gegen mich ? Wenn er auch, »vie eS immer mehr den Anschein geivinnt, daS eigentliche Haupt der Schmugglerbande ist, so hat er doch an mir keinerlei Rache zu nehmen und gewinnt nichts durch meinen Tod, im Gegentheil, er rust eine genaue Untersuchung und damit die Möglichkeit der Entdeckung herbci. War sein nächtlicher Besuch in der ersten Nacht aus dem WosSgrunde knn Traum, sondern Wirklichkeit? Wie aiier hängt der Mensch mit mir und meinem Schicksale zusammen?" Als er aus dem Gebüsche trat, begegnete er dem zum Waldhofe zurückkehrenden Winrich. „Ich habe sie gesprochen." sagte er zu ihm, „und sie hat mir allerdings Eröffnungen von der größten Wichtittkeit gemacht, die sich aber augenblicklich hier Nicht wohl besprechen lassen. Kommen Sie heute Nachmittag um slins Uhc zu mir, dann reden wir weiter, aber thun Sie nicht, alS seien Sie bestellt, sondern alS hätten Sie etwaS zu melden.- (Fortsetzung folgt.) des erzielt wordea — im Departement jener Küste, wo „Napoleon IV." einst Frankreich betreten möchte. Für daS Gelingen dieses PlaneS dürfte wohl mitentscheidend sein, daß der Wiederkehrende von einer Bevölkerung empfangen wird, welche in ihrer großen Mehrheit bonapartistisch gesinnt ist. Bermifchte Nachrichten. (Sterblichkeit der Raeen.) Die »Deutsche Zeitung" in New-OrleanS enthält einen Bericht über die dortige Sterblichkeit nach Raeen : „Die dortige Sterblichkeit der farbigen hat diejenige der weißen Bevölkerung stetS bedeutend übertroffen, außer während Gelbfieber-Epidemien, iveit diese Krankheit hauptsächlich die Weißen er-faßt. Diese erhöhte Sterblichkeit »Iistirte in New-Orleans und anderen Städten — in Charlestou, Washington, Baltimore und New-Aork ganz sicher — vor dem Kriege. Vergleicht ma» die sünf Jahre der Freiheit 1866—71 mit den vier Jahren dei^ Sklaverei 13ö6—60. so wild man finden, daß die TodeSrale ungesähr dieselbe geblieben ist. Wenn jedoch sür diese beiden Perio-den ein Vergleich gezogen wird zwischen den Farbigen und Weißen, so stellt sich heraus, daß sich die Sterblichkeit unter den Farbigen bedeutend vergrößert hat. Die Ursachen dieser Sterblichkeit liegen jedensolls in der größeren Unwissenheit und Nachlässigkeit dieser Race und in der größeren Sterblichkeit durch Blattern, cholerische Krankheiten, Schwindsucht, Todtgeburten und Kindelkravtheiten. (Soziale Politik. Bestrafung des Vertragsbruches.) Der „Verein sür Sozialpolitik" hat in der Versammlung zu Eisenach mit 33 gegen 30 Stimmen avf die Frage, ob der Vertragsbruch alS Verbrechen bestrast werden soll, mit Ja geantwortet — und zwar aus solgenden Gründen: 1. Der Bruch des Arbeitskontraktes und die direkte und in-direkte Verleitung zu demselben erscheint nicht nur als ein namentlich daS Kleingewerbe und die Landwirthschaft schiver schädigendes wirthschaft-licheS Uebel, sondern Vor Allem als eis schtvereS Unrecht, daS vom moralischen Standpunkt auS verdammt werden muß uud dessen Bestrafung vom rechtlichen Standpunkte aus zulässig ist. 2. Die civilrechtliche Schadenersatzklage hat sich in den meisten Fällen aiS gänzlich nnlvirksam zur Verhütung und Bestrafung deS ArbeitSkon-traktbrncheS gezeigt. 3. Eine strafrechtliche Verfolgung des ArbeittkontraktbrucheS, sowie der Verleitung zu demselben ist deshalb nothwendig; jedoch hat dieselbe nur dann einzutreten, falls durch den Kontraktbruch ein Schaden verursacht worden ist, und der Kontraktbrüchige den Ersatz weigert oder dazu außer Stande befunden wird. Gleichzeitig soll jedoch ein Gesetz erlassen werden, tvelcheS Vereinen, die für Kontraktbrüche ihrer Mitglieder haften. Korporationsrechte verleiht. 4. Die strafrechtliche Versolguug deS ArbeitSkon-traktbrucheS und der Verleitung dazu findet nur aus Antrag deS Geschädigten statt, b. Um den Inhalt eines Arbeitskontraktes außer Zweifel zu stellen, sind die Kontrahenten zur schriftlichen Abfassung desselben zu verpflichten. ES find zu diesem Zwecke KontraktSbücher eii»zuführen, welche hinsichtlich der Dauer deS Vertrages, der etwa vorbehaltcnen Kündigungsfrist, der Höhe deS Lohnes, uud der Art der Dienstleistung in übersichtlichen Rubriken die vereinbarten Bestimmungen enthalten. Von der Eintragung in ein solches Kontraktsbuch ist die Klagbarkeit des Ver-trageS abhängig zu machen. Die Minderheit des Vereins hatte erklärt: 1. Der Bruch deS Arbeitsvertrages sowie die direkte oder indirekte Verlei-tung zu demselben erscheint nicht nur alS ein namentlich die Landwirthschaft und daS Kleingewerbe schwer schädigendes ivirthschastlicheS Utbel, sondern vor Allem als ein schweres Unrecht, daS vom moralischen Standpunkt auS verdammt werden muß, und dessen Bestrasang juristisch durchaus zulässig ist. 2. Das häufige Vorkommen deS Kontraktoruchs erzeugt und fördert die fittliche Verwildung des Arbeitersiandes. Jndtflm ist dasselbe doch vor Allem als Folge tiefer liegender Verwirrung in den gewerblichen Verhaltnissen zu betrachten. Daher erscheinen die praktischen Folgen einer Kontroktbruchstrafe als sehr zweifelhaft, waS um so mehr zu beachten ist, als eine solche juristisch zulässig, aber nicht geboten ist. 3. Ein gesej^licheS Einschreiten zur Sicherung deS Arbeits-Vertrags als der Anfang positiver sozialer Gesetzgebung kann nicht empfohlen werden, ehe durch gründliche und unparteiische Untersuchung der Umsanz und die gewöhnlichen Ursachen deSKou-trattbrvchS, und durch Befragung von Sachverständigen aller Parteien die wahrscheinlichen Borzüge «ad Nachtheile der Bestrafung gegenüber anderen sehr zu erwägenden Mitteln zur Bekämpfung des UebelS festgestellt find. 4. Ein sol-ches gesetzliches Einschreiten in Form eines isolir-ten KontraktbruchgeseKes ist auch alS inopportun zu bezeichnen, solange die Gesetzgebung nicht entschlossen ist, andere wichtigere soz'ale Frage» gleichzeitig zu regeln, und solange dieselbe sich über die dabei zu besolgenden Prinzipien nicht völlig klar ist. Denn der unverkennbare Zusammenhang der ltontraktbruchfrage mit anderen sozialen Fragen bewirkt, daß ein isolirteS Kontrakt-bruchgksetz nothmendig ein sehr lückenhaftes Gesetz bleiben muh. Ein lückenhastcS Gesetz aber kann seine beabstchtigten Wirkungen nicht erreichen und wird leicht geradezu falsch wirken. (Gute Weinjahre.) Die „Pfälzer Zeitung" brachte jüngst nach „Dochnahl'S Katechismus des Weinbaues", zweite Auflage, Leipzig 1873, die Weinjahre der Pfalz von 1701 ergänzt biS 1874. Zählt man aus dieser Ueber-sicht diejenigen Jahrgänge zusammen, in denen eS entweder „vielen und sehr guten- oder „sehr vielen und guten Wein" gab, so findet mau in jenem Zeitraum von 173 Zahreu im ganzen nur Zb gute Weinjahre, also durchschnittlich alle 7 Jahre nur eines! Die vorzüglichen Jahrgänge stnd bekantlich noch seltener und lassen sich i» diesem Jahrhundert in fast regelmäßigen Zwischenräumen von elf Jahren verfolgen, so 1311, 1822, 1S34, 1846, 1857 u. s. w., während im vorigen Jahrhundert ein Mal ein Zwischenraum von 2V Jahren, 1728—17ö3, vorkommt, worin kein elnziger Jahrgang große Quantität mit Qualität paarte. Und doch war damals daS Gallistreu noch nicht erfunden! Nur der groß» Durst unserer Vorfahren, der sich auch mit ^Dreimännerwein" begnügte, laßt eS erklären, ddß man damals nicht alle Weinberge auSrodete und in Frucht- und Kartoffelfelder umwandelte. (DaS Lottoge fälle seit 1862.) Fol geude Ziffern zeigen die Bewegung deS Lottoge-sälleS seit 1S62; als Grundtlnlage von den Miig!iede?n deS Orts-chulralheS und der Gemeindevertretung zwanzig kreuzer nebst einem Sparkassabuch zur sofortigen Selbstük»elsicht deS angelegten Geldbetrages. Durch iSelehrung werden die Kinder «edahingeleitrt, daß le jeden alS Geschenk erhaltenen oder verdienten Betrag ebenfalls mit Zustimmung der Eltern zu-nächst in der Schul-Spar- oder Sümmelkasse anlegen. Der von allen Schulkindern zusammengebrachte Betrag wird summarisch in der städti-chtn Sparkassa unter dem Titel: „Ersparnisse der Schulkinder ar» der Schule zu Mladetzko" angelegt. Nach Alllaus eineS JahreS wrrden die ttmmarische Verzinsung und t>cr jedem Kinde zu-allende JahreSbetrag festgestellt, und wird dieser etztere Bctrag jedem Kinde dann in sein eigenes Sparkassabuch zugeschrieben. Bis zum Austritte deS Kindes auS der Schule setzt sich dieS fort und erhält dann jedeS ein eigenes Sparkassabuch über den betreffenden Betrag auSgefolgt. Es ist nun zweiselloS, daß auch diese Einrichtuug der Schul-Sparkasseu die Kinder möglichst zeitig von der Möglichkeit deS Sparens überzeugt und daß dadurch die empfehlenSwerlhe Einrichtung der Sparkassen auch für spätere Jahre bei der heranwachsenden Jugend beliebt gemacht wird, waS Alles nur von allseitigem Vortheil sein kaun. Einnahmen Ausgaben Ucberschuß Millionen Gulden Jahr 1862 1863 1864 186ö 1866 1867 1868 1869 1870 1871 1872 1873 1874 1875 Bis einschließlich 1867 war auch Ungarn inbegriffen; wir sehen also in jüngster Zeit die Ueberschüsse nach den Finanzgesetzen für Oester reich allein so hoch angesetzt, wie zur Zeit, als Ungarn noch im engsten Verhältnisse zu unS stand. (Schulwesen. Schulsp ar ka ss eu.) Zu Mladetzko in Schlesien wurde in einer ge meinschoftlichen Sitzung deS OrtSschulrath«s und der Gemeindevertretung beschlossen, das Spar tassa-System bei den dortigen Schulkindern ein zusühren. DieS soll in solgender Weise geschehen: ZedeS Kind erhält beim Eintritt in die Schule ls. 16., 18«z 18.S 19.» 18 o 15.4 14., 13.. 13,z 13.5 15.Z 16.g 17.« 10.^ 10 s 1l.8 II.. 12.0 11.« 9 o 8 g 8.S 8.7 8-7 ^ 8 9.. 10.7 5.7 6.1 67 67 7.- 6.7 5.« 5.« 5.g ö.j. 6.0 6.4 6.z Marburger Berichte. (Sitzung des GemeinderatheS vom 2. November. Schluß.) Herr Max Baron Rost berichtet über die Erweiterung deS allgemeinen Krankenhauses. Die Kosten belausen sich nach dem Voranschläge auf 14,630 fl. Der Landesausschuß fini>el aber die 6°/o Verzinsung des Baukapitals, welche die Gemeinde verlangt, zu hoch. Der Redner beantragt: „Es sei aus den Aubau nicht einzugehen, wenn der LandeSauSschuß nicht die 6^/g Verzinsung deS wirklich ousgewendeten Baukapitals bewilligt. Der Herr Bürgermeister wird demnach ersucht, in diesem Sinne weitere Verhandlungen mit dem Landesausschuß zu pflegen." Die Vertretung stimmt diesem Antrage bei. Herr AlbenSberg erstattet Bericht über^en Voranschlag'für 1875. Die Eaipfänge — 70,6v1 st. 8Va kr" — werde» nach dem Antrage i^er Sektion ohne weitere Behandlung genehmigt. Be-züglich der Ausgaben wird beschlossen: 1. Vom Aasatz; Besoldungen (Gehaltserhöhung) 14,688 fl. werdea 2000 fl. gestrichen. (Antrag des Herrn Mar Baron Rast) — 2. Behus» Aufstellung einer Uhr in der Ober-Realschule werden die Ausgaben für letztere um 500 fl. erhöht (Antrag de« Herrn Marco). Lei diesem Anlasse bringt Herr Eduard Ianschitz zur Kenntniß, daß die Sammlung srei. williger Beiträge für diese Uhr neunzig Gulden ergeben, welche bei der hiesigen Sparkasse angelegt worden. Die Ausgaben werden somit in der Höhe von 103,636 fl. 50 kr. festgesetzt und bleibt nach Bedeckung deS Atigonges (33,975 fl. 41^/, kr.) ein Ueberschuß von 1335 fl. 88 V, kr. Zur Bedeckung wird nach dem Antrage der Sektion bewilligt: 1. Eine Umlage von 15^7g auf die indirekten Steuern (60,000 fl.) 9000 fl. — 2. eine Umlage von 20°/o auf die direkten Steuern sammt StaatSzuschlagen (93,500 fl.) 18,700 fl. — 3. eine Uml'ige von 2''/^ auf die Miethzinsen (400,000 fl.) 8000 fl. (A u S tz i lfS k a s s e.) Der Aushilfskasse-Verein it» Marburg hat bis Ende Ottober an Einlagen und WechseleStomple 106392 fl. 97 kr. eingenommen und an Darleihen, Behebungen 105969 fl. 15 kr. ausbezahlt. Spareinlagen werden mit 6^/a verzinst. (Gewerbe.) 3m verflossenen Monat wur» den bri der hiesigen Bezirkshauptmannschaft folgende Gewerbe angemeldet: Handel mit Landes-erzengnissen, Windisch-Feistritz, Karl von For-Macher — Erzeugung von Zündholzdraht, St. I Lorenzen, Emmerich Kolbenheuer — Kramerei, iZteglcnzen, Wilhelm Ornik—GreiSlerei, Brunn, dorf, Franz Trebsche — Schuhmacherei, GamS, Simon Mlinekitsch — Schneiderei, Partin, Thomas Robitsch. Gasthäuser wurden eröffnet in: Wurmath, Friedrich Bodner — Zellnitz 0. D., Anton Pichl — Krottendors, Johann Leppe — JohonneSberg. Antonia Bestemmer — Ober-Goritzen, Paul Kovatschitsch —- Kremberg, Joh. Swer. (Einbrecher.) Kürzlich wurden eineS Nachmittags ia den Gemeinden H. Kreuz. Pöß» Nitz in St. Georgen einige unbekannte Männer gesehen, welche mit Soldatenmäntelri betteidet lvaren. Ja der folgenden Nacht haben diese bei Vier Grundbesitzern eingebrochen und gestohlen, nämlich: bei Augustin Paulitlch in H. Kreuz Kleider und Lebensmittel im Werthe von 25 fl. — bei Franz Ficke in H. Kreuz Kleider im Werthe von 200 fl. — bei Joseph Haupt in Pößnitz ein Jagdgewehr sammt Pulver und Blei im Wertlze von 17 fl. — bei Joseph Trampusch in St. Georgen Kleider und Lebensmittel im Werthe VON 70 fl. (Privilegium.) Herrn Anton Oblak, HandlungSkommis in Eilli, ist aus seine Erflu-dung, betreffend selbstthätige Biegung der Hemd-brust-Falten ein auslchließlicheS Privilegium sür die Dauer eineS Jahres ertheilt worden. (Konzert.) Der Klavierspieler Herr Blumner aus Wien, der nächstens hier austreten wird, hat am 4. November sich in Graz hören lassen. Die „Grazer Zeitung" schreibt, daß der Ehrbar'sche Flügel, welchen der Virtuose bevützt, „eiuer der ersten, eben vollendeten ist, die nach diesem Mo« dell aus der berühmten Fabrik tzervorgegangen Nad und gleichsam in der vaterländischen Industrie epochemachend angesehen werden müssen. Ein Vergleich mit einem neuen großen Flügel von Steinway aus New-Bark (a 2400 fl. ö.W.) 'n demselben g mmer, von demselben Künstler — mit denselben Tonstücken auSgesüizrt, hat nach Aller und in der Ttjat sehr kompetevter Kenner Urtheil ergebe», daß an Krast uvd Fülle des Tones beide Instrumente gleich lvaren, an Fein-heit der Tonsprache, au Modulaiionsfähigkeit uni» Elasticitüt des ToneS ober der Ehrbar-Flü-gel deri Preis davon trug. Jene massige etivas schwerfällige Tonfülle deö Steinway konnte den jetlenvollen Schmelz des ebenso kräftigen ÄnstrU' menteS von Ehrbar nicht vergessen wachen. Es litgl bei Letzterem Etwas Menschlich-Seelisches iil dem Ton." (Stistung.) Herr Karl Reuter hat dem Stadtrathe sechs Stück Staats-loien-Realen zu je 100 fl. üli'rgcben mit der Bestimmung, daß von den Zinsen alljährlich verwaiste Marburger Kmder dee Volksschule betheilt werden. (Hilfsbedürftige Seelsorger.) 3n der Lavanter Diözese haben sich 1874 eia-hundert sechs und vierzig Pri.ster um die StaatS-bethetlung beworben — ein und sechzig mehr als im Vorjahre. Die Gesuche sind aber noch nicht erledigt worden, weil die Begutachtung Seitens deS fürstbischöflichen Ordinariates noch aussteht. (Theater.)' Morgen wird daS an ollen großen Bühnen mit dem besten Erfolge aufgeführte Lustspiel von R. Benedix: „Doktor Treu« Wald" hier zum ersten Male gegeben. Letzte Die Grazer Handelskammer fordert den Ausschuß de« bsterreichische»» Handel«. kammer-TageS auf, letzteren baldigst einzu-berufen. Der FortfchrittAklub de« Abgeordnetenhauses hat fich für die Ateorganisation der politischen Verwaltung unter Wahrung der Gemeindeselbständigeeit ausgesprochen. Die italienische Regierung verspricht Abhilfe zur Unterdrückung deS Räuber-Wesen«. Es ergcht hiemit an die k. 1. Herren, die dem zu gründenden Eislaufverein als Mitglieder beitreten tvollen, die iKinladung. heute Abends um 8 Uhr im Easino-Speisesaale bestimmt zu erscheinen. (1125 «« - »«stauratl«» Freitag den 6. November 1874: von der 8üdbahnwerkMllell-NiuMkapelle (S t r e i ch o s ch e st e r) unter persönlicher Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Ioh. Handl. Anfang 7 Uhr._(1121) Entree 20 kr. Kirchmwem-Lizitation. Am IL.November Vormittag »Verden die Kirchenweine sammt Gebinde liutavdo gegen bare Zahlung vefkauft, wozu die I. Käufer freundlichst eingeladen werden. (1125 Kirchenvorstehung St. Margarethen W.B. Kirchenwein-Lizitation. Am IR.November Vormittags 10Uhr werden im Kirchenkeller zu GamS bei Mar-bürg 5 Halben Wein sammt Gebinden lizitando veräußert. (1124 Kirchenvorstehung Gams bei Marburg. Eine kleine Realität in der Gemeinde Pickeradorf mit gemauertem Hause, Schmiedewerkstätte und WirthschaftS-gebäude ist auS sreikr Hand zu verkaufen. Auskunft beim Etgenthümkr Johann Jan-kowitsch in Pickerndorf, H. N. 27^_(1123 Eine Wohnung bS dS mit 3 Zimmern, Küche zc. ist am Hauptplatz im Hause Nr. 86. 2. Stock, soglkich zu vergeben. Kirchenwein-Lizitation. Montag den v. November d. I. werden zu Lembach um 10 Vormittags OßV Eimer Kirchenwein, bester Pickerer heuriger Fechsuog, sammt Gebinde lizitando hintangegeben. 1113) Die Kirchrnvorstehung Lembach. MUSSwSNÄSN MÄ MssllAM voll ^or 1030 Hochhtimer Ittitn-Vtstllschast i> Hochhrim a/M. vormal» LIILSL?? ^ VVIl?., vai'to blanoks — Ki'anll vin soo kaltev ckie IIvterfertiAtev in Krösservu ?aitkiev sw unck dietev 6iese seit ^lakren beksvliten unck best renomwirtev ^eiae bei LesüKeu vov Xistev ^ie Xorben mit OriKinsIpreis so. 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(1102 Diesbezügliche Anmeldungen auS Gefälligkeit bis zum 12. d. M. bei Herrn E. JanschiK. Ein Pferd, Braun, 16 Faust hoch, guter Geher, zum Zug wie zum Reiten verwendbar, ist billig zu ver. kaufen. (1115 Auskunft im Comptoir dieses Blattes. Hmschafllichts Kreiihili im vorigen Winter geschlagen, vollkommen ausgetrocknet, wird nach Klaftern und auch in kleinerem Quantum verkauft. Auf Wunsch wird selbes geschnitten und gehackt ins HauS gestellt. Bestellungen werden entgegengenommen und sofort effektuirt in meinem Comptoir vig-k-vis der Glaehandlung deS Herrn Wagrandl. IIIS) L. Isurmsyr. Kundmachung. Für die Schule zu St. Leonhard in W. B. werden 60 Stück neue Schulbänke auS weichem Holze erfordert, deren Lieferung am 15. November l. 3. um 10 Uhr Vormittag durch die Mi-nuendv'Lizitation am Rathhause deS Marktes St. Leonyard hintangegeben werden wird. Die LieferungSbedingnisse können beim Obmann Herrn Johann Urbantschitsch in St. Leon« hard eingesehen werden. OrtSschulrath St. Leonhard in W. B. am 24. Oktober 1874. (1088 AU8 lelllblH I^ülmersivll, mit ^vsenstv^- 0äer ?IüsebLutter Hoellleiae 80rte, ab^enäkt..... kine ^ute ...... I^Qck«i»»lU»vvv«!s, xut Keküttert..... bvebkein, mit?el2^ärwer aus ß^utem LtvL^ .... Vorz^ijxlieke ...... GvIkIttkrAvkv in ß^r0ssvr ^us^abl .... u«» ^Qtoii Kebeiicl in !!^arburK. ö. il. »» K »emntwOrUtch« RedMo«, D?»< uud Pe?l»g v»« Td»ckrd Zsuschitz t» M«d»r> A. «. Gt G