N R5O. Donnerstag am 3. Juli R8KK Die ^Laibacher 3eit,iilq" erscheint, »lit Abnahme ^r <2>omi- und F. iertagr täglich, mw fostet sammt dcn Acilagrn im Comptoir qaiizjähriq N ,l li^lbiäsiria '. ff >i<» s^^ii-------------- Krenzl'and im Cmm'toir ganzjährig 12 ss.. ^lbiabr.g t. st Fur dle Znstcllm.g n.'ö Hans sinb Hal b j äh ri g 30 kr/mehren e.t^ frei gao^ährig, unter Kienzbaub nnt' .^n.ck"' Adrc,,c 1» st halb.ah^g 7 ss 30 fr. - In serati.n .'g^>. l, r fnr eine S^ltcn f.le o^r d „ Na .m ^seibe. ^ i^ maliqe Einschaltung 3 lr., sur yv^imaliqe 4 fr mr dreuna,g^. lr C. M. .I",crate lns <2 Zcilcu fostcu l ff. fnr 3 Mal. 50 fr. für 2 Mal nnd 40 f„ i M^l ",'n.^° Zu dicscn G bichrcu ist nach dcm.provisorischen Gc,ctze vom <,. November l. I. sur In,crtlonSstampel" noch 10 kr. fur cinc jcdcS.naliqc Einschaltung hinzu zu reck,'.', ^nznichalten. Amtlicher Theil. Berichti g u n g. ^ZVn der letzten Kundinachung, K. k. Bezirkshauptmannschaft Laibach am 2. Juli Mit. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 25. Juni d. I., den Domherren an dem Agramer .Domcapitel: Ignaz Nochich die erledigte Titular - Abtei >». Do^mi «upia ^<>^nillln; Adain Mravinecz jene n »li«« Xudlnn j>l 8^vm>ili; Martin Pavchez die erledigte Titular-Probstei ^. I'<üli ?„«<><»»; Mathias Bel 1 oder g jene 6. lr<',tt!i in ^rxn's), nnd Peter Sattvar jene .^. l.mli^ui cl<» 8emlin allergnädigst zn verleihen geruht. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 25. Juni d. I., zum Titular-Abte U. Hi. V. ll« l'oi-0«xl<) den Domcantor am Szath-marer Domcapitel Anton Majerhold, zum Titu-larprobste .^. KonrAÜ N. et Hl. 6e snobi-nn^x den Mnnkacser Pfarrer Panl Rudolph, ferner zu Ehrendomherren am Szathmarer Domcapitel den Professor an der Pesther Universität, Alois G r litt a e n s, und den Kökenyesder Pfarrer Franz M e l-czer, endlich zum Ugocsaer Erzdechante dcn Tißa-Ujlaker Pfarrer, Emanuel Dessewffy, allergnädigst zu ernennen geruht. Am 28. Juni l85>1 wird in der k. k. Hof-und Staatsdruckerei in Wien das XI.III. Stück des allgemeinen NeichsgeseN- nnd Regierungsblattes, und zwar in der deutschen Alleinausgabe und in allen Doppelansgaben, mit Ausnahme der Romanischen, allsgegeben und versendet werden. Dasselbe enthält unter Nr. 1.^5. Den Staatsvertrag zwischen Oesterreich und Baiern vom Ui. März 1851, in Betreff der Verpflegung der k. k. österreichischen Truppen auf königl. baierischem Gebiete. Nr. 156. Die Verordnung des Justizministeriums vom 17. Juni 1851, wodurch vorläufig zur Ausübung der Berggerichtsbarkeit in Siebenbürgen, die Bezirks - Collegialgerichte zu D^eS und Carlsbnrg bestimmt werden. Nr. iku. Die Verordnung des Justizministeriums vom 26. Iu,,^ ^,.^ ^,^ ^ ^ril^ Verordnung vom ig. März 1851. wegen Beschleunigung der Landtafel- u„d Grundbuchsgeschäfte, auch für das Kronland Salzburg in Wirksamkeit ge-seyt. wird. Ferner wird aus dem Jahrgange 1850 das XiV. Stück in der serbisch- und ruthenisch-deutschen, das XXXV. Stück in der slovenisch- und polnisch-deutschen, und das 5I.XII. Stück in der böhmisch-, magyarisch-, rnthenisch- und croatisch-oeutschen Doppel-"usgabe; endlich aus dem Jahrgange 1851 das 1l. Stück, das am 20. Jänner 1851 nur in der dent-schen Allein-, und der italienisch-deutschen Doppelausgabe erschienen war, in allen übrigen Doppelansgaben ausgegeben und versendet werden. Der Inhalt dieser Stücke wurde bereits bei den früheren Ansgaben angezeigt. Wien, am 27. Juni 1851. Vom k. k. Redactionsbnrean des allgemeinen Reichsgesch- nnd Negiernngsblattes. Nichtamtlicher Theil. Der schweizerisch - sardinische Handelsvertrag. Wien, 28. Juni. - Die Verbindung, welche Sardinien mit der Schweiz, theils durch Eisenbahnen, theils dnrch regeren Handelsverkehr erreichen will, verdient die öffentliche Aufmerksamkeit in hohem Maße. Für Oesterreich, namentlich anch für Deutschland, ist damit eine Lebensfrage zusammenhängend. Soll es England gelingen, aus der Schweiz ein großartiges Entrepot für Schmuggelwaren zn bilden, um damit von dort her das gesammte mittlere Europa zn überfüllen? Denn, daß der brittische Einstuß'gegenwärtig zu Turin domi-nirt, ist für keinen einigermaßen Unterrichteten ein 0jeh^imniß. Von capitaler Wichtigkeit erscheint in dieser Beziehung der sardinisch-schweizerischc Handelsvertrag, der zwar noch nicht definitiv abgeschlossen, aber bereits pnnctirt ist, und dessen wesentliche Bestimmungen folgende sind: Das Recht der gegenseitigen freien Niederlassung wird im Sinne der Bundesverfassung und für Handelssachen ausgesprochen; die Niedergelassenen sind beiderseits frei von der Militärpflicht, und deren Wiederaufnahme in ihrem Heimatstaate wird verbürgt. Im Artikel IX wird die allgemeine gegenseitige Verpflichtung ausgesprochen, ihre Gewerbserzeugnisse mit keinen größeren Lasten zu belegen, als diejenigen, der am meisten begünstigten Nation. Die Schweiz versichert Sardinien das Recht zur freien Einfuhr einiger Naturproducte auf bestimmten Puncten und in bestimmten Quantitäten. Im Artikel VI versprechen sich die Kontrahenten den freien Transit unter keinen lästigeren Bedingungen, als die Staatseinwohner selbst ihn genießen. Namentlich vermindert die Schweiz ihren Transitzoll von 60 auf 40 Centimes und erleichtert speciell den Transit über den Symplon in die Gränzstriche von Sardinien anf 0,10 Centimes pr. Kilogr. Die Eidgenossenschaft verspricht, auf sämmtlichen Transitstraßen Iollstätten zu errichten. Die wichtigste Bestimmung ist die im Artikel VIll ausgesprochene, wodurch die Schweiz alles Mögliche beizutragen verspricht, daß eine Eisenbahn aus Sardinien durch die Schweiz zum Anschlüsse an das deutsche Eisenbahnnetz zu Stande kommen könne. Sardinien übernimmt die gleiche Verpflichtung für seine Staaten und sagt der Schweiz alle Erleichterungen bei VenülMng der sardinischen Bahnen zu. Die Dauer des Vertrages ist anf 10 Jahre, vom 1. Juli ab gerechnet, festgestellt. Derselbe wird der demnächst zusammentretenden schweizerischen Vnndes-versammlnng vorgelegt, und wie man voraussehen darf, von derselben angenommen werden. Die Tragweite dieses Tractats ist augenscheinlich. Derselbe ist offenbar auf den Schaden Oesterreichs, jedoch bestimmt anch nicht anf den Vortheil Deutschlands und Frankreichs berechnet, wenn man bedenkt, daß englische Warentransporte die gewährte Transitfreiheit hauptsächlich genießen werden. Oesterreich. — Wien, 30. Juni. Ueber entstandene Zweifel, in welchen Fällen die Gemeindevorsteher als staatsanwaltschaftliche Functionäre zu den Amtshandlungen der Bezirksgerichte in Strafsachen vorgeladen werden müssen, ist für diejenigen Kronländer, in welchen die Strafprozeßordnung vom 17. Jänner 1850 in Wirksamkeit steht, folgende Belehrung erlassen worden: Wenn es sich nm solche Voruntersuchungen handelt, welche Verbrechen oder Vergehen betreffen, und wobei die Bezirkseinzelgerichte daher nnr anstatt der Bezirks-Collegialgerichte einschreiten, hat eine Vorladung der Gemeindevorsteher als staatsanwaltschaftliche Funttionäre niemals einzutreten, denn in solchen Fällen soil die Staatsanwaltschaft selbst, wenn es noch Zeit ist, vor den bevorstehenden Amtshandlungen benacörichtet werden, und ihrer Beurtheilung bleibt es dann überlassen, ob sie es nothwendig findet, zu erscheinen oder nicht. Wenn aber ein Bezirksgericht in den zu seiner eigenen Competenz gehörigen Ueber-tretnngsfällen einen Localaugenschein oder eine andere ähnliche Erhebung nothwendig findet, dann ist es nach der Strafprozeßordnung verpflichtet, wenn die Dringlichkeit es nicht unmöglich macht, dem Gemeindevorsteher davon vorläufig Nachricht zu geben, damit er dabei erscheinen könne; denn in den Fällen dieser Art haben die Gemeindevorsteher in der That alle Functionen der Staatsanwälte auszuüben. " Der Wiener Handelsverkehr vom letztverflossenen Monate zeigt im Vergleich zu den bezüglichen Ergebnissen des Mai I860 bei der Einfuhr mehrerer Warengattungen ans dem Auslande eine ziemlich belangvolle Steigerung, besonders bei Kaffeh, edlen Weinen in Flaschen, getrockneten Weinbeeren nebst noch anderen Südfrüchten; von Fabricate»: bei glattem und gewebtem Bobbinet, Maschinen und Zuckcr-mehl für Raffinerien. Ein Rückgang dagegen ist in größeren Beträgen, hauptsächlich bei Baumwolle, Fellen, Oel und Unschlitt eingetreten. Die Ausfuhr nach dem Auslande hat nnr in gemeinen Schafwollwaren nennenswerthe Znnahmen erfahren; ist aber in gemeiner Leinwand, Schafwolle und derlei feinen Waren, auch in rohen Fetten um ein Bedentendes gegen den gleichen Monat des vorigen Jahres zurückgeblieben. Wien, 1. Juli. II. MM. der König und die Königin von Sachsen werden dieser Tage bei den, allerhöchsten Hofe znm Besuche erwartet. — Von Sr. Maj. dem Kaiser ist der vom Handelsministerium beantragte Entwurf der Organisation des Hafen- und See-Sanitatsdienstes genehmigt worden. — Die vom k. k. Handelsministerium von allen competenten Behörden abverlangten Darstellungen der Arbeiterverhältnisse in allen Gegenden des Reiches smo nun durch das erfolgte Einlangen der Mehrzahl der Berichte vollständig geworden. Eine Zusammenstellung derselben dürfte interessante Beiträge zn den statistischen Daten Oesterreichs angeben. S34 — Am 29. Juni fand unter a. h. Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers ein Ministerrath Statt, bei welchem außer dein Herrn Minister-Präsidenten Fürsten Schwarzenberg und dem Herrn Finanzminister Freiherrn von Kraust, auch noch der Reichspräsident F-eiherr v. Kübeck zugegen war. — Das Reichsgesetzblatt besteht seit dem Monat November 1846. Seitdem wurden von selbem circa 60 Millionen Bogen in 10 Millionen Erem-plaren gedruckt. — Ein interessanter Prozeß dürfte demnächst hier zur Entscheidung kommen, da ein Reisender, welcher das Unglück hatte, wahrend eines Eisenbahn-unfalles bedeutend verletzt zu werden, nun von der Direction einen Schadenersatz von 10.000 st. beansprucht. — In der Vorstadt Schaumburgergrund ist ein wohltätiger Verein im Entstehen, welcher sich die Aufgabe steUr, hilftose und verschämte Wöchnerinen mildthätig zu unterstützen. Mit der Gebarung dieses Vereins soll eine vorcheilhafte Prämien - Lotterie in Verbindung gesetzt werden. '— Einige jüdische Kapitalisten aus Rußland sind hier angekommen. Dieselben geben nach Ungarn nnd »vollen dort Grundstücke zur Ansiedlnng kaufen, da die zahlreichen Ukase gegen die religiösen Gebräuche der Juden und sonstigen Beschränkungen derselben zahlreiche Auswanderungen m Aussicht gestellt haben. — Professor Zimmermann, der sich gegenwärtig in Wien aufhält, soll bei seiner Rückkehr nach Hermannstadt die Regierungsverordnung, betreffend die Errichtung einer Landesuniversität für Siebenbürgen, mit sich bringen. — Die von den k. k. Grundentlastungs - Commissionen liquidirten Entscbädigungs - Capitalien sind bereits Gegenstand der Geldspeculation geworden, denn es bieten häufig Kapitalisten ihre Geldvorräthe zur sogleichen Ablösung derselben gegen billige Per-lentennachlasse und bedienen sich dazn auch der öffentlichen Knndmachungen. — Wie die „A. A. Z." meldet, hat der böhmische Adel eine Petition an das Ministerium um Abänderung des bestehenden Gemeindegesetzes vorbereitet. Die böhmischen Adeligen beklagen sich darüber, daß sie bei Gemeindebeschlüssen nur eine Stimme * haben, wahrend sie die größten Geldbeträge zu den Gemeindelasten zu zahlen hätten. Sie beklagen sich ferner über das ihnen aufgebürdete Schul- und Kirchenpatronat, über die schlechte Vermögensverwaltung einzelner Gemeinden, welche ein Deficit zur Folge hatte, zu dessen Deckung die größern Grundbesitzer unverschuldet am meisten beitragen müssen. Sie verlangen, daß das Stimmrecht bei Gemeindebeschlüssen, ähnlich wie bei den Abstimmungen am Bundestage, im Verhältniß zur Größe des Gruudbesitzes ausgeübt werden soll. — Die kais. Burg in Prag wird auf Befehl des kals. Oberhofmeisteramtes wäbrend der Abwesenheit Sr. Maj. des Kaisers Ferdinand restaurirt uud neu eingerichtet. — FM. Fürst Windischgrätz sott die Absicht haben, Denkwürdigkeiten in Bezug auf seine Thätigkeit in den letzten Jahren niederzuschreiben. — Um den Früchtentransport auf den Staatseisenbahnen zu fördern, ist es beantragt, den Geschäftsleuten, welche mit Getreide, Früchten einen Handel treiben und ihre Vorräthe durch die Staats-bahnen versenden, einen Percentnachlaß bei dem Transporte zu gestatten, wie dieß bei anderen Bahnen bereits längere Zeit in Uebung besteht. — Bekanntlich wurde das „Kath. Bl. a. Mähren" von der Staatsbehörde mit Beschlag belegt. Die Veranlassung gab eine Bemerkuug des Redacteurs zu einer Korrespondenz aus Galizien, welcher sich dahin aussprach, daß der Clerus iu kirchlichen Dingen den Staatsbeamten keinen Gehorsam schulde. Ferner ein Brief aus Slavonien, worin der Mehrheit der dortigen Beamten der Vorwurf gemacht wird, daß sie alles Christenthums bar sind- — Den Krakauer Abgebrannten ist von der k. k. Finanzverwaltung ein Vorschuß von 600.000 Gulden gegen 4°/, Verzinsung bewilligt worden. — Im Laufe des nächsten Monats wird in Pesth eine Generalversammlung abgehalten werden, worin die Statuten des „Pesther Lloyd" festgestellt werden sollen. Die Zahl der Theilnahme an diesem Institute ist im Wachsen begriffen. Unter den Sub-scribenten befinden sich auch der Herr Statthalter Baron Gehringer und der Districts-Obergespan v. Auguß. — Das neu entdeckte Kohlenlager bei Fünfkirchen in Ungarn erweiset sich als ein äußerst ergiebiges, und birgt einen so unendlichen Reichthum von Kohlenschätzen, daß denselben kaum ein zweites in Oesterreich an die Seite gestellt werden kann. — Wie die Conferenzglieder in Dresden, so haben sich die Mitglieder des Bundestages das tiefste Geheimniß und Stillschweigen gegenseitig zugesagt. Man geht damit um, eiue Druckerei im Bundespalais selbst zu errichten uud die Aufsicht über dieselbe und die Correctur von Vundestagsbeamten leiten zu lassen. — Die schweizerische Regierung hat jüngst eine Mittheilung ergehen lassen, daß sie die Thelegraphen-linie dun1» das Gebiet der gesammten Republik anlegen werde und den Anschluß an das österreichisch-bairische Telegraphenamt in Bregenz wünschenswerth erachte. " Lemberss. Wiederholte gewaltsame Eingriffe der Gemeinde Slawentyn in Galizien, in den Besitz ihrer vormaligen Grundherrschaft, verbunden mit offen an Tag gelegter Mißachtung der kreisämtlichen Auftrage und Verabredungen zum Massenwelsen Widerstände gegen die Durchführung der Anordnungen, versetzten den Brzezaner Kreisvorsteher in die Nothwendigkeit, diese Gemeinde durch Zwangsmaßregeln zum Gehorsam zu bringen. Hiebei stellte sich vor Allem die Entsetzung des Ortsrichters, der die Gemeinde zur Widersetzlichkeit aufhetzte, dann die Verhaftung der als Rädelsführer uud Aufwiegler bezeichneten Insassen mit Hilfe der k. k. Geusd'armerie als nothwendig dar. Doch auch diese Amtshandlung stieß ungeachtet wiederholter eindringlicher, gütlicher Ermahnungen auf Widerstand; es wurde sich der Gens-d'armerie förmlich widersetzt und thätiger Versuch geinacht, sie ganz zu entwaffnen und zu überwältigen, weßhalb sie, nachdem auch die Stoßwaffe nicht mehr ihren Zweck erreichte, von scharfen Waffen Gebrauch machte, was zur Folge hatte, daß einer der Widerspenstigen tddtlich getroffen wurde, und bald darauf starb, vier andere aber Wunden davon trugen. Mit Hilfe der herbeigezogenen Verstärkung an Militär und Finanzwach-Mannschaft ist es gelungen, die Gemeinde Slawentyn zum Gehorsam zurückzuführen, die Ruhe herzustellen, die besonderen Gemeindeglieder zur Erkenntniß ihres gesetzwidrigen Benehmens zu bringen, mW mehrere der am meisten betheiligten Aufwiegler zu verhaften, während die übrigen Schuldigen die Flucht ergrissen. — Hiebei muß bemerkt werden, daß die Gensd'armen sich mit vieler Mäßigung bei ihrem Einschreiten benahmen: denn obgleich ein Haufen Weiber mit Ungestüm an sie drang, ihnen Schnüre und Kleider vom Leibe reißen wollte, so wurde doch keines der Weiber auch nicht durch einen Kolbenschlag verletzt. Auch hatten die Bauern sehr viele Kinder absichtlich in den Haufen gemengt, iu der Ueberzeugung, dadurch eiu scharfes Vorgehen von Seite der Militärmacht abzuwenden. Während des Zusammenstoßes wurde immerfort Sturm geläutet, doch fanden von den benachbarten Dörfern keme Zuzüge Statt. Die alteren und ruhigeren Gemeindeglieder tadeln das uugesetzliche Vorgehen, und erklärten sich den Behörden gegenüber an dtesen bedauerlichen Schritten, welche nur von den jüngern Gemeindegliedern in Folge schlechter Rathschläge vorgenommen wurden, ganz unbetheiligt. Deutschland. Verlin, 20. Juni. Nach den hier eingetroffenen Nachrichten ist die Bundesversammlung noch mit vorbereitenden Anordnungen beschäftigt, wobei mit großer, ernster Sorgfalt zu Werke gegangen wird, wie unter Andern auch der Umstand beweisen dürfte, daß ein besonderer Ausschuß erwählt werden soll, um allein die Prüfung der Frage über die Veröffentlichung der Vundestags-Protocolle vorzunehmen. Alle Verhandlungen, welche auf die Spitze der politischen Principien hinaustreten können, oder das innere Verhältniß von Oesterreich und Preußen nothwendig berühren müssen, werden nur mit großer Vorsicht in Bewegung gesetzt und haben zum Theil schon wieder sistirt werden müssen, wie dieß mit den Verhandlungen des Marine-Ausschusses der Fall ist, da die Mitglieder desselben auf neue Instructionen bei ihren Höfen zurückgehen zu müssen geglaubt haben. Preußen hat bei diesen Verhandlungen über Vergangenheit und Zukunft der deutschen Flotte in der That den Versuch gemacht, sich eiuen neuen Sonder-Standpunct anzubahnen, auf dem aber weder in materieller noch in politischer Einsicht für seine Stellung etwas zn gewinnen seyn möchte. Die Instructionen, welche General v. Nochow aus dem dießsei-tigen Cabinet hatte, waren, wie wir glauben, sehr bestimmt und categorisch, und Hr. v. Rochow gab anch demgemäß in, Marine - Ausschnsi die Erklärung ab, daß Preußen fürerst kemen Beitrag mehr für die Unterhaltung der deutscheu Flotte zahlen werde, bevor nicht die im Rückstände gebliebenen Regierungen ihre Beiträge eingezahlt hätten. Preußen rechnet sich nicht nur seine bisher geleisteten Barzahlungen an, sondern bringt auch, zur Ausfüllung seiner zweiten Nate, Alles in Rechnung, was es in den Krieg gegen Dänemark für die Ostseeflotte und zur Vertheidigung der Ostseeküste aufgewandt hat. Vielleicht will unser Gouvernement auf diese Weise zu einer definitiven Entscheidung der Flottenfrage drängen, und dabei scheint die eventuelle Absicht im Hintergrunde zn stehen, das bisherige Marinematerial zur Ausbildung einer spezifisch-preußischen Flotte zn benutzen. (Wr. Ztg.) Freiburg i V, 23. Juni. Verflossene Nacht wurde das Brustbild Carl v. Notteck's von seinem Monumente abgenommen. Nachdem dieses Monument schon über ein Jahr bestanden, wurde vom Gemeinderach nämlich beschlossen, dasselbe in einen Brunnen umzuwandeln. Frankfnrt a. M.. 22. Juni. Dem Vernehmen nach, schreibt mau der „A. Z.", hat der kais. Hof an Prenßen den Vorschlag zu einem gemeinschaftlichen Antrag an die Bundesversammlung auf Niedersetzung dreier Commissionen, einer allgemeinen oder politischeu, einer für Handel und materielle Interessen, einer für das Bundesgericht gemacht, welche die Dresdner Vorlagen im geschäftsmäßigen Wege an die Bundesversammlung bringen sollen." Man zweifelt nicht, daß Preußen diesem Antrag beitritt. Die Berufnng der Sachverständigen für die materiellen Fragen wird dann alsbald erfolgen. Von preußischer Seite wurden ebenfalls vor Kurzem Vorschläge (Repressivmaßregeln) zu dem Zweck der Sicherung von Ordnung und Ruhe vertraulich mitgetheilt. Sie waren indessen so scharf gefaßt, daß man sich bewogen fand, dazu wesentliche Modifikationen vorzuschlagen. Auch wird gemeldet, daß Oesterreich im Schooße der Bundesversammlung den Antrag gestellt, einen Ausschuß zu ernennen, welcher zu prüfen und zu berichten habe, in wie weit in Zukunft die Prorocolle der Bundesversammlung zu veröffentlichen seyen. Dieser Ausschuß wird in der nächsten Sitzung der Bundesversammlung gewählt werden. Großbritannien nnd Irland- üondon, 2«. Juni. Vor dem Friedensrichter stand gestern ein junger Franzose, Charles Torn, des Diebstahls im Ausstellungsgebäude angeklagt. Er hatte iu verschiedenen 'Abtheilungen kleine Quantitäten von Weizen und Mais — im Ganzen an vier Loth — dann etwa zwei Loth Baumwolle und Schafwolle eingesteckt. Eiu Policemen, der ihn auf der That ertappte, verhaftete ihn. Der Ange- 635 klagte entschuldigte sich damit, daß er bloß Proben der ausgestellten Artikel mit sich nehmen wollte, und dieß für erlaubt gehalten hatte. Augenscheinlich war es nicht darauf abgesehen gewesen, cine Handroll Mais oder Wolle zu verwerthen, und in Anbetracht dessen wurde er bloß zu sechswöchentlichem Gefängniß verurtheilt. — Es möge dieß indessen fremdeu Gästen zur Warnung dienen, welche die Strenge der englischen Gesetze auf dem Gebiete des Eigenthumsrechtes nicht recht kenuen dürfteu. N u ß la n d. — Einer Corresponded aus Warschau vom 22. Juni zufolge, wäre der Sachverhalt jeuer von uus bereits gemeldeten Silberauslieferung an den russischen Staatsschatz folgender: .Schon unter dem Präsidium des Fiuauzdirectors Fuhrmann, nach dessen Ausscheiden aus dem kaiserlichen Dienste der Staatsrath Morawski die Direction der Fiuanzcommission iu Warschau übernahm, wurde die Frage einer Silbersteuer in Polen vielfach angeregt. Sämmtliche Finanzquellen des Landes waren durch die Operationen des Hrn. Fuhrmann dermaßen erschöpft, daß dieser, um den Anforderungen des kais. Finanzministeriums in St. Petersburg zu genügen, sich gezwungen sah, trotz der Abneigung des Kaisers, neue Steuern aufzulegen, eine Steuer auf Silber ins Leben zu rufen. Er ging dabei von dem Principe aus: ' daß, wer Stlbergeräthe besitze, sich auch zu einer Steuer davon bequemen müsse, und daß eine derartige Steuer weniger den Aermeren als den Reichern treffe. Nach seinem Austritt wurde die Idee eine Zeitlang ncl lwtu gelegt, aber später wieder aufgenommen. Eine der ersten Schwierigkeiten, die sich lm der etwaigen Reqlisirung des beregten Steuer-projectes herausstellte, war die Abschätzung des Sil-berwerthes nach der Probe desselben, d. h. nach dem wirklichen reinen Silbergehalt der zu besteuernden Geräthe; um dieses zu bewerkstelligen, wurde jüngst-hin die Abschätzung der Silbergeräthe von Privaten und die Bestämpeluug derselben angeordnet, wahrscheinlich als Vorläufer der einzuführenden Silbersteuer." (Wand.) A m c ri k a. Der »Vulpnl'niso Hl^i'olmlil« Iit'f»<,rl^i" gibt folgenden Bericht über die schreckliche Catastrophe, von der jene Stadt betrossen wurde: „Am 2. April um l> '/^!Vf. 2 Monat, NugSburg, sur 1W Gulden llur., Guld. l2^ l>2 G. llso. Frankfurt a.M., (für l20ft, sndd. Vev- eiu«.Währ. im 24 l/2 «. Fusi. Guld.) 124 Vf. 2 Monat. Genua, für 300 »ene Piemout. «ire, Guld. 144 1/2 G. 2 Monat. Hanlbur^, für 100 Thaler Panco. Nthl. 182 1/2 Vf. 2 Monat, iiivorno. für 300 Toscanische «ive, Gulb. 122 1/2 Vf. « Monat. London, f>, — Heiden ... !i » 5l» „ — — Haser ... 2 » ,6 « K. O. Latta.tirhungcll. In Wien am 28. Juni 185ti 5^. 63. 49. 17. 2». Die nächste Ziehung wird am 12. Juli 1851 in Nien gehalten werden. In Gratz am 2«. Juni l85I: 85. 58. ?U. 13 42. Die nächste Ziehung wird am 12. Juli 185»! m Gratz gehalten werden. Fremden-An.uige der hier slugeklimmenen nnd Abgereiste« Den 28. Juni l85I. Hr. Nosenfeld, — n. Hr. Ginna; beide Han» telsleute; — Hs. Ios.ph Krischaj, -- u. Hr. I>anz Slarda; be>de HandilnigscoilNlns; — Hr. Bürget, Peamter; — H,. Montz Wiener; — Hr. Ritter v Aceiboni, — »>. Hr. Thuh; alle 3 Prioatiels; — Hr. Schaller, Maler, — «. Hr. Kreich, Marine Beantter; alle 9 von Wien nach Trieft. — Hr. Klinker, Gutsbesitzer; — Fr. Knafittch, Medicinä.-D°clorS-Gatt!N, — n. Fr. Pororny, '. Lößl, k. k. Ii^ nanzrath ; — Hr. Friedrich Bassermann, balr. Consul, — u. Hr. Benoil Adrinent, Privatier; alle 10 von Trieft nach Wien. — Hr. MiuczeSki, Gutsbesitzer; — Hr. Schwarz, Dr. d. Medicin; - Hr. Kirch' mayer, Tribunalrath; — Hr. Marangoni; — Hr. Bettels,m; — Hr. Epstein, — Hr. Pelsche, — u. Hr. Johann Bernatsch; alle 5 Handelsleute; — Hr. Merlan, Ingenieur; — Hr. Franz Rapazm, — u. Fr. Franciska Zeiler, beide PVivatielä; — Hr. Otto Prechtl, Director; — Hr. Scamke, k. oau. Legal,, Rath; — Hr. Isaoerdus, Gutsbesitzer; — Hr. Kavacz, Mnsil!.-director, — u. Hr. Flitz, Händler; alle 16 von Wien nach Trlest. Verstorbene im k. k. Militar-Spital. Im Monate Juni 185 l. Den 4. Fianz Deng, Gemeiner uom Baron Wocher Inf i)ieg. ^ir. !^5, alc 22 Jahre, an der Auszehrung. — Qemelcr Klocsan, Gemeiner vom Gcas Strasoldo Inf. Äeg. 9lr. KI, , all 2l Jahre, an der ltungensuchc. Den 7. Thomas Scheit», Vice «^o»poral uom l l Genb'darmtlic i)ieg., alt 32 Jahre, am Belns,aß. Dcn 8. Giovanni Ü)lNduc, ^emnner vom Baron Wimpsen Ins. Reg. ^)tr. 13, all 2l Iahle, am Blul,chlag. Den lU. Martin Schoklilsch, Gemeiner vom P>>l«5l!!Ul' verstorbenen Halbhüblers llnd Wirthes,, Sephan Petrus vl>l^<» l3 großer Fässer, eines Fortepiano's und verschiedcner Zimmereinrichtung, am 9. und >0. Juli d. I.. Vormittags von 9 Uhr und Nachmittags ron l! Uhr an, vorgenommen wcr. den wird. K. k.Bez.-Gelicht Weichfeistein am 27. Juni 1851. Z. 8^. (.) Im Kaffehhause an der Wienerstraße sind d,e Wiener- und Augsburger Allgemeine Zeitung, dann der Lloyo, vom >. Juli 0. I. an, zu vergeben. Z. 793. (3) ' An zeig e. Eine neue, solid gearbeitete Thurmuhr nut Viertel- und Stundenschlagwerk, lm Gewichte von 4 Zentner, ist gegen billige Bedingmffe zu verkaufen. Das Nähere erfährt man mittelst frankirten Briefen be«m Gefertigten Franz Perko, Schlosser und Großuhrmacher in Gurkfeld. I- 804. (!) In der Ilt« V. I^Io«»»»,»^»'» H ^V«z«>» ^»»»»^«»i'jll-'schen Buchhandlung in L a l ba ch, daini bei ^i«-»,»»»«« in Klagen fürt mid G«>>l,n,»t'in Triest ist zn habe»: und als ein schätzbares Buch Jedermann zn empfehlen: Die achte A u fl age vom Leibarzt oder (500) der besten Hausarzneimittel gegen 1/43 Krankheiten der Menschen; als 1) Dusten, 2) Schnupfen, I) Magen-schwache, 4) Diarrhöe, ») Hämurrhoiden, «) träger Ttuhlganss, ?) 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