8t. Jahrgang ErRchoint wficlientUch sechsn-ii Cmit Ausnahme der Feiertasr^ ^hriftlcituns, Veru'alhtns und BurKdnickerei Tel. 25-67, 25-68 25-49. Marikor. KopalBka ol. 6 Nr. 6< Doimwttog, don 20. MMfx 1941 Inseraten- und Abonnemcnts-Anaahme in der Verwattunc BezuQSpieis: Abholen oder durch die Pott monatlfc4i Dln 26.— . bei ^ont^Munti Din 21^, für das Ausland monatlich Dtn 4i.— fJnsatnnmmer Din I^V) und Hin 2.—. Vlanusluipte werden aldrt letoiwteit Bei Anfntoen ROckeorto Mieten. PailhiHia »lafnra ▼ futorini Prals Olli V50 otiliDm fttiittttfl (SriedDraM tritt in 5rn 'Soröergrunö 3ln ötr 6ul0*8rif((HWOm drenst (aumt Me &nilfrut|C0tr Xaud^&oot-Eingriff auf ßr tl'tfien 6(!)iff«seleitiug - JUeßrerc giofi.' S»an6fllÄ- Dani|>ifr Derlentt Hoho keil, 20. März. 'Avala-DNB) Im Hafen von Hoboken ist der holländische Dampfer „L e 1 d a m" eingetroffen, der im Dienste Englands fährt. Der Kapitän erklärte Presseverlreleni, dass deulsciie Unterseeboote am 16. d. einen Angriff auf einen englisclien Schiffsgeleilzug unlernommen hüllen, in welchem sein Dampfer fuhr. Der Schiffsgeleilzug habe am 12( d. in Begleitung von vier Zerstörern den Hafen von Glasgow verlassen. Kaum war der Schiffsgeleilzug auf hoher See, bemerkte der Kapilän der „Leldam", dass das an der Spitze befinrlliehe Scliiff plötzlich anhielt. Gleich darauf erfolglen Explosionen. Uniniltelbar darauf versank der brilische Dampfer .,Delain" (6123 Tonnen). Kaum halle sich die „Leldam'" auf elwa 15 Meter dem sinkenden Schiffe genähert, als der Dampfer „Terjeviken" (20.030 Tonnen) durch einen iiachslcn Torpedo gelroffen wurde. Auch dieser Dampfer versank in einigen Nfinu-ten. Einige Minuten spaler wurde der holländische Tnnker „M i d j e d e r s l" (6548 Tonnen) getroffen und versenkt. ! Als nächster wurde der englische Tan kcr „E t i 11) i c" (8503 Tonnen) versenkt. Da der .\ngfuti(!)rn ^acOrictttdi&iirot ü&fr 6ir >flngrien ©rojanjrlffe Cer Dtutidxn Sufttoofle Berlin, 20. Märt. (Avala — DNB.) Der neue schwere Luftangriff^ der wellenartig auf die englische Hafenstadt H u 11 durchgeführt wurde, ist, wie DNB erfährt, unerhört heftig gewesen. Hunderte von Flugzeugen bombardierten von 21 bis 3 Uhr in wiederholten Angriffen alle Kriegs ziele. Wiederum wurden mehrere Hundert Tonnen Sprengbomben verschiedener Ka. über sowie mehrere Zehntausend Brandbomben abgeworfen. Schon nach den ersten Angriffswellen entstanden große Brände, besonders in den Industrievierteln des Nordostens und des Südens der Stadt sowie in den Hafenanlagen. Im Hafen wur den Magazine und Oelraffinerien getroffen, worauf ich die Brände m't unglaublicher Eile verbreiteten R esige, dichte Wol ken hüllten das ganze Gebiet ein. Wie aus den Berichten der zurückgekehrten Flie-K'MiianiischaftLMi zu erselien ist, wurden durch die Honibentreffer der darauf folgenden .\ni;r ilswel'e Explosionen in den Dock«? aus'i;e!ös^ Drei l)eson(lcr<^ ":roßc Brände wurden im Norden und im Nord- osten der Stadt gesichtet, wo sich wich, tige Eisenbahnanlagen und das Gas- und Kraftwerk befinden, so daß in der Gas-und Stromversorgung infolge der entstan denen Schäden Unterbrechungen in der Versorgung mit Gas und Strom entstanden. Die übrigen Eskadriüen unternahmen Angriffe auf zahlreiche Hafenanlagen an der Südost, und Südwestküste Eng'ands sowie auf Flugplätze und Industriezentren in den M'dlands. Auch London und andere Städte waren heftigen Angriffen aus gesetzt. In der Nacht zum 19. März war die britische Insel von der Südkiste bis Hull einzigartigen Angr ffen der deutschen Luftwaffe ausgesetzt Wie DNB ferner erfährt. sind die deutschen Kampfflugzeuge nach diesen erfolgreichen Angriffen unbeschädigt zurückgekehrt. Dadurch wurde die enr.r'lsche Behauptung annulliert, daß die engrsche Flak der deutschen Luftwaf. beträchtlichen Schadcn zugefügt hätte. 1^ e r I i n, 20. März, f Avala — DNR.) Wie das Deutsche Nachrichtenbüro des Nachts mitteilte, sind deutsche Luftstreitkräfte in den letzten drei bis vier Stunden zu Angriffen nach England gestartet. Schwere Angr ffe galten militärisch wichtigen Zielen der britischen Hauptstadt. D'e Mannschaften meldeten durch Funkspruch, daß in London zwölf Brände r^esichtet wurden. Rom, 20. März. (Avala — Stefani.) Wie der Sonderberichterstatter der Agen zia Stefani von der albanischen Front berichtet, wurden fe'ndliche Marschkolonnen und Positionen der M (telfront durch 'taMenische Eskadrillen erfolgreich bombardiert. Die felnd'iche Luftwaffe reagier te n'cht auf die italienischen Angriffe. Die italien'schen Flugzeuge kehrten unver. sehrt zu ihren Stützpunkten zurück Athen, 20. März. (Avala — .Agence d'Athenes.') Der grier'Msche H''prcsbe''icht Nr. 144 vom 19. d lautet: D'e durch Tanks im Mittelsektor unterstützte feindliche Offensive und kleinere Operationen ähnl'chcn ChT'akters im Nordabsrhnitt wurden mit Verlusten für den Feind zu- rückgewiesen, wobei eine bestimmte Anzahl von Gefangenen gemacht wurde. Vier Tanks wurden erbeutet. Eine feindliche Kompagnie, die in das Kreuzfeuer unserer automatischen Waffen und Geschüt ze geriet, wurde vo'lständig vernichtet. London, 20, .Mirz. (Avala — Reuter.) Das britische Luftfahrtministerium berichtet: Die Aktivität der deutschen Luftwaffe war in der Nacht zum Donners lag hauptsächlich auf London konzentriert, D e Angriffe waren heftig und Hessen nach Mitternacht nach. Nach den ersten eingelangten Angaben kann gesagt werden, daß die Anzahl der Menschenopfer nicht groß ist, doch ist der Materialschaden beträchtlich. Durch Explosiv-hoinben wurden mehrere Brände aufge. 'öst. E'nzelne Bomben wurden auch auf andere Teile abgeworfen, besonders auf das Themseufer und entlang der Südküste Englands. Auch dort waren nicht viele Menschopfer zu verze chnen. Britische Flugzeuge unternahmen in der Nacht zum Donnerstag e'nen Angriff auf Köln. Berlin, 20. März. (Avala — DNB.) Wie man erfährt, erfo'gte in der Nacht zum 20. d. der Hauptangriff der deutschen Kampfflugzeuge auf London. An diesem Angriff waren mehrere hundert Flug zeuge beteiligt, denen es gelang, bei schö nem Mondschein Zehntausende von Brand bomben auf militärische Ziele abzuwerfen. London, 20. März. (Avala — Reu-ter.) Wie das Luftfahrtministerlum mit-te'lt ist im Laufe der Nacht zum Donners tag ein deutsches Kampff'ugzeug abgeschossen worden. Kopenhagen, 20. März. (Avala — jDNB.) Wie die Agentur Ritzau berichtet, flogen in der Nacht zum Mittwoch briti 'sehe Flugzeuge über Dänemark Die ab. Igeworfenen Bomoen richteten ke'nen ^,0 ßen Schaden an Au* der Insel Fünen wuf de ein Bauernhaus beschädigt. Demokratie-Hilfe vom Reprttsentanten-haus angenommen. Washington, 20. März. (Avala-Reuter). Das Repräsentantenhaus hat die Gesetzesvorlage über die Finanzholfe für I die Domoknt'e in Betrage von -«leben ; Milliarden Dollar mit 3(36 gegen 55 Stim-Imen angenommen. ries in voller Sie folgtn)q}tc(rften I)eutt(l>fn £uf(anr;riftc i;it jlrUgei&eginn / -Jie enülitcfieii ^äun ^uH unö ■Sriftol gaben noit) omerlfa-niid^en SSericfjten fur(t)it>ar geillten / (Snai;4ct)c fuitongriffe auf itie), :äremen und SBüDelmdDaDen / 3teue beöeuienoe 0cf)lff«oerlufte Der 6nglän6?r / 3)euit(fier Suftangriff au? enoli)(t)t(i Sei^tDaber bei ^reia London, 20. Marz. (Associatcd Press (>! America) Die Tätigkeit der deutschen Lurtwaffe über England war in der Nacht znni Mittwoch wiederum sehr umfangreich und erstreckte sich tast ajif die ganze In-oCi. Der Hauptangriff galt der iin Nord-c'ten Englands hegenden Hafenstadt liuM. Der Angriff war überaus heftig. Er wird in englischen offiziellen Kreisen n!s der furch>otirüte Angriff bezeichnet, den eine Hafenstadt im Osten Englands biilier übcriiaupt erlebt habe. Der Angriff begann in den frühen Abendstunden des Dienstag i:nd dauerte mit geringen Unterbrechungen fast die ganze Nacht. Auf Hajen und Sladt wurde eine ungeheure An-7?,hl von Spreng- nnd Brandbomben abgeworfen, die großen Sachschaden verursachten und auch viele Menschenopfer forderten. In mehreren Stadtteilen brachen zahlreiche Brände ans, die vielfach t^roRen Umfang annahmen. Die Feuerwehren waren die ganze Nacht hindurch unablässig an der Arbeit, so daß um die Alorgenstunden des A^ittwoch die meisten Brände unter Kontrolle waren. Auch die Polizei war diesmal am Rettungs- und Fiergungsdtenst beteiligt. Unter den I rüm mern der eingestürzten Häuser fand eine große Anzahl von Einwohnern den Tod. Pioniere sind unablässig mit der Wegräu-nuing der Häuserlriimmer und der Bergung zahlreicher verschiilleter Verletzter he^schäfti^t. Die englische F!ak war überaus aktiv. Die FlaM-,at ■ V V> Sturm an der Kanatküste: Sturmwolken jagen über den Kanal und die Küste und unablässig peitscht des Meer seine Brecher über die lange Front der steinernen Mole eines französischen Kanalhafens. Äoröofly—!K:i&&eiilroD DER UNGARISCHE AUSSENMINISTER NACH DEUTSCHLAND ABGEREIST Berlin, 20. März. (DNB) Wie aus Budapest berichtet wird, begibt sich der ungarische Minister des Äußeren Laszlo V. Bardossy mit dem heutign regel- mäßigen Schnellzug iiach Deutschland, wo er mit dem deutschen Reichsirrini^r des Äußeren v. Ribbentrop zusammentreffen wdTd. „Deutfd^rd SaudD&oot in amerifanifdDra (detDäHrrn" BERLIN DEMENTIERT ENERGISCH DIE ENGLISCHEN GERÜCHTE. . Washington, 20. März. (Associated Press.) Der stellvertretende Staatssekretär für Aeußeres Sumner Weltes erklärte im Rahmen dei- gestrigen Pressekonferenz, der britische Botschafter Lord Halifax habe ihm spätabends die Mitteilung gemacht, daß die amerikanische Flottenleitun.s: von dem Erscheinen eines deutschen U-Bootes in unmittelbarer Nähe der amerikanischen Atlantikküste in Kenntnis gesetzt worden sei. Nach einer anderen Version soll es sich um eine ganze Gruppe deutscher Tauchboote handeln. Die Einzelheiten werden angeblich von der amerikanischen Regierung geheim gehalten. Berlin, 20. März. Als gestern früh die Pressevertreter in der Wilhelmstraße eine Auskunft über die amenkanischc A\eldung über das Erscheinen deutscher {Tauchboote in der Nähe der anierikani sehen Küste erb.'^ten, wurde ihnen erklärt, die Deutschen seien nicht so naiv, daß ! sie amerikanische Schiffe in der Nähe der amerikanischen Küste angreifen und dadurch einen Konflikt mit den ns,\ her-aufbeschw/iren würden. In deutschen Kreisen ist man der .Auffassimg, daR diese \:i'-hrichf von den Hnflfindevn deshnlb lanciert worden sei, um die amerikanische Bevölkerung zu beunruhigen und die Kriegsstimmung in USA zugunsten der amerikanischen Munitionfabrikanten zu erhöhen. R0m, 20. März. »II Popolodi Roma« berichtet aus Berlin; In Berliner maßgeblichen Kreisen wird die Nachricht vom Auftauchen deutscher U-Boote in den amerikanischen Atlantikgewässern auf das entschiedenste dementiert. Amtlich wird erklärt, daß diese Nachrichten, insoweit sie sich auf die amerikanischen Territorialgcwässer beziehen, jeglicher Grundlage entbehrten. cneue 3ufammenfunft (S&en — 6ara6f(f>oglu Kairo, 20. März. (Riniter) Gestern abends wurde hier offiziell die Nachricht ausgegeben, daß am 18. d. M. auf der Insel Cypern eine neuerliche Zusammenkunft zwischen Außenminister Eden und dem türkischen Außenminiister Sara-dschoglu stattgefunden hat. Unterstützet die f]iitituberkulosenliqa! Jonnerstag, den 20. März 1941 3 »Marlborer Zeltung« Nummer 66 Berlin und die Probleme des Sddoslens 2>a4 dcuitdie ioariei Me (SnitDicfung der 3>inae im europäit({)en eüöo .en mii unbtartnium Oputniomu« af> £ot> tür ofe iSollIf 0. $t.9. oe« ^iriniregenicn «üaut i3erlin, 20. März. (UTA) tn Berliner politischen Kreisen ist man im Hinblick auf die Probleme Süosteuropas immer schweigsamer geworden, da die Auffassung vorherrscht, daß die Zeit fflr Erklärungen noch nicht gekommen sei. Das ist Ini Lichte der gestrigen Nachrichten über die Anwesenheit englischer Truppen In Griechenland zu verstehen, die ein neues Ereignis In der Stidostlage darstellen. Ea ist anzunehmen, daß Deutschland alle Probleme des europäischen Sfiostens, d. i. die Beziehungen zu Griechenland und den deutsch-tfirkischen Gedankenaustausch, ausschleßllch vom Gesichtspunkte des Krieges gegen England betrachtet. Nach der vorherrschenden Atmo Sphäre kann gesagt werden, daß Deutsdi land diesen ganzen Entwicklungsgang vor Augen hat, eine Entwicklung, die für die deutsche Staatsführung keine unbekannten Faktoren enthält. Deshalb blickt die deutsche Staatsführung mit unbegrenz tem Optimismus auf die Stunde, in der diese ganze Entwicklung ihre Reife erlangt haben wird. Berlin, 20. März. Die letzte Nummer der großen Wochenzeitschrift »Das Reich« brachte an leitender Stelle einen Aufsatz, der S. K. H. dem Prinzregenten Paul gewidmet ist. In diesem Aufsatz wird die klu((e Außenpolitik des Prinzregenten seit der Uebernahme der Regentschaft gewürd'gt. Gleichzeitig werden die Verdienste des Prinzregenten um die Ausgestaltung der guten deutsch, jugoslawischen Beziehungen hervorgehoben. In dem Artikel heißt es zum Schuß: »Was Alexander 1. kurz vor seinem Tode vorausgeahnt hatte, die sich damals erst anbahnende Umwandlung Europas, erlebte <-ler Prinzrigent. Sie stellte ihn immer wieder vor die Aufgabe, nicht nui das Vermächtnis seines Vorgängers zu wahren, sondern auch die wohlverstan. iden-en Interessen Jugoslawiens den neuen Machtverhältnissen rechtzeitig anzuglei-|Chen. Die wirtschaftlichen Gegebenheiten, kraft deren s ch bei 'e Länder naturgegeben ergänzen, haben von vornherein diesen Weg gewiesen. Aber auch auf dem weitläufigeren Felde der Politik gilt für Jugoslawien, was für alle Balkanvölker gilt: sie sind entscheidend mit der Mitte Europas verbunden, sobald diese Mitte stark ist und das Gesetz des l-iande!ns »estimmt. Die hohe schlanke Gestalt des Pniu-egenten ist uns Deutschen nicht mehr unbekannt, seit er Deutschland uu Juni 1939 besucht hat und auf se ner Fahrt die Kräfte des deutschen Wiederaufbaues gründlich kennenlernte Er konnte sich Jamals auch davon überzeugen, wie viel freundschaftliche Anteilnahme seinem Lan de hier entgegengebracht wurde. Den Smn der Trinksprüche über die deutschjugoslawische Interessengemeinschaft die bei diesem Besuche gewechselt wurden, hat die jüngste Kriegsentwicklung erneut bewahrheitet.« QlnfünDigung Der ^nbafion ai>iq»r 3nba;on / ^opaniicfjcr s die Invasion ccllens Deulschlands auf die britische Insel jeden Augenblick erwarlel werden dürfe. Vielleichl handle es sich nur noch um Stunden. (Srbittertr ^heren^ im den S>ie ":elei*et nnd d-e Königl. iugo-slaw sehe R^'tri' rurg am 13. d. M. ver-<;t" ikft ' "»-p int'"n niif a'- Ut' ' "o »irif'h • ne® V 'r«^ hens in der Kavj^ation tatsächlich von englischen Flugzeugen abgeworfen worden sind. Gleichzeitig sprach die englische Regierung der Königl. jugoslawischen Regierung wegen dieses unbeabsichtigten Zwibclientalis hr tiefes Bedauern aus und erklärte sich bereit, für den verursachten persönlichen und materiellen Schaden die entsprechende Entschi^digung zu leisten. bleibt iifiittal Dublin, 20. .März. (Avala.) Reuter meldet. Ministerpräsident De Valera erklärte in se ner Rundfunkansprache anläßlich des St. Patrick-Tages des Schutzheiligen von Irland, unter anderem, die Neutralität sei der feste Wille des iri-<;chcn Volkes und fügte hinzu: »Heule ist die Lni;e wie folgt; d'e irische Regierung und eine riesige Mehrheit des irischen Volkes brachten ihren Willen zum Ausdruck, in den Krieg nicht hm UitulMgen In Äi-cinlrelcft iJfr- Entrüstung der Pariser Presse über die VerröjerunfTStaktik in Vichy. — Wann wird der Prozeß ge£:en DaJadier, Rey-naud nnd d?e übrigen MMschuld^'gen stattfinden? Paris, 20. März. (Avala-DNB) Die Pariser Presse befaßt sich eingchendst mit dem .Aufschub des Prozesses gegen die französischen Kneg-'schuldigen Dala-d er, Reynaud usw. Wie die Pariser Presse mitteMt, ist der Prozeß auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Der M a t i n erhebt in diesem Zvr>ammonhnnpe die Frage, ob cie Kriegsschuldig^^n überhaupt (Fortsetziinp ^eite 4^ 3)pr X(ya^ C N A s s TONf i H«nol * K: BURMA ^ PAKLA VTKAILAND B«m»C khonYn/ D«ngKoK 5Um Durch ein gemeinsames Kommiiniqu^ Japans, Frank reichs und Thailands wurde d'e Annahme und Unter Zeichnung de» japanischen ^ermittlungsvorschlages zur Beilegung des Grenz-Btreites zwischen Thailand u. Französisch • Indochina bekanntgegeben. Danach werden von Französisch-Indoch'na an Timlland ab-ßctielen der Paklay-Bezirk sowie Gebiete im westlichen, nordwestlichen und südwer.tl'cl'en Kambodscha, :l'e ehemals thailändisch waren. Alle diese Geb ete >verden entmfliiarisiert. — Zwei Inseln im Mekhong-fldß — Kong und Khone — kommen zwar unter thai Ifindfirhe Souveränität, '■'erden »,er geme'nsam verwaltet »Alariborer Zcitung< Nummer 66 4 Donnerstag, den 20. März 1941 bestraft werden und verweist hiebei auf die widersprechenden Meldungtn im Zu-snnimcnhango mit dem Prozeß. Das Blatt erinnert :in die Erklärung des Minister-rntes vnni ^10. Juli 10-10, in der es heißt; -Der Gcrechtigl^eit muß stattgegeben werden. Alle diejenigen, die für den Zusammenbruch Frankreichs verantwortlich ^ind, müssen bestraft werden.« .Mricü^potentiol l)er ädife Gewaltige Rüstung^überlegenhcit Deutschlands Berlin, 20. .März. (Avala) ÜNB be-■ ichtet: Anläßlich des Jahrestages der Ernennung Prof. Dr. To dt? zum Rüstungs minister schreibt der ».Völkische B "e-o'bachtcr«, daß die gewaltige deutsche Überlegenheit in bezug auf die Rüstung noch, mehr zur GcHung komme, wenn man die heutige strategische Lage mit der strategischen Lage im Weltkrieg vergfeichc. Im Vergleich /um Materialverbrauch im Weltkrieg sei der gegen-wäiüge Munitionsverbrauch gering. Da> Blatt erinnert daran, daß Deutschland im Krieg gegen Polen und Frankreich in den Besitz geradezu ungeheurer Mengen von Kriefi^^gut gekommen sei. Zum Linterschied vom Weltkriege stehe heute Deutschland und dem ihm verbündeten Italien praktisch das ganze europäische Festland als Wirtschafts- und Rohstrf)ff-basis zur Verfügung. Dies bedeute eine weitere gewaltige Steigerung des Kriegs-pntentials der Achsenmächte, Zum Schluß erklärt das Blatt, daß der Gegner dank der Überlegenheit der deutschen Luftwaffe nicht imstande sei, diese Lage zu ändern. .4m tcSie Aus Stadt and Umocbimii OHaribor. 2>oiNi«r0log. öen 20. TRärs ^mmrrmufifa&enö im XDraler Hcutr, Donnerstag, Konzort des Lj|ubl]iaiia©r Kammertrios In der wcchselvollen Folge der heurigen MusikveranStallungen in unserer Stadl. begegMcl das heule. Donnerstag, den 20. d. um 20 Uhr im Theater stalL-findenrio Konzert des Ljubljanacr K a m ni c r l r i o s einem ausserordentlichen Interesse, l'VI. Francka Ornik, Dr. Marian L i p o v s e. k und Ccnda j>edltiaucr haben sicli zu einem Trio zusammengeschlossen, das schon wiederhol! Proben seines hohen Könnens mil grösslem l{rfoIg abgelegt hat. Diesm.'d hal sich (h)s Trio die Aufgabe gestclll, die Zuhörerschaft mit dem jugoslawischen Musikschaffen be-kanntzumachen. Am Programm stehen die neuesten Schöpfungen heimischer Tnndichtor auf dem Gebiele der Kammermusik. Vertreten sind nebst Ostere, Skcrjanc und Arnie auch d. Mariborcr Komponisten Mirk und Pahor. Für den Abend, der einen aussergcwöhnheben Kunslgenuss verspricht, sind die Karlen an der Tageskasse im Vorverkauf erhälllirh. c. Bestattung. Die im hohen Alter von 81 Jahren hcimgegangene Landwirtin Ne-za Vipotnik aus Gotovlje bei Zalec wurde unter zahlreicher Beteiligung am Josefi-tage im Pfarrfriedhof von 2alcc der Erde ühcrgebcn. Neza Vipotnik war die Schwie gcrmutter des Kraftdroschkcninhabers Herrn Krcmpus in Celje. c. Dr. Fritz Zangger zum Gedenken. Der volksdL'ulsche Männergesangverein in Celle veranstaltet am 20. März im Kino saale des Hotels Skobcrne einen Gedächt nisabend für Dr. Fritz Z a n g g e r. Näheres über diese Gedächtnisfeier werden wir in den kommenden Tagen mitteilen. r. Vom Roten Kreuz. In den Banats-vorftand der Gesellschaft vom Roten Kreuze wurde auch Herr Ivo Stibic, Magi-stratsri"'^ktor in Celje, gewählt. r. Sportn^chr^ch^ Als Obmannstellver-+ rctrr dos Mariborer Radfahrer-'Jnterver-bandp'^ wur,dc Herr Mirko Fajs aus Celje gewählt. c, Tif^chtennis. F.s ist nun schon weithin bekannt, daß in Celje dem Tischtennis große Aufmerksamkeit zugewendet v.ird. Das Städteturnier Celje gegen Ma-rihi.r körnten unsere heimischen Spieler (Lntinovif, Milan, Coh. Rebeuschegg, Zn-rcc, /teljsko sowie die Brüder VreCic) leichf und überlegen gewinnen. In Maribor siegten unsere Spieler mit 31:5, beim Rückspiel in Celje am letzten Sonntag aber siegten sie ebenso überraschend mit 14:5. c. Volkshochschule. Kürzlich sprach im R.Thmen der Volkshochschule im Zeichen-«^aal der Knabenbürgcrscluilp Herr Inspek tor Josef West er aus Ljubliana über den Gelehrten johnnn Si^'gmupd Popo-w'itsch, der im Jahre 1705 in Arclin bei Celje geboren wurde. Johann Siegmund Popowitsrh, der längere Zeit als freier Gelehrter in Bayern gewirkt hatte und später als brriei'tondrr Botaniker und l.ehrer der deutschenn^pr.'iche von Marin Theresia an die Wiener Universität berufen wurde, w.ir einer der Bnhnbrerher der vergleichenden Sprachwisi^enschaft. e. Kino Union. Donnerstag und Freitair läuft der dent'^che Artistenfilm >Die drei Codonn^;^. ."n den Künsten der un-^terblt-rhen Codonns, die unerreichte V/eltklas-'c w^irpn. muB m-n in • fl-^r Be7;el)nnp' nnf OllilitärlntjaiiDen Ded grie&engfianöeg Vcrordnunjj* über dir Bczu((r der in .Vusübiin{! der MilHärdicnstpflichl hi Fricdonszciltui vrrslorbencii oder verlrizlen Personen deren Vngc- hörijjcn Der Minislerrai hal eini' Verordnung Jierausgegebeii, die sich auf die Bezüge der in Ausübung ihrer .Mililär-dienslpflichl golötolen, den Strapazen erlogenen oder verlelzlen Personen bezieht. In Rclraeht kommen nach der Verordnung, ilie bereits gestern iu Krafl gelrelen isl, die aktiven Mililär-personen sowie die Reservisten, die irgendwie Militärdienst leisten, sei es nun Offiziere, Mannsehiiften oder mili-lärisierle Zivilpersonen. Nach den neuen Bestimmungen werden die Personen, die gegenwartig irgendwie zu Sehaden kommen oder in Ausübung der Miiilärdienslpflieht sler-ben, als Militärinvalide des Friedens-slandes angcselien. Je nueh dem Grad der ,\rheitbuntauglichkeil erhallen die- se Fricdeubinvaliden Unlerslülzungen zwischen 1110 und 0000 Dinar jäiirlich. Ausserdem werden ihnen noch Zulagen zuerkannl. Teuerungszulagen gebühren au eh den engsten Angehörigen des Invaliden oder den Eltern, falls er für sie gesorgt hat. Die Invalidenbezüge gebühren ferner den gesetzU ehen Naeldnie im Magdale-nenviertel hat sich vor einigen Jahren ein Verein der Bes-itzer der Häuschen gebildet, der den Zweck verfolgt, die Interessen seiner Mitglieder zu wahren, vor allem in der Richtung, daß die angeordnete Erhöhung der Annuitäten rückgängig gemacht wird. Dieser Verein hielt jetzt seine Jahrestagung ab, in der die Funktionäre ihre Rechenschaftsberiche erstatteten. Bei der Wahl der neuen Leitung wurde größtenteils der bitsherige Ausschuß mit Herrn O ö k o an der Spitze wiedergewählt. m. Fieischhaiuerstreik in Gornja Radgo- na. In Gornja Radgona sind die Fleischhauer im Zusammenhang mit der neuen Verordnung über die Preisfestsetzung in den Streik getreten. m. Menschen fliehen aus dem Leben. In Lo^e v'urde der 28jährige Besitzerssohn Michacl Vrecko tot aufgefunden. Vre£ko, der in letzter Zeit vergebens .\rbeit suchte, hatte sich eine Kugel ins Herz gejagt, sodaß er auf der Stelle tot war. m. Wetterbericht vom 20. .Wärz, 0 Uhr: Teinpc'ratur +2 Grad, Luftfeuchtigkeit 02%, 1 "ftdruck 742.0 mm, Nordn^twind. Gestrige Maximaltemperatur +S.6, heutige .^^il1il113^tcmp^ratu^ -—4.6 Grad. • Hornhaut und Hühneraugen entfernt echmerzlos »Bata« Maribor. 19 Die Hausbc^\•ollllcr beschweren sich wiederholt bei I^aul> Mutter, dali der Junge zu viel Liirm im Treppenhaus mache. Die Mutter nimmt sich Paui gründlich vor l'r verspricht Hesseruns und meint zum Schluß: -Aber mir persönlich haben sie es wc*\\\ nicht zu sapen gewagt?!« »Pora. du bist doch ein faules Kind! Neulich hattest du ein Loch im Strumpf Heute ist schon wieder ein drin.« -Aber. Tantchen, das ist doch noch tmmer dasselbe!*' droBr lurfümreOue in 3agrrt) MEISTERWERKE DEUTSCHEN KULTLlRFILMSCHArPENS WERDEN IM ZA-GREBER CAPITOL-TONKINO VOM 21. BIS 28. d. M. GEZEIGT — DER BERÜHMTE DEUTSCHE REISEFORSCHER COLIN ROSS, REGISSEUR BERTRAM UND KOMPONIST ALOIS MELICHAR STELLEN SICH IN ZAGREB VOR Wie bereits berichtet, findet in der Zeit vom 21. bis 28. d. M. in Zagreb in der Zusammenarbeit der Münchner Akademie und der S v e tl o t o n-Film K. G. sowie dem Capitol-Kino (Inhaber Josef K 1 e m e n t) unter dem Ehrenschut-ze des Departementschefs für Unterrichtswesen der Banatsregierung Dr. Isidor S k o r j a c eine Kulturfilinwoche statt, die durch die Anwesenheit prominenter Persönlichkeiten aus dem Deutschen Reiche noch weiter an Bedeutung gewinnt. Sein Erscheinen hat der berühmte deutsche Reiseforsche-r Colin R o s s zugesagt, der am 21. d. M. im Deutschen Hilfsverein anschließend an einen Presseeinp-fang einen Vortrag über Asien halten und am 22. März allen Vorstellungen des Kulturfilmes »Das neue Asien« beiwohnen wird. Am 26. März spricht der Direktor der Tobias (Berlin) und Leiter der Kultur filmstelle Degeto, Dr. Johannes Eckhard , vor der Premiere des »Michelan-gelo«-Fil'mes über das Thema: »Deutsches Kulturfilmschaffen«. Bei dieser Gelegenheit wird sich der Komponiist der Musik dieses einzigartigen Filmes, Alois M e 1 i e h a r, ein Schüler von Professor Sohrecker, vorstellen. Melichar, der schon zahlreiche Großfilnie musikalisch untermalt hat, gilt heute als 'einer der führenden Komponisten Berlins. Am 28. März geht als Abschluß der KuHurfilmwoche der berühmte Film t>Kamipfgeschwader Lützow« über die Leinwand. Zu diesem Film, in dessen spannendes Geschehen eine Liebes- und Spielhandlung eingeflochten ist, wird der Schöpfer Regisseur Bertram sprechen, der Weltflieger, der auf seinem Fluge über Australien abgestünjt war und sechs Wochen ohne Essen und Trinken mit einem Freunde in der Wüste blieb, der infolge der Entbehrungen dem Wahnsinn verfiel. Für den Auttakt der Kulturwoche wurde von der Direktion des Capitol-Kinos das berühmte Maöek-Trio gewonnen, welches vor der .Aufführung der beiden Kulturfilme »Das ist die Welt« (am 21. März) und »Michelangelo« (am 26. März) Werke von Schumann und .Mozart zu Gehör bringen wird. Den Einführungsvortrag zum Film »Das ist die Welt« hält Prof. Dr. Po 1 j a k-Zagreb. Zum Film »Sehnsucht nach Afrika« (am 24. d. M.) spricht Prof. Dr. Fink von der Zagreber Universität. Den Michelangelo-Film bespricht der berühmte kroatische Michelangelo-Kenner Prof. Schneider (Zagreb). Die kroatische Hauptstadt, besonders aber die wissenschaftlichen und kulturellen Kreise, erwarten mit Spannung die Oarlrctungen des deutschen Kulturfilmschaffens. Für die studierende Jugend sind besondere Vorstellungen vorgesehen. Da« Capitol-Kino wird wählend der Kulturfilmwoche mit Blumen und Pflanzen reich ausgeschmückt sein. Motlbctet ®er OTiöröer S?öor greuDen- in 3agrfd gefaxt Zagreb, 20. März. In der überaus raschen Zeit von 30 Stunden gelang es der Zagreber Kriminalpolizei, den Mörder des bekannten Sportlers Fedor Freu d e n r e i c h zu fassen, der in seiner Woh nung in der Demeter-Gasse in bestialischer Weise ermordet worden war. Als Täter kam ein junger Mann in Frage, der in der kritischen Nacht in der Begleitung Freudenreichs gesehen worden war. Die Polizei stand zunächst vor einem Rätsel. Sie griff aber rasch zu und nahm rund 50 Verhaftungen in den Reihen der dunklen Elemente vor. Einige Verhniiete, denen der Rock und die Schuhe des Mör crs — der Täter hatte nämlich beide Kleidungsstücke am Tatort zurückgelassen — gezeigt wurden, erklärten, den jungen Manu zu kennen, wenn man ihn nur vorfüh-m würde, doch wüßten sie nicht, wie er heiße. Ein Wachmann nahm inzwischen einen ihm verdächtig erscheinenden Burschen in der VlaSka ulica fest und legte ihm sofort Handschellen an. Auf dem Polizeikommissariat war die Ueberraschuiig nicht gering: der Mörder bef.nnd sich in den Händen der Gerechtigkeit! Es ist dies der 2v3jährige, beschäftigungslose Flel-schergehilfe Stefan F u l i r aus VugrovaL. Der Mörder, bei dem zahlreiche Wertgegenstände aus dem Besitz des Ermordeten gefunden wurden, legte ein umfangreiches Geständnis ab, erklärte jedoch, hiezu von einem 21jährigen Freunde Niko laus Benko aus Karlovac angestiftet worden zu sein. Es sei ihm gesagt worden, daß Freudenreich m seiner Wohnung den Betrag von 100 000 Dinar aufbewahrt habe. Ein zweiter Komplize ist der Handelsangestellte Franz Ozbol;, dem Fuhr einen Mantel des Ermordet»^n verkauft hat 'e wobei er ihm die grausige H:'rkunft des Mantels eröffnet hätte, Wie die Unter "ucliung ergab, war Benko mit Freudenreich bekannt gewesen Benko hccjleitete Freudenreich in der kritischen Naihf bis 7u seiner Wohnung und war TUch beiir Ermordeten zu Gaste, da man im Tische '^ine Flasche Wein und zwei G d«:er vor-ind Fuhr wartete im Hinte'*! Ote. Als ^enko um zwe' Uhr nachts von Frcuden-eich bis 7um Gartentor gelctO" wurde benützte Fulir die Gelegenheit, sprang [rasch ins Innere des Hauses und versetzte ^clem zurückkehren !en Freudenreich zunächst mit einem Stein einen schweren Schlag auf den Kopf. Freudenreich stürz-te zu Boden, sprang aber rasch wieder i'iuf, worauf sich ein Kampf auf Leben und Tod entspann. Fulir brachte sodann j Freu'enreich mit einem Fleischermesser nicht weniger als 11 Stiche bei. Als er seine ruchlose Tat beendigt hatte begab er sich ins Badezimmer, um 'ch die llut-spuren abzuwaschen. Fulir enlwe"dete so dann den Betrag von 600 Dinar, zwei auf den Fingern des Ermor leten befindliche , Goldringe, Zigarettenetuis usw. D^e Raub beute teilte er am nächsten Tag-..' mit Ben ko. Die rasche Erfassung des Möider=> u. |5e.'ier Komplizen hat in Tag-'.h allgcmei-jne Befriedigung ausgelöst. Aus PtuI Donnerstag, 20. März um 20 Uhr: Konzert des Ljubljanaer Kammertrios Or. nik-Sedlbauer- Lipoviek. Freitag, 21. März: Geschlosstni. Samstag, 22. März um 20 Uhr: »Haba-kuk«. Ermäßigte Preise. Sonntag, 23. März um 15 Uhr; »Die Ama w>nen der Zarin«. Ermäßigte Preise. — Um 20 Uhr: »Ohne den Dritten«. Gastspiel NuCiö-Podgorska. Ab. B. Montag, 24. März um 20 Uhr: »Ohne den Dritten«. Gastspiel NuCiC-Podgorska. Ab. C. ^olf^unioerfität Freitag, 21. März: Dr. J. R u s (Ljub-Ijana 'pricht über den Triglav. Skiopti^ sehe Bilder. Icn-Klno Burg-Tonkino. Heute, Donnerstag, unwiderruflich zum letzten Mal der herrliche Sudermann-Film »Reise nach Tilsit«. — Ab Freitag der neueste Großfilm der Ufa »Bai par6« mit Paul Hartmann, Ilse Werner und Hannes Stelzer. Spielleitung Karl Ritter. Im Faschingstrubel in Alt-München, auf dem »Bai pare«, zwischen Opernhaus und »Simplizissimus« spielt das Schicksal Schabernack und läßt Vater und Sohn um eine kkine Göttin zittern — die Maxi vom Ballett. Paul Hartmann ist, straff, männlich und herzlich, der Herr Papa, der ungestüme Junior der sympathische Hannes Stelzer, und »die Maxi« wird von Ilse Werner mit allem Zauber ihrer anmutsvollen Mädchenhaf-tigkeit verkörpert. Wegen des Massenandranges mögen die Karten im Vorverkauf gelöst werden. Espianade-Tonkino. Der größte Lachschlager der Saison »7 Jahre Pech« mit Hans Moser, Theo Lingen, Ida Wüst, Oskar Sima, W. A. Retty in den Hauptrollen. Die lustige Geschichte eines Mannes, der sich einbildet, wegen eines zerbrochenen Spiegels 7 Jahre vom Pech verfolgt zu sein. Ein Film von ununterbrochener .niro-tesker Situationen und Humor, wie noch in keinem Film zuvor. Hans Moser diesmal als weinfroher Tierarzt und Löwen-bindiger, Theo Lingen als Diener, der viel Verwirrung stiftet. Wer da nicht mitlacht, dem kann nicht mehr geholfen werden! Unton-Tonkino. Bis einschließlich Freitag »Zirkus der Brüder Marx« ist nicht nur das größte Unternehmen dieser Art, sondern auch das unterhaUendste der Welt. Treten Sie ein unter das Riesenzelt und schauen Sie sich die glänzende Clown-Nummer der berühmten Brüder Ritz an. Sie werden sich glänzend unterhalten, Sie werden über die großartigsten Einfälle staunen und Sie werden vom Herzen lachen! — Unser näcl^tes Programm; »Die SMndenbrigade«. ' Sfu^&anprrmits-; in Wui .V\it einem Gasti?pic! des Sportklubs Rapide' wurde gestern in Ptuj die Fußballsaison 1041 offiziell eröffnet. Der SK. P u j, der als Veranstalter des Treffens zeichnete, stellte sich diesmal mit einer stark verjüngten .Wannschaft vor, die recht gut gefallen konnte. Vor allem kämpften all'e Spieler mit vorbildlichem Eifer und beispielgebendem Kräfteeinsatz, sodaß das große Können der sympathischen Gäste nur für ein 2'2-Unentschie-den ausreichte. Die heimische Flf hatte sogar eine Zeitlang weit mehr vom Spie! und riß auch in der ersten Halbreit die Führung an sich, die sie noch zur Pause mit 2'J sicher behaupten konnte. •■•Rapid« ging nach dem Ausgleich wohl zu einer Generaloffensive über, die jedoch an dem Resultat nichts m^ehr änderte. Spielleiter Jenko (Marihor) hatte einen leichten Standipunkt, da beide Gegner überaus fair spielten. Das zweite, für gestern anger?ag-te Spiel zwi«;chen ■«-•Drava« und >^Slaviia'« entfiel wegen Nichtcrsch.Mnens der Gäste-"lannschaft. p. Festgenommene Z'geunerbande. In Dornava uurdc eine Z geunerbnnde fest- 3Ipoffte{ennarf*fWen Bis 21. März versieht die Stadiapotheke (Mr. Ph. Minarrik) am Hauptplatz 12, Tel. 25-85, und die St. Rochus-.Apotheke (Mr. Ph. Rejns) an der Ecke .Meksandrova-.Meljska cesta. Tel. 25-32, den Nachtdienst. DaoQPrtter Wettervorhersage für Freitag: Vorw' ""'ui heiter, beständiges Weter. genommen, die in letzter Zeit mehrere Diebstähle verübt hatte. Den letzten Dieb stahl verübte sie im Hause des Besitzers Ivan Kniet in Dornava, wo sie eine größere Partie Schweinefleisch entwendete. p. Dki »JadranSka straia« in Ptuj hält morgen, Freitag, um 20 Uhr im »Narodni dorn« ihre Jahrestagung ab. p. Diebstähle. In der Nacht zum Dienstag wurde in das Magazm des Kaufmannes Rosenfeld in der Ljutomers^ka cesta ein Einbruch verübt, wobei die Täter einen Sack AAehl ferner einen Sack Weizen und sonstige Lebensmittel mit sich gehen ließen. Aus dem Keller des Gastwirtes Berlif in der Mnistrova ulica kam ein Sack Kartoffel abhanden. .*'pr'boft .THhin.c;« VtirnTTter 6r> Dnnnfrstn?, den 20 M!lrz 194 UJiclschciftllche Hunilsduiu 3)ir Äurö er ß^eorifiß-Ollarf ült JUGOSLAWISCHEN EXPORTEURE WERDEN AUCH NACH DEM 1. APWL D. J. FÜR DIE CLEARINGMARK EINEN MITTLEREN KURS VON DINAR 15.80 FÜR 1 AlARK ERHALTEN. b e 0 g r a d, 20. März. — Bekanntlich ist durch das Uebereinkommen vom 25. Scpfcinber 10^10 der Umrechnunj3;skurs der ClcarinßTTiark von 14.80 auf 17,32 Dinar erhöht worden. Heim Abschluß dieses IJcbereinkomiriens wurde vereinbart, daß alle vor dem 25. Sept. 1040 abgeschlossenen und bis zum 31. Alärz d. J, zabl-• baren Warrnbeziiqe aus Deutschland zum alten Kurse von Dinar 14.80 für eine RM verrechnet werden könnten. Auf Grund diesem Uebercinkommens haben die zuständigen jugoslawischen Behörden einen Entscheid getroffen, demzufolge die von den Exporteuren zu ver-' kaufenden Clearingniarkbeträge zu 2/3 zum Kurse 14.R0 und zu 1/3 zum Kurse 17.82 berechnet werden, d. h. daß die Ex-porteire für 1 Clenringmark einen mittleren Kurs von Dinar 15.80 für 1 Clearingmark erhalten. Von verschiedenen Seiten wurde aber in letzter Zeit behauptet, daß ab 1. April d. die Clearingmarkbeträge der Exporteure zu 17.fl2 Dinar für 1 Clearingmark umgerechnet werden würden. Diese Behauptung ist, wie der »Jugoslawische Kurier« aus gutunter-richteter Quelle erfährt, vollkommen falsch. Die Ciearingmarkbeträge der Exporteure werden auch nach dem l. April d. J. wie bisher zum mittleren Kurse von Dinar 15.80 für 1 Mark berechnet werden. Es ist keineswegs anzunehmen, daß in dieser Hinsicht in nächster Zeit eine Acnderung vorgenommen werden wird. Wenigstens ist hiermit nicht vor Herbst d. J. zu rechnen, u. zw. umso weniger, als Jugoslawiens Clearingschuld gegenüber Deutschland sich bereits auf über 70 Millionen Dinar beiäuft und voraus-lichtlich noch weiter ansteigen wird. Solange aber eine so hohe Clearingsp'tze besteht, ist keine Abänderung des Umrechnungskurses für die Clearingmark-^ Guthaben jugoslawischer Exporteure zu erwarten. legt werden dürfen. Hieher gehören vor allem die Nahrungsmittel, Futtermittel, wirtschaftliches Material usw. Um Mißverständnissen in der Auslegung der dies-bezOiflichen Verordnung vorzubeugen, wird m den nächsten -int enispre- chendt! Aufklärurg cfl p^en. X Sanntaler Kaufleu'c agung. Die Kaufleu'einnung für Cei^'^-Urt'cebung ?o-wie die Bezirke Smarje und Gornj g'nd h.^'t ihre diesjährige jahre'^hnu'^ver-Sammlung kommenden M il t w o c h, den 26. d. ' i großen Saale des Narodm dom In Celje mit der üblichen Tagesordnung ab. Spott ßop alö dreifadxr öleqer ALPINE KOMBINATION AUF DER PEG A —EIN HERRLICHER WINTERSPORT- TAG IN 2000 METER HÖHE ^•(It(rr>u0ic(ufcl^ mit Italien loirö b^rmrOrt FINE ERKLÄRUNG DES HANDELSMINISTERS DR. ANDRES B c o g r a d, 20. März. Anläßlich der Unterzeichnung des neuen Schlußprotokolls zwischen Jugoslawien und Italien äußerte sich Handels, und Industriemini-ster Dr. Andres gegenüber Pressevertretern folgendermaßen: Auf der Junitagung 1940 war im gemischten Wirtschaftsausschuß der Plan für den Güteraustausch für das Wirtschaftsjahr 1940-41 festgelegt worden. Wegen der außerordentlichen Verhältnisse und der dadurch hervorgerufenen Veränderungen erschien es notwendig, ihn durch Revision gewisser Klauseln den neuen Bedingungen anzupassen. Nach mehrfachen Sitzungen der Unterausschüsse trat Anfang März des Ausschußplenum zusammen. Die Verhandlungen sollten die Anpassung des früher festgelegten Pro-grammes für das laufende Wirtschaftsjahr und anderseits Grundlagen für das neue Wirtschaftsjahr (1. Juli 1941 bis 30. Juni 1042) bringen. Nach den Ergebnissen der Verhandlungen ist eine günstige Entwicklung unseres Handels mit dem benachbarten König reich zu erwarten. Italien wird trotz den gegenwärtigen Schwierigkeiten seine Lie_ ferungen nach Jugoslawien nicht vermindern, Es sind sogar gesteigerte Lieferungen von Textilrohstoffen und -halbfabri-katen in .Aussicht genommen, was die Be schäftigung der jugoslawischen Textilindu strie und unsere Versorgung mit Textilerzeugnissen fördern wird. Zwar haben wir diesmal in Ermangelung genügender Mengen Baumwolle. Wolle und Hanf auch das Angebot von Kunstfasern (Fiocco u. Lanital) angenommen, aber unter den heufgen Verhältnissen in Europa und auch aus unserem Markte sind die Auswahlmöglichkeiten selbstverständlich beschränkt. Für die iugoslawische Ausfuhr nach Italien ist die Grundlage in der Hauptsache die gleiche geblieben, wie sie Juni 1940 bestimmt wurde. Immerhin sind einzelne Posten des vorjährigen Planes mit Rücksicht auf unsere Möglichkeiten erheblich abgeändert. Jedenfalls ist der neue Plan eine reale Grundlage für die weitere Entwicklung des beiderseitigen Handels. Alles in allem eröffnen sich weitere und günstigere Ausblicke für die gegenseitige E'n- und Air^ifuhr. Im Zahltmgsahknmmen sind gleichfalls gewi5se Aenderungen durchgeführt. Das Sonderkonto bleibt v/eiter neben dem Cle ar'npVnnto .bestehen, auf dem der Güterverkehr verrechnet wurde. Doch sind e|-n't;e G^^rh^lftr vom '^ond'^rVon'n auf das Verrri chnungskonto übertragen. Wir dürfen wohl mit den Verhandlungs cfgebnissen zufrieden sein, zumal es den Italienern wie uns nicht leicht war, den L'!n^'^^g des Güteraustausches aufrechtzu erhalten und ihn gar noch zu vergrößern. Das zeigt am besten die Bereitschaft beider Regierungen zu engerer Zusammenar beit, die auch den wohlverstandenen Interessen beider Länder entspricht. mit 2)rutf(t)lanö Unsere Handelisfeesprechungen mit Deutschland werden voraussichtlich im Laufe des Monats Aipril beginnen. Damit im Zusammenhang fordern die Handels-kamimem ihre Mitglieder auf, ihneti bis spätestens 10. Aprrl d. J. zweckdienliche Wünsche und Vorschläge zu untorbreiten. Dabei sind folgende Angaben zu machen: 1. Bei Kontingen'tvorschlägen nähere Angaben über ihren Wert in Dinar und eventl. dies-bezügliche Erfahrungen gelegentlich der Ausfuhr dieser Artikel. 2. Angaben über Schwierigkeiten beim Bezug dieser vertraglich festgelegten Kontingenten und eventl. Hindernisse bei der Ausfuhr unserer Waren im Rahmen des vorgesehenen Kontingentes. 3. Angaben darüber, ob die deutschen Lieferanten auch nach dem 20. Oktober 1940 die Preise von Erzeugnissen, die von uns eingeführt wurden, erhöht haben und wieviel diese Erhöhung ausmacht. Erwünscht sind Angaben über die Preise, die Deutschland für unsere Ausfuhrwaren zahlt. 4. Eventuelle Vorschläge über die Ermäßigung bezw. Streichung deutscher Einfuhrzölle auf unsere Ausfuhrwaren und notwendige Erläuterungen und ev. Wünische. Schon seit einigen Jahren bringt die Wintersportsektion der Filiale Meiica-Crna des Slowenischen Alpenvcreines am Josefitag auf der sagenumsponnenen Pe-ca Skiwettkämpfe zur Ausrichtung, dre alijährlich die letzte Hecnschau im alpinen Heerlager des Skisports darstellen. Auch diesmal gesellten sich zu den einheimischen, iimmer kräftiger emiporstrcbendcn Skiläufern zahlreiche auswärtige Wetbbe-w€f1)er mit dem Olympiakämpfer Franzi Cop an der Spitze. Cöp, der heuer schon mehrere Rennen Uberlegen gewinnen konnte, zeigte sich auch diesmal als großer Meister der alpi-nen Disziplinen und gewann Abfahrt und Slalom in blendender Manier und damit auch die ganze Kombination. Ein Erfolg, der gewiß zu den schönsten des heurigen S»kiwinters zählt! D'e Abfahrtsist recke war aiif d, tra-diitionellen Trasse »Kordezeva glava«— »Uletcwa ko^a« angelegt, während die Slaloinbahn auf dem großen Lawinen-hang unterhalb des Sattelis au«gesteck* worden war. Für die klaglose Durchführung des ganzen Rennens verdient besondere Anerkennung der unermüdliche alpine Skilaufpropagator Ing. D i e h I so- wie die beiden Vorkämpfer des Peca-Wintersports Martin U1 e und Ing. K r i v-^enko. Cop zeigte schon in der Abfahrt seine überragende Form und riß sicher den Sieg an sich. Zweiter in diesem schwierigen Rennen wurde der ausgezeichnet laufende Borut R e p i ö, dann folgte der in diesem Winter besonders erfolgreiche Willy Blanke. Auch im Slalom war Cop unbestreitbar der Beste. Aui den zweiten Platz schob sich M1 a ö n i k, der Meister der heimischen Gilde, vor, dann schlössen sich R ep i c und B 1 a n k e an. In der Komibinations-wertung lautete somit die Reihung: 1. Cop (SPD Maribor) 200 2. Repi^ (SPD Maribor) 181.39 3. Blanke (SK. Ptuj) 178.22 4. Kerschbauer (SPD Meiica-Crna) 163 5. Mlaönik (SPD Meiica-Crna) 151.34 De Schneeverhältn^iisse sind im ganzen Bereich der Peca die denkbar besten und laden zum Besuch dieses prachtvollen Skigebietes ein. Der Sieger erhielt den von Generaldirektor Bargate ausgesetzten Wanderpokal, während die nächstfo-lgenden Läufer schöne Ehren-preis'e bekamen. — Äroatienö ^u^&anmeifttr DIE LETZTE RUNDE DER KROATISCH EN LIGA. — »HAJDUK«, )>GRADJANSKIer|{renncn um den T^rhammer-Pokiil blieben Weltmeister Pepi Jeniiewein und Rosoma-rie P r 0 X a u f fjiegreirh. : Ungarns Fußbailfeam fi;egen Jugoslawien wurde wie folgt aufgestellt; Csikos, Pakozdy, Biro, Sarosi III, Polgar, Lazar, Kincses, Barecz Zengerer, Bodola, Gyet-vai, Ersatz Toth und Cseh, : Wcslberg — Scliwedpns bestiT Kombinlericr. Die wichligsle Entscheidung der schweclisclion Skimcistcr-schaflen fiel in Umoa in der nordischen Kombination. Der Langlanfsic-ger O h I s s o n vermochte seinen Vor-vSprung in Springen nicht zu behaupten und fiel auf den siebenten Platz zurück. Sieger und Landesmeister in der Kombination wurde Weslberg I vor Rogslröm und Hcdjerson. Wcst-berg wurde damit enclgülliger Gewinner des Gustaf Adolf-Wn- ' ' n. : Olkinuora — finnheher Lanjflnuf' melsler. Eino Olkinuora, der Gewinner des 18 - Kilometer - Lan'^' s der Inlernalionalen Wintersporlwor'ie in Garnisch-Parlenkirclien, gewann in Kuopio nun auch den finnischen Meistertitel. In 1:08.24 belegte er den ersten Platz vor seinen Linds'eu'en Malti, Lahde und Laukanen. Der beste Kombinierte war Nikanen, der erst an 19. Stelle folgle. : Spaniens Fußbalhnatinschaft schlug die Repräsentanz von Portugal m i 5:1 7 >Marib«rer Zeitung?« Nummer ^ Das Zentrum "Japans ©fe ?üetrafta&t Xoüo ringe um öen ftaiferpalafl / Surtft (Singemeinftuno fofl 6 TRiKiontn roße SabriMDieriei in öen n^rMfcijen un6 OilifctHm ©ttlrtfien Tokio ist für alle Japaner der Mittelpunkt ihres Landes, weil dort der Tenno, der Kaiser wohnt. Er ist für sie nicht nur das politische Staatso-berhaupt im europäischen Sinn, sondern er ist der Inbegriff eines tief verwurzelten Ahnen,kultus, er ist die göttliche und sichtbare Krönung aller Sippen Japans, er ist das totale religiöse Prinzip, daß außerhalb und turmhoch über jeder politiischen Debatte steht. Ein Japaner, der sich zu Hause vor dem Ahnenschrein seiner Familie verneigt oder weit weg in einem fremden Erdteil an jedem Tag das Andenken seiner Vofahren ehrt, wendet sein Gesicht gegen die japanische Insel Hondon und gegen Ihr Zentrum Tokio, denn dort liegt auch das Zentrum seiner Kraft. In der uralten japanischen Volksreligion steht die Heiligkeit der Familie an der Spitze aller Dinge, und den Sippen mit der Folge ihrer Geschlechter wird eine überrragende Vc r-ehrung zugewendet. Es ist ein Ahnenkult, der weit in die Vergangenheit zurückgeht und sich dann in der grauen Ferne verliert. Die Geschichte des japanischen Volkes beginnt nach der Sage in der Vorzeit, in der die Sonne noch als ein lebendiger Gott über die Erde wanderte. Damals ist ei^ne Tochter des Sonnengottes die ürmut-ter 'eines auserwählten Menschengeschlechts geworden, und ihr Nachfahre Vinjni war der erste Tenno, der erste Kaiser auf der japanischen Insel. Vom Yiivmi-Tenno bis auf den heutifjen Tag fließt nach dem japanischen Volksglauben das Blut der Sonne in ununterbrochenvir Folge durch die Söhne und Töchtcr der kaiserlichen Familie, und die Japaner, die den Ahnenschrein ihrer eigenen Sippe wie ein Heiligtum hüten, stehen deshalb ihrer Kaiserfamilie mit einer betont religiösen Verehrung gegenüber. Tokio ist ein? moderne Millionenstadt, aber ihr Kern war immer der Kaiserpal.ist. Alles dreht sich um di'esen Mittelpu'nkt. Aus der Kwanto-Bbene fließt der Siiniida-gawa nach Süden; er mündet in eine flache Bucht des Stillen Ozeans. Zu beiden Seilen dieses Flusses liegt Tokio. Der östliche Teil der Stadt dehnt sich in der Flußnlederuiig aus; der mittlere Teil r>telgt über ein Hügelgelände "hinauf, ind der westliche Teil Hegt auf einer etwa 30 m höheren Gebirgsplatte. Der Kalserpahst, der etwa drei Kilometer nördlich iler Meeresbucht von Tokio angelegt ist, stammt aus der Zeit der To-kugawa Shogune, die im siebzehnten Jahrhundert mit dem Bau der mächtigen Feste begannen, deren Grüben und Steinwälle heute den Kaiserpalast umischließen. Zugleich schufen sie durch großartige Aufschüttungen und Kanalanlagen im Sumpf- und Lagunengebiet der Flußmündungen an der Küste den Bauifrund für die neue Stadt, die sich dann auch sehr schnc^l landeinwärts ausdehnte. Um den eigentlichen Kaiser-Districkt gliedert sich ein weiter, aiber verhältnismäßig w«nig bebauter Ring, der von den Ministerialgebäuden, von den ausländischen Botschaften, vom Zeughaus, von Casar-nen, vom Reichstheater, von Parks, vc.n Tempeln, katholischen und russischen Kirchen und vom Hauptbahnhof gebildet wird, Der Kaiserpalast und dieser erste Gebäudering sind unter dem Namen Koji-machi als eigentliche Stadtzentrum. Rings um Kogimachi gruppiert sich die erweit'jr-te Innenstadt, die aus vierzehn Bezirl:cn men sollte. Die guten Wohnviertel Tokios liegen im Wr»sten und Südwesten des Schloßbezirks. Der Hafen von Tokio liegt im Süden der Stadt bei dem Vorort Shi-nagawa; er dient aber nur der Einfuhr der Waren, die Tokio gebraucht. Der Großhafen für den Außenhandel ist Yokohama, der etwa 500 Kilometer untv;rhalb von Tokio liegt. Japans Hauptstadt hat sich sprunghaft entwickelt. Die Innenstadt allein hat Vitwa drei Millionen Einwohner; diese Zahl steigt aber durch 84 eingemeindete Vorstädte auf etwa 5,900.000 an. 3ur iInifri«<(Anunä 3fr'e5en0a6fomnt«n$ 2:aiiait& unO 3n6od)(«At Deiitfichc Truppen beim Uebergang über die noch verschneite und vereiste Strafie des Borkovica-Passes. »Mariborer Zeitttnf?« Nummer 6(> 8 Donnerstag, den 20. März 1941 Zu verkaufen eine viele Jahre bestehende, 9uf elng^Whrte Texiilfabnk mit Industrie- und Wohngebäuden sowil* einem Industriegleis. Die Fabrik befindet »ich in vollem Betrieb in einer größeren btadt des Banats Kroatien. Erforderlich ein Kapital von 4 Millionen Dinar, — Angebote an Publicitas d. d., ZaRreb, Ilica 9, unter >Ren-tabiltio«. 1311 lleiper iniin Allen dl« unsermm llmbmm Toten das l«fxtc Oefeile §mtomm und Htm das Orab mit l$lummm sciimüclcleft. stfan wir inni§en Oanfr. famlllmn: Wohlköni9, Soukup und NayarJkofer Jm Mamijti aller oarfaen VarwaiMflen US» LIQUSTERPFLAN7£N jinjjesetrte Urnzäununs: ist d. schönste und dauerhafteste-Dieselben bietet Gärtnerei Jcmcc, Maribor, Freäernova uHca- 1343-1 SPAROFLPhLANZEN Riesenerdbeeren. Marillen u. s w. bietet Gärtnerei Jemect Maribor. PreSernova ul _1343-4 KO.MPOSTCRDC für Ausbcsscrunii der Qär'en und UmsetzunK der Blumen in beliebigen Mengen erhältlich in der Gärtnerei ,|Miec< Maribor, PreSernova ul. 1344-4 rmüdende tägliche Hausarbeit! Aber nie müde Haut bei richtiger Pflege! DEAL ,, .durch Hamomeli« so besonder« wirksam Mit MOTORRAD Unser lieber guter Vater, Schwiegervater und Großvater, Herr nuciysr schirr Schlichtmeister i. R. hat uns am 10. MSrz, nach langem, schweren Leiden, für immer verlassen. Das Leichenbegängnis des unvergeßlich Dahingeschiedenen findet am Freitag, den 21. März um 16 L'hr von der Aufbahrungshalle aus auf den städt. Friedhof statt. Die hl. Seelenmesse wird Samstag, den 22. März um Vs9 Uhr in der Franüiskanerkirche gelesen. Alarlbor, Bratislava, Arnau, 19. März 1941. Berta Schier, Gattin; Martha, Frieda, Marie, Töchter; Franz, Emst, Pepi, Schwiegersöhne; Liese, Hans, Martha, Enkelkinder. 1434 200 com. neue Oummiberel« funR in bestem Zustande, um Dln 5300 sofort zu verKaulen Frankopanova 55. Gast-htus »Jugoslovanski dorn«. 1440 4 PLASCfrtN '/> und ^ Liter, kauft DrO' c«rlt Kaue. 1130-3 ACHTUNQ1 Jeder Art gebrauchte Maschinen. Werkzeu«. Eisen-Guß- und andere Metallse-tenstände- Hadern. Papier. Gummi und Glas kauft zu höchsten Taaesorcisen Fa. .lUSTIN QUSTlNClC Maribor. Kneza Koclla ul. 4, Tel. 21-30 sowie die Filiale Ecke Ptujska—TriaSka ce-sta. 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SCHNEIDER-FOERSTL Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau. 11 Sie kam ihnen auf halber Treppe entgegen und zog Frau Emmas Arm durch den ihren, um ihr das Steigen zu erleichtern. »Ich mache gleich ein Täöchen Kaffee für uns.« Und als dies abgelehnt wurde, schlug sie ein Glas Likör vor. »Gern«, sagte Frau Fandor. »Mein Gott — wie wundervoll kühl Sie's hier haben, FräUiCin Spiring.« Bereitwillig ließ sie sich auf das Sofa drücken und streifte die Handschuhe ab. »Haben Sic Nachricht von Ihrer Schwägerin?« »Sie macht jetzt die Schweiz unsicher», erwiderte der Apotheker. Er hatte nur un ten noch rasch gesperrt und war dann nachgekommen. »Vor acht Wochen hat sie von Ostia aus geschrieben.« — Er beobachtete sie dabei scharf, und es erl^ich terte ihn merklich, daß sie nichts zu wissen schien. »Ich vermute^ sie wird solange in der Welt herumkutschieren, bis das Geld zur Neige geht. — Den vorigen Samstag war ich in Rottenbach — ein Skandal! Am ganzen Hause fällt der Verputz herunter, die Altanen starren vor Rost, In jedem Stockwerk sind ein paar Fensterscheiben kaputt. Und so ein blonder Trampel hat die Parkettböden mit einem Schrubber bearbeitet, daß das Wasser in den Rinnen stehenblieb. — — So hoch ist bereits das Graf auf dem Kies im Park gewachsen! So hoch! In den Beeten sind ein paar Nachtschaten angepflanzt, und auf dem grünen Rondell, wo sonst die mannshohe Musa stand, haben sie eine Hortense hingepf'anzt, so klein, daß man sie erst sieht, wenn man längst davorsteht.« »Nein«, fiel Frau Emma in dieses Klage lied ein, »das ist ja gar nicht wieder auf gleich zu bringen!« »Ist es auch nicht«, stimmte ihr der Apotheker ergrimmt zu. »Wenn ich bedenke, was mein Bruder alles in dieses Rottenbach hineingesteckt hat und wie er alles zusammentrug, was schön und selten war —! Jetzt liegt der Staub zwei Fin ger hoch, und man weiß nicht mehr, ob eine Truhe eingelegt oder nur gestrichen ist. Oben in tien Schlafz'mmern treiben sich die Hunde herum. Ob sie wirklich auf den Fellen schlafen, wie der blonde Trampel behauptet hat, kann ich nicht sagen. Wie man die Koffer der schönen Frau Schwägerin zur Bahn brachte — sie hat ja kein Gepäck, das unter zwei Meter im Geviert ist —, hat man ein Stück von der Mauer mitgenommen. Das ist bis heute noch nicht ausgebessert. Mich wun dert's nur, daß mein Bruder selig 'des Nachts nicht spuken geht. Aber er war ja so vernarrt in »seine Lenore«. Vielleicht umkreist er sie jetzt auch noch, wie er es zu Lebzeiten getan hat.« Frau Fandor hatte erst einmal von ihrem Likör genippt; es war zu erschütternd, was der Apotheker da alles zu berichten wußte. VWIeicht stünde es um den Fandorhof ebenso, wenn sie nicht gewesen wäre. Mein Gott, mein Gott, es war wirklich höchste Zeit, daß sie das Hänsli zu sich genommen. Das ließ gewiß nichts verkommen und verschlampen, selbst wenn Joachrm sich zehn Jahre oder länger nicht um seinen Besitz küm mern würde. »Ich habe immer gedacht«, sagte sie, »Frau Spiring würde wieder hei raten.« Der Apotheker verschluckte sich an dem ersten Tropfen, r'en er auf die Zunge nahm. »Für so etwas paßt ein ,Geliebter' besser.« Frau Emma bekam Flecken auf die Wangen. »Tun Sie ihr nicht Unrecht, Herr Spirlng?« meinte sie verteid gend. »Ich habe nie etwas davon gehört, daß sie nicht treu gewesen sei. — Jetzt lachen Sie^ man hätte das doch merken müssen!« »Solange mein Brud*er lebte, hat §ie das ja n.cht nötig gehabt! Aber jetzt, wo sie durch die Weit zigeunert —« er suchte wieder in ihrem Gesicht und las darin ihre völlige Ahnungslosigkeit, Würde die se brave Frau Augen machen, wenn sie wüßte, was ihren Herrn Sohn in der Frem de hielt!.,. »Ich habe ihr jetzt geschrieben«, sagte er, »daß ich das üut einsteige re, wenn es unter den Hammer kommt. Denn unter den Hammer kommt es noch, und hoffentlich recht bald. Wenn es mir nämlich erst über dem Kopf zusammenfällt, macht mir die Sache keinen Spaß mehr. Ich rechne schon jetzt damit, daß ich vierzig- bis fünfzigtausend Mark hineinstecken muß.« Das waren betrübliche Dinge, die, verbunden mit der Kühle des Apothekerhauses, bei Frau Fandor ein leichtes Frösteln auslösten. Sie war iroh, als sie wieder draußen au. dem polprigen Pflaster neben den ungeduldigen Pferden und dem ebenso ungeduldigen Hänsli stand und die sommerliche Wärme so belebend durch die Glieder rinnen fühlte. Der Apotheker mußte eine dringliche Medizin zusammenstellen und konnte nicht mit herauskommen. So wurde die Fahrt eiligst fortgesetzt. Erst, nachdem man die Stadt im Rücken hatte, kam es Frau Emma zum Bewußtsein, daß nicht sie, sondern das Hänsli die Zügel hielt. Aber das junge Mädchen tat es mit solchem Geschick und solcher Sicherheit, daß sie beruhigt die Hände im Schoß faltete. Ach, wie tat das gut, auch einmal seinen Gedanken nachhängen zu dürfen, ohne daß man glcich In den Graben geriet. Wie ungeniert der Apotheker davon ge sprochen hatte, daß seine Schwägerin sch möglicherweise einen Geliebten zulegte. In solchen Dingen kam s'.e nicht mehr mit. Sie war damals auch erst zweiundvierzig gewesen, als man ihren Mann begrub. Aber sie hatte keinen Gellebten gebraucht. Sie hatte die Arbeit gehabt und ihren Jungen. Beinahe hätte sie das Gefährt übersehen, das an ihnen vorbeiro Ite. Man wech sfclte Gruß und Gegengruß. »Das waren die Elbacher«, sagte sie, als das Hänsli wieder in die Mitte der Straße hielt, »Sie haben vier Söhne. Der Aeltere ist schon verheiratet, hat ein braves Mädchen, der Viktor. Der Zweite hat kürzlich seinen Forstassessor gemacht. N'mm dich in acht vor i4im, Hänsli Ich meine nicht, weil er hinter jeder Schürze her ist, sondern, well eine Forstmannsfrau das traurigste Leben hat, das ich mir den ken kann. Wenn du den nimmst, kommst du dein ganzes Leben nicht mehr aus den Tannenbäumen heraus. Kriegst du ein Kind, kannst du erst drei Stunden oder weiter um eine Hebamme schicken, und wenn sie nicht gerade anderswo zu tun hat, kommt sie meist, wenn alles längst vorüber ist. Meine Schwester ist daran ge storben. Er hockt noch heute zw'schen seinen Waldbäumen, hat sich e'nen Bart zugelegt, der ihm bis auf den Bauch reicht, und wenn es jetzt nicht ein Radio gäbe, wüßte er wahrscheinlich gar nicht, was sich in der Welt an aufregenden Din gen zur Zeit ereignet. So ist das, ja.« Das Hänsli war neug'erig, was es mit den beiden anderen Söhnen für eine Bf*-wandtnis hatte, »Ach«, sagte Frau Fandor. »Der dritte ist Arzt. Auch eben fertig geworden. Es ist wie bei den Apothekern — man bringt den Geruch nicht lo«. Aber w)nst ist er nicht übel. fPortsetrunp fnlpt.) Gixelredakleui und für die Kcdaktiuu veraniwnrilirh ri)() KaSPKH - Oruck der ..Marihorsk« liskarnn" in Murihor. — Für deu llerausiieber und drii üiuck verantworllich KAHL MtlliDUIGil. - Beide wohnliaft in Maribor.