r Schrittteituug NatkhauSgasseNr..^ e»;c63tinti<: TAalt» (ntl l»(r:titn • 6rt Sonn- s. ftriee-tigt) r»» 11—12 Ute vor«. 'chrift«» werd«» nicht „»«z-geden: »«»tlil^e Stil-ta»uiiil\-n nutt dcriianchnzl. Bililatigi ngtn ■rat Sie yrTJDolÜtttj gegen fctt&tiutu Kr tiflifliS feft-g*rHten »fWHtm «»la«gn>. - Vtl JBict>«&olaiiä«n P»>«-»achlas«. lli,.T«»ich« V-cht" rrs»lag »n» X*mieT»t«g ■wegen«. Verwaltung: RathhauSaasse Nr. S (^umitKf'tot« $uit). vczuysvtdinguilgcn fllx ckilli mit A»Selliinz in'« ttms Mo»«lllch . . . . ft. —'»» Vierteljiihrig . . . K. l.!i» HaldlSbeig ... . st. V— utaK)iöbesg . . . . £■— ®»-* ' bezogen: < :fc iS ic«. - fttfj »>e . 1 ►eee» * M Nr. 77 Eissi, Donnerstag 24. September 1896. 21. Iatirgang. ~ - ' > j'jiiüi ifj i Die ^andtagswahl. Bei der heute im Landtagswahlbezirke der Städte und Märkte Cilli, Rann, Fichtenwald, Tüffer, tzochenegg, Sachfenfeld, l?berbnrg, lausen und Prahberg vorgeiwmmenen Wahl wurde tzerr Moritz mit 568 Stimmen gewKhlt. Der clericale Gegenrandidal erhielt 3l8. Im Ganzen wurden 6V6 Stimmen al'gegeben. In den einzelnen Wahlorten stellte sich das Stimmenergebnis, wie folgt: £iü\ Buffer Sachsenfeld Oberburg taufen . . Praßberg . Stallner Hribar 375 56 82 24 25 36 48 8 38 20 — 42 — 51 — 38 — 43 568 318 Die Mehrheit, mit welcher unser Wahlwerber durchdrang, beträgt also 251) Stimmen, gegen 223 bei der letzten Wahl. — Diese« glänzende Ergebnis hat in Cilli und den anderen Wahlorten einen Sturm von Zubel und nationaler Begeisterung entfesselt. Dir heutige Wahl aber zeigt, dass das Deutschthum des Unterlandes fest geeint dasteht; dass die Wirtschaft der slooenisch-clericalen Partei beiden gut deutschund steirisch gesinnten Männern des Unterlandes'eine wuchtige Derurtheilnng findet, dass alle wahrhaft volksfreund-lichen und nicht irregeführten Bewohner des Unterlandes im entkleidenden Augenblicke treu zusammen halten. Allen wackeren Genossen, die ihre Ueberzeugung so treu bundgethan und unseren Sieg miterringen geholfen haben, sei hiemil treudeutscher Dank gesagt. In felsenfester Einigkeit wollen wir auch furderhin den nationalen Gegnern gegenüberstehen. Es ist ein Tag des Vieges. ein Tag an dem der Deutsche mit dem Deutschen fich freuen kann und will. Wir treffen uns heute, Mittwoch abends im Gartensaale beim Löwen, um bei den klängen unserer Musik mit freudigem Worte den schönen Sieg zu feiern. Jeder Bewohner der Stadt, ob hoch oder nieder, iK hiezu herzlichst eingeladen. Heil unserem deutschen !?olke! Veil dem schönen grünen Heimatlande, der unzerreikbaren Steiermark? Heil dem deutschen Unter-lande! Beil Cilli? 2 Z)ie Wahten in den steirischen Landgemeinden. Montag sind die LandtagSwähler d«r Land-gemeinden zur Wahlurne geschritten. Das Er» gebniS der Wahl ist für die Teutsche Volt«-Partei ein immerhin erfreuliches, indem im Brucker Bezirke den Clericalen ein Mandat abgenommen wurde. Dort wurde der strammnationale Bürger-meister von Kindberg Herr Anion Fürst ge-wählt. DaS Grazer Mandat blieb mit einer lächerlich geringe» Mehrheit in den Händen K alten egger«, neben dem auch in der nächsten LandtagSperiode anständige und politischehrliche Volksvertreter werden sitzen müssen. Die Wahl in Cilli entspricht unseren Voraussetzungen und hat mit ihrem schwarzge-spickten Bilde so recht die Macht gezeigt, welche sich unsere untersteirischen Friedenspriester über die Bauern anmaßen. Diese Wahlen werden eben auf der Kanzel und im Beichtstuhle gemacht. Die Slovenen bleiben damit in gleicher Stärke „im Landtage" »vertreten." DaS Wahlergebnis ist folgendes: Killi. Es wurden 254 Stimmen abgegeben, von welchen 247 auf den slooenischnationalen Can-didaten Dr. Johann Decko und 245 auf Dr. Joses Sernec entfielen. Marvurg. Von 241 giltig abgegebenen Stimmen, erhielten Professor Franz 9JoJ>ic 210 und Pfarrer Michael Lendovsek 165 Stimmen. Beide gehören der slooenischnationalen Partei an. Auf die deutschen Bewerber Franz Girstmaqer und Dr. Johann Schmie derer entfielen 75, be-ziehunaSweife 29 Stimmen. Luttenverg. Es wurde Dr. Franz R o f i n a. Advocat in Luuenberg, mit 111 Stimmen zum LandtagSadgeordneten gewählt. Aettau. Im Landwahlbezirke Pettau-Rohitfch wurde der bisherige Vertreter dieses Landbezirkes im Landtage, Dr. Franz Jurte la (Slooene). Advocat in St. Marein bei Erlachstein, mit 153 von 154 abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Aadüersburg. In den Landgemeinden Rad-tersburg, Mureck wurde der clericale Candidat, der Gemeindevorsteher von Unter-Rakitfch Anton Kern, mit 82 Stimmen gewählt. Der denifchfreisinnige Gegencandidat Franz Pilch aus Perbersdorf erhielt 31 Stimmen. Pann. Von 123 abgegebenen gütigen Stimmen erhielt der ftovenifchnationale Candidat Pfarrer Jofes 2i!tar in Weitenstein 08 Stimmen; auf den gemäßigten Jungflovcnen, Weinbaucommissär Johann Ballon entfielen 25 Stimmen. Windischgraz. Hier wurde der slovenifch-nationale Candidat Ivan VoSnjak mit 85 von 80 abgegebenen Stimmen zum LandtagSadgeordneten gewählt. » » * Aruck st. d. Wnr. ES wurde der deutsch-nationale Candidat Anton Fürst in Kindberg mit 72 von 119 abgegebenen Stimmen zum Landtags-abgeordneten gewählt. Auf den conservativen Can. didaten Franz Gamperl entfielen 47 Stimmen. Aewvach. Es wurden Franz Wagner und und Fürst Alfred Liechtenstein (katholisch-conservatio) mit 208, beziehungsweise 200 von 209 abgegebenen Stimmen gewählt. Gra;. Es wurde Kaltenegger mit 90 Stimmen gewählt. Morre erhielt 88 Stimmen. Eine Stimme wurde von der Wahlcommission zurückgewiesen. Kartberg. Es entfielen von 133 giltigen Stimmen 132 auf den bisherigen Abg. Hagen-Hof er (conservatio), welcher somit als gewählt erscheint. Arduing. Al» Landtagsabgeordneter wurde der deutschfreifinnige Thomas Köber 1 aus Pichl im ersten Wahlgange mit 35 von 09 abgegebenen giltigen Stimmen gewählt. Auf Franz Neumayer, vulgo Reicher (conservatio) entfielen 34 Stimmen. Andenbnrg. Es erhielt der konservative Kan-didat Herk von 108 abgegebenen Stimmen 60; aus den beutschforifchrittlichen Kandidaten Joses Baumgartner entfielen 47 Stimmen. Aeibnitz. Es wurden hier die bisherigen Land-tagSabgeordneten Alois Karlon und Alois H a« ring (klerikal) mit 135 und 137 von 173 ab« gegebenen Stimmen gewählt. Die deutschsortschrit-tlichen Kandidaten Johann Haider und Franz Bartha erhielten 36, respektive 37 Simmen. „Deutsche Wacht" Leoben. In den Landgemeinden Leoben, Mautern, Eisenerz wurde der Realitätenbesitzer HanS Thunhart in Hasning mit 58 Stimmen als Landtagsabgeordneter wiedergewählt. Auf den konservativen Gegenkandidaten Jakob Heinler entfielen 19 Stimmen. siezen. Es wurde der bisherige Landtagsab-geordnete AloiS Posch mit 29 gegen 20 Stimmen, die aus Willibald Klaps entfielen, wiedergewählt. Abgegeben wurden im Ganzen 50 Stimmen. Wuran. Bon 64 giltig abgegebenen Stimmen entfielen aus den Kandidaten der Deutschen Volt«-partei BlasiuS Murer 42 Stimmen; Alois Riegler erhielt 22 Stimmen. Stainj. Hier wurde Josef Kurz (klerikal) mit 157 Stimmen gewählt. Bergmann erhielt 23 und Pongraz 7 Stimmen. Weiz. Hier wurde Dechant Josef P r o b o s ch t (Slooene) aus St. Ruprecht mit 51 abgegebenen Stimmen zum Landtagsabgeordneten wiedergewählt. Landtagswerber Stallner in den Wahlakten. Die letzten Tage hat Herr Moritz Stallner dazu benützt, um vor den deutschen Wählerschaften der Orte Hochenegg, Lichtenwald und Rann sein Programm darzulegen. Der ausgezeichnet gute Besuch dieser Versammlungen, sowie die ungetheilte Zustimmung, welche den Ausführungen des Herrn Stallner zutheil ward, haben un« die Ueberzeugung verschafft, dass Stallner der richtige Mann für die Vertretung der deutschen, freiheitlichen und volks-wirtschaftlichen Interessen des Wahlbezirkes ist. Aus den genannten Orten liegen uns folgende Berichte vvr: Kochenegg. SamSiag abends fand in den Gastraumlichkeiten des Herrn Franz Wretscher eine sehr stark besuchte Wählerversammlung unseres Bürgermeister« und LandmgSwerberS, Herrn Moritz Stallner. statt, welche der zum Vor-sitzenden gewählte Einberufer, Herr Franz Z o t t l senior mit einer freundlichen Begrüßung der Erschienenen, darunter auch mehrere Herren auS Cilli eröffnete. Hierauf leg,, Herr Stallner ein Programm dar. Er wies daraus hin, dass er in Hochenegg wohl kein Fremder sei, und ge-dachte in pietätvoller begeisterter Anerkennung und Dankbarkeit der Thätigkeit deS verewigten Dr. Wotaun, wobei sich die Anwesenden von den Sitzen erhoben. Sein Programm sei das der deutschen Volkspartei. Redner erörtert dasselbe aus die untersteirischen Verhältnisse angepasst nach dem nationalen, freiheitlichen und wirtschaftlichen Standpunkt, kennzeichnete seine wohlgesinnte Haltung gegenüber den slovenischen Bauern, erörterte seine Stellung zum Antisemitismus, und schloss mit der Bitte, ihn in seiner etwaigen Thätigkeit als Ab-aeordneten durch reges Einvernehnien zu unterstützen. Lebhafter Beifall lohnte die sachliche Rede, worauf Heer Stallner von den Anwesenden einstimmig als Candidat acceptiert wurde. Herr Oberlehrer Roschutnik fragte hieraus den Candidaten. wie er sich zu den Forderungen der steiermärkischen Lehrerschaft, wie sie in den Beschlüssen des Grazer Lehrertages vom 26. Mai d. I. ausgesprochen wurden, verhalten werde. Herr Stallner beant-wortete die Interpellation so, wie sie ein warmer Freund der Schule und Lehrerschaft nur beantworten kann. Es wäre der steirischen Lehrerschaft nur zu wünschen, dass recht viel« „Stallner' in den Land-tag kämen. Herr Siechenhausverwalter Golub-ko witsch interpellierte über die Auslegung des Jagdschutzgesetzes. welche Anfrage gleichfalls be-friedigend beantwortet wurde. Herr Kammerrath Altzieb ler brachte einen begeistert aufgenommenen Trinkspruch aus Herrn Stallner auS und hob hervor, dass die Gewerbepartei von diesem alles erwarte. Hierauf wurde der osficielle Theil geschlossen und man blieb in geselliger Runde noch lange beisammen. Lichtenwald. Die Versammlung in Lichten-wald sand Sonntag nachmittag um 3 Uhr im Gasthaus« des Herrn Smreker statt, welche von fast sämmtlichen Wählern Lichtenwalds besucht war. Zum Vorsitzenden wurde Herr Smreker »su., zum Schristsührer, Herr Oberlehrer Tomitsch ge-wählt. Herr Smreker stellte den Versammelten Herrn Stallner vor, begrüßte die aus Cilli er-schienenen Herren, darunter Herrn Bürgermeister Stiger, den Obmann des deutschen Vereines, Herrn Dr. Heinrich v. Jabornegg, Herrn Dr. Ernst Mraulag und Herrn Schriftleiter Otto A m b r o f ch i t s ch. Der Vorsitzende gab der Freude darüber Ausdruck, dass durch die Anwesenheit des Herrn Stallner Gelegenheit geboten sei, diesen vor der 1896 Wahl kennen zu lernen, der übrigens al« strammer und wackererer deutscher Mann bestens bekanm sei. Bisher seien wir in der Wahl unserer Landiags-abgeordneten stet« sehr glücklich gewesen; die bis-herigen Abgeordneten Dr. Neckermann und Dr. Wokaun, mit denen wir in jeder Richtung zufrieden gewesen waren, seien beide stramme Deutsche und durch und durch Ehrenmänner gewesen. Unser neuer Candidat Herr Stallner sei vermöge seiner Stellung ein ganz unabhängiger Mann, weiter« aber als Gutsbesitzer, als Fabriksbesitzer und Bürger, meister von Hochenegg durch 3 Arten der Beschä'-tigung in die Lage versetzt, die Verhältnisse jene« Theiles des Lande«, welche er im Landtage zu vertreten haben wird, gründlich kennen zu lernen. Außerdem stamme er von Lichtenwald und sei e>» Cillier Kind und er werde gewis« für seine Heimat mit doppelten Eifer wirken. Er glaube daher, das« Herr Stallner ein würdiger Nachfolger seiner beiden Vorgänger sein werde, dem alle mit Freuden und gutem Gewissen ihre Stimmen geben könnien. Sohin legte Herr Moritz Stallner in längerer licht-voller Rede sein Programm dar, betonte entschiede» den nationalen Standpunkt, welcher die Bekämpfung de« Slaoenihums und deS ClericaliSmuS fordere, erörterte die Aufgaben der Wirtschaftspolitik de« Landtages, und kam zum Schluss« aus den An»-femitiSmuS zu sprechen, welcher in der Bekämpfung jeder Korruption begründet sei, aber nicht nach christlich-socialen Muster im Dienste des Clericali»-mus stehen dürse. Die Red« wurde mit stürmifchin Beisalle aufgenommen und zum Zeichen deS Einverständnisses erhoben fich alle Anwesenden vo» den Sitzen. Herr Oberlehrer Tomitsch erörlerie die traurigen Verhältnisse des LehrerstandeS uns ersuchte Herrn Stallner den Wünschen der Lehrer-schaft, insbesondere in Rücksicht einer durchgreifende» Gehalt«regulieruiiti, das Wort zu reden. Er werde damit so manche Thräne trocknen, die in den hungernden Lehrersamilien fließe. Herr Stallner versprach nach Kräften für die G-hallsreguli-rung des LehrerstandeS einzutreten, und erörterte die Nothwendigkeit die Zusammensetzung des Lande«-chulraihes so zu gestalten, dass die unteri'teirische-Schulangelegenheilen «ine richtigere Beurtheiln«; erfahren. Herr Rechtsanwalt Dr. K a u t f ch i t s ch wies in trefflicher Rede auf die ganz unsicheren Bestimmungen unserer Wahlordnung hin, durch welche gegenüber de^ constiiutionellen Rechten der Staatsbürger ganz'unwürdige Zustände geschane» seien. Er bittet den Herrn Candidaten. als Land-tagsabgeordneter dahin zu wirken, dass wir eme klare, für jedermann verständliche und den institutionellen Principien entsprechende LandtaqSwahl-ordnung erhalten, was Herr Stallner zusagte. Herr Tomitsch seierte Herrn Stallner als den richtige» Mann, der stet» daS schwarz-roih-goldene Banin neben den weiß-grünen hochhalten werde. Er fordert daher die Wähler auf. bei der Wahl „m Mittwoch vollzählig zu erscheinen und zum Wahl-siege beizutragen. Er bringt ihm ein kräftigt! .Heil!' Herr Dr. K au tsch itsch hob insbesondere hervor, das« Herr Stallner als unabhängiger Ä>i»» ohne bindende Rücksichten nach oben oder unim für die Interessen des Volkes einireten könne, der aber auch die schöne Ausgabe auf sich nehme» werde, daS Solidaritätsgefühl unter den deutsche» Untersteirern stets rege zu dalten, denn nur da« Band der Einheit, die Gemeinsamkeit uniere» Wirkens könne unseren nationalen Besitzstand er-halten, könne eS bewirken, daf« Eilli und seue deutschen Vororte dem Deutschtbum erhalten bleibe». Er brachte den Cilliern ein herzliche« „Heil!" Herr Bürgermeister Stiger oankte für die freundliche Begrüßung und trank aus die deutschen Licht» walder. Herr Stallner dankte für die Är> trauenskundgebungen und versprach alles auizi-bieten, um da« freundliche Wohlwollen, da« itj» entgegengebracht wurde, später zu rechtfertigen. Mit herzlichen DankeSworten und der nochmaligen ei-Mahnung an die Wähler, vollzählig und pünktlich zu erscheinen, schloss der Vorsitzende, Herr Zmrektr. die so schön verlaufene Versammlung. Htann. Sonntag abends sprach Herr Etallaa in Rann in Höfler'S Gasthause, dessen Räumlichkeiten die große Zahl der erschienen Wähler kaum zu fassen vermochten. Herr Bürgermeister FaleSchiin eröffnete die Versammlung, stellte Herrn Zlallna als LandtagScandidaten vor, begrüßte die ör-schienenen und die Gäste au« Cilli und LichtenwaK und trug einer Ehrenpflicht Rechnung, indem er de« verewigten Dr. Wokaun gedachte, der ini ganze« Wissen und Können für da» Deuischthum im Unterlande eingesetzt habe. Die Anwesend» erhoben sich zum Zeichen des Danke« und Sn Trauer von ihren Sitzen. Hieraus wurde Herr 1896 Moritz Slallner von der Versammlung mü einem dreifachen „Hoch" begrüß». Zum Vorsitzenden wurde Herr Bürgermeister F a l e S ch i n i, zum Schriftführer Herr Apotheker Ha»s Schniderschitsch zeivählt. Herr Stallner erntete nun die Aufgaben, die ein deutscher Landtagsabgeordneter in intionaler, freiheitlicher und wirtschaftlicher Richtung p erfüllen habe. Tie ebenso eingehenden, als «ich sachlichen Darlegungen, welche im wesentlichen «it d-'n bereits mitgetheilten Candidatenreden deS Herrn Stallner übereinstimmten, wurden häufig durch lebhafte Zustimmungsruke unterbrochen und am Schlüsse durch stürmischen Beifall belohnt. Herr Hans Schniderschitsch dankte dem Herrn Candidaten sör die trefflichen Ausführungen und wies daraus hin, dass die Wahl keinen würdigeren hätte treffen lönnen, denn Herr Stallner sei ein Sohn des Unter-landkS, der unsere nationalen und wirtschaftlichen Verhältnisse genau kenne, er sei ein deutscher Mann, der das Deutschthum mit ungebeugtem Nacken hoch-halten werde, der den Rannern wacker mithelfen »erde, ihre liebe Vaterstadt deutsch zu erhalten. Er glaub, daher im Namen aller zu sprechen, wenn er beantrage, alle Stimmen bei der LandtagSwahl ans Herrn Stallner zu vereinigen. Dieser Antrag »urde unter stürmischem Jubel einstimmig angenommen. Herr Bürgermeister FaleSchini ersuchte die Wähler, sich bei der Wahl vollständig einzu-sinden und brachte auf die deutschen Wähler dir Ztadt Rann ein dreisacheS „Hoch!* Herr Stallner dankte unter lebhaftem Beifalle. Herr Bürgermeister Stiger sagte, dass die Cillier freudigen HerzenS m die deutsche und gastliche Stadt Rann gekommen seien, stets bereit mit den Rannern Freud und Leid » theilen. Heute seien sie gekommen, den Rannern tlir Bestes zu bringen, ihren Moritz Stallner. Er brachte den Rannern ein jubelnd aufgenommenes „Hoch". In zündender Rede dankte Herr Vice-ditrgermeister Julius Rakufch aus Cilli den Rannern dafür, dass sie mit den Cilliern treudeutsche Waffenbrüderschaft halten und brachte auf den Herrn Bürgermeister FaleSchini ein .Hoch" auS. Tiein versicherte, dass die Stadt Rann aus der Badn nationaler Entwicklung immerdar die Stadt Eilli als Muster und Vorbild sich vor Augen ballen werde. Die schöne Stadt Cilli soll leben immerdar! Hieraus wurde der ofncielle Theil geschlossen und in der demselben folgenden gemüth« lichen Zusammenkunft feierte Herr Klabutschar die Stadt Cilli in begeisterten Worten, indem er aus das so glänzend verlaufene Feuerwehrfest hinwies. politische Rundschau. Die Kanzlei deS Abgeordnetenhauses versendet für die am I. October stattsinvende Sitzung folgende Kagesordnnng: l. Bericht deS Ver-waltunciSauSschusseS über die Regierungsvorlage, betriffend die Erlaffung eines GefetzeS. wodurch einige Bestimmungen des Gesetzes vom 3. December 1863, R.-G.-Bl. Nr. 105 (Regelung der Heimaths-verhältnifse) abgeändert werden sollen. 2. Bericht des permanenten StrasgesetzauSschusseS über den Dringlichkeitsantrag des Abg. Dr. Bareuther auf Erlassung eines Gesetzes zum Schutze der Wahl-freiheit. Wahlen in den Kärntener Landgemeinden. Mi« den steiermärkischen Landgemeinden haben Montag auch die Kärntener Landgemeinden die LandtagSwahlen vollzogen. Im Bezirke Klag^nfurt wurden die bisherigen Vertreter Franz Kirschner und Franz Huber, in Spital der Grundbesitzer Anton Warnifch und Daniel Kotz. Beide neu ge-mahlt: Beide gehören der Teutschen Volkspartei an. Im Bezirke St. Veit wurden die bisherigen Vertreter Gustav Hock und Funder, im Bezirke Dölkermarkt die bisherigen Vertreter Einspiele? und Grundbesitzer Muri gewählt. Im Bezirke Herma-gor siegte die Katholische Volkspartei, indem die bisherigen Abgeordneten Johann Huber und der Grundbesitzer Franz Grafenauer gewählt wurden. )n Villach wurde der bisherige Vertreter Matthäus Lrasch wieder- und der Grundbesitzer Johann Barihnae (Teutsche Volkspartei) neugewählt. In WolsSberg wurden die Deutschnationalen Johann Tschernigg, Reichsrathsabgeordneter. mit 62 und AloiS Hönlinger, Gutsbesitzer, mit 59 von 86 ab-gegebenen stimmen gewählt. Tie Neuwahlen er-gaben 10 Gewählte aus der Deutschen Volkspartei und vier auS der Katholischen Volkspartei gegen-über einem früheren Verhältnisse von 11 Liberalen und drei Clericale». Unter den neu gewählten 4 Mitgliedern der Katholischen VolkSpartei befinden sich 2 Slov>nen und 2 Teutsche. Liberale Kan-didaten waren nicht ausgestellt, die früheren Mit- ..N-utl-ch- Macht" glieder dieser Partei sind zur Deutschen VolkSpartei übergetreten. Z>entschböhmischer Stidtetag. Sonntag wurde in Teplitz ein von 26 Bezirken und 79 Städten und von Liberalen wie von Nationalen beschickter Slädtetag abgehalten. Anwesend waren die meisten deutschböhmischen Abgeorvneten. Der Städtetag beschloss einmüthig eine Protestkundgebung gegen die TschechisirungSaction. Ferner wurde die Grün-dung eines Volksschatzes beschlossen, der von der liberalen und von der nationalen Parteileituug zusammen verwaltet werden wird. Mit der Abgrenzung des „künftigen Zarenreiches" beschäftigt sich bereits die „Goniec Wiel-kopolski": Polen müsse als Grenze im Norden die Ostsee und im Süden daS Schwarze Meer haben. Ueber die Grenzen im Westen und Osten ist sich der „Goniec" noch nicht ganz klar, er will sie aber nicht zu eng gesteckt wissen. Der beste Punkt, von dem daS zukünftige Polenreich aus zu regieren sei, würde aus natürlichen Gründen Lemberg sein, denn in der Nähe Lembergs. das selbst allerdings an keinem Flusse gelegen sei, befänden sich die Quellen großer Ströme, die, wie der Pruth (der in die Donaumündung fällt), der Dnjestr :c.. nach dem Schwarzen Meere strömten oder wie die Weichsel, der Niemen (der „Goniec" fasst die „Umgebung" Lembergs sehr weit aus) :c. der Ostsee zueilen. Die Deutschen hätten die Losung: „Von, Fels zum Meer," die Polen sollte» an der altpolnischen Parole: „Polen von Meer zu Meer" (von der Ostsee bis zum Schwarzen Meere) festhalten. Diese akademisch-geographischen Studien zeigen jedenfalls, dass ein großer Theil der Polen noch weit von der Resig-nation entfernt ist, die sie bei der Erstrebung kleiner Zugestäudnisse so eifrig betonen. ßonstitntionelles Leben in Halizien. In Galizien erhielt, wie die Wiener „Arbeiter Zeitung" mittheilt, der bäuerliche Landtagsabgeordnete Wojceck, der zuerst gegen die Socialdemokraten, dann aber auch gegen die Schlachta aufgetreten war. von dem Bezirkshauptmann Hosrath Caskorski die strengt Weisung, seinen Wählern keine Rechenschaftsberichte mehr abzustatten, weil er doch nur daS „Volk irreführe" und seine bisherigen Rechenschaftsberichte fchon »vollkommen genügen". Hagesneuigkeiten. Kampf zwischen österreichischen Kruppen! Nach einer Meldung des Magyar Hirlap soll cs vor einigen Tagen zwischen einem Bataillon de« au« Magy-aren bestehenden 38. Infanterie-Regiments Mollinary und einem Bataillon des 78. Jnsanter^Regiment» Sokeevie in Nevisinje (Herzegowina) ,u einem von den croatischen Soldaten des 78. Regiment« provocierten Zusammenstoße gekommen sein. Die Kroaten sollen Schimvsworte gegen die Magyaren gebraucht haben, in Folge dertn e« bald zu einem Handgemenge kam. Erst mit Waffengewalr gelang e«, die Streitenden zum Aufgeben de« Kampfe« zu veranlassen, und mehr al« ein Mann hat blutig de» Platz »erlassen. Dieser Zu-sammenstoß wird nach Angabe de« Magyar Hirlap streng geheim gehalten und sind darüber die über-triebensten Gerüchte verbreitet. So erzählt man in Brod, das« auch die Officiere der beiden Bataillone miteinander in Streit geriethe» und der Zusammenstoß so arg war, das» der Commandant de« Regimentes Mollinary Allarm blasen und mit scharfen Patronen unter da« 78. Regiment schießen ließ. E« sei solange scharf geschossen worden, bis der vierte Theil de« eroa-tischen Bataillon« todt auf dem Platze gelegen sei. Der Mag. Hirlap gibt selbst zu, das« er heute noch nicht feststellen könne, wie viel von der Nachricht authentisch ist, doch so viel sei gewis«, das« seit dem Vorfalle au« Nevesinje keine Sendung der Militärpost eingetroffen sei. Die „Bosnische Post", welche einige Zeilen über den Vorfall veröffentlichte, wurde consiSciert. Hin bestialischer Mord. Au« Preßburg wird gemeldet: Dem Saaper Landmann Frau; Cfizmann wurde aus freiem Felde durch einen Unbekannten mittelst zweier Sensenhieb« der Kopf buchstäblich abgemäht. Von dem Thäter ist »och keine Spur entdeckt woiden. harter Winter in Aussicht. Man schreibt den „M. N. N." aus Paris: Zu den Anzeichen, die auf einen frühen und harten Winter schließen lassen, gehört der Aufbruch der Flamingo«, welche an einigen Stellen der mittelländischen Küste Südfrankreichs über-sommern. Gewöhntich ziehen diese Vögel erst gegen Ende September über« Meer nach Nordafrika, baben sich aber die«mal ganze drei Wochen früher zu der Reise entschlossen. Bei Carcassonne hat ein Jäger deren zwei, die 1.4« Meter in der Höbe maßen, geschossen. Mit ihren weitauögebreiteten rothen Flügeln über den rosafarbigen Leibe bilden sie nun den schönsten Schmuck eine« doriigen Schaufenster«. 3 Aeknhard-Aahn. Ein Bericht der Handel«-kammer von Turin tritt für den Bau einer Eisenbahn über den großen St. Bernhard ein, für welche ein Plan ausgearbeitet worden ist. Die größte Höhe würd« mit 2200 Metern erreicht werden, wo ein Tunel gebaut werden soll, der auf der schweizerischen Seite mündet. Die Strecke von Aosta nach Martigny wird 60 Kilometer lang sein und in drei Stunden durchfahren werden. Da« Capital soll 40 Millionen betragen und da« gebildete Syndicat erwartet von der Linie, welche die Entfernung zwischen Turin und Lausanne um 100 Kilometer abkürzt, einen großen Aufschwung de« Verkehr» zwischen Piemont und Westdeutschland, Nordostfrankreich, Belgien und Holland. Bon Mailand au« betrachtet man den Plan mit scheelen Augen, da die Ausführung der Simplonbahn dadurch aufgehalten werden könnte. An Alk« fand eine Zusammenkunft de« Welt-bunde« zur Hebung der öffentlichen Sittlichkeit statt. Au« den dreitägigen Verhandlungen 1,"! d«r Beschluss hervorzuheben, den schweizerischen Bundesrath um An-babnung internationaler Maßnahmen gegen den Mädchenhandel zu ersuchen. In e!nem Schreiben an den Bund sagte der Polizeidireetor von Bern, Oberst Scherz, die (laut Zeitungsberichten) vom preussischen Justizminister gegen die Stadt Bern erhobene Anklage, sie sei ein Hauptstapelplatz de« Mädchenhandel«, entspreche nicht den Thatsachen. Ehrenzeichen für 2.»jihr. Keuecwehr-Pienst-leistung. Im ersten Halbjahre 1996 erhielten in Oberbaiern 122, Niederbaieru ll2, Ob«rpfalz l 17, Oberfranken 113, Mittelfranken Öl, Unterfranken 138, Schwaben 188 Mitglieder der freiw. Feuerwehren (im Ganzen 851 Mann) da« staatliche Ehrenzeichen. — Wann wird e« wohl in Oesterreich einmal dazu kommen? Wahrscheinlich noch lange nicht! MaffenausschUestuug von Hqmuastasten. Wie die „Hartung'fche Zeitung" erfährt, sind an den drei Gymnasien zu Königsberg in Preußen in letzter Zeit etwa 60 Primaner wegen Theilnahme an ver-botenen Schülerverbindungen ausgeschlossen worden. Schwimmt ein ?nenmaticrad oder nichts Diese hochwichtige Frage wurde kürzlich in EimSbüttel in echter Schildbürgeratt auf Grund einer Gasthaus-wette zwischen mehreren Radfahrern gelöst. Im seiet* lichen Zuge marfchirten sich» der »Wettanten* im Gänsemarsch nuch dem nahegelegenen ElmSbütteler Kanal, voran der dicke Wirt mit einer großen Laterne, dann ein ebenfalls beteiligter Hund. E« folgte der glückliche Besitzer eine« Stahlrosses, welcher da« Hinter-rad seine« Rade» zu dem bezüglichen Zwecke ab-genommen hatte, ihm nach die anderen Beteiligten. Auf der Brücke angekommen, warf man unter allge-meiner Spannung da» Rad in'« Wasser. Und stehe da, es schwamm, doch nur kurze Zeit hielt die Freude an, denn plötzlich war da« Rad in die Strömung ge--kommen und in der Dunkelheit den Blicken der ent-setzten Zuschauer entschwunden. Inr Krage der Gualikcatlonstabellen. Der BezirkSschulrath der Stadt Wien hat beschlossen, an den LandeSschulrath den Antrag zu stellen, e« sei bei der Qualificmion der Bewerber um definitiv« Lehr- und Schulleiterstellen sowohl von den Schulleitern, al« auch von dem k. k. Bezirksfchulinfpector über die gleich«» QualisieationSmomente in der Diensttabelle, Rubrik „Verwendung im Berufe", da« Urtheil einzusttzen. Die in der Diensttabelle bisher angeführten QualisieationSmomente seien in der Weife abzuändern, das« an Stelle der bisherigen elf QualisieationSmomente nur mehr fünf treten, und zwar: Fähigkeit, Schulzucht. Ver-Wendung, UnterrichtSerfolge, Besondere Bemerkungen. Bezüglich der Ziffern habe» zu gelten: l für seh» gut, 2 recht gut, 3 gut, 4 minder gut und 5 unzureichend. Ferner wurde beschlossen, e« sei an den niederöster-reichischen LandeSschulrath da« Ersuchen zu richten, in soferne die QualisicationStabellen als öffentlich zu er-klären, alS dem Oualisieierten die Einsichtnahme i» seine eigene Qualisieation und ein eventuelles Einspruchs-recht gestattet werde. Ariauler falsche Geldscheine. Vom Lande«-geeichte Salzburg sind dieser Tage die drei italienischen Ziegelschläger Basutti, Bianca und Magrini, welche in Salzburg falsche Fünfziger au«gegcbe» haben, zu 3, 4 und 10 Jahren schweren Kerker« verurtheilt worden. Die falschen Slaat«noten rührten ohne Zweifel von der erst vor einiger Zeit unschädlich gemachten, lange »»entdeckt gebliebenen Band« von Fälschern österreichischer Bank- und StaatSnotkn in Ubine her. Fund germanischer Kleidungsstücke. Im Stader Moor wurde kürzlich der Anzug eine« Deutschen au« der Merovingerzeit gefunden und von dem Conser-vator Lindenschmitt am römisch germanischen Central-muscum in Mainz wieder zusammengefügt. Wie man weiß, hüllten sich die alten Gennanen in eine große wollene Decke, welche sich auf der rechten Schulter mittelst eine« Dornes oder einer bronzenen Nadel zu-lammen befiele,, r : finh „■ h,n | | .P?tttstbs iüadjt' eine genügende Anzahl vorhanden. Den Mantel selbst länger al» 1000 Iah« zu erhalten, wäre wohl nicht möglich gewesen, wenn nicht der Gerbstoff de» Moore« ihn bewahrt halte. Sämmtlich« Theile tot» Fund«» zeigen eine braune Tabak»farb«. D«r Mantel hat eine dunkle, fingerbreite Borte und etwa zwei Zoll lange Fransen. Die Länge beträgt 2'10 Meter. Der Stoff besteht auS Wolle, d.-ren Fäden etwa die Stärke de» Segelluchgespinnste» zeigen. Außerdem wurden gefunden zwei feinere wollene Binden, nxtche mit ledernen Riemen zeitweise um die Waden gewickelt wurden. Von den beiden ledernen Bundschuhen, die über besonder» für diesen Zweck angefertigte d ehrlichen Büchern der HauSbücherei des Studentenheim» zuzuführen. — Herr Dr. Gustav Beck hat sich bereit erklärt im Studentenheime alle vier Monate unentgeltliche Zahnvisitation vorzu nehmen und die Zahnoperationen mit 50 Preis nachlasse, bei armen Schülern nur gegen Vergütung des verwendeten Materiales auszuführen. — Et-waige Bücherspenden. welche den Grundstock eines im Laufe der Zeiten anzulegenden guten HauS-bücherei bilden werden, übernimmt dankbar die Leitung des Studentenheimes. Todesfall. Dienstag ist in St. Peter Frau Antonie Iefchounig, die Mutter des Herrn Hans Jefchounig in Arndors verschieden. Sie ruhe in Frieden! Kamiliennachricht. Dienstag fand in der Stadt-Pfarrkirche die Vermählung deS Herrn Dr. Emil Weigmann, Landesconcipift in Graz, mit Fräulein Caroline Ferjen. Tochter des Kaufmanns und Gemeinderathes Herrn Carl Ferjen statt Ovstansllellung. Für die am 10., 11. und 12. d. M. hier stattfindende Obstausstellunq gibt sich in den Kreisen der Landwirthe schon lebhafte Theilnahme kund. Die Plakate geben die Details bekannt. Die Anmeldebogen sind auch schon auS-gegeben. Fheaternachricht. Sonntag d.'n 27. Sept. findet im städtischen Theaier die Logenlicitation um 11 Uhr vormittags statt. Man kann mit Rücksicht darauf, dass die Gesellschaft eine sehr gule sein soll, auf eine gute Betheiligung rechnen. Die Eröffnung der Vorstellungen ist aus den 29. d. M. anqesetzt. Z»ie Weinklapper«. Wir erhallen folgende Zuschrift: Geehrter Herr Schriftleiter.' Ein be-geisterte? Verehrer und Anhänger Cilli'«, welcher seit zwölf Iahren allsommerlich hier Ausenthalt nimmt und wahrlich ein warmes Herz hat für die schöne Sannstadt, es auch an herzlichster Anerkennung der zahlreichen Vorzüge dieses fympatifchen Ortes in Wort und Schrift nicht fehlen läsSt, wendet sich an die Schriftleitung der „Deutschen Wacht" mir der Anfrage, wieso es möglich ist, dass irgend ein Privatmann mit einem völlig werthlosen Spielzeug die Bewohnerschaft einer ganzen Stadt quälen und beunruhigen darf, wie die» nun seit Wochen durch den Höllenlärm auf dem Nikolaiberge geschieht? Schreiber dieser Zeilen kennt so ziemlich die ge-segnetsten Weingelände Europas: die Rebenhügel des Rheins, der Mosel, des Main und der Schweiz, die Traubenparadiese Italiens und der Provence, wie die Tokayergegend in Ungarn, hat auch in Cilli selber schon den Ton manch einer Weinberg-klapper im Herbst vernommen, aber nie und nirgends ist ihm jemals solcher nervenmarternder Höllenlärm vorgekommen, wie er jetzt Tag und Nacht unauS-gefetzt, eintönig, unentrinnbar von der Höhe des Rikolaiberges herab erschallt und die ganz« Um-gebung auf Meilen in der Runde erfüllt. Zu dem angeblichen Zwecke: ein paar Vögel von den Wein-beeren, die da oben hängen, zu verjagen, steht diese Höllenmaschine, welche jeden geistig Arbeitenden gründlichst stört und friedliche Bürger um den Schlaf bringt, in gar keinem Verhältnis. Bekannter maßen pflegen Vögel des Nachts nicht auf Nahrung« suche ausj'lgehen, sondern zu schlasen. Ihretwegen mag dies Marterwerkzeug lustig weiter rasen, es geht sie des Nachts gar nicht» an. Der Mensch aber, der des Abends noch am Schreibtisch ein Arbeitspensum zu erledigen hat, muß die« wahn sinnige, unanshaltsame, gedankenzerreißende, ohren beleidigende Geklapper erleiden, so dass er selber darüber rasend werden könnte. Die Vögel von heul-zutage sind auch sicherlich gebildeter als ihre primi* tiveren Vorsahren, zu deren Zeiten die Weinberg-klapper ersunden wurde. Der große Dichter Friedrich Rückert hat sein reizendes Gedicht: „Bogelweisheit", wohl seinen eigenen, stets emsigen nnd liebevollen Naturbetrachtungen entnommen. Ein alter Vogel apostrophiert da seine liebe Jugend: Höre junge Vogelbrut Eines Alten Lehren: Menschenwitz weiß bö» und gut Täuschend zu verkehren. Nah Du weder jenem Ort Wo sie hin Dich locken, Noch, wo sie Dich scheuch«» fort, Flieh sogleich erschrockeil. Denn wo Ihr die Lockung seht, Dort will man Euch haschen. Aber wo die Scheuche steht, Dürft Ihr ruhig nasch«». Hinter Scheuchen könnt Ihr still Eben Euch verstecken, Denn wo man Euch haschen will, Wird man Euch nicht schrecken. Wenn die Vögel die Trauben des Nikolai bergeS nicht auS Gesundheitsrücksichten meiden, was bei dem feinen Instinkt der Thiere für daS ihnen Zuträgliche bei der NahrungSwahl und dem dies-jährigen Zuckergehalt immerhin möglich ist — die Klapper wird sie nicht daran hindern, sich so viel Weinbeeren zu holen, als sie mögen. Jedem Kenner der Thierwelt ist wohlbekannt, wie rasch sich diese kleinen gefiederten Geschöpfe an jede Gattung von sich gleich bleibenden Schreckmitteln gewöhnen. Einen, mit feineren Gehörsnerven begabten Menschen aber, welcher in der herrlichen Natur rings um die schöne Perle deS Sannthase« den hehren Gottes 1896 frieden dankbarst und verständnisvoll zu schätzen weiß, kann diese schauderhafte Maschine wahrlich den Ausenthalt im lieben Cilli gründlichst verleiden. Ist denn da keine Abhilfe möglich? — Ein B-wohner Cilli's für Viele. Südmark. Die Südmark-OrtSgr. Hochenegg-Neuhaus-Weitenftein hält am Sonntag, den 27. d. in Hochenegg eine außerordentliche Hauptverfamm- lung ab. ...... Aachtrag. Zum SchwurgerichtSberichte unsern letzten Nummer baden wir nachzutragen, dass Max Spitan auS Wöllan. welcher nur wegen lieber-tretung gegen die Sicherheit des Lebens und lieber-schreitung der Nothwehr verurtheilt worden ist. von Herrn Dr. Johann Stepischnegg vertheidigt wurde. Osthandel. Von der Obstverwertungsstelle de« Obstbauvereines für Mittelsteiermark (Graz. Heinrich-straße 39) wird uns gemeldet: Bis zum 13. Sep- tember betrug m ar v Die Rachsraae Das Angebot in Metercentner Mostäpfel......169.520 85.330 Tafeläpfel...... 51.641 20.636 In der Berichts woche wurden als durch Ver-mittlung dieser Stelle verkauft 20 Waagon Mo'.-äpfel zum Preise von 400 fl. per Waggon an-gezeigt so das« bis nun zu 113 Waggon Obst ver-mittelt wurden. Tie Anzeigen über verkauftes Obst lausen sehr spärlich ein. wodurch Vielschreiberei ver-ursacht wird. — Im Interesse einer .orrecten ubJ schnellen Abwickelung der Geschäfte ist es gelegen, wenn sowohl die Verkaufs» als auch Kaussanzeign, so bald al» möglich dieser Stelle zugemittelt werden. Für Mostäpfel wird 400—420 fl., auch 500 fl.. für Tafeläpfel 800—900 fl., für Zwetschken 380 fl. per Waggon begehrt. Nach tiroler A t verpack sind angemeldet 200 ganze Original-Kisten Tafel-äpfel ä 100 kg. mit 10 fl.. Canada Reinet»» ■d 100 kg. 14 fl. Hin gefundener Arics. Letzten Donnerstag wurde am Jofefiberge ein unfrankierter ©rief lautend auf die Adresse: Frau Maria Luder-mann in Wien gefunden, in dem sich zwei Fuiis-gulden-Noten befanden. Der redliche Finder über-gab diesen Brief sammt Inhalt der Post z» Weiterbeförderung an die Adressatin. Vielleicht g«> nügen diese Zeilen, um den Verlustträger darüber »u berichtigen, dass das Geld an die richtig« Ädresse abgegeben wurde. Wereinsnachrichten. Südmark. In der ersten Sitzung d«r Perei,»-ltitunz, di« nach der hturigen Hauptversammlung stall-fand, sind di« Aemter in der nachstehenden Weise wr» theilt word«n: Reichsrathsabgeordneter Professor Dr. Paul Hofmann v. Wellenhof, Obmann: Ge-meinderath H-inr. W a st i a n. 1. Obmannstellvertretn. Baudireetor Josef Ackerl, 2. Obmannstellvertrel«: Rotariatscandidat Josef Plenk, 1. Schriftführer; Pn-feffor Dr. Ferdinand Khull, 2. Schriftführer: Su4' druckereibesitzer und Handel«kammerrath Joh. I a n ctti 1. Zahlmeister; Sparcasseadjunkt Adolf Horn eck. t Zahlmeister. E» sind nunmehr die folgend«» Bcrka»!«-gegenstände in Verkehr gesetzt: Südmark-vriefvaxierl Südmark^Postkarten, Südmark-Ersatzbriefe, Züdm-ck. Eigarrensxitzen. Südmark - Zündhölzchen cg««?hitli»i schwedisch«, schwedisch« Westtntasch«njünd«r, Wirl5cha>!». zündcr). Die Zündhölzchen sind in größeren Meaze» von d«r Zündwarensabrik des Florian Pojitzi Deutch-LandSberg in der Steiermark. in kleineren vtn dem Kaufmann« Heinrich Auer in der Neuthorzi?« » Graz, die Briefpapiere und Cigarrenspitztn sind von dem Papierhändler Anton Schwarz i» der Hcfgaffc,u Graz, die Ersatzbriefe und Postkarte» sind von d« VereinSleitung zu bezirh«". Di« Orttgrupvenleitmijen werd«» dringend ausgekordert, durch Bezug und eifrig«* Vertrieb aller dieser Gegenstand« zur Erhöhung Ki Einnahmen und zur Verbreitung d«S Namen» der Süt-mark kräftigst beizutragen. Utbrrfal! auf eine österreichische wilstn schaftliche Expedition. DaS osficiöse „Telegraphen -Correspondenz-Bureau" veröffentlicht unterm 16. d. M. folgen» Trauerkunde: „Laut einer kurzen telegraobischen Meldung deS Schiffes „Albatros" au« Cooktomi (QueenSland. Australien) wurde am 10. Augiiü d. I. im Gebirge der Insel Guadalcanar (Salo-monS-Jnkeln) ein mit wissenschaftlichen Forschunge« betraute» Detachement deS genannten Schiffes m den Eingeborenen überfallen, wobei der die E?-pedition begleitende Geologe Heinrich Freiherr vo» Foullon, der Seecadet Armand de Beaufor^ 1896 und zwei Malrosen getödtet, vier Mann schwer und zwei Mann leicht verwundet wurden. Viele Eingeborene wurden erschossen, der Rest ist entflogen. Nach dreiwöchentlichem, der Pflege der Verwundeten gewidmetem Aufenthalte im Marau-Sund auf Guadalcanar begab sich das Kriegsschiff „Albatros" nach Eooktown, wo einer der Schwer-verwundete» dem Landjpitale übergeben wurde, während sich die übrigen in Rekonvalescenz befinden. Weitere eingehende Nachrichten werden mit der erst l Ende Oktober einlangenden Post erwartet." Der „Albatros" ist ein Kanonenboot und gehört [ in die Categorie der Schiffe für specielle Zwecke I (Staiionö. und MissionSschifie). Er hat 570 Tonnen ' Gehalt, 400 Pferdekräfte und führt drei Geschütze. I Der „Albatros" trat anfangs Octobec vorigen ^ Jahres eine auf drei Jahre in Aussicht genommene wissenschaftliche Weltreise an. DaS Schiff nahm den Weg durch daS rothe Meer nach Ceylon, dann durch die Malakkastraße nach Australien, und zwar nach Sidney, und von dort nach den Inseln des Stillen Oceans. Der Commandant deS Schiffes ist der Fregatten-Kapitän Joses Mauler v. Elisena». Die Besatzung besteht aus sünf Officieren, fünf Eadetien und 100 Mann. Die Insel Guadalcanar, aus welcher der Ueberfall erfolgte, untersteht der englischen Schutz-Herrschaft und ist 6566 Ouadr.-Kilometer groß und sehr gebirgig. Erzherzog Franz Ferdinand schreibt in dem «Tagebuch" seiner Reise um die Erde 1392—93 über die Insel u. a. Folgendes: „Die Inseln Malaita und Guadalcanar weisen bis zu 2500 Meter emporsteigende Berge und üppige Ur-wälder auf. Diese Eilande sind noch wenig durch-forscht und von zahlreichen, ganz wilden Stämmen bewohnt, welche durchwegs Menschenfresser sind. Tie noch ganz wilden und menschenfressenden Bewohner der SalomonSinfeln sind äußerst heim-tückisch, hinterlistig und besonders den Weißen #e-fährlich, waS wohl auS der Thatsache hervorgeht, dass vom Juni 1889 bis Anfang 1890, also in wenigen Monaten, nicht weniger als sechs Weiße an verschiedenen Plätzen von den Eingeborenen der Salomonen ermordet worden sind." Der obengenannte Geologe Heinrich Freiherr v. goullon-Norbeck, der gelobtet worden ist. wurde am 12. Juli 1850 zu Gaadcn in Niederösterreich geboren. Nach Abfolvierung seiner Studien und der Miliärdienstvsticht kam er als Verwaltungs-Adjunkt zum Silberbergbau in Schemnitz. Im Jahre 1878 trat er als Volontär zur geologischen Central-anstalt über und wurde 1885 zum Adjunkten daselbst ernannt. Im Mai 1892 wurde er in die bosnische Abtheilung des Reichs-Finanzministeriums berufen. Voriges Jahr trat er wieder zur geologi-fchen Central anstalt über und wurde am 1. März 189(3 zum Chef-Geologe» extra statum ernannt. Er ist verheirathet und feine Familie lebt in Wien. Er hatte seinerzeit um die Erlaubnis gebeten, zum Zwecke wissenschaftlicher Forschung an der Expedition deS „AlbatroS" theilnehmen zu können. Foullon war als Geologe und Chemiker sehr geschätzt. Der verunglückie Seecadett oe Beausort. ein reich begabter, junger Mann, ist ein naher Ver-wandter eines in Preßburg lebenden OfjicierS. — Landexpeditionen, wie eine solche auf der Insel Guadalcanar unternommen wurde, werde» stets mit den größten Vorsichtsmaßregeln in'S Werk gesetzt. Eme starke Abtheilung mit Gewehren bewaffneter Matrosen geben den zu ForschungSzwecken an das Land gesetzten Osficiere und Gelehrten das Geleite. Zweifellos ist die Expeditionsabtheilung von einer weit überlegenen Schar von Wilden überfallen worden. Die Bewohner jener Insel sind hier und da auch schon mit Gewehren bewaffnet, wenn auch der Speer immer noch ihr Hauptkampfmittel ist. Tcr Lese- und Rrdeverein deutscher Hochschule? in Wien „Germania" (8. »ijitl, Josefftädterstraße 5Jr. ») veröffentlicht zum Beginne seines achten Halbjahre« fol> Mixn Aufruf: „Einst »>it i» nie»« hille 3i aller ©TÜ6«t Cini Sie lchrt» jil bet Oittllc 3b *ltr Bit» Item di»." Deutsckvolktiche Hoclischüler! Wiederum ift die Zeit gekommen, in der unier kammelrus an Euch zu ergehen pflegt. Ernster denn jemals tüid die Verhältnisse geworden, und auch wir bitten Euch heiler dringender als sonst: „Stehet fest und einig lammen in der „Germania", die Ihr dereinst berufen lein werdet, die Schaaren im Kampfe für die höchsten, heiligsten Güter des deutschen Volkes, Eures Volles, zum Siege zu führen I" Räch harten Mühen, nach emsiger, rastloser Arbeit haben wir e» nun endlich erreicht, dass die „Germania", der größte Verein unserer Hochschulen, immer mehr und mehr erblühte und gedieh. Viele sehe» „Keutsche Wacht" wir in uiiscren Reihen, die begeistert eintreten für die Echt-h.'it und Unversäijchtheit uit|eK» deutschen Volkithum», aber noch sind e» nicht Alle. Der Lese- und Redeverein deutscher Hochschüler in Wien „Germania" biete» seinen Mitgliedern zahlreiche, weit-gehende Vortheile: in der Lesehalle stehen über 200 Zeitungen (TageSdlätter, periodische Zeitschriften, Unter-haliungSblätter und wissenschaftliche Zeitschriften) zur Verfügung. nebst einer gediegenen Bücherei, di« bei 3000 Werke schöngeistigen und iachwissenschastlichen Inhalts ent-hält. Den Mitgliedern sind ferner die Vortrüge in der allgemeinen Redehalle, sowie in den verschiedenen Fachabtheilungen (für Literatur-, Kunst- u. Kultur geschichte, für Eocialwifsenschasten und für Heilkunde) zu-gänglich, ^iichl j'im letzten genießen sie bedeutende B e-g ün st»g u n g e n, die uns Theater, Bäder, Buclihand» lungen und gefinnungsverwandte Vereine zugestanden haben. Größere Veranstaltungen (CömmerS, Kränj-chen, Eommersest) re.z nigen unsere Mitglieder öfters im Jahre, und ;um näheren geselligen Zusammenschluß trägt unser gemüthliche» Heim, 8. Bezirk, Josefftädterstraße S, bei. Dasselbe besteht unter Anderen auS zwei Lese-räumen und einem Spielzimmer, welche tagsüber zu jeder Stunde geöffnet sind. Teutsche Hochschüler! Abermals hört Ihr unsern Ruf, und wenn Ihr mit uns der Anncht seid, vass ti die heilige Pflicht der Deutschen ist. zusammenzustehen, u n-bekümmert einerseits um alle Gegner unseres Volks-ihum», andererseits um alle jene „Auchnationalen", welch« in der That gerade das Gegentheil von de.n vertreten, was deutsche Art und deutsches Stammes be wusstsein ge> bieten, wenn Ihr entflammt seid für daS e r h a b e n >t e Ideal, das einem Manne deS Ringens wert fein kann, für die Größe und Freiheit Eures deutschen Volke», dann kommt, tretet unserer „Germania" bei, die dann in Wahr-heil da» sein wird, was sie sein soll: der Sammel-Punkt der deutschvolklichen Hochschüler Wien«! jvr. E. Kauba, mvä. M. v. S t a y e r, erster Obmannftellvertreter. Obmann. U'clin. R. Redl. zweiter LbmannsteUvertreter. Aus den Satzungen: 8 3. Mitglieder können nur Teutsche sein. BeitritlSanmeldunaen nimmt der Tienstbabende im Ausschusszimmer des Vereines. 8. Bezirk, Josefstädter-straße «, entgegen. Schristthum. Ueber die Lovtse» de» «aiser« auf dessen Nord-landfadrte» giebt Christian Krohg in dem soeben erschie-nenen, prächtig ausgestatteten und inhaltsreichen ersten jCSeft des XI. Jahrganges der „modernen Kunst" (Verlag von Stich. Bong. Berlin W. .r>7) sehr interessante Auskunft. Von den Details dieser Reisen hat man in Folge der Ab-geschlossenheil des SchiffSlebenS bisher nur wenig er-fahren. Um so willkommener müssen für viele Leser die trefflichen Schilderungen sein, welche die „Moderne Kunst", unser bestes und schönstes illustrierte» Blatt, enthält. Auch an anderen ausgezeichneten Gaben ift da» erste Heft des XI. Jahrgange» der „Moderneu Kunst" ungemein reich. Eine 'ausgezeichnete Leistung im Aquarellfacsimiledruck ist die Extrukunstbeiiage nach E. von Blaa»' originellem Ge-mätde „Ersehnte»' Glück". Wir wüßten keine moderne Heilschrist zu nennen, welche gleich vollkommene Leistungen auszuweisen hat. Eine wahre Prachtleistung ist der doppelseitige Holzschnitt nach R. Eichstädt's trefflichem Bilde „Viktoria!" (Heimführunq der 1807 von den Franzose» geraubten Viktoria im Jayre 1814), welches die dieSjä hrige Internationale Ku»siau»ftelluna in Berlin schmückt. Zahl-reiche andere auSgczeichneie schwarze und faerbige Holz-schnitte schließen sich an. FRITZ RAbGH, Buchhandlung, CILLI. - Vermischtes. per Schnarcher. In Neu-Jersey hatten sich die Einwohner eines Hauses über einen Miether beschwert, der durch sein gewaltige» Schnarchen die Nachtruhe deS ganzen großen Gebäudes störte. Eine New-Horker Zeitung schickte einen Ausfrage? zu dem Meister-Schnarcher, der John Henry Verry heißt. Er besitzt eine Riesennase, doch will er zu seinem Schnarchen erst gekommen sein, als ihm ein Matrose einen Stiefel an seinen Gesichts-vorsprung geworfen hatte. Seit der Zeit wollte Niemand mehr von ihm wissen. Wenn er als See-mann von Beruf Beschäftigung gefunden hatte, wurde er nach einer Nacht baldigst wieder an Land gesetzt. Auch zu Lande ist sein Leben eine traurige Odyssee, denn wenn er schnarcht, widersteht keine Mauer und alle Stockwerke gerathen in Aufregung. Er verheirathete sich. Seine Frau erklärte ihn für einen guten Mann, aber sie könne nicht schlafen. Daher ging sie auf ein Stündchen zu ihrer Mutter, um z» schlummern und kam nicht wieder. Nur ein lebendes Wesen kann es bei ihm aushalten und da« ist sein Hund „Sport", sein einziger Freund im Unglück. Berry hat nur eine Hoffnung, vom Schnarchen geheilt zu werden, und eine Furcht, dass ihn sein „Sport" dann nicht mehr keuneu wird! Prunksucht ist heilbar! Ein wirksames Mittel, seine Arbeiter vom SchnapsgenusS abzuhalten, 5 bringt ein Fabriksbesitzer seit längeren Jahren zur Anwendung. Er hat der „ftöht. Volks-Zeitung" zufolge, folgende Bestimmungen getroffen.- Jeder männliche Arbeiter über 16 Jahre, der sich des Genusses von Branntwein ganz enthält, empfängt monatlich eine Mark. Sie wird an jedem ersten Zahltage des Monats seinem Lohnbetrage beigefügt, ohne jede weitere Nouz aus dem Lohnzettel. Di« Controle darüber, ob der Arbeiter thatsächlich während des betreffenden Monates keine» Schnaps getrunken hat, weder in der Fabrik, noch im WirtS-Haus, noch zu Hause, noch sonst irgendwo, besteht darin, dass er einen Schein unterschreibt und am letzten eines jeden MonatS in einen verschlossenen Kasten legt. Dieser Schein lautet: „Ich linier-zeichnete? erkläre auf Treue und Gewissen, dass ich im vergangenen Monat . . keinen Brannwein, keine Liqueure, Magenbitter u. s. w. oder irgend ein anderes gebranntes Getränk genossen habe. .." Nur der Obermeister und zwei Vertrauenspersonen erhalten außer dem Fabriksherrn Kenntnis von de. einzelnen Scheinen. Selbstverständlich wird derjenige, der betrügerisch einen solchen Zettel abgibt, sofort entlassen. Aever die Arsachen der Selbllmorde hat, wie man der „K. Z." schreibt, ein Engländer, Forbes Winslow, dem Eongreß sür gerichtliche Medicin in London eine interessante Statistik mit-getheilt. Sie erstreckt sich auf rund 7266 Fälle, von welche» freilich bei 1389 bei Männern und bei 670 bei Frauen die Ursache als unbekannt an-gegeben werden mußte. Von den übrigen Selbst-morden wurde die Ursache folgendermaßen ermittelt: 905 Männer begingen den Selbstmord in Folge allgemeinen Elends und Mangels, Frauen nur 511. Mehr Frauen, nähmlich 524, wurden durch häuslichen Kummer in den Tod getrieben, dieser Zahl steht die vo» 728 Männern gegenüber. Geldverlust war bei 322 Männern und 233 Frauen die Ur-sache zum Selbstmorde. Daun folgen als nächst-häusige Ursachen Trunkenheit und Ausschreitungen, die für 287 Männer und 268 Frauen zum Selbst» morde bestimmt waren. Spielverlust ha« auf beide Geschlechter annähernd die gleiche Wirkung, da hier 155 Männer» 14 l Frauen gegenüberstehen. In-teressant sind die Zahlen, bei welchen als Ursache verletzter Ehrgeiz genannt ist; hier finden sich neben nur 122 Männern 416 Frauen. Sehr viel ver-derblicher als sür die Männer scheint sür die Frauen auch der Liebeskummer zu sein, da solcher bei 157 Frauen der Anlaß zum Selbstmorde, wurde dagegen nur bei 67 Männern. Dann folgen über-triebene Eigenliebe und Gewissensbisse mit ungefähr 56 Selbstmorden bei jedem Geschlechte; dem Fana-tismuS fielen 16 Männer und eine Frau zum Opfer, dem Menschenhaß je drei Personen. Im Allgemeinen kommen aus drei von Frauen began-gene Selbstmorde vier solche von Männern. Die Aufstellung einer solchen Statistik hjf gewiß viel Schwankendes in sich, da die Ursache vielleicht soga.-in der Mehrzahl der Fälle nicht so einfach mit einem Worte richtig angegeben werden kann. Trotz-dem ist auf den vorstehenden Versuch ein aner-kennenswerther Fleiß verwandt, dessen Ergebnisse wohl Berücksichtigung verdienen. Ane keitrre Hpisode wird aus Kairo berichtet: Dort herrscht in Folge der Eholera-Erkrankungen eine etwa» übertriebene Furcht, die trotz des Ernstes der Sache manchmal unwillkürlich zum Lachen reizt. So wanderte jüngst durch die winkligen Straßen ein biederer holländischer Eapitän. der sich gegen die Nachtkühle mit einem dicken Mantel beschw-rt hatte. Aber in der sonnigen Tageshitze wurde ihm dieser immer lästiger und schwerer, so daß er endlich einen dort herumlungernden braunen Burschen anrief und ihm den Mantel zum Tragen übergab. Der Bursche folgt« auch endlich seinem Auftraggeber und hielt zuerst mit ihm gleichen Schritt; dann aber wurde sein Gang immer langsamer und schleppender, so dass der Eapitän unwillig stehen blieb und ihn anfuhr: „Kerl, laufe doch ein Bischen schneller.-„Ich kann nicht, Herr," tönte es müde zurück. „Und Sie müssen es auch nicht so übel nehmen, denn, wenn man eben erst aus dem Cholera-Hospital entlassen worden —" Der Herr Eapitän taumelte plötzlich, wie vom Schlage getroffen, zehn Schritte weit zurück, streckte die Arme abwehrend au» und schrie: „Was. aus dem Eholera-Spital?! Und das hast Du mir nicht gesagt?! Kerl, mache, dass Du mir au» der Nähe kommst!" Und als ihm der Bursche den Mantel zureichte, schrie er abwehrend weiter: „Nein, nein, weg mit dem Mantel, den rühre ich nicht wieder an. Behalte ihn und hier hast Du auch noch ein Trinkgeld, aber mache, dass Du fortkommst I" Der Eapitän warf dem braunen Burschen ein Geldstück zu, das dieser geschickt auf- .Deutsche Wacht' 1896 fing, und dann ging er mit möglichst langen Schrillen davon, ohne sich noch einmal umzusehen. Der schlau lächelnde Bursche blieb noch »inen Augenblick stehen, indem er den Mantel und das Geldstück betrachtete, dann aber bekam er plötzlich flinke Beine, und im Forteilen lachte er vor sich hin: .So ein Cholera-Hospital ist doch gut — besonders, wenn man nicht d'rin war." Schwede Krage». Die bevorstehende Hochzeit de« italienischen Kronprinzen mit der Prinzessin Helene von Montenegro hat einige „Fragen" ge« schaffen, die verschiedenen Leuten in Rom Kopf-zerbrechen bereiten. Da ist zunächst die Frage, wie es anzufangen sei, dass Prinzessin Helene, wie ihr Vater wünscht. Montenegro noch als orthodoxe Christin verlassen und den italienischen Boden doch schon, wie König Humbert wünscht, als Katholikin betreten könne. Vielleicht entschließt man sich dazu, die Prinzessin ihren Uebertritt während der Uebe'-fahrt nach Italien aus hoher Tee vollziehen zu lassen. E» wäre dies umso leichter zu veranstalten, als sie sich nicht umtaufen zu lassen braucht, da die katholische Kirche auch die orthodoxische Taufe als vollgiltig anerkennt. Allerdings müßte da mit der Möglichkeit einer Störung der Zeremonie durch Seekrankheit gerechnet werden. Eine andere, viel schwierigere Frage ist, in welcher römischen Kirche und mit welchem Gepränge die kirchliche Trauung erfolgen soll. Zum erstenmale soll ein italienischer Thronfolger in Rom ge caut werden, da ist eS denn nicht ausgeschlossen. dass der Papst Schwierig, teiten macht, keine der großen, zum Zwecke einer prunkvollen Fürstenhochzelt geeigneten Kirche f.tt« gibt, der hohen Geistlichkeit die Vornahme der Trauung und die Anwesenheit dabei verbietet und was dergleichen kleine Nadelstiche mehr wären. Dem fchlichten Bürgerverftand erscheint allerdings auch diese „Schwierigkeit" als stark aufgebaufcht. Sie besteht nur so lange, als man bei der vor-gefaßten Meinung behalt. die kirchliche Trauung des Kronprinzen müffe unbedingt mit dem höchsten Pu«! erfolgen, sie verschwindet in dem Augenblick, da man sich bewußt wird, dass eS ..auch anders geht". Akitz. Wie verschieden die einzelnen Baum-gattungen den Blitz anziehen und leiten. daS erhellt auS Versuchen, die jüngst in einem größeren Wald-gebiet von Lippe-Detmold gemacht worden sind und sich aus einen Zeitraum von 11 Jahren erstrecken. Der Blitz traf dort, wie dem ,.Hann. Kour." ge-ichrieben wird, während der Beobachtungsjahre: 56 Mal Eichen, 20 Mal Tannen, 3 bis 4 Mal Fichten, niemals aber Buchen, und doch war das betreffende Waldgebiet zu sieben Zehntel mit Buchen bestanden. haucht fläl«chea Bit rinn «tan «ttqartt» nttieVn ift. mit ta g-n, «leiten £ »»♦-matfr Mi fttrr »k» Man acht« »t«t» aas dl«aa rke! (llf««e »■» ete*e»mrt »«in » «Säe ans Urank M Wirf» !wbü^^aff«'™&it "«e'frlii *.»•« meines Balsams baitada audlraat aed adreiilre: Ae dls Sohetiangal- daa A. Tklarry la Praarada bei Rahltaob-Saaerbrean. -- --- fraaca |»nz in ma «•ruSaaMrtfn« ober Rachaatmt bei Petrsj«! Adolf Thlerry, Apotheker h Pngndi bei Rehlt»cb-Sa«erbri«i. f Eine grosse deutsche Weinpresse ift billig zu verlausen bei . «51-77 Anna Ticticr »i Tusser. ZM- Uopken! IlliKO Erker» A Cd». 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