Nummer 10. Ist tau, den 21. April 1901. . tttauerZeitmist. Erscheint jeden Sonnrag. Prei» für Pettau mit Zustellung in- Hau»- Monatlich W vierteljährig K 2.40, halbjährig K 4.80, ganMrig K mit «ofhmimbitua im Inland«- ttonatMA hh h w vierteljährig K 2.60, halbjährig K 6-, ganzjährig K 9.60.' - Knz.ln. Rumm.m 20°.^ Jn,an** 05 h' frniibfärtften werben nicht zurückgestellt, «nkündjgungeii billigst berechnet. — Beiträge sind erwiliilcht und längsten» bi« Freitag jeder Woche eingesandt werdeii. Lrsilärung. In Nr. 31. vom 17. April der „SMd-keirlschen Kresse" wird in einer Einsendung von Pettau wiederholt die Behauptung aufgestellt. die „Pettauer Zeitung" werde von der Südmark erhalten und sei Eigenthum der Sjidmark. Da ich noch niemals an den verein Südmark mit der Sitte um eine Sübveitis«^ herangetreten bin und von derselbe» nicht einon Heller erhalten habe, so bin ich nicht gesonnen, die dummen Lügen des Petta«er Berichterstatter» der „Südst. presse" über mich ergehen,n lassen. Pass ich von dem Vereine Südmark gänzlich unabhängig »In, beweise ich am besten dadurch, dass ich wahrheitsgemäß konstatiere, dass die Südmark in Rntersteiermark überhaupt nicht viel thut. Das Bettel« um Subventionen, Fechten um Abonnements und Spenden überlasse ich aber der Schriftleltung der „Südsteirlschen Presse." Pettau. im April 1901. der Herausgeber der „pettauer Zeitung." Line Ansprache de? Thron-folgero. Erzherzog Franz Ferdinand hat da» Pro-tectorat bei katholische» SchnlweincS übernom-meu und bei dieser Gelegenheit eine Ansprache an die Funktionäre bei Vereine« gehalten, in welcher er sich abfällig über die b2o« von Rom". Mr Einsiedelei lm Jardin de? ßlanre? von «» «t»le $»»««« Ich tonnte noch nicht lesen, hatte Schlitz-hosen an. brüllte, wenn mir die Bonne die Nase putzte, al« in ich schon die Sehnsucht »ach Ruhm verzehrte. E« ist wahr, im zartesten Kind,«alter hegte ich den brennenden Wunsch, unverzüglich berühmt zn werden und meinen Namen dem Gedächtnis der Mensch«» einzuprägen. Ich sann darüber nach, wie ich e« wohl anstellen könnte, und da« bei hrachte ich meine Zinnsoldaten in Reih und Glied. Wenn e« möglich gewesen, hälte ich mir Unsterblichkeit auf dem Schlachtfeld? errungen und wäre wie einer der Geucräle geworden, die meine kleinen Hä»d^ hin u»d her schoben und deren Waffenglück ich ihnen auf einem WachStnchtisch zutheilte. Aber ich hatte weder Pferd, noch Uniform, nnch Regiment, noch FeindeSheer, lauter Dinge, die z» militärische» Rnhmesthate» nothwendig find. Deshalb dachte ich daran, ein Heiliger zu werden. Da« bringt weniger Umstände mit sich und trägt sehr viel Ehre und Anerkennung ein. Bewegung äußerte und das Verspreche?» gab, jederzeit kräftigst die Interessen de» katholischen SchnlrxreineS zu fördern. Diese Ansprache hat Sensation erregt, den» man ist eistenS in Oestereich politische Ansprache» von hochstehender Seite nichv^Mvötint, zweitens erfolgte die Rede während der An-Wesenheit des deutschen, Kronprinzea in Wie» und duttenS yandeUe es sich »m eine» Verein, welcher zwar zahlreiche Mit^ieder und Anhänger, aber eine noch größere Zahl von Gegnern zählt. Die Ziele des katholische» SchulvereiiieS sind bekaunt. Da eS bisher nicht gelungen ist, die Neuschnle zu vernichte», den Lehrerstand und die Jugend unter geistliche Aussicht zu stellen, wurde von klerikaler Seite ei» Verein gegründet, um mit Privatmittcln wenigstens einigen Orten die Segnung?» der Eoncordaisschulc zukommen zu lassen. Außerdem wurden katholische Lehrer-jeminare errichtet, welche der „glaubenslosen" Lehrerschaft streng katholisch erzogene Elemente zuführe» sollen. Der katholische Schnlverein ist also ein Kampsverein der cleriealen Partei. Niemand wird dem Thronfolger jene Rechte schmäler» wolle», welche der einsachste Bürger besitzt; daS Recht der Überzeugung nnd der freie» Meinungsäußerung; im Gegentheile, wir miiffr» ihm danke» für de» Freimuth, mit welchem er seine politische» Anschauuuge» recht-zeitig nnd in einer Form kundgab, wiche jeden Zweifel anSschlirßt. Das deutsche Volk in Oesterreich ist nicht minder religiös. >vie die übrige» Nationalitäten unseres vielsprachige» Vaterlandes, aber die Re» ligiosität des Deutschen ist mehr innerlich und dem Formenwesen abgeneigt, als die anderer Völker Auch widerstrebt eS dem höhere» Bil-dnng«<,rade der Deutschen, ihre religiöse Ueber» Meine Mutter war fromni. Ihre Frömmigkeit — ernst und liebenswürdig wie sie selber — rührte mich tief. Sie las mir oft aus den« „Leben der Heiligen' vor. einer Lektüre, der ich mit Entzücken zuhörte, und die mein Herz mit Andacht und Bewunderung erfüllte. Wie diese GotteSmänner es angefangen, um ein edleS ersprießliche« Lebe» zu sühre», wußte ich also. Ich wußte, welch' himmlischen Duft die Rosen der Märtyrer ausströmen. Doch a» Märtyrer» lhnm dachte ich nicht, auch nicht an'S Apostel- und Pirdigeramt Dies Alles lag z»we»ig i» meinem Bereich. Ich wollte mich ant Fasten nnd Ka-steien halte». Das war ei» einfaches und sicheres Mittel. Um keine Zeit zu verlieren, weigerte ich mich gleich daraus, mein Frühstück zu essen. Meine Mutter, die nicht ahnte, welchem Beruf ich mich hingegeben, glaubte, ich sei krank und sah mich mit einer Besorgnis an. die i<:ir zu Herzen gieng. Aber vom Fasten ließ ich nicht ob Nachher, an Simeon StylileS denkend, der auf einer Gäule lebte, kletterte ich aus daS Brunnen-rohr in der Küche, konnte aber nicht dort bleiben, den» Julie, unser Kindermädchen, holte mich schleunigst herunter. Vo» meinem Brunnen herab-gestiegen, eilte ich weiter, aus dem Wege zur Vollkommenheit und beschloß, den hl. Nikolaus zeuguug zu politische» und Machtzwecken der Kirche ausnütze» zu lasse» und diese Eigen» schaste» habe» n»S die Ungnade der römische» Kirche eingetragen. Ein Katholik, welcher nicht auch in weltliche» Dinge» gehorcht, gilt der römische» Hierarchie als ein gefährlicher Feind, welche mit allen Mitteln bekämpft werden muß und so sehen ivir die Geistlichkeit in dnilscheu Gegenden als heftige Gegnerin jeder nationale» Regung, i» ge-»lischtsprachigk» Gebieten als nationale Führer der Slave» g,ge» die Deutsche». Dieser Kampf ist nicht vo» heute, er dauert schon seit einem Jahrtausende und nicht mit Unrecht betrachtet die römische Hierarchie die deutsche Nation al» den Erbfeind, welcher ihr Streben nach univer» seller weltlicher Macht zu Schanden machte. Eine neue Phase diese« Kampfes steht nn» bevor! Der österreichische Staat, welcher schon mit so viele» Leide» behaftet ist. wird auch in diesem Falle die Kriegskosten bezahle» müssen, dem deiitsche» Volke wird aber fein Schade» erwachsen. das deutsche Volk ist unüberwindlich. Die Welnbaugenossenschaft Pettau. Am lb. d. M. fand die gründende Ver-sammlnng der Weinbaugenoffenschast Pet'au, registrierte Genossenschast mit unbeschränkter Haftung, statt. Der Obmann des vorbereitenden Ausschusses Bürgermeister Ornig, eröffnete die Versammlung, begrüßte die Erschienenen, berichtete über die bi«-herigen Vorarbeiten und beantragt, dem Land-tagSabgeordnete» Dr. Karl Freiherr» vo» ö r f der a» de» Vorarbeite» hervorragende» Antheil genommen halte und dem lxute abtretenden vor-bereitenden Ausschüsse den Dank der Versammlung von PatraS nachznahnien, der seine Reichthümer unter die Armen vertheilte. Da» Fenster d«S Arbeitszimmer« meine« Vater« gieug nach dem Quai hinaus. Durch diese« Fenster warf ich so ctiva ein Dn',end Sousstücke, die ina» mir geschenkt, weil sie neu nnd glänzend waren, dann folgte» Bälle, Kreisel mit der Peitsche auS Schlangenhaut. .Der Bengel ist zu kiusältig," rief mein Bater und schloß daS Fenster.— Mich ärgerte und kränkte e«, meine Hand» lungSiveise so beurtheilt zu sehen. Aber ich dachte daran, daß mein Vater, kein Heiliger wie ich, den Ruhm der Selige» einst nicht mit mir tyei» le» werde, »iid dieser Gedanke war mir ein großer Trost. Ali die Stunde zum Spazierengehen kam, setzte man mir meinen Hut auf. ich riß die Fe» der davon hernnter, nach dem Beispiel jene« Frommen, der. al« man ihm eine alte, schmierig« Mütze gab. sie im Kothe herumzog, ehe er sie auffetzte. Al» meine Mutter von d«»' Abenteuer mit dem Hute und de» Reichthümern hörte, zuckte sie seufzend die Achseln. Ich machte ihr große» Kummer. Auf dem Spaziergauge hielt ich die Augen gesenkt, um mich nicht durch Äußerlichkeiten ver-wirre» zu lassen, damit einer Weisung folgend. an»,»sprechen, wa» einstimmig angenommen wurde. Soh>» wurde zum Vorsitzende» der Versammlung Herr Bürgermeister Or « ig. z» Schriftführern die Herren Dr. Ambrvsitsch und Josef Le »koschegg gewählt. Die vom vorbereitenden Ausschüsse «»«gefertigten Satzungen wurden mit einigen geringfügige» Änderungen angenommen. Ans deufelbe» theilen wir Nachstehendes mit. Die neue Genossenschaft hat den Zweck: 1. De» Weinbau und die la«dwirtschastliche Produktiv» im Bezirke Peltau zu sörderu. in»-besondere durch Unterstützung bei Wuderherstel-luug der durch die Reblaus zerstörte» Weingärten, durch Beschastung der hiezu erforderliche» Rebe», Maschinen, Werkzeuge und sonstigen B.dars«-gegenstände, durch Hilfeleistung bei Elementar-Unfällen jeder Art und durch Anwendung aller sonst gesetzlich zulässigen Mittel. 2. Die Wiederherstellung der durch die Reblau» zerstörte» Weingärten der Mitglieder durch Ver« mittlung vo» »»verzinsliche» oder niedrig ver» zmSliche» Darlehen aus öffentliche» Mitteln und durch Gewährung von solche» Darlehen au» den der Genossenschaft selbst zur Verfügung stehende» Mitteln nach Verhältnis der thatsächlich erfolgten Wiederherstellttng dieser Weingärten zu erleichtern, zu welchem Zwecke die Genossenschast berechtigt «st, Anleihen auch bei Nichtmitglieder» aufzunehmen. 3. Die zum Weiubaue und zur Kellerei» wirtschaft, sowie zum landwirtschaftlichen Betriebe überhaupt erforderliche» Bedarfsartikel in der Regel im Auftrage und für Rechnung ihrer Mitglieder, ausnahmsweise auch für eigene Rechnung zu kaufen, solche Gegenstände im Auftrage und für Rechnung ihrer Mitglieder zu verkaufen und Käufe und Verkäufe für ihre Mitglieder zu vermitteln. 4. Den von ihren Mitgliedern erzeugten Weiu, sowie andere landwirtschaftliche Erzeugnisse ihrer Mitglieder in deren Auftrag und für deren Rechnung zu verwahren, zu verarbeiten und zu verkaufe». 6. Die zu diesem Zwecke erforderlichen Lager» teller, Lagerhäuser, oder sonstigen Baulichkeiten und technische» Eiurichtungen herzustellen und zu verwalten. ... 6. All, zur Erreichung der Zivecke der Ge-„osfenschaft dienlichen, nach dem Gesetze zulässigen Maßnahmen und Einrichtungen zu treffen. Jedes Mitglied ist verpflichtet, mindesten» einen GcschaftSantheil von 100 Kronen einzuzahlen, wa» auch iu zehn Monatsrate» von je 10 Krone» erfolge» kann und eine BeitrittSgebühr von 6 Kronen zu leiste». Die Wähle» hatte» nachstehende» Ergebnis: I» den Vorstand wurde» gewählt die Herren: Bürgermeister Josef Ornig zum Obmann. StatioiiSchef Wilhelm N e u m a » n zum Obmann-stellvertreter, Rechtsanwalt Dr. Edwiu A m b r o-s i t s ch zum Schriftführer, Josef LeSkofchegg zu dessen Stellvertreter. Josef Kasimir zum Zahlnieister, Karl Kasper sen. zu dessen Stellvertreter, VicebürgermeisterFranz Kaiser. Hau» P e r k o, Ignaz R o ß m a n » nnd Johann Steudte zu A»»schüfst»; in den Aussicht«roth die Herren: Adolf Sellinschegg. Raimund S a d » i k, Josef Kollenz und Heinrich Stary. Einige wichtige von Herrn P e r k o ge» brachte Anreaungen wurden dem Vorstande zur Erledigung übergeben. Auskünfte über die neue Genossenschaft werden von allen Vorstandsmitgliedern ertheilt. BeitrittSanme'.dungen wollen an R?cht«a»walt Dr. A m b r o s i t s ch gerichtet werden. Localnach richten. (Zur Wohnungsfrage.) Mit End« September wird die ReparaturiverkitSttc fertig und e« wäre Aussicht. 200 Arbiter »ach Pettau zu bekommen, wenn genügende Wohnräume vorhanden wären. Thatsächlich sind aber nicht einmal für 30 Fa-milie» entsprechende Wohnungen vorhanden. E» ergeht daher nochmals a» alle Hausbesitzer, iwlchci, die Entwicklung unserer Stadt am Herzen liegt, die dringende >«fforderu»g. olle verwendbare» Räume sür Wohnungen zu adaptieren. Weiter« wiederholen wir, die Sparcassa Peltau gibt jeden, den vollen Geldbetrag, welcher seinem Hanse ein Stockwerk aussetze» will! E» ist die« eine seltene Gelegenheit, ohne Geld ein gute« Geschäft zu mache» und seinen Besitz zu verschönern und sind solche Neubauten steuerfrei. (Nosegzer-Abent.) Am 13. April fand zu Giniften der Bibliothek »»d der Sremial-Kran-kenkasse ein .Rosegger-Abend" im Saal, d,« Ho-t,ls Ofterberger statt. Der Besuch ließ viel zu wünschn, über, ja e» befremdet. das» der Han-delSstand nur durch wenige Herren vertrete» ivor err Koller suchte, trotzdem er leidend war, die »Hörer unermüdlich zu unterhalten. Die Ge-schichtchen »vn RSsegger bracht? er zwar nicht besonder» gut. da ihm al» Kärntner der steirische Dialekt serue steht, doch waren die verschieden?» humoristischen Zugaben, welche nicht vo» Ro-skgg,r waren, sehr gelungen gebracht und wurde» mit rauschendem Beifall? aufgenommen. Herr Franz Pohl gab unter freundlicher Mitwir» kung, der FrlS. K e r I ch e. M a st e » und M a r» t s chi t j ch ein sehr g?lu»gene» Zither-Eoncert zum Besten, wobei besonder» die Volkslieder, für die die Zither ja bestimmt ist, sehr gut gebracht wurden sämmtlichen Thieren der Schöpfung sein. Der Löwe, der mit seinen Krall?» da« Grab der hl. Maria von Ägypten gegraben, wird sicherlich komme» und mich holen, um irgend einrm Einsamen der Umgegend die letzt?» Ehre» zu erweisen. Ich werde, wie der hl. Antoniu«. de» Mann mit den BockSsüßen und da» Pferd mit dem Menschenleib sehe». Und vielleicht werden mich die Engel psalmensingend gen Himmel trage». Mein Entschlus» erscheint weniger sonderbar, wen» man iveiß, das« der Jardin des Plante« seit lange schon eine geheiligte Stätte, eine Art Parodie« für mich war, wie ich e» in meiner Bilderbibel abg?bild?t gesehen. Meine Bonne führte mich oft hin und ich fühlte mich glück-selig dort. Sogar der Himmel erschien mir ver-klärter, reiner al» anderswo, und in den Wolken, die über den BoliSren der Papageien, dem Käfig de» Tiger», dem Bärengraben und dem «ilephaxtnihaus hinzogen, vermeinte ich, Gotlvater mit seinem blauen Gewände und seinem weiß?» Barte zu sehen, wie er den Arin ausstreckte, um mich, mit sammt der Antilope, der Gazelle, dem Kaninchen und der Taube zu segnen. Und wenn ich unter der Eeder deS Libanon saß, sah ich die Strahlen, die der ewige Vater von seinen Hän» den ausgehen ließ, durch die Zweige auf mich nieder» und viel Beifall fanden. Die drei jungen Damen erhielten schöne Blumensträuße. (Zur prämiirung braver St»rrb»schßlrr) speudet die löbliche Genossenschast der Baug?w?rli? 10 Kro»?n. (Äbschiedskarle de» Winter«.) Mittwoch, den 17. April, prangten all? Berge der Kolos in, herrlichsten Wcig-^rün. Der Winter scheint damit seine AbschiedS^rte abgegeben zu haben. Wir halten ihn nicht zurück. (Vom Locke gestürmt.) Am Mittwoch, den 17. April, lenkte ein schwankender Kutscher sei» Gespann gegen die Stadt zu. Infolge feiner Truuke»h?it fuhr er im Trabe an eine» Stein an der Brücke, die über den Grajenabach führt »nd wurde infolge de« heftige» Rückstoßes vom Wagen geschleudert. Trotzdem ihin rasch Hilfe zutheil wurde, war ein Rad über ihn gerollt, doch war ihm nicht» geschehen. Er wolllte weiter fahren, loeigerte sich, einen Fahrkuudigen aufzu-nehmen, und theilte endlich mit, er sei Herrn Jurza'S Kutscher. Da er aber bald wieder die Passanten, sich, die Pferde und den Wage» durch sein ungeschickte» Lenken gefährdete, so ivurde er aufgefordert, den Wage» zn verlassen. Er aber meinte stolz: .Ich bin ei» Wiener und kein Pelta»»r," flog aber im selben Äugeublicke schon wieder, aber diesmal in den Fond de» Wagens, au» dem er leicht gehoben werde» ko»»te, worauf ein Knecht de» Herrn Koffär die Pferde heimlei-tete. (T»tt anfgefnnten.) Am 18. d. M. um b Uhr nachmittag» wurde iu der Hautflur der Frau Potkofchill der 70»jährige Hadern-sammler Sebastian M l a k e r bewußtlos auf-gesunden. Der sofort herbeigerufene Herr Dr. S t u h t c konnt? nur den bereit» eingetretenen Tod konstatieren. Die Leiche wurde zur Sektion in die städtische Todtenkammer übertragen. (Faljißcat.) Bei der hiesigen Bahncassa wurde am IS. d. M. ein falsche» Guldenstück eingenommen. E» ist die» in letzter Zeit der dritte Fall in unserer Stadt. (Eine Spielbank i» petlaa.) In einem hiesige» G,'sthau»e wurde am IS. d. M. eine Hazardspielgesellschaft von der Wache über-rascht. Die .Bank' mit dem Inhalte vo» SO kr. wurde co»fi»citrt. die Spieler, einige Bauer» au» Wiiidischdorf und WerStje, wurde» zur Anzeige gebracht. (Ein lieber Gast.) Am 3. d. M. 9 Uhr abend» kam i» da» Gasthaus der Frau Tadiua ein Fremder, trank ein Glas Wein und bestellte ei» Nachtlager, welche» er auch erhielt. Am 4. morgen« war der Gast verschwunden, dasür waren aber zwei im Zimmer befindliche Koffer de« aleiten. Die Thiere, die mir aus der Hand frästen und mich zutraulich anblickten, »rinnerten mich au da«, was meine Mutter mir von Adam und de» erste» Zeiten der Unschuld erzählt. Die Schöpfung hier, wie einstmal in der Arche des Patriarchen, vereinigt, spiegelte sich in meine» Augen, im Zauber kindlicher Aumuth. Und nicht» trübte mir mein Paradie». Die Bonnen, die Soldaten, die Lackritzeahändler störten mich nicht. Im Gegentheil, ich fühlte mich glücklich unter diesen Einfachen und Kleine», ich, der Kleinste vo» Allen. — Alle» schien mir rein, gut und schön, weil ich, mit rührender Harmlosigkeit, Alle» meinem kindlichen Ideale anpaßte.-- Ich schlief ein mit dem festen Entschluß, in diesem Garten zu lebe», um mir Verdienste zu erwerbe» und den großen Heiligen, bereu wunderbare Geschichte mir vorschwebte, gleich zu werd?«. Am nächst?» Morgen war mein Entschluß noch uuerschüttert. Ich theilte e» meiner Mutter mit. Sie lachte hell aus. .Wie kommst Du denn darauf. Einsiedler im Jardia des Plante« zu werden?" — fragte sie. immer noch lachend. .Ich will berühmt werden." erwiederte ich — .und auf meine Visitenkarten setze» lassen: die im „Leben der Heiligen" ost au sie er» gaugen. Vo» diesem heilsamen Gange heimgekehrt, machte ich mich. um meine Mission zu vollende», daran, ein Büßcrgewand herzustellen, indem ich mir da» Roßhaar eine» alten jFauteuil» in den Rücken stopfte. Reue Prüfungen harrten meiner, den» in eben den, Augenblicke, wo ich die Jünger de» hl. Franzitku» nachahme» wollte, kam Julie dazu. Nur am Scheine, ohne dessen Sinn zu er-gründen, hasten bleibend, bemerkte sie den durch-löcherten Lehnstuhl und ertheilte mir in ihrer Einsalt eine Tracht Prügel. Über die schmerzlichen Ereignisse diese» Tage» nachdenkend, sah ich ein. daß e» sehr schwer ist. die Heiligkeit im Schooße der Familie auszuüben. Ich begriff. weshalb der hl. Autouiu» und HiercuymuS in die Wüste unter die Löwen und Hyänen gegangen, und beschloß, mich gleich auderen Tage» in eine Einsiedelei zu begeben. Zu meinem Versteck wählte ich den Jardia des Plante«. Dort wollte ich der Beschaulichkeit leben, in ein Gewand au» Palmblätter» gehüllt, gleich Paul, dem heiligen Einsiedler. I» diesem Garten — so dachte ich e» mir — wird e» Wurzeln geben, von denen ich mich nähren kaun. Und eine Hütte, abfeit» auf einem Hügel gelegen. Dort werde ich mitten unter Anto» Gomilfcheg und Michael B t r g 11S erbrochen und ausgeräumt. Gesammtschade it K 60 h. Der Difb war 25 bi» 30 Jahre al». mittelgroß, ha»« schwarze Haare und Schnur rbart, war dunkel gekleidet und meldete sich al» Franz 8 o a f o au» St. Johann am Drauseld (Ein jBuJtrajtödL) I» der Nacht von, 19. aus den 20. d. M wurde da» Firmaschild de» Herr» Dr. Edwin Ambrofitsch iu der Un-.'arthorgaffe durch einen Seinwurs zertrümmert. Der Stein wurde am Thatorte vorgefunden. Ebenso wurde die Radfahrertafel iu Kanischavor-stadt beschädigt. Man kennt die Thäter und e» wird auch hoffentlich gelingen, dieselben der verdienten Bestrafung zuzufahren. iFtiierberettschast.) Vom 20. April bi» 27. April 2. Rotte de» 1. Zuge». ZugSführer Laurentschitsch. Rottsllhrer Pirich. Feuer-anmeldungen sind in der SicherheitSwachftube zu erstatten. Handel, Gewerbe nnd Land-wirtschaft. Gewerbliche» au» dem Parlamente. Am 13. März abend» versammelten sich die Mitglieder der gewerbliche» Bereinigung im Abgeordnetenhaus?, um einen Bortrog de« Direktors dc» k. t. Gewerbemufeum» in Wie», Heirn SectionSches Wilh. Ex «er. beizuwohnen. Dem Bortragt gieng eine Besichtigung sämmtlicher Anstalten de» t k. Gewerbemnseum», hauptsächlich ober jener, die aus da» Gewerbeför-derung»w?sen Bezug haben, voran». Somit bildete dieser äußerst interessante Bortrag einen Abschluß jener Informativ»?!!, welche di? Mitglieder der gewerblichen Bereini. gnng ilber da» Gtwerbeförderung»wesen gewünscht habe». Wir lassen da» Hauptsächlichsie de» Bortrage» hier folgen: „Die staatlich« Gewerbefördernug ist nicht» neuet. In Frankreich reichen die Ansänge diese» F^derung»wesen» weit zurück, und wäre» e» hervorragende Staatsmänner, Goulveur, Caulin, die durch Errichtung von StaatSlehnverkstätten da» Gewerbe, namentlich da» Kunstgewerbe auf eine hohe Stufe brachten. Dadurch wurde Frank-reich mit seinen gewerbl. und kunstgewerblichen Erzeugnissen tonangebend auf dem -uropäischen Markte, den e« lange Zeit auch vollständig be-herrschte. Die hohe Blüte de» Gewerbe» brachte reichen S?g?n und Wohlstand in da« Land. Auch in anderen Staaten wurden solche Versuche unternommen. Diese kamen aber je »ach der mehr oder minderen Geneigtheit der Eremit un'^ Kclendtrhkiliger, gerade wie auf denen Papa'» '.eht: „Mitglied der Akademie der Wissenschaft?» und Sekretär der anthropologischen Gesellschaft." Meine Mutt?r li?ß den Kamm fall?», mit dem sie mir eben die Haare kämmte. .Junge", — rief sie — „wa» sind da» für Thorheiten und wir »»recht ist da». Du machst mich ganz unglücklich. Mein kleiner Pierre hat den Verstand verloren in dem Alter, wo mau noch gar keinen besitzt!" »Hast du'» gehört, lieber Mann" — wandte sie sich an meinen Later — .mit 7 Jahren will er berühmt sein." .Liebe» Kind" — versetzte mein Vater — „du wirst sehen, wenn er Zwanzig ist, hat er da» Berühmtwerden satt." .Gott gebe e»! — sag«? die Mutt?r. ich kann ?itle Leute nicht leiden."--- Gott hat'» gegeben uud mein Boter hat Recht behalten. Wie der König von Uvetot komme ich vortrefflich ohne den Ruhm fort und habe nicht die mindeste Lust, den Namen Pierre Nazi&r? dem Gedächtnis der Menschheit einzu-präge». Und trotzdem. w?n» ich j?tzt. mit mein?m Gefolge alter Erinnerungen im Jardin des Plan- Einfluß habenden Personen mehr oder weniger in» Stocken oder wnrden auch ganz aufgegeben. Frankreich allein ist iu dieser Richtung conseqent geblieben. Die Versuche, den Gewerbesland zu sör-der», wurden verschiedenartig «gemacht. Während England da» sogenannte .Spiel der freien Kräfte" vorzugsweise begünstigte, wurden i» Bade» und Würtemderg de» Gewer-beleuteu schon Maschine», verbesserte HilfSwerk-zeuge und andere ArbeitSbehelse verschafft. In Österreich war eS -die Anregung des Abgeordneten Dr. Meng e,r im Parlamente, welche dem staatlichen Geweih. sö>dern»g»wesrn Eingang verschaffte und einer bi» heute ersrenli-chen und fegen dringenden Entwicklung entgegen-führte. Die Ansänge waren allerding» sehr be-scheid?»?, auch di? Ziele war?» »och unklar. Die ansänglich z» diesem Zwecke vom Abgeord-netenhause gewidmeten Mittel beliesen sich auf die rührend bescheidene ©ummf ganzer 10.000 fl Verwendet wurden dieselben^ hauptsächlich zur leihweistn Anstellung von Maschinen an ein-zelne Gewerbetreibende. Zumeist waren e» Schuh-macher, welche sich dieser Aushilfe bediente». Heute sei man von der Bestellung von Maschinen an einzelne abgegangen nnd e» wurden solche nur mehr au ErwerbSgenossenschalte». und zwar auf dem Wege der Amortisirung abge-gegeben. Doch mit der Lieferung vo» Maschinen war noch nicht» gethan. Man mußte die Leute auch in der Handhabung uud Au»nützn»g der-selben unterrichten. Die Enveiteruug der ge-werbetechiiisch?» Kenntnisse schien unerläßlich. Man schritt daher an die Errichtung gewerblicher Fachcurf«. Dieselbe» zeigten die erfreulichsten Erfolge, und mit ihrer Errichtung und AuSwei-tnug war d«uu auch daS feststehende Ziel, da» zu erstrebe», gegeben. Diese Fachcurse beschränkten sich ansänglich aus daS Schuhmacher- und Klei-Vermachergewerbe. welchem sich solche sür Bau-tischler, Schlosser und Zimmerleute anreihten. Gegenwärtig sei man im Begriff-. Eurse sür Plattirer, Jnstallat. >' Galvanoplasuker anzu-schließen. Die ^trse .jurten. anfangs nur in Wien abgehalten, sollen ab? wo diese» thunlich, auch »ach den Kronländtt.» verpflanzt werden. Wie sehr diese Wandercurse dem allgemeinen Bedürfnisse entsprecht«, zeigte die Thatsache, daß von allen Orten Gesuche um Abhaltung solcher Enrse einlause». so daß die Zahl der ange-stellten Wanderlehrer nicht mehr ausreicht. So sei z. B. die, Thätigkeit der Fach-Wanderlehrer für Schuhmacher schon auf volle 5 Jahre festgelegt. Daß man in der Lage war. den in» Un-gemessene gesteigerten Ansprüche» zu genügen, sei hauptfächlich dem Wohlwollen de» Parlamen- tes spaziere» gehe, trübselig und einsam, wandelt mich eine unerklärliche Lust au, den unbekannten Freunden vo» dem Traume zu erzählen, al« Anachoret hier zu leben, wie wenn dieser Traum eine« Kind?», den Anderen mitgetheilt, ein stille« Lächeln ihnen entlocke» könnte. Für mich ist'S eine Frage geblieben, ob ich wirklich gut gethan, schon »n Alier vo» 7 Jahren auf da« Svldatenleben zu verzichten. Ich bereue eS ein wenig. ES liegt etwas Weihevolle« in dem Lebe» unter de» Waffen. Die Pflichte» dort sind klar nnd deutlich und umso bestimmter, weil nicht da« Rachdenken sie regelt. Der Mensch, der seine Handlungen überdenken kann, finde» bald herau«. dass wenige unschuldige darunter sind. Man muß Purster oder Soldat sein, um die Qualen de« Zweifel« nicht zu kennen. Wa« den Traum. Einsiedler zu sei», anbe-langt, habe ich ihn jedesmal wieder geträumt, wenn id) zu merken glaubte, das« da« Leben, im Grunde genommen, etwas Sd)lechte» sei — mit andern Worten: jeden Tag habe ich ihn ge-träum». Aber jeden Tag nahm mich die Natur beim Ohr und führte mich z» den Zerstreuungen zurück in den«» bescheidene Existenzen sich ab-spielen. te» zu verdanken, da», den Wert dieser Schöpfung erkennend, stet» die nothwendigen Mittel bewilligte, so dass sich da» Jahresbudget schon heute aus beiläufig 170.000 fl. belaufe. Die Anstalt sei aber auch auf ei»« Eutwick-lniigsstiife gebracht, die die Aufmerksamkeit de» Auslandes auf sie gelenkt. Heute kommen Abge-sandte desselben, um die österreichischen Anstalteir kenne» zu lernen, zu studire» und deren Nachahmung in den bewerbenden Staaten zu versuchen. Doch bei den heutigen Erfolge», so stolz man auch darauf sein könne, dürfe nicht steh« ge» blieben werden. Wohl versügt das Institut über ei» räumlich vorzüglich geeignete» Ge-bände und über ein gnt geschulte» technische» Pkrjoneninatkrial, tüchtige Referenten und Lehrkräfte. Aber e» zeigt sich, daß eine AuSbrei-tnng des Institute» aus die verschiedenen Krön-läiider ein dringlndeS Bedürfnis geworden. Man trägt sich ernsthaft mit dein Gedanken, in de» Landeshauptstädte» solch.' Lehrwerkstätten, wie sie im technolog. Museum zu Wien bestehen, zu schaffen. Don» könnten die Meister- und Wa»-dercurse viel intensiv-r und viel ziigänglicher gestaltet und daS GewerbesördernngSwese» aus die drei-teste Grundlage gestellt werden. Auch sei ein« Erw«iter»ng de» GewerbebeiratheS i» Aussicht genommen, da mehrere Kronländcr nicht i» demselben vertreten seien. Auch bestehe die Absicht vo» Seite de» Geiverbesörderniigsdieuste», die Einrichtung des gewerbliche» EreditwesenS in die Hand zu nehmen, rine Aufgabe, die allerdings großen Schwierigkeiten begegnet. Eine Gefahr drohe jedoch dem Institute. Ei» hinderliche« Eii.» flußnehmtn des BureaukratiSmuS auf diesen Zweig de» Verwaltungsdienste». Das Förderliche zu schaffen, da» Hinderliche zu beseitige», lieg? zum?ist in der Hand der Abgeordnet?», derrn wohlwollender Fürsorge daS staatlich? Gewerbe-förderu»gswe>e>! wärmsten« empföhle» sei." Humoristische Wochenschau. Ich bi» blamiert! Der journalistische Ver-treter der hochwürdige» Pettauer Geistlichkeit hat in der vorletzte» .Südsteirisch?»" ein?» „Stirn-mungSbericht" auS Pettau veröffentlicht, iu welchem ich al» blamierter Europäer dastehe. Die betreffende Zuschritt verdient in der „Humoristischen" ver-ewigt zu werden. Sie lautet: „Ich fühle mich veranlasst. Ihnen. Herr Redacteur, eine» StimmnngSbericht. meist Sie betreffend, zn liefern. Es ist ja gnt sür den Menschen, wenn er die Wahrheit erfährt. Ihre den Pettauer» debitierte und gewidmete Nummer hat .eingkschlage»." In Peltau ist darüber viel gelacht worden. In diesem Lache» lag aber eine sehr, sehr ernste Mahnung sür unsere deutschen Führer, doch ja früher zu überlegen, bevor sie ganz blind in ihrer politischen Leidenschaft Schritte »nlernehmen, die nn» dann Früchte der Lächerlichkeit zeitigen. Viele» beiitfdjen Bürger» ist ,» bang« davor, wenn sie hören, die Pettauer wollen wi?d?r eili?» Poceß gegen den «Llvvenslu (iospodar» führe». Sie fürchte» ««uerljche solche .gerichtliche Auslagen", wie selb« von Pettauer» am 13. März 1. I in Marburg gemacht wurden, und von welchen sie in launiger Weise zu be-richten sür gut fanden. (Bitte, welcher Ton wäre denn angesichts solcher Umstände passender ge-wesen? D>« Red) — Unsere „BiSmarckgasse" ha» un« keinen Segen gebracht, im Gegentheil. Hoffentlich sind die Tage der Herrlichkeit der gegenwärtigen machthabende» Krakeler gezählt nnd e« wird sich wohl noch wieder ein Mann al» Bürgermeister finde» lasse», der als Partriot da» gut macht, wa» Bismarckanbeter verbrochen haben, und wir werden da»» wohl auch »ich» mehr gezwungen sein, durch Gassen zu wandeln (Warum weichen Sie nicht ans? Die Red.), in welchen österreichische Patrioten mit Schmerz und Beschämung ersüllt werden. — Mit unserer d?utsch?» Lokalzeitung haben wir auch ein recht?» Malheur und sitzen nun infolge der Ungeschickt-lichkeit deS derzeitigen Redacteurs gänzlich in der Blamage, blamiert vor der ganze» Außenwelt. Kann eS noch eine entjetzlichere Beleidigung un-lerer Danienwelt geben, al« wenn de? Redacteur schreibt, er habe Briefe von .jarter Damenhand'' erhalten, in welche» .viel von Schweinerei" die Rede gewesen sei. Da« wilre entsetzlich, zum Glücke ist e« nicht wahr. Und wie wurde der Frauen-verein gekränkt, der sich doch »m Euer Zeitung«, gezüule gar nicht kümmerte. Warum wurde er in die Debatte gezogen? Warum in dieser Weise? Ehrensache der Pettauer wäre e« wohl augesicht« diele« Umstände«, die „Südinalk' aufmerksam zu mache», das« sie sür einige Zeit mit ihrer Zeitung in Pettau aushöre. da« ist die allgemeine Meinung in Pettau. —I. Ich habe mich natürlich sosort auf die Suche emacht nach dem Herrn —l. Al« ich jedoch Herrn s p a l t l interpellierte, ob er der Verfasser der Einsendung sei. schrie er mich io schrecklich an, das« ich den Muth verlor, die gleich« Anfrage bei Herrn M a tz l zu stellen. Endlich brachte ich heraus. da>« der Verfasser gar nicht ans —l. sondern aus —en autgeht! E« ist gar nicht schdn für einen Slovenen, unter dem Schlitz« deutscher Enbnngrn deutschfeindliche Berichte zu schreibe«. Um nun auf de» Inhalt der Einsen-dung überzugehen, so imponiert mir vor allein die eriilte Mahnung, den „Gotpodar" und die .Südsteirische" künstig mit Klagen zn verschonen. E« ist nämlich sehr unangenehni, wenn man ge-klagt wird, noch zuwider ist. vernrtheilt z» werden, sitzen oder blechen zu müssen. Wir begreife» also die Mahnnng vollkommen, wenn sie un« auch ziemlich lächerlich vorkommt. Wa« der Einsender über di« BiSmarckgasse sagt, ist auch nicht Übel. Ob unser Herr Büger-meister. nachdem er al« unpatriotischer .BiSniarck-anbete," gebrandmarkt wurde, künftig noch den Muth findet, dem Statthalter Besuche zn machen, ist sehr sraglich. In einem Punkte gebe ich aber dem Ei»send«r recht; e« ist ganz unmöglich, der BiSmarckgasse auszuweichen, wenn man beim Postamt« ivvhut und täglich zweimal in der Herrengasse zu thu» hat. Mau müßte rein den Umweg durch da« Eavalierviertel oder Über den Panvramaberg machen. Die An» merkung des Herrn S ch e g » l a ist also that-sächlich unrichtig. Nun kommt der blamierte Redacteur! Der Herr Einsender bringt e« so heran«, al« hätte ich vo» einigen Dame» unsitt-liehe Liebesbriefe bekommen und er nimmt die Pettauer Damenwelt gegen meine Verleumdungen in Schutz. O du wackerer Zögling de« heiligen Liguori! Ich habe zwei Briefe von Damenhand bekommen. In den, einen wird gefragt, ob ich die gemeine schiveinische Notiz in der .Südstei-rischen gelesen habe und der zweite befaßt sich mit der Person de« Herrn Schegnla, ich bin jedoch so vorsichtig, denselben nicht zuveröfsentlichen; e« war halt auch etwa« vom Schwein dab«j. Da ich jährlich 6000 Kronrn voi» der Eüdmark beziehe, wäre e« mir aber sehr unangenehni. wenn mir die Subvention über Antrag der .Südslei-rischen" eingestellt würde. Ich bitte also »m Vklieihuug; ich werde mich künftig bessern und gelingt e« mir auch dann nicht, da« Wohlwollen der Herren Slovenen zu gewinne», dann — hänge ich mich aus! W. BLANKE in PETTAU empfiehlt £igarcttcn*l)ül$cti in grösster Auswahl, *u billigsten Preisen. Neue, beliebte Sorte: "mir, Mit Korkflltrxeg. Annoncen lt allen X.itan(«a und KfcChMlLichHsUn CourekOoke» tir. M«or|t r»*ch and lUT.r'lMtt in 4m torthti htflMt.n B. din(UB|*n die Aanoooen-KipedlUoa von Kadttlf Mono dfeetibe liefert Koetaiumechldje. KntwSrfe fl»r MalfSO, I koatenn ifjo aad iMOkaaeekteUe Anreljen, towi. Uaariiciu Tarife nfr«), TZ\X<3.0l± 1/£OSS9 Mflen I.. S«ller»tHtt« Prag. Graben 14. >reakf»rt a. Hiataq, »>, I MuH»», SUItfS*. Itrtot. | Alles Zerbrochene hub (ilos. Porzellan. Steingut, Marmor, Alabaster. Elfenbein, Horn, Meerschaum, Gips, Leder. Holz, sowie alle Metalle etc. etc. kittet dauerhaft Rufs unerreichter Uni versalkltt das beste Klebemittel der Welt In Gläsern ä 20 und 30 kr. bei W. 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Blanke, Petiau. fsT!f!TITJT!T!TIT!TJT mrmmTiT ""^»"!TXT Weitage zur ^Drtterrrrr Leitung. Verlag vo» B. Oltnfc i» P«ttav »V- '':V- ': Wv -'- ■'' " V./.- Erlöst. Roman von Jenny 'J! i o i f o ts i f a. (,>ort[<»uiifli a, eines Tages, bot ein neues Ereignis meinem einsör-inigen Leben eine willkommene Abwechsln»«. Gegen« iiber den hohen Sandsteinen, die im Westen unsere Besitzung abgrenzten, zog sich wieder eine lange Kette steiler Felsen hin, die einen herrliche» Blick ans dir weite, sreie See gewährten, iu welche nnser Besitztnin gleich einer schmalen Landzunge hinausragte. Zwischen de» beide» Felsenreihen lag ein schnialer Streisen sandigen Badens, eine Art Düne, welche eine» Fußweg »m die westliche Seite der Landzunge bilbrtc. Dieser Weg war jederzeit gefährlich, besonders konnte man bei frischen Winden und nahender Flut gewärtig sei», durch die schnell l»era»kommenden Wogen so überrascht zu werden, daß nicht mehr Zeit blieb, das wirtliche Festland zu erreiche». Dieser Gefahr wäre» die Bewohner des Ortes sich sehr wohl bewußt, darum zöge» sie auch vor. wenn das Geschäft es erheischte, »der die Klippen »ach dem Norden der Landzunge zu gelangen. Aber auch das geschah nur selten — so selten, bah ich ost viel.' Tage hindurch stundenlang oben auf den Klippe» faß, ohne von einer me»schliche» Stimme gestört zn werden. Da eines Tages, wie ich wieder da oben saß und sinnend hinaus-blickte iu die weite See, gewahrte ich plötzlich uuteu auf der Diine einen Mann, der, den Rücken halb dem Meere zugeweudrt. lang-samen Schrittes dahinging. Offenbar war es ein Fremder. Erschrocken sprang ich ans. Es war gerade die Zeit der eintretenden Flut, und ich wußte, daß der Fremde in kürzester Zeit vom Meere eingeschlossen sein würde, wenn er nicht rasch umkehrte. Ich rief laut, aber der Wind trug meine Stimme landein-wärtS, ohne daß dieselbe zu dem Ohr des Fremden drang. Es war keine Zeit zu verlieren, bevor ich den gewöhnlichen Zickzack-weg, der hinab zur Diine führte, zurückgelegt hatte, kam die War-nung vielleicht zu spät. Ich durste uicht zögeru. Wie oft hatte ich es deu Dorfkindern, die in den Felsen und Spalten Möveneier suchten, nachgemacht und die höchsten Fels spitzen erklommen. Ich kannte einen Weg, der zwar steil nnd gefährlich, jedoch nicht gänzlich ungangbar war. Warum jetzt zögern, diesen einz»-schlage», wo die Notwendigkeit es gebot? Ich knüpfte das Tuch, das ich über den Schultern trug, fest »m die Taille, um nicht an einer hervorragenden Felsspitze hänge» zn bleibe»! daranf schwang ich mich vo» Klippe z» Wippe, sprang von Stein zu Stein, wobei ich mich ost krampfhaft mit de» HLudeu festhalte» mußte, um nicht ans schwindelnder Höhe hinabznstiirze». Endlich gelangte ich unten ateniloö an. .Halt! Halt!" rief ich in höchster Erregn»« hinter dem Fremde» her, ..nm Gottes willen, kehren Sie um, fönst sind Sie verloren." Er kehrte um »»d blieb betroffen vor mir stehe». Es war ei» junger Mann mit hübschem Gesicht, mit lwhe>, freier Stirn nnd lachenden blauen Augen, ei» Gesicht, ach so ganz anders, als die derben, wettergebrännten Gesichter der Fischer des Ortes! Den Hnt lüftend sah er mich halb fragend, halb verwundert au. »Sie müssen umkehren." wiederholte ich hastiq, „in wenige» Minute» steht der Raum hier vollständig unter Wasser." Ans den, Rückweg mir rasch folgend, entgegnete er: „lausend Dank für Ihre Warnung. Aber wie kommen denn Sie hierher. Ich schante mich soeben »och um und sah keine lebende Seele." „Ich kam vo» dort herunter." versetzte ich, auf die Klippe» denrend! gleichzeitig eilte ich dem Fußwege zn und bat nicille» Be-gleiter. mir zu folgen. „Wie?" rief er. «von deu Klippe» könne» Sie doch nicht herab-gekommen sei», um mich z» warne» ?" U»d fre»dig leuchtete es in seinem frischer Gesichte auf. „Sie sind wohl eine der Rym-vhen, welche die jlüste hier bewachen? — denn uumöglich sau» doch ei» sterbliches Mnischrukiud feste» Fuß auf diese» steile» Fel-se» sasie».' „Zwar stehe ich i» keinerlei Beziehung zn den Geistern des Meeres nnd der Lüste." antwortete ich lachend, „aber ich kenne hier herum jede» Felsen, jede» Stei». Ich woh»e da drüben." setzte ich. auf das alte Schloß deutend, hinzu. Von der Düne ans konnte man aber nur die oberste Spitze des halb verfallenen Turmes sehen, aus welchem iu derselben Mi-nute, wo des Fremden Ange der Richtung meines FiugerS folgte, eine seemöve schreiend ans dem alten, granen Gemäuer hervorflog. „Dort wohne» Sie?" rief er mit komisch erstauntem Ansdrnck: .so siud Sie wohl ei» verzauberter Bogel, der. sobald er die Erde berührt, seine eigentliche Mädchengestalt wieder annimmt?" „Wohl möglich," versetzte ich lachend, „Hetzt aber kommen Sie, wir müssen eilen,"'fuhr ich. den steilen Fußweg ihm vorauseileud, fort; »die Seenngehener sind hungrig nnd kennen kein Erbarmen." „Halt! Nicht fo schnell, mein Fräulein!" rief er. .jedenfalls dürfe» Sie nicht vergesien, daß ich wenigstens keine Flügel habe." Ohne z» antworten, stieg ich den steilen Fnßpsad weiter hinan, vo» meinem Begleiter gefolgt. Oben angelangt, blieb ich stehen »nd wies aus die Düne hinab. Sein Auge folgte der Richtung Das Wasser überflutete bereits die schmale Düne, ans welcher wir noch vor wenigen Minuten gegangen waren, uud schlug, von frischem Winde getrieben, schäumend gegen die Felsen. Da erst mochte der Fremde erkennen, in welcher Gefahr er geschwebt hatte. Er erblaßte, und der mntlvillige Ausdruck schwand ans seinen Angen. ..Gerechter Gott!" ries er, „Sie haben Ihr Lebe» gewagt, »in mich, einen Fremden, von einem furchtbaren Tode zu retten! Was soll ich sage»? — Woher soll ich Worte nehmen. Ihnen anszn-drücke», was ich empfinde!" Und wie er sich mir zuwandte, zeigte» seine Züge eine »»be-schreibliche Erregung. „Es war kein besonderes Wagnis für mich," versetzte ich: ..irli bin nur hol), daß ich Sir zufällig sah: es komme» so wenige diese» Weg hier vorüber. — Wohin aber wollte» Sir gehe»? — Biel leicht kann ich Ihnen eine» gesahrloieren Weg zeigen." „Ich hatte keilt besonderes Ziel," entgegnete er. „die schön» geformten, malerische» Felsen da drüben iiber der Dünung zogen mich mir an. Ich wollte »m die Landzunge herumgehen, ne» gierig, wie es auf der a»deren Seite derselben aussähe. Jetzt werde ich aas demselben Wege umkehre», deu ich gekommen bin." „So leben Sie wohl," sprach ich. Er reichte mir seine Rechte nnd hielt meine Hand eine Minute laug fest iu der seineu, während er mir forschend in die Auge» sah ..Nie werde ich dies? Stunde vergessen," m»rmelte er nnd führte meine Hand galant an seine Lippen. „Leben Sie wohl." wiederholte ich. indem ich ihm meine Rechte entzog nnd mich heimwärts wandte. 0 ch An diesem Abend baute ich keine Lustschlösser, Hrfi gedachte meines Abentenrrs nnd des jungen Helden, der mir ans de» Felsen erschienen war. Vlbcr keiner Seele vertraute ich ciue Silbe vo» diesem Be-gegniö an, denn eine Ahnung sagte mir, daß die enge» Grenzen meiner Welt dann »och enger gezogen würden. Den ganze» Abend schwebten die Züge des Fremde» mir vor. und in der folgenden Nacht sah ich sie in meinen Träumen wieder. Tas Erlebte machte mich so glücklich! Ieyt hatte ich doch etwas Bestimmtes, woran ich denke» konnte, die wohl» thuende Erinnerung daran konnte mir doch niemand nehme». Den nächsten Morgen verbrachte ich bei »»einem lieben, alten Freund, dem Pastor K örner! so kam der Nachmittag heran, bevor ich Zeit sand, wieder hin-ans nach deu Klippen zu wandern. .Ah. finde ich Sie eud> lich!" lief, kurz nachdem ich mich ans einer Felsen svive nieder,iclaüeu hatte, eine Stimme hinter mir, »nd wie ich den Mops nun wandte, erkannte ich mei-uen neuen Freund. Ich svrang ans, mein (S. «ppenzrller, ciu schweizer. Philanthnp f. Üerz schlug schneller von ,Mi> Zr«l.» ri"kr mir bisher noch UN- bekannten Freude. »Weilen Sie oft hier ans diesem Felsen?" sragte der Fremde. »Ja. sehr ost: ich höre so gern dem Wogen und Brausen des Meeres zu. — Heute werden wir auch eine» besonders schönen Sonnenntttergnug haben." So sehr ich mich auch zur Nnhe zwang, bebte mir doch die Stimme.. 3ch war sv'gliicklich, meinen »»bekannte» Ritter wiederzusehen, da« mir jeder Nerv vor Freude zitterte. Er sevte sich neben mich in den weichen Sa»d, er blätterte in meinem Buche. zu sehe», was ich läse, wir plauderte» über aller-ha»d und erzählten einander, bis die stnkende Sonne mich daran malmte, das» es hohe Zeit sei. heimzugehen. Bon da an sahen wir nns täglich nnd verbrachten oft stunden-lang ans den Klippen, oder wanderte» längs des Meeresstrandes. Fra» Peterink verlies; das Hans nur fvnntags. wenn fie zur Kirche ging, und bei Pastor Körner machte sich das Alter so gel° tend, das; er nur mit Hilse meines Armes noch die Hiljsbediirf-tigen seiner Gemeinde besnchen konntc. Wen» ich auch meinen alten Freund nicht vernachlässigte, so schweiften, wen« ich mit ihm ging, meine Gedanken doch oft fort nnd sehnten die nächste Stunde herbei, wo ich — meinen fremden Ritter neben mir — wieder oben ans dem Felsen siven würde. Bald wnnte ich auch das, derselbe nicht »nr ein keiner, sondern auch ein sehr gelehrter Mu»n war. Seinen Namen entdeckte mir ein bloner Zufall. Eines Tages brachte er mir ei» Gedichtbuch mit eigene» Erzeugnisse», wie er mir gestand — .Fri'ihlingsbliite» von Max Aide»." — ..Max Arden" — welch ei» edler Na»ie! Wir trase« 1111s Tag für Tag, spräche» vo» Bücher», von Ge-dichten, von der Gegend, von fernen Ländern, die er gesehen hatte, von unsere» Phantasien »nd Gefühle», kurz, von allem sprachen wir. »»r von »nsrrer Trettnnng nicht, nnd die leider, ach l unr z» bald »ach vier kurzen glücklichen Wochen erfolgte!-- Tie Tage winden kälter, dir Abende stürmischer, und eines Tages gestand Arde» mir mit ernster Miene, da» er dir Gegend schon am nächsten Morgen verlasien müsse, wenn er einem sehr ehrenvollen Rnse. der an ihn ergangen war, solgen wollte. Mich überlief es eiskalt be! seinen Worten. Auch er schaute tiestranrig drein, nnd gleichsam, als hvfste er säst, ich würde ihn bitten, zn bleiben, blickte er mich srageud an. .Fräulein Mvrlino — Katharina," sprach er endlich. ..sage» sie. was soll ich thu»? 3» Zhre Hand lege ich die Entscheidung, ob k1> die Stellung annehmen oder daraus verzichte» soll." »Sie müssen gehen," entschied ich, obwohl ich die Worte kanni hervorzubringen vermochte. „Wenn es denn sein hin», so lassen sie nns gleich Abschied voneinander nehmen," erwiderte er in sichtlicher Erregung, indem er meine beide» Hä»de ergriff. .Werde» sie mich auch nicht vergesse». Katharina?" Ich wollte etwas erwidern, aber Schluchzen erstickte meine Stimme. »Wenn ich einen Namen und eine Stellung erworben habe komme ich wieder," suchte er sich und mich zu trösten. »Wann — o wann wird das sein?" stöhnte es in meine» Innern. — Wir sprachen nur »och wenig miteinander, unsere Herzen waren zu voll für Worte. Er zog mich innig an sich, er küßte mich wieder und wieder, und dann ging er eilends davon: ich aber kehrte vereinsamter deu» je »ach Haus zurück. S. Es wurde herbstlich und kalt. Lit wehte ei» so heftiger Wind, daß ich mich nicht hinaus ans die Klippen wage» durfte. Aber das Toben des Sturmes, das Brausen der wildschänmende» Wogen pas>te zu meiner Stimmung. Die Einsamkeit, zn welcher ich verurteilt war. ward mir fast unerträglich. Um meine» Kummer »och zu erhöhe», raubte mir kurz vor Weihnachten der unerbittliche Tod auch meinen al'.en lieben Freund. Pastor Körner. Nun war ich wirklich ganz vereinsamt. Wer weiß, zu welch thörichtem Schritte ich mich hätte hin-reinen lassen, ob ich mich nicht vielleicht durch die Flucht diesem tranrig einförmigen Leben entzogen hätte, wenn mich nicht der Gedanke an de» Geliebte» davon zurückgehalten; denn ich hoffte zuversichtlich, daß er int Frühling zu mir zurückkehre» werde. » * Endlich stand die Sonne wieder warm und hell am Himmel: Veilchen und Schliisselbliimchen guckten zwischen den mooSbedeckle» Ba»mwnrzeln hervor, die Vögel sänge» wieder ihr munteres Liebchen. Eines Mvrgens stand ich vor dem Hause und beobachtete, tute die goldenen Strahlen der Sonne durch das erste Grün der Bäume sielen, als das verrostete Thorgitter anfgestoven wurde, >i»d je-mand die nnaepslegtc Allee entlang kam. Es war ei» kleiner, alter Mann mit runzligem, gelbem Gesicht >i»d einer braune» Perücke. Den Rock trug er bis unter dem Kinn zugeknöpft nnd in der Hand einen großen Schirm. Ich erkannte ihn sofort, und bei seinem Anblick stürmte eine ganze Flut von halbvergessene» Erinuernugen aus mich ein. Fast fürchtend, er könne ebenso vlövlich wieder verschwinden, als er vor meinen Augen ansgetancht war. eilte ich anf ihn zu und rief ihn bei Na-nie». .ToktorBöh-ring," klang es von meinen Lip» pe». Der alte Herr stuvte, blieb stehe» uud starr-te mich ganz er-schrvckenan.Der Schirm fiel ihm aus der Hand wel- ken wur-de» «och um Schattie-rnng bleicher. „Kennen Sie mich deint nicht mehr?" fuhr ich IE|9pUMB fort: „habenSie von ganz das! den frühe-renBeziehungen auch mein Name die Ich begriff nicht den ge- Pitluiin Mcliia Zprudcl in $il(icl bei Fdiufjurt «, M radezn erschro- ckenenAnsdruck, der sich ans seinen Züge» malte. Schweigend nahin er deu Hut ab. wischte sich die Stirn, als miinte er erst zur Besinn»«« kommen. da»» schob er die Brille zurecht nnd schaute ntidi wieder wie ein Wunder an. „«ehe ich denn recht?" murmelte er endlich, als könnte er sich immer »och nicht von seinem Staunen erhole». .Wie freue ich mich, Sie zn sehen," sprach ich erregt, indem i>3 I) iiju mit Arme nahm und dem Hause zuzog, .Sie miisseu mir > viel erzähle»! Hat die Grast» Sie geschickt? Ist sie wieder eimgekehrt? Soll ich fort von hier?" .Die Gräfin? — mich geschickt? — o nein!" Inzwischen war sein Ge->cht dnnkclrot geworden, und lest!» stieß er den Schirm, den ch aufgehoben nnd ihm wir •er in dir Hand gegeben hatte, »s dir Erde. .Ist es denn möglich?" »utmelte er zwischen de» 'jäh-itn. dann blieb er wieder ithen nnd strich sich das ttinn. »Wollen Sie denn nicht in i«s Hau« komme»?'' drängte ch nun. „In das Haus?" wicder-lüitr er zerstreut, .eigentlich ai eigentlich wollte ich dir besitz»»« einmal wiedersehen, :ctzt abrr ... nein, ich drukr. is> ist besser, iitnit sieht mich nicht," uud wieder strich er iich das Lim». .Wissen Sie," stieg er dann nach einer klei-iicii Wriie plötzlich hrrvor, „wissrn Sie, daß ich glaubte. -ie seien tot? — Sie lägen nicht weit von hier begraben? - Werde» Sie mir glauben, wenn ich Ihnen sage, das; ich >^hre» Totntschritt gesehnt habe?" .Tot!" rief ich ichauderud, .wer sagte Ihnen, ich fei tot?" .Bst," meinte er, sich vorsichtig umschaurud, .kann nie-inaiid uns hier belauschen?" .Nein, wir sind ganz sicher. ^ttttt Peterink ist in der Küche. Weit» ich Sie durch die Seiteuthür in das Hans führe, ahnt sie nichts von Ihrem Hiersein. Kommen Ziel- Hastig zog ich den alten Mann vorwärts, ans Znrcht, er könnte mir wieder entschlüpfen. Als wir das Zimmer unbemerkt erreicht hatte», drückte ich ihn in eine» bequeme» Lehnstnhl, setzte mich »eben ihn nnd überschüttete ihn mit tausenderlei Frage». Doktor Bähring war aber ein verschlossener, zurückhaltender Mann, den ansznforschen kein leichte» war. Bald hatte die Sache sich gewen» fet, erfragte mich ans, und ich er-zählte ihn, alles, all meine Erlebnisse , mir mein Begeg« ni« mit dem fremden verschwieg ich ihm. .Jetzt sa-aen Sir mir aber," meinte ich endlich. ..Heike ich wirklich nnd wahrhaftig Katharina v. Guruau?" Gleichzeitig nahm ich das Mrdail loit, da.' die-fen Namen trug, von meinem Halse und reichte es ihm. Bei genauer Untersuchung des selben entdeckte er ans der Rückfeite eine Feder. Er drückte auf dieselbe und siehe da! mit vor Erregung zitternden Ziugeru zog er ?i»e» glatte» Goldreif »»d ei» Blatt Papier daran« hervor. m Tcr Zt»renskh»er (Fftristlmt Te Wct. fWit tcr») im Rohbau minmeljr vollendete eidgeiiSssifchc ParlamcnlSgebäiide in Sem. Mit tf(U .Was ist beim daS?" rief er, indem er das vapier auseinander-faltete und seine Auge» das Geschriebene hastig überflogen. .Da« ist ia vo» höchster Wichtigkeit!" stieß er hervor; .würde» sie mir dieses Papier wohl anvertraue»? — Rein? — Sie habe» recht," setzte er schnell hinzu, al« er iah. wie ich zögerte, .warum auch mir, den Sie so wenig kenne», ei» so wichtiges Doknment anvertrauen." .Behalten Sie das Tötn-mciit, hüten Sie es. wie Ihren Augapfel, und wetnt ich es brauche, sollen Sie selbst es mir bringe». — Was es ist? — Wie? sollten Sie wirklich nicht wisieit, daß Sie hier iu Dem Medaillon den Trauschein Ihrer Eltern berge»? ei» Dokument vo» höchster Wichtigkeit, das nns, hoffe ich. viele Mühe nnd Arbeit spare» wird." Ich sagte ihm, wieahnung«-los ich davon gewesen sei, daß man vielmehr betreffs meiner Geburt zweifelhafte Gerüchte verbreitet hatte. Finster zog Tokiot Böhring dir Braue» zusammen und murmelte etwas zwischen den Zähne», das fast wie eine Ber-wüufchuug klang. Bald darauf kuövite er sei-ueu Rock bis unter das Minit wieder zu und stand ans, nni zn gelien. Möglichst geräuschlos öff-»et? ich die Thür nnd begiei-tete ihn wieder aus dem Haus. In tiefrs Sinnen verlöre», sprach er fein Wort; erst als wir die Allee schon zur Halste hinter tut« halte», wandte er sich plötzlich i» seiner kurze», schroffe» Weise mir zu. .liebetlasse» Sie die Angelegenheit vorläufig ganz mir," sagte er. .Wenn Sie Rat oder Hilfe brauchen, bevor sie wieder von mir hören, so schreiben «ic; hier ist meine Adresse." Er gab mir eine Karle. .Wissen Sie," fuhr er daraus fort, .daß Ihre Egerndorfer Freunde Sie für tot halte»? ^rau Thorold fragte mich nach allen Einzelheiten »nd ließ sich an Ihre Grabstätte führen. Thor, der ich nun war. ein paar iv räukesüchti neu Tranen Glauben zn schenken!" murmelte er halb voe sich hin. .Deshalb also habe ich nie mehr von meine» alte» Freunde» ge-hört! Tes> halb habe» Sie nie ver-sucht, mich wieder z» s»-chni." .Wennsie es für nötig halten sollten ," snhr Doktor Böh ring, meiner Worte nicht achtend, fort, .plötzlich vo» hier fortzugehen - hören sie auch, was ich sage?" unterbrach er sich baun. - »"fast ängstigte mich der Ausdruck seines Gesicht«; er sah so blaß und verstört aus, als sähe er eine Gefahr drohe», vo» der ich nichts ahnte. lZontr»»-.» > 54 +- (80 1(1 der n<4« Kaufmann? ßnöpflt Appeuzkllrr f. In Loearno hat kürzlich ei» hochbetagter tifrci« fein Leben abgeschlossen, um den im Schweizerland« eine zahlreiche Aemeind» trauert, von denen viele seine Wohlthaten genossen, diel« ihm ihr Leben», glück z» verdanken habe». Tiesee Mann ist der ehemalige Züricher Seiden-bündlet Halpar Appenzeller. (Sr, der in seiner Jugend selbst einst da« karge Brot der Armut gegeben, hat el sich all reich gewordener gansman» zur Lebensaufgabe ge> Vexierbild. stellt, die Rot der Arme» zu lindern. Lein Hauptzweck war die Gründung und Unterhaltung von vier Erzieh, ungtanslalten, in denen arme Kinder unterrichtet und für ihren Brot» erwerb vorbereitet «erden. Der Viktoria Mrtita Sprudel zu Vilbrl. Tie letzte Hülste de» vergangenen Iah-»et hat dem Ttäbt-chen vilbcl bei Feankfnrt a. M einen auherordent-lich starken, koh- lensiurereichen Sprudel geschenkt. Ter Austrieb der Quelle, welche wie hier Im Bilde wiedergeben, ist so krüftig. dass sich der milchweise Schaum au» dem U llentimeter weiten Bohr-loche elwa v Metee über den B '•"i erhebt und dabei in der Minute üvi« Liter Wasser liefert. Ter Spende., welcher nach der wraßherzogin von Hesse» den Namen .Viktoria Meli" trägt, wuede nach Anleitung de» Herrn Ober, bergrat» lecklenburg an» 2. ..ustabt, einer bekannten Autorität in seinem Fach, erbohrt. Wir sehe» diesen Herrn aus dem Bilde ganz recht» >vom Beschauer» stehen. Nebe» ihm steht der Srbohrer und Besitzer de» Sprudel», Herr Sari Brod au» vilbel. Tie beiden Herren aus der linken Seite sind Aerzte. Mit der chemischen Analyse de» Wasser» ist Herr Professor Dr. H Freseniu» in Wie»-baden noch beschäftigt. Der Burrnsnhrer De Wet. Te Wet ist seit Anfang v. I. die Seele de» Widerstande» der Bure» in Südafrika; auch die Reoeganisalion der Truppen Botha» und Telareh» in Trantvaal. ebenso wie der in der »weiten Hälft» de» Monat« Tezember durchgesühete Sinfall in die »apkoloni« ist wesent-lich dadurch unterstützt worden, das, Christian Te Wet den wegner meist im Aebiet de» Oranje Freistaal« nicht »inen Augenblick zur Ruhe kommen lieh »nd e» dabei sast stet» verstanden hat. den Feinb übee sein» Absichle» gründ-lich im »»klaren zu lassen. In den ersten Monaten de» südafrikanischen Krieg» trat der .schwarze Uhristia»', wie Te Wet genannt wird, nur wenig hervor, um so mehr macht er setzt von sich reden, doch würde e« zu weit führen, über die «et seiner Kriegführung und feiner Erfolge hier Erwähnung j» thun, indem ja die ?age«zei!ungen regelmäßig darüber berichie». Tflc im Rohbau «»»mehr voilendeie eidgenöisifche Parlament, U. A»er. Ter Ban, der an» Sand stein und «ranit aufgeführt wurde, hat fünf Jahr» beansprucht, Er verbindet die beiden seitheeigen Berwaltung»geb»nde und veeeinigt dieselben mit seiner imponierenden »nppelkrünung zu einem sehe stattlich wieküiden Architeklurwerk. Tie Kostkn de» neuen Milteibane» sind aus fünf Millionen Frank veranschlagt. Im Frühting. ^nd ob der holde lag veegange« Denn wa» von Strahle» sich ergossen, 'j Mit seiner sr»hli«g»hellen Pracht. Ta» webt in ihr den schänsten Traum; 1 Tee Blume wird e» doch nicht dangen Te» Frühling» Wonne rnhtv:rschlosse» ' vor trüber, sternenlofer Rächt. In ihre» Kelche» dust'gem Raum. So üffne dich, o Herz, der Liebe, Schließ ihre Strahle» i» dich ei». Tan» wird » in Rächten bang' »nd trübe In deinem Innern Frühling sein. Iultu» Sturm. Verplappert. Sie; .Richt wahr. Ernst, solche Seenen. wie sie zwischen den Odern ost vorkommen, wird »» bei un» nicht geben?" — Er; .Mewis, nicht, Ulitfc!* — Sie; .Ja, Mama sagt auch, Tu wärest leichler unterzu-kriegen al» Papa!" tjt»tr»sien. verheieaiete tjine: .itOnitfn Sie (ich etwa» Schlimmere» denken, al» Heirat ohne VirtfV" — Ledige Jam«: ,C ja, Liebe ohne Heirat.- (krsaif. Rat sz» den Beamten); .Machen Sie, meine Herren und Ta. men, alle Fensttr ans. damit frische Lust hereinkommt, heuer kriegen Ti ohnehin keinen Urlaub." Mutterliebe. Tie treffliche wattin eine» wackeren Landmanne» war über den Tod ihre» einzigen Sohne» untröstlich. Ter Pfarrer suchte, ste zu be ruhigen. .Erinnert Euch," sagt» er, .an Abraham» Beispiel, dem Öott gebot, mit eigenen Hände» seinen Sohn zn tüten und der. ohne z» murren, gehorchte — .Ach, Herr Pfarrer!" erwiderte die Frau, .ich weis, e», abee ein solche» Opfer würde titott doch ni» von einer Mutter gefordert haben." St. Mirabea». Wie abgöttisch Pari» seinen Mirabeau verehrte, zeigten die 'legten Zag« diese» groben Manne». Richt n»e, baß da» Volk die Strafe, in welcher »r wohnt», selbst absperrt», damit fein Wagengeräufch den Kranken stire, erbot sich ein junger Mann, sein Blut herzugeben, um «in« Umzapfnng zu bewerkstelligen, wen» die Aerrte sie sür heilsam und an»sührbar halten sollten. Am Tag« de» Leichenbegängnisse», einer Feierlichkeit, von der die Beschichte kein zweite» Beispiel auszuweisen vermag, bildeten Hunderltausende den eine Meile langen Zug. Alle Theater waren geschlossen, ja da» Volk drang sogar in Privathäuser, wo man sich lärmender Unterhaltung hingab und stellte so die Ruh« wieder her. — Al» man, durch den Stand der Bonle-vard» belustigt, sich beklagte, daß der Aemeinderat nicht bespritzen lieb, rief «in» Frani .Ach — «r hat aus unser» Thränen gerechnet!» St. Woran'S liegt. .Himmel! Ist ba» ein« PostVerbindung, jetzt habe ich schon sech« Briefe an meinen Alten geschrieben, und e» ist noch kein Geld hier!" INNUTllL. L&; l .fl ||l ». mg' Sauerampfer auf wiesen ist »in Zeiche», daß dem Boden Kalk fehlt und liegt» di« Wiesen tief, daß e» auch an Entwässerung fehlt. Haltung und Trainage werden daher diese» Unkraut bald nnteebringen. Hqaeinthen selbst anziehen zu wollen, wie e» manchmal Laien wünschen, ist ein undankbare» Geschäft. Abgeblühte Zwiebeln wirst man am besten weg oder pflanzt sie im Herbst auf «in tvarlenbeet. Innge Brutzwiebeln sind wertlo». Tie Hyaeinthenkrrltur ist an eine bestimmte Bodenart und dreijährige Kultur gebunden. Für den Laien sind diese Bedingungen unerfüllbar. Da? Heraufwiirgeu von Schleim morgen« nach dem Ausstehe». Ta» Heeaufwürgen von Schleim morgen» nach dem Ausstehen, da» bei s« vielen, namentlich männlichen Personen sich findet, rührt vornehmlich von chronischem Magen- und Rachenkatarrh her nnd ist sehr häufig Folge sortgesetzten reich-lichen Spiritussen- nnd Tabak»gennfle». Tarau» »rgi»bt sich al» erste Farbe-rnng eine erhöhte Mäßigkeit bezüglich dieser gtenußmittel. Außerdem «mpiiehlt sich al» Mittel gegen den Magenkatarrh nnd di« damit »«rbundenen Erscheinungen «in« fortgesetzte flut von Karl»babeesalz. von welchem jeden Morgen nüchtern «in Kaffeelöffel in einem Viertelliter warmem Wasser zu nehmen ist. Der tlrouenschuitt der Odstd»nme. Junge Aepfel- und BirnenhochstSmme, Die vielleicht da» erste »der zweite Mal Früchte bring»«, beugen sich unter der Last derselben, so das, man jederzeit befürchte» muß. die jungen Krone» werden sich spalten. Tie Aeste sind zn schwach, nm sich zu tragen: dieser Uebelstaub rührt daher, dag man die Bäume nach dem Pflanzen sich selbst üb»tli»ß »nd sie nicht mehr regelmäßig geschnitten l»atl«. Dadurch, baß man an den jungen Kronen keinen Äückschnitt vornahm, bildete» flch zwar lange, aber schwache Triebe, die sehr bald Blütenknospen ansetzten und Früchte brachten. Hätt« man dagegen diese Triebe jnrückgeschiiitten, so «See» statt ber Blüte»knospen Seiten» trieb« ,verstärkung»triebe> entstanden, duech die sich die zurückgeschnittenen Triebe um ein bedeutende» verstärkt hätten. Tahee ergeht an alle Lbstzüchier die Mahnung, die Leonen ihree jungen Obstbäume in den ersten drei bi» vier Jahren »ach der Pflanzung einem regeleechlen Schnitt zu unterwerfen, vor allem müssen nämlich die jungen Bäum» gut formieele Kronen mit kräftigen Aejten erhallen, damit fl« später auch ihr» Lbstlast zu trag»» vrembgen, ohn» bog man gleich von Ansang a» die jnngen Bäume mit Stütz»» »»rsehen mnj>. (.Charade. ta» ijtfle lirgt Im Sedeusch«?. tat andre kleide« klein und Worträtsel. geen Im Norden, liegt einsam, allein. Hm unendlichen tlilanitf, et» ^»stieln. Bor Zeilen erstanden an» festem «eftein. t'ag'» utttT dem Wasser mit rötlichem eitjel». Ter schein verschwand, ter flftl» ward ata», Und selbst ein athiatlljcr Hd^Ienbau, «elchasten von de» Wasser» naaender «rali, tu kennest dann da« «tanze ttt« glit'flt «atienPstanze. Satck. (ttn Werk von wunderdar herrlich.r Pracht. Trln tönet wie mächtiaee trgelklang. Te« Herwigen JNeeete brausender £uit(i. Und unter dem Sang stiir»i vom ,"Hli*n In nnd, tliiicilitt nachdem andern in« schäumende «roti Richt fern ist mehr, !>a ituchiei htenieden. Der H'ltlc Tag für die Tochter der Hebrlden. Johanne« He»pe. kluilösnng foifli In Ari«hm»griph. I 13 • i « ; « » in II. «erilhmier Vii». Iianer I « » » I« 7 I. 3111« «lad! In Veia>e.i. 3 « 1 ia 11 n 10. «cigische Seestadt, u 1 n II n ?tn sagenhafter Held .1 10 9 10 7. Itlne veexhische gest»»,,. II 11 n « in n •. Uin Heiliger. 7 11 10 I <1 1 in. Ein ftaftcnsuittttaft. »im 10 7. Hin «oael II II ; 10 « 11 3. Urne -ladt In Italien, in 1 1 ii « «. uin männlicher ivotnanie II a I «7. Hin süd-oit-etliltiinljcht« uü-ftentand. Tie »I»fani>«dnchfiaden von oben nach unten fielelfii ergeden I II. *. »nein, nächster Riinimer. Anflofiiiifleii a»o voriger Rumuikr: T< r Eliarade: -lichwotl. - Te« WJitjel»: Vn^c. - I er Hufande: »Vidinesser, II iinidcr, Kdelfnntic, lfrnichtnlrmnti, »»urchmefler. WiiKtfptiich, Oderaeroall. Hilrt toiefung, Treulosigkeit. -- ,?iemdwori. Te« Bi Iderr»IseI*: «er vorlxr leine ünfl fritnifil. sie nnchlict desto sichrer trügt. Alle Reiht« »»rdehntlen. «eranlwortllche Redaktion von »rnst Psel ff er, gedruckt und herau«gegede» von «reiner «t -tffciffe r in Stuttgart.