Nr. 25. PIÄnumeIati on » pleis : Im «omptolr ganzj, a. Mittwoch, 31. Jänner. Inseltlonsgtbür: Fllt Nlint Inserat« bl» zu 4 Zeilen Lü lr., größere per Zell« st. 25 kr. Mr Laibach ins Hans zugestellt. . . 5 ,. — ., Im Comptoir abgeholt......4 „ 60 „ Amtlicher Theil. Kaiserliche Verordnung vom 7. Jänner 1883, wodurch auf Grulid des Gesetzes vom ll. Februar 188l. N. G. Al. Nr. 10, betreffend die Consular-Gerichtsbarkeit in Egypten, die Einschränkung der Gerichtsbarkeit der österreichisch'UNgarischeu ^onsulargerichte uud deren theilweise Uebertragung au dle in Egypten errichteten neuen Gerichte verlängert wird. § 1. Die mit der kaiserlichen Verordnung vom 18. Dezember 1875, R. G. Bl. Nr. 153. iiber die Aenderungen iu der Gerichtsbarkeit der österreichisch, ungarischen Consulargerichte in EqYPten eilassenen Äestllnmnngen bleiben, in weiterer Verlängerung des mit der kaiserlichen Verordnung vom 25. Dezember !881, R. G. Vl. Nr. 3 vom Jahre 1882, zulcht an-«esktztün Termines, vorläufig bis 1. Februar 1884 in Geltung. § 2. Mit dem Vollzuge dieser Verordnung ist der Iustizminister beauftragt. Budapest am 7. Jänner 1883. Franz Joseph m. p. Taaffem. p. Prajik m. p. Ee. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Obersten und Hommandauten des Feldartillerie. Regiments Nr. 2 Michael Trapsia als Ritter des Ordens der eiser-nen Klone dritter Classe mit der Kriegsdecoration in Geinähheit der Ordensstatuteu den Nitterstand aller-gnädigst zu verleihen geruht. Erkenntnis. Das l. k. Kreisgcricht Wiener-Neustadt als PresSgericht hat über Antrag der l. l. Staatsanwaltschaft erlannt: Der Inhalt drs iil Nr. 2 der Periodischen Druckschrift „Deutsches Vulls-blatt" ddto. Wr.-Nenstadl, 11, Jänner 1883 enthalteneu Lcit^ artilels begründe in den Stellen „Wir al,ncn jetzt — verspürt hat". „Was glaubt man denn — Nengclthnms ausliefert" -„Was ist denn anders gewesen — Mensch mehr kümmert" und „aber su ist dank der Scherwenzele! — fort und fort kokettieren" den Thatbestand des Vergehens gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung nach § WO St. G,. rwiso begründe die in derselben Druckschrift Seite 3 enthaltene Stelle „Mit deutschen Vcamtcn" — vor Willkür zu gewähren" denselben Thatbestand und werde unter gleichzeitiger Acstätignng der von der !. l. Staalöanwalt-schast verfügten Beschlagnahme dieser Druckschrift das Vcrbut ihrer Weiterlierbrettung grinäft § 4!)3 St. P O. ausgesprochen. Nichtaintlicher^heil Zur Lage. Schon im verflossenen Sommer stellte die „N ene freie Presse' melancholische Betrachtungen über das «Glück" an, welches alle Schritte des Herrn Finanzmunsters begleite und constant die pessimistischen Vorhersaaungen der Opposition zunichte mache. Auch m der Nummer des genannten Blattes vom 28. d. M. varnert der finanzielle Wochenchronist das-sellie Leitmotiv und nennt den Herrn Finanzminister den „gebornen Liebling der Götter", den ..Polykrates". dem alles — er nennt diesfalls speciell die Einfüh. rung des Kaffeezolles, die Petrolcumsteuer und die Haltung, welche die Börsen gegenüber der Renten-steuer.Vorlage einnehmen — infolge besonders gün< ftiger Lonstellalionen über alles Erwarten gelungen se«. Wlr nehmen — sagt die „Wiener Nbendpost" — dleses, mit Rücksicht auf die Seite, von der es ge-macht ist, jedenfalls wertvolle Zugeständnis mit un-geheuchelter Befriedigung zur Kenntnis. Für einen Staatsmann wie für einen Feldherrn ist ja die Behauptung, dass er in seinen Unternehmungen stets vom Glücke begleitet ist. ein ganz accefttables Com« pl,ment. Trotzdem aber scheint uns die Erklärung der „Neuen freien Presse" schon ihrer Motivierung wegen nicht ganz zutreffend. Wir sind nämlich der Ansicht, dass man dann, wenn jemand in einer ganzen Neihe von Fallen alle einschlägigen Verhältnisse, alle mög-lichen Eventualitäten richtig beurtheilt, iu seinen Calcul einbezieht und gerade hiedurch einen Erfolg nach dem andern erzielt, diese Erfolge doch nicht gut bloß auf Rechnung des „Glückes" schreiben kann, sondern die-selben vielmehr vor allem eben auf dieses umsichtige Vorgehen, auf diese zutreffende Auffassung der ganzen Situation zurückführen muss. Diese Anschauung mag vielleicht etwas nüchtern und prosaisch sein; doch sind wir eben gewohnt, uns politische und finanzielle Vorgänge in recht natürlicher Weise zu erklären, und können uns deshalb mit der neuen „ Aberglaubens"-Theorie der „Neuen freien Prefse" doch nicht^gut befreunden. Die „Norddeutsche allgemeineZeitung" widmet den österreichischen Steuervorlagen au leitender Stelle eine Serie von Artikeln; in dem zweiten diesbezüglichen Artikel schreibt dus Blatt unter anderem: »Durch alle diese Vorlagen zieht sich wie ein rother Faden der Gedanke: die kleinsten Einkommen steuerfrei zu lassen und die kleinen Einkommen mit Schonung zu behandeln." Die in München erscheinende „Allgemeine Zeitung" bemerkt anlässlich der Berathung der social-politischen Reformanträge der Linken: „Die vorliegenden Anträge wollen, so besorgen wir, zu viel auf einmal anstreben und erreichen. Man hätte das Dringendste voranstellen und das weniger Dringende zurücklegen sollen; weniger wäre mehr gewesen. Die Regierung hat die Sache praktischer angefasst, sie hat ihre Thätigkeit zunächst nur auf einen eng begrenzten Kreis von Reformen gerichtet, und sie wird erst weiter gehen, wenn sie in den zu sammelnden Erfahrungen festen Boden unter den Füßen fühlt. Es mag verschwindend klein erscheinen, wenn sie damit beginnt, die Lage nur der Classe der Bergwerksarbeiter zu bessern, aber auf dem ganzen, weiten Arbeitsgebiete gibt es keinen Fleck, dcr so dringend der Remedur beditrfte, und es ist kein Grund vorhanden, ^diesen ärmsten aller weißen Sklaven in der Tretmühle ihres schweren Berufes nicht einen Theil ihrer Last abzunehmen, weil man lieber gleich den gesummten Ardeiterstand in Bausch und Bogen erlösen und beglücken Feuilleton. Der Wurzelgräber. Erzählung aus dem obcröslerrcichischen Volksleben. Nou K. U. Kaltenbrunner. (7. Fortsetzung.) z. Niedergeschlagen gieng Lukas endlich heim, sagte !.,n?^ ^ V?°" von dem Fehlschlagen seiner Rech-ib, ''s 1^ iu der Küche seinen großen Sack. warf liH f./ ^ Schulter und sprach verdrießlich, cigent-ist sch?!.^°?' zu Weib und Tochter: „Das Wetter geh'u unl, l b" Tag lang. Ich will auf den Berg etwas s^l'^"^w- Mein Heimkommen wird wohl ^"werden, zghüt' H Gott!" wohl d? ? jammerte ihm nach. denn sie merkte nach 5«. s. " heute keinen Erwerb gefunden und nichts N 't Fracht habe. aen N. V^""teln Schmerz hörte Thekla diese Kla-Nr a,."^ ^ °ber nicht zu helfen. Sehnsüch-suck, 'ikr » L^' erwartete sie den gewöhnlichen Ve-brmgen mllste?^"'^' "^ ^"n doch zuletzt Hilfe aien^^?.Slu"oen früher, ehe LnkaS aufbrach, lick,?, ml unbekannte Fremde unten auf dem gewöhn-ber. s^^' der von Sanct Wolfgang auf den Schaf, bed?^' Vr 5""st über grüne, noch mit Obstbäumen ans/i Abhänge schräg hinlaufend, dann allmählich em,. U n "" 6me kleine Viertelstunde draußen, auf W^,r ^tt,k> nw durch eine finstere Waldschlucht eine ?A"^2 Berges «nahe wie zum Greifen" herabblickt, Neht das letzte Bauernhaus. " ' " Dorthin war der Fremde jetzt gekommen. An,. « b" Thür des Hauses stand die Tochter des !««. c5 '""che mit unbefangener Ncugierde den ein-"""en Fremden betrachtete.— Er blieb stehen und fragte sie, halb scherzend: „Schähchen, wo komm' ich auf den Schafberg?" Freundlich antwortete die Dirne: „Da geht der Weg", — und zeigte ihm die rechte Richtung, die links vom Haufe weiter anf die Höhe hinanführt. Der Fremde aber zeigte in die Waldschlucht und meinte rechthaberisch: „Hier muss es ja viel näher sein, als dort auf dem gewundenen Um.ueg?" Die Dirne schüttelte den Kopf, machte gegen den Weg nach der Schlucht eine abwehrende Handbewegung und sagte mit dem treuherzigen Tone ihres Dialektes: „Da mögt's nit aufi!" „Das wollen wir 'mal sehen!" erwiderte der Nordländer und nahm seinen Weg in die Schlucht. Mit einiger Verwunderung blickte ihm die Dirne nach, drehte sich dann um und gieng zurück ins Haus, indem sie dachte: „Der bockbeinige Mensch wird schon Wieder umkehren." Als der Fremde in der waldigen Felsschlucht verschwunden war, sah und hörte mun nichts weiter mehr von ihm. Drei Stunden nach dieser kurzen Begegnung zog von St. Gilgen ein Gewitter heran. Gäh, wie sie im Gebirge kommen, hatte es den Gipfel des Schafberges mit dichten Wolken umlagert. Es zog zwar bald wieder vorüber, aber die schweren Nebel bliebe» hängen und es begann heftig zu regnen. Lnkas kam spät und von Nähe triefend nach Hause. Er verhielt sich, ein trockenes Hemd nehmend, ganz still, um seine LtUte nicht zu stören. Thckla hörte ihn dennoch, denn sie konnte vor Traurigkeit nicht fchlafen. Gegen Abend war Kies-lehner zwar zu Besuch gekommen, um sie zu sehen und sich eine halbe Stunde mit ihr zu unterhalten; allein die Hoffnung, dass er ihr mit einem freiwilligen und liebevollen Antrage auf Befreiung ihrer Eltern aus Noth und Sorge zuvorkommen werde, wurde abermals nicht erfüllt, und es schien in der That, dass er Theklaö Vater nicht für so arm hielt, als es wirklich der Fall war; das schüchterne Mädchen aber getraute sich heute ebenso wenig, wie an den vorigen Tagen, den ihr unerklärlichen Mann um Hilfe anzusprechen. — Der Gedanke an ihren charaktervollen Vater und eine unüberwindliche Scheu vor einem Schritte folcher Demüthigung hielten sie zurück, und diese Gemüthlosig-keit, mit der sich nach ihrer Meinung Kieslehner benahm, war die Ursache, dass es ihm bis jetzt noch nicht gelungen war. einen Kuss von ihr zu erhalten. — Aber eben dieser Widerstand mochte den jungen Witwer umso stärker reizen und seine Neigung an ein Mädchen fesseln, das nach den Begriffen des alten Kastengeistes, der auch im Dorfe herrscht, tief unter ihm stand. — Thekla schien von der Wahrnehmung seiner Leidenschaft nicht beirrt zu werden. Schlaflos gieng sie in dieser Nacht mit sich zu Rathe, „ob es nicht vernünftiger wäre, ohne Wissen des Vaters und der Mutter offen vor ihn hinzutreten und ihm zu sagen, dass sie wegen der tiefen Armut ihrer Eltern, die ihm nicht bekannt zu fein scheine, nicht für ihn passe? Er muss sich dann — so dachte sie bei sich selbst — bestimmt entscheiden, uud es muss zugleich an den Tag kommen, ob sie im Falle ihrer Verheiratung mit ihm in den Stand gesetzt wäre, die dürftigen Eltern so unterstützen zu können, dass sie dann keine Noth mehr zu leiden hätten." Das eigene Ich drängte das gefühlvolle Kind zurück in den Hintergrund, so lockend auch die Aussicht war, die Frau eines Kaufmanns zu werden, über Dienstboten zu schallen, eine ansehnliche Wirtschaft zu führen und Kleider zu tragen, die fte sonst Nlemals hätte haben können. Jene Betrachtungen reiften bis zum Anbrechen des Tages beinahe zum Enlschluss, — doch der nämliche Tag machte die Ausführung einstweilen nnnöthig. lssortschung folgt.^ LaiVacher Zeitung Nr. 25 212 31. Iiinuer 1883. möchte. Auf das Detail der — nicht einmal in eine greifbare Form gegossenen — Anträge gehen wir nicht ein; neu ist ihr Inhalt jedenfalls nicht. Aber hochwillkommen sollen sie uns doch sein, weil sie Zeugnis dafür ablegen, dass man endlich auf allen Seiten das sterile Feld der nationalen und der ihnen vei wandten Fragen zu verlassen und an die fruchtbare Aufgabe zu gehen gesonnen ist, das Elend, das ganz aus der Welt zu schaffen keines Sterblichen Hand stark genug ist, wenigstens einzudämmen. Die Völker, wenn sie nicht in gewisse Fragen hiueingeheht werden, wollen Frieden und wollen Brot. Wer ihnen Frieden und Brot gibt und sichert, der ist ihr Wohlthäter, und ob dieser Wohlthäter die Regierung oder das Parlament ist, ob er links oder rechts sitzt, ob er deutsch oder nicht deutsch spricht, er wird von ihnen gesegnet werden."______________________ Parlamentarisches. Wien, 29. Jänner. Der Iustizausschuss des Abgeordnetenhauses hat heule unter Vorsitz des Obmanues Ritter von Hawelka den Beschluss des Herrenhauses über die Regierungsvorlage, betreffend die Einbeziehuug von Liegenschaften in den fürstlich Thurn- und Taxis'scheu Fideicommiss, in Berathung gezogen uud nach einer kurzen allgemeinen Discussion über diesen Gegenstand den Abg. Dr. Keil zum Referenten bestellt. Der Budget aus schuss des Abgeordneten« Hauses hat heute die Aerathuug über den Budgettitel „Hochschulen" fortgesetzt. Abg. Zeithammer legte die in der letzten Sitzung in Schwebe gelassene Resolution bezüglich der Äctivierung der medicinischrn Facultät an der böhmischen Universität in Prag in folgender veränderter Fassung vor: „Die k. k. Regie« rung wird im Hinblicke auf die vom Abgeordneten-Hause in der Sitzung vom 31. Mai 1881 bezüglich der Äctivierung der böhmischen medicinischen Facultät angenommene Resolution aufgefordert, mit Beginn des Wintersemesters 1883/84 die medicinische Facultät an der böhmischen Kaiser.Ferdinands^Universitiit in Prag zu attivieren, hiebei auch die Besehung der theoreti-scheu Fächer mit geeigneten Lehrkräften ernstlich ins Auge zu fassen und eine darauf bezügliche Nachtrags» forderuug im Abgeordnetenhause einzubringen." Se. Excellenz der Minister für Cultus und Unter« richt Freiherr von Conrad-Eybesfeld findet gegen diese Resolution insofern nichts einzuwenden, als dieselbe mit seiner ernsten Absicht, die Errichtung der in Rede stehenden Facultät nach Kräften zu fördern, zufammenfällt. Er erinnert nur im Zusammen« hange mit seiner letzten Erklärung daran, dass die Personalfrage wohl nicht in das Gebiet Parlamentär!» scher Verhandlungen gezogen werden könne, indem die Verantwortung für eine etwa nicht entsprechende Be« stelluug der Lehrkräfte seinerzeit doch niemals dem Comite der uls Experten berufene» Professoren oder sonst jemand, sondern nur der Unterrichtsverwaltung allein zur Last gelegt weiden würde. Die Resolution des Abg. Zeithammer wurde hierauf von der Majorität des Ausschusses angenommen. Bei der Post „Universität in Lemberg" urgierte Abg. Hausner die Errichtung der medicinischen Fa« cultät mit Rücksicht auf den besonders auf dem stachen Lande fühlbaren Mangel au Aerzten. Se. Excellenz Minister für Cultus und Unter« richt Freiherr vo» Conrad-Eybesfeld erklärte, dass die deshalb eingeleiteten Verhandlungen noch bei der Statthalterei, rücksichtlich dem Landessanitätsrathe anhängig seien. Abg. Hausn er bemerkt ferner, dass das In-land über hinreichende Kräfte verfüge und dass die Berufung von Kräften aus dem Auslande, wie jüngst des Professors Nothnagel, welcher nur ungern dem Rufe gefolgt fei, nicht nothwendig erscheine. Se. Excellenz Minister Freiherr von Conrad» Eybesfeld erwiderte, dass ihm von einer ablehnenden Haltung des Professors Nothnagel durchaus nichts bekannt geworden sei. Abg. Czerkawski fragte, ob die Weglassuug der Position „Besoldung eines Lehrers für polnische Geschichte" absichtlich geschehen sei. Se. Excellenz Minister Freiherr v. Conrad-Eybesfeld antwortete, dass die Verhandlungen mit dem Finanzminister noch nicht abgeschlossen seien, um einen Nachtragscredit beanspruchen zu können. Hierauf wurden folgende Posten eingestellt: Universität in Lemberg 173 400 st., Universität in Krakau 232 100 st. im Ordinarium und für die Herstellung eines neuen Gebäudes zur Unterbringung der akademischen Behörden und der rechts« und staatswissenschaftlichen Facultät (3, Rate) 85 000 st. im Extra>Ordi-narium; Universität in Czernowih, Ordinarium 99 800 Gulden, für Herstellung eines eigenen Gebäudes für das naturwissenschaftliche Institut (2. Rate) 45 000 st. in das Extra-Ordinarium. Für sämmtliche Universitäten wurden außerdem 4872 st. in das Erfordernis eingestellt. Für die theologische Facultät in Salzburg wurden 14 150 st., für die theologische Facultät in Olmütz 14 500 st. uud für die evangelisch-theologische Facultät in Wien 28 300 st. eingestellt. Für die technische Hochschule in Wien wurden 283600 st., sür die technische Hochschule in Vraz 106 900 st,, für die technische Hochschule in Prag 219000 st. präliminiert. Inbctreff der böhmischen technischen Hochschule wurde folgende Resolution beschlossen: „Die t. k. Ne< gierung wird aufgefordert, die Verhandlungen über einen Neubau für die chemische Lehrkanzel an der böhmischen technischen Hochschule angesichts der bestehenden Uebelstände zu beschleunigen und baldigst hierüber die geeigneten Anträge zu stellen." Für die technische Hochschule in Brunn wurden 8Ü792 st., für die technische Hochschule in Lemberg 868 700 fl. und außerdem für sämmtliche technische Hochschulen 1260 st. conform der Regierungsvorlage eingestellt. Das Erfordernis der Hochschule für Bodencultur in Wien wurde mit 118 300 fl. und das der Akademie für bildende Künste in Wien mit 116 700 ft. eingestellt. Der Ausschuss gieng hierauf in die Berathung des Titels „Mittelschulen" ein. Aus Budapest wird berichtet: Das ungarische Abgeordnetenhaus hat am 28. d.M. die durch die Berathung einer Wuchergesetz-Vorlage unterbrochene Debatte über eine Petitiou um Revision des Juden-Emancipation sgesehes, wie bereits telegraphisch gemeldet, durch Abweisung jener Petition sowie der an dieselbe sich anschließenden Veschlussanträge der Abgeordneten Istüczy nnd Verhovay beendigt. Die Debatte war auch am letzten Tage wieder eiue sehr ausführliche, doch wurden eben nur die alten Argumente für und wider die Iud?u-Emancipation variiert, nicht durch neue veunehrt. Der Referent Berzeviczy rcftectierte in seinem Schlussworte auf alle Redner, die gegen den Ausschussantrag gesprochen haben, und polemisierte gegen die Widersacher des Ausschussantrages. Einerseits verlange man Reformen von den Juden und andererseits wolle man sie durch die Eut-ziehuug der bürgerlichen Rechte zu diesen Reformen unfähig machen. Er hält den Antisemitismus für eine krankhafte Strömung und sprach die Ueberzeugung aus, dass das Haus auf die taufende von Petitionen, welche, wie Onody androhte, demnächst die Aufhebuug der Emancipation verlaugen follen, die gleiche Antwort ertheilen würde, die es durch die Annahme des Ausschussantrages gebe. Der Nusschujsantrag auf Uebergang zur Tagesordnung wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen. Vom Ausland. Die nächste Sitzung des Abgeordnetenhauses des preußischen Landtages wird am 5. oder 6. Februar stattfinden. Der deutsche Reichstag wird um dieselbe Zeit in seinen Arbeiten eine längere Pause eiutreten lassen. Fraglich ist es noch, ob er dann zu Anfang März noch einmal zusammentreten oder sich gleich über Ostern vertagen wird. In Paris wechseln gegenwärtig die politischen Krisen, zu welchen das Manifest des Prinzen Napoleon den Anstoß gegeben hat, von Tag zu Tag. Am 27. d. M. hatten sich in der Commissions.Berathung über das sogenannte Prätendentengesetz die anwesenden Minister und die Mehrheit der Commission dahin geeinigt, den Fabre'schen Vermittlungsvorschlag anzuneh-men, welcher die Prinzen zwar nicht verbannte, aber von politischen und militärischen Stellungen in Frank< reich ausschloss. Infolge dessen gab nun zuerst der Marinemiuister Iaureguibeny, welcher die erworbenen Eine Gemsjagd. Gar manche Trophäe wurde schon leicht verdient; gar manche aber schwer, recht schwer! Wenn man z. B. auf einer jener wohlorganisierten Treibjagden ein Dutzend oder mehr Hasen in Einem Kreise schießt, so kann man nicht sagen, dass diese Beute schwer gemacht wurde; wenn man jedoch in den endlosen Wäldern, die sich von Siebenbürgen bis zur Bukowina hinziehen, einsam steht, und der Bär, den eben ein unsichtbarer Nachbarschütze angeblitzt hat, wüthend im Dreischlag mit tiefem Gebrumme auf uns losrennt, und es darauf ankommt, ihn mit sicherer Hand auf 8 bis 10 Schritte aufs Blatt oder ins Auge zu treffen, weil er sonst auf den unglücklichen Schützen stürzt und ihm die Kopshaut abstreift, und der Bär fällt, so darf man schon sagen, diese Beute ist schwer verdient ! Aber nicht nur in Hinsicht auf Gefahrlosigkeit oder Gefahr liegt der Unterschied im „Verdienen", sondern auch oft in der Mühe und in dieser allein. Auf meinem Schreibtische steht ein Gamskrückerl, das deutlich 18 Ringe zählt; es gehörte eiuem alten Bocke, den ich zu jener Zeit auf dem Nctyezüt geschossen habe, als das Hatzeger Thal in Siebenbürgen noch von Wallachen bewohnt wurde. Es ist seither viel Zeit verflossen, denn längst schon wohnt dort eine neue Nation, die von Trajans Völkern abstammt, dessen siebenbürgische Hauptstadt zwar iu Trümmern liegt, dessen Nachkommen aber immerhin Römer sein mögen, obwohl ihre Tracht aufs Haar jener der Barbaren gleicht, deren Statuen man im Vatican zu begegnen das Glück hat. In jenen Zeiten nun lebten zu Szciszoüros, im Maros'Thale, zwei Brüder, die mit einem gewissen Rechte für ausgezeichnete Jäger galten. Beide waren Grenzoffmere gewesen, beide besahen kleine Anwesen und lebten von Pension und Kukuruz (Mammaliga) und Wildpret. Sie kannten die Gegend weithin, bis in die Karpathen, kannten alle Professionsjäger, die wir wahrscheinlich Wildschützen nennen würden, wussten beiläufig auch die Standplätze des Wildes, besaßen Bärenhäute iu Hülle uud Fülle, Sauköpfe so groß wie Nucrochsenhäupter, die an den Wänden der kleinen Zimmer hiengen; giengen in Pelzen selbstgeschossener Wölfe und zeigten Liebhabern mit Stolz die dicken, breit auseinanderstehenden Krückerl mächtiger Gemsen, von denen sie freilich zugestanden, dass manche in Maxen oder Schlageisen gefangen worden waren, denn die größte Schwierigkeit für alle solche Hoch. jagden liegt ja in den Treibern, die nie die Wege gehen, welche vorgezeichnet wurden, die nie etwas zu essen bei sich haben, die nicht nur gezahlt, sondern auch gefüttert werden wollen, welch letzteres im Ge. birge feine Schwierigkeit hat und eben nicht billig zu stehen kommt. Natürlich regte sich in mir der heiße Wunsch, eine Siebenbürger Gams zu sehen, wo möglich zu schießen und das Iägergewissen zu beruhigen, das sich gegen den Gedanken sträubte, abzureisen, ohne mich legitimieren zu können bei denen, die in unseren Bergen fast mühelos und — falls der Eigenthümer des Revieres nicht tags vor der Jagd die Gemsen ,.ab' treiben" lässt, damit die Gäste nicht zu viel schießen — sicher ihren Bock niederlegen! Die Bekanntschaft der Haufttleute war bald ge-macht, und die liebenswürdigen Herren versprechen mir, eine Jagd auf dem Rilyezät zu arraugiere», ja der Iüugere von beiden sagte sogar zu, diese Jagd mitzumachen, für welche sich der andere zu alt fühlte. Der Tag wurde festgesetzt und Nulsora als Sammelplatz bestimmt, von dort sollte der Aufstieg be-ginmu. Am 2. November zeitlich früh brach ich vou Szäszväros auf, besuchte das damals noch intacte Vajda-Hunyad, besah die Nrste vou Sarmis-Segetusa, dem einstigen Ulftia Trajana (das jetzt noch seines Schliemann harrt) und übernachtete bei einem alten Bekannten, dessen Wohnfitz in einem Dorfe lag, welches einen Namen hatte, der mit F. anfieng. Vielleicht vergaß ich ihn, vielleicht gehört er heute jemanden anderem, und am 3. November früh fuhr ich nach Nuksora. Welch Leben in diesem kleinen, elenden rumänischen Dorfe! Da standen vierzig Pferde mit vierzig rumänischen Burschen, die in ihren kurzen Hemden, breiten Gürteln, mit den langherabfallenden geringelten Haaren und breiten Hüten in den Händen, wie zahme Horas und Klotschkas aussaheu. Ein halbes Dutzend dieser Pferde trug große Kessel, andere waren mit Säcken von Kukuruzmehl beladen; wieder andere trugen Fässchen mit Schweinschmalz, Körbe mit Brot, größere Fässer mit Vrantweiu und Wein, und wieder andere waren mit Federpölstern gesattelt — das waren die Reitthiere der Jäger. Von letzteren hatten sich sieben eingefunden, drei verarmte und wallachisierte Edelleute in fadenscheinigen Röcken und Csizmen, vier aber in Bauerntracht, durchwegs mit Gewehren bewaffnet, deren Läufe mit Bändern und Stricken an den Schaft gebunden waren; martialische Gestalten, wenn auch nicht eben mit Vertrauen einflößenden Gesichtern. Militärisch geordnet stand die ganze Karawane da, zuvorderst die Jäger, dann die Pferde mit ihren Wärtern, endlich etwa ein Dutzend Treiber mit langen Stöcken, die fehlenden vierzig sollten von der anderen Seite des Gebirges über den Kamm herüber die Gen^ sen uns zutreiben. Im ganzen bestand uuser Iagdzug aus 40 Pferden und 61 Personen, die mit hinlänglichem Gelärme aufbrachen, woran wohl niemand zweifeln wird, der je Wallachen in größeren Karawanen, z. V. als Vor' spann, gesehen hat. Der Zug glich auch sonst einer durch die Wüste ziehenden Karawane, nicht nur, wen sich eiue endlose Niesenschlange pfadlos fortbewegte, sondern weil man wirklich durch eine Wüste zog oder doch durch eine Wüstenei, eine großartige Waldwüste, durch den wirklichen Urwald, in dem nur Stürme d>e Vaumriesen fällten, nur Blitze sie spalteten, nur Hirte" die schönsten Buchen und Tannen ausbrannten. Gar groß war meine Zuversicht nicht, als ich d"s magere Rösschen bestieg, den großen Pelz vor «licy über den schweren Federpolster warf und die MM über den Rücken schnallte. «Weidmannsheil" rief d" ältere der Hauptleute uns nach, der heimritt. ,,^" Laibacher Zeitung Nr. 25 213 31. Iilnner 1883. militärischen Grade der Prinzen in der französischen Arme? und Flotte gewahrt wissen wollte, seine Demis swn. Um 27. d. M. wies dann auch der krank dar» niederliegrnde Ministerpräsident Duclerc drn von seinen Collegen angenommenen Fabre'jchen Compromiss zu> rück, indem er an der ursprünglichen Regierungsvorlage d^s Prätendentengesetzes festhielt. Er ließ diesen Beschluss dem Präsidenten Grevy und den Ministern Falliöres und Devös mittheilen. Nun demissionierten Wieder die anderen Minister; Herr Grevy conferierte mit Jules Ferty, der jedoch die Bildung eines neuen Cabinets ablehnte, und unterm 29. d. M. wird ge< m?ldet, dass die Mehrheit des bisherigen Cabinets bleib.', die Minderheit ab>>r, nämlich der Minister« Präsident, der Kriegs« und der Marineminister ausscheiden. Die französische Regierung hat. einem Pariser Telegramme zufolge, an die europäischen Mächte ein Memorandum über die Gründe gerichtet, durch die sie Wh genöthigt sehe, die englischen Vorschläge über ^gypten abzulehnen. — Andererseits wird dem ita-llenischen Correspondenzbureau „Stefani" in Rom gemeldet, dass die übrigen Großmächte nach einem statt« gehabten Meinungsaustausche übereingekommen sind. die von Granville in seinem Rundschreiben vom 3ten Jänner gemachten Erklärungen und Vorschläge im Principe anzunehmen. Eine Depesche ausPeru meldet, dass der peruanische Congress beschlossen habe, Unterhandlungen mit Chile für den unverzüglichen Abschluss einrs Friedens« Vertrages zu eröffnen, und zwar in Gemeinschaft mit Bolivia oder ohne dasselbe, vorausgesetzt, dass Peru gestattet wird, seine Unabhängigkeit zu behalten und durch die Friedensbedingungen nicht aller seiner Hilfs^ quellen zu einer Regeneration beraubt werde. Tagesneuigkeiten. — (Die Wiedereröffnung der Pusterthal, Bahn.) Samstag wurde die Strecke Lienz.Thal der Pusterthal-Linie der Südnahn, die dnrch die Katastrophe vom vergangenen Herbste zerstört worden ist. durch einen Commissionszug zum erstenmale wieder befahren und gleichzeitig dem Verkehre übergeben. Vier Monute haben die Erneuerungsbauten in Anspruch ge< nommen. Eine lurze Zeit. wenn man erwägt, dass auf n'cht wemger als 15 Kilometer des fchwierigstcn Bahnbaues die Linie ganz. auf 5 Kilometer theilweise zerstört war. Die Abfahrt des Commissionszuges von Lienz erfolgte mittelst Separatzuges um « Uhr morgens. In den drei Salonwagen, welche den Train bildeten, nah. wen Platz: der Präsident des Verwaltungsrathes der Südbahn Baron Hopfen und Venvaltungsrath Glas Vila Feste tics, ferner als Vertreter der General. Inspection hofrath Pischof. Negierungsrath S ch ulz. seitens der Verwaltung der Südbahn Generaldirector Schüler. Bahndirector Preuninger. Verkehrs« director Pfeiffer, Maschinendirector Wagner, Ober- inspector Mannheimer. Verkehrschef Baron Wezlar. die Oberinspectoren Ackert und Klein und die Vertreter der Wiener Presse. Zur Linken des jetzigen neuconstruiertlN Bahnkörpers sieht man einen See. den das Hochwasser gebildet und der bereits theilweise verschüttet ist. Längs des Bahnkörpers bemerkt man mächtige Felsblöcke, welche die Gewalt des Wassers ins Rollen gebracht. Die Arbeiten an dem neuen Drau-Bctte sind ziemlich fortgeschritten. Ein großartiges Object ist die neue Brücke beim sogenannten Nordbühel. Die alte Bahntrace lief dort an einer hohen Berglehne, die das Hochwasser unterwusch und zum Abstürze brachte. Die Schienen hiengen in Thurmeshöhe in der Luft. Jetzt erheben sich aus dem Thalgrunde acht mächtige Pfeiler aus Maner-werk. Auf diesem ruht eine fast zierliche Holzconstruction, welche vollkommen zuverlässig ist. Unsäglich waren die Mühen bei Herstellung dieser Brücke. Bei dcr Station Thal hatte das Wasser die Bahngeleisc vollständig zerstört. Bei Apfaltersbach war ein neun Meter hoher Eisenbahndamm gänzlich entzweigerissen und weg» geschwemmt worden. Zwischen Mitterwalo und Apfal» tersbach war der gefammte Bahnkörper auf einer Lange von zweihundert Meter um fünf Meter gesunken. In Welsberg fand die Vorstellung der Beamten statt, welche sich um das Werk dcr raschen Herstellung so große Verdienste erworben. In Bruneck hielt Bürgermeister Mahl eine Ansprache, worin er der Dankbarkeit der Bewohner Brunecks Ausdruck gibt. Präsident Baron Hopfen und Generaldirector Schüler erwiderten hierauf, dass die Südbahn die Opfer, welche sie gebracht, gern trage, in dem Bewusstsein, dass Handel und Wandel in dieser schwergeprüften Gegend nunmehr blühen werden, Interessant waren noch die Neconstructionsarbeiten auf der Strecke Franzensfeste.Bozen. In Bozen. am Endziele der Fahrt, wurde der Zug vom Handelskammer-Präsidenten Kufler und dem Bürgermeister Dr. Braitenberg in warmen Worten begrüßt. Baron Hopfen und Generaldirector Schüler antworteten darauf in kurzer Rede. — (Journalistisches.) Aus Wien berichtet man. dass dem „Neuen Wiener Tagblatt" und dcr „Constitutionellen Vorstadt-Zeitung" mittelst Statthat-terei Erlasses angekündigt worden sei, dass sie bis auf weiteres nicht mehr in den Tabak-Trafiken und anderen Verschleißlocalen zum Einzelverkaufe aufgelegt werden dürfen. — (Ein unheimlicher Kunstfreund.) Aus dem Künstlerleben Gustav Dor es wird unter anderem folgende Anekdote erzählt: Der in England außerordentlich beliebte Maler erhielt eines Morgens, wäh« rend er im Jahre 1876 in London weilte, den Besuch eines wunderlich aussehenden kleinen Herrn, mit schlecht gekämmtem Haar und grünen Augen, Dore wurde von dem Fremden mit den schmeichelhaftesten Formeln der Bewunderung überhäuft und endlich gefragt, ob es ihm gefällig wäre. um den Preis von huudert Pfund Sterling eine kleine Bleistiftskizze zu entwerfen. ..Gewiss", entgegnete der Künstler. Men habe ich die Ehre, vor mir zu sehen?" — Der andere stellt sich mit stolzem Sclbstl'l'wiMsein als „Herr Marwood. der Scharfrichter", vor. Eine Empfindung des Unbehagens durchzuckte Dort, dcr sich aber rasch wieder sammelte und Marwood zur Verfügung stellte. „So kommen Sie morgen zu mir", sagte dieser, „und sehen Sie sich meine Arbeit an! Ich l)ucyte Moose und lehmige Sutten; immer lichter wuroe der Wald. immer größer die Zerstörung und '""^ wüster das Gelärm« der ihre Thiere aufmun- ^ ?^ver. dieser unermüdlichen Schreihälse. Mittaa l "" war schöu; die Sonne blickte zu August bin^" .°"l den Zug, dass wir uns in den schwand ^"denken konnten. Aber um 3 Uhr ver-d" Spätb rbtt.^ben ^"g'N. und jetzt meldete sich fnfchlr N^' Spätherbst - der Z.November! Ein graue Wäl^ "^ sich. der aus Westen kam und würd "« ^"«"" sich hertrieb: dunkler und dunkler wane «,,' "lNer und stiller verhielt sich die Kara« Tbier- tt, emzelne Aufschreie waren zu hören, wenn sich der V"5" ^" gar hinstürzten. Endlos zieht reicbt/n ?- ^ ^'' und erst gegen 6 Uhr abends er. ein? M...?" eme Hochalpe. Niederes Gras bedeckte dort fm.^,' " ^"' Hwergholz eingefasst war, und Schafe hü/t "" Hutenknaben, die etwa 2- bis 300 ni^<^?^"te trieben sie mit Geschrei fort und N"'.slch )/lbst breit. Die Thiere wurden abge-bald"' dle Kessel aufgehängt. Feuer angezündet, und °"ld brodelte da GulrMhus. dort Mammaliga. und u^"u."te n'cht Zange, so floss der Schnaps und Wein ",? "ne Tllinka wurde geblasen. die Leute johlten «"o lanzten — es war wie auf dem Blocksberge. b?i«,3° .^ sich das alles ausgenommen haben mag w. >l?F" b« Sterne und Kienspähne. so schien es '"" ooch llar, das« da wohl wenig Aussicht auf Jagd. erfolg fein könne. Das Lager befand sich am Fuße des Gupfes eines Bergriefen, der reich an Gamswilo sein sollte, etwa 7000 Fuß hoch. Der Gupf selbst, aus kolossalen, lose auf einander liegenden, meist abgerundeten Porphyrklötzen bestehend, zog sich noch etwa 1000 Fuß sanft ansteigend hinauf, mehr Rücken als Spitze - wie sollten da die Gemsen aushalten! „Sie sind an Hirten und Schafe gewöhnt", sagte der kalt-blutige Hauptmann, trank mir zu, und dann wickelten wir uns in die Pelze und schliefen 7000 Fuß hoch im Freien in der Nacht vom 3. auf den 4. November! Um 2 Uhr gabs Reveille. Starker Kaffee mit Schafmilch erwärmte uns, die Cfnlora wurde mit Brant» wein gefüllt, Brot und Speck in die Jagdtasche ge» than, und die Jäger begannen den Aufstieg. Der Troß blieb unter Bewachung zurück. Der Ausstieg war mühsam. Die runden, glatten Blöcke gaben dem Fuße keinen Halt, die Stöcke ver« fiengen sich in Klüften, die Steine selbst verloren durch den Tritt ihr Gleichgewicht und wackelten. Das Licht der Sterne leuchtete nur schwach, und die rau» chenden Kienspähne mussten ausgelöscht werden, da sie die Augen blendeten. Wer den Weg aus dem Maltathale über den Elendkäs durchs Kötlschachthal nach Gastein gemacht hat, der kann sich den nächtlichen Gang vorstellen. Er dauerte bis 7 Uhr morgens, und manches Knie, manches Schienbein blutete, als wir die Höhe erreicht hatten. „Nun kriechen Sie auf dem Bauche, leife, leife, bis zur Schneide und gucken Sie auf die andere Seite, Sie werden Gemfen sehen", sagte der Hauptmann. Ich that es. und auf 150 bis 200 Schritte unten lag ein ganzes Rndel von Gemsen, gewiss an die vierzig. Sie losten ährnd nach allen Seiten, blieben aber ruhig. Ich zog mich kriechend zurück und bezog jetzt meinen Standplatz hinter einem Felsblocke, der mich deckte, aber gestattete, dass ich über ihn wegsehen konnte. Die anderen stiegen rechts und links hinab, auf Schussweite von einander entfernt, sie entschwanden meinem Auge. Der Trieb sollte von drüben kommen. Es war eisig kalt. die Finger erstarrten im Muffe; nichts rührte sich. Ein Mäuschen kam auf den Block vor mir und spielte dort. es ignorierte mich. Sicher stand ich da länger als eine Stunde, und schon begann ich vor Kälte zu zittern. Schnell einen Schluck Wach-holderschnaps — das Mäuschen flüchtete — da fiel ein Schuss; aber nicht in der Schützenlinie, sondern aus der Reihe der Treiber; es folgte ein Getrabe, die harttn Hufe der Gemfen schlugen das Gestein, sie flohen rechts und links, und wieder wurde es still, wieder kam das Mäuschen und guckte neugierig herum, wer denn seine Vergesruhe störe? Nach einer halben Stunde borte man das Schreien der Treiber und das Klopfen chrer Stöcke. Schon gab ich alles verloren. Schon wollte ich die Hähne meiner Büchse ablassen — da höre ich hinter mir flüchtigen Dreischlag; ich halte gerade noch Zeit, mich umzukehren, ein kräftiger Bock kam auf drei Füßen quer hinter der Schützenlinie in rasender Eile einher. Nasch an die Wange — ein glücklicher Schuss — im Feuer lag er da. Ein prächtiger Kerl, fo stark im Wildpret fast wie ein Hirsch — der rechte Lauf fehlte ihm — offenbar durch ein Fangeisen abgeschlagen. Zu gleicher Zeit erschienen die Treiber auf dem Kamme, die Jagd halte ihr Ende. Keiner dieser Spitzbuben wollte den Schuss gehört haben, der das Gemsvolk zersprengt hatte, aber tagsdarauf brachte einer der Jäger eine Gais, die er dem Chef der Treiber abgenommen. Nu! seine Haut dürfte nicht ganz h"il geblieben sein. Leicht verdient war meine Trophäe nicht! Noch folgte ein Mahl für fast hundert Menschen ans der Alpe! Kostenlos sind derlei Jagden eben auch nicht. Aber mein Bock machte die Glieder gelenk, und ab« wärts tonnte man laufen. Ich kam noch zurecht, um den Namenstag der Hausfrau bei Punsch zn feiern und mich auch bei ihr mit den Krückerln zu brüsten. (Wiener Abendpost.) Laibacher Zeitung Nr. 25 214 31. Iänner',1883. — (Ernennung) Der Ackerbauminister hat den mit dem Titel und Charakter eines Bergrathes bekleideten Oberbergverwalter Adolf Plaminel in Idria zum B^rgrathe ebendort ernannt. — (Semesterschluss,) Die hiesigen Mittel« schnlen schließen am 10. Februar den ersten Curs mit einer heil, Messe und mit der darauffolgenden Velthei-lung der Semestralzeugnisse in den einzelnen Lehr> zimmern. — (Preiszuerkennung) Wie man uns mittheilt, haben die Preisrichter des Vereins der „Lehrer und Schulfreunde" in Mähre», welcher vor einem Jahre vier Preise in Gold für die besten pädagogischen Artikel ausgeschrieben hat, unter allen eingelaufenen Arbeiten nur den Aufsah des Herrn k, k. Uebungsschullehrers an der hiesigen Lehrer.Bildungkanstall Johann Sim a, betitelt „Das Gift der ersten Jugendzeit", für Preis« würdig befunden und diesem Herrn einstimmig den ersten Goldpreis zueikannt. — („Milica">>Polka fran^aise.) Herr Victor Nitter von Parma componierte zur Erinnerung an Valentin Vodnils 125jähriges Jubiläum eine „Millca". Polka fran^aise, welche Composition zum erstenmale beim Vodnik-Balle in der Titalnica am 6. Februar von der vollen Militärkapelle des k. l. l7. Infanterieregiments Baron Kuh» gespielt werden wird. — (Zur Maskerade des „Solo!") am Fa. schingsdienstage in den Localitäten der früheren Schieß-siätte theilt man uns mit, dass die Einladungen für Laibach bereits versendet worden sind. Falls jemand aus Versehen ausgelassen worden Wäre. wolle man sich beim Herrn Uhrmacher I. Geba, Elephantengasse, melden, damit die Einladung noch rechtzeitig zugesendet werden könnte. Bis gestern sind 1200 Einladungen ausgegeben und werden die für auswärts bestimmten heute noch zur Versendung gelangen. — (Aus Loitsch) schreibtman uns: Die feierliche Eröffnung des Lefevereins (dralno ärustvo) in Oberloitsch fand unter regster Betheiligung am 27. d. iu den hiefür adaptierten Hallen und ge» räumigen Localitäten des Klanilar'schen Hauses statt. Der Obmann des Vereines. Herr Dr. St erg er, eröffnete mit Worten herzlichster Begrüßung an die zahlreichen Anwe-fenden das Fest, hinweisend auf die zu losenden Aufgaben: Hebung der Intelligenz durch Zeitschriften und Bücher, sowie des nationalen Bewusstseins durch „Besedas". Hierauf hielt die eigentliche Festrede der hochw. Herr Lavreneie. welcher die Wichtigkeit der Dichter für alle Völker überhaupt, insbesondere jedoch die Bedeutung un-seres Vodml als des echten Dichter.Führers betoute Die Gcsangspiöcen wurden von einem gutgeschulten Doppel-quartette auf das beste executiert. Nachdem noch die Lehrerin Fräulein A. eine kurze Vilhar'sche Declamation: „Voämku v Lpomw", recht befriedigend vorgetragen hatte, verliehen die Zuhörer in gehobener Stimmung und erwartungsvoll den Festsaal, um sich in die unteren, recht hübsch dekorierten Räume zum Tanze zu begeben. Die Dame» hatten sich hiezu in durchwegs schönen, zum Theile prachtvollen Toiletten eingesunden. Unverwüstlich der schönen Kunstfertigkeit huldigend, verharrte das tanzlustige Publicum Hierselbst bis gegen 6 Uhr früh der Stunde, in welcher das animierte Fest für gar manchen ein zu frühes Ende fand. —k. — (Schadenfeuer.) Man schreibt aus Stein: Am 14. d. M, gegen 5 Uhr nachmittags brach auf dem Dachboden des dem Anton Fröhlich in Mitterdorf gehörigen Hauses Feuer aus, welches den Dachstuhl desselben sowie jenen des Stalles nebst dem daneben be« findlichen Dreschboden sowie auch den Dreschboden der Witwe Helena Vertaönit einäscherte. Der Schade, den Anton Fröhlich erleidet, beträgt 1500 st., jener der He-lena Vertacnik 200 fl. Assecuriert ist nur ersterer, und zwar auf 000 fl. Weiters verbrannten dem Mathias Trebnsak. welcher als Pächter im Hause des Anton Fröhlich sich befand, 30 Merling Hafer, 14 Mcrling Gerste, 120 Kilogramm Schweinefleisch und Speck und noch mehrere andere Kleinigkeiten, und es erleidet auch dieser einen Schaden von 200 fl. Auf welche Weise das Feuer entstaub, konnte nicht festgestellt werden. — (Aus den Nachbarländern.) AuS Graz wird unterm 28, Jänner gemeldet: Heute fand hier die constituierende Versammlung des Schriftstellervereins statt, der den Namen „Concordia" führt. Zum Obmann ward Robert Hamerling. zum Obmann.Stellvertreter Raab. zu Ausschüssen wurden Dr. Kosjek. Professor Meyer. Dr. Werner, Redacteur Huber und Schriftsteller Schifkorn gewählt. — (Theaternachricht.) Heute findet, wie bereits angezeigt, das Benefiz unseres strebsamen Operntenors Herrn Oswald statt, der den »Faust" gewählt und sich damit gewiss den Dank der Musikfreunde gesichert hat. Es ist demnach an einem recht guten Besuch des Hauses nicht zu zweifeln. — (Das Concert Ondrikel.) welches gestern im landschaftlichen Theater — über Veranstaltung des Herrn Karl Till, dem dafür der Dank aller Kunst, freunde gebürt — stattfand, hatte ein ebenso zahlreiches als gewähltes kunstsinniges Publicmn versammelt, das mit aller Hingebung dem künstlerisch vollendeten Spiele deS Virtuosen lauschte. Derselbe zeigte alle die hohen Vorzüge, die ihm die großstädtische Kritil allerorten nach. gerühmt, und die wir bereits ausführlich besprochen haben, in vollstem Maße und riss die Zuhörer gleich in der crsten Nummer, dem uuvergleichlich schönen Violin» concert mit Orchesterbegleitung von Beethoven, zu stürmischem Jubel hin. Das Orchester, das sich unter Andreaes Leitung wacker hielt, war, namentlich in den Violinparts, durch die Herren Professoren Gerstner und Moravec wesentlich verstärkt Von den übrigen Piöceu, die Herr On d ri ick zu Gehör bracht»-, gefielen am meisten die „Legende" von Wienmwsky, die ,,Ma« zurka" von demselben und die „Elegie" von Laub; der Künstler gab noch zwei Pi^cen zu, von denen der ganz am Schlüsse gebrachte „Carneval von Venedig", mit eminenter Charakteristik gespielt, frenetischen Beifall fand. Fräulein Emerich fang mit ganzer Meisterschaft das Pagenlied aus der „Hochzeit des Figaro" und die Styrienne aus „Miguon" und zeigte insbesondere in letzterer wieder ihre hohe Begabung alö dramatische Sängerin. Die jugendliche Künstlerin wurde auf das lebhafteste acclamiert. Herr Got tinger sang die Arie des „Rene" aus der Oper „Der Maskenball" und gab auf den wohlverdienten reichlichen Applaus, den er fand, daS Zarenlied aus der Oper „Zar und Zimmermann" hinzu. — Die Clavierbegleitung hatten aus Gefälligkeit die Herren Förster und Emerich beforgt und gauz tüchtig durchgeführt. —l^. — (Literatu r,") Von dem soeben abgeschlossenen gediegenen Werke: „Frühlingsblumen" von A. von End ere 3. welches in dem renommierten Verlage F. Temp skys in Prag und in glänzender Ausstattung erschie» , soll im nächsten Jahre eine Fortsetzung unter dem Titel „Sommerblumen" erscheinen. Umfang, Ausstattung und Erscheinungsweise sollen dieselben bleiben, dagegen wird in dem Text, welchen Dr. Ernst Krause (Carus Sterne) zu schreiben übernommen hat, die natur-und culturwissenschaftliche Seite des Gegenstandes stärker betont werden, als es den Herolden des Frühlings gegenüber, die unwiderstehlich zur poetische» Betrachtung auffordern. am Platze schien. Genügt uns bei den Thieren die lebendige Schilderung ihres Lebens und Treibens, so verlangen die Angehörigen des stummen Pflanzenreiches, die uns nicht entgegenkommen und umkreisen können, unsererseits ein Entgegenkommen, eine mehr innerliche Vertiefung in ihr stilles Dasein; wir möchten von jeder einzelnen Pflanze wissen, wie und warnm sie den Menschen ans Herz gewachsen ist oder wodurch sie einen düstern Nuf bekommen hat. woher ihr Name und ihre besondere Verehrung bei den verschiedenen Culturvölkern, ihre mythologische und symbolische Bedeutung stammen, wessen erklärter Liebling sie geworden, Welche Völker und historischen Personen sie zu ihrer Devise, zu ihrem Wappenbild oder zur Helmzier erkoren haben, kurz die Geschichte unserer gemüthlichen Beziehungen zu den Pflanzen, in denen viel mehr liegt, als ein bloß äußerliches Verhältnis. Eine solche Darstellung wird nicht bloß jeden Pstcmzenliebhaber und jede Blumeusreundin anziehen, sondern für jeden Gc-bildeten von nachhaltigem Interesse bleiben. Ueber diese culturwisseuschaftliche Seite foll aber die naturwissenschaftliche keineswegs vernachlässigt werden. Der Be ziehungen der Pflanzen zu der übrigen Lebewelt und besonders zu ihre» speciellen Verehrern, den Faltern, Bienen und sonstigen Thieren soll in lebensvollen Schil-derungeu gedacht werden, um darnach die eigenthümliche Gestalt der Pflanzen und ihrer Blumen verständlich zu machen. In solcher Vereinigung der historischen mit der modernsten Betrachtungsweise erhalten die Besitzer des oberwähnten Werkes: „Frühlingsblumen" eine in jeder Beziehung wertvolle Fortsetzung und überhaupt ein ganz eigenartiges Werk, bei welchem schöne Form und reicher Inhalt einander entsprechen werden. * Ulles in dieser Nubril Angezeigte ist zu bczichrn duich die hiesige Buchhandlung Jg. v. Kleiumayr 6- ssed. Vamliera. "Neueste Post. Original«Telegramm der „Laib. Zeitung" Paris, 30. Jänner. Auf Verlangen Gievys sich. ren der Kriegsminister und der Marmeminister die Reportgeschäfte bis zur Ernennung ihrer Nachfolger sort. General Campenoll nahm das Kliegspottefeuille an. In der Kammer bekämpfte Renault die Antläa/ Floquets und Fabres und erklärte im Verlaufe feiner Rede, die Orleanistenpartei sei todt, seitdem der Graf von Paris nach Frohsoorf gegangen. Der Ministerpräsident hebt noch die Nolhwludigkeit gesetzlichen Schutzes gegen den Misgbrauch der reftublikcmischcn Freiheiten zur Organisierung aufrührerischer Versammlungen und von Angriffen gegen die Regierung hervor. Infolge Ermüdung FalliöreS wird die Berathung auf Dolmerstag verschoben. — Nach der Sitzung wurdc der Ministerpräsident von einer Ohnmacht befallen. Mall befürchtet eine Gehnncongestion. Die Ohnmacht Falliöres wurde durch Schwäche und Schlaflosigkeit verursacht. Sein Zustand fordert absolute Ruhe, wird aber ohne nachlheilige Folge sein. Mau hofft, Fcil« liüres werde der Donnerstags - Sitzung beiwohnen können. Prag, 30. Jänner. Se. k. Hoheit der durchlauf tigste Kronprinz Erzherzog Rudolf ist nach Wie» abgereist. Der Statthalter und Polizeidirector fanden sich auf dem Bahnhöfe ei„. Ihre k. Hoheit die durchlauchtigste Kronprinzessin Erzherzogin Stefanie, höchstwelche sich bereits wohl befindet, bleibt in Prag. Wien, 30. Jänner. Die juridische Commission des Herrenhauses hat ihre nächste Sitzung für Freitag, den 2. Februar, anberaumt. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Berathung über das Anfechtungsgesetz. Eine Plenarsitzung des Herrenhauses dürfte im Laufe dieser Woche nicht stattfinden. Das Abgeordnetenhaus widmete seine heu« tige Sitzung fast ausschließlich der ersten Lesung des Antragrs auf Errichtung selbständiger Handels- und Gewerbekammern. Der Antrag wurde mit großer Ma-jorität an den Gewerbe-Ausschuss zur Vorberathung geleitet. Um den Ausschüssen Zeit für die Förderung ihrer Arbeiten zu geben, wird die nächste Plenarsitzung des Hauses erst am Samstag stattfinden. Pest. 30. Jänner. (Abgeordnetenhaus.) Der Hlliidelsminister Graf Szechenyi reicht Gesetzentwürfe ein bezüglich der gegen die Ausbreitung der Phil-k'xera zu ergreifenden Maßregeln, womit eine frühere Vorlage zurückgenommen wird, ferner betreffs Ausübung des Omnibusgewerbes in Pest. — In fort-gefehter Debatte über § 1 des Wuchergefetzes stimmt Deutsch für den Antrag Szilagyis auf Zuweifung sämmtlicher Anträge an den Ausschuss. Nach Lazar, der sich für die Fixierung eines Zin^enmaximums erklärt, wird die Debatte geschlossen, und ergreift der Iustizminister Pauler das Wort. Petersburg, 30. Jänner. Das „Journal de St. Petrrsbourg" sagt. von einem die Note Lord Granvilles in der egyptischm Frage beantwortenden Circularschreiben der Pforte, wie solches von den „Daily News" analysiert wurde, ist auch in Petersburg bis jetzt nichts bekannt. Kairo. 29. Jänner. Das amtliche Blatt ver-öffenllicht ein Decret, wonach die internationalen Gerichtshöfe bis 1. Februar 1834 fortbestehen. Wafhington, 29. Jänner. Im Repräsentanten-Hause wU'de eine Resolution des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten eingebracht, durch welche der Präsidmt ersucht wird. Verhandlungen wegen Ab-schlusses eines neuen Vertrages mit Deutschland betreffs dcr Rechte amerikanischer Bürger in Deutschland anzuknüpfen. Kandel und volkswirtschaftliches. Rudolfswert, 29. Jänner. Die Darchschnitts-Prelse stellten sich auf dem heutigen Martte wie folgt: fl. I lr. —— -—^ Weizen pr, Hektoliter 7 48 Eier pr. Stück . . — 2 Korn ., 6 02 Milch pr. Liter . . — 6 Gerste « 4 88 Rindfleisch pr. Kilo , - 44 Haser .. 2 61 Kalbfleisch ., - 43 yalbsrucht , — __ Schweinefleisch „ — -^ Heiden ., 4 55 Schöpsenfleisch „ — — Hirse „ 4 88 Hähndel pr. Stück . — 30 Knluruz „ 4 88 Tauben ,, . — 20 Erdäpsel pr.Metcr.Ztr. 1 20 Heu pr. 100 Kilo . — ^ Linsen pr. Hektoliter — — Stroh 100 „ . — ^- Erbsen „ — — Holz. hartes, pr. Cubit. Fisolen .,---------Meter .... 2 71 Nindsschmalzpr.Kllo — 88 —welches, „ — ^- Schweineschmalz „ -. 96 Wein. roth.. pr.Heltolit. 16 -^ Speck, frisch, „ - «0 — weißer. „ 10 -- Speck, anräuchert, ., — 60 slnstekommene Fremde. Am 29. Jänner. Hotel Stadt Wien. Neinch. Horwitz und Polack. Kaufleute, Wien. Hotel Elephant. OndMcl, Violinvirtuose. Prag. — Fracauer, Buchhändler. Vreslau. — Schrader. Kaufm,. Nürnberg. — Oarintit. Back und Signer. Kaufleute. Wien. — Locitto, Kaufm,, Trieft. — Eibel. Fialer.Inhaberiu; Kreger, Hotelierin, nnd Rouandich, Holzhändler, Agram. Kaiser v°n Oesterreich. Stojec. Lehrer. Oberlaibach. — Roalil, l. t. Beamter. Großlaschiz. — Landt. Verstorbene. Den 28. Jänner. Jakob Zipcrl. Aushilfsdiener, «5 I-, Florianigassc Nr. 32, Lungentubcrculosc. Den 29. Jänner. Camillo Olioa (derzeit Zwäugling). Taglöhner, 37 I.. Polanadamm Nr. 50, Gchirnapoplcxie. Den 3 0. Jänner. Egydius Iam'ar, Bäckergeselle. 84 I>, wurde am Brühl aus dem Laibachslussc als Leiche heraus" gezogen.___________________________________________^ Theater. heute (ungerader Tag) zum Vortheile des Opernsängers Alexander Oswald: Margarethe (Faust). Groß« Oper in 5 Acten nach Goethe von I. Barbier und M. Carrt. __________ "v" 6l). Gounod. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. 5 .z ch u « ^ Ä Z ^Z W^ Z^ Z 5 3 ^B 7Ü.Mg. 737.79 —2,2 W. schwach halbheiter ..,60 30. 2 .. N. 735.35 ^. 5.4 SW. mäßig bewölkt «neaess 9 „ Ab. 735.37 ^- 2,4 SW. schwach bewüllt " " Morgenroth, ziemlich heiter, dann bewölkt. Thauwette^ abends Regen. Das Tagcsmittel der Temperatur -<- 2.b°, «"» 2,8" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: P. v. Radics. 2l5 Course an der Wiener Börse vom 3l>. Jänner l 883. M« dem °Melien ^«^0) «eld «wale StaatsN«lehe«. ^ote^z,^.......„.^ 7^ ^'lbencnte.......7, »Ü ?8-i<> ,U" ^° Staatslol« . ,50 fi. 118 7« 119 be ,«A" ^° ^"n,e 5oa « i«l'lo i°i eu l»«0el 4«/« Fünftel 100 „ 188 5e 13» ,0 l»«4ei KtaalSlosl . . 10« , 1« Vb 17« lL ,*"« « . . 5N „ Iss - l?L -«»Mo.Mentenscheinc . per Et. ö,— 40 — ^/, vest. Golbrente, st«uerlrel . 90 05 »«-«0 "«fie«. Notenrente, fteuersiei . »z-bo u«e5 Nn«. Golbrente s°/, .... 119-55 1,8-75 " ,,. ,. 4°/, . . . . »ß^ 8K,0 » Pavlerrente b°/„ .... 95 zy «5 35 » «>!enb..«nl. illosl. ö.W.S. i3k — 185 5c » ^>stbahn°Pnoritaten . . 83 42 «9 70 ' «taatt'Obl. (Ung. Oftb.) no — 111- ' »> « « V°U> 1.1876 9i>- 94 L5 »l „ vramien»»nl. 5 lollst.ö.W. li4 «o il5 — «-yllh.Mcg..j>os^ 4°/, 10« ft. . . 109 25 10»'75 Grnnbentl.. Obligationen (fül loa fi.L.-M.). ^°»<u »825, b«/» ungarische......9?üL 38 50 Andere öffentl. Nnlehen. Donau«Neg..eose 5»/» 100 st. , 113 75 IK L5 bto. Anleihe 1878, fteuerftei , 102 — ill« »b Nnlehen b. Stadtgemeinbe Wien 101 7b 105 — «nlehen d. Stablgemeinde Wien (Sllb« ober Gold) . . . .-------— - PrämllN<«nl.d.Etabtgem.Wi,n 1»« 70 1»3 10 Pfandbriefe (für 10« ft.) «lldencr. allg. öfterr. /, «/„ 9s>?5 »« bo bto. in 5« „ , 4°/o . 9140 9«-— dto, PrämieN'Schuldvelschr.3'/,, 9U — 9850 Oeft. Hypotbelenbanl loj. 5>/,°/° 10a ec, 101 — Oeft.'ung. Vanl verl. ü°/<> . . ioo 8(, ici — dto. „ ^V,°/» - , »6 90 97 30 dto. „ 4°/„ . , 9»52 S2U0 Ung, allg.Uodcnclebit^Ncllengcl. in Pest in 34I.verl. 5»/,°/° > 1L1'— ILü 25 Prioritäts. Obligationen (für 100 fl.1. Llisabcth-Welibahn 1. Vmilsion 9850 98-80 Fcidinaub«« Nordbahn in Kilb. 104 75 ic.5 50 ßran,'Ioscf'Val>n.....100 L5 100 76 ^lllinsche «arl^ Ludwig. Vahn /,»/, . 99-6l> 99-75 Oefterr. sioidweftbahn. . . .101—10150 Sitbenbürgei.......91 40 91>V0 «selb Ware Staatsbahn I. Emission . . .179-——-— Küdbahn k »°/n......13« »5 133 75 „ «^b°/„......li850 — — Nng.oaaliz. »ahn.....91 ?6 92 — Diverse Lose (per Stück). «rebitlose 100 fi...... 170 5ü 171— Elarv«Lose 40 fi....... 97.75 zg.50 4°/« Donau-Damvfsch. l<» ss. ><>8 25 Ic.8'75 LalbacherPrämien.Anlehen 20fi. 2355 üt — Osener ^ose 4«fi...... z^bn 3« 50 Palffh.Lose 4y ss...... zg^u .,^75 Nöthen Kreuz, 8st. Ges. v, 1« fl. 12 3» 12 «0 Nudolf«i!os« 10 ft...... 2b «a »(.50 Salm»Lose 40 N..... 5l>__ 5, _ St.'Genoisi!ose z»o ft. . , . 37 «l 3?>7b Vanl - Actien (per Gtü5). Nnglo»Oeftcrr, Banl 120 fl. . . n« — ,ig 5« »anl,Gcsellschaft, Wiener 3NU fi. I5ll — 13« — Vanlverein, llllien-r, 10a fi. . . io?'l5!i«7-50 Vbncr.-Anft., Oest.200fl. S.40°/^ 205 5o>on be llrdt.'Nnft. f. Hand u. O. iuu fi. »87 ?5!288-— Lrdt.'Nnst., Nllg, Nng. 800 ff. . W1 50 282 — Veposttcnb,, «llg, iü)0 fl. . . , ,«4 50 2ü',-25 L«comPte»Ges.,Wederöst. öao ss, 8sc — 870 — Hypotheleub., öst. 80« N. 25"/« E. «o— 61'— Länberbant öst. 200 ft. G. 50°/«H. —>— —-— Oesterr.-Ung. «anl.....»34 — 826 — Nuioudanl loo ft......uz 25 114-75 Verlchrsl^ul All«. 140 fl. , . 143.55 144»— «eld Ware Nctien von Transport» Unternehmungen (per Stück), «IbiechtoVahn «on fi, Silbe? , —- - — — «llölb'Fiumon.Bahn liaast.Sllb. 1«3 — 1«8 50 «usfia.'Tepl.lliscnb. «na fl. TM,-------— — Vöhm. «ordbahn 150 ft. ... 173 — 175 — Wcstbayn 300 ft. . . . »8? — «89 — Nuschtiehrader Lisb. 5ao ss. <3M, 8,8 — 8«o — 5 M. U) 200 fl. .---------------- Donau - Dampsschissahrt - Gcs. Oefteri. 500 fl, CM.....591 — 593 — Drau.Eis.t«,,t..Db.'Z.)znofl.T. 1«7 50 i«3 — T>ur»Nobcnbach?r<3,.V.200ss.S. 29l> — 300 — Vllsavetb-Vahu 20a fi, EVt. . , 203 öU 2l0 --., Lm,rclerLis,»00fl.S, 218 - 21» — Valz.k^rl^udwi^Ä 2«0N. LVt. 2»8 25 l»8?5 Giai-»öftachcr> fi. «. M- , —'— —'— Ung.^ali,, «ris^nb, HUufl. Silber 159-50 16^ — UN«. Noido^bavn Lna fi. Silber is,c?5 '61 2ü Nng.Westv.(Naab-Oraz)!i00st.S. 164 25 I6i-?b Induftrie«Actien (per Stück). Egvdi und Kinbbera, Visen« und Stahl'Ind. in Wie» 200 fl. . — — —-— «i,senbahnw..Leiha. I.»aafl. 40"/,, 156— 111?— „Elbcmühl", Papicrf. u. V..-Ä. «2-f>ü 63— Moillan Gesells, östcrr..alpine . 7« 5^> 7? 25 Prag« fl. 144 — 146 — Tlifaile« llohlenw..Ges. 100 fl. . — — — — Devisen. Deutsche Plätze......58 55 «8 70 London.........11965 119 Ä« Paris.........ä7-5L 47 55 Petersburg.......—-— — — Valuten. Ducaten........ <»-6« 565 20'Francs'Stück«..... 9-5« »21 Silber......... —— — — Deutsche R«ich«banl»°te«. . . e»-55 L8 «L Äml^blalt zur LMacher Zeilunq Rr. 25. Mittwoch, den 31. Jänner 1883. lb14—l) KunämaHunll- Nr. 384. Vom t. l. Bezirksgerichte llack werden zum wehufc der Anlegung eines neuen Grundlinches fiir oie Catastralgemcinde Doleuja Dobrava t>>e Llicalerhebungen auf den 26. Februar 1U83, vormittags um 8 Uhr, m der'hiesineu Gerichts« ranzln mit dem angeordnet, dass bei denselben alle Personen, welche an der Ermittlung der -«rschveihältnissc ein rechtliches Interesse haben, erscheinen und alles zur Aufllcirung sowie zur Wahrung ihrer Rechte Geeignete vorbrinacn tonnen. K. l. Nezirlsgericht Lack, am 23. Iä'uner 1883. (515—l) KunämaHung. Nr. 328. Vonl l. k. Bezirlsgerichte Lack werde» zum Vehufc der Anlegung eines neuen Grundbuches für ble Catastralgemeinde Zgoruja Novan ^ie Localcrhebunaen auf den 19. Februar 1888. vormittags um 8 Uhr. hiergcrichts mit dem angeordnet, dass bei denselben alle jene Per. "nen, welche au der Ermittlung der Besitz» ""hciltnissc ein rechtliches Interesse haben, Schemen und alles zur Aufklärung sowie zur -Wahrung ihrer Rechte Geeignete vorbringen lonnen. K. t. Bezirksgericht Lack, am 23. Jänner 1883. (485-2) Kund m a ch u n g. Nr. 14058. Bei der commissionelleu Eröffnung der Retourbriefe vom ersten Semester 1882 wurden die in dem nachstehenden Verzeichnisse angeführten Vricse wegen Wcrtinhaltr« von der Vertilgung ausgeschieden. Die bezüglichen Absender, welche diese Briefe zurückzuerhalten wünschen, werden hiemit eingeladen, b iu n cn d r ei M o u a t cn vom Tage dieser Kundmachung an gerechnet, ihr Eigettthmnörecht entweder im Wege des bezüglichen Alifgabc^Aintes oder unmittelbar bei der gefertigten k. l, Postdirection unter Berichtigung des allMig auf den Scnduuge» aushaf« tcndcn Portos geltend zu machen. Die l. l. Postdirection Trieft, am 21. Jänner 1863. Verzeichnis. Nr. Aufgabeort Name des Absenders Name des Adressaten Bestimmungsort Einschluf« Wert Porto 1 Laibach ? Alois Pechard Koprivnica 1 Staatsnote 1 ... 2 „ Maria Gruden Johann Gruden ssirchheim „ 1 ... 3 „ Johann guvan Andreas Stern Leobrn Urkunde ... 10 4 „ ? Jakob Wißiak Agram „ ... 15 5 , ? Iofcfa Pirnik Laibach 1 Staatsnote 1 ... 6 Karfreil ? Mcnia Krastel Trieft Dienstbotenbuch .... 7 ,, ? Ioh, Fcrlikar (äniullr) Sarajewo Arbeitsbuch .... 8 Laudstrah ? A„ton Äerdck Kriievac Dienstbuch .... 9 Obcrloitsch Jakob UrbaS ssranz Urbas Wien Arbeitsbuch .... ' l0 St. Mare,n Kosak Iyh^,,, Kosak Slatina Dienstbuch 1 ... 11 Krninburg Franz Dwlar Elisabeth Pctric Laibach 1 Staatsuote .... 12 Naket Maria Melina Krankenhaus Wien Todtenscheiu ' . . . . 18 Tschernembl ? Johann Macher Agram Legitimationskarte . . 10 14 Acldcs Ursula VoZii NcZa BoKii Gorenjavas . 10 . 10 15 St. Martin Elisabeth Marling Maria Adamesi Trifail 1 Staatsnote 1 ... Ä n z e i n e n l a < t. Ein. tnö-cla-tig-er Wirtschafts-Verwalter, Kr^lrat0t; ki»dorlos, der dio landwirtschaftliche Ackorbauschulo absolviert hat und ein niBch««0SQ!Gut J3alw, Nealfcilbielullg lein Kanstujtlger erschienen ist. so wird zur dritten aus den 19. Februar 1883 angeordneien Renlftilbieluug geschritten. K. t. Vrzirlsuerlchl Kralnburg. am 18. Iä'luer 1883.