Nr. 43 Dvnnerswg, den t März W2Z Sz. Zabra. Die deutsche Lifte in Giowenim. Maribor, 26. Feber. Die Audienz der deutschen Führer, der^ Herren Dr. Orosel und Nasko beim Herrn ^ Minister Dr. Aupanie gelegentlich seines Be-! suches in Maribor, die Schlußsolacruuaeu,^ die an diese ?ludienz von einem Teil? der^ slowenischen Presse geknüpft wurden, die mit diesen Schlußfolgerungen in Verbindung gestandenen Protestversammlungen, nebst den ungewöhnlichen Begleiterscheinungen, unter welchen der Iögerball in Eelje abgehalten wurde, haben eine Stimmung hervorgebracht, die geeignet schien, den bürgerlichen Frieden der Stadt Maribor ernstlich zu ge-. fächrden. Gottlob, dazu ist es nicht gekommen! Zwei Ereignisse sind es. die nach der Meinung eines nur in der Masse mitlebendcn und deshalb uneingeweihten Menschen dazu beitrugen, daß sich die trüben Wolken, die sich so unheildrohend über dem Himmel des bürgerlichen Friedens von Maribor türmten, so rasch verzogen haben. Die Absage des geplanten Balles des Man-, Nergesangvereines war nach den Ereignissen, in Celse eiNx. politisch sehr kluge und dem Friedeil dienende Maßnahme, deren wohltätige und beruhigende Wirkung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Der „Justa-mentstairdpunkt", selbst wenn er Erfolg verspricht, bietet nicht immer die größte Genugtuung! Während der Verzicht ans diese Unterhaltung nur beruhigte, so hatte des Rätsels schließlich? Lösung, indem die Deutschen mit einer eigenen Kandidatenliste hervortraten, eine völlige Entspannung der ausgeregten Gemüter hervorgerufen. Die VRglichkeit, das; die Deutschen über ine Köpfe der slowenischen Parteien hinweg für gewisse Zugeständnisse ihre Stimmen den Radikalen geben könnten, war die Ursache der besonders in den Reihen der nationalistischen Kreise entstandenen Aufregung. Ob in dieser Richtung zwischen Radikalen und Deutschen wirtlich Verhandlungen stattgefunden haben, läßt sich nicht beurteilen, zumal darüber weder Vonseite der Radikalen noch der Deutschen irgendwelche Gerüchte in die Öffentlichkeit drangen. Die Möglichkeit muß aber zugegeben werden, da ja ähnliche Versuche von den Radikalen auch in der Voj-nodina unternommen wurden, doch mit dein Unterschiede, daß die Zumutung dort nur auf den Widerstand der Deutschen stich, während sie hier von den Deutschen vielleicht mit Sympathie und Genugtuung ausgenommen wurde» dafür aber den Unwillen der slowe-nisch-nationalrstischen Parteigruppen hervorrief. Wenn dieser Unwille dazu beigetragen haben sollte, daß die Deutschen sich schließlich für ein selbständiges Auftreten entschlossen haben, so gaben sie damit nnr neuerdings einen Beweis, das; ihnen der häusliche Friede näher steht als ein Konsunktural--erfolg von nur vorübergehendem Werte. Das Bestreben der Radikalen, die deutschen Stimmen für ihre Partei zu gewinnen, bat aber zweifellos dazu beigetragen, daß die Antipathie, welche die Gründung der deutschen Wirbschaftspartei hervorrief, einigermaßen in die Hinterhand gedrängt wurde und das Ueberreichen der deutschen Kandidatenliste keinerlei Emotion hervorrief. Dem von der Deutscheil Partei Jugoslawiens von Haus aus festgestellten Programm — selbständig in die Wahlen zu gehen und erst nach gefallener Entscheidung Anschluß an jene Partei zu suchen, die ihnen die Gewahr bietet, die Verwirklichung ihres Programme? zu fördern, stehen keine Hindernisse mehr im Wege, und das ist immerhin sm Erfolg, der in Slowenien nicht mit Sicherheit vorausjMhen war, A. Li VermitllungsvorschlSgein Amerika. (Telegramm der ^.'r Leitung".) Washington, ?7. Feber. (Reuter.) Die SenatSkommisjion sür auswärtige Angele-! genheiten hat eine Entschließung angenom-i inen, worin Präsent Erding ersucht wird, » mitzuteilen: 1. Ob er für ein Abkommen sei, ' das geeignet wäre, alle ^ignatarstaaten des i Protokolles, wodurch ein internationaler Gerichtshof errichtet werde, zu verpflichten, sämtliche Konflikte, die auf diplomatischen! Wege nicht beigelegt werden können, einschließlich derjenigen, die sich auf die Auslegung der Verträge, die Verletzung internationaler Verpflichtungen und die Wiedergutmachungen beziehen, diesem Gerichtshöfe zu unterbreiten. 2. Ob dauu Hardiug gc-uoigt wäre, die Ttimmuug der anderen gegenüber einein deutschen Abkommen zu sondieren. Frankreich lehnt eine amerikanisch? ZnZerveniion ab. (Telegramm der „Marburaer Zeitung".) Paris, 27. Feber. (HavaS.) Der „Temps" dementiert die von Berliner Blättern verbreiteten Gerüchte, wonach Amerika einen Versuch unternehmen würde, zwischen Frankreich nnd Deutschland zn intervenieren. Das Blatt fugt hinzu, die französische Negierung sei übrigens vollkommen entschlossen, keine Vermittlung oder Intervention anzunehmen. Wenn die deutsche Regierung Vorschläge zn machen habe, werde sie diese offiziell und schriftlich an die Regierungen Belgiens und Frankreichs und, falls Deutschland dies wolle, den anderen Alliierten schik-ken müssen. Mir eine enge Verbindung Nattens mit Frankreich. (Telegramm der „Marbnrger Zeitung".) Rom, 36. Feber. In Besprechung des I französischen Gelbbuches über die Washingtoner Konferenz schlägt die „Tribuua" vor, daß die lateinischen Völker eine ebenso enge Verbindung eingehen mögen wie die angelsächsischen. Eine Einiguug mit Fraukreich ! würde keine nen? Kriegsgefahr bedeuten, sondern' vielmehr etile Machtmmderung für Frankreich sein. Das Blatt tritt dafür ein, daß Italien Frankreich Bürgschaft gegen einen deutschen Angriff biete und daß die beiden Mächte sich auf eine gemeinsame Mittelmeerpolitik eiuigen. „Jdea nazionale" empfiehlt gegenüber der Champagne für ein italienisch - französisches Einvernehmen eine zuwartende Haltuug. Die Frauzoseu, sagt das Blatt, wollen Italien als Werkzeug ihres Imperialismus gebrauche». Fraukreich sei konservativ, während Italien eine expansive Politik verfolge, namentlich im Mittelmeer. Frankreich sehe Italien noch zu sehr als Imperator an. Erst nachdem es England abgelehnt yat, Frankreich Bürgschaften gegenüber Deutschland zu geben und nach dein un-verineidlichen Versagen der Ruhraktion werde Frankreich bescheidener werden nnd sich an Italien wendeil. Dieses wird dann seine Bedingungen hinsichtlich der Kolonialfragen sowie der Kohlen- und ErzVersorgung stellen. Deutscher Vrotest an die Rheinlandskommission. (Telegramm der „Marburger Zeitung".) Berlin, 27. Feber. (Wolfs.) Der Reichsminister sür die besetzteu rheinischen Gebiete hat im Auftrage der Neichsregierung der interalliierten Rheinlaudscommissien eine Rote übergeben, worin er auf die schweren Folgen hinweist, 'die die Beschlagnahme rollenden Materials durch die französischen Be-setzungstrnppcn, die Verhaftungen von Ei-senbahu'^eamteu uud die Wegnahme von großeil Geldbeträgen a"s den Eisenbahnkas-sen der Reichsbahnen im Reichsbahnbezirke Trier und ähnliche Eingriffe in anderen Bezirken für das gesamte Wirtschaftsleben der betreffenden Bezirke gehabt haben. Diese Maßnahmen der Besatzuugsbehörden haben die schwersten Bedrückungen und Entbehrungen der Bevölkerung zur Folge und stehen mit dem Rheinlandsabtommen im Widerspruch. Er betonte insbesondere, daß die Be-satzungsbehörden zu irgendwelchen Zwangsmaßnahmen umso weuiger berechtigt waren, als die Reichseisenbahnen sich stets bereit erklärt haben, illid noch bereit sind, die das Rheinland betreffenden Transporte auszuführen. Tie Rote schließt mit dem Hinweise darauf, daß die Verantwortung für die schwerwiegenden Fnlgen der den Gegenstand dieses Protestes bildenden Maßnahmen auf die Rheinlandskommission sällt. Wer zahlt die Besetzungskosten? (Telegramm der „Marhurger Zeitung".) London, 27. Feber. (Wolff.) Auf verschiedene Anfragen erwiderte der Premierminister, 5aß die Kesten der Besetzuugsheere die Priorität vor deu Reparationen h>!tten. — Durch ein interalliiertes Ueberein'kommen seieil sie jedoch anf eine gewisse festgelegte Summe bes^ränit worden, die nnr erhöht werden könnte, um die Ausgaben für irgendwelche von den alliierten Mächten beschlossene Maßnahme zu bestreiten. Maßnahmen, die von der belgischen nnd der französischen Re- gieruug ohne vorherige Zustimmung der anderen alliierten Mächte getroffen werden, und seder' Vorschlag in diesem ?inne müsse sorgfältig geprüft werden. 'Bis seht sei diese Frage noch nicht angeworfen worden. B^nn fragte, wer die Kosten der französischen Besetzung tragen wurde, ob das Repara-tionstonto oder der srau^fische Tteuer,Mler. Bou"r Law erwiderte, daß er seiner Antwort nichts hinzufügen könne. Amerikas Desinteressen»»;! am Döiterbund*. (Telegramm der „Marburger Zeitung".) Vvnwn, 26. Feoer. Das Reuterbüro meldet aus Washiugton: Eine vom Senator King (Demokrat) eingebrachte Entschließuug zugunsten der Durchführung des Vorschlages des Präsidenten Harding, wonach die Vereinigten Staaten Mitglied des vom Völkerbunde organisierten interuationalen GerichtÄw-> !,e.s werden jollen, wurde vom Senat ohne Debatte auf unbestimmte Zeit vertagt. Die Anzeichen mehren sich, daß der Vorschlag trat; der Unterstützung seitens zahlreicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens nnd führender Blatter des Landes wenig Aussicht hat, während der dem seligen Kongreß? noch zur Verfügung übrigbleibenden Woche ratifiziert zu werden, ^ - z Das tragische Dilemma. P. Paris, 16. Feber. Mehr als irgendwelche andere Kundgebung der letzten Zeit hol die Rede Bonar Laws im Unlerhauje die Geister in Frankreich aufgerüttelt. Die bisher zu schlafen schienen, reiben sich erstaunt und unruhig die Augen, mess.u den bis jetzt zurüagelegten Weg, versuchen, die Zukunft zn enträtseln. Sin allge-meines Bedürfnis nach Klarheit macht sich bemerkbar, nnd weder der nationale Block, noch sein Manoatar Poincaree werden sich !der Befriedigung dieses Bedürfnisses entzieheil können. Man will Klarheit haben, einmal im bisherigen Ergebnis des Ruhrabenteuers. Wenn wir die verstreuten Angaben sammeln, die teils in öffentlicher Darlegung, teils in pri-vaten und intimen Auseinandevsetzungsn hon der Regierung gemacht worden sind, so ergibt sich folgendes Bild: An NuhrkohltZ und Koks sind der fr anzog« schen Industrie vor dem 1. Feber im ganzen 74 Wagen zugeführt worden. Es handelte sich dabei meist um Transporte, die in Ausführung des Reparationsabkoimnens bereits verfrachtet uns auf dem Wege nach Frank« reich waren. Nach dem 1. Feber sind den of« fiziellen Angaben g<>mäß in 17 Tagen 560 Wagen aus dein Rnhrgebiet nach Frankreich gebracht worden, gegen 84.W0 in der gleichen Periode im Dezember. Ab 1. März sind die lothringischen und luxemburgischen Werke gänzlich voll Koks entblößt, so daß mit der Stillegung des gesamten Betriebes gerechnet werden muß. Wie verlautet, haben sich die luxemburger Werke, die bis zum Waffenstillstand ganz mld heute noch zum Teil in deut« schen Händen waren, sich an August Thyssen gewandt, nm eine Weiterbelieserung zu erzielen, besonders im Hinblick darauf, daß viele Tansende von deutscheu Arbeitern im Luxemburger Bassin beschäftigt sind. Ein solches Sonderverfahren wird aber wohl kaum technisch durchführbar sein. Was die Verkehrs! age angeht, so hat selbst Herr Le Troguer zugeben müssen, daß heute ilur etwa sechs Prozent der Züge vor der Besetzung verkehren. In seinem letzten Erpofee gibt er zu, daß auch in nächster Zukunft Mit einer höheren Zahl nicht gerechnet werden könne, da das deutsche Personal "uuzuverläfsiger" sei als je. DaS ganze Ruhr gebiet wird also bald einen» gewaltigen Friedhof gleichen, einem Friedhof ohne Frieden! WaS das französische Personal angeht, das gegenwärtig an den Zügen und Anlagen herunierperimentiert, so hat Herr Maginot, der Kriegsminister, in einem Brief an die Kammer das Wort Poincarees Lugen strafen müssen, „daß kein einziger Eisenbahnbeam-ter mobilisiert würde". Er führt nämlich in die'em Schreibe!» aus, „daß gegenwärtig der Eisenbahndienst in der Ruhr durch sranzösi« seines militärisches Personal versehen werde, da- zilm größteil Teil ans Freiwilligen be- > stehe, nebst einigen zn einer „Hebung" ein-, berufenen Mannschaften. Bis jetzt hätten die französischen Beamten die bereitwilligste Hill se vieler deutscher Kollegen gefunden; durch die Berliner Beseii^e und Drohungen aber verriugere sich die Zahl der deutschen Ar« beitswiltigen zusehends, so daß die sranzöfi-sme Verwaltung in den letzten Tagen sich l>abe entschließen müssen, den gesamten Ei-senbahndienft anf einer neuen Basis zu organisiere'». Es müßten deshalb in Znkunsk viel mehr französische Eisenbahner herange- . zogen werden, die aber ausschließlich Frei- > willige wareu. Da bis zur Dienstübn'nahi ^ me dieser Mannschaft irnnrerhin etwas Zeit /j verfließt, so habe die Negierung beschlossen. '!oon dein Rechte Gebrauch zu machen, das ihn» Art. H des Gesetzes vom 21. März 1995 z verleiht, und die zur Hebung einberufene?' Vkummer U 5om 1. März IS23 Reservisten vorläufig unter den Fahnen zu behalten." Im bisherigen Ergebnis ist also Klarheit geschaffen: Die erbeutete sohlen- und 5toks-,nenge beträgt genau 0.33 Prozent der freiwillig gelieferten Nevuationsmen^en-. sechs Prozent der französischen Hochöfen liegen «still, und der Satz wird für gewisse Werke bald auf 100 Prozent hinausschnelleu: die franzosische Zahlungsbilanz ist uin mindestens -10 Prozent passw geworden; der Kanten hat 3.') Prozent seines Wertes verloren. Der Ausfall on deutschen Lieseruugeu (ohne die Kohlen!) beträgt miudesjens, iu Papier-fronten ausgedrückt, 2^ Milliarden, worunter besonders die kriegozerstörten (^biete lei--den. Klarhuer kürzlich „das tragi-^ sche Dilemma" nannte: Was wollen wir in der Ruhr? Reparationen oder „Sicherheit"? Wollen wir das erste, so ist unsere Rechnung offenluudig falsch, und wir müssen uns so bald wie möglich zurückziehen, um Deutsch-! laud nimt vollends zahlungsunfähig zu machen. Wollen mir aber „Sicherheit" gegen Deutschland, so genügt eine zeitliche unbegrenzte Besetzung nicht. Wir müssen sowohl das Ruhrgebiet wie das Rheinland dauernd annektieren. „Haben wir die Alraft dazu, wir mit unseren 38 Millioneil, ein Volk von 70 Millionen durch Gewalt dauernd ohnmächtig zu erhalten? DerGedauke ist absurd", schreibt die „Oeuvre". (5s wird jeht daran erinnert, das; die wirtschaftliche Knebelung der deutschen Industrie schon 1919 vorgesehen war; Louch'ur unterbreitete am 7. Feber 1919 dem Rat der Zehn einen Plan, der die Einzelheiten eitler dauernden Kontrolle der deutschen Schwerindustrie und des westfälischen Kohlenbeckens, verbunden mit einer militärischen Besehung Essens, darlegte. Wilson wisdrsetzte sich dieser Ungeheuerlichkeit, die, wie cr bemerkte, „den Krieg verewigen würde", und Elemeneeau muhte schließlich nachgeben. Er tat es in der denkwürdigen Sitzung vom 3. März und machte dabei den ausdrücklichen Vorbehalt, das; Frankreich nie anf diese Grundlagen seiner Sicherheit verzichten könne. Mit dieser Erklärung, die offenbar Bonar Law bekannt war und ihm in Heiner Rede zur Grundlage diente, ist uns kos geheime Spie! Frankreichs eingedeckt: die Pläne Loucheur Foch-Bariac find nie aufgegeben worden uud dienen der heutigen Politik Frankreichs zur Grundlage. Gegen diese Auffassung nun erhebt sich ein yroßer Teil der Politiker und der öffentlichen Meinung in Frankreich. Die Regierung wird kategorisch aufgefordert, in einer unzweideutigen Erklärung das Ziel Frankreichs im Ruhrgebiet genau festzulegen nnd Hu umgrenzen. Es wird ernent darauf hingewiesen, daß zwei Ä>ege offen stehen. die, das „tragische Dilemma" vermeidend, beide «us dem gegenwärtigen Ehaos herausführen: ein wirtschaftlicher und ein Politischer. Der politische besteht in einem Appell an den Dtrhaftungen und Requisitionen. (Telegramm dcr „Marburger Zeitung".) Paris, 27. Feber. (Havas.) Wie die Blätter aus Tüssetdorf melden, haben die Vesez« zungsbehörden in Essen 1-i0 deutsche Nationalisten oerhaftet, darunter eine Anzahl Agitatoren, die aus Münster gekommen waren. Cjsen, 27. Feber. (WM.) General Dc- goutte hat eine Verordnung erlassen, durch welche die Echuhpolizei in Essellschaft (Steg) ^ lastenden Schulden vorgenomnien. Als Ne-. gel für die Teilung wnrde festgestellt, daß jeder Nachfolge- oder Zession.öslaat der srühe-, reu österreichisch-ungarischen Monarchie eitlen gemäß der Bedeutuug der auf dem (He-j biete gelegenen Strecke berechneten Teil der Schulden zu übernehmen hat. Diese Schul-. deu zerfallen in zwei Kategorieii, und zwar: j 1. Die Obligationen. Diese um-! fiisseu folgende Serien, die Aprozentigen Ob-^ ligationen in Francs des alten nnd des Er-! gänzungsileizeS in einem Iahresdienst von j ungefähr 14,290.000 Frauken erheischen und . im nachfolgenden Verhältnis zu übernehmen ! sind: a) Oesterreich 10.539 Prozent, die Tschechoslowakei 02.303 Prozent, Ungarn 11.W2 Prozent, Runtänien 11.890 Prozent, und Jugoslawien 3.101 Prozent, b) Die 4pro-' zentigen Obligationen in Markemission von, 1L83, der Anteil Oesterreichs an den Dienst dieser Obligationeil hat 20.023 Prozent, je-^ ner der Tschechoslowakei 79.077 Prozent zu^ betragen, e) Die 4prozentigen Obligationen j in Frank- nnd Markemmission von 1900, die einen Jahresdienst von ungefähr 3,645.000 Franken erheischen. Der Anteil Oesterreichs, an dem Dienst dieser Obligationen beträgt. 19.503 Prozent, jener der Tschechoslowakei 80.137 Prozent. Die Koupous dieser Obligo-> tionen norden mittelst Zahlungen eines je-^ deu Staates uach dem oben angeführten Ver-: hältnis zu begleichen sein, und zwar bis, zu mAblauf der Amortisatiousperiode (am 31. Dezember 1965). Die Rechte der Gesellschaft werden mittelst eine Annuität von 5,500.000 Franken abgelöst, zu deren Zahlung an die Gesellschaft sich die Einzelstaaten verpflichten. Völkerbuud, der allein die geeignete Instanz ! bilde zur Beilegung eines Konfliktes, der ^ aufs neue die Gefahr eines europäischen ' Krieges herausbeschwöre. Vor etwa einer ! Woche ließ England in Paris vertraulich ! ausragen, welche Hindernisse der Anbahnung ! einer solchen Lösung uoch iui Wege stüudeu. , Die französische Autivort soll dahin gelautet ! I)abeu, daß diese Hindernisse politischer Na- ! tur seien; wahrscheinlich besteht ein Zufam- ! nienhang zwischeit den Erläuterungen, die ' dieser Antwort beigegeben waren, lind der Rede Bonar Laws über die französischen „Si- ' cherheiten". Es verkantet denn auch, daß der Abschluß eiues Garautiepaktes, der Frankreich vor jedem „Angriff" Deutschlands schützt, Vorbedingung sei für die Räumung des Rnhrbeäens. Was die wirtschaftlichen Grundlagen ei-'ner Verständigung angebt, so herrscht in ^ Frankreich die Meinung vor, daß sie nur ge- liefert werden können durch ein deutsck)-fran-! zösisches Iudustrieabkommen. Damit die, Ausführung dieses Abkommens ohne Gewaltanwendung gesickert sei, müßten beides Teile darin auf ihre Rechnung kommen. In! den Wandelgängen der Kammer wird cr-^ zählt, das; nlan über die Möglichkeit einer, deutsch-französischen Industricverbindung — über deu Bund vou Eisen und Kohle — vor einiger Zeit deu alten August Thyssen befragt habe, worauf dieser zur Antwort gab: „Sie war möglich 1919 und 1920, da hat Frankreich nicht gewollt. Heute haben wir uns so eingerichtet, daß wir ench nicht mehr brauchen." Aber man glaubt hier nicht, daß dies das letzte Wort der deutschen Industrie sei. Erst gilt es, gewisse politische Bedenken zn zerstreuen, die sowohl auf deutscher wie auf französischer Seite bestehen. Dazu siud, wie mau betont, einige offene Erklärungen not- wendig. Von dem Mute dcr Regierungen, sie zu geben, hänge die weitere Entwicklung des Ruhrunternehmens sowohl wie der Interventionsmöglichkeiten des Völkerbundes im weitesten Maße ab. -0- TelepAonksche Nachrichten. Austausch der Ra!ifika?!ons-urkuköeu. ZM. Beograd, 28. Feber. Laut Nachrichten, die aus Italien eingetroffen sind, Haben der Ministerpräsident Mussolini uud der Vertreter uuseres Staates Antouijevi^ vorgestern in Rom die Natifikationskouventiouen von Santa Margherita ausgetauscht. Der ZnlammenfrM der Pariliils-kommisslon. ZM. Nübvzia, 25. Feber. Gestern sind hier die italienischen Del^ierten der Paritätskommission unter Leitung des Präsidenten Quartiert und des GeueralkommissärS Eonte Eaftatti eingetroffen. Sie sind im Hotel Regina, vorher Hotel Stefanie, abgestiegen. In, selben Hotel wird auch die jugoslawische Delegation absteigen, für die der ganze zweite Stock reserviert ist. Es ist interessant, daß in j diesem Hotel im Jahre 1914 die Zusammenkunft zwischen dem österreichischen Außen-i minister Grafen Berchtold uud dem italienischen Außenminister Di San Giuliano zur , Verlängerung des Dreibundes stattgefunden .hat. ! Der dlrekle Berkshr «ach Flume. > ZM. Beograd, 23. Feber. Donnerstag den ^ 1. März werden Herr Eugen Deroea, Gehilfe des Generaldirektors des Verkehrsmini-/steriums, und Herr Popovie, der Chef im ,! Verkehrsmiuisterium, nach Abbazia abreisen« >'Deroea und Popoviü wurden von unserer .! Regierung als Experten für die Regulierung !jdes Verkehres zwischen unserem Staate uno l Nijeka bestimmt. Sie werden sich unserer . Delegation anschließen, die bereits nach Abbazia abgereist ist. Die Wahlkundgebung der Kroattscheu VandVtrleparlel. IM. Zagreb, 28. Fever. Gestern wurde endgültig die Wahlkundgebung der kroatischen Lanwirtepartei für Bosnien und die ^Herzegowina veröffentlicht. In der Kund- - gebilng wird gegen die Vidovdanverfasfung e gesprochen und eine föderative Einrichtung t'des Staates verlangt, in welchem Bosnien -jnnd die Herzegowina ebenbürtige Mitglle-r.der unseres gemeinsamen Staates sein mö- - gen. Weiters wird die Entstehung des Kroatischen Blocks geschildert und die Nolle, die - die Landarbeiterpartei darin gespielt hat, : In der Kundgebung wird ausgeführt, daß t als die wichtigste und logischeste Folge des r gemeinsamen Kampfes des Kroatischen Blocks r das einheitliche Auftreten aller Blockparteien in diesen Wahlen wäre. Die Leitung der s Laudwirtepartei habe für dieses gemeinsame st Auftreten aller kroatischen Parteien das mei- - ste beigetragen, sei aber bei Radiü auf kein if Verständnis gestoße>u, und so »verde für even-e tuelle Folgen Nadi^ selbst die Verantwor- - tuug zu tragen habeu. Dem Wunsche des vttScWWsUMM! Kriminalroman von Georg Frijschel. 16 (Nachdruck verboten.) Nein, daS war eine lächerliche Verirrung, vr war doch iein Detetliv uud Polizeispitzels Die Behörden sollten sich nur allein be-den schönen Schaulnden vorüber, aus denen weiße Helligkeit strömte, und sühlte sich von starker Lebensfreude durchströmt. Er strüszte jeine Bekanilten mtt verbindlicherem Lächclil ! als gewöhnlich uud kaufte sich ein kleines , Blumeusträußchen bei einer Straßenhäudle-,'I rin. j < Während er den kleinen Handel abschloß, ! merkte er, daß er gerade vor dem Hause Dol-,i tor von Dretiels stehen geblieben war, uud ^ trat, e^hne sich weiter zu besinuen, in das, 'Haustor und fragte in der Portierloge nach ' dem Befinden Eva von Drekiels. Er habe, gehört, die gnädige Fruit sei erkrankt. Er be-'^ kam die Autwort, das; Frau von Drekiel uoch' am Vormittag in ein Sanatorium gebracht ^ worden war und daß ihr Besinden zu leinen' Besorgnissen Anlaß gebe. l > Gewissermaßen befriedigt, sekte er seinett ^ Spaziergang niit aleich fiterer Miene sort^ > nud l>eschloß endlich, nachdem er vor eitler 'Anschlagsäule stehen geblieben war, in die Oper zu geheu. Man gab „Carmen" nnd erj i liebte diese helle Musik. ^ ! Er mnßte sich durch die immer dichter wer- i deude Menge drängen, um noch rechtzeitig' das Theater zu erreichen, wurde aber an ei-) tier lebhasteu Straßenkreuzung zum Stehen--! ' bleiben gezwungen. Er staud dicht an der' Fihrbahu uud unmittelbar vor ihm glitten^ die zwei riesigen, gelben Scheinwerfer eines ^ Automobils ganz langsam vorüber, daun^ katn dc'r mächtige Leib des Kühlers, dann der^ schwarzlivrierte Diener mit dem glatten, un-j' beweglichen Gesicht neben ^'in Fahrulanu,' uud dann das Eonpee, das von milchweis'.'m Licht ersiillt war. Ein jungeS, slhivarzes Mäd- chen saß in den hellgelben Fond zurückge ^ lehnt, ihre sehr schmalen Hände lagen auf einer schneeweißen Pelzdecke und ihre gro- l ßcn, blaschlauen Atlgen sahen Willofsky ins Gesicht. Es war Jadwiga Luiig, die au ihm vornberflthr. Aillofskv ging nicht in die Oper. Am nächsten Vormittag lies; er sich bei Jadwiga meldeu, die gerade mit dem Maler Trenzin beschäftigt war, einen passenden Platz für die nenerworbenen Gemälde auszuwählen. MlloM) teilte ihr mit, daß die Angelegenheit ihres verstorbenen Vaters seine Anwesenheit in Paris erforderlich mache und' daß er in zwei Tagen dorthin abreisen würde. Er wurde ernst angehört uud giug, nach-! dein ihm gestattet worden war, eine schmale' Haud au die Lippeu zu führen. I ! Paris verfehlte seinen Eindruck auch diesmal auf Edgar Villofsly uicht, der die Stadt-schon wiederholt besucht hatte, mehreremale zu StndieuMecken und einmal als junger Student, bald nach dem Tode seines Vaters, und zum erstenmal über bedenwtdere Mittel verfügend, inGesellschaft einer sehr blonden und sehr heiteren jungen Dame. Lebhaft und gleichsam verjüngt stieg er die ziemlich düstere Treppe in der Rue Rochefoucauld 5>2 binauf, einem jener Pariser Häuser, die mit starken Mauern und dunklen Tmen wie Ueberbleibsel einer ernsteren Zeit auf den Menssrobeu Boulevards aumuteu. Die BüroS der Soeietee Anonyme des Miltes Nordafricaines lagen im zweiten Stockwerk, zum größten Teil gegen den schönen Hof des Gebäudes zu, und machten trotz amerikanischen Schreibtischelt und Schreibmaschi-neu eitlen verstaubten, feierlichen Eindruck. Willvsskl) trat in einen Raum, in dem viele einige ältere -und auch junge Leute saßen, aber uicht gerade viel zu tun zu haben schienen, und reichte einein grauhaarigen Diener seine Karte. Er mußte ziemlich lange warten, bis der Alte zurückkam und ihn bat, ihm zu folgen. Er hatte noch einige ähnlich eingerichtete Räume zu durchschreiten, in denen dieselben wenig beschäftigten Leute an ihren schönen Schreibtischen saßen, und trat endlich durch eine mit schwerem Samtvorhang verhängte Tür in das Empfangszimmer des Generaldirektors Inles Hoche. Der war ein überraschend junger Herr mit lebhaften,, dnnklem (Besicht und schnellen Gebärden, die gar nicht in das steif eingerichtete Zimmer passen wollten. Er war höflich aufgeslauden und reichte Willofsky imt fast herzlichem Druck die Hand. „Womit kann ich Ihnen dienen, Herr Doktor?" fragte er iu dem rollenden Französisch deS Parisers. Willofs?!? fühlte sich ein wenig verlegen werden. Er hatte sich im Eisenbahnwagen eine lange, uicht sehr wahrfchemliche Geschichte ausgedacht, die seine Frage über die Millionen des Professors Luug erllären soll- MMN»? 5»lll 7, «55, NS! _«»,»» »»? „> »«»» _.' kroatischen Volkes, in Bosnien in der Volks« ti Partei Einigkeit zu erzielen, habe die Partei- l< leitung dcr Landarbeiterpartei ebenfalls n '»mchkommen wollen, doch sei das Bestreben ff derselben an den übertriebenen Forderungen d der Volkspartci gescheitert, so das; die Kroa- I. tische Landarbciterpartei ohne jede Schuld d und gegen ihren Willen auch diesmal allein l M die Wahlen gehen werde. r -0--Y Wetterleuchten. ' In dcr zwischen den Republiken Polen ? vnd Litauen in der Gegend von Wilna ge- i legencn neutralen Zone sind zwischen litau- s »scheu Aufständischen — man nennt sie so — und polnischen Truppen die ersten Geivchr- ^ und Kanonenschüsse gewechselt worden, und , das vor kurzem von ebenfalls litauischen »Aufständischen" durch einen Putsch genommene Memel wurde zufolge einer Entscheidung des Völkerbundrates der litauischen Republik zugesprochen. Memel war seinerzeit die nördlichste Kü-stcnstadt des Deutschen Reiches, doch ohne Hinterland, denn die Grenze zog sich knapp östlich dcr Stadt, einen engen Kreis bildend, ähnlich wie es seinerzeit in Süddalmaticn in der Gegend von Kotor und Budna war. Nach dem russisch-deutschen Zusammenbruch erhielt Memel eine internationale Besetzung und sein Schicksal blieb zur erwähnten Entscheidung der Botschaftcrkonferenz unentschieden. Im Sinne der neuen Ordnung kamen als Aspiranten aus den Besitz des Memellandes in erster Linie die Polnische nnd die litauische Republik in Betracht. Als dritte in dem Schicksal Memels interessierte Macht muß aber Rußland angesehen werden, insoferne wenigstens, als diesem Staate dcr künftige Besitzer nicht gleichgültig sein kann. Jedenfalls scheint cS glaublich, daß Rußland den Besitz der Hafenstadt lieber gönnte als Polen. Möglicherweise hat es anch das Seinige dazu beigetragen, den Pntsch moralisch zu unterstützen und damit die Entscheidung zu beschleunigen, die und das ist auffallend zugunsten Litauens ausfiel. Polen, der Freund Frankreichs, mußte sich mit gewissen wirtschaftlichen Konzessionen begnügen. Die Einnahme Memels durch Litauen Idars jedenfalls als feindseliger Akt gegen Polen bewertet werden und »nenn man die Kraftverhältnisse der beiden Rivalen einem Bergleiche unterzieht, so muß man zu dem Schlüsse kommen, daß Litauen die Aktion kaum gewagt hatte, wenn es nicht auf die Hilfe eines starken Hintermannes hätte rechnen dürfen. Dieser starke Hintermann kann nur Rußland sein. Beachtenswert ist anch dcr Zeitpunkt, in welchem die Memelaffäre inszeniert und in welchem die ersten Schüsse in der neutralen Zone gewechselt wurden. Er deckt sich mit dem abenteuerlichen Ruhr-unternehmen, das nicht nur starke militärische Kräfte Frankreichs bindet, sondern auch »dessen diplomatische Aufmerksamkeit absorbiert. Zieht man weiter in Betracht, daß in demselben Zeitraum die Beziehungen Rußlands und Deutschlands, der zwei durch das Ruhrunternehmen am meisten in Mitleidenschaft gezogenen Mächte, an Innigkeit in dem Maße zunahm, als sich die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich verschlechterten, und daß in den: Räume, der Deutschland von Rußland trennt, das Küstengebiet 'die erfolgversprechendste Angrisss-richtung bildet, dann gewinnt man die Anhaltspunkte, um sich ein Urteil über die Bedeutung Memels unter litauischer Herrschaft und der in der neutralen Zone gefalleuen Schüsse zu bilden. Die Okkupation deS Ruhrgebietes wird auch mit militärischen, mit der Sicherheit Frankreichs in Verbindung stehenden Mo- te, aber diese Geschichte schien ihm vor der flirgen, braunen Augen dieses Herrn nich angebracht. ,Lch komme", sagte er, „als Beauftragte, der Tochter und Universalerbin Professoi Lungs." „Und womit können wir der Dame dienend Ich hoffe, daß die Beilcidsversicherung uu seres Institutes anläßlich des schweren Ver< lustcs an Ihre Adresse gelangt ist und ich Hop fe auch, daß sich sonst keine Schwierigkeitei irgend welcher Art ergeben haben?" „Von Schwierigkeiten kann keine Redl sein", antwortete Willofsky. „Ich komm, bloß, ikm eine Auskunft von Ihnen zu er bitten." „Eine Auskunft? Mit dem größten Ber gnügen." „Ich fürchte aber, fast eine indiskrete Fra ge zu t-nn, vielleicht ein Gcschäftsgcherm ms .. (Forjjetzyng falat.) trven begründet. Man kalkuliert, daß Deutsch-1 übc land militärisch nicht bezwungen worden Sc! wäre und daß dessen Rüstkammer im Ruhr- hol gebiet läge und nur dcr Besitz dieses Gebie- ük ies biete Frankreich die Gewähr, von Deutsch na land nicht angegriffen zu unrdcn. Der Ge- mo dankengang war? richtig, wenn nur Deutsch« ho! land und Frankreich auf der Welt bestünden, sch nachdem cS aber auch noch andere Mächte 5 gibt, die in dem Zwiespalt Partei crgreisen Bc können und müssen, so spitzt sich die Frage ha der Sicherheit Frankreichs zum "Anlaß eines Weltkonfliktes zu. dessen Auscmg möglicher- ih, weise die bei Wilna gefallenen Kanonen- de schlisse werden können. A. L. -0--fto Marburger md A Xagesnachrichten. ° Pom Hofe. Aus Beograd wird berichtet: ^ Dcr UnivcrsitOtSProscssor Bogdan Popovic wird der Königin Stunden aus der scrbo- ^ kroatischen Sprache und aus dcr serbischen ^ Literaturgeschichte und Professor Tihomir ^ Gjorgsevi^ aus der Geschichte, Geographie ^ und Ethnographie unseres Landes erteilen. I Wahlagitation dcr Deutschen. Unter die- ^ sein Titel erhielten wir von dcr Landcsvcr- ^ waltung sür Slowenien in Ljubljana ein ^ amtliches Schreiben mit dem Ersuchen um ^ Verlautbarung. Das Schreiben lautet: Amt- ^ lich wird verlautbart, daß alle Nachrichten, ^ deren Verbreiter nach dm eingetroffenen ^ Berichten Deutsche sind, wonach die Stim- z menabgabe für ihre Kandidatenliste in Nord- ^ slohvenien, wo sie eine eigene Kandidatenliste ^ aufgestellt haben, eine Art Plebiszit darstel- p len soll, um 'diesen Teil der Steiermark wie- ^ dcr Oesterreich anzugliedern, lügenhaft und „ unwahr sind. Die Behörden werden gegen n alle Verbreiter derartiger Nachrichten mit H aller Strenge nach den: Gesetz? vorgeben.!^, l (Zu dieser amtlichen Verlautbarung müssen 5 l wir erNären, daß uns von einer Verbreitung ^ l derartiger Gerüchte, die angeblich 'der Wahl-> agitatiou dienen sollen, durchans nichts bc- ^ : kannt ist. Die Red.) ? 1 Gemeinderatssitzunq. Heute Mittwoch den 1 28. d. um 19 Uhr findet in der städtischen H l Ratsstube eine Gemeinderatssitzung statt. ^ Tagesordnung: Die Referats der einzelnen j ? Sektionen. ( ' Die Kassastunden bei der hiesigen Haupt- i l poft. Die Post- und Telegraphendirektion in i ^ LjMjana teilt mit, daß ab l. März l. I. die l - Kassenschalter nicht mehr bis sechs Uhr, son- ^ ' dem nur bis halb 6 Uhr geöffnet sein werden 1 ^ Die Bevölkerung wird darauf rechtzeitig auf- t i merksam gemack)t, nm eventuell später keine I ^ Unannehmlichkeiten zn haben. 1 Trabrennverem. Rennkalender, die zwei ' ' letzben Nummern, sind zu 20 X, Geburtsre- ^ gister zn 6 15 per Stück zu beziehen bei Herrn > ' Gustav Bernhard, Aleksandrova cesta. , Svengali. Für die morgen Donnerstag ^ den 1. d. im Großen Götzsaase stattfindende ^ Seancc des heimischen Telepathen und Er-? Perimentators Svengali herrscht bereits all-^ enthalben lebhaftes Interesse. Herr Svcuga- j ^ li, der schon von seinen früheren Borstellnu-I n gen her in Maribor gut eingeführt ist, wird 5 auch diesmal nur Gediegenes biekn. Daß das Programm ganz neu sein wird, wird ^ das Interesse nnr erhöhen. Außer den be->2 reits bekannt gegebenen Nummern wird er ^ auch noch eine Postsnggestion ausführen, die in der Velika kavarna ihren Abschluß fin-den wird. Der Saal wird gchcizt sein. Der ^ Kartenvorvarkauf für diesen einzigen ?lbend beginnt am Donnerstag um ? Uhr an der Kasse im Götzsaal. Die Preise sind äu-^ ßerst niedrig bemessen. 1. Städtische Badeanstalt. Diese Woche sind ^ nur die Wannenbäder geöffnet. Das Dampf-bad bleibt wegen der Reparaturarbciten bis ht 8. d. gesperrt. Ftir die an Tuberkulose erkrankte Lehrerin er sendete Frau Doktor G. den Betrag von 50 )r Dinar, P. V. 5 und Frau Äropsch l'ü Diu. Für die gelähmte Greisin spendeten P. V. i? 5 Dinar und Alfred Pölzl W Tin. Eine klei-u- ne Spende von M. 50 Din., Frau Kropsch r- 15 Diu. ^ Die Kanzlei der Volksbühne befindet sich ?n im Kasino (Ränme der Beamten messe). Amtiert wird täglich von halb 14 bis 15 Uhr. de Nene Mitglieder werden ebenen mis.ienom-"e men. r- -- Meisterspriinge eines Rehes. In (eu^enik r- (Kram) verirrte sich em Reh ins Dorf. Von den Bewohnern verscheucht, wendete es sich a- wieder dein Gebirge zu. Auf einer Strecke n- von kaum achtzig Metern machte es gleich' vier wahre Meisbersprünge. Znerft sprang es^ ^über einen 1.40 Meter hohen Zmm^ dann über eine 230 Meter hohe Mauer, einige s^ Schritte weiter noch über eine 1.90 P-eter Iz, hohe Einzäunung, nnd verschwand schließlich mi über einen 1.10 Meter hohen ^«ttenzaun iin ü^ naheliegenden Walde. Alle diese Sprünge küi machte das Reh bei einem ^0 Zentimeter die hohen Sch.iec, welcl)er für ein Neh allein nis schon ein sehr großes Hindernis bildet. Si Reform d:s jnliauischen Kalenders. Aus üb Beograd wird berichtet: Ter heilige Snned ^ hat an alle pravoslawischen Kirchen ein Zi'.-knlar gerietet und sie ersucht, daß auch sie ihre Meinung über die Reform de kommende Bausaison wird in Zagreb bereits I heute rege vorgearbeitet. Tie ^tadtgemein- de mußte Mar ihr? großzügigen Baupläne ^ zum Teile fallen lassen, wird aber trotzdem ^ außer einigen Wohnhäusern für ibre Beam-ten noch ein Gebäude für die Desinfektion«?- ^ anstatt, weiters mehrere kleinere Bauten für ^ die städtische Approvisation nnd das Ver-^ehrnngssteueramt aufführen. Auch sott Heuer ^ der Ban des großen .Hotels, der scheu vor ^ Jahren Projektiert und imiuer wieder ver- ^ schoben wnrde. in Angriff genommen wer- ^ den. Die Baukosten sind auf WO Millionen ^ berechnet. Die Ctadi'gemeinde drobt dem Vankkonsortinm, das den Ban ausführen will, mit der Enthebung der Bauber.v.sli- ^ gnng und des zur Verfügung gestellten Ban- A Planes. Am Bau dieses Hotels ist auch die a Stadtgenwinde beteiligt. Ueberall scheint ü man zur Einsicht gelangt zu sein, daß der l! Wohnungsnot nnr dnrch das Bauen nener Wohnnmien e.bznhelsen ist, nur bei uns, spe- , ziell in Maribor, begnügt man sich — vor- -derhand wenigstens noch — mit — Vorträ- > gen über die Wohnungsnot. ; Ein Milliardenschwindler dinpscst gemacht t Die deutschen Blätter melden: In der legten < Zeit trieb sich in den verschiedenen Städten ( l DentschlandS ein Mann herum, der sich als 5 Volkskommissär für Rußland nnd die Ukrai- c - ne ausgab und überall Bestellungen im Wer- l t te von Hunderten von Millionen machte. ! Schließlich wurde die Dresdener Polizei anf - ihn aufmerksam gemacht und es gelang ihr, < r den Mann festzunehmen. Schon d^. ersten c Einvernahmen förderten wunderliche Sachen « zutaye. Dem Ganner gelang es, ein Anto-l mobiUonzern um Z0 Lastkraitivageu im Wer- - te von 80 Millionen zn täuschen, eine Maschinenfabrik betrog er um eine bal.be Milliarde und eine Tabakfabril nm .AX) Millio- i nen Mark. In Dresden bestellte er Schoko- - lade uud Zigaretten uni .?^0 Millionen nnd „ zahlte mit gefälschten Vaukanwennngen. Die Firmen schöpsteli aber nun doch Verdacht und wendeten sich an die Polizei, die den ^ Schwindler schnell hinter Schloß und Rie-, ael brachte, erkannte iu ihm den Büchel Händler Georgi auS Dan/,ig, der ,'>ule!',t in ' Berlin geivohut uud dort ebenfalls größere „Bestellungen" gemacht hatte. Ter Gesamt-^ schaden, der bis sert festgestellt wurde, soll - die ,Kleiuigleil" von viereinhalb Milliarden ^ ausiuachen. ^ Selbstir.orbvcrsu chvor d?n Augen dcr Rich-^ tcr. Eiu aufregender Vorfall ereignete sich dieser Tage in Wien vor dem Zchöffenger'.ch-^ te. Di"r Bäcler-gchilse Josef Nowoini ivar we-gen verschiedener Delikte und Einbrüche zn ^ drei Iahren schweren Kerkers verurteilt wor-den. Als das Urteil gesprochen war, sprang ^ Nowotni Plötzlich von der Anklagebank auf uud brachte sich mit einem Rasiermesser eine , llaffeude Schnittwunde an der rechten Hals-^ seite bei. Er brach bewußtlos zusammen nnd mnßte ins Iuguisiteuspital üb'erführt werden. ^ ' Ein sonderbarer Selbstmordversuch. Ans Brati-slavi wird berichtet: Die 30jährige! lu ^rejska trauk in '/.iZkov in selbstmörderischer ^ Absicht ein größeres Quantum Tinte. Motorloser Flugrckord. Aus Eherbourg, ?7. d., wird berichtet: Der ^üe^er ^<'ane;irol ^ hat in einem motorlosen Flugzeug acht Ki-rh lometer in gerader Linie '.urückgelegt nnd damit den Distanzweilretord geschlagen. Theater u- Sonaten-Abend Ärandl - Pelikan—heisch Der nordische Conaten-Abend, den die beiden in nnserer Stadt rühmlichst bekannten Künst-lik ler, die Violiuvirtuosin Frau Fanni Brandl-on Pelikan uud der Pianist und Kapellmeister ich Herr Hermann Frisch, Freitag den März cke um 20 Uhr im kleinen Götzsaaie veranstal->ch' ten, (um ik>n denn?ächst mit unverändertem es Programk/in Zagreb tmö Beograd zu wie-im dcrholen), verspricht einen üohen tünmeri-- scl^n Genuß und verdient wohl das regste Interesse vonseite unserem musitliebcndcn, mit derlei Veranstaltungen wahrlich nicht ülcr^äusten Publikums Wie aus dcr Ankündigung bereits hervorgeht, gelangen an diesem Abend nur Werke nordisä)er Komponisten znr Anssührung (Gricg, Sjörgrcn und Sinding), von denen die beiden letzteren hier überhaupt noch nie gehört wurden. Wenn sich das erlesene Programm zunächst auch (wie alle Höchstbtüte musikalischen Schafsens und Naebschafsens: Kammermusik) au Musitken-ner wendet, so enthält es andererseits doch wieder so viel deS ^.'eichtfaßlich.n, beim erstmaligen .Hören Ansprechenden, auch dem unkritischen Ohre Zugänglichen, so daß geiv-iß auch jeder Laie, sofern er nur Musikfreund ist, auf seine Rechnung lomm-en wird. Dem Zauber Grieg'scher Harmonik und Melodik, die ja hente, im musikalischen Ehaos dcr al-lerjüngsten Moderne, trotz ihrer Pikantericn sast schon klassisch anmuten, kann sich eben niemand völlig entziehen, ebensowenig wie dem hymnischen, an Richard Wagner geläuterten Schwünge eines Dinding oder den keusch-süßen Melancholien eines Sjögrcn-schen Andantesa. Wir machen daher das Publikum nochmals anf die vielfach geäußerten Wünschen entgegenkommende Veranstaltung aufmerksam nnd empfehlen angesichts > der Beschränkung des Konzertraumes die > vorzeitige Besorguug der Eintrittskarten bei - Herrn Josef Höfer, Musikalienhandlung, ^ öolska nliea 2. , „Der Müller und sein Kind." Nm Moni t tag den 5. März kommt dieses alte, beliebte - Stück bei der Volksbühne im Narodni dom - znr Ausführung. Anfang Punkt halb 3 Uhr ' abends, ^artenvorvertauf in dcr Papier« t handluug Zlata Briönik in der Slovenska i- ulica. c -v— ! Aus dem Gerichtssaale. ^ Epilog zu den Kämpfen in Kärnten. Als im Mai 101t) die Deutschösterreicher in Kärn-t ten einmarschierten, wurde am 4. Mai daS 1 Hans des Bürgermeisters Franz Krulc in 1 Orna bei Prevalje vollständig ausgeraubt S Bevor noch die Deutschen kamen, flüchtete die - gau^ Familie Krulc und ließ das Haus «n« bewacht zurück. Dcr damals der Familie Krulc angerichtete Schaden betrug übe« is 120.s)00 Der Haupträdelsführer bei der r, Plünderung war der Schneider Alois Pro« n klet ans (^rna, dcr, wie di^ Anklageschrist er« n zählt, die Soldaten nnd die Zivilisten UNB ausgesetzt aufforderte, fest zu plündern. Er selber trug aus dem Keller in großen Kannen 1- Wein herauf und bewirtete damit die Soöda« l- ten. Prellet hatte sich nun wegen dieser! 1- Plünderung vor dem hiesigen Kreisgerichte > zn verantworten und wurde wegen des Ver^ ld brecheus des Diebstahls zn fünf Monaten ie schweren Kerkers verurteilt. lit Ein rabiater Hlalan. Dcr Polizeidetcftils Josef Grabin forschte in der Nacht auf den 7. Jänner d. I. im Gasthanse „Maribor" ei-^ ne Prostituierte aus. Er forderte sie aus, mit iu ihm auf die Wachstube zu gehen. Die Pro-re stitnierte leistete der Aufforderung keine Fol« ^ ge uno rief ihren Beschützer, deu Maler ^ Franz Berglez aus Pobretje, zu Hilfe, der -'U sowrt aus dem Gasthanse kam und den Detektiv mit der Hand über den Kops schlug, h' Ter Detektiv kündigte hierauf dem Angreifer ch die Verhaftung an. worauf Verglez dem De-h" tektio noch einen Sa>lag ins laicht versetzte. ^ Verglez war bei der Verhandlung vor dem ZU KreiSgerichte geständig und verantwortet« r- sich damit, er babe nicht gewußt, daß er ein "9 Amtsorgan vor sich babe. Er wurde n>egen us Uebertretung nach Paragraph 93 des serbi-ue sch<'n Stra^esetzcS zu einer Woche Arrest verurteilt. Ein ungemütlicher Zimmerherr. Der Mül« lergehilse Andreas Bikovsek, dcr in der Müh-uS se in Pekre beschäftigt ist. wobnt beim Schnei« ige!^ Georg Iezernik. In der Nacht auf der ?er 37. Tezember v. I. brachte Bikov8ek eir Frauen^imn?er in die Wohnung, was seinen !-g, Quarti-ergeber selbstverständlich nicht recht ^1 war. Tieser sagte daher das Frauenzimmci '^i- aus der Wohnung, was den Bikovßek so n nd Wnt bracln.', daß er einen Prügel na^m un! d^imit unbarmherzig den Schneider bearbei t^'te. Hiebet erlitt Ie^nik außer einigei leichten ^erlei'u?u'.'n au6) ein^ 'chwere Ver « wuirduna am tiuten Unterarin. Bikov5ek wa jich vor Gericht geständig uud wurde zu dn Moncuen Kerler verurteilt. ist- —. vi. Börse. 'ter Zürich, 29. Feber. (Eigenbericht.) Porböi ärz se: Paris Beograd 5'125. Londo 'al- 25'07, Berlin 0'0235), Prag I5'775, Italic em 2.';'s>5, ?tdvvork 5>.^2'50, Wien 0'007175. ges ue- Krone 0M75, Budavest 0 t^. Warscha .'li- 0 010^ ^oi.ia 2'U» Bukareü 2'15. AN»««»» »om I. Mirz ISZZ behrungen, welche? die Restauration ihnen bot, konnte die kampfgewohnten Eoldaten rinmöglich k^efri-edigen. Eie hofften immer noch, datz der „gefesselte Adler" seine Z)6)win-gen noch einmal entfalten würde, mar ihre Ueberzeugung, wenn nicht ihn, so doä) seinen 5ohn, den A>)nig von Nom, wieder-aus Frantrcichs Thron zu. sehen. Ein junger Ob^'rst der i^iaiscrgarde, Herr von Montan-'der, der sich durch Tapferkeit, soldatisches Äeu^ere und gewinnende ?^esensart au'i'-zeichnete, erhielt eines Tages vom Lwiser in Et. Helena einen immerhin gefährlichen Austrag für seinen Sohn, den Herzog von Reichstädt, welcher im Schloß Schünbrunn bei Wien a^fang.'n gehalten n!>urde. Trei Offiziere vereinigten sich mit dem Obersten zur "Durchführung diüseS Auftrages. Nach Ucber-windung mancherlei Gefahren gelang es ihnen endlich, in den Park zu Schönbrunn einzudringen, und Montander glückt es, den jungen Herzog zu treffen, dem er den Wunsch des Kaisers vorträgt. Ter Kaiser wünscht von seinem Sohn.» eine Locle jener schönen Haare, deren er sich nur mit tiefster Rührung erinnert, worauf er vor flillf Jahren den letzten Kuß gedrückt. Der kaiserliche Knabe war recht vereinsamt, seine Mutter war ihm nicht sonderlich zugetan, seine französische Gouvernante, die ihn sehr liebte, wurde durch die Hortherzigkeit des österreichischen Kanzlers, Fürsten Metternich, entfernt und durch strenge Erzieher, Dietrich>stcin und Forcsti, ersetzt. Der Prinz hatte so lange seinen Ba- Dort organisieren sie eine Verschwörung, de-tcr nicht gesehen, e§ wurde in seiner Uni- rcn Sitz nach dem Norden Frankreichs ver« qebuny ^geflissentlich nicht von Napoleon ge- legt wird und an deren spitze Oberst von sprachen, so daß cs nicht verwunderlich war, Montander steht Bald sind ihnen ganze Re-daß er nahezu nichts mehr von ihm wußte.' gimenter ergeben. Das erste Ziel der Ver-Jetzt aber, beim Anblick der kaiserlichen Offi- schwörung ist, durch einen Handstreich die ziere, kam ihm die Erinnerung und er konn- Grenzf^stungen in ihre Hand zu bekommen, te nicht genug fragen. Oberst von Montan- Für den Fall eines Erfolges war vorgesehen, der entrollte in begeisterten Worten die nach Bruch der Verträge von 18l5 in eincr glänzende napoleonische Geschichte, die rühm- Föderation mit Belgien sich gegen die „Heireichen Taten der Armee auf allen Schlacht- lige Allianz" zu erheben und in den damit seldern Europas, bis er mit Trauer dem verbundenen kriegerischen Verwicklungen den jungen König vom Nückzuge der grossen Ar- Thron der Napoleoniden wieder aufzurichten mee aus den Eisfeldern Rußlands bcrich- und den ,Lönig von Ronr" zum Kaiser au> tete und den rührenden Abschied des Kaisers zurufen. Dieser Plc^n wurde der Tänzerin von seiner alten Garde in Fontainebleau.^ „Lisa", der Geliebten eines Offiziers der Der junge Fürst, tieferschüttert, schneidet eine' Königsgarde, bekannt, und da dieser im Du^ll Locke seiner Haare ab und übergibt sie Mon- mit dem Kommandanten Doguereau, einem tander. Inzwischen entsteht im Schloß Un- s^reunde des Obersten von Vcontander, fällt, ruhe über die lange Abwesenheit des Prin- beschließt sie, ihren Geliebten dadurch zu rä-zen. Herbeigerufene Wächter mit einer Hnn- chen, daß sie den Plan der Vers6)wörer Vers demente zwingen die „Halbsöldner", zu flie- rät. ! hen, und die Pforten des österreichischen Ge-- ' sängnisses schließen sich wieder hinter dem! LjudSka ?njiiiea (Volksbiblrothek) Narodn? König von Rom. Die Offiziere kehren nach'dom, 1. Stock. Geöffnet Sonntag v,>n halb St. Helena zurück. Selbst die Natur scheint. 10 bis halb 11 Uhr und Donnerstag von am Sterbelager des großen Napoleon zu ^ halb 19 bis halb 20 Uhr. i trauern. Nachdem er die Locke seines Sohnes j-- geküßt hat, gibt der Kaiser seinen Geist auf.'Djx „MarbUMtr ZMANg Oberst von Montander leistet vor den: ent-seelten Wrver seines Kaisers den Schwur, > den König von Rom nie zu verlassen, undi kehrt mit seinen Getreuen nach Paris zurück.^ ÄRKÖ COGNfiC HEDICINAL 2l7S Kleiner Ämeiger. Verschied»«» j I« kaufe« gesuchl WWWWNSNSSM Dl« Schreib' «»?chw< übertkifft in Bezug >»f S»npfuttio«, Pröztfion.M«' St?apazfShi«l^tit und Z«eck»idistteit jedes aidekk Echreitmaschinen-eystem. Allein-»ek»«uf 5lnt. «ud. Ves«t, ««rtdor. elo»«isk« ulica 7, Zel«ph»» tOV._IK80 Vit «5.DI» Dw«» V«tettls«ns »» sicherer U«ternehmunß sucht GKhtldeter »nd sprschexkundtqer S«r. »» er »ittiltig wäre. Zu-schrtfte» unter .Mtttiltg 100" «n «e Ven»._^ 2 y»S»lew »der Frauen »erde» a«f Bett »tv» Kßst genvm-«««. Aretoia «lica iL, t« Kos. Nlsria«. 1SS2 S»»el»a«K »«ust Pucher. Go»- po5i»a «Uea 19. l4SV A« vermMm Driesmarli«« - S«««lu»g<» u. diverle M«rken kauft Phtlakel. 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Nachstehend bringen wir die kurze Beschreibung des Films: 1. Teil: „Ter König von Rom", der vom Donnerstag den 1. bis cinschliehlich Sonntag den 4. März zur Vorführung gelangt: Die schönste menschliche Eigenschaft ist die Treue, sie dürfte aber auch eine der schwierigsten sein. Während Napoleons Verbannung auf St. 5>elena waren zahlreiche Offiziere dcr kaiserlichen Armee aus halben Told geseht, aber dos ruhmlose Leben voller Ent-