Laibacher Zeitung. .H"! 44. Hamstng am 22. Februar R8KK Die „Laibacher HcituüH" erscheillt, >nit ^n1nah»«c l'tr Imm- lüld ^icrtaqe. täglich, unl» fastet m„»>nt v«n 'Icila^»'» im <5l'M viril il^o^äsiliq ll >!.. halbjährig 5 st.'lyl>, „,,, Kreuzband inl Vl'üN'toir ganzjährig !2 ü., s?>i ! l'jä liri^ tt il, Hi,i rk I»')''«»»,; i»s Haus »nd halbjährig ?,tt lc. m>chl zu tntnchten. Mit der Po« ^rt^ frei gan ^jähl i^ , u»tcr Krnl^'aiil' und qeplucktn' Aorcss. l^i fl.. halbjährig 7 il. ZN lr. — In «'erati oiis^, l'üü r for !-in< S^alten^ile over dm 3laum oer'>ib,i!, f«s ,i« -»aliqc Eiuschalt>,»^ .^ fr., sin zweimalige ^ lr,. si»r drei>»,lliqc 5» fr. (§. M. Iiü'rrat, l'is l2 Zeiltn losten l st. für .'l Mal, 5<1 l>. snr 2 Mal und 40 I>. fur l Wnl t!Nfusch<,l<„, ^iii dilscü Glbiilnn! in nach dri» „l'rl,'vin'lisckin (Ätftl)c vo>» »». N^'»,'eml'»s !. Z. fiir ^,i!>,ci^»ssl,nnp,l" noch IN fs, sur ,i»s jcd^,!laliqc Einschallunc« hin^i zu rechne». Aemtlicher Theil ^Vc. k. k. Majestät haben über Antrag des , Ministers sür Cultus und Unterricht mit allerhöchster, Entschließung vom l5. December v. I. dem Pro' sfssor der Voibereitungswissenschaften an der chirur' gisch.mcdicinischcn Lehranstalt zu Vriil) , Dr, Franz, Hru schauer, zum ordentlichen Professor der Chemie an der Universität zu Gray allergnädigst zu ernennen geruht. Am l9. Februar lß'>l wird in der k. k. Hof. und Staatsdruckerei in Wien das X. Stück des ^ allgemeinen Neichsgcsetz und Negirrungsblattes vom ^ Jahre I85l, und zwar sowohl in der deulschcn Al-, lemausgaoc, als sämmtlichen neun Doppelausgaben, ausgegeben und velfcndct werten. Dasselbe enthält unter Nr. 35. Dic kaiserliche 3^rordining vom 25. Jänner »85 l, womit die Beeidigung des Militärsuhrwesent" Corps auf die Kriegsartikel anbefohlen wird. Nr. na. Die Verordnung des Ministers' des Cultus und Unterrichts von» 2«. Jänner lh^l, über dic Dauer derHrrdst^crieli der Gyminisic,, am Schlüsse des Schuliahres l85l. Nr. ".7. Die EircularVerorduung des Kriegsmim-stenums vom 8. Februar lX5l, womit das kai-^ serliche Patent vom 28. Juni 185l, uder die Bei seeing der Vollstreckunasklausel, lii^ die lUerord-nung der Mi'nsiericn der Justiz, der HHanzen, d.inn detz (Zultus uild Unterrichts vom 8. Nov. «850, üvcr die Erhebung und Verrechnung dev'geschlichen und freiwilligen Beiträge zum Normal Schulsondc auch den Militärgerichten mit einigen AbändcruN' gen, zur DarnachachtllTig bekannt, gsgebeil wird. Nr. 38. D«n Erlast dcs Ministeriums dls Krieges vom 8. Februar 185! , womit die näheren Bestimmungen über die Beeidigung d0. Februar l85l, wodurch eine Erläuterung des §. >48 der Strafprozeßordnai'^ vom 17. Jänner 1850, über die Anwendbarktit des Schätzungseides zum Behufe der Ausmittlung der Entschädigung des durch eme strafbare Handlung Beschädigten gegeben wird. Montag den ,7. Fcdruar ,85, wurde das am 22. August 1850 vorläufig bloß s„ der deutschen Alleinausgabc erschienene, die Nummer .-^a .<^, und 332 enthaltende 5XM. Stück dek allgemeinen Reichsgesetz-und Regierungsblattes vom Jahre l85o m sämmtlichen neun Doppelausgaben, dann die polnisch-deutsche D o p p c la u s g a b e deß ^I^Vl. und des III. Stückes 5es allgemeinen Reichs« gfsetz- und Regierungsblattes vom Jahre l850 aus. gegeben und versendet. Wien, den 18. Februar l85i. Vom k. k. Redactions Bureau des allgemeinen Ntichsgcsch- und Regierungsblattes. Nichtamtlicher Theil. Hur Forstcultur. ...../ In unserem letzten Allikel sngttn ,vk, daß ein gewisser Schutz für die BrelM^, Vau< und Weltstoffe in uxserem Kronlande sehr Noth thäte, und da diese Stosse sasi ausschließlich das Product ausmachen, welches uns unsere Wälder liefern, so veistel't es sich von selbst, daß wir diesen Tchutz auf dieselben beziehen - das; dieser Schulz nach unserer Ansicht jedoch kein Zollschutz senn könne, leuchtet aus dem Schlüsse des vorigen Artikels ebenfalls ein. Das forstliche Gewerbe hat die Eigenthümlich-keit, daß sich seine specu!ativen Anordnungen aus einen sehr großen Zeitraum erstrecken müssen; die Umtriebszeit, nach welcher Wälder bewirthschaftet werden, bedingt diesen Zeitraum; oft beträgt dieser 8tt bis 100 Jahre und darüber. Auf diese Zeildauer find die Wirlhsch.,ft5pläne des Forstwirlhcs in der Regel lingenchtel. Wenn er daher uach Maßgabe des, durch die Forstabschätzung ausgemittelten jährlichen Erttagsquantums, beim Beginne seiner Wirth-schaflscinrichtung von der vorhandenen Waldfläche im ersten Jahre einen aliquoten Theil zum Abttilbe bestimmt und so durch die g.inze Umliicbsoaucr fort'-fährt, so muß er seine Anstalten so tr,ffin, '"ß "' mil Beendigung des lelUen Iahreshiede? da anfang'N kann, wo er zu wirthschasten begonnen hat. w.,s! nach dem technischen Ausdrucke >>ylhs>,'haslsl).trieb einrichten zu können, der Forstwirt!) vollkommen ftties Feld für seine Operationen haben muß. Jede Störung, jcder Eingriff in den Wald, der von außen erfolgt, bringt Verwirrung in sein ausgestrlltcs Wirtschaftssystem; und wmn sich diese Eingriffe so mehren, wie tö in unscvem Kronlande allenthalben geschieht. so wird eine nachhaltige Forst wirthschaft unmöglich. Die De? vastationHcr Wälder ist eine unausbleibliche Folge ! davon. Hier gelangen wir nun auf den Punct, wo der Schutz der Staatsgewalt gegen solches gemeinschäd-liches Webaren mit den Wäldern wirksam werden muß. Dieser Schutz ist aber in unserem K/onl..ndc nicht vorhanden, und deßwegen wird auch der wirthschaft' liche Zustand derselben immer schlechter. Um daher nicht mißverstanden zu werden, glauben wir hier den Unterschied zwischen Wäldern und anderem Grund' besitz kurz angeben zu müssen.: Es liegt in dem Befugnisse eines jeden Eigen» thümcrs, irgend welch' anderes seiner Grund stücke so schlecht als er immer will zu bewirthschaften, oder dasselbe auch ganz brach liegen zu lassen, über Haupt damit zu thun und zu lassen was er will. Nickt so ist es bei den WaldtlN; diese liesern un8 Sachaüter, die zum Lebe,, u„t> zum PjohlliesindlN der Gesellschaft unumgänglich nothwendig sind; über-dieß haben dieselben auf die Fruchtbarkeit der Länder de„ größten Einfluß. Diese Sachgüter sind so beschaffen, daß sie ihrer Nawr ,,«ch durch andere gar nicht, oder nur sehr schwer ersetzt werd „ können. Ist nun an solchen Gütern Mangel, so leidet die Allgemeinheit darunter; und wenn die Walder i" irgend einem Lande so vermindert werden, daß sich ihr wohlthätiger Einfluß aus Fruchtbarkeit und An^ nehmlichkeit nicht mehr äußern kann, ss ist dieses ebenfalls eil, Nachtheil, der alle Einwohner lines solchen Landes schl empfindlich trifft. Es muß dahe» jedenfalls im Befugnisse der Staatsgewalt liegen, in geeignete» Weise diesen ftemeinschädlichen Nachtheilen, die aus dem Mißbrauche mit den Wäldern unzwei' fl'll),,ft entspringen können, vorzubeugen Wüldcn dir Regierungen diese Wahrheit allenthalben und immcl erkannt haben, so würden wir die Depravation le3 Klima's so vieler Länder nicht zu beklagen baden, U'ift>-Karst, die Hochebenen von Eastilien, Griechen land, Egyvlen u. s. w., würden ihre ursprüngliche Fluchlbarfeit noch zur Stunde bebauen haben, wem, sie nicht aus so unvernünftige Weise ihres Wälder, schmuckes beraubt worden wären. Es lieat also in der Erhaltung der Wälder und in ikier nachhaltigm Bewirthschastung ein hochwich, tiger Moment des öffentlichen Wohles, welche5 sie von anderem Grundbcsitzthum wesentlich unterscheidet. Eine schlecht gefühlte Feld wirthschaft tan« in wenige,, Jahren wieder blühend werden, während daß Uebel, das aus der schlechten Neh.,ndlung der Wälder ,nt. springt, oft durch Jahrhunderte nachwirkt, ja öfter, wie bei unserem Kmste, fast niemals wieder gut ae-macht werden kann. Diese Erwägungen rechtfertigen ganz gewiß t" Annahme > daß eg in der Befugniß des Slaal> liege, aus öffentlichen Rücksichten gegen die Gefall der Wälder Devastation sowohl präventiv als regress,» vorzugehen. In diesen wenigen Wort,,, ist nun die Art und W,is.' des Schutzes anaedeulet, den wir für m,s„s Wälder wollen, dessen Berechtigung, t erklären, Dcr Thäter hat die Mislgadcl weggeworfen, damit her-umgeschlagen: kann nicht da die Vcrbiegung geschehen seyn? Ich bin daher wirklich innerlich ülxrzcugt, und mein Gcwlsscn sagt es, „. ,^ ^in Anderer ist der Thater. Er gab auch die Veranlassung, ihn als Thaler zu erkennen. Emfl.h cr nicht nach dcr That, h<'t er sich mcht verborgen gehalten, daß ihn die Gensd armeric aufsuchen mußte, die ihn tief im Heu gcflMdcn hat? Ist das nicht das Zcichen «j. nes schuldbewußten Gewissens? Braucht ein schuld, loser Mensch dieses zll thun, dessen Gcwisscn rein und ruhig ist? I Ich glaube auch, daß der Angellagtc in solcher Verfassung bei der That wär, wo er leicht das Ue. bel aus seiner That überdenken konnte. Kein Zeuge hat bemerkt, daß er so betrunken war, daß er nicht wußle, was er that. Er selbst weiß alle Umstände bis zur That genau zu erzählen. Würde er voll. trunken gewesen seyn, so würde cr gar nichts wissm. Er gibt aber an, auf dein erstell Schlachtfclde, bei dcr ersten Attaque gcw.sen zu scyn; wie konnlc er das wissen, wenn er besoffen gewesen wäre? Bei dein ersten Manöver war cr dabei. Was hat er gethan? Er sagt, er hade die Flucht ergriffen. Da^ durch will cr beweisen, daß er nach Hause gegangen. Er ging aber nur die Mistgabel holen. Wo fand er sie? Am Finz'schen Stalle; ob das die nämliche ist, will ich nicht behaupten, die Gelegenheit war da; daß sie wahrscheinlich dieselbe ist, ist kaum zu bezweifeln. Der Hirt Kontschina fagt selbst, er hade nach Mitternacht Jemanden hinein und aus dem Stalle hinaus gehen gehört. Es kann seyn, daß er linen gesunden Traum hatte; allein er vermißte am andern Tage die Mistgabel. Nach 8 Uhr sindlt er sie auf einem Acker dcr Finz'schen Realität, also in der Nähe des zweiten Schlachtfeldes, nicht des ersten, wo der Angeklagte rctirirte; am zweiten war er Sieger. Seine angebliche Entfernung ist wohl glaubwürdig. Er mußte sich entfernen, weil er nicht bewaffnet war. Er ging erst die Waffen holen, und die hat er gefunden. Dieses beweist, daß er beim Mihellak'schen Hause mit der Mistgabel in des Fenster gestochen, und mit derselben gcsehen wor-den ist. Noch ein anderer Umstand sind die Zeitverhält nisse. Gerade zur selben Zeit, wie die That sich er. eignete, vor und nach dieser Zeit, wo war er? AUe Zeugenaussagen bestätigen, daß er am Orte dcr That war. Wird man dem Angeklagten mehr Glauben bcimcssen, als den unbefangenen Zeugenaussagen? Es ist dein Herrn Gegner sehr auffallend, wie Hs-lena Tlkauz weniger gssehcn habe, als Thomas Tekauz, obgleich sie der That näher stand. Dieß ist sehr leicht begreiflich. Sie können Vieles sehen, was ich nicht sehe, wo der Eine hinschaut, muß ich nicht auch hinschauen; das ist nichts Aussallendes, wenn zwei Zeugen auf dem nämlichen Puncte stehen, und nicht dasselbe sehen. Mancher Mensch sieht in der nächsten Nähe nichts, während ein anderer^ in der größten Entfernung die kleinsten Puncte bemerkt. Alle diese Umstände zeigen nun cincn solchen Zusammenhang zwischen der That und dem Angeklagten , daß nach dem gewöhnlichen und natürli. chcn Gange der menschlichen Ereignisse es nicht er klärbar ist, daß ein Anderer, als a/rade dcr Angeklagte die That begangen habe. Die That kann ihm! aber auch zugerechnet werden. ! Es kommt nichts vor, was den bösen Vorsatz ausschließt, wohl aber bekräftigen die Zeugen, daß cr beim Bewußlftyn war. Zugegeben, daß er vom Wein ctwas erhitzt, j", daß er betrunken war, — nicht jede Trunkenheit aber schließt die Zurechnung aus. Das Gesetz z. 2 , Stgb. I. Th., sagt . nur die volle Trunkenheit entschuldigt. — Daß er sich seiner Handlungen bewußt war, haben die Herren Geschwornen gehört; er selbst hat Thatsachen erzählt, die wahr sind. Ueber die That selbst weiß cr nichts anzugeben. Er hat keine Neue, nichts vermag in ihm nur rin Mitleid, nur eine Thräne zu wccken. Er sah den Gegenstand seiner That mit kaltem Blute an; mich rührte es, das, die unglückliche Tochter hier war, und Zcugcnschaft ablegen mußte gegen Jemand, der ihr die Mutter, der ihr Alles genommen halte. Wein, er unschuldig wäre, so würde cs ihn rühren. Seine bösc Absicht wurde auch bethätigt. Er kam vor daö Haus hin und rief: „Alles mnß in diesem Hause sterben!- Ist das keine fcindfeligc Absicht? Wer mit ciner Mistgabel linen Menschen auf so grausame Art niederbohrt, ist das nicht ein Unmensch? Er hat durch die Handlung selbst seine feindselige Seele geoffenbart!. Handlungen sind die Sprache der Sccle, Zeugen unserer Willens-richtung, Leitsterne über dic Absichten und den WiNen dcs Angeklagten. — Meine Herren Geschwornen! ich habe gezeigt, daß sich die That wirklich ereignet, daß die angeklagte That nur vom Angeklagten begangen worden ist, daß sie auch den, Angeklagten zugerechnet wer, den kann und muß. Icl) kann nicht anders, sondern ich trage darauf an, das »Schuldig« über den Ange-tlagten auszusprechen. Ich erinnere die Herren Ge« Ichwornen nochmals, nicht zu vergessen, daß mißverstandene Menschenliebe eine Verletzung der Gerechtigkeit sey, daß der Menschlichkeit des Verbrechers noch eine andere Menschlichkeit gegenüber stehe, iene, welche verletzt, welche entheiligt wurde, die Menschlichkeit der Theresia Mihellak, die schrecklich mahnend an Ihr Ohr ruft und Sie zur Ausübung der Gerechtigkeit auffordert, zu welcher Sie eidlich verpflichtet sind. — In Handhabung dieser Pflicht sind Sie an kein menschliches Gesetz gebunden, aber Bie trage» ein Gesetz ill ihrem Herzen, daö die Gottheit mit klaren Zügen geschrieben hat. Meine Herren, zeigen Sie, daß Sie diese Sprache verstehen. Glücklich derjenige, der die Sprache des Herzens kennt und versteht. — Korrespondenzen Littay, 2l. Februar. Eine grausame Räuberei ist gestern AbendS bei dem über 70 Jahre alten Martin Blitz, v«l^ Drager, Mahl- und Sägcmühlbcsitzer in ttaase, nicl't weit vom Dorfe entfernt, verübt worden. Um halb >0 Uhr kamen 6 Männer mit Schnur bärten, in croatische Tracht gekleidet, in die Getreide Mahlmühle, banden dem Müller, seinem Sohn n»d einem Knecht desselben die Hände, und trieben alle drci in das Haus des Wartin Vritz, welcheß sie mit Gewalt auibrachen. Sie warfen sich nun über den Hausherrn her, schlugen ihn mit Hacken und anderen Werkzeugen auf grausame Weise, und nachdem sie ihn ausgezo» gen hatten, brannten sie ihn fürchterlich mit angezündetem Stroh auf allen Körperteilen, dann führten sie ihn in den Keller hinab und marterten den armen alten Mann auf alle erdenkliche Art. Die kleinen Kinder banden sie kreuzweise zusammen; ebenso banden sie dcr Hausfrau die Hände, rissen ihr die Ohrgehänge ab, und drohten, ihr die Brüste abzuschneiden, w'cnn sie ihnen nicht Alles vorztigen und gtbcn wurde. Ein Nachbar, ziemlich wcit davon entfernt, war wach, und vernahm das Geschrei, welches die Haus. frau ausstilß, als man ihr mit Gewalt die Brust abschncidcn wollte. Er gab beim Fenster einen Pi» stolenschuß, wodurch mehrere Nachbarn herbeikamen, was die Nä'nvcr veranlaßte, mit den geraubten Gegenständen die Flucht zu ergreifen. Ein Paß, von der Bezirksobrigkeit Weixelberg ausgestellt, ist vorgefunden worden. An dem Aufkommen des alten Müllers wird sehr gezweifelt. Oesterreich Wien, l9. Februar. In der Zollcongreßsitzung von heute wurden mehrere nachträgliche Verbesserungen über verschiedene Tarifspositionen erledigt. Nach. dem einem Vorschlage des Hrn. Ganahl, mehrere in der vorigen Sitzung von der Commission gemachte Aeußerungen widerlegen zu wollen, keine Folge ge geben wurde, beantragte Hr, Wohlfahrt, daß der Einfuhrzoll für Leinen Handgarne auch nach 3 Iat> icn mit 2 fl. 30 kr. fortdauern soll, wenn für Maschinengarne schon der höhere Betrag von 6 fi. „,^ getreten seyn wird, was auch von der Versammlung genehmigt worden ist. Dcr Delegirte aus Verona. Hr. Simoni, brachte eine «igcne Rubrik von 20 fi. für Nähseide in Vorschlag, die ebenfalls angmom» 183 men wurde; hingegen lehnlc dcr Kongreß zwei Motionen ad, welch, vom Hrn. Werncr fur Eingaugs-erhöhung auf Zwiroe, ,>"d vom Hrn. Dietrich wcgrl, Belegung des Ltr.ckcisens b.i dcr Sercinfuhr aus .". si. gestellt wurden. Der Nichter'schc Antrag, bei den Baumwollwaren eine Hin^ussctzung sür miltel-feme und feine Sorten auf 90 und 180 fi. zu veranlassen, wurde zwar abgewiesen, jedoch das Amsn-demcnt des Hrn. Fürsten Iablonowsky genehmigt, lvornach bei den Druckwarcn aus Baumwolle, Posi tion«^, zwischen !il. l! mit ?5, und !i>. (j mit ,'.0, eine neue Abtheilung mit «00 si. lingeschaltet werden soll. Die früher schon vom Hrn. Dietrich und heute vom Hrn. Lange bevolwortete Zollausdehnung für die Einsuhr auf dcr Donau, und die vom Dr. Neumann beantragte Eingangserhöhung auf Nahnadeln mit l50 si., wurden ohne weitere Debatte verworfen. Nach einer Motion des Hrn. Szabel wulde bei der sür alle Gränzen der Monarchie gilligen Knochen-ausfuhlgcbühr n,!t l si. :!0 kr. für den Import derselben zur See eilte Ausnahme gemacht und der Eim suhrszoll in dln Häfen aus 50 kr. pr. Ceutnel festgesetzt. Die Vtlsamm llinq fand sich nicht bewogen, aus die Proposition dcs Herr,, Hagenauer einzugehen, welcher alö Princip ausgesprochen wissen wollte, jeden höheren Zollsatz als 250 fi., aus dem Tarife auszuscheiden. Ein zweiter Anttag des nämliche,, Herrn Delegirten wurde aber angenommen, und die Versammlung beschloß, der Staatsverwaltung zu empfehlen, daß die indischen rohen Foularts unter den nothwendigen Vorsichten künftighin nach Oesterreich zur Bedruckung eingeführt, nach vollendetem Drucke wieder exportirt werden konnten. Mit dem Schlüsse dieser Debatte darf die Be> rathung über die Tariispositionen als beendigt an Neslhm werden und dcr Abgeordnete Herr Hlubeck drückte de>, Wunsch ^ius, daß an diese» mit so vieler Mül)c zu St.inde gekommenen Congreßdcschlüffen von der Commission keine einseitigen Abänderungen mehr vorgenommen werden sollen. Die Versammlung wendet sich nun zur Discus, sion über Transitzölle, und dcr Anttag des Herrn Piskorecz wurde genehmigt, daß für Kroatien der Durchfuhrzoll auf Holz mit l kr. festgestellt werde. Eine Motion des Herrn Szabel, alle Transit-gebühreu mit einem durchschnittlichen Sahe von 5 kl. zu belegen, fand jedoch keine Unterstützung. Die Ziffern des Tarifs blieben somit unverändert. Gegen Ende dcr Silking debattirte die Versammlung noch über die verschiedenen Absätze der Vorerinnerung zum Tarife. Die jetzige bedeutelde Entweihung der Valuta, wodurch alle im Entwürfe beantragten Zollsatze als höchst unsicher erscheinen, gab die Veranlassung zu einer kleinen Erörterung, woran sich besonders Hr. Dr. Neumann bctheiligte. (Wand.) ^- Aus Anlaß eines speciellen Falles hat das Ministerium des Innern entschieden, daß uneheliche Kinder von Ausländerinnen, wenn sie auch in Oesterreich geboren wurden, ohne Rücksicht auf die Staatsbürgerschaft des Vaters, durch die Geburt allein das östcrr. Etaatsbülgerrccht nicht besitzen, sondern das Heimatsrccht der Mutter genießen. — Der bisherige Frankiru:'.gszwang zwischen Oesterreich und dem Königreiche Polen ist aufgehe ben und, es können vom l. März 1851 an, die Briefe entweder ohne alle Portoz^hlung aufgegeben, oder mittelst Entrichtung dcr zwischen der österreichischen und polnischen Postcasse zu theilenden Porto-gebühr von 20 kr. (20 Kopeken Silber) für den eil,' fachen ^ Wiener Loth (l Loth Russisch) schweren Brief bis zum Bestimmungsorte frankirt weiden. — Die Woiwodina und das Temescher Banal haben eine Gssmmnt - Bevölkerung von 1,454 635 Einwohnern, davon sind nur 436.059 Slaven, und dennoch werden diese, Kronländer von 309 slavischen Beamten, und nur von l3? Beamten, die andern' Nationalitäten angehören, administrirt. Die steten Klagen dcr Serben. über Nichll'erücksichligimg bei Besetzung dcr Stcllcn, wcrdcn durch licse Zahlen am besten widerlegt. — D»m Schriftsteller und Mitarbeiter des Journals: »Der Spiegel," Earl Hoffmann, wrlcber wegen Vorschubleistung zum bewaffneten Aufstünde in Ungarn zu zwei Jahren Festungsarrest vcrurtheilt war, ist durch die Gnade Sr. Majestät dls Kaisers dcr Rest seiner Strafzeit erlassen worden. — Der wegen dcs Mordes seiner Gattin und seiner Kinder zum Tode verurthcilte, aber zum 20jährigen Kerker begnadigte Habrowaner Fleischhauer Philipp Konecny machte kürzlich auf dem Spielbcrge einen lebensgefährlichen Angriff gegen mehrere Personen, da er, wie er angab, fottan wünsche, seine erste Thal durch die Todesstrafe zu !Ühncn. — — Die Gesellschaft des Lloyd in Tuest ent. wickelt eine großartige Thätigkeit. Am ll». d. ist der neue Dampfer „Ellcno" vom Stapel gelaufen Vier Dampfer werden noch vor Ende dieses Monats re stauiirt — drei neue sind im Bau begriffen. — Nach der „H^nn. Ztg,« haben von dem Könige von Hannover Sc. kais. Hohcit der Herr Erzherzog Leopold u>»d dcr Herr FML. von Lege-dilsch das ^roßkreuz des Guelphen Ordens, die Herren GM. Görger, Baron Zobel, von Blomberg und Ritter von Marlmi das Eommandeurkreuz er. ster Elasse; die Herren Obersten Baron Czollich und v. Hcnikstlin das Commandcurkrcuz zwcitcr Classe, lind Hr. Oberlieutcnant v. Schemel den Guelphen-Ordcn vi.'rter Classe erhalten. * Wien, 18. Febr. Das vor Kurzem von uns ^ erwähnte Wert! »Slavische Bibliothek", von dem hiesigen slavischen Gelehrten Hrn. Dr. MiklosiV-, hat so eben die Presse verlassm. Eine originelle Autobiographie Kopitars bildet denöingang, welcher dessen interessante Prolegomen.n zum Nheimser Evangelium folgen; w.iter sindeil wir darin einen Veitrag zur russischen Gl schichte von Fiedler, nebst zwei Aussätzen von V„k, Sl^liov!.'-, Karadzi.» und einem Aufsatze von Duna«'i7. d, M. bringt von Seite der Redaction folgende Berichtigung: In Folge der Mittheilung eines unsercr Korrespondenten aus Wien, der durch eine falsche Nachricht irre geführt wurde, enthielt d.s „Abendblatt der Gratzcr Zlg " vom 27. Iän. lstZl, Z. 2l, die unrichtige Anzeige der Verhaftung des poetischen Arztes zu Wien, Hrn, M. Dr. Bastler, angeblich wegen einer Correspondenz mit Mazzini. Nach eingeholten zuverlässigen Nachrichten hat sich die Anzeige, so wie die weitere Nachricht als unwahr herausgestellt, daß in Wien hierüber auch nur ein Gerücht bestanden und Aufsehen erregt habe oder vllbreitet gewesen, oder geglaubt worden sey. — Gegen Hl». Dr. Bastler waltel nicht der geringste Verdacht der angedeuteten Tendenzen ob, und nach seinem allgenuin anerkannten höchst ehrenhaften Charakter kann von dergleicheu füglich keine Rede seyn. Wir fühlen uns demnach aufgefordert, unser aufrichtiges Bedauern auszusprechen, daß die erwähnte falsche Mittheilung Eingang in die Spalten unftrer Zeitung fand, und zu elklaren , daß nul der Mangel der Kenntniß der Persönlichkeit des Herrn Dr. Bastler diesen äußerst unliebsamen Verstoß verulsachte. Schließlich werden die verehllichm Zei-lllNgsrcdactioncn, welche die erwähnte falsche Nachricht aufnahmen , im Interesse der Wahrheil ersucht, auch diese Berichtigung aufnehmen zu wollen. — Dem k. k. Finanzministerium ist der Vorschlag gemacht worden, Münzen aus Platina zu schlagen, wodurch der Wcg zur Regelung der Geld. Verhältnisse angebahnt werden soll. Wenn auch die ses Project sonderbar klingt, gewinnt es bei reiflicherem Nachdenken toch Manches für sich. In Rußland l sind derlei Geldstücke schon seit Jahren im Verkehr, und werden in manchen Gegenden lieber genommen, als jene twn Gold und Silber. — Diescr Tage genaß hier ein ehemaliger Frei» i williger, der den italienischen Feldzug mitgemacht hat, von einem gesunden Mädchen. Derselbe, eine Frau, ist aus Baumgarten; sie bat, als ihr Ge- liebter freiwillig in den Krieg zog, demselben folgen 'zu dürfen, was ihl abcr verweigert wurde, und ^ steckte sich demnach in männliche Kleider, in denen sie, stets in der Nahe ihres Geliebten, tie Dienste eines feldarztlichm Gehilfen versah. Nach dem Feld- zuge bekam Letzterer eine Bedienstung im Civile und htiralhete die treue Gefährtin. Hermannstadt, 9. Februar. Ein Er.igniß von t)i«rlandes slltener Art ist der jüngst erfolgte ! Uebertritt von zehn evangelischen Familien mit 25 Köpfen dcr Gemeinde Schal im Mediascher Stuhle zum Katholicismus, wozu sie der Umstand vermocht haben soll, daß ihr Begehren keine Berücksichtigung fand, als ä'rmcrc Leute nicht eben soviel wie die wohlhabenderen Orlsinsassen dem Schullehrer cm Congrua, bestehend aus drei Viertel Korn, ein Iahrbrot und eine Prabende leisten zu müssen. Deutschland. — Die vom Abgeordneten Prell in del balers scheu zweiten Kammer an das Slaatsministerium wegen der Fordllungen des Episcopatß gelichtete Interpellation geht daliin - 1) »Hat das Slaatsministerium von der Ansprache des Episcopals in Baiern an das Staats' oberhaupt Kenntniß erhalten?« 2) „Welche Maßregeln zur Erhaltung tes vcr» sassunsssmäßigen, durch die Ansprache grfährdeten Zustandes in Baiern ist das Staatsministmum zu treffen gesonnen?" Frankreich. Die von den elyfaischen Journalen angekündigte Natwnalsul'scription hat, kaum geboren, schon zu leben aufgehört. „3e Pays," wie eS scheint daS persönliche Olgan des Präsidenten, hat auf höhern Befehl seinen Plan, Malmaison sür Hrn, Bonaparte anzukaufen, definitiv aufgegeben. ^ Einem Gerüchte zufolge beabsichtig! der Präsident am 24. Februar, dem Iahlestage der (neuen) Republik, cine theilweise Amnestie zu ll' lassen. — — Die französischen Vesatzungstruppen im Kir, chenstaate werden bedeutende Verstärkungen erhallen, Nenes nnd Neuestes. Telegraphische Depeschen. — Paris, 18. Februar. Heule ward eine Revue aus dem Marsfelde abgehalten. Die Commission zur Berathung des Communalgesetzes ist theilweise gewählt, sie wird nöthige Modifikationen beantragen. Eine Abänderung des Wahlgesetzes scheint unwahr-scheinlich. — 3lom, !2. Februar. Die Democralen feill' ten am 9. d. das Andenken der Mazzim'schm Re. publik mit bengalischen Feuern; zwei der Ruhestörer wurden von del Polizei eingeblacht. Dem Vernehmen nach sollen weitere 6000 Mann östelltichische Truppen in den Provinzen einnicken. Der Kriegsminister 5«. al'sichtigt die Errichtung sechs neuer Bataillons. — Turin, la. Februar. Gestern wulde der türkische Gesandte Mussurus vom Könige empfan« gen. Die Depulirtenkammer beschließt, einen Anttaa Borellas wegen Abschaffung des geistlichen Paulus' Vereins und Verwendung seiner Güter zu wohllhä' tigln Zwecken in Erwägung zu ziehen. Nachdem mehrere Abgeordnete sich heftig für und wider geäußert, erklärt sich das Ministerium gegen die Aus' lösung des Vereins bis zu dem Zeitpuncte, wo dessen anticonstitulionclle Tendenzen erwiesen seyn wülben. Verleger Ja.« v. Kleinmayr und Fedor Bamberft Verantwortlicher Heraußglber Ign AlviS v Kleinmayr Anfang zur Imllacl^erSeituttH. Telegraphischer Euurs - Vericht der Staatvpapiere vom 21. Februar 185 l. Staatssch^ldverschreibungen zu 3 pEt. (in CM.) 96 7/8 betto .. ^,/i „ « 853>1tt Staatsschulducrsch. v. Ialnc 1850 mit Rückzahlung „4 .. . 89 dctto .,1 .. ., ^ Vcrlostc O l'< iga tioim,. Hoffa»!,- « 4« tt ? ^t. 1 — mcr-^bligationcn dcs Zwangs- « „ 5 ,, l Darlckcns mKrain. uilo Acra 'I,. ^^/2 „ l .»/> rial-^l'ligatimicu vm, Tire!. »., 4 „ ! 72.!/» V.rarlb..>; und Zal^..^ . s 3 l/2 „ '.^<>^ Darlehm „,it Vnloftmg v. I. l8A>. I»r 2»0 N. 2.1!>.l/« Aailk-Actitu. vr. Stuck «27l in E. Vl. Actieu dcr Kaiscr Ferdinands-Nordbalm ,.,1«00ff. C. M...... iMll/2fl.m O.M. Ättitn dcr Ocdcnl'urq-Wr.-!)lcustädtcr Eiscnbalm ,;n 2U« ss. (5. M. . . . l^2 st. in (5. M. slctim der ösnrr. Donau-DanN'ssch'ffsah't zu 500 ss. (5. M.........)4^ ff. in (5. M. Nctim oce« osterr. ^loyd in Tricft ^« 50tt ff. «. M.......«25 si. in 6. M. Wechsel 1/4 G. Uso. ssrauffult a.M,. ( s"r 120 s>. sudd. Vcr« eins-Wähl. im 24 »/2 si. Fust, Gilld.) l2« ^ 3 Vlenat. Genua, für 300 >,k»e Pieuioiit. Li»,, Gnld. l.',0 1/2 Vf. 2 Monat. Hamburg, si'r 100 Thalrr Baino, 3tthl. 1W 2 Monat, liiuoruo, für 300 Tl,'sca»ische Lire. Guld. <24 3/4 Vs. 2 Mouat. London, siir 1 Pfund Sterling, Gnldc» «2-3!> 2 Moual. Marseille, fur ^00Fri>ns.u. . G»lb. 15« :i/4 2 Monat. Varis. sin 300Franlcii . . Gu». l51 3/4 2 Monat. Vilkarcst für l Guldc» . . . vara 2l5 Z1 T. Sich!. Gold - nnd Silbcr - (i^ursc ?o», 2>. Februar 18', 1. Vries. G.ld. .ssais. Mlmz-Dl'catt» ?la> .... ^ .131/2 dctto 3iand- »to ...... - 33 1/4 NapoleonSd'or „....— ltt.8 Souveraln^d'or „ . . . , — 17.40 Nuß. Inwlnal ^ .... — 10.17 nriedrichöd'or „ .... — 10.38 (5na). Sover.nngs ., . , . . -^ 12.3i» Silbcragio ........— 28 3/4 Verzeichnis) der hier Verstorbenen. D e „ l3. Februar l 85 l. Helena Ausltsch, Institiitscillne, alt 72 Jahre, ill d.-r Polaüa. Vorstadt Nr. 59, a» del- Brl>siw^ssel sucht. Den l4. Dcm Jakob Bl^s, Fabilksaib^'tei-, seil, Ki»d ?ll>gust, all l^„ Iah'', i» dr,- P^laim . Vo«.-stadt Ni'. 49, an Coiivussionen. —Del» Hin. F<-a,i< Pt-iboi-sky, Ingenieur - ?issi,Iclitt'!,, sei« Kiüd ?lm,^ alt 7 Monate, am Bahlchofe Ni. Ils, am Ui-al,^ «'llial - t.>0!l^. — Del,! hoch>vol)Ia,ebül'»en Hl». Ioh. Fl'elherrn r. Watzdorf, k. k. Iilssenielii' del- Stalls-Eisenbahn, sein Kind Otto, alc 4 Icihiv, a>„ Bahnhöfe Nr. l!8, am zurückgetreten Scharlach. — De>» Johann Selan , Greisler und Hansbcsttzer, sein Kind Frau;, all 2 Jahre und 3 M»>,ate, i» der Krakan-Vorstadt Nr. 34, an, Zchisiebci'. — Dein l'uka? Blas, Ta^löhoei-, »Vii, Wc'il'Maiia, alt 45 Jahre, in del- Stadt Nr. l85, a» der Longensttcht. — Johanna Nainlitha, Beamtenstochlc!-, alt 5? Jahr.', ,n der Ca»,'l^il,cl'Vorstadt Ni. ^l , an dei' Lllng^ii. schivindsllchc. D e » 15 Fran Theresia Alle, , bül^erl. V blällers- und RealicätenbesitzerS Wl«>ve, all 73 Jahre, in dci- Gi-adischa. Vorstadt Nr. 52, an Altersschwach.-. Den <6. Dc», Hin. Cail Hoflnann, Bürger! Uhimacher und Haüöl^'sltzei-, sein K>ud Joseph Anton, a!t l l ?)?l)natc, in der ^tadt Nl'. »3l , au Fraisen. — Den, Johann Podkraische.z, Anflehe,', srii, Kind Fran^isca, alt !2 Ta^e, in d^r Tirnan-Vorstadt N>'. l!), au dcl- allqeli'cine» Schwache. Den >7. Mathias Jenko, Ta^löhnei', alt 56 Jahre, im Ciril'pital Nr. l , ain Typhllö. De.n l^. Den, ?lnton Veibonscheq, Tändle,, sein Weib Franzi^'a, att ö^ Iihie, in de,- Stadc Nr. ^22, an dev Oehirnlahou,»^ — Aqnes Jurn«.!»!!,, Iowohnerm, alt 05 Iah,c, an der i'nn^ensncht; — ^'.'vh Madenhane. , M8. Februar >8.5l Z. 237. (I) Einladung zur Subscription anf das thierärztliche Werk in slovenischer Tprache, u ll s e l d e n T i < c l I V Zivino zdravništvo (Vas Gan.te dcr T h i c r h o i l k u n d c) für Aerzte, Thieränte, Tur- und Beschlagschmiede, Viehzüchter und Landwirthe überhaupt. Das vielseitig gefühlte Bedürfniß eines alle Zweige der Thierheilkunde umfas- " senden Werkes in slovenischer Sprache, vorzugsweise aber das Bedürfniß eines solchen Werkeä zum Behufe der Vorlesungen an der hiesigen Hufbeschlaglehranstalt, an welcher nebst der theoretisch - praclischen Hufbeschlaglehre auch Vortrage über die wichtigsten thierärztlichen Gegenstände gehalten werden, hat die Gefertigten ucranlastt, obbenanntes Werk erscheinen zu .äffen, welches umfassen wird: " 1) den theoretisch-practischen Huf- «nd Klauenbeschlass und die Behandlung der Hnf- und .Nlauenkrankheiten; 2) die Hergliederuugsknnde und Physiologie unserer Hausthiere; 3) die Lehre über die Viehzucht; H) allgem. Krankheits und 3) Arzneimittellehre; li) die Lehre über die ^rkemttniß und Behandlung allcr innerlichen und änsferlichen Krankheiteu unserer sämmtlichen Hausthiere; 7) die (Geburtshilfe bei unseren Hansthieren; ») die Lehre des »5,>t<^5^nr8 unserer Hauöthiere; 5>) Anleitung zur Vich und Fleischbeschau, und l Bogen, — und bezahlen sodann jeden der ersten 30— 40 Bogen mit 4 kr. Diejenigen, welche die Bögen unter Kreuzband durch die k. k. Post beziehen wollen, haben pr. Bogen noch , kr Versendungsgebühr unter,Einem zu'entrichten, llebrigens steht es jedem Herrn Il'bftribenten frei, auch den Betrag beliebig für mehrere Bögen in Voraus zu entrichten, um der kleinlichen Rechnung enthoben zu seyn. ^ Es versteht sich von selbst, daft Briese lind Geldsendungen nur portofrei angenommen werden können Um auch minder Bemittelten die Anschaffung dieses gemeinnützigen Werkes zu erleichtern, haben die Gefertigten die bogenweise Herausgabc für zweckmäßig erachtet. Nach dem (Erscheinen des eompleten Werkes tritt der größere Ladenpreis ein. Die subscription ersucht man an die Buchdruckerei des' Hrn. Joseph Blasnik in Laibach zu leiten Die Gefertigten haben dieser A'iiküildigung nur „och beizufügen, das, die Abhandlung aller Gegenstände diejeö Werkes in möglichst popnlarer Weise geschehen wirb, welcher jedoch die (>,ruu0l,chk<.it der Sache nicht zum Opfer gebracht w,rd. Unser Streben war, cin ratlonell practisches Werk zu schreiben, worin man sich in allen vorkommenden Hallen grundllcl) belehren und Raths erholen könne. Auch ist das Werk keine Uebersetzung , sondern^daü Resultat eigener, vieljahriger Erfahrungen als klinische Supplenten am k. k. Wiener-Thierarznei-Institute und weiter der Behandlung mehrerer Beuchen in Niederösterreich , Mähren und Kram, mit sorgsamer Benütznng des Besten, auch fremder Erfahrungen. Wir verkennen zwar die Schwierigkeiten nicht/über alle Gegenstände der Arznei-Wiffeufchaft zum ersten Male in slovenischer Sprache zu schreiben, dennoch müssen wir bekennen, daß wir nirgends auf Unmöglichkeiten gestoßen sind, und daß uns hierin einige Werke anderer slavischen Dialecte recht ersprießliche Dienste geleistet haben. Die Drucklegung des angezeigten Werkes begann mit der Hufbeschlagslehre, welche bci uns das dringendste Bedürfniß ist, und bereits haben 2 Bögen mit Abbildungen die Presse verlassen und sind beim Hrn. Blasnik zu haben. Laibach den 2N. Februar 1K5,l. lV». Bleiweis und »,. Htrnvvi.