voZtnw» v ckkZlavß«« vovZaNrsnL. 2«chdr»ck«»et, RLaribor, T^kttäcva oltco 4. Tetepho» 24 V«s.»e»»e«^<: «dholen mvnstttch . . D !0-^ ZufieUen , . . . . « N Durch Post . .... . I0-— Durch Pojt i»»r!«N....» Auslast»: monalUch ... !3--Einzelnummer ... , AZ Sol.atsgs-Twmmer . . » !'--6n ti: »e^an, ^e« c.eitu^g M d»? »dm? «er!»»',»oer«a» w» Gt»n.-m?n s^r nen» einenIHona». auver mmtr lnvi l/4 Io!j» »!N»U eud«n. teaNt»o?»eH,d »yne^tart«! ^erüea nia tücr» rtUc tigt Inisrztsni»!H«ai»>nz m vtiru»? d? de» tzldm i ^urcl^e^- 4: l ^Üt,a.»a s-, u«d Ai^eUc. tn <^a?rr0 bs, un) 5Ns^e. »n »»raz »«t tienrei ), ik^stktakr, ,^entrag^ u» ck»^n ün^et. ?tr. »2 >g. ven 22. April ty22 62 Castro. Nüssen zur Osterzeit 4916 UNö 1922. Die Wogen dcS Bewegungskriegs hatten f.ch schon lang geglättet, viele Monate lag man sich an der deutsch-österreichisch-ungari-schen Nordostfront in Schützengräben gegenüber. Im Schü^engrabenkrleg warcn die Russen keine unangenehmen Gegner. Sie gaben Ruhe, wenn man sie in Ruhe ltcß. In dieser Ruhe gab es mitunter auch einen verstohlenen Verkehr und über die Köpfe der Vorgesetzten hinweg sogar stillschweigende Ucbereinkommen zwischen den beiden Fronten. Da kam der Ostersonntag des Jahres IS16, an dem sich etwas ganz Ungewöhnliches abspielte. Russen, ganz unbewaffnet, dafür mit Ruck-sä^en oder auch Körben schwer bepackt, stie-^ gen auS ihren Gräben und näherten sich unter allen Zeichen der Friedfertigkeit der feindlichen Front. ES geschah di?5 nicht bloß an t.'iner Stelle, sondern in einer Breite, die von Ostgalizien bis tief nach Wolhynien hineinreichte und auch nicht gleichzeitig, sondern stafselwcise. Tiefe Bewegung konnte den hohen Vorgesetzten nicht verschwiegen werden. Die Fernsprecher hatten viel zu tun und trotz Reglements mit ihren Paragraphen über den Verkehr mit dem Feinds wurde die russische Annäherung nicht überall in gleicher Art lufgencwmen. An manchen Teilen der Front wurden sie Unfreundlich empfangen und mit ein paar Schreckschüssen zur Umkehr gezwungen. An anderen Stellen lieb man sie ruhig heran und frug sie nach ihrem Begehren. Sie brächten Ostergrü^e und Hstergaben, lautete die überraschende Antwort, und zum Beweise, daß es so ist, legten sie gleich ihre Körbe und Rucksäcke ab und hielten die Hände hoch. Dieb gab an nicht unbeträchtlichen Teilen der Front Anlaß zu einem Verbrüderuugs-sefte, das bis tief in die Nacht hinein währte und an dem sogar Offiziere von hüben und drüben teilnahmen. Man aß und trank zusammen, man war wieder einmal Kavalier, nett und liebenswürdig. Als dann der Spuk vorüber war und man wieder einsam in seinem Unterstände lag, da wunderte man sich, daß den Menschen unter solchen Umständen noch zugemutet werden konnte, miteinander Krieg zu führen. Sie, die eigentlichen Kämpfer. warcn deS Krieges schon lange satt und obwohl in der überwältigenden Mehrzahl, kam nicht ihr Wunsch, sondern der Wille der anderen, die den Krieg noch für notwendig hielten, zur Geltung. Das bewies die zwei Monate spater einsende blutige Brufsilow-Offensive. Sechs Jahre später. Der Weltkrieg hat schon lange zu toben aufgehört, aber an seinen bösen Folgen leidet noch immer die ganze Menschheit. Und wieder ist es die Osterzeit. welche die Vertreter der Menschheit in Genua zu einer Art VerbrüderungSfest zusammenführte. Auch die Rüssen fanden sich ein, diesmal aber nicht mit Körben und Rucksäcken voll von Ostergaben, dazu sind sie zu stark au? den Hund gekommen, aber eine Ueberraschung brachten sie doch. Die Sprecher und Führer jenes Teiles dec fussischen Volke?, das zu Ostern anno IVIt den Krieg nicht mehr wollte und das Verbrü> derungSsest mitten im Kriege arrangierte sind der Meinung, wenn man sich ernstlick versöhnen wolle, wären die Wasfen überflüs' sig, welche zu tragen die Brüder sich fchoi angewöhnt hätten. Die Nasse ist die größt« Feindin jeder Verhöhnung. Botschaft hei « Die Konferenz von Genua. Telegramme de? „Marburger Zelt«ng". V«e Nede Lloyd Georges an die Journalisten. Genua, 26. April. In demselben Saale deS Palazzo Tan Giorgio, in dem die Eröffnung der Konferenz von Genua stattgefunden hat, empfing Lloyd George heute nachmittags um 4 Uhr sämtliche Vertreter der Presse aller Länder, die bei der Konferenz akkreditiert sind. Lloyd George schritt mit seinen Sekretären mitten durch die Menge, die den Weiften Saal füllte, von allen Seiten lebhaft begrüßt. Lloyd George erklärte, er fühle sich immer verschüchtert, wenn er vor Journalisten sprechen müsse. Er bitte daher, lieber einzelne Fragen an ihn zu richten. Er freue sich, feststellen zu können, daß die Konferenz einen guten Er^'lg verspreche, wenngleich zwei Arten von Menschen in Genua vertreten seien, die einen, die den Erfolg des FriedcnSwerkes wünschen, und die anderen, die eZ zum Scheitern bringen möchten. In scherzender.: Tone fuhr Lloyd George fort: „Es hat vielleicht in der letzten Zeit zwei oder drei Zwischenfälle gegeben» Ich weiß es nicht bestimmt, ich habe es in den Zeitungen gelesen." Der erste Zwischenfall sei der deutsch-russische Vertrag gewesen. Er betrachte diesen Zwischenfall als erledigt. Er werde hoffentlich den Fortgang der Konferenz nicht behindern. Der zweite Zwischenfall sei durch die Schwierigkeiten der Alliierten mit den Russen hervorgerufen worden. Lloyd George erwarte die russische Antwort noch heute und wolle ihr nicht vorgreifen. Er sei aber überzeugt, daß die Antwort zureichend sein werde. Morgen nachmittags werde die politische Unterkommission zusammentreten. Lloyd George schloß, er sei überzeugt, daß die Kon'ercuz die Pazisikation Europas fördern und die Wiederaufrichtung des Kontinentes anbahnen werde, der durch die Ereignisse der letzten Jahre so hart heimgesucht worden sei. Eine 5v.'ihe von Journalisten überreichte nun Lloyd George schriftlich ihre Fragen, die Lloyd George oft mit einem Lächeln oder mit Kopfschütteln entgegennahm. Auf die erste Frage, wieso komme Rathenau zu der Behauptung, daß Lloyd George den deutsch-russischen Vertrag gekannt habe, antwortete dieser mit Nachdruck: „Mir gegenüber hat Dr. Rathenau keineswegs etwas derartiges behauptet, als er mich gestern mit Dr. Wirth besuchte. Hätte er es aber getan, so hätte ich geantwortet, daß ich von dem Vertrage erst Kenntnis erhielt, als ich m'h am Ostermontag nachmittags zu der Beratung mit den anderen Vertretern der Alliierten begab uud daß ich von der Nachricht äußerst peiulicb berührt war, au-Z Gründen, die ich nicht näher anführen will." Auf die zweite Frage, warum er den Zwischenfall als beigelegt betrachte, antwortet? Lloyd George: „Ich habe gute Gründe, anzunehmen, daß die deutsche Delegation sich damit einverstanden erklären werde, an den Sitzungen der Sub-kow.mission, die sich , mit der Regelung der Beziehungen zu Rußland befaßt, nicht melr teilzunehmen, da Deutschland sein Verhältnis zu Rußland schon abgesondert geordnet hat. Es hat zwei Lösungen gegeben, um die Krise zu überwinden: Entweder den Vertrag mit den Russen zurückzuziehen oder auf dic Teilnahme an den Sitzungen der politischer Kommission zu verzichten. Die deutsche Dele-gation, so glaube ich, hat die zweite Lösunc vorgezogen, und darum ist der Zwischenfall -'ledigt." Aus die Dritte Frage: Ist nicht det deutsch-russische Vertrag im Grunde genommen ein Ereignis von geringerer Bedeutung angesichts der großen Fragen der Konferenz? erwiderte Lloyd George: „ES bestand der Wille, die Verhandlungen der Konferenz aus dem Fuße der völligen Gleichheit und in gemeinsamer Arbeit zu führen. Deutschland hatte die gleiche Zahl von Delegierten in der Kommission gehabt, wie die Alliierten. Gleichwohl ist hinter dem Rücken der Kollegen und ohne deren Wissen mit den Russen verhandelt worden. Wenn Italien, Frankreich oder Eng land so vorgegangen wären, könnte man sich leicht ausmalen, was Deutschland gesagt hätte. Ich glaube nicht, daß es als Üleiuig keit behandelt worden wäre. Ich möchte leine harten Worte gebrauchen, muß aber doch sa gen, daß Deutschland eiuen illoyalen Alt ge gen dic Kollegen und gegen die Konserenz be gangen hat. Ich glaube, daß dessen Zurückweisung von vortrefflichem Einfluß auf die ganzen Beratungen der Konsercnz sein wird." Tie vierte Frage: Gehören Deutsche und Russen zu jener Gruppe, von der Lloyd George gesagt bat, daß sie daS Scheitern der Konserenz wünschen? wurde beantwortet: „Gewiß nicht." Auf die fünfte Frage: Ist ec möglich, trotz der..verlorenen Zeit das Zie? der Konferenz, insbesondere Punkt 6 der Beschlüsse von EanneS zu erreichen? gab öloy! George die Antwort: „So peinlich die Beratungen sind, die durch den Zwischenfall her> vorgerufen wurden, so ist doch die sachliche Arbeit der Konferenz weiter gegangen. Ueber-dies muß von den Alliierten diH russische Antwort abgewartet werden." Die sechste Frage: Welche sind jene Personen, die die Konferenz zum Scheitern bringen wollen? beantwortete Lloyd George lächelnd: „Diejenigen, die der Zwist lieben und Streitigkeiten zwischen der Völkern zu schüren wünschen." Siebente Frage: Sind Sonderverhandlun gen bei einer Konferenz gestattet und kam man solche als hinter dem Rücken der Kolle gen geführt bezeichnen? — Lloyd George „Offizielle Besprechungen und vorbereitend Unterhandlungen, die Hindernisse uu Schwierigkeiten auS dem Wege räumen, sin sogar wünschenswert." , Achte Frage: Wie erklärt Lloyd Georgc daß er einerseits von schweren Gefahrei spricht, in die das deutsch-russische Abkomme! gebracht hat, andererseits aber dieses Abkom men nicht für einen Versuch hielt, um di Konserenz zu stören? Antwort: „Ich habe ausdrücklich erklär! daß ich den Zwischenfall als beigelegt erach te." Weiters gab Lloyd George zu, eS wa nicht das Ziel Deutschlands, dic konsercnz z stören, Wohl aber hätte die mißbilligte Hand lungSweise Deutschlands, wenn auch ohu dessen Absicht, diese Folge haben können." Neunte Frage: Wird dem Völkerbunde di Fortsetzung des in Genua begonnen Werke obliegen uud werden Deutschland und Ruf land als Mitglieder im Völkerbünde Aufnal me finden? Lloyd George: „Die Durchführung dc Progrcnnmes von Genua muß unbedingt sot gesetzt werden. Am besten vom Volkerbuu! ^ WaS die Zulassung Deutschlands und Ruf . lan'os betrifft, so ist zu bemerken, daß dc Ziel des Völkerbundes dic Sicherung d< Friedens in Europa ist. Dieser Zweck ist ab? nicht erfüllbar, solange nicht alle Natiour ' dxr MU in ihm vertreten Pud/' Russen fand aber gerade bei jener Adresse, an die sie hauptsächlich gerichtet war, nicht das erwünschte Verständnis. Aehnlich wie im Jahre 1O16 wird das Ver« söhnungSfest aber doch abgehalten. Man wird miteinander beraten, nett und freundlich sein, vielleicht sich auch beim Speisetisch zusammenfinden, dann aber bewaffnet wieder nach Hause gehen. Und wenn auch diesmal nicht schon nach zwei Monaten, aber irgend einmal wird dann wieder ein Brussitow kommen und Rache üben für da? abgelehnte VerföhnungSfest. Die Russen sind ruhig und friedliebend, aber sie können auch überwältigend stark im Kampfe seiu, wenn dies den anderen lieber ist. ' A. L. Der rote Kaden aus dem Knäuel. Im Sommer 1913, nach dem Angriff der Bolschcwistenkommission auf die englische Botschaft in Petrograd, bei welcher Gelegenheit k»cr englische Marineattachee den Tod ^fand, erklärte Lloyd George in der Kammer der Unterhauses feierlich, daß die räuberische Sowjetregierung niemals von einer englischen Regierung die Anerkennung finden kö? ne. Am 3. April 1V22 hielt derselbe Lloyd Ge« orge im englischen Parlamente eine Rede, in welcher er auf die Nützlichkeit der rusii« scheu ProdMion für Europa hinwies, auf dic Millionen von Tonnen an Gerste, Roggen und Weizen, dic ein Viertel deS Weltexporte' bildeten, dann meinte er, daß ohne Herstel« lung Rußlands Deutschland unmöglich seim Schulden zahlen könne und daß er mit der Sowjetregicrung in Beziehungen zu trete? beabsichtige. Einen Tag früher, am ?. April, schrieb Radek in der Berliner „Noten Fahne", dic von Moskau stark subventioniert wird, da? eS an der Zeit wäre, die Arbeitermassen i? Bewegung zu setzen, damit sie in dem Mo mcutc, wenn die Vertreter dcS Kapitalismu! bei ihren Beratungen in Genua zu keinen Resultate kommen werden, durch die Faus der konzentrierten Arbeiterschaft gezwungei werden, weiterzugehen. Man darf nämlich nicht vergessen, daß di kommunistische Partei in Deutschland sei dem Jahre 19S1 eine monatliche Aushilfe er hält, die mitunter die ansehnliche Summ von Millionen Mark erreicht, daß außerdem die Sowsctregierung zwei deutsche Verlege in Hamburg und Leipzig zirka 39 Millionei Mark verdienen läßt, um billig kommunisti sche Werke in die Welt setzen zu können. Demgegenüber erinnern wir, daß Lenr selbst in letzter Zeit in seinen Reden auf di Notwendigkeit hinwies, dem Kapitali'mu gewisse Konzessionen machen zu müssen un daß die russische Staatsbank zur selben Zei mit 2 Drillionen Rubeln nicht das AuSlan ! gen finden konnte und sich noch einen Zuschu ' von 25»Millionen beschaffen mußte, und da - der größte Teil deS ru?'ischen Gebietes eine - verheerenden Hungersnot ausgesetzt ist. Zu gleicher Zeit sprachen aber dic russ ; scheu Delegierten in Genua von Konsolidit - rung uud finden sich bereit, Schulden anzl . erkennen, Ausländern Privatbesitz zu gesta - ten, während das russische Volk in kommen 5 stischer Sklaverei bleiben soll. AnS diese? 5 Grunde kann es nicbt verwundern, wen r der bekannte Finanzier Herr LeSlie Urkard i der in Rußland viele Jahre hindurch an dc der euaUsch-ruijischeu..Oil Companr ttano, vci smaisn ?x.a'i5verkillnniiiei! s'u?^!!-Zischen Unternehmungen in Rußland keine ichr ersolgrcirhe Arbeit verspricht und selbst nicht riskicrnn will, den Rechtler sicherungcn der Sowjets ein besonderes Vertrauen entgegenzubringen. ^er hat in diesen sehr verworrenen Fra-^eil recht? Wenn wir bedenken, daß die Lagc Englands nicht seb^ günstig ist, — sein Handel stockt und die Arbeitslosigkeit empfindlich ist, und daß die Moskauer Regierung dagegen au^ internationalen konimunistischen Zwecken und um ihre Macht zu erhalten, bereit ist Ruhland zu einem billigen Aucvertauf er gros und eu detail zu vergeben, dann wir! der großzügige Zusammenhang der vieler Prämissen klar erkenntlich. A. v. W. Italienische Versuche sUr ein« Revision des Vertrages vor Ropallo. Von unserer Regierung abgewiesen. Telegramm der ^Marburge? Zeitung". Tccgrad, 21. April. In der heutigen Sit 51mg des Ministerrates referierte Minister Präsident Pasiä über die Nachrichten unsere' Außenministers Nineiä aus Genua bezüglich der Verhandlungen mit Italien. Die Italic ner machten verschiedene Vorschläge, um an geblich die Lösung der Fiumaner Frage z> erleichtern. Diese Borschläge bedeuten jedoci in Wahrheit eine Revision des Vertrage, von Rapatlo. Der Ministerrat beschloß ein stimmig, in keine Abänderung des Vertrage von Rapako einzuwilligen, auch nicht um di von Italien angebotenen Konzessionen bc züglich Zadars (Zaras). Vorbereitungen Mr die administrative Einteilung unseres Staates. Telegramm der „Marburger Zeltung". Beograd, 21. April. Die Regierung begann mit den Vorbereitungen für die administrative Einteilung unseres Staates. Der seinerzeit dem Parlamente übergebene Rcgierungs-cntwurf, der die Einteilung unseres Staates ... 26 Kreise vorsiebt, bildet dic Grundlage der erneuten Diskussion im Ministerrat. Wie man in politischen Kreisen behauptet, ist zu erwarten, das; kommenden Mittwoch oder Donnerstag im Sinne des H 135 der Verfassung ein Utas erscheinen soll, der die Verwal-tungseinteilung anordnen wird. Die Debatte über die Einteilung wird im Mnisterkomitee geführt, das heute einstimmig die Vorschläge "bezüglich Dalmaticns und Bosniens im Sin-ne der Diskussion im gesetzgebenden Ausschuß genehmigte. Die Debatte über die übrigen Behörden wird morgen fortgesetzt. ..Krieg gegen Krieg" Telegramm der „Marburger Zeitung". Rom, 20. April. In Anwesenheit von 20V Zeitnehmern, die 20 Länder vertreten, hal heute die Eröffnung des Kongresses der Amsterdamer Gewerkschaftsverbandes stattgesunden. Fimmen (Niederlande) erstattete Verichl über die Abrüstung und über den,, Krieg gegen den Krieg". Zehnte Frage (von mehreren deutschen Journalisten gestellt: Weiche waren die nähe« en Umstände der Unterzeichnung des deutsch« russischen Vertrages? Lloyd George hält es nicht für wünschenswert, diese Frage zu beantworteil. (. lste Frage: Glaubt Lloyd George, dag die Konferenz zu einem Erfolg führen werde? Lloyd Georgc: „Ich bin glücklich, daß nach !o vielen Fragen bezüglich dieses leidigen deutsch-russischen Zwischenfalles endlich eine Frage gestellt wird, dic ich mit größter Freude beantworte." Zweimal ruft Lloyd Georgc: „P do! Ja, ich glaube an den Erfolg! Ich märe nicht hier, wenn ich nicht an den Erfolg glaubte. Natürlich gi5t es Schwierigkeiten, aber dic müssen überwunden werden. Die Honferein. muß zu voller Harmonie in Europa führen, und daran kann es nicht fehlen, wenn die Völker offene Aussprache miteinander halten." Die. Worte Lloyd Georges wurden mit lebhaftem Beifalle aufgenommen. Zusammenkunft der Alliierten und der Aleinen Entente bei Lloyd George. Prag, 20. April. Das Tschechoslowakische Preßbüro meldet aus Genua: Heute hat bei Lloyd George eine Zusammenkunft der Alliierten einschließlich der Kleinen Entente und Polens stattgefunden. Schanzer hat über die Verhandlungen mit den Deutschen Bericht erstattet. Auf Grund der gestrigen Verhandlungen hätten die Deutschen heute Lloyd George mitgeteilt, daß sie der Annullierung des Vertrages mit den Russen den Vorzug geben würden. Die Russen aber wollten sie der eingegangenen Verpflichtung nicht entheben. Infolgedessen nähmen die Deutschen die zweite Eventualität an und würden sich an den Verhandlungen der Kommission für russische Angelegenheiten nicht beteiligen. Dadurch scicn die Boraussehungen der Alliierten für die Sitzungen der ersten Subkommifsion erfüllt, die Freitag nachmittags ohne die Deutschen zusammentreten werde. Für heute nachmittags wird die Antwort der Russen auf die Forderungen der Alliierten erwartet. Mit dieser wird sich morgen das Subkomiteee befassen. Die Große und die Meine Entente und — Rußland. I Genua, 20. April. (Havas.) Die Führer der ^ Abordnung der Großen und der Kleinen Entente billigten in einer Besprechung die Anregung Barthous, wonach der Gedanke, offizielle Besprechungen mit den Delegierten der Sowjetsregierung auszuschalten und die neutralen Vertreter auf der Konferenz einzuladen wären, an den Verhandlungen teilzunehmen. Sie beschlossen, daß morgen vormittags eine Sitzung der Unterkpmmission abgehalten werden soll, ohne daß die Deutschen und die Russen einberufen würden. Die Versammlung wird die russische Antwort prüfen und darüber einen Beschluß fassen, ob die Verhandlungen mit den Sowjets fortzusetzen seien oder nicht. Regelung der Psgoorschristen. Genna, 20. April. Die zweite Unterkom-mifsion der britischen Kommission (wirtschaft- liche Kommission) hat heute nachmittag? um! 3.30 Uhr im Palazzo Reale eine Sitzunz abgehalten. Nach einem Gedankenaustausch zwischen den Delegationen von Deutschland, Oesterreich, Spanien, Frankreich, Italien, Japan, Rumänien und Rußland nahm die Unterkommission den Vorschlag an, worin den verschiedenen Staaten empfohlen wird/ so rasch als möglich und in weitgehendstem i Maße die allgemeinen Grundsätze der Pariser Konferenz, betreffen die Pässe anzunehmen. Dic Unterkommission erachtet es auch als notwendig, allen auf der Konferenz vertretenen Staaten die dringliche Anwendung gewisser Bestimmungen zn empfehlen, die der Bericht der Londoner Sachverständigen den Staaten bezüglich der Paßvisa und der Gebühren für diese Bisa vorgeschlagen hat. Aus Vorschlag der italienischen Delegierten wird die Herabsetzung dieser Gebühr für Auswanderer empfohlen. Die russischen BorkriegSschulden. Genua, 2V. April. Der Sonderberichterstatter der Agence HavaS meldet: Die russische Antwort auf das Londoner Memorandum führt dic Schäden an, die sich aus den Expeditionen gegen die Aufständischen ergeben haben. Die Sowjetregierung erkennt die russischen Vorkriegsschulden unter dSm Vorbehalte an. daß ihre Rechte auf Wiedergutmachung für die von Rußland erlittenen Schäden anerkannt werden. Die Sowjets haben sich bereit erklärt, Zahlungen zu leisten, wenn die Alliierten ihnen Zahlungsaufschub und Kredite gewähren. Sie weigern sich aber, die fremden Staatsangehörigen zu entschädigen, deren Güter sozialisiert worden find. Bemerkenswerte Aeußerungen Rakozt^ys. Ein Vortrag in d:r Universität. . Genua, 20. April. Heute nachmittags hiell . Rakowsky im großen Vortragssaale der Uni> ^ versität einen Vortrag über das Memoran-. dum, das morgen von der russischen Delega> . tion den Alliierten als Antwort auf die Lon . doner Expertenbeschlüsse überreicht werde? ^ wird. Das Memorandum will in allen Punk . ten.aus dic Londoner Beschlüsse eine Eini gung bieten. Die Grundlage dieser Beschlüsse selbst wird zurückgewiesen. Diese Grundlage l widerspreche der Konferenz von Genua und I dem ersten Punkt der Beschlüsse von Cannes. Die Konferenz von Genua wurde einberufen ausschließlich wegen der Jndustriekrise, die ganz Europa bedrohe. Man habe eingesehen, daß man 150 Millionen russischen Konsums nicht ausschließen könne und daß kein Frieden möglich se», solange Rußland nicht in das europäische Konzert aufgenommen sei. In den Londoner Beschlüssen wird immerfort von Billigkeit gesprochen, aber in Wahrheit komme es nur darauf an, dic russische Zurückzahlung von ein paar Dutzend Goldmilliarden zu erhalten. Von Wiederherstellung sei kein Wort der Rede. Auf Einzelheiten eingehend, sagte Rakows-ky: In dem Menwrandum wird ein ganz neues Prinzip vorgeschlagen. Die Londoner Beschlüsse erklären nur immer wieder: „Zahlet!" Das russische Memorandum aber suche einen Ausgleich. Es soll das Prinzip der Gegenseitigkeit in den Besprechungen zwischen Die Katastrophe von DNolj. Telegramm der „Marburg Zeitung". BtogrÄ^ 20. ?lpril. In der heutigen Sit» zung des Ministerrates berichtete Minister Marinkovi^ über das Unglück in Bitolj. Von den staatlichen Gebäuden erlitt besonders Krankenhaus großen Schaden, so daß es ei-« lig geräumt werden mußt?, wobei die Kranken zum Teile im Keller, zum Teile im Freien untergebracht werden maßten. Der Finanz» minister erhöhte die vom Staate bewilligte Hilfssumme für Bitolj von einer Million auf zwei Millionen Dinar und ordnete an, daß die Boten seines Ministeriums mit diesem Gelde sofort an den Ort der Katastrophe abzureisen haben. Großen Eindruck machte auch in Bitolj der Umstand, daß zur Zeit der Explosion alle politischen Behörden, mit Aufnahme der Vorsteher, geflohen waren. Unter den Flüchtlingen befanden sich auch viele Offiziere, die erst noch einigen Tagen auf ihren Posten zurückkehrten. Sie werden strengstens bestrast werden. Das Krankenhaus zerstört. Veograd, 21. Ap^il. Die letzten Nachrichten, aus Bitolj besagen, daß das Kreiskrankenhaus zerstört sei, und daß die Verwundeten in die benachbarten Dörfer übertragen wurden. Weitere Explosionen wurden dadurch verhindert, daß man über den Ort, wo das Magazin stand, den Drazasluß und den Ba-"» Urdere geleitet hat. Mebolveraitentat in Berlin Verhaftung Weier verdächtiger Armenier. Telegramm der „Marburger Zeitung". Verlin, 21. April. Gestern wurden in Leipzig zwei armenische Studenten verhaftet, die in dem dringenden Verdachte stehen, an dem Attentate auf die beiden jungtürcischen Politiker beteiligt gewesen zu sein. Seneral von Aalkenhayn 5 S. Maribor, 21. April. Vor wenigen Togen wurde General von ! Falkenhayn zu Grabe getragen. Mit ihm verschied wieder einer von den vielen deutschen Heerführern, die während des Krieges entscheidende Posten bekleidet hatten. Falken-Hayn stand erst im 60. Lebensjahre. Als der Weltkrieg ausbrach, wurde er nach dem Abtreten, MoltkeS Generalstabschef des deutschen-Heeres. Diesen Rang bekleidete er bis zum Jahre 1916. Er war mit einem kühlen und, nüchternen Urteile begabt, ein Umstand, der ihm in der phantastischen Zeit des Krieges viele Feinde einbrachte. Die bekanntesten Ak« tionen, die General von Falkenhcmn ersann^ und in die Wege leitete, waren der Durchbruch von Gorlice*), die Äalkanoffensive Ma< *) Die Idee zu diesem DurchSruch gegeben zU haben, nimmt auch IM. Conrad v. Hohendorf, der Chef deS Gsneralstabes im Hauptquartier des österreichisch-ungarischen Armeeoberkommandos, für sich in Anspruch, waS auch wahrscheinlicher ist. Die deutsche Heeresleitung dürfte die Konzeption, da ja auch deutsche Truppen in hohem Maße da. ran teilnahmen, nur akzeptiert und damit natürlich auch die Verantwortung übernommen ha» bc.i. Anm. der Red. . > W'Haus bts ZgMlG. j i^pvrjxlit 1913 dx Wremer ä: Lomp., IZsrlln ^V. 20. ^ Nachdruck u. Uebersetzungsrecht in fremde Sprachen» i l verboten. ! Die Villa Solitudo wurde nun amtlich» versiegelt. Barry blieb bei Laglers in Pflege.^ Der Untersuchungsrichter und Silas Hem- ^ pel aßen in Baden rasch zu Mittag und fuh-, ren 'dann gleich nach Wien. .Hempel begleitete ^ den Untersuchungsrichter noch in sein Büro,; um zu erfahret!, od vielleicht bereits eine, Meldung wegen des gesuchten Automobils, eingelaufen sei. j Es war keine da. Aber ein Herr wartete auf j Dr. Wasmuth, der bereits zweimal vorgc-^ sprochen hatte. „Dr. Herrlinger!" rief der Untersuchungs-. Achter überrascht, „Sie kommen mir wirklich! jetzt wie gerufen! Im erfuhr nämlich erst vor! ein paar Stunden, daß Sie Freund und An-! malt des verstorbenen Torwesten sind . . ." j „Deshalb kam ich her", unterbrach ihn der ^ junge .Advokat lächelnd. ,.Ich las nämlich j Ihre Notiz in den Abendblättern und wollte' sie zugleich beruhigen. Torwesten ist nämlich nicht „verschwunden", wie Sic anzunehmen' scheinen, sondern hat nur wieder in einem ^ seiner plötzlichen Einfälle eine Auslandsreise! angetreten. Ach erhielt heute früh einen E^-' Preßbrief vonVibm. njorin.er mich ihm sofort 20.0(0 T ^ekgraphijch auf ein Linzer öanthaus anzuweisen, was ich natürlich tat. i 5r schreibt, er wolle diesmal über New Park nach Philadelphia reisen, wo gegenwärtig ?ine Ausstellung stattfindet." Wasmuth und Hempel sahen einander in stummer Verblüffung an. „Schade, daß Sic den Gaunern das gute Geld in die Hände geliefert haben!" sagte letzterer endlich. .-1 ^ Der Advokat Prallte zurück. „Den — Gaunern? Ich schwöre Ihnen, das', der Brief von Torwesten eigenhändig unterschrieben war! Jede Fälschung ist da ausgeschlossen." „Glauben wir Ihnen ja, Herr Doktor! — Aber trotzdem tat er eS nur gezwungen, lind die Gauner, welche ihn entführten, sackten das Geld ein!" „Ihn — entführten . . . ! Sie sprechen immer rätselhafter! Er will doch zur Ausstellung nach . . ." „Bah, dabei handelt es sich nur, Zeit zu aewinen, bis Sie nach möglichst langer Zeit erst 5iir Erkenntnis gekommen wären, daß diele Fährte falsch ist. Oder glauben Sic wirklich, daß die Narrheit eines Sonderlings so weit gehen kann, mitten in der Nacht nach Amerika ausbrechen zu wollen, während man seilten Hund daheim einsperrt und seinen Diener auf Urla-vb weiß! Aber sekstst wenn! Torwesten mußte dann doch die Reise von Wien au^anttetLN, uno es wäre aljo viel ein- facher gewesen, sich früh bei Ihnen die Geld- j anweisung zu holen, als sie „telegraphisch nach Linz" zu dirigieren, wo er extra deshalb die Reise hätte unterbrechen müssen . . „Das ist wahr!" „Also! Und nun werden wk Ihnen erzählen, was aller Wahrscheinlichkeit nach geschehen ist." Hempel tat es in kurzen Worten. Er schloß: „Am überraschendsten kam uns die Tatsache, daß Torwesten verheiratete ist. — Wissen Sie darüber Näheres, Herr Doktor?" „Ja, obwohl Torwesten vermied, mehr darüber zu sagen, als unbedingt notwendig war. Er schämte sich dieser Heirat und hatte wohl auch Grund dazu, denn er ging trotz seiner 28 Jahre dabei auf den Leim, wie ein grasgrüner Junge. Mary Anne Lytton war eine kleine Schauspielerin ohne Talent, aber von wunderschöner Figur und hervorragender Schönheit, die an einem Londoner Vor-sladttheater angestellt war, als Torwesten sie kennen lernte. Sie redete ihm ein, daß sie höchst unglücklich sei, und das Treiben beim Theater sie anwidere. Ihr Traum sei immer nur gewesen, in einem stillen Heim neben einem geliebten Manne zu leben. WaS wollen Sic? Torwesten war immer schon ein wenig Sonderling und ein großer Idealist gewesen. Er glaubte sich geliebt. Er glaubte, ein reines Wesen vor Tumpf und Untergang zu retten, und der Traum der Ly^n war im Gründl? sein eigenes Lcb^nSidcal. ,So heiratete er sie. Sie war damals kaum zwanzig Jahre all und hatte sich ihm gegenüber alZ alleinstehen« de Waise ausgegeben. Später stellten sich in seinem Heim, das er außerhalb Londons gemietet hatte, denn die junge Frau wollte durchaus nicht von England fort — allerlei zweifelhafte Leute ein, die sich wie Schr^.-rotzer festsetzten. Eine Kabarettsängerin, die Mary Annes Schwester, Jongleure, die ihre Brüder waren. Ein Vater sollte auch noch da sein und in Amerika als Artist eben eine Tournee absolvieren. Torwesten begann allmählich aus seinem idealen Traum zu erwachen und einzusehen, daß er eine ungeheure Dummheit begangen habe. Er erwachte ganz, als er drei Monate nach der Hochzeit seine Frau mit einem gewissen Eh^mberZ in Tete-a-tete überraschte. Dieser Mensch — auch ein Artist — war der beste Freund ihrer Brüder und mit diesen gleich anfangs der Ehe bei Torwestens aufgetaucht. Die junge Frau soll die Sache übrigens nicht tragisch genommen haben. Sie willigte gegen eine anständige Abfindungssumme sofort in die Trennung und versprach feierlich, österreichischen Boden r.ie zu betreten, auch sonst keinerlei Ansprüche mehr an Torwesten zu stellen." „Sind sie gerichtlich geschieden?" fragt«? der Untersuchungsrichter. „Leider nein. Und da Torwesten Katholik sogar kathMch getraut, was eine Scks- At. 9s — 2S. Äprv. ««Lbvksee eclle s Ensens, die mißglückte Schlacht bei Verdun 'und der im Wasser erstickte DurchbruchSver-such bei Ppern. Wie schon bemerkt, hatte Falkenhayn viele Feinde, unter denen besonders Ludedorff hervorragte. Im Bereine mit >Bethmann Hollweg und der aufgepeitschten -Stimmung der damaligen Zeit stürzte Ludendorff den Geveralstabschcf. Bcthmann iHcllmcg erlag im Jahre datauf denselben Strömungen. Gleich anderen Heerführern !hat auch Fallenhayn „Erinnerungen" an den Krieg geschrieben, w denen er semer Ansicht über dessen Entwicklung und Ende darlegte. Jetzt ist er in aller Stille gestorben. Marburger und Tagesnachrichten. Unser Bautenminister in Prekmurje. Aus Oeograd, 21. d., wird uns telegraphiert: Heu tz früh reisten der Landwirtschaft^- und der iBautenminister nach Slowenien ab, um der feierlichen Eröffnung der daS Prekmurje mit !der früheren Steiermark verbindenden Drücke 'bei Verzej beizuwohnen. TodeSMe. Am 21. Aprll verschied in Maribor Herr Franz Klojönik im 37 Lebensjahre.- Das Leichenbegängnis finde -am 22. d. M. vom Trauerhausi?, Ketejeva ul .Nr. 3 aus nach dem Pobreljer Friedhof ^statt. — Freitag den 21. d. M. ist in MeLa (Mich) Herr Jalob Pernath, Holzhändler, -im 74. Lebensjahre gestorben. Evangelisches. Sonntag den 53. April vormittags predigt in der evangelischen Ehri-stuslirche Vikar Theophil Bruppacher. Anschließend Kindergottesdienst. Am 27. Avril v Uhr nachmittags sindet in der Pfarramts-Zanzlei wieder eine Bibelstunde statt. Spenden zugunsten der Hungernden in Nutzland werden bis zum 23) April entgegengekommen. Der W^>Mö>'gksitsQu5schu'5 für daS hm»-^s^de Rußland (Odbor za pomoZ gladujoöim !v Rusiji) wird eine Sitzung am Montag den L4. d. M. um 20 Uhr .im Cü'ülö der Ljudska ^.mivzrza im Kasino abhalten. Es wäre zu wünschen, daß sich an der Sitzung auch die Mitglieder des erweiterten Ausschusses sowie .Vertreter der Vereine MariborS beteiligen. Die HUsZaktion für das hungernde Rußland ist im vollen Gange. Im Laufe der kommenden Woche werden allen Staats- und Zivilämtern und Kanzleien Sammelbögen Eingesandt werden, damit jedermann freiwillige Beiträge für das. hungernde Rußland zeichnen kann. Alle Beiträge werden in den Zeitungen MariborS veröffentlicht werden. Auch aus anderen Teilen unseres Staates langen Berichte ein, daß sich alle Hände in großzügiger und aufopfernder Weise an die ser Hilfsaktion beteiligen. — Bisher haben gespendet: Das Professorenkollegium der EtaatSrealschule 181 Dinar, Lehrer JöZ. ^kaza 25 Dinar. Das Profefsorenkollegium Her Staatsrealschule hat bereits vor zwei Monaten einen Betrag von 150 Dinar für diesen Zweck eingesendet. . Spenden ftir die Rettungsabteilung. An stelle eines Kranzes für den verstorbenen Herrn Franz Knauer spendete die Kellerei-Genossenschaft 200 ü. Der Verstorbene war Mitglied des Aufsichtsrates der genannten Genossenschaft. , Spenden für die Autoturbinenspritze. Für jdie Spritze haben weiter gespendet: Herr Her anann Billerbec^ 400, Herr Dr. Orosel 100, Herr Dr. KoLevar 250, Trgovsla banka Ma ^ribor 2000, Firma Straschill u. Felber 4000 Vosojilnica Maribor 1000, Herr I. Mahorko i2ML. Heitere Liedertafel des Marbnrgec Maner Lesangvereines. Die von uns kürzlich gebrach ?te Nachricht über das Konzert des genannten »Vereines sei dahin richtig gestellt, daß die kLiedertafel nicht am 29. d. M., sondern be frchs Freitag den 23. d. M. unter Mit Wirkung der hiesigen Militärkapelle stattfin tdel. Der Kartenvorverkauf beginnt Montag >den 24. April bei dem Vereinsmitglied Herrn sJossf Peteln in der GospoZka ulica. Da sic» »für diesen Abend ein äußerst reges Interesse zkundgibt, ist es ratsam, daß die Karten recht Zeitig besorgt werden. Rußland und den anderen Nationen eingeführt werden. Rußland erkenne die Borkriegsschulden an. Es erkenne auch im Prinzips an. daß es Entschädigunzen für So^ali-sierungen leisten solle, aber eS solle nicht heißen: „Zahlet!", sondern: „Stellt zurück'.'^ Ferner müßten die Alliierten einsehen, welch großen Schaden sie Rußland zugefügt haben, und müßten sich ihrerseits einverstanden erklären, den Russen diese Schu^n auch zu vergüten. Was die Kriegsschulden aber betritt, erklärte Rakowsky, so tonnten wir den Alliierten sagen: „Gut, wir zahlen unsere 10 Milliarden, die ihr von uns verlang, und die wir im Kriege euch schuldig geworden sind, aber dann teilt mit uns auch den Erfolg, Dann müßt ihr uns auch von dein, wa^ ihr durch den Krieg gewoncn habt, das geben was uns gebührt. Wenn die Alliierten einwenden, daß Sowjetrußland den Frieden twr Br^-Litowsk geschlossen Hobe und so der Alliierten in den Rücken gefallen sei, so mus dieses Argument als nicht stichhältig -urilckge wiesen werden. Auch der Zar habe schon ei nen Sonderfrieden schließen wollen, und da rum sei er auch mit Hilfe der Alliierten gestürzt worden. Man habe ganz gut bei den Alliierten gewußt, daß der Bolschewismus die. deutsche ÄrmLe auflöse. Ter Bolschewismus! habe dem deutschen Imperialismus das letzte j Argument genommen, mit dem er in den Krieg gezogen sei. nämlich des Zarismu). Tie Idee des Bolschewismus habe die ersten Ar-beiterunruhen und Streiks in Oesterreich-Ungarn verursacht. Brest-Litowst habe den Krieg nicht verlängert, sondern abgekürzt. Sodann kam Rakow^ty auf die Gerichtsbarkeit zu sprechen. Rußland müsse an dem Prinzipe festhalten, daß es die Gerichtsbarkeit in seinem Lande selbst versuche und es könne nicht dulden, daß die Konsulate der fremden Staaten sich persönlich in die Gerichtsbarkeit einmengen. Man dürfe von Rußland nicht fortwährend Gold verlangen. Rußland habe ungeheure Bodenschä^e uud Industrie zu vergeben und es sei dereit, mit den Konzessionen ! nicht zu knausern. Er schloß mit der Aufforderung, an Swlle der einseitigen Forderungen ^ die Gegenseitigkeit treten zu lassen. uzr idung ja sehr erschwert. Ich drang oft in ihn doch nachträglich noch zu tun, aber er woll 'te den alten Schmutz nicht aufrühren. Freiln j /jetzt in der letzten Zeit hätte er es gern nack geholt, denn er hatte ein Mädchen kennen ge slevnt, mit dem ihn aufrichtige Liebe verband ^und der er sich als armer Teufel genaher chatte, um ganz sicher zu sein, nickt, abermals ^nur seines Geldes wegen genommen zu wer (ForMung jolLt.) Seiltünzer B^ndinl. Di? sensationellen Vorstellungen, die die Organisation der Kriegsinvaliden am IL., 17. und 13. d. M. in 'Maribor veranstaltete, waren von großem Erfolge begleitet. Seiltänzer Blondini und eine Kinder ernteten für ihre Bravourstücke .,roßcn Beifall. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Kjährigen Töchterchen Blondinis zuteil, das für die lünstlerischen Darbietungen besonderes Lob und Anerkennung errang. Gründung der „Vanater ungarischen Partei". Aus Veliki Vetteret, 20. d., wird uns gemeldet: Am Ostermontag wurde hier die Gründung der ..Banater ungarischen Partei" in feierlicher Weise vorg:nomnren, bei der als Vertreter.der Behörde Oberstadthauptmann Peter Staic anwesend war. Unser Eisenbahnwesen. Eine der Hauvtur-achcn de? sehr schlechten Eisenbahnverkehres lst die große Anzahl reparaturbedürftiger Lo-omotiven und Waggons, die nicht nur ihrer Benützung entzogen sind, sondern auch die Vsrschubgeleise vieler Stationen verstopfen. Im diesem Uebel abzuhelfen, ist unser Ver ehrsminister in Verhandlungen mit der Ti rektion der ungarischen Staatsbahnen und )er ungarischen Lokomotiven» und Waggon abrik getreten, die einen günstigen Verlauf nehmen. Wie wir vernehmen, sollen die ungarischen Fabriken 390 Lokomotiven, 3(100 Last- und 750 Personenwaggons zur Repa ratur übernehmen und binnen einem Jahre ausführen. Vor Beginn der Verhandlungen mit Ungarn hat unser Ministerium versucht, )ie Reparaturen in der Tschechoslowakei aus ühren zu lassen. Infolge des hohen Kurses )er tschechischen Krone haben die VerHand lungen zu keinem gedeihlichen Ergebnis geführt. Selbstmord. Freitag den 21. d. um halb 2 Uhr nachmittags hat sich hier der Stein metzmeister Karl Kocijanöiö aus unbe kannten Gründen erschossen. Vom Unglück verfolgt. Der Besitzer Ferdinand Glavnik in Kamcn^eak bei Ljutomer hatte am Ostersonntag vormittags seine einzige Tochter Mathilde beerdigt und um 19 Uhr abends brach auf seinem Gehöft plötzlich ein Feuer aus, das das Mohn- und Wirt schastsgebäude vollständig einäscherte. Man vermutet, daß das Feuer gelegt worden is zumal dort vor einigen Tagen drei Gehöfte nacheinander niederbrannten. .Tragischer Tod. Aus Sv. Benedikt in den Slov. gor., 21. d., wird uns gemeldet: Vor einigen Tagen ging der 19jährige Bursche Jakob 'Ävko in den Pferdestall, um die Pferde zu einer Hochzeitsfakrt anzuschirren. Bei de Arbeit schlug ein Pferd aus und traf den Burschen so unglücklich in den Bauch, daß er sofort zusammenbrach. Er wurde inS Bett ge bracht und starb trotz ärztlicher Hilfe am näch sten Tage. Der Diebstahl in der Tomkirche. Vor dem hiesigen Strafgerichte hatte sich vorgestern der 26jährige Chauffeur Karl Vaupotiö aus St. Jurij an der Zöavnica wegen des in der Domkirche in Maribor verübten Monstran zendiebstahles zu verantworten. Bauvot lebte mehrere Monate hindurch ohne Ver dienst in Maribor und wobnte in einem .Hotel. Am Abend deS 21. Feber begab er sich in die Tomkirche, versteckte sich unter einer Bank und wartete dort solange, bis die Kirche gesperrt worden war. Gegen Mitternacht brach er das Tabernakel mittelst einer Zänae, die er stets b?i sich tr'ia. mit Gewast auf und stabl die Monstranz?. Sodann verhexte er sich in einnn Veichtst'.'5l ?.^d wartete den Morgen , ab. Am Mo.r^'n cntjernte er s'ch mit der Monstranze, die er unter dem Rock versteckt h^tte, und ging ins Hotel. Dort riß er gleich einige Teile der Monstranze und 12 Edel-teine vom "Untergestell ab und fuhr mit dem VormittagSzug nach Ptuj, wo er die Beute in Geld umwandeln wollte. Am Florijanski trg begegnete er einem Bekannten; er zeigte ihm ie Steine und Teile der Monstranze und ragte ihn,, welcben Wert diese Gegenstände repräsentieren. Als er erfuhr, daß die vermeintlichen Edelsteine aus Glas hergestellt nd die übrigen Teile aus Messing seim, warf er die Teile der Monstranze in die Drau und begab sich wieder nach Maribor. Einige Tage päter zeigte er im Cafe Beograd einem Agen ! en und Waggonbeqleiter die der Monstranze entnommene verHoloete silberne Luna und die übrigen Teile. Als er auch von diesem Manne erfuhr, daß die Gegenstände wertlos seien leckte er sie wieder in die Tasche. Am nächsten Sonntag stahl Vaupotiö in einer Restaura-ion einem Gaste den Winterrock, fuhr damit nach Ptuj und veräußerte ihn dort einem Freunde um 1500 X. In Maribor eingetros en, wurde er ausgeforscht und verhastet. Die gestohlene Monstranz? mit Ausnahme der Steine und Teile, die er in Ptuj in die Drau geworfen hotte, wurde gefunden. Vaupotiö egtc ein Geständnis ab und wurde unter Berücksichtigung seiner bisherigen Unbescholten-heit und wegen des teilweisen Schadenersatzes nur zu acht Monaten sch'vercn Ker?erS verurteilt. . - > maßi'n begründet: Sofort nach der ^rundunh des jugoslawischen Leichtathleti^ert'andeZ wurde zur Gründung der leichtathletischen Unterverbände in allen Pron'.n^entren In« goslawims gc''chrittcn, So wurde üoerall. rro es die Verhältnisse zuließen und dieser Sport-zweig genügend ent^ictelt und gepflegt war. solche Unterverbände gegründet, namentlich in Zagreb, in Beograd und Velili Vetteret. Nur in Slowenien, wo die Leichtathletik in mehreren Städten, darunter in LjMjana und/ in Maribor, seit zwei Jahren betrüben wird, wo verschiedene Lokal- und Provinzmeetings veranstaltet, wurden und wo die ganze Aktion von einer höheren leichtathletischen Institution, der Sportna zveza, geleitet wird, kam es trotz wiederholter Urgenten de5 ugoslawischen Leichtathletikverbandes zu keiner Gründung eines Unterverbandes. obwohl im Sinne der Statuten des jugoslawischen LeichtathletikoerbandeS die Sportna z'oeza. sich in einen Ljubljanaer Unterverband hätte umwandeln müssen. Da nun alle Ermahnungen und Auslorderungen seitens der Zveza unbeantwortet geblieben sind, sah sich der Zentral-verband gezwungen, eine Frist zur Durchführung der Reorganisation der Zveza zu stellen. Diese Frist ist am 8. d. M. abgelaufen und weil auch diese Maßnahme erfolglos ge> blieben ist, Hot der Verband einen Boykott über alle Klubs der leichtathletischen Sektion der Sportna zveza erklärt. Hier wird die Haltung der Svortna zveza sehr bedauert, und zwar umso mehr, als die slawische Olympiade in Prag bevorsteht und ein gemeinsames Auftreten aller leichtatbletischen Klubs in unse» rem Staate dortselöst notwendig wäre. Man hostt jedoch, daß die Boykotterklärung ihre Wirkung nicht verfehlen und daß sie bald zu? Gründung eines Ljubljanaer Unterverbandek führen werde. 1. Manborski bk'sSköp. Fr:itag, Samstag, Sonntag und Montag wird im 1. Mariborski bioskop das große Sensa!'..'nsdra'.na „Der Raub der Prinzessin",' ein amerikanischer Filmschlager ersten Ranges, vorgeführt werden. Meftni lino. „Die eiserne Faust", ein A^nteuerfilm in sechs Akten mit erstklassigen Künstlern wird Freitag, SamStag, Sonntag und Montag vorgeführt werden. Sport. BörsenöstkA. Wien. Devisen: Zagreb 25.97 bis 26.5 Beograd 103.48 biZ 103.72, Berlin 27.3'^ bis 27.42^, Budapest 0.82 bis 9.8.?, Lo?/don 339 bis 3b0, Mailand 415.70 bis 4'/6.Z0, New York 7669 bis 76S1, Pmis 712.50 biZ 713.50, Prag 152.40 bis 152.60. Sof/a 53.20 bis 53.30, Warschan 2 bis 2.04, Zürich 1491.25 bis 1493.75. — Valste>n: Dollar 7K10 bis 7631, Lev 52.20 bis Z2.«'Ä)^ deutsche Mar? 27.45 bis 27.55, Pfund N5.75 bis. 336.25, franz. Franken 7W.50 As 710.5/), Lire 413.70 bis 414.30, Dinar 103.58 bis 1O3.L2, polnische Mark 2 bis 2.W!, Lei 55^4 bis 56.06, Schweizer Franken 145S.75 Üis 1491.25, tschechische Krone 153. Z0 bis 1Z3.50, ungarische Krone neuer Emi'/iion 9.82 bis 9.88. Zagreb. Devisen: Berlin 2V bis 25.50. Bukarest 60 bis 61.25, Mailand 395 bis 400, London 320 bis 326, New Pork 72.50 bis 74.50, Paris 670 brs 695). Prag 143 bis 159.50, Schweiz 1425 bis 1450, Wien 0.92 bis 0.98, Budapest bis 9.50, Warschau 2. — Valuten.- DoAar 72 bis 7260. Pfund 315, Franken 670 bis M5, Mark^ 26.50 bis 28, Lire 390 bis 305. Zürich. Berlin 1.78, New Aork 514, Lon^ don 22.72, Paris 47.85, Mailand 27.92, Prag, 10.25, Budapest 0.65, Zagreb 1.66, Warschau 0.14, Wien 0.065!, österreichische gestempelt-Krone 0.007, / ' Voykottietung alle: slowenischen Leichtath letiker. Aus Zagreb, 21. d., wird uns telegra phiert: Wie man auS den hiengen Sportkrei sen erfährt, erklärte der jugoslawische leicht athletische Verband den Boykott über alle slowenischen Klubs, die die Leichtathletik betreiben. Dieser Schritt wird hier folgender Me Interessenten werben auf das in uui ferer heutigen Nummer veröffentlichte Inst-rat der Gospodarska Mrvga Za stavno de-mobilizacijo, LMjana, aufmerksam gemacht. / / , . -- . - , , . . ^ Vom tiefsten SHimr^s flöbeugt. ge5en die Ilaleneichnelen Nachricht von dem Hinscheiden ihres tningstgeliedten, unvergeßlichen Großvaters. Scha?aaers und Onkels, des Herrn ' SvlzhLnSler > welcher am 5l. April !SZZ um dreiviertel 6 Uhr fräh im 74. Lebensjahre, nach kurzem schweren Leiden smkt verschieden ist. Das heil. SeclenaAk wird Montag d?n 24. Avril um Z Uhr früh in der Probstei'Psarlktrche zu Draoograd abgehalten. MeL a. 2!. Airil 1922. > S95I Roman Teyfried. Schwiegersohn. Lina Kammerer. Schwägerin sowie säm!« iche Dichte», Enkel und sonstige Verwandten. Roda-Noda der Fünjiigjährige. Von Armin Rovai. Man weik sonst nicht, soll man sich wundern über „schon?"" oder soll man er-staunt fragen „erst?" Aber die Tatsache besteht 7NIN mal: Alexander Roda ist am 1Z. April fünfzig Jahre alt xseworden. Nun, .'nan l^rf zugeben, er ist im Verlause seines Lebens auch sonst noch manches (geworden. Andere Leute von Durchschnitt begni'lqen sich mit dem Altwerdcn, Roda ist auch dazu Literat, nahezu unsterblich geworden, lind das will viel sagen in einer Zeit, wo das Streben wohl billig, das UnsLcrblichwerden aber beinahe unerreichbar geworden ist. Es wohnen schon zu viele aus dem Parnaß — sür einen Roda kaum mehr ein Plätzchen ülirig. Das heißt, Pardon, Roda! Cr nennt siä) dock) Nöda Roda. (Ohne Bindestrich — bitie!) Nnd das kam so. Am IN. April 1872 kam ans Pukta Zdenci bei (5ssegg in Slawonien ein Knabe zur Welt, der Alexander getauft wurde. Dieser Knabe lernte in seiner Jugend nur Reiten, er beschloß deinzufolge, später ein-7nal Dichter und Schriftsteller zu werden. Zu diesem Zwecke ging er mit seiner Schwester Maria, die ebenfalls nur das Reiten gelernt hat nnd daher ebenfalls auf den Parnaß galoppieren wollte, ein Aündnis ein, alle Werke ihrer dichterischen Phantasie gemeinschaftlich zu verfassen und zu zeichnen unter d!.'r Top-))elfirma Roda Roda. (Ohne Bindestrich — « » rv »'r z » > bitte!) Die ^sirma ist längst erloschen, nur der Name ist geblieben, den, das muß man lassen, Alexander aus Pußta Zdenci sehr bekannt gemacht hat. Bekannter jedensalls als viele, viele andere, die unbekannt geblieben sind und bekannter zu sein verdient hätten. Erst ist aber Alexander Roda Soldat geworden. Artillerist in der ehenwligen k. u. k. Armee, zwölf Jahre lang und hat e?, glaub' ich,, bis zum Oberleutnant gebracht. Zuletzt war er zuverlässigen ?cachrichten gemäß in Tolnja Tuzla in Gar:nscn. Und dort fing die Unsterblichkeit in ihm zu rumoren an. Er ließ den schweren (^aul der (Gebirgsartillerie im Stich und bestieg dafür den Pegasus von der leichten Feldpoesie, den Hyppogriph, nnd dann begann er statt nlit (^)eschützen nach Scheiben zu schießen, Witze, Anekdoten und Parabeln zu schreiben. Und dann ist er eben der Neda Roda nnd als solcher sehr rasch bekannt geworden. Denn er produzierte viel, originell und mit einer noch nie dagewesenen literarischen Findigkeit und Energie. Er faßte die Schriftftellerci von Anbeginn fozusagen industriell auf. Und er, der eher.ialige k. u. k. Artillerist, verstand sich bald besser auf die literarischen Chancen, als eheuials auf Schießinftrultionen. Nati'irlich schlug Roda Roda sein Hauptquartker in Deutschland auf. Dort war der beste Markt sur seine Ware. Und speziell Miinchen wurde von ihm bald sozusagen rodaiflert. Aas er eigentlich selbst ist, das weiß er nicht genau. Aus seinen bunten Werlcn meint man alles mögliche über seine Volks- zugehörigkeit herauslesen zu können. mes glänzen lassen. Und lang noch möZe Roda Roda die artilleristisch heiß erkämpft? Un-stcrblick)kcit in lebfrischer Verfassung genießen. Tschokk jascha! Die „Matburgkt Zeitung kann mit jevem Tage abon' niert werben. Seden Tag Konzert V. WintechaNkr. Klub-Bar Geöffnet täglich bis 2 Mr fG. Klelmr Anzkiger. Verl^lfen oder geswhlen wurden ein Wolfshund (Luchs) dunkler Verfcht^»ne» «WMWMMzMS» Zech» Vonale altes gesundes herztß«» wird als Ei- le«? adaeoeben. Ansr. Cafoia Rl. L. 1. St.. l4-1S Uhr. 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