Kummer 22. »ttUn, >en 29. Mai 1904. I«hrza«g XV. PettauerZeitung. Erscheint jehen Sonntag. Preis (ilc Pettau mit Zustellung in» Haut: Monatlich SV h. vierteljährig K 2 40, halbjährig K 4.80, ganzjährig K 9.—, mit tioftoerjeubiiiig im Inland«: Monatlich 85 h, vierteljährig K 2.50, halbjährig K 6.—, ganzjährig K 9.50. — Einzelne Numm.'rn 20 I>. Handichriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wolle» längsten« bit Freitag jeder Woche eingesandt werden. Oichls als Schulden und LIcnd. Die vierhundert oder vierhunderlsüiifzig Millionen fiir ganz »»prvduklive Zwecke der Krieg»- und Mariueverwaltung sind von der österreichischen Delegation mit Ausnahme von zwei detiljchnationaleii, zw-i jungtschechischen und einer südslavische» Sliuime bewilligl worden. Daß die Polen, die »ich'» dazu zahlen, weil ihre Geiamistenerleistung nicht ein mal die Ausgabe» für Äalizieu allein decken,dafür stimmen, war selbstverständlich ;dieSchlachzizen haben sich stet« aus fremde Kosten lieb Kind zu machen gcumfjt; auch die reiche» Großgrundbesitzer, die sich .verfasfuugS-treu" »eiinen und auch j,de Z 14 Regierung für die beste der Wellen leiten, stimmten selbstver» stäudlich für die halbe Milliarde, ihnen tut das bißchen mehr Steuer eben nicht so weh wie den Millionen armer Teufel», die nicht wissen, ob sie lieber der Steuer- oder der gerichtlichen Exeku-tion antweichcn sollen. Die Ehristlich-Soziale» stimmten natürlich dafür; ihr „Staat Hoch!"-PatrioliSniuS ist zwar nur solange echtsärbig, als man ihnen nicht auf die Zehe» tritt, aber sie kennen ihre Leute, denen sie alles bietn, könne», ohne fürchten zu müsse», daß die Barierrestöcke kopfscheu werde«, sobald die P T. Führer nur von Zeit zu Zeit für .a Hetz" sorgen, deren Kosten sie auch gerne tragen. Und diese bewilligiingtsreudige« Bolktver-treter (? ?) werden es sogar ganz begreiflich finden, daß die Regierung die Deckung dieser halben Der Weiberfeind. ßoMff»una ) Eine Weile war'S still. LoiSl stand am Fenster uud guckte durch eine kleine Öffnung der nicht völlig geschlossenen Borhänge. Außen drückte jemand aus die Türklinke und entfernte sich. Dann rief eS drüben vor der Knechlstube: «Ist denn niemand daheim?" — Die Bäuerin war'S. Sie giug ncich dem Pferdestall zurück und öffnete die Türe. — „Bist d» allein am Hof, Fttdl? Wo fei« d' auderu?" — „Weiß »it. — etwa» schlasen'S, oder sein drnnt im Wald paarweiS Schwammerln such'». Der Herz ist mit'n Adlerwirt sortg'fahr'u. mit der Eisen-bah", er käm erst morgen z' Mittag, hat er g'sagt. Das war FerdlS Stimme. — Darauf: Schrei' nit so dummer Bub; — ich hab dir was mitbracht. Geh' hint'n au« und »ut d' Slallungen uud nachher geh von vorn um» HanS. ich mach dir die auswendige Haustür auf; aber g'jchwiud. und wann dich wer von d' Hofleut' seh'» sollt, gehst grad' weiter in Grab'» himtnter und kommst z'rück. wann dn 'S Eckstnb'nsenster offen siehst. Mich bald." — DaS war die Stimme dir Frau, halblaut in den Stall hineingesproche». Dann ging sie durch die Küche inS HauS. An der Slubentüre lehnte Kali; bleich, mit dcni Ausdrucke drS Eulietzeu» im Gesichte und starrte Loj»l an, der sie lächelnd betrachtete. .Hast g'j.htt?" — frug er leise. Kati nickte blos. — «Und g'hört auch? Alles?" — sie nieste Milliarde mit dem § 14 sucht, tvciiti da» Parlament dazu nicht „arbeitsfähig" ist. Da« ist die Kopfseite der schöne», vom lautersten Patriot!»-mnS geprägte» Medaille mit der Umschrift .26. Mai 1904". Die Schnstseite zeigt ei» andere» Bild: über weithin vom Hagel und Wetterst»?«» verwüstete Gatte hat die «itsichlbare Hand, die einst a» die Wand des KönigSsaaleS ß Babel die Worte: „msne thekel, upharein" rieb, das einzige Wort: „Elend" geschrieben! Und in dies?» verwüstete» Gaue» stehen heute die Unglücklichen, deren ganze Hoffnung ans ein gnle» Jahr in wenigen Minute» so voll-ständig vernichtet wurde, daß sie auch an die Ge-nchtigkeit dcS Himmels zweifeln, nachdem sie den Glauben an die irdische Ger,chtigkeit schon länst verloren haben und schauen »ach Hilfe a»S und Heischen Hilfe mit dem Rechte de» StaatSbürgeiS. der redlich sei» Teil zur Erhaltung de» Staates nnd znr Erhöhung seiner Macht und seine» An-sehen» beigetragen hat. E» ist eine blutige Ironie deS Schicksales, daß in derselben Zeit als der österreichische Finanzminister den Vertreter» deS BolkeS seine Methode prieS, de» Forderungen der Krieg»- uud Marineverwallung von 450 Millionen für die Steuerträger ganz schmerzlos zu entiprecheu, soferue die Volksvertreter nur .Ja" sagen, daß i» derselbe» Zeit-Sturm nnd Hagel Taufenden von Steuerträgern die Hoffnung in Grund und Boden schlug, wenigstens heuer ihre Steuer» zahlen zu können, okme wie schon oft das Geld daz» borge» zu müssen! Eine blutige Ironie de» Schicksals und eine Warnung für die Staatsverwaltung, ihre heutige noch einmal und plötzlich, als suche sie nach einem Halt, warf sie die Arme tun seinen Hals und stöhnte wie verzweifelt: „Hast recht LoiSl? Ja. hast recht! Alle sein nix nutz!" — — „Still Kati: — ich hab's schon lang' g'wußt; — und hör zu: wann ich jetzt von rückwärts gradau» in» Hau» ging und sagen tät; Leni, ich bleib da — nachher könnt der Ferdl lang warten, bi» sie die äußere Hausflur aufmacht! Verstehst mich Kali? Und — wann ich sagen tät: Leni. ich z'wick mir die Kati oder d' Exerl al« Geliebte ans, so als eine Matter hinter der ich und du sicher wäieu. daß dein Man» nix sehe» kann, wa« wir treiben — nachher Kali warS grad der gleiche Fall wie er mir Du oder d' Exerl wärst mein Schatz » Weib! — Jetzt wißt'S alle zwei, warum der Roßknecht am Ranneggerhof ein Weiberfeind ist! Denn nimmt die Fran wahr, daß ich'S mit einer von euch hab, daß ich dich oder d' Exerl lieber hab als sie, die müßt vom Hof! So aber geh' lieber ich! — Er nahm Kali nnd die ganz erstaunte Exetl, die nicht recht wußte wa» geschehen sei, weil sie im Winkel ver-steckt geblieben war, bei den Hände» und sagte ernst: „WaS ist nnd wie 'S End' sei» wird, geht nn» nix an; daS versprecht'S mir jetzt ans'S Wort. Lang kann'S uit datier», denn sie ist ganz verrückt und der Bub schon so frech, daß der Bauer dahinter kommeu muß. — wann er dahinterkomme» — will! Verstehst mich? Altdann u»S geht d' Sach gar »ix au; uns drei mein Finanzwirtschaft deS uferlosen SchuldemnachenS nicht so weiter zn treiben. Denn wir stehen erst am Beginne der Zeitperiode. während wel-cher der Landwirt Stunde um Stunde mit angst-ersülltem Herz.n onsfchaut. ob die nnberechen-baren und nicht abzuwendenden Elementargewalten seine im Schweiße deS Angesicht» »nd mit dem letzten Groschen Geld bebaute« und gepfleg-te» Kulturen nicht in wenigen Minuten zur Wüste und zum Grabe seiner Hoffnungen machen. wie bei seinem Nachbar. In wenigen Tagen hat der Ha.>el i» den bestkultivierte» Gegenden dc« steirischen Mittu nnd Unterland»« etioimrit Schade» angerichtet! Obst- und Weinpflaiiznitgen aus mehrere Jahre tiitian» schwer geschädigt, wie noch vor wenige» Tagen i» den wiudNchen Bühel» »nd in unse-ren Stadtberge» n»d zwiichen Raab- nnd Mir» tat. Und aus dem Nachbarlande Kärnten kommen schlimme Berichte. In den Gemeinden Raden-heim und Spittal. am Lurnfeld in de» Gemar« klinge» von Nigglai über Laiizewitze» und Sach-jrnburg, über Holz, FreSiiitz gegen Seeboden, Tteffling und Obcrmillstatt ist säst alle Kultur vernichlet; die Dran tritt ans den Ufern und hat die Schutzbante» teilweise vernichtet. Der KretnSbach droht Badetben. Freudenberg, Pi-schelSdvrf, Glattegg sind verhagelt. Trixen eben-falls. DaS Regenwetter in den Tiefe» brachte Neuschnee in den Berge». a»ch im steirischen Ober« lande nnd waS daS bei dem Eintreten der Juni-Hitze bedeutet, ist — Hochwassergefahr. Und wir ich. Wann aber eine von euch zwei nit soll Wort halten, ist sie selber schuld, daß ich vom Hof geh'! — Wollt'S mir im Wort bleibe» ?" — Beide nickte» ja. — Nachher wär all'S i» der Ordnung. Jetzt Kati schleich dich in die Knchl und dn Exerl in den Rinderstall. Ich werd' schon verschwinden. So und daß ich euch all' zwei geru hab' und schätze» tu' atS brave Dirndln, da» wißt'S." — „Hast keilte lieber vo» uns zwei?" lächelte Exerl und wischte sich die Augen. „Alle zwei ganz gleich; da habt'S Siegl und Brief draus." Er drückte beide an sich und küßte einer die rechte und der andern die linke Wange, dann schob er sie zur Türe und verbarg sich im Winkel. Gleich darauf wirbelte der vom Kogelwald niederfahrende Wind eine dichte Staubwolke über den Hos nnd durch die Staubwolke gedeckt, eil-teu alle drei hinan». E» war auch die höchste Zeit, denn das Vieh i» den Ställe« wurde mit jeder Minute unruhiger, riß und zerrte an den Ketten, brüllte nnd stampfte mit den Füßen, daß l^rerl die größte Mühe hatte, die Tiere zu beruhige». Im Pferdestalle beruhigten sich die Tiere sofort, als sie LoiSl Stimme hörten, der den Rossen laute Schmeichelworte zurief uud dem Halterbuben. der draußen auf der Hoswiese ge-schlafe« hatte «nd, vom Stur«: aufgeschreckt, ge-radeau» «ach dem Pferdestall gelaufen war, sagte. sind erst am Beginne der kritischen Sommer-monate! — 450 Millionen für Kriegszwecke! — Für die weithin verwüstet,» Felder. Wiesen. Gürlen, «ein-pflanzuagen noch vielem Beticlu und vernveifeltei» Jammern i» de» von de» Elem, ntarereigni>seu betrof» sene» Gaue» ein paar hundertia»send Kronen Bettelgeldl Almojeu a» Stclle an«giebiger Hilfe, nicht genug die verhagalten Kulturen neu zu be-stelle», viel weniger den Schade» zu t setzen, oder a»ch nur ein paar Kronen Eteueriiachlaß nach endlose» Erhebnnge», die mehr Koste» ver» ursacht» als sie Schöbe» feststellen! Die Volksvertretung als „arbeitsunfähig" heimaeschickl und vor der Türe der Ausgleich mit Ungarn, die zn erncuernde» Handel»- und Zollverträge. Aktionen vo» der höchste» Bedeutung für die volkSwirtjchaflliche» Interesse», die dem mehr oder mi»ber von OpportunitätSrücksichten durchtränkten § 14 «»»geliefert sind. Wen» das der Weg z»m Besieren fein soll. da»n liegt da» BolkSwohl in einer anderen Rich-tu»g. den» der Weg ist ein Holzweg, au dessen Ende da» soziale Elend liegt. Wa§ sagt tuiK Voll, dazu> Angesichts der u»geheuerlichen Mehrsor-derunge« d«r Kriegs- uud Mariue-Berwaltuug von zusammen 163 Millionen Kronen, die nur durch neue Steuer» hereingebracht werden können, ist e« nicht unzeitgemäß, eine» Blick auf die Staatseinnahmen zu werfen. die trotz aller Fi-nanzkünste uud künstliche.» Zifferngrnppierung nicht mehr hinreichen, die Ausgabe» zu decken, viel weniger die Mehrforderung von 16» Mil> lionen pro 1904 und 1905 dazu. Trotzdem die direkten Steuer» sehr hoch und durch die Lande«, »nd Gemeindeumlagen in« Riesige gesteigert werden — reichen sie nicht mehr au«, da« Erfordernis für die Staatsschuld zu decke». Sie betragen zusammen 293 Millionen, wovon blos 6 Millionen dem LandeSfond über» wiesen werde«. Die Gebäudestener 86 Millionen, die Per» sonalei»komme»st,»er 52 Mill., die Eriveibsteuer der Geielllchafleu 515 Milliout», die allgemeine Erwerbste»er 35 5 Millionen, die Griind» steuer 54 Millionen, die Rentensttner H 5 Millionen.— Dagegen sind die BerzehrungSsteueru auf weit «ehr alS 300 Millionen aiigewachfe». er solle der Mitterdiru helfen, die im großen Rinderstall allein war. Den» Sim und die Kuchldir» waren nicht daheim und die alte LieS kauerte i» einem Winkel und betete laut den Wrtterfkgeu. Schwarz zog das W,ttkr über de» Kogel-wald herauf uud LoiSl beeilte sich, die Stallaterue anzuzünden und auch in der Knechtstube Licht »u machen. Dann kämpfte er sich gegen den mit jeder Minute stärker eintfttzenden Sturm nach dem Rinderstall nnd half auch dort die Stall-taterueu anzünde«. Sepperl arbeitete sich nach der Küche, wo noch ein paar Laternen mit drahtge« schützten Gläser» hingen und trug sie nach der Knechtstnbe. Kali möge kein Feuer machen, ließe ihr Loitl sage». Sie wollte die Frau wegen deS RachtinalS fragen, aber die St»be»türe war ab-gesperrt und a»f ihren Ruf erhielt sie keine Antwort. .Elendige« Weibsbild!" — murmelte sie »»d stemmte sich d,m Sturm eutgegeu, um eben» falls »ach dem Ruiderstall zu kommen. Sie helf dabei, dem Vieh Grünfutter vorzugebeu, damit es sich beruhige. Sie sah, wie Loi«l eine auf Rollen laufende Haudspritze au« dem Wagenschop» pen zum Brunnen schleppte. LoiSl nickte blos, da der gewaltige Sturm jrde« Wort verschlang und wie« mit der Hand «ach dem Wohnhaus,. Kati bejahte stumm. Über dem Hofe log i» wenigen Minuten finstere Nacht nnd wie erschrocken darüber, setzte der Stnrm jäh ab. — „Heilige Der Zucker allein trägt dem Staate jähr-lich 106 Millionen, da» vier 735 Millionen und die Branntweinabgabe — «ach Abzug der de« Länder« zufallenden 10 2 Millionen noch die Summe vo» 59 Millionen. Die Peteole»m-abgabe beträgt 19 Millionen, die Fleisch- und Schlachtvithstener 16 Millionen, die Wein- n«b Moststeaer 115 Millionen.. Da» Salz liefert 36 Millionen, da« Tabakmonopol 1S55 Mil» lionen, Stempel uud Gebühre» 144 5 Millionen, die Fahrkartensteutr 15 25 Millionen, da« Lotto 115 Millionen, Schanksteuer 225 Millionen und die ZSlle 108 Millionen, so daß die indirekten Abgaben die Höhe von 795 Millionen, also zweieinhalb«»«! soviel al« die direkten Steneru betragen. Da« Post und Telegrapheuweseu de« Staa-teS zeigt einen Abgang vo» 4 7 Millionen und die Slaatibahut» ergeben Heuer eine» Fehlbe» trog von 127 Millionen! während der Staat sonst Jahr nm Jahr zur Verzinsung und Tilgung deS investierten Kapitals einen Zuschuß vo» 69 Millionen daraufzahle» muß. obgltich die BtrlehrSverhältnisse und Verkehrsmittel elend, die Tarife hoch uud die Fahrpreise teuer sind. Dagegen find die Einnahmen an« der Postsparkassa mit 51 Millionen, SiaatSsorste und Domäne« 25 uud der Montanwerke mit 1 Million Reineinkommen nicht der Rede wert. Zn den Alpeubahne« fordert die Regierung noch de» Rachtra^Skredit von 160 Millionen, so daß also 323 Millionen durch die Steuer» schraube mehr über die laufenden Ausgabe» herauSgepnßt werden müssen. Die Magyaren, die etwa ein Drittel dazu zahle», werde» au« Dankbarkeit dafür, daß ihnen die Übertragung der Asche de» Rebellen Rä-küczy ll. »ach Ungarn gestattet wnrde, diese Mehrfoedernngen bereitwillig votieren und da in der Österreichisch,» Delegation neben 20 Her» renhüuSleru 7 Polr» und 5 Großgrundbcsitztr sitze» uud die Ehristlichsoziale» und Klerikale» — Konservative nennen sie sich lieber, — so werde» bisse »»geheueren Mehrforderuageu auch feiten« der Ssterrreichifcheu Delegierten bewilligt werden nnd darnm > kann die Ablehnung dieser Mehrforderiingen durch die wenigen deutfchiiatio» naleu Delkgieite« nicht verhindern, daß die Denischtn Österreich« al« diejenigen, deren Sten-erleistnng die aller andern nichtdeutsche» Staat», bürger weit überragt, auch den schwersten Teil MuttergotteS! wa« wird'« werden LoiSl?" — stammelte Kati. — „Etwan daß'« ärgste Wetter »och in« Aarbtal hinauszieht; aber die Spritzen muß —" Ei» prass.liider Donnerschlag erstickle feine Worte. Kati bekreuzte sich und fiel ans die Knie, aber ebenso jäh fuhr sie wieder in die Hvhe, den» plötzlich schien der ganze Hos in Flammen. Ein Blitz war niedergefahmr uud daraus ei» Donnerschlag, daß der Boden unter den Füßeu erzitterte u»d Blitz auf Blitz erhell«? de» Hof taghell, aber der knatternde Donner, der jedesmal folgte, war so betäubend, daß weder LoiSl noch Kali, die ihn in ihrer Anpst umklammert hielt, gewahrten, daß ein Blitzstrahl den größeren Schornstein auf dem HauSdache völlig zertrümmert und iu da« Zie., Idach einen klaffende» Riß gerissen hatte. Minutenlange standen beide reguugSloS. die Auge» geschloffen vor den nieder-fahrenden Feuergarben. betäubt vom markerfchüt-ternden Donner. Ans einmal schien die Wut deS entsetzliche» Wetters gelähmt vor einem uuheim-lich,n Rauschen und Tosen in den Lüsten. „Der Scbauer!" schrie Loi»l auf — „alles, alles ist hi»! I» d' Stiib'u Kati. sonst erschlagt'S unS!" — Ja eS war Zeit; erst einzeln, dann dichter und endlich wie ein Wolkenbruch stürzten die Eisbrocke» mit ohreiibeiäubendem Eaujen uud Rausche» schief vom Kogelwald hernieder-sausend i» de» Hof, alle» Wachstum in Grund und Bode» schlagend, die Bäume in.kurzen St» kniiden zu nstlofen Stnnipfe» zerschmetternd, die dieser ungeheuren Überlast an Mehrforderungen tragen müssen! Tragen «ßssen, denn — mit rwserer Vol?»-vertretmig rechnet man überhaupt nicht mehr l Man wird pro form» dem österreichische» Parlamente die „Vorlagen unterbreiten." — aber man wird sich nicht viel au« der Richlar-beit«fShigkeit de« hohe« Hause« machen, sobald die beiieu Delegationen «nd der ««^arische Reichstag die Mehrforderiingen bewilligt habe»; woher hätte sie denn sonst den M»t ge»o»men diese Mehrforderungen aufzustellen, da sie uicht einmal die dringendsten Gesetzvorlagen im Paria» meine auch mir zur Lesung, vielwenige? zur Durchberatung zn bringen vermag? Und da d„ Regierung diese Hunderte von Millionen Über die ordentlichtn Ausgaben schon für da« heurige und nächste Jahr beansprucht, so wird sie sich da« Geld mit oder ohne Genehmigung der Volk«. Vertreter beschaffen müssen. - Und sie wird e« tun, daraus kann sich da« Bolk sicher verladen. Run aber ist da« Bolk nicht an der Ar-bei ««Unfähigkeit de» «bgeordnete nhause« schuld; im Gt.,enteile, eS hat in Versammlungen und i» Petitionen dagegen protestiert, denn die wirt-schädliche» Verhältnisse sind so verzweifelte, daß Tausende und Taufende bereit« die Hände sinken lassen, weil sie trotz de« besten Willen«, irotz de» angestrengtesten Fleiße« nnd harter Arbeit sich au« dem allgemeinen volkSwirtschafilicheu Sumpfe nicht mehr emporarbeiten können, da ihnen die Lasten zn schwer geworden sind. Und nun anstatt Erleichterung — n>ue Laste»! Rene Laste« für Kriegsmaterial, für Geschütze, für Kriegsschiffe, für Befestigungen; d,r Finanzmiiiister will da« Geld ohne neue Steuern beschafft»; au« — Kreditoperationen, „RrfnndikrungSsysttm" ist daS schöne Wort, womit er die geplante Anleiht vou 440 bi« 450 Millionen au« jährlich durch diese Kreditovera-tion an« dem laufenden HerreSbudget „kreiwer-denden" rund 27 Millionen ' iu 25 Jahren zu verzinsen »nd zu amortisieren gedenkt? Aber, — i« sei nicht mözttch. daß da» Heere»budget im vorau« sozusagen .eingemauert" werde setzt er sehr vorsichtig hinzu! Run da» ist es ja eben, wa« da« stenerzah-lende Volk mit Recht zu fürchten hat. daß die Kriegsverwaltung innerhalb dieser 25 Jahre wieder mit neueu Mehrsordernngeu kommen wird! Dachziegeln auf den Dächern de« Hause« und alle« vernichtend, wa« nicht Widerstand -'zu leisten vermochte. Räch wenigen Minuten war die blühende, reich und üppig tragende und grünende Landschaft in eine trostlose SiSwüste verwandelt, an« der nur die völlig kahle» Baumstruiike b,rau«sahen, den?» die Rinde zersetzt vom nackte» Holze hing. Eine eisige Kälte lag über diesem wüsten Zerstörung« werfe. Da« Wetter stand draußen im Aarbtale fest; hier oben wurde eS lichter, nur ein kalter Rege» fiel. LoiSl sah verzweifelt flbir de» Hof hin, da geivahrte er daS zerrissene HauSdach und den zerstörten Rauchsaug. — „Kati, Exl. g'schwind, eing'schlag'u hat'« im HauS!" — Er stampfte durch die spannhohe Schichte EiSklumpeu, die den Boden bedeckte, »ach der Küche. Kati folgte ihm. Eine» gellen SchreckenSruf stieß sie ouS. als sie die Küche betrat. Ei» wüster Trümmer» hausen lag da. wo der große Herd gtstandeu hatte. Neben der offenen Stubentür lag die Väue» rill leblv«. in der krampfhaft geschlossenen Hand einen Bündel geweihter Polmzweige haltend. Denn selbst, wenn die Monarchie in den kommenden SS gahreu feinen Krieg zu führen ha«, so wird sich die fflT ftrirt^uxtfc arbeitende Technik den blauen Teufel um da» Ssterreichifche HeereSbudget uud die österreichische Fiuauzkuust kümmer» und »e»e Gewehre. VefchStze. Stieg»-schiffiypen ,c. erfinde» uud sonstmiere» und die KrikflSveiwaltuug wird «den wilder «ene Wehr-kredite fordern, wa» selbst der Finanzmi-uiftrr sät slhr wahrscheinlich hält. Uud weil »ach s»iu«m eigenen Gesiänduisse im Rahmen de» i-tzigen Budget» weitere «u»gabe» nicht möglich sind, so wild die Finanzverwalwng eben neue Schulden machen und zur Bezahlung der--selben wilder neue Steuern einführen oder die alte» erhöhe» müsseu. so geuial ist selbst der östereichische Fiuanzuiinister nicht, daß er dem Arieg»«iuister au» dcr lerreu Etaat»kassa hu»-derte vo» Millioneu anweist. Sber dirs» 450 Millionen sür RüslungSzivecke sind ja erst bloß ein Teil der von der Reßic-rnitg geforderten Kredite, den» anßerdnn (fnb rund 200 Millionen für die großen Kanalban-teil und Flußregnlierungr«, 100 bereit» bewilligte und 100 angeforderte Millionen für die Alpen-bahnen und 50 Million«» m Amortisierung der hi»h«rigen Staatsschuld aufzubringen! Uud da» will derHm FiuanzmiuisterI»u.ohne dem Polte neue Steuern herau»j»pr>ssen; «ene Schulde» vo» ki|t einer SftÜMrtx mache» und sich auf seine Erfindung de» Refundierungtsystem» etwa» einbilden? Der österreichische Finanzminister muß da» Verständnis der Menschheit im allgemeinen und der österreichischen Steuerzahler für die Finanz-operationen sehr niedrig einschätzen, wenn er etwa meint, daß sein Hpos6 den Eindruck ge« macht hat, de« er offenbar erzielen wollte. Selbst wenn e» nicht sosort al» da» kritisiert worden wäre, wa» e? wirklich ist, al» rine Art sauler Zanber, über den sich der Krieg«niinister, die Steuerzahler und der Fi.ionzmiuisler selber unbändig freuen, daß e» gelungen ist, ein An-leihen von 400 Millionen zn RüstungSzwecken beschaffe» zu können, welches. — wir bitten nicht zu lachen, — nicht die Steuerträger, sonder» die Kriegtverivaltung selber mit „freiwerkubeu" 27 Millionen au» dem HeerSerfvrderni» binnen 25 Jahren zu verzinsrn »nd z» «nortifirren habe. — so wäre doch jeder Steuerträger, der die Volksschule absolviert hat, wohl von selber dahi»-ter gekommen, daß die 25 mal 27 Milloneu erstens nicht die geforderten 400, sondern 675 Millionen betrage», die au» den Tasche» der Etenerträger genommen tverden und zweiten», daß die He-re»vcrwaltung, wie der Herr Finanz-«inister selber zugibt, sich ihr Budget nicht „ein-inf Sorglechuer iu Haidin im Bade RenhauS bei Cilli wo er feit Jöniierwege» eineSschwcr.» Nervenleidens Heilung suchte. Die Leiche de« Verstor-beiie» wurde »ach Haidin gebracht und dort vorn Herrn Propst Joses Fleck vo» Petta», mit deut er eng befreundet war, eingesegnet und unter großer Beteiligung der Pfarriusassen und seiner AmtSbrüder au» dem umliegende» P'a rsprengil zur Ruhe bestattet. H»»« erfest. Unsere beiden Ortsgruppen der Südmark sowie die Ortsgruppe des .DlNljchen SchnlvereiueS" haben iu den am 16. d. M. stattgefundene» Hauptversammlungen beschlossen, am 3. Juli d. I. zugunsten der beiden nationale» Schutzvereiue ein .deutscht» Somnirrsesf zu ver» anstalten. Bereit» in den nächste» Tagen wird mit den Vorarbeite», al» die Bildung de« großen Ausschusses, ferner« den Wahlen in die verschiedenen Unterausschüsse begonnen werden, damit ohne jede Übereilung, »ach jeder Richtung hi» Vorsorge getroffen wird, daß da» Fest in dem ijkplanle» großen Umfauge heranstallet werden an». E» wird Avfgabe der Veranslaller sein, diese» Fest in ei« anderes Gewand zu kleiden al« e» bi» »uu der Fall war; es soll durch eiu billige» Eintrittsgeld allen Deulsche» Gelegenheit gegeben sei», sich daran zu beteiligeu und zum Gelingen de»srlben beizutragen. Nur durch ver-einte Kräfte kann Große« geleistet iverden! Die» wollen wir. daher auch zu hoff.» ist. daß da« allgemeine Julerrfse dafürz» begeistern möglich sein wird. Schon jetzt sollen unsere deutsche» Franeu und Mädchen sowie die männliche Jugend mit sich zu Rate gehen, durch Reue«, hier noch nie Dagewesene« da« Fest zn verschönern, da jede Anrrgung gewiß danktiid ausgenommen wird. Volk«garte»seß. Zum Beste» armer EchulHnder findet am 2. J»ni d. I. d. i. am FrohnleichnamStage nachmittag« ei» Volks«,arten-fest statt, bei welchem die vollständige stöbt. Musik-kop'lle unier Leitung de» Herr» Kapellmeisters Anton Skribauek mitwirkt und bei welchem r» ver-schieden? besondere Unterhaltungen al»: Kinderthea-ter,Jnxpvst, Konfettifchlacht, Serp^iiiinenweisenlic. geben wird, wa» einen srohen Nachmittag verspricht. der baun abends mit eincni Tanzkränzchen beichlossen werden soll. Da« Nähere besagen die Plakate. - Gr»»d»»gofeier. Der ivutsche Turnverein Iah» in Friedau veranstaltet anläßlich seine» einjährigen Bestand?« Donnerstag den 2. Juni 1904 ein Schauturnen, verbunden mit Garten-Konzert. ES ergeht hiermit die freundliche E,u» laduug an alle Turner und Gesii„i»»g»gaiosstN, den jungen Verein durch recht zahlreiches Ei-scheinen zu unterstützen. Achlußfeier der gewerblichen Lortdii- dungsschule. Heule den 2?. Mai d. I. findet im Turnsaale der städtische» KnabenvolkS'chule die Schlußfeier der gewerblichen Fortbildungsschule m Petta» nach dem bisher übliche» Pro-gramme statt. ES ist zu Wunsche», daß die P. T. Herren Lehrmeister, ebenso wie die Genossen» schasttvorstehungen so zahlreich wie möglich an dieser Feier teilnehmen, um sich von den Resiil» taten der theoretischen Ausbildung der Lehrlinge durch die mit namhasten Opfern erhaltene gewerbliche Fortbildungsschule persönlich zu über-zeugen. Insbesondere sollten die Ee»osse»!chaft«-Vorstehunge» zu der Feier auf alle Fälle osfi-zielle Vertreter abordnen, um den Lchrling u zu zeigen, welchen Ant'il die GenoflenschastSvorste-huiig, die doch beruseu ist, bei Freisprech»». gen zu entscheide», ob der Lehrling in allen Fertigkeiten seines Gewerbe» so anSgcbildet ist, daß er zum Gehilse» tauglich ist. — auch an seiner tlzeoretische» AnSbildung nimmt. ES wird daS insbesondere auch den Lehrer» ihre harte Arbeit wesentlich erleichtern, wenn die zuweilen nithr al» widerborstigen Jungt» wahrnthinkii, daß die Genosse»,chaftSvorstebungen sich persönlich vo» den Fortschritten der Lehrlinge in de^Fort-bildungSschnle überzeugen »nd von deren guten Aufführung und Lerneifer auch die glatte Frei» fprechung abhängig machen. Die Heianbilduiig eines tüchtigen und die hervorragende Bedeutung de« GewerbcstaiideS im bürgerliche» Llbe» richtig erfassende» Gel>ilfe»materialeS ist nicht bloß Pflicht, sondern liegt int ureigensten Interesse der Gewerbegenossenschaften. Sie werden diese« Interesse ganz besonders fördern, wenn sie den Lehrlingen den Ruhen der gewerblichen Fortbildungsschule mit allim Ernste zu Gemüte führen. Abgewiesene Senif»»g. Der gerichtS» b»au wegen Ehrenbeleidiguuq und Beleidigung de» Pettauer Stadiamle» zu vierzehnlägigem Arreste mit zweimal Faste» ver-urteilt worden. Gegen diese» Urteil hatte er die Berusuug ergriffen. Änchder staalSanwaltschastliche Funktionär hotte wegen zu geringem Strafan«» maße berufen. Gestei n fand nun beim Marburger Kr-iSgerichte die Verhandlung statt, in welcher beide Berufungen abgewiesen und da» erstrichter» liche Urteil bestätigt wurde. Dr. Brumen wird also seine vierzehn Tage absitzen müssen. Richtigst,!!»»§. I» Nr. 21 am 22. Mai d. I erscheint im Berichte .Hauptversammlung der Ortsgruppe Pettan de» Vereine« Südmark" unter den in die Leitnug Geivählten: „Dr. Josef Toplak »um Säckelivart" — während S richtig heißen soll: .stuck, jur. Josef Toplak", was hiermit über ausdrücklichen Wunsch de» Funktionär» richtig gestellt wird. Eine »ene /luhbaumelhode bespricht Herr k. k. Ober-Jngenieur C. »K r i s ch a n in einer kurze» Anregung betitelt: .Da» neue Programm sür die Donauregnlierung in Niederösterreich und dessen B dentung für die Flußr^ulieriing in Steier» mark" (Graz im April 1904) i» weichn er diese» Programm auch sür die Flußbauten in Steier» mark empfiehlt und die neue Methode für die Dran-flnßstrecke abwärt«vo» Marburg bi» zur Grenze für die rrfolgversprecheudsie hält. ES ist die Methode der .Flnßregulikriing bei niedrigem Wasierstandr." welchederJngenitiirH.Girardonan derRhonezuerst in Anwendung brach'e nnd damit die großartigsten Erfolge erzielte. Dies, Methode unterscheidet sich streng von der bisher angeivendeten der Laus» Verkürzung nnd der Einengung de« Fluss-» in paialelle User und Belegen und Verbauen de». selben in der Absicht, einen widerstehenden, ein» heitlich geformten Flußquerschnitt zu erzielen, während die Methode, die Ingenieur Girardo» an der Rhone anwendete', dem Fluß seinen natiir» lichen Laus beläßt. Es ist nicht möglich, hier näher auf die intereffanten Ausführungen de» Herrn Versasser» einzngehen; eS sei bloß erwähnt, daß nach dieser Methode Girardo»« auch da» Programm der Donanreguliernng geändert wurde. Jnbezng anf die Flüsse in Steiermark sagt der Versaffer: Um dies« Methode in Steiermark be« bereit« ans Mittelwasser au«gebauten Flnßstrecken, wie die Sann oder Mur. oder bei wenig oder gar nicht anSgkbauteii Flüffen, wie die Drau und Mürz, nutzbringend anzuwenden, ist eS nur notwendig, die VerbessmingSarbeilen im Geiste GirardonS zu projektieren und durchzuführen. Für die Dvauflußstrecke talwärt« von Marburg bis zur Grenze ist der neuen Flußbaumethode ein weite» Feld geöffnet, den» diese Flnßstrecke ist vo» der bisherigen Bauweise »och>»icht so schwer betroffen, daß die neue Methode nicht mit vollem Erfolge angewendet werden könnte. Dieser volle Erfolg müßte naturgemäß auch die Autbildung einer „Wasserstraße" in sich schließen, sofern? die Dran die notwendigen Eigenschaften hiezu besitz!. ES kann nicht an dieser Stelle die Bedeutung einer .Wasserstraße" vom Standpunkte der Volks wirtichast erläutert und anch nicht miterincht werden, ob der Drauflnß die notwendigen Eigen» fchaften besitzt. Hin überhaupt al« Wasserstraße zur Geltung kommen zu könneii. Da« Studium eine« Wasferstraßenprojekte« für die Dran von Marburg abwärts iu kommerzieller und Überhaupt in volkswirtschaftlicher Beziehung und die Schaf-fuiig der für Verwirklichung dieses Gedankens notwendige!! Grundlagen dürften wolil am zweck» mäßigste» einen! vielleicht zu bildenden ..Waffer» strabenverrine" vorbehalten bleibe», welcher gewiß das regste Interesse und die weitgehendste Unter» siützuug der maßgebende» Faktoren zu genärtigeu hätte. Jeder der neuen Methode kntgegciistcl»endt FlußauSba» würde einer späteren Anwendung dieser Methode die größten Cchwieiigkeilcii be» reite», den» selbst die entsprechendste» nachträg» lich<» Berbesserungsarbeitt» an de» bereit# vor-genommenen, der Ralur de# Ftnste» eutgegenste» henden Beränderuiiges vermöchten uichi, bin« in rinn tx» volle» (hfotg der neuen 8Nrtt)obe sichernd»« W-ise iirnjugrilaUrn. Am Schluss« soll daher d«r Wunsch a»Sgripsvche» werde», ri mögen die in Steiermark noch d!,rchzusithre»den Aktionen aus dem Gebiete deß Flußwafserbaues zum Wohl« de» Lande« im Sinne der neuen Methode unter» nornmeu uud vollendet werden. Be»«g »n Ach»efel«etzl »«e DeKtm alt} tzeo Tr«ude»schi«»el» (Oidium Tn- Lerie.) ch fiel »et»»«. 6. Ist für Hände und Witsche vollkommen unschädlich, wofür unterzeichnete Firma jede Garantie leistet 6. Kommt wegen seiner ausserordentlichen Ausgibigkeit billiger als alle anderen Waschmittel. 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Nach einige» Tagen dieses lustigen Lebens wurde die Hitze un-n,täglich, und man verließ de» Park nicht mehr, Andre« hatte keine Entschuldigung mehr, um seine Arbeit liegen zu lasten, er wußte, die Schwestern waren beisammen, doch er snhlte sich mi> ichaglich und war unruhig; er konnte nicht ruhig denken, denn irine Gedanken schweiften uuwillkürlich zu Leon ab. Dann schämte er sich feint« Argwohns. Die beiden Freunde sahen sich so wenig wie möglich, und ihre Mahlzeiten, die sie in aller Hast einnahmen, Ningen still nnd mürrisch vorüber. Warum kehrte er nicht »ach l>an« zurück oder nach Tronville. wo ihn seine Familie erwartete / Wenn er in Renee verliebt war, und zwar so verliebt, daß er ste heiraten wollte, was würde sie wohl tun? ^ Sie hatte sich stets ihren Schwestern geopfert; wurde diese Leidenschaft, stch für andere zu opfern, foweit gehen, diesen reiche» jungen zu heiraten, wem» er versprach, sich mit der Zukunft ihrer -chwester» zu beschäftigen? Und im tiefsten Grunde seine» Ser-kh» glaubte Andree keinen Augenblick, Pnjj Leon daran dachte, Fräulein Lacroix zu heiraten: doch er war augeuscheinlich in ste verliebt und zwar so verliebt, daß er wohl dazu imstande war. Und was dann? Der unglückliche Andree wagte nicht, seiner Braut seine Leiden zu ge-stehen. Sie war so stolz und edel, daß der Gedanke des Böse» oder einer Gefahr ihr nicht einmal in den Sinn kam. ES gab Tage, an denen Andree jede 3d« eine» Trcnbruch» von selten Leon» weit von »ich wies. Er wnßte zwar, daß es ihm an Grnndsätzen fehlte nnd er wohl imstande war, sich — wie er lich auszudrücken beliebte — da» Gute z» nehme», wo er e» fand; doch der Fall lag hier ganz eigen: e» ha»delte sich UM ein junges Mäd-chen, um die Brant seines besten Freundes. Schließlich bemühte er stch um Jnliette ebensosehr wie nm Renee «nd verfchwen-dete an beide seine Komplimente! er bat sie. auf der Stelle die Ausmalung der Äandgetäfel für de» Speisesaal des alten «chiosieS z» Übernehmen! er wollte die .Baracke" neu ausfrischen, denn jedensallS würde sich seine Familie ein paar Monate in jedem Jahr hier auf. halte». Er zeigte sich sehr gala»t, uud Juliette, die Komplimente ger» hörte, ließ sich davon deu Kopf verdrehe«; sie fragte sich gauz ernsthaft, ob sie ihrer Kunst untreu oder Madame Leon DeichS werden sollte. Renee suchte sie leise vor diesen Attsnierk,ai»kelte» zu warnen; sie allein von alle» ihren Schwestern hatte ein wenig in der Gesellschaft verkehrt nnd wnßte recht wohl, daß die Prinzen im wirklichen Leben keine Schäferinnen heiraten, Jnliette, welche wußte, dag sie schön war, glaubte noch an die steenmärchen, und es fehlte wenig, so hätte sie Renee der Eisersncht angeklagt! An einem wahrhast tropischen Nachmittag erhob sich Andrer, der de» ganzen Nachmittag gearbeitet hatte, von seinem «tnhle und verließ das Zimmer. Der «ops war ihm etwa» schwer, er war müde uud fühlte stch unbehaglich. Es wurden beim Frühstück faner-süße Worte ansgetanscht; Leon, der am nächste» Morgen abreise» wollte, hatte seine Absicht kundgegeben, seine» Auseiithalt noch zu verlängern nnd sich über das geringe Vergnügen lustig gemacht, das sein Freund über seinen Entschluß bezeigte. .Man möchte wahrhaftig glauben, ich bin e,n Gast, der seine Rechte ans die Gastfrenndschast überschreitet. Und ich glaube doch, ich bin hier der Herr , Instinktiv wandte sich Andree, als er das vanS verlie», »ach dem von Jnliette gewählten Fleckchen des Parks. Doch die Schwe-stern befände» sich nicht dort; ans der verlassene» Staffelet stand noch immer die skizzierte Zeichnung; eine Stickerei, die auf dem Rasen lag. ein anfgefchlageneS Buch besagte« z»r Gennge. da» die jungen Mädchen in kurzem wiederkommen würden. Andree setzte sich aus das Gras. lehnte sich dort a» eine» Baumstamm und wartete. Nach kurzer Zelt schlug der Ion zweier Stimme» an sein Ohr. Die Stimme Renees und die Leon«. Das junge Mad-chen sprach etwas lant »nd schnell; die Stimme Leons hörte man weniger, er schien zn bitte». DaS ist nur ein vorwand, um mich vo» meinen Schwestern zu entferne«, mein Herr; ste bedürfen meiner. Laste» Sie mich ^Andree war mit einem Schlage aufgesprungen; er hörte Leons Autwort nicht-, doch fast iu demselben Augenblick sügte Renee in zornigem und da-bei auch sehr erschrockenem Tone hinzn: .Sie beleidigen mich ... das ist seig ... ich bin hier Ihr Gast ..." Sie hatte keine Zeit, noch »in Wort hin-zuzufüge«! Andree hatte den allzu unter-nehmenden Leo» ergriffe» und ihn nicht sonst Renee aus dem Wege gestoßen. Der junge Mann erschien lächerlicher, unbedeutend« al» je, drehte sich um sich selbst und klammerte stch endlich an einen Baum an, um nicht zu sollen. .Ich glaube Ihnen gesagt zn haben, daß Fräulein Renee Larroi»,' meine Braut ist," sagte Andree. seinen Gegner vom »lops bis zu den Füßen musternd. »Sie werden mir sür dieses Benehmen GeiliigMNNg gebe»," brüllte Leo», seine Krawatte zurechtrückend. .Wen» eS Ihnen beliebt, mein öerr." Bestürzt über das Vorgefallene zitterte Re»ee. als sie sah. daß die beide» Männer, die seit so lange» Jahre» besrenndet waren, im Begriff standen, sich gegknseitig z» töte». Andrer . . . Herr Leo». Sie dürfen stch nicht »leinetwege» Haffen. Ich habe mich gleich gefürchtet «ud bin überzeugt, ich hätte mit einem ruhigen »nd festen Worte Öerrn Den»»« znr Ver-»Hilft gebracht. Doch ein inngeS Mädchen wird leicht erregt »nd oft mit Unrecht." Leon, der sich gefaßt hatte, trat vor »nd sagte, seinem alten Freunde einen herausfordernde» Blick znwersend: „«ehr mit Un-recht, mei» Fräuleiu, denn Sie scheinen nicht zu verstehen, daß ich Sie bat, meine Fran zn werden." Andree zitterte. Tu« («rab H,,«kich» von stltift bei Wi>»«slt. >Mi Icri > $l|°I»I,I» In 80 Leo»« Liebe mußte in diese» Sommertage» sehr stark gewachsen fein, (fr blickte seine Brant an, sagte aber kein Wort. .«ie erweise» mir viel Ehre, mein Herr, denn ich bin ein arme» Mädchen, das Ihre Familie vielleicht nicht mit offenen Armen empfangen würde. Doch sie haben, glaube ich. vergeffen, was Andre? Ihnen eben gefagt hat: ich bin seine Brant. ich liebe ihn. Wir werden un» wahrscheinlich erst spät verheiraten; doch nie werde ich eine» ander» z»m Manne nehme».- .Sie vergessen Ihrerseits, niei» Fräulein," sagte Leo» ver-letzt u«d ärgerlich, .daß Sie dad»rch, daß Sie meine Sand zurück-weisen, ei» großes Unrecht gegen Ihre Schwestern begehen, an denen Sie doch Mutterstelle vertrete»." .Ich werde ihnen mein Glück opfern, wen» es fein müßte; doch meine Ehre werde ich ihnen nicht zum Opfer bringe». Demi das täte ich, wollte ich einen Mann heiraten, de» ich nicht liebe, während ich vo» ganzem Herzen einem andern zugetan bin." Damit legte sie mit rei-zender Bewegung ihre beiden Hände in die ihres Verlobte». Leon biß sich auf die Lip-pe». Er blieb einen Augenblick düster nnd nachdenklich; dann erwachte sei» bessere» Ich in ihm, »»d er sagte in jenem halb spöttischen, halb aufrich-tigeu Tour, de» er stet» z»r Schon trug: .Es ist doch wahr, Andree, du bist ein Glücks-Pilz! Ich bitte dich um Ber-zeihung, daß ich einen Augenblick daran gedacht, dein Glück zn kreuze»!" Eine Stuttde später befand sich Leo» a»f dem Wege »ach Paris. g. Die Arbeit ging jetzt flott vo» statte». Andree war in der Tat sehr glücklich; doch je glücklicher er war. desto endloser erschien ihm die Zeit, die er »och warten mußte. Um sie nach Möglichkeit abzukürzen, verdoppelteerseine Tätigkeit, und oft faß er nach Mitternacht über seine» Kata-log gebeugt und arbeitete beim Scheine der Lampe, während die Rachtschmetterlinge »nd Fledermäuse durch die weitge-öffnete» Fenster hereinflatter« ten. Auf diefe Weife konnte er bis zum September fertig wer-den und gleichzeitig mit den jungen Mädchen nach Paris zurückkehre». Der Gedanke, »ach Monate» füße» Zusammenseins allein zu bleibe», ver-urjachte ihm Schandern. Eines Abends hatte er vo» ei»em hohen Regal eine Au-zahl großer alter Schmöker D»ni«lka. vo» H. Le heruntergenommen und sah sogleich, daß sich unter ihnen seltene, sehr alte Ausgabe» befände». Er besaß eine wahre Liebe zn den Büchern und wischte respektvoll de» Sta»b ab, der ei»e» ehnvürdigeu Mo»taigne bedeckte, dessen Deckel vo» zahllose« kleine» Löcher» zerfresse» war. Das Buch hatte eine» ziemlich hohe» Wert, doch z» seinem große» Kummer sah er, daß dieser Wert bedeutrnd geschmälert w«rde, de»» ei»zel»e Seite» waren zerrisse», anderc fehlten ganz, eS war wirklich schade! Er wandte die Blätter »in. als er plötzlich innehielt »nd »in-beweglich stehe» blieb. Der Band halte ungefähr fünfhundert Seite»; bei der fünfzigsten sah er mit in dem sorgfältig zerfchnit-tenen alten Papier einen Tansendfranksschtin. der ans diese Weise vorsichtig in de» Int deS großen Schriftsteller» eingerahmt er-schien. Ein solches Bersteck hatte man sich allerdings nicht denken können. Das Buch hatte geschüttelt werde» könne», ma» konnte den ganzen Ansang durchblättern, ohne auch nur im geringste» z» ahne», was die andere» Blätter enthielte». Andree drehte das Blatt nm; ans dem folgenden befand sich, mit derselben peinliche» Sorgfalt eingerahmt, ei» neuer Tansendsrattksschei», »nd so fort, bis zilin Ende des Buches; es waren gegen vierhundert Scheine. Das Vermöge» de» alten Geizhälse» steckte wirklich in sein Bibliothek. Andree brauchte aber einige Zeit, bevor er die B deutung seine» Fundes recht begriff. Dann eilte er, etwas betäui> mit brennendem Kopfe nach dem offenen Fenster und atmete d frische Nachtlust ein. Alles »var unbeweglich: kein Hauch bewegte die dunklen Mass. > der großen Bännie, die sich wie in chinesischer Tinte gezeichin von dem fast schwarzen, mit kleine» Sternen übersäten Hinim! abhöbe», welche wohl glänzte», aber außerordentlich weit entferi erschienen. Bon Zeit zn Zeit flackerte eine Fledermaus in leisem Fluge a» dem Fenster vorüber. Andree blieb einige Augenblick stumm, ohne sich zu rühre»; dann begriff er, »voran er dachte ui. begann zu zittern. Er dachte an feine einsame Jugend, an die Ungerechtigkeit dc Schicksals, die dem einen alles, dem andern nichts gab. Er dach a» diese Mäiuiersrenndschast, die einzige, die kennen zu lernen ihi. vergönnt war — uub die ilju verraten hatte; an diesen Ka meraden, dem er stet» mehi gegeben als er empfangen hatte; dessen Geistessaulheil an» seiner Intelligenz Nutze» gezogen, der sich im Lebe» sei «er Zuneigung erinnert, wen» eS ihm beliebte, sich daran zu erinnern, der seinerzeit Fa milie, die Liebkosungen einer Mutter, die diesen voh» an-betete, Vermöge», leichte Ge uüffe besessen, der nie eine Pflicht erfüllt nnd sich nur zu bücke» gebraucht, >,m zu be sitze», uud der, mit dieser »in geheuren Gunst de» Schicksal» noch nicht zufrieden, ihm, der nie weder Familie, noch Zärt-lichkeit, noch Reichtum gekannt, sei» einzige» Glück zu stehle» verflicht, die reine Liebe sei-uer Braut. Und jetzt gehörte ihm, der nichts brauchte, besten einzige Sorge es war, das Geld aus dem Fenster zu werfen, ba» er nicht verdient hatte, dieses »ene Vermögen, diese vierhu» derttaniend Frank«, mit denen er nichts anzusaugen wußte, und die sicherlich keine» wei-tere» Wert für ihn hatte», als ihm eine sogenannte schöne Heirat zu erleichtern, ei» Ge-schüft, das zu ei»em Vermögen ein andere» Vermögen fügen sollte, eine Verbinbnng »vahrscheinlich ohne Liebe, ohne Zärtlichkeit, ohne Würde. Dagegen wurde seine Heirat, diese ideale Heirat, diese Verbindung zweier Wese», bie stch anbeteten, vom Verhängnis verfcho-ndorfs. («it tut.)" be», immer und immer wie- der, und weshalb? Weil e» ihm an jenem Überfluß fehlte, an jene» in einem alten Baube eingesargten Banknoten fehlte, von bereu Dasein niemand eine Ahnnng hatte. Denn es war so. Wer wußte etwas vo» der Eristenz diese» verborgene» Schatzes, de» er i» der Nacht, iu der tiefste» Einsam-seit unter alten Büchern gesunde»? Wie oft hatte der Alte schließlich nicht iu dieser nämlichen Bibliothek gesagt: .Wärest dn »venigstruS meine Erbe statt dieses Taugenichtses.' Andree drehte sich heftig unter leisem Zittern nm. Seine erregte Phantasie zeigte ihm den Grei» mit dem schleppenden Schritt, der mit knochiger Hand ei» in einem Sestel sitzendes Kind streichelte, das einen Band verschlang, der fast ebenso groß war wie er selbst ... er hörte sogar den Ton seiner ge-brochenen Stimme: .Dn liebst doch »venigsten» bie Bücher . . . Fahre so sort, mein .ttiub, von dc» Büchern wird dir das Glück und vielleicht auch das Vermöge» kommen." In diesen« anss Geratewohl hin gesprochenen Worten sah An-dree mehr als den Znsall; er suchte sich einzureden, der Alte hätte ihn in seinen Gedanke» bezeichnet und ausenvähit; wen» 87 er fciti Legat zu feinen Gunsten hinterlassen, so hätte da« darin seinen Grund, daß der Geizhal« stet« die Absicht gehabt, sein Testament umzuändern, in dem er seinem Reisen alle« hinterlieb und dessen Umstoßuug er stet« ans den nächste» Tag verschoben hatte... Wie ein Dieb, der entdeckt zn wer-den fürchtet, bemächtigte sich Andree des dicke» Bande«, warf einen ängst-lichen Blick in die düsteren Winkel der Bibliothek und schloß sich in fein Zim-mer ein. Er schlief erst am frühen Morgen ein, und in feinen gieberträumen nahm die Geschichte feine« gundeS tausend phantastische Formen an. Die Angst erweckte ihn endlich; er war in kalten Bchweig gebadet, nnd das Herz schlug ihm zum Zerspringen. Den ganzen Tag über arbeitete An-dree nicht; er verschloß den Band und machte einen weiten AnSflng, denn er inchte in der physischen Ermattung Ber-gesfenheit oder wenigstens Ruhe. Doch gegen Abend fand er sich wieder in dem Pachthofe ein, wo ihn die vier Schwestern ausfragten, über seine düstere Miene lach-te», ihn fragten, ob der Geist aus dem alten Schlosse ihm mit Kettengerassel in der Stille der Nacht erschienen wäre. (iE<*lu| folgt) Eine bedeutende Höhle in Deutsch Ostafrika wird von dem belgischen Missionar Ehau-doi« geschildert. Sie liegt in der Nähe de« Hasen« Tanga, etwa zwei Weg-stunden von dem Orte entfernt, in einer herrliche», waldbedeckten Landschaft. Der Hanpteingang gewährt bereit« einen majestätischen Eindruck. Er hat die Forin eine« ungeheure» Spitzbogens von über 10 Meter Höhe. Das innere Gewölbe der Höhle erhebt sich dom artig In mehrere» Schiffen nebeneinander, de«» gewaltige Höhe zwischen 4« nnd 80 Meter schwankt. Der Hanpteingang führt zu einem ungeheuren Saale, dessen Flächenranm dem eines großen städtischen Platze« gleichkommt. Bo» ihm zweigt sich ein Labyrinth anderer Gänge ab, die zu Sälen geringerer Größe sühren. Wegen diese» verworrenen Dnrcheinander« dieser unterirdischen Räume ist e« äußerst schwierig, sich darin znrecht zu finde». Ei» Besuch der Höhle, die i» jedem vo» Fremden besuchten Lande eine Sehenswürdigkeit allererste» Range« fei» würde, wird aber noch durch ein weit grö-ßere« Hindernis erschwert. lUld da« sind die denEindring' ling umflat-ternden Fle-dermäufe.die in solcher ZahldasJn-nere der Grotte be-wohnen, daß man nicht weiß, ob man sie nach Mil-lionen oder Milliarden schätzen soll. Die Gewölbe sind mit ih-neu buchstäblich austapeziert, so daß sie aus den ersten Blick von einer schwarze» Schicht überzogen scheine», die »nr aus Fledermäuse» besteht. Einige vo» ihnen erreiche» eine geradezu kolosiale Größe, denn Ehandois hat bei mehrere», die er ans Notwehr mit dem Stocke erschlagen mußte, eine Spannweite von I,,» Meier zwischen den Flügeln ge- Der siir Inu?br»ck zur f( 11 Sfii (innig fltfflnflcnbe ..?«» »iiilgiiHgcfcruuiitit". (Mit 7c(t.) Au« Deutsch Biidwepifrika: Der messen, während der Körper die Größe eine« HnhneS besaß. Man kann sich vorstellen, daß e« nicht zn den angenehmsten Begegnungen gehören dürste, wenn tausend solcher Tiere, durch die nie gesehene Erscheinung einer Fackel a»S ihrer Nacht aufgeschreckt, wie wild um die Störenfriede hernmfiatter», ge-gen den Körper anrennen, in das Ge-ficht stiegen und sogar da» Licht der Fackel auslöschen. Mehr als einmal war aber auch der Missionar dann genötigt, vor dem Au-griffe der Fledermäuse die Flucht zu ergreisen, wenn es nicht mehr möglich war. sich mit Gewalt durch sie hin-durchjnschlagen. Daß von der Decke des Gewölbes ein fremdartiger, aber wenig angenehmer Regen auf die Besucher der Höhle herabfiel, mochte dem gegenüber »och zu de» geringere» ttnannehinlichkeite» gezählt werden. Außerdem verübten auch die anige-scheuchten Fledermäuse mit ihrem Ge-schrei einen geradezu betäubenden Skandal, so daß eine Verständigung durch die menschliche Stimme, auch wen» sie bi« zum Gebrüll gesteigert wnrde, zeitweise nicht mehr möglich war. Selbstverständlich war unter diesen Umstände» eine genane Untersuch»»» der Höhle ausgeschlossen, uud man sonnte sich nur oberflächlich davon überzeugen, daß prachtvolle Bildungen vo» Stalak-titen «»d Stalagmiten darin vorha»-de» sind. Die Grotte scheint durch unterirdische Gewässer in dem Kalkstein ausgehöhlt zu sei». Der Boden wird von Geröll uud Hinterlassenschaften der Fledermäuse gebildet. Da einige der Gänge eine fast un-überwiudliche Steigung besitzen, so ist wohl auch anzunehmen, daß die Höhle aus mehreren Stockwerken besteht. Der nutere Teil der Grotten wird wahrscheinlich noch jetzt von Seen oder einem Wnsierianf eingenommen, denn von Zeit zn Zeit stürzt ein Fluß ans dem Tore der Höhle hervor. Noch niemand hat aber die Höhle in ihrer ganzen Ausdehnung näher kennen gelernt, denn nur die erste» Säle sind gelegentlich besucht worden. Die Grotte hat übrigens mehrere Eingänge, »nd dieser Um-stand hat den Missionar ans großer Verlegenheit befreit, viel-leicht ihm das Leben gerettet. Er wagte sich nämlich dnrch einen Nebenei» gang in den unterirdischen Rannt hinein, winde aber »ach etwa hllil-dert Metern Wegs dnrch die Fleder-mäiise, die seine Fackel ausföhtgen, zur Umkehr genötigt. Dabei siel der Missio-nar in ein tiefes Loch, ans dem er nicht wieder heraus ge-komme» wä-re, wem« er nicht hier eine» pasienden Gang gefunden hätte, der direkt in» Freie führte, llhandois zählte auf der Strecke von zweieinhalb Kilometer sieben Pforte» zu dieser Rieieiigrotte. e. «. Palast" dtö Tberhiiiipilingö Zumiirl SWnlinrero iii Ltahaudj«. die Kirche. Im Hintekaruib ■+ H8 4— ffin Tichtergrab. 0« der Rühe du Wann!»» bei Berlin lieg» zwischen clnftii «.misch von «Horn »nd Akazie» da» einsam« Doppelgrab, i» dem Hei», rich v »leist >>»d He«nelte Vogel vereint beigesetzt worde» sind. Der schlichte Denkitei» trügt die lakonische Inschrist: .Hein-rich tv Kleist, gebore» am I«. Lktober 1777, gestorben am 21. November 1811.* Ie» Ra-nie» der an einem unheilbare» Leibe» er-kränkle» grau, niit der er — einen, ihr gegebenen verspreche» getreu — vereint au« dem Leben ging, nennt keine Intel. ¥11« nun vor kurzem verlautete, da« dem Prinzen Friedrich Leopold von Preuße» gehörende tvelüude soll« parzelliert und teilwei!« auch siir den Van be« Friedrich-Leopold-Kanal« in Anspruch genommen werden, richlele der verein Berliner Journalist«» eine Petition an den Landrat v. Stubenranch be» lelto-wer «reise«. zu dem der Wa»»s«« gehört. ii»t den Wunsch ausjusprechen, daß dem lichter ein« neue würdige Ruhestätte an geeigneter Stelle und in möglichster Riihe der crllichkeit bereitet werden mSge, die durch sein tragische« Sude literarhistorische Beden« hing erlangt hat. Inzwischen Hot aber di« Angelegenheit dadurch die beste Lösung ge-funden, daß laut Mitteilung de« Hosmai-fchaliamt« de« Prinzen Friedrich Leopold dieser di« «irabsliitte de« Dichter» der „her-mann»schlachl', de» .Kiithchen« von heil-bronn" unb de« .Prinzen von Homburg- der deulsche» Ration zum Geschenk mache» will. Domiuika. Sin Bind de» sonnig«» Suden» mit dunkl«». träumerischen Augen, eine liebliche Müdchenblüte, so sehen wir di« klein« lominika vor »nl. Seit drr aller» Zod lebt si« bei Fremden, die kein BerftSud-n>» für da« still«, träumerische Wesen be« Uinde« haben. Den ganze» lag muß Dom!-nika arbeiten und schaffe»: ab«r in b«r Dämmerstunde, da sti«hlt si« sich unbemerkt fort, ein Weilchen allein zu sein mit ihren «vedanken, ihrem Lehne», hinter dem grünen Busch auf der Feilbank sitzt sie. b«» Blick s«hniiichlig in die Fern« gerichlet, dort-hi». wo ihr« Heimat liegt, »nd di« Blume in ihrer ha»d, wie gerne möchle sie die aus der Eltern Grab legen al« Zeiche», daß si« ihrer gedenkt. Wa» gilb« si« bar«,», «och «inmal in den Arme» der Mutter ruhen, »och «inmal in di» freundlichen Auge« de« Bat er» blicken zu können. Dahin — dahin für imm«r! U»d so allein, so einsam inmille» der kalte» Welt! Arme, klein« Dominiku! Der Bereinigniigobriiiinrn. ber in der Landethauptftadt lirol» «rrichlet wird, gilt der Erinnerung au bie Bereinigung zweier Bororl« mit Fnn«bruck. Stifter de» Brunnen» ist Herr han« von Lieberer in Wien, der Jnn«bruck schon friiher viel« Wolillalen erwie«. Der hochbegabt« Wiener Bildhauer gränz Baniiigartner ist d«r Schöpfer de« monumentale» Werke«. Immer derselbe. Vli .it „Si« haben eine Augeueiitzliiibnng uub biir» fen drei lag« lang nichl« arbeiten.' — Piofessor l»achdein der Arzt fort ist): .Ia« trifft sich ganz gut! da kann ich während di«f«r Zeit gerade meine rück-ständige» Briesschaflen erledigen.' Hnndcliebhaberei. Boltaire erwiihnt in seiner Geschichte de« Leben« be» Schwedenkönig» »arl Xll. auch «ine» großen hnnbe», Namen» Pompeju», der den König ans feine» Feldzügen begleitet« nnd welche» dieser sehr lieble. Al» Pompeji,» starb, wurde «r nach Schwede» geschickt, wo er folgend« Vtrab-schrist erhielt: . l'oinpcju» egrcKiu» cani», inricti-wiinn Snecoriim Ri-gi merit cara» in Polonia mortmis inde in 8ue ciam «« extra patrin tumnlar« tur tran* luiMU«,* d. h. .Pompejn», der a»«gezeich nele Hund, mit Recht teuer den, »»besieg-bare» Könige ber Schweb«», starb I» Polen uud würd« nach Schweden hiniibergebracht, damit er nicht außerhalb be» Baterlande» begrab«« liege." An» einer Verteidigungsrede. .laß der Angeklagte «in gule» herz H/u, geht schon daran« hervor, daß er die gestohlene» Sach«» seiner Schwiegermutter geschenkt hat.' rfmtinnüt?igfB ve,fitzie»ene UtlrlHm. 1 a ii : »Dieser JB. Ibfrteben. die himmlische Ruhe, dies« ganze Liimmung. hier inoch-e Ich fihen und »Sumcn l>t« an da» ?nd« der Inner" uHunn: »Laß dich nicht fldren. ich gehe so laust» in» Wirtthau» da u»te», »nd wenn du ausgeträumt boft, rannst du mich dort athofin." Bei Obstbiumeu an b«r Landstraße ober auf dem Felde passiert e« oft. baß ein Ba»m> psahl au»gezogen wird und m«ist«n» spurlo» peischwindet Dem ist sehr leicht abzuhelfen, wen« man b«im Setzen de» Banme» den Baumpfahl nnt«» mit einer krSltiae^uer-iatte Mrflrfit, Hflchbdh er schon seltgeramml wurde. Mit einigen Nägeln ist si« sestge-nagelt and wenn der Baum erst »inmal ge-vsianzt ist, wird e» «ine Uumöglichkelt sei», den Psahl -»«ziehe» z« könne». «I» H-npiregel bei der Geflügelzucht gelte e» auch bet rauherem Wetter sür gute Lüstling Sorge zu tragen. Frischer, trockener Luftzug kann niemal» schade», wohl aber moderige, feucht« Last in d«n Stalle». Die Schlafplätze der Hühner sollten den lag liber geöffnet bleiben, damit die frische Luft durch jede Ritze dringen unb ihr« Irockniade Wir-kung äußer» kann. DaS Kaninchen gewöhnt sich a» Pflanzenkost, doch darf niemal» beregnete», über-Haupt nicht »äffe» Futter gereicht werde». Aufgebratene» Rindfleisch mit gwie-belu. Um gekochte» Suppenfleisch weiter verwenben zu können, ist e» nötig, kurze dicke gleischstiicke zu erlange», nicht breite, dünne Scheibe». Die» Fleisch muß bann früh ausgesetzt werben, so daß e» schon l bi« l'/, Stunden vor bei» Miitageffen gar ist, woraas man e» »»«hebt, etwa« erkalte» lißt uud mit scharfem Messer in >/, Zentimeter starke Scheibe« schneibe«. Diese bestreicht mau auf beide» Seite« leicht mit etwa« Fleischertrakt uub schichtet sie wieder fest auseinander. >/« Stande vor dem itsse» paniert man si« in
  • » 4 » ?hr werdet mich erralen leicht «I» Ziadt >>» SdiMicijtrlanb, > i I 4 Und mich man aus die ttiiutxn streicht Wohl nach auf den Verband! i S 3 4 Und ich al« dritte in dem ivnnd, Wa« In» ich euch wollt saaen. «en» ich steipanilt — meist lilngliib rund Problem ?ir. 72. Von II. ti>ilrsier»dorfer. Schwarz. tiin jeder wird mich habe«, Lagogriph. Mit d dient e« at4 -peis, P. N Mit t Ist (» nicht helfe, Vil U Ist e« Ichneewelß. Ul. Scharade. Sili freundliche» Lilndchen — wohl jedei sennf«, Tie erste Silbe entbült; T>c pursten und vlitiee zur Residenz, Die zweite liaben gewaiilr. !!»« «anze werdet nl« Stadt Ihr finden Im deulichen Reichiltand Stlaß-Loihringen. Paul Nietn. Auflitfung folgt in nächster Nummer. * Hl l 1 r® i «ir t k * k 1 k k & 1 na ^ - i Ä k m I A B 4' l> K K II H Weiß. Matt in » jUtf«» Aiiflisniigeu au» voriger Kummer: Ie« A»agrainm«: III4IniH«, lkiirubahn. — Ie« Logngriph»! Inbet, Rnliei. rTTTZ «IIU »leaiie »i>e»t»alie». ■«.. . . . . »edruckl und herautgeaedea «era»twor»lchl «edaMo» von Eenst Ptetflir. »vn »retner * Pfeiffer in 8i«ltgart