Ptaminutation* - Jlrcift Fiir Laibach *»u,jLht,g . . . 6 fl. — ft, Htlbjahrig . . . 3 n _ ®i«ttcljo6tig. . . 1 „ 50 „ »onatUct . . . - „ 50 „ Mit ter Post: ®«niiabtig . . . 9 (1. — ft. Halbj-ihrig . . . 4 „ 50 „ ®lmelja&tig. . . 2 „ 25 „ Mt Suftedung ms Hau» vierlel- ISfctig 25 It., monatli* 9 It. 6in$elne 'Jiummetn 5 tt. Laibacher Tagblatt. Anonime Mittheilungen roerben nicht berucksichtigr; Manuskripte nicht zuriickgesendet. etboKliou: Bahndosgasie Sir. 132. -»petition nnb Snftraite Surra«: *Or.gte&V(a? Vlr 81 tr bcrlihmten Depesche des ReichSkanzlers an den Bvtschafter in Rom com 2. Juli b. I. unb ist drr Ucbcrzcugung, datz die Regierung, nachdem fie einmal so kraftig gesprochen, die Aufhebung sogar fttbst beantragen wcrde. Wie ber Fall des Bischofs 8indigier zeigt, achtet Rom nidit die Gesetze unb ">cht die kaiserliche Gnade. Es ist aber auch ver-^agsbriichig. Der Artikel 35 des Konkordatcs niimlich bestimmt, datz Schwierigkeiten durch sreuud-'chastliche Begleichung zroischen beiben Theilen bei-^ulegen sinb. Run gibt es Schwierigkeiten genug, ?&er Rom halt ben Art. 35 nicht, will don freunb-^aftlicher Beilegnng nichts wissen unb bie Unterhanb-lun8en bauern [chon zroei Jahre. Dem romischen non possumus mutz Oefterrerch tin possumus cnt-gegensetzcn unb baS Konkorbat mit einem Feberstrich aufheben. Redner bedanert, datz bie Klosterfrage Heutc nicht auf ber Tagesorbnung steht, sons« roiirbe er auch iiber bie Aufhebung ber Kloster sprechen. Sechs Tage arbcitcn unb am stebenten ruhen, hat ber Herr gesagt, nicht aber sieben Tage saullcnzcn. Fort mit dem Konkordate, fort mit ber Kloster-wirthschaft, fort mit ben .... Mbnchcn unb mit ben Ronnen, rust ber Sprecher am Schluffe aus unb beantragt cine Petition ans Ministeriurn um Vorlage eines Gesetzes wegen ganzlicher Ans-hebung bes Konkorbates. (Allgemeinste Zustiinmung, raufdienber Beifall.) Das namlidje Thema bchanbelte noch Baron H a rnm e r - P urg ft a ll in fchlagcnber, wirkungS-reicher Weife. Obgleich Rebner fchon in Winbifch-Feistriz iiber bas Konkordat gesprochen, so rootle er es boch heutc roiebcr thun, roeil dieser Gegenstand nicht oft genug wiederholt roerben kann. DaS Konkorbat ist ber Fluch beS Baterlandes, es schneibct ties in bie ollgemeiiic Wohlfahrt unb einftirnrnig ist dcsicn Bcrurtheilung. Datz die Anhfinger bes Konkorbates auch Gegner ber Derfassung sinb, hat fie noch mehr gerichtet. Die Berfasfung kann vor Aufhebung bes KonkordateS nicht zur Wahrheit roerben unb zurn Heile bes BolkeS, ber Regierung unb ber Krone ist bieselbe nothroenbig. Auch in rcligiofer Beziehung ist daS Konkordat nur zu beftagen. Auch gute Satholifen veravfcheuen es aus tiefftein Herzen. -Wir lieben bie katholische Religion, wie fie Christus gelehrt hat, unb nicht roie fie die Kirchc zu Parteizwecken gcftaltct. Wer das Konkordat ver-kundigt, ist entweder ein ?iigner ober tin armer Belogener. Friiher roar in ben Kirchen von Gott bie Rcbe, jetzt roerben atlerlei roeltliche Fragen ver-honbelt. Seit bcin Falle in Krakau ist bie Sache noch bringltdjcr geroorben, unb selbst die Aufhebung der Kloster, die, mit Ausnahme ber dem Unterrichte unb ber Krankenpflege geroibmcten, gefchehen mutz, IStzt sich oorher nicht burchfflhren. Rebner schlictzt si* am Cube bent gestellten Antrag wegen Auf-hebung bes in staatSrechtlicher unb religiofcr Be-ziehnng gteich verberblichen Konkorbats vollkommen an. (EnthufiaSmus unb ftutrnifdjcr Beifall.) Die Bersammlung, welche fchon bei Verlesung bieses VerhanblungsgegenstanbeS mit tausenbstimmi-gem „Nein" geantwortet hatte, erhob bei der Abstim-nrnng ben gestellten Antrag einftirnrnig jura Be-schlusse. Der letzte Gegenstand ber TageSorbnung roar die Frage: Ist bie Drganifirung einer bemokra- tifchen Partei cine Nothroendigkeit? Als erster Rcd-ner trat LandtagSabgeordncter B r a n d st a t t c r aus Marburg auf. Er racist barauf hin, bah schvn zu hciusig tin rasches Hanbeln versanmt rourbc, unb siihrt als Beispiel an, roie leicht baS Konkorbat ftinerzeit burch Annahme bes Muhlselb'schen An-trages hiitte befeitigt roerben kvnnen. Die Bilbung einer Partei ist nothroenbig, roelche jeben Schritt ber Regierung mil Ja ober Rein beglcitet. Die 33erfaffungsfrcunbe stehen zur Regierung, roeil diese auf die Berfasfung beeibet ist. Der Minister bes Jnnern sicherle uns in seinem befannten Runbschreiben bie strenge Durchfiihrung ber Ber-fafsnng zu. Mit bieser Zusage befinbet sich aber ein Geriicht (roie es Rebner uorldufig bezeichnen rootle) in Wiberfpruch, wonach bie Sillier Bezirks-hauptrnannfchaft baS in gehaffiger Weife aufreizende Schreiben ber flooenifchen Fiihrer unb bann bas unten stehenbe Runbschreiben* untcr Amtssiegel als * Das zitirte Zirkiilar lautet: Nr. 9272/1. An das Gemeindeamt.................. Da der (Sillier Versassmigsverein fein Gesnch, auf welches ihm die Abhaltung einer Bvlksversammlung am 8. l. M. im Eichenwaldchen zu Cilli beivilligt roittbe, zuriickgenommen hat unb er nur mehr eine iiffentltchr Vereinsversammlung von Gesimiungsqenossen in der Sladt Cilli abhalten roiib, so ersuche ich die Herren (tzemeindvvrstiinde, tvdftigft dahin Ieuilleton. Reisebilder aus Dalmatien. Bon A. v. Sch. (Fortsetzung.) XIV. Es roar Nacht. als wir Zara verliehen, um J*nfere Reife fortzufetzen. Jene Bilder, die mich ?0r toenigen Stunben [o einbringenb befchaftigten, Wien rnmmehr Raum, sich zu entwickeln. Denn ?Ur bie Nacht begllnstigt unsere Triiume, unb in ihr l^nnen wir die Helden ber Bergangenheit aus ben ^riibern ruseit, ben alten Heroismus mit der ein-9erosteten Gesinnungrkraft, dem ciifarifchen Prunk, glc Uebcrmuthsherrlichkeit zerstobener ©enerationen. j 08 mag an ber Bergangenheit liegen, batz fie uns Wrner grčtzer, gtorrcicher unb ftttzer erfcheint, als X?8 rnomentane Profalebcn ? Was mag an biefen ^efilben liegen, bie, uns kaurn fcffclnb, roenn roir ftolptrnben Geschiiftsgeist tagSuber barauf trip-sehen — in oerfchteiernber Nacht plStzlich auf- roachm, roie aus einem Scheinfchlummer, unb bie alten Gespenster bes golbenen Zeitalters hervorlan-gen aus ihren taufenbiahrigen Grabern? Ach! auch hier gab cs ruhmgekrontc Zeiten, auf benselben Ge-filben blinften bie rfimischen Abler, bic heiligen Jn-signien ber roeltbehcrrfchcnben Kraft; die grofje BSlkertragSbie entroidcltc auf jeber ©panne Boben einen ihrer blutigen Akte — eS waren KSnige unb Kaiser unb fie trugen PurputmSntel unb ein Schwert, bas Schwert ber machtigen Roma, unb unter ihnen wanbelte Brutus mit bem bleichen Gestchte, ber Geisterseher von Filippi, ber Republifancr mit bem monarchischen Ehrgeiz. Auf jenem Verge, wo bic schwarze Nacht ihr miibeS Haupt niebergelegt, ba wimmert mit einbrechen-ber Dammerung ein verlasieneS Ave - GISckchen grauenhast-melancholische Tone, wie Kummerthronen unb Klosterelenb, bumpfer Weihrauch wirbelt in ben beengenben Raumen unb unheimlichc Chorstimmen brurnrnen Kyrie eleifon. Auf berfelben ©telle gliinzte vor zwei Jahrtaufenben im Morgenglanze ber Em-pftnbung, im Friihling ber eblen Kraft ber Tempel ber ©bttin von Cytherr, on berfelben ©telle be- tete ber Rfimer in briinftiger Ueberzeugimg zur ewi-geti Schonheit, seine tiippen beriihrten ben gottlichen Marmor mit siitzem Grauen, aber cr glaubte, benn cr cmpfanb, er empfanb den simpathischen Zug im Herzen, die Slirnrne des Schiinm unb Eblen. Dieser Zug bes Herzens war bie Religion. Mit bieser Religion blilhte bas Hclbenthum unb bie Kunft, mit bieser Religion btiihte bie Poesie, unb fie wuchs so longe, bis ihre Bliithen hinauf-reichten in bas Fabellanb ihrer fantastifchen Anfchau-ungen, unb bas Gluck gebich mit ihren Prinzipien. Gluckliche Romer! Euch war eS ertaubt zu fuhlen, ihr burftet cure ©ottheitcn lieben, benn fie waren fchon, unb biefe Schbnhcit zeigten fie euch, gliick-liche Berstorbene, unb ihr burftet AfrobitcnS Kleiber fiiffen, burftet liebenb in bie Arme ber fehnfiichtigen Najaben finken unter bem Schutze AmathusiaS, ber Konigin ber Siebe. Der Boben ist gcblitbtn, bit grofje Weltbiihne, unb nur bie Schaufpieler haben geirechfelt. Aber fie haben auch ihre Roden geroechfelt, unb anstatt Sofokleifcher Helden herrfcht aufgtblafenc Schalheit, bit blutige TragSbie wich bem tblpelhaften Mario- portofreien Gegenstaiid dec Berwaltung an die Ge-meinben versendet hat. Hicdurch mutzte unbedingl in der Landbevolkerung die Vermuthung wachgerufen werden, der VerfassungStag sei gegen die Intention der Regierung gerichtet. Rationale Blatter werden behaupten, die slovenische LaubbevSlkerung Habe fid) aus Ueberzeugung von dem VerfassungS-tage fern gehalten, wahrend dies nur in Folge der Abmahnuug durch das Organ der Regierung ge-schah. Was berechtigt aber die politische Behorde zu der VorauSsetzung, datz man die Landbevolkerung nicht mil EintrittSkarten vcrfthen hatte, datz die „hier gehorten slovenischen Reden der vcrsohnlichsten Tendenz nicht von uberwaltigcnder Wirknng gewesen waren?" DaS widcrspricht flaarant den Erlassen der Statthalterei, wclche die AnfklSrung dcS Laub-volkes iiber Wesen und Gedcutung der StaatSgrnnd-gefetze, Anbahnung einer Berstandigung -und Ber-fijhnung zwischeu ben Rationalitaten zusagt. — Wie kommt bic StaatSbehiirbe dazu, einen Aufruf amtlich unter ihrem Siegel zu versenden, in welchem n. a. zu lesen ist: „Es tebe Slovenien! Allcs Uedrige bekommen wir zur Zugabe." Am Schluffc forderte der Redner alle Anwe-fenbett auf, jeber in feinem Kreife dahin zu wirken, datz bic beinokratifche Partei organifirt werde, um das Sprichwort wahr zu machen: „Bolksstimme ist Gottesstimme." Allgemeiner sturmischer Applaus.) Der letzte Redner war WieSthaler, eben-falls aus Marburg. Er bebauert, datz das Ge-fctz ben Privatvcrkehr ber Bereine nicht gestattet; Lcrfammlungen. wic bie jctzige, dieten aber einen Ersatz dasiir. Die Tage von Wiiidischseistriz und Cilli siud Ehrenlage bcv Bolkspartei. Es musseu uoch weitere berartige Bersammlnngen, bann aber cine Lanbesversammlung in Graz folgen. Dort miissen bic Forderuugen der demokratischen Partei: wahre Dolksvcrtretung, unbeschranktes Lereinsrecht, Aufhebung ber KlSster und Orben, Verbamiuiig der Jefuiten, bic nicht osterrcichischc Unterthanen find, unbebingtc Pretzsreihcit, Einzichung ber Kir-chenguter, Besoldung der Pricster, Stcuerfreiheit der Prcsse, Bolkswehr :e. — fpezifizirt und bcsprochen werden. Rcdncr schlietzt: Organisation istMacht; Parteizncht und Opserwilligkeit sei die L'ofimg, und bcantragt: die Versammlung moge den als Punkt 5 der TageSordnung aufgesteUten Fragcn zustimmen. (Grotzcr Bcifall.) Der Antrag wird einstimmig an-genommcn. Hieraus dankte noch der Borsitzcndc und schlotz dann bic Bersammlung, welche in mnsterhafter Ord-nung und ohne den gcringstcn storenden Zwischeu-fall stattgesunden hattc. zu roirtnt, das! bic BevMernng sich voitt Bcsucl'c der vbigen BereiilSversamnililng feme halt, da nuv solche Personcn zu-aelassen werden, welche Eintrittskarten bcfit'cii. Lilli, 5. August 18119. Mnrsee, Vezirkskommissar. nettenspicl. War eS nicht jcne Fclsenbncht, obtr ber einst Dioklctian wandcltc? Und Vauinia, wo blicb fie bicse Racht? Unbestimmte Ncbelfiguren tanzteu vor mcincn Augcn. Es mar dicselbc Fclsenbncht und — Dioklctian, er mag auf den Rumen von Salona gescssen sein, vcrsunken in den Traumen seiner fruhcren Herrlichkcitcn, ohnc zu ahnen, datz sie seiner harrte, die langstverstorbene Schone von TuSkien, und im ©ciste vies ich zu ihr hinaus: Fliehe nach Rom, atherische Gestalt, in das Triim-merwerk des Koliseums, du wirst sie nicht mehr finben, die stolzen Liktoreu und Pratoreu, die Triumsbogen der gallischcn Sieger, die sutzen Ge-satige Tibuls, — und ich horte sie Fragcn: Tibersohn, von wanneir dcine Reise? Dauert noch Lie Siebenhiigelstadt? Oft geweinet hab' ich um die Waise, Dah sie nimmer einen Casar Hal! — Heine sagt irgenbwo: „Es ist cine bose Ge-schichte, unb wenn man just nichts bessereS zu thun weitz, kann man bariiber weinen." Unb mir ware es schier so ergaugen. Wo ftanben langS dieser usteren WustL bic Zeugen moderuer GeisteSkraft? Aus den Delegationen. 4. Sttzung der osterreichischen Delegation. Spezialdebatte liber das Budget fur das Miui-sterinm des Aeutzern. Berichterstatter v. d. Stratz beantragt bei Titel 1, Zentralleitung und geheime Auslagen, die ausgespro-chene Zisfer per 373.942 sl. zu bewilligen, dagegen 1050 sl. stir Borriicknng eines Ministenalrathes in eine hohere Gehaltsstnfe nicht zu bewilligen. (Angenommcn.) Ferner beantragt der Referent, den Betrag von 500.000 fl. flit gehcime Auslagen unter der Borans-fctzung, datz kcinerlei andere Betrage fiir geheime Auslagen in Anfpruch genommen werden, zu bewilligen. Zu diesem Antrage nimmt Dr. Leonardi das Wort, uni die Strcichung von 300.000 sl. von dicscr Post zu beantrageit. Es ist offentliches Geheimnitz, datz der grLtzte Theil dieses Fonbes zur Subvention offi-zieller Journale verwendet wird. Dieses Sistem ist verwerflich und der Wurde eines konstilutionellen Staates widersprcchend; in einem solchcn soll sich die offeulliche Meiuung frei und ungetriibt autzeru und die Regierung foil fie beriicksichtigen; durch bezahlte Federn abet wird die offentliche Meinung gefcilscht, unb daS ist verwerflich. Unb setbst wenn Angrifse des Anslaudcs abzu-wehren find, wird bic freie mtabhangigc Presse die Abwehr aus sreien Stiickeu itbernehmen, sobald der einhcimischcn Regierung mirecht geschehen sollte. (Bravo!) Eine Subvention tonne eudlich fiir die geheime Polizci in Anfpruch genommen werden, obwohl (inch hier nur ini Fa lie ber Nvthwehr von biefcm Mittel Gebranch gemacht werden foil. Er beantragt bahef, cs sei der Regierung fiir geheime Anslagen eiit Betrag von 200.000 fl. zu bewilligen. Der Autrag wird uuterstiitzt unb die Debatte dar-llber eroffnet. Svetec unterstutzt diesen Antrag. Die inlan-dische Presse solle nie subventionirt werden, es sei dies gerabezu staatsgescihrlich. Gerabe die subventionirten Journale machen in ^tationalitaten-Hetze unb trageu dazu bei, datz die Achtung vor ber Religion, der ge-geuiiber fie alle RUcfficht unb Wiirde autzer Acht taffen, verfchwiudet. Diefe Richtung ber ossiziosen Jonrna-listik sei entschieden zn verbammen, nmsomehr, als fie den Jntentioneu ber Regierung fchr oft eutgcgenarbcite. Reichskauzler v. 33 e u ft nimmt das Wort, um ben Vorrcdncrn zu entgegneii. Die geheime Staats-polizci sei gegeitiiber den Gesahren von antzen zur Si-cherftclluitg der Monarchic mibebiiigt nolhwcndig. In Bctrcff ber ossiziosen Jonrnalistik ware eS sehr zwei-selhaft, ob bei ihrem Wcgsallc bie Regierung stets in der Lage ware, sich zu vertheibigcii, unb es ware sraglich, ob dann bic iiffcntUche Meinnng noch unversalschter sein werbe. Richt alles sei ossizios, was ossizios er-jcheine; viele Blatter nehnien stir bie Regierung srei-willig Partei, einzelne auch aus bent Interesse, um sich gut iusormiren zu ftinnen. Die Riickhaltlosigkcit, Waren cs die hohlaugigen Fisiognomieu der dalma-linischcn Robiti, die gcistloscn Schlemmcrblicke hint-loser Grandezza, die vielleicht in jenem Rumpcl-schlossc die "Jiacht dnrchjubclte? Es ist ciii markloses Gcschlccht, daS von seiner Bergangcnhcit traumt, aber ihrc Ahnen waren Romcr u»b sic sprachcn bie Sprache des Tacitus uud Ovidius, jctzt lallcu sie nur mehr bie gcbrcchselten Fraseu ber Etikette, unb ein goldbordirter Livroe-Csel busselt ben siebeu Meilen lgngen Titel seines unbedeuteuden Herrn, um ihm damit die Ohren zu kitzcln: Aber trostet euch, ihr seid zwar fchlecht, aber nicht die Schlechtesten. Diefe sitzcn wcit tieser im Flcifch, deuu sie haben noch jetzt Macht, weil sie Gclb ha-bcn. Sie waren euere Berbiinbcte, weil ihr beide gletch habsuchtig unb bumm waret unb bas Bolk pretztet. Eucr Borrecht wurde zum absoluten Gesetz unb ber Feudalismus gab ber romischeu heiligcn glorreichen Inquisition ben Bruberkutz. Still war bie Racht unb ber ..Arcibuea Lodo-vico" gtitt an ben stemernen Denfinalen ber Ge-schichte uahezu lautloS voruber. Auf einer nahen Hohe schimmerte ein Licht. es tarn von einem ein- mit ber bie Regierung von Seite der Presse angegrissen werbe, ersordere auch eine entschiebcite Bertheidigung. Datz dabci mitnnter Mitzgrisse vorkamen, sei zu be-danern, aber jchwer zu vcrnicidcn, wenn man nicht eine Zensur fiir ossiziose Kundgebungcn eittfiihren wolle, was unmoglich sei. Es miiffe beshalb die Regierung die Verantwortlichkeit fiir Mitzgriffe entschieden ablehnen. Was die Klagen des Dclegirten Svctcc anbe-lange, so set das Pretzgesetz, ber Staatsanwalt da, welche Ausschreitungen, von welcher Seite ininter, zu ahnben haben; wenn aber iiber die Hestigkeit der Sprache gegen bie Rationalitaten gefCagt werde, so miiffe cr bemerfcit, datz ber Redner uur die Heftig-feit ber Sprache auf ber einen unb nicht auch auf y ber anberen Seite bemerft habe. (Bravo.) Matzigung auf nationaler Seite werde Hestigkeit auf der anderen Seite verhiiten, und so werde alles zntit gedeihliche« Ziele gelangen. Bei der Abstimmnng werden die 500.000 sl. genehmigt. Zu dem Ersordernisse fiir „diplomatifche Anslagen" nimmt Baron W e i ch s das Wort und beantragt nach eingehender Motivirnng bic Anflasfnng der ©efaiibtfchafteii zu Hessen - Darmstadt, Mecklenburg, Sachsen unb Hamburg. Dr. Rechbaucr: Wir haben bie sinanzielle Lage im Allgemeiiien in Betrachinng zichcn miissen. Ich gtaube, bie Forbernng ansstellcn zu sollen, zu sparen, wo nur immer moglich, nachbent bic Ein-liahmen nicht im Bcrhciltnitz zu den Ausgaden crhoht werden konnen. Die diplomatischen Anslagen sind mit uahezu einer Million emgeftetlt. In friiherer Zeit waren die Lolker mcgen Mangels an Bcrbin-buitgsmittelit ifolirt, da war cs uattirlich, datz man bei beit einzelnen Hoseu Gesandtschaslen unterhielt, uw seine Juteressen gcltcub zu machen, seine Unterthanen zu schiitzcn. Ist bies aber noch heute uothwendig, in ber Zeit ber Eifenbahucit, bcv Telegrasen unb des Kabels? Die wichtigcn Angelegenhciten ber Diplomatic konnen heutzutage ganz gut mittelst Postverkehrs von einem Zcntralpnnkte aus gelcitct werden, wo alle biplomatischen,Faben zusammenlaufcn. Es sittb jctzl j nicht mehr bic Diplomatcn am griiitcu Tisch allein, die das Schicksal ber Bolter leiteii; auch bie Bolker erheben ihrc Stimmctt zur Wahrung ihret Jntcrcsicn und Rechte. Eine 9Zattou, bie mit vollcr Bcgciste-i ttng fur ihrc Rechte cintritt, ist ein Factor, mit bent jetzt gercchnet werden mntz. Ich verkenne nicht, ’bag unter ben jetzigen Per-haltnissen biplontatifche Verbinbungcn feiu miiffe«; aber nur dort, wo sich bic biplomatifcheu Fabcn kon-zeniriren, bei ben fogeitaiinteu grotzen Hofen. Ich din baher fiir die Auflafsmig ber kleineren Gefaitdtfchaften uub ber hohen Besolbnngen unb gtaube, datz ein dt-ptomatischcr Bertrctcr fur die Grotzc und Freiheit des Landes ebenfo gut wirken faun, wenn er auch eine Functionszulage von 20.000 ft. weniger hat. (Ruse: Schr richtig.) Blickeu wir auf Rordamerika, Lessen fantcu Sommerpavillon, in wctchcnt ein balinatini' nifchcr Robiti die Stuuden gtucklicher Licbe gcnoS-Ich horte, wie er ihr die fiitzcstcn Zartlichkcitcn zu* lispettc, wie cr ihr daS unvcrglcichliche VcbcnSgliick ansuialte, das ihnen vergonul, unb fit antwortcU — — waS antmortctc die btaiibtutige Romanin! — ES ward plvtzlich alles fo cinfam urn mich, s° trostlvS ode unb iiber die Felsen zogen die Wolken, die Segler bet Liiste, wie weinende Silstden mit langcn, hcrabwallenden Nebelschleieru; eine versallene Hiitte stand am Stranbe, unb in dieser Hiitte schlum-merle ber alte Fischer ber naheliegenben Bucht unheimtich gahnenbe FelSkliifte fiffneten ihren Rachen, unb auf einem hohett Kegel fatz tin bleicher Ritter mit tblen Ziigen unb eifernem Herzen, fchmtrzlich uach dem bewutzten Lichte fchielend, aber der Ritter verfchwanb unb bos Licht erlofch, und alles das vergcsfenb, was ich eben gebacht, fchlummerte ich ein an bem eisernen Borbgetauber, als eS eben baitt’ merte unb Sebeniko in Sicht tain. (Fortjetzung fofflt.) Gesandtcn an den groytcn Hofen Gehalte bcziehen, tote bei uns ein Legationsrath. Jch Habe schon bet der frllheren Delegation hingewieseu, bah die Gesandt-schaflen zweiten nnd dritten Ranges aufgelassen wer-den sollen, weil nnsere Vertreter daselbst nur durch den Glanz ihrer Uniformen eine Zierde der Hofkreise bilden. In Bezug anf Roin mutz ich meinen friiheren Anttag aufrechl erhaltcn. Jch gehe hiebei nicht vom kirchlichen Standpunkte aus, fonder« beriicksichlige nur tie pvlitische ©cite nnd betrachte Rom roic nngeftihr z. B. Hessen-Darmstadt. Aber biefcr Staat steht wenigstens anf eigenen Fiitzen, wahrend Rom auf den When der Franzosen steht. Man sagt, man rnusse die Gefiihle der katholischen Bewohner Oesterreichs ftfjoneit; ich bin weit davon eiitfernt, denselben irgend-wie nahe treteit zn mofleit; allein die katholischen Ge-fiihte roerben nicht gehoben, roenn man einen Gesand-t°n mit 50.000 Gulden erhfilt. Uebrigens wurden metne Gesuhle durch die Nachrichten aus Rom auf tow fchwerste getroffeu. Hatte ich einen Einfluh — und es ift fi,r Oesterreich uielleicht ein Gluck, dah ich ih» nicht Habe, — so hatte ich die papstliche Allokution fofort mit der Abbernsung des Botschafters beantwortet. Wenn sich ein fremder Herrscher hctausnitntnt, bie Staatsbiirger gegen die Gesetze aufzuhetzen, — welcher Staat, der auf seine Ehre und Stelluug halt, !ollte das gleichgiltig himtehmen? Jch glaube nicht, toife nur ein Staat in Europa es so gleichgiltig hin-genommen hatte, roic Oesterreich. Als ich dieses Roth-buch gelesen, wurden meine Wangen schamroth ob ber ®eleibigungeit, die man unS zugesiigt und die wir ge= to'ldet haben. Ja, dieses Rothbuch ift ein geschriebenes Kanossa! Fur die gciftlichcit Jntercsseu, die wir in Rotu »u roahren haben, besolden wir daselbst einen eigenen Cardinal und uberdies steheu unsere Kardinale mit diom in sortwahrendem Berkehr. Jch fiude daher einen Botschaster in Rom nicht ntehr am Platze und ich beantrage: Der Botschaftetposten in Rom sei auf-gulassen und der diplomatische Berkehr mit dem tomi-schen Hofe mbge durch einen Geschciststrciger mit dem Range und Gehalte cines LegationstaiheS besorgt roerben. (®ii'b unterstutzt.) Baron Weichs unterstutzt ben Autrag Rechbauer, '®Shreub Abt Helferstorfer erklart, die Katholikeu Oesterreichs wurden ihren letzten Kreuzer opfern, um Rom einen Botschafter zu besolden. Dr. Klier spricht im Jnteresse Bohmens siir Me Beibehaltnng der Gesanbtschast in Sachsen, wor-auf Dr. Stnrm in krciftiger Weise fiir ben Antrag ^echbauer's eine Vanje bricht. Ein Botschafter in Siorn sei iiberflussig, weil seine Mission baselbst beenbigt, teU'. ersolglos gebliebeit ift. Wollten aber die Ka-^vliken dnrchans einen Botschafter in Rom haben, so »% man nicht etiva zu bent PcterSpfemiige — zu-jueift ber fanere Erwerb cirnter Lente — seine Zn-llucht nehmen, sonbern zu ben reicheit Klostetn unb listen, die denselben ganz gnt besolben fbmtten. Graf Ben st nimmt baS Wort, um fich gegen j*le Outrage der Hetten Baron Weichs unb Dr. Rech-.auer anszufprecheu. Die fleineren Gesanbtschastcn *eien unentbehrUch, weil fie wesentlich zitr Bilbnng 9l'ter Diplomateu beitragen und man bei ben fleineren wen fehr oft gnte Jnforniationen holen tonne. Die ®cfchafte batten sich mit bett ncueu Berkehrsmitleln At verminbert, fonbern im Gegentheile zngenommen. ^°ziiglich Roms weiSt Graf Benst baranf hin, bah niau daselbst nur bag Oberhanpt ber katholischen Kirche ^ nicht den Herrscher im Ange Habe. Wenn die solution blos vom Beherrscher eines kleinen Staates ^usgingc, so wurde matt allerdings nicht Diet Umftanbc jnachen; allein fie geht vom Oberhaupte ber katholi-l*en Kirche aus unb ein gewisienhaftet Minister )®&e nicht allein zu ermageit, ob baburch die Re-9|er«ng getroffen wirb, fonbern welchen Einbrnck lefe Ansprache bei ber Bevolkerung mache. Die Ant-^°rt, die Oesterreich auf die Allokution ertheilt, war ^etdittgg im Diplomatenstile abgefaht, allein fie wahrt Mommen bie Wurde unb das Ansehen Oesterreichs. . wen Bruch mit Rom herbeizufiihren, ware freilich leicht gewesen, allein dieses wollte ebett die Re- gieruug vermeiden unb, ohne in llnterhandlungen weiter sich einzulaffen, eine rtthige, gemajiigtere Stimmung erzeugen. Das Miuisterium Habe den Weg der Mitte betreten unb hofft dantit das Rechte zu tresien. Bei bet Abstirnmnng roerben hierauf bie Antrage ber Delegirteu Weichs unb Rechbauer verworfen (dafiir 15 2)titglieder) unb die Ausfchnhantragc nebst ben auherordentlichen Ausgaben von 60.000 Gulden fur bie Reuoviruug des BotschasterpalasteS in Rom ge-nehntigt. Vtachfte Sitzung morgen. Noch ein Gruud fur Aufhebung der Kloster. Aus Cilli erhalt die „Tagespoft" folgende Mit-theilung: Bei einent Haar hatteit auch rotr unsere „Klostergranel" gehabt. Ueber eine von hbherer Stelle anher gelaugte Anzeige, dah in dent Franziskanerkloster zu Nazareth bei Prahberg im Sannthale ein Monch feit dreihig Jahren gefangen gehalten werde, wahrend eiit anderer durch erlittene Aiihhandlungen zn Tode gcqualt worden sei, begcib sich eine Gerichtskommission in das genannte Kloster. Die Zelle, in der sich ber genannte Pater befindet, trug allerdings die Spuren grotzer Beruachlassiguug an sich; allein aus ben Ant* worten des fie bewohnenden, etma siebzigjahrigen Mon-ches ging hervor, dah derselbe die ncthige Pflege und Bediennng erhalte, ja dah ihnt feiit Anfenthalt dutch die Lange der Zeit sogar lieb geroorben set. Er liegt grohtenheils im Bette, liest banu und roann Bucher unb fiihrt in seiner Weise ein behagliches Leben. Sein Zellennachbar, ber aus ahnliche Weise in Ruheftanb gesetzt worben war, ift uach ber Ansfage bes Monches tor einigen Jahren geftcrben. Die Kommiffion ver-lieh bas Kloster, ohne irgettb einen Anhaltspnnkt zu einent gerichtlichen ©inschreiten gesmtben zn haben." Gut, bah man in Nazareth tein Verbrechen kon-statiren konnte. Das Schicksal jenes Monches, der dreihig Jahre in seiner Zelle, einent seelenlofeu Auto-ntaten gleich, zubringi, findet sich jedoch taufendfach in alien MvuchS- unb 5)ionnentlbftern Oesterreichs ntehr oder roeniger abfchrecfenb roieberholt. Mutz man, fagt fehr richtig die „Tagsp.," eine 9ionne oder einen Mionch nach langen Jahren an einent efelhaften Orte eingemauert fiubeit, um ihr Leben fiir ein verlorenes, zwecklofes, ihre Freiheitsbeschranknng fiir einen Raub an ber Mitwelt zn halten'? Pvlitische Rundschau. Laibach, 13. August. Dcr „Bolksztg." zugehcndcn vcrlahlicheu Mit' thciluugcn zusolge, steht bie Abberufutig des (Srafen v. Wim pffen aus Berlin demuachst bcvor unb wiirde an seine Stelle eine ber Betsohnnng mit Pteuhcu ntehr zugeneigte Personlichkeit ben Berliner Gesaudischaftsposten uberttchmeit. UulLngst haben wit nach bet ..Feldkitcher Zei-tune" erzahll, dah der Furstbischof von Bri-xen attgeblich gewisse EhegerichtSakten, zu deren perausgabe ihu die welilichen Getichle verhalteit mollten, veniichtet Habe. Auch anderseils wird nun die Nachricht beftatigt und gemclbet, dah Bi-schof Gaffer die betreffenben Aftett richtig vernichtet und die lucgcn verroeigcvtev Herausgabe ihtn auser-legte Konventionalstrase von 1000 ft. gejahlt habc. Bezuglich der Agitationen zu den bo h m i f chen Landtagswahlen wird berichtct, dah iu dem gemifchten Landtags-Wahlbezirke Senftenbetg-Grulich, welchen bisher Cizek uertrat, czechifcherseitS kein Kandidat niehr aufgeftetit wird, weil die eerfaffungstreue Partei voranssichtlich in der Majoritat ftin wird. Die SOOjahrigc Erinnerungsfeier der Union von Lublin rottrde am 11. d. von Seite dcr polnifchen Bevolkerung in Lemberg fest-lich begangett. Fast alle Verkaufs-Magazine waren gcfchloffcn. Bormittage fand ein zahlreich befuchter Gottesdicnst in det Dominikanetkirche stall. Hier-auf wurde znr Errichtung eines DenkhtigelS auf dem Schlohberge gefchritten; Smolka machte nach einer knrzen Anfprachc ben Slnfang; ihm folgten bie Mitglieder deS StabtratheS, viele Korporationen unb Deputationen. Abends sand eine Illumination unb eine feftliche polnifche Theatervorstellung ftqtk. Unter bett Polen herrfcht eine ruhige, seierliche Stimmung. Der Zustanb bes s r a n z o s i s ch e n K r i e g S-ministerS Marfchall Niel fell hoffnungslos feitt. Die Kaiferin hat den Marfchall vorgestern befncht. Stirbt Niel, fo tritt einer der energifcheften Gegner Grohpreuhens vom Schauplatze ad, denn wenn es nach Niel gegangett ware, wiirbe die franzosifche Armee schon langst ausmarfchirl fein. Zur Tagesgeschichte. — Am 11. hat in Graz unter grohent An« brattge bes Publitums bie erfte Schwutgetichtsvet-hnnblung biefer Session gegen Hettn L. R. Zimmermann, Rebafteur ber ,,'greiheit," toegett Auf-rotegelnng stattgefuttbeit. Um Halb sechs Uhr verktiit-bete ber Obmann ber Geschwornen, Professor Gabrieli), den Wahtsptuch berselbeit, welcher auf alle acht Fragen einftimmtg „Nein!" lautet. Der Gerichtshof fprach hierauf Herru L. R. Zimmermann vou ber Antlage frei. — Der staudische Ausfchuh des a llgetneinen osterr. Lehrertages label in einent Aufrufe bie Lehrer ber osterreichisch-ungarischen Monarchic zum dritten Lehrertage nach Graz ein. Die Vorversamm-lung findet ben 30. August, die Berhaudluugcn ben 1. unb 2. September stall, ba biese Tage von Seite bes Ortsausschnsses in Beriicksichtigung ber Lotalver-hattniffe als bie geeignetsten ertanut wurben. Der An-melbungstermin ift bis 15. August festgesetzt unb haben sich die Theilnehmer an ben Ortsausschuh (Real-lehrer Spinner, LehrerbilbungSschnlc in Graz) zu toenben. — In ben nachsten Tagcn findet in ber Umge-bung von B r it n n eine Satularfeier anlahlich ber Thatsachc ftatt, bah tor hunbert Jahren Kaiser Josef bort gepstiigl hat. Das Fcst biirfte, wie gemclbet wirb, grohere Dimension«! annehmeit 1 unb demselben auch der Minister des Jnnern beiroohnen. Ein Mordanfall in dcr Kirche. Als im Beginn des Vonnittagsgoltesdienstcs ant vo-rigcn Sonntag tor zahlrcichcu Andachtigen ber Hilfs-prebiger Heinrici in der foniglichen Domkirche zn Berlin die Liturgie leitete unb eben bie erften Worte bes Glaubensbetenntniffes fprach, brangte sich pliitzlich, bett Kirchcnbicncr bei Seite fchiebenb unb cinige Worte sprcchcnb, aus bencn man ben Zuruf: „Du liigst, ttieber mit Dir!" hcransgchort haben will, ein blaster junger Biann mit verstortem Angeficht in bas Gittcr bes Altarranmes, trat bis auf die Entfernung von ettra brei Schritten an bas Betpult des GeiftUchen unb feucrte mit hocherhobener Rechten ein Terzerol gegen ben uichts ahnenben Prebiger ab, jcboch ohne benfelben zu vcrlctzen. Im udmlichen Augenblicte unb ehe noch die erfchrockenc Gemeinde rccht wuhte, was gefchehen war, wurde iubesfen ber llebelthdter ergriffen, zur Satristei gesUhrt unb von hier aus ber Polizei iibergebeu, wahrend Herr Heinrici mil bewunbers-werther Geiftesgegenwart, ohne fich butch bie Berce-grntg unter fcincn Zuhotern stbren zu lafsett, sein Gc-bet mit erhobener Stimrne zn Ende brachte nnd fcantt abtrat, als ob nicht« gefchehen ware. Dcr Thater, ein junger achtzehnjahrigcr Mcnsch Natucns Bieland, ber sich Schanspteler nennt, eine titchtige Ginmasialbildung genosien haben, abet seines auffahrenben, rcanfelntutht* gen Wesens halber schon von semen Schulkamerabcn stcts gehanfelt worben fein foll, ift fehr cxzcMtischer Natur unb geberbete sich auf bent Transport znm Gesangnih in so auffalliger Weise, bah man fast zu bent Glaubcn sich ueigett mochte, bie ganze That sei nur in Szcne gesetzt worden, uut ebett ettvaS bcsonbers Auffalliges zu beginneit. Die Kugel ift liber dent Kopfe des Predigers hinroeggegangen unb hat ihren Weg nach bent (Shor genontmen, auf bent sich die Sanger befanden. Wie eiu Loch in der holzetncn Btlistung bes Chores zeigt, hat sic biefclbe burchgefchlagen unb ift an bet gegcntiber« liegenben Wand ermattet. Erst nachtraglich ift bekannt geworden, batz babci doch bcinahc ein Menschenleben dem Attentat zum Opfer gefallen ware. Die Kngel hat namtid), nachdem fie die Brustung durchdrungen und schon stark ermattet war, die rechte Wange eine6, bent Domchore angehorigen zwolfjahrigen Knabcn ge-ftreift unb bemfetbcn eine leichte Kontusion beigebracht. Da die Feststellung des Thatliestandes erst nach been« betem Gottesbienst beginnen fonnte, blteb ben recher-chirenben Beamten anfanglich bieser Umstanb nnbe-kannt. Am Montag haben bereits bie erften gericht-lichtlichen Berhore in bieser Angelcgenheit stattzefnnben. Dari Verhalten Bielanb's ist noch ganz so, wie bei beit polizeilichen Vernehmnngen, das eines maleriali-stischen Fanatikers, der gleichzeitig in Folge seines uberspannten exzentrischen Wesens fid) stolz auf seine That zeigt, anftatt sie zu bcreueit; er bebauevt nur, batz er fehlgeschossen hat. Ein Herr, bem bie Kuzel nach AnSsage niehrerer Zeugen bas Haar gcftreift haben soll, hat bisher liicht ermittelt roerbett konnen. Der bebauernsirerthe Vater Bielanb's ist auf bie Kuube Son der unseligen That sosort nach Berlin gekoutmeu. LokaL- unb Provinzial-Angelegenheilen. Original-Korrespondenz. Friedau, 10. August. (Tabor. — N e ue 3eitrechituitg. — Die slovenische Linde. — Resolutionen. — Telegramm ausCilli. — Seelenzahler.) Das erste Jahr der iteueit Zcitrechnung der Slovencu begamt am 9. August 1808 in Suttcitberg unb eitbete vorgestern ntit bem Tabor in Friebau. Dem Fehler, bah ber erste Tabor miter deutscheu Eicheu tagte, entging bas hiesige Komitee hochst gliicklich, indent es eine 100.000 Secleit faffenbe Wiese anssindig niachte, auf welcher Eine flovenifd;e Linde ihr stolzcs Haupt emporstreckt. Dieser VersarnmluugSort ware abet auch, wenn die erwarte-teit Gaste auS Laibach gefommen waren, uicht voll geworben, ba bie Zahl der Anroefenbeit — mit Ein-fchluh einigev Herren aus Marburg unb niehrerer, burch pelzverbramte unb deshalb fiir den Sommcr sehr prak-tifche, gar aus Prag bestellte blaue Kappen gekeuu-zeichneter Studiosi fauiit 3000 betrug, baruntev viele Warasbiner, welche ber Progrannnspunkt „Zustaube-briitgung einer Brucke tibcr bie Drau" (beim Tabor in Lichtenwalb icurbe eine Uber bie Sau gefchlageu) herbeigelockt hattc. Ein anberer Prograrnmspunkt be-traf bie Errichtmig einer Sparkasse tn Friedau, — htichft intereffant fiir eine Volksverfainmlung. — Dah die Befprechung der ubrigen Punkte des Programms, die Gritndnng eines vereinten Sloveniens und fornit die Losreihung der fubltchen Steiermark vorn Ober-lanbe, die Einfiihrnng der flovenifchen Sprache in Schule unb Amt, ben Himmel fur bie Slovenen unb bie Hiille fUr bie Deutfchen als unocrnieibltch hinstellte, ist felbstverstSnblich. Unter bett Rebnern exzellirie wie gewohnlich Dr. Zarnik, bie kiinstige Perle bes kraini-schen Lanbtages, burch seine gewcihlten Ausbriicke gegen bie „Nemškutarji," aber — Steiermark ist noch intmer nicht getrennt unb bie Nemškutarji stub noch tmmer nicht als ©abelfrUhftiick verzehrt. Nun, wir gratulireit ihm zn semen ferneren Verspeisimgen ber Nemškutarji als Lanbbote von Treffen unb finbeit es begrciflich, rocnit er fich bie frainifchen Landtagsfeffionen rndglichst lange bauernb wiinfcht. Weil wir nns schon in der Gratulationsstimmung befinben, miiffen wir auch uitferem Seelenzahler ini „Slovenski Narod" zu feinem gldnzenben Erfolge Gluck roiinfchen, benn wie prachtig nimmt fich bie von ihm entbedfte Zahl „9000" aus! Ein ber Volksverfamntlnng nicht mitgetheiltes Telegramm aus Cilli foll bem Tabor Kuube gebracht haben, batz bie Theilnehmer ant gleichzeitigen Ver-faffungstage zu Cilli ben nur fiir ciitige Huuberte Raum bietenben Klostexzarten nicht einntal znr Halfte fiillten. Der Abfender dieses Telegramms inntz ein fchlechter Seelenzahler feiit, da bent Vernehnien nach an jenec Verfainmlnng iiber 3000 Man iter theilnahmen. Welche ber beiben Bersammlnngen den groheren Erfolg haben wird, ist abzuwarten. Wir hoffen auf bas beftimmtefte: Der SBerfaffungStag in Cilli. Lokal-Chronik. — (Meb.-Dr. Ferdinand Bbhm), k. k. Distriktssisiker in Laibach, ein junget intelligenter Arzt, welcher fich in ber kurzen Zeit seines htefigen Anfent-haltes bie vielseitigsten <3 im path ten erworben hat, ist in gleicher Eigenfchaft nach Gottfchee ubersetzt worben. Die Stelle eines DistriktsftsikerS in Laibach wird nicht befetzt, fonbern burch cinen Privatarzt mit Remuneration proviforifch fubftituirt. Der Konkurs fiir biefe Substitution ist bereits ausgefchrieben mtb ber letzte Kompetenztenuin auf den 25. August feftgeftellt. — (Siciitalbahn.) Das Hanbelsministerinm Hat der priv. AktiengeseUfchaft fiir Bizinalbahnen bie Bewilligung zu Borarbeiten fiir eine Lokomotiveisen-bahn von Cilli im Anfchluffe an bie Siibbahn nach Mott nig (Krain), auf bie Daner eines Jahres ertheilt. — (Zehn Kunstlerstipenbien) im Be-trage vvn je 300 fl. mit ber Wibmung zum Bcfuche der Kunstgewerbeschule des k. k. Museums fiir Kunst und Industrie stub erlebigt. Bewerber tint biefelben haben ben Nachweis iiber bie beenbeten Stnbien eines Unterginmafmms ober einer Unterrealfchule zu tie-fern unb Proben eines unzioeifelhaften Talentes unb Beruses fiir bie Kunstinbustrie mtb ber bereits er-langten Bilbuugsstuse vvrzulegen. Die in ben Befez-zungsvorschlag Einbezogenen haben fich ubrigens einer Aufnahrnsprufuug uber bie Fertigkeit im Zeichnen, Mobettiren unb im Schnitzen an der Kunstgewerbe-fchule bes Museums zu unterziehen. Die Daner bes Stipenbinms ist vorlansig fiir ein Jahr. Die Gesuche finb langftens bis 15. September bei ber Direktion bes k. k. Museums fiir Kunst unb Industrie in Wien einzureichen. — (Sttpeubiuut fur Techniker.) Sei-tens ber Sparkaflebirektion wird fiir Studirende, welche fich ben hoheren techuifcheit Stubien wibmen wollen unb aus Krain gebiirtig finb, ein in Erlebigung gekoni-mener Stiftplatz jahilicher 157 fl. 50 kr. ausgefchrieben. Gefuche find bis 31. b. M. ait die Sparkaffe-Kanzlei-vorftehung zu iibergeben. — (Die Lofung i it % r i e ft) zum Behufe ber Militaraushebung ging geftern in ber grotzen Kaferne in vollkvnimenster Ordnuug von ftatten. Die Kou-fkribirteit sowohl aus der Stadt als aus dent Territo-riunt hatten fich zahlreich eiitgefunben. Laibach, 13. August. Nachts fjeitev. MvrgeuS dichter Rebel, spater Aufheite-rnng,Feder- niidHanfenwolken.schwacherWestwind. Warme: IDiorgenS ti Uhr + 6.8'', !liachmiltags 2 Uhr 4- 17.5' (1868 + 22.0"; 1867 + 19,6“.) Barometer: 327.70"', im fallen. Das gestrige Tagesmiltel der Wcirme + 9.8°, uni G” unter bem Normale. Angekommene Fremde. Am 12. August. SladS Wien. Joachiintailler. RechnungSrath, Graz. — Kreulitsch, Tiister. — Killler, Bcsitzer, Neumarktl. — Bernhardi, Leipzig. — Kugy, Tricst. — Tanko, Ratibor. — Eppich, Troppau. — strezi, Gottschee. — Rohm, Rcifentier, Wien. — Bcncrig, Private, Graz. — Karoline uud aiiimta Billbner, Cilli. Elel'asil. Zupaucic, Triest. — Metzner, iiaufm., Wicii. Strains, Kondukteur, KormonS. — Hock, k. f. Bearnte, Graz. — Lipold, k. k. Bergrath, Jdria. — Br. Taufsrer, Gutsbesitzer, Weixelbnrg. — v. Hettinger, k. k. Hauptrn. Auditor. — Berenger, Znjpeklor, Wien. — Pulitzer, Advokat, Triest. — itaiiz, Lcscher, Jnnerkrain. -- Cermak, Wien. — Sterner, Private, Graz. — Wanditschitjch, Private, Graz. Gedenklafel uber die am 16. August 1869 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb., Martiiiitz'sche Real., Urb.-Rr. 25, Kommenda Laibach, Land. Gcr. Laibach. — 2. Feilb., Konc'sche Real., Gorice, BG. Krainbiirg. — 1. Feilb., der fiir Josef Strainer auf die Real, der Maria Strbiner sub Einl.-Nr. 22, ad Altendorf sichergestellten vdteriichen Erbsentfertigung pr. 400 fl. BG. Laibach. Telegraphischer Wechselkour» vom 13. August. 5perz. Rente Lsterr. Papier 62.65. — 5perz. Rente bsterr. Silver 72.— . — 1860er Staatsanlehen 100.80. — Bankaktim 770. — Jtrebitaktien 308.30. — London 123.90. - Eilber 120.75. — St. k. Dukalm 5.89. Marktbrrichte. RudolfSwerth. 9. August. Die Durchfchnitts-Preise ten fich auf dem heutigen Markt, wie fvlql: n kr. ft. kr. Weizen pr. Metzen 4 40 Butter pr. Pfund . — °48 Korn „ 3 30 Eier pr. S'tlck — 11 Gerste 2 GO Milch pr. Mah — 10 Hafer „ 1 30 Rindfleisch pr. Pfd. — 22 Halbfrncht „ 3 70 Kalbfleifch „ — 26 Heiden ,, 2 88 Schweinefleisch „ — *— Hirfe 2 56 Schbpsenfleisch ,, — 18 jiuknrntz 3 20 HLhndel pr. Stiick . — 30 Erdapfel — — Tanben „ — 22 Linfen 6 40 Hen pr. Centner . 1 30 Erbsen 6 40 «troh „ 1 Fisvlen 6 40 Holz, hartes, pr. Klft. 6 — Rtndsschmalz pr. Pfd. — 45 — weiches, • „ — — Schweineschnialz „ — 45 Wein, rother, pr. . Speck, frisch, — — Eimer .... 6 — e-pecf, gerauchert. „ — 40 — weitzer . . . 5 Telegramme. Wicn, 12. August. Der BudgetauSschu^ der ReichsralhSdelcgation nahni ben Antrag an, iiber das Jnbcmnitatsanfuchcn unb ben Nachtragskredil fiir 1868 bis zur Borlage bes Rechnungsabfchlufses nicht zn verhandeln. Wien, 12. August. Nach bem ..Wanderer" befchlotz bas Katholikenkomitee, bem Erzherzvg Karl Lndwig baS Protektorat der Katholikeuvercine ans zubietcn. Prag, 12. August. Bifchofliche Justrnktio-ncn an ben KleruS ertlarcn mit Zustimmung bed PapstcS, batz die Bethcilignng bes ftlenis an ber ncucn Schulaufsicht kirchlicherseits zu geftatten fei. Ein ^ Kellermkistn wird aitfzuitehmcn gcfucht. Nahcres aus Gefiil-ligkeit in der Expedition bieses Blattes. (236—3) Eine in reijenber, herrtichcr Lagc befinbliche Befitzung, (11/4. fetnnbe von Klagcnfurk) beftehenb auS Wohn-Hans, ganz im Schweizerstil erbaut, Wirthfchafts-gebduben, Kiichenqarten, 2 Obstgarten, 13 Joch Acckcr, 13 Joch Wiefen unb 14 Joch Walb, ist fogleich ;u bcrtttltfctt. Frankirte Anfragen finb an Herrn Rudolf Bertschinller's Buchhandln«k in Klagenfurt zu abrcffiren. (237—2) AOahmk cittcs routinirten, kautions-fahigen Wirthes znr Befor-gun'g eines (233 -3) Weiuschankgeschiiftes. Anskunft in der Administration dieses BlatteS. Wiener BSrse vom 12. August. Staatafonda. 5perc. often. Wabr. . — bto. Slcitte, iift. 'iiatJ.i «i.G5 bto. tto. dft.in ©ilb. I 71.90 Sole bon 1854 . . .- 62.50 Lose von i860, ganze lul.— Los: eon i860, gttnft. 103.25 PrLmicnsch. v. 18V4 .124.— OrundentI.-Obl. Steiermntt ’J2.75 Siirnten, jtrain u. jtiiftenlant r> „ ■ 86,— Ungarn . . zu5 „ 81.50 ikoat.u. ©lae.5 „ 82.75 Eiebenbiirg. „ 5 „ 80. Aetlen. itationalbant . . . Ercbitanftalt . . . It. o. SScomPle-Ges. Analo-Lfterr. Bank . Ceft. Bodencrcd.-A. . Oeft. Hypoth.-Baill . ©Icier. LScompt.-Bk. ffalf. Ferd.-Nordb. . ©tidbahn-Gesellsch. . Aaif. Llisabetb-Bahn. L-rl-Ludwig-Bahn ©iebenb. Lilenbahn . Geld Ware 773.— 311.—! 915.— 417.50 319.— 1107.— '270.— | 2297 277.70 1190.50 (165.75 176.-187.— 1189.50 >179.— Pfandbrlefe. Nation, ii.ro. verloSb.! 95.— llng. Bod.-Sreditanst. 92.— «llq.Sst.B°d.-Lredit. 109.-bto. in 1193. riicti. . 91.40 Saif. Franz-JosefSb. RiinfL*itiatcfcr C.=®. Ltsold-Fium. Bahn . 62.75 72. 98. 101.20 103.75 124.20 93.50 94.— 82.■ 83.50 80.50 775 311.20 920.— 418.- 321.— 108.— 275. 2300 277.90 197. 266.25 178.60 187.50 190.50 179.50 95.25 92.50 109.50 91.75 Deft. Hypoth.-Bank . Prlorlttlta-Obllg. ©Ubl).=@ef.ju 500 ftt. bto. Bons 6 pLt. Norbb. (100 fl. CM.) Sieb.-B.(200fl.o.W.) RubolfSb.(300fi.S.W.> Franz-Iof. (200 fl.©.) Loae. drebit 100 fl. 0. W. . Doil.-Dompffch.-Gef. zu 100 fl. CM. . . Triester 100 ft. CM. . bto. soft.s.ro. . Cfenet . 40 ft. o.W. ©atm . . 40 „ WffS . 1 40 „ Cl-ry „ 40 „ ©t. ®cnot8„ 40 „ rogra? s; Jtegteei* . 10 , RudotfSstist. lOS.SIB. Weobael (3 Mon.) AugSb. 100 fl.fiibd.!!0. Yranlf. 100 ft. „ „ London 10 Pf. ©tett. Paris IOC Hranc« . Mttr ’ Saif. Miin. 1icaten. 20-yrancSs.US. . . BereinSthaler . . . ©iiber . . . . Geld 98.50 120.25 245.50 93.— 91.— 94.— 94.50 162.— 97.—! 125.— 58.75 35.— 41.— 35.50 35.50 33.75 22.50 22.— 14.50 15.— 102.40 102.50 123.60 49.10 5.88 9.89 1.81 120.50 Ware 99.60 120.« 246.60 93.60 91.60 94.6» 94.V0 162.60 98.-" 130.' 69.85 35.60 48.-: 36.6» 36.60 34.86 SilčO ičiio 102.6» 102.6» 123.70 49.16 5.89 9.90 1.81 181-" Derleger und fiir bieNedaktivn vrrantwortlich: Dttomor Bamberg. Druck von Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach.