LaibllchelMMtlmg ^»4« ^^3? Pränumerationspre!«: Im Comptoir ganzj. ^b-k^ <^M»«H !>- il, h"lbj. «I. 5.5". FUr die Zustellung >»« Hau« »^U»«,. hall»j.2Ull. M>ldcrPostga,!zl.si.l5,haIbj.fi.7.5«. Samstag, l3. October Insert lonsgebllhr bis 10 Zcllrn: Imal L0 tl., 1 t)/3^ lm.wlr., 3«,. i st.z lonst Pr.Zeilt lm.o ll., iim.8lr., > ^>H>I 2m. I0lr. u. s. w. Insertio»«ftcmpcl ltdt«ui.2U lt. ^.v^w^ ^ , 3^ev Slaatsministcr hat cine am Gymnasium zu "'wt cilcdigte Lehrstelle dcm Gymnasiallehrer zu Vc> '""a slmon Zingerle verliehen. .. Dcr Staatsminister hat den Lehrer der selbstän->l>en Commnnal»Unterrcalschnlc in Lcobcn Friedrich ^'Nmcrcr zum wirklichen Lehrer der k. l. Ober- "al!ch»lle in Salzburg ernannt. . Die croatisch.slavonische Hofkanzlci hat den bishe-^e>' Caplall an dcr St. Marcns Kirche in Agram Dr. ^ "uz Ivekouic zum RcliaionSlchrer am Gymnasium '" Waraödin cruannt. ^ ,,_________________________ 3Iichtamllicher Theil. Laibach, 13. October. : Die Zeit der politischen Windstille, in der wir ^l lcbcn, ist der Eonjcclnralpolilit wieder günstig. ,'"c dcr abculcnerlichsten Ausgeburten dclsclbcn wird °ln Londoner „Advertiser" colporlirt, welcher schreibt: ''^arum sträubt sich Sachsen so lange gegen den Fric- n mil Preußeu? Es weiß warnm. Louis Napoleon . . "Die Friedeusverhandlungen mit Sachsen sind wie-ln Gang gekommen; daß aber der Staud dcrsclbcu zu der Hoffnung auf einen baldigen FriedcnSabschluß berechtige, davon hört mau hier an unterrichteter StcUe nichts. Wahr ist cS allerdings, daß der Fricdensab. schlnß tanm mehr lange anf sich warten lassen lann; diese Erwartung gründet sich indeß nicht sowohl auf den günstigen Stand der Verhandlungen, als vielmehr auf die uon allen Seiten bestätigte schlimme Lage des sächsi-schen Hofes und Heeres so wie auf die immer cnlschic-dcner und einmüthigcr hervortretende Stimmung des sächsischen Volles. Wenn in Betreff der Verhandlungen berichtet wird, es sei jetzt eine vollständige Einigung über gewisse militärische Arrangements erzielt, die früher im Kricgsministcrium — richtiger: vou den Eommissa-rien dcö KricgsministcriumS — als befriedigend erachtet, vom Grafen Bismarck aber beanständet uud dem. nächst vom Könige verworfen waren, so ist so viel aller-dings richtig, daß gewisse uon Sachsen in militärischer Beziehung gemachte Propositions, welche man an einer Stelle für annehmbar gehalten hatte, vou entscheidender Seite zurückgewiesen worden sind. Eben so gewiß ist es aber anch, daß unsere Regierung auf ihren Fordc< rnngcu, welche die Gewährung einer sicheren uud voll-ständigen Garanlic für die Beherrschung dcr militari, schen Stellnng Sachsens durch Preußen zum Inhalte haben, durchaus bcharrt." Und das „Dresdner I." äußert sich in Form einer Berichtigung unter andern folgendermaßen über den Gcgeuslaud: „Zn einem in der „Eonstitntionellen Zeitung" enthaltenen Artikel mag cS gestattet sein, hier einige kurze Bemerkungen zu machcu. Die so häufig jetzt in verschiedenen Blättern wiederkehrende Phrase: „Sachsen zögere" Frieden zu schließen, „setze vielmehr zähcu Widerstand" entgegen, ist so allgemein und trägt so deutlich die Tendenzen au der Stirn, daß man sie um so mehr unbeachtet lassen kann, alö sicherlich dcr Verfasser jenes Artikels so wenig etwas von den Friedens« ucrhandlnngcn weiß, als Schreiber dieses; das aber weiß lctztcvcr und weiß das ganze Land, daß, wenn unser König etwas verspricht, er Wort hält, und daß er daher, nachdem er einen ehrlichen Anschluß an dcu nord< deutschen Bund zugesagt hat, diese Zusage auch ehrlich meint und halten wird. An dcr Treue und Ehrlichkeit des Königs hat anhcr dem Verfasser jenes Artikels noch niemand gezweifelt." Hiezu fügt das genannte Blatt noch folglndc Darlegung: „Dcr Artikel der „C, Ztg." ergeht sich ferner über die Ausgleichung dcr Kriegslasten. Es ist aber nnrichtig, wenn er sagt, die Stünde hätten die Ausgleichung beantragt; sie haben vielmehr die Frage zur Erwäguug gestellt und die Be« chlußfassung vorbehalten. Darüber spricht sich die Verordnung dcr königlichen Landescommission vom l. October d. I. deutlich aus. Hat daS königliche preußische Gouvernement zu beschleunigter Erlasfung dieser Vcrordnnng Anlaß gegeben, so wird dicS nur dankbar anzuerkennen sein: es konnte aber wohl jene Vcrordnnng nicht eher erlassen werden, bis dcr Krieg in der Hauptsache beendet war, also z. B. wenigstens die Trupftendnrchzüge aufgehört hatten. — Endlich bespricht jener Artikel die Maßregel des königlich preußischen Gonucrncmcnts, wonach die Micthbcwohner von Ein-qnartierung frei sein sollen. Dcr Verfasser dieser Bemerkungen will über dieselbe nicht urtheilen; darüber aber läßt sich nicht zweifeln, daß unsere Regierung zu einer solchen Maßregel nicht berechtigt gewesen sein würde, denn sie greift entschieden in die Antonomie der Gemeinden cin; nnd wir — ehedem anch die „Con» stilntioncllc Zeitung" — achten diese Antonomie viel zu hoch, als daß wir die Regierung veranlassen möchten, dagegen zu handeln." Die „Patrie" nimmt Anlaß, die über die Vorgänge bei der Unterredung desKönigS von Griechenland mit Marquis de Mou stier verbreiteten Gerüchte anf ihr wahres Maß zurückzuführen. Der Minister habe in dcn Vorstellungen, die er dem König machte, niemals dcn Ton schnldigcr Ehrfurcht und Höflichkeit aufgegeben. Allerdings habe er dcn König vor jeder Einmischnng in die Angelegenheiten von Kreta eindringlich gewarnt nnd ihm nicht verhehlt, daß er im Falle einer solchen Einmischung sich von Frankreich uud England verlassen sehen würde. Dcr König Georg, meint dic „Patric," wäre dem Marqnis de Mousticr für seine weisen Rathschläge nur dankbar gewesen. Oesterreich. ift Wien, 11. October. Heute Morgens 7 Uhr trafen Sc. Majestät dcr Kaiser mit dcr Wcstbahn von dem Enrortc Ischl hier cin. Dcr Aufenthalt Ihrer Majestät dcr Kaiserin, so wie der kaiserlichen Kinder wurde vorläufig von der Witterung abhängig gemacht. Unter den hervorragenden Persönlichkeiten, welche Sc. Majestät dcn Kaiser heute auf dem Bahnhofe in Penzing nächst Schönbrmm erwarteten, befand sich auch der Graf Crenneuille, Chef dcr Gcncraladjutanlur. Ich bemerke dieses deshalb besonders, weil einige hiesige Journale den Grafen nicht unbedenklich erkrankt sein ließen. FeuiNewu. Der Ziindnadelnarr. baut ^° ^ Mcnschcngeist sich eine bescheidene Hütte slol-I "richtet gewiß die Nairhcit dicht nebenan cincn Niuer '^^' '^ ^arrhcit gedeiht in jcdcm Lande, Und s^^"' Klima. Sie kommt anch bei uns gut fort «lins.- ^ speciell in Wien zum mindesten leinen un-"""sl'gcn Boden. suchcr ^ ^"' lU'6 den Projcctanlcn, dcn Quellcn- n und Erfindern in letzter Zcit geworden? ^isu ""6 war diese Frage bald entschieden. Wir deiii^.' daß w" denselben Figuren und Gestalten anf No,.- ^c dcr nächsten Modethorheit begegnen würden, flehet °^' lallte die neueste Acra der Narrhcit be-sl„^ s, Das war uuscrc brennende Frage. Die Lö-Tag '^ "icht lange auf sich wartcu. Es kam dcr lvorb °" ^"'gglätz, ""b Zündnadcl war König ge-^hren ' ^wdings war auch die Intelligenz zu einigen ttfi„d ^lommcn; aber da man die Intelligenz nicht so l^,.'' ""ch weniger aber fabriksmäßig crzcngcn kann, der 3,, . '^ "^ schün, aber nnrcntabcl aufgegeben, nnd bqld^ !!°"adel dlicb die nnbcslrittcnc Herrschaft. Als-dcs '" b" Wciscu, doch die Nadel der deutschen Geh«,, ,A'"den. ^cbcn dem unsterblichen wirklichen ^lulum. ssn ^ tauchten andere mehr oder minder v°" Cl,ass?°^l'atcr der Menschheit anf. Man sprach *""", a« °,' P°dclvilö, Snidcr mit einer solchen Ach-.Tenor c."^ jeder von ihnen ein 10.000-Gnlden-^n^r^ a' 3!""d begann der Kampf dcr „mux/I^ «"urn die „lii-o^Il.loa^rs," der gewöhnlichen Schießprügel ncgcn die Hintcrladungsgcwchre, der natür-lich mit dcm Siege dcr letzteren endete. Im Ecnlralc dcr Civilisation wnrden höchst wohlmeinende Versnchc mit clcctrischcn Revolvern aiigcstcllt u. s. w. Kurz das Reich des Friedens war gekommen und jede Regierung daher bestrebt, ihrer Friedensliebe durch die Einführnng des wirksamsten TödtlMgS93.800 ft., für die innere Ausstattnug dagegen, d. i. für sechs Glocken sammt eisernen Glocken-stühlcu, für die Verglasung sämmtlicher Fenster mit bunter GlaSmosaik und entsprechender Anwendung von fignralcn Dachcllnngcn und für die Herstellung dcr Altäre, des Lettners dci Kanzel, Eomlnunionbanl, Orgel, Kilchenbänkc n. f. w. 258.000 fl. benöthigt. Im Gan-zen beläuft sich' daS Erfordcrniß auf 1,351.800 si. Dicsc Summe reducirt sich dadurch, daß für daS Jahr 1866 aus dem StadtcrwcitcruugSfoudc 120.000 si. uud von der Commnue zum Ausbaue dcr Thürme iuucrhalb 5 Jahren 15)0.000 fl., zusammcu 270.000 fl. flüssig gemacht werden, auf 1,081.800 fl. Es würde sonach, wenn dic bis znm Jahre 1872 in Aussicht genommene Vollendung der Kirche verwirklicht werden soll, cinc jährliche Bau summe von 180.000 ft. nothwendig sein. Wie wir vernehmen, bildet die Frage, auf welche Weise die für die Fortführung dcS BaucS dcr Botivtirchc erforderlichen Geldmittel für die Zukunft aufgebracht werden sollen, einen Gegenstand der Berathungen dcS VermaltungSralheS. Ueber die künftige B c sti m m n n g dcr Votivlirchc fand, wic wir dcr Denkschrift cntnch" mcu, im Jahre 1862 eiuc Verhandluug statt. Sc. k. k. Apostolische Majestät entschied in Erwägnng dcS erkannten Bedürfnisses liner nach Lagc und Rauuwcr« hältnissc» geeigneten katholischen GarnifouSkirchc in Wien, daß die Votiukirchc, unbeschadet ihrer eventuellen Ei-gcuschaft einer Eivilkirchc, für so lange als vom Mili« lärärar eine eigene OarnisonSkirchc nicht hergestellt wer« dcn würde, von dein Fcldclcrus WicuS bci Voruahmc geistlicher Functioucu uud Abhaltung militärischer Kir-chcnfcicrlichkeitcn cilwcrständlich mit t»cm bestellten Ei-vilpfarrer als Gainisonölirchc zu benutzen sciu wird. — Dic „Wicncr Abendpost" enthält folgendes Dementi: Auö den, Contingent einiger ZcilungSnotizcn, welches dic letzten Tage geliefert haben, scheint uuö ric cinc und andere wcrlh, ausdrücklich widersprochen zu werden. Dahin gehört dasjenige, waö einige Blätter von einer Unterredung dcS k. l. Ministers dcS Aeu« ßeru mit dem l. russischen Gesandten über dic Erneu-uung dcS Grafen Goluchowsti znm Statihaltcr von Galizicu nnd von einem auS Anlaß dieser Ernennung eingcreichlcu EnthcbuugSgcsuch des Grafen von McuS-dorff zu melden wußten. Alles dies ist cbcn so unwahr, als die Angade nbcr die Vorstellungen des kaiserlich französischen Botschafters uud über dic Beschwerden dcS königlich preußischen Gesandten in Betreff des in hicsi- gen Blättern veröffentlichten Protestes des KönigS vo» Hannover. — Die ..Debatte" schreibt: Die „Politik" licß sich neulich aus Wien berichten, das Justizministerium habe über Anreguug bcS Herrn Staatsminislcrs dcl Staatsanwaltschaft in Prag die Weisung ertheilt, a»' zuzcigen, welche Verfügungen gegen dic oppositionelle» Journale scit dem 18. August getroffen wurdcn. Hicra» wurdc gleichzeitig eine Ncihc von Bemerkungen gelinip^ in welchen zu veistehcn gegeben werden sollte, daß dc>>> Grafen Bclcrcdi nichls sehnlicher sei, als dic „Politil und die „Narodni Listy" suSpcudircn zu lassen. Tclc' gramme dcr Wicncr Blätter aus Prag wisscu auch ^ reits zu berichten, die Präger Staatsanwallschaft habe die abgeforderte Anzeige schon erstattet, nnd dicsc >vc>^ bci beiden Blältcrn cine erstaunliche Anzahl vou Preß' Processen nach. Wir wissen nicht, welche BcwandtB cö mit diesen Angaben hat, aber so viel scheint ui's über allen Zwcifcl crhabcn, daß dcr Hcrr StaatsinilU' stcr nach allen feinen Antcccdcnlicn nicht dcr Mann >sl» von welchem eine Mahrcgcluug der Presse, ein Act dcl Nachc gcgcu ein entschieden oder mitunter auch vielleicht rücksichtslos schreibendes Journal vorausgesetzt werde» darf. Allerdings ist cö Pflicht dcr Minister, übcr die Ausführung dcr Gesetze zu wachen, aber wcr sich dara» erinnert, daß Graf Bclcrcdi sich trotz allen Geschreies dcr ccntralistischcn Organe nicht herbeilassen wollte, lü Wien Märtyrer zu schaffen, der wird ihm cine solche Absicht auch iu Prag nicht zuschreiben. Ans Verona schreibt man der „Wiener Abeod" post" uulerm 7. d.M.: So haben denn die Mitglieder der hiesigen ActionSpnrtci ihren Zweck erreicht und dcü ursprünglich harmlos erscheinenden DemonstratioittN Blutvergießen nachfolgen lassen. Lassen Sie mich l>" kurzen Ucbcrblickc dcn Gang dcr Ereignisse registrircü' Gestern theilte das Municipium durch Anschlag dc» Bürgern mit, daß ihm die Nachricht dcS FriedeSschlusses lioin Fcstuilgscomuiando zugekoinmeu sei uud daß das' sclbc auch schon ein Telegramm vom Minist"' Nicasoli crhallcu habe, mit welchem dieser der Stadt das Erciguiß auzcigt. Das Telegramm war auf oe>U" selben Placate abgedruckt, uud schließlich mahnte da« Mnuicipinlu zur Ordnung. Ein andcreS Proclam liiN" digtc an, daß von jetzt ab unbcwaffnctc Viationalgardi' . Ncn für die Aufrcchthaltuug dcr Ruhe Sorge trage" l wcrdcu. Es hieß, daß vorerst die hiesige Feuerwehr-Mannschaft diesen Dieust übernehmen würde. — In dcl Arcun war man uuausgcsctzt mit AuSbcsseruug und Säuberung beschäftigt: cs soll iu derselbe« die allg^ gcmcinc Abstimmuug stattfiudeu; jedenfalls wird dicscr Zudrang von Menschen in dem Riesenbau ciu schclis" werthes Schauspiel abgcbcu. — Bci dcr sich mitllc>> wcile mehrenden Agitation nnd Tricolorcumauie spielt daS schöne Geschlecht nicht dic unbedeutendere Rollt» Man sah nicht selten begeisterte Weibsleute dem Bildnisse des Königs und Garibaldi's auf dcu Straße" Kußhände zuwerfen, zur großen Erheiterung dcr U>U" stehende», währcud die zurückgeschickten Garibaldia"^ venezianischen Ursprunges ihren pcripatclischcn ÄcNll iu den Straßen fortsetzen, unbehelligt vou SoldatM ni'v Polizei; ihrem ctwaS gedrückten Wesen sah man troh dcS rothen HcmdeS dic ernsten und trüben Eifahrinig^ an, welche sie dlübcu im Felde gemacht habeu. —- D^ zahlreich in die Stadt kommenden Bauern gaben i" noch härtere Prüfungsu bevor. Denn von dem Tage an, als „dcr anf dem Boden haftende Pnlverdamps" bei Chlum die anrückenden Preußen dcn Blicken unsc-rer Generalstäbler entzogen hatte, schloß sich nnscr Erfinder-Genie in sein Zimmer ein und ward, mit Auil-nähme einiger dcr irdischen Ernährung gewidmeten Momente, durch Wochen hindurch nicht mehr gcschcu. Schon steckten seine Bekannten ängstlich die Köpfe zusammen und berathschlagten, ob sie nicht gewaltsam in daS gcheimnißvolle Zimmer dringen sollten. Sie glaubten nichts Anderes, alö daß daS Universal« Genie zn dcm in letzter Zeit untcr Souderlingcn so bclicbtcu Uu« terhaltungSmittcl dcr Erbauung einer Privat Guillotine gegriffen Hütte. Dcnn drinnen wurde Tag und Nacht gehämmert uud geklopft. Trotz dcr Sommerhitze muß« ten forlwährcud Kohlen zugetragen werden, und von Zeit zu Zeit wurden Schlosser und Mechaniker als Sachverständige herbeigeholt. Unsere ^cscr werden auS diesen wenigen Andeutungen den Sachverhalt errathen haben. Der Mann war, wie nicht anders zu erwarten, ein Züudnadclnarr geworden. Dcr Ofen in seinem Zimmer war znr Feueresse umgestaltet, auf seiucm Schreibtisch war eiu Schraubslock befestigt uud im Bette em Amboß aufgerichtet. Und zwar wurdc dcr lctztcrc Platz deshalb gewählt, m« die Wucht der Hammer, schlage zu vermindern. So versicherte unö dcr Erfinder in elgencr Person. Denn wir hatten ihn in der lcineSwcaS stillen Werlstälte seines Geistes gesehen, wir sind biS in das innerste Sanctuarium vorgedrungen. Die Wahrheit zu gestehen, sah cs darin nicht eben ap. petitlich aus. Auf dcm Boden zerstreut lagcn die Be-standtleilc cincS zerlegten Iagbstutzcns, Gcwehrschäftc, Zangen u. s. w. Der Erfinder selbst trat uns in ein. fachen, HauSlleidc, welches allerdings au einigen Stel. lcn verbrannt war, entgegen. Auch seine Hände waren mit Brandwunden bedeckt und seine Augen brannten wic glühende Kohlen. Er trug das Käppchcn, in welchem, der veröffentlichten Beschreibung uach, auch der preußische Züudnadclralh seiuc Besuche empfängt, und präscnlirtc sich überhaupt als „dcr ganze Dreysc." Wir stellten unS vor — — Doch für diesen fcier« lichen und interessanten Moment dcö denkwürdigen Zwiegesprächs mit dcm großcu El finder sei cö uns gestattet, dcu StaalSmaulcl dcS Plurals abzulegen uud als schlichtes Individuum im ciufachcu Kleide des Sin-gulars zu crschciucu. Ich stellte mich also dem Zünd-nadcl'Gcnic vor, vcrsichcrlc ihn meiner Verehrung uud licß untcr dcn üblichen Bcthcucruugeu dcr Verschwiegenheit deutlich die Absicht durchschimmern, nicht diScretzu bleiben. Der große Manu machte dic bci solchcu Gelegen« hcitcn üblichen Phasen durch. Er cmpfiug mich vornehm kalt, wurdc herablassend, warm, und eudlich auch mit-thcilsam. Er begann von seinen Erfiuduugcu zu sprcchcu. „Waö sagcu Sie hiezu?" fragte er mich. Dabei wieS er auf einen complicirtcn Apparat, dessen Aussehen jeder Beschreibung spottet. Er hielt die Mitte zwischcu eincm Fernrohr und einem Photographischcn Objectiv. Man hätte das Ding übrigens auch für ciu Astrolabium halteu können. Es hatte vou jcdcin ctwaS an sich. DaS Ganze ruhetc auf einem drcifüßigen Gestelle uud dic Füße liefen auf Rädern. „Sehr interessant," sagte ich. „Das ist," bclchrtc mich der Erfinder, „eiu Po-sitionSgcschütz moderner Eonstruction." „Aber," erlaubte ich mir einzuwenden, „die Mündung des Rohres scheint mir ungewöhnlich klein." „Die Seele, wollen Sie sagen," unterbrach er mich, übcr meine Unwissenheit lächelnd. „Allerdings ist das Kaliber dieser Geschütze kleiner als bisher üblich, aber die Wirkung derselben ist so um überraschender. Dicsc Geschütze haben nur dcn Zweck, jede Festung nncin-I nehmbar zu machen. Sie wissen, daß die stärksten Fe- stungen endlich auSgchuugert werden können. M»" abcr dcr EcrniruugS-Rayon so groß ist, daß dic Ä^ satznng sich innerhalb derselben bequem ernähren kai»', dann ist einc Aushungerung unmöglich." „Sehr war," fagte ich. „Nun, dieses Ziel wird durch meine Positio»^ geschützc erreicht. Dieselben smd auf eine Tragweite von 10 Meilen berechnet. Was sich im Umkreise vo" l0 Meilen blicken läßt, wird einfach weggeblasen. Da< dnrch i,t dcr Besatzung cin Ernähruug>Ral)0U "0" 10 Mcilcu Durchmesser gesichert. Sic kann inner!)^ desselben fouragiren, Saaten bestellen und einernten, l" stc kaun, was am Eudc anch nicht zu vcrachtcu ist, ^ ihre Verställuugeu auf ganz natürlichem Wcge sorget denn da durch mcinc Geschütze ciuc FcslungSbclageru"l! eine Affaire von uiclcn, vielen Jahren wcrdcn dlilfls' so ist llar, daß eiu kluger Commandant anch sin' ^' Auöfüllung dcr Mannschaftslückcu und für hinrcich"'^ Vcrstärlling durch jungc Rekruten bcizcilcn sorgen l"^' Zu diesem Zwecke brancht er nur bei Beginn dcr ^ lagcrung den Soldaten dnrch einen Gcneralbcfchl e>"' zuschärfen, mit dcm Eiuil . . . ." „Ich begreife," beeilte ich mich zu versichern. Dcr große Erfinder licß hierauf einige Zeit oc streichen, bevor cr seine Explicationen fortsetzte, slngc" schciulich wollte cr mir Zcit göuucn, mich von mci»^ Staunen zu crholcu. , . „Und was halten Sie davon?" fragte er nach c"' kurzen Pause. Dabei nahm er das neue Wunder ^ hutsam aus einem prächtigen Futteral. s>c „DaS," sagte Ich ohne Zaudern, „halte ich >' einen Regenschirm." Er lächelte befriedigt vor sich hin. so „Nicht wahr," sagte er dann, „eS sieht ga"i ' aus wie cin Regendach?" „Ja ist'S denn lein Regenschirm?" 1553 bängliche Propagandisten Wahlzettel mit dem obligaten Hände. Mit heiscrcn Stimmen boten Verkäufer bei-°erlei Geschlechtes patriotische Placate verschiedener Größe und Zeichnung ans; dem Rufe fügte cincr den bedeutsamen Scnfzer hinzn: „l,«8!li iinrolc, mn iiil'nlo llonul'u" (billt Wottc, aber lein Geld). So weit ging alles gnt, und noch gestern NachniittagS vernahm man von dcn llch mehrenden Gruppen in den Straßen die gemischten lttl'fc: „I^vvivl» llz,li<>, cvvivn l'^u^liiu!" Am Abende spielte, als am bestimmten Tage, die Musik auf Piazza Wra vor einer ungewöhnlichen Znhörermenge und ohne ^ die lciscslc Störung vorgefallen wäre, u»d eine Slniide luichhcr röthele sich daS Pflaster anf demselben platze von Blut. Es ist möglich, daß für denselben odcr den hcntigen Tage' eine größere Demonstration uuch in den ndrigen venezianischen Städten vorbereitet War. Die Sache begann hier damit, daß ein Hänfen aufgestachelten m,d bezahlten Gcsindcls anf Piazza Erbe blejemgcn Hänscr nnd Fenster zn bcwcrfcn begann, selche keine dreifarbigen Bandiercn oder sonstige Zeichen "^gesteckt halten. Dieser Hansen vermehrte sich und walzte sich dnrÄ) die von den italienischen und dcnlschen "auflcnlen hell erleuchtete nnd geschmückte Strada nnova ^gcn Piazza Ära, wo demselben eine Patrouille cntge« Lenlani. Die Menge wich langsam vor dcn Soldaten iurücl und plötzlich wnrden bann diese und herankommende Officierc mit Steinen bcworfen. Es heißt, in bemsclbcn Augenblicke sei ein Grenzer, der in der Menge harmlos stand, meuchlings erstochen worden. Ein linderer Mann von: Rcgimcnte Hohcnlohc wurde dnrch tlnen Steiuwurf tödtlich getroffen. In dem Tumulte, blr darauf entstand, wurde ein Francnzimmcr gctödtct ^ud einige Lente vcrwnndct. Ein KaffcehanS, dicht neben ^r Arena, anS welchem Stcinwürfe kainen, wurde von ^tn Soldaten blitzschnell eingenommen und manches in dmsclbcn zerlrüinmcrt. — Die Mitglieder deö Muni-^pinms und die angesehensten Bürger sind von großem schmerz über den Vorfall erfüllt. Nian wollte Vorbe-Nitungcn treffen fiir eine Art VercinigungSfest zwischen ^tsterreich uno Italien, nach Einzng der italienischen huppen, der von den Oesterrcichern abgewartet werden 'vll — und muß nnn diesen wahnwitzigen Streich eini-Vu Böswilliger erleben. Mus land. .„ Dassel, 8. October. Hentc fand hier die Ver-uu'dlgluig des Einuerlcibuugspatcntes statt. Dcr Gou-vcrnciir, die Beamten dcr Administration und daS mi-Malische Gefolge des Gouverneurs standen auf dem falcon des Schlosses. Die Geistlichkeit, die Bandes« Horden uild dic Vereine hatten anf festlich gcschmllck-"N Estraden, auf dem Friedrichsplatzc, Ausstellung go Hunnen. Der Civilgonvcrncnr Möller verkündigte Pa« ^'t und Proclamation. In einer darnach folgenden ""spräche sagte derselbe u. a.: „Die hier versammcl-^' Tausende geben Zeugniß davon, daß das Volk dcr Lessen die unermeßliche Vedculnng deS Ereignisses für ^n Glück und scinc Wohlfahrt zn crfassm und zu würdigen weiß. (?!) Mag auch mauchcr mit Wchmuth ^>f den Untcrgaug des KnrstaatcS blicken, einst werden alle diese Wandlung segnen!" Bei dem Hoch auf den König salutirten die Truppen und donnerten Kanonen. Zum Schluß wurde die Volkshymnc gcspicl und eine Fcsthymne von dem Gesangvereine vorgetragen. Die Privathäuser waren thcilwcisc mit Flaggen geschmückt. Haag, 7. October. Der „Independence" wild gemeldet, daß die Vcrhanolnngcn über ^nxemburg vor-läusig abgebrochen sind. Der König scheint entschlossen zu sein, dcn Forderungen Preußens bis zum Aeußerslcn Widerstand zu leiste»; einen ^cwcis dieses Entschlusses dcr holländischen Regierung findet man in einer Ansprache, welche vor einigen Tagen der Statthalter dcS Königs im Großherzogthnmc, Prinz Heinrich, bei einer landwirthschaftlichen Ausstellung gehalten. „Daß ich in daS Großherzoglhum gekommen bin," sagte dcr Prinz, „daS ist ciuc Bürgschaft, daß dasselbe so bleiben wird, wie eS jetzt ist. Euer Laud ist daS einzige in Deutschland, wo man den Mnth hat, zu sagen: Wir sind glücklich, wir wollen bleiben, was wir siud. Ich habe die Ueber« zcngung, daß, wenn man die ganze Bevölkerung dcö Bandes fragen könnte: Wollt ihr eine Aenderung? sie einstimmig antworten würde: Nein! Ich habe die feste Ucbcrzcngnng, daß, wenn ihr, stramm geeinigt, enrcn Willen bestimmt auösprccht, eure Nationalität nicht Gc-fahr läuft. Alle Anstrengungen, die dcr König nnd ich mache, haben dcn Zweck, euch in eurer gegenwärtigen StcUnng zu erhalten. Ihr werdet enrcn Nachbarn sagen : Wir wollen unsere frcicn Iuslitulioncn und unsere An« tonomic unangetastet erhalten." Diese Rede deö Prinzen wurde mit großem Enthusiasmus anfgenommen. AnS Korfu, vom 8. wird gemeldet, daß Nach-richten aus Eandien vom 2. znfolgc die Niederlage der lürlisch-egyptischen Armee vollständig w a r. Die Christen machten mehrere tausend Gefangene, welche sie gegen dcn Schwnr, in Eandia nicht mehr zn kämpfen, freiließen. Die in Selnw und Eandano blo« tirten Türken follen sich nach dcr letzten Schlacht er. geben haben. In Epirus und Thessalien hält man die Erhebung der Christen für nächstbcvorslehend. Vtew'Aork, 25. September. Der „Newport Herald" will wissen, daß der Kriegsminister Stanton und General Graut iu den Präsidenten gedrungen, dcn Südstaaten die Annahme des vom Congrcß vorgc« legten VerfassnngSameudcmcuts zn empfehlen, als das einzige Mittel, dicfcn die Zulassung zur Nationalvcrtte-tung zu erwirken uud sich selber vor einer Anklage zu bewahren. Präsident Johnson habe darauf erwidert, daß persönliche Rücksichten ihn weder einzuschüchtern, noch auch n»r zn beeinflussen vermöchten. Er halle seine Politik für die rechte, werde sie aber sofort aufgeben, sobald cr sich überzeugen könne, daß die LaudcSintcrcssen oicö erheischten. Auch dic „New'Vorl TimcS" besnr« wortct jetzt dic Annahme dcö VerfassungSaincudcmcntS durch dcn Süden. Wendel Phillips, dcr cifligftc Anwalt völliger Gleichstellung dcr Neger mit dcn Weißen, hat eine Wahl zum Eongrcsfc abgelehnt; er war in Boston als Caudidat aufgestellt worden. StaatSsccietür Scward ist so weit hergestellt, vaß er seine Amtsge« schäfte wieder aufnehmen tonnte. Die Feiner sammeln sich zu Highgatc bci RouscS Point zu einem ucncn Einfall in Eanada. — Der Lloyddampfer „Minerva" brachte dcr „Tr. Ztg." die oslindisch - chinesische Ueberlandspost mit Nachrichten auS Ealcntta bis znin 7. September, Singapore 0. September, Hongkong ^5. August, Yokohama 12. Augnst. Ucbcr die Rebellion in ÄiVma wild gemeldet, daß dcr König, von dessen Söhucn zwei getödtct wurden, uon den Rebellen anfangs gefangen genommen, nach deren Flucht aber wieder in Freiheit gesetzt wurde. Allgemein wird daS Benehmen dcS Capt. Sladcn, Agenten dcS britischen ObercommissärS getadelt, dcr uicht nur während dcS ganzen AufstandcS sehr wenig Geistesgegenwart zeigte, sondern auch dic Haupt« stadl Mandalcy eilends verließ und die britischen Inter« csscn prciögab. In Ostindien erheben sich in Folge dieser Ereignisse neuerdings Stimmen, welche die vollständige Annexion von Äirma begehren; jedenfalls wird aber die cnglischc Regierung dcn Anlaß benntzen, um die Handclsbcziehaen mit diesem Reiche anf cincn befriedigenderen Fnß zu bringen. Anö Eabnl wird gc> meldet, daß Schir Ali Khan sich in Kandahar befindet und Vorbereitungen trifft, um Azim nnd Affzul Khan in Eabul anzngrcifen. Er soll bereits eine beträchtliche Armee gesammelt nnd 32 Kanonen gegossen habcn. Feiner heißt cS, daß cr die britische Rcgicrnng um Hilfe gebeten. Dic Hungersnot!) ist in Ostindien noch immer groß und ansgcbrcitct. Die j a p ancsischen Blätter bringen nähere Mittheilungen übcr die Kämpfe zwischen dem Tciknn und dem Fürsten Ehoshin. Unter den Trnppen dcö crstcn befinden sich auch 1200 Mann Infanterie und Artillerie, die in europäischer Weise gedrillt sind. Letzterer hä>t sich im Schlosse von ?)ama-gotfchi anf, daS nach europäischen Regeln stark befestigt ist. Der Kampf wird mit wechselndem Glück geführt. — Aus Alexandrien, 5. October, wird gemeldet, daß der nach Iltägiger Fahrt von Trieft eingctroffcnc Dampfer des Herrn Toncllo, „Marco Polo", während der Fahrt 4 Passagiere und 3 Personen dcr Bemannung an der Eholcra verloren hatte. Bei dcr Ankunft befan-den sich ebenfalls cinigc Kranke an Bord. DaS Schiff wnrbe isolirt und die Mannschaft, so wie dic Passagiere einer 15tägigen Quarantäne nnterzogen. In Alcxandricn selbst war der Gcsnndhcitsznstand befriedigend. Der Nil ist bedentend gefallen, uud man hofft, daß dcr dnrch dic Uebcrschwcmmnng angerichtcle Schaden nicht bcdcn-tend sein werde. Tagesneuigkeiten. — Die eiserne Krone, welche nun in Folge des Friedensschlusses an Italien zurückgegeben wird, ist jedenfalls cine der Ältesten Kronen der Christenheit. Mit dieser Krone soll schon Theodolinde, des Vaiernhcrzogs Garibald Tochter und Witwe deZ Longobardenlünigs Autaris, ihren zweiten Gemal, den Herzog Agilulf von Turin, geschmückt haben. Dicsc Fürstin, hochverdient um die Einführung des Christen« thumü bci den Longobarden, lieh den prächtigen Dom in Monza bauen, um darin diese Krone aufzubewahren, mit der seither 30 Fürsten zu Königen von Italien gekrönt wurden: der Lchtgelrönle ist Se. Majestät Kaiser Ferdinand l. (18^8). — Die eiserne Nrone hat bekanntlich ihren Namen von einem schmalen dünnen Eisenrcif, der aus einem Nagel, womit Christus gekreuzigt wurde, geschmiedet sein soll. Die . . „Wie man cs nimmt, es ist ein Regenschirm, und leder lein Regenschirm, sondern das vollkommenste ^!>'dnndtlgcwchr, welches sich dcnlcn läßt. Begreifen ^ warum ich gerade dicfe Form gewählt?" "Nein," sagte ich. y. „Nun, denken Sie sich einmal, wir ständen am ""abend cincs Krieges mit Rnßland, Prenßcn, Ita< ii s,!"'t wcm Sie wollen. Was ist aber untcr solchen Mändcn harmloser, was natürlicher, als daß sich von od ^ .^" Vcrgnügungszug nach Petersburg, Berlin ^ ^ Turin dcgcbc. Kann irgend jemand an einem sol-^" Zug Anstoß nehmen?" blicht in, geringsten," sagte ich. san "^"" denken Sie sich: ein Vergnügnngözng von !llll s w" ^ ^^ Personen begibt sich übcr die Grenze. ^ ,k sllhtcn Regenschirme mit sich, und alle tragen cinen a,.sc"^, ^lantclsack. DaS alleö ist uicht im geringsten ""Iimlig." "Gewiß nicht!" sick "^" ^" feindlichen Stadt angekommen, begeben lN'ös/"" die harmlosen Vcrgniignngsziiglcr in cint dcr sich i ^nscrnen. Anscheinend nnr znm Zweck dcr Vc. adael??^' ^"" trifft cS sich vielleicht, daß eben Parade ^UMltcn wird. Unsere Vcrgnilgungsziiglcr bilden sich l»id ^ "ll"c, sie spannen plötzlich Regenschirme anf, 3lcni^"^ ^"^^ brci liegt das ganze Bataillon oder U"ncut zu Boden." "Entsetzlich!" rief ich. ,rtwn ^ jeder Viantclsack," fuhr der Erklärer fort, 0>Ula> "^'^ Patronen enthält, so brauchen die Bcr. bes^ '^allgler nur cinc Eascrne nach dcr anderen zu lncn?' "'" lcde feindliche Armee noch vor ihrem Ans- M i« vernichten." helt ^'^"' labte sich der Erfinder an meiner Verbllift. ' N> ""^ einer Weile hub er von neuem an: ^was das ist, werden Sie wohl nicht errathen?" schein l^ch ^a^ cr auf ein viereckiges Etui, dem An- „DaS," sagte ich, „daS ist wohl eine Zündholz-chenschachlcl." „Eine Ziwdnadel-Batterie," wollten Sie wohl sagen. „Unmöglich," rief lch. „Inngcr Mann," erwiderte cr strenge, im „neun. zehnten Iahrhnndcrt gibt eS leine Unmöglichkeit." „Ja, aber —" wollte ich einwenden. „Ich weiß, was Sie sagen wollen, „unterbrach er mich; „Sie fragen, warnm ich eine Batterie in ein so kleines Volnmcn znsammcnvrcsse. Sie werden mich bald verstehen. Sie wisscn, wie schwierig cs einem Feld« Herrn wird, seinen Plan gchcimznhaltcn, dcn Feind über die Stärke und Posilioncn seiner Truppen zn täu> schcn. Es ist dies anch ganz natürlich, denn wie wollcn Sie die Ungchcncr von Kanonen, wie sie jetzt üblich sind, mit dem ganzen nothwendigen Train verbergen? Fürderhin wird daS cin Kinderspiel sein. Ncdcr dcr Feind, uoch die eigenen Officicre brauchen etwas von den Dispositionen des Feldherrn zu erfahren. Der commaudircnde General steckt einfach dic erforderliche Anzahl dicfcr Batterien in feine Hosentasche und vcr. theilt sie am Tage dcr Schlacht au scinc Divisionäre. Dicsc Erfindung hat anch dcn Vortheil, daß die Adju. tantcn mit dcn Befehlen zugleich anch dic ctwa nolh< wendige Untcrslütznng, unbemerkt vom Feinde, überbringen können. Bcgrcifcn Sie nnn, warum ich gerade die e compcndiösc Mm gewühlt habe?" „Vollkommen," antwortete ich. Uud nun rathen Sie einmal, was dies vorstellen so«?"" Der Gegenstand, welchen er jetzt prodncirte, war von ganz unbeschreiblichem, unaussprechlichem, fast nn< austaudigem Aussehen. „Das ist ja," rief ich überrafcht, „cln Geschirr, wie neun' ichs nur . . - ei" >i,opf . . ." „Ganz richtig, ei:, Vombeutopf, daS Aon l»I,i» ullru aller Gombenmürstr. Mit dieslm kleinen Inslru. ment werfe ich Bomben in jede Entfcrnnng, Bomben, die niemals crcpiren, die fortwährend und jederzeit cr« plodircn. Sie können ein solches Geschoß, nachdem es schon unzähligem«! explodirlc, jahrelang liegen lassen, und bei der kleinsten Bewegung, ja bei dem geringsten Luftzug wird cS neuerdings und mit unverminderter Kraft explodircu." „Um Gottcöwillcn," rief ich, „Sie haben doch keine solche Bombe hier im Hause?" „Viöhcr nicht," erwiderte dcr Mann ruhig, „denn die Bombe selbst mnß ich noch erfinden." „Ah so," sagtc ich anfathmcnd, „aber Ihre an« deren Erfindungen sind vollständig fertig?" „Fast ganz," antwortete cr, „zn meinem Positions-Geschütz von zehn Mcilcn Tragweite fehlt mir nur noch daS entsprechende Fernrohr nnd cin fiir die große Ent« fcrnnng nothwendiges ErpansionS-Mittel, dcnu gewöhnliches Pulver odcr Schießbaumwolle thut eS natürlich nicht." „Und daS RcgenschirM'Zünonadelgewthr?" „O, das ist fertig, bis anf die innere Eiurichtlmg und die Patrone." „Und die Zündnadcl'Äattcricn?" „Wie Sie schen, sind die Hülsen fertig. Nächstens werde ich an die AuSarbcitnng dcS inncrcn Mechanismus gchcn. In cinigcn Tagcn hoffe ich, Slc zu den ersten Schicßoersnchcn einladen zu können, denn es fehlen nur noch cinigc Kleinigkeiten." Wenn cS noch cincS Beweises bedurft hätte, daß der Mann zündnadclvcrnlckt war, so mußte nun jedcr Zweifel schwinden. Es ist bekannt, daß allen Erfin« dern eineS l'^in^iullm molii^ immer nur cinc Kleinigkeit fehlt, um ihr Werk in ewigem Gang zu halten. Ich hatte nnn gcnng der neumodischen Narrheit genossen und empfahl mich in der Uebcrzcngnng, den crstcn, aber gewiß nicht dcn letzten Znndnadelnarrcn gesprochen zn haben. (N> Fr. Pr.) 1554 Krone hat weder Vilgel noch Zinlen, sondern wird durch ciuen etwa drei Finger breiten Goloreif gebildet, der innen den erwähnten Llsenreif — mchen aber reichen Schmuck an Rubinen, Smaragden und Saphiren trügt. Im Jahre 1797 brachte Napoleon die Krone nach Paris, krönte sich selbst damit in Mailand 1805, nahm die Krone aber wieder mit nach Frankreich, von wo sie erst im März 1816 nach Monza zurückgebracht wurde. — Der Verwaltungsrath der Sübbahn hat be< schloffen, den V e g ü n stig u n gs t a ri fsa h von 67.8 kr. auf alle Sendungen von Getreide auszudehnen, welche in Ofen und Tctclw überhaupt zur Aufgabe gelangen. Die officielle Bekanntmachung steht bevor. — Professor Klob in der Rudolph « ' S tiftun g, welcher beharrlich pathologisch »anatomische Studien an Cholera» Verstorbenen macht, soll, so erzählt der „Wanderer," dahin gelangt sein, die (Hnl st e b ungg» ursachc dieser furchtbaren Krankheit, worüber die Medicin bisher ganz im Dunkeln war, erforscht zu haben. Er wollte einer Versammlung ärztlicher Cavacilälen am 12. d. scine diesfülligcn Beobachtungen mittheilen, worauf gestützt die Therapie eine feste Grundlage zu gewinnen in der Lage ist. Bewährt sich die Entdeckung des Herrn Professor Klob, so feiert die Wissenschaft einen neuen Sieg zum Wohle der Menschheit. — Seit dem Erscheinen der n eu en S taats note n zu 5 fl. sind in dem Gebäude der Staatsschuldencasse in Wien täglich durch drei Stunden zehn Beamte mit der Abzahlung derselben beschäftigt und hat jeder 12 Bund zu 5000 fl. auszuzählen und die etwa maculirtcn Noten auszu» scheiden. — Im Grazer Lazarcth lag seit einigen Monaten ein Artillerie »Cadet aus der italienischen Armee. Derselbe starb vor einigen Tagen in Folge einer Amputa« lion am Fusze. Die Gattin eines dortigen Kaufmannes, welche den jungen Italiener lange verpflegt hatte, ermög« lichte es, daß die Leicbe des jungen Cadeten mit allen militärischen (5hren zur l^dc bestaltet wurde. Den Sarg schmück« ten Blumen und die italienische Tricolore. Das; die Feierlichkeit so vor sich gehen durfte, geschah mit Genehmigung des Ge« neralcommando's. — Die P. P. Jesuiten in Venezien, welche in dieser Provinz sich nicht mehr aushalten dürfen, wenn dieselbe an das Königreich Italien übergegangen sein wird, schei« nen sich in Oesterreich niederlassen zu wollen. Wie die „Feld-lircher Ztg." erfährt, ist silr die betreffenden Jesuiten von einem Grafen Breda bereits ein in Vorarlberg befindliches Landgut um den Preis von 140.000 Franken angekauft worden. Auch in Nähring, Meidling und in einer dritten Ort» schaft nächst Wien sollen in den letzten Tagen für Rech« nung des Iesuiten-Ordenü Realitäten angekauft worden sein. — Der „A. A. Ztg." wird aus Wien geschrieben: Unter den Papieren aus dem Nachlasse Heinrich Heine's, die im Besitz seines Bruders Gustav sind, fanden sich bei einer lürzlichen Durchsicht auch höchst interessante Aufzeich« nungen seiner Schwester aus den Iugendjahren deS Dich« ters vor. Herr Gustav Heine gedenkt einzelne Blätter dem« nächst gesichtet zu publiciren, und wird einiges vorlilufig in seinem Blatt veröffentlichen. — Die meisten Postbeamten in Venedig, Verona und Mantua erklärten, in Diensten der ital. Regierung bleiben zu wollen. 42 folgen jedoch der öfter« reichischcn Regierung. — Aus Baiern schreibt man den „Kolnischen Blättern": Der Dichter Carl Guhlow ist von seiner geistigen Schwcrwuth vollkommen genesen und soeben mit Au?» arbcitung cincZ neuen Nerlci beschäftigt. Jüngst besucht» er zu diesem Zwecke von Nürnberg aus Zelikheim in Unter» franken, um dort Forschungen anzustellen über Argula v. Grumbach, geborene Freiin v. Vtausfen. Von hier auö wechselte nämlich dieselbe Briefe mit Luther, starb daselbst 1554 und liegt in der dortigen protestantischen Kirche be» graben. — Das Wochenblatt eines Städtchens in der Leip. ziger Gegend druckte jüngst das Referat eines Leipziger Vlat« tes über die Hebefeier des neues Theaters ab. Darin heißt es am Schlüsse: „Mit Absingung eines Choleraverses (statt Choralverses) schloß die Feier." — In einer Untersuchung wegen Falschmünzerei wurde der Bürgermeister einer preußischen Kreisstadt von dem betreffenden Oberprocurator aufgefordert, die scnsirten Beweisstücke, bestehend in vierunddreißig falschen Thalerstücken, schleunigst einzusenden. Wohlweiser Bürgermeister ersah sich dcnob dcn lürzesten und bequemsten Weg, um sich seines Auftrages zu entledigen. Ein Formular zu einer Postcin-zahlungKanweisung war alsbald zur Hand, und nun wur« den die falschen Stücke zusammengewcht und unter der Adresse der Obcrprocuratur bei der Ortspostanstalt eingezahlt. Der erpedirende Postbeamte merkte nicht, daß er mit fal. schem Gelde bedient wurde, und so ging die Anweisung richtig an ihre Adresse. Ter Herr Obervrocurator soll sich bei Empfang derselben über den schlauen Einsall feines Un« tergebenen sehr anerkennend geäußert, ihm aber schleunigst den wohlgemeinten Rath ertheilt haben, corsiarn (lrl^li sofort bei der Aufgadevostanstalt zu reclamiren. Dies soll leider vergebens geschehen sein, da die falschen Stücke bereits bei Auszahlungen wieder Verwendung gesunden hatten. Die Angeklagten werden alle Ursache haben, dem Herrn Bür. germeister ein Dankadresse zu votiren. — Die „Italia militare" zeigt an, daß Gene,al G a. ribaldi seine Demission als Commandant der Freicorps eingereicht hat und daß dieselbe durch königliches Decret vom 29. September angenommen worden ist. — Die verwundeten 0 st e rr ei chische u Krie« ger aus dem lchten Feldzuge haben von ihren deutschen Kameraden in Mexico einen außerordentlichen Beweis der Theilnahme und Sympathie dadurch erhalten, baß ihnen die dort befindlichen deutschen Soldaten durch Sammlung in ihrer Mitte den namhaften Betrag von 15.000 Francs im Wege des Wiener Haufes Rothschild zukommen ließen. Der Wiener patriotische Hilfsuerein ist mit der Vertheilung dieser Summe betraut worden. — Ein Amerikaner verklagte in China einen Schneider, welcher ihn betrogen hatte. Das Gericht vcrurtheilte den Schneider zu 50 Stockhieben, welche demselben sofort ver« abfolgt wurden und wofür der Klagende 50 Cents oder einen halben Dollar zu bezahlen hatte. Der Amerikaner legte indessen einen ganzen Dollar dem chinesischen Richter hin mit der Bitte, die andere Hälfte des Dollars dem Ver« klagten ebenfalls in Stoclschlägen zu verabreichen. Gesagt, gethan. Der Gerichtshof war froh, den halben Dollar nicht herausgeben zu müssen, und der Schneider erhielt nochmals 50 Stoclschläge. Locales. CsMw-Mllelm auk der 8tadt Laihach. Am 11. October verblieben in der Behandlung 10, bis 12. Abends sind zugewachsen 7, zusammen 23 Kranke. Davon sind genesen 2, gestorben I, es verbleiben somit in Behandlung 20 Personen. Seit dem Beginne der Epidemie sind in der Stadt erkrankt 149, genesen 59, gestorben 70 Personen. Laibach, am 13. October 1806. Von der l. l. S ani t ä t s «La ndeö c ommis sion. — Gestern fand die Entlassung der neulich hier eingerückten Landesschützen statt. Dieselben erhielten fünftägige Löhnung und es wird ihnen ihre Montur belassen.' Die Officiere werden bis Ende d. M. im Status fortgeführt, und cs sollen mehrere beabsichtigen, in die Armee einzutreten. — Gestern Abends fand im Gasthausc beim „Ele. fanten" ein Abscbiedsfcst des OfficierScorps des zum Ab» marfche bestimmten Infanterie «Regiments Großherzog von Baden statt. Dem Vernehmen nach soll an die Stelle desselben das 31. Regiment (früher Großherzog Mecklenburg» Strelil)) und ein Hußaren-Regiment hieher in Garnison kommen. Nuch das 7. Artillerie'Regiment soll nach Krain vcr» legt werden. Demnächst soll auch der Rücktransport des Festungsmaterials aus Venezien beginnen und durch einen Monat fortdauern. — Um den festgesetzten Schnlenanfang zu ermöglichen und da die Schicßstätte seit 1. d. M. nicht mehr als Militär, spital verwendet wird, wurde das Cholera«Nothspital gestern in die Schießftätte überlegt und es beginnt bereits heute die umfassende Desinfectio» und Reinigung des Schul« gebiludes. —- Unsern Theaterfreunden wird heute eine Novität vorgeführt, welche zu jenen Produclen Berg'scher Muse gehört, die sich wenigstens in Mien und durch die Wiener eine gewisse ClassicitcU erworben haben. Es ist dieS die „alte Schachtel," in welcher Frl. Gallmeicr, nach Vcr« sicherung der Wiener Recensenten, die höchste Potenz ihrer drastischen Darstellungsgabe entwickelt. Es ist daher wohl zu erwarten, daß die „alte Schachtel" uuserer Theater« Unternehmung das werden wird, was sie in Wien noch immer ist — ein Zug« und liassenstücl. — Unser Landsmann Herr Wilhelm Herb ich, der an dem hiesigen theologischen Seminar seine Studien vollendet hat, wurde als Caplan an der Pfarre St. Anna am Aigen in Steiermarl angestellt. — Seit einigen Tagen finden Hasenjagden auf dem Laibacher Felde statt. Man macht die Bemerkung, daß die Jagdbeute heuer weniger ergiebig ist und auch durch nicht patentirte Schützen beeinträchtigt wird. Auch der Zip« Pensa ng lonnte heuer noch nicht beginnen. Dieser Wan» deroogel streicht nur bei feuchtem Herbstwettcr. Neueste Nachrichten und Telegramme. Dresden, 11. October. Das „Dresdner Iour« nal" veröffentlicht eine Bekanntmachung dcS General-Gouverneurs, worin die Geneigtheit auSgl-sprochen wird, Officiercn und Soldaten der sächsischen Armee, wclchc ihre Genesung in der Heimat suchen oder aus dringen, den Privattücksichtcn daselbst zu verweilen wünschen, auf ihr Ausuchcu die Genehmigung zum Aufcuthalte in Sach-sen gcru zu gewähren. Stuttgart, 10. October. (Abgeordnetenkammer.) Adrcßdcbatlc. Es gelangt zur Verhandlung das Amen-dement Holders und Conforlen, welches dcu Anschluß au dcu Vlmd der norddeutschen Staatcu unter Führung Preußens befürwortet. Römer sagt: Wenn sie gegen den Anschluß an deu uorddeutschcn Bund sind, so fördern Sie dnS, was Sie nicht wolleu: den deutschen Ein< hcitSstaat. Stuttgart, 10. October. Die Nbgeoronctenlam. mer ertheilte Indemnität für den Vollzug deS Waffen, stillstände« und den FriedenSvertrag mit 87 gegen eiuc Stimme (die des Abgeordneten Hopf). Stuttgart, N.Oct. (Abgeordnetenkammer.) Fort. sttzung der Ndreßdcbatte. Minister v. Warnbüller bemerkt, eS verbiete ihm seine Stellung die Beantwortung dcr Inlcipcllation Höloerö betreffs cincs Bündnisses mit Prcußcn. Abgeordneter Mittnacht vertheidigt den Elit« Wurf der Fünfzchncr'Comlinssion; cr will keinen Anschluß an dcu norddeutschen Vuud ohne freiheitliche Garautie und cmheitlichc Abwehr bei Angriffe!» auf deutsches Gclnct. Berlin, 10. October. Die „Nordd. Allg. Z'g." dcmentirt die Nachricht des „Journal dc St. Pcttl^-vonrg", Preußen hätte in Wien Eröffnungen wegen einer den deutschen Interessen entsprechenden Lösung dtt oricutalischeu Fra^e gemacht, welche Oesterreich, alö nunmehr nichtdcntsche Macht, abgelehnt halte. Auch die Zeitungsnachricht, Baron Werther hätte wegen Vcr< öffcutlichlmg des hauiwucr'schcu Protestes durch dic Wie-ner Blätlcr Wcisnng erhalten, 'zu rcclamire», wird von dem gedachten Organe dcmcntirt. Berlin, 11.'October. Die „Norddeutsche Mge< meine Zcilnng" ucrsichcrt gegenüber der „Bank- und Handcls-Zcitlmg," wclchc gcstcrn das Gerücht von lie' unrnhigclidcn militärischen Anordnungen brachte, auf das Bestimmteste, daß in den nnterrichleten Kreisen hierüber nichts bekannt sei, und daß in dcn politischen Verhält" nisscn durchaus leine Vewnlassnug zu solchen Anord" nungcn liege. Die von Wiener Blättern gebrachte Nach' richt über dic Verwendung des hiesigen englischen Botschafters für das Priualvcrmögcn dcs Königs von HaN" nouer dürste sich, wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erfährt, auf eine gelegentliche diplomatische Besprechung dieser Augelegenheit zm'ückführcn lassen. Florenz, 10. October. Dic Ocstcrreicher habe« hentc Pcschiera gcränmt, die Italiener sind dort eingezogen. Man versichert, daß morgen die Räumung Maut n a's stattfiudcn werde. — InVcrona ist die Ordnnng wieder hergestellt. Florenz, I l. October. Dcn officicllcn Bekannt-machnugtn zufolge betragen die Verluste der TrnpvcN l,ei dcn Vorfällen inPalcrmo: 7 todte uud 27 verwundete Osficicrc uud Z^2 Todte und Vcrwuudctc vo» der Mannschaft. Brüssel, 11. October. Das „Echo dn Parle-ment" meldet: Die letzten Nachrichten über das Befinden der Kaiserin Charlotte von Mexico lauten schr beruhigend. Die Aciztc glanbcn die Wicdcrhcrstcl< lung garantncn zu tonnen. Bukarest, 10. October. Der F ü r st begiebl sich selbst nach Coustantiiwpcl, nm die letzte unbedeutende Schwierigkeit bezüglich der Anet lenming zu heben. Del Tag der Abreise ist noch nnbcstimmt. Voustantinopel, 11. October. (Direct.) Die Iusurgentcn auf Canoia wurden in die Gebirge gedrängt und sind von der ^and- und Sccscitc ans theil-weise eingeschlossen. Ein Theil demselben will sich nu^ terwerfcn. Geflüchtete griechische Familien lehren nach ihren Wohnorten zurück. — In Autitaurns hal'cu die militärischen Operationen begonnen. Telegraphische Wechselcouvse vom 12. October. 5perc. Mrtalliquea 59.95. — 5pcre. NationabAnlühon l!6. ^' Baiilacticn 710. — <5rebitacticu 148. — 18«0er StaatSlUilehcN 78,70. — Silber 120.75. - London 127.90. — K. l. Ducateu 6.0?> Theater. Hellte Samstag den 1!l. October: Zum ersten male: Die alte Schachtel. Lebensbild mit Gesang in 3 Acten von Berg. Morgen Sonntag dcn 14. October: Die Näuber. Trauerspiel in 5 Äelcu von Schiller. zNeteorliloqische NeMichlmMn ill ^Mach^. Nebel 12. 2 „ N. 327.0? -j-12.0 windstill lz.Hälfte bcw. 0.o» 10 „ Ab. 327.74 'l' 6.2 windstill I ganz heiter Morgens Reif. Nachmittag Wolkenzug ans S. Abe»droth' Starlcr Moorranch, Verantwortlicher Redacteur: Ia.naz v. Geschäfts Eröffnung! Ich beehre mich hiermit, dic hüfliche Anzeige zu mach"'' daß ich hier am Il»»p ^ ,,lr gesseuständen, allen Sorten Ttrickbaumwolle, ""'„tcr echte Pottendorfer nnd Snprawolle, besonders 9' Nähseide uud Zwirne, aufmerksam zu machen. , Auch Übernehme ich alle in mein Fach einschlagenden ^^ Missionen mit dem Versprechen schnellster Vcdicmmg. ,g Auswärtige Aufträge wcrdcu gegen Postuachuahme "t! , effectuirt. (2lM^" Um gütigen Zuspruch bittet hochachluugSvoll