kchriftltilllng: >« Hai»). •mtliix: Ugll4 («II ■■W« tu ®»»s- Iktn-mO K* U—11 »», nra. lalUrttMs Mila mchl luinlili «*-tahiijir. m4t tcrüMamt. iiiutiiiim Ml VnB*Uai« ittn Kl MOI«* ftfl-„ - n'Ädnt Mü •■■UM Ml »•Uftlttl QttifBl. .««••aat* M&joo. Verwaltung. V?a»bbau«gass» Nr.» Vezvqkdtllagvngei: tat It« (il tn>|a . . . ju « ü gJt lilll Bit B«ReSl»| ir • Hai»! vtoutn« . . . . ». . . . U. > »« ! ; . *. «•— Mb'« Kstlanl abd»tn K4 >i< 0Mg*Q«M)i» |it »ddestellanj. Mr. 09. KiM. Donnerstag, 30. August 1900. 25. Jahrgang. A»lis«lich des Monatswechsels ersuchen »ir je»e Abnehmer der Deutsche« Macht", di« »it »er ZZezugsgebür i« PüMande find, am tit recht baldige Einsendung derselbe», damit Iräu Störung i» der regelmS^ige« Zusendung kr 5eituug eintrete. | Z>ie Verwaltung. Die innerpotitische t^age in Oesterreich Z heute am Ende der fo«merlichen Urlaub»» und Ferienzeit keine andere als zur Zeil der Schließung ReichtratheS. Ein Ende der seit Jahren bethenden Wirren ist nicht abzusehen; e» hat viel« mehr eine Verschärfung der vorhandenen Gegen» He stattgefunden. Die Regierung steht diesem Zustande rathlo» Bniiber und verliert offenbar immer mehr den ilhali, den sie bisher halte. Boa regierungsfreundlich«! Seite wird ver» lwtari, das« der ReichSrath im September oder L«»ber einberufen wird, aber nur dann, wei n der iMtntif Staatsmann durch Verhandlungen mit den Zährern der Parteien die Ueberzeugung gewann, tast die parlamentarische Thätigkeit nicht abermals wich Obstruktion unterbrochen werden wird; da» diißt au« der officiösen in die gemeinverständliche Sprache übersetzt: die Regierung ist bereit, den lschechtn Zugeständnisse zu machen, wenn diese sich «wflichien, bei der nächsten Tagung de» Abgeordneten» iasffi keine disharmonischen musikalischen Vor» ItIZuitgtn zu veranstalten. Zugleich wird angedeutet, »>s» aus dem Gebiete der Sprache von der Regierung richt», »in nicht«, zu erlangen sei, wa» soviel lagen will als: der Herr Ministerpräsident ist sich Wider klar, das« in den von ihm, wie er sagte, ßch selbst abgezwungenen Sprachgesetz. Entwürfen ^tit gegangen wurde, das« eine weitere Zurück» Saldina Steinmetz von Cilli, Smillo Rüdiger Graf o. Starhemberg. Zwei Generationen sind entschwunden, nur we» tf< Hochalterige noch am Leben, denen diese Namen Mannt sind, und wa« sich an diese Namen knüpft, eHpmaßen erinnerlich ist. Balbina war bürger» licher Abkunft. Im Tausregister heißt e«: Balbina 9mcf«tia Maria, geboren zu E'lli, damals Stadt Ar 207, jetziges Ludwig Herzmann'scheS HauS, am ^ März 181-4 auf dem Hauptplatz, Eltern Johann fcam-riist Steinmetz, bürgerlicher Glockengießer und Infixe, geb. Pilz. Der Schreiber dieser Zeilen will m versuchen, den jetzt lebenden Cilliern die wahre Geschichte, die sich an die obigen Namen knüpft, in ichmckloser Form zu schildern. Balbina Steinmetz »>Me alle, die sie kannten, durch ihre vollendete kchvcheit. Ihr herrlicher Wuchs, ihr reicht«, gol» biprt Haar, der bezaubernde Blick ihrer Augen, der He Wohllaut ihrer Stimme, dazu ihr bescheidene« Lesen emzückte alle, die sie sahen, und selbst die ^endlichen Mädchen und Frauen blickten ihr neidlos »ach «ud folgten ihren Schritten. Wa« Wunder, «11 der Sprössling eine« hochadeligen Geschlechte« ii heißer Liebe für Balbina entbrannte. Vor der ÜL-jfiDait der Schönheit beugen sich ja Abkömm» laße regierender Geschlechter wie die ärmsten Hütten» bwohMr So warb denn Graf Starhemberg um Laldmai Hand und erhielt sie. In Pletrowitsch fand die Vermählung statt. Allein da« Glück de« jungen . foarii währte nicht lange. Nach nicht ganz »rjihriger Ehe gab Balbina einem Knaben da» Äde» und büßte ihr eigene» darüber eiu. Sie starb bei »ollem Bewusstsein, gottergeben, wie der Priester, »er ihr die letzten Tröstungen spendete, bezeugte; in seiier Gegenwart schloss sie ihre müden Augen, und W der Tod konnt» nach dem Zeugnisse dieses M» Priester» der wunderbaren Schönheit Balbina» drängung de» Deutschthum» nicht möglich wäre, weil sie ein bedeutest)«» Anschwellen der so sehr gefürchtet«» deutsch »radikalen Bewegung zur sicheren Folge hätte. Dagegen können die Tschechen, wie weiter zu verstehen gegeben wird, große Vortheile auf einem anderen Gebiete erlangen, wenn sie brave Kinder sind, nämlich da» richtige Verständni» für di» Staai»nothwendigkeiten zeigen, wo» doch die erste Pflicht eine» biederen österreichischen Staat» bürger« ist, und dadurch einem hohen Ministerium ermöglichen, wieder für einige Zeit „fortzuwursteln-. Eine tschechische Universität soll in Brünn oder Olmütz errichtet, neue tschechische Mittelschulen sollen geschaffen werden und der Stadt Prag werden wirtschaftliche Begünstigungen in AuSstcht gestellt. Werden die „Gemeinbürger* e« ruhig über sich ergehen lassen, dass in einer überwiegend deutschen Stadt ein neue« tschechisches Bollwerk entsteht, das in hohem Grade geeignet wäre, die gänzliche Slavi» sierung eine« Landes zu fördern, in dem ohnedies das Deutschthum einen schweren Daseinskampf zu führen hat? Aber nicht nur Zuckerbrod, sondern auch di« Peitsche wird gezeigt. „Man" ist in den maßgebendsten Kreisen aus die Tschechen gar nicht gut zu sprechen; die verschiedenen ,Zde* bei Controll» Versammlungen haben die empfindlichste Stelle ge» troffen, folgenschwere Entschließungen gegen die Tschechen wären schon getroffen worden, wenn nicht daS mit solcher Engelsgeduld ausgestattete Mini» sterium für eine milde Behandlung der Sünder eingetreten wäre und eine baldige Besserung in Aussicht gestellt hätte, es fei aber die höchst» Zeit zur Einkehr. So ertönt es im officiösen Blätter» walde. Ob die Tschechen sich durch diese Drohungen einschüchtern oder durch die in Aussicht gestillten weiteren Zugeständnisse gewinnen lassen werden, ist sehr zweifelhaft. Vorläufig thun sie noch sehr wild. nicht» rauben. Balbina wurde auf dem Maximilian»» sriedhofe begraben und ihr Gatte ließ ihr ein mehr al» ein Meter hohe» steinerne» Monument setzen. Von ihrem Grab« aber ist längst keine Spur mehr vorhanden. Da» Monument ist bi» auf da» feh» ltnde gräfliche Wappen an der äußeren Mauer de» Friedhofe» angelehnt. Das» diese» Denkmal aber erhalten blieb, ist ein Verdienst des im Jahre 1874 verstorbenen Steinmetzmeister» Hofer. in dessen Werk» statt e» vom Friedhofe übertragen worden war und weiß Gott, welche Verwendung gefunden hälfe. Die damalige Verwaltung de» Friedhose» scheint von etwa» vandalenartiger Gesinnung beseelt gewesen zu sein. Allein Steinmetzmeister Hofer war ander» geartet. Er ließ da» Monument zurückführen, und so kam e» an seine jetzige Stelle. Auch der gräf» liche Gatte scheint sich um da»selbe nicht bekümmert zu haben, sonst hätte er um die Grabstätte seiner innigst geliebten Gemalin und Mutter seine» lieben Sohne» Camillo, wie auf dem Monument zu lesen ist, wohl bessere Sorge getragen. Doch selbst Hofer» anerkennenswerte That hat da» erhofft« Interesse bei den Bewohnern von Cilli nicht gefunden, wenn nicht die ehemal» eingemeißelte und vergoldrte, aber meist verblas»te Inschrift de» Monumentes dem Ge-dächtnisse des Herrn Dr. Premschak, dem die meisten Daten zu verdanken sind, eingeprägt geblieben wäre. Wir lassen nun die von unserem österreichischen Dichter und gewesenen Professor am Eillier Gym» nasium Johann Gabriel Seid! verfasst» Inschrift folgrn. Sie lautet: Seiner innigst geliebten Gemahlin Balbina, geborenen Steinmetz, vermahlt am s. September 1&4, entschlummert am 17. August 1835 im 21. Jahre ihre» Alters: der Mutter seine» lieben Sohnes Camillo geweiht von Camillo Rüdiger, Grasen von Starhemberg. t. k. Lberlieulenant in der Armee! Ihr» Organ» kündig»» fömpf bis auf'» Messer an. bt« nicht die ihnen zugefügt» „Schmach' vom 17. Lctober des Vorjahre«, die Aufhebung der Sprachenoerordnungen rückgängig gemacht wurde. Einer ihrer einfluftreichsten Führer, Dr. Herold, der übrigen« noch zu den Gemäßigteren gehört, forderte in Pari« die französchen Nationalisten, an die sich die tschechische Abordnung, die nach Paris gekommen war, herandrängte, zum Kampfe gegen die gemeinsamen Todfeinde, die Deutschen, auf. Die Reisepässe der Tschechen, mögen sie in Pari» oder in Moskau gemacht werden, können übrigen« un« Deutsche ganz kalt lassen. Sie werden weder die Franzosen, denen der Unterschied zwischen Tschechen und Magyaren noch immer nicht ganz klar zu sein scheint, noch die Russen zur Entfesselung eine« Weltbrande« bewegen. Sehr ernst zu nehmen ist aber, das« die Tschechen nach wie vor die Situation beherrschen und ihre aus Unterordnung de« Deutschthum« gerichteten Plan» mit größter Rücksichtslosigkeit weiter verfolgen. Während der langen parlamentarischen Ferien wurden zahlreiche tschechische Versammlungen abgehalten und im tschechischen Volke eine Bewegung hervorgerufen, die immer weitere Ausbreitung und Vertiefung gewinnt und den jungtschechischen Abgeordneten ganz unmöglich macht, einzulenken. Di« Geister, die sie riefen, werden sie nicht mehr los. Diese Volksbewegung würd» entfacht, um der ObstructionS-Taktik einen sicheren Rückhalt zu verschaffen und ein Zurückweichen unmöglich zu machen. ES ist ausgeschlossen, dass eS unter diesem Umstände der Regierung, welche vor den Tschechen schon durch die voreilige Schließung deS Abgeord» netenhauseS kapitulierte, die förmlich zu ihnen betteln gehen muss, um sich noch behaupten zu können, gelingen wird, sie zum Aufgeben der Obstruction zu bewegen, die in jedem Falle den für sie sehr Der Gattin weiht ihr Galle diese Zeilen, Schön war sein Traum vom Glfld, doch schnell verweht, Einst wird ein Kind hier seine Schmerzen theilen, DaS jetzt des Vaters Gram noch nicht versteht! Die Arme gab der Welt ein junges Leben Und büht ihr junges Leben d'rüber ein. Warum so srüh? — Wer kann den Schleier heben? Gott gab den Schmerz Gott mag der Tröster sein! Es flöte flüsternd aus dem Rasenbeete, Gleich ihrem Laut zum Trauernden empor: »Je flüchtiger mein Frühling hier verwehte, Ein desto schön'rer steht mir dort bevor! Nun noch einige Daten in Betreff der Balbina und der Familien S«»inmetz. BalbinaS Vater Io» hann Steinmetz starb schon am 22. Juni 1831, 62 Jahr« alt. hat also dir V»rmählung seiner Tochter mit dem Grasen Starhemberg nicht erlebt. I. Steinmetz war Inhaber der Güter Salloch sseit 9. October 1814), dann von Hofrain und Htlskn« berg. Sein Grabmal ist in Sachsenseld noch zu sehen. Am 20. Juni 1827 hat Johann Steinmetz da» ehemalige Miroritenkloster um 8000 fl. (16.000 K j. W.) erstanden. Er begann den oberen Theil der früheren Minoritenkirche niederzureißen und dort ein neue» Hau» zu bauen, dessen Bau aber erst Johann Bröinek zu Ende führte. Johann Stein» metz war für die damaligen Verhältnisse ein reicher Mann, und dieser Umstand mochte wohl für den Grafen von Starhemberg. der damal» aus das Majorat de» Siarhembergischen Hause» nicht die geringsten Aussichten hatte, neben der außerordent-lichen Schönheit der Balbina für feine Bewerbung um ihre Hand nicht ganz ohne Bedeutung ge» wefen fein. Johann Steinmetz hatte zwei Brüder: 1. Georg Steinmetz, Glockengießer. Er starb am 7. August 1850, 68 Jahre alt, dess»n Hau» war in d»r Th»at«r- jktzt Brunntngass» Nr. 16 und 2 erwünschten Erfolg haben wird, das« dem Reichs-Parlamente, dem größten Hindernisse zur Verwirk-lichung ihrer staattrechtlichm Pläne, da» Lebens-licht gänzlich auSgeblasen wird. Mit den kleinen Mittel«, welche dem Mini-sterium zur Verfügung stehen, ist den Tschechen nicht beizukommen. Zur Anwendung einschneidender Maßregeln, zur Rückkehr auf die Wege de« Deutsch-thum» ist der gegenwärtige Herr Ministerpräsident offenbar nicht der richtige Mann; er dürfte übrigen« hiezu auch nicht den nöthigen Einfluss besitzen. Eine Verständigung zwischen der Regierung und den Tschechen ist aber nur auf Kosten der Deutschen möglich. Die Tschechen find in der Lage, da« derzeitige Ministerium leben zu lassen, wenn e« ihr« Geschäfte besorgt, oder zu stürzen, wenn e« ihnen nicht gefällt. Sie wagen dabei gar nicht«, denn die kommende Regierung, deren Contouren bereit« sichtbar werden, wird sicherlich sich nicht aus die Gemeinbürgfchaft stützen, die dnrch Mangel an Thatkraft und Un-entschlossenheit sich selbst um jede Bedeutung gebracht hat. Wa» ist im verflossenen Zeitabschnitte, in einer so ernsten Zeit, von Seite der „deutschen Gemeinde-bürgen' geschehen, um die Rechte und Interessen de» deutschen Volke» zur Geliung zu bringen? Einige wenige Abgeordnete hielten Versammlungen ab, um sich vor einer kleinen, sorgfältig au»-gewählten Anzahl ihrer Wähler «in Vertrauen»-votum ertheilen zu lassen. Nicht» wurde aber gethan, um da» Volk aufzuklären, und in gleicher Weife, wie die« von tschechischen Abgeordneten ihrem Volke gegenüber geschah, zur Einsetzung aller Kräfie anzueifern, um die unS gehörende Stellung wieder zu erlangen. Der Radicali«muS allein ist an der Arbeit. Wien. 20. August 1900. Z>ie Weorganisation des Kandets-Ministeriums. Im Falle von CabinetSwechfeln, welche sich bei un« leider so häufig und rasch hintereinander ereignen, ist e« üblich, das« alle Minister ihre« Amie« enthoben und deren Portefeuille neu besetzt werden. Die einzige Ausnahme macht der k. k. LandeSvertheidigungSminister, weil man von der Ansicht ausgeht, dass sür dieses Ressort Erfahrung und Fachkenntni« erforderlich fei. Unbestreitbar ist auch für alle anderen Ressort« all dieS nöthig, denn schon beim Ackerbauministerium liegt die Sache ander». Beim Ackerbau gibt e» keine Schablone, sondern »in zielbewußte» Fördern der Agrarpolitik, Land-, Forst- und Montanwirtschaft. Di« einzelnen Fälle müssen ganz verschieden behandelt werden, hieß da» Glockengießerhau«, die Glockengießerei be-fand sich im KriSper'schen Weingarten. 2. Anton Steinmetz war Seifensieder in der jetzigen Herrengasse im Kodermann'ichen Hause. Au» der Familie Steinmetz stammten mehrere Glockengießer. In der St. Nikolaikirche ist am 17. Juni 1849 eine Glocke aufgezogen worden mit der Inschrift: Georgiu» Steinmetz wo fudit am 21. Mai 1849. Im Jahre 1849 wurde eine neue Sroße Glocke für d,e Pfarrkirche geweiht, 3119 Pfund hw-r, mit der Inschrift: Georg Steinmetz in Cilli goß mich, Durch da« Feuer floh ich. Die Glockengießerei war ein alte» Gewerbe in Cilli. Schon im Jahre 1653 wurde die mittlere Glocke für die hl. Geistkirche von Nicolau» Bofet gegossen. Ein« Glockengießerei gibt e» in Cilli nicht mehr. Da» gut bürgerliche Geschlecht der Familien Stein-metz ist erloschen. Nur ein Sohn de« Anion Stein-m«tz lebt als Psründutr im Armenhaus« in Cilli, 78 Jahre alt. Er wusste dem Schreiber diese» Artikel» mitzutheilen, das» Balbina« Mutter nach Gcaz übersiedelt und dort gestorben sei. Außerdem ist eine Cousine der Balbina. verehelichte Dostal, 75 Jahre alt, noch am Leben. Ihr Vater war der früher erwähnte Seifensieder Anton Steinmetz. Im Gothaer AdeUalmanach ist Balbina geadelt und heißt Balbina von Stejnmetz. Der MaximiUanSsriedhof geht nun feiner Auf« lassung entgegen. Die Grabdenkmäler vieler Fa-milien sind auf den neuen Friedhof geschafft wor-den und der alte Max!milian»sriedhof soll in eine Art Park mit Alleen umgestalte« werden. Selbst-verständlich bleiben die an der FriedhosSkirche an-gebrachten Monumente längst Verstorbener erhalten. Wa» geschieht nun mit dem an der äußeren Kirchen-mauer angelehnt«» Grabdenkmal der Balbina? Ihr edler Gemahl, der im Jahre 1872 starb, hat sich Macht- kurz, der Ack«rbauminist«r muss fubjeetto regieren. E» wäre gut, wenn auch in anderen Ressort» die Schablone weniger eingehalten würde. Da», wa» für die militärischen Ministerien gilt, trifft aber in noch erhöhterem Maßstabe bei« Hand«l»ministerium zu. Vor alle« müs»te da» Handel»ministerium von eine« kaufmännisch ge-bildeten Manne geleitet werden, der zu« Beispiel al» Großindustrieller alle Phasen de« Gewerbe», der Industrie und de» Handel» praktisch kennen gelernt hat. Diese Fächer lasse« sich an keiner Uni-versität, in keinem Amte erlernen, und e» ist ge-radezu ein Unglück, das» unser Gewerbe, unsere Industrie, unser Handel von Beamten regiert wird, die nicht die allergeringste kaufmännische Erfahrung besitzen. Einzig darauf sind alle die bureaukratifchen Chicanen zurückzuführen, welche jeden Unterneh-mung»geist, jede Entwicklung der den Staat erhal-tenden Industrie lähmen. E» ist ein Unding, das« die Gewerbeangelegenheit von politischen Behörden, von Beamten behandelt und entschieden wird, welchen bei aller Achtung vor ihrer akademischen Bildung jede» kaufmännische Verständni» mangelt. Wie mächtig fchwang sich in Ungarn und — Deutschland Industrie und Handel aus. wo man deren Bedeutung für da» Wohl de» Volkes und de» Staate» richtig zu beurtheilen versteht. Ebenso wie man in militärischen Ministerien nur Ofsiciere und militärisch gebildete Beamte anstellt, sollen im Handelsministerium kaufmännisch gebildete Herren amtieren, und zwar voni Minister angefangen bi» zu den Subalternen. Dann erst würden wir mit Bezug auf das Ausland concurrenzfähig werden. In Großbritannien gilt diese» Ressort al» da» wichtigste, in Deutschland und in Frankreich be-stehen die Beamtenkörper der Handelsministerien keineswegs au» Juristen, sondern auS früheren Kaufleuten, daher da» Aufblühen ^ihre» Welt-Handels. In Frankreich wählt man sogar als Prä-sidenten der Republik mit Vorliebe kaufmännisch gebildet« Männer, weil diese vielmehr LebenSpraxi» besitzen, al» Gelehrte und Juristen, ebenso auch in Nordamerika. In den Weltreichen de» Gelde» prüft man da» Programm der PräsidentenschaftScandidaten lediglich nur mit Bezug auf deren handelspolitische Gesinnung. Bei un« dagegen ist da« Handelsministerium daS Aschenbrödel im Cabinete! Deshalb darbt Oesterreich an Geldmangel und darbt unsere Be-völkerung, füllen sich unsere Strashäuser, degene-rieren wir, deshalb hat die verdienst- und arbeitS-lose Bevölkerung Zeit, in ihrer kummerreichen Un-zufriedenheit sich mit Nationalstreitigkeiten abzugeben. Der ganze innerpolitifche Hader wird sofort aufhören, wenn man durch rationell« Fördrrung offtnbar um da» Grabdenkmal seiner innigst ge-liebten Gattin nicht gekümmert, ebenso wenig ihr Sohn, Graf Camillo Rüdiger von Starhemberg, später MajoratSherr und Fürst von Starhemberg, der am 3. Februar 1900 starb, fönst wäre dieses Denkmal nicht solcher Verwüstung verfallen. Die äußere Friedhofmauer nun wird fallen. Soll nun BalbinaS Grabmonument, gerettet durch den Steinmetzmeister Hofer. der gleichen Gefahr der Zerstörung anheimfallen? Es ist kaum zu gewär-tigen. das» die fürstliche Familie Starhemberg sür die Erhaltung desselben sich begeistern werd«? Darum apptllieren wir an die löblich« Cillier Gemeinde-repräsentanz mit der Bitte, für di« Erhaltung de« GrabmonumenteS gütigst die Sorge übernehmen zu wollen. Und das ist leicht ausführbar. Da« Grab-denkmal kann wie so viele andere an der Stirn-feite der Maximiliankirche, wo noch kein andere« Denkmal angebracht ist, seinen würdigen Platz finden. Möge daher die Gemeinderrpräsentanz von Cilli den Manen BalbinaS, der einst so schönen und edlen Tochter Cilli«, deren Andenken einige hochbetagte, noch lebende Bewohner von Cilli in pietätvoller Erinnerung bewahren, für jetzt und in Zukunft in großherziger Weife gerecht zu werden, nicht unter-lassen. Andere Länder, andere Sitten. Bist du in Deutschland Gast eines Hause», so kannst du dich bei der Hausfrau nur beliebt machen, wenn du eine kleine Magenüberfüllung riskierst; so gut m«int sie eS mit dir, und du musst ihrer Kochkunst Ehre anthun. In Spanien hüte dich ja, den einmal gereichten Teller völlig zu leeren, ver-gisS nicht, ein kleines Restchen übrig zu lassen, denn fönst wärest du dort ein Mensch ohne Lebensart, der die Hausfrau anklagen wollte, das« sie für ihr« 1900 de« Unternehmuug«geiste« der Bevölkerung Arbeit und B«rdienst bietet. Anstatt da« Capital abp« schrecken, soll «an e« au« den Verstecken Hera»«-locken. Je «ehr Geld kursiert, desto besser für Staat und Volk! Dasselbe Capital, welche« heilte nur 3 bi« 4 Percent trägt, kann 6 bi« 10 Perceit abwerfen und Millionen Familien Brot bieten. Z« «ächtiger «in Staat industriell entwickelt ist. deß» geringer ist dessen pupillarsicherer Zin«fuß. I» höhe? der Zinsfuß, desto geringer der Credit, desto arbeitsärmer die Bevölkerung, desto „fauler* ta Staat. Unsere bureaukratifchen Juristen haben tät diesen nationalökono«ifchen Barometer kein Loge, und daS ist Oesterreich« Unglück. Die bi«her »«> anstalt«t«n HandelSenquöten brachten keine Besserung. Unser Export nimmt zusehend« ab. uasere Handelt» vertrüge sind ungünstig, weil hieb« »««er die fiScalischen Interessen überwiegen. Der Handelt» und Gewerbestand empfindet die Mängel dieser Convention sehr arg. In anderen Staaten bmöht man sich, zuerst der Bevölkerung G«lv verdien»;» lass?«, und dann schreibt man ihr die Steuer»»»» Gebüren vor. Bei un« will in allererster Linie der Staat verdienen, ob die Steuerträger etivat er« werben, ist Nebensache. Weder im Handel«ministerium, noch in da innerpolitischen Aemtern, noch im Ministern« de» Aeußern sitzt auch nur ein einziger kausmäoisch gebildeter Fachm inn, lauter Juristen. Endlich mus« e« klipp und klar herant: Wenn d r Bevölkerung und dem Staate geholfn werden soll, dann fördere und unterstütze man im allem Gewerbe, Industrie und Handel. Jeder ruhig und sachlich Denkend« «ust di?t zugeben. Die unbedingt nothwendige Reorganisati« de« Handel«ministerium« hätte damit zu bezm»«^ das« diest« Ressort von mehreren Verwalttmgt« zweigen entlastet werde. Die Leitung de« Handelsministerium« wär* einem bewährten, kaufmännisch gediegenen Mu« zu übertragen, der sich ebensolche S.ciionScheft llii» Räthe anzuwerben hätte. Um aber Ersprießliches leisten zu föitn«, müsste der HandelSminister, von allen Cadiieit-krisen unberührt, ständig im Amte bleiben. nützt e» wenn die Kaufmannschaft mit groß«» Kosten Abrissen durch Deputationen überreich» lässt und der Minister in entgegenkommeadst« Weise die Berücksichtigung aller Wünscht verbricht, wenn er, noch btvor ihm dit Durchführung sei« V-rbtsserungSpläne möglich ist, vom Strudel tut« CabineiSkris« in den OrkuS der Machllojtgfm zurückgeschwemmt wird? ES ist menschlich »oll-kommen begreiflich, dass ein Minister, über da wegen j«d«r Lappalie daS Damokle«.Schwert der Krise schwebt, nie mit solcher Energie aus seinZnl Gast« nicht genügend sorge. Und mit dem Iruitn sei vorsichtig, selbst in Spanien. In Madrid iv»r«e man dich sür einen Säufer halten, wenn du mir da« erste GlaS auSleerttst — in Geoilla brich so vielen Manzonilloflaschen als möglich de» Hai«, denn Trinksestigkeit ist de« AndalusierS germamich-vandalische« Erbtheil. In Italien leerst du cal erste Gla«, aber da« angebotene zweite lehnst 3» beim Einschänkoersuche dankend ab, dann giltst >» al« wohlerwogen. In Deutschland darf ruhig die bürgert Frau ihrem Gatten den Vorschlag machen, So»»wt mit der ganzen Familie im Restaurant zu Mill-g zu speisen, weil auch sie ihre Feiertagsruhe heijchl. Ja England würde kaum der Gatte seiner jjr» den Vorschlag zu thun wagen, denn tief beleidig« würde sie ihn fragen, seit wann ihm ihre «sei»» nicht mehr schmecken? Man stelle sich vor, bat« in einer französisch«» Provinzstadt eine klösterlich «rzogrn« Dame wagte, sich nach der Mahlzeit ei« Cigarette anzuzünden, während in Kopeihq» Damen im Kaffeehause ruhig die schwersten Cigarre» rauchen. Wenn in Deutschland der Hausherr rinnt Besuch willkommen heißt, bietet er ihm ei» &jI Wein an, und wenn er ihn sanft an« Zlsschxi-nehmen erinnern will, sieht er wie zufällig nach da Uhr. In der Türkei läsSt der Hau«herr dir durch den Ditner zum Willkommen «in« Tasse fafrn n» eine Cigarette reichen Klatscht nach einer Weile da Hausherr zum zweitenmal« in di« Hände »tf serviert d«r Diener zum zweiten«ale Kaff-e »»> Cigarette, so bedeutet daS: „Tschelebi — emfma dich!* In München versammeln sich Dame» dha, ohne ihre Herren, aber mitten im gemischle» cum, zum heiteren Frühschoppen im Hosbrä». iö« in Constantinopel ein frommer Türke mu feuur Gattin die Pferdebahn benützt, schiebt «r üe * raschem Griff« in die durch einen Vorhang »&(«• sonderte Frauenabtheilung de» Wagen«. Hai » 1900 «D-utfch- ZvRcht' 3 jiiitwnn, ja nicht einmal so eingehend die einzelnen Tragen studieren wird, al» jener, der sozusagen af Lebensdauer amtiert. Freilich kommt e» bei der Krnmung eine» solchen Minister» in Permanenz sehr auf die richtige Wahl an. Dflnn würde die Intervention de» Handel»-nixisteriumS z. B. in Etreikfällen ganz andere Er« folge erzielen, denn abgesehen davon, das» der Mister viel besser mit den Verhältnisses vertraut »in, würde seine Autorität den Arbeitsgebern und ta Arbeitern viel mehr imponieren; beide Factoren ■i'tffn mit einem unter allen Umständen bleiben» Minister rechnen, dessen Wohlwollen sie sich licht verscherzen dürsten. In österreichischen Jndustrielleukreisen gibt e» ßmg geeignete Persönlichkeiten, welche al» Handel»-■inisttr, SectionSchess oder sonst in leitenden Stel-lunctn höchst ersprießliche Dienste leisten können. Ter Wirkung»krei» der Handelskammern sollte mmtn! und ihnen der Vorschlag sür geeignete 8hb>:; teS Handelsministerium» übertragen werden. Chnc die Handelskammern wäre daS HundelSmini-fimu» in seiner heutigen bureaukratischen Orga-chiticn überhaupt undenkbar. Wenn diese von mir angeregte Reorganisation «liüerl werden soll, dann ist e» unbedingte Noth» «rsigkeit, dass sich alle betheiligten Kreise, Kauf« In», Gewerbetreibende und Industrielle, inSbeson-tat die Handel»- und Gewerbekammern Leiter-rech» zusammenschließen, um mit vereinten Kräften » Interesse der Sache zu wirken. Mit diesem Artikel ist zur Erreichung nnserer Ziele nur der erste Schritt gethan und erlaube ich mir kdhol&, um die allseitige Unterstützung meiner An-nginn, zu ersuchen, damit eS gelinge, an deren Zrrchführung schreiten zu können. Tie mir bereits gewordenen zahlreichen An-nteiuulngen und Zustimmungsschreiben überzeugen «ich, dajt ich mich nicht vergebens in die Öffentlichkeit gewagt habe und ein Erfolg erzielt werden «rt. Ich bin mir vollständig bewusSt, den Finger « eine wunde Stelle gelegt zu haben, ich weiß euch, das» es ein schwieriges Werk ist, welches ich fout inauguriere, aber bei Zusammenwirken aller Futenssenien muss diese» Werk gelingen. bedeutend e Firmen haben sich mir bereit» an-pftlefftn und werden ein ActionS-Comiiö bilden, de» dieses Werk mus» systematisch in Angriff ge« Humen und bi» zum letzten Factor energisch durchgeführt werden. E» liegt bereit» ein sehr guter Intrag vor, den ich aber vorläufig nicht verössent-ich» will, um ihn nicht einer vorzeitigen, vielleicht tarierenden DiScussion auszusetzen. Mit Rücksicht aus die Wichtigkeit de» Gegen-Halbe» erbitte ich jedoch noch weitere Anträge, txsilden werden im Schoße eine» au» Vertretern all« Branchen der Industrie und de» Großhandel» pebilteten Comite» berathen und sodann einer ZlUversammlung vorgelegt. Ich möchte mir noch erlauben mitzutheilen, M» ich, nachdem ich selbst ei» ausgebreitete» Ge-jchift habe, welche» meine Zeit in Anspruch nimmt, die schriftlichen Arbeiten in die Hände einer be« »ihrttn Kraft, der de» Verband»secretär» Johann fytjer, Wien, XVII., Palffygafse 10, gelegt habe, »richtr im Einvernehmen mit mir itnd dem Comitö »teilet und seine kräftige Unterstützung zugesichert Starita die Gattin Herrenbesuch, so wird e» der ßlUie kaum wagen, ohne anzuklopfen in da» Zimmer p treten. Wenn du in Deutschland einem »er« kiratmn Manne begegnest, so verlangt die gute Grjutjung, das» du dich nach dem Befinden seiner Genin erkundigst — ein Orientale würde diese Zto&t als schwere Kränkung empfinden. Machst du i» Jcpan einen AnstandSbesuch, so sendet dir der sich geehrt Fühlende ein paar niedliche Geisha» al» t«ik m dein Quartier. DaS Zimmermädchen in Spattitn würde, wenn du sie nicht bei« Erscheinen » Zimmer zärtlich ein wenig um die Taille fassen «rdefl, dich einen Menschen ohne Lebensart nennen - m Corsica würdest du den Dolchstoß ihre» Lieb-hadert riskieren. Eine richtige Amerikanerin duldet licht, dass du aus der Pferdebahn einen Groschen ftr sie autlegst — begleitest du eine Spanierin ta« Einkäusemachen, so bist du verpflichtet, alle», »«»sie ersteht, zu bezahlen, wenn auch der Betrag r« die Tausende gieuge. Also las» dich warnen! Der Spanier bietet dir alle» an, wa» er be-sitzt, wa» dir von seinem Besitze gefällt — aber Gnade dir Gott, wenn dir einfallen sollte, wirklich Wgreistn. Ein Spanier, welcher sich eine Cigarette « den Mund steckte, entsann sich plötzlich, das» er Bit gegenüber jene Höflichkeit verabsäumt habe, «fyn die Cigarette au» dem Munde und fragte: hat. E» könne» daher Anfragen oder Zuschriften auch an den genannten Herrn eingesendet werden. Hugo Weiß. Weingut»besitzer Mauer bei Wien. mr des „Dentscheu Schnl- 5r Wlirilliri Vereines" nud unseres SchntzvereiueS „Südmark" bei Spieleu und Wette», bei Festlichkeiten u. Testamentes, sowie bei unverhofften Gewinnslen! politische Aundschau. Iriedensschalmeiev. Der Au»schus» des Be-»irkSlehrervereines Umgebung Graz hat eine Flugschrift herausgegeben, die dafür eintritt, das« die in verschiedene Lager getheilte anticlericale Lehrer-fchaft Steiermark» in den gemeinsamen wirtschaftlichen und freiheitlichen StandeSfragen gemeinsam vor-gehe. Die bestimmten Vorschläge lauten: 1. Sämmtliche deutschen Lehrperfonen und Lehrervereine treten dem Verbände der deutschen Lehrer und Lehrerinnen Steiermark» bei. 2. Sämmtliche flovenischen Lehrpersonen und Lehrervereine treten einem zu grün-deuden Verbände slovenischer Lehrer und Lehrerinnen Steiermark» bei. 3. Jeder dieser beiden Verbände hat seinen eigenen BuudeSauSschusS, seine eigenen Delegierten- und Hauptversammlungen und ist in Bezug aus die nur ihn betreffenden internen Ange-legenheiten vom anderen vollkommen unabhängig. 4. Beide Verbände jedoch bilden zusammen den Steiermärkischen Lehrerbund. Sie wählen au» ihrer Mitte einen gemeinsamen Bunde»au»schus», welchem nur die Behandlung und Erledigung der gemein-samen StandeSfragen, sowie die Verwaltung de» BundeSvermögen», der Franz Josef-Stiftung zu-kommt. 5. Der gemeinsame BundeSausschusS be-steht aus Lehrperfonen beider Nationen nach dem Verhältnisse der Mitglieder jedes Verbandes. 6. Der Obmann des Verbandes der deutschen Lehrer und Lehrerinnen in Steiermark ist zugleich Vorsitzender deS gemeinsamen BundeSauSfchusse» und Obmann deS Steiermärkischen Lehrerbunde». 7. Der Ob-mann de» slovenischen Lehrerverbandc» ist zugleich Obmann-Stellvertreter im gemeinsamen Bunde»-auSschusse und de» Steiermärkischen Lehrerbunde». 8. Der gemeinsame BundeSauSschusS kann auch gemeinsame Delegierten- und Hauptversammlungen einberufen, wenn die» von einem der Verbände ge« wünscht wird. 9. Der Verband deutscher Lehrer:c. tritt in seiner Gesammtheit dem Deutschösterreichi-scheu Lehrerbunde, der Verband slovenischer Lehrer einer ihm beliebigen slovenischen großen Lehrerver-einigung bei. Schwarz-roth-gold und das Hleichsgericht. Kümmert sich eure österreichische Behörde um die Entscheidungen de» ReichSgerichteS? Nur so weit, alS eS ihr passt. Wurden da am 18. August in Wien die deutschen Fahnen verboten. Wa» sagt nun da» ReichSgericht in seiner Entscheidung vom 20. Jänner 1900: In dem Gebrauche dieser Farben liege keine politische Demonstration, sondern da» äußere Eingeständnis der Zugehörigkeit zu einem Volke. Die Wahrung der Nationalität ist „Le gusta?" In Madrid wäre zu meiner Zeit ein Engländer furchtbar verhauen worden, weil er «it einem kostbaren Stocke, den ihm ein Spanier „ge-schenkt" hatte, wirklich abgehen wollte. Der Eng-länder nimmt dir nicht übel, wenn du ihm eine Bitte abschlägst, aber er ist dir todtseiud. wenn du ihm nicht Wort hältst. In Frankreich kennt man da» Anstoßen beim Trinken nicht, in Skandinavien trinkt man sich mit .Skol" bei jedem Schlucke zu. Bei un» fängt «an ein Mahl mit der Suppe an, hört «it eine« Liqueur aus — in Schweden säugt «an mit dem Schnapse an und hört mit der Suppe auf. Wenn eS in Paris regnet, so gehen die koketten Dämchen spazieren, um ihre graziösen Füßchen zu zeigen, die Italienerin auS dem Volke, namentlich die Römerin, würde sich für erniedrigt halten, wenn jemand ihren Knöchel erblickte, und lässt selbst bei Schmutzwetter daS Kleid nachschleifen. Bei unS gilt im Theater, bei öffentlichen Anlässen Pfeifen als Zeichen entschiedener MisSbilliguny — in Italien läsSt e» auf hohe Begeisterung schließen. Stundenlang könnte ich noch solche Kuriositäten zum Besten geben, aber ich glaube, da» Erzählte genügt, um daS Wort zu rechtfertige»: .Andere Länder, andere Sitten!* Conrad Alberti. ein staatSgrundgefetzlich gewährleistete» Recht jede» Staatsbürgers. — Ganz recht. Aber man möchte endlich die Deutschen in Oesterreich soweit haben, das» er diese Zugehörigkeit zur großen deutschen Nation vergesse! Jedenfalls wird bei dem nnn gottlob steigenden Nationalbewusstsein de» Deutschen diese Regierung»arbeit immer au»sicht»loser werden. Entlassung eines deutsch völkischen Lehrers. Den christlich-socialen Wiener Naderern ist endlich ein langersehnter Racheact geglückt. Der deutsch-völkische Lehrer Rudolf Rehling wurde strafweise entlassen. Rehling ist ein stramm völkischer Mann, welcher in seinem trefflichen Blatte „Freie deutsch« Schule" und in Wort in unerschrockener und frei« müthiger Weise sür eine endliche Besserung der politischen und Schulverhältnisse eintrat und sttbst« verständlich auch «»besondere gegen die Wirtschaft der Clericalen kämpfte: die Christlichsocialen schwuren ihm schon seit langer Zeit Rache und haben endlich die Entlassung desselben durchgesetzt. Bezeichnend ist die Begründung dieser Maßregelung. Da man den Has» der Römlinge denn doch nicht allein als Grund anführen konnte, erinnerte man sich plötzlich an eine Rede, welche Lehrer Rehling im Lenzmonat deS Jahre» 1893 (!) in Böheimkirchen gehalten hat: von dem Pfarrer diese» Orte» waren damals mehrere Bauern gedungen worden, welche bei Rehling» Rede einen solchen Heidenlärm schlugen, das» die Versammlung aufgelö»» wurde. Nach 2y, Jahren fand nun der nnderösterreichifche Lande»-schulrath herau», dass eine „derartige Theilnahme an dem politischen Parteigetriebe mit de» Pflichten eines Lehrer« nicht vereinbar sei". — Es durste in dieser Angelegenheit noch nicht da» letzte Wort gesprochen sein, wenn auch in Oesterreich nurmehr förmlich wie der Grundgedanke eine« alten Märchen» da» Wort bekannt ist: Jaatitia regnorum funJa-mentum. Zwecklos in den Koö getrieben. Die Linzer« MoniagSpost' schreibt: „Aus dem Marsche gestorben. Heute nachmittags wurde hier der Fleischhauer Herr Johann Ziegler zu Grabe getragen, welcher in Thaur (Tirol) aus einem Marsche, den er als ZugSführer beim Schwazer Landesschützen-Bataillon mitmachte, vom Tode ereilt wurde. Herr Ziegler, welcher 27 Jahre alt war und dem Fleischhauer--geschäste auf der Landstraße (Karmelitergebäude) vorstand, war schon ein kranker Mann, als er zur Wafsenübung einrücken «ufSte. Seit drei Jahren litt derselbe an Magengeschwüren und war sogar bettlägerig, al» er die Einberufung erhielt. Die ihn betrauende Klosterfrau zitterte vor Aufregung am ganzen Leibe, al» sich der kranke Mann in die Landwehrkaferne begab, um sich zu melden. Anstatt aber, das» man Herrn Ziegler sofort wieder nach Haufe geschickt hätte, sandte man den Todikranken, trotz eine» Zeugnisse» de» Herrn MUDr. Geiö-bock, welcher angab, das» Herr Ziegler an Magen« geschwüren leide und ihm ein Uebungsmarsch den Tod bringen könnte, nach Tirol zur Waffenübung. Der Militärarzt, der Herrn Ziegler untersuchte, scheint aus da» Zeugnis de» Herrn Dr. Geisböck nicht viel gegeben zu haben, denn er meinte: „So ein fetter Mann könne die Waffenübung schon mit« machen." Herr Dr. Geisböck hatte aber leider Recht behalten, denn auf dem ersten UebungSmarfche brach Herr Ziegler zusammen und starb." Dieser Fall erfordert Klarstellung — volle Klarstellung! Kein Vertuschen, kein Beschönigen! Im Namm der Oessentlichkeit fordern wir ein« strenge und gründ« liche Untersuchung, Bestrafung der Schuldigen und angemessent Entschädigung der Hinterbliebenen — — allenfalls aus Kosten der Schuldigen. Da» fehlte noch, das» man das Leben der militärpflichtigen Staatsbürger der Faulheit, Unfähigkeit oder Ge« wissenlosigkeit ausliefert! Dieser krasse Fall darf nicht im Sande verlausen. Katholische Aeöer;eugung. Die clericalen Blätter können sich nicht genug darüber entrüsten, dass der saubere Verleumder MarquiS Tacoli und ein anderer Ossicier vom Officier»-Ehrenrath wegen Duell»verweigerung cassiert worden sind. Die clericale Presse thut natürlich nur darum so ausgeregt, weil sich di« beiden Herren, um die e» sich handelt, klugerweise auf ihre .katholische Ueberzeugung" berufen haben. E» ist köstlich, wie empfindsam die Herren manchmal sind und wie ihnen plötzlich da» Recht aus «ine Ueberzeugung so selbstverständlich, ja sogar heilig erscheint. Selbst zugegeben, das» wirklich den beiden Ossicieren Unrecht geschehen ist, so ist solche» Unrecht wahrhaftig nicht zum ersten« male verübt worden. In Wien wurden seinerzeit fünf Unterlehrer entlassen — ihrer ^ Ueberzeugung wegen. In Graz sind nicht weniger al» 47 ehrenwerte Männer in ihrer Eigenschaft als österreichische Officiere (Reserve-Osficiere) gemaßregelt worden — 4 ihrer Ueberzeugung wegen. Ihr ganze« Verschulden bestand darin, das« sie dem Leichenbegängnisse de« von den BoSniaken erschossenen Arbeiter« Retter, also einer religiösen Feier, beigewohnt haben, und noch dazu nicht einmal in Uniform, sondern in Civil. Krst vor einigen Tagen ist wieder ein« That, die Maßregelung der Lehrer Rehling und Riedl bekannt geworden, di« so recht deutlich zeigt, wie die Clericalen Gesinnung und Ueberzeugungstreue einschätzen und lohnen. Die ganze Geschichte de« ClericaliSmuS ist nicht« andere« al« eine ununter» Krochen« Kette von Unterdrückung und Verfolgung jeder selbständigen Ueberzeugung, und e« gehört die bodenlose Frechheit der Pfaffensöldlinge dazu, wenn sie angesichts so vieler, von ihrer Partei geübten Gewaltthaten in einem besonderen Falle über die Verletzung de« Rechte« auf eine Ueberzeugung so gewcttllg empört thun. Freilich meinen sie die .katholische" Ueberzeugung. Und unter dieser hat man nicht« andere« zu verstehen, als die Befugnis, ungestört und ungestraft alle auf dem Scheiterhaufen verbrennen zu können, die — eine Ueberzeug mg haben. Knmänisch bnkgarifcher ßonsiict. Der rumänischen Regierung »st ein ganze« Dossier in die Hand gefallen, welche« niederschmetternde Beweise enthält über die jahrelange Existenz einer bulgarischen Verschwörung zur Ermordung de« König« Karol, welche noch in diesem Jahre ausgeführt werden sollte. DaS Dossier ist vom Ministerpräsidenten Carp dem Könige vorgelegt worden. Kraut-Zeilien-Kobe - und hühri! — I« Ktctcrt — l-tto. tts# »ollkei lugcfantt! Milftn um-jrtjcnt; (Xnfo von 1ifin>iu;cr, uxtjtt ut larbtflft o »» «» Jficui. di« fl. 14.6J per 91«. G. Henneberg, Seideu-Fabrikant(k.u.k.Hofl.) Zürich. Aus Stadt uud Lano.. Aamiliennachrichtcn Am l. September d. I. findet zu Pletrowitsch bei Cilli die Vermählung deS Herrn Dr. Gustav 3t o st o k, GerichtSadjuncien in Et. Leonhard W. B.. mit Fräulein Anna P i w v n. Tochter des Südbahninspector« Herrn Emanuel P i w o n in Cilli, statt. — Am 4. September findet in der Haupipfarrkirche zu Markt Tüffer die Vermählung de« Fräulein« Mizzi Withalm, Tochter deS Herrn Fabriksbesitzers Otto W i t« Halm in Tüffer, mit Herrn Georg W o l f b a u e r in Graz statt. An den Kod gegangen. Sonntag nachmittag« fanden Spaziergänger in der Koschnitz die Leichen de« Rentner« F. R. und de« Fräuleins K. K. F. R. unterhielt mit der genannten Dame schon seit längerer Zeit ein Liebesverhältnis; eine eheliche Vereinigung galt aber mit Rücksicht auf die nervösen Zustände des Herrn F. R. al« »»«geschlossen. In dieser verzweifelten Lage beschlossen die Beiden zu sterben. Freitag abend« vernahmen die Bewohner der Annensitzwirtschaft und der umliegenden Bauerngehöfie drei Schüsse: F. R. und Fräulein K. hatten im Tode die Vereinigung gesucht, die ihnen im Leben verwehn war. Die Leichen wurden erst Sonntag abend« aufgefunden. Aus ihrer Lage konnte man schließen, das« ein Todeskamps nicht stattgefunden hat und dass die Schüsse mit der ruhigen Entschlossenheit abgegeben wurden, welche die Ergebung in ein unabwendbare» Schicksal ver-leiht. Neben den Leichen lag der Revolver, mit dem das TodeSwerk vollbracht wurde. In der Rocktasche deS Herrn F. R. wurde eine Karte vor» gefunden, auf welcher die Unglücklichen ihren letzten Wunsch, in einem gemeinsamen Grabe bestattet zu werben, niedergeschrieben hatten. In der SonntagS-nacht wurden die Leichen in da« Krankenhaus übersühn und am Montag abend« unter kirchlicher Assistenz am städtischen Friedhose in einem gemein« famen Grabe zur ewigen Ruhe bestattet. So hat ich da« Schicksal zweier guter Menschen grausig vollendet. Der edelgesinnte, hochbegabte Mann und ein brave«, fleißige« Mädchen, da« einzige Kind seiner verzweifelten Eltern! Mit innigster Theil« nähme stellt sich die anständig« Bevölkerung Cilli«, von d«r Tragik menschlichen Schicksal« tief erschüttert, an die Seite der trauernden Familien. Wir müssen sagen .anständige"; denn eine an Venhierung grenzende Rohheit der windischen Sudelpresse hat auch diesmal keinen Funken von Achtung vor der Heiligkeit de« Tode« auskommen lassen. Mit Ekel wenden wir un« weg von einer so furchtbaren Verrohung de« politischen Leben« — einer Ver» rohung. die leider eine Folge de« geistlichen Ein-flusse« bei dem culturell so zurückgebliebenen windischen Volke geworden ist. Und wenn diese Leute noch einmal von Gleichwertigkeit zu faseln die «Demtfch- Macht- Frechheit haben sollten, dann werden wir die Welt daran erinnern, wie Ltut«, die nie sähig und würdig waren, mit deutscher CultuNünche überzogen zu werben, guten und harmlosen Unglücklichen den Geifer deS verkommensten Hasses auf die fried« same Grabstätte geschüttet haben. — Doch genug davon: Di« deutsche Treue und der deutsche Edel« sinn sind mächtig genug, um da» reine Andenken an die beiden Unglücklichen immerdar zu hüten und zu beschützen. Mö.,en sie in Frieden ruhen! Todesfall. Sonntag nachmittag» ist in Markt Tüffer Frau Alice von Eckhel. geborene von Ga« steig« Edle zu Rabenstein und Kobach. nach lange«, schmerzvollem Leiden im 56. Lebensjahre gestorben. In der Mnr ertrunken. SamStag wurde aus Graz gemeldet, dass der Subdirector der Süd« bahn, kaiserlicher Rath Michael Wunderbaldinger, der seit längerer Zeit unter hochgradiger nervöser Gertijlheit gelitten hat, seit Dienstag der vorigen Woche unter Umständen vermisst werde, die zu den schlimmsten Befürchtungen Anlas« geben. Montag wurde au« Graz gemeldet, das« Verkehr«ches Herr Wunderbaldinger bei Wildon al« Leiche au« der Mur gezogen würd«. — Schon seit langer«? Zrit macht« sich bei Wunderbaldinger ein schweres Nerven» leiden geltend, und er musste am l. April sich krank melden. Vor wenigen Tagen begab er sich in dit Heilanstalt in Maria-Grün bei Graz. a»S welcher er sich am DienSiag abends um 10 Uhr entfernte und sich mit der elektrisch«» Bahn nach Graz begab. Er dürst« in der Nähe der Ferdinands-brück« in di« Mur gesprungen sein. Iest Hrdnnng für den XIV. Kanpt Han-lag in ßilli: Freitag, den 7. September, abendS 8 Uhr.- EmpfangSabend im Hotel Terschek (»Weißer Ochs"). Sonnabend, den 8. September, Punkt v Uhr vormittag«: Hauptgautag im Casinosaale. Für die nicht der Versammlung Anwohn«nd«n: Frühschoppen in drn Gasthösen .Elephant", „Weißer OchS" und „Erzherzog Johann". Um halb 12 Uhr vormittags: Festauffahrt. Zur Schmückung der Räder werden im Hotel „Elephant" Blumen gegen geringen Entgelt bereit gehalten. Nach der Auffahrt: Zwangloses Mittagessen in oerschiedenen Gasthäusern. Nachmittags: Concert der Cillier Stadikapelle im Waldhaust. Abends 3 Uhr: Fest« kneipe im Casino. Sonntag, den S. September: Frühschoppen, von den deutschen Damen CilliS ge-spendet. Bei günstiger Witterung im Josesshain, sonst im Waldhaus. Nachmittag»: Fahrt zur Schlusskneipe nach Tüffer. Die Anweisung der Wohnungen erfolgt im Kaffeehaus .Mercur", wo sich die Ankommenden anmelden wollen. Für den Eintritt zu den Festlichkeiten werden Festabzeichen zum Preise von drei Kronen ausgegeben. Diese Abzeichen berechtigen zum freien Eintritt« bei allen Veransialtungen, einschließlich des.Frühschoppens, und sind am EmpfangSabend, sowie bei allen Cassen erhältlich. Sämmtliche Mitglieder werden aufmerksam gemacht, dieselben und da« GauverbandS-zeichen sichtbar zu tragen. Z>as Nadfaßrerfest ein — deutscher Zlnfng. DaS Cillier „Organ" des Laibacher Strumpf-wirker« Hai die Abhaltung de« Radfahrergautage« in Cilli nicht zu genehmigen geruh«. Der „Arme im Geiste", welcher an dem Feste schon jetzt seine knabenhafte Kritik übt, ist daraus gekommen, den Gautag al« „Unfug", sowie al« „Verhöhnung der Slovenen" zu bezeichnen. Nach der Anschauung von Trepalena« Tintenkuli wird da« ganze Rad-fahrerfest ein „Tam tam" (dirindaj). der Weckruf am 8. September ein.Lärm" (truSö) fein, bei der festlichen Auffahrt werden „die Radfahrer durch alli Gassen toben, wobei eS für niemanden rathsam sein wird, aus die Gasse zu treten." Am meisten hat der Tintenkuli am Frühschoppen »»«zusetzen, da „bei demselben in gewohnter Weise grati» viel gegessen und noch mehr getrunken werden wird." Mn vernünftiger Mensch kann zu solchen Bübereien nur sagen, das« e» sür ein sittlich zurückgebliebene» Individuum immer ein Unglück ist, wenn e» lesen und schreiben gelernt hat. Die Trepalrna weiß aber dem Radfahrerfeste auch eine sehr ernste Seite abzugewinnen und richtet.an die Burschen d«» SannthalS" folgenden Aufruf: .Auf Euer« Anfragen (?!) folgende Antwort: E» kann nie« mandcm verwehrt werden, am 7.. 8. und 9. Sep-tember nach Cilli zu kommen. Wir rathen Euch aber, Euch imnier zu dreien oder zu vieren zu-sammenzuhalten, damit ihr, wen» just irgend ein deutscher Galgenstrick sich erfrechen sollte, Euch zu beleidig«« oder herauszufordern, verlässlicht Zeugen habet — e» ist Euch ja be« kannt. wit der Cillier Mob lügen und verdreht« kann — seid aber ruhig und be-wahret kalte» Blut, wenn auch noch so getheilt" 1900 wird, wis»t Ihr doch, das« des „Esels Stirn«, nicht zum Himmel dringt" und das« auch für uns Slovenen noch der Sonntag kommt, wnl .Gott der Herr nicht jeden Samstag zahlt!" tu besten aber thut Ihr, und wir wünschen die» vo« Herzen, wenn Ihr Cilli an diesen Tagen überhaiut soviel als möglich meidet, denn außer ein» Paar dürrer Stelzen (sutüd krac) amRade wird ohnehin nicht« besondere« zu sehen sein. IZHe aber bewahrt Euch vor Aufregung — und vielleicht noch vor was anderem." — Der Schlich, dtr ditfe „Beruhigungstpistel" geschrieben hat, veij so gut wie wir. das» e» keinem der Samtthaler Burschen eingefallen ist, eine „Anfrage" a» die .Domooina" zu richten; er weiß e» ebenso g» wie wir, dass feine .Herzenswünsche" nur »n Zweck haben, die Burschen aufzureizen und sie « ihrer frischen Schneibigkeit zu Ansammlung». Demonstrationen und Excesse» beim RadsahreMe in Cilli zu verleite» und so daS Fest womöglich zu stören. Wir wollen die Hetzer nur an die Sr-etgnisse beim panslavistischen Sängerfeste vor ]M Jahren erinnern. 5er Antergaug des skovenifche« lässt sich nach einem Berichte von Strumps»irk«i „Trepalena" nicht mehr aufhalten, sende« d« Laibacher Bavsirma Knes & Supantschitsch die fit die Laidachregulierung nöthigen Uiensilien bei der Firma — D. Rakusch in Cilli bezogen hat. kurzem erst lasen wir im „Narod", das« Hm Peter Majdiö bereit sei, 30—40.000 Gulden bn seiner Eisenhandlung zu v«rlitr«n. Sollten d,e Schiebkarren sür die Laibachregulierung über d» freiwilligen Verlustconto des Herrn Majdi! bereit» hinausgehe» ? Dieser wird wohl zugeben müsset dass es doch etwas verdächtig aussieht, wenn j?de bei den deutschen Concurrenten gemachte Beste!la»ß mit einer Jeremiade an den Pranger der national« Verachtung gestellt wird. Nächst»? bringt die „Trepalena" wohl ein Verzeichnis von Hose», die slooenischt .VolkSverräther" bei teutschen Kleider« machen, bezogen haben. Honoöitz, 26. August. (Begräbnis.) wurde hier Herr cauä. meä. Maximilian Leoinegz, ein allzufrüh gebrochene» junges Leben, zu Srad» getragen. Die allgemeine Beliebthtit, die der In-blichen« im L«b«n genossen hatte, gab sich in der ungemnn große» Betheiligung an dem Leiche» begängnisst kund. Es waren dabei nicht nur all« Kreise der deutsche» Bürgerschaft unseres Marktet vertrete», sondern auch aus den umliegenden Orte», sowie aus Graz. Marburg und Cilli waren Fremide de« Verstorbenen gekommen, ihm die letzte Ehre «weisen. Unter anderen waren erschienen zahlreiche Vertreter der Burschenschaft Germania m dertn Mitglied Herr L«din«gg war, der Gonobqer Männergesangverein und die freiwillig« Feuerwehr von Gonobitz. Ferner bemerkten wir unter de» Trauergästen Herrn k. k. Obercommissär Z»sf, Leiter der politischen Expositur, den Obmann der BezirkSvertretung. Herrn Gutsbesitzer Franz Possek, den Vorsitzenden deS Vereines vo» Rothen lireiq. Herrn Baron Vay. Herrn Gerichts adjuncte« Dr. Zang ger, Herrn DistrictSarzt Dr. Kadiuaig;. Herrn RechtSanwalt Dr. Possek und Herr» Pn-mariuS Dr. T Halm an» aus Marburg, Herr» Gutsbesitzer Dr. L a n g e r aus Lemberg u. o. a. Groß war die Zahl der prächtige» Kränz«, welch« den Sarg schmückten. Solche hatten unter andere» niedergelegt: einzeln« Familienmitglieder, di« Bursche»' schaft Germania, die Brüder Possek. Dr. Thal«»», die Marburger Freunde und Gesinnungsgenosse», sowie viele Gonobitz» Familien. Nach der erke» Einsegnung durch den Pastor der evangelische« Ge« meiude Marburg, Herrn Goschenhofer, bracht«' der Gesangverein einen ergreifenden Trauerchor )«■ Vortrage, worauf sich d«r lang« Zug nach dn» Frievhose in Bewegung fetzt«. Hier vollzog sich bei sinkender Sonn« in der schlichten und doch so ivurbo vollen protestantischen Weise die ernste Feierlichleit deS Begräbnisses. Der Herr Pastor sprach di« ®«» stg»ungsg«b«te, schildert« in kurzen Zügen den Lebat« lauf de« Berstorbtnen und schlos« feine zu Herze« dringende Red« mit Worte» des Troste« an t>« trauernden Angehörige». Hierauf trat der S. H. der Burschenschaft Germania, Herr Dr. M. RSpschl, an den Rand deS Grabe», um voa dem lotoa im Namen feiner Freunde und Bunde»brüder Abschied zu nehmen. Mit tiefer Wehmuth gedachte er d«r goldenen Zeit d«» Gymnasialstudium«, da der FreundschaftSbund geschlossen wurde, d«n a»s der Hochschule da» Burschendand mit den heilige» Fart«, schwarz-roth-gold sür die Lebenszeit gefestigt hat. Die R-dt hob bie echt deutsche Treu« hervor, «it der Ledinkgg an feinem angestammten Volke, « seiner Burschenschaft und seinen Ireual»«» himz. 1900 „Deutsch- Wacht" 5 ub schilderte den geraden Sinn, das heilere und pieae Wesen, da» dem Verstorbenen alle Herzen Ksme. Nur daS Glück deS Friedens war dem LtbmLen nicht beschieden; dieses, so schloss der 8l!«er, möge da Todte nun in seiner Jugend-toiat Erde finden. Mit dem studentischen Fiducit niiiwen die BundeSbrüder von ihrem Commilitonen Nschied sür immer. Die Erinnerung an den nun » Srabe Ruhenden wird bei allen, die ihn kannten, ii Ehren dauern, und man wird seiner jederzeit «It eine« wackeren, treudeutschen ManneS gedenken. Z>rr SteiermirKische ^ewerbcverein sendet stunde Zuschrift an sämmtliche Brudervereine in Äeinaiark: Infolge der beim Pfingstausflug« nach A«burg gemachten Anregung, ein fröhliches Bei-jwilensein der Gewerdevereine in Graz zu er-wglichen. geben wir unS hiemit die Ehre, die ge-thut Leitung und die P. T. Mitglieder sammt den Fmilienangehörigen höflichst zur Theilnahme an in für den 8. und S. September d. I. geplanten Zchnmenkunst der Gewerdevereine Marburg, jiaau, Cilli, Knittelfeld und Graz einzuladen. Lverbitten uns die ehethunlichsle Mittheilung der lh-ilnehmerzahl (wenigstens annähernt), sowie um Bekanntgabe, ob die Besorgung eines Quarter er-«vllsch, ist. DaS Programm werden wir demnächst «theilen. E,rort Nohitsch-Sauervrun«. (Zur Kaiser, stier am 18. August.) Ueber Einladung deS bhil-uischusstS hatten sich außer der Gemeinde« «rauuitg und Aemter auch viel« Honoratioren und fcgiifte an der Feier beiheiligt, die im Schulhause Inhalten wurde. Der Turnsaal bot ein über« vschuideS Bild. Die Stirnseite war in schwarz-fdi und weiß-grün gehalten und wie die Seiten-«»de. mit Eichenlaub reichgeschmückt. In der ili;l2f befand sich daS Medaillon-Relief unseres ge-fern Kaisers (modelliert von Professor Pechan), et Seschenk an die Schule. Pöllerschüsse verkün-tarn den Beginn der Feier. Der Obmann deS Echilwischusse«, Herr SanitätSrath Dr. Josef Hoisel, dvrißle die liebwerten Gäste und dankte für ihr giuigtl Erscheinen zu einer trauten patriotischen Feier. In kurzen Umrissen gedachte er der Denkwürdig-feit des TageS. Die Schuljugend sang hierauf Hol Franz Hofe', unserm Kaiser!" Ein Mädchen sprich nachher „DaS Kaiserlieö eines KindeS", «uns dann daS Lied „DaS ist mein Oesterreich, dtf ist mein Vaterland' folgte. Ein Knabe der iDtegrippe brachte daS von Herrn Rich. Hoisel {toifewtt Gedicht „An unsern Kaiser" wirkungS« ««II zum Vortrage uns umschlang daS Bild mit «!» Lorbeerkranz. Herr Schulleiter Damofsky brich z« den Schülern. Er entrollte in Kürze ein M der Herzensgüte unseres Monarchen, de» edlen llilkti aus Fürslenthrone. Die Volkshymne wurde -rzmmmt und mit den letzten Pöllerschussen endete tot loyale, patriotische Feier. Zum Gedächtnisse an tiesi» Zag wurden die Schüler mit dem Kaiserbilde »n) dim WidmungSgedichie bedacht. Den An-r s'»lx» wird diese AndachlSstunde gewiss in steter kmmtng bleiben. gin «euer Komet ist jetzt die ganze Nacht i'jft zu beobachten. Er steht jetzt ganz nahe beim hlachrrn. nur einige Grade rechtS darunter. Mit «m kleinen Fernrohr ist er leicht aufzufinden und jüigt einen hellen, nach der Sonne zu gerichteten Schweif. Der Komet, der eine nahezu parabolische, zqa die Erdbahn stark geneigte Bahn beschreibt, at bereits an 3. d. in seiner Sonnennähe, seine Hliizle» ist daher in der Abnahme; doch hat die •wse und Helligkeit deS Schweifes in den letzten zugenommen. Warnung vor uureifem Hvsie. Bei der jetzt mummen Obstzeit kann nicht genug vor dem «uis« unreifen ObsteS durch Kinder gewarnt «:,n. Dasselbe ist durchaus schädlich und ver« «sacht zahlreiche schwere Krankheiten wie Ruhr » Daimerkrankungen. Die Verdaulichkeit deS CM ist, verschiedener in demselben enthaltenen «serdaulichen Stosse, wie Cellulose, Epidermis ab Farbstoffe halber, durchaus keine so leichte, tU allgemein angenommen wird, und empfiehlt eS sich Miialb sür Personen mit schwachem Magen, kl Obst nur gelocht zu genießen. Die Schalen M Kerne müssen soviel al« möglich entfernt «rtai, da dieselben der Verdauung hinderlich find m die gefährliche Blinddarmentzündung hervor-nfn können. Aatersteirische Aäder. In Römerbad find di» zum 23. August 389 Parteien mit 984 $n'on Frau «intS in Pforzh«im Angestellten im „Pforzh. Anz.", wenn sie also schreibt: „Ich erkläre hiemit, dass alle von mir gemachten Schulden ohne Wissen und Willerr meiues ManneS durch mein leichtfertige», verschwende» rischeS Wirtschaften entstanden sind. Ich würd« stet» seitens meines Manne» reichlich mit Geldmitteln ver» sehen und hätte bei häuslicher Bewirtschaftung noch Geld erübrigen können. ES thut mir sehr leid, meinen Ehemanne gegenüber so gehandelt zu haben und be-dauere sehr, dass dessen ehrbarer Name durch mein leichtfertiges Verschulden so belastet wurde. Karoline R. geb. D." — Diese Reumüthige vtrdient gewiss vollen Pardon! Z>er einer fürkkichen Htammutler. Bekanntlich bringt die Erwählte de« jungen Serben-könig», Frau Draga Maschin, ihrem Zukünftigen eine «twaS bedenkliche Verganqenheit in die Ehe mit. Da» ist alle» schon dagemesen! Die ängstlich an dem Grundsatze der Ebenbürtigkeit festhaltenden Gemüther vergessen ganz, dass die zur Zeit in Europa regirr«nd«n Familien zu einem großen Theile ihre Herkunft auf eine Frau zurückführen, deren eigentlichen Namen die Geschichte nicht einmal anzugeben weiß, und bei der man von einem sogenannten „Ruf" überhaupt nicht mehr sprechen kann. Wir meinen Katharina I., die Gemahlin PeterS deS Großen von Rußland. Wie Napoleon 1. «S that und König Alexander von Serbien zu thun entschlossen scheint, konnte Peter I. eine Frau mitten au» dem Volke zu sich auf den Thron erheben und die Lästerzungen damit zum Schw«ig«n bringen, das» er da» «in« Wort sprach: „Si« ist mein Weib, und wer sie nicht achtet, der hat e» mit mir zu thun!-Einer der geistreichsten und allerding» auch der bo»» haftesten russischen Schriftsteller hat die Biographie dieser Stammutter so vieler souveränen Häuser folgendermaßen beschrieben: „Katharina war die Tochter eines armen livländifchen Bauern. Erst Dienstmag^ .Deutsche Wacht- 1900 im Hause de« lutherischen Pfarrer« Glück, dann Frau eine« schwedischen Dragoner«. bei dem Sturm auf Marienburg von den Russen gefangen genommen, wurde sie die Geliebte de« General« Bauer, welcher sie dem Marschall Grafen Scheremetiew abtrat, der sie wiederum dem Fürsten Menschikow cedierte, welcher sie seinerseits Peter I. überließ, der fie schließlich heiratete. Kaiserin geworden, forschte sie danach, wa« au« ihrer Familie geworden sei, und nach vielem Suchen fand man endlich, 1723, zwei Schwestern und zwei Brüder von ihr. Die beiden Brüder wurden unter dem Namen SkowronSki geadelt und erhielten später, unter der Regierung ihrer Schwester, den Grafentitel. Katharina'S älteste Schwester war an den Sergeanten Michael Jefimow verheiratet, und ihre Kinder wurden unter dem Namen Jefimowsti nobiliert. Die jüngere Schwester hatte einen Arbeiter geheiratet, Simon Heinrich mit Namen, und ihre Kinder wurden unter dem Namen Hendrikow geadelt. Wa« ist da« Vorleben der Braut de« serbischen Monarchen — vorausgeietzt, das« da«, wa« man darüber erzählt, überhaupt wahr ist — gegenüber demjenigen dieser Kaiserin ohne Namen. Z>as Vccht des Passagiers auf Beförderung. Sonntag den 15. Juli beabsichtigte der Hof- und Ge-richt«advokat Dr. Viktor Engländer mit dem um 7 Uhr 45 Minuten vom Südbahnhof nach Payerbach ver« kehrenden Schnellzuge zu fahren. Dr. Engländer, der bereits um 7 Uhr 34 Minuten an der Schnellzugs» casse erssiien, erhielt in Folge de« damals herrschenden Andränge« on der Sasse sein Billet erst knapp vor dem Abgang de» Zuge«. AIS er den Perron erreichte, war der Zutritt abgesperrt und der Schnellzug fuhr wenige Minuten später fort. Dr. Engländer suchte vergebens die Bewilligung zu erhalten, den Zug, der noch in der Halle stand, besteigen zu dürfen. Er fuhr nun mit dem um 8 Uhr 15 Minuten verkehrenden Schnellzug brs Gloggnit, und fuhr, da dieser Zug in Payerbach nicht hält, mit einem Wagen nach Payerbach. Dr. Engländer klagte nun beim Bezirksgerichte in Handelssachen die Südbahgesellschaft auf Ersatz von sech« Kronen für die Wagenfahrt und 60 Hellern als Mehrahlung für die Eisenbahnfahrt Gloggnitz Payerbach. Dr. Engländer wies nach, dass die Nichtadfertigung des Passagiers, der rechtzeitig auf dem Bahnhofe er-schienen ist, ein Verschulden der Bahn bilde, sür daS sie ersatzpflichtig sei. Dr. Schiff, der Vertreter der Südbahn, führte auS, das« die Gesellschaft die weitesten Maßnahmen zur Bewäligung deS SonntagSverkehreS treffe, dass e» ein Recht de« Passagiers auf Beförderung mit einem bestimmten Zug« nicht geb«. Der Richtrr, G«richlSsekr«tär Wcdicky, sprach di« Südbahngesellschaft schuldig, dem Kläger den Betrag von sechs Kronen für die Wagenfahrt zu bezahle». Au» der beeideten Zeugenaussage des Dr. Engländer habe sich ergeben, das er 11 Minuten vor Abgang des ZugeS an der Casse sich eingefunven und auch ein Billet zur Benützung d«S ZugeS 7 Uhr 45 Minuten erhalten habe. Damit hat der Passagier sich vertrag»» mäßig ein Recht zur Beförderung mit diesem bestimmten Zuge erworben. Konnt« nun der Passagier wegen langsamer KartenauSgab« oder wegen Uebersüllung des Zuges nicht befördert wrrden, so ist ihm die Bahn ersatzpflichtig. Dagegen was daS Begehren auf Rück-ersah der HO Heller sür die nichtbenützte Strecke von Gloggnitz nach Payerbach abzuweisen, weil die Bahn dem Kläger hiefür ohnehin die Wagenkostcn ersetzen muss. Z>as Holdland der AeUungswelt. Die Zeitung, die >ich rühmen darf, die theuerste in der Welt zu sein, ist „The Rom« Gold-Digger." E» ist ein kleine« Blättchen von vier Seiten Umfang, da4 zuerst am 25. Gilbhart» deS letzten Jahre» in Kap Nome erschien und von den Goldgräbern mit zwei Schilling pro Exemplar bezahlt wird. Sein unternehmender Herausgeber ist Mr. Cassiu» M. Coe, ein Journalist au« San Francisco. „The Nome Gold-Digger" ist auch nur zierlich im Format, 12 Zoll breit und 14 Zoll hoch. Die Neuigkeiten, die daS Bla« bringt, sind von der größten Ver-schiebenden; der Herausgeber verfolgt augenfchein» lich die Tendenz, jedem Leser in der weltverlorenen Stadt Alaska« etwa« zu bringen. Ja einer früheren Nummer erschien der folgende Bericht: „Die Reich-lhümer, die die Goldgrubenbesitzer von Nome-City in kurzer Zeit erworben haben, sind colossal, und die Geschichte ihrer Abenteuer ist wunderbartr al« Romane e« sein können. Einer war ein Missionär, ein anderer ein Matrose, und die anderen haben sich früher in der Welt herumgestoßen, ohne Hoff-nung, jemals eine gute Stellung einzunehmen.' Mangel an Stoff ist die Hauptfchwierigkeit. die die Herausgabe de« Blättchen« verursacht. Die Neuig-keilen de« „Gold-Digger' werden daher sehr weit« schweifig mitgetdeilt, und in auSsührlicher Weise werden die Flößchen und Bergwerke de» Bezirkes beschrieben. Auch in Klondyke gibt eS, wie eine englische Zeitschrifi erzählt, mehrere Zeitungen, für die «an ein Schilling für das Exemplar be» zahlen muss, und dies wird dort durchaus nicht für sehr theuer gehalien. Die erste in Dawson City veröffentlichte Zeitung war „The Miner", der im Gilbhart 1890 erschien. Kaum war diese« Blatt einen Monat alt, al« auch schon drei andere Zeitungen in« Leben gerufen wurden. Diese Con-currenz halte jedoch nicht zur Folge, dass der Preis der Zeitungen ermäßigt wurde. Noch den ganzen letzten Winter hindurch wurden drei Zei-iungen veröffentlicht und jedes Exemplar für einen Schilling verkauft, während jeder Zoll des Raumes für Annoncen mit 00 bi« 100 Mark berechnet wurde. Etwa 5 bi« 10.000 Exemplare wurden von diesen Zeitungen in der Woche abgesetzt. Auch hier hatten die Herausgeber vor allem mit dem Mangel an Nachrichten von außerhalb zu kämpfen. Ein jeder von ihnen hielt sich schnellfüßige Hunde, mit deren Hilfe ein unternehmender Journalist aus einem Hundeschlitten die Gegend durchjagen und eine noch verhältnismäßig neue New-Dorker Zei« tung aufzulreiben suchen konnte. Für ein solche» Exemplar wurden oft bi» 100 Mark gezahlt. Die Zeitungen in Dawson City wurden einmal wöchent-lich herau»gegeben, aber eS war gar nicht« Unge« wöhnliche«, dass der Tag der Veröffentlichung ver» ändert wurde, wenn der Herausgeber eine neue Zeitung von „draußen" erhallen hatte, um der Concurrenz zuvorzukommen. Dawson Cily kann sich sogar rühmen, eine Frau al» Berichterstattern, unter seinen Mitbürgern zu haben; diese ist an der ersten Zeilung zu einem Gehalt von 100 Mark die Woche engagiert. E» gibt endlich dort auch einen ZeiiungSverkäufer, der ungefähr 200 Mark in der Woche durch den Verkauf der Zeitungen verdient. pariser Weltausstellung. Wie wir erfahren, find die Fabrikate d«r Firma F. A. Sarg'S Sohn & Eo. in Wien, insbesondre das bekannt«, allgemein beliebte Zahrputzmittel „Kalodont", dessen Unentbehrlichkeil all-gemein anerkannt wird, a»f der Pariser Weltausstellung mit der goldenen Medaille ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung für Toiletteartikel ist von umso größerer Bedeutung, al« Pari« und Frankreich selbst an der Spitze dieser Branche stehen. An einer Königsbahre. Au» Traunstein schreibt man: Die tiefe Trauer und Entrüstung, die da« fluch-würdige Verbrechen in Mvnza in der ganzen eivilisierteu Welt hervorgerufen, veranlasst nach größeren, berühm» teren Mustern auch daS „Traunstciner Wochenblatt", Organ deS „Bairischen WaldbauernbundeS" und drS „Bairischen Bauern- und BürgerbundrS", zu einem Sonett, dessen salbungsvolle Ungezogenheit gegenüber einem Todten, d«r noch nicht «inmal dem Grabe übergeben, niedriger gehängt zu werden verdicnt. Wir lassen da» geschmackvolle GeisteSproduet für sich selbst sprechen: An einer Königsbahre. Nie mochtest du genießen mit Behagen, Was einst geraubt ward allem Recht zum Höhne; Aus deinem Haupt saß eine Dornenkrone, In dir ein Wurm, der nie abließ, zu nagen I Dich, armer König, wird man ties beklagen, Wo Menschen fühlen, unter jeder Zone; Doch rächt de« Vater« Unthat sich am Sohne. Ob auch ein edles Herz in dir geschlagen. Die Geister, di« dein Baier einst beschworen, Die werden nimmer los auch seine Erben: Das Bös« hat stets Böses nur geboren. So mancher Fürstenthron liegt heut' in Scherben, Für immer ist sein Ruhm und Glanz verloren. Und, wer vom Papst je aß, der musste sterben! Traunstein. am 3. August 190O. L. W. |>i( transsibirische Eisenbahn. Welchen außer-ordentlichen Wert für den zukünftigen Verkehr Europa» mit Ostasien die transsibirische Eisenbahn erlangen wird, müssen selbst die Engländer zugestehen. In einem kürzlich erschienenen Buche: „Tbe over and to China" von A. R. Colguhoum beschreibt derselbe seine Reise durch Sibirien nach China und erwähnt die Thatsache, dass man in 15 Tagen von Europa nach Eentralasien wird gelangen können. Aber nicht nur Zeit, sondern auch Geld wird durch den Landweg er» spart werden. Gegenwärtig, sagt Colguhoun, kostet eine Reise über See von London nach Shanghai erster Elasse über 70 Pfund Sterling. Die Reise über Land wird mehr wie die Hälfte billiger sein; der Autor berechnet die Kosten auf ungefähr 32 Pfund Sterling. Diese Verbilligung der Reise nach China wird be» deutend« Umwälzungen im europäischen Verkehr nach China mit sich bringen, wenn erst einmal vom End-Punkt der Bahn — Port Arthur — Schienenstränge nach den verschiedenen Handel»-Centren Chinas gelegt sein werden. Colquhoun warnt eben im Hinblick auf die so außerordentlich günstige Position, die Rußland, auf seine centralasiatische Bahn gestützt, in Ost einnimmt, seine LandSleute, auf der Hut, und lässig zu fein. England müsse der Politik Ruß und Frankreichs, welche von Deutschland, wie Sol« bemerkt, heimlich (eovertlx) unterstützt wird, mnzi entgegentreten, wenn nöthig, mit Waffengewalt. Conflict sei unvermeidlich, über kurz oder lang stehend, und England müsse sich rüsten, um für Fälle vorbereitet zu sein. — — Wie e« mit Waffengewalt, die England gegenüber den drei Sontiaeit talmächten anwenden soll, beschaffen sein wird, freilich verräth un« Colquhoun nicht. Ja den Slalk! Vor d«m Urgroßvater gegenwärtigen Schah von Persien, in dessen F« sich die Liebe zu allen schönen Künsten forterbt, ein hübsche« Geschichtchen erzählt. Trotzdem er ftfl dichtete, hielt er sich doch, vielleicht in geheimer l erkenntniS, einen Hofpoeten, und zwar einen, der gleich ein scharfer Kritiker und ein Humorist Eine» Tage» hatte seine Majestät einige Berse beendeter schickte nach stinem Hospoeten und dccl-mierte ihm vor. .Wa» hältst du davon ?" fragte der aller Könige". „Und müsste ich Euch auch 311m l fallen," war die Antwort, „aber ich halte da« für Unsinn." »Weg mit Dir/ donnerte die beleidigte Majestät, „führt den Esel in den Stall!* Und so schab «». Nach einiger Zeit hatte sich de» König« Sat einigermaßen gelegt. Da dachte er daran, eine» zwii» Versuch mit dem Hofdichter zu machen, jedoch mit -im, andern Gedicht. Wieder ließ er den Dichter hole» 1 declamierte eS ihm vor. Nach einer kurze» stand der Hofpoet auf und wollte hinausgehe». „SSol gehst Du?" fragte ihn der König. „Nach de» antwortete er. Diese«mal musste der »LSnig Könige" jedoch lachen — auf seine eigenen Äesita. Schristthum. Von der Wiener Wochenschrift „Die Zeit* (Herausgeber Prof. Dr. I. Singer, Dr. Max VlvHlW Dr. Heinrich Kenner, Prof. Dr. Richard Muth«) in 308. Heft erschienen. Abonnement» auf dies« ~~ schrift, viertelj. 6 K, nehmen die Post, alle Bucht«» lungen und die Administration, Wien, IX/3, entMn. Einzelnummern 60 h. Probenummer gratis und stob Beim Durchsehen der soeben erschienene» Xr.&i de» beliebten Wochenblatte» „Häuslicher Rat)« geber" gewinnt man unbedingt den Eindruck, jede Leserin in dieser echten Familienzeitschrift findet, waS Herz, Gemüt und Geist «rfreneir sann. Man verlange Probenummer», welche der Verlag Schneeweiß, Berlin-Schöneberg, Wartburgstr. 24, j mann gern gratis zusendet. DaS in München erscheinende, auf radieal-» nalem Boden stehend« Kampfblatt „Hdin" brmgt feiner 64. Nummer folgenden Inhalt: Leitspruch. — Die Aufrollung der Polenfrage. — Die Königin i und der unartige Prinz. — Eine niederländische schrift für die Buren an Kaiser Wilhelm II. — seuszer. — Die achte Hauptversammlung de« österreichischen Lehrerbunde». — Bund«Stag de« der Deutsche» in Böhmen" zu Bodenbach a. b. ( (Schluss). — Schwarzgelbe Panik oder der JnnSbrucker Hochverrath. — Aus dem Kampfe. — Schriftthum. —Beilage: „Kirchenlicht" Probe» sind jederzeit durch die Geschäftsstelle, München 19, i strafet 9, zu beziehen. Der JahreöbczugSpm« st. 2'50 bei freier Zusendung. FRIIZ RASCH, Buchhandlung, Xur Nubton. Wiilland, Cilli Kathbansgasse empfiehlt sein«* paiteurlilert« Süssrahm -Thee-Butter tAffllch 1 reinen Tropf-Honig, Sannüialer Käse nn i alle lineralwte Xur ftuUon. Cur- und Fremdenliste von Römerbad in Steia Vom 10. Augast bis 22. August: Herr Dr. Franz J. SpeTee, k. Universti. aus Ajrraro. Herr Dr. Carl CapoTlo. k. C; profe^or, aua Agram. Frau Marie Safkl, VÄ" 1900 .Deutsche Wacht' Malern Tochter, aus StaUenberg. Kram. Herr rkh Felber, mit Frau, aus Oraz. Frau Johanna ttr, mit Schwester, aus Oraz. Herr Adolf Dlnkel-W. Kaufmann, mit Gattin und Familie, aus Triest. 7 Irin I'eltler, Advocalursbeamte, aus Marburg. Eici-Uenx Herr Johann Edler von Horrak, k. ». Mdaurschull-Lieuteuant und Oendarmerie-Inspector, Gtmalin, Wien. Herr Kudolf Edler Ton Horrak, kerti - Concepts Praktikant, aus Leibnitx. Herr Wel«»er, Director, Graz. Herr Adolf Weisser, L Oberingenieur, mit Gemahn und Lohn, aus Graz. Marianne Duka Ton Dnkafalu und Kncztn, itwe, mit Friulein Tochter, aus Wien. Herr and Hermann. Reutier, aus Graz. Frau Julie irt. Notarewitwe, aus Graz. Frau L. Stelnbeck, fcafcenüerin, mit 2 Frftulein Töchter, a. Wien. Hoch-Herr Angustin Pelsker, Cooperator, aus Kor-. Herr Hlehard Hupnick, Oroesh&udler, aus Herr Iran Kotovle, k. GerichUadjunct, aus i. Herr Anton Ton Susle, k. u. k. Oberst, aus Frtulein Bettj" von Husic, Private. aus Cilli. Frl. J«kn Bishop, Private, aus Cilli. Herr H. 0. kr, aus Wien. Frstuleiu Emma (. hene vifere, Pri-tai. tu« Triect. Frau Rosa Xeckermann, Advocateus-Htk. nit Stubenmädchen, aus Graz. Herr Anton M«» Baja. Fräulein Amalia .hineile, Private, aus latmg. Frau Antonie Dr. Gratzy Edle von Wardengg, IL Professors-Gatiin, mit zwei Kinder und 8tnben-Hfca. aus Laibach. Frau Justine > eiser, Ober-^Ktois-Witwe. mit Frftulein Tochter, aus Graz. Herr JutH Kenieh. Beamte, aus Trieat. Herr F. Heine, iufmus, mit Gemalin. aus Wien. Hochwürden Herr faooicuB Sehweltzer, Domherr, aus Kalocsa. Cur-Liste der Landes-Curanstalt „Neuhaus" bei Cilli. Vom 8. August bis '20. August: Herr Franz Mal) , Privat, mit Frau u. TOchterchcn, im Finne. Frau Anna Reitz, Oberstcnsgattin, mit Sohn H«ni Victor Reitz, Techniker, a. Oraz. Frau Johanna Eivlinik, aus Oraz. Frau Marie Grabner, üutsbe-[tm-l>aitin. aus Frieaach. Herr Karl t. Wohlfahrt, fttiku Vorstand, m. (Gattin, a. Lebring. Herr Doctorana t P.itlijen, Privatier und Jagdinhaber, aus Aggsbach ab 4 l'v nun. Herr Alfred Kiener, Privat, aus Wien, ürn Dr. Emil Jurkiny, Arzt, aus Budapest. Frau irbfoike l'ngerinann. Hof- u. Gerichtsadvocatens-4*san, wn Schwester Frau Ch. Leiter, aus Wien. Ihre ti*icai Gräfin Westpbalen, aus Görz. Herr Adolf Eiiirr. Kaufmann, aus Budapest. Frau Friederike liucfcttx, Besitzerin, mit Tante Frau Evn Sehrotten-kith. au* Brück a. d. Mur. Frau Ursula und Marie Osehag, aus Wöllan. Herr J. Pawlowitsch, königl. »erb. Oberst, aus Belgrad. Herr Theodor Pessler jun., k. u. k. Regierung»rath, m. Gemalin, aus Wien. Frau Barbara Christophony, Kupferachmieds-Gattin, a. St. Pölten. Frau Paula Felamann, Kaufmanns-Witwe, mit S Söhnen u. 1 Töchterchen, aus Wien. Fräulein Henrletto Zeller Edle v. Zellhain, Lehrerin, a. Graz. Herr Johann Wels, Privatier, mit Herrn Friedrieh Wels, aus Budapest. Frau Louise Edelbnuer, Private, aus Baden, Nieder-Oeaterreich.|Frau Julie Wimmer, Private, mit IMenerin, aus Linz. Frau Hermine WoilT, Arztensgattin, m. Sohn Herrn Dr. Arthur WolJT, k. k. Auscultant, aas Graz. Herr Wilhelm Stopper, Kaufmann, aus Triest. Herr Jenii Orbäu, Techniker, aus Budapest. Herr RAndor Edler von Fodröczy, k. n. k. Truchseas u. Gutsbesitzer, aus Bogacaevo bei Kreutz, Croatien. Herr Franz Horn, Oberlehrer, mit Frau und Töchterchen, aus St. Lorenzen a. Draufelde. Herr Vlttorio Padoa, Agent, mit Frau und Kind, aus Triest. Frau Fanny Le&sner, Private, mit Töchterchen, aus Tapnlcza. Frau Marie Moschner, k. k. Steuereinnehmers-Witwe, m. Mutter Frau M. llayne, aus Laibach. Frau Mizi Aigner, k. k. Bezirksthierarztens-Gattin, aus Feldbach. Frau Franziska Skuk, Handels-mann »-Gattin, a. Wippach, Krain. Frau Marie Brunner, ans Knittelfeld. Herr Carl Baier, Ijindesrechnungsrath i. P., mit Frau, a. Wien. F. Anna Edle von Reichen her?, Lehrerin, aus Graz. Frau Paula Baumgartner geb. t. K napitsch, mit Schwester Marie V. KnapiHch, aus St. Veit a. d Olan. Frau Hermine Graf und Frau Katharlne »ufeld. Private, mit Töchterchen, aus Kopreinitz, Croatien. Herr Ferdinand Mayer, aus Agram. Frau Marie Woch, Gastwirtin, m. Töchterehen, aus Marburg. Herr Josef Zehentmayer, praktischer Arzt, aus Graz. Frau Anna Pfersehy, Frau Tsabella Ilupfer, Frau Best Binder und Frau Mizi Grundner, Private, aus Füretenfeld. Herr Alois Erheinik, Typograph, aus Graz. Herr Vinstimir 8. JakoTljevlf, Privat, aus Belgrad. Fräulein Mathilde Lettner, k. k. Post-meiaters-Tochter, a. Wies, Steiermark. Frau Betti Steiner, Zuckerbäckera-Gattin, mit Söhnchen Karl, aus Wien. Herr Dr. Franz Peitler, k. k. Gerichtsadjunct, mit Frau, aus Drachenburg. Herr Heinrich Moik, Monteur, aus Oraz. Herr Johann Voller. Werkmeister, aus Wien. Constantin Edler Ton Kudolitseh, k. u. k. Oberlieutenant des 37. Infanterie-Regimentes, aus Laibach. Herr Adolf Lampel, Zögling der Landes-Obst u. Weinbauschule, aus Marburg. Fräulein Franziska Lassmann, Pächterstochter, Cilü Herr Josef Hfilier, Kaufmann, tu. Frau u. Kind, a. Frohnleiten. Frau Emma Kienzl-Kamenltzky, k. k. Bezirkscommissftrs-Witwe, mit Söhnchen Cnrt, aus Graz. Herr Anton Batzar, k. u. k. Linienschiffs-Lieutenant, aus Pola. Fräulein Marie Gabriel, Kindergärtnerin, aus Meran Herr H. Seal», k. u. k. Militär-Akademiker, ans Wien. Herr B. f. Procopius, Ministerial-Vice-Secretär, aus Budapest. Herr E. Schott, Kaufmann, aus Triest. Fräulein Amalie Mayr, Private, aus Krainburg. Herr Franz Starkel, Apotheker, aus Gottschee. Frau Johanna Matheis, Kaufmann sgattin, aus Rann. Frnu E. T. Kram berger, Direc-tore-Gattin, mit Fräidein Tochter,aus D.-Miholjac. Frl. Vita Zupancic, Lehrerin, a. Möttling. Frau Margarethe Weber, k. u. k. Fregotten-Capitäns-Oattin, a. Cilli. Frl. Marie Seewann, Lehrerin, au» Graz. Herr Ladislau» Possek, k. k. Oberlandesgerichtsrath, mit Gattin Julie Possek, aus Graz. Herr Oskar Lohntevr, k. k. Bezirks-haupunann, m. Frau, a. Wien. Frau Oskar v. Rosthorn, aus Öd, Bezirk Wiener-Neustadt. Fräulein Hermlne Hussak. Oberlandesgericht«rath»-Waise, a, Graz. Frau Fanny l'rbanie, k. k. Post-Controlow-Oattin, aus Oraz. Hoch würden Josef ZldanSek, Professor, aus Marburg. Herr Jakob Bukowetz, aus St. Georgen am Tabor. Oeffentliohe 4953-73 Communal-HandelschuleinWels. Beginn des XI. Schuljahres am 16. Sept. 1900. Billige Unterkunft für auswärtige Schul er. Schnlprogramme kostenfrei durch die Directioa. Ploloiraptiiscte Apparate etc. in anerkannt beeter Qualität. Lager aller Bedarf- und E i«traan-Kodak-Artikcl. — I.echner's Mitteilungen photographisches Inhalts. Probehefte gratis. Gratis-Unterricht im Atelier, H. »ebner ^ (Willi. Ifiiller) k. und k. Hof-M&nti- V factur ffir Photographie. (Fabrik phot Appir.) (Photogr. Atelier.) 51-17-09 %1'lett. Graben 31. y--» Frühjahrs- und Smincrsaisoii W4-C9 1900. Echlr Brüiiner Stoffe a äü Co., 1 Inmbiiri;. 4733-69 Gute Uhren billig ■it Stifer. 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