Pränumeration«-pttift: F!i r Laibach: Banzjährig . . . 8 fl. 40 tr. Halbjährig . . . i „ üO „ Bierteljährig. . . 2 „ 10 „ Monatlich . . . — „ 70 „ Mit der Post: Ganzjährig . . . 11 fl. — kr. Halbjährig . . . 5 „ 50 „ Bierteljährig. . . 2 „ 75 „ gilt Zustellung ins Haus eiedel» jährig 25 It., monatlich !> lr. Einzelne Nummern « kr. Laibacher Tagblatt Anomme Mitteilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht znrückgcsendet. Redaktion Lahnhosgaste Nr. m. «rprbition uni 3nferattn-ßnrenn: Äongrefiflat} Nr. 81 (Buchhandlung von 3. v.Klei»mayr»F. Bamberg). 3nfcrlimproft: gilt die einspaltige Petitzeile 3 kr bei zweimaliger Einschaltung L Skr dreimal u 7 lt. Jnsertionostempcl jedesmal 30 !r. Lei größeren Inseraten nnd öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Nr. 189. -amstag, 19. Anglist 1871. Morgen: Stefan. Montag: Johann Franz. 4. Jahrgang. Vor der Eutscheid,ing. Dic ausschließliche Auflösung der verfassungstreuen Landtage, der Ruf, der an die Wähler ergangen, ohne daß das Ministerium wagte, auch nur eine Andeutung zu geben, wofür oder wogegen sic sich zu entscheiden haben, die« unheimliche Verbergen der letzte» Absichten, dann das Triumfgefchrei der Feudalen und Klerikalen gegenüber allem, was deutsch, freigesinnt, nicht reaktionär und unfehlbar-gläubig ist, dieser cynische Jubel der Czechen und Slovenen, der weit weniger dem angeblich sicheren eigenen Siege, als dem seligen Vorgefühle gilt, nun bald auf dem verhaßten Gegner herumtanzen zu dürfen, dies alles zusammengenommen hat das große Wunder bewirkt und alle Parteiunterschiede unter den Deutschösterreichern verschwinden gemacht. Sogar der „VolkSfreuud," das Organ des Kardinal-Erzbischofs Ranscher, der gestern noch ein Oesterreich ausschließlich für die „Kinder Gottes" aufbauen wollte, sicht sich zu dem Bekenntnisse veranlaßt, daß cr bei» Wahlmanifestc des St. Pöltener Parteitages nur zustimmen nutsfe, wenn dasselbe von einer Bedrohung der Deutschen in Oesterreich, von einer Gefährdung der Verfassung, von einer geplanten Zerreißung des Reiches in Reiche und einer Zersplitterung der einheitlichen Gesetzgebung spricht. In der ganzen deutschen Bevölkerung ist die Erkenntniß endlich zum Durchbruch gelangt, daß es nun gelte, angesichts der Rüstungen der Gegner alle Parteischattirungen, jeden häuslichen Streit fahren zu lassen, alle Kraft zusammenzufassen und mit dem ganzen Gewicht deutscher Thatkraft und Ausdauer für die höchsten Lebensgüter, für Freiheit und Recht und die Würde des Reiches den Kampf aufzuueh-meii. I» diesem Sinne sprechen sich alle Organe aus, diese Stimmung beherrscht seit kurzem alle Volksfeste, alle Versammlungen, alle Partcikundgc-bungen; von dieser Einmüthigkeit allein erwartet man Heil uiib Rettung. Ja die Knude von den herrlichen Siegen der Deutschen, von ihrer Macht und Größe ist bis in die tiefsten Alpenthäler gedrungen, und wenn cs auch den finsteren Mächten Romö bis jetzt gelungen, ein kostbares Vcrmächtniß deutschen Geistes, die Liebe zur Freiheit in beit Bewohnern zn dämpfen, eines ist ihnen nicht geglückt, das Bewußtsein deö Rechts, des VolkSthumö und der Menschenwürde in ihnen auszutilgen. Wenn die geistlichen Berather und Seelsorger nicht im letzten Momente noch zurückbeben sollten vor der Unthcit, an beit heiligsten Gütern des Volkes Verrath zu üben, wenn sie den Bund mit den Nationalen und Feudalen zur Unterdrückung der Volksrcchtc aufrecht erhalten und bei den nächsten Wahlen dadurch betätigen sollten, daß sie die Landleute gegen ihr eigenes Fleisch und Blut Hetzen, gegen diejenigen, die sie von den Fesseln der Hörigkeit und der Last der Frohnden befreit und sie auf de» Pfad der Menschenrechte hingeleitet haben, so wird ein Sturm der Entrüstung sich gegen sic erheben, bie Verräther am eigenen Volksthum, die Patrone der Patrimo-nialgerichte und der Prügelstrafe, ein Sturm, der sic wcgfegen wird aus ihrer Stellung und würdi-geru Nachfolger» Platz macht. Doch angesichts ber trotzigen Herausforderung ber nationalen Gegner ist zn erwarten, daß wenigstens jener Theil des Klerus, in dem Bildung, Humanität, Duldsamkeit und Vaterlandsliebe noch nicht ganz erstorben, der Stimme der Klugheit und politischen Einsicht Gehör geben ltitb betn schmachvollen Bunde gegen das eigen Volksthum entsagen werde. Abgesehen von einer Fraktion des ultramontanen Klerus, der eineu Theil der Bauerschasten seiner Führung unterworfen, dem Staatsbewußtfein entfremdet irnd für papistische Zwecke abgerichtet hat, haben sich dic Deutschen Oesterreichs nunmehr als national-politische Partei gestaltet, die unzertrennlich zusamitteiistehen wird, wo es sich darum handelt, VvlkSthum, Staat und Freiheit zu schirmen. Das schwere Leid, das ihren aufgesetzten, vom Hauptstamm losgetrennten Brüdern droht, die Noth und Bedrängniß, in die ihre äußersten Vorposten bereits durch die Rücksichtslosigkeit und Frechheit der Gegner versetzt sind, die offene Bebrohung nicht blos ihrer berechtigten Stellung im Reiche, sonder» auch ihrer Kultur- und BilbungSstätten bui'ch allerhanb Zwangsgesetze hat an ihnen die erziehende Thätigkeit geübt und die heilige Flamme der Vaterlandsliebe zur mächtige» Lohe angefacht und einen nationalen Aufschwung vorbereitet, dem die geheimthueude, lichtscheue und nur in kleinlichen Jntriguen große Staatsknnst deö Grafen Hohenwart hoffentlich nicht gewachsen sein wird. Und hält man bas so geschulte unb geeinigte Dentschthnm, bie einzige Partei in Oesterreich, die selbstlos ganz und gar in dem Staatsgedanken aufzugehen bereit ist, den Elementen gegenüber, mit bereit Hilfe der'Minister de» Umbau beginnen will, so stellt sich erst recht der schroffe Gegensatz von Wollen und Können heraus. Die Organe der slavischen Stimmführer werfen tagtäglich ungeschettt ihre sehnsüchtigen Blicke nach Petersburg und Moskau, untergraben offen die werthvollsten Schutzmauern eines kräftigen Staatslebens: die Einheit deö Reiches, Jeuilleton. Alpenröslein. Skizze von S ch >o e i g e r - L e r ch e n f e l d. (Fortsetzung.) Ueberall herrscht mehr Harmonie, mehr Schönheit, Hoheit, in jedem natürliche» Landschaftsbilde mehr Friede, als i» der beengten Meitschentirust, begann Edgar mit weicher, melodischer Stimme; das Leben geizt mit seinen Freudenfesten, bie uns die allumfassende Natur auf Schritt und Tritt schönheitstrunken entgegenbringt. Dort drüben schlummern noch die traulichen Matten, bis sie das schmet-ternbe Lieb der Lerche weckt, feuchte Nebel träufeln aus bem Thalgruube gegen die Sonne, die sie erwärmend itt tausend farbeiifpiegelnde Dunstbläschen löst, unb um jene elenben Hütten webt bie Göttin des Glückes ihren unvergleichlichen Zauber. Was soll es mit biefem Bilbe? frug ich unwillkürlich ; vermag Dich bie Kunst, die jener Hauch der Allmacht wiedergebiert, nicht zu beliebigen ? Gewiß, ich liebe die Kunst, d. h. ich liebe sie noch;^— obwohl Kunst unb Natur unzertrennlich linb, liebte ich erstere mehr; ich fühlte bie Abhan-8'gkeit derselbe», von dieser nicht so gräßlich, als | jetzt, wo ich bte N a t» r — über alle Maße» liebe. I Die Fräse war mir unverständlich; ich trat vom Fenster und besichtigte nochmals das reizende Gemälde. Ich hatte das Original unzählige male gesehen, aber ich verstand es erst, als ich mich in die Wahrheit jener Reize vertiefte. Jeder Farbenton, jeder Pinselstrich offenbarte mir das geheime magische Walten der Künstlerempfindung, die einzig nur das geläuterte Naturbild wiederzugebeu vermag, die jene hohe Weihe dem Werke verleiht, welche es uns in so hohem Grade werthvoll macht. Es mag wohl Deine beste Arbeit sein, murmelte ich mehr toulvS vor mich hin, Du hast sie warm empfunben. Ebgar erröthete. Wir Künstler besitzen zumeist zu viel Stolz unb Selbstbewußtsein, begann er nach einer Pause, um ohne inneres Mißbehagen unser Können bem Wollen zu unterorbnen unb wo ber Wille ber Naturschönheit nichts mehr abzutrotzen vermag, schmollen wir mit jener, bis wir sie als unsere Herrin gleichzeitig auch innig lieben lernen, lieben, wie bas süße Bilb eines beglückenben Traumes. So hatte ich Ebgar noch nicht reben hören; die Empfinbung schien aus geheimnißvoller Tiefe heraufzuklingen, es bebte in ihr etwas, bas mich an meine seligste Jugeubepochc mahnte. Sollte ich mich getäuscht haben? Du liebst, Ebgar — ist bem nicht so? begann ich »ach einer langen, drückenden Panse. Eine hohe Röthe überflog das geistvolle Gesicht, dann trat er an die Staffelet unb indem cr lange feine Blicke auf die Lanbschaft warf, stammelte er halblaut vor sich hin: Ja, ich liebe, ich liebe Euch, schöne Berge, glanzeStrunkene Felszacken, duftende Haideblümchen und keusch erröthende Alpenröslein — ich liebe Euch tief und wahr — um Euerer Königin Willen. Durch de» rauschenden Buchwald stieg Edgar gegen die trauliche Alpe, a» deren Saume er so oft mit feuchte» Augen die herrlichsten Bilder um sich musterte. Es waren einige Stunden nach Mittag und die Sonne brannte heiß, und leidenschaftlich küßte» die hastige» Strahle» die tausend lechzenden Blume» der höchste» Matte, woselbst der Wanderer nun anlangte. Einzelne schillernde Käser krochen durch das niebere Gras unb ber Jochfink warf sich von Ast zu Ast, bie bange Einsamkeit unterbrechenb. Edgar schritt weiter, bis zu dem ersten Absätze ber Matte, wo zwischen halbübrrmooSten Felsblöcken fünf oder sechs vollzweigige Alpenorsenbüsche ihre zahllosen Blüthen in bie zitternde Lust tauchten. des Rechtes, der Schnlgesetzgebung, des Heeres; Oesterreich ist ihnen, wie sie es offen bekunden, ein bloßes Mittel für ihre staatsmörderischen Pläne. Die Polenführer sprechen es in Manifesten und auf Parteitagen mit dürren Worten aus, was immer für Freiheiten man Galizien gewähren mag, dieses Krön» land müsse doch nur in einem selbständigen polnischen Reiche sein Heil suchen. Der Triestiner schwärmt für seine angeblichen Rechte aus dem vierzehnten Jahrhundert, der Krainer und Tiroler für solche Rechte aus dem sechzehnten, Böhmen gar für die sagenhafte Wenzelskrone; den Klerikalen gilt Oesterreichs Bestand nur so lange als ein berechtigter, als es für den unfehlbaren Papst Gut und Blut zu opfern bereit ist, dem feudalen Junker, wenn es sein Uebermaß au Rechten, seine Privilegien- und Kastenherrschaft wiederherstellt; der Deutschösterreicher allein tritt für das geheiligte Recht der Verfassung in den Kampf, die er nicht in Fetzen reißen lassen will, für die Einheit und Macht des Reiches, für alles das, was bei ändern Großstaaten als etwas unveräußerliches, nie in Frage kommendes, nie zu erschütterndes betrachtet wird. Welche von beiden Parteien Oesterreichs Größe und Wohlfahrt erstrebt, welche auf feinen Untergang hinarbeitet, kann wohl nicht zweifelhaft sein. Weitere Schritte der Altkatholiken Wiens. Wien, 16. August. Im Wege der schriftlichen Kundgebung haben nun bereits 3000 der angesehensten Familien unserer Haupt- und Residenzstadt ihre Zustimmung zum Programme der Altkatholiken gegeben. Da nun von vielen Seiten an Pfarrer Alois Anton die Aufforderung gerichtet worden ist, derselbe möge seinen Glaubensgenossen die kirchlichen Funktionen verrichten, vor allem die Messe für Altkatholiken lesen, so hat sich dieser geistliche Träger der religiösen Reformbewegung an das zisleithanische Ministerium mit einer Zuschrift gewendet, welche wörtlich folgendermaßen lautet: Hohes k. k. Kultusministerium! Im Namen von 3000 katholischen Familien Wiens, die sich gegen das neue Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit erklärt haben und die ihrer religiösen Ueberzeugung nach die pricsterlichen Funktionen für sich nur von solchen Priestern vornehmen lassen können, welche der alten Lehre treu geblieben sind, erlaubt sich der ergebenst Gefertigte an das hohe k. k. Kultusministerium die ergebene Bitte zu stellen, daß der erwähnten Gemeinde der altkatholische Dom Er blieb sinnend stehen, sah in das blaßrothe Blütenmeer und bettete sich sodann zwischen die Büsche, lieblich überschattet von den dichten Rosenzweigen. Dumpfe Ruhe brütete in der Runde, im Thalc verwehte der tiefstreichende Wind den Wiederhall des niederstürzenden Wasserfalls, hie und da raschelte es im dürren Laube von der raschen Bewegung der Eidechse, und einzelne Grashüpfer schwirrten. Edgar lag auf dem Rücken und träumte. Sein Auge verlor sich in den unendlichen Räumen und manchmal schloß er die Lider, um seinen Gedanken Halt gebieten zu können. Keine bange Empfindung drückte sein Gemüth, denn die Harmonie der Natur lag in seiner Seele, wie das theuere Bild einer Geliebten — sein Angesicht lächelte im Abglanze des Friedens. Da drangen einzelne schwache Töne eines wunderbaren Liedes über die Matte herüber. Er erhob sich, um zu lauschen, bog die Zweige der Nosen-büsche auseinander, um sehend nachzuforschen — seine Seele hob ein wonnigliches Gefühl und mit gespannten Sinnen verfolgte er die liebliche Melodie. Von Zeit zu Zeit schlugen die Töne lauter an und Edgars Gesicht schien sodann von magischem Entzücken durchgeistet; seine Seele jubelte. Er erkannte die Stimme Aennchens, welche wehmütig leise das schöne Lied vor sich hinsang; die Worte zu St. Stefan, welcher Gemeingut aller Wiener Katholiken ist, zur Feier der H. Messe und Predigt, sowie zur Vorname aller übrigen katholischen Funktionen, wie dies unser Nicht ist, auf bas wir nicht Verzicht leisten können, zur Verfügung gestellt werden wolle. Wenn der ergebenst Unterzeichnete die Dringlichkeit dieses Ansuchens besonders betont, so geschieht es nur deshalb, weil er sich in seinem priesterlichen Gewissen für verpflichtet hält, einer so zahlreichen Gemeinde die Vornahme der Feier des Gottesdienstes durch Priester der unverfälschten katholischen Kirche nicht länger mehr vorzuenthalten. Mil der Bitte, diesem Ansuchen baldmöglichst willfahren und den Aitkatholiken ihr unveräußerliches Recht zukommen lassen zu wollen, zeichnet sich ergebenst Alois Anton, Weltpriester zu Penzing, Hauptstraße 57. FÜnshauS, 15. August 1871. Dieses Gesuch der Altkatholiken Wiens wurde bereits gestern (15. d.) dem Kultusminister Jireiek überreicht und Pfarrer Alois Anton gewärtiget mit um so größerer Berechtigung eine günstige, schleunige Erledigung seines wohlmotivirten Gesuches, als das Ministerium Hohenwart bei Ueberncchme der Regierungsgeschäfte in seinem Programme ausdrücklich das Versprechen gegeben, daß es sich stets der guten und gerechten Sache annehmen werde. Die Billigkeit und Gerechtigkeit der altkatholischen Sache kann aber gewiß von niemandem, wenn er nicht zufällig ein Römling oder ein Falschliberaler ist, angesochten werden.__________________________________ Politische Rundschau. Laibach, 19. August. Inland. Welche Gegensätze in der nächsten Parlamentssession aufeinander platzen werden, davon gibt uns die Sprache der ministeriellen und feudalen Blätter einen kleinen Vorgeschmack. Das St. Pöltner Wahlmanifest ist wie ein Donnerwetter unter die Nachteulen gefahren; die einmüthige Begrüßung desselben von Seiten der liberalen Organe regt namentlich die Junker vom „Vaterland" zu wahrer Bcrserkerwuth; sie erschöpfen sich ordentlich in Schimpf- und Schandausdrücken gegen die Ver-fassungssreundc. Dasselbe Blatt bringt eine Notiz, worüber sich die Wiener nicht wenig lustig machen. Es sagt nämlich: „Wie wir erfahren, herrscht allgemein der Wunsch vor, daß Se. Exzellenz Herr Dr. S ch ä f f t e in Wien sich um einen Landtagsfitz bewerben möchte." Ein Blatt meint, der „allgemeine" Wunsch erstrecke zitterten ganz vernehmlich zwischen den dichten Zweigen herüber. Sie lauteten: „Wohl heute liocfi und morgen. Da bleibe ich bei dir; Wenn aber kommt der dritte Tag, So muß ich fort von hier. Wann kommst du aber wieder, Herzallerliebster mein? Und brichst die rothen Rosen, Und trinkst den kiihlm Wein'?" Edgar fühlte etwas in seiner Seele wie namenlose Angst. Was sollten diese schwermütigen Weisen in des fröhlichen Aennchens Munde? Er lauschte weiter; eine zweite, gleich beängstigende Melodie Hub an und der Text klang unaussprechlich traurig. Das Mädchen sang: Soll ich dich dann »immer sehen? Ach, das kann ich nicht verstehen, O du bitterer Scheidensschluß. Alle Abend will ich sprechen. Wenn mir meine Aenglem brechen: O mein Schatz, geteilt’ an mich! Ja, ich will dich nicht vergessen, Wenn ich sollte unterdessen Auf dem Todt'bell schlafen ein. Ans dem Kirchhof will ich liegen, Wie das Kindlein in der Wiegen, Das die Lieb' tijnt wiegen ein." Die rührende Naivetöt der Volkslieder ergriff ihn tief, und als die reine, liebliche Stimme Aenn- fich auf die bekannten Freunde und Genossen Dr. Costa'ö auf dem Patriotentage, die Herren Prohaska und Gruber, und etwa noch auf die Redakteure des „Vaterland." In Mähren, dem Angelpunkte der gegenwärtigen Aktion, Hat ettte Versammlung mährischer verfassungstreuer- Landtagöabgeordncter unter Zuziehung einiger Parteigenossen ftattgefirndcit. Die Verhandlungen leitete Herr Dr. Sturm. Aus dm dicsfätligen Berathungen ist zu entnehmen, daß die mährisch-deutsche Partei sich beit Ernst der gegenwärtigen so bedrohlichen Situation wohl zu Ge-müthe zu führen entschlossen ist und mit aller Rührigkeit die kurze Spanne Zeit bis zu den eigentlichen Wahlen benützen wird. Als das Resultat der Berathungen, die einen mehr orientirenden Charakter an sich tragen, ist mitzutheilcn, daß 1. ein Wahlkomitee gebildet werde, welches die Wahlagitationen in die Hand nehmen wird; 2. der Erlaß eines Wahlaufrufes beschlossen und dessen Verfassung Herrn Dr. Sturm übertragen wurde, und 3. die Versammlung einstimmig beschloß, den deutschen Standpunkt mit der größten Entschlossenheit und energischer als je zu betonen und zu bewahren. In derselben Konferenz hat Abgeordneter Fux das Bedenken über die verfassungsmäßige Giltigkeit der Landtagswahlen erhoben, wenn dieselben auf Grund von Wählerlisten mit Einbeziehung der Kriegszuschläge vorgenommcn werden, indem bisher faktisch dieser Usus nicht stattgefunden, auch bezügliche Wahlen seinerzeit arnuitlirt wurden, und das Ministerialreskript als ein Oktroi aufzufassen ist, indem die authentische Auslegung nur den verfassungsmäßig hiezu berufenen Faktoren (Landtag nud Reichsrath) zustehe. Er äußerte ferner das Bedenken, ob ein korrekt verfassungstreu denkender Abgeordneter , wenn die Wahl auf Grund des Mini» sterialreskriptes stattfindet, das Mandat ohne Prä« Judiz atutehmeti könne. Daran knüpfte er den Wunsch daß bezüglich dieser Frage eine Verständigung innerhalb der Verfassungspartei und zwischen den Gemeindevertretungen, welche die Wählerlisten zu verfassen haben, stattfände. * In Gastein, woBismarck am 17. d. M. mit dem geheimen Legationsrathe v. Keudell eitige-trossen ist, befinden sich gegenwärtig die Hauptquartiere der auswärtigen Aemter von Berlin und Wien. Aus der deutschen Reichskanzlei sollen nicht weniger als 50 Personen in Gastein eingetroffen fein, und ebenso groß soll die Anzahl jener Diplomaten sein, welche von Wien ans angelangt sind. zM- Fortsetzung in der Beilage. 1K chens verstummte, sah er starren Blickes vor sich hin und dachte ruhelos über dies und jenes. Der Wind drang nun schärfer aus der Thalschlucht, uud unter dem Rauschen der hohe» Buchenkronen über-ijörte er den leisen Tritt des Mädchens, das plötzlich dicht hinter ihm an den Rosenbüschen stand. Thränen standen in seinen Augen, Aennchen wurde es gewahr 'und legte leise ihre zitternde Hand auf Edgars entblößten Kopf. Im Augenblicke fuhr er erschrocken zusammen, als er sie aber erkannte, schlug sein Herz höher und mächtiger, und keines Wortes fähig, ergriff er ihre Hand und zog das blonde Kind zu sich herab. Willig kniete sie neben ihn, den Blick zur Erde niedergeschlagen, während ihre rechte Hand mehrere der frischen, lieblichen Alpenrosen pflückte, um sie Edgar an den Busen zu legen. Er dankte ihr mit warmen, feuchten Blicken, aber, als lese er in den Augen des Mädchens etwas Unheilvolles, Gewitterschweres, wandte er sic rasch wieder thalwärtS, um in eine peinliche Apathie zu versinken. Was hast Du, lieber Freund? begann sie schüchtern. Nichts, nichts — ich bin rasch gestiegen, das Blut schoß mir nach den Schläfen, du weißt, ich vertrage wenig in dieser Richtung. Hiebei drückte er Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Rr. (Selbst Andrassy dürfte in den nächsten Tagen nach Gastein kommen.) ES stellt sich wohl sehr zum Verdrusse unserer Slaven und Römlinge immer mehr heraus, daß die Fürstenzusammenkunft eine größere Bedeutung besitzt, als sie ihr von dein Organe Hohenwarts vorhergesagt wurde. In einem Artikel der halbamtlichen preußischen „Provinzial-Komspondenz" wird die Kaiserbegegnung alö ei» Akt von eminent politischer Bedeutung dargestellt, und ein Wiener Korrespondent der „Breslauer Zeitung" spricht sogar die Ansicht aus, daß die Für-stenzusammenkunft den Abschluß eines Traktates bezweckt; der Korrespondent schreibt: „Es scheint, daß alles Ernstes die Parasirung eines Vertrages beabsichtigt wird, der in gewissem Sinne den alten Plan der Gothaer realisiren und ein internationales Biind-niß zwischen Oesterreich und Deutschland errichten soll. Es handelt sich darum, der Annäherung vom vorigen Dezember eine feste und dauernde Basis zu verleihen, indem beide Reiche in der Absicht, den europäischen Frieden zu wahre», den großen schwebenden Fragen gegenüber Stellnug nehmen. Rußland, so sagt man mir, werde der Beitritt offen gehalten werden, sei es auch nur, um durch eine Ablehnung von Petersburg auö Gewißheit zu erhalten in Betreff des Verdachtes, den man feit lange in Berlin wie in Wien hegt; dort, daß Rußland Durchsteckereien mit Frankreich treibt, hier, daß es mit dem Panflavismus kokettirt und die Orientfrage wieder aufrühre» will. Der Ausgang der Gasteiner Verhandlungen wird zugleich auch für unsere Krisis im Innern maßgebend sein. Die feudal-klerikale Klique bot deshalb alles auf, um vor der Abreise Sr. Majestät »ach Ischl die Unterzeichnnng der Auflösungspatente zu erlangen. Das ist ihr gelungen, aber jetzt sieht sic, daß Beust doch «och ein mal seinen letzte» mtb höchste» Trumf i» Gastei» ausfpielt. Mit ih»t eilt Graf A » d r a s s y dorthin, und von der Gege»partei nimmt sich Hohenwart den Schwager ThunS, de» Grase» Elativ Martiuitz, mit. Dort muß »iid wird der Konflikt zum AuStrage komme», wahrscheinlich so, daß der Kanzler mit dem ungarische» Ministerpräsidenten demissionirt, wenn nicht Gras Hohenwart unterliegt." Ausland. Im deutschen Reiche hat vor einigen Tagen die Auösolgung der Dotationen begonnen. Wen» die „Weser Zeitung" recht unterrichtet ist, da»» befinde» sich unter den Dotirteu auch zwei Prinzen: der Prinz Friedrich Karl u»d der Krottprinz von Sachsen. Man gibt sich in Berlin der Erwartung hin, daß der Kaiser in einer besonderen Ordre die Namen der Dotirteu bekannt sich näher an das Mädchen und ergriff leise ihre kleine Hand. Ist Mütterlein zn Hause? begann er sodann rasch abbrechend. Sie ist ins Oberthal; man feiert bei einer ihrer alte» Freundinnen Kindeötanfe, dem Patscher-Lorle; mich hieß sie znrückbleiben, da ich von Sonnenaufgang bis in die Mittagshitze hinein das GraS von der untern Wiese abgemäht; es war eine schwere Arbeit und ich bi» sehr müde. Armes Kind, erwiederte Edgar mild; und deshalb hast Du so schwermüthig gesungen, Aennchen? Sie haben gehört? rief sie rasch und erschrocken. Ja. — Warum nennst Du mich „Sie?" frug er sodann mit vorwurfsvollem Ernste. Weil — weil----------------------o, D» hast gehört — warum hast Du zugehorcht, Edgar? Du wirst gewiß recht, recht traurig gestimmt worden sein, nicht wahr? Ich kann es nicht leugnen, Dein Lied hatte etwas Schmerzhaftes für mich; es war mir um fo qualvoller, als D» sonst stets heitern Sinnes diese trauten Büsche aufsuchtest, die bei Tag und Nacht schon so oft Zeugeu manchen süßen Augenblickes gewesen. Aennchen schwieg. Sie hätte dem geliebten Manne ans Herz sinken mögen, wenn sie nicht ein gewisses Etwas davon abgehalten hätte. Nach einer längeren Pause aber wendete sie sicy, mit Thränen 189 vom 19* Aitgust. geben uud zugleich ausspreche» wird, daß die Nation es ist, die durch den Kaiser die Verdienstvollste» i» der Armee und i» der Diplomatie des Reiches belohnt. Das „Paris-Jourual," allerdings ein nicht sehr zuverlässiges Blatt, bringt die Mitteilung, daß es dem Hanptkomitee der Internationale zu London aii Geld fehle, daß die Beiträge spärlich eingingen und daß sich innere Zwistigkeiten i» der Verbindung erhoben hätten. Die allgemeine Kasse der Verbindung habe für die Kommune i» Paris 2,400.000 Franke» ausgegeben, für den Aufstand in Marseille.etwa eine Million und für beit Lyoner Aufstand 650.000 Franken. Im Feuilleton des „Eonstitatioitel" schreibt Herr Jules Richard aus Aulaß des kürzlich erschienenen Buches des General E h a n z y: „In meinen Auge» ist etwas noch schlimmer als die Niederlage, daß man sich nämlich die Niederlage nicht eingestehen will. Wenn ein Volk nicht verstanden hat, zu siegen, so soll eö wenigstens verstehen, die Rolle des Besiegten zu spielen, und einer der größten Beweise für die Demoralisation der Franzosen liegt gerade darin, daß sie ihrem Unglück nicht ins Angesicht zu blicke» und auö ihm eine Lehre zu ziehe» wußten. In diesem Augenblicke gibt eö in Frankreich keinen kleinen Geschäftsmann oder Handwerker, der nicht überzeugt wäre, daß man den Krieg hätte fortsetzen und dem König Wilhelm seinen Schnurbart hcrnnterbreiiiic» können. Wenn ihnen jemand sagt, daß wir besiegt, ganz gründlich und gehörig besiegt worden sind, so möchte» sie ihn am liebsten einen Verräther nennen, der sie an den Feind verkauft hätte. Unser Nationalstolz, von ganz »»erklärlicher Eitelkeit getragen, will nicht zngeben, daß die große Nation einmal hinter sich selbst zurückgeblieben wäre. Und dann hat matt die Geschichte von Frankreich und namentlich die Geschichte der Republik so sonderbar geschrieben, daß man es den Franzose» nicht verargen kann, wenn sie von ihren früheren Niederlagen nichts wissen. Die Geschichtschreiber haben ihnen gesagt, daß sie stets Sieger gewesen sind. Man hat mit Recht bemerkt, daß unsere Generale nicht ein Wort von Geografie verstünden; aber matt kamt mit demselben Rechte behaupten, daß unsere Staatsmänner nichts von Geschichte verstehen. Wie dem auch sei, diesmal müsse» wir zugebe»: wir sind geschlagen worden. Möge» unsere Niederlagen auch ruhmvoll gewesen sein, wir sind geschlagen worden, und wenn unsere Regierenden uns einen Dienst erweisen wollen, so mögen sie uns nicht zn '-1WUX1.-• vWAjmXWX'cmrvw.rr«.mv. ...m. ^1 iu den Angen, von ihm ab und flüsterte leise vor sich hin: Du bist so kalt, so sonderbar Edgar — habe ich Dir etwas gethau? Kind, ich verstehe Dich — komm an meine Brust! Er drückte das zitternde Mädchen an sich mtb bedeckte ihre feuchten Augen, ihre Lippen und Hände mit zahllosen Küssen. Rascher pochte Herz an Herz, sie schlang ihre Arme fester und fester mit den theuemt Geliebten, ängstlicher barg sie ihren glühenden Kopf an Edgars Schulter — es war ein inniges Gebet, das zur Verherrlichung des einzig wahren Glückes ans der heiligsten Tiefe ihrer Seelen über die glühende» Lippen floß. Aennchen, begann Edgar mit milder Stimme, ich bin weit gereist und kenne das Leben der Menschen, ihre vertrockneten Herzen und kühlen Vernunst-grmide; manches schwärmerische blaue Augeupaar und eben so mancher liebeverlangende feurige Blick erwärmten meine Seele, wenn sie mir Gewogenheit znlächelten, aber — ich habe nie geliebt. Die stolzesten Rosen mit ihrem betäubenden Duft, die zartesten Lilien, die ihre schlanken Leiber sehnsüchtig zu dem blassen Träumer tticbeibogcit, ließen mich gleich« gütig, und wenn ich mich in die Schönheit eines Fratieiiangesichtes versenkte, so geschah es zumeist um der göttlichen Harmonie Willen, die meine Sinne gefesselt hielt. Die Schönheit war mir immer ein trösten suche», sondern im Gegentheil uns unaufhörlich von unseren Leiden und unseren Niederlagen sprechen. Nicht, indem eö sich leicht tröstete, hat Preußen sich für Jena gerächt, sondern indem es sein Unglück ernstlich ins Ange faßte und arbeitete, um es wieder gut zu machen. Wenn Herr Thiers sich um das Vaterland verdient mache« will, so bitte er seine Freunde von der Akademie, ihrem selbstgefälligen Lächeln und Jululiren eilten Dämpfer attzulegen; dagegen bestelle er bei einem tüchtigen Manne, z. B. beim Oberst Stoffel, eilte kleine populäre Schrift, welche de» Titel führe: „Was Preußen nach Jena that." Man lasse dieses Buch auf Staatskosten drucken und gebe es allen Schulkinder», die eine Prämie ober ein Akzeffit erworben haben. Das wirb besser sei», als wett» man beftänbig wieberholt: Die Ehre ist gerettet. Nein, bie Ehre ist nicht gerettet ; nein, es gibt keinen Trost für unser Unglück ; nein, wir fiitb nicht nur Besiegte, sonbern obeubrciu rühmlos Besiegte." Das „Journal bes Debatö" tritt in höchst an-erkemicuswerther Weise jenen Organen entgegen, welche bereits allerlei Allianzen am Horizonte sehen tmb sich aus biesetu Grunbe beit sonberbarsten Illusionen hingeben. „Man glaubt sich noch in beit schönen Tagen des Kaiserreichs," schreibt dieses Blatt, „wenn man sieht, aus was sich das Vertrauen der Journale gründet, welche die rnssisch-sranzösische Allianz als beinahe fertig oder doch auf bestem Wege befindlich betrachten. Der Kaiser von Rußland hat unserem Gesandten, dem General Leflo, beit besten Empfang nitgebeihett lassen und ihm sei» Bedauern über die Zerstückelung Frankreichs aus-gebrückt. Aber was hätte bev Ezar weniger thutt können uitb seit wann legt man einem einfache» Worte ber Höflichkeit eine so große Wichtigkeit bei ? Konnte der Ezar unserem Gesandten sagen, daß er die Einverleibung des Elsaß und Lothringens in Deutschland mit Vergnügen gesehen habe? Man erinnert sich übrigens, daß die optimistischen Journale am Vorabende der Kriegserklärung gegen Preußen auch meinten, ans die Allianz mit Rußland rechnen zu können, weil der General Fleury zu den Hofbällen geladen wurde uitb ber Kaiser ihn hulb-vollst iu seinem eigenen Schlitten ans die Bärenjagd mitgenommen hatte. In dem Augenblicke, als der General Fleury unter den Augen der erstaunten Diplomatie mit diesen kaiserlichen Gnnstbezengiingen Überhäuft wurde, war der geheime Vertrag mit Preußen, der unö so theuer zu stehen kommen sollte, bereits abgeschlossen. Werden wir denn immer daS- Altar, auf dem ich meine Eutpfiubuugcn zum Opfer brachte, sie ließ mich einen höheren Meister bewnn-dern, dessen Werke ewig unübertroffen bleiben — die Natur. Die geoffenbarte Schönheit war der Inbegriff meines Glückes, ich verstand durch sie die Bedeutung der Kunst, welcher die hohe Ausgabe zu-sällt, das Naturwerk zn vergeistigen — zwischen ihm und ihrem Schöpfer Fühlung zu suchen. Ich weiß nicht, ob Du mich verstehe» wirst, Mädchen, wenn ich Dir sage, daß die Religion d e ö H e r -zeit6 die vollkommenste ist, und somit die Begeisterung das reinste Gebet. Die Liebe aber badet sich in den schwesterlichen Strahlen dieses Gebetes und ist hiemit der höchste Grad einer jeden Empfindung. — Ich liebe Dich, Aenucheu — ich bete Dich an! — Stumm uud bleich sah Aennchen dem Sprecher in die feuchten Augen; sie meinte, ihre Brust müsse vor Entzücken und Schmerz bersten. Deine Gebauten gehen so weit, begann sie bann mit zitternder Stimme, Du besitzest ein so großes, edles Herz, das würdig ist, von einer ganzen Welt bewundert zu werben, bie Kunst winbet Dir täglich neue Ruh« meskräuze — wird mein Bilb nicht unter biesem Schimmer verblassen? werbe ich unbedeutendes Mädchen immer Deinem Geiste, Deinem Herzen Genüge leisten können? (Schluß folgt.) selbe leichtsinnige und frivole Volk bleiben, das sich durch den Schein trügen läßt?" Dem Prinzen Joinville wird folgendes Wort zugeschrieben, das er kürzlich zu einem Freunde geäußert haben soll: „Sollte man mich — was übrigens nicht möglich ist — auf den Thron berufen, so würde ich nur ein Gesetz machen und sein Text sollte nicht lang sein: Artikel 1. Alle Franzose» sind von Geburt an Beamte. Artitel 2. Mit dem Alter von fünf Jahren find sie von Rechtswegen Ritter der Ehrenlegion. Mit diesen beiden Artikeln könnte ich in vollkommener Ruhe und Sicherheit leben." Die Nachrichten aus A l g i e r lauten nicht gut. Die Waldbrände an der östliche» Küste der Kolonie dauern fort. 5000 Mann sind von Algier nach Bona abgegangen, um die Stämme, welche diese Feuersbrünste anstiften, zu züchtige». In der Provinz Algier ist die Ruhe wieder hergestellt. Die Steuern gehe» indessen wieder ei» und erreichen beinahe die Ziffer von drei Millionen. Zur Tagesgeschichte. — Die Kriminal-Abi Heilung des obersten Gerichtes in Pest hat dieser Tage einen Prozeß beendet, der sich mit den schrecklichsten seiner Art messen kann. „P. N." gibt folgende Skizze von der betreffenden Angelegenheit: Im April vergangenen Jahres verschwand auf dem Wege von Mada nach Gyöngyös der 11 jährige Sohn der armen Witwe Elisabeth Laszlo. Die Behörden begannen sofort Nachforschungen anzustellen, jedoch erfolglos, und nur der Zufall führte auf die Spur des Bermißte». Die Tante des Knaben war nach Gyöngyös gegangen, und nachdem sie in der Kirche ihre Andacht verrichtet hatte, trat sie auf den Platz und spendete allen Bettlern der Reihe nach Almosen. Plötzlich erblickte sie einen Knabe», dessen Gesicht ohne Zweifel dasjenige des vermißten kleinen Johann war, aber seine Hände und Füße waren verrenkt und auf seinem Rücken war ein Höcker sichtbar. Die Frau nannte ihren Resse» bei seinem Namen, aber der Knabe blickte seitwärts und murmelte sei» Gebet weiter. Die Fra» sprach das Ki»d »och»ials a», fragte, ob es nicht der Sohn der Witwe LaSzlo wäre, worauf der Knabe nichts weiter als „Pst! Pst!" wie zur Warnung ries; als er aussteheu wollte, trugen ihn seine ansgerenkten Glieder nicht, und er sank zusammen. „Frau Tante," sagte er endlich, „so wie Sie mich jetzt sehen, hat mich eine Hexe besprochen, und wenn ich jetzt nicht bei diesen Menschen bleibe, so holt mich der leibhaftige Teufel." Die Frau Tante fürchtete sich aber trotz des Teufels vor diesen Menschen nicht und rief einige Stadtpanduren herbei, welche die ganze Bettlerbande, bestehend aus dem Krüppel Josef Kmecz, feiner Frau und noch etwa zehn bis zwölf verstümmelten Kindern, festnahmen. Die gerichtliche Untersuchung ergab, daß die erwähnten Bettler den kleinen Knaben auf dein Wege zwischen Mada und Gyöngyös ausge-halleu, ihn mit Süßigkeiten in ihre Hütte gelockt und und dort mit irgend einem süßen Trank berauscht hätten. Als der Knabe answachte, war das Verbrechen der Verstümmelung an ihm vollbracht. Man machte ihn glauben, daß das alles Hexenwerk sei und schüchterte ihn mit Drohungen ein. Gleiche Aussagen, ans sich bezüglich, thaten auch die übrigen verstümmelten Kinder, und es ergab sich, daß die bezichtigten Bettler dieses Schandgewerbe schon seit Jahren treiben, so daß ihre unglücklichen Opfer nicht zu zählen sind. So hatten sie einem Mädchen die Augen ausgestochen, das aber unter ihren Händen starb, einem anderen Kinde die beiden Beine abgehackt. Es trafen sich auch entmenschte Mütter die ihre verkrüppelten Kinder um einige Gulden an diese Bettler losschlugen. — Joses Kmecz und seine Fra», die eigentliche Miflethätmn, leugneten anfangs, gestanden jedoch später alles. Die Frau starb während der Untersuchungshaft. Josef Kmecz wurde zu fünfzehnjährigem schweren Kerker vernrtheilt. — Ein französisches Provinzblatt, die „Guyenne," veröffentlicht einen Brief aus Metz, welcher über die Kopflosigkeit Leboenss, des napoleonischen Kriegsministers, und über die Art und Weise, wie diese Leute sich in den Krieg begaben, Helles Sicht verbreitet. Am Tage vor dem lächerlichen Treffen bei Spicheren, wo der kaiserliche Sprößling die Feuertaufe empfing, fragte Leboeuf einen unserer Mitbürger, einen Gelehrten, ob er die Topografie von Rheinbaiern und Rheinpreußen genau kenne. Unser Mitbürger antwortete, daß ein anderer Gelehrter dieser Gegend, Herr A., damit besonders gut vertraut sei. „Nun, so lassen Sie ihn kommen," antwortete der Marschall. A. erschien. „Ich will ihnen," sagte Leboeuf zu ihm in feierlichem Tone, „ein großes Geheimniß anvertrauen. Sie werden mir aber mit Ihrem Kopfe für die Bewahrung desselben nur zwei oder drei Tage lang einzustehen haben, denn nach Ablauf dieser Zeit wird die Operation vollbracht sein. Ich sage Ihnen also, daß morgen bereits das Korps Frosfard in der Richtung von Saarbrücken und Saarlois vorrücken und diesen Punkt wegnehmen wird, daß Mac Mahon und de Failly ihrerseits über Landau herfallen werden. Die beiden Armeekorps werden zwischen Landau und Saarlouis hierauf ihre Verbindung bewerkstelligen. Ich möchte wissen, ob es zwischen diesen zwei Punkten eine praktikable Miliiärstraße gibt." Der auf diese Weise Jnterpellirte sah sehr erstaunt drein. „Herr Marschall, sagte er, diese Vereinigung der zwei Armeekorps scheint mir absolut unmöglich zu sein, wenigstens in der Weise, wie Sie es sagen; denn zwischen Landau und Saarlouis befindet sich eine kleine Schweiz, die von einer ganz kleinen Macht gegen eine starke Armee Verthei« digt werden kann." —* Der Marschall erblaßte. — „Aber es befindet sich ja in dieser Richtung eine Eisenbahn und ein Kanal?" — „Eine Eisenbahn allerdings, aber dieselbe geht durch neun Tunnels, und mit drei Pfund Pulver kann man binnen drei Stunden de» Verkehr sperren." — Die durch den russischen Generalstab angefertigte militärstalistische Sammlung („Vojennij sta-tistieseuskij Bobornyik“) enthält viele interessante Daten über Rußland. Dem Auszuge, den der „Go-los" auS Derselben mittheilt, entnehmen wir Folgendes : Die Einwohnerzahl des russischen Reiches wird in runder Summe mit 80 Millionen angegeben. Hievon entfallen 4,427.922 Einwohner auf Sibirien, 1,794.911 auf Finnland, 4,507.531 auf den Kaukasus und 1,059.214 auf die Turkeßtaner Gubernien. Am meisten bewohnt ist der Warschauer Regierungsbezirk, wo auf jede Ouadratmeile 3191 Einwohner entfallen, während in den am wenigsten bevölkerten Provinzen, namentlich in dem Archangelßkier Guber-niunt bloö 20, im Jakußkier bloS 3 und in der Gegend von Amur blos 2 Einwohner auf eine Ouadratmeile entfallen. Im westlichen, nördlichen und mittleren Rußland ist die weibliche, im südlichen die männliche Einwohnerschaft überwiegend. Die neun Universitäten Rußlands wurden in Summa von 6175 Hörern srequentirt; es entfällt daher im Durchschnitte auf je 12.955 Einwohner Ein Universitätshörer. In den polnischen Provinzen ist das Verhältniß günstiger und in Finnland am günstigsten. In den erstem entfällt auf je 9000, im letzteren auf je 2947 Einwohner Ein Hörer. Auf die Universitäten gibt die Regierung alljährlich 2'/^ Millionen Rubel aus, ein jeder Hörer kommt daher, bis er feine vier Jahrgänge abfoloirt hat, der Regierung auf 1360 Rubel zu stehen. Obere und untere Mittelschulen gab es in Rußland im abgelaufenen Jahre 150, welche von 38,869 Schülern besucht waren. Auf jedes Gymnasium entfallen 259, auf je 2020 Einwohner Ein Ghmnafialfchüler und auf 600.000 Einwohner ein Gymnasium. Die polnischen und baltischen Provinzen überflügeln die rein russischen auch in dieser Beziehung. In den 35 rein russischen Regierungsdistrikten, wo bereits die reformatorifchen Institutionen ins Leben traten, bestehen 9955 Elementarschulen. Hier entfällt daher auf je 4700 Einwohner eine Volsschule und auf je 168 Einwohner ein Elementarschüler. In den 6 nordwestlichen Gubernien bestehen 1516 Elementarschulen, welche 51,602 Schüler zählen; in den rein polnische» Provinzen bestehen 2032 Elementarschulen, die von 121,633 Schülern besucht sind. In Polen entfällt daher auf je 36 Einwohner ein Elementar» schüler. Was die Volksbildung betrifft, stehen die baltischen Provinzen obenan, denn in diesen entfällt auf je 19 Einwohner ein Schüler. Schließlich gibt es im ganzen russischen Reiche 51 griechische nicht unirte Semi-narien, in welchen 15,585 Individuen Unterricht genießen ; woraus ersichtlich, daß jedes Seminar ungefähr 300 Schüler zählt. — Wiederbelebung gefrorenergische. Dr. Richardson hat seit längerer Zeit Untersuchungen über die Wirkung des Gefrierens der Zentralpunkte des Nervensystems angestellt. Er fand, daß gewisse Thiere, z. B. Frösche, wenn sie nach dem Gefrieren wieder zum Leben gebracht werden konnten, in diesem Zustande durchaus nicht athmeten, daß sie aber auch nicht starben, wenn sie in Gase gebracht wurden, welche das Leben sonst nicht erhalten würden. Professor Rolle« ston bemerkt, daß man auf dem Markte zu New-York bisweilen starr erfrorene Hechte sehen könne und daß eö bekannt sei, daß diese Thiere wieder zum Lebe» kommen. Dasselbe hat auch Dr. Richardson bei anderen Fischen gesunden, doch bemerkt er, daß sehr viel auf die Art und Weife des AufthauenS ankvmrne. Das höchste warmblütige Thier, mit dem die Versuche gelangen, war eine kleine Katze, die sich wieder erholte, nachdem sie starr erfroren und selbst in Aether getaucht worden war. — Der atlantische Telegraf hat einen neuen Triunif gefeiert. Ein ausführlicher Bericht über die Vorgänge beim Walter Scott-Banket in Edinburgh am Mittwoch erschien in den erste» Abendausgaben der amerikanischen Blatter desselben Tages. Der amerikanische Berichterstatter sandte sieben Depeschen, die, neben dem Banket, die Walter Scott-Reliquieu-auSstellung, den Umzug und den Aspekt in den Straßen von Edinburgh beschreibend, vermittelst des amerikanischen ZeitungSsystemeS gleichzeitig in New-Uork, New-Orkeans, Havanna, Montreal, San Franzisko und in der ganzen westlichen Welt in 230 Tagesblätlern veröffentlicht wurden. — Von der wissenschafilichen Expedition des Yale College nach der pazifischen Küste machte ein unter Führung des Professors Marsh einen Abstecher nach dem von Herr» Deniso» im Juli entdeckte» versteinerten Walde, der auf einem hohen felsigen Rücken in Napa Counti, Kalifornien etwa 10 (englische) Meilen vom Gipfel des St. Helena-Berges liegt. Der Rücken ist etwa 2000 Fuß hoch und besteht vorzugsweise aus metamorsischen Felsen der Kreidezeit, die überlagert sind von späteren tertiäre» Schichten und von Belten geschichteter vulkanischer Asche. Eine sorg, fällige Untersuchung der Lokalität, auf welcher die ersten nmgeworfenen Baumstümpfe gesunden wurden, ließ erkennen, daß sie ans dem vulkanischen Tuff und den Sandsteinen, die sie bedeckt hatten, herauSgewit-tert; denn es gab einzelne Stellen, an denen man diese Decke noch fand, welche zufällig vor dem Verwittern geschützt war. Als die Theilnehmer der Expedition ihre Untersuchung zwischen den Bergen mehrere Meilen in der Runde ausdehnten, wurden sie durch die Entdeckung mancher anderen versteinerten Baumstümpfe belohnt, was schließlich zu der Ueberzeugung führte, daß diese tertiäre Ablagerung die Ueberreste eines ausgedehnten WaldeS von sehr großen Bäumen enthielt, welche offenbar überschüttet und begraben wurden durch vulkanische Ausbrüche. Die aus dem vulkanischen Tuff ausgewaschenen Bäume waren meist sehr groß und schienen nahe verwandt den jetzigen Waldbäumen der pazifischen Küste, besonders den riesenhaften Koniferen. Ein Fragment, das offenbar nur ein kleiner Theil eines Baumes war, maß 37 Fuß in der Länge und hatte trotz der sichtbaren Denudation am kleineren Ende einen Durchmesser von 7 Fuß. Ein anderer Stumps zeigte einen Durchmesser von 12 Fuß, und fast alle anderen Bäume ließen auf ähnliche Größenverhältnisse schließen. Die Versteinerung der in verschiedenen Zuständen gefundenen Bäume bestand in einer Kieselablagernng; wahrscheinlich war dies die Wirkung heißer alkalischer Quellen, welche Kiesel in Lösung enthielten. Eine sorgfältigere, mikroskopische Untersuchung der versteinerten Baumstümpfe durch Herrn White ergab, daß fein wesentlicher Unter» schied zwischen diesen und den jetzt in Kalifornien wachsenden Koniseren der Gattung Sequoia existirt. Das Fehlen anderer Fossilen macht zwar die Bestimmung des Alters der Bäume schwierig, da sie aber auf Kreide liegen, ist nicht unwahrscheinlich, daß sie der jüngsten tertiären Epoche, dem Pliozen, angehören, daß also damals die Waldbäume der Jetztwelt Dort schon einheimisch waren. — Lord Macartey berichtet über eine eigenthüm-liche Theatervorstellung im kaiserlichen Theater zu Peking folgendes: „DaS Theater ist außer- ordentlich geräumig, luftig und nach chinesischen Begriffen prächtig mit Malereien und Laternen dekorirt. ES enthält zugleich sehr schöne und angenehme Wohnungen für die Schauspieler, Lusthäuser, Gärtchen rc. in einem Umfange von einer Viertelstunde das Ganze. Das Sujet aller aufgefUhrten Stücke ist sehr moralisch und der Dialog jederzeit reichlich mit Aussprüchen chinesischer Filo'sosen und antiker Helden versehen. Dte dieSmaliqe Aufführung währte ununterbrochen zwölf Tage und zwölf Nächte. Die geladenen Zuschauer gingen ab und zu, speisen und schlafen; doch gab es auch Enthusiasten, welche sich nur auf Viertelstunden entfernten. Die Vorstellungen bestanden aus einer großen Masse tragischer und komischer Vorgänge, bunt durcheinander. Es gab indessen auch vollständige Stücke, nur ohne rechte Folge, alle sich ziemlich gleichend, obgleich das eine Drama ein historisches, das andere reine Einbildungskraft war. Die Darsteller deklamirten, fangen und sprachen alles ohne Musik. So wurden Schlachten, Mordgeschichten, auch sonst alle Vorgänge zrwöhnlicher Dramen gegeben. Die zwölfte Nacht brachte das non plus ultra chinesischer Kunst — eine große Pantomime — nach dem außerordentlichen Beifall, den sie fand, jedenfalls ein Meisterwerk von Erfindung und Geist. Der Gegenstand des Bühnen-werkeS war: „Die Vermälung des Ozeans mit der Erde.» Diese letztere breitete zuerst, ziemlich bedächtig, ihre ReichthUmer auS. ES erschienen Drachen, Elefanten, Tiger, Strauße rc.; aus dem Boden wuchsen Eichen. Tannen, Theesträucher, kurz alle Pflanzenorten. Der Ozean blieb nicht zurück. Er warf, und dies mit großer Kunst, seine Schätze der Erde zu Füßen: Wallfische, Delfine, Schildkröten u. s. w. Dann erschienen auf dem Theater Schiffe, Felsen, Muscheln, Schwämme, Korallen; das meiste von den Schauspielern sehr gewandt in der Maske wiedergegeben. Nachdem in unendlich langer Zeit die Produkte der Erde und des Meeres sich getrennt ausgestellt hatten, bewegten sic sich im Kreise, vereinigten sich endlich und rückten gegen die kaiserliche Loge, der Szene gegenüber, vor, bis zur Rampe des Theaters. Hier wurden wieder verschiedene Evolutionen aufgeführt. Plötzlich theilte sich die ganze Menge, um einem riesigen Wallfische Raum zu geben. Als sich dieser der Kaiserloge gegenüber befand, spie er mehrere Gallonen Wasser in da« Parterre, und zwar so geschickt in dort angebrachte Deffnungen, daß keiner der Zuschauer durchnäßt ward. Dieses Schauspiel erregte aber auch die Zuschauer dermaßen, daß sie in ein endloses „has ! houng haho!1, (vortrefflich! köstlich!) ausbrachen und zwei oder drei der vornehmsten Mandarinen gar meine Gleichgiltigkeit nicht begriffen, mich tadelten und dazwischen riefen: „has! houng haho!“ Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Original-Korrespondenz. Rann, 17. August. Man will hier in den Landgemeinden von nationaler Seite wieder den ehemaligen Deputirten Lencek wählen, weil Domherr Kosar keinen Anhang mehr besitzt. Der katholischkonservative Verein von Globoko, der einzige, der hier fkistirt, der aber auch bereits im Eingehen begriffen indem er nur mehr aus einer alten Wirthschasterin u"d einem jungen Kaplane besteht, wird den unpopulären Kanonikus nicht mehr Halten können. Zu dem leidet der bekannte Pfarrer von St. Peter bei Königsberg, ein wahrer diabolus rotae unserer Gegend und bet schlimmste klerikale Agitator der Untersteiermark, «n so bedenklicher Geistesabspannung, daß ihm der Arzt die Politik streng zu untersagen für gut fand und nur das Brevierlesen gestattet, und so hat Kosar für den nächsten Wahlgang keine Stützen mehr. Die deutsch-liberale Partei hier thut in Bezug auf die Wahl noch geheimnisvoll; unter allen Umständen ist ihre Ausgabe eine sehr schwere, denn die Nationalen sind am Lande immer im Vortheile; auch werden diesmal die k. k. Beamten in Hinblick auf ministerielles Wohlgefallen und in Anhoffnung des päpstlichen Segens noch mehr, als bei der vorjährigen Wahl, nach Rechts kommandiren! Unsere Nachbarn, die Kroaten, sprechen von der Vereinigung SüdsteierrnarkS und KrainS mit Kroatien als von einer bereits fertigen Sache. „Hohenwart, der große Ausgleicher, hat es dem Patrioten N. N. unter vier Augen versprochen." Sie sehen, auch bei uns hängt der föderalistische Himmel voller Geigen und der Deutschgesinnte hat nun wahrlich Gelegenheit genug, sich in der deutschen Kardinaltugend, der Geduld, zu üben. Lokal-Chronik. — (Die auS Anlaß deS a. h. GeburtS-festes) veranstalteten öffentlichen Festlichkeiten waren vom besten Wetter begünstigt. Der schöne, milde Abend vereinigte sowohl im Kasinogarten, dessen Illumination wirklich prächtig war, als auch im Garten zu Leo-poldSruhe, der ebenfalls sehr hübsch dekorirt war, zahlreiche Menschenmaffen, die sich bis in die späte Stunde ungetrübter Festfreunde überließen. — (Veränderungen in der Land» wehr.) Ernannt wurde zum Oberlieutenant Otto Höffern Ritter von Saalfeld beim krainischen Landwehrbataillon Laibach Nr. 23. Ueberfetzt wurde: Hauptmann II. Klaffe Anton Reif aus dem Stande des krainischen Landwehrbataillons Graz Nr. 17 in den Stand des steiermärkischen Landwehrbataillons Marburg Nr. 49. — (Aufgepaßt! ein finsterer Geist e h t u m !) Wie man uns berichtet, kolportirt der Diener des gewerblichen AushilSfkaffevereinS, an dessen Spitze der bekannte Deutschenfresser Hvrak steht, eine Adreffe, welche den ausschließlichen Gebrauch des Slo-venischen als Unterrichtssprache in den städtischen Volkschulen verlangt, und fordert zu deren Unterschrift auf. Die intelligenten Bewohner Laibachs wissen zu gut, worauf es mit solchen Adressen abgesehen ist. Sie sind zu sehr überzeugt davon, daß es den Finsterlingen nur darum zu thun ist, ihren Kindern die Zukunft zu verkümmern, ihnen das Erlernen der deutschen Sprache, deren sie zum Fortkommen im Leben so nolhwendic bedürfen, unmöglich zu machen. Denn man wende nicht ein, das Deutsche bleibe ja, wo man dessen bedarf, Un« terrichtsgegenstand. In vier Jahren lernt niemand, am allerwenigsten ein Kind, eine fremde Sprache aus Büchern, wenn er sie nicht auch int täglichen Verkehr und als Unterrichtsmittel selbst gebrauchen muß. Ein recht sprechendes Beispiel davon haben wir in den Mittelschulen. An den Gymnasien lernen die Schüler durch 8 Jahre Latein, durch 6 Jahre Griechisch auS Grammatiken und Klassikern, und kein einziger Schüler bringt es zum Sprechen oder zur korrekten schriftlichen Anwendung dieser Sprachen im Leben, aus keinem ändern Grunde, als weil der lebendige Verkehr zwischen Lehrer und Schüler in dieser Sprache fehlt. Gegenwärtig, wo alle gebildeten Völker, die Italiener, Franzosen, Spanier, Engländer, Amerikaner, die deutsche Sprache in ihren Schulen einführen, damit ihren Nachkommen die deutsche Literatur, biederste und fortgeschrittenste der Welt,, sich erschließe, hat eine finstere, dem Volkswohl hohnsprechende Partei in Oesterreich die Frechheit, einer ganzen Generation das geistige und leibliche Brot zu verkümmern und sie von der Erlernung der deutschen Sprache abzuschließen. Wie wir an anderer Stelle des weitem nachgewiesen, ist es dieser finstern Partei einzig und allein um die Knechtung und Ausbeutung des unwissenden Volkes zu thun; denn nur dort blüht ihr Weizen, wo Unwissenheit, Verdummung und Aberglaube den Boden düngen. Wenn der Bürger, der Landmann jammert und klagt, daß er überall zu kurz kommt, so bedenke er, in der Schule liegt der Keim für eine bessere Zukunft. Das neue Schulgesetz, nach den besten Mustern ver» aßt, wurde deshalb gegeben, damit Bildung und Wohl-tand sich im Lande heben könne. Am Schulgesetz habt hr ein goldenes Kleinod, welches in redlicher Durch* ührung dem Lande und euren Kindern hundertfachen Segen bringen wird. Darin liegt zunächst das Mittel, um euch vor Fopperei und niedrigem Betrug der BolkSverhetzer zu schützen. Diesem so wohlthätigen Ge-etze geht man direkt ans Leben, dieses Gesetz will matt euch nehmen, und man beginnt mit der Verkümmerung und Ausmerzung deS deutschen Sprachunterrichts. Die Meinung, daß der Einfältige, der Dumme und derjenige, der wie ein Wurm kriecht, leichter in den Himmel kommt, ist grundfalsch. Diese schändliche Vorspiegelung eurer geistlichen und weltlichere Verführer richtet euch zu Grunde, denn alle Völker ringsum lernen deutsch, es erschließen sich ihnen mit dieser Weltsprache unendliche Quellen der Bildung und sie streben vorwärts. Darum weifet den Meßnern und Betbrüdern mit ihren Adressen die Thüre! — (Johann Mihetüii), ein blödsinniger Bursche von 18 Jahren, hat sich au« dem Elternhause zu Zabukuje, Bezirk Laibach, vor 38 Tagen entfernt und ist seit dieser Zeit spurlos verschwunden. Die Angehörigen bitten, vorkommenden Falles den Burschen in feine Heimat zu schicken. Derselbe ist noch daran kenntlich, daß ihm die Vorderzähne fehlen. — (Schadenfeuer.) Am 6. d. M. Abends brannte in Auen, Bezirk Gurkfeld, das Haus Nr. 18 nieder, einem in Ratschach beschäftigten Wagner Z. gehörig. Nur schnelle Hilfeleistung der Ortsbewohner und aus Lichtenwald hinderte die weitere Ausbreitung de« Feuers. Nach den gepflogenen Erhebungen ist die 23er-muthung nahe gelegt, daß die Frau des Eigentümer« das Feuer gelegt habe, um die Assekuranzgebühr, die weit höher ist, als der Werth des niebergebranntett Hauses, zu erlangen; letzterer beträgt nämlich nur 200 fl., das Haus war aber um 400 fl. versichert. Es ist deshalb die gerichtliche Untersuchung eingeleitet. Witterung. Laibach, 19. August. Dichter Morgennebel, der sich nach 7 Uhr hob. Bor-mittags abwechselnd Regen. Wärme: Morgens 6 Uhr >15.4", Nachmittags S Uhr + 17.9° C. (1870 + 18.0°; 1869 -j- 20.9°). Barometer im steigen 736.38 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Warme 18.4°, um 0.6° unter dem Normale. Angekommene Fremde. Am 18. August. Elefant. Tschamer, Dr. der Medizin, Banjaluka (Türkei). — Jelovschegg, Jllyrisch-Feistriz. — Podboj, Kram. — Witmann und tSernet, Jllyrisch-Feistriz. — Gratzer, Tarvis. — Tiltsch, Wien. — Toniti, Italien. — Bode, Pfarrer, Sklei. — Horakh mit Tochter, Triest. — Königsbrun, Wien. — Stoisavljevii, k. k. Hauptmann, Festung Jvanii. — Spitzer, Wien. — Frau Gaudelli mit Sohn, Triest. — Schweiger, Wien. — Gentilomo, Triest. — Frau Jaklitsch, Pest. Stailt Wien. Langlachner, k. k. Major, mit Gattin, Graz. — Richter, k. k. Militärbeamter, Triest. — Wilhelm, k. f. Beamter in Pension, Wien. — Rötbel, Weber und Kren, Kaufleute, Gottschee. — Grünbaum, Kfm., Frankfurt. Gedenktafel über die am 2 2. A u g u st 18 7 1 stattfindenden Lizitationen. 1. Feilb,, Simonic'sche Real, Wutorai, BG. Tscher-„embl. — 3. Feilb., Hodnig'sche Real., Oberdorf. BG Pia» nitta. — 3. Feilb., Kovnic'sche Real., Ziberse, BG. Pta« nina. — 3. Feil., Molk'sche Real., Martinhrib, BG. Pia« tiina. — 1. Feilb., KreKcak'sche Real., Gaberke, BG. Seno- setsch. — 1. Feilb., Husa'sche Real., Gaberce, BG. Seno^ setsch. — 1. Feil., Teran'sche Real., Nasovic, BG. Stein. - 1. Feilb., Plevec'sche Real., Moste, BG. Stein. - 3. Feilb., Pracet’sche Real., Bndaine. BG. Wippach. — 3. Feilb., Gerbec'sche Real., Serbien, BG. Feistriz. — 2. Feil., Pegan'» sche Real., Wippach, BG. Wippach. — 1. Feil., Dormis'sche Real., Paku, BG. Oberlaibach — 2. Feil., Kovai'sche Real., Zagor, BG. Littai. — 1. Feil., Presel'sche Real., Patovik, BG. Stein. — 1. Feil., Kos'scheReal,Rodica, BG. Stein. — 3. Feilb., Prelesnik'fche Rcal., Bresje, BG. Stein. — 3. Feilb., Cerne'sche Real., Maiinsburg, BG.'Stein. — 3. Feilb., Slavc'sche Real., Grafenbrunn, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Perko'sche Real., Parje, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Slapnik'sche Real., Podhrusko, BG. Stein. — 3. Feilb., Äunstel'sche Real., Sallvch, BG. Stein. Verstorbene. Den 18. 3t 11 g « fl. Dem Zacharias Zerlini, Packer sein Kind Maria, alt 2 Jalire und 3 Monate, in der St. Petersvorstadt Nr. 38 an Äroup Wiener Börse vom 18. August. Btaatsfonds. Lperc.Rente, öst.Pap.' bto. dto. öst.inSilb. kose von 1854 . . . Koje von 1860, ganze Lose von 1860, Fünft. Prämiensch. v. 1864 . 3rundentl.-Obl. Steiermark zuüpTt. Lärnten. Krarn ».Küstenland 5 „ Ungarn . . zu ü * Äroat. u. Slav. 5 * Siebenbürg. * 5 „ Aotieu. Nationalban! . . . Union - Bank . . . Crediranftalt . . . K. ö. EScompte-Ges. >Ü!glo-österr. Bank . Den. Bodencred.-A.. Oeft. Hvvoth.-Bank. Sreier. EScompt.-Bk. Franko - Austria . . ftaif. Ferd.-Nordd. . Südbahn-Gesellsch. . Kais. Elisabetb-Bahn. Krrl-Ludwig-Bahu liebend. Eisenbahn. StaatSbahn.... Äats. Franz-Iosefüd.. Fünfk.^Barcser S.-B. »lföld-yium. Bahn . Pfandbriefe. Nation. ö.W. verloSb. Ung. Bod.-Creditanst. Ällg.öst.Bod.--Lredi1. dto. tn 33 u. rückz. . Geld Ware! 61.20 71.65 Üb.— 102 80 113.25 139.75 61 3v'<)est. Hypoth.-Bank.' ^^Prlorltata-Obll#. 103 —' Südb.-Ges. zu 500 Fr. 113.75 bto. Bon« 6p2t. 14J.-- 93.— 94.— 85.76 tC.75 86 25] 77.25 86— 81. 86 50 77 50 771.50 271.80 S92 9-936.-158.— *60.— 75.->35 -12J.2) Z157 182.— -80.50 i53 50 «78.50 423.50 210.76 119 — 183 25 91.60 83.25 103.— 88.- 773.— 272.-293.— 940.— »68 50 -7i.- UO h 2162 188.2U 281.— 264.— 179.— 4?4.— 211.— 179.5G 183 76 95.80 89.60 108.60 88 SO Stordb. (100 fl. CM.) Gieb.°B.(200ft.ö.W.) Staatsbahn Pr. Stück StaatSb. pr. St. 1867 Viubclfäb.(300fi.ö.2B.) Franz-Jos. (LOOfl.S.) Lose. Credit 100 fl. ö. D». . Dcrn.-Dampssch.-Ges. zu 100 fl. CM. . . Triefter 100 fl. CM. . dto. 50 fl. ö.W. . Ofener . 40 fl. ö.LV. Sa!m . ^ 40 „ Palfsy . „ 40 * »Llary . „ 40 * St.GenoiS„ 40 * Mndischgrätz 20 „ Waldstern . 20 „ Keglcvich . io „ NudvlsSstist. lOö.W. Wechsel (3 Mon.) AugSb. lOOfl.südd.W. Franks. 100 fl. * „ London 10 Pf. SterL. Paris 100 Francs . Mtinrsen. taif. Münz-Ducaten. -ro-FrancSstück. . . »VereinSthaler . . . ©übet . . Veld Ware 95.— 65 60 109.fO 1S0.75 23a.50 240.-106 — IC6 80 89.10 1*0.10 141.50 142.7-0 140.50 141.-M1.2> vl.30 99 30 9d.60 181.— 181 50 100.— 10U 50 120 50 121.50 69.— 34 — 43 50 32 iO 38 50 32.50 24.— 21 -15.— 15.- 102 — 102.20 120.90 47 20 5 78 9.62' 1.81 60.— 35.— 44.-33.50 89.-33.— 25 — 22.— 17.— 15.5V 102.10 lO'i.SO 121 — 47 15 5.-:9 9.63 1.8) 120.- Der telegrafische Wechselkurs ist uns bis zum Schlüsse des Blattes wieder nicht zugekoinmen. „Ueber Land und Meer" und „Grazer Tagespost" sind ans der ersten Hand zu haben im Cnl'e Sr. * St. Petersvorstadt. (369) Ilcbcr II(I crjlc Prcismc-aillcn. Original- tlcbcr 400.0t in Gebrauch. @ine schöne Wohnung im Hanse Nr. 240, ersten Stock, mit der Front am Hauptplatze, ist von Michaeli an zu vergeben. (368) A. J. Kraschovitz. Am 9S. AngiiNt 1891 werden in KrniiiburjC 2 Häuser, in der Mitte der Stadt gelegen, dann 1 Meierhof, jedes Objekt für sich, in dritter Feilbietung verkauft. Es sind dies folgende Realitäten, im Gesammtsehätzwerthe von 10.550 II.: Das IlauM X«■. Iftf) mit 3 grossen Magazinen, im besten Zustande, für Waaren-Magazine sehr verwendbar. Dermalen wird es zum Getreide-Lager verwendet, auch belindet sich dabei ein kleiner Garten. Das llnus Ar. 170 mit 10 Zimmern, Eiskeller, Brauerei, 2 Stallungen, 3 Magazinen, 4 Kellern, 3 Küchen, dann grossem Hofraum. Dieses llaus liegt auf dein besten l’unkt und ist gewiss ob seiner günstigen Lage und vortheilhaften Einrichtung für jedes Unternehmen geeignet Der Mclevliol", gut gelegen, ist ganz nahe bei der Stadt. Da alles sehr nieder geschätzt ist, so werden hierauf Reflektirendc dabei gewiss sehr gute Rechnung finden. (307) von der Singer Manufacturing Cie., New-York. Die allgemeine Beliebtheit, deren sich diese Maschinen ihrer hohen Borzllge wegen erfreuen, hat vielfach Veranlassung gegeben, die Firma und Schutzmarke der Fabrik zu benützen, um das Publikum durch nachgemachtes Fabrikat von geringer Giite zu täuschen. Damit diesem Mißbrauche vorgebengt irird, hat sich die Singer Manufacturing Cie. veranlaßt gesehen, durch den Unterzeichneten ein ciflCitCÖ Depot am hiesigen Platze zu errichten. Indem ich mir daher erlaube, diese auf allen größeren Ausstellungen mit den höchste» Preisen gekrönten und von Fachmännern als die besten anerkannten Maschinen zu empfehlen, mache ich besonders auf die ttcttt i:nmilmi-ilal)iunrdiutc aufmerksam, welche sich durch einfache Konstruktion, leichte Handhabung und große Leistungsfähigkeit vor allen anderen 'öificmeit anszeichnet und ihrer Vielseitigkeit wegen die geeignetste Maschine für den Hansnebranch, sowie für Weistnäherei, Tamcnkoufcktion re. ist- — Für schwere Arbeiten empfehle Singers Manufaktur-Nähmaschinen als die vorzüglichsten für Lchneider, Hntsabrikanten, Tattler rc. und die neuen Pcrljlich-Maschintn für Schuhmacher, welche fämmtlich mit den praktischesten Vorrichtungen zur Erleichterung der Arbeit versehen sind und an Güte und Dauer unübertroffen dastchen. Jeder Maschine wird ein Zertifikat oder Ursprnngs-Zengniß beigegeben, welches vom Präsidenten der Kompagnie, Mr. Inslee A. Hopper, aus-gefertigt, die Nummer der Maschine tragt und von mir unterzeichnet ist. Dhne dieses Zertifikat ist keine Maschine echt ttnb wird nicht dafür garantirt. Das alleinige Generaldepot in Süßten: Cr« Kärntnerstrasse 16. 9V Tüchtige Agenten werden an allen Orten gesucht. (364—1) Anerkennung und Danksagung. Ich habe mein Pserd am 4. Juli 1871 bei de> „Ersten migacifchcit Bich-VersichcrnngS.-Anstalt" gegen eine VetsichernngSfnmme pr. 5200 fl. versichert. Nach Ablaus von 28 Tagen verunglückte mein obiges Pferd, wofür mir die versicherte Summe unverkürzt (obwohl erst eine Friii der Bersichernng von 7 Tagen verstrichen ist) aUsogleich von bem hicligc» Haupt-Repräfentanten Herrn Jacob Tol»in anSbezahlt wurde, daher ich dieses nützliche Institut jedem Meh-besitzer bestens anempfthle. Laibach, am 15. August 1871. Franz Gollob, bitrgl. F l e i f ch h a u e r in e i st e r. Gestützs auf obige Annonce empfiehlt sich gefertigte Versicherung« - Anstalt zur VersichernngSannahme von Pferden, Rindvieh, Schafen, Schweinen, Ziegen, Eseln, Mauleseln, und Maulthieren gegen billigste Pramien-gebühren. Agenten werden unter sehr vortheilhaften Bedingungen aufgenotnmen, Statuten bereitwilligst verabfolgt und Auskünfte unentgeltlich ertheilt. Bureau: St. Petersvorstadt Nr. 138. Jacob (365) Hauptrepräsrntant. Gmiilde-Avsstkillilig im (363) Redouten Saale nur noch morgen, Entree mir IO kr. •lolfie llrtfeiea> Seiler»,eister in Laibach, an, alten Markt Nr. 163 nnd Ärengnssc Nr. 316, (360-2) empfiehlt allerlei Seilerarbeit zu den billigsten Preisen. r Eine Hammkrl'chmikdr. In der schönsten Gegend von Unterkrain an der frequenten Straße, mit einem Wohngebäude, 2 Haipfen und um das Hans 6 bis 7 Joch Acker und Wiesen, das ganze einem Garten ähnlich. Dann eilte Viertelstunde vom Haufe liegend ein Weingarten, der jährlich 40 bis 50 Eimer Wein liefert. Dieses sehr vorteilhafte Objekt liegt in einer Gegend, wo die beste Ackerwirlhschaft und Pferdezucht besteht, auch sind im Umkreise von zwei Stunden zirka 10 größere Güter, wo keine Hammerschmiede besteht. Diese Hammerschmiede wird mit staunend billigen Preis verkauft oder ein verläßlicher Fachmann als leitender Hammerschmied gesucht. — Näheres beim Eigenthilmer Ailoll- timulEa in Laibach. (356-2) /cuechriheil jeder (Stöße, mit und ohne Schlauchvorrichtung, zu verschiedenen Preisen und für Gemeinden mit b.r Begünstigung ratenwciser Abzahlung, weiters | Rotireilde weiiiMitpeit, mit denen man bis 60 Himer in der Tt»nde> überfchänken kann. (119—22) Amerikanische Dmiglns-Pumpe» Hausbrunnen, Küchen, Fabriken rc. I sind zn aii88erKenßliiilicli blllliteii I Preisen tn großer Auswahl stets vorräthig in der I Glocken- und Metallgietzerei, mechani- [ schen Werkstätte von Albert Samassa in Laibach. I (SVf, <5^5 <5^3 -v-T CVS f-VO OV- vlS)^16)Ql*)^4®)rÄI?■(» 1 i* r#I>)(üT* •!- (Sir (*\ (7*0 ^2 <7*51Cl'Ö £*,0 0*0 i7>|v «7^0 CW5 KUo eit r.lZj <7X Graraiitirt Original Wheeler & lilson-NäMascMnen. Die berühmten Original Grcifcr-Fiimilien-Nilliuiascliincii aus der Fabrik von Wheeler & Wilson in New-York zum Preise von BCl*tzl*r «nlilen ii. IV. gier StfteU Bind vorräthig und allein zu beziehen bei Henriette Luscher in Laibach, Theatergasse Nr. 23, wasserseits. Ferner Original amerikanische Uowc-Maschinen für Schneider, Schuhmacher und Riemer. (357— 3) Gründlicher Gratisunterricht für Käufer, fünf Jahre schriftliche Garantie. Druck sou Jgn. v. Ä tei nmo9r A Fed. Bamberg in Laibach. Verleger und für dir Redaktion verantwortlich: Otto mar Bamberg.