Ar. 58. Donnerstag, den 21. Zuti 1881. VI. Jahrgang. Eillitt Jfiluiiü. Pränumerations-Bedingungen. Aür Killt: IVrra HA ... —^5 fKruliastij.. >.»« fcittjäiiri* ... ».— wmm> s»»«a»>« I lkii,,el«e Nummern ? kr Mit Post-Versendung: VtertrIiaiiTi4 . . ! « tolbHönt . . . »■*« #«mi4bn] . . . »«■ Erscheint jeden Donnerstag unii Sanntag Morgens Inserate werden angenommen In der ürvrlition »er „lilier Her» r«n«a»I» *r. * «»-r»ch in «r»>. «. LpO-Uk »»« «»Ili. » >i»m» in Wien. (i. VtlB«.'- Antuag» - »ze»tur l» t-ii>»ch. Hine deutsche Stimme nöer die nationaren Wirren. Eincm Leitartikel de« „Berliner Tageblalte«", welcher das Thema .Die aufgeregten Nationalitäten" »i^ndelt, entnehmen wir folgende« : „Wenn unser Blick auf die große Ebene füllt, welche der ganze »»rdostliche Theil Deutschlands ditdet, so begegnen wir überall slavischen Anschwemmungen. Die punjeti, wildem und nachlässigem Slaventhum in Jahrhunderte langem siegreichem Vorschiebe» ab-(trungtuen Distrikte sind jetzt rationell beackerte», fruchtbare« Germanenihum; eine zärtliche Con-srrrirung der noch erhaltenen, eingesprengten slavischen Fragmente scheint un« weder eine humane Verpflichtung i>"ch mit den Staal«interefsc» ver-«»dar zu sein. Man mache dieser Jzmmerwirth« schast, die nicht« in sich bugt, al« Heuchelei, und eine Quelle innerer Reibungen ist auf dem Wege ei» Ende, welchen der Stand der heutigen Bil-»m,g zuläßt und vorschreibt. Es wird keinen Riß i> die Weltgeschichte machen, wenn diese kleinen Partikeln dem großen Staatskörper, dem sie so lange angehören, endlich einmal thatsächlich und «ganisch sich ajsimiliren müssen. Bon wefent-lich anderem Charakter ist da« Bild, welche« un« im Süden Europas entgegentritt. Wir begegnen hier einem Congiomeral von Rationalitäten unter dem Namen Oesterreich ; den relativ betiächtlichste» Theil desselben bildet al« geschlossene« Ganzes ein devlscher Stamm, ein Kaiser von deutschem Blute ptzt aus dem Gesammtthrone, und so weit die Alstichte diese« Staate« reicht, hatte da« Deutsch-thuet die Hand am Regiment?. Ungarn hat sich idon seit längerer Zeit davon emancipirt unv dil Suprimatie beansprucht, da« Tschechenthnm strebt nach demselben Ziele, und die neuerlichen Borgänge lasse» e« deutlich erkennen, daß da« Deutschthum in Oesterreich nur noch die klägliche Rolle de« Geduldeten, u. zw. de« mißhandelten Dulder« spielt. Wir sind durch die Erfolge de« Fürsten Bi«marck auf dem Gebiete der auSwär-tigen Politik daran gewöhnt, seinen Worten Glauben zu schenken und den von ihm vorgezeich« »eten Bahnen willig zu folge». Fürst Bismarck sagt nn«, und feine ganje Politik basirt darauf, daß Oesterreich unser bester Freund und Bunde«-genosst sei, und e« folgt daraus, daß wir Alle« vermeiden müssen, wa« uu« zu demselben in Wider« spruch und Feindseligkeit setzt. Allein vielleicht empfindet e» der innerste RegierungSgedanke Oesterreich« gar nicht als etwa« Feindselige«, wenn Deutschland dem im Oesterreich seßhaften deutschen Elemente feine Unterstützung zu Theil werden läßt, da die dortige Regierung offenbar nicht im Stande ist. die Waage der gleichberech-tigten Rationalitäten auch wirklich im Gleich-gewichte zu erhalten. Zwar hält un« gegenwärtig der Zauber der Staat«kunst, unter deren Gesetz wir stehen, davon zurück, da« StammeSinteresfe in den Bordergrund zu schieben und zu Heller Flamme anzufachen; aber die Ccntralregierung Oesterreich« sollte Alle« daran setzen, daß nicht einst der Tag komme, an welchen un« unsere StammeSgenossen, die innerhalb seiner Grenzen wohnen, zur Unterstützung ausrufen, und daß au« der gegenwärtig noch localen Hrage sich nicht all-mälig eine allgemeine Rationalitätenfrage ent-wickele, deren Endziele, wie unberechenbar sie im Einzelnen auch sein mögen, doch den Gesammtstaat Oesterreich sehr unsanst berühren würden. Stamstrte Germanen. „Ihr wäret nicht so dumm und dreist (Mb's einen Spiegel jür den Geist." Laug. In Rr. 20 der „Slldftelr. Post" versucht endlich einmal ein moderner Sarmate die Artikel „Slavisirte Germanen" in einer EorreSpondenz au« Pettau zu widerlegen. Der feine weltmännische Ton seiner Enun-ciation, die Gewandtheit mit synonyme» Begriffen umzuspringen ohne sich zu wiederholen, da» Packende einer klaren, schönen Ausdrucksweise, spricht zu deutlich au» diesen blüthenreichen Stylproben, um nicht sogleich die beneidenSwerthe geistige Verwandtschaft diese« federgewandten gleichberechtigten Slovenen mit den Culturhelden von Kuchelbad zu erkennen. Nachdem e« un« nicht gegeben ist die dumm-dreisten persönlichen Ausfälle diese« slavischen EultuikämpserS mit gleicher Münze heimzuzahlen, müssen wir un« aus eine sachliche Widerlegung einiger seiner Angriffe beschränken. Die Ableitung der Slovenen au« sslo selovam erregt die Ent» rüstung dc« jedenfalls sehr geschichtSkunvigen Herrn EorreSpondenten. Vielleicht ist ihm aber doch bekannt, daß z. B. im Gailthale die dort lebenden slavisch sprechenden Bewohner sich Selavci oder auch Slavci seit jener Zeit genannk haben, al« sich in den Gegenden zwischen der Drau und den «arawanken ein wendischer Volksstamm ansiedelte der sich bis an die Furt an der Glan (Alagcnfurt) auSbrei-tete und diese Ansiedlung selbst Selovec, Celovec oder Clovcc nannte. Slovö jernati, Urlaub nehmen, diese« Wort haben und hatten (jetzt wurde dafür äopust oder Feuilleton. Zn den Gewittern der Jett. Roman von Max Vogler. <27. Fortietzung.» Da standen die langen, hohen, vom Rauch geschwärzten Gebäude . . . dort link« befanden sich die Comptoir«. Einen Augenblick nur blieb sie still stehen, aiif-thmend und scharf nach allen Seiten spähend, Der Mond war vom Himmel hinweggefchlichen, die Pcrbrccherin nicht zu sehen, und nur einzelne «eine Sterne blickten au« dem Dunkel de« Him-«el» herab. Sie vernahm keinen Laut ring« um. sie sah auch Niemand. ?tur mit Mühe vermochte sie die Thüre des Haupleingang« zu den Comptoir« zu finden. Ter Portier, der weit drüben, an der ent-Ikgengcsetzlcn Seite de« Hofe«, neben der Einfahrt in denselben ein kleines Hau« bewohnte, lag im tiefe*. Schlaf, nackdem er sich in den Spätstunden dl« vergangenen Abend« mit anderen Bekiensteten dc« Hlliise», die die vollste Aufmerksamkeit der Hmschast in Anspruch nehmenden Festlichkeiten lenutzlnd, bei Bier und Branntwein ein Gütliche« gethan. Herr LiSwendt sowohl wie sein Sohn be-saßen je einen Schlüsiel zum Haupleingang de« Gebäude«, in welchem sich die Comptoir» befanden. Der de« letzteren hing mit im S hlüsselbund, den Vuzta vorsichtig in der Hand hielt. Jetzt war sie an den Haupteingang gelangt, langsam und sacht öffnete sie. Ein langer dunkler Gang, an dessen Seile die Thüren nach den zahl-reichen Comptoir« führten, nahm sie auf. Nur wenig entfernt von dem Haupleingang befand sich an dieser Seite die Thüre zu dem Comptoir Willibald'«, in welchem der Cassaschrank aufgestellt war. Sie wußte da« genau! hatte sie diese Locali-täten seither doch zur Genüge durchforscht. Sie zögerte keinen Augenblick und schlich nach der bewußten Thüre. Diese hier muß e« sein. Sie suchte den Schlüssel zu ihr am Schlüsselbund. Sie glaubt, ihn gefunden zu haben und versucht damit in da» Schlüsselloch zu gelangen. Sie mußte einen falschen Schlüssel ersaßt haben, denn er will sich nicht im Schlosse drehe». Sie versuchte einen »ach dem andern . . . keiner will passe» . . . So gehl sie leise zur nächsten Thüre; sie mußte noch nicht weit genug im Gange hinge-schritte» sein. Aber jetzt hatte sie den richtigen Eingang gefunden, denn wie sie wieder zu öffne» versucht, wendet sich der Schlüssel leicht Im Schloß und, leise knarrend nur, Offne! sich die Thüre... Sie hat draußen den Schlüssel wieder abge-zogen und zieht nun die Thüre langsam nach, dieselbe von innen verriegelnd. Nun ist sie zur Stelle. Ei» tiefer Athemzug entwindet sich ihrer Brust, und wie vo» neuem überlegend, steht sie einen Augenblick still. Der ganze» Familie war e« bekannt, daß Willibald den Schlüssel zum eisernen Geldschrank vorsichtig in der Schublade seine« Schreibpulte« zu verwahren pflegt . . . wie sollte e« Luzia fremd geblieben fei»? Undurchdringliche« Dunkel herrschte in dem kleinen Raum; den» die starken, von festen Eisen-stäben zusammengehaltenen Lädcn verdeckten die hohen Fenster. Luzia tastete umher und suchte nach eincm Gegenstands auf den sie die Schlüssel nieder-legen und den kleinen Leuchter, den sie bei sich trug, setzen konnte. Unmitteld»? zur rechten ist sie auf einen Tisch gestoßen; sie legt da« Genannte langsam auf ihn hin. Nun streicht sie ein Zündholz an und macht on dem beuchter Licht. Sie sieht den eisernen Geldschrank deutlich vor sich stehen . . . ein leise« Gefühl von Angst überkommt sie jctz.t dopustnica erfunden) die slavischen Bewohner der Güddoaouländtr alle gemein, es stammt aber auch von sllo der Wohnsitz, da Urlaub nehmen eine Veränderung de« Wohnsitze« andeutet; eS kann endlich slovö da« letzte Wort, d>e letzte An« spracht vor der Trennung heißen. Der Begriff einer Wanderung bleibt ober immer und e« ist gleichviel ob man den Namen Slaven, .Slavini, Slovani in allen seinen möglichen Veränderungen von selo der Wohnsitz oder von slovö der Urlaub herleiten wolle. ES ist doch gewiß wahrscheinlich, daß ein Volk welche« Jahrhunderte lange Wanderungen vollführte, dessen Nomadevnalur sich auch heute noch nicht verläugnet. sichere Begriffe für da» Weiterwandern, da« Abschiednehmen, da« temparüre Ansiedeln hatte, während die Ableitung des Worte« Slave von der Stammsilbe siu in sluti genannt werden, gar keine historische Bafi« hat — warum nannten sie sich die „Genannten" in ihren neuen Ansiedlunge», wo sie die .selovani' die Angesiedelten waren? Was die Eliminirung de« c in Selovaui anbetrifft, über die der „geistreiche" Herr aus Pettau sich fo ereifert, fo wird er als Vollblut-slooene doch wissen, daß die slavische Sprache in letzter Zeit gerade in der Eliminirung unnützer Selbstlaute ziemlich viel geleistet hat und e« ethy-mologisch ganz leicht erklärbar bleibt, daß au« Selovani Slovani werden kann. Auch die Behauptung, daß die seinsollenden Slovenen zwischen Drau und Sau (der geehrte Herr schreibt konsequent „Drau" und Save, obwohl man doch entweder Drave und Save oder Sau und Drau schreiben soll) großentheil« germanischer Abkunft sind, prickelt gewaltig, wahrscheinlich gehört der Pettauer Slavophile auch zu dieser Specie«. Wenn er sich die Mühe geben wollte etwa« ver« gleichende Schädellehre nachzuschlagen, er käme zu demselben Resultate wie auf dem geschichtlichen Wege, nämlich: daß weilau« die größle Mehrzahl der Bewohner zwischen Sau und Drau reinger-manischen Ursprung» sind, slavisirt durch vielfache Berührung mit den angrenzenden Slaven und den wohl giößtentheil« weiblichen Flüchtlingen aus der Zeit der Türkennoth. Ist vielleicht der Herr Korrespondent in der Lage eine Literatur dieser seinwollenden Slaven au« dem Mittelalter, wo doch die ollen Wenden schon oder noch da sein mußten, auszuweisen, oder schämt er sich nicht viel« mehr dc« Kauderwelsche«, dessen sich damals die spärlichen Neste alter Ansiedler vermengt mit bosnischen und croatischen Flüchtlingen, in ihrem internen Verkehre bedienten. Ein Eulturvolk läßt sich nicht so schnell ver» drängen; meist accommodirt sich da« geistig geringere wenn auch nummerisch stärkere Volk der höheren Cultur seiner Mitnation, immer aber bleiben Reste, gewaltige Reste alter Cultur zurück, wo sind sie bei den Wenden hingekommen? Mag e« Wie, wenn Willibald da« gehlen der Schlüssel heute noch bemerkt . . . wenn es ihm noch im Traume einsitlt, daß er dieselben heute nicht ver-schlössen hatte . . . wenn er sich vom Lager er-hob und im Zimmer umherging, um den Schlüssel-bund zu suchen . . . Und wenn er ihn nun nicht fand und vielleicht glaubte, dieselben drunten om Haupteingange hängen gelassen zu haben? . . . Wenn er nun jetzt kam, um sich zu unterrichten . . . wenn sein Schritt auf dem Gange draußen tönte und feine Hand da« Schloß de« Comptoir« suchte ... des Comptoir«, in dem sie sich jetzt befand? . . . Wenn er nur einen einzigen Licht-schimmer durch da« Schlüsselloch bemerkte . . . wenn er „Wer da?" fragte und da« Hau«-personal ausweckte und herbeiriefe . . . wenn man gewaltsam die Thüre sprengte und berrin-trat und sie dastehen sah. im Begriff, den Cassa-schrank zu plündern? . . . Eine rasche, energische Gedankenwendung riß sie au« diesem lebendigen Spiel ihrer Phantasie. In schneller Bewegung schritt sie auf da« Schreib-pult zu, öffnete dessen Schublade, nahm den Schlüssel zum Geldschrank. der darin auf eincm dicken Buche lag, herau«, und ohne Zögern kehrte sie sich nun dem finsteren Coloß zu. Er hatte jetzt seine ernste Unnahbarkeit ver-loren, er war zugänglich geworden, sehr zugänglich, und ließ sich sein starre« Herz leicht erweichen immerhin sein, daß jene« Volk, welche«, nachdem sich da« Drängen der Völkerwanderung gelegt hatte, zwischen Sau und Drau bleibende Wohnsitze nahm, einigt Kenntnisse mitbrachte, sicher war der Vorralh sehr klein, rieb sich in den Kämpfen mil den Nachbaren auf und nöthigte sie sehr bald sich in die Arme der Franken zu werfen. Die juridischen Institutionen ler damaligen Zeit sind germanosränkischen Ursprung« und nur äußerst spärlich finden wir in den zahlreichen uns nhaltenen Urkunden jener Zeit irgend eine« alt-slavischen Gesetze« erwähnt. Au« der Vermischung de« sränkischen, bajuvarischen, longobardischen, theil-weise auch römischen Rechte«, entstand endlich ein eigene« Provinzrecht, heilig dem Lande wie eine nngna carta, und beschworen von ollen seinen Herrschern. In diesem un« vollkommen erhaltenen Provinzrechte hat slavische« Recht nur in der Ab-Handlung über Zeugenschaft Ausnahme gesunden und wird der Zeugen nach slavischem Gesetze (testes slaviniscuc iustitutionis) erwähnt. Hätten die Wenden damals wirklich die so vielgerühmle hohe Cultur besessen, sie hätte nicht so schnell ver-schwinden können, sie wäre uns erhalten geblieben durch irgend ein Denkmal, irgend ein Wahrzeichen jener Zeit; wo siod sie? Wa« an alten Werken der Kunst und der Literatur au« jener Zeit un« erhalten blieb ist entweder römisch oder deutsch, kein sarmatischer Zeuge aus Erz oder Stein ragt in die Gegenwart hinein, der Zeuzenschast ablegen könnte ihrer alten Cultur; verschwunden oder nie dagewesen ist Alles, was in unseren Gegenden an eine glorreiche Vergangenheit mahnen könnte, trügerisch nur leuchtet ihnen die Sonne der Gegen-wart — die Zukunft gehört unS. Zum Schlüsse möchte ich nur den gelehrten Herrn CorreSpondenlen darauf aufmerksam machen, daß der alt-slovenische dual der neu-slovenischen Sprache allen südslavischen Sprachen gemein war, von ihnen jedoch im Lause der Zeilen abgelegt wurde; (alt-serbische Kirchenbücher führen ihn noch heute) und au« dem noch Vorhandensein diese« alt-slooenischen Dual'« in der neuen Sprache, die-selbe sogleich für etwa« ganz andere« al« z. B. den sogenannten südlichen Dialect der serbischen Sprache zu erklären ist etwas sehr gewagt, jedenfalls nähert sich dieser Dialekt dem Altslovenijchen mehr alS di« neue fabricirle Sprache unserer seinwollenden Slovenen. Vielleicht kommt der Herr Pcttaner Sarmate bei itwa« eifrigerem und unparteiischerem Studium auch zum Schlüsse, daß „Wissenschaft und Th»tfocke» etwas ganz anderes besagen", al« sein ordinäre« Geschimpfe. (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Cilli, 20. Juli. Gleich dem B'üxer KreiSgerichte hat auch jenes von Reichenberg di: von der griedländer Bezirkshauptmannschaft verfügte Confiscation des durch da« Verlangen eines schönen Mädchen« . .. leicht, ganz leicht, und er sügtt sich willig einer kleinen, weißen Hand, und alle seine Schätze gab er preis, daß sie diese Hand fassen und mit ihnen schalten und walten konnte, wie sie wollte, wie sie Lust hatte daß sie ihr heiße« Verlangen nach Prunk und Genuß zu stillen vermochte, da« Ver-langen nach Gold und Edelstein, nach seidenen Gewänden, nach glänzenden Equipagen, schimmern-den Villen, Schlössern, Gärten . . . nach Allem was die thörichte Welt als die höchsten Güter der Erde verehrt, nach Allem, wa« die bunt leuchtende Dekoration des Himmelreichs bieten soll zu dem Possenspiel de« Leben« . . . Aber die kleine, weiße Hand war bescheiden. Sie öffnete nicht einmal die vielen kleinen Kästen, sie versuchte sie nicht einmal zu öffnen; sie streckte sich nur nach dem untersten, offenen Fache au« und tntnahm ihm, wa« ihr gerade vor Augen lag; zwei kleine Rollen mit Goldstücken, und zwei niedliche Packete mit Cassenscheinen ... die Kleinigkeit von zwölftausend Reichsmark . . . Gewiß! Sie war sehr bescheiden, diese kleine, weiße Hand! Die schöne Diebin war nicht einmal so neugierig, nach dem sonstigen Inhalt de« Schranke« zu fragen, auch nur einen Blick in alle die kleinen Kästen zu werfen, in denen Gold und Silber so verlockend, alle Schätze der Welt verheißend. da« Prager Manifest wörtlich enthaltenden „Fried-länder Wochenblatt" nicht bestätigt. Die französischen Truppen haben endlich in Tunis «inen militärischen Erfolg errungen. Die Stadt Ssax wurde Sonnabend von ihnen einge-nommen. Der Bey von Tunis beglückwünschte au» diesem Anlasse oen französischen Vertreter. Don Carlo» ist wieder einmal au« Frankreich ausgewiesen worden. Ja Rußland werden die Polizeimaßregel» wieder verschärft. Lori« Melikoss soll wieder zur Regierung berufen werden. Au« der Umgebung von Frieda», 17. Juli. lOri^-Eorr.) Bei der am 14. d. M in Pettau stattge-fundenen Bezirksl:hrer-Lonser:nz wurde als gachmin» in den Friedauer B«zirl-j>chulraid wiederholt der Lehrer Herr Johann tlosi aus Ll Leonhard gewählt. Tab die Wahl gerade auf einen jener drei Apostel fiel, welche bei der kürzlich stattgefundenen Versammlung des B?-ziilslehreroereines so entschieden aU Gegner de» vom Obmanne — Herrn Felix Majcen — beantragten und in ^olg« de» günstigen Sbllimmungs Resultates auch bewirkten Anschlüsse» >ur Petition des steten«. Lehrer» blindes um Beibehaltung der achl>ahrigen Schulpflicht austraten, muß lebhast bedauert werden. Ob man diesen Umstand wohl bei der höhcrnons vorzunehmenden Prüfung dieser Wahl gebührend beachten wird? Taß der „SlovenSki Goipodar" in dem Vorgehen des Hma Majcen eine „anliaationale Politik" witieri, ist begreif-lich: wir jedoch finden es vor Allem mit der Aufgabe eines Poltserziehers nicht veieinbarlich auf Kosten der Bildung und des Fortschritten streng nationale Politik zu treu eii. Pertau, am 14. Juli. (Lrig.-Corr.) r. Welch' herrliche Fortschritte unser Musitverei» nach einer taum dreijährigen Thätigkeit aufzuiveli«» vermag, und mit welchem Eifer er bemüht ist die sich bei der Gründung gestellte Ausgabe zu erfüllen, davon gibt uns die heute abgehaltene öffentliche Musilprüfung am Schlüsse de» Schuljahre» 1»?0/8I einen glänzenden und genußvollen Beweis. Um 4 Uhr Rachmittag versammelten sich die 4t Eleven und Elevinnen »it ihren beiden Lehrern in dem decorinen Saale des H. (3- Murschey, wo sich auch die Mitglieder der Tireclion. die Eltern der Schiller, sowie eine große Anzahl von Mufitsreunden eingejunde» halten, wir dürften nicht überschaue», wenn wir die Zahl der Zuhörer mit Einschluß der um U Uhr erschienenen Lehrer, — welch« an diesem Tage sich zu der >ür die Bezirke Petau, Frieda» u>>» Roaitsch gemeinsamen Bejirlslehrer - Konferenz versammeil hatten und vom Vorsitzenden zum Besuche dieser Prüsun, eingeladen wo.den iwaren, — auf tfn) sestsetzn,. Ta» Programm theilte sich in zwei Abtheilungen u. zw: I. Prüfung aus der Musiltlieoru, >1. Borführung »an diversen leich-leren und schmieren 12 Piectn, gespielt von einzelne» Schülern und den einzelnen Abtheilungen am Llaviere und auf den Streichinstrumenten «Violine, Viola, Cello), sowie Gesangsvortragen. Unter den Piecen sühren wir glänzten . . . nrin! Sit war großmüthig, sie wollte ihr Recht, wegen dessen Aueübung ihr „Niemand einen Vorwurf machen durste", nicht in vollem Umsange zur Geltung bringen, sie war mit wenigem zufrieden un» steckte ra^ch jene kleine Summt zu sich. Schnell, wie sie ihn geöffnet, schloß ?uzia den Geldschrank, den Schlüssel legte sie wieder in die v?chubla»>e dc« Schreibpulte«, genau aus seinen vorigen Platz, d^nn schloß sie auch die letztere, ging nach der Thüre de« Comptoir«, löschte nach» dem sie da« Schlüsselloch gesunden, da« Licht au» und verließ sachte da« Zimmer . . . Sie war wieder im Hose: beide Thüren, die von Willibald'» Comptoir und die de» Häupteln» gang«, hatte sie sorgsam wieder verschlossen; stumm standen die dunklen Mauern dc« große» Hause« vor ihren Blicken; kein Mensch konnte ahnen, daß in diesen Räumen eben Jemand ge» weilt. Sie schlich jetzt nicht wieder leise au der Mauer hin, sondern ging etwa» weiter in den Hof hinüber sachte Schritt vor Schritt, und tastete mit den kleinen Füßen vor sich hin, al« ob sie etwa» suchen wolle. Wa» sit wohl suchen mochte? (gortsetzuag folgt.) «it: die I. II. und III. Eonatine von Kuhlau. Den I. 6«? der II. Symphonie, und da» Streichquartett v, Haydn. Den I Satz der i»d sichtlicher Befriedigung den Musikvortrügen seines Lieblinge», und durch wiederholten stürmische» Beifall wurden die kleinen Jünger der schönen Kunst von den jlch:!ich vollkommen zufriedengestellten Zuhörern auSge-zeichnet. Nach abgewickeltem Programme hielt Herr Dir. Pst eine dem Zwecke entfprechend«, gediegene Schlußrede, in welcher er u. a. auch der Stadtgemeinde und de» Förderen, des Bereines für die demselben zuge-»endete reichliche materielle Unterstützung den geziemen-de« Dank manifeftirte, sowie auch dem eifrigen Lehr-für dessen ersprießliche« Wirken die verdient« Averlennung votirte, worauf die Prüfung mit der Verlesung der AortgangSclassen und Bertheilung der Echulnachten u. 12 Prämien ihren Schluß fand. Mit hoher Besr edigung können wir wieder einen genuß-reich n Nachmittag registriren und mit aufrichtiger Be-»ii«d«ru»g der Tireclion des BereineS und dem tüchtigen technischen Leiter der Schule zu den glänzenden Erfolgen gratuliren. Die musikalische Kunst hat in un. serer Stadt. Dank der Munistzenz des Stadtrathes, welcher im Sinne der fortschrittlichen Bürgerfchast ge-«emnützige Zwecke mit dem vollen Einsatz« des Könnens ftrbcrl, und Tank der opferwilligen Unterstützung der Lercinsmitgücder, eine würdige PflegestäNe gefunden. Tie ausgezeichneten Fortschlitte bürgen dasür, baß da» bieder gezeigte Interesse, welches leider hie und da ge-litten zu haben schien, dem Bereine zum Wohlc der Jiuzend auch ferner ungeschmälert erhallen bleiben wird. Wir behalten un» die eingehendere Ausführung des heutigen Berichte» für nächstens vor. Kleine Chronik. Lilli, 20. Juli. (Pers o n al n a ch r i ch t.) Kaiserlicher Rath Professor Kaltenegger, welcher im Auftrage de« k. k. Ackerbaumlnifteriums mit Erhebungen über die landwirthschafltichet Zustände in den Ssterreichischen Alpenprovinzen betraut ist, bereist zegenwältig die politischen Bezirke Cilli u»b Rann. (Uedersetzt.) Direetor A. Fichna wurde von Pcltau nach Leoben übersetzt. (Wäh l e rv e r s a m m l u n g.) Der Reichs-raihsabgeordncte Dr. Foreggtr wird Sonntag, den 24. d. im nachbarlichen Markt Tüffer seinen Wählern den Rechenschaftsbericht erstatte». Die schwüle politische «tmotphäre laßt im zahlreiches Erscheinen der Parteigenossen erwarten. (Sptnd c.) Frau CarolintGrtischl hat anläßlich des Hinscheide»« ihrer Mutter der Frou Katharina Schneider den Armen der Stadt Cilli 20 fl. gewidmet. (Schulst st.) Der Stadtschulrath beschloß in seiner gestrigen Sitzung den Schluß dcS Schul-jähre« durch ein Schulscst zu feiern. Dasselbe findet am 27. d. statt. Da« diesbezüglich gewählte Comite trifft bereit« hiefür seine Porkehrungen. ( L a n d w i r t h s ch a f t l i ch e Filiale Cilli.) Ja der am 16. d. M. stattgehabten Hauptversammlung der hiesigen landwirthschastlichen Filiale, welcher der Herr kais. Rath Kaltenegger vom k. k. Ackerbaumiuisterium beiwohnte, wurde über Antrag de« in der letzten Persammlung gewählten Porberathungs-Comitv's beschlossen, im Herbste d. I. in Cilli eine Regional-Piehausstel-lung zu veranstalten. Die Anordnung und Durch-fShrunz der Ausstellung wurde einem Comit6 übertragen; in dieses wurden gewühlt die Herren: Dr. Langer, Reidinger, Rüpsckl, Carl MalheS, Ioh. Rakusch und Lutz von Cilli; Dr. Jpavic, Kaicic von St. Georgen; Hausenbichel und Pilger von Sachsenfeld und Franz Zottel von Hocheuegg. Ueber Antrag des Herrn Dr. Ipavic wird au den CentralauSschuß der sttlermärk.LandwirlhschoflS-Gesellschaft daS Ersuchen gestellt, echt englische Zuchteber schon im Frühjahre jeden Jahres herab-zugeben und bei der Letheilung mit Zuchtstieren vornehmlich die Mürzthaler Race für die hiesige Hegend zu wählen. Ueber Antrag deS Herrn Dr. Langer wird die landwirthschuftlicht Filialt an bic Herren BezlrkSdelegiNen der Grundsteuer-regulirung da« Ansuchen stellen, von ihrem Amte zurückzutreten, damit sie bei der Erledigung der Reclamationsgesuche nicht ihre eigenen Operate wieder zu begutachten bekommen. Herr Hansel, Adjunct der Weinbauschule in Marburg, hielt eine» instruktiven, anregenden Portrag über die Eultur der Rußbäume, Johannisbeeren und über Spargelcultur. (S ä n g e r a u «f l u g.) Der Regengott scheint unsere» wackern Gcsangsverein besonders zu lieben, denn sobald eine Liedertafel oder ein Ausflug angesetzt wird, regnet eS in solchen Strömen, daß es fast den Anschein gewinnt al» wollte Pluvius all den Wein-, Bier» und Milchpantschern da« Wasser, das sie auf Erden in gedachte Flüssig» leiten gössen, auspressen. Auch der Ausslug nach Store vom verflossenen Sonntag erfreute sich feiner abkühlenden Zärtlichkeit. Da« entworfene Programm erhielt daher eine kleine Abänderung. Statt in Gottes freier Natur ertönten die Chöre und Lieder im geschlossenen Raume. Sie klangen daher um so mächtiger und verscheuchten bald jeden schwachen Widerschein von Perstimmtheit. Schließlich wurde sogar getanzt. Die heiterste Stimmung dielt sämmtliche Ausflügler di« zum Signal der Rückfahrt nach Cilli zusammen. (Der Cillitr Veteranen- und Kranken-Unter st ützung«verein) hält Sonntag den 31. Juli im Hotel „zum goldenen Löwen" seine Generalversammlung ab. (A n n e n b a l l.) Man schreibt uns au« Sauerbrunn: „Der alljährlich übliche Annenball findet hier Sonntag den 24. Juli statt." (Dr. H o i s e I) wird, um vielfachen Anfragen und Ersuchen gerecht zu werden, morgen Donnerstag den 21. d.. von 4—7 Uhr Nachmittag«, in seiner Wohnung ordiniren. (Unterhaltungen.) Die Gäste, welche heuer in sehr respektabler Anzahl in unserer Stadt die Sommerfrische genießen, werden sich gleich un« Über die Manigfaltigkeit der Amüsement«, mit denen Cilli gegenwärtig überschwemmt wird, wundern. Taitcherploductionen, Circu«, Taschenspielerkunst» slückchen. Som werthester, und ein prächtiges Caroussel mit einem kräftigen Orchestrion, dies Alles auf einmal zu genießen ist de» Guten entschieden schon zu viel. Es darf daher auch Niemanden Wunder nehmen, wenn einige der genannten Unternehmungen wenig prosperiren. Die Concurrenz ist eben zu groß. Pollen Erfolg erzielt nur da« Earouffel, welche« allabendlich Alt und Jung in seine Kreise zieht. (Gewitter.) Man schreibt uns aus Hoch-enegg: „Sonntag circa 6 Uhr Nachmittags ent-lud sich ein heftiges mit Wind u»d Hagelschlossen begleitete« Donnerwetter über die hiesige Umgebung. Aus einem Hüzel in der Nähe des Marktes zündete der Plitz. Die Hilfe leistende Feuerwehr konnte, da das Pieh bereit« gesichert war, dem brennenden hölzernen Wirtschaftsgebäude nicht« Nennenswerthes entreißen. Es ist jedoch ei» Per« dienst der in der Anzahl zwar geringen aber Hand-festen Feuerwehrmänner, daß das Feuer auf dieses eine Bauobject beschränkt blieb, denn die durch Futtervorrälhe reichlich genährte Flamme war dem Nebengebäude bereit« gefahrdrohend geworden. Der Schaden beläuft sich auf ungefähr 600 fl. — Die Besitzerin war nicht asslcurirt. (Brandlegung.) Sonnabend Nacht« brannte, wie aus Rohitfch gemeldet wird, in Heiligenkreuz ein BauernhauS ab. DaS Feuer soll vom Sohne de» früheren Besitzer« gedachter Rea-lität gelegt worden sein. (Brände.) Man schreibt un« aus Frieda»: „Verflossene Woche brachen in den Ortschaften Sodinez, Draxl und WieSmanndorf Schadenfeuer aus. Der Schaden ist sehr erheblich." (Todt aufgefunden.) Am 15. d.M. wurde der Leichnam de« Landmannes Thomas CnS aus der Gegend von Polenfchak bei Frankofzen im Ufergestrüppe todt aufgefunden. Der Genannte war im betrunkenen Zustande bei den Friedauer Schiffsmühlen in die trau gestürzt. Mv.-Telegr. d. „Kissier Zeitung." Prag, 20. Juli. Der Stadtrath erlieg ttne Kundmachung an dtn Schulrath der deutschen Schulen betreff» Überwachung der dieselben be<-suchenden tschechischen Kinder. , T e p l i tz, 20. Juli. Da« vom Gewerbe» vereine projectirte Volksfest wurde vom Stadtrathe wegen der gereizten Stimmupg der Nationalitäten verboten. Briix, 20. Juli. DaS confiScirte Gedicht: „Die Wacht an der Moldau" wurde vom Kreis« gerichte wieder freigegeben. Aus dem Gerichtssaale. (SchwurgerichtSrepertoir.) (Nach» trag.) Samstag, 23. Juli. Psrsitzender Hofr. Heinriche?: Cirl Mischag, Nothzucht und Betrug, Verth. Dr. Higereperger; Pors. L.-G.-R. v. Schrey: Maria und Ttiere« Onpinfo, Diebstahl, Perth. Dr. Hign «perger. Montag, 25. Juli. Pors. L.-A.-R. Leoizhuik: Franz Frießiug, Raub, Perth. Dr. HigerSperger; Franz Gorican und 9 Genossen, Diebstahl. Perth. Dr. HigerSperger, Dr. Sajoviz, Dr. Sernec. Eingesendet. *) Sonntag, den 24. Juli Nachm. 4 Uhr werde ich die Ehre haben, in Tüfftr in der Bicrhalle meinen Rechen-schastsberichl zu erstatten und lad« die Herren Wähler meines Wahlbezirkes ein, an der Berfammlung theil-zunehmen. Gleichzeitig findet auch die Versammlung des Tüfferer Fortschritts Vereines statt. Dr. Stichard Foregger. Correspondeu; der Redaction. An den Cillier Eorrefpondenten des „SlovenSki Narod" vom 20. b.: „Was frägt der Mond darnach, wenn ihn die — Mitarbeiter des „Narod" anbellen. MehrereZremde inCilli. Ihre Anfragen bezüglich der Parkmusiken beantworten wir dahin, daß uns die Tireclion des Musikvereine« mittheilte, die financielle Lage genannten Vereine« erlaub« es momen-tan nicht, die Musik öfter als dreimal monatlich im Parke spielen zu lassen. Im Uebrigen sind wir gerne bereit eventuelle Beiträge zu obigem Zwecke entgegen zu nehmen. L. Tüffer. Das Geschimpft eine« „Gospodar" und seiner Konsorten kann nicht verletzen. Je plumper die Lügen, desto weniger bedürfen sie einer Entgegnung. Hourse der Wiener Börse vom 20. Juli 1881. Gold»ente...........94.— Einheitliche Staatsschuld in Noten . 77.40 in Silber . 78.30 1860«r SlaatS-AnlehenSlose .... 133.25 Bankaktien...........835.— Creditactien...............364.40 London............117.40 Navoleond'or.......... 9.30'/» k. k. Münzducaten........ 5.51 100 Reichsmark.........57.20 Mfayrt der Tosten von Cilli nach: S«chle«fel», St. Peter. St. Paul, Franz. Mottnig, Trojan». Luknvey, «ir, Laidach um ü Uhr Früh. Frahlau, Praßberg, Laufen, Lverburg um S Uhr Früh. Wollan, Schönste!», Mißli»«, »indisch,«; um 5 Uhr Früh. ReuhiuS um 12 Uhr Mittags. Hoheueg». Weileiiftein um l!i Uhr Mittag«. Sachfeufeld, St. Peter, St. Paul, Franz um 1 Uhr 5 M. Nachm. Hifenöakn- Kahrordnung. Richtung Wien - Triest. Ankunft Abfahrt Zage-Z-Eilzug................ 3.40 342 Nachm. Nacht-Eilzug................. 3.34 3.8« Nacht«. Poltzug.....................11.32 11.42 Mittag. Postzug.....................11.42 11.47 RachtS. Gemischter Zug.............. '>.22 5.30 Nachm. Richtung T r i e st . W i e n. Ankunst Abfahrt TageSEilzug................ 1.12 1.14 Nachm. Racht-Eilzug.................12.24 12.20 ?!achts. Posttuq.....................3.55 4.01 Früh. Postzug..................... 4.26 4.32 Nachm. Gemischter Zug.............. 9.11 9.19 Borm. Secundärzug ob Cilli 6 Uhr Früh Ant. Laibach 9 Uhr 24 N. Borm. ab Laibach ü Uhr 45 M. Abds. Ank. Cilli 9 Uhr 4 M. AbdS, Zwei möblirte Zimmer mit separatem Eingang sind zu vermietben ilMMpf- »»/,«l* tos. ii niblirte Zimmer mit separatem Eingang« sind sogleich zu vermiethon. Näheres Neugasse 180. 357—2 Eine schöne Wohnung Herrengasse Kr, 125. L Stock, bestehend au« 3 Zimmern, Kflcho und Zugchör, ist mit 1, August zu beziehen. Anfrage bei der (rem.-Sparcasse Cilli. 375—3 Wohnung• Zwei Zimmer und schöne Köche im I. Stock mit herrlicher Fernsicht nnd Gartenbenützung ist Toni 1. September an wegen Abreise billig ,zn vermietben. 369—3 Näheres Grazergase im Schweitzerhofe. y yy yv Kine grosse Wohnung, Hauptplatz 101, der ganze 2. Stock allein; 3 grosse und 2 mittlere Zimmer sammt Allen), auch Gartenantheil um 350 fl. jährlich vom 1. October 1881 an zu ▼eriiiiethen. Ebenerdig, hosseitig, ist ein grosses Zimmer sogleich za vermietben. Anfrage: Wolf. 346— Ein armer Studierender «ler VII., Classe, mit guten Zeugnissen versehen, wünscht während der Ferienzeit Stauden (Instruetion) zu ertheilen. (Anzufragen im Ilaase des Herrn CoMär, Herrengasse.)_ Binderholz, vollkouw en ausgetrocknet, für 3 Hektoliter- und '/. Hektoliter-Fässer, ist am Bahnhofe in Pettaa zu den billigsten Preisen zu verkaufen 272 -3 Anzufragen bei Const. Prokop in Pettan. grciU). Rcalitäteil-Berstcigcrllllg. Es ist über Ansuchen dcr Sparkasse der Sladtgeweinde Cilli vom k. f. KreiSgerichte Cilli die freiwillige Versteigerung der früher dem Anton Laßnig gehörig gewesene» Ledererwerkstätte in der Wiener Straße. bestehend aus den Realitäten Urb. Rr. 361, 363 und 364 ad Magistrat Cilli bewilliget und um Vornahme derselben die Tag-satzung auf den 25. August 1881, Vormittag von 11 bis 12 Uhr bci dem KreiSgerichte in Cilli, Bureau Nr. 24, IT. Stvit, angeordnet worden und zwar mit dem Beisätze, daß diese Realitäten kumulativ jedoch nicht unter dem AuSrufSpreise von 3000 fl. hintangegeben werden. Der Ersteh« hat binnen 8 Tagen nach der Licitation ein Drittheik de» Meistbothe» daar zu erlegen, zwei Diittheile des McistbotheS können auf den erstandenen Realitäten liegen bleiben. Die LicitationSdedingniffe, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anböthe ein 10°/o Vadium zu erlegen hat, sowie der Grundbuchsextract können in der Registratur des k. k. KreiSgerichte« Cilli eingesehen werden. 884—3 Sparftissc dcr «tadtgrmrindc Cilli. ^Vvliuuug im Kamax'schen Hause, bestehend aus 2 Zimmern, Kabinet, ist mit oder ohne Möbel sogl«ich za ver-miethen. Nähere» bei K. Kapng._ Echten Slivovitz, der Liter 65 kr., ist zu verkaufen am Kapaunhof. 385—2 werden aufgenommen. Auch steht ein Ciavier zur Verfügung. Nähere» Eipedition. 382— M-, Carrent-, Haoosaclor-, Moflmarea-Gescliäst and fflähmaschincn-Niedeiiagse „zuiri Biscliof4 in Oilli fühlen sich verpflichtet, zur Wahrung des Interesses ihrer geehrten P. T. Kunden mit heutigem Tage einen achttägigen Ausverkauf zu eröffnen, um denselben die Möglichkeit zu bieten Manufacturwaaren aller Art wahrhaft billiger kaufen zu können, als bei jedem sogenannten streng reelen Ausverkaufe. In Folge hohen Statthalterei-Erlaffe« vom 2. Juli 1881 Z. 9093 wurdeu die Statuten de» neugegriindeten Wititär Veteranen und Kranken ^nterliütznngsvereines in Cissi genehmigt. Durch das gute Beispiel der unS in der schönen und treuen Steiermark bereits vorangegangenen Militär-Veteranen Vereine fühlen wir uns zu einer gleichen Tlut angeeifert und zugleich verpflichtet, diesem erhabenen Zwecke zu folgen. Es gibt Männer unter un», welche ihre Feuertaufe in den Feldzügen vom Jahre 1848 un>» 1849. wie nicht minder in den darauffolgenden Kriegen erhalten uud den Werth anerkannt haben, den ihnen ein kameradschaftliche» Leben gewährt. Wie wir uns einst um unsere kaiserliche Fahne geschart, mit trotzigem Muthe dem Feinde die Stirne geboten haben, ebenso wollen wir un» um die VereinSfahne sammeln und in echt humaner und kameradschaftlicher Weise bei vorkommenden Krankheit»- und Todesfällen einander unterstützen. Rebst dieser zu gewährenden Unterstützung begleiten diese Veteranen ihre aus der Mitte zum ewigen Schlafe abberufenen Kameraden zur letzten Ruhestätte mit der Erinnerung, daß er ein Krieger war, der mit uus manch' bittere und schwere Stunde getheilt, fein Gut und Blut für Gott, seinen Kaiser, sür sein liebes theuere« Vaterland geopfert, das er treu gedient hat. Zum Eintritt« find nebst de» verabschiedeten Militär» auch die in der Reserve oder nicht activen Landwehr gehörigen Personen berechtigt. Beitrittserklärungen übernimmt der Schriftführer, Herr Franz i'a D. Friedrich in Cilli. Die CintrittStoxe der wirklichen Mitglieder beträgt 1 fl. der MonalSbeurag 20 kr. Die General-Vcrsammluug findet am 31. Juli I. I., Rachmittaz« 2 Uhr, im Salon de« Hotel« „zum goldenen Löwen" in Cilli statt. Tagesordnung: 1. Aufnahme der Mitglieder und Einzahlung dcr Eintritt»» und MonatSbeiträae. 2. Wahl von 12 Ausschuß« und 3 Ersatzmännern, au» welchen 1 Borstand, 1 Stellvertreter, 1 Cassier, 1 Controlor und 1 Schriftführer gewählt werden. 3. Allfällige Anträge anläßlich des nächsten allerhöchsten KeburtSfeste» Seiner Majestät des Kaisers. 4. Antrügt zu weiteren Berathunzen. Es ergeht an sämmtliche Herren P. T. ausgediente Militär« der Stadt Cilli und Umgebung die höflichste Einladung, sich dieser Versammlung zahlreich anschließen zu wollen. Cilli, im Juli 1881. Tas Comite. Die Unterzeichneten geben im eigenen nnd im Namen der zahlreichen Verwandten die höchst betrübende Nachricht von dem Hinscheiden ihrer innigstgeliebten Mutter, resp. Großmutter, der Fran KATHARINA SCHNEIDER welche gestern Nachts, '/,12 IJhr, nach langjährigem schmerzvollem Leiden, versehen mit den Tröstungen der heil. Religion, im 71. Lebensjahre, selig in dem Herrn entschlafen ist. Die irdische Hölle der theueren Verblichenen wird Donnerstag den 21. Juli, um 6 Uhr Abends, von der Burgkaserne aus auf dem Friedhof« deu Stadtgemeinde Cilli zur ewigen Ruhe bestattet werden. Die heil. Seelenmessen werden Freitag den 22. Juli, um ? Uhr Morgens, in der Abtei-.Stadt-Pfarrkirche zu St. Daniel gelesen werden. CILLI, am 20. Juli 1881. Leopoldine Greischl als Enkelin. Caroline Greischl als Tochter. Druck und Verlag von Johann Rakuscli in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max Bcsozzl.