Nummer 3. P.'ttau. Hei« 17. ISnner 1807. VIII. Iahrgarg. crsrtjcint jcdcn Iomir.ig. Prei» für Petto» mit Zustellung ins Hau»: Vierteljährig fl. >>2». halbjährig fl. ä.40, ganzjährig fl 4,tK>. mit Postversendnng im Jnlande: vierteljährig sl. t.4u. halbjährig fl. 2.8U, ganzjährig fl. Ti.fiO. — Einzelne Nummern 10 ft. Zchriftlcit»! Jvsrf Felsner, «llerheiligengasse 14. — Perwultmig »«d Sertag: A.'. «l«n»c. »uchhandwng, Hauptplot, «r. tt. Handschriften werden nicht zurückstellt, «nkundigunge» billigst ber«i,net. — Beiträge sind erwünscht und wolle» längsten» bi« Areitag jeder Woche eingesandt werde». Die Wahlresorm wird im nächsten Mouatc den iteirijdjeu Landtag beschäftigen. T^u liegt folgender Antrag deS VersassungS-Ausschusses stlw den Bericht dcS LandeSansschiisseS unter gleichzeitiger Vorlage veS betreffende» Gcjetz-entivurfeS vor: „Der hohe Landtag wolle bcfdjlicfecn: Der LandesauSjchnß wird beauftragt, den Entwurf iner neuen Landtag» Wihlordnung unter Zugrunde-legung der Eiasubriing der direkte» Wähle» i» de» Landgemeinde», der Einsührniig der gehrime» Abstimmung an Stelle der mündliche» Stimmen-abgabe nnd der Vermehrung der Abgeordnete» mit Rücksicht ans die B>'Mk.'r»ngSzahl und Steuer-leistung dem holzen Landtage noch in dieser Session zur Beschlußfassung vorzulegen und bei Ausar-beitting dieses Entwurfes auch die Frage der even-tnellen Ausdehnung des politische» Wahlrechtes auf weitere, dieses Recht bisher entbehrende Kreise der Bevölkerung in Erwägung zu ziehe»." ES handelt sich um die Einführung der direkten Wähle» »i den Landgemeinde», um dieAbstiinmimg mittelst Stimmzettel fgehcimc Abstimmung) und um die Vermehrung der Abgeordnete» sür de» Landlag und Ausdehnung des Wahlrechte» aus weitere streife, die heute das Wahlrecht noch nicht besitzen. Die Einführung der direkten Wähle» i» de» Landgemeinden ist gerecht. Der bäuerliche Wähler soll doch da« nämliche Recht haben, seine Stimme für de» zu wählende» Abgeordnete» abzugeben, wie die Wähler »> den Städten und Märkten. Aber dazu gehörtauch die geheime Abstimmung d. i. die Abstimmung mittelst Stimmzettel. Die Agitation wird dabei zwar auch noch Mittel nnd Wege finden, de» Wähler zu beivegen, das» er de» Namen des ihr genehmen Eandibaten auf seinen Stimmzettel schreibe oder sie wird daS bei den viele» Aualfabete» selbst besorgen, allein eS wird der Agitation doch nicht so leicht werden, sämmtliche Wähler zu beeinflussen, al» es ihr leicht geworden ist, die wenige» Wahlrnänner herum-zukriegen. DaS ist schon ziemlich viel, denn mancher Wähler, der auS Furcht vor schwerer Schädigung seiner Interessen bei der mündlichen Wahl den Sonntagsplauderei. Es ist eigentlich schon langweilig, vom Wetter ju sprechen, aber ich bitte Sie, verehrte Leserin, von was soll man denn sonst sprechen bei diesem Hundewetter? die besten Freunde leiden an katarrha-Iischen Afiektionen und Heiserkeit. — Da bringe Einer einmal eine fröhliche Gesellschaft zusammen l Der eine jammert Über Haarweh. das» er sich gestern geholt, der andere seuszt, das» er in der letzten Woche mehr Taschentücher brauchte wie der Grobsultan im ganze» Jahr und der dritte trinkt Warmbier literweise. E» ist kein Animo in der Gesellschaft und so geht man lieber heim und studirt den .kleinen Anzeiger" der Zeitung. Da ist doch noch etwa» Fasching darinnen. — „Junge, hübsche, distinauirte Masseuse, Schleifmühlgasse Kr. 15" — dieser dürste e» an Kundschaft nicht ihm vom Agitator zugeflüsterten Rune» nannte, wird »ach seiner Überzeugung wähle» können, ohne befürchte» zu müssen, öffentlich als „Abtrünniger," .Verräther" und wie die Ehrennamen für nnge-fügige Wähler sonst »och lauten, gebraudmarkt zu werden. Verfehlt wäre es, wen» die Erweiterung des Wahlrechtes so geschähe, bofu dadurch die Wälller in dc» bereits bestehenden alten Curie» vermehrt würde» »lid noch schlimmer wäre die Vermehrung der Mandate in de» alte» (£»rien etwa »ach dem Entwürfe des Herr» Karlo» und Genossen. Damit wurde die fortschrittlich gesinnte Majorität in« steinsche» Landtage beträchtlich vermindert werden. Die Schaffung einer fünften Eurie bringt weit weniger Gefahr. Ei» paar Socialdemokraten i» der Landstiibe wäre» das kleinere Unglück. Endlich darf man nicht vergesse», das» die Art der Ab-stiminui'g für die Landiagswaht auch für die Reichs-lathswahle» gilt und dass die geheime Abstimmung bei de» letzteren noch weit mehr Vortheile Hot als für die erstere. Wochenschau. (Erjljrrjog Kainrr begieng am 11. d.M. seinen 70. Geburtstag, anläßlich welch seltenen Festes der Erzherzog, eincr der beliebtesten Prinzen des Kaiserhauses, von alle» Mitgliedern desselben, an der Spitze von Ihren Majestäten dem Kaiserpaare, von fremde» Svnveräne» und Fürstlichkeiten Glückwünsche erhielt. Typhus-Epidemie in Kohiksch. Der „Grazer Morgeiipost" wurde am 11. Jänner der ?lus-bruch einer TyphuS-Epidemie in Rohitjch gemeldet. Im Interesse unserer wackere» Rohitscher Nachbarn wünschen wir, dass die Meldung sich nicht bewahrheite oder die Krankheit wenigstens keinen epidemischen Charakter hat. UJinjcr-Enrn. Über Anordnung de» Landes-au»schusse» wird in der Marburger LandeS-Obst-und Weinbaujchule, in den LandeS-Rebenanlagen S Ankenstein bei Pettau, sowie in der Landes-inzerschule zu Leibnitz je ein ständiger Winzer-eur» zum Zwecke der gründlichen Ausbildung von Winzern in der Cultur mit amerikanischen Reben, in der Zeit vom 1. März bi« 30. November fehlen; aber: „Strenge Massage bei einer älteren kräftigen Masseuse. Taborstraße öl" — da bin ich neugierig, wer sich von der drucken und quetschen laßt! — „Junges Mädchen wünscht sich mit einem alten, jedoch vermögenden Herrn zu verehelichen. Eonsrssion Nebensache, unter Ernstgemeint 1722", — dass die e» ernst meint, kann man ihr auf» Wort glauben. „Hocharistokrat, ung. gebildet, imposante hübsche Erscheinung.au» altem deutschen Fürsten-geschlecht, sucht Bekanntschaft einer reichen jungen Dame, wenn auch nicht adelig behuf» Ehe. Direkte Anträge unter „Millionen 25" an da» Auskunft»-Bureau d. BI. „R. Fr. Pr." — Aha! der spitzt auf eine Amerikanerin ä la Fürstin Caraman-Chimay — Ist da» nicht lustig? Warum diese heiratslustige Durchlaucht nitbt die „ältere kräftige Masseuse" consuttitt? vielleicht würde diese noch ein paar Nickel herau»quttschen, damit Durchlaucht d. I. abgehakte» weide». I» jedem dieser Curse können vorläufig zwölf junge Grundbesitzer»- oder i WinzerSsöhne ausgenommen werde». Die Frequen» taute», deren Gesuche bis längstens 10. Februar an den Laiides-Ansschiiss überreicht werdet! müsse», erhalten freie Wohnung und Verpflegung, sowie einen Monatsloh» von 4 sl. Änshebting vo» Virhvcrllrhrbrschränliuugr». Die k. k. Landesregierung von ilrnin hat mittelst Kundmachung vom 7. Jänner d. I Z. 41 l die beschränkte Einfuhr von .Klanenthun» von Steiermark nach Nrain theilweise aufgehoben und bleibt nur mehr die Einfuhr vo» ztlauenthieren aus den Gerichtsbezirke» Aflenz, Vrnck an der Mur, Mariazell, Knitlelfeld, Leoben und Mauter» verboten. Pcttauer Wochenbericht. (Vollversammlung der landn». Filiale peklan.j Die landw. Filiale Petlaii der k. k. steilrmärk. L^iidwirtschaftS'Gesellschast hielt am 10. Jänner in Reicher« Gasthos ihre Vollversammlnug mit der bereits veröffentlichte» Tagesordnung ab. Die Versammlung war außerordentlich gut besucht. Die VerhaiidlnngSschrift führte Herr Lehrer Frisch. Der Vorsteher Herr Wilhelm PiSk begrüßt die Erschienenen, erklärt die Versammlung für er-öffnet und stellt Herr» Fachlehrer Anton Stiegler vor, der zur Abhaltung des Vortroges über die Behandlung verhagelte? Weingärten erschienen ist. Die Verhandlungsschrist über die letzte Versamm-(ung wird verlesen und genehmigt. Der Vor-sitzend« weist in seinem Thätigkeitsberichte auf die im letzten Protokolle verzeichnete» Momente hin und bemerkt, dass in unserem Bezirke eine Zucht-station für Schweine errichtet wurde, während 5 Landwirte Originaleber beziehen und so für die Entwicklung edler Raren vorgesorgt worden ist. Der Stand der Mitglieder beziffert sich Ende 1896 auf 46. Der Rechnungsabschluß weiset in den Einnahmen 109 fl. 84 kr., in den Ausgaben 82 fl. 18 kr. und einen Eassastand mit 27 fl. 66 kr. an». Die Rechnung wurde genehmigt und beschlossen, sür da» laufende Jahr von der Enthebung der Filial-Beiträge abzusehen. Über An-trag de» Herrn Schulfink wurde beschlossen, die noch eine Weile Credit fänden. „Schmutzig"! da» ist die Signatur unsere» heurigen Ei»monat», der nicht» produzirt als ein bischen schäbige» Glatt-ei», gerade so schlüpfrig und schmutzig wie die obigen Annoncen. Wie die Leute auf» Geld versessen sind, das ist kolosial! Und e» liegt doch nur so aus der Straße herum. Oder nicht? „180 fl. monatlich seste» Gehalt! können sich Personen durch Au»-nützung ihrer freien Zeit verdienen I Offerten unter „Nebenverdienst" an Heinrich Schalek. Annonce»-Expedition Wien I." — Jetzt bin ich blos neu« gierig, warum e» nochDiurnisten gibt, die monatlich nm 25 fl. arbeiten. Lesen denn die Herren keine Zeitung? — Und wieder der unvermeidliche Dr. Roser, höchste AuSzeichnungIfür eine» vorzüglichen Land-Wirt unsere« Bezirke« zu erwirken. Für die Zu« ctfennuug von Dieustbotenpräuiien werden oor^e-schlagt»: l. Michael Zuiner. durch 43 Jahre im Weinkarte» des Herrn Josef MathauS bedieustet. 2. 3iifob Ribitsch, 74 Jahre alt. durch 40 Jahre bei Herr» Courad Fürst. 3. Anton Pleiuschek, durch 46 Jahre im Weingarten de« Herrn Schulfink. 4. Joses Vidovitsch, 2» Jahre bei Herrn Sima. 5 Joses Horvath durch 32 Jahre bei Herrn LeSkoschegg. Ueber Antrag des Herrn Ornig wnrde beschlossen, beim Central-Ausschuß zu beantragen, ti mö>>e der für die Dienstboten' Prämien vorhandene Fond iu 3 Landestheile ge-theilt und je 1 Theil an die Filialen des de-treffenden Landestheiles abgegeben iverden. Es wurde ferner beschlossen, das Forstgesetz wolle mit der größten Strenge ohne Rücksicht aus Personen und Stand gehandhabt werden, damit ven Ursachen der Hagel- und Wasserschaden Einhalt ge-thau werde. Mit Rücksicht darauf, dass der Verein »um Schutze des österreichische» Weinbaues für unser Land außerordentliches sowohl in maleritller, als sachlicher Beziehung leistet, ohne dass vo» de» maßgebende» Körperschaften des Land»-« diesem Vereine die nöthige materielle Unterstützung zutheil wird, wäre in dieser Beziehung Waudel zu schaffe» und ein diesbezüglicher Antrag bei der Hauptversammlung iu Graz ein-zubringe». Bei dieser am 23. und 24 Februar i» Graz stattfindeiiden Versammlung wird unsere iliale durch die Heeren: Joj. Ornig und Wilh. i«k vertreten sein. Über Antrag des Herrn Jg. Roßmann und Joj. Fürst wird beschlossen: Der hohe Landesausschuß wolle mit Rücklicht daraus, dass viele Rebeubesteller in diesem Jahre die be> stellte Rebenmeiige nicht erhalte», wodurch die Kosten der Vorarbeite» illusorisch gemacht uud die Weingartbesitzcr geschädigt werde», den Rebenab-gang anderseits decken und sohin die Reben den Bestellern zukommen lassen. weiterS: Es möge den Besitzern von Rebschulen Subventionen ertheilt werden, wofür Rebe» zum Kostenpreise an die Landwirte abzugeben wäre». Endlich wäre da-hin zu Wirte«, dass mit Rücksicht auf den immer stärker eintretende» Bedarf an Reben die LaiideS-anlagen entsprechend erweitert werden. Herr Fach-lehrerAnton Stiegler hieltsoyin durch l1/» Stunden einen anSgezeichneten durch viele Beispiele er-läuterten Bortrag über die Behandlung vernagelter Weingärten. (Der Vorirag dürste in einer der nächsten Nummern dieses Blattes erscheinen.) Dieser Vortrag fand allgemeinen Beifall. Herrn Stiegler wurde durch Erhebe» von de» Sitzen Dank und Anerkennung ausgesprochen. Schließlich wird der schriftliche Antrag des Herrn Angerer, dahingehend, der Central-Ausschuß werde ersucht, maßgebenden Orte« dahin zu wirken, das» die Dienstvernuttlungsanstallen einer gründlichen Um-gestaltnng unterzogen werde», ohne dass selbe über» imipt auszulösen seien und die Regierung selbst solche Anstalten au: Sitze der k. k. Bezirkshaupt-mannschasten errichte, der Vorstehung zur Bor-berathnug und Berichterstattung in der nächsten Versammlung zugewiesen. Dem Herrn k. k. Bezirk«-hauptmann Ritter von Scherer wird über Antrag des Herrn Ornig der wärmste Dank für seine so der jedesmal gegen das Lotto wettert. >Ja wie soll den» der Meiijch einen Haupttreffer oder wenigsten« eine» Terno secco machen ohne Lotterie? — DaS Äiotto sei unsittlich! donnert er dem Finanzminister zu Unsinn, wenn einer 7 kr. Extralto seht, so ist daS doch sehr bescheiden? Und Bescheidenheit ist eine Tugend und wie kann denn eine Tugend un-sittlich sei»? — das wird er meistens erst baun, wenn er ein paar taiisend Gulden gewinnt, denn dann beginnt er zu „drah'u" und so ei» „alter Drah.er" ist kein Tugcndspiegel. Aber die Lotto-dirrltio» thut ja ohnehin das ihrige, dass nur 'fihr selten einer etwas gewinnt uud fördert auf diese Art die Sittlichkeit nach Kräften, denn selbst die „berühmtesten Lotterie Professoren" wie Herr Orlice, Mutler und andere mathematische Größen, welche ihre Weisheit jedermann gegen 2 fl. baar mm- - - erfolgreichen humanen Bemühungen und Resultate zur Linderung deS Nothstandes der veiarmlen Landbevölkerung des Bezirkes zum Ausdrucke gebracht. (Iur Änflheilllllg der landw. vienstbotea-^minien.) Bei der am l3. Jänner abgehaltenen Versammlung der hierortigen landw. Filiale wurde der Beschluß gefaßt: .Die alljährlich von der Land-wirtschastgesellschast zur Bertheilung gelangende Prämien-Summe in 3 Landestheile zu zerlegen und sohin den entfallenden Betrag an die Filialen »ur direkten Prämiiruna auszufolgen." Die Ausführung dieses Beschlusses würde fär den vor-habenden Zweck »achtheilig wirken, wie folgende Aufstellung nachweiset: Im Jahre 1896 wurde» 1005 Kronen au Dieustboteu uud zwar von 35 bis 10 Krone» herab vertheilt. ES entfallen auf jeden LandeStheil 335 Kronen und da in Unter-steiermark 17 Filialen allein bestehen, aus jede Filiale circa 20 Kronen. Wenn wir nun bedenken, dass unter den j'tzt zur Prämiirung gemeldete» Dienstbote» drei ein Dienstalter von über 35 Jahren haben, welchen voraussichtlich eine Prämie von wenigstens 25 Kronen zuerkannt werde» dürfte, so ist es wohl einleuchtend, wen» an dem bisherigen VertheilungSmodu« n.cht gerüttelt werden soll, weil mau mit nach obiger Berechnung auf unsere Filiale entsallenden 20 Kronen unmöglich deu humanen Zoeck fördern könnte. P. (Lrnestceabrnd drs Frl. Schöllcr.» Fräulein Schöller. eine der besten Kratte der Gesellschaft Korff Vollbrecht, hat am Dienstag den 19. d. M ihren Einnahmeabend und hat dazu das Eosta'jche Volksstuck „Bruder Martin" gepählt. Die Biueficiautiu spielte die „Cilli", während Frl. Seemann die „Stauzi" und Herr Gärtner den „Schneider Wurmerl" spielen werden. Schon diese drei Namen bürge» sür einen vergnügten Theater-abend und der „Bruder Martin" (Herr Direktor Vollbrecht» wird sicher auch sein Bestes thun, um diese „Cilli"-F>age in befriedigender Weise zu lösen. Handelt sich nur »och um zahlreiche Betheiligung des PnblilumS. Nun, wir find über-zeugt, dass eS die brave Künstlerin, die immer ihre Aufgabe» ernst nimmt und ihre Rolle gewissenhast durchführt, nicht im Stiche läßt. Im Vorjahre erzielte „Bruder Martin" ei» volles Haus lind da unser beliebter Charaklerkvmiker Gärtner ein lustiges Couplet einzulegen bcab-sichtigt, wird die Darstellung, da die Hauptrollen »I den besten HänNm liegen, auch heuer befriedigen. Wir wünschen es der braven Schau-spielerin vom Herzen. (Jiir arme Schulkinder.) Spenden, ob Geld oder Kleider, wollen die P. T. Wohlthäter der arme» Schulkinder de» beid» Schulleituugeu gütigst einsenden, wa» in der „Pettauer Zeitung" veröffentlicht wird. (Maskenball.) Am Donnerstag Abend sand eine Versammlung des Volksfe,! Comites unter Beiziehung der Vertreter mehrerer Vereine statt, um über ei» Ansuche» deS „Verschönert,.: zu berathe», der an da« Volksfest Eomiw die Bitte stellte, zu seine» Gunsten einen Mastenoall zu arrangieren. Wir registrieren mit großer Befriedi-gung den Beschluß der Vesammluug, der. sicher oder in Briesmarken zur Verfügung stellten, brachten eS mit ihrer ganzen mathematischen Gelehrsanikeit nur hie und da auf einen schäbigen Ambo; daS heißt ihre Clienten brachten e« nicht weiter. Und da behaupten die Mathematiker immer, ihre Wissen-schast sei die «xacteste von alle», weil sie jede Behauptung auch beweise» kaun. Natürlich, die haben eS leicht, denn wer wird sich deuu die Mül»e nehmen nachzurechnen? Man glaubt ihnen einfach, weil das bequemer ist uud damit sind sie zufrieden. Der Glaube aus Bequemlichkeit ist überhaupt allgemein. Weuu einer im Wirlshause behauptet, dass die Evi zwei linke Füße hat, so glauben es ihm feine Zuhörer auf'« Wort, weil sie nicht den Muth der eigenen Überzeugung haben; we»u er aber über die EiseSkälte der Fefi raunzt, so glaubt ihm da« kein Mensch, weil das gegen alle mann» zum Vergnügen unserer jungen Welt, bejahend ausfiel. W>r begrüßen diesen Beschluß umsomehr, als mit Ausuahme der vorjährige» FaschingS-dienstag-Unterhaltung zum Beste» de« „deutsche« VereinShauseS", unsere Faschiugsunterhaltungen sich mehr weniger aus Kränzchen beschrankten, die, wenn auch weit über den Rahmen eines Kränzchen« hinausgehend, doch mehr eincn familiäre» Cha-rakler hatten, da sie stets nur von einzelnen Cor-porationen od-r Vereinen veranstaltet waren. Dieses Mal aber soll's ein Elite-MaSkenball werden und die Herren, welche alsObmauudrr einzelnen ComilS« fuugiren uud das Recht habe», sich die Mitglieder ihres Comites selbst zu wähle», gebe» die Gewähr datür, dass dieser Maskenball ein ganz besonder« distinguirter werden und die beste Gelellichast der Stadt verei.iigeii wird. Nach deu gefaßte» Be« Schlüssen soll der Elite-Maskenball am l. März d. I. in den Casiuc Lokalitäten stattfinden und werden die Einladungen rechtzeitig genug versendet werden, um de» Thkilnchinern die Anschaffung von Coitüme» zu ermögliche». I» dieser Richtung wird thunlichst dafür gesorgt werde», dass hochelegante Costüme, besonders für einzelne Clpraktermasken und ganze Gruppe», leihweise zu erhalte» sei» werden. >schon dieser Umstand wird eS möglich machen, verschiedene reizende Gruppen zu bilden, welche iu einem schöne» MaSkenznge ihren Ein-zug halten werden. ES bleibt natürlich jedem Ein-zelne» oder ganzen Gejellichaiten überlassen, irgend eine aparte Idee zur Ausführung zu bringen, wa« ganz speziell de» Mitgliedern der verschiedenen Vereine, atS Sondergruppen auftretend, willkommen sein und dem Humor ebenso, wie fröhlichem Ulk den weitesten Spielraum gewährt. Das BallcomitS hat einen in dieser Richtung ebenso bewerten al« feinfühligen Obmann und aus den kurze» Audeu-tuugen, diegemacht wurden,—wir wollen einstweile» nicht ans der Schule schwätzen. — wird neben der Tanzlust auch der Schaulust vollauf Rechnung getragen werden. Für das Erscheinen einer Ball-zeituug während der Ruhepause um Mitternacht wird Sorge getragen werden uud wird da« Ball-comit6 für eine» gediegene» Inhalt »msomehr ein« stel»en könne», als sich eine schneidige Ches-Re-dactrice, wie es scheint, bereits gefuude» hat, die ihrem Stab von Redacteureu und Lokalreportern, Kunst- und andere» Kritiker». Theater- >i»d an-deren Referenten sicher ordentlich aus die Fiuger sieht. Was sonst noch los sein wird, soll einst-weilen nicht verrathen werden. Jedenfalls aber dUrfte der Elite-Maskeu- und Costümball am küuf-tigeu 1. März eine Faschingsunterhaltung werden, die wenig zu wünsche« übrig lassen wird. DaS Co»iit6 wird zudem Sorge »ragen, dass Speisen und besonders Getränke in einer zum Preise im Verhältnis stehenden Güte verabreicht werden, e n Capitel, welches sonst nicht gerade immer die un getheilte Anerkennung fand. weshalb dieser Beschluß der allgemeinen Zustimmung sicher sein wird. Und da endlich das MaSkensest znm besten unsere« eben->o selbstlos al« ruhig arbeitenden , Verschönerungs-vereins" arraugirt wird, darf eS auch einer zahl-reichen Betheiligung sicher sein. Nähere? werden wir »och bringen. (Ortsgruppe pettandcs österreichischen .Fundes drr Vogelfreunde") hat sich am 8. Dez. 1896 liche Eitelkeit verstößt, nach deren Regeln der blödeste Papplösfel sich noch immer sür den schneidigsten Kerl hält. UmgetehU aber, wenn in einer Damengesell-schalt an dem besten aller Männer mehr Fehler uud Sünde» entdeckt werden, alS der Unglückliche Haare ans dem Kopfe hat, dann kann die Red« nerin der allgemeinen Zustimmung sicher sein, deuu nach den Regeln der weiblichen Logik ist kein Manu auf der weite» Erde so fehlerlos, daß es a» ihm nichts zu corrigireu gäbe uud jedes Weib vom Schwesterchen Backfiich bis zur Schwieger-multer hält :$ für ihre Pflicht, diese Correkturen gewissenhaft und gründlich zu besorgen. P. konstituiert. Dem Bereine sind al» Mitglieder nachstehende Herren beigelrelen: Adolf Sel!i»schegg, Alexander Kollenz, Josef Gspaltl. Johann Weg-schaider. I Kollenz. Victor Schulfink, Ferdinand v. Kottowip, Ha»S Molitor. Franz Lbschuigg. Otto Bratanitsch. Jgnaz Ä.l,rbalt. Karl Wessely. Max Janda, Simon Hutter, Leopold Scharner, Johann Maitzrn, Max Ott. Leopold Slawitsch, Ludwig Sluwitsch, Wilhelm Frisch, Franz Moravec, Jokob Ferk. Franz Sicher, Johann Riegelbaiter. Johann Maistei.Heinrich Slaly.Karl^uiper.^alobMatzu», Franz Ti^)reschnovetz. Alexander Hickl, Karl Kratzer, Wilhelm Blanke, Franz Vogel. Franz Lutten-berger. Jgnaz LeSkoschegg. Adolf Kofler, Jgnaz Roßmann, Jvst'f Hlubek, R Schivarz, Dr. Womela, Pcter Mcrinkoviü, Rudolf Sydor. Jurza Allton, v. Müller. Hans Brigola. Josef Czak. I. Lilleg. Franz Wiukler, Ernst Schalon. Franz Bella», L. Kröpf. Josef F^lsnrr, Ludwig Klerr, I. Kasimir, Franz Jurscheuaga. Andreas Pollan; die Frauen: Maria Kasimir, Maria Löschnigg; die Fränlrins: Bictoria Zurhaleg. Leopoldine Mayer. Anna Kasimir, Milla Kupfer. 0. Jänner hatte» die zahlreichen Passanten am Hauptplatze und in der Kirchgusse das Schau» spiet einer Arretierung mit Hindernissen; widerlich genug war eS obendrein. Der Winzer Mathias SedlaSek au« Barea hatte a»S unbekannter Ur« sache mit dem Besitzer Josef ZoliuSek einen streit angefangen und im Verlaufe desselben niit einem SU'dte den Kopf blutig geschlagen. Er wurde des* halb von einem städtischen SicherheitSwachmanne arretirt und nach der Wachstube escortnt. Allein glatt gieug die Verhaftung nicht ab. Der rabiate Mensch wvllte nicht vorwärts und auf die Er-Mahnung des Wachmannes wurde er erst recht wild, widersetzte sich der Arretierung, saßte den Wachmann am Mantel und versuchte sich srej;u-machen und da ihm das nicht gelang, wollte er auch den Wachmann prügeln. Es wäre am Ende wohl z» einem schweren Kampfe gekommen, bei dem der Wachmann, der natürlich nicht locker ließ, wohl gezwungen gewesen wäre, von der Wafse Gebrauch zu machen, wen» nicht im kritischen Momente der Hausmeister Herr Pfeifer dem Wachmanne, der den Rasenden kaum bewältige» konnte, zu Hilfe geeilt wäre. Erst jetzt gelang es. den Arretierten dingfest zu machen und iu Verhaft zu bringen. Jedenfalls wird der Held wegen Widersetzung gegen den Wachmann gehörig verknurrt werde». <^r»rrbtrritschast irr freiwilligen ^cuerwehr.) Für die laufende Woche hält der I. Zug und die I. Rotte Feuerbereitschast. Zugssnhrer Machalka, R"ttführer Maister und 8 Maiin. Ftuermelduugen sind aus der Ceutralstation in der Sicherheilswachstube im RathhauS zu machen. Vermischte Nachrichten. iConliirrrujlkauipf amerikanischer Eisen-bahnen.) Dass bei den vielfach parallel laufenden Eisenbahnverbindungen zwischen den großtu Städten deS Ostens von Seite der Verwaltungen alle möglichen Hilfsmittel in Bewegung gesetzt werden, um die Passagiere sür die Benützung ihrer Linien gewinnen, ist begreiflich uud da schließlich nur die Passagiere selber den Vortheil davon haben, möchte man wohl wünsche», dais ähnliche Verhältnisse auch anderweitig obivalten möchten. Eine Linie verlieht ihre Passagiere mit Zeitungen, eine andere hat längs der Bahn wilde Rosenhecken anpslanzen lasse», um im Sommer der Linie einen höheren Reiz zu verleihen, eine dritte aber trägt, wie wir einer Mittheilung des Patent-Bnrea» I. Fischer in Wie» entnehmen, durch ihre neueste Einrichtung den Sieg davon. Sie hat nämlich auf ihrem Territorium Blumengärten anlegen lassen, die nur dem Zwecke dienen, die Herstellung einer große« Menge von BouquetS zu ermöglichen, mit denen jeder weibliche Fahrgast vor dem Besteigen des Zuges bedacht wird, eine Aufmerksamkeit, die. wie eS yeißt, gegeuwärtig nicht verfehlt, dieser Linie von Seite der Damen einen Vorzug zu gewähren. (Das Aluminium für Eisenbahneo.) Alu-minium ist bekanntlich ein sehr leichtes Metall. Man erspart daher bedeutend an Gewicht, wenn man Gegenstände, die bisher aus Eisen angefertigt wurden, au» Aluminium herstellt. DaS hat auch die französischen StaatS-Eisenbahnen veranlasst, deu theilweisen Ersatz deS EisenS durch Alnmi-nium.,» versuchen. Die Versuche sind, wie wir einer Mittheilung de» Patent-Bureau I. Fischer in Wie» entnehmen, gut ausgefallen. ES werden nun alle bisher auS Bronze. Kupfer oder Eisen ^gestellten Theile mit Ausnahme der Achsen. Räder. Lager und Federn aus Aluminium an-gefertigt werden. DaS Gewicht eines mit Alumi-uium-Ausrüstung veriel>e»eu Wagens betrug >'/, Tonne» weiiiglr, als das eines alten Wagens. Nachdem ein gewöhnlicher Zug in Frankreich aus 20 Wagen besteht, so würde die GewichlS-Er-iparnls für den ganzen Zug 30 Tonnen betragen, was eine bedeutende Herabmiuderung der Betriebs-koste» bedeuten würde. llvas bei Uhrmachern verloren geht.) Die Brooklyner-Uhr-Gehäuse-Gesellschafie» hatten sich vor kurzer Zeit zu einer einzigen Gesellschaft vereinigt und führten zu diesem Zwecke eine Neue Fabrik aus. Die alten Fabrikslokale wurden nun niedergerissen nnd vertrauensivurdige Arbeiter damit beauftragt, den Boden abzuschaben und den Staub und Schmutz ans allen Ritzen i»era»szu° kratze». DaS Schabsei nnd der Schmutz wurde» i» Schmelzöfen gebracht und durch Ausschmelzen wurde Gold im Werte von nahezu 7000 DollaiS (18000 fl.) erzielt Man ist mit dem Abkratzen noch nicht ganz fertig und nimmt an. dass nvch an 3000 Dollar Gold aus dem Schmutz erzielt werde» können. (Zum Schuyr des Publikums.) Aue gutes weid schlechte Waare, daS ist wohl die ärgerlichste Penachthei-ligiuig des Publikums. Dieselbe kommt am häufigste» bei Rahrungö- und Gemiginilleln vor. da hier da« äufrtt Ansehen der nachgemachten Waare am leichtesten täuscht. So ergeht es auch dem bereits allgemein verwendeten Kathreiner'schenMaUtaffee, wegen seiner Schuvinarke auch kurz „tkneipp-ttassee" genannt Wird »ur einfach „Malz-oder jtneipv-tl'affee" verlangt, so erhält man oft nur in einer aus Täuschung berechneten Verpackung einc bedeutend mindenveriigere Nachahmung, für wiche aber der gleiche Pre'« gezahlt werde» mich wie für echie Ware. Natitrlich sieht sich die Haussiaii dann in ihren iknoartnngen bezüg-lich der Vorzüge des auch ärztlicherseits besten» einfpoh-lenen Kathreiner'schen Kneipv-Aial.ikaffecs getäuscht. d.'nn, der groüe Qualität»- und GeschinnckSunlerschied wird eben erst in der Tasse erkannt. Ifs ist deshalb sehr wichtig will da» Publikum den mit Bohneugeschmack allein ver-sehenen echten tkneipp-Kaffee erhalten, beim liinfauf die verabfolgt'» Pakete genau anzusehen und nur solche an^u-nehnien, welä>e den Äamen ..ttathrciner" tragen Denn nur diesem gebührt nach Ausivruch des Herrn Dr M Mansseld, Leiters der UmersuchungsAnstalt sür Nahrung- und Aenubniittel in Wien, „gegenüber anderen ktaffee-Surrogaten der erste Play." Plüst-Ltauser-Kitt, das tiefte znm »itten zeibrocheiier Gegenstände, ü 20 u. ,i0 kr. empfiehlt: Jas. Kasimir. if!ufirirle jlfierjrmi). bedeutendste Zeitschrift iiber die Thierwelt in Österreich-Ungarn OsirjfT twfu1 llflii. tun tuiA ttatrt. »er abunefm un in« ftr.trtrn 2l|irr1r(tinl> iribe bat ulrtf uub flint ,1llu (iTaliottrit, ^atatrlrSr Iw'fümibf im» .iittfilio;ifi:6s flut Imv unn lit rill watiror Hau«rra»ns> d«r dnut«c!>»« Familien Öst'rrelc»-Un{«rin. tfl« trldlui:tij)fr ,)jiVrair I!>r,l wrralttflt floiil nnb üc-lant uuit Itilfwu mit HiuliihrtCfrn aN«r flrl. — Pl«>» ionmn ftulfabam (in !>»» «nnw jnlir nur I 0. — tic (tslrn Aademi.i.^ i*OA uub IMMi Igflfn iranc» \u.if»t-i»*r üromiumnirtii e»n Nr *6 miirflraiiun »r» tUiiMiifrlrn IMrtlrrursr;, Qrat, KUrblar-|MII II V Personen aller Stfinde redegewandt, oder mit growem Bekanntenkreis können leicht monatlich fl. 100 bis 200 als Nebenerwert ohne Kapital und Risiko verdienen. Offerten -üb Z. L 41 nostlp.fieni^ Postamt 68, Berlin SW. in auresBici.'ii. 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Neurilsthenie. sowie schlechte Vlnt- und Tdsteinischuiift. aber durch da» B.'rrichte» der Arbeit, wa» ich früher nicht tonnte, h.itte ich l>ald aus meine Wolillhäter vergessen. >^ch litt an «achsolaenden ildeln: (sin* aenonmienheit de» Kopse», Aed>ichlni»lchw>tche, unrnhigen, bisweilen gar keine» Schlaf, Ohrensausen und -klingen, blöde» Gesicht, schiuerzende Äuge» dehn Lesen, erschrelkend» und schwere Träume, iiderhaiipt ich war nicht im Stande etwa» >11 denken Ferner Bereit» keinen Appetit, brennende« ?kusstos>en de. Speisen, starke Abmageeuug. bleiche» Au«-sehen, schwere» Gehör, Zittern der Hände. Vlalknleiden. bei warmer Temperatur kalte Hände und Fitsze, ich mied jede lustige Gesellschaft uud Uuterhciltung, baldige linmid. ng bei leichter Arbeit, starte» Herzklopfen, sehr leicht aufgeregt und bewillig, nicht» wünschte ich mir sehnlicher al» den Tod Tie obig geschilderten «»mpiome sind nun YÄinlich verschwunde» nnd sag, den gütigen Helfern der leidenden Menschheit, den Herren Leitern der Heilanstalt IflS in Darmstadt in Hessen meinen tausendfachen Tank Zerner bin irt) bereit jedem Leidenden Auskunft z» geben unter Aeischlnsi einer Relonrmarke. Hock»achtung«voll Johann Taschner, Bienenzüchter in Ianädors b. Leitoniischl in Böhmen. re sendet die Heilauslatt Isiö kostenfrei an Jeder-mann.) © laliraan«! rr|<*«itt feftlfta IVMM 1 Zu beziehen durch die Bachh. V. Blanke in Pettan. Alles Zerbrochene tiiis Clan. Porzellan. Steingut. Marmor, Ala-l itskT, Klfenbein. Horn. Meerschaum, Cipn, l.cJcr. 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Die Besucher dieser Curse erhalten in erster Linie eine praktische und nur insoweit auch eine theoretische Ausbildung, als Vorarbeitern und selbstständigen Winzern bei der amerikanischen Rebencultur unbedingt zu wissen erforderlich ist. Nach Schluß des Curses wird den Frequentanten je nach deren Verwendbarkeit ein Z ugnis ausgefolgt. Die Bedingungen zur Aufnahme sind: 1. Nachweis über das zurückgelegte 17. Lebensjahr; 2. ein unbescholtenes Vorleben; 3. müssen sich die Bewerber verpflichten, vom 1. März bis Ende November 1897 ununterbrochen im Curse zu verbleiben und allen die Ausbildung bezweckenden Anordnungen der land-schaftlichen Organe Folge zu leisten. Die diesbezüglichen stempelfreien Gesuche sind bis längstens 10. Februar 1897 an den steierm. LandeS-Ausschuß zu über-reichen. Graz, im Jänner 1897. Vom steiermärkische» LandeS-AnSschnß. o b gesund oder krank „Servus" Hausen's Kasseler Hafer-Kakao nur echt in Würfelform und Staniol verpackt, p. 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Pragerhof-Mcrburg-Graz. a) Schnellzug b) Posting Postzug c) Schnellzug d) Personenzug ab Pragerhof 2" Nachmittag 6»* abends 44' Früh 2** nachts 8" Früh an Marburg 2" Nachmittag 7" abends n<» Früh 3" nacht» 8" Früh Qraz-Marburg-Pragarhof. an Graz 4" Nachmittag 9" abends 7" Früh 4" Früh 10" Vormittag Graz ab: 1'* nachts 6" Früh 12" Nachmittag 4" Nachmittag 9" abends 11»« Vormittag Pragerhof-Cllli. A) Schnellzug B) Postzug C) Schnellzug D) Peraonenzug Postzug Gem. Zug Marburg an: 2M nachts 7" Früh 210 Nachmittag fl44 abends II" nachts l4' Nachmittag Pragerhof an: 3" nachts 8" Früh 2" Nachmittag 7" abends 12» nachts 3" Nachmittag Cilll-Pragerhof. Gem. Zug Pragerhof ab 4« Früh Cilli an 7«« Frllh aj Gem. Zug 8" Nachm. 5" abends 3» Nachts I44 nachts 94' Vorm. Schnellzug 244 Nachm. 34> Nachm. Pcrsononzug 7** abends 9" abends Postzug 12" nachts l44 nacht» Schnellzug 3« Früh 4" Früh Postzug 8" Früh 1014 Vorm. Die mit kleinen Buchstaben bezeichneten Züge haben in der Richtung Pettau— Graz, die mit grossen Buchstaben bezeichneten Züge haben in der Richtung Graz—Pettau Anschluss. Personenzug Schnellzug Postzug Poslzu» Schnellzug Gem. Zug. Cilli ab Pragerhof an ß« Früh 8" Früh 113 Nachm. 2" Nachm. 6" abends 644 abends 4" Früh 2" nachts 11" Vorm. Meginn eines neuen Abonnement»: % far Fisch«»»»» n*rf«»(»»! fm *M»faWa TßtxUi V-Hos-n * Xlasinc C' 'S» onatshefke Soeben erschien im XI. Jahrgang t»?«/is?7 Crstes deft: MoixilNch »I» y«t> JltUlQXV* (irntritfH» btanf« btr 2WMiMuni) der IHiMrlfirf.. Große Nomane sloBrllfn »nd ander« 2)ritr&fr der n a ra Sjaf • ujltn Dichter inl Schr t f» st »!I»r der g* Gegenivart. t Septemberheft (*> t m. ,» pf. Jküuflferlsi# reich tssuflrUrt i« 5chwOkZ.. (Ion* and 5flrbrttdrtt.f. S««stbeilagen noA Stasitrn un& G». «Bniiitn m«i (tti <» lIut«Tpt», L^evWstilboqraphi» jinb Qotjldtnltt. Dm »nun Zahig»»» ntfnm 61« (taftt* Beman*: „Der weihe Tod" von Rudolf Stratz „Sie grüne Thür" von X von ÄlinKowstroem ft*l*w JOa» CrA« ütft send« zur Anficht hu hau» als vrobedi W M. ®»4J)«nW»»»i M la»4ir-KaO!og, «owin K»«Unub»r»chltg« gr»tl». irief <5 <9 A A 1 9< ^Illß Ö'C Gesundheit erhalten und festigen und doch nicht auf den gewohnten, angenehmen Aaffeegenuh verzichten wollen. Denn ein Zusatz von Aathreiner'» ZNalzkaffee hebt dieallgcmcin bekannte undnament« lich bei regelmäßigem Genuh so ge» sundheit»schädlichelvirkungde»nervenerregendenBohnenkaffee»auf. deren Wohlbefinden in irgend einer weise gestört ist. _____ Namentlich für Nerven- und Magenleidende hat sich bereit» in Tausenden von Fällen der „pure" Aathreiner-Aaffee al» da» vorzüglichste, gesündeste und leicht verdaulichste Getränk erwiesen. MJTa Frauen und Ainder, für deren zarte Konstitution der nähr« kräftige Aathreiner-Aaffee besonder» zuträglich ist, und die ihn pur oder mit Bohnenkaffee gemischt seine» wohligen, milden Geschmacke» wegen gern, ja bald mit grofzer Vorliebe trinken, diejenigen, welche im Haushalte sparen und doch ein wohl« * schmeckende» und zugleich gesunde» Aaffegetränk genietzen wollen. Diese» bietet einzig und allein in vorzüglichsterlveisefürJeder» mann und für jeden Geschmack der Zlathreiner-Aaffee al» Zusatz zum Bohnenkaffee oder pur getrunken, d. i. nur mit Milch und Zucker. 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Allein fernere Fragen, welche sie stellte, brachten ihn aus die Vermutung. daß sie noch mehr aus seinem Leben wisse. Seine Prsangenheit gewahrend, brach sie ab und erzählte nun von sich »ud ihrer Familie, wie die Eltern seit langem tot, wie der älteste Prüder Oberst eineS Infanterie Regiments, der zweite RegierimgS-Präsident sei n. s. w. „Uitd Sie, Fräulein Angela, blieben unvermählt?" frug er zag-liast, als eine Pause int Gespräch eintrat. „Ja," nickte sie einfach nnd sah in die weißen Wolken, die langsam am Horizont hinzogen. „Unbegreiflich," sprach er mehr zn sich selbst wie zn ihr, „so ichön, so heiter und viel umworben." »Ich tnig ein sogenanntes Ideal mit mir herum ... die erste Hebe, so jung ich war. Wisse» Sie? .. Es ist nicht gut, ein v^brol z» nähren. Alle späteren Bewerber müssen darnnter leiden." „Da haben Sie recht," lächelte er, während die stattliche Figur des eleganten Kreisrichters mit dem prächtigen Vollbart, sich vor ioinrn geistige» Ange ausbaute. „Aber, ich glaube auch, daß Herr öellborn es verdiente. Er war sicherlich ein vollkonimener Mann. L. ich wollte nicht Wunden berühren, Fräulein Angeln." unterbrach er sich bei Wahrnehmung ihre» jäheu Ausblicks. (so liegt oft weniger an den Charakteren als an de» Verhältnissen, wen» . . . 'ine Verlobung . .. zurückgeht." „WaS meine» Sie? Ich verstehe Sie wirklich nicht. Eine Verlobung zurückgegangen? Hellborn? Hellborn war mit meiner Schwester verlobt, und hatte sie auch geheiratet. Meine Schwester >larb vor einige» Monaten. Deshalb sehen Sie mich i» Schwarz. ?a» Ehepaar wohnte zulebt in BreSlau. wo Hellbor» angestellt ist " Eine schreckliche und doch halb süße Ah»»»g durchschauderte ihn. ..Aber jenes Ideal?" stotterte er. „War ein ganz juuger Manu, nur um ein weniges älter als irfi. Ich hatte ihm meine Neigung geschenkt, so jung ich war. »nd er wußte eS. Seine Liebe schien mir so groß, so heilig, so über allem Irdische» stehend ... Und da»» hatte er mir Treue gelobt. Kämpfen wollte er um mich. Nur Geduld möge ich haben." sie war allmählich langsamer gegangen, »nd jetzt blieb sie 'lanz stehen nnd sah ihn mit einem ernsten, beinahe tranrige» '-luSdruck ihrer braune» Auge» an. O Gott! Es >var derselbe vorwurfsvolle Blick, der ihn ant Tage seines ScheidenS ans dem »stufe ihrer Eltern getroffen, den er nie hatte vergessen können, den er früher so oft in seinett Träume» erschaut uud der ihn zu» weilen hatte wankend machen wollen in seinem llrieil über sie. „Angela!" rief er erschüttert, „wäre e» möglich?" „Ja!" tönte es leise, resigniert von ihren Lippen, nnd mit jener edlen einfachen Ruhe, die wie ein Heiligenschein über ihr Wesen ausgegossen lag, löste sie ein kleines viereckiges goldenes Buch, da» sie wie ein Medaillon um den Hals trug, von einer goldene» Kette. Das Buch entpuppte sich jetzt als ei» Et»i und als es infolge eines leichte» FederdruckeS aufsprang, erblickte er sein Gedicht, zwar zusai» mengelegt, aber doch deutlich erkennbar. Wenigstens konnte er die Schlnßstrophen, die überdies uuterstrichen waren, gnt lesen: „Immer will tch Tel» gedenke». «In vergessen giebt e» nicht. Nur et« Lächeln sollst Du schenke», Da» von Liebe dulden sprich! Aämpse» will ich, ringen, streben Um die« Zeiche» Deiner Huld; Hoffnung ist der Lieb» Leben, loch ihr Prüfstein ist geduld." Er schlug sich Vor die Stirn. War eS denn Wirklichkeit, daß dieses seiner Zeit von aller Welt vergötterte Mädchen ans einige Worte, die er während seiner praktischen Wanderjahre längst als „phrasenhafte Iugeudduselei" abgethan, eine Welt von Glnnben, Hoffnung und Entsagung gebant hat? »Das wußte ich nicht! Nein, das konnte ich nicht ahnen, nachdem ich mich schnöde zurückgewiesen, verhöhnt erachten mußte." .Sie wäre« im Irrtum, DaS männliche Herz ist kurzsichtig." „Ein schneidige« Distichon, welches ich als Erwiderung ans mein wohlgemeintes Poem vorfand, mußte mich mit Recht irre machen." „Ich weiß nichts von einer derartige» Erwiderung. Offenbar sind Sie düpiert worden!" Das sah er mm ein. Irgend ein von der Dichtertollwut be-sallener Pensionär hatte ihm seine geistige Aufwartung gemacht „Bei alledem scheinen Sie wenig erbaut von diesem poetischen Ausdruck meiner Verehrung. Ich las in ihrem Auge eine ent-schieden? Mißbilligung." „Und mit Recht. Die Art und Weise, wie Sie mir das Ge dicht »»(länglich zu machet« trachtete«, mußte ich als eine unvassende bezeichnen. Mi» der Post, die Aufschrift mit verstellter Hand, das wäre eine sichere Beförderungsart gewesen. So fand es Mama, die gleich nach Ihnen das Zimmer bettat. Sie können sich denken, was ich auszustehen hatte. Ich bekotu natürlich das Papier nicht ausgehändigt, wohl ader Sticheleien der verschiedensten Art. In wieviel Tonarten es daniu.« durch das Haus ging: „Fürchte nichts von diesem stillen, ernsten, heil'gen Traualtar," — davon werden Sie sich schwerlich einen Begriff macheu können." „O, mein Gott," — „Nun es ist vorbei, uud niemand denkt mehr daran. Auch verstand ich es, mir Ruhe zu verschaffen, nnd anch das Gedicht mußte mir auSgeüefert werden." Es mußte ei» prächtiger Streich sei«, den sie Behufs Durch setzung ihres Willens in Scene gesetzt hatte. Das silberhelle Lachen, in welches sie in der Erinnerung daran ausbrach. mutete ihn an, wie der Nachhall eines schönen Liedes au» seiner Kinderzeit. „Ich drohte, ich würde das Haus verlassen und mir eine Stellung suchen — unter fremden Leuten. Das wollte Papa nicht, und so wnrde da» eurjiu« dclicti ausgeliefert. Zu spät freilich, denn Sie waren längst über alle Berge. Meitt Interesse für Sie — ich bin jetzt eine alte Frau nnd warum sollt' ich'» nicht frei bekennen, — war durch alles die» eher erhöht als vermindert worden, und nach ttitd nach gewöhnte» sich auch meine Angehörigen daran, uitd meine Geschwister nahmen Anteil au Ihnen. Wir hatten Verbindungen in der Residenz, »nd ich war immer gut liber Sie unterrichtet. Wie hat es mich gefreut, daß Sie sich so I>rav hielten und Fortschritte machte» in Ihrem Berns, llnd da»», als ich erfuhr, da« Sie gar keine Beziehungen znr Frauenwelt nnter-hielte», wie war ich da so stolz aus Sie. Hernach kam der Krieg. Sie zöge» inS Feld als Proviantiueister oder dergleichen. Hub obwohl ich wußte. daß Sie uicht uumittelbar der Gefahr a»sgesetzt waren, bangte ich doch slir Ihr Leben. Ich begleitete im Geiste Ihr Regiment, soweit es mir durch das Studium der Zeitungen möglich war. Sie zeichnete» sich aus im Kampfe gegen Frauttirenrs, die einen Fourage-Trausport abschneiden wollten oder etwasAehn-liche» nnd erhielten das eiserne Nreitz. Da dursten Sie am Sieges-einzug teilnehme». Ich war an jenem »nvergeßliche» Tage in der Hauptstadt, hatte einen vortrefflichen Platz, nnd als ich Sie vor-iiberreiten sah in der prächtigen Uniform ... aus einem feurigen Brauneu... so stolz, so bewußt. . . da . . . warum soll ich s Ihnen verschweigen? kamen mir Thränen iu die Auge» vor Freude. Ich schwenkte mein Taschentuch gegeu Sie . . . ich warf ci» Vouquet »ach Ihnen. Sie sahe» es, lächelte», grünten vornehm herablassend nnd — kaunte» mich nicht." Ih griff mit der Rechten »ach seinem Herzen, (kr hatte das Gesiihl, als sei eine alte Wnnde, die er längst verharscht geglaubt, wie« der aufgebrochen. .Ich erkannte Sie nicht/ mur-inrlte er schweratmend, „es wäre sonst wohl anders gekommen." Sie nickte: „Das glanbe ich Ismen, nnd es wäre auch für mich anders gekommen. Nun, eS hat nicht sollen sein. Lassen wir uns genügen." Ihre Wangen hatten sich im Eifer des Gespräches mit einer seinen Räte überzogen. Ein Hauch tief inneren Glückes Verklärte ihr Gesicht und die noch immer schö-neu Augen blickten mit hellerem Glanz in die Wipsel der Linde». welche rauschend sich zu aumu-tige» Laubenwölbungen verschlangen. Offenbar gewährte es ihr eine hohe Befriedigung, das endlich aussprechen zu können. was seit Jahre» in ihr vergrabe» gelege». und in volle» Zügen genoß sie deu Triumph, den Manu, der sie verkannt in kleinlicher Be> sangruheit. von ihrer Treue über-zeugt zu haben. Sie dünkte ihm iu diesem Augenblick so ganz die heitere lieb-liche Angela von ehemals, daß er unwillkürlich ihre Rechte faßte mit den Worten: »Richt wahr. Angela ? Es ist »och nicht zu spät ?" Sie schüttelte wehmütig lä-chelnd den ttopf: „Doch. Bert-hold! Biel zu spät!" erwiderte sie ruhiger, »unsere Herzen sind welk geworden wie unser Körper und ans verschiedenen Wegen wandeln wir getrennte» Gräber» zu. Welche Wandlung sich in mir voll-zog. als ich die llrbcrzettgtt»g gewau». daß Sie mich ganz vergesse» hatten, das werden Sie mir niemals nachfühle». Als Ich sehen mußte, wie Sie sich verheirateten . .. ohne ein tiekeres Gefühl ... nur au« gänzlich äußerlichem Interesse, als ich dann fühlte, wie eine Blüte nach der ander» sich von meinem jngend-frischen Herze» löste und sich in den Staub begrub, — genug davon. Auch ich hätte mich vermählen können. Jung, vermögend, unabhängig, fehlte es mir nicht au Bewerbern. Hanptmaun von Strohfeld war als Major ans dem Feldzuge zurückgekehrt. Seine Neigung für mich war die alte geblieben, aber ich empfand nichts sür ihn. Glücklich wäre er nicht geworden an meiner Seite. In-zwischen hatte» die Geschwister sich ihre Nester gebaut. Nun starb die Mutter. Nach einem Jahre solgte der Bater ihr nach. Es wurde einsamer um mich, stiller, kälter. Ich wollte, Ihre»» Bei-ipiel folgend, es mit einer Bernunftehe versuche». Der von gleicher Absicht beseelte Professor nnd Ghmuasialdirektvr Reiiuanu bot mir seine Hand und sein Programm: Hochachtung uud Freundschaft. Du lieber Gott! Ei» Mau» wird eine derartige Ehe führe» können. Für eine Frau ist es schwieriger, sie zu tragen. Ich wenigste»« erkannte bald, daß mich die Geister sich nicht verstehen, wenn das Oowald Freiherr t. Richihofc», ni'Mc Tinttor 6ci de» ttutivftrll|t«n «mit», (SCU itKofy einer Pkmoarapliic »o» HSssert in «Vrllit.) Herz nicht ein wenig den Bcrmitller macht. Ich blieb allein, stil und zufrieden, nicht unglücklich. Denn ich verlor weder die Filii lung mit der Welt, noch die Harmonie meines Innen«. Es gieb tausend einfache und schöne Beziehungen zum Leben, und wem man sie richtig erfaßt und genießt, ist das Leben schön, auch wem man eine alte Jungfer geworden ist. Ich bin zu Ende. Ru>. haben Sie meine Geschichte, ein welkes Blatt vom ewig grünen Baum der Weiblichkeit, so welk wie Ihr Blatt in meinem Buch medaillo». Nein, nein! Kein Wort mehr. ES nützt nichts! Ein, grüne Ader zieht sich »och durch das Blatt. Trachten wir, da» sie schön und grün bleibt, die Erinnerung. Und nun Lebewob sür immer." Sie blickte nach der Dienerin, die eilig an ihre Seite trat Taun reichte sie ihm die Hand, die er ehrfurchtsvoll küßte, woran das Paar in etwas schnellerem Tempo in die allmählich empor steigende Allee einbog, die in die Stadt führte. Da stand er nun. der Man» des praktischen Laufschritts, de' vierzig Jahre lang seineu Stolz darin gesucht, jede» 'ans seine, Seele heransdämmernden Srhnsuchtshauch nach Schönheit mit Wahrheit geflissentlich zu unter drücken. Da stand er und blickte nun verlangend dem scheidende» Traumbild seiner Jugend »ach. Die beide» Frauen waren dii Allee hinansgeschritteu. Würde Angela sich »och einmal nach ihm zurückwenden, ehe die grüne Laub Wölbung sich hinter ihnen schloß? Ja. Dort, wo die verwitterte» Mauern deS alte» Stadtthores aus dem sommerliche» Grü» ragte». blieb sie einen Moment stehen und sah zurück. Erzog tief seinen Hut. Sie neigte kaum merklich das Haupt. Die Sonne war höher gestiegen. Schwüle Hitze brütete unter den Zweigen. Der Gesang der Vögel war verstummt, leer der weite Park. Es durchschauerte ihn kalt. ES war ihm, als sei der letzte Jugendhauch aus seinem Dasei» geschwttiide» und das Alter »»» kalt und feindlich au ihn heran-getreten. Ei» welkes Blatt am ewig grünen Baum des Lebens, das >yar auch er. Die Thränen kamen ihm in die Auge». Wie stark hatte er sich gedünkt in seiner kühlen berech »enden vernünftelnden Weltan schauung. Jetzt brach er zufam me» unter dem herbstliche» So» »enstrahl, de» eine einsacheFrane» seele aas ihn fallen ließ, die dem Ideal ihrer Jugend treu geblie-be» war. Er muiite Angela wiedersehen — um jede» Preis. Aber so lange er an den folgenden Tagen sich auch iu dem Park aufhielt, er sah sie nicht wieder. Ihre Wohnung hatte er bald ermittelt. Am Tage vor seiner Abreise begab er sich dorthin, um sich zu verab schieden. Das konnte sie ja »»möglich »ugüustig deuten. Allein er fand ihre Thür verschlösse». Niemand öffnete ihm. Die Haus wirtiu gab die Auskunft, daß Fräulein Gerhard ihre gewohnte Sommerrrise ins Seebad angetreten habe. Er kehrte in die Hauptstadt zurück und »ahm seine gewohnte Beschäftigung wieder a»f. In seinen Musestunden trat das Bild der Jugendgeliebten vor seine Seele, und ost saßte die Sehusuchl, mit ihr über frühere Tage zu plaudern, ihn mit uubezwiuglicher Gewalt. Er wagte es, ihr brieflich von feinem Leben und Denken einige Mitteilungen z» machen, aber er erhielt keine Antwort. Nach einiger Zeit wiederholte er seine Bitte um ei» Lebenszeichen. Solle das Blatt der Erinnerung in der That grün bleibe», so miiffe es gepflegt werde». Zwei volle Monate verstriche», ohne de» heißersehnte» Brief zu bringe». Der heilige Abend vor Weihnachten war heraugekom-nie», und er schickte sich eben au, die Familie seines Schwieger-sohnes anfzusuchen. der ihn eingeladen hatte, die Weihnachtsfeier tage bei ihm zuzubringen, al« die alte Dienerin seines Hauses ihm eine» soeben eingelaufenen Brief überreichte. R>,r einen Blick —+ 1 [„ ite er auf den Poststempel und die feinen zierlichen Schrift-z>, ,» werfen, um zu erkennen, daß der sehnlichste Wunsch seines al' »cii Herzens in Erfüllung gegangen. Seine Ahnung bestä-nch. als er den Umschlag gelöst und nun die Worte fand: ii Sie Urlaub habe», dürfen Sie mich besuchen, um von alten ;1. i mit mir zu plaudern, Angela." — r warf einen Blick ans die Uhr nnd schrieb dann einige !>•. i' ans ein Blatt Papier. Eine sreudezitterude Hast ging durch je Äefeu. ■ Otortlja!" rief er mit dröhnender Stimme, woraus die Alte w er eintrat. Geben Sie sofort dieses Telegramm ans die Post, Ich per« tc und komme erst ant dritten Feiertage abends zurück," uiniit stürmte er zur Thür hinaus und die Treppe hinunter. H. ischüttelnd blickte die Vase ihm nach, nachdem sie das ablehnende seiner zweiten Reise nach Lstindien: AIs wir nach Beendigung der Fahrt am Eingang der Straße zwischen Java uud der au der Südostfpitze Sumatras liegenden Insel Krakatoa geankert hatten, ereignete sich uns am erste» Abend gegen n'inf Uhr etwas, das wahrscheinlich i»a»che Leser mit ungläubigem Lächeln aufnehmt» werden, das aber »ichtsdestoweuiger buchstablich wahr ist. Räch Ausscheiden von der Arbeit badete eiu Teil unserer Leute, trotzdem sie von den Steuerleute» gewarnt waren, und zwar benutzten sie die Zeit, wo jene zum Kaffeetrinke» in die Kajüte ge-gangen waren, um fiel) vorn über den Bug au der Auterkette in das Waffer zn lasse» »nd dort »«gesehen umherschwimme» zn können. Ich hatte ebenfalls dringend gewarnt. Mir stand noch der blutige Anblick zn lebhaft vor den Augen, als vor einem Jahre auf der Rhede vo» Batavia ein Hai in unmittelbarer Nähe unsere» Schiffe» einem badenden Matrosen beide Beine abbiß. Aber die Reisest ullf in Telegramm au den Schwiegersohn gelesen: «Was er nur habe» i:'U? Mir scheint, der treibt's ärger, als ein Junger." Seeschlangen. (y ine Seefchlange gilt so ziemlich allgemein sür ein fabelhafte» Tier, das nur in der Einbildung von Seelenten oder Reisen-^» bestehe» soll. Erscheint sie einmal i» der Zeitung, so wird ii'' lvfort zu ei»er Ente gestempelt »nd über de» Betreffende», der ^'>»n erzählt. e»tweder »titleidig gelächelt, oder für eine» Auf-i»1' i'iber uitd seemännischen Münchhansen gehalten. Und doch giebt e» welche! nämlich nicht »nr jene kleine» gif-ll' », bis sechs Fnß großen Wasierftiilaugeu der Gattung Htidro-^>e. fondent weit größere. So versichert uns wenigstens glaub* 1 dig Kontreadmiral a, T, Reinhold Werner in seinem neuen, | Mreichen Buche: Ans fernen Meeren nnd Daheim ^Allgemeiner j ein für deutsche Litteratur. Berlin, 2. Aufl. I Tort erzählt der vielgereiste, vielerfahrene Seemann gelegentlich >,n. »Mit leichtsiuuigeii Menschen kehrten sich uicht daran. Während ich mit den andern beiden Lehrlingen vor» auf der Back nnd zuschaute, erblickten wir plötzlich in nur w.'uigen hundert schritt Entfernung eine gewaltige Schlange im Wasser, die. von der Java-küfte kommend, nach Sumatra hinüberschtvauim. Aufs höchste er> schreckt, riefe» wir de» Badenden zn »nd diese, »ich; weniger entietzt, kletterte», io schnell sie vermochten, an der Ankeiknte wie-der hinauf a„ Deck, Ich lief nach hinten, um es iu der Kajüte mitzuteile», und ilapitäu wie Steuerleute folgten mir, mit Fernröhre» bewaffnet, auf dem Fuße nach dem Borderdeck, wo sich bereits die ganze Mannschaft versammelt hatte und sich gleich darauf auch die beiden auf dem Schiffe befindlichen Damen einfnnde« Die Schlange ging mit ziemlich schneller Fahrt in kaum vierzig Schritt Entfernung aiter vor unserem Schiffe vorbei, nnd es wa» deshalb auch ohne Fernröhre jeder Zweifel an ihrer Ratnr ans-geschlossen. Wir sahen ganz klar nnd deutlich ihre» Stopf, der die Form »»d Größe eines Seehnndkopfes hatte, »nd an den sich ein längerer dünner Hals schloß, während der Körper nach hinten zu M 12 +-*- biifn wnror — »ach unserer Schätzung migefähr eine» Fuß Durchmesser — um aeorit den Schwanz hin wieder diin» zu verlaufe». Tie Länge des ganze» Tieres betrug 3«) bis 40 In», keinesfall« weniger und die Schlange schwant»!, indem sie den Kops stets über Uasfer hielt, in eben solchen ringeliibe» Bewegitngen, wie ihresgleichen sie m» Laiide zeige» Aei der Nähe »nd dem klaren Wasser war auch hierbei du Irrtum üuSgeschlvsfkll. SSIr sahst! di» Ningel über Wasser und de» übrige» Körper unter demselben, uud was wir mit blosse»! Ange wahruahmen. bestätigte» die Fernrohre. Nach etwa zehn Minnten war sie nnseren Blicken entschwnnde». In den« vorliegenden Falle wiirdr ich eine» Irrtum oder eine optiiche Täuschung zugebt» können, wenn ein Mensch »nd aus grilßere Entsernung die Schlange gesehen hätte, abet was dreiuudzwauzlg t5enoueil iu solcher Nähe und während einer Zeitdauer von über zehu Minute» beobachten, läßt sich dach rtili tkude »icht? abstreite». Warum, svlllc auch, ,ügt Werner »och zur Begrüiidung des behaupteten hinzu, die Natur, tvelche iu den verschiedenen Tier-vie verschiedensteu (Äriißen schasst, gerade bei den See-schlangen eine Ausnahme machen? Große Seeschlaugen sollte es nur deshalb nicht gebe», weil man sie bisher noch nicht gefangen hat? In den letzten zwanzig Jahren hat nian anch zum erste» Male in historischer Zeit die riesigen, von den Seeleuten Kraken geuanuten Tintenfische gesehen, die bisher aiich «ur für ei»e Fabel gehalte» wurde«. Warunt sollte es daher nicht anch Seeschlaugen von 40 — 50 Fuß Länge n»d »lehr gebe» ? Hub selbst wenn das Tier, das wir gesehen haben, nur eine Fischeidechse, ein Ichthyosau ruS gewejeu ist, obwohl Flosse» »icht tvahrgenoittme» >v»rdr», wer wollte behaupte», daß der Schoß der so weuig erforschte» Lzeane »icht »och jetzt Exemplare vo» vorsitttslutliche» Uttgehetter» birgt? In den Diluvialschichteu sind eine reiche Zahl verschiedener Mn-schein gesunde» worden, die genau s» »och he»te lebeil — weshalb sollten sich also nicht anch Fischeidechsen uud andere ungehenerliche Ungetüme in de» uncrgriiudliche» Tiefen des Meeres aufhalte», die bis jetzt kein Mensche»attge erblickt hat »nd vielleicht anch nie erblicken wird? «. x> o rffr l. Kiniersieb. ir trflumt', ich ruhte wieder lAor meine« Vater« Hau«, ^Unb schaute fröhlich nieder Iu» alte Thal hinau«: Die Luft mtt lindem Spielen Ging durch da» Friihling«lanl>, Und BliUenflock«» sielen Air Oder Brust »nd Haupt. HU ich erwacht, da schimmert, Der «and vom walb««ranb: Im^alben Schein» flimmert Um ^»tch «in fremde» Land, Und wie ich ring«h»e seh«! Ii» Flocken waren lung, Wirkl Oieh. L«gation»rat I)e ttaysrr, hat sein an Arbeit, Müh« »nd Kargen überreiche» Amt, da« er fil, Iatii» mit wechselndem Srfolg innegehabt hat, niedergelegt. An sein« Stelle tritt Geh. L«gatlon«tai Ur. C«walb Freiherr von Richthofen, der bei seiner bedeutenden Erfahrung in überseeischen Dingen auch deu weiten Blick bekundet hat, der für die Stellung an der Svitz« der »olonlalabietlung notwendig ist. Freiherr von Richthofen ist al» Svh» de» damaligen preußischen lVefandten in der Moldau »nd Äalachei. der zuletzt deulscher Gesandter in Stocktiolm war, am l!^. Oktober 1K47 (u Iasip in Ru> minien geboren, machle die Feid,kige von und IHTO mit, zeichnete sich besonder» in der Schlacht vo» Mir» la-Iour au» und trat 187l> al« Hils«-arbeitet in da« auiwilttige Anit, dem er bi« zum Jahre 1M8H. vom Jahre 1881 an al« vortragender Rat, angctiöit». Hl« solcher hatte er besonder« mit wirt-schaftliche», zum Teil «berseeischen Fragen zu thun und wurde wegen seiner hervorragende» Befähigung im Jahre I hm*, vom Würfle» Bi«marck zum Mitglied der Direktion der äghvtischen Slaat«schuldenk»s>e bestimmt. Im Jahre 1889 würbe er Po» der ägyptische» Regierung wiederum nach (iuropa gesandt. Im Frühjahr 1801 leitet« Freiherr von Richthofen wiederum mit seinem ras. ii scheu Kollegen und «nter den- Geleit zahlreicher Beduinen auf Wunsch der ägyvtijchen Regierung eine Expedition, die feststellen sollt», ob sich der Bau einer Bahn vom Ril zum Rot«n Meer emvsehle, und die in zehn Tagen die Wttst«nstrrck» von «eaeh bi« ltosser aus »am«l«n durchstreift». Den jetzigen Shediv» begleitet» Freiherr v. Richthofen sowohl auf d«r ersten, zur Eröffnung der Bahnlinie bi» Äirgeb erfolgenden Fahrt wie au? der zweiten Reis« nach dem Süden, «n dem Abschluß de« deutsch-iigpplischen Ha»bel«vertrag« hat »r al« Berlrauen«mann beider Teile mitgewirkt. Reisestuhl in Japan. Drotzb«nt Japan sich, besonder« in den letzten zwanzig Jahren, stark der »uropilifch»» Kultur in die Arme geworfen hat, ist da« Meisen, sp»zl»ll im Innern de« Lande». immerhin mit Schwierigkeit»» verknüpft Reisende mußten früher entweder gehen, reite», oder sich von Menschen in einer Sinste — einem Reisestuhl — tragen lassen, und erst in der neueren ;J»it wurde ihn»,» in dem Itnriksha «in bequemte«» Befprderung«initt«l geboten Tie Träger ein»« solchen Retsestuble» lind meist ft-.Vtii,» Meltalten. die ein» eigene ttiilde bilden «nd unter einem selbslgewlihlten Gilbeiuelfter steh»», dessen Anordnu , sie »nbedingl Folge leisten. Unter diese» IrSgern konnte man noch »»> nigeu Jahren, al» dir neue Sleiderorduung noch nicht polizeilich «ing«fithrt ., de« öftere» wunberbar tättowierte Gestalten sehen. Eine schön» Düttowi. , loar der Slolz de« Zilnstetrög«r« Da« ISItowieren ist seit einige» .^,1 ati her heutigen ilivilisation de» Lanbe» nicht mehr entsvrech»nd von der " gier»ng Verbote» IvoktVii Diese Irliger sind von einer »rstaunlich»» Liistu säbigkeit. nicht nnr wn« da» Qfcwlcht der v»n ihnen sorlzutr«gend«n Lasier betrifft, sondern anch hinsichtlich der zurückgeli-gt,« «ntiernung»». ». i tnrrtt die Blume. ?>.! .Ich habe gehört, Sie solle» öffentlich ?>r i hoben, das« ich ei» (ffei fei!" - B - »0 n»in. ich »rzilhl» niemal« öffe» »>a« Ich von femande» denke." Zll>i?n»g. .Wie alt ichätzen Sie da« Frtulein Wtiller?" — ,H>», ich mei»e. daß der Spiegel aufgehört hat, ihr Freund zu sein." (kiii schwerer uud »»stipieliger Brief. Im Jahr» 1874 «rhi«lt «in v n ziger Bürger von einem Hamburger Spedilion«hause di» Anzeige, daß für iti» in Hamburg mit der Post au« Brasilien ein etwa vierzig Pfund fchweret V»i»i bei ihm «i»g«gangen sei, dessen Porto nicht wenig»» al» 628 Ihaler 12 Siliei groschen v Pfennig b»trag». Der Adressat, der öfter Sendungen von Zeitu!>iei> au» Bneno« A»>re« empfangen hatte, und solche »b»nfall« in jenem seltsame» .Briefe" vermutet«, ll«ß bi« Antwort nach Hamburg g«langea, daß er «ine» in teuern Brief selbstverständlich nicht annehmen könne, woraus d»rs»lbe wii.vt nach seinem Aufgab»ort« znrückgtng. Dies»r lnt»r»ssant» Fall hatt« sich narfi einer Mitteilung de« Hamburger Poitamte» folgenbermaßen zugetragene k>, Sendang war al« unfrankierter Brief auf der ganzen weiten Zour b«ho»d«ii worden, so daß fl» in London bereit« «it SV Psund Sterling üb»rs«»ilit'« Beigabe ein geschStzte« Futter sür Legehühner. Dl»s»n aber allein zu siitter, ist entschieden abzuraten, »in« tögllch «i»»alig« ««rabreichnng von »u4i futter ist bei solch int»nslv»r Fütt»rung un»riaßltch. Welch»» «esamtqua»l»n> pro Huhn täglich zu g»b»n ist. Ußt flch nicht g»uau b»Itim«»n, ba bl»s»» »,» d»r «röße unb Beschaffenheit bi« zur «»rfügnng stehenb«» Aullaus»«, do» te, Rasse, also von b«r Größ« b«t Hühner und ihrrr Emsigkeit im Suche» adhin ^ ist. Für llw Hühn«r ist e» gut, ««glich hbchsten» 8—10 Pfunb SonnenUunu kvrner zu gebe»: ba« übrig« in schn«il«r verdaulich«» Stoff«». n«ben futter Buchweizen, kurze», dünnschaligem Hafer >«. zu verabfolgen. Jmmrrin wird man gut thun, solche Futtennitlel, wie Fleisch. Blut. Hans. Sonn«»blum.. samen ir den Hiihnern nur al« sog. Zusatz. ob«r Reizfutter zu reichen. Wege« die »»»»erbliche» H»lzwüriuer wirb viel»« v»rsucht. Benzin. Petto (»um unb D»rp»ntln. B»w«hrt hat sich eine Auslösung von 6 Gramm Raib.'l Mure iu 100 ör. Wasser. — Die Lösung bringt ma» mit einem seinen ' wiederholt In bi» Löcher Gegen Husten un» Zchn«»sei,, auch Srttltuug »eS .Hals»«, hilft 'ft genb»« einfache TOltttl: Starkem Salb«ithe« s»tz» man Honig bt» zum 2 werben „nd ei» wenig llsllg zu. Hievon trinke man bet Hust»» unb erktllwng»» halbstüiiblich »in»n »ßlbffel voll warin. bei Schnupf»» r-cht wu>-Itb-nfo ist Honig ein vorzügliq»« Mittel gegen «ervenaufr»gung unb S»! >-losiakeit, namentlich fke stttcr» Personen; »in bi« br»i «ßlöff»l voll Ho>»i ab»nb» vor d»m Schlasengeh»» genomm»». btruhigt und hat »inen s»rkeu!>e Schlaf zur Folge. Schlucke» wird fast augenblicklich gehoben burch 8inn»lim.< gestoßenen unb mit gutem Mg °ng«f»«cht»»»n Zucker«. Meist genügt ganz gering« Quantitüt, zum Beispiel «in halber Löffel. <«rr Landi-" Auslösung »es «onigSm-rschea i» »»riger «ummet: «e»n du «tust In Meilschenherzen «Ite Laiten rubeln an. Klimme du den T-n der «chaw)t. Äfirtf rt, der 8icbtj&r., L»g»gri»h. Mit Stolz erfüll- ich de» wenichen «e»l> 5>ch di» de» wackeren «teeben. Ki» Zeiche» davor, da» hör' <« mit 3» giebt dir nur «Ute» für« Leben Juli u» gat' Auilöiung folgt in »Schster lliimmf «Ue rHertite «trdcdalien. Vrvl(t!\ von W Blank« In Pettau. »II»II l mi.i»r ednllw» ?>>» (.»■'f t>i«t|fe», iiePrucfi und tKt t>iin iteetu«« « 'pf«if|ct »> Stuttgart