P ränumerations-Prrise *• Fv 2 a i S ch: Ganzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 „ 20 „ Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich ... — n 70 „ Mit der Post: Ganzjährig..............12f1* Halbjährig................. 6 » Vierteljährig............. 3 » Kür Zustellung ins HauS dierlelj. 25 kr., monatl. 9 fr. Einzelne Nummern 6 kr. Laibacher Nedaction Bahnhofgaffe Nr. 132. (ffticbition: & Inserat eit Burea«: Congreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg.) Jnsertionspreise: Für tie einspaltige Petitzeile ä 4 kr., bei wiederholter Einschaltung ä 3 fr. Anzeigen bis 5 Zeilen 20 fr. Bei größeren Jnsera öfterer EinschaltM^ chender R» Für compliciettenl dere Vergütu Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückgesendet. Nr. 120. Montag, 31. Mai 1875. — Morgen: Gratmna. 8. Jahrgang. Deutschland und seine Weg,irr. ß« ist ein großer Jrrthum, wenn man, wie unsere nationale Lügenpresse tagtäglich ihren Lesern versichert, etwa glauben sollte, Deutschland sei, durch die lebten Erfolge übermüthig gemacht, auf nichts anderes bedacht als seine W und seinen Einfluß auszudehnen, und zu diesem Behuse se.ne Kriegsmacht zu erweitern. Die Wahrheit -st, dax sich außer denen, welchen berufsmäßig die Sorge sur die Armee und ihre zweckmäßige Bewaffnung ob-Ikgt sich nur sehr wenige Menschen m Deutschland Ä d m Kriegswesen befassen und daß auf der am S-n Lite -n allen Rmeigen der Gesetzgebung, tm Xasin Verbesserung städtischer und»communa et Zurichtungen, in allen aufs praktische gerichteten Wissenschaften im öffentlichen UnterrichtSwesen, m fÄSi« der Gebiete des Staates und der Kirche, in Herstellung von gesunden ©ejtehungen Deutschlands zum gesummten Weltverkehr und ganz besonders auch in direclen Bemühungen zur Erwe.- beute mehr und zwar auch in icber einzelnen 9uch> tung mehr geschieht als semalö vorher. So wahr ist -, daß mit der Große der erkannten Aufgaben au* die Kraft und die Lust zu .hm gedeihlichen ?6fUn@aTffroohr, der Tadel der zahlreichen Gegner de« deutsch n Reiches entbehrte noch vor kurzem nicht aller Berechtigung, es sah fchltmnt aus m so manchem der 34 „Baterländer" des Deutschen; die durch Blutvergießen und namenlose Polizeiwillkür in ganz Deutschland zum Siege gelangte politische und kirchliche Reaction hat dort ebenso schmachvoll gewirlh-schastet wie anderswo; es ist noch nicht lange her, daß die Liberalen dort vielfältig für „ordnungs-und staatsgefährliche Subjecte" galten, die unter strenger Polizeiaufsicht gehalten werden müßten. Allein der Umwandlungsprozeß, der sich seitdem vollzogen, ist ein so radicaler, daß nicht nur die politische und kirchliche Reaction vollständig ihren Boden verlor und zwar ohne die mindeste Gewaltthat seitens der Unterdrückten, sondern diejenigen selbst sich zu den Prinzipien der Liberalen bekehrten, die ehemals die Träger der Reaction waren, und nur bedeutungslose Fraktionen von Feudalen und Ultramon-tanen sich in ohnmächtigem Haffe gegen die neue Ordnung der Dinge verzehren. Das wollen die inner» und äußeren Gegner des wiederaufgerichteten Reiches nicht zugeben, weil es ihre unsinnigen Declamatioimi in ihrer ganzen Hohlheit und Berlogenheit zeigen würde, da geradezu trotz aller Anfeindung das Erstaunliche in Deutschland geschieht, um dasjenige, was noch nicht ist, wie es sein sollte, so zu machen, wie eines großen, freien und erleuchteten Bolkes würdig ist, daß namentlich das denkbar möglichste geschieht, um den Sturm der vaterlandslosen Römlinge aus die Bollwerke des Staates und die Gewissensfreiheit des Bolkes ab-zuwehren. Faßt man die sämmtlichen Borwürfe, die von-seiten unserer nationalen Deutschenhasser dem deut- schen Volke und der Regierung gemacht werden, zusammen, so lassen sie sich etwa so formulieren, daß zwischen Volk und Regierung ein Widerspruch bestehe, infolge dessen das Volk zu wenig und die Regierung zu viel regiere; daß das Volk immer noch zu viel das bloße Material für die Regierungs-thätigkeit abgebe. Das ist freilich die möglichst milde Fassung, die wir den Angriffen unserer verbissenen Ultramontanen und Nationalen auf das deutsche Reich geben können. Denn in ihrem Munde lauten die Anwürfe ganz anders ; darnach wäre das Spionier-system und die Demagogenriecherei daselbst niemals so entwickelt gewesen, als cs jetzt der Fall ist; eine größere Sklaverei als die, in welche Bismarck das deutsche Volk gestürzt habe, sei nicht denkbar; die national - liberale Partei, die sich willenlos dem Kanzler unterwerfe, sei nur das Werkzeug, mittelst dessen Deutschland seiner tiefsten Schmach entgegengeführt werde; wer Bismarck, Lasker, Benningsen, Virchow und Genossen aus der Welt schaffe, der thue daher Deutschland den größten Dienst. Einem vernünftig denkenden Menschen gegenüber auf diesen Standpunkt eingehen und kritisieren zu wollen, wäre einfach lächerlich. Wo unter sieben Menschen — das wird wol ungefähr das Verhältnis sein — fünf sind, die sich, sei es mit vollem Bewußtsein, sei es instinctmäßig, ganz erstaunlicher Fortschritte erfreuen, und wo gerade das Wesentliche der Zustände in dem Bewußtsein und in der unbefangenen Freude der Massen über diese Fortschritte besteht, da ist es doch sicherlich abgeschmackt, den exccntrischen Aeußerungen scheelsüchtiger Gerngroße die Bedeutung Iemlleton, Die englische Nordvol-Expedilimi. Am 29 d sollten die Schiffe „Alert" und .Diskovrry" b---» f-i". * » >,m #ifiaen Norden, an welche sich so viele Hoffnungen und Erwartungen knüpfen Die Vorberei* tungen zu ihrer geeigneten Ausstattung und Equipierung waren am 18. d. schon lehr vorgerückt, ob* L[ fit nicht ganz so rasch von Statten gingen, als L'k-h°u-> «ff» i«°» im letzten Monate aus den Händen der im See-wagazine (Dock-Yard) Beschäftigten sein, aber man fand es unmöglich, sie sobald fertig zu machen, da «och viele Abänderungen und Umgesta tungeli zu bc. birken waren, -he d.e enorme Maffe von Lebens witteln und Borräthen, die an Bord genommen tottben, in geeigneter Weife geliefert werden konnte. Die allerlei nothwendigen Dinge, welche cittgefchifft Serben mußten, waren von so mannigfaltiger Art Und so reichlich inbezug aus die Quantität daß schon in der Kunst der Verpackung die größte Geschicklichkeit nothwendig war, um alles ohne 9iaum« dnlust unterzubringen. Jedes Loch und jeder Winkel, die für diesen Zweck verwendbar gemacht werden konnten, wurden au* benützt, und alles mußte möglichst sicher unter Deck gebracht werden. Diese Arbeit aber ist nun nahezu ganz vollendet, und es sind in Wirklichkeit alle Lebensmittel an Bord, bis auf die sehr wichtigen Mehlvorrälhe. Die letzten Vorbereitungen, an denen inan eben ist, sind, daß die Schiffe einen neuen Anstrich erhalten und einer allgemeinen äußeren Reinigung unterzogen werden, so daß in wenig Tagen der „Alert" und die „Discovery" auch für das zumeist kritische Auge einen befriedigenden Anblick gewähren werden. Da« obenerwähnte Mehl, welches noch einzuschiffen ist, ist von zweierlei Art. Eine Sorte ist „rohes Mehl"; das wird zuerst zu consumieren sein, da es sich nur ungefähr zwölf Monate halten wird; aber das übrige, von besserer Qualität, wird durch drei Jahre für den Gebrauch geeignet sein. Von diesen zwei Mehlsorten werden nahezu 40,000 Pfund an Bord gebracht; die bessere Art wird in eisernen Becken, welche die minutiöseste Benützung des Raumes zulaffen, verpackt; das übrige kommt in Fässer. Der „Alert" wird fünf Tonnen Weingeist zum Speisenkochen mit sich führen, ferner zehn Tonnen Brod, fünfundachtzig Tonnen Ochsenfleisch, Schweinefleisch, Schinken, Kaffee, Zucker und Mehl und präserviertes Fleisch und eine große Quantität von gemischten Borräthen, Medicamenten und allerlei Materiale, waS zur Anfertigung von Kleidungsstücken für das Lchiffsvolk nothwendig und dienlich ist. Alles Fleisch an Bord, ausgenommen dasjenige, welches eingesalzen ist, wird in kleinen runden Zinn» büchsen von zweierlei Größen präserviert — beziehungsweise sechs und vier Pfund — und es besteht aus Ochsen- und Hammelfleisch, beides gebraten und gekocht, aus Rumpsteaks Ox-Clieek (Kinnbacken von Ochsen), aus gemischtem Fleisch, Schinken, Austern und französischem Kabeljau, und dieses substantielle Fleisch wird supplementiert durch alle Art von pickles und präservierten Früchten. Das Totalgewicht der Lebensmittelvorräthe an Bord des .Alert" wird 540 Tonnen (die Tonne zu 20 Zentner) betragen, dasselbe an Bord des „Discovery" ist etwas geringer, nemlich im ganzen bei 440 Tonnen. Die Mannschaften der beiden Schiffe sind nicht nur reichlich mit allen Notwendigkeiten des Lebens versehen, um sie während ihrer Abwesenheit von der Heimat zu erhalten, sondern es ist auch für ihr Amu-sement während ihren Mußestunden in den langen zu geben, als seien sie gerade daS Wahre und Bezeichnende der Lage. Vollkommen begreiflich aber wären diese Vorwürfe gewesen, wenn Regierung und Parlament länger gezögert und nicht sofort alle Consequenzen gezogen hätten, die im Wesender Neugestaltung des deutschen Reiches lagen. Wollte man der klerikalen Controle im Namen des Unfehlbaren ledig werden, so durfte man auch den schweren und das Volksleben bis in seine Tiefen aufrüttelnden Kampf mit dem Ultra-montanismus nicht scheuen, man mußte vielmehr alle Fortschritte machen, die auf dem Wege der neuen Entwicklung lagen, alle Consequenzen der neuen Machtstellung des deutschen Reiches ziehen, und sollten darob auch Kutten und Talare, Krummstäbe und vergilbte Pergamente in Fetzen gehen. Und daß das deutsche Volk und seine Regierung rüstig an die Arbeit gegangen, erregt nicht etwa blos nur den Beifall halbgebildeter, leidenschaftlich hoch erregter, fanatischer Menschen, sondern es sind die besonnensten Köpfe, die tüchtigsten Gelehrten, ja die allerkältesten Männer der positiven Wissenschaft, die sich Tag für Tag an das deutsche Volk mit dem Rufe wenden: „Steht mannhaft ein für euer Recht," und an die Regierung mit der Mahnung: „Seht es als eure Pflicht an, dem Volke in seinem Kampfe um die Güter der Freiheit und des Fortschrittes, der Wissenschaft und der freien Forschung zur Seite zu stehen, und erkennt darin die einzige Möglichkeit der dauernden Kraft und des Bestandes des deutschen Reiches inmitten einer ihm feindlichen Welt." (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 31. Mai. Jvlaud. Die Gerüchte über die Demission des Kriegsministers Baron Koller sind nach der „Wehrzeitung" deshalb entstanden, weil in jüngster Zeit zwei das Leben des Heeres am unmittelbarsten berührende Gegenstände, das Organisationöstatut des Generalslabs und die Beförderungsvorschrift, in Abwesenheit des Reichskriegsministers verhandelt und zu Ende berathen wurden. Hier hätte sich ja die Thätigkeit des Ministers am unmittelbarsten bewähren sollen. Statt dessen weilte Se. Excellenz, während diese Angelegenheiten zur Entscheidung gebracht wurden, ferne vom Amte und vom Bera-thungsfaale. Da sei es dann nicht zu verwundern, daß Gerüchte, wie die eingangs erwähnten, auftauchen und — Nahrung gewinnen. Auch dürfe nicht übersehen werden, daß gegenwärtig an der Schlußfafsung über das Kriegsbudget für das Jahr 1876 gearbeitet wird. Bekanntlich hat sich die „Presse" beeilt zu versichern, daß ein Wechsel in der obersten Leitung der Heeresverwaltung nicht bevorsteht; wenn überhaupt von Veränderungen die Rebe sein könne, dieselben nicht die Spitzen des KriegSministerumS, sondern den einen oder anderen von dessen Beiräthen treffen dürfte. Auch der „P. LI." macht darauf aufmerksam, daß Baron Koller sich an dem Tage, an welchem die unterbrochenen Verhandlungen im ReichSkriegS-ministerium unter Vorsitz des aus Südtirol zurückgekehrten Erzherzogs Albrecht wieder ausgenommen wurden, nach Baden begeben habe. Aus Prag wird gemeldet, daß in dortigen Abgeordnetenkreisen verlautet, es werde noch vor Beginn der nächsten Parlamentssession ein Pairs-fchub vollzogen werden, bei welchem mit Berücksichtigung der zur Verhandlung kommenden Hanüels-und Zollfragen hervorragende Persönlichkeiten der Eisenbahnindustrie und des Handels in Aussicht genommen sind. In einem am Mittwoch abgehaltenen Minister-rathe hat die ungarische Regierung die Vorarbeiten für den künftigen Reichstag begonnen und auch einige wichtige Fragen der Verwaltung erledigt. Das Hauptinteresse jenseits der Veitha concentriert sich auf die Wahlbewegung, die nunmehr in allen Winkeln des Landes i egonnen hat. Die Wähler der inneren Stadt in Pest haben vorgestern unter allgemeiner Begeisterung und einstimmig beschlossen, Franz De ak abermals zum Deputierten zu wählen. Hoffentlich tnirb- es dem greise» Patrioten möglich sein, das Mandat des ersten Bezirkes der Hauptstadt im nächsten Reichstage werkthätig auözuübcn. Die in den letzten Tagen erfolgten 'Dassen-Ernennungen von Justiz- und Verwaltungsbeamten in Kroatien haben ein Herr von Malcontenten geschaffen, und von allen Seiten wird daher eine lebhaftere Opposition im Landtage signalisiert. Der Haupthahn der Regierungsgegner, Mafancc, ist indessen erkrankt, und es steht noch dahin, ob jemand dessen Rolle als unermüdlicher Interpellant übernehmen werde. Der Landtag ist berufen, das Gesetz über das Bagatellversahren, die Reform seiner Geschäftsordnung und eventuell auch das Wahlgesetz zu erledigen, falls das letztere in feiner früheren Gestalt die Sanclion nicht erhallen sollte. Ausland. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bespricht das jüngste Coll e c t i v s ch r ei b en des preußischen Episkopats auf das Rescript des StaatsministeriumS vom 9. April und meint, die Pubtication dieses Collcctivschreivens sei vielleicht der einzige Zweck seiner Abfasung. Die Staalö-regierung werde sich auf die von gegnerischer Seite agitatorisch ausgebeutete Conlroverse nicht einlassen. Das Blatt kritisiert dann den Inhalt de« Sitti* benS, in welchem es keine auf eine Sinnesändekmz der Bischöfe hindeuienden Momente erblicken kam — Wenn die Staatmgierung dem in der $tt> sicherung des Episkopats, die Curie werde billige Ansprüchen der Slaatsregierung zu entsprechen nie rnalS abgeneigt sein, liegenden Winke folgte, war» dieselbe cingeslehen, daß sie den Kampf ohne Dioti ausgenommen und falsch fortgeführt habe. Nirmwl werde in dem vom Episkopate bezeichnet«! W der Umkehr den wahren Frieden erreichbar fiiM Die katholische Kirche habe sich jederzeit den ThL sachen zu fügen verstanden. Die gegenwärtige 6c setzzebung schaffe tatsächliche Verhältnisse, weiden Widerstreit ausschließen. Graf Eulen bürg, der preußische Ministe des Innern, vermag nun einmal seine reactionLN Antecedentien nicht los zu werden. In dem taj* um die Provinzialordnung, welcher zwW den beiden Häusern des Landtages entbrannt & hat er sich ohne viel Federlesens auf die Seite >c Junker gestellt, welche das aus dem Abgeordnete hause herübergekommene Gesetz durch allerhand sm bische Modifikationen verunstalten wollen. Er BC' tivierte seine Haltung mit ber Erklärung, daß di! Regierung ihre Entwürfe zur Annahme und rtiit zur Ablehnung ausarbeite. Das ist ein touriti1 ticher Standpunkt gegenüber einer Reform, nM bie vitalsten Interessen bes Volkslebens berührt. Die vereinigten Linken ber französischer Nationalversammlung haben einen entfalt* bene» Sieg über das Cabinet Buffet davongetragv-Von ber neu erwählten Dreißiger-Commission stuf nur fünf Mitglieder dem rechten Centrum entnoff1 men; die Mehrheit des Verfafsungsaysschusskö i’-somit gegen die Regierung und für das Listeu-Sai? tinium. Die Republikaner sind indessen keineSwef übermüthig und fürchten sehr, daß ihr Sieg ni# eine Ministerkrisis herbeiführe; dahin zielt die durch' aus abwiegetnie Ansprache des neu gewählten fri-sidenten der Dreißiger-Commission Lavergne uti die Sprache der gesaminten republikanischen PrA die einstimmig betont, daß die Majorität vom 2ösiü Februar aufrechterhalten werden müsse. Einem Pariser Briefe der „Jndöpedance 8W zufolge ist die Rechte über den Ausfall 6< Wahlen für die Dreißiger-Commission ganz at$ Rand und Band. Die Wahl einiger Mitglieder W Rechte» i» die Commission erfolgte auf Rüth Grv' betta's. Zwei Mitglieder des Cabinets sollen do> Listen-Scrutinium günstig sein. Das orleanistische „Journal de Paris" dr> im Namen des rechten Centrums, bei der Dek>6 und dem Votum deö constitulionellen Crgänzut# Tagen und Nächten gesorgt, welche sie in den Eisregionen zubringen werden. So haben zum Beispiele mehrere Damen, die mit den Offizieren befreundet sind, für Eostüme zu theatralischen Unterhaltungen gesorgt, und zwar auch für weibliche Anzüge, da die Damenrollen natürlich von Dramen nicht zu trennen sind, die hier freilich durch Männer werden dar« gestellt werden müssen. Was auch für schauspielerische Talente unter der Mannschaft des „Alert" und der „Discovery" sein mögen, so viel ist gewiß, daß es an guten Sängern nicht fehlen wird; denn aly vor einigen Tagen die Portsmouth-Music-Hall einen Sängerpreis für den besten Gesangs-Dilettanten aussetzte, gewann denselben einer von der arktischen Mannschaft. Der Preis bestand aus einem ziemlich unmusikalischem Gewinne, nämlich aus einem kleinen Schweinchen, das der Preisgekrönte im Triumphe nach seinem Schiffe trug. Matt kann wol auch annehmen, daß cs an sonstigen Musikern nicht fehlt, denn unter anderen freundlichen Gaben erhielt der „Alert" ein Piano und die „Discovery" eine Orgel. Beide Schiffe sind außerdem mit guten Bibliotheken versehen, welche von der Admiralität geliefert wurden, und sonst reichlich mit Geschenken aller Art auSge. rüstet, dir Frrunde aus allen Theilen des Landes herbeisendeten. Diese und viele andere interessante Gegenstände für den Gebrauch in der denkwürdigen Expedition, die sich nun bald in Bewegung setzen wird, sind in dem Seemagazine zu Portsmouth zu sehen, und es ist hier zum Zwecke der Ausstellung ein förmliches Museum hergerichtet, in dem sich auch Muster von allen Lebensmitteln dieser Schiffe befinden; ebenso sieht der Besucher die für die Seeleute gemachten Kleidungsstücke, ihre Schlitten, Zelte und andere Apparate, während die zwei Schiffe selbst, die im Hafenbassin liegen, jeden Tag für einen oder zwei Stunden zur Zeit des Diners den Mannschaften zur Besichtigung geöffnet sind. Vor kurzem hat aus jedem der beiden Schiffe die Ceremonie der Aufhissung des „Krähennestes" stattgefunden. Dieses „Krähennest," nahezu auf der Spitze deö Hauptmastes befestigt, kann einen Maun aufnehmen zum „Ausblick" in die Ferne. In der Form ähnelt es einem Fasse, und der Matrose gelangt in dasselbe durch den Boden mittelst einer Art Fallthure, welche er schließen kann, wenn er innerhalb des Krähennestes ist. Er ist dann vollständig eingeschlossen und geschützt vor der Witterung, aber er hat ein Loch zum Durchblick, und durch ein ähnliches Mittel kann er nach unten rapportieren, was er sieht. Die Aufhissung des „Krähennestes" ist Zeichen, daß die Vorbereitungen nahezu volles sind; der Mannschaft wurde ihr Sold _ auf ^ Mon. te im Voraus gezahlt und ihr eine Urlaub gewährt, um sich von Freunden zu vewj schieden. Der für die Abreise fixierte Zeilpmm^ nahe. Der bestimmte Tag war Samstag, ber U Mai, das Datum des Geburtstages der KE Bei dieser Gelegenheit wird die ganze ManaM des Seemagazinö zu Portsmouth einen Feiertag ha»' um Zeuge der Abfahrt der Schiffe fein zu köns-zu deren Ausstattung sie mitgeholfen. Die Schiffe werden zunächst nach Disco Grönland gehen, wo sie die Hunde an Bord nehM - sechzig an der Zahl - die. bei der EfpeWj verwendet werden. Man erwartet, DiSco mvie^ Tagen zu erreichen. Dann sollen die Schiffe die Melville-Bay Vorgehen und ,o weit als E nördlich. (Die englische Nordpol-Expedition w.rd also von der österreichischen Hauptfachlich d unterscheiden, daß sie vom amenfarnichen W, ' auö nach der Polargegend vordringt, wah vonseit« des ,Tegeihoff" vom nördlichen eure? aus geschah.) (Schluß felgt.) gesetze den Zuschauer zu spielen und die Entwürfe fallen zu lassen. - t Der Papst hat dem König Alsonio die Bedingungen genannt, unter welchen er sich zur Uiv terstützung seiner Seßhasiigkeit aus dem spanischen Thron verstehen würde. Das vorgeschlagene C on-cordat umfaßt folgende sechs Punkte: I.Wieder-berstellung der päpstlichen Jurisdiction über alles, was den Klerus betrifft; 2. Wiederherstestung der Patronate zum Vortheile der Kirche; 3. die volle Auszahlung der rückständigen Stipendien an den ftlerus • 4. die Wiederherstellung des Concordates von j 850 - 5. die absolute Unabhängigkeit des Ber-treters Spaniens im Valican von dem Verirrter Svaniens im Quirinale; 6. officielle Emführung des Unterrichts der römnch katholischen Theologie. Dies soll sogar den Raihgebern des jungen Königs als ein wenig zu viel des Guten erscheinen, und das Geschäft ist in der Schwebe geblieben. Die im SenatSpalaste zustande gekommene Krystallisatton . -iner großen const.tutionellen Partei würde durch cm M» «inctW «uf -i- «°sih"ich- W* »erden Selbst der Erfinder der Professorenhetze, Lanooas del Castillo. möchte nicht den Muth besitzen, in der verlangten Weise dem Rade der Zeit in die die s-p an isch c Flotte ein Lebenszeichen von sich gegeben, pariert ,hr eine Schlappe U h« ändern. Bei Guetaria wurden mehrere " 5« „n i carlistischen Sirandbatterien lahmge-Astn. und neuerdings wurde ihr Admiral bei einem Küstenscharmützel erschossen. Zur Tagesgeschichte. , T ° d d u r * £ e i 4 e n fl i f t. Der Wundarzt Franz m-*6'«8 K”®*»»'" »»° tc» einfachem Brunnemva er aus. »-.«» w Bald dar s wonach er sich mit Kallwasser- nn L,-' auftauchenve dunkle Flecken nnd gesteigerte «rankheüsf mptome das Vorhandensein einer Blutvergiftung * oLL Mten Die nunmehr augewendete fremd. Ml mm“*,, j°»°» 0*r l-ln-8 »-<«!-« S market gesuchteste und beliebteste AM nicht nur des Eens. sondern »f Metten « „Grazer Dolksblatt schreib, über die verunglückte Prozession welche i, i,s die weite Wallfahrt machte, folgendes wörtl.ch me-te* Ein Gedanke erfreut uns. dati gewiß alle ,m Stande der Gnade waren. Wie man Hort hat ihnen der Herr Pfarrer im kritischen Augenblicke die sakramentale Los-Ivrechuna ertheilt. so daß man annehmen konnte, sie hätten v:e trjtte Prozession gleich in den Himmel gemacht." Das wird für die armen Hinterbliebenen, welche ihrer Ernährer beraubt wurden, gewiß -in großer Trost sem. - Wie man der „M- Ztg." auö tcm ^oßherzog-Mme Baden schreibt, fpult nun auch dort schon der ” ««östliche Delegat, und zwar m Frei-UlTm Sch° der er,bischöflichen Curie selbst. Sonst gut unterrichtete kreise wollen in Erfahrung gebracht habe., da» ^ demnächst zu erwartende oder gar fch°» -"'getroffene Ge e7me" beauftragt fei. den diesjährigen Jahrgang der »min»i«en zu Nenpriestern zu weihen, e.ue Function, velche zwar dem Erzbisthumverweser JUiOel jufMt. d.csem T7 neUcn, schwereren S.rafen verhelfen wurde. Man verMert Herr Kübel sei des „Martyriums" satt und ^ als Verweser keine Lust, ins Gefängnis zu wanden, ^alb auch ursprünglich das erzbischöfliche Ordinariat den Beschluß faßte, von einer Weihe der diesjährigen Neupriester Wfranpt ^am6urg,ameril. Packetfabrt Actienaesellschast gehörende Postdarnpsfchiff „Geller," Capitän Pckich ging °m 26. Mai von Hamburg via v°"re nach Äew-N»rk ab. Locnl- und Provluzial-Augelegeuheiteu. — (Schulferien. Nachdem nach § 8 der Schul-u..d Unterrichtsordnuug vom 20. August 1870 für die Volksschulen nur eine fechswöchentliche Ferialzeit festgefetzt ist, hat der Bezirksfchulralb der S.adt LaibaD beschlossen, daß die diesbezirkigeu Volksfch.ileu vom laufenden Jahre angefangen stets mit Ende Juli geschloffen und mit 16. September wieder eröffnet weiden sollen. — (Dem Abgeordneten D r. Razlag) werden vom „Slov. Narod" bittere Vorwürfe gemacht, weil er vor der Abstimmung über § 1 des Dr. Bleiweis'schen Sprachenzwangsgefetzes für die laibacher Realfchule die Erklärung abgegeben hatte, nicht dafür stimmen zu können, indem dieser Paragraph dem Reichsgesetze über die Grundrechte der österreichifchen Staatsbürger widerspreche. Wol-weislich verschweigt das jungslovenifche Organ die weiteren von Dr. Razlag vorgebrachten Ausführungen, sowie den von ihm im Schulausfchuffe gestellten Antrag dahin lautend, daß die flovenische Sprache für Schüler flovenifcher Nationalität ein obligater Gegenstand fein solle, und in zweifelhaften Fällen der Landesfchulralh über die Nationalität entscheiden möge. Dieser Antrag, dessen Ausführung ebenfalls auf große Schwierigkeiten stoßen würde, hat wenigstens das Gute, daß er mit den Staatsgrundgefetzen nicht im Widerspruche steht. Dr. Razlag unterließ jedoch ihn im Landtage zu wiederhole», da er leine Aussicht auf Unterstützung feitens feiner Gesinnungsgenossen hatte. „Slov. Narod" meint nun, die von Razlag vorgebrachten Argumente wären blos leere Ausflüchte gewesen, er habe sich nach keiner Seite hin vermessen wollen und fei zwischen zwei Stühlen sitzen geblieben. Weilers argumentiert „Narod": „In nationalen Dingen fei eine gewisse Disziplin nothwendig. Jede Nation gehe so zu Werke. In freiheitlichen Fragen, in nebensächlichen Dingen können wir abweichender Meinung fein, nie und nimmer aber in nationalen Fragen. Mögen nun der starrköpfige Dr. Bleiweis, der fromme Lukas Jeron oder Zarnik, NoKujak, Lavrenkik oder Äramaric dieefalls einen guten Antrag einbringen, so haben wir nur um die nationale Sache, nicht aber um den Antragsteller uns zu kümmern. Wer je doch in der Absicht, um zu vermitteln, oder aus Friedensliebe sich mehr sülchtet, seinen „guten Ruf" bei den nationalen Gegnern zu verlieren als bei den freisinnigen (?) Abgeordneten, möge er das auch in der redlichsten Abstcht thun, wie dies bei Dr. Razlag der Fall gewcjen fein mag, der soll daun auf eigene Faust neue Politik treiben, welche man im deutschen mit dem Sprichworte „Wafch mir den Pelz und mach ihn nicht naß" bezeichnet. Nach diesem neuesten Verbiete des „Slov. Narod" müssen wir uns wol fragen, worin denn der Unterfchied zwischen den Klericalen in Kram nnd zwischen den Jungfloveneu bestehe V Nach unserer Ansicht gar keiner, außer man wollte etwa die liberalen Phrasen, mit denen die Jungslovenen dann und wann zu flunkern pflegen, als etwas ernst gemeintes ansehen. Wir kennen keine politische Frage, die man nicht auf das nationale Gebiet hinüber-zerren könnte. Und beliebt es dem Herrn Dr. Bleiweis oder dem Pfarrer Lautscher im Landtage waö immer für einem Gegenstand einen nationalen Anstrich zu geben, müssen nach obigen Ausführungen des „Slov. 'Jlarod" Dr. Zarnik c tutti quanti dafür stimmen. Der größte Unsinn, mit einem nationalen Lappen behängt, kann somit der Zustimmung der liberalen (?) Juugfloveuen gewiß sein. Eben die Abstimmung der Jungflovenen mit Ausnahme Dr. Razlags über den «leiweis'fchen Gesetzantrag zeigt es zur Evidenz daß es den derzeitigen Führern ein dann und wann zu einer gewißen Freisinnigkeit sich auf blähenden Froction an dem sittlichen Ernste gebricht, sich auf einen objektiven Stand punkt zu stellen. Die Herrn Jungslovenen sollten wenigstens vor gefülltem Menschenverstand so viel Respect haben, um nicht mit dem crossesten Unsinn durch Dick und Dünn zu gehen. Der jnngslovenifche nationale Liberalismus charakte rifiert sich zur Genüge durch die jüngste Thatfache, daß man einem Abgeordneten, dessen Rechtlichkeitsgefühl nnd Wahr heitsliebe es widerspricht, für einen Antrag zu stimmen der mit dem gepriesenen Artikel XIX der Staatsgrnnd gesetze Über die Gleichberechtigung aller Nationalitäten im flagrantesten Widerspruche steht, Wohldienerei vorwirst. — (Bestkegelscheiben des Krankenun terstützungs- und Versorg nngsverein es i Laibach.) In den Tagen von Samstag den 5. bis Mon tag den 21. Juni l. I. veranstaltet dieser Verein in Herrn Auers Gasthausgarten zum „weißen Rößl" zur Förderung einer Interessen ein Bestkegelscheiben. Wie aus der im heutigen Blatte enthaltenen Ankündigung zu ersehen ist, sind die Beste zahlreich und splendid dotiert und auch die Wahl des Locales dürfte eine fehr glückliche fein, so daß sicherlich auf eine rege Betheiligung und ein ausgiebiges Reiner-trägnis zu rechnen ist. was in Anbetracht des edlen Zweckes lebhaft zu wünschen wäre. Der Verein besteht bereits im 10. Jahre. seine Aufgabe: Unterstützung krank oder siech gewordener Gewerbsleute. ist eine echt humane, gewiß im höchsten Grade förderungswürdige, und'wir können deshalb nicht umhin das fragliche Unternehmen allen Kreisen wärm-iens zu empfehlen und zur lebhaftesten Theilnahme an diesem Bestkegelfcheibeu aufzufordern. Unterhaltung und Wohlthun gehen hier nebeneinander; einerseits das Vergnügen des Kegelfcheibens in Aners freundlichem Garten und die Möglichkeit ein namhaftes Best zu gewinnen, andererjeits das Bewußtsein zur Erreichung eines echt men-chensrenndlichen und lohnenden Zieles ein Schärflein beizutragen. — (Veränderungen in der Landwehr.) Im nicht activen Stande der Landwehrofsiziere für den Justizdienst wurde der Oberlieutenant Dr. Josef Ritter von Savinfchegg in der Evidenz der krainifch-kärntnerifchen Landwehr-Dragoner-Escadron Nr. 6 zum Rittmeister zweiter Klaffe ernannt; der Hauptmann zweiter Klasse Karl Hu -overnig des kroin. Landwehrschützenbataillons Rndolfs-werth Nr. 24 rückte zum Hauptmann erster Klaffe in der nicht activen Landwehr vor.. — (Filiale der st e ier m. Escompte-a n k.) Gestern fand eine Versammlung des größeren Anschüsse« der Creditinhaber der Filiale der steiermärki-chen Escomptebank statt. Nach dem Rechenschaftsberichte des CreditvereineS zählte dieser Verein mit Schluß 1874 122 Theilnehmer. Die benützten Creditkapitalien beliefen ich auf 369,100 fl, der SicherstellungSfond 18,455 fl., die Hypothekbestellungen 30,400 fl., der Reservefond 360 fl. 46 kr.; es wurden 795 Wechsel im Gesammtbetrage von 777.216 fl. 21 kr. eScomptiert. Die mit Schluß 1874 verbliebenen schwebenden Forderungen per 3950 fl. sind sicher und eindringlich. Bis 30. Mai 1875 traten dem Credit-vereine 16 neue Theilnehmer mit dem benützten Credite von 104,600 fl. bei, 4 Theiluehmer mit dem Gefammtcredite von 5000 fl. traten aus, der Sicherstellungsfond vermehrte ich um 4980 fl. und der Reservefond betrügt 261 fl. 60 kr.; escomptiert wurden 483 Wechsel im Betrage von 549,728 fl. 69 kr., der benützte Credit erreichte die Höhe von 468,700 fl, der Sicherstellungsfond beträgt 28.435 fl. und der Reserve-fond 678 fl. 3 kr. — Das Mitglied der RevistonScom-mifsion, Herr Georg Lercher. erstattete Bericht über die vollzogene Rcchnungsrevision pro 1874, bei welcher die ge-ammte Rechnungsführung als richtig in Ordnung befunden wurde. — Anstelle der zum Austritte berufenen 10 So-initö - Mitglieder wurden gewählt die Herren: Frau; Debentz, Gustav Fischer, Lineenz Hansl, I. A. Hartmann (neu), Franz Kollinanii (neu), Wilhelm Mayer, Johannes Müller, Paul Polegtgg, Johann Seimig und Thomas Weruig. — Zu Rechunngsrevisoren pro 1875 wurden gewählt die Herren: A. Gvaiz, Georg Lanric, Georg Lercher, Franz KriSper und Lorenz Mitusch. — Herr Joses Krisper als Obmann der Direktion der Filiale der steiermärkischen Escomptebank theilte mit, daß da« profitierte Unternehmen einer selbständigen krainischen Eseomptegesellschaft am 1. Jänner 1876 ins Leben treten dürfte, nachdem da« erforderliche Aktienkapital bereits sichergestellt ist. — (D erGanverba ii dderdentschenTu rudere i n e von Steiermark, Kärnten. Krain nnd dem Küstenlande), dessen Vorort Graz ist, hat inbezng auf die alljährlichen Turnfeste eine Neuerung von großer praktischer Tragweite eingeführt. Geleitet von dem Gedanken, daß zu dem gemeinsamen großen Gauturntage nur ein verschwindend kleiner Theil der Mitglieder erscheinen kam, daß ferner bei all diesen Coloffalfesten zwar sehr viel gesprochen und getrunken, hingegen in turnerischer Beziehung wenig geleistet wird, machten nemlich die leitenden Persöli. lichkeiten des Verbandes den Versuch, an die Stelle des großen Gauturntages mehrere kleinere Turnfeste zu setzen. Der Gan wird nemlich in sechs Gruppen oder Bezirke ge» theil, deren jeder für sich feinen Turntaz abhält, wobei jedoch die verschiedenen „Tage" möglichst aufeinander folgen sollen ; diesmal fallen sie in die Zeit vom 27. Mai bis zum 13. Juni. Tie Zusammenkunft iiinimt^in der Regel einen einzigen Tag in Anspruch, Zweck derselben ist ausschließlich das Turnen, jegliches Feflgepräuge sell vermieden werden, die Oeffentlichkeit ist einstweilen ausgeschlossen, Preisrichter entscheiden über die Leistungen der einzelnen Vereine. Die diesjährigen Gruppenturulage finden statt in Triest, wozu Laibach geschlagen wird, Villach, Wiudischfeistriz, Graz, Knittelfeld, Liezen. Den wirklichen Freunden der Turnerei wird diese vom akademischen Turnverein in Graz ausgegangene Aenderung jedenfalls willkommen sein, denn sie wahrt den Ernst der Sache mehr als der frühere Modus. Jndeß dürste cs doch nicht ganz ohne Opposition abgehen — die süße Gewohnheit der Festduselei steckt gar vielen noch im Blute. Laut einer in unserem heutigen Blatte erschienenen Annonce sind die Originallose der 268sten von der Regierung garantierten Hamburger Geldlotterie durch das Bankhaus A. Goldsar b in Hamburg zu beziehen.___________________ ' Witterung. Laibach, 31. Mai. Morgens regnerisch. Vormittags abwechselnd trübe, Sonnenschein, seit vormittags mäßiger SW. Wärme: 6 Uhr + 16-4°, nachmittags 2 Uhr + 21 C. (1874 -f 271°; 1873 -f- 4 0» 0.) Barometer im Steigen, 73187 Millimeter. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme + 13-7", das gestrige 16-6°, beziehungsweise um 2-8° und 0-2° unter dem Normale; der vorgestrige Niederschlag 3-35 Mm., der gestrige 8-30 Mm., Regen. Verstorbene. Den 28. Mai. Franz Peric, Müllersknecht, 37 I., Civilspital, chronische Lnngentuberculose. Den 2 9. Mai. Viktor Nik, Tischlergehilsens-Kind, 2 Monate, Stadt Nr. 78, Fraisen. — Franziska v. Rosenbaum geb. Benoist de Limonet, k. k. Obeistlieuteuantswitwe, 70 I., Stadt Nr. 101 und Karl Baron v. Neugcbauer, f. k. Beamter in Pension, 72 I., Stadt Nr. 34, beide an der Lungenlähmung. — Anton Bencan, Conducteurs-Kind, 18 Monate, St. Petersvorstadt Nr. 78, Zehrfieber. Den 30. Mai. Franz Hausenblas, k. k. Major in Pension, 83 I-, Kapuzinervorstadt Nr. 18, Entkräftung. — Christin« Rebol, Conducteurs-Kind, 3»/* I., Stadt Nr. 189, Rachenbräune. Lebensmittel-Preise in Laibach am 29. Mai. Weizen 4 ft. 80 kr.; Korn 3 fl. 40 tr.; Gerste 2 fl. 70 kr.; Hafer 2 fl. 10 kr.; Buchweizen 2 fl. 60 kr.; Hirse 2 fl. 70 kr.; Kukurutz 3 fl. 10 kr.; Erdäpfel 2 fl. — kr.; Fisolen 5 fl. 40 kr. per Metzen ; Rindschmalz 58 kr., Schweinfett 50 fr., Speck, frischer, 40 tr., Speck, geselchter, 42 fr. per Pfund; Eier 1% kr. per Stück; Milch 10 kr. per Maß; Rindfleisch 27 kr., Kalbfleisch 27 kr , Schweinfleisch 28 kr. per Pfund; Heu 1 fl. 35 kr , Stroh 1 fl. 15 ft. per Zentner; hartes Holz 6 fl. 40 fr., weiches Holz 4 fl. 80 fr. per Klafter. Bei Mil KttiNM größte Auswahl billiger guter Zwirn- lind Seidenhandschuhe in allen G'. vuit 30 fi*. bis fl. 1*50. (363) 2 Einladung zum Amtlich ftftgtßeflt. Am 16. Juni (1. J. beginnt die 1. Ziehung d-r von der hohen Regierung genehmigten u. gnr»n Rmk. oder fl. :?"$<> U. W. „ halbes „ 3 „ „ t-‘«5 „ utertef ,, 111 n ii ii ^ ii Aufträge werden gegen Einsendung des Betrages oder gegen Nachnahme, selbst' nach den entferntesten Gegenden prompt und verschwiegen ausgesiihrt, amtliche Gewinnlisten und Gewinngelder sofort »ach Entscheidung zngesandt und Prospekte gratis vertheilt. Ein jedes Hamburger Haus ertheilt Auskunft über unsere Firma. Man wende sich deshalb vertrauensvoll an die Unterzeichnete weltbekannte Firma, welche mit dem Verkauf dieser so vortheilhaflen Lose betraut ist. (348) 10—5 ev. Staatspapi erc»-Geschäft, Hamburg. Spitaler Glücks-Offerte. Am 16. und 17. Juni findet die erste Gewinnziehung der neuen von der freien und Hansestadt Hamburg genehmigten und garantierten grossen Geldverlosung statt. In den 7 Abtheilungen, in welche diese grossartige _Gejd-verlosung eingetheilt ist, kommen innerhalb 5 Monate 43,001» Gewinne zur sichern Entscheidung, darunter Gewinne von event 375,000 R-Mark 12,000 10,00» 6000 4M 4000 36« 2400 18« 1500 120) spec. 1 Prämie R.-M. 250,000 8 Gewinne R.-M- 1 Gewinn „ 125,000 9 Gewinne 1 Gewinn „ 80,000 12 Gewinne 1 Gewinn „ 60,000 34 Gewinne 1 Gewinn „ 50,000 5 Gewinne 1 Gewinn „ 40,000 40 Gewinne 1 Gewinn „ 36,000 3 Gewinne 3 Gewinne „ 30,000 203 Gewinne 1 Gewinn „ 24,000 5 Gewinne 2 Gewinne „ 20,000 1 Gewinn 1 Gewinn „ 18,000 412 Gewinne Der Staat garantiert für pünktliche Auszahlwf der Gewinne und die Ziehungen finden öffentlich ui« Aufsicht der Staatsbehörde statt. Dies ist die sicherst Garantie, dass die Interessen aller Theilnehmerglw gut gewahrt bleiben und kann deshalb diese giw artige Geldverlosung auch niemals mit einem rrivs Unternehmen verglichen werden. Zu dieser amtlich festgestellten ersten Gewinn ziehung kosten «ranze Original-Lose fi. !$•— halbe „ ,, ,, viertel „ „ n "J®, Gegen Einsendung des Betrags, die am buiys und bequemsten per Postanweisung erfolgt, wew die mit dem Staatswappen versehenen ™ v, lüfte unter Beifügung des amtlichen rianea geehrten Auftraggebern selbst nach den eu,te^~jvT Gegenden prompt und verschwiegen zugesanal, gleichen erfolgen die amtlichen Gewinnlisten ; die Auszahlung der Gewinne sofort nacn _ habter Ziehung. , „ M Aufträge für die erste Verlosung werto# nahen Ziehung halber baldigst erbeten; d c ders günstige Abschlüsse bin ich t bi. w gesetzt, die eingehenden Aufträge selbst vor der Ziehung prompt auszuführen. J. H. t-ucUmann, Staats-Effectenhandlung in Lübeck. Nor- “ ^ P. 8. Binnen Jahresfrist hatte ich das > meinen Interessenten folgende vier s ^ gj Treffer auszuzahlen: auf Nr. 29406 R.-Mk „ _ 28605 n . _ 2231 , 12236 „ 1*3,000 fl «0.000 »4,00». Druck von Jg. v. Klrinmayr * geb. Bamte.r Verleger CtUmar Bamberg Für die Redactivn veranfwcrtlich: Franz