Lmtmcher Zeitung. Nr. 154 Pränlimeilltlon«plei» : Im Comptoir ganzj. ss. 11, halt>i. fl. 5.5<». ffür bie ZufteNuW ins Haus halbj.5ulr. Mit dev Post ganzj.N. 15, bl>>!,'j.ft.7.50. Mittwoch, 8. Juli Inserti onsgebüHr bis ia gellen: imal si» lr,, «m.«<)lr.. 3ni. I fl.! sunft vr.Zelle im. «ll., »m. Nlr , 8m. lO lr. il.s.w. Inseiiionsftempcl jcdeem.so lr. 1868. Amtlicher Theil. .,.. .^^ k- k. Apostolische Majestät haben mit Allcr-"°'n '^- Juni d. I. auf Grund emcs diesfülligen a. u. Vorschlages des Reichskanzlers, ^cmijtcr des kaiserlichen Hanfes und des Acnßcrn. den 7 "'"' ')"'dolf Montgclas nnd den Freiherrn Leo-Mo Nndenns zu uubcsoldctcn GcsandtschaftsattaclV's allergnädigst zn ernennen gernht. Nichtamtlicher Theil. Die malische Mgc. der ,^'^Ä" ^^"' Woche hat zwischen dem Führer , ' '^r.scheu Neichota^u.ajoritä! einerseits nnd an- m n. . '" M'tgliedevn der croatischcn Deputations- nno Nat, nainentlich dem Grafen Innkovic nnd Herrn „'.? , "c, cinc frcnndschaftlichc Begegnung und in ein- N l udcr längerer Besprechung ein offener, beiderseits entgegenkommender 3)icinuugsaustausch iu Bezug auf .lei^s '"' ^". ""^" Aruderläudcrn schwebende Aus- 3o?d 7^A ? ^^'"^"' beren Vertan nnd Resultat V n Seit'^^ ' ^'" wie folgt geschildert wird. dc W^. b m. "'s^''?'"' Dcputirten oll zu allererst ocr ^vinsch ausgesprochen worden sein- dast nmsckcn Men Angelegenheiten, die für Eroätie!i mit Ungar^nach d r Plagmatl,chen Sanction gemciusc,,u sind, nnd sol- ^cn. d,e Eroaticn über dieses Postulat hinaus in die ^emm„chaft überträgt, eine Grenze gezogen und strcn- s'm ^'""'schied gcinacht werde. Dcat soll sich mit dic- '- ". "ul'gange. der genau dein Vorgange Ungarns v><. für ^'!^'^ entspricht, einverstanden und anch da- wln ?)' i< !'' ^^ b'ch Unterscheidung bei der Styli- Wnng des Pactums e.ncn prägnanten Ausdruck finde. Wu,,^ « . 5 ^1 '"aUschen Dcpntirten soll ferner der Pari. ' ^'^'°"^" ""b der Führer der ungarischen ^ lau msn-aiorttät bereitwillig darauf eingegangen cke., m "'>.^' ^'ueinschaft einige von der eroa- aeu^?"7^". '" bicsclbe bereits übertragene Ange- s^ein^^/^^chcr Vereins'nnd PaV und.', 5 ""^ "'d Fremdenpoli^ei, ausgeschieden n ^ >"'^^ unserer Autonomi! einbe^o cu wer- c'ttgcge^ cr icM^^'^? ^ 3inanzfrage soll Deak, ^ "'" °" dlcssaUigcn Antragstcllnng der croatischcn! Majorität, offen und freimüthig die Ansicht ausgesprochen haben: Ein Land, welches über seine Steuern nicht selbst verfügen kaun nnd seine VcdcckungSmittcl nicht selbst in der Hand hat, ein solches Land besitze teinc Autonomie — ein solches Land wäre ein bevormundetes Land, das nur ciuc ScheincMenz führe» würde; soll daher Eroatien auf eigenen Füßen stehen, so müsse es anch seine eigene Finanzgcsetzgcbung und Finanzverwaltung haben. Peak soll in dieser Richtung seine Meinnng dahin ausgcsprocheu haben und Ghyczy diese Meinung mit ihm theilen: Jene indirccten Stcncrn, die, wenn sie nicht auf gleichem Schlüssel beruhen uud gemeinsam gchandhabt würden, gegenseitig nur schaden könnten, als: Tabakmonopol, Salz-, Bier" uud Branntweinsteuer, diese müßten gemeinsam sein und auch gemeinsam verwaltet werden; dazu käme noch die Zollgesetzgebung und Vcrwaltuug. Allc übrigen indircc-lcu Abgaben, wie z. B. Stempel, Gebühren von Rcchtögl schuften u. s. w., wie anch alle oircctcn Steuern sollen ganz in die Autonomie Eroaticns übergehen, also die Gesetzgebung und Verwaltung dicsfalls Croaticn verbleiben. Was Eroatiens Beitragsquotc zur Deckung der gemeinsamen Auslagen anbetrifft, fo soll nach der Ansicht Deal's anf die uiwcrlMnißmäßig große Blutslcucr, welche Eroaticn und Slavonien bisher geleistet hat und noch immer leistet, billige Rücksicht genommen und demgemäß die obige Quote auf das möglichst gcriugc Maß rcducirt werden. Was die Bclastuug oder Veräußerung der Krongütcr betrifft, so erkannte Dcak diese grnndsütz-lich als eine Landcöangclcgcnhcit, die vor unseren eigenen Landtag gehört, an. Hinsichtlich des Recrutcucon-tingcnts könne, nach der Ansicht Deal's, schon jetzt in ocm Pact ausdrücklich festgestellt wcrdcu, daß der Schüssel dafür die Bcvölkcrnngszahl sein solle, uud dann sei eine Verkürzung unmöglich. In Betreff der Vertretung Eroa-tiens in der gemeinsamen Delegation soll sich Dcak dafür erklärt habcn, daß die croatischcn Dcputirtcu am gemeinsamen Reichstag die auf Croaticu und Slavonien entfallende Anzahl von Vertretern in die gemeinsame Delegation unter sich selbständig wähle», jedoch nicht ans dem Landtage, weil die Gcsammtdclcgation aus dem gemeinsamen Reichstage hervorzugehen hat, und die Im oividualilät Croaticus und Slavoniens in seiner so aus-gedehnten Autouomic uud iu jenem croatischen Minister, welcher iu Pest die Interessen seines Landes vcrtrctci, würde, hinlänglich gewahrt sei. Die „Agramer Ztg." fügt die Mittheilung bei, daß die croatische Depula- tionS-Minorität am Mittwoch zum Ministerpräsidenten Grafen Andrassy bernfcn wurde und mit demselben eine zweistündige Privatconfercnz hatte. Das Resultat dieser Confcrenz wird als befriedigend bezeichnet. Ans Serbien. Die Dinge in Serbien nach der Katastrophe von Toptschidcr lassen sich gut uud Vertrauend erweckend an. Von dem raschen nnd entschlossenen Handeln des alten Garaschanin — der bekanntlich den Mördern nach ihrer That auf dem Wege nach Belgrad zuvorkam und da« durch Maßnahmen hervorrief, welche das Land vor einen, gewaltsamen Umsturz und seinen unberechenbaren Folgen bewahrten — von jenem entschlossenen Schritt an bis zu der schucllen Besetzung des Fürstcnstuhles und dcr Ernennung der Regentschaft für den minderjährigen Milan Obren vvics sind nur wenige Tage verflossen. Es waren schwere nnd prüfungsvolle Tage, die nur allzulcicht die Veranlassung Hütten sein können zu einer weiter gehenden Erschütterung, deren Tragweite sich jeder Berechnung zn entziehen vermocht hätte. Sagte sich doch jeder damals, als die Rcuolverschüsse in den 'Anlagen zu Toptschidcr ihren Wicderhall in Europa fanden, daß die Folgen dcr vcrabschcuuugswürdigcu That zu ciucr Bedeutung anschwellen könnten, welche weit hin< ans zu reichen vermöchte über die Grenzen des zunächst bcthciliglcn Landes, wohl wissend, daß Serbien sich zum großen Theil an das türkische Glashaus anlehnt, in dem man nicht einmal mit Steinen werfen, geschweige denn mit Rcuoluern schießen darf, noch dazn in so schonungsloser Weise, wie oaS in Tofttschider geschehen ist. Serbien hat bei dem hcrbcu Verlust, der es betroffen und ihm das Hanvt geraubt hat, ciue politische Prüfung bestauben, bei der die Festigkeit, weise Einsicht and Vaterlandsliebe seines Volkes uud sciuer Staatsmänner sich iu einer Weise bewährt haben, die ihm die aufrichtige Anerkennung und Würdiguug Europa's entgegenbrachten, welche Gefühle insbesondere in dem Nach-> barlandc Oesterreich verstärkten AnSdruck fanden. War es doch gerade hier, wo fich zunächst allc Welt frug: Welchen Verlauf wcrdcu und können die Dinge nehmen in Seri^'u nach dem fo plötzlichen nnd unerwarteten Tode sciucS Fürsten; wird das Serbische Volk bei dieser ernsten Probe sich politisch mündig erweisen uud in diesem FaUc sciu Ohr jenen Vcrlockuugcu verschließe«, die von Außen wie auch von Innen an Cin berühmter krainischer Mcdmllcur. b°ieriV/ Eapital"' ^?"'. ^'"' '"^ '^ou nach der Ludwig's Mun «..'^ ^ ^" lm'' welche dnrch König der Mekka der Kunst und die Fra ttn iräi /c !7^" 'st. Ob einer von ihnen K««b d ' ^? b'luck)t at, um den Hochaltar von u.s.w. zu sein Blick a "'^^em^r bezweifeln, als ob dabei "'Ma,) Mallen ist, welche (la- Andenken des F u^A/d^?^^""'^ Dem ewigen Mustadtl Krainers aus dcrs, der durch die rr icks V''?'^'^ Steinschuei-cm Denkmal. nch Denkmal der höchsten Achtn, g'' "d ^aVn ^ "cmc Nrbe7'«'^ ^'«.... ^', Grabe Vir İ "" .b"'üh"'tcr Landsmann, an dessen wieder der °l?^' "" widsmann. an welchem auch «''"" in l','°? ^^! "^' ^worden: .n..no ">o Km'stlcrgcschicht'e'^' '""^U""". welchen die baicrischo schncidcr" verze ch,>^ "^"l)"Ucn Münchener Stempel-knrzen Notizen j>, .' "^ "bc^ "clchcn uns außer einigen allg. Künstlcrlexicon ^i)"^ ^' Oesterreich" und Naglcr's Frh. Rath Lippcr ivA^.^^^pbische Schildcruug der der kais. Akademie ...^ '" ^"' ^^^' Kunstzcitung P. Baierlein ^ «^ '^Wrliche Biographie I? ländische Geschichte, 9 B« ^?lchen Archiv für vater. -oano, i. Hef^ „evst einer Be» schreibnng dcr von ihm verfertigten Medaillen gegeben hat. Franz Andreas Schcga wnrdc (nach Vaicrlcin) am 16. Jänner 1711 zu Rudolfswcrlh als dcr zwcitc Sohn dcs dortigcu Bürgers nnd bcrühnUcn Büchsenmachers Andreas Schcga nnd dessen Gattin Katharina, geb. Kaslcliz, geboren. Frühzeitig vom Vater in dessen Gewerbe unterrichtet nnd in seinem 17. Jahre schon so weit ausgebildet, um sich auf die Wanderung begeben zu tonnen, arbeitete er zwei Jahre zu Stein in Oesterreich, und kam im Jahre 1730 nach München. Hier blieb! er durch 4 Jahre seinem alten Gewerbe treu und beschäftigte sich hauptsächlich mit gravirtcr und geschnittener Büchscnarbcit. Gelungene Versuche im Sicgel-schncidcn reiften seinen Entschluß, sich dcr Stcmpcl-schucidekunst zu widmen, er übte sich zu diesem Ende im Zeichnen, uud Wachsbossircu nach dcr Natur, stach anch Bildnisse iu Kupfer und malle solche in Pastell, und die ersten von ihm bekannten Leistungen, sowohl in der Maler-, als iu der Stempelschucidekunst beweisen, daß er sich anfangs in bcidcn Künsten zugleich mit aus-aczciclmctcm Erfolge befchäftigtc. Er malte (1739) den Kurfürsten Karl Albert. (1738) dic Kurfürstiu Maria Ämalia, (1738) den Kurfürsten Maximilian Josef und die Prinzessin Theresia Bcncdicta, welche Bildnisse sich früher, zufolge Naglers Künstlcrlexicon, im Schlosse zu Nymphenburg befanden. Das von Schcga in Wachs bossirte Portrait des Churfürsten Earl Albert gefiel nngcmcin und es mochte erwünscht gewesen sein, endlich einen geschickten Künstler dieses Faches iu München zu. besitzen, nachdem schon seit längerer Zeit dic baicrischcn Müuzen, besonders die Köpfe auf denselben, schlecht geschuittcn waren und man Nch bei Bedarf einer Medaille ohnehin immer an AuS-wärtigc wenden mußte. Schega wurde daher am 12. December 1738 als Stempelschncider bei dem churfürstlichen Münzamte in München angestellt und von da an datirt anch die Thätigkeit unfcrcs LaudsmanncS als Medailleur. Die Kaiser-münzcu aus Anlaß dcr Wahl Earl Alberts zum deutschen Kaiser (als Earl >'!!.), insbesondere das Kaiscr> Medaillon (1742) nnd noch viele andere, hohe Personen darstellende Medaillen, deren sein Biograph im ganzen 91 aufzählt und beschreibt, außer seiner Thätigkeit bei dcr Münzpräguug, sind cbcnsoviclc Dcnkmalc künstlerischer Leistungen. Im Jahre 1751 wurde er Hof-mcdaillcnr. Im Jahre 1758 nnd 1766 nach Wien berufen, bossirtc Sch. das Portrait der Kaiserin Maria Theresia. Das vorzüglichste Werk war aber die Reihenfolge dcr baicrischcn Regenten, 18Portraitmcdaillcn, es erwarb ihm die gerechte Bewunderung der Zeitgenossen, sowie sie ihn in den Rang der ersten Künstler im Portraitmcdail-leufach erhob. Auch die neuere Zeit, welche so bedeutende Medailleure hervorbrachte, muh Schcga's rcincr nnd sicherer Art, in Stahl zu schneiden, vollen Beifall zollen. Bei zierlicher Ansführung dcr Details, geschmackvollem Faltenwurf dcr Gewänder, hatte er eine höchst ungczwuw-gene und noch wenig übertroffeue Manier in Behandlung der Haare nnd des Pclzwerkcs. Ein Zufall brachte Schcga um 1766 um das rechte Ange und mehrere Jahre vor seinem am 6. December 1787 erfolgten Tode war er gänzlich erblindet. Zwei Brüder unseres Schega lebten in Wien, der ältere, Johann Anton, von Profession ein Büchsenmacher, verfertigte mathematische Instrumente, dcr jüngere wurde unter Anleitung seines berühmten Bruders einer der geschicktesten Siegelschncider. Auch der damalige Stempelschucider in Neapel, Bernhard Hribcrnik oder Bcrger, ein Schwiegersohn Schega'S war ebenfalls ein Schüler Schema's. 114tt dasselbe herantreten werden, um es anf Bahnen hinzulenken, die zu jenen ntopischcn Zielen hinführen sollen, die man ihm schon so lange vorgespiegelt und die cinc nicht kleine Partei in Serbien seither genährt und anch heute noch nicht aufgegeben hat; werden, mit anderen Worten, dein serliischcn Volte die Gegenwart, der gesicherte Bestand nnd dic friedliche Entwicklnng deS Vaterlandes, dic Gebote internationaler Verpflichtung, die Achlnng der Verträge und Gesetze höher stehen, als jcnc Ziele, deren wir obcn gedachten, die nur anf dem bln-tigcn Wege gewaltsamer Umwälzungen uud übcrschäu-mender Agitation zn erreichen gewesen wären? Daö serbische Volk selbst nnd seine Veiter haben anf alle diese Fragen bereits dnrch cinc Reihe von Thatsachen geantwortet, die ihre Rückantwort in der erhöhten Achtung nnd Sympathie gcfnndcn haben, die ihnen, nächst ihrcr Theilnahme, alle Cnltnrslaatcu En-ropa's entgegenbrachten; nnd man darf in Wahrheit sagen: die moralijchc Haltnng, die Serbien bei dieser prüsungsuollen Veranlassung bchanptcie, ist cinc über-zeugcnde Garantie, daß es auf dem allein richtigen Wege ist, sich diesen Culturstaaten in windiger Weise anzureihen. Möge es auf diesem segcnsuollcn Wege auch ferner verharren: er cmancipirt Serbien von seinen falschen Freunden nnd sichert ihm die aufrichtige» Sympathien derer um so mchr, ocncn es Vertrauen cmMloßcn wußte; dieser Weg führt Scrbieu allein zn jenen Zielen, denen allere wie jüngere Cultnrstaatcn allein zuzuschreiten bestimmt sind, znr geistigen, sittlichen nnd materiellen Entwickelung von Land nnd Leuten, nm beiden eine Zutnnst zn verschaffen, sür die dic Gaben seiner Be-wohner, die Lage nnd natürlichen Eigcnschaflcn des Bandes ebenso oicle günstige Vorbedingungen dielen. Nicht von dem Schwert nnd dem Verfolg politischer Utopien können wir cinc bessere und zeitgemäßere Entwickelung Serbiens abhangig c'blicken, sondern von der Volts-schnle »nd der nicht minder scgcnsvollcn Arbeit des Pflugs, ebenso uon dem Anschluß an das große Schie-ncnnctz, welches das Abendland mehr nnd mehr bedeckt, und endlich kaum Eisen übrig lassen wird, um die Arsenale des Krieges zn füllen. Die landwinhschaftlichc Mnsterschnle, welche der zu früh verstorbene Fürst Michael zu Tvplschidcr geschaffen und gcpflegt, will sür Srrbicu etwas mehr bedeuten als die „großscrbischc Idee" und ihr Verfolg; denn nicht mit seinem von dem Schweizer Oreilli ausgebildeten Mllizwcscn, nicht mit seinen gefüllten Nüsllammern, noch weniger aber folgend den Vorspicgclungeu nnd Trnggcbildcn nordischer Agenten wird Serbien jene Idee verwirklichen tön-mn; wohl aber werden ihm ein höherer Grad von Cultur, überhaupt geistiger und materieller Entwickelung innerhalb der stammverwandten Volter der Hämushalb-insel ciuc Geltung nnd natürlichen Einflnß sichern, den rohe Gcwalt nimmermehr erreichen, wohl aber das eigene Siaatowcscn in Frage stellen würde. Ersrcnlich isl für nns der Umschwnng, der sich in der Stimmung Serbiens für Oesterreich mehr und mehr tllüd gibt. Serbien hat seiner ganzen Bedcnlnng nach den Dienst gewürdigt, den ihm in der linkischen Besaz-zuugsfragc seiner verfallenen nnd diesen Namen tamn noch verdienenden Festnngcn der Leiter unseres unswär» tigcn Amtes erwiesen hat; Serbien sieht ein -- nnd hoffen wir, die Pforte nicht minder — daß dnrch diesen Dienst die Ursache von möglichen Conflicten hinwcggc-ränmt wn'dc, deren ganze Tragweite sich nnr zn leicht menschlicher Berechnung entgeht. Aber noch mehr: Serbien folgt anch nnscrer staatlichen Nengestallung auf Grundlage der Entwickelung unserer frelhcUllcheu Insli-tutioncu mit ci'.'.em Interesse, das sicherlich erhöhte Sym palhien nnd jene Achtung bcknndct, welche das ycntigc Stieben Oesterreichs verdient. Bezeichnend snr diese Sympathien dürfte jedenfalls daö Folgende sein. Als man m Pctcrsbnrg erfuhr, daß Serbien in der Präg-statte zn Wien neue Landesmün^en schlagen zu lassen beabsichtigte, erbot sich die russische Regierung, dassellic in den russischen Münzstätten unentgeltlich thnn zu wollcn. Serbien l.hittc verbindlichst mit dcn Worten ab: wir bezahlen die Kosten sür unsern Münzbcdarf und werden denselben in Oesterreich herstellen lassen. (Tr. Ztg.) Nebcr die Age iu Mmca schrcidt man der „New. Slaats-Zcitnng:" Im gegenwärtigen Augenblick stehen dcm Präsidenten Juarez in fünf verschiedenen Staaten Rivalen gegenüber und wenn auch von den Ausständen, die sich über den ganzen Umfang der Rcpnblik verbreiten, viele ohne tiefere politische Bedeutung nnd mclir ein Ansdruck deS überall grassy rcndcn Raubcrwcsens sind, so scheinen doch einige der Bewegungen, besonders die vom General Negrete und die vom Gcncral Rivera hervorgerufene, die Regierung mit einer crüsllichcu Gefahr zu bedrohen, da sie sich auf ihre Truppen und deren Führer nicht mehr recht verlassen lann. Vielleicht ist es nnr die Menge der Ncbcnbnhlcr, die sicl, gegenseitig im Schach halten, die eS bis jetzt dem Präsidenten Juarez möglich gemacht hat, sich wenigstens dcn Schein der Autorität zn be« wahren, allein je länger diese Wirren dauern, desto wahrscheinlicher wird es, daß eine kräftige Persönlichkeit sie schließlich benutzen wird, um dem gegenwärtigen Zu« stand der Dinge ein plötzliches Ende zu machen. Unbc» stimmte Gerüchte bezeichnen den General Porfirio Diaz als diese Persönlichkeit, nnd dic Furcht der Regierung vor diesem Manne hat sich allerdings erst soeben dadurch vcrrathcu, daß sie ihu des Oberbefehls enthobcu hat. Solche Beweise des Mißtrauens pflegen jedoch mcistcus nur dazu zu dicucn, die befürchteten Arisen zu bcschlcn-uigeu, und nach dcn Schildcrnngcn, die über die dortigen Zustände vorliegen, möchtcn wir in der That dcn Eintritt einer ncncn iialaslropyc in Mexico für uah bcvorstehcud halten. Indessen der neue Umsturz wird uur dazu beitragen, die Elemente der Zerstörung dort zu vermehren; feste, dauernde Ordnuug ist iu ciucm Lande nicht mehr möglich, dcssen Zcrrütlnng soweit gediehen ist, wie sie sich in Mexico zeigt, und um die Zeit, weull die Ver. Staaten ihr Rcconstrnctionswcrk beendigt haben, wird wahrscheinlich die keineswegs angenehme, aber doch nothwendige Aufgabe au sie hcranlrc-tcn, die staatlichen Zustände Mexico's nntcr ihrc Obhut zu nchmc». Oesterreich. Baden, 5. Juli. (Resolution gegen die päpstliche Allocution.) Hcutc tagte hier eine Arbellcr'Veriammlnng, die in rnhig parlamentarischer Weise über die Fabriksucrhültnisse der Umgebung Ba« dcns Berathungen pflog. Nachdem die Gegenstände dcr Tagesordnung erledigt waren, brachte Herr Pfelsser nachfolgende Resolution ein: „Die Hirtenbriefe und die päpstliche Allocution sind ein Eingriff in das Staatsrecht. Oas Concordat ist aufzuheben, die Verhandlungen mit Rom sind abzubrechen." Die Rcsolntion wurde nnter stürmischen Knudgebuugcu einstimmig an» genommen. 'Prag, 0. Juli. (Jänner-Excesse.) Das Urtheil im Processe wegen der Demonstrationen während der Anwescnhcit des Ministers Herbst wnrde hentc verkündigt. Sämmtliche Angeklagte wnrdcn des Vergehens des Anflaufcs schuldig crtanilt. Die Hanptangcklngten wurden zu einer dreimonatlichen bis vicrwöchcntlichcn, die übrigen zn einer vierzehn- bis zchntägigcn Arrest-strafe ucrurthcilt. Ein dreizehnjähriger ilnabc wurde dcr Polizeibehörde zur Bestrafung übergebe». — Heute findet anch dcr Prcßproceß gegen die „Po-litit," wcgcn Verbrechens der Störung dcr öffentlichen Ruhe, statt. Nachdem dcr Redacteur Ncdoma flüchtig geworden ist, wird die Schlußvcrhandlung iu dcsscu Ab» weseuhcit durchgeführt. Das Urtheil wird morgen verkündigt werden. Vriinn, 5 Inli. (Gegen die Allocution.) Anch dic hiesige Communalvcrlrctnng beabsichtigt, dcm Beispiele der Wiener nnd Reichcnbcrgcr Eommnnal-vertretilng folgeud, gegcu die päpstliche Allocution au, das Entschiedenste zu prvtcstircn. In der nächsten Sitzllng schon soll ein diesbezüglicher Antrag gestellt werden. Graz, 5. In!i. (Gegen di e p äft stl i chc Al l o -rut ion.) Der Grmcindcrath hat gestern iu einer vertraulichen Besprcchnng sich geeinigt, cinc Adresse an daS Gcsammtminislcrinm zn erlassen, worin dcr Ucbcrzcugnng Ansdrnck gegeben werden soll, daß die päpstliche Allocn-tion Eiligriffc in das staatliche Recht dcr Gcsctzgcbnng enthalte, wogcgcn sich die Gemeinde verwahre, sowie uon dcr Energie dcs Mmistcrinms erwarte, daß es jeden Angriff gegen die Gesetze auf das entschiedenste zurückweisen werde. Uusland. Lindau, 0. Inli. (Die czechischc Wallfahrt.) Soeben findet die Abfahrt dcr Czcchen nach Conslan; stall; cs bcfindeii sich darnnter mch'crc coslü-mirtc Sotolistcn. Auf dcn böhmischen Bahnhöfen warcn mitunter czcchischc Vcreinc versammelt. Anf der Turch-rcisc durch Baicrn begegneten sie gänzlicher Theilnahme« losigkcit; München wurde passirt, ohne daß Erfrischuu-gen geiioilimcn wurden ; in Augsburg, Kaufbcuern, Im< mcnstadt wurdeu Nationalliedcr cxccut,rt, dic Nazdarrnfc waren in dcn Bahnhallcn allgemein, einzelne deutsche Hochrufe. Die baicrischcn Zeltnngcn hatten die Reise» gcsellschuft verstimmt gemacht. In Constanz hatte das czcchischc Fcstcomil«' große Elnpfnngsvorkchruugcn getroffen und beschwichtigende Erlläruugcu abgegeben. Florenz, 3, Juli. (In dcr heutigen Siz-zung der Deputi rtenka inmer) wurden sechs Artikel des Gesetzes über Eintreibung dcr Steuern nach einer sehr eingehenden Debatte angenommen, Die Com. mission wegen Verpachtung dcS Tabatmonopols hat sich hcutc constitnirt nnd Martinclli zu ihrem Vorsitzenden gewählt. — Kronprinz nnd Kronprinzessin treten am '?. Juli ihre Reise an. Sie werden sich nach dcm Harz, dann nach Belgien nnd England begeben. — 4. Inli. Die Debatte über das Gesetz znr EinHebung der Steuern macht fehr kleine Fortschritte. Ein Artikel wurdc hcutc angenommen, zwei wnrdcn an die Commission zur Berichterstattung zurückgewiesen. Es zeigt sich immer mehr, wie nachtheilig es ist, uu-^ vorbereitet oder zu wenig vorbereitet an die Berathung! eiues so wichtigen Gesetzvorschlages zu gchcu. Die Ccm> mission wegen des Tabakgeschäftcs hat heute wieder eine Sitzung gehalten. Unterdessen nehmen die UntcrhandW lnngcn zwischen dcm Finanzminister nnd dcm Vertrete« dcr Pächtcr Baldnino ihrcn Fortgang. — In dcn nächW stcn Tagen soll hier eine Broschüre über dic römische Frage erscheinen, welche großes Anfschen^ crrcgcn wird. M Turin, 3. Juli. (Der König) ist nach Aost^ abgereist, nm daselbst zn jagcn. Nicht dcr ctwas düstere politische Horizont, wie seinerzeit gcmcldct wnrde, soi^ dcrn dic Thatsache, daß die Herzogin uon Aosta sich in gcscgnctcn Umständen befindet, ist die Vcranlassnng, daß die projcctirtc Seereise anfgcgcbcn wnrdc. Genna. 4. Juli. (D a mftfsch i fffah rt.) Am 15». d. M. wird dcr Dampfer „Afrika" von dcr Go scllschaft Rubattino nnd Comp. dcn regelmäßigen Dienst zwischen Genua, Alrxandricn nnd Port Said eröffnen. Bei dcr Hin- nnd Rückfahrt werden Livorno, Messing und Catania berührt. M Mailand, 4. Juli. (Aus dem Lager.) Heute sind das 21. Regiment nnd das 23. Vcrsaglieri'Vatail-lon von dcn Fcldübuugcn im Lager vou Monza zurück-gelehrt. Die nenen Gewehre habcn sich anf das beste bewährt. In zwci Tagen marschirt das 3. Regiment nach dcm Lager. M Vcncdiss, 4. Inli. (N cnc H a n del s g cscl l^ schnft.) Es hat sich hier cinc ncnc Handelsgesellschaft nntcr dcr Firma Rosa nnd Comp. gebildet, welche sich vorzüglich mit Speditionen zn Wasser und zu Land befassen will. Insbesondere ist das Augenmerk dicscr GeM sellschaft, welche soznsagcn ans dcn ersten hiesigen SpeW ditcuren gebildet ist, darauf gerichtet, dcn Vcrtchr zwtW schcn Indicn, Egyptcn und Dcntschland an sich zn zichcn. Große Lagerhänscr sollen crrichtct nnd seinerzeit nach allen Hanpthäfcn dcs Orients nnd Indiens, sowic nach dcn wichtigstcn Städten dcr Schweiz nnd Dcntschlands Repräsentanten nnd Agciitcn geschickt werden. GründeM uiid Gcrautcu dcr Gesellschaft siud die Hcrrcu FontaW nclla lind Barera. W Paviö, 5). Inli. (Gesetzgebender Körper.) Dcr StaatSministcr sagte in fciner gestrigen Rede: Wir habcn hinsichtlich Deutschlands als Princip die AchtunaD vor seinem Bestehen aufgestellt, wir habcn in den FraM gcn, welche die unscrcn Grcuzen nächstgclcgcncn LänderM thcilc bewegen, dic Freiheit dcr Unabhängigkeit der Na< tionalitätcn als Princip angenommen, indent wir nichts anderes, als dic Absichten, uns zu enthalten, verkündetW habe». Wir habcn verlangt, daß auch andere sich cntW haltcn, indem sic gleichfalls den selbstständigcn StaalelW iyrc Unabhängigkeit gcbcn, folgcgcmäß anch ihrc Macht« Wir begreifen einen Krieg nnr in dcn Grcnzcn dcr VerW thcidigunss. ich sngc nicht unseres Gebietes, wohl abeW unserer Würde, Chic nnd nnscrcs Einflusses. Die OppoM sition will Frieden, die Majorität will ihn noch mchrM Dic Regierung theilt dic Gesinnnngen dcr MajoritgW iiüd dcs Bandes. Ronher schließt, indem er dcn ChaM raktcr der Rcgierungspolitik dahin rcsnmirt, crhabeM über so viele Willcübmcinungcn dcn Frieden Enropa' Belgrad, iü. Inli. (U us dcrSkuplschin a.) Fürst Milan bcsuchtc gcstcru um halb <; Uhr Nachmittags die Sknptschma, wnrdc mit lebhaften Znrnfcn empfangen nnd entfernte sich nach kurzem Aufenthalte unter dcn Zivios dcr Versammlung. Dcr Präsident schloß gcstcrn nach 7 Uhr Abends die diesjährige Stnp-tschina, Er dankte derselben im Namen der Rcgicrnng und in jenem deS Fürsten Milan für ihre patriotische Hingcbnng, für die glückliche und klngc Lösung dcr sclM' bendcn Fragen, sür maßvolle Haltung und Ausdauer. Dcr Präsident berichtete im Lanfe dcr Sitznng über dic letzten Maßregeln dcr Ncgicrnng. nbcr die Unter snchnng dcr Verschwörnng, übcr die iuncrc nnd änßcrc Lage Serbiens in dcm gegenwärtigen Angcnbückc. Leb hafte Zeichen des Vcrtranens in die Regierung unterbrachen dcn Vortrng dcs Präsidenten. Die Skup-tschina hatte noch früher folgende, ihr znr Bcschlnß' fassnng vorgelegte Anträge angenommen: Alljährlich nnd bis znr Großjährigkcit des Fürsten, also dnrch drei Jahre, ist wenigstens cinc Sknptschina zn bcrnfcn. Die Rcgicrnng möge mit aller Strenge und schleunigst den Mordproccß zn Ende führen und die Schnldigcn uunachsichtig bestrafen. Die Familien KaragiorgieuicS uud Ncnadovics sind des Landes verwiesen. Als Landes- und Hochvcrräther wird dcrcu Vermögen confi^cirt, um damit thcilweife dcn dem Lande erwachsenen «5cha> dcn gutznmachcu. Die Vehördcu und Beamten verblei' bcn an dcn ihnen vom Fürsten Michael angewiesenen Posten. Unwürdige sollen mit Verlust dcr Pension sofort cnllnsfcn werden. Dem Fürsten Michael soll iu Toptschidcr am Platze, wo dersclbc gefallen ist, ans Vollsmitteln cinc Denkfaule crrichtct wcrdcn. Es solle dic schlcnnigstc Entwicklung dcr Wehrkraft nach dcr Idee dcS verewigten Fürsten, sowie die Vergrößerung und volle Ausuützung der bestehenden Volksmilitärschulcn angestrebt werden. Gegen die Polizcilcitung Belgrads möge wegen mangelhafter Umsicht und Untauglichkcit, da dieselbe dcn Mord so lange vorbereiten licß, eint Untersuchuug ciugcleitct werden. Jeder Serbe sei fül das Leben dcs Fürsten Milan verantwortlich. Schließ' lich solle die Regierung dic besondere Bestimmung h^ 1147 ben, die vom Fürsten Michael ciugelcitctcu freundschaftlichen Beziehungen zn den fremden Mächten strenge einzuhalten. KastesneuuKeiten. — (Sanctionirte Gesetze,) Die „Wr. Ztg." vom 7. d. bringt das Gesetz über die Durchführung von unmittelbaren Wahlen in das Abgeordnetenhaus des Reichs-rathcs; das Gesetz, wodurch das Ministerium ermächtigt wird, die Statuten und das Reglement der priv. usterreicbi-schcn Nationaldant provisorisch abzuändern und das Gesetz, wodurch das Mini,lerium der im Relchsrathc vertretenen Königreiche und Länder zum Abschlüsse mica Uebcieinkom» Mens w.gen Ausprägung neuer Scheidemünzen und Ein-zlehung der Münzscdeine mit dcln Ministeiium dcr Länder der ungari'chcn Klone eimächtigt wird. ^ (Ehrenbürger recht.) Se. Durchlaucht der Herr Ministerpräsident Fürst Karl Aucrsperg hat nach No-Usicirung dek ihm volirlen Ehrenbürgeircchtes der Stadt Leit» mctitz unterm 2, d. M. folgende Antwort nach Lritmeritz erlassen: „Ueber die telegraphische Mittheilung von gestern eben , N°hl von Gemeinde-Ehrenbürgern zu Landta s^ , len abgeholfen weiden tonnte. 'lm ^-^ktlage.swertheö Mißv erst gn » n iß.) Schwier 7 '"^ "" ^'"'^er G.schäflsmann an inn T^ea aw, "" ''' ^^'^°""" nach Wsetin gesendel. A E^"7^^ ^"m wüsjcn jedoch von P^hl aus du^ch phenamles üb " 7"'"' "" "' P'°"i"'" des Telegra-nach Wselin ""°"7 " '"n, die Depesche in der Nacht verdienen. Au, b°m^ "'" ''" ^"'"^l"' von ,1 st. z, darmerie-Patrouille w.,^° ^" begegnete er einer Gen-dao lurz vorh^ mit ' "^ """" I'""^""" Ahndete, einen Di.bstahl aus ,ful?', °/"^: ^^ch iu M.seritsch jungen Mann °n u " " ^' . ^' Gendarm rief den ich Ihnen sogleich z .en "^ '. °^' " N^e. „Taö werde ' der Vrustta che u?«,' """"^^ "eser und griff nach ' '" ' um sich m.t der Depesche zu legitmmeu. Der Gendarm, dem bekannt war. dah der gesuchte Dieb mit einer Pistole bewaffnet sei, glaubte, der Angerufene beabsichtige ein Attentat auf seine Person, und um sich vor demselben zu schützen, legte ll is!, fchr hau-fig cin unterirdisches Rollen. Das bestürzte Volt fürchte! sich, daß diese Elschrinungen nur die Vorläufer ciues stärkeren Erdbebens sind, als das erste gewesen, und hält sich Tag und Nacht unter freiem Himmel auf. Auch die Kirche» si»o geschlossen und wild der Gottesdienst im Freien gehal» ten. Die Stöße haben anscheinend die Richtung uon Süden nach Norden. - (Beschlagnahme eiuer officiellcn Kriegsdarstellun g.) I>» Leipzig ist die Schlift „Offi' cttlle Darstellung der wichtigsten Eieignisse vom 18. Juni bis 3. Juli bci der königlich sächsischen Armee und dem vereinigten österreichische Armeecorps" von der Polizei auf Verordnung des Mimsleriums des Innern iu Beschlag genommen worden. — (Die p reußischc Amn esli e) wird sich nicht, wie cs Anfangs hich, aus sämmtliche in den Hochvcrraths-pcoceß verwickelte Hannoveraner erstrecken, sie wird nach einer Mittheilung der „Kreuzzeilung" nur ei»e beschlä»kt^ sein. Mau hat einen Unterschied gemacht zwischen „Ver-! lührern" und „Verführten." Die „Versühilen" sind, wie! oas feudale Blatt meldet, allerdings begnadigt; die Ver-iührer dagegen gcheu der ütxr sie verhängten Strafe entgegen. — (Zum Belgrader Fülstenmor d.) In der Wohnung drs über Intervention der serbischen Regierruig in Pcst verhafteten Serben Philipp Stanlovitsch wurden mehrere Haudscharö uud Revolver, der B'schrcibung nach von derselben Form, Farbe und Construction, wie die bei den Fürslenmöldelu iu Belgrad vorgefundenen, so wie die Patronen zu den R. 14 5>i. 2 ,!. eingenommen, also durchschnittsich jeder Junge täglich etwa 2 >'!>. 3 ll. oder 1 fl. 12^ tr. — (Zu Tournai in Belgien lebt eine Witwe), die am 7. v. M. 100 Jahre alt geworden ist, trotzdem sie mehr als einmal dem Tode nahe gewesen. Kaum nebcn Jahre all, siel sie in's Wasser und wurde mit vieler Müde gerettet i im zweiuudzwanzigslen Jahre entfloh sie mit Noth einem brennend?»» Hause i an ihrem Hochzeitstage gingen die Pferde mit ihr durch und während der Revolution wurde sie in Paris als Royalistin eingelertert und zum Tore verdammt. Nur durch einen Zufall entging sie dem Schaffot, Die Greisin besitzt noch jetzt als heilige Reliquie ein Besteck in Bucbsbaumholz, dessen die unglücklich? Königin Marie Antoinette sich im Gefängniß bediente. — (Aus Amerita.) Am 13. Juni hat der Senat nu Utsetz in Betreff der Wahlen des Gtmeindcralhs von Washington angenommen, m welchen zum erste» male Farbige gewählt worden sind und dic Conservative« mit einer Stimme in der Majorität waren. In Folge dessen entstand eine Art von Schisma, jeder Theil constiluine sich für sich allein als Gemeinderath und wählte feinen Maire. Kein Theil wollte nachgeben und der Cungrcß sieht sich ge» nöthigt, cin besonderes Gesetz zu erlassen, um diesem Sturme im Glase Wasser ein Ende zu nmchei. Locales. — In Folge dcr Nehabilitinma, des Herrn Bürgermeisters Dr. C o st a ist der erste Magisiratsrath Herr G ut« man von der Leitung des Sladtmagistrates abgetreten. Das hohe LandeZpräsidium fand sich bestimmt, an den Herrn Magistratsralh aus diesem Anlasse nachstehendes Schreiben zu erlassen: „Nacddem E. W. die in Folge meines Erlasses vom 4. April l. I., Z. 608/1>. übernommene, schon flüber zu wiederholten malen von Ihnen verfehene Leitung des Stadtmagisttales Laibach dermalen nach dreimonatlicher Füh« rung wieder an dcu Bürgermeister Dr. Costa übergeben haben, so uehme ich mit besonderem Vergnügen bicuon Anlaß, Ihnen für die auch diesmal in dieser AmtsfNbrung bewährte taclvolle Haltung, Umsicht und Energie meine Befriedigung und Anerkennung auszudrücken. v. Conrad l>>. n. Wir nehmen vou dieser verdienten Anerkennung mit um so größerer Befriedigung Act, als wir uns selbst qe< drungcn suhlen, dem Herrn Magistratsralb Gutman für die stete aufmerksame Beachtung und Erfüllung aller durch die Presse tundgegebeuen Wünsche der Bevölkerung unseren ausrichligen Danl abzustatten. Wir drücken den Wunsch und die Hoffnung auv, rciß dies auch von Seite oer ucuen Magisttalsleiluug slel5 der Fall sein möge. — (Erut ebericht.) In Unlertrain ist der Stand der Saaten u»d dic Ernteaussicht im Durchschnitte sehr gut, lu Obeckcain und in Innertraiu mit Ausnabme des Kar« stes gut. Auf dem Karste salbst steht theils in Folge der Verwintrrung der Saaten durch die lange Andauer der Fröste, theils wegen anhaltender Dürre entschieden ein Miß« jalir bevor, da die sengenden Einwickungen dcr Sonne irn Flühjahre auch durch die nachträglichen günstigen Wttterungs-Verhältüissc nicht mehr behoben werden konnten. Die constilnircndc Versammlung >cs conjli-tutmcllen Vereins fand gestcvn Mends mu 7 Uhr im Fifchcr'fchcn Saale, welchen dic philharmonische Gesellschaft freundlichst ein-gcrällmt hatte, statt. Es delhciligtcn sich an derselben 138 Personen, Anlgcv, Doctoren, Professoren, Beamte lt. f. w. Als Vorsitzender fungirtc Herr Hof- und Ge« richtöadvocat Dr. Jos. Suppali, als NcgicrungS-commisfär Herr ^ocalpolizeicommissär Svetcz. Der Vorsitzende richtete cinc Ansprache an dic Versammlung, m welcher cr, ausgehend von cincm geschichtlichen Rückblicke nnf dic verflossenen beiden Dcccnnieu, den gegenwärtigen Moment, in welchem dic Erwählten des Voltes an dic Spitze dcr Regierung gctrctcn, als denjenigen bezeichnete, dcr alle, welche, dem herrschenden Regie-rungssystcmc zustimmen, bestimmen müsse, durch selbstthätige Betheiligung au dcu öffentlichen Angelegenheiten dasselbe zu stützen. Die politischen Vcrcinc hätten die Aufgabe, das Interesse au dcu öffentlichen Angelegenheiten in der Massc des Volkes zu weckcu, als Mittelglieder zwischcu dcr Volksvertretung uud dem Volkc selbst, durch Weckuug dcö Gemciusiuns, durch Aurcgnug zur Besprechung über ullc Tagcsfragcu, frcicu Mciunngs-austausch uud iudcm fic dcu Nüufchcu uud Bedürfnissen deS Volkes zum Ausdrucke uud zur Gcltuug vcr-hclfcn. Der Redner besprach sohin, zu dcu bcsoudercn Vcrhältmsscn unseres Landes übcrgchcud, dastirchlichc und das uatiouale Iutcrcssc, cr zeigte, wic beidc in dcn Staatsgruudgesctzen ihrc volle Befriedigung findcu, cr vcrdammtc aber auch aufs fchärfste jcdes HiuauS-grcifcu übcr di.'fc gcsctzlichc Grenze uud zeigte iu ciucr geschichtlichen Parallele dic Gefährlichkeit dcr Sondcr-iutercsfcu, wclcheu entgegen zu trctcu die Pflicht jedes guten Staatsbürgers fei. Er schloß seine öfter vou leb« hllflem Beifall uuterbrocheuc Rede mit der Aufforderung an dic Vcrsammclteu, ihrc Namcu als Grüudcr des coustitutioucllcu Verciues zu zcichueu, was auch sofort geschah, uud sohiu zur Wahl dcö Vcrciusausschusscs zu schreiten. . . . ES wurdeu sohiu zu Mitgliedern des Vercmsaus-schusfes gewühlt die Herren: Dr. Josef Suppan, 1148 Deschmlllll,, Dr. Schaff er, Dr. v. Kalten-eggcr, Dr. Robert v. S chrc i, Terftiu, D i in i tz, Dr. Kect»' <,cc!>'!!!!!lii>!ili!» verlangt worden, wurde dieselbe in regelrechter Abstimmung einstimmig unter lauten Bcifallöäußerungen und mit sichtlich gehobener Stimmung angenommen, worauf der Vorsitzende die Versammlung alö geschlossen erklärte. Die erste consti» tuircnde Versammlung des ersten constitutioncllcu Vcr-ciuS strains hat somit ciueu erfreulichen Beweis für die rege Theilnahme und die Zustimmung geliefert, auf welche dic eiste p.lri^mculai'ische Regierung Qcsterrcichs auf ihrer schwierigen Äahn zählen darf. Jeder echte Vatcrlandof.icund begrüßt diesen ersten Schritt iu die politische Arena mit seiucu besten Wünschen und Hoffnungen und erwartet von demselben die besten Erfolge für unsere materiellen uud geistigen Intercsjcn. Nrnejle Post. Der in Wien erscheinende „^Dslcn" bringt folgende Mittheilungen: Wie ans einer sehr verläßlichen Qnellc mitgetheilt wird, will Preußen die großen Manöver, die im Monate September d. I. bei ^eip^ig stattfinden sollen, als Maske benutzen, um Truppeu au deu Rhein zu werfe u. Die betreffenden Anordnungen sind bereits gelroffci: wolden. — ÄuS Petersburg wild gemeldet, daß Graf Gludoff, inssischcr Gesandter in Dresden, definitiv die Bestimmung habe, als Gesandter iu Verlin aecrcditirt zn werden. Bon eben daher cifahren wir, daß der Handelsvertrag mit der Türkei am i. März l^til) nach neunjähriger Dauer zn Ende geht und daß General Ignaticff in ^onstantinopel bereits angewiesen wnrde, der Pforte zn erklären, daß Rußland diesen Handelsvertrag uicht wieder crucucrn werde. Prag, 6. Inli. (Wr. Zlg.) Gcstcrn hat eine Volksversammlung gegen daS Verbot am Svi>'in slatt-gefunden; der Verlauf war gan; rnhig, die gerichtliche Amtshandlung ist eingeleitet. Anch in Koschumbcrg bei Skutsch, wo das Viecting untersagt war, war ous Anlaß der dortigen Wallfahrt großer Znsammcnflnß von Menschen. Zn der in der Nähe von Kutlenbcrg bcabsichiigtcn Huß ^ Feier hatten sich in Folge des Ver-bols nur wenige Personen cingcsnndcu, gcgcn welche dns gerichtliche Versohlen ebenfalls ciiMlcitct ist. Bei Lautschin iin Kreise ^timbnvg kam das auf gestern au-lxranmtc, behördlich untersagte '^iecling gar nicht zn Stande. I>l Prag selbst fand L'bends ans ^cm Äct-lchcms-Platz eine Ansainullung von Mnschcn, meist Ncngierigcu, statt. Eiuigc fingen an ein Lied zu sin-geu. unlcrbrachcu sich aber bald freiwillig. Sehr unbedeutende Demoustrationsversuchc gingcu meistens von Lehrbuben :c. ano. Prag, <>. Juli. (N. Fr. Pr.) Gestern hat trotz lichördlichcn Verbots am Svicjn bei Arnan eine Volksversammlung stattgefuudeu, welche aber ohne weitere Störung vcrlicf. Gegen die Urheber soll die gerichtliche Aii'tshaudlnng eingelotet werden. In Kosumbcrg bei Stne, wo ein ähnliches Mect,ug behördlich untersagt wnrde, fand aus Anlaß der dortigen Wallfahrt ein größerer Zusammenfluß von Menschen statt, worüber indcl; nähere Nachrichten noch fchlcu. In der Nahe von Kuttcubcrg ist die beabsichtigte Huß Feier wcgeu Man- gels an Thciluchlncrn beinahe gänzlich vereitelt worden. Bei Lauciu ist das dajclust augcsagt gewesene Meeting in Folge behördlicher Dazwischcukunft uutcr-blicbcu. Pest, ü. Juli. (Sitzung der Dcputirtcn -tafcl.) DaS Referat der Ccutralsettion über dic Einkommensteuer uu5 Stcucrciuhebuug wird ucrleseu. In der Spceialdebattc über daS Gruudstcucrgesetz werden die ^^ 1 bis 7 unverändert angeuolumeu. Paris, 0. Juli. Der „Etcudard" meldet: Marquis de Mouslicr hat sich heute uach Foutaiueblcau bc-gcbcu. — Die „Patrie" eonstatirt, daß die officicUcn Journale iu Berlin auf ihre Gcwohuhcitcn, anzuschwär-zcu uud zu prouoeireu, zurücktomiueu, während die De« batlcu des gesetzgebenden Körpers den Wunsch aller Par« teicu an den Tag legen, den Frieden zu crhalten. ^ ondon, 6. Juli. Die Prinzessin von Wales genas heute Morgens eines Mädchens, l^eide bcfiuden sich gut. - Iu Süd^Africa wurde ein neues Goldlager entdeckt. Belgrad, 6. Juli. Oie Hinrichtung dcs Ritt-lncislclS ilienadowics, Schwagers dcs Fürsten Alexander itarageorgicvics, war für morgen bestimmt. Damit jedoch die Mitglieder der Skupschtina Znschancr dcs Actes der Gerechtigkeit sein können, wnrde die Füseliruug ocs Verurthciltcu trotz des heutigen serbischen Feiertages hcutc Früh vor dem Widdiu ^ Thor: vollzogen. Die Mehrzahl der Mitglieder der Stupschtina, sowie eine mäßige Menschenmenge fanden sich auf dem Richtplatzc ciu. ' Nach ciueui vom Fürslcu Äiilosch herstairmcildeu Gesetze mnßlc der Dclinqncul iu eine Grube tretcu, aus welcher er mit halbem ^eibc hervorragte, daselbst wurde er mit verbundenen Äugcu uud mit rückwärts ge» schlosscncn Händen an ciucu Pfahl gebunden, während gleichzeitig vier Mann vortraten lind die Execution vollzogen. Das Grab wurde sogleich mit Gerölle verschüttet. Bukarest, 6. Juli. Durch fürstliches Decret wurden die Wahleu für den Senat auf den 19., 21. uud 23. Juli verschoben. Telegraphische Wechfclconrsr. >,"M 7, Juli. :>p.'lc. H'i-lalllqll^ 58.40. — ,',perc. MltalNqme m 63 40. - l8»>0n Kla,lcl'!, 87.59. — ^aulllct'.-u 75'. - ^re0nai,t!e!l 201 90. — ^lldIii l 13 50. - silver 111 - K. I Dncalrü 538, Das Postdampfschiff „Hammonia," Capitän Meier, ging am 1. Inli vollbesetzt von Hamburg vi<> Southampton nach Nlw-^jort ab. DaS Postdampffchiff „Eimbria," Eapitän Haack, welches am 17. Juni von Hamburg und am 1l). vou Sonthamptou abgegangen, ist am 29. wohlbehalten iu New ^ort angetommcu. Jandel und Golkswirthschaftliches. Vcsierreichische yleute. Wir lcscn in einciu Wiener Mchblntle f^lgrnde l)^ichtt-ne>vcr>l)r A»sicht: Dic Specuwtioil l,at siä, in der jüngst'» ZM, ,nn Anonaym.! dcr Vosc, ^anz und >;ar d^ii Htaalopaplcrcn nlignunidct. Ha« bcirr! mia jcduch »ichl in BrnvN)ci!nnli dcr Zntnnn dicj^' ^sfccl^i. Sobald dic Nuifi-calion dcr Slaüldschnlo m'o Veliku lrill, ivird di,.' oslencichischc klonte das lntcndc Spnülaticiwpnpir!,' des Cmiliucn'.ö wcrdcn. ^n trln^n Wrnhc n'ird di>! Aitiitrug!' zwischnl so uick'ii Vörsl'!^-plä^il lil's!rl)^il lino cinr glcich c>roßc ^!>,lihaftigtc!t gcwiimcn, ^iilch dic Ullificaliun wird i>ic Mo^lichknt, Stnclc dcr cilcichcn GlMliüli. zn clh^Iic», an i>llni Oncii nitstchr», und y cdnrch Blanco^Vl^änfc cnnoglicht N'crdcn, «h>lc welche cln kitendes Spielpapier »icht desteyen faun, Dcr innige Zusammenhang Orslenx'ichö niil allen politischen Fragen >u,r0 da;n lxmageu, dasz die ofterrcichische Nenic nmmitellicu'c Ülittviiele uon der pl," litischen ^tmospljine empfmigt. Im Om,;eii und Größen wird dieser Umstand ,>wnhl der Wiener Vorse iric dem Ktaa!5crcdlie zn ^l'ü^en loüüicn. Man lirancht l),üo ii- und 4>procenuge Renie Frantreicho un Cunrse mil einander zn vergleichen, um zn crtennen, daß den Gpielchancen cmeo Papieres oo,i dcni Ca^ pilale ein liedeninider Werlh znertannt wird. Erntcausfichten iu Fraukrcich. Sämmtliche EnUe-tierichlc gedeu die liesten Aussichten. 5m Norden haben nn'cr dem Cinflnssc einer bald frnchie», bald warmen Witterung die ^lrrtcr einen prachtvollen Ändlict gewunnrn. Die Getreideernte wird eine reichliche slin, ja sie wird in manchen Gegenden deu Anofatl beö vorigen Jahres decken Dic Uurigeu sseldfrllchle lassen wenig zn wünschen übrig. Aehnlich ist dic Lage iu den westlichen Gegenden. Korn und Gelreide haben riue uiiuerhofftc Kräftigung erlaugt uud die Obstba'nme, welche dort so zahlreich sind, versprechen eine ungewöhnliche Ergiebigkeit. Im Siideu Franl-rcich^ hatte die im April herrschende Ditrrc die Ernte iu Frage gestellt, alier die Negeulirijme dcö Mai haben dic Lust getiihlt und die Fcldfriichtc gclrästigt, so dafz sie iu mehreren Departements ein befriedigendes Ergebniß liefern werden. Im Osten haben sich dic Saalfrilchtc seit zwei Monaten beträchtlich aufgebessert, und wcuu leiue Unfälle eiulrcleu, wird 1««;« ciu Jahr der Fülle sein. Der Weiustock steht überall prächtig, «rainbura, 6, Inli. Auf dem heutigeu Marltc sind erschienen: 36 Wagen mit Getreide und 9 Wagcu mit Holz. T> li r ch s ch u i t t S - P r c i s e. We zen pr. Met'en .') 75 Vutter pr. Pfund , ^1"Ä 'lorn ., 3 ,°>!0 Eier pi', Stuck . . .-I berste ., — - Milch pr. Maß . — 10 Hafcr „ — - Älludfleisch pr. Pfd. — 1!> Halbfrucht „ — Kalbfleisch „ _. W Heideu „ 3 90 Schweinefleisch „ — 20 Huf? „ ^ 10 Schöpsenfleisch „ — .. jtncunch „ 3 30 Hähudel pr, Stücl — 21 Erdäpfel „ I ^0 Tauben „ — 10 linsen „ 3 84 Heu pr. Zentner . — — Erbseu ,. 3 20 Stroh „ . __ __ F'wleu „ ^ 12 Holz, hartes, pr. Klsl, 5i - sllndöschmalz pr. Pfd. — 46 — weiches, „ g 80 3chwci:!.-schm!ilz „ -. W Wrin, rother, pr.Ei,,,cr U - ^p.'ck, frifch, ,. .-35i - weißer „ .^ ... Tpcck, gcräucherc, Pfd, — 40 Illldolfswertl,, 6, Juli. Die Durchschnitts-Prnst stcN-mi sich ans dem hemigrn Markte, wie folgt.- f>. lr. fl. , lr. 39eizeu p.>r Mcheu V">e ,. 2 50 Schöpsenfleisch „ - 15 ^uün'ch „ I __, Hähndel pr. Stllck - 1« Erdapfel .. ... — Taudeu „ - ,4 ^'"s"l ,. 4 80 Heu pr, Eentncr . 1 ! 40 ^rbscn „ 4 80 Stroh „ l - V°>!^ < ".,. ^ ^ Holz/lmrtcs. pr. Klft. «'.- Nmdt«schmalz pr. Pfd, - 45 - weiches. „ - ! - Schweineschmalz „ .. 45 Wein,rother, pr. Eimer 5 — ^peck, frisch, „ .... —weißer ., 4!- Speck, geräuchert, Pfd. — 40 ! Attstekommene Fremde. Am 5. Juli. Htadt ÄUien. Die Hcrreu: Snpanc, Haxdelem, uou Eilli. — Neinhart, Handeli,reis., nnd Pichler, Kanfm,, vou Wien — Vcidcrber, Gastgeber, und i'öy. Lederer, uou Gottschce. -Urschitsch nnd Hrnderaer, Kmiflt.. uou Trieft. - Poqacnia. Verwalter, von Topli,, - Aloi« n„d Peter Mali. öderer, von Nemnarttl. - P«e, Kaufm., und Niller, Handelsm,, uou Laa^. ^ Olefant. Dic Herren: BrciOiiknr, HcmdelSm., vou Gonobitz. — Sparer, l. l ^lenereiuiichmcr. vou Nyiragihaza. - Mali Polat und Den. ,vmidel^l.. vou Neiimarltl^ Schwarz. Han-del.'m,, nnd Piller, Kansm, vou Gra;. -- Stampsl, Han-del?m., von Gotlschce, - Widiz, Kanfm.. uon Nnd°ls5werth. — futscher. Kansm., von St, Aartholmr. Klcin Kaufm, von Trieft. - Stern. W,inhni!dler. von Agram — Pilt, Handelöm.. von Kiagenfurt .. Goltsch. Handel^i, vou Senoselsch Baierischcr .<'of. Dir Herren.- Schapla, Handelm.. von Sturia. - Aemger, Handel«,!!.. Perebon, Fleischer, und «Vchüilo, Ochsemiandler, vou Trieft, -. Petrouic. Philosoph, von Wi>n , 1-, , ?-/' ^ »i ll7i>K^32'i;!i! -4-11" wlulstlsl «rilb^ ^ ^ ^ „ N. 325.^ j-17.^ SSO s. sch, halbheiler ^'" !0 „ Ab. 3^,,.!<, ,11,5 N. f.schwach gröftlh, bew.! '^^"' '^acl,ts megeu, ^corgenc ganz vcwöllt, Vormittags gelichtet. Mittags ziemlich aufgeheitert. Gegen 4 Uhr Nachmittag Sturm anö ^)iNO. eine Viertelstunde anhallend, mit staelem Rege» ohne Gewitter. Regen durch einc Stnnde anhaltend. Kühler Abend. Daö Tagcsmiltcl der Wärme um I-«;" niitcr dem Normale. Veraulwortlichcr Redacteur: Ignaz v. K l c i u m a y r, Dürsendericht. ^<,>>e«, l; Inli Die gillütigc Stimmung beherrschte auch die heutige Börse, welche ill üllcu Effectriigallmigeu zu höheren Coursen vrrtchrtc, wahrend Dcuiscu uud Valulcn billiger ausgcdotcn schlussru. Geld flüssig. Umsatz belangreich. Veffentlicke Tckuld. ^. des Staates (sür 100 f!,) Geld Waare In U. W. zu t)v5 50 detto v. ?^ 186Ü .... 59.35 59.45 dctlo rückzahlbar (j^) . . . 94.— 94.50 Silbcr-Aulehen von 1864 . . 69.— 69.50 Silberaul. 1865 ^FrcS,) rückzahlb, iu 37 I. zu 5 pEt. fllr 100 fl, 73 — 74. - Nat,-Aul. mit I'!,u,-l6o!ip. zu 5°/,. «3 4s> <;Z 50 „ „ „ Apr,-Eonp. .. 5 „ ^3,5>0 ^'«0 Metalliques . . . . „ 5 „ 58 60 58 70 delta mil Mai-Coup, ,, 5 „ 59.— 5925 drtto . . . . „ 4;„ 5225 5250 Mit Verlos, v. 1.1839 . , . l'i« - 1^.j.50 „ „ „ 1854 . . . 80.- 8" 25 „ „ „ „ 1« 87.50 Ungarn.....„ 5 „ 76.- 76. Trmeser-Vanat . . „ 5 „ 7^.75 74.25 Eroatten und Slavonien „ 5 „ 75.— 75,50 Galizien .... „ 5 „ 67. ?5 68.25 Siedcubitrgen ... „ 5 „ 69,75 7l>.d0 Äutovina .... „ 5 „ K6,75 67.- Ung. m. d. V.-E, 1867 „ 5 ,. 72,?5 73 25 Tem.B, m. d.V.-E. 1867 „ 5 ,. 72.25 72.i>0 Actien (pr. Stlict), Nat'ouall'llni .... 74?.-. 748-Kaiser Feroiullnds-Nordbahu zu i<»00st. ö. W.....1812,—1f<17 - - Kredit-Anstalt m 200 fi. ö. W, . 98.40 198 60 N,ü, Escom.-Oes.zu500fl.ö.W. .,16,- 618 — Stat«ciseuv,.'Ges. zu 200 st.LM, oder 500 Fr...... 256 - 256.25 Kais. Klis. Bahn zu 20fl.EM. 21',,?'> 211.-- Böhm. Wcstbahu zu 200 fl. . 155..25 155.50 Ocst.Dou.-Dampfsch,-Grs. D-^ 528.— 530.— Oesterreich. Llol,d iu Trieft Z 5 242.— 242.— Wieu.DüMpfm.-Actg. . . . 385.— N<0.— Pester Kelttnbrilcke .... 425.— -<30 — Anglo-Austria- Ban! zu 200 st. ^44.50 144.75 Lemberg CzcruowilzrrActicn . 182.— Iy3.— Pfandbriefe (filr 100 fl.) National- i baut auf > verlosbar zu 5"/« 97 10 97.30 (5. M. 1 Natioulllv.aufö.W.vrrloöb.5„ 92.70 92 90 Uug.Bod.-Cred.-Anst. zu 5'/, „ 9^.25 92.75 All'g. öst Bodeii-Credit-Änstall vcrloöbar zu 5°/« iu Silber 98.50 99.-Lose (pr. Stilck.) Ered.-A.f.H u.G.z.100sl.ij.W. 135.-- 135.50 Dutt.-Dmpssch.'G.j.100ft.EM. 91._. 92.— Gtadtgem. Ofen „ 40 „ 0. W. 25.— 26.— Esterhazy zu 40 fl. EM. 175.— —.— Salm „ 40 „ „ . 35.50 36,— Geld Waare Palfjy z» 40 fl, EM. 27.50 28.- Clary „ 40 „ ,. . 29.50 30. - St. GcuoiS „ 40 „ „ , 25,50 26.- - Wiudischgratz „ 20 „ „ . 20.— 20.50 Waldsteiu „ 20 „ „ . 2l.75 22.25 Kcgleuich „ 10 ,. „ , 1.^.25 13.75 Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 14.__ 14,50 Wechsel. (3 Monate.) Augsburg fllr 100 si sildd. W. 95.75 96.^-ssraulsnrta.M 100 sl. drtto 96.- 96 20 Hamburg, fttr 1<» Marl Banlo 84 4., 84.60 London filr 10 Pf, Sterling . 114 50 114,75 Paris für 100 Franls . .' . 45.55 4,'.60 (?o»,rH der Geldsorten Geld Waare K. Mliuz-Ducatcu 5 st. 44 lr. 5 fl. 44z lr. Napoleouöd'or . . 9 „ 14 „ 9 „ 14^ „ Rufs, Imperiale . 9 „ 48 „ 9 ^ 49 ^ Vereiusthalcr . . 1 „ 7l^ „ 1 „ 70i " Silber . . 112 „ - „ 112 „ 25 " Krainische GrulldeMlaNuugs - Obligationen, P"' vatnotlrung: 85 Geld, 83 Waare.