Priinumerations-Prri ft: Für Laibach: Eanzjührig . . 8 fl. 40 fr. Halbjährig 4 „ 20 „ Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich „ 70 „ Laibacher -»edactisn: Bahnhofgasse Nr. 182. M i k der Post: Ganzjährig.................12 fl. Halbjährig................. 6 „ Vierteljährig.............. 3 „ Für Zustellung ins Hans viertelj. 25 tr., monatl. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Nr. 4. Tagblalt Aiwnhme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Donnerstag, 7. Jänner 1875. — Morgen: Severin. Expedition- & Jnseraten-Bureau: Congreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung vvn Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg.) Jnsertionspreise. Für die einspaltige Petitzette ä 4 h., bei wiederholter Einschaltung ä 3 ' Anzeigen bis 5 Zeiü Bei größeren Jnser öfterer Einschaltung chender Rabatt. Für complicierten Satz beson dere Vergütung. 8. Jahrgang. Wie man in Oesterreich Eisenbahnen gebaut hat. i. Es ist ein altererbtes Hebet aus der Zeit der feudalen Wirthschast in Oesterreich, daß der Staat, ' so oft er etwas unternimmt, eine Lieferung aus« i schreibt, einen Bau projectiert, in der Regel den: doppelten und dreifachen Betrag dafür zahlen muß.: E« gehörte das, wie gesagt, zwar nicht zu den „berechtigten," aber doch zu den speciellen Eigenthürn-lichkeiten des österreichischen ffaisustaates, wie sie in dem Maße anderswo vergebens gesucht werden. Nehmen wir beispielshalber den Eisenbahnbau. Nicht nur suchte man, so lange der Staat baute, mit besonderem gleiße die schwierigsten Punkte, die spielend umgangen werden tonnten, für die Tra-cierung einer Linie heraus, (mir erinnern nur an den Semmering, an den laibacher Sumpf, an die unwegsamsten Stellen des Karstes, die nur mittelst zahlloser Tunnels überschreilbar waren), nein, eine Bahn, die summt dem bürgerlichen Gewinn für den Unternehmer fix und fertig etwa auf 40 Millionen zu ftehett käme, wenn eö bei dem Bau mit ordentlichen Dingen zugehen würde, kam sicher auf 60 bis 70 Millionen zu stehen und der Überschuß floß in bk Tausende von Säcken, die von oben bis unten offen standen. Jedermann, der nur von weitem an einem derartigen Unternehmen gerochen, von der Spitze angefangen bis zum letzten Partieführer herunter, mußte eben seinen Rebach machen. Ist es dann bei dem enormen Anlagekapital, bei dem oft Millionen betragenden Gründergewinn, bevor noch ein Spatenstich geschehen, ein Wunlur, daß unsere Eisenbahnen, wenn sie auch noch so viel Berkehr haben und deren Tarife für den Personen* und Frachtenverkehr viel höher sind als im Auslande, meist passiv arbeiten und entweder die Actionäre nichts bekommen oder der Staat als Zinsengarant ungeheure Summen darauf zahlen muß. Ein großer Theil des Anlagekapitals ist eben in die Privat» faschen der Unternehmer gewandert und ist demnach für die entsprechende Herstellung des Bahnkörpers und den Betrieb unfruchtbar geblieben. In den öffentlichen Blättern wurde schon seit Jahren auf den unerhörten Schwindel und aus die Mi»wirthschaft in unserem Eisenbahnwesen hingewiesen und die Regierung zum Einschreiten und zur Untersuchung aufgefordert. Aber den einflußreichen Verbindungen, über die unsere Eisenbahnmatadoren verfügten, wie ihren klingenden Gründen gelang es immer wieder die unbequemen Mahner und Warner zum Schweigen zu bringen. Aber bei einer der in Rede stehenden Bahnen, bei der Lemberg -Czerno-witz.Jafsyer Bahn war das Maß der Sünden doch zum Ueberlausen voll; sowohl beim Bau als auch nach Vollendung derselben waren derartige Mi«» bräuche zutage getreten, daß die Regierung im Jahre 1872 die Sequestration über diese Bahn verhängte und bald nachher über den Generaldirektor derselben, Ritter von Ofen he im, die Untersuchung einleitete. Nachdem die Untersuchung fast anderthalb Jahre gedauert, begann endlich am 4. I. M. vor einem außerordentlichen Schwurgerichtshofe in Wien die Schlußverhandlung. Die am ersten Tage verlesene umfangreiche Anklageschrift fördert ganz ungeheuerliche Dinge zu Tage, von denen inan sich nur wundern muß, daß sie trotz Verwaltungsrath, trotz Generalversammlungen, trotz Regierungscommissär u. s. w. geschehen und jahrelang vertuscht bleiben konnten. Schon der ungewöhnliche Umfang sichert diesem Prozeß, der voraussichtlich vier Wochen dauern wird, einen hervorragenden Platz in den Annalen der österreichischen Rechtspraxis, und die gesellschaftliche Stellung, welche der Angeklagte errungen hat, und deren sich fast alle Zeugen (darunter zwei gewesene Minister, Giskra und Petrino) erfreuen, lenkt das allgemeine Interesse nicht nur Oesterreichs, sondern auch des Auslandes auf ihn. Zumal wird die öffentliche Proeedur und der Urtheilöspruch der Richter auö dem Volke das erstemal über die Richtung zu entscheiden haben, in welcher ein bedeutsamer Theil unseres volkswirthschaftlichen, speciell des Verkehrslebens sich bewegt. Die Art, wie in Oesterreich bisher Eisenbahnen projectiert, gebaut, subventioniert, in Betrieb gesetzt und verwaltet wurden, muß bis ins innerste Getriebe des Verkehrsorga-nismus hinein zerlegt und geprüft werden, so daß vor den großen principiellen Erörterungen das persönliche Moment fast verschwinden wird. Wie weit die Schuld der Gefammtheit geht, wie weit Mis-stände durch gesetzgeberische und Verwaltungsmis-griffe erzeugt, durch den Schlendrian lange Jahre sich sortgeschleppt haben, ober ob und wie ein einzelner wider die Gesetze verstoßen hat, das zu entscheiden ist Sache der Geschwornen. Ihr Wahrspruch wird aber nicht ohne schwerwiegenden Einfluß auf die Entwicklung unseres Eisenbahnwesens bleiben. Trifft Jeuilleton. E i n Erfinder. (Fortsetzung.) Von ber Nutzlosigkeit ihrer Gegenrede überzeugt, schwieg Frau Howe, während EliaS bald wieder in sein früheres Nachdenken verfiel. Von Zeit zu Zeit nahm er eine seltsame geformte Nadel zur Hand, welche an den beiden Enden zugespitzt das Ohr in der Mitte hatte. Mit Hilfe dieses Instrumentes hoffte er noch immer das ihm vorschwebende Problem zu lösen, obgleich bis jetzt alle seine Versuche gescheitert waren, so daß ihm immer klarer wurde, tag er einen falschen Weg eingeschlagen habe. ES geht aber den großen Erfindern wir den , Siebenden, je größere Schwierigkeiten sich ihnen in den Weg stellen, je mächtiger die Hindernisse, desto höher wachst ihr Eifer,, die verzehrende Leidenschaftlichkeit, die fieberhafte Ungeduld dir Span» nung, mit der sie unverrückt ihr Ziel verfolgen, bist« es erreichen oder darüber untergehen. In ähnlicher Lage befand sich jetzt Elias Howe, der arme Mechaniker; er sah sie stets in seiner Phantasie; er hörte das Schnurren ihrer Räder; er beobachtete ihre staunenswerthe Wirkung, die jedoch vorläufig leider nur in der Einbildung bestand; während er im Geiste eine Million erwarb, war er in der Wirklichkeit ein elender Bettler. Ueber sein fortwährendes Sinnen und Trachten vernachlässigte er die ihm ausgetragene Arbeit, versäumte er die Pflichten gegen seine Familie. Die Kunden blieben aus, feine Ersparnisse schwanden, sein Verdienst wurde immer geringer. Die wenigen Groschen, die er hier und da noch erwarb, gab er für allerlei Materialien und Handwerkszeug dahin, das er für seine Erfindung noth-wendig hielt. Für sie dünkte ihm kein Opfer zu groß, keine Entbehrung zu schwer: er war bereit Mangel, Roth und Armuth ihretwillen zu dulden. Zu der Sorge um die tägliche Existenz gesellte sich noch in manchen Augenblick-n der Zweifel an seiner Fähigkeit. Zuweilen überfiel ihn unwillkürlich der furchtbare Gedanke, daß vielleicht seine Änftren» gütigen, Mühen und Arbeiten vergeblich wären, daß eine Chimäre ihn getäuscht, ein Irrlicht ihn be- trogen, daß er nie sein Ziel erreichen, seine Aufgabe lösen werde, daß mit Recht die Welt seiner spotten, seine Frau und Kinder den gewissenlosen Vater verdammen müßten. Dem Wahnsinn nahe sprang er auf; die Luft in der ärmlichen Dachstube wurde ihm zu eng und er stürzte hinaus auf die Straße, ohne von der bekümmerten Frau Abschied zu nehmen, deren traurig vorwurfsvolle Blicke er nicht zu ertragen vermochte. Er wollte keinen Menschen, am wenigsten einem Be» kannten begegnen, weshalb er die abgelegensten Straßen einschlug, wo beim dürftigen Lampenlicht arme Handwerker, besonders zahlreiche Weberfami» lien da« kümmerliche Brod im Schweißt ihres An» gesicht« verdienten. Das klappernde Geräusch der Webstühle weckte ihn aus feinen finsteren Gedanken; mit Theilnahme sah er durch das Fenster eines unansehnlichen Hauses den emsigen Bewohnern zu, die mit schneller, sicherer Hand das hölzerne Schiffchen hinüber und herüber schießen ließen. Wie er so in der Dunkelheit da stand und mit gespannter Aufmerksamkeit das Treiben betrachtete, schoß ihm ein Gedanke plötzlich durch den Kopf. (Forts, folgt.) nicht Gesetzgebung und Berwaltung gleichmäßig, die lässige Handhabung der bestehenden Vorschriften, die mangelhafte Beaufsichtigung und Controle von-seite des Staates, welche die Dinge so weit kommen ließen, ein großer Theil der Schuld'? War diese Schuld nicht nur eine vor den Actionären, sondern auch vor dem gemeinen Recht zu verantwortende? Wuchs aus der Mangelhaftigkeit der besetze und der Beaufsichtigung alles Unheil hervor? Diese und ähnliche Fragen, welche die Interessen der Gesammtheit berühren und mit allen Factoren der Gesetzgebung in Verbindung stehen, werden beantwortet und entgiltig entschieden werden müssen. Das alles macht die Spannung und das In-teresse begreiflich, mit welchen die weitesten VolkS-fretie den Verhandlungen und dem Wahrspruche im wieder Schwurgerichtssaale entgegensehen. Das erstemal wird in Oesterreich der Schleier weggezogen von einer großarligen wirihschastlichen Unternehmung, deren uns die letzten Jahre so viele gebracht zuerst wird man einen Einblick hinter die Coulissen erhalten, das innerste Getriebe jenes Baues, Ursache und Mittel seiner Entstehung kennen lernen, das dunkle Gewebe der Fehler und Täuschungen entrollt sehen und die Ursachen der Katastrophen erfahren. Verfolgen wird man die trübe Quelle der Reich, thümer einzelner der Tagesgötzen, die meteorartig emporsteigen und herabsinken bis zu Gerichissaal und Kerker. Wir genügen daher nur einer publici-stischen Pflichl gegen unsere Leser, wenn wir ihnen einen Einblick in die verhängnisvolle GründungS-wirthschaft gewähren und in einem weiteren Artikel an der Hand der Anklageschrift in großen Zügen ein Bild von der Entstehung der VembergCzerno-witzer Bahn, entkleidet von dem juridischen Formel. werk, entwerfen. _____________________________ Politische Rundschau. Laibach, 7. Jänner. Juland. Am Montag begann vor dem wiener Vandesgerichte in Strafsachen der Prozeß gegen Ritter v. Ofenheim, den gewesenen General« direclor der Lemberg-Czernowitzer Eisenbahn. Die Dauer des Prozesses ist bekanntlich auf vier Wochen berechnet und derselbe kommt in außerordentlicher Schwurgerichtssession zur Verhandlung. Der Gegenstand des Strafverfahren« sowie die Persönlichkeit des Angeklagten stempeln den Prozeß z» einem Ereignisse von allgemein öffentlichem Interesse, das weit über die Grenzen Oesterreichs hinausreicht. Die für die Abwicklung der öffentlichen Verhandlung in Aussicht genommene Zeit bildet bezüglich ihrer Ausdehnung ein Unicum in der österreichischen Strafrechtspflege. Für den 6. d. hat eine Versammlung von alt-czechischen Landtagsabgeordneten die Einberufung eines altczechifchen Parteitages nach Prag beschlossen, um so den Jungczechen ein Paroli zu bieten. Auf diesem Parteitage soll ein Memorandum Riegers wegen Nichteintrittes der Ezechen in den Reichsrath, sowie ein Actionsprogramm gegen die Jungczechen genehmigt werden. Der Streit im Declarantenlager kann sich also noch erbitterter gestalten. Wie die „N. fr. Pr." erfährt, hat die Regierung nicht die Absicht, die Frage der Wahlberechtigung der geistlichen Nutznießer zum Ausgangspunkte eines ernstlichen Zwiespaltes mit der Verfassungspartei anwachsen zu lassen. Die vierzehn „Pfarrhöfe", welche bisher in den Listen des oberösterreichischen Großgrundbesitzes als Wähler erschienen, werden bei den nächsten Wahlen gestrichen werden. Doch soll bei diesem Anlässe auch die Frage nach dem Wahlrechte der bisher in der nemlichen Wvhlergruppe wahlberechtigten Besitzer von (and-täflichrn Häusern in Linz aufgeworfen worden sein. ^ Die Regierung neige der'Ansicht zu, daß auch das Wahlrecht dieser zumeist liberal«« Wähler nach der vvervsterrttchtschen Wahlordnung nicht zweifellos sei, und in diesem Sinne dürfte auch die nächste Wählerliste amendirrt ^werden. Ausland. Am 14. tritt der preußische Landtag zusammen. Derselbe wird nur eine ein zige kirchenpolitische Gesetzvorlage, und zwar über die Verwaltung de# Kirchengemeinde-Vermögens, zu berathen haben. Dagegen hat der d e u t s ch e R e i ch S« tag, welcher schon am 7. d. seine Verhandlungen wieder aufnimmt, noch das Landsturmgesetz, die Vorlagen über die Reichsbank und die Eivilehe, sowie jene über das Reichs Rechnungswesen und die Naturalleistungen für das Heer durchzuberathcn. • Nach einer römischen Depesche des „Giornale bi Firenze" hat der Papst an alle, die an ihn glauben, eine Encyklika erlassen. Diese bildet gleichsam ein Postscript zu der päpstlichen Allocution an das Cardinais Collegium. Diese letztere hatte sich mehr in allgemeinen Theorien bewegt und auf poli tischem Gebiete vornehmlich die Türkei censiert, weil sie durch Inschutznahme der den Huffuniften feind liehen „Neu-Schismaliker" dem Vatican viel Kummer bereitete. Die Excyklika, welche b s Jahr 187.) als ein Jubeljahr ankündigt, berührt in milder Umschreibung eine« sehr praktischen Punkt. Der Episkopat wird nemlich eingeladen, die Gläubigen auf die Einsammlung der reichlichen Früchte des Jubeljahres vorzubereiten. Wer da weiß, welcher PactoluS von Peterspfennigen benöthigt wird, um den vatikanischen Schatz flott zu erhalten, wird die Doppelsinnigkeit des citiertcn Passus verständlich finden. Die spanischen Nachrichten, soweit sic sich auf die Restauration beziehen, lassen sich kurz zu-sammenfassen. Auch die Marine hat sich für Don Alfonso erklärt uud die Republikaner, selbstoerleugnend und — unpraktisch wie immer, haben der neuen Regierung ihre Dienste ungebeten, „um die Freiheit zu retten." ES fragt sich nun, ob die Herren Cano-vas, Jovellar uud Compagnie die Freiheit auch gerettet sehen wollen. Serrano hat dem Umschwünge zugestimmt, soll aber gesonnen sein, nach Frankreich zu gehen, weil er kein Vertrauen in die Beständigkeit der neuen Monarchie hege. Interessant ist, daß der österr. Botschafter in Paris der einzige Diplomat war, welcher dem Marquis de la Bega wegen der Umwälzung in Spanien Glück wünschte. In den Reihen der Car listen reißt bereits der Abfall ein; Dorregaray und Oberst Berritz sind schon zu der Fahne Alsonso's XII. übergelausen. Letzterer kann stolz sein aus den Erwerb dieser Biedermänner. Zur Tagesgeschichte. — Glockiierbesteignng. Wie man aus Kals berichtet, wurde am 2. Jänner die Spitze des Großglockners von Mr. William 4t. Baillie Grohmaim, Mitglied des englischen Alpenvereins, in Begleitung von vier Führern erstiegen. Der Anssteig war ungemein beschwerlich nnd gefahrvoll, da der Schnee stellenweise drei Schnb tief lag. Zum Zeichen der erfolgten Ersteigung wurde auf dein Gipfel des Bergriese» eine rothe Fahne gepflanzt. — L e d r n - R o l l i n f. Am Sylvestermorgen starb in Paris infolge eines Herzleidens plötzlich Ledru-Rollin (Philipp), ein Restor der französischen Republikaner, dessen politische Haupttbätigkeit dem Ende der Juli Monarchie nnd der zweiten französischen Republik angehörte. Zu Paris am 2. Februar 1808 geboren, studierte Ledru-Rollin die Rechte nnd ward als Rechtsgelehrter und Advocat seit 1832 bekannt, so daß er mit Vorliebe als Vertheidiger in politischen Prozessen gesucht ward. Seit 1841 Deputierter, trat er von 1844 ab als Beschützer der arbeitenden Klassen aus, wobei ihm jedoch die socialistischen Ideen vorwiegend Agitationsmittel waren. Seine Ideale waren vielmehr die Republik und das allgemeine Stimmrecht. Die Vorgeschichte der Februar-Revolution kennt Ledru-Rollin als einen der Hauptagitatoren und als schon damals wiederholt gerichtlich verurtheilten Märtyrer seiner Ueberzeugung. Als Mitglied der provisorischen Regierung von 1848 wirkte er durch seine radikalen Maßregeln nicht glücklich und schied im Juni aus derselben. Im Dezember 1848 erhielt er zur Präsidentschaft der Republik an 3774000 Stimmen, j Das Bortreten Napoleons nöthigte ihn bereits 1649 zur Flucht. Bon London aus juchte Ledru-Rollin dann mit anderen Häuptern der europäischen Demokratie im Bereine. in die demokratische Bewegung einzugreifen. Er blieb, zweimal in contumaciam zur Deportation verurtheilt, bis nach dem Sturze des zw-iten Kaiserreichs seinem Vaterlande ferne, in dem er jetzt gestorben ist, ohne das Ziel seines Strebens: die definitive Begründung der Republik, verwirklicht zu sehen. In früheren Jahren war Ledru-Rollin auch als juridischer und politischer Schriftsteller aufgetreten. Local- und Provinzial-Angelegenheilen. Original-Corrrspondeii). Ttein, 4. Jänner. Gegen den Schluß meiner letzten Correspondenz hat sich rin ftnnftineuder Druckfehler eingeschlichen, den ich Heute berichtigen möchte. Der letzterwähnte Kaplan hat es itemlich nicht aus die Slovenska Matica, wie zu lesen war, sondern ans tic „Slovenska Pratika" abgesehen, auf die er häufig Jagd zu machen pflegt. Das jedoch fördert die Verbreitung dieses Kalenders nur, wofür ich zahlreiche Beweise erbringen könnte. Der Klerus selbst hat es durch sein Eifern und Nachschnllffeln, durch feine Visitationen der Krämerladen dabin gebracht, daß fast in den meisten Häusern die „Slovenska Pratika" zu finden ist. Das Büchlein wird sorgsam versteckt nnd macht unter Freunden und Verwandten gewöhnlich die Runde. Die Leute, die es gelesen, wundern sich dann, warum man gegen diese nichts böses enthaltende „Pratika" mit allem möglichen Geschütz auffahre. Die Leser kommen dann zu Schlußfolgerungen, die eben unser Klerus am liebsten im Keime ersticken möchte. Das Volk gelaugt zu einer gewissen Selbständigkeit im Urtheile nnd läßt sich nicht mehr so leicht von jedem Fanatiker hinters Licht führen. Es liebt das Wahre und stemmt sich nicht gegen die Aufklärung, im Gegentheile. es greift gern nach bildenden Mitteln, wenn auch geheim vor dem Geistlichen. Die Kultivierung dieses Gebietes hätte dem „Slov. Rar.", als er noch nicht so sehr an Abonnenten-Mangel Hinsiechte wie gegenwärtig, wo er absichtlich aus seinen Ritin hinznarbeiten scheint, sicher Besseres eingetragen, alS manches ungerechtfertigte und ganz grundlose Besudeln von einzelnen Personen. Ich will es heute ganz unverblümt heraussagcn, daß sich dieses obscnre Blättchen, das nicht mehr zu existieren vermag, fast beständig von einem hiesigen ganz verlogenen nnd hier nicht einmal von Schulbuben beachteten Subjecte, das feinem Vater zur Last fällt, Nachrichten eiufendeu ließ. Der „Narod" scheint Überhaupt an verkommenen Halbflutenten eine Hauptsreude zu haben; wir aber freuen uns, daß er durch feine Tactik es dahin brachte, daß ein großer Theil unserer Bevölkerung die wenn auch im nationalen Gewände auslrekende Lüge verabscheuen gelernt hat. — (Schwurgericht in Laibachs Rach Borschrist des 8 301 der St. P. Q. wurden vom Oberlaudes-gerichls-Präsidinm in Graz für die erste Schwurgerichtssitzung im Jahre 1875 als Vorsitzender des Geschwornen-gerichtes bei dem k. k. Laudesgerichte in Laibach der k k. Oberlandesgerichtsrath Joses Mayd und als dessen Stellvertreter der Landesgerichtsrath Vineenz Jennifer berufen. — (Vorspann spreisfürKrairi) vom I, Jänner bis 31. Dezember 1875. Der Gesammtvergütnngspreis für ein Vorspannspferd und eine Meile ohne Unterschied deöGeschäftszweiges (Beamten-,Militär-, Gendarmerie, Arrestanten und Schubvorspann; letzter» jedoch mit t.r Beschränkung auf jene Stationen, in welche» nicht durch Minneudolicitationen ein anderer SchubsuhrenpreiS erzielt wird) und des Borspaunehmers (Beamte, Offiziere, Mannschaft u. s. w.) wurde für die Zeit vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1875 mit sechsundsechzig (66) Kreuzern für das Herzogthum Ärain festgesetzt. Alle übrigen Bestimmungen des Erlasses der k. 1. Landesregierung vom 10. Oktober 1859, kundgeyiackt im Landesregierungsblatte vom Jahre 1860, II. Theil. XVl Stück, Nr. 16, betreffend den Vorspann in Krain für die Zeit vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1875 bleiben aufrecht erhalten. — (Turnunterricht in den Volksschulen.) Die k k. Bezirksschnlräthe wurden vorn k. I. Landesschulrathe aufgefordert, dahin zu wirken, daß jede Schule ehethnntichst mit einem geeigneten Turnplätze versehen werde. Ferner wurde denselben bedeutet, daß sich an Schulen, die einen , eigenen Turnplatz noch, .nicht besitzen, bis zur Herstellung einer. solchen der Turnunterricht lediglich aus Ordmuigs-und Freiübungen zu beschränken habe, welche Uebimgttt M Winter im Schnllöcale selbst, im Sommer auf irgend einem in der Nähe der Schule befindlichen freien Platze vorzunehmen sind. Hinsichtlich der Dispensierung jener Lehrer, welche ihres hohen Alters wegen nicht turnen können, von der Ertheilnng des Turnunterrichtes behalt sich der Landes-schulrath die bezügliche Schlußfassung von Fall zu Fall vor. — (SajS Juristenkränzchen) findet nun definitiv am 20. Jänner d. I. in den Casinolocalitäten statt. Das Cornitö des besagten Kränzchens hat sich nemlich an die Casinodirection um Ueberlassung des Tanzsaales gewendet. Da jedoch § 12 der Statuten.des Casinovereines die Ueber-lassuug des Casinosaalcs zu Tanznnterhaltuugen untersagt, sand zwischen der Casinodirection und dem Comitü ein Compromiß dahin statt, daß letzteres „im Vereine" mit der Casinodirection das Jnristenkränzchen veranstaltet — und die Einladungskarten von dieser niitgesertiget werden — wogegen dem Cornitv Das Recht eingeräumt wird, auch Nichtmilglieder des Vereines eiuzuladen. Das Cornitö des Jnristenkränzchens fand sich umsomehr veranlaßt, die Propositionen der Casinodirection anzunehmen als sich die Casinolocalitäten zur Veranstaltung eines Elitekränzchens vorzüglich eignen und hiedurch auch ein namhafter Theil der subskribierten Beträge dem wohlthätigm Zwecke wird zugeführt werden können. — ("Sie gestrige Schlittenfahrt), wenn auch durch die Ungunst des eingetreteueu Thauwetters in etwas beeinträchtigt, siel dennoch siir unsere Verhältnisse recht be friedigend aus. Ungefähr 40 Schlitten, darunter einige recht hübsche und schön bespannte, nahmen an der Fahrt theil. Den Schlitten mit der Mnsik hätte man wohl mit einem Viererzug bespannen sollen, er machte mit seinen Insassen keinen guten Eindruck. Die Letzteren lieferten wahrscheinlich in rechter Würdigung des Zweckes, dem der erzielte Ueber-schuß zugewendet wir», den ohrenzerreißenden Beweis, wie zeitgemäß und nothwendig das Bestreben ist, eine gute Stadtrapelle zu schassen. Dem Gründuugssoude desselben dürste immerhin eine nicht unbedeutende Summe zufließen. Der mit einem Maskeufchlitteu beabsichtigte Faschingsscherz scheiterte au der Sprödigkeit unserer Jeunesse. — (Stand der Diphtheritisepidemie in 2av 6ach) vom 20. bis inclusive 26. Dezember 1874. Vom letzten Ausweise sind in Behandlung verblieben 11, seither sind zugewachsen 6, zusammen 17 Kranke. Von diesen sind genesen 4, gestorben 6, und in Behandlung verblieben 7. Im Elisabeth-Kinderspital sind am 20. v. M. in Behandlung verblieben 4, von diesen ist 1 Kind genesen, und 3 sind noch in Behandlung verblieben. — (Nene Musikkapelle.) Dem Foude zur Gründung einer Feuerwehr-, zugleich städtischen Musikkapelle sind folgende Spenden zugeflossen, und zwar von den Herren: Lailüesregierungsleiter und k. k. Hosrath Ritter v. Widmaim 30 fl.; Landeshauptmann Dr. Ritl-r v. Kallenegger 25 fl.; Bürgermeister Laschau und Vice-Bürgermeistcr Malitsch je 20 fl.; Director Mahr, Professor Dr. Valenta, Ledenig und Goriinik, Graf Polza und I. A. Krisper, je 10 fl.; I. B. Krisper, Dr. Saj>z, Dr. Ritter v. Vesteneck, I. Piller, Gustav §ap, die Gemeinderäthe Dr. v. Schrei), Mikufch, Dr. Pfeffern-, Laßuig, Dr. KceSbacher, A. Dreo, R. Zhuber v. Okrog, Leskoviz, Terpin, Haussen, Polegeg, F. Rndesch, Bürger, Dr. Suppan und Dr. Schaffer, Fidelis Terpin; -lind Faleschini je 5 fl.: die Gemeinderäthe Habit, Ziegler und R. Pirker je 3 fl.; G. Garich 2 fl.; Billardbrett im Cafe Faukal und K. P. je 1 fl.; Frau Ovjiazh 5 fl. Weitere Spenden werden bei HerrnKarl Achtschin (Hau«Nr. 252 hinter der Mauer) der sich dieser Sache mit lobenswerthem Eifer annimmt, und im Zeitungscomptoir mm Klein-mayr & Bamberg (Sternallee) in Empfang genommen. — (Von der Südbahn.) Laut den neuesten Nachrichten ist der Personen- und Frachtenverkehr auf allen Linien der Südbahn wieder eröffnet, desgleichen sind auch die Strecken der ungarischen Westbahn sämmtlich wieder fahrbar. — Wir erlauben uns auf das heutige Inserat der Herren Strauß und Cie. in Hamburg besonders aufmerksam zu machen. Theater. (-PP-) Die jüngstverflossenen Theaterabende brachten uns des Bunten mancherlei: Eine verunglückte -Operette, — eint Beneficevorstellung mit •»bßflatem Spectakelstücke — und mitten zwischen beiden ein Brachvogel'sches Drama mit einem renommierten Gaste in der Titelrolle. Die ersterwähnte — Hopp's „Morilla" — ist eine Operette, die sich bei guter Laune in musikalischer Hinsicht vielleicht einmal, in textlicher dagegen wohl nur dann anhören läßt, wenn sie sich einer durchwegs correcten Aufführung und einer zum mindesten halbwegs anständigen Ausstattung erfreut. Unser Urtheil über den jüngsten Morilla-Abend ergibt sich nach dem Gesagten also wohl schon von selbst. Uebertriebener Personal- und Ausstattungsluxus war nie eine Schwachheit unserer gegenwärtigen Direktion, das wissen wir aus den letzten drei Jahren sehr wohl und vermögen cs angesichts unserer schwierigen Theaterzustände bis zu einer gewissen Grenze auch vollkommen zu würdigen; dessen ungeachtet aber können wir uns der Bemerkung nicht erwehren, daß so triste Verhältnisse, wie sie Heuer an unserer Bühne herrschen — ganz besonders inbezug auf Jncompletheit des Personals, auf unsere sogenannte Operette, unsere seit Monalen gar nicht existierende Gesangsposse u. s. w. — denn doch selbst hinter jenen bescheidenen Grenzen weit Zurückbleiben, die wir als das Minimum unserer Anforderungen selbst von unserem beschränkten Provinzstandpunkle aus an unsere Bühne zu stellen gewohnt und gewiß auch berechtigt sind. Oder sollte es uns von der Leistungsfähigkeit unserer heurigen Bühne clma einen besonders hohen Begriff beibringen, wenn wir — — wie eben bei Morilla — sehen, daß eine noch dazu nur sehr bescheidene, theilweise sogar höchst mangelhafte Operettenaufführung nur dadurch überhaupt möglich wurde, daß Opernsänger Orchester-dienste verrichten, Choristinnen erste Partien singen und umgekehrt erste Bühnenkräsle in zweifelhaften Costümen Statistirmenrollen ausfüllen mußten? Wir glauben nicht, daß mit einer an so Unrechtem Orte angebrachten und entschieden zu weit gehenden Sparsamkeit den materiellen Interessen der Direc-tion wahrhaft gedient sein sollte; doch haben wir andererseits unser Mahnwort hierüber bereits oft und eindringlich genug erhoben, als daß wir nunmehr nicht auch die Verantwortung für die natur gemäß hiemit verbundenen nachtheiligen Consequenzen der Direction in Hinkunft sollten allein überlassen und uns gegen jede allfällige spätere Klageführung derselben über die Theilnahmslosigkeit des Publicums nomine des letzteren entschieden verwahren können. — Frl. Fritz war die mit Rücksicht auf ihren sonstigen Wirkungskreis äußerst schwierige Aufgabe zutheit geworden, den Prinzen „Leon" zu singen; wir müssen es anerkennen, daß ihr dieselbe, nament lich in gesanglicher Hinsicht, sehr hübsch und vorrect gelang. In Spiel und Mimik ließ Frl. Fritz die routinierte Schauspielerin allerdings theilweise oer missen, doch blieb ihre Gesammtleistung dessen ungeachtet noch weit über jenem Maße, das wir — oder richtiger gesagt eigentlich die Direction — von ihr zu verlangen berechtigt sind. Auch die „Morilla" des Frl. Januschvosky war mit der dieser flei ßigen Sängerin stets eigenen echt opereltenhaften Laune und Lebhaftigkeit gespielt und verdient unsere vollste Anerkennung. Recht gut hielt sich desgleichen Herr Indra (Amarin), wenngleich die Operette nicht sein eigentliches Fahrwasser zu sein scheint Ein wahres Jammerbild boten uns dagegen die Damenchöre, wie nicht minder auch das mesquine Arrangement des WasfentanzeS, der in dieser kläglicher Form wahrlich weit besser ganz unterblieben wäre. Als Antrittsrolle feines vorläufig auf sech« Abende berechneten Gastspieles wählte Herr S t a * nis l«us Lesser vom kaiserl. Hoftheater in Petersburg Brachvogels „Narziß" und verschaffle MS Mt deutselben einen in vieler Hinsicht sehr in tereffanten Abend Hrn. Lesser« Auffassung und Darstellung des „Narziß" ist' eine von der herkömmlichen wesentlich abweichende und läßt uns in ihm sofort einen Schauspieler von selbständiger Gestaltungsgabe erkennen. Sein „Narziß" bot uns im Laufe des Abends entschieden mehrfache recht hübsche und gelungene Momente, wenngleich wir auch andererseits seine Darstellungsweise von einer gewissen Gesuchtheit, — zu welcher die Rolle diese« mit sich selbst zerfallenen philosophierenden Gamin« allerdings leicht verlockt — nicht vollkommen frei nennen können. In jedem Falle sehen wir den ferneren Leistungen des wohlrenommierten Gastes mit Interesse entgegen und wollen heute nur noch den glänzenden Erfolg constatieren, dessen sich derselbe bei unserem Publicum schon in seiner Antrittsrolle vwohl bei offener Scene als nach jedem Aktschlüsse erfreute. — Äuch seitens unserer heimischen Kräfte verlief die Vorstellung in zufriedenstellendster Weise; nsbesonderS können wir dies von Frau Erfurth 'agen, die als „Marquise von Pompadour" einen äußerst glücklichen Abeno hatte und sich mit dem Gaste verdientermaß-n in die Ehren desselben theilte. Die „Qninault" fand in Frl. Klaus eine ganz tüchtige Vertreterin, desgleichen auch die Rolle der Königin, Choiseuls und Saint Lamberts in Frau Blumenthal, Hrn. Erfurth und Hrn. Hegel. Bis auf einige kleinere Malheurs mit ungeschickten Ministern und noch schrecklicheren Hofdamen ging die ganze Vorstellung recht anständig in Scene. ES tst aber nicht jedermanns Sache, heute ein Waschweib und morgen eine Marquise mit gleicher Natur» treue darzustellen; ersteres ginge allenfalls noch, kraft angeborenem Talente, aber letzteres? Als zweite Beneesicoorstellung folgte DinStag jene des Frl. Klaus, welche hiezu Hugo Müller« historisches Zeitbild „Maximilian I. von Mexico" gewählt hatte. Die Erwartungen, mit denen man an dramatisch-patriotische G-legenheitSstücke dieser Art gemeiniglich geht, sind zumeist so gering, daß es wahrlich schon schwer ist, dieselben nicht zu erfüllen und anderseits fast noch viel leichter, sie wenigstens ein klein wenig zu übertreffen. Daß diesmal letztere« der Fall war, wollen wir gerne zugeben. Wenn auch arm an eigentlicher dramatischer Handlung und seinen Helden sehr wenig actio, fast nur passiv behandelnd, ist doch die Form und Diction desselben eine anständige und geschmackaollere und wenigsten« nicht übermäßig von jenen aufdringlichen politischen oder patriotischen Schlagern heimgesucht, wie die meisten ändern Stücke dieser Art. Und hier genügt ja schon das! — Herr Erfurth nahm sich de« dramatisierten Maximilian mit lobenswerthem Eifer an und erhielt für seine feurig durchgeführte Rolle verdienten Beifall; desgleichen auch die Beneficiantin selbst, die bei ihrem ersten Erscheinen mit freund-lichem Applause und Biumenspenden begrüßt wurde. Luch die Nebenrollen waren anständig besetzt, mit Einschluß der Hornisten, Tambourmajors und Feuerwerksmeister hinter den Eoulissen, die ihrer Aemter mit nahezu erschreckender Gewissenhaftigkeit walteten. Das Haus war an jedem der besprochenen drei übende, insbesonderS aber am letzterwähnten, sehr gut besucht. Witterung. Laibach, 7. Jänner. Morgens Nebel, dann einige Sonnenblicke, Nachmittags Höhennebel, schwacher Ostwind. Temperatur: morgens 6 Uhr + 0 4“, nachmittags 2 Uhr + 2 5» C. (1874 + 0 2°; 1873 : 0'0° C.) Barometer im Steigen 739 55 Millimeter. Das vorgestrige Tagesmittel der Temperatur — 2.1°, das gestrige + V8°; beziehungsweise um 0 7" und 4 6° über dem Normale; der vorgestrige Niederschlag 6 45 Millimeter Regen. Lebensmittel-Preise in Laibach ' am 5. Jänner. Weizen 5 fl. 20 kr.; Korn 3 fl. 50 kr.; Gerste 3 fl. 20 kr.; Hafer 2 ft. 20 kr.; Buchweizen 2 fl. 80 kr.; Hirse 3 fl. 20 kr.; Knkurutz 3 fl. 10 kr.; Erdäpfel 2 fl. 50 kr.; Fisolen 5 fi. 60 kr. per Metzen: Rindschmalz 52 kr., Schwein-fett 60 tr., Speck, frischer, 34 kr., Speck, geselchter, 42 kr. per Pfund ; Eier 3‘/, tr. per Stück; Milch 10 kr. per Maß; Rindfleisch 29 tr., Kalbfleisch 26 tr., Schweiufleisch 27 Ir. per Pfund; Heu 1 ft. 80 tr, Stroh 1 fl. per Zentner; hartes Holz 7 st. — kr., weiches Holz 5 fl. per Klafter. Telegraphischer Curstrmäjt ent 5; Jämier.!: 1111" Papier-Rente 70' Silber-Rente 75 30 — 1860er Staats-Antehen 112 Bankaktien 998. — Treoit 286 25 — London 11065 — Silber 105— — 20-FrancsStücke Theater. Heue: Zweite Gastvorstellung des kais. tu ff. Hofschauspielers Herrn Stanislaus 8ef|er. „Feenhände." Lustspiel in 5 Acten von Th. Gaßmann. Morgen: Dritte Gastvorstellung des Herrn Stanislaus Lesser. „Der Königslieutenant", oder: „Goethe's Jugendjahre." Historisches Lustspiel in 5 Acten von Dr. Karl Gutzkow. Berstorbene. Den 3. Jänner. Helena Kos, Arbeiterin, 45 I, Civilspital, Bauchtyphus. Den 4. Jänner. Rudolf Zusterzic, Couducteurskind, 14 Tage, Stadt Nr. 206, Rothlaus. — Franz Pegam, Arbeiter, 45 I., Civilspital, Fallsucht. — Josef Detela, Schneider, 27 I., Civilspital, Erschöpfung der Kräfte. Den 5. Jänner. Felix Elsuer, Privatier, 50 I.und Anton Honigmann, Comis, 50 I., beide Civilspital, an chronischer Lungentuberculvse. — Johann Javornig, Schmied-gesellerskind, 7 Monate, Stadt Nr. 40, Fraisen. — Johanna Kos, Spinnsabriksarbeiterskind, 4 I., Bahnhofgasse Nr. 133, Lungenbrand. Den 6. Jänner. Olga Zabukovec, Rechnnngsrevi-dentenstochter, 71.‘a I.. Kapuzinervorstadt Nr. 73, Rachenbräune. — Maria Kovaüik, Magd, 39 I., Civilspital, Ge birnschlagflnß. — Maria Petrov^iS, Keuschlersgattin, 53 I., Civilspital, Entkräftung. — Gregor Erjen, Hutmachergeselle, 36 I., Filialspital, Polana Nr. 58, Blattern. Z brilkim sreem naznarijamo vscm soroil-»ikom, prijateljcm in znancem, da se je premila uajuna liverka oziroma nasa preljuba nepozabljena sestrica Olga Roza Marija, uv.cnka I. razreda, Jenes ob polu scdmih zjutraj po kralki hudi bo-lezni v 8. letu svojega iivljenja preselila na boljsi svet. Prepelala se je k sv. KriStofu, kjer bode nj«ni poyreb v petek dne 8. januarja ob treb po-poludne. V svöjem razuinnem, priljudnem in ljubeznji-vem vedenji si je ta prehlaga (Jeklica postavila lep spominek pri vseh, kateri so jo poznali. V Ljubljani, dne 6. januarja 1875. Jakob Zabukovec, C. k. racunski revident, oce;'l Ellzabeta Zabukovec, mati; Ljudmila Zabukovec, sestra ; Ciril in Vladimir Zabukovec, brata. Bom tiefsten Schmerz ergriffen geben die Gefertigten die traurige Nachricht vom Hinscheiden der innigstgeliebten Gattin, refp. Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Frau Jeftfa |t#nfrBrauchet, welche heute nachts um l Uhr, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, nach kurzen Leiden im 70. Lebensjahre selig im Herrn entschlief. Die irdische Hülle wird am 7. Jänner nachmittags zur letzten Ruhe bestattet. Möge der theuern Dahingeschiedenen von allen Verwandten, Freunden und Bekannten ein frommes Andenken bewahrt bleiben. G o t t s ch e e, am 6. Jänner 1875. Gottfried $ trimer, k. k. Waldschätzungsreferent, als Gatte. Gottfried Bruner, k. k. Landes-gerilbtsrath, Karl Bruner, k. k. Gerichtskan,elist, als Söhne. Josefa Bruner, Leopoldine Mar-klovskl, 6. Pernstein, als Töchter. Johann Verderber, k. k. SteuerOberinspektor, Guido Marklovrky v. Pernstein, Vermeffungs-Beam-ter, als Schwiegersöhne. Mimi Brnner, als Schwiegertochter. Marie und Viktor Verderber, dann Karl, Mimi, Gottfried, Alfons, Leopoldine, Severin und Wanda Bruner, als Enkel. Telegramme. Versailles, 6. Iunncr. Die Nationalversammlung beschloß Ausrechterhaltung des Belage. rungszustandeS in Algier. Paris, 6. Jänner. Der König von Neapel besuchte Alsonso und erklärte diesrm, er werde seine Brüder, die Grafen von Caserta und Bari, zum Austritte aus der Carlistenarmee veranlassen. Al-sonso reist heule abends ab. Gestern richtete derselbe an den Präsidenten deS Regentschaftsrathes ein Telegramm, der Armee und dem Volke Spaniens dankend und die Hoffnung auf bessere Zukunft Spaniens ausdrückend. Einladung jur 54. Haupt-, zugleich Jahresversammlung -es conflitiituwllru Vereines, welche am 11. Jänner UNI halb 8 Uhr abends im <5l»b-zimmer der Casinorestauration abgehalteu wird. Tagesordnung. 1. Geschäfts- und Rechenschaftsbericht. 2. Neuwahl des Ausschusses. 3. Bortrag über ik THeiligkeit des Reichsralhes (14) 3-2 Der Ailsschtttz. Fr. Dotiertet & H. Hariscli, Laibach, Franziskancrgasse Nr, s, beehren sich dem p. t. Publicum die höfliche Mittheilung zu machen, dass sie in ihrem Tapezierer- und Möbel-GescMfte eine sehr reiche Auswahl aller Arten Pf 2v£öToel-Wi von den einfachsten bis zu den elegantesten am Lager haben und soeben den gegen früher bedeutend niedern neuen Preiscourant versenden. Auf Wunsch stehen photographische Ansichten unserer Möbel zur gefälligen Ansicht sehr gerne zu Diensten. (821) 3—3 Mse-Telegramm. Auf mehrfache Anfragen meiner p. t. Comiltenten mache ich statt besonderer Antwort hiemit die Anzeige, daß ich nunmehr den Zeitpunkt zur soliden Wiederausnahme von Operationen an der wiener k. k. Börse für geeignet erachte. . Meine vielverzweigten Verbindungen erleichtern mir die Beurthcilung der jeweiligen Conjunctnren und ertheile ich bereitwillige Auskunft auch brieflich. (3227) 3-2 Simon Kanitz, Bankhaus, I. Schotteuriug 6, Wien. Zahnarzt L. Ehrwerth, Herrengasse 213 im 1. Ttock, ordiniert täglich von 9 bis 4 Uhr. u ~ v v * U Y V. Technische Gummiwaren wie Gumm,Platten, Schnüre. Flanschen Stoufßiidifni Mannach-Packung. Kautschuck»!tt.' Zl Wasserschläuche, Hanfschläuche, roh und präpariert Säema-schinenschläuche; ferner Weiupumpeu, sog. Werkel, Wäschans. Windmaschinen, echtes monfalcouer Wagenfetl empfiehlt billigst o B Henry Sachs, ( 8 8 Wien, Stadt. Giselastraße 3. Das große Los oou247,0<'08im. wurde am 19. Mai o. I. bei mir gewonnen. Laz.Sams.Cohn. das Auf Nr. 456 ist bekan.itlich wiederum am 19. Mai v. I. große Los \nfc Prämie DaS große von 246,000 Rm. | wurde am 19 Mai v. I bei | mir gewonnen. Laz.Sams.Cohn. von 246,000 R. Mark mit ber ÜDcvife • , (",ü(k lil"' Segen bei Cohn! laiit amtlicher Gewinnliste, wie schon so oft, abermals bei mir gewonnen »orten; überhaupt habe in den Gewinnziehungen vom Mai nnb Oktober November und Dezember v. I. ,„d„e .eebr en Interessenten die Gewinnsumme vonMtv 960,000 Rm. oder Thlr. 320,000 laut amtlichcu Gewinnlisten 6nr ansberahlt Die vom Staate Hamburg garantierte große Geld-Lotterie von über 7 ÄömutNi 810,(1(1(1 Äm. ift diesmal wiederum mit iiu5;cvi)v6eiitli7 mal 300 4 mal 240, 18700 mal 132, 17041 mäl 120, 60,' 48, 24, 18, 12 und li 'Jim. Die Gewinnziehnng der 2. Ablheilung ist amtlich auf den 13. und 14. Lanner I. f.stgeslellt, zu welcher das Reuov.-Preis für das ganze Lriginal-Los nur 6 fl. ii. W. das halbe Driginal-Vos nur 3 fl. ii. W das viertel Lriginal-LoS nur l1/« fl. ü. W. ist. Diese mit TtaatSwappen versehenen Lrigi-nal-Lose sende ich gegen frankierte Einsendung des Betrages selbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Antraggebern sofort zu. Ebenso erfolgen die amtli-be Gewinnliste und die Gewinngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Beteiligten prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbindungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort aus-bezahlt erhalten. (9) 4—2 .BjHz, Sams. CoBin in Hamburg. Haupt-Comptoir, Bank- und Wechsel-Geschäft. Angekommene Fremde Am 7. Jänner. Hotel Stadt Wien. Eisner, »uv Jungwirth, Reisende, Wien. — Dr. Main und Steinmetz, Krennburg. Hotel Elefant. F. Brovet, Presid. — D. Brovet, Suber. — Jerse, Sagor. — Karlovsky, Triest. — Schüller, Fabrikant, Stopp. Baierischer Hof Kleinlercher, Hdlsm. und Beider, Deffe-reggeu. — Adamii, Triest. — Gulii, Sessana. Mohren. Merschek, Triest. — Auhsetz und Skrem, Rudolsswerth. — Selon, Getreidehändler, Prrwald. Ii itnen Jahre Jas psse Los von ei 375,000 Reictanark sowie weitere 43,300 Gewinne von 280,000, 125,000, 90,000, 60,000, 50,000, 40,000, 36,000, 3 mal 30,000, 24,000, 2 mal 20,000 rc. je. erlangen zu können, bietet sich Gelegenheit dar, durch ««Heiligung an der 9ieuen, von der freien Stadt Hamburg errichteten und garantierten großen Geldlotterie. Diese Lotterie besteht nur aus 7 Ziehungen und müssen sämmtliche obige 43,300 Gewinne innerhalb 6 Monaten zum Borschein kommen. Ueberhaupt bietet dieselbe in ihrer Gesammt Einrichtung so außerordentliche Vortheile, daß wir mit gutem Ge wissen dieses Unternehmen als ein ebenso solides als gewinnbringendes empfehlen dürfen. Mit den nächsten Ziehungen wird schon am 13. und 14. Jänner begonnen und versenden wir hierzu: Ganze Lriginal-Lose fr fl. 6 60, Halbe ü fl. 3 30, Viertel it fl. 1 65 gegen Einsendung des Betrages, nach den entserntesten Gegenden mit gewohnter Pünktlichkeit. _ , (7) 3—2 Da wir mit dem Verkauf der Original-Lose speciell betraut wurden, so mögen unsere werthen Auftraggeber hieraus den besten Beweis schöpfen, daß man unserem Hause volles Vertrauen schenken darf. Wir sehen daher recht zahlreichen Bestellungen womöglich umgehend entgegen. Strauss & Comp, in Hamburg. Druck von Jg. v. Lleinmayr * Fed. Bambetg. Berleier Ottemet Bamberg. Für die Aebettion verantwortlich: Franz Spitaler.