LaibllchcrMMtllng. Nr. 132. «iänumel«tl«!!«ple!«: Im Lomdtoii ganzl. fi. il, halb!, ft. 0.50. Ylll b!« .^ufttllung i^« Hau» hlllbj. 5,» ll, Mit der Post qan,I. N. l!l, balb>. N. 7.5U Mittwoch, 12. Juni ^»!crl!on»get>llhl di« l0 gellen : l m»! y« li., »m. «>li., »m. 1 si.« <°nt> »>l.^?llUon Samassa in Laibach 25 „ — .. von der lrainischen Industricgesellschaft durch Herrn Varmi Michael ZoiS . 300 . — .. von Herrn Johann Aolar in Laibach . 10 .. — „ Summe . 335fl.'30lr. Hiezu laut Verzeichnis I und II . 890 ^ — .. Gesammlsummc . 12^5 ft. 30 lr. Was mit dem Ausdrucke dcS marinsten Dantes znr allgemeinen Kctn»tnis gebracht wird. Nmn E^eculin - llomilö der wellnuzstellun^^' Llilll)e8comiuissilin sur )lrlnn. Laibach, am l i. Juni 1872. Der Präsident: Carl v. Wurzbnch m. p. Der ständige Reftrent: t'olhar Mrst Mcttcrilich m. p. Anmerkung. Im II. Verzeichnisse ist der von den Herren Milglieoern des LehllürperS der l. l. Oberreal' schule in Laibach gespendete Beilrag fälschlich mit 9 fl. stall mil 11 fl., sowie jener der Herrn Mitglieder des LehrlürperS des l. l. Gymnasiums in Rudolfsiverlh fälschlich mit 11 fl. stall mit 9 fl. angesetzt. Am letzten Tage diese« Monates werden die sin» Übungen für die Wellaliesttllung Wien 1873 in ganz Ocsteireich definitiv geschlossen. Am ersten Juli wird ^<»e weitere Anmeldung angenommen. Die General' Election hat schon einmal in dieser Richtung eine Er» llikung abgegeben, aber bei der Wichtigkeit der Sache "chl stch hie General-Direction veranlaßt, diese Erllg. tung heule noch einmal zu wiederholen. Der Anmel. ^"gstermin fann nicht verlängert, sondern muh einge-^lten werden, weil die pünltliche Eröffnung der Aus» Uellung überhaupt davon abhangt, daß sämmtliche Ter> ^nc pünktlich eingehalten werden. Die Oeneral-Direction ^l sich verpflichtet, allen auswärtigen Staaten im Mo» "ate «ugusl definitiv den Raum in den Ausstellungs» ^tbgllden zuzuweisen, sie lönnle ihre Zusage nicht er-^Uen. wenn nicht mit 30 Juni die Anmeldungen in Taster, «ich definitiv geschlossen würden. — Daß der "l'Meldungslcrmin nicht zu lurz bemessen war. kann ^°hl nicht bezweifelt werde», da ja doch in Deutschland ^ Anmeldunastermin bereits am letzten Mai. also 4 pochen fiüher, wie in Oesterreich, geschlossen wurde. ^ 'st llar, daß, wenn eS in Deutschland möglich war, ^ End« Mai anzumelden, es für Oesterreich leine ^chwierigleitcn haben lann. die Anmeldungen bis Ende "Uni, ulso um volle 4 Wochen später zu überreichen. ^ Es ist auch noch aus dem Grunde wichtig, daß der "Nmeldungstermin stritte eingehalten wird, weil oieGt-' neraldirection erst, nachbnn sämmtliche Anmeldungen vorliegen, in der Lage sein wird. jeder einzelnen Gruppe und auch jedem eiiizlllicll Aussteller den ihnen zuloni' mcnde» Raum zuzuweisc», und weil offenbar lein Aus-stellcr in der Lage ist. irgend einm Kasten für scine AusNcllungszwcckc zu bcslcllen, bevor er nicht seinen be» stimmten Raum zugewiesen elhalten hat. Wir war» nen die Aussteller, sich früher AusstcllungSlasten zu bc> stellen, so lange sie nicht ihren zugewiesenen Raum lcn-nen, was sie jedoch nicht behindern darf, einstweilen Zeichnungen der Ausstell uigslasten entwerfen zn lassen und die Lieferung sicherzustellen, — Es ist vielfach die Sorge ausgesprochen worden, ob es möglich sein wird, die nöthigen ÄuSstellilngslastcn bis zur Eröffnung der Ausstellung zu beschaffen. Wir lönnen zur Beruhigung nur mittheilen, daß der General-Direction in dieser Richtung Offerte vorliegen, welche leinen Zweifel auf» lommen lassen, daß nicht nur das ganze Quantum, sondern ein noch weit größeres, mit Leichtiglcit gedeckt werden lann. Vine einzige F,rma Hit sich erboten, die Ausstellnngslasten für sämmtliche Aussteller, wenn diese lstch an sie wenden wollen, lii« zum festgesetzten Termine felti» zu machen. Unter diesen Umständen ist wohl jede Sorge in dieser Richtung überflüssig. — Schließlich wollen wir auch in dieser Richtung auf das Bor. gehen der deutschen Commission hinweisen, welche den deutschen AuSilellern die Weisung zu^ehm lieh, im In» tcressc der Ocsammtdccoialion vor dem ersten Sep' tember leinen Ausstellungslasten zu be< stellen. vom El'cculil, - Comilü der WslllNlkMuiM-Lmlde5cominlMon sür )(ram. Laibach, am 11. Juni 1872. Der Präsident: Carl «. Wurzbnch m, ,». Der stündige Referent: . ____ ________Lothar Fürst Metternich m. p. Die üfirrrcichischc Landwehr. Das österreichische ^andwehrinstilut muß, soll daS österreichische Wchrgcsetz erst seine richtige und wichtige Bedeutung erlangen, dem Proceß der Re o r g a n i s >. rung zugejiihu werde". Die Nothwendiyleit der Rc» organisilung haben Regierung und Abgeordnetenhaus bcrcils anerlannt. Das Statut ocr allgemeinen Wehrpflicht hat bereits in allcn Schichten der öster« reichlschen Bcvöllcrung lieje Wurzel gefaßt; es hat sich so zu sagen in dcr Bcoüllerung eingelebt; das Wort ist stlcisch geworden! Die duich Geburt und andere eminente Eigenschaften bevorzugten Familien Oesterreichs widmen ihre Söhne als einjährige Freiwillige der Armcl; es dürfte sich derzeit wohl leine Familie mehr in Oc-stcrreich befinden, die nicht mindestens cincn ihrer Ungehörigen in den Reihcu der activen Armce oder Land' wehr zählt. Ein Institut, wclchcö alle GcscllschaflS. classcn in sich aufnimmt, lann und darf nicht als Gc» gensatz zum Polle bclrachlct werden. Es ist patriotische Pflicht des Reichsrathcs und dcr Versassungspailei in erster Vinic, die östcricichischc Regierung in dcr Hebung und Stärkung des V a n d wch ri n st i t u l e S lräfligst und in loyaler Weise zu uillerstützen. Dcr Neichsrath ist berufen, die Regierungsvorlage zu prüsen, minder^ gute Gesetzesbestimmungen zu beseitigen, bessere zu schaffen und ein brauchbares Ganzes der Allerhöchsten SaiMion zu unterbreiten. Der NeichSrath winde durch lurzc Ab-lchtnnig der RcgierungKvorlage auf den Danl der Bc> völlciung leinen Anspruch zu machen haben. Auch die „Tricslcr Zeitung" hat diese wichtiges Frage des Längercn ci örlert und lulcuchlet. Wir siiunicn nicht, die Ansichten des genannten Blattes hicr nachfol» gend zu reproduciren. Die „Tr. Ztg." schreibt: „Die Zeiten ändern sich; vor wenigen Jahren noch gab es leinen liberalen Mann, der nicht Front gegen den herrschenden Militarismus gemacht Hütte, diese Opposition war verdienstvoll, denn der Militarismus, wie er sich damals herausgebildet hatte, war ein Krebsschaden am SlaalsorganiSmuS, ein Hemmnis für jede frelhcilliche Entwicklung, eine furchtbare ^ast. D>csc Alt Militarismus ist abgethan, an Stelle des Bcrussheeres ist das Bollshecr getreten, wie solches durch die aUgcmciiic Wlh,psi,chl geschaffen wird. Es ist »war lein Hjollshccr, wie es sich im Kopfe ein» zclner Phantasten darsterli, die in der Mlliz die vor, züglichste Form cincs vo!lslhümlichcn Heeres erblickt!'; aber tS ist doch das Boll in Waffen, denn die Wehr» Pflicht erstreckt sich auf alle Staatsangehörigen, auf alle Stände nnd Schichten ohne Ausnahme. Die Einsilh-rung der allgemeinen Wehrpflicht war eine durch die europäischen Zustünde und die Stlbsttrhaltungspfl'cht deS Staates bedingte Nothwcndigleil. Das österreichische Wchrgcsetz us.terscheidet gleich allen übriqen bestehenden zwischen dem stehenden Heere mit der Action nach Außen und der Landwehr mit der Action im Innern deS Landes. Dieser Aufgabe ist unsere Landwehr nicht gewachsen, sie bildet jetzt ei» Eon-glomcrat von migcschulten, lampiulttiichtigcn Mamnn,, die leinen sicheren Rückhalt für die Ätmec abgcbcn lön» »en. Die Ungarn haben sich die Ausbildung ihrer Honveds sehr angelegen sein lassen und ein Voltshccr geschaffen, daß, wen», die Noth es erheischt, den vollln Armeedienst zu leisten im Stande ist. Unsere Land» wehr ist hingegen bis jetzt vernachlässigt worden, und alleS für dieselbe verausgabte Geld ist als weggeworfen zu betrachten, wcnn nicht die Möglichkeit einer vollst«»« digen Durchbildung dcs Einzelnen und einer raschen Concentrirung der Gesammtheit geschaffen wirb. Die Wehrgesehnovelle, welche die Regierurg eingebracht hat. ist nun einc solche Vorlage, durch welche dcn bezüglich der Landwehr herrschenden Uebelslälü>en ab,e-halfcn werden soll. Es wird darin verfügt, daß d'ie cisltithanischc Landwehr, Tirol und Vorarlberg abgc» rechnet, aus 81 Bataillonen, dann auS 1 bis 2 Escadronen für jeden Ergänzungsbezirl emcS Cavillcrie.Re-gimcnls bchchen soll. Die selbständigen Mlütarcom-manden find zugleich Landwehrcommanden für ihren Bereich. Officicre und Maimfchaft find auch im Frieden in Evidenz zu hallen. Es werden Landwehr » CadreS aufgestellt, welche die Ausbildung der Rccrutcn besorgen. Die Waffcnübungen finden nach der Einte statt lc. Eigentlich sind das nur VollzugSbestimmunuen des NchrgcsetzeS. Trotzdem hat der Landwehrausschuß beschlossen, im Abgeordnetenhaus« Uebergang zur TagcS' oidüung zu beantragen, also die Regierungsvorlage lulz-weg zu beseitigen. Gegen dicsen von Dr. Rcchbaucr und Groh aus» gehenden Antrag herrscht nun im Abgeordnel^ihausc sowohl, wic in allcn der Rcgierurig freundlich gesnmtcn Kreisen die Icbhaflcstc Agitation. Man macht den beiden Ausschußmitgliedern Borwinfe. daß sie durch diescn An-trag einen scharfen Eot,filcl zwischen Regieiung und VerfassungSparlei hcrvorrusen, und bietet Allcs auf, den AuSschußbrricht »ück^äiigig zu machen. Mit wenigen Ausnahmen spricht sich die qcsammtc Presse dahin auS, cS lönne die Wehrgesetznooelle gar nicht verworfen wer» den, weil der Rcichsrath sich sonst Lügen strafen würde, denn er habe in dcr Adresse, mit welcher die Thronrede bcantwollet wurde, gesagt: „die Hebung und Etiirlung der Wehrliaft bildet auch für uns einen Gegenstand patriotischer Sorge, und wir werden durch dieselbe bei der Behandlung der hierauf abzielenden Vorlagen der Negierung Eurer Majestät geleitet werden." Die Wehr-gcsctznovelle sei nun zur Hebung und Stailling der Wlhrtraft bestimmt, und am AbsMilmctrtihausc sei es nun, seines PerspiechenS eingcdeiil zu sein. Blätter, welche sich dcn Anschaumigcn der Herren Nechbauer und Groß anschloßt», behaupten, der Haupt« gründ, weshalb der Ucbcruang zur Tagesordnung beantragt werde, sei im § 13 zu finden, in welchem eS hcißc, daß, wo nöthig, die Eadies dlr Landlmhllruppcn auch in Fricdln durch Landwehi'ltute gebildet werden lönnten, waS zur Folge haben winde, daß die Regie-,ung auch Landwchrlcule deS ersten IahigangS im Fl^e, den außcr der gewöhnlichen UeblMySzeil ^um Dieiiste einberufe» und ein ganzes Jahr unter der Fahne blhal» ten lönnc. Wcnn dieser Paragraph Bedcnlcn erregt, warum hat ihn denn dcr Ausschuß nicht abgcändtll? Muß deshalb die gan;e Novelle zum Falle gebracht werden? Was die Wvltjühler im LandwchrauSschiissr veranlaßte, Ucbergang zur Tagesoibl.utig zu beantragtn, war nicht einc einzelne Bestimmung, es war >hrc Abneigung ge^cn daS Wchrgesetz überhaupt. Die Miliz-träume sputen noch in ihrem Gchirne sort; sie haben es gar nicht beachtet, daß daS ganze Streben der liberalen Schweizer dahin «erichlet ist, das Milizsystrm durc^, eine andere, den neuesten Erfahrungen besser cnlspnchcnde Organisation zu ^setzen. Es ist wohl lein Zweifel, daß das Abgeordnetes,. hauS den A„trag des Ausschüsse«, wenn dieser de,isclt:cn aufrecht erhalten sollte, vciwllst und zwar nicht eiwa auS dem Grunde, weil eS leine Opposi'ion gegen dic Regierung machen will. sondern weil eS Opposition in dltjer Angelegenheit für sehr — inopportun hält. Ein» 952 mal ist es wirklich Bedürfnis, der Landwehr mehr Sorg» fält und Pflcgc zuzuwenden, als bisher gtschehen, und dann kommt man damit den speciellen Intentionen des Monarchen entgegen, der die diesseitige Landmehr gern auf jene Höhe gebracht zu sehen wünscht, wohin die Ungarn ihrc Honveds gebracht haben." Parlamentarisches. Der Bericht des Ausschusses über die Regierungsvorlage betreffend die Herstellung eintt Locomotiv-eisen bahn von Vozen nach Meran, welche bin» neu längstens zwci Jahren dem öffentlichen Verkehre übergeben werden soll. enthält folgende Daten: 1. Die Bahn erhält eine Länge von 3 73 Meilen, bezieht den Hcilott Meran in das österreichische Bahnnetz ein und begünstigt den Export von Trauben. Obst und Südfrüchten. 2. Es wird die Einlommensteuerbefreiung auf die Dauer von 15 Jahren, Gebühren» und Stem» peldefreiun?. für Urllindcn zum Zwecke der Capitalsbe» schaffunq so wie für die erste Emission der Actien und Prioritätsobligationen in Anspruch genommen. Der vom Abgeordnetenhaus« zur Porberathung der Gesetzentwürfe bezüglich der in Böhmen in Angriff zu nehmenden Eisenbahnbauten ge» wählte Ausschuß beschäfligte sich mit drei Regierungs» vorlagen betreffend die Herstellung einer bei Krima ab« zweigenden und an die böhmisch.sächsische Grenze bei Raizenhain führenden Eisenbahnlinie; dann über die Zugeständnisse und Begünstigungen zum Behufe der Herstellung einer Locomotiveisenbahn von Liebcnau bis an die böhmisch «baierische Grenze bei Kuschwarda mit der Richtung gegen Passau; endlich über die Herstellung einer Locomotiveisenbahn von Mlaz nach IohanN'Geor-genstadt. Nach der Regierungsvorlage betreffend die Compe» tenzadänderung in einzelnen Eheangelegenhciten sollen folgende Angelegenheiten in Betreff der Eheschließung aus dcm Wirkungskreise der politischen Landesbe« Horden ausgeschieden und den politischen Bezillsbehörden, beziehungsweise den eigene Statute besitzenden Gemein» den zugewiesen werden. 1. Die Ertheilung der Nachsicht von der Vornahme einer zweiten und dritten Verkündigung, beziehungsweise die Bewilligung zur Abkürzung der Zeit, innerhalb wel» cher der Anschlag eines durch einc weltliche Behörde vorgenommenen Aufgebotes asfiyirt bleiben soll; 2. die Ertheilung der unter dringenden Umständen erbetenen gänzlichen Nachsicht des Aufgebotes, insoweit dieselbe nicht schon derzeit den oben bezeichneten Vezirls-und Gemeindebehörden zusteht; 3. die Entscheidung darüber, ob eine Eheschließung im Falle einer bestätigten nahen Todesgefahr ungeachtet des Mangels des erforderlichen Tauf, oder Geburtsscheines vorzunehmen ist; 4. die Ertheilung der nach § 120 a. b. G. B. zulässigen Dispensation. Der Inhalt deS Gesetzes betreffend die Organi« sation der UniversitälSbehördcn, welches in der 14. Sitzung des Herrenhauses von Sr. Excellenz dem Herrn Minister für Cultus und Unterricht eilige» bracht wurde, ist im Wesentlichen folgender: „Die Universitäten gliedern sich in Abtheilungen, welche den Namen Facultäten führen. Die Facultäten bestehen aus den Lehrercollegien und den immatriculirten Studenten. Das Profcssorencollegium besteht au« den sämmtlichen ordentlichen und außerordentlichen Professoren; doch darf die Zahl der Letzteren die Hälfte der Zahl der Ersteren nicht übersteigen. Um die Interessen der Privatdocenten im leitenden Lehrkörper zu vertreten, haben zwei derselben in ihm Sitz und berathende Stimme. Der leitende Lehrkörper wühlt jährlich aus der Zahl der in ihm ent» haltenen ordentlichen Professoren seinen Vorstand, welcher den Namen Decan führt, der im nächsten Jahre wiedergewählt werden kann. Nenn die Leitung einer Facultät durch ihren Lehrkörper wegen Zerwürfnissen im Schoße desselben oder aus anderen Ursach:n die Interessen des Unterrichtes ernstlich bedroht, so ist es die Pflicht des Unterrichts» ministers, auf bestimmte oder unbestimmte Zeit einen Decan aufzustellen und mit den zur Leitung der Facul-tät nöthigen, den Umständen angemessenen Vollmachten auszurüsten. Aus den Professorencollegien geht jährlich der akademische Senat hervor. Er besteht aus dem Rector, dem Proreclor, den sämmtlichen Dccancn und Prodecanen und noch je einem Mitgliede auS jedem Profesforencollegium. Die letzteren Mitglieder werden bei Gelegenheit der Decanswahl von den Prosessoren-collegien auf drei Jahre gewählt und sind auch außer» ordentliche Professoren hiezu wählbar. Die Fähigkeit, zu akademischen Würden gewählt zu werden, ist von dcm Glaubensbekenntnisse unabhängig. Die an den Universitäten Wien und Prag bestehenden Doctorencollegien hören auf, Theile der Facultäten und Universitäten zu sein. Die erwähnten Doctorcncollegien bestehen als selbständige Eorporationen fort und bleiben im Genusse allcr von ihrer bisherigen Eigenschaft als Theile der Universität unabhängigen Rechte. Das Kanzleramt an den Universitäten Wien und Prag ist auf die theologische Facultät beschränkt." Die Vclilage Frankreichs. Die „Times" läßt sich über die finanzielle Lage Frankreichs auf Grund eines von einem kompetenten Fachmanne erhaltenen Gutachtens vernehmen, wie folgt: „Die Pariser Börse befindet sich nicht in bcfricdigcnder Lage. Sie refieclirt in der That nur die Lage deS Lan» des im Großen. Geldmangel ist nicht vorhanden, aber Mangel an jenem Hebel, ohne welchen jeder Schatzlanzler ohnmächtig ist. —- Vertrauen. Herr Thiers bewegt sich oft in parlamentarischen Kämpfen, in directer Opposition gegen die Wünsche und Neigungen des Landes; die Kammer vergeudet ihre Zeit in politischen DiScussionen mit Bezug auf die Vergangenheit und die Zukunft, aber die Gegenwart scheint gänzlich vergessen zu sein. Kein Wunder, daß Mistrauen weit verbreitet durch das ganze Land ist, daS leinen klaren Pfad aus seinen Schwierig» keilen sieht und. nicht für Selbstrcgierung erzogen, sich nach einer starken Regierung sehnt, die für dasselbe arbeiten will. Unter diesen Einflüssen laborirt die Pariser Börse. Die Ungewißheit der commcrciellen Politik der Regierung und deren Unwissenheit in finanziellen Din- gen, von der das Stemftelgeseh ein solch beunruhigender. Vcwcis ist. sowie die Gewißheit des über ihre Häuptern hängenden großen AnlehenS hemmen die natürliche Elasticität der Pariser Märkte und ve>leihen denselben eine fast beispiellose Flauheit. Die Kammer wild stall ge« tadelt, weil sie ihre Zeit Partei» Diöcussioncn widmet, anstatt kühn an die Fragen von hervorragender Wichtig« leit, nämllch die Occupation los zu weiden, heranzutreten. Das Publicum will nichl länger dmch die stets wiederHolle Meldung, daß Untelhandlliügcn für die Be» freiung des Territoriums bcgoimcx haben, gi-läuschl sein. Es gibt nur cine» Weg, um zu unterhandeln — d, h. bezahlen. Welche Garantien lanu Frankreich geben oder Deutschland annehmen, die der Occupation ylciai scin würden? Uebcrgebene Obligationen, txiftfanl'ttc Zölle, oder irgendwelche schriftliche Garantien würden nicht irgendwie gilt-ger sein, als der Vertrag selber, welcher die Zahlung stipulirt. Man filhlt daher, daß bares Oeld nur allein den Fremdling aus Frankreich hinauS' bringt. Aber zur Beschaffung einer Summe von drei Milliarden Francs bedarf es zum mindesten 30 Monate. Mehr als vier Millionen Pfund Sterling per Monat könnten sicherlich nicht vom Publicum als einc Einzahlung auf die Anleihe bcigetrieben werden, und wenn daher die neue Anleihe in diesem Monat aufgenommen wi,d, würde sie nicht vor November 1874. d. h. acht Monate nach der festgesetzten Frist für die Zahlung'der drei Milliarden, eingezahlt sei». Es wallet lein Zweifel darüber ob, daß Frankreich zahlen kann und will, aber die Summe ist so enorm, daß leine weitere Zeit zu verlieren ist. Ueberdies ist Geld angehäuft und wartet auf die große Operation, welche lommen muß, und Jedermann ist überzeugt, daß die Anzeige der Operation als eine allgemeine Erleichterung empfunden werden wird. In der Zwischenzeit ist die Speculation sehr beschränkt. Nächst französischen Werthen sind österreichische und lombardische Eisen-bahn-Actim. italienische und linkische Bonds fast die einzigen Effecten, in denen große Transactioncn staltfinden. Ein Syndicat hat sich zu dem Behufe gebildet, um österreichische und lombardische Eisenbahn-Aclien im Werthe zu reduciren, und es ist demselben ziemlich gelungen, die Curse herabzudrücken. Der Mangel an gehörigen Verkehrsmitteln ist während des letzten KrlegeS so sehr verspürt worden, daß seitens der Departements große Anstrengungen qemacht werden, um neue Eisenbahnlinien zu creiren, und da die Arbeiten eifrig betrieben werben, so werden die Compagnien das für die Ausführung erforderliche Capital im Auslande zu finden haben." Politische Uebersicht. Laibach, 11. Juni. Die ,.N. Fr. Presse" meldet.- ..Die beginnende Woche wird noch voll den parlamentarischen Arbeiten gehören und wohl auch noch die nächste Woche zum größeren Theile. Nebst den Vorlagen vollSmirthschaftlichen In-haltS, wie die über Eisenbahnen und das Gesetz für Erwerbs» und Wirthschaftsgenossenschaften, ist es vornehmlich die Landwehlvorlage, ohne deren Erledigung die Regierung den Reichsrath nicht' gerne wird vertagen wollen. Gestern hat ein gemeinsamer Ministerralh unter Zuziehung der beiderseitigen Minister-Plasioenten statt- .sl'llilsl'lml. Pas Heiligtum einer französischen Muse. Von Schmiedl. II. (Fortsetzung) Zwanzig Jahre waren verklungen, sie wurde prick» lich. Einundzwanzig, zweiundzwanzig, die Verdrießlichkeit nahm zu; nach dcm 25. Jahre kannte ihre üble Laune lcinc Grenzen mehr. Bei jeder Gelegenheit überströmte sie in Verunglimpfungen und sagte dem Männergeschlechle Sachen nach, die man nur dann verrathen kann, wenn man das starke Geschlecht genau lennt. Im 30. Jahre endlich ergriff sie entschieden Partei, und von da an dalirt sich der Ursprung der der ihr widerstrebenden Männerwelt beigelegten Titel und Eigen, schuften, welche unter der Schale des Witzes und der Heiterkeit einen Kern des Ernstes und der Bitterkeit enthalten. Wie ist Fräulein Eulalie von Saint-Epinac Stifts» F>guiein geworden? — Wenn ich Neigung zur lirch-lichen Gelehrsamkeit in mir fühlte, so würde ich äugen» dlicklich meine Schritte in die Lycealvioliolhel lenken und vorerst 30 Bände über hierarchische Würden und deren Abstufung mit dem Vorbehalte vom Bibliothekar verlangen, bald rückzulehren, wenn diese Behelfe nicht ausreichen. Dann würde ich von dem Saldiener auf seine Veranlwortung verlangen, mir AlleS zusammenzusuchen und zu überliefern, was auf die Gründung und auf den Verfall religiöser Orden und Snfle Bezug hat. Mit Zeit und großer Sorgfalt würde ich aus den alten Schartelen die Suoslanz einer gewissenhaften Arbeit her« ausziehen und, von heute angefangen, nach beiläufig zwei Jahren den Verlauf meiner gegenwärtigen Geschichte wieder aufnehmen. Dann, aber auch erst dann, lönnte ich meinen liebenswürdigen Leserinnen sagen, warum Sliflsfräulein im 19. Jahrhundert bestehen, welchen Beruf sie eigentlich verfolgen und welche Litaneien sie singen. Bis dahin wollen sie sich gefälligst mit dem Wissen begnügen, daß das Institut der Stiftafräulein eine Thatsache ist, von der die Salons von Paris und Wien mehr als ein Exemplar aufweisen lönnen. Man steht daselbst Stifts» fräulein, man lündigt Stiflsfräulein in allen Gesellschaften an, jung, angenehm, liebenswürdig, häufig mit einer Präbende auf Regierungslostcn ausgestattet. Wenn diese Damen auch sonst unangenehme Seiten hätten, die letztere ist für sie die erfreulichste. Ich errlnnere mich des Tages, wo Fräulein von Saint-Epinac zum ersten ual mit den Insignien eines SliftSfräuleins öffentlich erfchien. Beim Anblick deS blauen Bandes, welches ihren gewölbten Buchen zierte, erhob sich ein allgemeines Gemurmel des Erstaunens aus der Mitte der Gesellschaft. Was gibl's da Neues? fragte man. Ich weiß eS nicht, und Sie? — Ich auch nlcht. — „Sie ist Stifts-fräulein geworden!" lispelte jemand in der Ferne. Wie so? Stiftsfräulein, was foll das bedeuten? Wissen Sn es? — Nein. Und es folgten 10, 20, 30. 40 Nem. welche sich wie im Echo wiederholten. Thalsache ist es, daß Fräulein Eulalie an dem LtbenSscheidewegt anaelangt, wo die Enttäuschung zu Gewallschritten treibt, ihrem Geschmack dadurch fröhnte, die Spötter durch einen gewalligen Act zu entwaffnen; Sie legte das Gelübde des Cülibats ab und wurde Stiftsfräulein. Von welchem Orden? Niemand hat es je erfahren. Aus dem Reiche des h. Augustin oder auS dem Kaiserreiche? Genug sie war Stiftsfräulein. Sie verkleisterte die Vergangenheit durch den Glanz freiwilliger Ent» sagung und schien dem Gedanken Ausdruck zu geben, sie habe früher den ehelichen Stand geflohen, bevor die Ehe sie geflohen bat. Es bliebe noch übrig, das Datum des Canonicals festzustellen, ein abscheuliches Datum, doch nach Ablauf mehrerer Monate erinnerte man sich nichl mehr desselben. Es war alier nicht genug. SliestSfräulein zu sein; die Institution, welcher sie angehörte, verschaffte ihren Würdenlrägerinnen weder ttebensmillel, noch Oach und Fach. Unsere Eulalie mußte aber h»efür zunächst forgen. Das Schloß von Sainl-Ep'mac auf Epinac war im Wege deS öffentlichen Aufstrichs hintangegeben. daher unter dem Hammer in andere Hände gekommen, und es blieb unserem SliftSfräulein hmter den Ttümmcrn des väterlichen Erbes nichts, als ein mäßiaer IahreSaehalt. Dieser reichte nur für einigt, aber nicht alle hunarigt Zähne; sie mutzte im übrigen ihre Zuflucht zu den Müvcn nehmen. Die Musen sind aber häufig betrübte Göttmnen. auf die man sich uur wenig verlassen kann. In welch unwürdiger Weise beleidigen sie oft ihre Anhänger! Man weiß nicht, soll man sie der Grausamkeit, oder der U"' Willfährigkeit zeihen. Unser StislSfräulein kannte sie zu sehr von lange her, um ihnen allein die Sorge sur Tafel und Keller zu überlassen. Sie hätte leicht die Rechnung ohne den Wirth machen lönnen, wenn sie blos die Musen zur Hausoerpfteuung beriefe. Interne sie st« zu Hilfe rief, geschah es unter der Gedingung, die Musen zu lenken und ihrem, nämlich des Fräuleins mathematischen Ealcüle gefügig zu machen. Sie opseite der Muse nur unter Vorbehalt. Mögen andere auf ihre Kosten für die „Mondscheinnächle" ,m Villaeinbano schwärmen. Die Jahre halten sie vor Täuschung bewahrt, sie hatte schon oft genug sich die zarten Finger verbrannt uno für andere Kastanien aus dem Feuer geholt. In H>N" kunft wollte sie nur sicher vorgehen, nur reellem Gewinne trauen. Sehen wir, wohin dieser Vorsatz 1" führte. (Vchluß folgt.) 95 3 gefunden, der sich mit den bevorstehenden Delegationen befaßt lM. Bon einer Seite erfahren wir, daß auch die gegen die „Internationale" z>l ergreifenden Vorkehrungen einen Gegenstand der Oerathungen gebildet haben follen. Der deutsche Reichstag hat daS MilitÜrstraf-gesctzbuch in dritter Lesung aügenommen. Die Ber» Handlung,, waren sehr lebhaft. Herr Meyer von Thon, entschuldigte in längerer Rede den Rückzug der Nalio» nall^ralen. Er oersicherle der Versammlung, daß es unmöglich gewesen sci, von dcr Regierung weitergehende Couc ssioncn y» erlangen, und daß deshalb die Majori-tät für das Gesetz zu Stande gelommcn, welches nach so vielen Richtungen hin als ein wesentlicher Fortsckrlll zu begrüßen sei. — Die Behauptung der ..Spcncr'schen Zeitung", daß die Gesetzvorlage gegen die Jesuiten auf Schmicriglclici« gestoßen und bah Gras Eulenburg der Uihcbcr dieser Schwierigkeiten sci, wird von der ..Nationalzeilung" bezweifelt Im deuschen Reiche dreht sich daS öfftlillichc Interesse um das Jesuiten-Gesetz, da« dem Reichslage vorgelegt werden soll. Nie die „D. R.-C." hört. wird das Gesetz al5 Nolhgesetz zur Vorlage gelangen, von dem der erste Paragraph bestimmt, daß den Mitgliedern der Gesellschaft Jesu — auch wenn sie im Vesitze des deutschen Indigenats sind — der Aufenthalt in Deutschland verweigert wird. Der § 2 des Gesetzes bestimmt dessen Dauer bis zur Regelung der Angeleqeüheil der geistlichen Orden im Sinne eer Rcichslagebcschlüsse und beaujtragt den Reichs« lanzler mit der Ausführung de« Gesetze«. Das Gesetz, durch welches die ..Dictatur" in Elsaß. Lothringen um ein Jahr verlängert und die Einfühlung der Reichsverfassung w dem neuen Reichs« land abermals hinausgeschoben werben soll, wird >m Reichstage von der nationlll'liberalen Parlel unbedingt unterstützt werden und es ist also sein Zustandelommen nicht zu bezweifeln. Von den Nachrichten über die Verhandlungen mit Deutschland betreffs der R ii u m u n g S f r a g e ist, nach osficiösen Äerliner Communiques, nur so viel wahr, baß Thiers durch den SlaatSsecretär Gontaut - Biron der deutschen Regierung Vorschlüge übermitteln ließ und Graf «lrnim bald in den Sland gesetzt sein wird, sich über die Präpositionen zu äußern. In der französischen Nalional'Versammlulig wird die Debatte über die Armee-Reorganisation fortgesetzt. m,d eS scheinen nunmehr die gegenthciligen Ansichten, welche so lange in der Commission hin und her disculirt wurden, sich in General Trochu und Präsident Thiers zu personifuiren. Die fünfjährige Dienstzeit in der activen Arm-e ist duich die oralorischen Bemühungen des Pläsidenttn trotz der gewichtigen Gründe, welche Trochu slrr die dreijährige Dienstzeit geltend Machte, angenommen worden, und es muß sich jetzt zci> gen, wie dieselbe mit der allgemeinen Wehrpflicht in Einklang gebracht werden kann. — Präsident Thiere soll die Absicht haben, noch zweimal im Laufe der gegenwärtigen Session daS Wort zu ergreifen, und zwar einmal, um seinen Ansichten über die neuen St eu e rn Geltung zu verschaffen, und das zweite mal vor dem Schluß der Session, um einen Uebervlick der politischen Lage des Landes zu geben. — Es wird vcr. sichert, die Regierung wolle einen Special-Commissar nach Nizza schicken, um die Fortschritte, welche daselbst die separatistische Bewegung macht, zu stu» diren. — In ssolge einer Aufforderung dcr radicalen Partei des Pariser MunicipalralheS wird die Linke der National«Versammlung abermals die Frage der Rück-lehr der Kammer nach Paris anregen. Nach zuverlässigen Mittheilungen wei«t Belgien die auf die Revision deS Handelsvertrages bc. zuglichen Voischläge Frankreich zurück. Diese Vor« schlage bestünden in einer Erhöhung der Einfuhrzölle, Namentlich auf Rohstoffe, und in dem Abschluß nencr halbjährig kündbarer Verträge nach Erlöschen der gegen, bärtigen Convention. In der Congnßsitzung zu Madrid am 8. d. läth Pi Mar^all zur C o » ver l i r ung der gangen Staats-schuld und entwickelt ein sehr trübes Bild von dem Stande der Finanzen. Minister Elduayen anerkennt den ungünstigen Finanzenstand und sagt. daß die Con» dtttirung das Schuldcapital erhöhen würde. Wenn der C°"grcß die verlangten Mittel bis 30. Juni nicht be. willigt, so würde er auS dem Ministerium scheiden; er Vlophezeihe jedoch mchts GuleS für das Land. — Don Ear los ,sl wieder vom Tode auferstanden oder er war v'elmehr gar nicht todt. ja nicht einmal velwunoet. Er befindet sich wohlbehalten in Genf. ..Dally Telegraph" hat Grund zu glauben, dah b'e Verhandlungen mit Amerika einen günstigen Fort» sang nehmen. Hagesnmisskeiten. — Die „Salzburger Zeitung" meldet unterm 8 d. : >Hle Majestät die Kaiserin Karolina Augusta wer. "tn am 11, und Ihre k. Hoheiten die durchlauchtigsten Herren Erzherzoge FranzKarl und Ludwig Victor °ln 10 d. M. von Wien in Salzburg eintreffen. — (Fürst Camillo Slarhemberg), 1804 Obolen, l. l. geheimer Rath, Mitglied des Herrenhauses, ^Ultlbesiher u. s. w., ist am 9. d. in Wien gestorben. > — (FerdinandZwiedinelv. Südenhorst), > t. l. Oberst im Ruhestände, Ritter des bairischen und des wUrltembergischen Kronorden« «., wurde aiu 8. d. in Graz zur Ruhe bestaltet. — (hohes Aller. ) Am 10. d. starb in Graz der Tischlermeister Johann Ezeluy im Aller von 102 Jahren. — lNeue Patronen.) Im Arlillerie.Zcug«, depot in Wiener.Neustadl werden Versuche mit Erzeugung I von Patronen au« Seidenstoff stall deu bisherigen ou« Lein« »v2nd gemacht werden, — (Lin fürstlicher Tonseyer.) Die neue Oper des Fliesten Ponialowali „Gelmina", eigens für d,e Palli geschrieben, ist im CovenlgardenTheater in London zur Aufführung gekommen. Von Seiten der Kritik findet sie eine freundliche, von Seiten des Publicums eine enthu. siastische Aufnahme. — (Eine großartige Hundeausstellung) von nicht weniger als I0A5 Eremplaren findet gegenwär' lig im Londoner Krystallpalaste stall. Fast alle Hunde» raccn sind in auserlesener Weise vertreten. — (Ueberschwemmung in Italien.) Nm Poflusse hat am 28. Mai zwischen den Orlschaflen Guar» da.Ferrarese lind Ro ein Dammbruch staltgefunden. In kurzer Zeit standen Ro, Guarda»Ferrarese, Vocca, Ruina. Eologna, Copparo unler Wasser, und den Bewohnern gelang es nur mit Mühe, da« nackte Leben zu retten. Die ganze von der Noth betroffene Bevölkerung beziffert sich aus 41.000 Köpfe. Locales. Auszug aus dem Protokolle Über die ordentliche Sitzung des l. l. Landesschulrathes für Kr a in in Laibach, am 16. Mai 1872, unter dem Vorsitze des l. l. Lande«präsidenlen Carl von Würz. bach, in Anwesenheit von 7 Mitgliedern. Nach Verlesung der seit der letzten Sitzung erledigten «Heschäslestücke wird aus Anlaß einer bezliglichen Frage be. schlössen, den l. t. Bezirteschulrath in Gurlseld wegen un« verweilter Amlnhanblung. betreffend den bringend nothwendigen Schulhausbau in ^crtlje, zu urgiren. Der Landesschulralh beschließt, beim h. Ministerium für Cultus und Unterricht auf die Ausdehnung der Mi-nislerialverorbnung vom 5. Februar 1854, Z. 2293, welche die Ausschließung des ijffenllichen Lehrers von der Prüfung und Classification eines SchUlers, wel« cher bei ihm in den Gegenständen dieser Prüfung Privat» unterricht genossen Hal, ausjpricht, auf die Mitglieder der PtUsungscornmission silr Lehrer an Volls. und Bürger« schulen anzutragen und die Frage, wer die Themata sllr die schriftlichen Prüfungen dcr Lehramlscandidalen in bem Falle, wo darüber eine Uebereinstimmung unter der Prü» sungscommission nicht erzielt wird, zu bestimmen hat, mit Hinblick, daß sowohl die frühere, unterm 15. November 1869, Z. 10864, eröffnete, al^ auch die neue Prllsungs. Vorschrift vom 5. April 1672, Z. 2845, hierüber nichts näheres bestimmen, der h. Entscheidung deS Ministeriums vorzulegen. Die frei gewordene zweite Semestralrale der Ltaal«. stipendien zweier, die Lehrerbildungsanstalt niht mehr besuchenden Candidate« wird den Candidalen des 1. Jahr. ganges Leopold hinner und Andreas Kmel zugewendet, und dem Candidate« Anton Lipovec für die Eupplirung des beurlaubten Lehrers Tomöii an der Uebungsschule die ge< schliche Substilulionsgebühr bewilligt und flüssia gemacht. Für die eifrige und erfolgreiche hallung von Noth. schulen im Jahre 1871 werden aus dem beim hierländigen Normalschulsonde zu diesem Zweckt präliminirten Betrage per 500 sl. mit Nemuneraliousbeträgen von je 50 si. be» theilt die Herren Localcapläne: Lorenz Menzinger in Golo, Ignatz Tariar in Zelimlje, Johann Ankerst in Iavor, Johann Teran in Goldenfeld, jetzt Slangenwald, Blas Pelriö in Selo, Mathias Kulelj in St. Michael bei Seisenberg, Franz Goriöet in Iavorje und Johann Volöii in Maichau, dann die Looperatoren BartholomäuS RamouS, jetzt Pfairadministralor in Selo und Franz RuS in Geräulh. Ueber Ersuchen der Bergdireclion in Id rill wird das Gutachten über die Bewerber um die erledigte Lehrerstelle der zweiten Voll«schulllafse an der Volksschule in Idria erstattet. Äu« Anlaß des Gesuches eines UnterlehrerS wird die Verleihung des L e h r e r l it el S für denselben beim hohen Ministerium sUr Cullus und Unlerrichl beantragt. Ueber Antrag der Lehrerconserenz der t. l. Oberreal» schule in Laibach wird beim h. Ministerium für Eullus und Unterricht auf Zulassung des LeilfadenS von Dr. ). N. Woldrich zum Unlerrichlsgebrauche an Mitlel-schulen angelragen. Die vom l. l. BezirlSschulralhe in Lillai beantragten Erhebungen hinsichtlich der näheren Constalirung der schul, Pflichtigen Kinder und der Herstellung eines den Bedürf-nlssen vollständig entsprechenden Schulgebäude« in heiligen Kreuz bei Thurn>GalIenstein werden genehmigt und dcm> selben die Vornahme aufgetragen. Das Erkenntnis des l. l. Bezirlsschulrathes für den Landbezirl Laibach, womit ein Schulpalron verpslichlel wurde, die vlischristsmäßig entfallenden Beiträge zu den Schulbedürfnissen dieser Schule zu leisten, wird im Recurs zuge im Punkte des AuSspruche« der Verpflichtung de« Patrons zur BeilragSleistung silr die jährlichen Erfordernisse dieser Schule bestätigt, in Betreff der Gestellung hinsichilich der Be» mefsuug der Patronatilbeitläge aber dem k. k. Bezirksschulrats bedeute«, darllber im eigenen Wirkungskreise omt» zuHandeln. Das vom l. t. Bezirlsschusrache fllr den Landbezirl Laibach vorgelegte Bauoperal betreff Lrrichtunq einer Volksschule in Zaier wird vorerst dem Baudep^ltement zur UeberprUfung der Kostenberechnnng nach den bestehenden Preisen und Feststellung des Erfordernisses an Meister-schaslen sür die Nvhnung des Schullehrers zugewiesen. Das Gesuch des Ortsschulralhe« in !i1leumarltl wegen Zuwendung des vom verstorbenenen L«chrer Pcharc bezogenen Normalschulfondsbeilrags jährlicher 73 fl. 50 kr. an den Unle,lchrer. wird mil dem Bedeuten abschlägig dr» schieden, daß im Bedarfsfälle unler Nachweisung der gesey» lich vorgeschriebenen Bedingungen um die Bewilligung eines Beitrages fiir den Schuldienst aus dem Normalschulsonde angesucht werden könne. Ueber den Interimsbericht des l. l. Landesschulrathes Umgebung Laibach betreffend den Echulhausbau in Rut>, nil wird derselbe angewiesen, wegen Ueberlommung des geeigneten Bauplatzes, sofern der dieSsälligc Bergleicheversuch erfolglos bleiben sollte, ohne writers mil dem Expropriations» ausspruche vorzugehen. Betreff des Schulhausbaues in Poliz, wird der l. l. Bezirlsschulralh in Llllai, bei dem Umstände, als die Realität, von welcher das Baucomils den Baugrund erlauft hat, mit Tabulailasten behaftet ist, beauftragt, in dem Falle, als die Käufer die Einwilligung der Tabulargläubi» ger für die Grundlrennung noch nichl erwirkt haben, dieselbe in geeigneter Weife zu erwirken. Flir die Herstellung des Sommerlurnplahes im Hofraume des Licealgebäude« fllr die Schüler der Uebungsschule der l. l. Lehrerbildungsanstalt in Laibach wird der veranschlagte Kostenbetrag aus dem Cameralfonde flüssig gemacht. Nach Bewilligung eines Kurlostenbeitrags für einen Volssschullehrer wird die Sitzung geschlossen. Die erste Zivilehe in Krain, welche der Echmiedemeister Josef Retina in dem nächst Laibach gelegenen Dorfe Oberschischla mit der ihm verwandten Marianna Otrulelj am 3. d. M. auf Grund eine« sanctionirten Reichsgesehes vor de« compelenlen l. l. Vezirkshauplmanne geschlossen hat, gibt einem hiesigen, unter besonderrm Schutz und Schirm des katholisch-polnischen Veremes stehenden Blatte Anlaß, diese Ehe vom kirchlichen Standpunkte aus als ungiltig zu erklären und die in dieser Ehe lebenden Individuen als Todsünder zu bezeichnen. -Nir wollen die Genesis dieser Zivilehe nicht näher untersuchen; wir wollen den verschiedenartigsten Gerüchten, die mit geläufiger Zunge erzählen, daß Josef Retina die kirchliche Einsegnung de« Ehebundes angesucht hat, baß die kirchliche Einsegnung, beziehungsweise die Veieiligung de« gegen diese Ehe bestehenden Hindernisses gegen Erlag einer ansehnlichen Geldtaxe bereit« angebahnt und nur durch das entscheidende Vkto einer in kirchlichen Dingen hier ausnahmsweise berufenen Weibsperson — dem allen Sahe „mulißl- tHouut iu scolsuia" entgegen — vereitelt wurde, keinen Glauben schenken. Wir wollen mit diesen wenigen Zeilen an unsere slovenische Schwester nur den freundschaftlichen Mahnruf richten, ihre offene und versteckte Auflehnung gegen rechts-gillige Staatsgrundgesehc auflassen zu wollen» Unsere Schwester sllwenlscher Zunge wolle bedenken, daß sie hiemil einen von kirchlicher Seile früher, d. i. vor Abschluß des Eoncordates anerkannten Zustand angreife und die Inconsequenz begehe, da« staatliche Dispensation«, rechl als eine Anmaßung darzustellen Ul>d die Annahme der staatlichen Dlspi'Ns als eine Todsünde zu erklären, während sie vor obgedachtem Zeilpunlle leine Tobslinde war. Unsere Schwester wird sich denn doch endlich emmal bequemen müssen, die Slaalsgrundgesehe anzuerkennen; unsere Schwester und ihre Verehrer werden eur>l,ch einmal zur Ueberzeugung gelangen müssen, daß es leinen Slaat im Staate gidl, daß die im Elaale bestehenden secuxdären Mächte der Staatsgewalt untergeordnet sind und auch Knchengesetze sich denSlaalsgrundgesehcn zu acco-modiren haben. Zum Schlüsse wollen wir unserer Schwester dringend empfehlen, in Stunden der Muße über die Frage nachzu« dcnten. marum de»n das Instnut der Civile he in Oester> reich gar so bekämpft wird, während die Cwiiehe in Frankreich schon seit dem Jahre 1802 von kirchlicher Seile anerkannt ist? — < Spende,) Herr Gustav Graf von Nuersperg in Molrih Hal dem lrainischen Nushilssbeamten Kranken» und UnlerftUhuügs'Vcreine einen Barbelrag von 30 fl. gespendet. — (Dr. Razlag) wurde vom Wiener Studenten-Vereine „Elooenija" zum Ehrenmitgliede ernannt. — (Aus slovenischen Blätter».) Ueber die lehle Sitzung deS hiesigen katholisch-politischen Vereines meldet die „Danica": 1. Der vom Vereinsmilgliede iNegali gestellte Antrag auf Verfassung einer PeNlion zu Gunsten der freien Thätigkeit der Jesuiten, welche nach de« Antragstellers Ansicht unerschrockene Perlheidiger der Wahrheit seien, wurde mit der von Dr. Eosta beantragten Modification, „die Petition sei an den 3leich«ralh und nicht an 954 das l. k. Ministerium zu richten", angenommen. 2. Der Verein zählt nahezu 150 Mitglieder. 3. Der Rechnungsabschluß weist 538 ft. Einnahmen und 438 fl. Ausgaben aus. — Ter „Slovensti Pravnil" enthält in den Nummern pro April und Mai 1872 einige recht inter« essante Entscheidungen, dann Formularien zur neuen Grundbuchsordnung, sow!e einige andere, jedoch ziemlich unbedeutende Aufsätze. Es wäre zu wünschen, daß das Blatt, wenn es seinen wahren Zweck erfüllen soll, eine etwas mehr wissenschaftliche Richtung einschlagen würde. — Die „Danica" meldet in ihrer letzten Nummer mit unmaslirtem Vergnügen, daß in Krain bisher noch lein dem Clerus Angehöriger um die bewilligte StaatsunterstUtzung angesucht hat. „Narod" geht sogar so weit, die Namen jener, die sich in Steiermart darum bewarben, an den Pranger zu stellen; ein Vorgang, zu dessen Rüge wir keine genug scharfen Worte finden. Wir entnehmen aus der obigen Nachricht der „Danica" mit wahrer Befriedigung, daß die materielle ^age des „niederen" Elerus in Krain ' eine ganz erfreuliche und gesicherte ist. — (Aus dem Amtsblatte.) Edict des Stadt« Magistrates Laibach wegen Einzahlung von Steuerrückstän-den. — Schuldienstausschreibnng für St. Veit bel Egg, Gesuche bis 25, d. an den l. t. Vezirlsschulrath Stein. — (Ein Rauchfangfeuer) brach gestern abends um 7 Uhr im Hause Nr. 56 „zur goldenen Schnalle" aus. Die Feuerwehr war 8 Minuten nach dem Castell-signal« auf dem Platze; jede Gefahr wurde beseitigt; nur bemerken wir, daß mehr als nöthig und überdies von unberufener Seile das Commandowort ergriffen wurde. — (Schadenfeuer.) In der Nacht vom 29. bis 30. v. M. brach im Wirthschaftsgebäude der Besitzerin Mina Hafner in Gudeßi?, Bezirk Krainburg, aus einer bisher unbekannten Ursache Feuer aus, wodurch sämmtliche Wohn« und Wirthschaflsgebäude und sämmtliches Geräthe ein Raub der Flammen wurden. — sVom Hagelschlag) wurden am 10. d. die Feldfrüchte in den Gemeinden Slefansdorf, Visavil, Garsche und Tomatschou stark beschädigt. — (Oer St. Mohor« Verein), gegründet zur ^ Herausgabe guter slovenischer Volksbücher, hat 18.800 Mit« glieder. Dies Jahr wird er u. A. eine allgemeine Well« geschichte und eine Bearbeitung des Buches der Erfindungen herausgeben. — (Für Touristen.) Als Bergführer wurden von der Bezirlshauptmanuschaft in Hermagor (Kärnten) zugelassen: Michael Egger aus Kölschach Nr. 50. Josef Mofer vulgo Hafner in Kölschach Nr. 77. Diese Männer werden den Reisenden insbesondere als Führer in den Gebirgen des Obergailthales empfohlen. — (Ein deutsches Turnfest), das vierte allgemeine, wird am 4.. 5. und 6. August d. I. i» Bonn abgehallen lverden Das Festcomilß sagt in seiner Einla« unter Anderem Folgendes: „Wir laden Euch Alle, Ihr deutschen Männer, die Ihr für den hohen Zweck unsere« Turnens empfänglich seid, an unsern gastlichen Strom; kommet zu uns aus allen Gauen des weiten Vaterlandes, damit hier ein Stamm es von dem andern lerne und heim die Kunde davon trage, daß wir nun ein einig Volt von Brü« dern sind und bleiben wollen. Wir laden Euch auf die Hiihen von Bonn, damit Ihr, nach Ost und West ausschauend, erkennet, daß unser Strom des Kampfes werth war; wir laden Euch auf die Tage von Weißenburg, Worth und Spicheren, damit Ihr Euch mit uns freut des Helden, de« Erben unserer Kaiserherrlichleit, der auf der rühm» «eichen Siegesbahn den ersten Schlag gethan hat, um das prophetische Mahnwort wahr zu machen: „der Rhein Deuschlands Strom, nicht Deutschlands Grenze". Wir laden auch Euch, die Ihr, außerhalb Deutschlands Mar» ken wohnend, Eurem deutschen Ursprung treu geblieben seid; wir laden endlich Alle, die, wenn auch andern Natio» nen angehörig, für deutsches Wesen und deutsche Turnerei em Herz haben. Ihr sollt uns herzlich willkommen sein!" Danksagung. Gefertigter findet sich verpflichtet, der löbl. Laibacher Feuerwehr für die schnelle Hilfe und die dabei bethätigte Schonung der Effecten beim gestern ausgebrochenen Kaminfeuer den wärmsten Dar.t auszusprechen. Laibach, 12. Juni 1872. Heinrich Noval. Der hochgeborne Herr Graf Gustav v. Auersperg in Mokritz hat dem train. Nnshilfsbeamten - Kraulen» und Unterstützungs'Nereine 30 st. gespendet, wofür von Seite der Direction dem hohen Gönner der wärmste Dank ausgesprochen wird. Oinfteseudet. 411oll kranken K12N uns LesnnÄneit onue Illeäicm üllä okne kosten, kevalezeieie Du Narr? von I.ouünn. Die delicate Heilnahrung llev.ilosüiiü-o Ku«:o!»l<^ in Pulver und in Tabletten fllr l2 Tassen fl. 1.50. 24 Tasse» si, 2,50. 48 Tassen fl. 4.50, in Dnlocr sitr 120 Tassen fl. 10, fllr 288 Tassen fi. 20, für 576 Tassen fl. 36. Zu blichen durch Barry du Barry u InuSdri'ck T^eHll H ssraul, in Viuz Haselmayer, in Pest Türüt, in Prag I. Fürst, in Brunn F. Cd er, sowie in allen Städten bei guten Tlplllhclern >:nd Specereihändler-; auch versendet das Wiener Hans »ach allen Gegenden geqen Postanweisung oder Nachnahme Das Hau« 3. TackS s5 <5o. in Hamburg wird nns wegen prompter und anfmcrlsamcr Bedienung seiner Interessenten so angelegentlich empfohlen, daß wir nicht nmliiil tonne», auf die im heutigen Blatte befindliche Annonce desselben gan; besonders hinzliwciseu. Ncnejlc Post. (Triginal'Telekramm der „Laibacker Zeitung.") Wien, »».Juni. ReichSrath. Der Prä« sident erklärt die Mandate der nicht erschienenen Abgeordneten au5 Böhmen als erloschen. Der HaudelSminister legt einen Gesetzentwurf betreffend den Vau eines Donan »QdercanalS vor. Der .Handelsminister beantwortet die Interpellation betreffend die Visenbahnverbin-dnng Laibach-Karlstadt dahin, daß die 3legie« rung die Wichtigkeit dieser dirccten Linie namentlich mit Hinblick auf die künftige» dalmatinischen und Qrientdahnen anerkenne. Vs liegen zwei Projecte vor, deren Prüfung die Regierung bereits anordnete. Die Gesetzent» würfe betreffend die Gisenbahneu Tarnow-Lelu-chow und Vozen-Vleran werden unverändert angenommen. Pesl. 10. Iunl. „Pester ?loyd" bcrichtct aus Wien über das im gestrigen gcmischtcn Mimstlllath festgestellte Budget für die Delegation unt» sonstige für dieselbe bestimmte Vorlagen, worunter die Schiffbar-machung de« Eisernen Thores erwähnt wird. stcrncr habe in Wien eine Berathung über die Herstellung eines gemeinsamen Vorgehens bei den Berliner Conserenzen über die Internationale stattgefunden. Agra in. 10. Juni. Die Organe dci ')l'attir2ll!c,ue« 64.90. - ^p?>c Notionlll A.il^l! 72,35,. - 1860er s> ant'Anliheu 104. - «z,>s-Nci^" 814 C -d,l» Äc> el. 343 2<». ^'>-,>ldnn 1l!/>0. — ^ilb- 1^9,5,0 - « t VtU"i» Drcalen 5.38 ^apolenlisdni 8.93 Da« Postdampfschiff „Holsatia," Eapitän Barends. welche« am 22 Min »on Hamburg abgegangen, ist am 4 IuiN wohlbehalten in New-Vort angelomoien. Das Postdamftfschiff „Hammonia," (lapitän Mrylr, a,i»g am 5. Juni mit «il8 Passagieren von Hamblirg vi, Havre nach New.Yorl ab. Handel und Wolkswirtljschasll'iches. Vludolf«wer Hilhndcl pr. Stuck — ^ 30 Erbäpfel „ — — Tanbeu „ — --Linsen „ — l —! Heu pr, Lentner . 2 — Erbsen „ — ^. l ^troh .. . —! 80 Fisolen „ 9 60 Holz, harte« U2", Klfl, S — Rindsschmalz pr. Pfd, — , 50 — weiche«, „ — ! — Schweineschmalz „ - l>4 Mein, rother, pr. Eimer 10 ^ — Vvecl. frisch. — — - weißer „ 9 " Speck, geräuchert Pfd. —.44 j Angekommene Fremde. Am 10. Iunl. «>«s«>«t. Fasching, HolMüdler, St. Lorcnz. — Glaser, stlri« > scher, St. i!orenz. — Pnfit. Haudelsn, , Tarviö. — GnerieN, Kalif»,., Tnest. — Barbo, St. Lorenz. — Thomanu, Villach. ^ Conrad, Arnoldsteiü. - Bundialel, Wien, - Demsar, Eisneru. — Nipschl, Pfarrer. Lack, — Vcrenger, Maschinen-Inspector, Wien. - Aidatovli, mit Fiau, Roilsch. «t»«>t TVl«>». Iaroä, Graz. — N,lc>lc>j, Kamm., Wien. - -Han;, Kanfm., Wien, — Rcilzmilcr, Oberfülster. — Pansrr, Rudolfswerth. — Vahns, Wien. - Langer, Wien. ll»l»'>»«>»«?»' »R«»s. Dominil, Oberllllin. U>u>,>»««. Hildebrando Visconti, Krouan. - Voben, Uhren« Händler, Kroftp. - Lewi, Trieft. " ^Neteorallissische Neohachlunssell in Laiuach. ^ 5 ZZ ?? «. ^«^ « -I VZ N : : « 53Z " "Z 8Z N ^ ?^ i^ K lI. Mg. 729,7 ^l l.? windstill Nebel ^ 11.2,. »l, .! 7I0..4 ' 20., wmdslill ganz bew. ^ c» " l0„ Ab. ! 7Ul,95 -l-l5.o windstill ,.Hälftc bem. '^ Moigenn^bel. VollniltagS Regeüwollen. Nachmitlagi» l^e-loctllte Wullendecle, die Alpen sichtbar, Abends theilwcisc A»!' h,iterung. Da« TageSmitlel der Wärme j- 156", um 2? unter dem Normale. Vrraillmnrtlichrr Nedacteur: Ha,naz v. K l e i n m a y r. ^n^l^nl,^»>i<4,s Mien, 10. Juni. Die Biirse war im allgemeinen scst, aber nicht eben besonders animirt. Erst spät stiegen Ereditactie» infolge hohen «crl,„er Lurse«. Außerdem ware« PlilflNlil.llllil. noch Unionbanl. ottomauische Bant und Slaatöbahu favorisirl. Auch einige Prioritäten stiegen, und Rente wurde seitens der A bilrage start gelaust. 4. ?N>ste„,ein< Ttaat^slbule. >illr I»X> sl. O!„h>:illiche Staatsschuld zu 5 pH»,: in Noten verzins!. Äilai-Novembel 64 90 65 — ^ ^ « ffebrullr-Aueust 64 80 64 W ^ Silber „ Iänuer-Inll , 72 40 72.50 „ „ „ April-October. 72 35 72.45 Lose v I l83ft..... 330.— 331.— ., „ l«54 (4"/«> zu 250 st, 9675 97,25 , ^ 1860 zu 500 fl. . . 103.75 104.-„ ^1860 zu 100 st. . . 125,5)0 126. -.. „ 1864 zn 100 st. . , 145 50 14575 Slallts-Doliiänen:Pjandbriefe zu 120 ft. ö W. in Silber . . 11875 119.25 ^» Grundentlastungs-Vbligatlo»»?!». Für 100 ft. Geld Waure V^chmeu .... zu5p«lt 96.— 97. -Glilizien .... „ 5 « 77.— 77,50 Nieder-Otfttrrcich. . „ 5 „ 94.50 9b. -Ober-Oesterreich . „ 5 „ 9375 9450 Hieoenbllrgen . . , ^ 5 ^ 80 __ 80.50 Sleilr^»^ ... ^5^. 9i^_ 82 — Ungarn ... ,. 5 ^, 81.90 82.40 ^'. Andere öffentliche A,,let»en DonaurcgnlirlMgSlose zu 5 p a EiseubahuüNlehen zu 120 st. ö. N. Silber 5"<> pr. StUcl 108 75 109.— Una Prämienanlchen zu 100 fl. » «3 l75N 5i,nc:5l.) pr. Stück 10b,— 105.25 Wiener «lommnnalanlehen, rUck- Veld Waa« zahlbar 5 p«lt. sur 1lX) fl. . . 8680 87.- >». Ustle» von «Hanfinstltut," Anglo-osterr. «anl . . , .326 75 327 25 Vlll-loerein.......324.50 325,50 Voden-Üreditanftalt . . , . 279.- 281 — Creditanlialt f Handel u. <3ew. . 342.-- 342 50 Treditanstalt. allgem. ungar. . , 158.75 159 25 Depositenbank ....'.. 101.— 1"2.— Escomple-tHesellschaft. u ü. . 1000-1005.-Franco-östcrr. Vanl . . . . >40 — 140,25 Handelsbanl......218 ?5 219 25 Nationalbanl..... 842,— 5»44 — Unionbant......292.75 292.25 Vereinsbanl...... 134.- 1A4l'0 Verlehrsdenl...... 200.- 200.50 6. Äctieu »on ^rantportui,ll?n^i»» mungen. Veld Waare Alfüld-Fiumaner Vahu , . 181.75 182.25 Vdhm Westbahn.....255.— 256 - «arl-8udmig-«ahn.....257.- 257 50 Donau-Dampfschiffs. Ocsellsch. 606.- 608.- Elisabrth-Westbllhu.....251.— 251 50 Elisabeth-WeNbahi, (i.'inz«Vud, wliser Strecke) ...'.. 214.50 215 — Ferd>uand«-N°rbl>ah:l . . , 2258—2262.— »raui.Iostdbs.^ahn ... 210 75 21 l 50 Lember«-,er,Vahu 163— 163 50 Lloyd. «fterr....... 485. - 487,- Oefterr. Nordwestbahn . . . 218 2,i 218 75 Rud°lf«-«clh„..... 180 - 180.50 Siebenbilraer «al,ü . , . 182 25 182,75 staatsbahn...... 360—360 50 SUdbahn . ,...... 20810 20830 Slld.norbd Verbind, «ahn . 181 50 182 — Theiß-Bahn ...... 277- 277.50 Ungarische Norbostbahn . . 165», 166. Ungarische Ostbahn . , . 135.75 136 25 tramway ..... 311.— 31150 «?. Vf'indbriefe (fto.in33I.rliltz.,u5p«lorität«obligalioue,l. ^fl^ Waare öl's.-Weftd. in S. verz. (,. Emiss.) 92.75 93.50 ,^l,dlna»d«-^iordb, iu Silb, »erz. 103 80 104. -^ronz-Iosephs.Vahu .... 1015)0 102.-« »n?sst^el,n . 101.50 101.75 Vel> W°a" Siebenb. Nahn lu Silber oerz. . 93.25 :»3 5« 3taat«b, G. 3'/. -> 5.00Fr. „I, Em. 131. 131 50 Zlldb. G, 3°. 5 500 ssrc, pr. Stücl 115 50 l 15,7" 3lldb.-G.i.200fl.z. 5°„sl!r100fl. 95 50 95.80 südb.-Von« «"'^ (1870 74) i 500 Frc« pr. BtUcl . 223 — 224 ^ Una, Ostbahn fllr 100 fl . 82 25 ^ 50 ». Prlvatlose ^per Stuck), «lreditanftall f. Handel u. Gew. <»,lt, K°°" ,u 100 fl ü,W......19075 191'^ Nlldols-Stistuna. zu 10 fl. . . 14.75 1525 Wechsel (g/ton ) Geld W»°" «ugsbnrg filr 100fl. slldd. W. 93 90 94.^ F'a,i,!l:rt°M. 100N. bctto 94 20 !»4 ^ Hamburg, fllr 10«^ Marl «anco 82 50 «^ " ^ndou. für 10 Pfund Gterlin« I1l.80 !il^" Pari«, für 100 Franc« ... 43 85 4^ v" 'ko,^« de» Gelds"»»« K. Mllllz-Dncatti. 5 st. 38 tt, 5'^ ^" ll. /iapolconsb'or . . 8 „ 93 < ^ " «3, " Preuh. «assmschem« ^ " «^ - ' " °^^ Silber . . 109 , 75 < W9 ^ 9U " «rainlscht Vrundeutlastuua« - ^bliaationtN. P^'