MbacherchMmg. Nr. 142. Plänumliatl»»»»»«««: Im «omptol» >«»zj. fi. ll. halbj. K.5N. Nül dir Fufitllnng ln« Hau« halbj. s»> ll, »l!« b« Post g»n,l. ft. ll. halbj. st. 7.8Y. Donnerstag, 25. Juni ,«.90ll.. »«.si.I.«I <»»»Platte 1«.«l»., »».»ll., »». 1» li. n. <. w. Iu1«tion»ße»Ptl jede»». X, l». 1874. Priinumerations - Einladung. ^Htlit I.Iuli 1874 beginnt cm ucucs 3lbo»>nelnent auf die „vaidacher Zeitung." Wir werden durch reichen und mannigfaltigen Inhalt, durch sorgfältige Redaction kcö politischen Theiles, durch cingchendc Behandlung aller wichtigen Tages-Fragen in Original.Artileln von unterrichteter Seite, insbesondere durch reichhaltige, thatsächliche und tur^e Berichterstattung über alle hervorragenden Neuigkeiten oes In - und Auslandes, durch Besprechung der materiellen ^> a no e ö i n t c r e s s e u, durch schnelle Mittheilung thatsächlicher Provinz, und L ocal« A nge l e g en h e i t en, durch Besprechung wichtiger ssragcn aus dem Gebiete der Literatur, Vand und F o r slw i r t h s ch a ft, Industrie und Nationalökonomie, denen die „Vaibacher Zeitung" anch sortan ihre Spalten bereitwilligst öffnen wird, dnrch Äiitlhcilnng von Origiual Tclegrammeu über alle wichtigen Ereignisse, durch neueste, inter, csscmlcste OriginnlNoinanc cnthnllende Feuilletons theils l'clchvcndcn, theile unterhaltenden Anhaltet«, durch die Nubrit „Stimmen aus dem Publicum" znr .^nndgcbung der Wünsche und Beschwerden, wie bisher, l'cmnht sein, unserem Blatte ein allgemeines Interesse zu sichern. Die oollinhaltliche Mittheilung der wichtigsten Reichs- nnd V a nd c S g c setz c, Ministerial und Bandes'Vc r o r o n u n gc n, wodurch die Anschaffung von Separatausgaben erspart wird; die Schnelligkeit, mit welcher die Verhandlungen des R ci ch sr a lh es, Landtages, Gcm c i n d cr a t hes, aller Vereine und Korporationen gebracht werden, onrsten der ,,Vail»acher Zeitung" den Vorzug vor anderen Blättern sichern. Die Besprechung in allen Rubriken wird eine gemessene und leidenschaftslose, endlich die äußere Form eine anständige sein. Eine unserer ersten Aufgaben wird es auch im zweiten Semester 1874 sein, die Nubril „locales" mit thatsächlichen Berichten über ulle in der Bandes' Hauptstadt Laib ach m'd im ganzen Vandc itra i n vorkommenden wichtigen und interessanten Tagesereignisse reichlich auszufüllen. Wir ersuchen deshalb alle Freunde unseres Vater ,md Heimatlandes, alle Freunde des Fortschrittes auf der Bahn der Staatögrundgesetze, alle Wissenschaft, lichen, politischen, hnmanitären Vereine und Gesellschaften um ihre geistige und materielle Mitwirkung zur Erfüllung unseres Programmes und um gefällige Mittheilung von O r i g i na l - C o r r c s po n o e n z e n iibcr besondere Ereignisse und Vorfälle, über die Fortschritte auf den Gcbicten der Industrie, des Handele und der Ge< werbe aus allen Bezirken des Amides Kr a in, damit die „valliacher Zeitung" ein Gcmcingnt des gesummten Heimatlandes werde. Wirnnscrcrscits werden alles aufbieten, um die Verwirklichung dieses reellen patriotischen Programmes zu erzielen. DW" Schließlich machen wir darauf aufmerksam, daß am 1. Juli l. I. das <^csch betreffend die Aufhebung deS Inseratenstempei« in xvirtjamleu tritt. Wir sind von diesem Zeitpunkte angefangen in der angenehmen ^age, über die Inserate billigere Rechnung legen zu können. Durch Wegfall der Stempel» gebühren für Anzeigen wird in Hinlnnft auch für die Vcrmiillnng fclbft des kleinen täglichen Ocschaslsvcrlchrs möglich, sich des wirl>amslen Mittels, der öffe>tlichen Blätter zu bedienen, und laden wir das geehrte Publicum zu rccht fleißiger Benützung dcr „Laibacher Zeitung" zu diesem Zwecke lMicklt em. Die PlllNllmcrations-Bedingungen bleiben unverändert: Oalniilhrig mit Post, „l,ier Schleifen versendet . . . l5 fl. — lr. Ganzjährig filr i'aibach, in« Haus zugestellt . . . . l» fl — tr halbjährig dto. dto. dto. . . . ? „ 3« „ halbjährig bto. dto. dlo..... 6 „ - » ganzjährig im liomptoir nnler «iouver!..... l2 „ — „ ganzjährig im Lomptoir ofsru...... halbjährig bto. dto....... 5 » 5V „ Die PranumerativnS, Beträge »l»Uen portofrei zugesendet werden. Laib ach, im Juni 1874 IgNgz V. KleilMMYl ^3 Fed0I Nambtlg. Amtlicher Theil. Der Minister dts Innern hat den VezirlScommissär ssritdrich v. Trent inl zum Stallhallerlislcretiir im Küstenlande ernannt. Der Minister des Innern hat den Ingenieur Franz d. Hohen stern zum Oberingenieur und den Vau-adjuncten Alois Sindelär zum Ingenieur für dln Slaalsbaudienst im Küstenlande ernannt.____________ Nichtamtlicher Theil. Zu deul neuesten Mimsterwcchsel gibt dle „Vohemla" „achstehende Austlürung: „Die in der „Wiener Zeitung" erschienenen Handdillete waren für die Publication lm Mililätveroltmungsblalt be« stimmt und sollten aus diesem in die „Wiener Zeitung" Übernommen werden. Die mit ihrer Expedition betraute Kanzlei hatte aber auf den Umstand nicht Vedachl ge-nommen, daß das an den Grafen Andrafsy gleichzeitig erlassene, contrasignieite Handschre.bcn nicht so dwvi manu in die Druckerei des amtlichen Vlaltes wandern, sondern erst den beiden Mlnistelplästdien mltge» theilt und gleichzeitig in Plst und Wien vliilssentlichl »erden müsse. So lam es, daß die „Wilner Heilung" blos die Handschreiben an FZM. Kühn und General der Eavalerie Koller, nicht uocr auch jenes an den Grafen «ndrafjy verössentlichte. Seinerseils scheint Graf Androssy, als er dies wahrnahm, eine nachtläßliche Ber-vfftn!l»chung dls an ihn gtnchleltn Handschreibens nicht Mthr jür nölhig gehalten und so dcn Befchl zur Drucklegung desselben sistiert zu haben, bis ihn die Mthrsach laut gtwvtdeutn Ocdcnltn eines l,essler genannt wird, daß sowohl das Enl« lassungs- als Elnennuugsdocumlnt ohi,e miuillellellt Gcgenzlichlmng erschienen ist? ^. Wenn er das gutheißt, auf Grund wessen heißt er es gut? Wenn er es nicht gulljlißt, hat er die ihm traft seiner Stellung, seine« amlllchcn Rechtes und sei» ner Pflicht zukommende» Schritte gethan oder gedenlt er sie zu thun, zu dem Zwecke, damit künftighin der T!tel auch im deutschen Text dlm Gesetze und der vage entsprechend gebraucht werde und die Elnennungen an» gemessen dcr parlamenlarijchen Belsassuug unter mini' sterllller Gegenzeichnung geschehen sollen?" Der Minlstelplästdenl gad die entsprechende Ant-wort und Tisza elllilrle, es sieue ihn, zu vernehmen, daß der Ministerwechsel nur einen Personenwechsel bedeute; sollten sich in Zulunft jedoch Anzeichen des Gegentheiles ergeben, so behalte er sich die geeigneten Schrille vor. Velrefss der Hontrasignalur uinen ähnliche fatale Irrthümer lunftighin besser zu vermeiden. Die Ellüultlnngen über di: Äeueunulig „Reich" slien belannt; besser wäre es imn.clhm, sich stets des corrcclen Ausdruckes zu bldllnen, schon »egen des hlgenselligen Vertrauens. Die „Presse" btmnlt über diese Inteipellation: „Der Wortlaut der weilläuft^cn Antwort, welche der ungarische Ministetpräsioenl an die nicht minder aus» jührliche Aufrage des Fühllls der iiinlen gegeben, liegt erst im telegraphischen Auszüge vor und ts ist deshalb schwer, sich ein Urtheil über dieselbe zu bilden. Fin Herrn Villo und seine Miniftercollegen ist der Zwischen» fall, der gerade jetzt in einem schwkrlgen Momente, in dem die Wahlrejormsrage das Cabinet zu einer besonderen Polsicht und zu allerlei Zußtstündmfscn nicht nut an die Opposition, sondern auch an die unsicheren <ölc menle der eigenen Pailei bestimmen mag, glücklich ver, laufen. Die Majorität des Parlaments, die Rechte und das linke Eenlrum haben die Antwort «zur ttcnntnis ge» nommen." Für Ungarn ist die Sache damit vordelhanb abgeschlossen. Wir möchten uns aber vom speclfijch. österreichischen Standpunkte aus doch eme ivenill« lung erlauben. Jenseits der Veilha würde man sehr un- gehalten sein, wenn der Präsident des diesseitigen Ca« biuels, um aus einer momentanen Vetlegenhell slch glück-llch htlauszuarbeiten, llldezug auf eine geuieinjamc U«, zrleglNhelt eine Rechtssolderung als glltig anerlennen wollte, welche m dem bilateralen «usglelchspacte gar nicht berühll ist, wie es Herr v. oui iliQj^i; hallen wir unS an den llar lautenden Pact, um auch stets in Noth und Gefahr gute Fieunbe zu bleiben. Wie streng man es sonst jenjelts der ^ettha mit dem Ausgleiche nimmt und w,l lMijchals man seine Ttf« lieiung im «uge hat, lennzeichnel Tlsza« Kritik, be« Tllels: ..Relchslcicgsmlnlstei." Wer jo worltlauberisch auf dem «vchllne besteht, jollle in denselben auch nicht» hmeinlnlecpcetieren, was in ihm nicht enthüllen ist, und von einer ßontrasignalur steht, wie »,r uns unlilngft auseinandergesetzt, m dem iljelsafsungsslalule über d« gemcllisamcn «ligclegcnheilen leine Zeile, die „Vergel,-llchlcit ,st eben schon damals bei Abfassung des Stalul« geschehen" und das Aerllhen muh erst in gesthlicher Weife gcltgelt werden, wenn man für einen Act der gemeinsamen Regierung dasselbe verlangt, »a« die öfter-ltichlsche und unMljche Bersassung st»tu,erl, daß ein Reglerungsacl nemllch erst dann glltig ist, wenn er die Contrasignatur eines verantwoilllchen Minister» enlM.« Der Parteitag in Krems nahm nebst der bereits in unserem gestrigen Vlatle mit» getheilten noch folgende Refolutionen an: 1. „Aligtilchls so mancher nicht unbedenklicher Thatsa.i,en, welche in letzterer Zelt unbestimmte Vesvlg-Nisse wachrufen, lpc'chl der zwe,te nledll0fteilelchllche Partlilag slme zuvlrfichlllche ltiwarlung aus, daß da» Ministerium Auersperg, llllches nach seiner Snljlchun, und in Allbelracht der von ihm durchgejührten Vtelch»-wahlrefolmen vor alliM bttulen ist, dic Slaalsgrunb» «esctze zu schirmen und zu enlwlckcl«, an dieser seiner Ausgabe festhalten und Ul.be.echllglen Oinflüfjen z» wldeiftlhen w»fsen w»rd, der Parteitag spricht aber Luch feint flsle Utberzeuhung au», duß l»,t iljcrfafsuug »« 1004 dtutsch-Ssttrreichischen Volke bereit« so tlef« Wurzeln ge> schlagen hat, daß es jederzeit bereit sein wird, seine so schwer erkauften politischen Errungenschaften gegen alle Feinde der Freiheit und des Deulschthums ma>l'haft zu vertheidigen, wie es dies wiederholt auf dcn deulsch-österreichischln Parteitagen und insbesondere an dcm denlwüdigen Tage von St. Polten, in der Stunde der schwersten Bldräiigmssc fcieilich gelobt hat." II. „Der zwe»le niederösterreichisch! Parteitaa begrüßt mit lebhafte Bcfriedigulig d>e v elseitigen Fortschrille seit Oli-.füyrulig der neuen VoltSschulgesetze. Gr fühlt sich vcipfllchtet, für die im wohlverstandenen In» terlfse der Wichtigkeit der Schule zur «elstlich-silttichen Heranbildung der zulünjtigen Staatsbürger gttne und reiflich gebrachten Opfer an Zeit, Gtld und Mühe den Bevölkerung, den Gemeinden uio Köipe, schuften, ins« besondere den Spartassen, dann zahlreichen schulfreundlichen Parleigcnofsen sowie der Landetvirlretung seinm lebhaftesten Dank auszurechen. Die dem Lchrerstande eingeväumte uiiabiiänaige und gesicherte Lebensstellung, vllbunden mit eifriger Hingebung und Pflichterfüllung und ausdauernder Thätigkeit dlr Gemeinden wird die Loslösung dcr Schule vom konfessionellen Einsluße voll-lnden und den wirksamsten Schutz gegen unlautere Feinde derselben schassen. Die staatliche, dem Lchrei stände obliegende Thätigkeit rechtfertigt das Verlangen, die Lehrer auch in jenen Städten in den Vollgenuß der politischen Rechte zu setzen, in welchen sie lusher gegen das allgemeine Gcsltz derselben entbehren. Indem jenem Theil des niedern CleruS. w:lcher die Bestrebungen der jetzigen Vollsjchule sympathisch fördert, Anerkennung gezollt wird, muß dagegen bedauert w:rden, daß ein Theil dlS EltruS seme Stellung in der Schule zu politischen und konfessionellen Umtrieben misbraucht. Der niederösterreichlsche Parteitag sieht ferner in der Förderung des gewerblichen und landwirthschaftlichen Unterrichts ein mächtiges M'ttel zur Heranbildung eines tüchtigen Bürger- und Bauernstandes sowie zur Földerung des Vollswohles. Derselbe erwartet von der Regierung, daß die Boltsschulgesltze »hrem vollen Umfange nach in jenem freisinnigen Glifte durchgeführt werden, in welchem sie verfaßt und gegeben wurden." III. „Der zweite niederösterreische Parteitag spricht es als seine Ueberzeugung aus: 1. Die größte Spar« samleit >m Haushalte des Slaatcs, der Bänder und Com« munen ist nothwendig, um die schweren Verluste, welche der österreichische Volkswohlstand durch die wirlhschaft-liche Krise erlitten hat, allmiilig wieder zu ersetzen und den drohenden Aussall der Staatseinnahmen für das österreichische Budget ungefährlich zu machen. Insbesondere ist eine namhaftc Reduction des Militärbudgets nothwendig und mit Rücksicht auf die derzeitigen politi« schcn und Machtverhältmsfe der europäischen Staaten auch ohn.' Gefährdung Olsterreichs möglich. 2. Die Wledcrheist.llung der Mitallirählung ist eine der wich« tigsten Vorbedingungen zur Elstarlung der österltichischen Voltswirlhschast. Der bevorstehende Ablauf des Bank-Privilegiums ist zu benützm, um die Wiederausnahme der Barzaylungen anzubahnen und mit Ui^arn eine Vereinbarung über die Consolidieruna der Staatsnoten« schuld zu treffen. 3. Die schweren Wunden, welche die wlrthsltaftliche Krise dem östelreichischen Volkswohlstände geschlagen hat sowie die Nothwendigkeit, die Wiederkehr ähnlicher Krisen zu erschweren, legen der Regierung und den Vollsoerlrelilügelürpern die Pflicht auf, die nülhi» gen Reformen auf drm Gebiete der agrarischen, Finanz-, Handels- Geaitibe Gefeygebung schleunigst einzuiühren. Insbesondere empfiehlt der Parteitag die Beschleunigung der Steuerreform, die Aufhebung des Lotto, die Reform unseres ConsulalSwesenS soivic den Abschluß lhunlichst günstiger Handelsverträge, insbesondere mll den natürlichen Absatzlagen, Österreichs, dcn Doncm-Fürsten-lhinncrn, dcr Tüllci und Rußland, die Reform der Vöcsen- und Actien-Oesctziebulig, die gesetzliche Regelung des landwiilhschaftlichen Fortbildun^swesens, die Eclas-sung eines ComiliassicrungsgesetzeS, die Reform der Seu-chengcsetzgebung, die Orlassung eines Fischereigesetzcs. die Einführung der Stcuelfreiheit für die Erwerbs« und Wirlhstaflsgenossenschasttn soweit sie nur mit ihren Mitgliedern Geschäfte machen; die Aufhebung der ohnedies in Verfall begriffenen gewerblichen Zwangsgenofsen-schaften, die Einfühlung gewerblicher Fachschulen und Lehrwerkstätten." — Das „Fremdenblatl" registriert ebenauch diese Re< solution des zweiten österreichischen Parteitages, fügt jedoch an leitender Stelle die Mahnung bei: Die Ver-fassungspartei möge bei Verfolg ihrer Wünscht sich in competent«« Grenzen bewegen, sich jeder Ueberstürzung enthalten und die allmälia sich ruhig entwickelnde Saat der verfassungsmäßigen Errungenschaften einer segensreichen Ernte zugehen lassen. Das ungarische Wahlgesetz. (Fortsetzung.) § 9. Wahlrecht besitzen ohne Rücksicht auf das Einkommen: die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften, die Professoren, die akademischen Künstler, Docloren, Ad< oocateu, öffentlichen Notare. Ingenieure, Wundärzte, Apotheker, diplomierte WirthschaftSbeamte, diplomierte Förster, diplomierte Montanisten, Seelsorger, Hilssseel-sorger, Gemeindenoläre und Schullehrer und diplomierte Kleinlinderbewahrel-, und zwar in jenem B:zirle, in w:lchem sit ihren stänbig'n Wohnsitz haben. Zur Ausübung bss Wahlrechtes seitens der Geistlichen und Hiljsgeistlichen ist aber erforderlich, baß die-selben als solche bei einer Kirchengemeinde in amtlicher Verwendung stehen. Professoren, Schullehrer, Kleinlinder-bewahrer und G-meindcnotäre besißen das Wahlrecht in dem Falle, wenn sie auf ihren betreffenden Posten im Sinne des Gesetzes ernannt, gewählt ober in ihrem Amte bestätigt wurden. § 10. Das Wahlrecht besitzen nicht, wenngleich sie die in den obigen Paragraphen aufgezählten Gedmgun. den nachweisen, diejenigen, die unter väterlicher oder vor-mundschastlicher oder dienstherrlicher Gewalt stehen. Als unter dicnstherrlicher Gewalt stehend werden angesehen: die Handels« und Genillbslehrlinge, wie auch die in öffentlichem oder Privatdlenft stehenden Diener und Dienstboten. Wirthschafted:amte werden nicht als unter dienst-herrlicher Gewalt lxsindlich betrachtet. § 1l. Das Wahlrecht können nicht ausüben, respective es können in die Wählerlisten nicht aufgenom« men werden: 1. die im Armeestalus activ dienenden oder innerhalb ihrer Aclivdienstzeit zeitweilig beurlaubten Soldaten, Stllcute und Honveds; zu diefen gehören jedoch nicht die Rcserocr und Honveds, die im Sinne des Ges.-Att. 40: 1808 § 30 und des Gls.-Art. 41: 1868 § 14 zu CcmlrolSrevuen oder zeitweiligen Was« flnüdungen einberufen werden; 2. die Mannschast der Finanz. Steuer- und Zollwache; Z die Sichllhelts« commssäse; 4. die Mannschaft der Staats-, der Jurisdictions« und der Gemeindlpolizei. 8 12. Das Wahlrecht können nicht ausüben und es können in die Ulählerlisien nicht aufgenommen werden, wenngleich sie sonst aus irgend einem Grunde das Wahl- recht besäßen, diejenigen, 1. die wegen eines Verbrechen« oder Vergch:«,« oder wsgen eines in den HH 6. 7, 8, li. 10, l l und 12 des Gts.'Art, 18: 184X umschriebenen PreßoergehenS zu Gefängnis v:rurlheilt wuvben, solange die Strafzeit tauerl; 2 die wegen Verbrechens oder Vergehens in durch rechlsliäsligen richterlichen Beschluß angeordneter Untersuchungshaft sind; ^. die zum Verlust ihres Wahlrechtes mrurlhlilt worden während der in dcm rechtskräftigen Urtheile bemessenen Zeit; 4. Fallllen, so lange der Concurs nicht aufgehoben ist; 5. diejenigen, die ihre auf das der Conscription vorangegangene Jahr enlfallcne, in dem Wahlbezirk zu zahlen gewesene direcle Steuer nicht entlichlct haben. § 13. Wählbar ist ein jeder, der Wähler ist, wenn er das 24. Lebensjahr vollendet hat und jener Vestim-mung des Gesetzes, wonach die Sprache der Legislativt die ungarische Sprache ist, zu entsprechen vermag. § 11. Der zur Begründung der Wahlberechtigung erforderliche Steuersatz muß mit dem Steuerbüchel, einem Zerlisicat dcS Sleueramles ober mit dem Auszug aus dem Gemeinoe'Hauptbuch sür direcle Steuer (Tabelle Ii) nachgewiesen werden. Der Haus odcr Grundbesitz ist in Fällen des Zweifels dort, wo ein Grundbuch existiert, mit linem Grundbuchsauszug, anderswo jedoch mit sonstigen das ElgenthumSrccht erhaltenden Documenlen; die Summe des Grundbesitzes mit Auszügen aus dem Kataster oder dem ParzellierungS-Grundbuch nachzuweisen. Beim gemeinschaftlichen Bcsitz elneS Eomposscsso-ralSguteS muß das indlvidueUe Verhältnis des Mitbesitzers oder Betheiligung an dem gemeinsamen Einkommen mit öffentlichen Documenlen oder mit einem solchen ComposstssoratSprolokoll erwiesen werden, welches schon als Grundlage der Aufthcilung des gemeinsamen Einkommens gedient hat. Dcr Pfandbesitz vllleiht dem Pfanbinhaber bis zur Rücklösung des Pfandes das Wahlrecht. 8 15. Wer an solchen Oiten, wo ein Grundbuch existiert, auf Grundlage irgend eines ImmodilS da« Wahlrecht beansprucht, jedoch im Gebrauch als Besitzer noch nicht eingetragen ist, dem ist das Wahlrecht zu er< theilen, wenn er nachweist: .i.) daß er im Besitze des unbeweglichen Gutes ist; 1>) daß der Gcsitz des Immo< bils zufolge des Erbrechts oder auf Grundlage eines an-deren Rechtsgcschästes oder vermöge einer mittlerweile erfolgten Vesitzregelung ihm gebührt; 0) daß daS Erb-schaflsverfahren im Zuge ist, oder aber, wenn dies nicht der Fall, daß das die Erbschaft, resp. die U'.vtrtraMg des Besitzes behandelnde RechlSgeschüst wegen Bemessung der Rechtsgebühren angemeldet wurde; " darf er ebenso die Kraft, das Feuer, den Ernst und " Anstand der Heldenzeit. Man kann lein Posa "^ wenn man nicht die liebenswürdige Schwärmerei, ole diesem liegt, zur klaren Anschauung bringt «nd "vp einen jugendlichen Helden vorstellen will. Man ""v." Tonarten der menschlichen Empfindungen in sich °"^ nommen habcn und diese umfassen nicht allem i ^ Octavln, sondern die ganze Welt der Gefühle, »»« unserer Seele liegl. Der Sänger braucht seine « ' hat er diese volllommen inne und Stimme sie au z führen, so hat er einen glänzenden Standpunkt er" «, der Schauspieler, an dem man die Kunst "lcn'n, ' lein guter Schaufpleler, sie muß zur Natur »l" den jlin. Man muh über seinem Spille d" «uns» gessen lönner». Der Sänger braucht ""stlal. «c "" ^ li.ssc, der Schauspieler Menschenlennlnis. 'wle »u Gelehrten, für den Denker die Wellaefch'chte daS »l ^ B°ch dcr Weisheit wird. so muh d« SchausP «'er der Geschichte der Menschheit lesen, ^das sich ubcrau zu allen Zeilen vor ihm aufschlügt." IftO5 Politische Uebersicht. «aibach, ^4. Juni Den Administratoren der Diöcesen von Posen und Gnesen, de« Landrüthen Massenbach und Nollau, ift nunmehr durch Verfügung des preußische« Cul-tusministerS aus Grund deS Gesetzes, betreffend die Verwaltung erledigter katholischer BiSlhümer, die Verwal tung und Aufsiät über das gesammte kirchliche Vermögen in beiden Diiwsen übertragen worden. — Der Gun-desralh nahm dlt Anträge deS Iustizausschusses betrtffenb den Plan und die Methode der Ausarbeitung deS Civil-gesetzbuches, d:r Revision dls Handelsgesetzbuches und der Gesetzgebung über Aclicuwesci, an und beauftragt« ferner den Iuslizausschuß, die iu die Commission für das Cioilgesltzbuch zu wühlenden Juristen vorzuschlagen. In der am 23. d. stattgefunden«!, Sitzung des englischen Unterhauses richtete Sandsuro e^ne Anfrage wegen A»ellcnnung derfpanifchen Regierung an das Ministerium. Der UnleistaatSsecretär im auS-wältigcn Amte erwicdeitc. die englische Regierung wimsche die Anerkennung der fpanlfchen Regierung nicht zu ver» zögern und fei bestrebt, die ihr mögliche moralische Unterstützung dm Spaniern zu leihe», die bemüht sind, die öffentliche Ordnung ausrecht zu erhalten und gegenüber der Revolullon und Reaclioc» line Art col'stilulio^ellen Regiments zu führe». i)le augeMickliche Lage lassc es gerathen erscheinen, die förmliche Anerkennung aufzuschieben, bis die Reorganisation der Regierung eine größere Glabilitüt erlangt halim werde. Das Ämleblall der »l al l e « i sche n Regierung veröffentlicht in der Nummer vom 20. d. M. das Gud -getgesetz für 187^ und da» Gcfltz, welches die Steuer auf die Elsenbahllfahllarlen für ^llzuge erhöht. Der „Naib" veröffentlicht den Woitlaut eines russische», Entwurfes, welcher oem zur Veralhung eines neue»! KriegSvoller rechtes in Brüfscl zusammelllrettl,d:n inlernalionalen Congresse vorgelegt werden soll. Der Entwurf ,st in einzelne Kapltel ge-schieden und bchandelt in dusen Hauptablheilungen: Die mililärijche Autorität in Feindes Land, den Unterschied zwischen Soldaten und Nichlcomballanten, dle erlaubten und ruchlttlaubtln iUlltlel der Kriegjiihrulig. die Belagerung, da« Bombardement, das Spionenwesen, die Kriegsgefangenen, d,e verwundeten, die dcn Mllttäl' Personen gegen Prioaipersolllll zuslehendell Gewalle»,, Requisitionen und Hcmlrlbutilmell, daS Parlamentär' Wesen, die läupitulation, den WaffcnftlUstand, die tlus. Übung von Repressalien. Wir kommen auf dieses Acten« stück in ausführlicher Weise zurück. Die außerordentliche Kammerscssion in Rumä-nien wurde am 13. d. mit zwei fürstlichen Botschaften geschlossen worden, voi, omen die einc an den Senat,! die andere an die Kaimmr gerichtet war. In beiden spricht Fürst Karl ,seine landesherrliche Zufriedenheit" mit der Haltung und den Leistungen der gesetzgebenden Körper aus. In der That hat die kurze außerordentliche Session vier wichtige» Gesetzen baS Vebcn gegeben: dem Olsenbahnanschluhgesetz, dem Maulhgesetz, dem SanilätS-gesetz und dem Gesey. welches den Kolonisten in Vessara' dien Grundbesitz verleiht. Der „Morning.Post" wird di: Mittheilung, daß China d»e Absicht hat, Kaschgar anzugreifen, aus authentischer chinesischer Quelle dementiert. Die Con-«ntrierung chinesische Truppen in Vatlul und Khara wird nur wegen Selbstoerlheldigung bewerkstelligt, um einem befürchteten Angriff Ial.ll Kl)anS zu begegnen, Mit diesem Dementi fallen auch die Gerüchte, welche l KaschgarS wegen einen Krieg zwischen China und Ruß» land als unvermeidlich bezeichneten. Verwerthung der Thicrcadauer. Das Abdeckerverfahren beruht in Berlin auf der ökonomischen Verwerthung der Thiercadaver. Die Ver-^ arbeitung der Acser ist einer eigenen Fabrik, dem sogenannten physikalischen Abdeckelei'Htablifscmtnl überwiesen, welche« nach den neuesten Forlschritten der industriellen Technil eingerichtet ift. Es besteht auS dem Schlacht« hause mit dem ^cdcrlrockinboden, aus d?m Kocherei» gebaudl, o:r Tlvlllulammer, dem Schuppen für Brenn« material, dem Acbcileihause, einem Seclio»iSzimmcr und einem itanzleilocalc für den Vetriebeinspector. Die La« davrr drr rlrendelen oder beim Schlachten für den menschlichen Genuß als unvrlluchÄar erklärten Thiere werben in g/schl offenen Wagen und gut bedeckt, unbrauchbare Pscl.de, welche nicht lml^r laufen können, in einem eige-ncn Krankenwagen zur Bcliiebsstalle der Abdeckerei ge» bracht. Im Schlachlhaufe wird zunächst durch einen fllchvcisländigcn Btomten mittelst Section die Krank' heilserscheinung, beziehungsweise die Todesursache fest» gestellt und in das Journal eingetragen. Dlcser Vorgang dient sowohl zu stilistischen Zwecken, als auch dazu, um bei vorkommender Seuche genauen Bericht an die Polizeibehörde erstatten zu können. Die Kadalxr werden dann abgehäutet, hierauf zerlegt, wobei das Fett von allen Theilen, selbst von d:n Eingeweiden getrennt und nach der Galtung der Thiere zur ferneren Behandlung gcfammell wird; das Glut wird ebenfalls so viel als möglich aufgefangen, die Haute werden, nachdem ste mit einer schwachen Lösung von Carbolsäure behufs DeSinfectlon und Fernhaltung schädlicher Inseclen be» strichen wurden, auf drn Trockenboden, die Pferdehaare, welche vorher abgefchnitlen und gewaschen werden, auf Hürde:, getrocknet. Die Eingeweide werden ihres Magen» und Darmilihallcs entleert und in einem hinter dem Schlachthause aufgestellten Spülbollich gereinigt. Die zerlegten Kaocw:rlhetle, Felle :c. gelangen in dcn Koche» reiraum zur weiteren Verarbeitung. Die sämmtlichen Knochc,, enthaltenden Fleischstücke gehen zunächst in ein Damp,walzwcrl (Knocheübrechcr), welches die Knochen und 5slt>lch!hcile zeilleinerl, und kommen dann in eiserne Koa^fähe, it» wclche» sie wührelid K—8 Stunden emlln Zersetzungproceffe mittelst Dampf ausgesetzt bleiben, wo» durch sich die Felle völlig lösen. Dle ^eimlösung wird in tinen ttlülboüich uno von hier aus nach erfolgt« Klärung m ein CondensationSgefäß geleitet. Die so bis zu einem gewissen Grad conoensielle ^eimlösung nelanat als «pprelullcim in den Handel, Das Fell wird in eine Klarpfanne abgelassen, woselbst es durch chemische Mittel gcremigt u„d jo präpariert filr Zwecke der Scifellsiederei oerweithel oder als Schmiere und MajHmenöl velluufl wild. Das von den Kadaverlheilcn vorher abgelöste gelt wird gleichfalls zu letztgenannten Zwecken vcrarblitet, indem es zunächst Mlltelst einer Zerkleilieiungomaschiue zettegt und dann einemSchmelz-plvzesse in dutch Dampf elhitzten Pfannen unterwor» fen wird. Der nach Enlfelnung der Felle und der ^eimlösung verbleibende Inhalt besteht aus zum Theil chemisch zersetzten Fleisch» und Knochenmassen, welche unge,ähr 50 Pcrzent Wasser enthalten, das im Trockaß es die Kunst betraf. Wer aber über die Kunst, nußer in der Ausübung selbst, die Geliebte vergessen lann, liebt noch nicht recht inuig, devn die kiebe kann "it der «unst recht gut zusammen in derselben Brust bestehen. Oder war ttenz Schauspieler genug, um gegen bln Vater diese Unblfangelcheit zu affectilren? Mariane war dagegen weil mnuhiger. Rosa fühlte ««arianlns Herz an ihlem «lru.e heftiger pochen, wenn ^e in Fritzen« Mhe kamen, und in dem umringenden Nrelsr der jungen Milnntrwell stand fie zerstreut und liessinnend da. Rosa fühlte, daß sie eist Fritzen« Ver. trauen ganz gewmnen müsse, ehe fie weitere Schrille thun lonnle. Denn sie fing an fast zu vermuthen, daß Fritz trotz feiner Jugend einige Erfahrungen habe und mit gleichen Waffen gegen fie streite. Jenes Nachdenken bei ihrem Gefang, jenes Versmitenseln in sich felbsl war aber für ein bloßes Spiel zu nalinlich und Fritzens Auge zu offen und wahr, um auf irgend eine Berech« nung schließen zu lassen. Rosa, die sich oolgenommel», die gefühlvolle Schwärmerin zu spielen, änderte ihr Vorhaben und Nlußle lieber jetzt die Rolle der Vertrauten übernehmen. Aus der Vertrauten wird nach und nach gewöhnlich die Geliebte selbst. Anfang« ist es die Theil, nähme, die uns gewinnt, dann wirkt die Gewohühell, man fetzt Wohlwollen, ein fühlende« Herz voraus und oelstlickl sich in ein Netz, daß man selbst, ohne c« zu wissen, um sich her gewebt. Rosa, der alles gleichgiltig gewvlden war, weil sich ihr alle« gleichsörnilg wiederholte, halte mit beiden» schaft diesen Gegenslnnd erfaßt, der sie reizte und be< fchäjtigte. Was ansang« nur ^aune war, wurde, je unentschiedener der Erfolg für sie ward, desto festerer tint-schluß. Sie prie« Marianen Fritzens Eigenschaslen, wollte bemerkt haben, daß er oft auf sie verstohlen herüber gesehen und wußte so freundlich, fo schmeichelnd zu reden, daß erulich das arme Mädchen von ihren innersten, fo lange verschlossen gehegten Gesühlen überwältigt, weinend in Rosas Arme sank, die Geständnisse ihrer Schmerze» an dem Busen der theilnehmenden Freundin in »hren Thränend ausströmend. (Fortsetzung folgt.) ' Diese getrockneten Knochen, Fleisch, und Vl»t-^ Massen werben schließlich pulverisiert, sodann fein gesiebt und unter dem Namen „Fleischmehl" als ein sehr geschätzte« Düngmiltel in den Handel gebracht. Bei den Kochprozessen entstehen noch sogenannte Fettschaumbildungen, welche Knochexlalkseife enthalten und zur Erzeugung von ^euchlllus oerwerchet werden können. Das Verfahren de« Abdeckerbetriebe« beruht auf der allgemeinen Erfahrung, daß alle Ansteckung«ftosse schon bei einer Temperatur von 50 bi« 00 Perzent unschädlich gemacht werden. Die alljährlich auf diese Weise verarbeiteten Cada-vermafsen sind sehr bedeutend. Wa« nun die Möglichkeit anbelangt, die industrielle Verwerthung von Thiercadavern in Wien, und zwar durch die Privalindustrie einzuführen, so erkennt das Gutachten eine« der vernommenen Fachgelehrlen an, daß eine technische Verwendung der Thiercadaoer von nicht geringer volt«wirthjchastlicher Bedeutung wäre; allein der praktischen Durchführung würden sich vielfache Hindernisse in den Weg stellen. Da« an die Statthallerei erstattete Gutachten würdigt diese bestehenden, eingehend erörterten Hindernisse und Schwierigkeiten. Im Hinblick auf diefelben wird bemerkt, es fei sehr wünschenswert!,, statt der bis jetzt üblichen Verfcharrung der Neser eine zweckmäßige und rationelle Verarbeitung derselben ein-zuführcn, und zwar nicht allein aus sanitären Gründen, sondern vornehmlich auch deshalb, weil die Producte, wclche sich daraus erzeugen lassen, für die Industrie fowie für die Ugricultur von großer Wichtigkeil find und leicht Abfatz finden würden; aber die Etablissement« zur Gewinnung dieser Plvducle könnten nicht als Prioat-unternchmungen, sondern durch die Slaalsoerwaltung im Vereine m>t Commune errichtet werden, da fie nur unter ftreligsten Ueberwachung der Sanitätsbehörde ohne Nachthell sür die Bewohner der nächsten Umgebung ausführbar wären. Kagesnemgkeiten. — (Kronprinz Rudolf.) Die beiden in K«»< »scheinenden ^ocalbläller, das „Kr. Wochenbl." so w« das „Kl. Vollsblall", sprechen «il gleicher Wärme Ub« den Ausenlhalt Sr. lais. Hoheit des Kronprinzen Rudolf in KremS. Da« „Wochenblatt" fchleibt: „«llen, welchen die hohe Ehre zulheil wurde, mit Höchftdemselben in persönlichen Verkehr ttelen zu können, rlihlnen die Menfchen-sleundlichleil, Vildung und Umsicht des Klonprinzen unh hat dnselbe durch sein anspluchloses, herablassendes Benehmen einen unauslöschlichen Eindluck in den Herzen der V<-wohncl zurückgelassen. - (Giaf Veu ft), der l. f. ofterleichische Votschafln in Bonbon, gab vor elulgen Tagen emen glänzenden Vall, welchem der Prinz und die Pllnzeffin von Wale«, der Prinz »ud die Plinzessin Chliftian von Schleswig-Holftein, der Heizog von Teck, der herzog von Cambndge «no da« diplomatische (5olps anwohnten. — (Pelsvnalnochrichlen.) Mit Allerhöchfter Entschließung vom 17. Juni wurde d« Seplemvlr T>l. Paul Gvstlfa zum Iustlzchef der kroatischen ^anoeslegie. rung und der disponible Hoslath Dr. Rabivojevii z»« Pläsidenlen der Seplemvllallafel ernannt. — T>ei Herr Pollzeldlrellor hofialh v. Pichler begab sich be«us von Brunn auf seinen neuen Posten nach Trieft. — (Hagelwetter.) Dem »Magyar Polgar" wird gemeldet, daß am 17. o. M. in der Gemeinde Ta«a»f«»loa deS lolozser Komilats em Hagelwetter niedergieng, wie man es dort seit Menschengedenlen nlchl erlebt hat. Gchlo-ßcn von der Glöße einer Faust fielen nieder, welche eine» großen Theil deS im Fielen befindlichen Viehe« lödlele». Noch weiß man nicht, ob lein Menschenleben z« bella-gen sei. Locates. Zur Hühnerzucht. Die von Jahr zu Jahr zunehmende Theuerung, welche das GeflUgel Ubelhaupl und die Producte der Vefiugel-zucht, in erfter i!mie d« Eier, erfahren haben; der lüg-lich mehr steigende Verbrauch in den größeren, starkbevölkerten Städten sowie der »leichterte Transport derselbe» mittelst ltlscnbahnen sind geeignet, auch unsere A»s«erl-famlelt mehr und mehr blefe» nicht unwichtigen Zweige der landwlrlhfchaflllchen Production zuzuwenden. G« dürfte deshalb nicht nur ,ür jene Kreife, welche sich mit der Geflügelzucht defchiifngen, sondern auch fUr diejenigen, welche dem Konsum der auf die verschiedenste leckere Welse zubereiteten Huhner mit rege« cr pr. stnlch» ^. 36 - -^ Hit.'t ^ 5 40 5 1« Lämmerne« pr. „ _ 20 .. «uluruh , 5 30 5 14 Htihl.d-l pr. öllll! ». 35 . -- Zpcil, slisch, ^ -44 .- . - weiß« ^ .. _. 12^ — a/riluchert , — 42 . ». l ! Anstekommene Fremde. Nm 24.Il!N>. >ll»t«»l j«t»»«t HG'l«,,. Brauchbar, Vrciljchilia., Msch, M' tova uild Koictz, Vlciscllds, Fcnz, Secretär, Hofmanu, General" lliipectur, und Flirft Friedrich v. Nchtensteill, Wien. - Bar"" Schmidburg, Rudolftweitt). — Klkpjch, . «>«s»«<. wallip, Priualier, jammt ssamilir. Tr>^ ^^ Szvctenet, l. I. Oberst, Wie,,. - Gras Nchttubevss, Prapre!^ hus, — («uldenpreiu sammt Frau, Oberlalbach. — »,'«>». iviaschiler. Wien, — Pichlcr, Wirth, ÄleranV^ vtt.M«. 739,, 'i 10.» SO. s. schw elwas bcw. 24 2 ,. »i. ! 73K.», ^.2'X« SO. schwach f. gauz bew, <>"" 10 „ Ab. ?3.» 4.154 win!,ft»ll ! heiter ,> Mmgcus heiter, später etwa« bewöllt, schwacher Si!dl' ^. »tt^»'5'.'K<'«'»/'5»t Wien, 23 Juni. In der Situation der Börse ist leme PcräKdcluug clügctt.lcu. Die ltbhaslc Stimmung der lchtcn Tage und d,e BethcUigung der Ardliraae a» " > «ell» Wai« ^ ^^.ül.......1^2b 125 — : ....... 75. 77- ' '.. ültl^si^ ' . . . . —'— —-— Tl«dtt«ch«U .,,,,« «i« b0 222 7b Creditai'siall, ungar. . . . ^5«— 156f0 2)ep°si>rndanl..... 131 — 136 — °lll . ..... «250 6250 Nali°n»lb«nl......392 — 99i^ - Oesterr. allg. Vaul .... 44— 45 — Oefterr. B«ml,esrlllch«ft . . . 18« - 1^« — ^iouba«' . .7 .... 99 75 100 25 »-rejt!««!«?.......6 50 6 75 «trllhr«b«m«.......«v— 87 Nrti«« »»» T»«»Gp»,t'«, t««ftz< «eld W»» Alf»ld.««,hn.......141 — 145 — nch»ss.««eselllch<>tt 528- 530 — T!isal»:lh.Wtstb«Hil.....210- 210 50 V'islltitld'Sllhn liiwl.Vndweiser Strecke).......188- 190- Ftrdmnni.l.Morddvl.» ... 2( 95 2100 - ^«u^.Ioftph.lblU.«.....204 50 2<)5 5d Lewb..«zrnl..3«lsY'V^N. . .145-146-elryd.G.'s-r'ch....... 459 — 460 — 3in.» «sfe.Vahn..... 159 50 159 78 Vlaalsbahn...... o2? — 328- Güddahn........ 141 25 141 75 Theiß.Vuhn....... 2Ni - 23250 U:«g»r,scht «°7d°stb^n . . . 1l9 — 1il0 — linginschr Oftbahn .... 52»50 53 — Tl»«w»^tstll«ch...... 138. 140- «3«ua»seUsch«fte». Vllg. ilfterr. «anaesellschaft . . 56 80 57. Win»« XUllugeflllschoft. . . . 65 H0 66 - «llzem. »sterr. Vsdmcrtdit . . 9b- - 95 50 dto. i» 33 I»hr?u 84- 84 50 ««lion»!!,«,! «. »..... 31 50 91 65 Un«. <:»btuntdll..... 85'5o 86 «lisobtth.V. 1. sm.....93 50 93 5u 8«d..«°rdl,. «K...... 104 90 105 10 ^r»uz«Ioleph'ul, ... '^1^0 lI2^ ^!°ul>üll....... 4425 44 SO Pari«.......- Gelds-""- Held ^ W«l ,. . 5 » 3^i lr. 5 ft. -is " ^apoleonsd'or - - ? " ^'., " 1 I 65'! -«r^isch. »rnnde°tl,fi^0bU^icu^