VyfanBtnct io«* - »rette 9Bx 8«tle it., wvnatl. 9 kr. tSRjiriw ■kMmmrra 6 kr. Tagblatt. SnonOMf Ritttdlangni »erdm ntot »erftffltottgt; $toa*1mt>te mcM -,utäetgtltnDrt. Expedition- & Inserate« Bure an: Cougreßplatz 91t. 81 (Buch. Handlung son Jg v. Älein* mocr & Fed. tamberg.) Ansrrtionspreisr: gilt Bit einspaltige Petiizeile 6 4 tr., bei wiederholter Einschaltung A 3 try^' v Anzeigen bis 1 Zeilep^WMtz, * %*,: Bei größeren JnserAj^MU» öfterer Ei nschaltung' Mspr»-5 chender RadaWM. ‘ Für complicierten Satz dere Bergütnng. Nr. 294 Donnerstag, 24. Dezember 1874. Morgen: Heil. Christfest. Sonntag: Johann Eo. Samstag: Stephan M. Montag: Unschnl. Kinder. Jahrgang. Drimumeration8-Emkaärmg. Aus Anlaß des bevorstehenden Jahreswechsels erlauben wir uns das geehrte Publicum zur Erneuerung, beziehungsweise Einleitung des Abonnements auf das „Laibacher Tagblatt" höflichst einzuladen, zugleich mit dem Ersuchen, die Pränumeration recht bald einzuleiten, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintrete. Unsere Richtung, unsere Grundsätze, unser unverdrossenes Einstehen für die Interessen der liberalen Partei, für die Ideen des Fortschrittes auf allen Gebieten des politischen und wirthschastlichen Lebens sind hinlänglich bekannt und wir können nur wiederholt versichern, daß wir den Angelegenheiten Stahls und der Landeshauptstadt, der Gemeinde, Schule, der öffentlichen Gesundheitspflege u. s. w. auch künftighin unsere vorzügliche Aufmerksamkeit widmen, daß die Spalten unseres Blattes gegründeten Beschwerden des Publicum« in jeder Beziehung stets offen stehen werden. Außer den Leit- und gediegenen Fachartikrln wird das „Tagblatt" wie bisher alle nur irgend wichtigen Begebenheiten des politischen Schauplatzes besprechen, die politische Lage des In- und Auslandes in einer übersichtlichen Rundschau darstellen. An die politischen Nachrichten reihen sich die interessantesten Tagesbegebenheiten und die Local- und Provinzialnachrichten an. Damit letztere sich durch besondern Reichthum und die rascheste Mittheilung auszeichnen, ersuchen wir unsere Correspondenten in der Provinz um eifrige Fortsetzung ihrer bisherigen Thätigkeit, für welche wir ihnen hier den verdienten Dank aussprechen. Aber auch andere unserer Freunde und Gesinnungsgenossen im Lande ersuchen wir dringend, uns jedes irgendwie wichtige und interessante Ereignis sofort, wenn auch nur kurz, etwa durch eine Eorrespondenzkarte bekannt geben zu wollen. Es ist Pflicht eines jeden Parteigenossen, das Parteiorgan nicht blos zu lesen, sondern ihm auch nach Kräften materielle oder geistige Unterstützung an gedeihen zu lassen. Wem immer das physische und geistige Wohl der Menschen am Herzen liegt, wem daran gelegen ist, daß die Duckmäuser, die Kopfhänger, die Augenverdreher, die nativnal-klericalen Heuchler, endlich einmal durch gesinnungslautere, tolerante, ordentliche, biedere und rechtschaffene Menschen verdrängt werden, der unterstütze unser Organ nach Kräften. Angesichts der erneuten Anstrengungen unserer Gegner tritt diese Pflicht um so gebieterischer an alle Parteigenossen heran, die doch auch ihre Interessen ungeschmälert gewahrt wissen wollen, den Kampf für Gesittung und Bildung gegen Unkultur und Verdummung rüstig fortzusetzen, um mit dem Einsätze aller geistigen und materiellen Kraft das noch streitige Gebiet zu erobern und die Herrschaft der fortschrittlichen Ideen auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens dauernd zu befestigen. Mögen uns demnach unsere Gesinnungsgenossen bei unserer schwierigen Ausgabe mit Rath und That unterstützen, des Satzes eingedenk, daß die Erringung wie die Wahrung der Güter der Freiheit Arbeit, unverdrossene Arbeit an der Kulturausgabe des Staates, und von ihren Anhängern die größte Opserwilligkeit erheischt. Wir empfehlen daher das „Laibacher Tagblatt" nochmals Ihrem Wohlwollen mit der Versicherung, daß wir in Erwartung desselben im neuen Jahr mit erhöhter Freudigkeit an unser Tagwerk gehen werden. Die wöchentliche illustrierte Beilage des „Laibacher Tagblatt" wird auch im neuen Jahr eine reiche Abwechslung belehrenden und unterhaltenden Inhaltes bieten; wie bisher, wird der Roman, die Novelle, die Kulturgeschichte, der Witz und Humor in Wort und Illustration darin seine sorg- same Vertretung finden. Priinumerations - Bedingungen. Dieselben bleiben unverändert wie bisher: Für Laidach: < Mit der Post: Ganzjährig.....................................8 fl. 40 b. t Ganzjährig.....................................12 fl. — kr. Halbjährig ....................................4 „ 20 „ Halbjährig......................................6 „ — „ Bierteljährig..................................2 „ 10 „ ( Vierteljährig...................................3 „ — „ Monatlich .....................................— „ 70 „ Für Zustellung ins Haus vierteljährig 25 kr., monatlich 9 tr. — Einzelne Nummern 6 kr. Da» „Laibacher Tagblatt" ist demnach trotz der Reichhaltigkeit seines Inhaltes die billigste hier erscheinende Zeitung. Die Redaction. Die nächste Nummer erscheint der h. WeihuachtSsriertage wegen am Montag. Steuerreform. (Fortsetzung.) Die Grundsteuer, obgleich ihre Regelung bereits durch das Gesetz vom 24. Mai 1869 ein-gebracht wurde, muß doch auch hier erwähnt wer-werden, weil sie einen wesentlichen Theil der Steuer, resorm bildet, und weil, nachdem der Gesammt-»lrag der reformierten Steuern höher sein soll als bisher, die Grundsteuer, die bis jetzt einen sehr Stoßen Theil der Einnahmen aus den direclen Steuern lieferte, auch einen der wichtigsten Factoren Me neuen Steuern bilden muß. Dem Vernehmen a9 .wird erwartet, daß das Steuerkapital der Grundsteuer sich infolge des Gesetzes vom 24. Mai etwa auf das Dreifache steigern werde. Diese Erwartung ist ganz gerechtfertiget, da jetzt im Durchschnitte auf ein Joch productiven Bodens in Böhmen 1 fl. 00 kr., in Mähren 1 fl. 45 tr., in Oberund Niederösterreich 1 fl. 10 kr., in Steiermark aber nur 57 tr., in Salzburg 38 kr., und in Ga- lizien 35 kr., in Tirol und Vorarlberg vollends nur 26 kr. Grundsteu» fammt außerordentlichem Zuschlag entfällt. Da die Grundsteuer jetzt 26-/„ Perzent be- trägt, so könnte sie dann, mit 10 Perzent bemessen (s. Motivenber. S. 34), etwa denselben Betrag liefern, wie jetzt. Dies würde die Folge haben, daß in Böhmen, Mähren, Ober- und Niederösterreich und vielleicht auch in Schlesien, wo die Erhöhung des Steuerkapitals voraussichtlich in geringerem Verhältnis stattfinden wird als die Herabsetzung des Steuerperzentes, wesentliche Veränderungen in der Grundsteuer des Großgrundbesitzrs stattsinden. Da auf dieser Steuer aber das so wichtige Wahlrecht in die Landtage und den ReichSrath beruht, so müßten diese Verhältnisse schon in voraus geregelt werden; denn es unterliegt gar keinem Zweifel, daß diejenigen, die das Wahlrecht jetzt besitzen und es dann wegen einer wahrscheinlich geringen Verminderung ihrer Steuer verlieren sollen, sehr unzufrieden sein werden, zumal sie im ganzen, weil die neue Personaleinlommensteuer noch hinzutritt, voraussichtlich mehr Steuer zu zahlen haben werden als bisher. Die Bestimmungen, nach welchen die Gebäudesteuer jetzt umgelegt wird, sind in dem neuen Entwürfe nur wenig verändert. Nach dem Motiven- ber. S. 34 scheint die Abficht zu bestehen, die HauSzinSsteuer von der jetzigen Höhe von 26-j-auf 10 Perzent zu ermäßigen. Eine solche Ermäßigung geschieht gewiß nur in der Absicht, eine Herabsetzung der so hohen Wohnungsmiethen zu bewirken; es muß aber dadurch ein erheblicher Ausfall im Erträgnisse stehen. Im Jahre 1872 war der Ertrag der HauSzinS- und Hausklassensteuer nach dem Motivenberichte folgender: 1) Hauszinssteuer in den Hauptstädten und einigen anderen Orten: 13.675,995 fl. 2) HauSzinSsteuer aus dem flachen Lande: 1.995,455 fl. 3) HauSklassen-steuer: 6.606,195 fl., zusammen: 22.237,645 fl. Werden diese Steuern auf 10 °/0 ermäßiget, so entstände ein Ausfall von 12V« Millionen in runder Summe, der anderweitig gedeckt werden müßte. Die E r w e r b st e u e r umfaßt ganz verschiedene Arten des Erwerbes oder Einkommens, nemlich das unbestimmte, durch den Betrieb des Handels oder eines Gewerbes erzielte und das bestimmte, als Gehalt oder Lohn für eine Dienstleistung erworbene. Diese beiden verschiedenen Arten des Erwerbes sind in dem Gesetzentwürfe auch getrennt, indem das unbestimmte Einkommen in die erste und zweite Klasse, das bestimmte aber in die dritte Klasse fällt. Es ist auch der Besteuerungsmodus ein sehr verschiedener, wie das in der Natur der Sache liegt. Allein ein sehr wesentlicher Unterschied ist im Motivenberichte nicht erwähnt und scheint überhaupt ganz übersehen worden zu sein. Dieser Unterschied besieht darin, daß bei dem Geschäftsbetriebe die Benützung fremder Kapitalien in den meisten Fällen noihwendig, in vielen Fällen aber durchaus unentbehrlich ist, während zum Bezug eines Gehaltes oder Lohnes fremdes Kapital durchaus nicht nöthig ist. Das Prinzip, auf welchem der Geschäftsbetrieb in unserer Zeit beruht, besteht darin, sich bei großem Umsatz mit geringem Gewinn zu begnügen. ES ist daher dem Geschäftsmann nur selten möglich, sein Geschäft vollständig mit eigenem Kapital zu betreiben ; ja er wird in den meisten Fällen genöthigt sein, den drei- oder vierfachen Betrag oder mehr seines eigenen Vermögens in fremden Capitalien heranzuziehen, um sein Geschäft mit Erfolg zu betreiben. Bagehot hat in seinem Werke „Lombard Street, a description of the money market“ p. 8, die Verhältnisse des modernen Verkehrs so klar dargestellt, daß wir seine Worte anführen wollen: „Diese gelegentlichen Darlehen an neue Unternehmungen und an fremde Staaten sind zwar die auffallendsten Beispiele der Geldmacht von Lombard street keineswegs aber die bedeutsamsten oder wichtigsten. Der englische Handel wird in einem Umfange mit geborgtem Gelbe betrieben, von dem nur wenige Fremde eine Vorstellung haben und den unsere Vorfahren nicht für möglich gehalten hätten. In jedem Bezirk haben sich kleine Händler etabliert, die den Wechseldiskont in ausgedehntem Maße in Anspruch nehmen und mit dem so entliehenen Kapital den alten Kapitalisten drücken und drängen, wenn sie ihn nicht ganz ausrotten. Der neue Händler hat offenbar einen außerordentlichen Vortheil in dem geschäftlichen Kampf ums Dasein. Wenn ein Kaufmann mit einem eigenen Vermögen von 50,000 L. St. arbeitet, so muß er, um 10°/, zu gewinnen, 5000 8. jährlich verdienen und muß seine Preise dem entsprechend stellen. Ein anderer Kaufmann Hat nur 10,000 L. St. und entleiht 40,000 L. durch Wechseldiskontierung (kein außerordentlicher Fall im modernen Geschäftsbetrieb); er arbeitet nun auch mit 50,000 8. St., kann aber viel wohlfeiler verkaufen. Wenn der Zinsfuß, zu welchem er das Geld bekömmt, 5°/0 ist, so muß er dafür 2000 8. St. jährlich zahlen und wenn er seine Preise wie der alte Kaufmann stellt, gewinnt er auch 5000 8. St., es bleiben ihm also 3000 8. oder 30°/0 von seinen 10,000 8. St. Da sich aber die meisten Kaufleute mit viel weniger als 30°/0 begnügen, so wird er leicht etwas von seinem Gewinne aufgeben, die Preise seiner Ware ermäßigen und den Kaufmann der alten Schule, der nur mit eigenem Kapital arbeitet, aus dem Markte verdrängen können. Es ist wohl selbstverständlich, daß das, was Hier über den Handelsbetrieb in England gesagt ist, auch auf unsere Verhältnisse, obgleich diese weniger großartig als die englischen sind, paßt. — Niemand kann sich dieser aus der ganzen Richtung unserer Zeit hervorgehenden Nothwendigkeit entziehen uno so kommt es, daß auch bei uns Handel und Industrie in sehr großem Umfang mit fremdem Kapital betrieben werden. Diese Nothwendigkeit macht sich auch schon im Betriebe des Kleingewerbes fühlbar, und sie ist es, welche die Vor schuß lassen u. s. w. hervorgerufen Hat, deren Aufgabe nur darin besteht, das Kleingewerbe creditfähig zu machen und ihm fremde Kapitalien zuzuführen, weil es nur so seinen Geschäftsbetrieb den Ansprüchen der Gegenwart gemäß einrichten kann. (Fortsetzung folgt)_______________ Politische Rundschau. Laibach» 24. Dezember. Inland. Die czechischen Reichsrathsabgeordneten haben nun die Aufforderung, im Abgeordnetenhaufe zu erscheinen und daselbst ihre Sitze einzunehmen, erhalten. Wie es heißt, werden die All- und Jungqechen gesonderte Antworten ertheilen. Für die nicht agnoScierlen Wahlen sollen jedoch die Neuwahlen sofort ausgeschrieben werden. Angesichts des auf den 27. Dezember festgesetzten Parteitages der jungczechischeu Partei darf man im Interesse der Bevölkerung Böhmens und der Sache des Li- beralismus oic Frage aufwrrfen: Weroen die Jung» czechen endlich einmal einen politisch klugen Entschluß fassen und werden sie sich aus eigene Füße stellen? Beim Herannahen der Ergänzungswahlen für den Reichsrath in Böhmen drängt sich den Jungczechm die Nothwendigkeit auf, dieser Eventualität gegenüber möglichst rasch Stellung zu nehmen. Wie wir bereits meldeten, wird die nächstjährige Delegations-Session erst im Herbste 1875 stattfinden. Bei der Bestimmung dieser Termins war zunächst der Umstand maßgebend, daß der gegenwärtige ungarische Reichstag aus seiner Mitte bereits drei Delegationen gewählt hat und daß man die Wahl der ungarischen Delegationen für das Jahr 1875 dem neuen Reichstage, für den die Wahlen im kommenden Sommer stattfinden werden, überlassen will. Ein wesentliches Moment bildete ferner die Rücksichtnahme auf die cisleitha-nischen Landtage. Allgemein wurde der Wunsch laut, es mögen letztere zu einer Zeit einberufen werden, in welcher diejenigen 8andtagsabgeordneten, die dem landwirthschafilichen Berufe angehören, von ihren Geschäften leichter abkommen können. Als die geeignetste Zeit hiefür ist jene zwischen Ostern und Pfingsten anzusehen, die auch vollkommen ausreichen dürfte, um die einzelnen wenig complicierten 8an-desbudgets feststellen zü lassen. Der Zusammentritt der Delegationen im Herbste bietet noch den Vortheil, daß bei den Ansätzen für den gemeinsamen Staatshaushalt die Preisbewegungen, die beim Kriegsbudgel eine große Rolle spielen, in den Calcul mit ausgenommen werden können. Ausland. Wie der „Daily News" aus Berlin gemeldet wi>d, war es Fürst Bismarck selber, welcher über einen neuen Attentatsplan gesprochen. Bei dem während der letzten Kanzlerkrise stattgehabten parlamentarischen Diner habe er erwähnt, von der Polizei die Mittheilung erhalten zu haben, daß ihr Beweise für das Vorhandensein eines neuen gegen fein 8eben gerichteten ComplotS zugekommen und daß er wohl daran thun würde, sich nur im verschlossenem Wagen in die Straßen der Stadt zu begeben. Der deutsche Reichstag hat am letzten SamStag seine letzte Sitzung vor den Weihnachtsferien abgehalten. Auf der Tagesordnung stand die dritte Berathung des Etats für die Reichslande, die sich ohne besondere Zwischenfälle abwickelte. Die nächste Sitzung ist aus den 7. Jänner anberaumt. Don Carlos hat muthwilligerweise wieder den gerechten Zorn des deutschen Reichskanzler« herauSgefordert. Einem Telegramm gemäß haben die Sadisten in der Bucht von Guetaria auf ein von Newyork kommendes mecklenburg'fches Schiff gefeuert, als dieses die Nothflagge und die deutsche Fortsetzung in der Beilage. Ieuiü'eton. Ein gefährlicher Feind. (Schluß.) Im Jahre 1859 hatte sich das Jnsect 100 Meileu oet der Stadt Omaha in Nebraska ein genistet; im Jahre 1861 zeigte es sich in Iowa; im Jahre 1865 hatte es angefangen, nicht nur in Missouri verheerend aufzutreten, sondern war über den Missisippi in Illinois eingedrungen, überall hinter sich blühende Colonien zerstört zurücklassend. Im Jahre 1868 wurde Indiana heimgesucht, im Jahre 1870 Ohio und die Grenzen von Canada erreicht, auch Theile von Pennsylvanien und New-Uork; sein Eintritt in Massachusetts wurde berichtet. Während des Jahres 1871 bedeckte ein großes Heer dieser Jnsecten den Fluß Detroit in Michigan, überschritt ben Erle-See auf schwimmenden Blättern und ähnlichen paffenden Flößen, nahm in kurzer Zeit Besitz »on dem Lande zwischen St. Clair und den Niagara-Bluffen. Da diese Jnsecten schon so weit vorgeschritten sind, trotz aller Maßregeln sic aufzuhalten, so muß man annehmen, daß wir von ihnen hören werden; sie schwärmen in den Straßen von Boston und New Hork umher (wie sie bereits in St. Louis thun), und dann ist ihre Reise übers Meer lediglich bloS noch eine Frage der Zeit. Dieser Käser ist überdies in seinen verschiedenen Lebensstufen ganz unempfindlich gegen Hitze, Kälte, Nässe und Trockenheit, die er erfahren, so daß ich nicht zweifle, er wird auch die Verschiedenheit des Klimas der gemäßigten Zone Europas vertragen, und einmal dort angekommen, sich bald heimisch machen. Die Verwüstungen dieses JnsecteS sind um so größer, als es sich außerordentlich schnell vermehrt, da mehrere Bruten in ein und demselben Jahre stattfinden. Die erste Schicht junger Larven erscheint Ende Mai, oder, wenn das Wetter mild ist, im April. Kaum hat sich die Kartoffelpflanze über der Erde gezeigt, so erwacht auch das Jnsect, welche» überwintert ist, zu neuem 8eben. Da» Weibchen beeilt sich 700—1200 Eier zu legen, in Klumpen von 12—13 auf die untere Seite des Blattes. Im Verlaufe von 5—6 Tagen, je nach dem Wetter entschlüpfen die Larven dem Ei und beginnen ihr Werk der Zerstörung, welches 17 Tage dauert, alsdann ziehen sich die kleinen Geschöpfe unter die Erbe zurück, um sich zu verpuppen. Nach 10 oder 14 Tagen erscheint das vollkommene Jnsect und das Legen der Eier beginnt von neuem. So folgen nach den neuesten Beobachtungen drei Bruten auf einander ; die letzte, wie gesagt, überwintert unter der Oberfläche des Bodens. Die wunderbare Gefräßigkeit dieses Jnsect», namentlich im 8arvenzustande, spottet jeder Beschrei« bung. Wenn einmal ein Kartoffelfeld von ihnen ergriffen ist, so ist jede Hoffnung aus die Ernte vernichtet; in wenigen Tagen ist alles in eine dürre Wüste — eine Masse von verdorrten Stengeln — vewandett. Einmal hoffte man vergeblich, daß die Dory-pliora nur eine vorübergehende Plage sei, daß sie viel schaden und bann weiter gehen würden, ohne eine bleibende Plage zu werden. Andere wiederum wähnten, daß ein heißer Sommer und Herbst, ge« Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Reichsflagge am Maste trug. Mehr! Als die Freiwilligen des noch in £ nden der Regierung befindlichen Ortes die Mannschaft des gestrandeten Schiffes retteten, richteten die Carliften ihre Schüsse sogar auf das Rettungsboot! Außerdem eigneten sie sich die Ladung des gescheiterten Schiffes an. Glücklicherweise scheint keiner der schiffbrüchigen Deutschen verletzt zu sein, sonst würde doch einmal Bismarcks Aeußerung über das „Baumeln eines carlistischen Stabsoffiziers" als Repressalie zur Wirklichkeit werden können. Capitän Werner ist nun vollständig im Amte restituiert. An Stelle des zur Disposition gestellten Contre-Admirals Heldt wurde Werner zum Chef der Marinestationen der Ostsee ernannt. ES scheint, nach dem neuesten Vorfälle bei Gue-taria, daß noch für andere preußische Seeosficiere sich manche Gelegenheit finden dürfte, dem rühmlichen Beispiele Werners nachzuahmen. Die Brutalität der Carlisten gegen das mecklenburg'sche Schiff wurde gleich nach der Abfahrt der beiden deutschen, die Küsten bewachenden Kanonenbote verübt. Die Versailler Nationalversammlung hat am 21. die Specialdebatte des den Kle-ricalen so lieb gewordenen Gesetzentwurfes über die Freiheit des höheren Unterrichtes begonnen. Die republikanische Opposition sucht durch parlamentarische Kniffe die Votierung des Gesetzes bis nach den Feiertagsferien hinauszuschieben, indem sie dann hofft, dasselbe völlig zum Falle zu bringen. Zu diesem Schuft wurden von republikanischer Seite nicht weniger als 26 Amendements und ein von Henri Martin herrührender Gegenentwurf eingebracht. Doch scheint eö fraglich, ob die republicanische Tac-tif von Erfolg begleitet fein wird. Die sogenannten Cmifervativen haben rin so große« Interesse daran, die Universitäten dem Klerus auszuliefern, daß sie nötigenfalls die Sitzungen bis über die Weinachts-Feiertage hinaus verlängern werden._________________ Zur Tagesgeschichte. — Ueber da» erste historische Auftreten der magyarischen Sprache lieSt man im „Ausland" eine interessante Notiz. Deutsche und englische Forscher fanden im südlichen Mesopotamien und in den Ruinen von Bakylon mehrere mit Keilschrift bedeckte ©lein» tafeln. Man hielt die Schrift für theilS semitisch, theil» arisch, konnte sie aber nicht sofort entziffern. Endlich tarnen die Gelehrten ans den Gedanken, ob die zwei Völker, von denen die Steintafeln herrührten, nicht »uranische sein könnten. Das führte zur Lösung des Räthsel». In einer Keilschrift an« der Zeit de« affpri-schen König» ©argen I., der 1900 vor Christo lebte, entdeck» man auf mehreren Platten 16 rein magyarische. 9 finnische, 6 türkische und mehrere Wörter au« der Sprache der Ostiaken. Erwägt man, daß die verschiedenen luranischm Sprachen sich erst später von folgt von einer anhaltenden Dürre, ihre Zahl vermindern müßte. Aber es ist sicher nachgewiesen, daß eine Abnahme nur dadurch entstand, daß viele Larven in den harten, durch die Hitze gedörrten Boden nicht eindringen konnten; viele blieben indessen übrig, um die- Brut sortzupflanze». , Von den vielen Geheimmitteln, die man behufs der «Zerstörung dieses Thieres angewendet, scheint nur ein» einigen Werth zu haben. Ich meine da» Bestäuben der Pflanze mit der sehr giftigen Substanz der pariser GrünS — eine Mischung von Arsenik und Kupferoxyd. Wenn man nun auch das Einathmen dieser sehr lebensgefährlichen Stoffe beim Bestreuen der Felder nicht achten wollte, so bliebe doch die Gefahr darin, daß man den Boden damit düngt — eine Gefahr, die den zu Washington gemachten Versuchen zufolge, nicht wegzustreiten ist. Deshalb bleibt nur das Absuchen mit der Hand übrig, welches Tag für Tag inbezug auf Eier, Larven und Jnsecten geschehen muß. Aber selbst diese» Geschäft erfordert bedeutende Vorsicht, denn Saft des zerdrückten Jnfecies und seiner erzeugt Blattern und Pusteln, wo derselbe Skr. 394 vom 24. Dezember 1874. einander getrennt haben, so ist e« wahrscheinlich, daß diese Wörter attesammt derselben Grundsprache ange-hörten. Daß diese Sprache die magyarische gewesen sei, erhellt au« da größeren Zahl der magyarischen Wörter, nemlich 16, und mit den finnischen zusammen 25. Somit fällt das ciste geschichtliche Auftreten der ungarischen Sprache in das Jahr 1900 vor Christi Geburt. — Eine westphälische Gemeinde hat vor kurzem eine Beschwerde an da» CulluSministerium gerichtet und dasselbe um Befreiung von ihrem Pfarrer gebeten. E» möge, so heißt eS darin, erwägen, ob e» möglich ist, einem Manne die Sünden zu bekennen, welcher wissentlich falsch ein Gemeindemitglied vor der Kanzel schwerer Vergehen beschuldigte, welcher ein Mädchen in einem Gehölze attaquierte, ein werth-volle» Reliquiarium an einen Antiquitätenhändler verschacherte und vor Gericht Behauptungen al» irrlhümlich erst dann zurücknahm, al» er sie beschwören sollte. — 3000 Personen verbrannt. Nachrichten a«S China melden die gänzliche Zerstörung der Stadt Macao infolge eine» furchtbar wüthenden Orcan», während dessen eine Räuberbande die Stadt an allen Enden anzündete, um sich eine ausgiebige Plünderung zu ermöglichen. Bei der Gelegenheit kamen 3000 Personen um» Leben und von der Stadt selbst sind nur wenige Spuren noch geblieben. Local- und Provinzial-Angelegenheiten. (Da» erbärmliche Lügengezücht), da» im „Slov. Narod" sein Unwesen treibt, waren wir schon wiederholt genöihiget zu brandmarken und an den Pranger der Ehrlosigkeit zu stellen. Erst am verflossenen SamStag haben wir schlagende Proben von der bodenlosen Niedertracht diese» Blatte» und seiner Patrone gebracht. Man ist un», wie so unzählige Male früher, die Antwort schuldig geblieben. Statt dessen tritt da» saubere Blatt in seiner Sonn-tagSnnmmer mit einer jener unverschämten Lügen hervor, die e» immer auftischt, wenn cs sich über eine bodenlose Blamage hinweghelfen will. Da» „Tagblatt" ist ein Regierungsblatt, tilgen die sauberen Gesellen; der Herausgeber führt zwar zum Schein die Stempelsteuer an die Finanzdirection ab, erhält aber alle Vierteljahre den eingezahlten Betrag gegen Quittung vom Hrn. Posaner wieder zurück". Könnte man bei den sonderbaren Gesellen, die den „Narod" zugrunde richten helfen, auch nur da» allergeringste Maß von publicistischer Ehrlichkeit voraussetzen, so würden wir sie einfach an Hrn. Posaner selbst verweisen. Der Herr FinanzlandeSdirector wird un» gewiß daS Zeugnis nicht versagen, daß wir unsere politische Ueberzeugung um ein paar Tausend Gulden Stempelgelder nicht verschachern. Uebrigen» behalten wir un» vor, den „Slov. Nar." im gerichtlichen Wege zum Widerrufe seiner schändlichen Lügen zu zwingen. die Haut berührt. Wenn eine Wunde damit in Berührung kommt, so erfolgt schlimme Entzündung, bisweilen Eiterung, eine Berührung am Auge gefährdet die Sehkraft bedeutend. Die Eier sind dunkel-orangegelb. Die Larve ist beim Auskriechen von schwärzlicher Farbe, welche bald dunkelroth wird und eine orangefarbige Nüan-cierung annimmt. Ausgewachsen ist die Farbe zwischen orange, gelbroth und fleischfarbig. Doryphora begnügt sich nicht bloS mit der Kartoffel. Da, wo dieses Nahrungsmittel fehlt, nährt sie sich von einer anderen Solanea, z. B. von der Eierpflanze (Solanum Melougena), dem Liebesapfel (Solanum Lycopersicum), oder Winterkirsche (Physalis viscosa). Dieses Jnsect hat sich sogar in den nördlichen Theilen von Illinois und Wisconsin (es mag unglaublich erscheinen) in den Küchengärten ebenso schnell angesiedelt, wie auf den Kartoffelfeldern. (F. C. Heinemann in Erfurt.) In Voraussicht der drohenden Gefahr hat sich der Herr Ackerbauminister veranlaßt gesehen, — (Auszeichnung.) Josef Graf Äuet-petg in Sonnegg erhielt die geheime RathSwürde. — (Ernennung.) Das k. k. Finanzministerium hat den jubilierten MagistratSrath Johann Gütern a n n zum ökonomischen SchätzungSreserenten und ersten Mitgliede bei der k. k. BezirkScommiffion in Krainbnrg ernannt. — (Der erste Kam m ermnsi kabend) findet SamStag den 26. d. M. im landschaftlichen Redoutensaale um 7 Uhr abends statt. DaS Programm ist folgendes: Streichquartett von Josef H a Ydn op 75 D-moll; Sonate für Pianoforte und Violoncello op. 58 von Mendelssohn und Beethoven» große» B-dur-Etio op. 97. — (Für herzlose Hausherren) wird folgende Methode als erprobt empfohlen: Wenn bei schlechten Zeiten ein atmet Handwerker mit der Zahlung der Miethe im Rückstand bleiben muß, so entfernt der Hausherr mitten im strengsten Winter sämmtliche Fenster und ThÜren und setzt dadurch dpi armen Mielher auf solche Weise an die Lust. Diese Methode wurde dieser Tage bei den „sogenanten Arbeiterhäusern", die in diesem Jahre gebaut wurden, mit Erfolg ius Werk gesetzt. Gott bewahre jeden Mielher vor solchen Hausherren und segne eine solche christliche That. — (Jurist enktänzchen.) Sicherem Vernehmen nach wollen auch unsere Juristen im kommenden Fasching der Muse des Tanzes, Terpfichoren ihre Huldigung darbringen. Sie beabsichtigen nemlich in der zweiten Hälfte des künftigen Monates ein Juti-stenkränzchen zu veranstalten, dessen Kosten durch Subscription unter Fachgenossen gedeckt werden und dessen allfälligeS Reinerträgnis dem Studentenconviete in Wien zufallen soll. Wie wir vernehmen, ist die Snbscription schon im vollen Zuge und wir zweifeln nicht, daß sich dieses Kränzchen den animierteften und glänzendsten Unterhaltungen de» künftigen Faschingwürdig anreihen wird. Wir können nicht umhin die Aufmerksamkeit der tanzlustigen Damenwelt schon jetzt auf diese» für Laibach neue Elitekränzchen hinzulenken. — (Für den krainifchen Schulpfenniz) sind feit der letzten Nachweifung eingegangen: Von Dr. Erzen, Bezirttarzt in Littai, 5 fl.; Pulte Michael, k. k. pens. Lehret, 1 fl.; von einem Ungenannten 25 fl.; Schaschl Felix, k. k. BezirkScommissSr, 1 fl.; Sammelbüchse auf der Schießstätte 3 fl.; Mally, Lebet» fabrikant, 2 fl.; Luckmann Jeanette 10 fl.; Hartmann Adolf, 10 fl. 10tr.; Schulleitung in Planina 2 fl.; Sammelbüchse in Ktonau 5 fl. 53 tr.; in Hotel Europa 8 fl. 40 kt.; in der Casinorestauration 5 fl.; Pokorn Johann, Lehrer in Horjul, 2 fl.; Sammelbüchse bei Herrn PetleS 1 fl.; außerdem von den Herren Canwui und Carl Faukal mehrere Bücher und Schteibvorlagen, Rechentafeln und Schreibstifte. — (Verkehrsstörung.) Auf bet Südbahn-strecke zwischen Wiener-Neustadt und Steinawauger ist wegen sehr bedeutender Schneeverwehungen der Per- sowohl das Handelsministerium, das Reichskrieg«-ministerium, die kön. ung. Regierung, als auch alle diesseitigen Landesstellen, die LandwirthschaftSgesell-schäften und Ganenbauvereine, sowie die Schüleu für Bodenkultur auf dieselbe aufmerksam zu machen und eine Warnung bezüglich der Einführung und Behandlung nordamerikanischer Kartoffeln ergehen zu lassen. Der Ackerbauminister glaubt aber bei dieser Gelegenheit noch vor zwei anderen, nicht minder schädlichen Jnsecten, dem P f l a u m e n r ü f f el> käfer, der in Nordamerika das Steinobst vernichtet und leicht mit jungen Pfirsichbäumen ringe-führt und hier verbreitet werden könnte, dann der Blutlaus, welche in England, Frankreich und Deutsch« land die Aepselbäume zerstört, warnen zu sollen, und hat, um in den betreffenden Kreisen dir Bevölkerung mit dem Wesen, der Art der Schädlichkeit und der Mittel zur Vertilgung all dieser Feinde de« Landmanns bekannt zu machen, eine dieöbrzüg-liehe Belehrung zur Ausgabe und möglichsten .Verbreitung gebracht. {«tun» eub Frachtverkehr bis auf Weiter«» gänzlich ««zeftellt. Wie Reisende mittheilen, welche von Wien engtfomnwn find, liegt der Schnee ans der Bahnstrecke btt Baben Mb Wtenti-Ntustadl infolge btt Lerwehun. g«a stellenweise «arm-hoch. — (Wiutergewitter.) In RubolsSwerth fing t» am 20. Dezember um 8 Uhr abend« an, von Oste« her zu blitzen, worauf ei« leise- Donnern vei» »thmbar wurde. Nach zehn Minuten wieberholte sich bUfctbe Erschtimmg, bat Donnern aber wurde stärker. Nach «eigen Minuten blitzte e- wieder, und da-Donnern üm von Westen. Nach halb 9 Uhr aber begann t« hchig zu stürmen, ba- Gewitter war so groß, baß e- im Hochsommer nicht stärk« sein kann, «ob bauerte btl nach 2 Uhr nach Mitternacht. Der Blitz schlug ln bU Kaserne, die am Gnikstuß liegt, z«> Kümmerte mehrere Aenstkrscheiben, beschädigte «ine Eckmauer nnb betäubte tintn Mann, b« erst nach längeren an ihm vollzogenen Reibungen bi« Besinnung wieder «langte. Inch in b« Nachbarschaft wnrden in einigen häustru durch den Blitzschlag mehrne Fensterscheiben yttittnmetL Den ganzen Tag zuvor regnete e- heftig, so anch bwcch bit Nacht, gegen Früh fiel etwa- Schnee. Da- Thermo»«« stand bie ganze Zeit hinbarch über 0°, Früh 7 Uhr ist «- auf -j- 1" Reaumur gestiegen — (*■• dem Recht-leben in Rudolf-wir »H.) Schluß. >» 18. Dezember l. I. endlich fand bit 9. und 10. Verhandlung nnb zwar gegen Ptter Kure aul ötrtact wegen B«bttchen- dt» Dieb stähle- mb gegen Leopold Novak wegen Berbre> che»« b« versuchten Nachmachung öffentlicher Credit-papiere statt Letzter« war ntmlich angellagt, um Jakobi (86. Juli) 1874 ben oberen Theil einer al« Münzt gtltenbto österreichischen Staat-oote Pr. I (L in bti Absicht, btestlbt nach b« Bollenduo au-zugeben, auf gtwöhnlichtm Papiere miUtlst eine» Bleistifte- gezeichnet nnb dadurch eine zur wirklichen An-Übnng b« Nachmachung eine- öffentlichen Credit« papiere- ftthttnbt Handlung nnternommen zu haben, wobei jeboch bk Vollbringung be» verbrechen- nur bnrch ben zufälligen Umstanb, baß Leopolb Rovak bie ftaglicht Zeichnung mit anberen Papieren verstreute^ untnbliebtN ist. D« Angeklagte gestanb bei b« Haupt-v«hanblung, baß « bit fragliche Zeichnung burch das Ftnst« gemacht habt, ltngntte jeboch entfchieben, bie» mit be» Absicht gethan zu habtn, ba» Falsifikat seinei» zeit aulzugeben, anch sei « von btt Vollendung der Zeichnung freiwillig abgestanben. Da bti btt Hauptverhandluog vorgekowmen ist, ba| btt Angtklagtt ttwa 5 Wochen vor sein« am 16. Ottob« b. I. «folgten Verhaftung im Besitze von 8 Falsifikaten eiuer Eingulden. StaatSnote ge. sehen worben ist, bit jeboch bei ihm nicht vorgefunbm warbt«, dehnte bet Staat-anwalt Hten bit Anklagt auch auf bit Uebertretung gegen bie öffentlichen Anstalten bnrch Rachbllbnng einet öffentlichen Creditpa-ptett« ohne bttrügnischt Abficht gemäß § 326 St. G. und nach b«, wie intnt«, objektiven Recht-belehrung b« Vorsitzenden zogen sich bie «rschwornrn zur Be. rathuug zurück und verkünbete wenige Minuten daraus b«en Obmann, bei k. I. Notar Friedrich Koimach« den wahtspiuch, b« rücksichtlich beib« Fragen aus .Richtschulbig" lautete, wonach b« Angeklagte von bti Anklagt sowohl in bti Richtung btf verbrechen« btt Kisnchtta Nachmachung öffentlicher Crebitpapiere al« anch in btt Richtung btt obbezeichneten Uebei« titlnag srtigefprochen wurde. Dit vtihanblung gegen Pet« Katt wegen vttbttchtn« be- Diebstahls hatte iasofnoe ein befon» b«t« Interesse, al« bit 3 Diebstähle, wegen welcher sich btt Angtklagtt zu verantworten haue, i«Au«lanbe verübt worben waren. Petet Äute war aemlich an» fltttagt, in b« Nacht auf btn 3. Juli 1872 zu Sach, fewitb in Baiein au« be« Besitze be« Xaver Biozer, W welchem et übernachtete, nicht versperrte Klribnng--VWe im «erthe von 24 baierischen «nlben, ferner , ^ Nacht auf ben 31. August 1673 zu Leutkirch ” ®**ttt«bttg btm Web« Johann Saleth, bei bem « ««Instand hatte, nicht versperrte Effecten im i tl* 6 P* *8 kr. uub bem Jakob Eb«harb, lewe« «ohnaugigeuoffeu gltichfall« nicht v«fperrte Gegenstände im Werth« von 7 fl. 30 kr., enblich am, sich nach Wien, um hier bie Maturität-Prüfung zu Frühmorgen de- 3. Mai 1874 zu Lachen in Baiern nach Einbruch in ba« versperrte Hau« deö Josef i Sriechle bare« Selb, in Goldstücken und Silbersechserln bestehend, im Betrage von mindestens 725 baierischen Gulden und andere Effecten im Werthe von 12 fl. 12 kr. süddeutsch« Währung entwendet zu haben. Wegen de« ersten Diebstahl« wurde Peter State bereit» vom königlich bairischen Bezirksgerichte Memmingen zu 3 Monaten und 8 Tagen Gefängnis verurtheilt und jat diese Strafe in b« Strafanstalt zu Amberg aul« leftanben. Ebenso wurde Peter Rute wegen de» zweiten Diebstahle- vom königlich württembergischen ÄteiS» zericht-hose zu Raveo-burg zu 2 Monaten Gefängnis verurtheilt, welche Strafe er in der Strafanstalt Hall abgebüßt hat. Dagegen konnte Peter Kure wegen des dritten Diebstahle» vom ausländischen Berichte nicht zur Verantwortung gezogen werden, da er gleich nach der That flüchtig wurde und erst in feinem HeimatS« orte Bertace int Bezirke Tfchernembl betreten worden ist. Pet« Kure gestand bei der Hauptverhandlung alle Diebstähle mit Ausnahme de« Diebstahl» von 25 baierischen Gulden in Silbersechserln zum Nach theile de» Josef Briechle. Die Gefchwornen sprachen demnach den Angeklagten Peter Kure nach seinem Geständnisse schuldig. Nach Verkündigung de» Wahr spruche» wurde die Bnhandlung auf den 21. De> zember d. I. vertagt. Am genannten Tage erfolgte nach vorauSgegan genem Plaidoyer» de» Staatsanwaltes Hren und des vertheidigers Dr. Rofina die Urtheilsv«küadiguug. Pet« Kure wurde de» verbrechen» de» Dieb stahl- nach den §§ 171, 173, 174 II. d St. G. schuldig erkannt und gemäß § 178 St. G. mit Rücksicht aus den § 36 alinea 2 St. (8. und mit Anwendung de- § 338 St. P. O. zu schwerem, monatlich mit einem Fasttage verschärften Kerker in der Dauer von vier Jahren verurtheilt Damit war bie vierte Schwurgericht-session bei« Krei-gerichte in RudolfSwerth beendet. Ein Rückblick aus die 10 Verhandlungen, welche fämmtlich vom OberlandtSgerichtSrathe Heinrich« mit gewohnter und allgemein anerkannter Meisterschaft, strenger Objecti vität und vollendeter Sachkenntnis geleitet wurden, gewährt die beruhigende Ueberzeugunz, daß die unterkral nifchen Gefchwornen auch diesmal thre Aufgabe voll« kommen erfüllt haben. Ein Bewei-, wie sehr da- Institut der Jury bei uu» bereit» Wurzel geschlagen hat, kann auch darin gesehen werden, daß mehrere Geschwornt ausdrücklich erklärt haben, auch im nächsten Jahre einem allsälligen Rufe al- Geschworne bereit willigst Folge leisten zu wollen. Auch darf nicht unerwähnt bleiben, daß auch in dies« Session sich sämmtliche Verhandlungen eine» lebhaften Besuche» vonseite be» Publicum- zu «freuen hatten. — (Bor bem Schwurgerichte zu Klagen fntt) hatte sich am 15. b. ein getonte« laibach« Kind, bei untet bem Schriftstellernamen „Ulcatjtv" in flovtnifchen Kreisen bekannte Johann Wal Del, oder wie« sich lieber nennen hört, Ivan Vavdek, wegen be« verbrechen- be« Betrug«» zu verantworten. Die „Klagenfurter Zeitung" berichtet barüber wie folgt All« Augen richten sich nach der Thüre, durch welche ein Männchen, nicht Üb« 4 Fuß hoch, mit breiten Ajoxjchultern, über weite lange- Lvckeuhaar herabwallt im verschnürten slavischen Nationalrock (Stuka), mit Brillen vor ben finstern Augen hereintritt und stolz und gravitätisch die Tribüne besteigt. Schon bie Generalien liefern uns einen ganzen Roman über bie Jugeubgeschichte diese» Manne». Im Jahre 1845 zu Laibach al» uneheliche» Kind einer Müllerstochter geboren, wurde er fremden Leuten übergebe»; verwahr lo-t nnb kränklich, blieb er fe sehr im WachSthume zurück; « besuchte die Schule, zeigte gute Geiste» aulagen nnb brachte e« burch Unterstützung bi« zur 6. Gymnafialklaffe. Weniger au« Beruf al« Bebürfni« nach Versorgung trat er al« Novize in ein Franzi«!aoer kloster, allein sein Wiffrn«durst trieb ihn nach sechs Monaten wieder fort, er absolvierte weiter bie 7. nnb 8 Klafft, brachte t- jeboch nicht zur Matura; er begab machen nnb sich sohin den philosophischen Studien zu widmen, allein die Matura ist anch in Wien kein Kinderspiel; er wandelte in die Schweiz, um hier ohne Matura sich der Juri-prudenz zu weihen, allein wie ein Irrlicht von Stelle zu Stelle hüpfend, kehrte «, ohne fein Ziel eneicht zu haben, auch bei Schweiz al-bald »lebet den Rücken, zog in feine Geburtsstadt urück und wurde Tagschreiber bei verschiedenen Be-örden; aber seine Quecksilbeinatui verträgt keine Stabilität, er wurde Notarschreiber in Frieda», von wo « im Oktober 1872 als Schreiber zum Grund. einlösungScommiffär bet Kronprinz Rudolfsbahn Dr. A. W. «ach Klagenfurt kam. Unser Held heißt eigentlich Johann Waldek, allein da « ein Ultraslave ist, so benamset « sich bald Jean, bald Ivan Bavdek, sein Schtiftstellername st gar „Marjev", al» welcher er dem flooenifch« dramatischen Vereine zu Laibach bereit» einige Ueber« 'etznngen von Singspielen und Operetten geliefert und dafür einen kleinen Nebenverbienst hatte. Wer möchte wohl glauben, baß in tintm so kleinen Körper ein so große» Maß von Leichtsinn wohnen könne? Obschon mit einem Honorar von monatlich 30 fl. angestellt nnb außerdem Hit «ad da mit ((einen Re« «nnetationen bedacht, nahm ti schon im zweiten Monate nach Dienstantritt von seinem Chef Vorschüsse ans feinen Gehalt, wieberholte dieselben fast jeden zweiten oder dritten Monat bi- zur Höhe von fast 400 fl., conttahinte auch noch anderweitig Schulden und griff, nachdem die ehrlichen Quellen vet siegten, zu verbrecherischen Mitteln, inbtm et, wie wir bec Anklageschrift entnehmen, theil» bie Unterschriften seine» Chef- fälschte oder mißbrauchte, oder ben Leuten vormachte, er habe bei bem bramatischen Bereit» in Laibach (obschon « für denselben seit 1871 keine Arbeit wehr geliefert und somit auch keine Remunera. tion zu «halten hatte) so und so viele hundert Gulden zugute, womit et die Beträge sodann leicht rück» zahlen könne, und auf diese Art mehreren Personen einen Gifammtbetrag von üb« 700 fl. hnauslockie, welche Summen et mitunt« auf die frivolste Weise vetgeudete. Dabei wußte tt so zn imponieren, daß « ab uud zu sogat Doctor und Concipient tituliert wutdt. Dit Anklage hat von den ihn zur Last gelegten üb« ein Dutzend Facten blo» 9, deren crimineller Charakter eclatant vorlag, ausgenommen. Die Verantwortung de» Angeklagten, welcher überall die böse Absicht leugnet and feint Handlungen nnt al» civilrechtlich klagbare hinstellen will, machte durch die herausfordernden arroganten Manieren, durch ba* Herumwerfen mit GesetzeSparagraphen, welche mit» unter wie bit Faust aus» Ange paßten, allenthalben einen höchst ungünstigen Einbruck nnb half sichtrlich mit ftin Schicksal zn besiegeln. Um 9 Uht nacht« erst, nachdem Ivan Bavdek noch selbst «tu matte» Plaiboy« gehalten und die Geschworen die aus Be« trug lautenden Fragen bejaht hatten, eubete bi« Verhandlung mit einer verurtheilung zu zwei Jahre« schweren Kerker». . Witterung. Laidach, 24. Deie«*«. Morgennebel, seit 10 Uhr vormittags Sonnenschein, Ute Berge in Nebel, schwacher NW. Temperatur: morgen« 6 Uyr — 15 8«, nachmittags 2 Uhr — 10'4' 0 + 6-2«; 1878 0 0« C.) Barometer im Steigen 737-1,5 Millimeter. Da» gestrige togtfmittet der Temperatur -113“ um 8 8» unter dem Normale. Aufftirdrrung. Ich ersuche den Eigenthilnier der neuesten Karte vom deutschen Reich, die seit Mai d. I. sich hier befindet, binnen acht Tagen dieselbe abzuholen, da ich fit sonst als verfallen erkläre. August Krems»!*, (810) ____ Vnchbinder. Air Wechselstube de« Niidils /lock, Gros, Lackstrabt Sir. 4, wirb hiermit znr Besorgung aller in das Wech-lergeschäft einschlagenden Aufträge besten» empfehlen. (462-106) Lebensmittel-Preise in Laibach am 23. Dezember 1874. Weizen 5 fl. 10 lt.; Horn 3 fl. 60 kr.; Gerste 3 fl. — kr.; Hafer 2 fl. — kr.; Buchweizen 3 fl. — kr., Hirte 3 fl. 20 ft., Pufurufc — fl. — kr., Erdäpfel 2 fl. 60 lt., Fisolen 5 fl. 60 tr. pr. Metzen; Rind- schmalz 52 tr., Schw-infett 48 tr., Speck, frischer, 32 lt., Speck, geselchter, 42 lt. pr. Pfund; Ei« 3'/, kr. pr. Stück; Milch 10 kr. pr. Maß; Rindfleisch 29 lt., Kalbfleisch 26 kt., Schweinfleisch 27 kr. pr. Pfund; he« 1 fl. 30 kr., Stroh 90 kr. pr. Zentner; hartes Holz 6 fl. 60 fr., weiches Holz 5 fl. — kr. pr. Klafter. Wiener Lose unter Garantie des Rückkaufes. sär 2. Jänner Ä‘5tr Wiener Lose, °L 200,001) «. . Diese Lose, von der Stadt Wien garantiert, sind ebensowohl infolge ihrer unzweifelhaften Sicherheit, als auch in Anbetracht ihres besonders günstig dotierten Spielplanes, jetzt schon das Lieblingspapier des Lose kaufenden Publicums geworden. Die gefertigte Wechselstube macht ihre p. t. Privatkunden auf dieses Papier besonders aufmerksam, dessen Curs sich in kürzester Zeit erhöhen dürfte, und hat um einen Beweis der eigenen Anschauung über den Werth dieser Lose zu geben, welche j3trL4SdniBi, HÄ^20(l0001jrt*&J?,»Ä5L».130 «.»tplwe* HB, von ihrem Besitzstände eine Partie Lose ausgeschieden, welche sie zum fixen 1 ll/l fl per mit TT«i*iiflS«|i4iiiirt» »ertauft, all« in ihrem 3flcAfctconlrn und Eis Toiletten. Ausges»nittene Taillen. Kleider- und Paletot Arrmel. Hut für ältere Damen. Knaben- und Mädchen-Au-Züge nebst Jäckchen und Capo len. Für Weihnachtsgeschenke geeignete Handarbeiten: Ära* genschachtet, Sessel, Schankel-stnhl, Tischplatte (@Ia§ma-lerei), Schlummerrolle, Holz-und ArbeitSlorb, Servietten-rmg, Schreib-Necessaire(Holz-malerei und Laubsägearbeit), Börsen, Ampel, Schuhtasche, Kalender, Kinderspielzeug tMarionetten) rc. :c. Berschte bene Buntstickcrcieu mit Auflagen, Frivolitäten und irische Spitzenarbeiten. Mit 62 'Abbildungen, einer Schnittmuster - Beilage, einem großen eoloriettrn Modenkupser. — II. Die Uiilerhaltungs-4!um-mer (46): Bozen und seine Pfarrkirche. Bon Max Stichl-bttgtr. — Mit Illustration nach einer Photographie von Emil Ycljc. — Ein Mnsikan-tenlcbcn. Non Biola Moll. Mit Illustration von Erb-mann Wagner. — Pariser Stautnbilbcr. Bon Abolf Ebe-ling. Mit Illustration von 1‘coit Rene. — Die Schuhe des Herrn Hosmarschallö. Ein Pagenstreich. - Bon SU. von Dünheim. (Schluß.) — Das Freibitten Bernrtheiller bnrch Frauen. Bon A. Ä. — Wirth-schastliches (Weihnachtöbäcke* reien.) — Briefmappe. flt- Theater. Heute bleibt die «iihne schlossen. Morgen: Zum Bortheile für hiesigen Armenfond. Daö „ atet unser am Lhrist. ""'nd. Bolküstlick mit Gesang "fcbthtilungtnund einem y°t1tiel von C. Äetl. Wiener Weltausstellung 1873 Verdienstmedaille. Niederlage der k. k X MM von Itosenbanm & Perelis bei A. J. Fischer Laibach, Kundschaftsplatz Nr. 222. ■ Verkauf zu Fabrikspreisen. . Preiscourante auf Verlangen gratis. V SjHF~ Für schöne und gnte Ware ’S wird garantiert. (804) 18—2 Die einfache Veröffentlichung der nachfolgenden unantastbaren Anerkennungsschreiben, welche dem k. k. Hofzahnarzt Herrn J. CS. Popp in Wien, dem Erzeuger des weltberühmten Anatlierin-Mundwassers, zugekommen sind, iiberheben nns der Miihe jeder weitem Anpreisung. Herrn k. k. Hofzahnarzt Fopp. Ich habe Ihr Anatherin-Mundwafser geprüft und empfehlenstverth gefunden. Wien. Prof. Oppolzer, Piector magnif., Prof. der k. k. Klinik zu Wien, k. fächf. Hofrath rc. Ich bezeuge, daß ich feit längerer Zeit das Ana-therin-Mundwaffer des k. k. Hofzahnarztes I. G. Popp mit vielem Erfolge brauche unb mich von der wohl-thnenden Wirkung desselben überzeugt habe. Baron Louis Fereira m. p. Die Eudesgesertigte bestätigt dem Herrn k. k. Hos-zahnarzt I. G. Popp dahier mit Vergnügen und der Wahrheit gemäß, daß sie dessen Anatherin-Mnndwasser schon seit langer Zeit gebraucht und dasselbe nicht nur seiner Giite, sondern auch seines angenehmen Geschmackes wegen allgemein bestens empfehlen kann. Wien. Therese Fürstin Esterhazy. Berehrter Herr! Empfangen Sie meinen innigsten Dank für die Menschenfreundlichkeit unb Güte, mit welcher Sie den unter ber Pflege des Maria-Elisabethen-LereineS sich befindlichen armen ftinbern beigestanden frnb. Einige dieser Kinder waren von skrophulosem Skorbut im Munde ergriffen. Sie verabfolgten denselben unentgeltlich Ihr heilsames Ana-thmn-Mundwaffer, unb Ihrer Behandlung danken die Kinder Ihre gänzliche schnelle Heilung. Im Namen der Kinder, die von Ihren Leiden befreit sind und des Vereines versichere ich Sie, verehrter Herr, der dankbaren Anerkennung und der besonderen Achtung, mit der ich die Ehre habe, zu sein (4—5) Wien. Ihre ergebene Gräfin Fries, Präsidentin des Maria-Elisabethen'Vereines Zahnplombe zum Sewstplombieren hohler Zähne, Preis fl. 2 10. Anatherin-Zahnpasta, Preis fl. 1 22. Vegetabilisches Zahnpulver, Preis 63 kr. Depots in: Laibach bei Petricic & Pirker, Josef Karinger, Ant. Krlsper, Ed. Mahr, F. M. Schmitt, E. Birschltz, Apotheker; & r a i n b u r g bei F. Krisper unb Seb. Schaunlg, Apotheker; Bleiburg bei Herbst, Apotheker; War asb in bei Halter, Apotheker ; Rndolfswerth bei v.Rizzoli undJ. Bergmann, Apotheker, und Josef Bergmann; Gurkfeld bei Friedrich Bömches, Apotheker; Stein bei Jahn, Apotheker; Wippach bei Anton Deperis, Apotheker; Görz bei Pontoni, Apotheker, und J. Keller ; War -tenberg bei F. Lädier; Adelsberg bei J. Kupferschmidt, Apotheker; Bischoflack bei C. Fabian!, Apotheker; Gottschee bei 1. Braune, Apotheker; Jdria in ber k. k. Werksapotheke; Littet bei K. Mühlwenzel, Apotheker; R a d m a un sd o r f in der Apotheke von Sallochers Witwe. Kalender für da« Jahr 1875. •M^Cnbd, Schreib- und Notizbuch, geb. fl. 1. ^ioCfffllCnbCV zu.u Abreißen <54 kr. Constitutioneller Kalender, 20 Jahrg.. 15 kr. ffW AudkuustS-Kaleuder. bl. Jahrg., geb. 56 kr. Dorfmeister - Mausberger Geschitfts- und Au-kunftskalender, 43. Jahrg., geb. 48 fr. Damen-Almanach, J.üfS1" Der Wiener Bote, K: 36 fr. Fromme's Maß- und Gewichtskalender, ged. fl. 1. Feuser's Kalender KSSt: Frommes landwirthschaftl. Kalender 'gTfS**1'9**" Geschäfts und Auskunfts- Kalender, io Jahrg., cart.40 kr. Hausherren-Kalender, Jarisch, illustr. kathol. Volkskalender, 24. Jahrg., 54 kr Ingenieur- und Architekten- ftlhntiw 0011 Dr. ©onnborfer, 7. Jahrg., UIU IlVvl in Leder geb. 2 fl. Jnristenkalcnder »S Illustr. Kalender und No-vetten-Almanach, Farbendruck-Gratispriimie, 84 tr. öittr0W, Kalender, 6r. 60 kr , geb. 80 kr. Loebe's Kalender Jahrg., geb. fl. 1.60. Notiz-Kalender & Ä*Ä fl. 1.20. Oesterr. Forstkalender 3$; 3. Jahrg., fl. 1.60. Oesterreich. Juristenkalender von Dr. Frllhwald, 3. Jahrg., geb. fl. 1.60. A^osfegger, illustr. ««lMaleuder, 60 fr. Oesterr. 12-Kreuzerkalender, 83. Jahrg., 12 kr. Oesterr. Lehrerkalender I. Abth., geb. 80 kr Oesterr. Medizinalkalender von Dr. Nader, 30. Jahrg., geb. fl. 1.60. Oesterr. illustr. Volkskalender von Dr. A. Silberslein, 60 fr. Portemonnaie-Kalender, Ä; in Metallbecke 36 kr. Steffen's Volkskalender, mit Stahlstich, 80 tr. Slovenska Rratika a 13 kr. Macher Wandkalender 25 kr. Brieftaschen- und Wandkalender in allen Formate» und Größen. Wiederverliiufer erhalten Rabat. Zu beziehen durch Ip. f. Kleinnayr & M Bautet« Buchhandlung in LaWch. Am 21. und 22. 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In Gasdegg’s Bierhalle wird (808) Original-IT■ü.rn’berger Export-Bier das Kriigel zu 1« kr. uml Seidel zu 12 kr. ausgeschunkt. | Zur Orientierung | y! der Leser lassen wir einige Stimmen über den 11 IM- echten i Wilhelm’5 j| antiarthritischcn anthirheumatischen /i Rliitreiiiiguiigs- Tliee hier folgen: Dr. Rust sagte in öffentlicher Versammlung von diesem Mittel: »Der Ä) Wilhelm s»- Blutrcinigungs-Thre verdient den Namen eine« feV VolkSmittrlS. da er jährlich Taufende von Vroben feiner yliick- (H J lichen Einwirkung bei rheumatiscdeu und fliditifdieti beiden liefert ly — ein Mittel, zu dem der Reiche ebenso gerne wie der Arme seine Zuflucht nimmt und sichere Hilfe davon erwartet; ein Mittel, welches die angesehensten Aerzte auS Ueberzeugnng selbst anempfehlen." — Dr. Röder febrieb in 6er „Mediz M SÖDdienfdirift" (1871): „Der W'lhelin'fche Blutrei»igungS-Thee fv ist eine nach medizinischen Gesetze» sehr gelungene Mischung sollt) cher Pflanzenstoffe, welche eine specifische Einwirkung auf die serösen Gebilde der Ham haben, in welcher sich infolge der gestörten und ausgehobenen Harmonie gf. zwischen der Elettiicität der Ätmvspl-äre nnd der Haut Schmerz äußert und sich oft bis zur Unerträglichkeit steigert." — Hvfrath und Professor Oppolzer sagte in der .«linik am Krankenbette eines Gichtifchen: »Der ■1) Wilhelm'fche «lntreinignngs Thee verdient eine nähere Beach-/A runa, da viele Kranken, denen ich auf ihr Verlangen den Gebranch desselben gestattete, dessen Wirkung fehr lobten." (624 -8) I I $ I I Bor Verfälschung und. Täuschung wird gewarnt. Der echte Wilhelm’s antiarthritische antirhenmatische BlutreinigimgS-Tbee ist nur zu beziehen aus der ersten internationalen Wilhelm1» anttarthri-tischen antirheumatischen Blutreinignngs-Ther-Fabrication in Rtunlirchtn bei Wien oder in meinen in den Zeitungen angeführten Niederlagen. «in Packet, in 8 Waben netheilt, nach Vorschrift des «rzies bereitet sammt Gebrauchsanweisung in diversen Sprachen 1 Gulden, separat für Stempel und Packung 10 kr. Zur Bequemlichkeit des p. t. PublicumS ist der echte Wilhelm’s antiarthritische antirheumatische Blutreinigungs-Thee auch zu babm m Luibiicli: Peter IjiixMiilk; Adelsderg: Jos. KupferseliuiUlt, i j Apotheker; (£illi: Bnumhuch'fchc Apotheke, Curl Krlsper, Rauscher; rl| # 8 t j : A. Frunzoni; Jt I a g t n f u r t: C. Cleuiontschltseh : SDi a r b u t g: > : Uuamlcst Alois; Praßberg: Tribun; waraüdin: I>r. A. llalter, L/ Äfi»t6ekr;«illa'ch: »luth.'Fürst. »twt o»n ggtt. d. Klein«,yr"t' Uev. »ewbtrg, linfcMBnr ,n j« flälimu|diinc eine der segensreichsten Erfindungen der Neuzeit! «^THE COMP* Sie ist eine Quelle des Erwerbes und Ersparnis der Familien uml der ins Nähfach einschläg. Bewerbe geworden. Sie dient nicht allein zum Nutzen, sondern als Möbel zur Zierde, als Maschine zum Vergnügen und zur Unterhaltung. Sie soll daher in keinem wohlgeordneten Hause, in keinem Aussteuer-Mobilar, am allerwenigsten aber bei Kleider- oder Schuhmachern, Huterern, Sattlern, Nähterinnen etc. fehlen. Wo kann man aber eine gute und für obige Zwecke vollkommen entsprechende Nähmaschine unter reeller Garantie und selbst auf Ratenzahlungen billigst erhalten? Nur bei Franz Detter in Laibach. Mein enorm grosse» Lager vou anerkannt besten Nähmaschinen aus den grössten Fabriken Europa’s und Amerika « erlaubt es mir, jeder Concurrenz die Spitze zu bieten. Stets in grüsster Auswahl vorräthig : Echt amerikanische Elias Howe A. B. und C. D. _ _ Singer A. und B. „ Grover &. 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