Deutsche Macht (Krüöer „EiMer Zeitung"). fef4rt»! )«>»■ XtnmrtH ■«» «»»»>»« »»r»»4 int tost« fUi »Ml all Zultell»», !»» H»»« »»»«tUch I. —.SS, Mcrtdiitui |t. 1.5«, • »u>U»trl, f. . Bin fo#ott1tiiiuii| mmtsldjri« 1 INt t*sljArt| ff. S.9D, ff. Lid. Bit »ortafiri. — Vtmlnittf »rr»?» mett urSCtafWnbft. — Aavnv»e >»,»»«,«, n,»I Kr8idstoile so zu erschüttern vermocht, wie diese Schlappe, die es m Angelegenheiten c o l o n i a l e r Politik von dem überlegenen Geiste des Fürsten BiSmarck «litten. Alt-England rührt sich, und der eng-lösche Löwe sucht eine möglichst fürchterliche Kine Berichtigung. (Vom Gramer Spaziergänger.) Schätzbarster Herr Redacteur! Unter Bezugnahme auf den in Nr. ti Ihres Blattes r«m 18. Januar l. I. enthaltenen Artikel: „ttr deutsche Verein in Graz" ersuche ich ohne Berufung auf den ß 19 de?Pr,ßgesetzeS um Ausnahme folgender Berichtigung: 1. Es ist wohl richtig, daß zu dieser Versammlung Summa Summarum nur 60—80 Mnner erschienen — allein der V.rfaffer deS d«iogener> Artikels hat gänzlich üb'rsehen. daß ait in der Faschingszeit leben und daß das deutsche Publicum von Graz in der Faschings-zeit andere, viel wichtigere Dinge am Herze» tat. als an die stetS nur ennuyaute Politik zu deitea. 2. Was die Frage betrifft: „Wo bleiben i«is«ri Gemeinderäthe?" sollte der Einsender t»? in Rede stehenden Artikel» doch wissen, daß unsere Gemeinderäthe momentan auf den Hund g S»amme«genosseu im geeinten Reich der Genius des Mannes, welcher heute in so wahrhaft großartiger Weise Deutschlands Politik führt, für den erfreulichsten und das deutsche Ratio-nalgefühl ehrenvollsten Ausgang dieser ganzen Angelegenheit. Man kann wohl selten an der Lectüre diplomatischer Actenstücke einen solchen Genuß haben, wie beim Lese» derjenigen, welch« die deutsche Politik in Angra-Pequenna be-treffen. Wie hier der Deutscht langsam und vorsichtig, aber mit der kühnsten Entschlossen-heit vorrückt, jede genommene Position sofort als Schanze gegenüber dem Gegner benützt, die englische Schwerfälligkeit aber trotz aller zur Schau getragenen Süffisance Schritt für Schritt zurückweicht: das Alles entwickelt sich mit der Folgerichtigkeit eines Drama» und müßte selbst vom Standpunkte einer rein ästhetischen Be-trachtung das höchste Lob verdienen. Mit echt britischer Ueberhebung beliebte Lord Granville noch im November 1883 Deutschland gegenüber zu betonen : „daß. obwohl die Souveränetät Ihrer englischen Majestät nicht längs der ganzen westasrikanischen Küste proclamirt worden, doch etwaige SouveränetätS- oder JuriSdictionSan-spräche einer fremden Macht auf die unbesetzten Pui kte in die legitimen Rechte Englands ein-greifen würden." Das klang noch ganz wie in den alten Tagen — zur Zeit der seligen deutschen BundeS-Herrlichkeit. Doch folgte dem Capitol sehr schnell der Sturz vom tarpejischen Felsen. An dem kühnen Protest des deutschen Staatsmannes zerschellte die hohl« englische Anmaßung, und ganz Europa athmet wieder erleichtert aus in dem Gefühl der Freude, die Freiheit der kolonialen Entwicklung für alle Hunde abhängig gemacht werden sollte; endlich in Erörterungen darüber versunken, ob nicht zu befürchte» sei, daß bei Erhöhung der bisher 4 fl. betragenden Hundesteuer die P. T. Hunde zum mindesten dasselbe Wahlrecht prätentiren würden als di« „Fünfguldenmänner' — bleibt den Herren Gemeinderäthen absolut keine Zeit auch an so nebensächliche» Dingen wie „Die Lage der Deutschen Oesterreichs" zu denken. & In analoger Weise wird man auch unsern Geschäftsleuten nicht zumuthen, eine Ver-sammlung deS „Deutschen Vereines" zu be-suchen, in welcher weder die Gewerbe-Demo-traten fulminante Phrasen dreschen, noch ander-weiug für eine „Hetz" gesorgt wird. 4. ES ist unrichtig. dc.ß sich der deutsche Michel wie weiland König Midas die Zipfel-mutze über fein Gehororgan gezogen hat und kräftiglich schnarcht; vielmehr hört der deutsch« Michel ganz gut. waS seine Stammes-genossen im Norden und unten im Süden Oesterreichs heut« duld«n. Zum Beweise dessen die Thatsache, daß ihm ihre Klagerufe und SchmerzenSschreie ja zu dem einen Ohre hinein, zum anderen hinausgehen! Aber die Zipfelmütze ist über die Aiigen, tief über die Augen gezo-gen und der Grazer deutsche Michel ist dem-nach mit Blindheit, mit geistiger Blindheit näm-lich, geschlagen, er sieht es nicht, er begr. ist eS nicht, daß die Lage jener Deutschen nicht ohne Einfluß aus seine und seiner Kinder Lage außerenglischen Völker gerettet zu sehen. Durch dies« Thal ist daS Jahr 1883 ein Markstein in der seit dem deutsch-französischen Kriege eingltr tenen Umgest iltung des europäischen StaalensystemS geworden. Wie einst gegen Napoleon I. drückende Herrschaft auf dem Festland«, richten sich heute gegen Englands Dominium auf dem Meere all« Völker empor. Und eben weil Fürst BiSmarck sich in dieser Frage an di« Spitze der freiheitlichen Völkerbewegung gestellt, hat er alle Nationen des ContinentS heute um sich schaaren können. Ja dieiem Sinne ist auch die Aeußerung deS englischen Blattes „Daily NewS" zu verstehen, die da schreibt: „Fürst BiSmarck hat erst jetzt s e i» e w a h r e E r o b e ^ ru » g Frankreichs gemacht. Die von 1870 war nur physisch; di« von 1885 ist moralisch und politisch." Es ist eben die Waffen-b r ü d e r s aja s t gegen die Uebergriffe der Meerbeherrscherin und der Anfang zur Wieder-hernellung der so lange verloren gewesenen europäischen Jnteressengemnnjchaft. DaS übrig« Europa will nicht Englands Eirkel stören, nicht seiner colonialen Entfaltung entgegenireten, die ja im gewissen Sinne dem gesammten europäischen Handel zu Gute kommt — es will nur freie Lust zum Athmen, «chutz seiner berechtigten Jntereffen jenseits der Meere und da» gute Recht, auf die bisher herrenlosen Punkte dieses Erdbälle? den Ueber-schnß seiner Kräste hinzulenken. Auf den Inseln der Südse« ist noch Raum genug für Nieder-lassungen europäischen Handels, und auf Afrika weist speciell Deutschland schon di« historische Tradition aus den Tagen des großen Kurfürsten. Durch deutsche Kriegsschiffe die Bahn deutscher Kaufleute an jenen Gestaden schützen zu lassen, ist das vom Reichskanzler so energisch bleiben könne, daß die Gefährdung der Deut-schen in Böhmen. Mähren, Krain k. auch eine Gefährd»»g seiner selbst sei. Er läßt die armen, argbedrängten Brüder in den bezeichneten Ländern sich aufreiben, verbluten — er steht ihnen nicht bei; er sieht ihre Zahl, ihre Rechte, ihren Ein-fluß, ihre Stellung vor. Tag zu Tag abnehmen — er rührt sich nicht; er liest und hört ganz gut von den Kunstmitteln, um nicht von Ge-waltmitteln zu sprechen, welche angewendet werden, um deutsche Majoritäten in Minoritäten zu verwandeln — er schüttelt wohl etwas be-denklich das Haupt, aber er denkt gar nicht d >ran, daß dies auch , h n weiter berühren sollte. DaS ist'S eben, was neben der berühmten deutschen Einigkeit unseren Erbfeinden im Staat« s«it sechs Jahren die Hegemonie einräumt und ihnen ermöglicht, uns im Joch: zu halten: daß der Slave im Norden und Süden in jedem Slaven feinen Bruder sieht, für den erde-geistert eintritt, sobald ihm auch nur ein Haar gekrümmt wird, daß eines jeden Slaven Schmerz als nationaler Schmerz gilt, mit einem Worte: daß der Slave heute ohne Rücksicht auf alles andere in erster Linie an nichts d?nkt, alS an seine N a t i o n a l i t ä t. während dem gemüthlichen Deutschen im ^!ause der Zeiten seine Nationalität gänzlich abhanden gekommen ist. er hat an sie vergessen uno er-innert sich leider nur erst dann wieder an die-selbe, wenn er schon getreten wird, wenn ihm 2 proclaiuirt« Princip der colonialen Entwicklung Deutschlands. Fürü Vismarck hat damit, wie imtncr, nüchtern klaren Geistes allen U»ber» schwänglichkeiien des Hoffen», jeder Ueber-fpannung der stväftf vorgebeugt, aler er bat Doch uns aHcit in ver Enge unseres festländischen Seins mit raschem Gr ffe eine neu« ungeahnte Bah» eröffnet. Wohl hätten die Dent chen ohne ihn noch ein Jahrhundert in W?rt und Schrift gestritten, ob Colonien ihnen zuträglich seien ober nicht: er ab r griff kühn durch die Wort-gefechte hindurch und schuf die Grundlagen der zweite» deutsche» Entwicklung. Der Jubel, der ihn dabei ans allen Kreisen des Volkes um-brauste, zeigte, daß er eine», tittinnerliche» Sehnen der deutschen VoUsje>le feste Gestalt gegeben. Die Popularität, die ihn zu Ansang der siebziger Jahre umgeben, strömt in ihr altes Bette zurück. Möge« sich die Win'thorst. die Richter und Bamberger diesem ströme nur entgegeustemmen,° er wird sie diesmal ver-schlingen. Der Versuch, angesichts der groß-artigen Colonialpolitik des Kanters abermals mit . er Versagnng nothwendiger Geldsummen zu kommen, würde sich schwer an den Ver-blendete» rächen. Denn hier steht daS ganze gebildete Deutschland einmüthig zn dem Staats-man», der sei» Volk durch herrliche Thaten deS Frieden« hindurch ans die Meere geführt, der trotz einer Welt in Waffen und trotz des see-gewaltigen England» die deutsche Flagge auf-gepflanzt hat auf beiden Hemisphären! Wundschau. IP a r l a m e n t a t i s ch e «.] Der Elub der Vereinigten Linken hat den Hrn. Abgeordneten Dr. Knotz ermächtigt, im Namen deS Abgeord-netenhanseS den Antrag auf Zuweisung feiner Interpellation betreffend den Hochverrathspro-ceß wider die Herren Strache, Nittel und Her-renheiser. sowie der Antwort, welche der Herr Leiter deS Justizmi-iisterium» Dr. Prazak auf dieselbe ertheilte, einem Ausschuß zur Bericht««, staltung zuzuweiten. In Aussicht genommen war dieseAction bereits früher und die sofortige Einbringung des Antrages in der Sitzung, in welcher der Herr Minist r geantwortet hatte, unterblieb nur deshalb, weil den dem Club an-gehörigen Mitgliedern aus Böhmen Gelegen-heit geboten werben sollte, zuvor den Wortlaut der Antwort deS Herrn Ministers einer Prüfung zu unterziehen. Natürlich war dies kein Grund einem von anderer Seite ausgehenden Antrage auf Eröffnung einer Debatte über die Antwort der Regierung entgegenzutreten, wie-wohl es Niemandem, also auch jenem Antrag« steller jemals zweifelhaft sein konnte, daß die die Waffe bereits in die Hand gedrückt ist. so daß seine Chancen dann begreiflicher Weise weit ungünstiger stehen, als die des Gegners. So ist es zu erklären, wenn die Deutschen in Graz, dieser ersten deutschen Stadt Oesterreichs als Mur-Phäaken sich von den allerdings noch um Pserdelängen voraus befindlichen Donau-Phäakeu dem eigentlichen Wesen nach national nicht allzu sehr unterscheiden und demnach für Angelegenheiten, die da» G e s a m m t i n t e r« esse der Deutschen Oesterreichs berühren, unempfindlich sind. Erst wenn all« Deutschen Oesterreichs wieder zur n a t i o n a l e n Besinnung gelangt sein werden, ist eine Besserung ihrer Lage möglich; ob dieses Widererwachen des NationalgefühlS auf friedlich-naturgemäßem Wege oder durch ein Zauber-wsrt wie im Dornröschen eintreten wird, läßt sich nicht voraussehen, traurig wäre i» aber, wenn es, wie eS den Anschein hat, erst dann dazu kommen sollte, bis wirklich alle Deutschen getreten werden! In jedem Falle aber werden unsere eigenen Gegner unsere Wiedergeburt be-schleunigen. — Doch das gehört ja eigentlich gar nicht zur Berichtung! . . . . Auf der Keimfahrt. Es war eine sehr gemischte Gesellschaft, die im Frühling 1853 auf dem Steamer Michi-gan von Frisko nach Panama fuhr. Unter den „Deutsche Zöacht." Majorität den Antrag zurückweisen werde. Min-der ausgemacht ist es. daß die Majorität den Muth haben werde, den ne ien Antrag Kr.otz abzulehnen, weil ja auch ihr daran gelegen sein muß oder doch sollte, daß die — wie sagen wir'» nur, um nicht anzustoßen f — das; die Unklarheit beseitigt werde, welch« die Antwort des Herrn Dr. Piazak zu beseitigen nicht ver-mochte. Zudem erschien es als Gebot parla-mentarischer Rückst d t in dieser da» Teutschthuin in Böhmen zunächst berührenden Affaire dem deutschböhmischen Abgeordnete» den Vortritt zu lassen, was mau um >o beruhigter thu» durfte, al» dieselben ja, wie Figura zeigt, es an Ener-gie und Ausdauer nicht fehlen lassen. [R « s p1 c t o o r Ungarn.] Man schreibt un» an» Wien : Mit wachsender Vehemenz fetzt das hi-stge Organ des tschechischen Feudal» adels seine durch tos Gift des Religionshasses verschärften Angriffe geien den „Calvin er" Tißa fort, welcher sich bekanntlich deS ausge-zeichnete» Vertrauens de» apostolischen Königs von Ungarn erfreut. Den Vorwand zu feinem jüngsten Angriffe bietet ihm da» Gerücht von dem baldigst bevorstehenden Rücktritte des k. ungarischen JustizmimsterS Dr. Pauler, dem einzigen Mitglied? deS Cabinets Tißa, welch s den böhmischen Feudalen zu Gesichte steht, und die an dieses Gerücht sich knüpfende Meldung, daß der Abg. Desider Szilagyt der Nachfolger des Herrn von Paul r werden sollte. Bis zu dem Zeitpunkte, da di fe Meldung zuerst auftauchte, genoß Herr Szilagyi das zweifelhafte Vergnügen, ein Liebling des „Vaterlan?" zu sein. Er stand eben im Gefolge d-s Herrn Grafen Albert Apponyi, den die böhmischen Feudalherren ans Rnder zu bringen bestrebt sind, weil sie — und nicht mit Unrecht — nur dann auf die Fortdauer ihrer Herrschaft in Oesterreich hoffen dürfen, wenn sich auch j^n-feit» der Leith i die Reaction der Zügel der Staatsleitung bemächtig. Durch sein« — an-gebliche — Geneigtheit in da» Eabinet Tißa einzutreten, hat sich aber Herr v. Szilagyi die Gunst des „Vaterland" so gründlich verscherz», daß sich dasselbe urplötzlich erinnert, auch er, (Herr v. Szilagyi) gehöre zur reformirteu Kirche de» „Caloiners" Tißa. welche Thatsache eS gnädig ignorirte, so lange Herr v. Szilagyi dem Grasen Appo- tji Gefolgschaft leistete Ja das „Vaterland" geht in seiner Gehässigkeit so weit, daß eS seinem ehemaligen „Günstling" da» Sligm, des Liberalismus, ja sogar des „reinsten Liberalismus" anheftet. Der Officiö-sen des Herrn Grafen harrt nunmehr die Auf-gäbe, den üblen Eindruck, welchen die von feinen Freunden ausgehenden giftigen Angriffe auf daS Cabinet Tißa in Ungarn zu machen ge- 300 Passagieren befanden sich Leute aller mög» lichen Nationen, Farben, Rang- und BildungS-stuien, aber das rothe oder blaue Wollhemd de« Goldgräbers legte über das Ganze eine glättende Politur, die jedes für Freiheit, Gleich-tje.t und Brüderschaft schwärmende Herz an-muthen mußte. Nur ein Passagier trug nicht die Goldgräberuniform, nämlich das einzige weibliche Wesen, das sich an Bord befand, Miß Maggy Cregg von Placerville. Sie war den meisten der Goldgräber be« kannt, denn zusammen mit ihrem Vater hatte sie 6 Jahre lang in Placerville einem Hotel und Barroom vorgestanden und hatte während dieser Zeit manchen der Herren zur Thür hi-uauscomplimentiren lasten, wenn daS genossene Getränk allzusehr in ihm wogte und ihn zu Ungebührlichkeiten verleitete. Nachdem der alte Cregg sich in den 6 Jahren seines Aufenthalts in Placerville ein Vermögen erworben, war er vor Kurzem einem Schlaganfall erlegen und Miß Maggtj, die daS Hotel verkauft hatte, stand jetzt im Begriff, über Panama und New-Aork in ihre Heimatstadt Banff in Schottland zurückzukehren, un, dort in Ruhe zu genießen, was ihre» Vaters und ihre Betriebsamkeit zusammengebracht. Daß Miß Maggy an Bord deS Michigan al» einzige Repräsentantin de» zarten Geschlechts aufS Ueberfchwänglichste gefeiert wurde, ver-stand sich von selbst, und ebenso selbstverstänS» 1885 eignet sind, wo möglich zu paralystren und wie-wohl es nicht unseres Amtes sein kann, die Officiösen in ihren dtkSfälligen Bemühungen zu unterstützen, müssen wir dennoch der Wahrvnl zuliebe bestätigen, daß das Cadinet Taafic jenen Angriffen der böhmischen Feudalherren nicht nur ferne steht, sondern daß es von den-seloen jedenfalls unangenehmer berührt wirft, als da» C .binet Tißa Herr G as Tarffe wem eben nur zu gut, daß es mehr nach aus ihn als auf Herrn v. Tißa abgesehen ist, und daß et (Herr Graf Taaffe) zuvor beseitigt werfen müßte, ehe mau daran denken konnte in Ui>. garn einen Apponyi aus Ruder zu bringen. Sua res agitur. Mau darf darum iu Buda-pest diesmal den zu gewäriigeud » Freund-ichaftSversicherungen der österreichischen Offici-Öfen ausnamSweise Glaube» schenken. Toß Gras Taaffe nicht Lust hat mit dem k. unga-rischen Ministerium anznbinden, ist auch wirklich richtig. Ob er aber »och Herr der Situaiioa iu Oesterreich, ja iu dem Cabinete ist, vat seinen Namen führt, daS ist eine ändert Frage. Horrespondenzeu. Laibach, 30. Jänner. [Deutsche» n »d sloveuischeS VereinSleben.Z Wäh-rend die nationalen Vereine mehr in den g oß sprecherischei:, al» übertreibenden slovenisch» Iournälchen ihr Leben fristen, in Wirtlichkeit jedoch ein gewisses Etwas repräseniiren. das ich nicht erst zu nennen brauche, entwickeln sich die Deutschen in Folge der „angenehmen poli-tischen Verhältnisse" in Krain auf das erfreulichste. Sehen wir uns die Sache ei» wemz an. Vorgestern hat die von einem nationale» Ausschüsse beherrschte k. k. Landwirthschasls Gesellsch >st. erst nachdem einige Geistliche landwirthschaftliche Beaiile u. A. durch ausj«« schickte „Auffrischer" zusammengetrommelt warn, ihre General-Versammlung mit Mühe abzuhalten vermocht j gleich darauf aber zeigte ein deutscher Verein, daß eine einfache Ankündi-gung in der Zeitung genügte, um den letzte« Raum deS VersammlungSsaale» mit deutsch« Männern zu füllen, jn der Versammlung ver Landwirthschafts-Gesellschaft, die erst dntthal' Stunden nach der festgesetzten Zeit beginn» konnt-*, langweilte man sich, äußerte sich unzu frieden über tun noch unersahrenen Wand«-lehrer und Gesellschasts-Schriftführer, uitt mußte die Qual ansehen, mit welcher der de° Vorsitz 'ührende Vicepräsident sich bemüh» slovenisch zu sprechen (was ganz unnöthig war! — in der deutschen Versammlung dagegen herrschte vom Ansänge bi» zum Ende eine «> lich war e». daß die ihr dargebrachten Huld» gungen schon am zweiten Tage der Reise ewa sehr »«innigen Anurich erhielten, sintemal i» Herzen vieler der Goldgräber die Liede sich regn. Denn Miß Maggy war trotz i'irer Ä Jahre ein sehr yüb>che» Mädchen, das aucj weniger leicht entzündliches Material in Fei« und Flammen zu versetzen vermochte, und dÄ schon längst in Placerville unter die Haube g* kommen wäre, wenn eS nicht so wunderdaa Ansichten über die einem Ehemanne nöthig« Tugenden gehabt hätte. Hochgewachsen, mit großen graublau« Augen und pechschwarzem Haar, war die M eine sehr stattlich« Erscheinung, und außerdem wußt« man sicher, daß sie mindestens 25.M Dollar» ihr eigen nannt«. Mancher ihrer jk?i-gen Reisegefährten zog daher den richtigen Schluß, daß, wenn er frin Erworbenes zu diesen 25. gegen und hatte für jeden ihrer Anbeter eis unmuthiges Lächeln, aber ihr fehlte scheiad« durch >us da* Verständniß für zärtliche Slüt und Andeutungen, wie gut es sei. in den H» fen der Ehe einzulaufen, wie daS Weib »ur seine Bestimmung erfüll«, wenn eS Unischn halte unter den Söhnen des Landes — htetl 1885 ' |«jttrunft, die jeden warin machte. ES war die« die General-Versammlung der Ortsgruppe Eaibach deS deutschen Schulvereines. in welch« ein Redner die deutsche Schule, welche der na-tionale Gemeinderalh von Laibach scheinbar er-richten muß. damit die Sparkasse-schule nicht ins Leben «rote, als eine „Mißgeburt" bezeichnet^ welcher alle deutschen Famjlien unserer Statt aus den, Wege gehen werden. Der Ob-mann dagegen, d>'r auseinandersetzte, wie die > Regierung den Beschluß der Sparkasse in Be-treff der Errichtung einer deutschen Schule unter Hinweis ans die „Mupschule" der Gemeinde odl'bule, gab untcr rauschendem Beifalle die [ Erklärung ab. daß die Ortsgruppe Laibach nun selbst die Initiative ergreifen und eine deutsche ; Schult in der Hauptstadt ftrain« errichten > müsse, weil ja die in Aussicht gestellte deutsche - c^meiiiteschule unzweifelhaft von Lehrern com- mandirt werde» würde, welche den deutschen «mdern den deutschen Unterricht zur Oual ! machen werde». Ein anderer Redner beschrieb | die Leiden, welchen die deutschen Mittelschüler l schon in deu unteren Classen ausgesetzt sind, I «o sie von der rohen slovenische» im Fanatis-! mas aufwachsenden Jugend verhöhnt werden > — oes Scl-üler-TerroriSmuS im Obergymna-fiuui gar nicht zu gedenke« ! Und so ging eS ! so«, aber immer unter regster Theilnahme aller k Gekommene». Ei» ahnliches frisches Leben pul-, sin im Turnvereine und anderen deutsche« ! Gesellschaften. Die Nationalen dagegen jammern I über alle ihre Unternehmungen. In der M lica s werden die Mitgliederlisten immer kürz«-?; die I ?iarodni-dom-Gesellschast brachte trotz der eifrigen Agitation der slovenisch.'n Ehreublüttchen, t der Caplane, Pfarrer ». s. w. von ihren l 100.00» Losen in zwei Jahren kaum 30.000 I on Mann, und die slovenische Laibach« spar* | »sie wird von der Regierung in Wien nicht ! genelimigt, weil die nationalen Juristen deS ^enieinderatheö gar nicht wußten, daß dazu l die Genehmigung deS Landtages, respective des LatideSausschufseS noihwendig war. Die slo-! vcnisi e Bühne ist ein Zerrbild eines Dilettan-ien Theaters, das nicht einmal auf die Stu-! denien und Mägde mehr einladend wirk». Als I.tzihin nn von einem gewissen Zeleznikar, der dze »seine" Vosnjak-Blätlchen zusammenfügt, I (jiäulich übersetztes Stück gegeben wurde, fiel l sogar das amtliche Slovenen-Orga» über diese I Äoche her und tadelte die rohe Sprache des Ctückes und die ungeschlachte Ueberirtznng. Da \ muß es wohl schon über Alles urwüchsig sein! | fcrijo! X Laibach, 30. Jan. [Ob die nitio-I jialcn Streber] noch überhaupt in dem I deu Paffagieren des Kiichigan — nach [ emem passenden Galten, und keiner der Herren, die diese zärtlichen Blocke oder Andeutungen wagten, konnte sich rühmen, auch nur den lei> festen Wink von ihr erhalten zu haben, deß ! er der Richtige sei und Gnade gefunden vor ihren Augen. Nur für zwei der Passagiere deS Michiga» schien sie im Stillen ein reges Interesse zu ! hegen, aber gerade diese beiden Herren be-; ichäftiflten sich durchaus nicht mit ihr. Der Eine, ein etwa 20-jähriger bilvfchö-»er schotte. Duncan Mac-Lee. grüßte sie wohl. [ wenn er bei ihr vorüberging, denn er kannte sie schon lange, aber in ein Gespräch ließ er sich niemals mit ihr ein ; und der Andere, Sam Todd, ein New-Norker, der seinem Aussehen nach ebensogut 30 bis 50 Jahre alt sein konnte. > ging ihr geflissentlich aus dem Wege und eilte ml schnellem Seitenblick vorbei, wenn sich ein» mal ihre Blicke begegneten. Auch er kannte sie schon von früher her. Es war am Tage vor der Ankunft deS Mchigan in Panama, als sich das Gerücht an Nord verbreitete, Duncan Mac-Lee sei wahrend der letzten Nacht im Poker von Sam Dodd total ausgeplündert worden. Einige wollten so-gar wissen, der unglückliche Spieler hätte M)l) Dollars, die ganze Errungenschaft seiner Gvldgrüberei, verloren. Bald nach dem ersten Frühstück erreichte das Gerücht auch Miß Maggy. Sie saß auf „Deutsche Wacht/' Maße zurechnungsfähig sind, als man dies unter normalen Verhältnissen anzunehmen pflegt ? Zu dieser Frage veranlaßt uns unter Anderem die widerliche Sucht, von sich reden zu mache». Die gegnerische» Blätter sind dabei voll Ueber-schwänglichkeit, wenn es sich um einen der Ihrigen, oder gar mit eine» ihrer Abonnenten handelt. Ein Schülerv rSlein, wie solche in weit besserer Form deutsche Jünglinge zu Tau-senden zusammenbringen, versetzt den Fabrikanten unter die slovenische» „Dichter", und ein ver--kümmerte? Aussatz oder eine jammervoll zu-fammengel iwte Uebersetzung bugsirt einen der« artigen Schreiber gleich nuter die slovenischen Literaten. Diese Leute sind sogar so unverfroren. sich ohne Bedenken und Schamgefühl selbst als Heroen der slovenischen Literatur an-zuführen — ein Büchlein eines gewissen Herr» v. Kleinmayr, der irgendwo Professor ist. liefert den Beweis dafür. Kein gebildet r slovene weiß von einer hervorragenden oder anch nur einer bemerkenswerthen Leistung dieses Mannes »nd doch führte er sich selbst in einem von ihm über die slovenische Literatur herausgege-denen Hettche» als „Schriftsteller" an. Dann wunden sich noch diese Leute, wen» man daS Gesicht zn einem Lächeln verzieht, sobald von slovenischer Literatur und slovenische» Literaten die Rede ist. In den letzteren Tagen wollte man in ahnlicher Weise einen gewisse» Schuklje-Cultus treibe». Man berichtete über die Reden, die der wegversetzte Professor bei seinen Preß-proc ssen im Gerichtssa ik>er! Freilich mußte sich der erwähnte Beamte wegen der wenig Feingefühl verrathenden „HinidStaufe" verantworten. Es wurde recherchirt, was übrigens in Krain zur förmlichen Mode geworden ist. Ei» Streber will den andern vernichten, und das ist auch — national! Pkttau, 29. Januar. (O. C.) fT u r n e r i« f ch e s.J In der Jahresversammlung unseres Turnvereines erstaltet der Borstand Herr Dr. Michelitsch folgenden ThäligkeitSkericht: „Wer- dem Hinterdeck, wie gewöhnlich umringt von einem Kreise heirathssahiger Jünglinge und Junggesellen verschied »er Jahrgänge, and ließ sich von dem Rädelsführer ihrer Anbeter, Ma-jor Bignall, einem stattlichen Herrn, in die Geheimnisse bes Mariagespiels, das sie noch nicht gekannt, einweihe», als ein anderer An-beler ihre Anfmerksamkeit dur ^ die hingeworfene Bemerkung zu err gen suchte: „Well, oie JiggerS mögen mich fressen, wenn der Schotte mit dem langen Schnurrbart sich nicht noch heute den H ils abfievelt, „Rechne er hat'S schon gethan denn zum Frühstück ist er nicht mehr gekommen," meinte der Andere, „Jfl, ja." lachte der Major, „verzeihen Sie Miß Cregg, wenn ich etwas gegen Ihre Landsleute sage; aber wahr ist es: wenn ein Schotte so auS der Art schlägt, daß er sich auf ein Hazardipiel einläßt, dann geht'S gleich um Kopf und Kragen." „Was ist denn paffirt?" fragte Miß Maggy. di' ichon bei der Erwähnung deS Schotten mit dem langen Schnurrbart einen schnellen Blick auf den Neuigkeitskrämer geworfen hatte. „Oh. nichts Besonderes." meinte ler Ma-jor, „nur daß Mac-Lee, deu Sie ja auch ken-nen, gestern Nacht die bessere Hälfte seiner selbst, nämlich 4000 Dollars, sei» Vennög-o, an einen geriebenen Jungen verspielt hat." Miß Maggy's Finger nestelten nervös an s the Vereinsgenossen ! Der Bericht, welchen Ihnen der Turnrath über die Thätigkeit und den Stand unseres Vereines im Jahre 1884 zu erstatte» hat, ist wesentlich kürzer, als j.ner über das Jahr 1883 es war. Wir hauen im Jahre 1884 keine so großen Feste zu feiern, wie »u Jahre 1883. Der Verein hat feine regelmäßige Thätigkeit im Stillen, aber nach besten Kräften, fortgesetzt, er hatte im abgelaufenen Jahre, sowie schon 1883 in zwei Abtheilungen, die eine von 7—8 und die zweite von V,9—'/,lo Uhr Abends und zwar regelmäßig dreimal in jeder Woche seine Uebungen abgehalten. Die Zahl der Mitglieder war mit Schluß des Iah-res 1884 eine geringere als sie es Euve 1883 war. Am Schlüsse deS letzteren hatte der Verein 40 ausübende und 21 unterstützende Mitglieder gezählt, am Schluß 1884 zählte ?r 33 auS« iibenDe und 24 unterstützende Mitglieder. Tie Zahl der Letzteren hat erfreulicher Welse zuge-nommen. Die Zahl der Ersteren hat leider abge-nominen. Ich darf diesen Ausfall wohl den Umstänven zur Last legen, daß im Jahre 1883 daS zwanzigjährige Gründungsfest, welche» wie damals gefeiert, eine größere Anziehungskraft übte, daß ferner viele unserer Mitglieder Pettau verlasse» haben. ES siud im Laufe 1884 vier-zehn unserer ausübenden Mitglieder von Pettau abgereist. Es ist erklärlich, daß dieser Abgang nicht sofort wied r ergänzt werde» konnte. Ge-storben ist tut letzte» Jahre ein Turner, Herr Johann Janeschitjch. ES ist ein leider nicht zu beseitigender Uebelstanv, daß die aiSÜbenden Mitglieder sehr stark wechseln; es hängt dies damit zusammen, daß die größere Zahl unserer Turner dem Handelsstande angehört, diese aber nach ihre»! Berufe nach ihrer Bestellung meist nicht durch längere Zeit sich in Pettau ausha'-ten. Es ist ein weiterer übrigens auch ander--wärts zu constatireader Uebelslaud. daß in den Kreisen der seßhafteren Bevölkerung, daß im Stande der Beamten und Bnchermenschen unser Verein weniger thätige Anhänger zählt, als man dies wohl zu erwarten berechtiget wäre. Nach anßen hin, war der Verein im Jahre 1884 bei drei Anlässe» turnerisch thätig. Am 2. Februar 1884 gelegentlich Des mit einem Tanzkränzcheu verbutidcuen TurnerabeudeS halte eine Abtheilung eine Reihe von Hangübungen au Reck durchgeführt. Gelenllich eines gemeinsam mit dem Gesaugsverein unternommenen Ausfluges wurde am Pferd geturnt, und wurden Fensterspcülige vorgeführt. Am Gaulurnfeste am 7. und 8. September in Vtllach hat der Turnverein. 14 Matut stark, theilgenommen, und haben die Pettauer Turner sich an den Freiübungen und am Riegenlurne», bei letzterem ihrer Uhrketle. „Und wer ist der geriebene Junge t" fragte sie. „Wie er heißt, weiß ich nicht," antwortete der Major, „hier nennt er sich Sam Todd, aber ich glaube, er ist mir schon früher einmal unter irgend einem anderen Name» be-gegnet." Miß Maggy lehnte sich in ihren Sessel zurück und schaute hinaus aus das blaue Meer, ?>as flimmernd im Sonnenschein, an dem Schiffe vorbeizugUilen schien, und um ihre Lippen legte sich ein Ausdruck unbeugsamer Entschlossenheit. „Major Bign ill." sagte sie endlich leise, „haben Sie die Güte, diesen S.m Dodv sofort, ohne ' Aussehen zu erregen, in die Damencajüle zu bringen, ich möchte ihn sprechen." Der galante Major sah sie erstaunt an. aber da sie sich erhob und nach einer Verbeugung der Eajüte zuschritt, so blieb ihm nichts übrig, als ihr zu gehorchen. Er ging also ins Vorschiff, wo er den Gesuchten alsbald fand. Sam Dodd hatte durchaus keine Lust, der Einladung Miß Maggy'S zu folgen, allein der Major ließ sich nicht abweisen und nach einiger Zeit standen die beiden Männer in der Damencajüte vor Miß Maggy Sie dankte dem Major durch ein leises Kopfnicken und schlüpfte dann bei ihm vorbei an die Thür d r Eajüte, die sie verschloß, worauf sie den Schlüssel abzog. Verwundert sah ihr der Major zn; über das verschmitzte Gesicht Dodd's legte sich ein grüngelber Schimmer. Schnell, wie sie die Thüc 4 in lobend anerkannter Weise, leider aber nicht am Kürturnen und am Wetturnen betheiligt. Die-se« öffentliche Auftreten deS Vereines war zu-gleich mit Festen verknüpft, deren Verlaus ein für die Mitglieder sehr anregender und erfreu-licher war. Insbesondere wird »aS Gaulurnfest in Billach allen Theilhabern in unvergänglicher angen.hmer Erinnerung verbleibe». Außer die-sen hat der Verein, wie seit einer Reihe von Iahren. so auch >884 sein Weihnachtsfest ge-feiert, welches von Turn» und Turnerfreun» binnen und Freunden zahlreich besucht war und den erfreulichsten Verlauf nahm Weiteres öffent-licheS Auftreten deS Turnvereines gab eS im Jahre 1884 nicht. Woh! wurden zur Erhöhung der Geselligkeit ein Paar gemeinsame Spazier» gange in die nähere Umgebung von Pet'au unternommen und die regelmäßigen MonalS-kneipen abgehalten. Soviel ül>er den Personalstand und über die Thätigkeit bei Vereines im Jahre 1884. Ut ber den Cassastand, welcher ein nicht ungünstiger ist, wird der Herr Säckelwart berichte». Ueber den Geräthestand habe ich an» zuführe», daß derselbe durch Anschaffung einer Ledermatratz- und durch Anschaffung von zwan-zig Keulen eine wünschenSwerthe Vermehrung erfuhr. Dieser günstige pecuniäre Stand hat seinen wesentlichen Grund in der dankenSiver-ihm Unterstützung, welche u»S altbewährte und neue Mitglieder angedeihen lassen, insbesondere in der so wichtigen Förderung, welche unS durch die vom hohe» Laudesau-schuffe bewilligte un-entgeliliche Benützung deS Turnsaales am hie» figt" Uitergymnasium zu Theil wird. Wir müf» sen auch der gegenwärtigen Direktion dieser Anstalt für das wohlwollende Entgegenkommen, welches unsere Bestrebungen bei derselben er-fahren, wärmsten Dank sagen. Ich bin am Ende und schließe mit dem Wunsche, es möge der Turnverein stet« zunehmen nach Außen hin sowohl, als auch nach Innen an Festigkeit und Kraft. Gut Heil!" St. Martin bei Erlachstein, 2V. Januar. (O.»C.) sA b w i r t h s cha s tu n g unserer "Nationalen und Verrohung der f l o v e n i f ch e n Jugend.) Es gab eine schone Zeit für mnere Dorfperoaken. Ungestört trieben sie ihr dunkles Handwerk, Niemand und nichts war vor deren Intriguen sicher, nichts war ihnen zu gering, zu kleinlich, um darauf nicht offen oder geheim Einfluß zn nehmen; vermeinten sie ja selbst auf die Besetzung von Beaintenpoften und das Avancement von Be» amten leinen geringen Einfluß zu besitzen. Ja selbst privateil'' Familtenbezeichnungen suchten unsere naiionalen Großmeister in ihr Fahr» wasser zu lenke», um ja von allem und jedem verschlossen, eilte Miß Maggy wieder zurück hinter den Ti>ch, der die Mitte der Eajüte ein-nahm, und sia»d, den Tisch zwischen sich und den beiden Männern, diesen gegenüber. Im nächsten Augenblick hatte sie aus der Tasche ihres Jackets einen zierlichen, aber doch sehr wirsam aussehenden Revolver gezogen, und hielt ihn so, daß sie ihn so'vrt auf Dodd richten konnte. „Wundern Sie sich nicht, Major Big-nall," sagte sie, „über meine VorsichtSmaß« regeln; wir haben es hi:r mit einem Gauner erster Classe zu thun." Dann wandte sie sich an Dodd. „Jetzt Sam Dodd. alias Boston Sam alias New-York Sam, paß' auf, was ich Dir sagen will! Du haft gestern Nacht einem jun-gen Manne 4000 Dollars abgenon men. DaS Geld wirst Du sofort auf den Tisch legen, da» mit Major Bignall eS dem rechtmäßigen Eigen» thümer wieder zustellt." Dodd sah sie mit giftigen Blicken an, dann zischte er wüthend: „Ich habe daS Geld im ehrlichen Spiel gewonnen, und verdammt will.ich sein, wenn ich auch nur einen Cent davon her-ausgebe!" „Gut, mein Junge," entgegnete Miß Maggy, „dann werde ich jetzt aus Deck gehen, die Passagiere zusammenrufen und ihnen mit-theilen. Du hättest vor drei Jahren im Ho-tel meines Vaters wegen betrügerischen Spiels 50 regelrechte Hiebe bekommen und hättest dann eine Quittung über diese Hiebe und eine Bc-fcheinigung ausstelle» müssen, daß Du ein ab- „ZXutsch« zv«4t. die 7 ade» ihres Jntriguenfpieles in der Hand zu haben. Doch hat sich dies im Laufe der Zeit sehr viel zum besseren gewendet. Der , Grund hievon liegt vor allem in der materiellen Abwirthschaftung. Ehemals hatten sie eben Geld, um selbes dem nationalen Götzen und ihren sonstigen Zwecken zu opfern; jetzt, nun jetzt macht mit ihnen die Posojilnica Geschäfte und dürfte die Errichtung einer solchen in Ma-rein für die hiesige» Dorfpervaken am all erersprießlichsten und nothwendigsten sein. Mit dem Schwinden des Mammons schwand auch im gleichen Verhältnisse daS nationalpervaklsche Talmi-Ansehen, da eS ja natürlich ist, daß eigene Misöre auch dem Ungebildeten keinen Respect mehr einzuflößen vermochte. Zu all diesem Pech kam noch, daß man das lichtscheue Treiben unserer Gilde schonungslos ausdeckte und deren denunciatorisches Jntriguenspiel offen brand-markte. Hiemit ward dieser Sippe auch die süßliche Heuchlerfratze des zur Schau getragenen Wohlwollens vom Gesichte gerissen, daS letzte Restchen des vermeintlichen Ansehens schwand. Mit dem Schwinden des äußeren Ansehens gie»g Hand in Hand die Verrohung der slo-venische» Jugend. In der Heranziehung natio-naler Hetzer erblickten eben unsere nationalen Krakehler noch daS einzige RettungSmittel. ihr NichlS zu heben und vermeinten sie dadurch auch dem Deutschthum den Todesstoß zu ver» setzn,. Dem entsprechend werden unreife Schul» duben. verbummelte Studenten und sonstige problematische Existenzen als Ehrenmänner de» clarirt und falls selbe ob gemeiner Gaunereien von der irdischen Gerechtigkeit erreicht wurden, als politische Märtyrer hoch gepriesen, so sie nur gegen Deutsche Hetzen und sich gegen solche roh benehmen. Ja se bst angeblich noch zu den anständigeren National.» zählende Familien-väter scheuen sich nicht, ihre halbreif n Kinder beider! i Geschl.'chteS, denen man ein selbst-ständiges Urtheil nicht zumuthen kann, mit gewesenen Sträflingen anstandslos verkehren und sie mit diesen selbst gemeinsame Gesaugsübungen nationaler Weisen anstellen zu lassen, aus dem einzigen Grunde, weil die berührten Individuen durch ihre nationale Gesinnung in den Augen der auS Deutschenhaß vollständig blinden Per-vaken als Ehrenmänner gestempelt weiden. Angesichts solcher mehr als ungesunden Ver-Hältnisse brauch m die hiesigen Deutschen vor der Zukunft wohl nicht zu bangen. Der unbekannte Bekannte. gefeimter Gauner und Falschspieler seist. Sicher» lich wärest Du nicht an Bord gekommen oder hättest wenigstens Deine Gaunerei unterlassen, wenn Du geahnt hättest, daß Quittung und Bescheinigung noch existiren; und daS ist in der That r er Fall, denn ich fand sie unter den Papieren meines Va.er und habe sie als Curio-sitiwn aufbewahrt. Dort in jenem Koffer liegen sie. Ich kann also beweisen, daß Du ein Fallch-spielet bist. Halten nun unsere Passagiere diesen Umstand damit zusammen, daß Du gestern Nacht 4000 Dollars gewonnen hast, so rechne ich, daß Du noch vor Sonnenuntergang gelyncht bist, d. h. an der großen Raa hängst. Der Capitän wird, da es sich um einen rückfälligen Fa fchspieler handelt, die Execution ganz gewiß erst dann verbieten, wenn sie längst vor-über ist. Sam Dodd blickte in Heller Verzweiflung den Major an; aber wenn er von dem ein rettendes Wort erwartete, so irrte er sich. „Ich werde," begann Miß Maggy wieder, „fünf Minuten warten, liegen die Banknoten nicht hier auf dem T'fch. so gehe ich auf Deck." „vam'n it," zettelte Sam, „ist daS eine Manier, einen ehrlichen Mann zu behandeln! Wer weiß, ob Sie Barmädchen mich nicht um mein Geld beschwindeln woll—!" „Sag' das nicht noch 'mal, New Aork Sam, denn als solchen erkenne ich Dich jetzt wieder, mein Junge," unterbrach ihn der Ma» jor, „sag' daS nicht noch 'mal, wenn Dir Dein 1882 Kteine Hvronik. fZ um Bischöfe »onLinzj soll der CanonicuS von St. Polten, Dr. Anton Pilz ernannt werden. [6 i n e „E t i k e t t e n f r a g e"j zwischen Ungarn und Deutichland ist soeben zum befrie» dtgenden Austrag gebracht worden, und zwar auf Anregung des Reichskanzlers Fürsten Bis-marck, welcher den Weinen aus dem königlich ungarischen Landescentralkeller verdiente Sym» pathie entaegendringt, obschon ihm die unver-ständlichen ungarischen Etiketten auf den Wein-flaschen nicht gefallen konnten. Gelegentlich äußerte er dies gegen den osterreichisch-ungari' schen Botschafter Grafen Szechenyi. Der Wink genügte, und das ungarische Handelsministerium hat angeordnet, daß künftig die aus dem Lan» deScentralkeller »ach Deutschland gehenden Fla-ichen deutsche Etiketten tragen sollen. sA u s g e w i e s e ».] Nach der „Germania", einem Blatte vom Caliber des „Vater-land", sollen aus Dresden eine Anzahl Tjche-chen ausgewiesen werden, welche angeblich socia» listischer beziehungsweise anarchistischer Umtriebe verdächtig sind. sEine ehefeindliche Secte.s Der „Rußki Kur." meldet aus Wenjew im Gouvernement Tula: In der Landgemeinde Nowopri-bornaja sinoet eine neue Secte unter dem einfachen Volke rasche Verbreitung ; gaiue Familien tret'» zu ihr über. Neueintretenden Eheleuten wird zu Pflicht gemacht, daß sie sich von ein-ander fern halten; der herangewachsenen fugend wird das Heirathe» »icht gestattet. Sie nehme» keinerlei Fleischnahrung zu sich. Die Kirche meiden sie. An der Spitze dieser Secte steht ein Bauer Rogow. In seinem Hause f,:i» den Gebetsversanimlungen statt, es werden re-ligiöse DiSpule gehalten und Schriften religiösen Inhalts gelesen. [6 i ii fürstlicher Auto r.j Wie man auS Rom melde«, hat ei» Sohn des Exkhedive Ismail Pascha, Prinz Ibrahim Hirmy, ein Buch geschnben. welches demnächst in London unter dem Namen „Egyptiau Bibliography" erscheinen und in zwei starken Bänden Alles be-sprechen wird, was von der Epoche der Pha-raone» bis zur Gegenwart über Egypten, sei el als Manuscript, sei es im Buchdruck, geschrieben worden ist. [Eine fette Pfründe.] Das durch den Tod seines bisherigen Inhaber« erledigte Bisthum von London ist eine ver fettesten Pfründe», welche die englische Nation zu ver-geben hat. Außer zwei Palästen und einem Jahresgehalt von 200.000 M. hat der Bischos Schädel lieb ist; ich erlaube nicht, daß eine Dame beleidigt wird!" „Die fünf Minuten sind vorüber," sagte Miß Maggy und griff nach ihrem Strohhme. „Stop, Stop, einen Augenblick," jammerte Sam. „wir wollen unS vergleichen; ich will AlleS hergeben!" „Siop," rief er nochmals, als er sah. daß Miß Maggy ihren Platz tiiiiier dem Tische verließ, „stop ich will Alle« hergaben!" und mit verzerrten Zügen schnallte er seine Geldkatze lo«. öff.iete sie und warf eine Rolle Banknote» auf den Tisch. „Zählen Sie, Major!" bat die Miß. Der Major that wie ihm geheißen. „Es sind nur 3000 Dollars," sagte er. „Beim lebenden Satan, das ist genug!" betheuerte Dodd. Miß Maggy aber wand« sich schweigend der Thür zu. „S op," schrie Dodd, „hier ist der Rest!" und mit zitternder Hand l«gte er weitere zwei Banknoten auf den Tisch. „Bitte Major Bignall." sagte die Miß, „öffnen Sie dem Gauner die Thür," und als da» geschehen war, wankte Mr. Samuel Dodd grim> migen Herzens hinaus. Einen Augenblick standen sich Miß Maggy und der Major schweigend gegenüber, dann mahnte die Miß: „So jetzt, Major Bignall, nehmen Sie, bitte, das Geld an sich, und drin-gen Sie eS Duncan Mac-Lee; aber, ich bitte, 1«85 von London 190 Pfründen, darunter 30 Stifts« psninden, zu seiner absoluten Beifügung. Der verstorbene Bischof Dr. Jackion. verheirathete snne acht Tochter an Capläne und verlieh einem jeden sein?; Schwiegersöhne eine reich dotirte Pfarre. 5ehr angenebm! sM i t t e l a l t e r l i ch e s au « Baier n.j Au» Augsburg wird geschrieben: Ein Trom» veter des hier garnisonirenden 4. CheoeauxleaerS-Rtgiinents. nicht» weniger als ein schneidiger Rtilersmann, bildete sich ein, der im vorigen Jahre verstorbene frühere Bewohner seines Zimmers gehe um. St«tt dem Gospenst auf den Leib zu gehen, lief der Held zu einem Geist-lichen, der den Spul bannen sollte. Es fand sich auch ein Priester, und zwar ein Stadt-cap'.an, der das Gespenst nach allen Regeln des Exorcismus vertrieb. Der muthige Soldat erhielt für diese Gespenstervertreibung Arrest. Welchen Lohn der fromme Stadtcaplan erhielt, ist unbekannt. > sG r i m m i g e Kälte.] Im Norden und Lsten von Rußland herrscht grimmige Kälte. Zn Archangel brachte dieselbe das Quecksilber in den Thermometern zum Gefrieren und die spirituSihermometer zeigte« am 8. (20.) Ja' nuar 54 Grad Celsius. In Jekaterinburg waren vor wenigen Tagen 53 Grab Kälte. sC h o l e r a in Amerika.] Eine sehr ernste Nachricht kommt von jenseits des großen Oceans. Aus Newyork wird unterm 22. d. gemeldet : Ein russischer Hausirer, der via New-qor( und NeworleanS in St. Louis angekom men war. ist dort an der Cholera gestorben. Ein Neger ist derselben Krankheit erlegen. Da die Newyorker Behörden die Echtheit der Meldung bezweifelten, ist ein Telegramm eingelau-sen. welches die ursprüngliche Meldung auf-nchi hält. — Die Befürchtungen, welche mau bereits im Herbste di.-seS Jahres in Amerika hegte, daß nämlich die Cholera aus den süd» sranzösischen und italienischen Häfen über daS Meer nach Amerika verschleppt werden dürfte, wäre» also leider nicht grundlos. [TU Pariser Geschwornen] haben am 14. d. M. eine Freisprechung be-wirkt, welche auf dem Gebiete des internatio-aalen Rechtes ungefähr dieselbe Bedeutung hat, wie die Freisprechung so vieler Mörder hin-fichtlich deS Strafgesetzes. Es handelt sich um Anfertigung von Papiergeld, dessen einge-ftandener Zweck darin bestand, als Mittel zum stürz einer auswärtigen Regierung, zu einer Nivolution, zu dienen. Durch die Freisprechung der Angeklagten haben die Geschwornen das Princip anerkannt, daß man in Frankreich un-gestraft falsches Papiergeld anfertigen darf, sofern dasselbe zu einem politischen Zweck, oben- verschweigen Sie, daß ich es dem Gauner ab- Mit zusammengezogenen Brauen starrte der Major vor sich hin und rührte sich nicht. Sie blickte ihn forschend an. da flüsterte er er-ngl: Miß Creqg, Sie scheinen ein gc.nz be« sondere« Interesse an dem hübschen jungen Mann j» nehmen, eS wäre am Ende besser, wenn er erführe, was Sie für ihn gethan haben." „Wieder sah sie ihn forschend an. dann zog's wie ein Lächeln über ihr Gesicht, und wie ein rosiger Schimmer. »Major Bignall," flüsterte sie. „daß Männer sehr häufig confus sind, das weiß ich schon lange, daß aber auch Sie zu diesen Consusen gehören, hätte ich nicht gedacht. Ja, ich interesiire mich sehr für den hübschen jungen Mann — den» er ist der jüngste Bru-der einer verstorbenen Schulfreundin, und ich habe ihn auf den Armen getragen, als er noch ein Baby war. Dann als er vor zwei Jahren nach Kalifornien kam, habe ich ihm wegen sei-ner vielen onmmen Streich« so oft Vorwürfe gemacht, daß er mir jetzt nicht mehr gern zu nahe kommt. Das ist Alles; sonst liegt nichts vor zwischen ihm und mir. Und nun noch Eins, Major Bignall, glauben Sie, daß ich gerade 6ic doju aufgefordert hätte, mir in dieser Sache deizustehen, wenn ich ein anderes Gefühl als das der Freundschaft für Duncan Mac-Lee hegte Er sah ihr in die klugen ehrlichen Augen. A>aq»t " an zu einer Revolution, bestimmt ist. Die Nutz-anwendung auf naheliegende europäische Ver-häl! nisse liegt da sehr nahe. (6 i n e kostbare Perle.) Von Guaq» maS (Mexico) aus wurde vor Kurzem eine 03 Karat wiegende Perle, deren Werth auf 17.000 Dollars geschätzt wird, nach London gesendet. Die Perle, welche die größte in der Welt sein soll, wurde von einem Indianer in Mulleje, Unter-Californien. gefunden und von diesem für 90 Dollars verkauft. sUnvorHergeseHene Versen-k n n g.] In VervierS feierte eine Gesellschaft von 50 Personen im neuervauten Hause der Rue Laplauche am vorletzten Sonnabend eine Hochzeit. Die Gesellschaft tafelte in zwei im Erd-geschoß nebeneinander belegeneu Sälen zu je 25 Personen. Da» Diner war trefflich, die Tische reich geschmückt, der Wein und Eham-pagner war reichlich geflossen. Alle befanden sich in größter Heiterkeit. Der Augenblick der Toaste war gekommen, der erste Toast sollte dem Brautpaare gebracht werden. Alles rrhob sich. Da plötzlich krachte eS. — der Boden deS ersteren Saales bricht ein. alle HochzeitSgäste. der Tisch, die Weine. Speisen, Alles rollt bunt durcheinander in den — Keller! Allgemeines Aufschreien. Die Hochzeitsgäste des anderen Saales stehen vor Schrecken «elähmt; endlich aber durch das Geschrei der im Keller Liegen-den au« der Betäubung aufgeweckt, beginnen die Muthigeren das Rettungswerk. Nach und nach förderte man die Opfer ans Tageslicht, ab.r in welch' trost.osem Zustande. Die Toiletfn der Damen, nicht minder der Herren waren natürlich durch die Wein- und Saucenspuren, wie durch den Kellerschmutz total verdorben; zum Glück war Niemand schwer verletzt, nur mehr oder minder starke Schrammen trugen die Gäste davon, und 'Alles war froh, daß man noch so billigen Kaufes davongekommen. Man setzte sich abermals zur Tafel; aver die Heiterkeit wollte nicht mehr aufkommen, und oald trennte in an sich, da — die Damen sich über ihre Toiletten nicht trösten konnten. Der Einbruch des Bodens ist erfolgt, weil, wie sich herausgestellt, bei der Ervauung des Hauses alte Balten verwendet worden waren. sEin moderner Charakter m es-s e r.] In etner allbekannten alten Mär wird uns von dem Freier berichtet, der seine Wahl unter den drei Töchtern eineS Hauses nach Maßgabe der Art trifft, wie sich jede von ihnen bei de unmittelbaren Vorbereitungen zur Ver-speisung eineS Stückchens Käse benimmt. Diesem in heutigen GeselUchlftskreisen nicht wohl an-wendbaren Probestück stellte eine erfahrene Mutter jungst ihre bei Weitem zeitgemäßer er» dann ergriff er ihre Hand und fragte mit zitternder Stimme: „Oh, Miß Cregg, Miß Cregg, ich darf also noch im>ner hoffen ?" Sie antwor-tete licht, aber ein leiser Druck ihrer Hand zeigte ihm. daß ihm ihr Herz gehöre. Dann, um ihre Verlegenheit zu verbergen, bat sie noch-mals das Geld an Donald zu bringen. „Ja." lächelte er, „gewiß, meine süße Maggy aber ich bin unbescheiden, ein Händedruck, ^o süß er ist. genügt mir nicht als Jawort." Sie wußte was er wollte, denn ichne zu antworten, bog sie den Kopf zurück, und er preßte einen langen Kuß auf ihre Lippen ; dann verließ er die Cajüte. Zwei Tage später hatte die Eisenbahn die meisten Passagiere des Michigan über den Jsth-inuS getragen, und sie besän den sich auf dem Steamer Qhio, der sie von Navy Bai, nach New Dort bringen sollte. Dodd war nicht unter ihnen, er war einige Stationen vorher in Navy Bay zurückgeblieben. daS damals für Seinesgleichen ein wahres Paradies war. Dagegen befand sich am Bord de« OHio ein sehr zärtliche« Brautpaar. daS mit großem Interesse Hand in Hand bis tief in die erhabenen Tropennächte hinein daS Meerleuchten und die Sterne, den Mond und den Zug der Wolken zu beobachten pflegte, und von dem, als der Qhio in New-Iork an-langte, Donald Mac-L e mit tiefem Bedauern und dem ernstgemeinten Versprechen sich verab-schiedete, daß er sich niemals wieder zu einem Hazardspiel verleiten lassen würde. L> scheinenden Rathschläge gegenüber. Sie empfahl ihrem in das heiratsfähige Alter eingetretenen Sohne, bei den jungen Mädchen, k enen er in der Gesellschaft begegne, ein besonderes Auge»-merk daraus zu richten, wer wohl der Lieb-lingScomponist jeder Einzelnen sei. „Schwärmt eine junge Dame für Lißr — so führte die vorsorgliche Rathgeberin aus — ..dann ist sie ehrgeizig und ruhmredig ; schwärmt sie sür Beet-hoven, so ist sie unpractisch; sür Offenbach, dann ist sie albern und gedankenlos ; für Strauß dann ist sie oberflächlich und sriool; sür Verdi, dann ist sie sentimental; für Gaunod. so ist sie selbstgefällig; für Chopin, so ist sieleiden" schaftlich und unbeständig; für Flotow, so ist sie gewohnlich u. s. w. Findest Du aber ein junges Mädchen, welche«, ohne eine besondere Vorliebe für irgend einen Componisten, das „Gebet der Jungfrau", die „Silbersischchen", „Klo erglocken" und dergleichen herunterhäm-mert, dann kannst Du beinahe sicher sein, oaß sie in der Küche und im Hauswesen ganz tüch tig und, wenn auch nicht gerade übertrieben geistreich, doch dazu angethan ist, eine recht gute Frau abzugeben." [Ein Ab ge ord n et e r,] dem seine Wäh-lerschast ein nicht unmittelbar ausgesprochenes aber gleichwohl recht gui verständliches Miß-trau-uSootum gegeben hat, zeigt sich darüber sehr ungehalten. „Diese Menschen wissen nicht, waS sie wollen!" wirst er in heftigem Tone hin. — „Wie hätte» sie sonst Ihnen ihre Summe geben können?" cmerkt gelassen ein Vertreter der Gegenpartei. Deutscher Schutverein. Wir«. 29. Jänner 1885 Der Ausschuß hat eS >n der letzten Sitzung zur befriedigenden Kenntniß genommen, daß die von der Orts-gruppen in II. und IX. Wiener Bezirke ver-anstalteten Silvesters. ste einen ansehnlichen Ertrag abwarfen, wofür den genanntenOrisgruppen-Vorstände, Dank und Anerkennung ausge-fprochen wurde. Von den Bewilligungen ver* dienen Erwähnung die Unterstützung dr« Kinder-gartenS in Röch.itz (Böhmen) und die Erwei-lerung der Jserthaler Schule um eine Classe. Der Anstalt in Jadlonetz wurden Lehrmittel beigestellt, i>nd eine sür den Schulbau in Lehn-doq eingelangte Spende ihrer Widmung gemäß verwendet. Für arme Kinder in der Schule in St. Barbara wurden zur Schulgeldzahlung und zur Lehrmittelbeschaffung die entsprechenden Be-träge angewiesen. Zur Schulerrichtung in Neu-dors bei Dobschan gewährte der V rein einen Unterstützungscredit, und bestimmte der Schule in Seitendors (Mähren) eine Sammlung von Lehrmitteln und Büchern. Der Fortbildungsschule in Hochenegg und Weitenstein (Steierm.) wurde eine Unterstützung sur das laus nde Jahr zu-gewendet, und zugleich für dieselben Anstalten ein BibliothekS-Credit angewiesen. Außerdem gelangten noch mehrfache Unterstützung«-Ange-legenheilen zur Berathung, beziehungsweise Erledigung. [Die Hauptversammlung d e s Deutschen Schulvereines] wird dieses Jahr in Teplitz (Böhme») an den Psingsttagen (24. und 25. Mai) abgehalten werden. Locates und ^rovinciates. GiUi, 31 Januar. [R e i i g n a t i o n.] Herr Dr. LavoS-lav Gregorec hat seine Stelle am P r i e st e r s e m i n a r z n M a r b u t g niedergelegt. Wir wiss n zwar nicht zu sage:,, ob diese Verzichileistung aus freiem Antriebe erfolgte, glauben jedoch solches annehmen zu können, da die Chancen des Genannten, zum Dechant von Neukirchen ernannt zu werden, nicht ungünstig stehen sollen. Sollte sich jedoch diele Ernennung nicht verwirklichen, dann würde stch Dr. Gregorec wohl ausschießlich der Jvurnali-stit und der politischen Wetttrinacherei widmen. Er würde dann ungebundener und freier seine Animadverfiones und Mar^inal,Gossen zu den gegebenen Verhältnissen machen und in Bezug auf Kühnheit und Sprache, Abenteuerlichkeit der Anschauungen und Unv«rfror«nbeit der Behauptungen alle seine bisherigen Kraft' und Saft-proben überbieten. — Daß da« Priestersemi-nar durch feinen Rücktritt einen unerfrtzboren Verlust erleidet, wagen wir gerade nicht zu be-Häupten, denn leider Gottes, ist der größte Theil des Clerus ganz vom Geiste des Dr. Gregorec erfüllt, ein ebenbürtiger Nachfolqer daher bald gefunden. Wir wolle» indeß doch nicht dos uns auf der Zunge schwebende tri-viale Sprichwort gebrauchen, sondern da« Beste hoffen. Herrn Dr. Gregorec aber möchten wir zur Erinnerung an seine ersprießliche Thätig» kett die Vere, welche Voltaire einem Bibelin» terpreten widmete, mit einer kleinen Abänderung inS Stammbuch schreiben: „Warum einst Jeremia« eben So viel geklagt in seinem Leben? Er sah voraus voll Prophetie: Du lehrtest Bibel — aber wie!" [P e rf o n a ln a ch r i ch t.] Der Minister und Leiter des Justizministeriums hat den k. k. Bezirksgerichts - Adjuncten in Tüffer. Alois P l o d e r. über dessen eigenes Ansuchen in den bleibenden Ruhestand versetzt. [Evangelischer Gottesdienst.] Wie wir bereit« berichtet?n. findet Montag, Vor« mittag 10 Uhr, in der hiesigen evangelischen AndreaSkirche der übliche Gottesdienst statt; bei demselben wird Pfarrer August Kuießner eine Epiphanienpredigt halten, mit dem Thema : „N e h m t E hristu m auf in den Kahn eure« Lebens!" oder: „DaS Menschen-leben eine MeereSfahrt." [21 u S Pettau] wird uns unterm 30. Januar geschrieben : Heute Morgens starb plötz-lich in Arko Herr Gustav Rodoschegg an einem Brustleiden. Die Trauer über den Verlust des jungen Mannes ist hier »ine tief-empfundene und allgemeine. Der Verstorbene war »in wackerer Parteigenosse edelster Sorte, opferwillig, bescheiden und von unermüdlichem Fleiße. ?iäaoit! [C i l l i e r A e r z t e v « r «i n.] Die Haupt-Versammlung dieses Vereines fand am 28. Ja-nuar statt. Dieselbe war außergewöhnlich zahl-reich besucht und wurden in ihr wichtige Fragen in Anregung gebracht. In den Ausschuß wurden gewählt die Herren: Dr. Hoisel als Obmann, Dr. Tarbauer al« dessen Stell-verireter, Dr. Bergmann als Schriftführer, Dr. G. Jpavic al« Kassier und Nie. Rüpschl als Ausschuß. [Unter st eirischer Jägertag.] Wie wir bereit» in der letzten Nummer mel-deien, wird morg-n (Sonntag den l. Februar) in de» Casinolocalitäten ein Jägertag abge-halten werden. Der ofsicielle Theil desselben beginnt un, 4 Uhr Nachmittags und wird ge-wiß von fesselndem Interesse sein. Für den nicht officiellen Theil wurden gleichfalls um-fastende Verkehrungen getroffen, die einen recht animirten und gemüthlichen Abend verbürgen. [Losung der StellungSpslich-l i g e „.] Für die diesjährige Heeresergänzung wird die Losung der in der I AlterSclaffe, d. i. der im Jahre >865 gebornen und »ach Eilli zuständigen StellungSpfiichtigen am 8. Februar, I» Uhr Vormittags, beim hiesigen Stadtamte vorgenommen. [Slovenische Lehrkanzeln für juridische Fächer.] Wir haben im Laufe der VersöhuungSjohr« so manche widersinnige und ungeheuerliche Behauptung von Seite un-serer politischen und nationalen Gegner ans» sprechen gehört, allein eine albernere, wie sie in der letzten Rummer de« Marburger Slooenen-blatteS gemacht wurde, war unS denn doch noch nicht vorgekommen. Am Schlüsse eineS Leitartikel«, welcher der von Herrn Pfarrer Raii im ReichSrathe eingebrachten Resolution, „es seien die nothwendigen Einleitungen zur Errichtung dreier Lehrkanzeln sür Abhaltung sloveniicher Vorträge über die Fächer der II. juridische» Staatsprüfung der recht«- und staats-wissenschaftlichen Universität in Graz zu treffen und die nothwendigen Betrage zu prälimimren", — das Wort redet, kommt der Autor zu der Folgerung, daß der deutsche Charakter der Grazer Universität ohnedies schon verwischt sei. „Ptuif+t A«cht." denn e« sei den Studirenden italienischer Na« tionalität da« Recht gewährt, mit den Univer-sitälSbrhörben in italienischer Sprache zu ver-kehren und die Prüfungen in italienischer Sprache abzulegen ic. Gegen eine solche Logik giebt e« allerdings keine Beweisführung, e« klingt dies gerade so, als wenn Jemand sagen würde, die Erde sei nicht rund, weil aus derselben sich verjchiedene Berge befinden. Der Verfasser deS Artikels scheint übrigens gerade di» Vor-lesungen, für tuelch« der Trompeter von Jericho die slovenische VortragSsprvche verlangt, kaum besucht zu haben, sonst würde er gewiß bemerkt haben, wie spärlich seine Eonnationalen dieselben frequentiren. Die Frequenz würde aber auch dann keine größere fein, wenn die Vorlesungen in slovenische Sprache stattfänden, denn die materielle Lage gerade der slovenische» Rechts-Hörer dictirt denselben, einem Erwerbe nachzu-gehen; sie können daher oft beim besten Willen die Vorlegungen nicht besuche« und sind ge-nöthigt, auf autodidaktischem Wege sich die für die Staatsprüfungen erforderlichen Kenntnisse zu erwerben. — Recht charakteristisch in den betreffenden Artikel ist aber folgendes Geständ-niß: „Der Grund diese« Begehrens liegt nicht darin, daß die slovenische» Juristen nicht die deutsche» Vorträge verstehen, im Gegentheil, sämmtlich beherrschen sie die deutsche Sprache besser al« uiancher gekorene (ungeborene giebt e« wohl nicht. D. Red.) Deutsche, da es die Unterrichtsmethode in unseren Mittelschulen so mit sich dringt." Ma» sieht aus diesem stove-nischen Geständnisse, wie hinfällig die ins Treffen geschickten Argumente bezüglich der Einsührung slorenilcher Parallelklassen an de» Mittelschule» sind. Man wird gut thun, sich desselben zu erinnern, wenn die Fiseleien von geistiger Ver-krüppelung slovenischer Kinder durch deutsche Mittelschule» wieder aus'S Tapet kommen sollte». [Verband slovenischer Vorschuß-C a s s e it.] DaS Ministerium des Innern het nunmehr die Bildung des Verbände« sloveui-scher Vorschußcossen uiit dem Sitze in Eilli nach Inhalt der von Miha VoHnjak überreich-t«n Statuten genehmigt. — Der Genannte dürfte sich jetzt wohl den Titel eines General-directorS beilegen. [C i l l i e r W ä r m e st u b e.] Für die-selbe sind neuerlich eingegangen: Herr Gustav Stiger 2 fl., Herr Jostf Rakufch 3 fl., Herr Friedrich MatheS. Eßivaaren, Frau Minua Bobisut einen Sack Kartoffeln. Frau Anna MatheS, Eßwaare», Frau Magdalena Skoberne Schwarte!» und Grammerl», Kinderfreundin Fisolen, Ungenannt Schwarteln. Frau Pauline Fehleisen 2 fl., Herr Georg Strauß, Schwarteln. [E i n W o l f e r l e g t.] In der Nähe von Montprei« wurde kürzlich ein Wolf erlegt. [Schadenfeuer.] Man schreibt >'ns unterm 30. Januar aus Gonobitz: Heute Vor-mittag brach im Viehstalle des Grundbesitzers Jacob Wesenschel im Dorse Gabrolle aus bis-her nicht bekannter Ursache Feuer auS, welches daS genannte Object sowie auch das Wohnhaus einäscherte. Der gesammte V.ehstand. bestehend aus einer Kuh, einer Kalbin und 7 Schweinen ging dabei gleichfalls zu Grunde. Ebenso ver-brannten alle Vorräthe sammt Fundus instruc-tus. Der Besitzer >oll mit nur 800 fl. versichert gewesen sein. IV e r u » g l ü ck t.I Der Vorhäuer Lorenz Ramschat wurde vorgestern in eine», Stollen zu Trisail durch ein abstürzendes Stück Kohle schwer verletzt. [Wilddiebe.] Die hiesige Polizei ver-haftete heute zwei Individuen, welche einen Hasen und ein Haselhuhn zu verkaufen fuchten. Der betreffende Hase war in dcm Ragrevier deS Herrn Jeschouuig geschossen worden, wäh-renp daS Haselhuhn mit einer Schlinge gefangen worden war. [Versuchter G a 11 e n m o r d.] Jo-Hanna Leßnik, Auszügleri» zu St. Bartlmä (Bezirk Mahrenberg), hatte sich kürzlich nach sechsjähriger Trennung mit ihrem Ehegatten wieder vereint. Doch die neue Gemeinschaft mit demselben wollte ihr nicht behagen. Sie mengte ihm daher 11 Gramm Arsenik in «in klei- 1885 ne« Fäßchen mit Biermost. Gregor LeSnik trank davon, und die Symptome der Vergiftung stell-ten sich bald ein. Rasch angewendete Brechmit-tel und vielleicht auch die zu geringe Dosis de« genoffenen Gifte« verhinderten einen lethalen AuSgang. Al« sich der glücklich« Ehemann wieder erholt hatte, bereitete er sich einen Bohnen-salat und begoß denselben mit dem Moste aus gedachtem Fäßchen. Jetzt gewahrte ,r die gel-ben Arsenikkörner. Sein Verdacht gegen vu Gattin wurde reg«, zumal dieselbe, al« er sie eingeladen hatte, mit ihui zu trinke», die Ein-ladung ausgeschlagen hatt.'. Er erstattete sofon die Anzeig«. Die zärtlich« Gattin wurde ver-hastet und dem Strafgerichte eingeliefert. [EinArzt probirt an sich selb st.] Herr Dr. weck. Beyer in Limberg (Nieder-Oesterreich) schreibt über einen Versuch mit Apotheker R. Brandt'S Schwelzerpilleu: „Die Schweizerpill'N (erhältlich » Schachtel 70 Kr. in den Apotheken), welche Sie mir zur Prob« gesandt, habe ich an mir selbst zu Versuche» gebraucht und für sehr gut befunden." cherichtssaat. [Der Zusammenstoß in Tüffer.] Am 3'. Januar 1885 wu de beim BezirkSge-richte in Tüffer bi? Hauptverhandlung gegen jene Organe der Sudbahn durch geführt, wel-chcn die Schuld der am 21. December 1864 in der Nacht um 2 Uhr erfolgten Streifung einer Lastzugs- mit der Courierzugs - Maschine zur Last gelegt wird. Für den Angeklag. ten Bahnb amten Gottlieb war Dr. Higerspergee für die Begleiter des Lastzuges — Zugführer Kögler und Maschinenführer StuSke —- Dr. Holzinger und für den Weiche»wächt--r Stirj Dr. Mrauvlag als Vertheidiger erschiene». Die Verhandlung lieferte wenig Interessantes! es wurde durch sie nur constaliil, daß die Haupt-schuld an der erfolgten Tangirung der beide» Maschine» dem Aushiliswächter Stacz wege» unrichtiger Weichenwechsel-Ztellung treffe, und daß der Zugführer seinen Die >stesobliegenhei>e» auS körperlicher Uederanstrengun.i, da derselbe schon vier Tage uiio vier Nacht« ununterbrochen im Dienste war, nicht vollkommen nach-kommen konnte. Die vom Einzelnrichter, Aus-cultanten Dr. Kuder, mit großer Umsicht ge-leitete Verhandlung endete mit dem Schuld-spruch der Angeklagten Starz, Kogler und StuSke. welche zu 3 Tagen, beziehungsweise 48 Siun-den und 24 Siunden Arrest verurlheiU wurden. Der angeklagte Bahnveamle Goitlieb wurde vollkommen sreigesprochen, weil nachgewiesen wurde, daß derseld« alle Vorsichten beobachtete, welche durch das Dienstre^lement vorgcschriede» sind — daher an dem Unfälle keine Schuld trage. Eingesendet.*) Löbliche Redaction der „Deutschen Wacht" in Eilli. Bezugnehmend auf die in Nr. 6 der „Deutschen Wacht" vom 18. d. M. unter loc» len Nachrichten erschienenen Notiz, di', soweit sie mich betrifft, wesentliche Unrichtigkeit«» enthält, ersuche ich Sie hiermit unter Berusunz aus den § 19 des PreßgeseyeS um Aufnahm nachstehender Berichtigung in die oon Ihn» redigirl» Zeitschris» „Deutsche Wacht": Es ist unwahr, daß es sich in de» durch Herrn Dr. Glantschnigg am 17. und 25. Zep-tember vorigen JahceS gegen mich ei»g«brach-ten 42 RealseilbietungSgesuchen um die Forderung von 42 Arbeitern handelt, sondern ti wurden die erwähnlen 42 R^alseilbietungsge-suche für nur 17 Clienten des Herrn Dr. Glantschnigg, welche — nebenbei bemerkt — nicht fast durchweg« Slooenen sind, sonder» zum größeren Theil der deutschen Nationalität angehören, eingebracht. Und zwar überreichte Hr. Dr. Glantschnigg sür 11 dieser Clienten, die je eine Forderung hatten, je ein Feilbieiuag«-gesuch beim k. k. Bezirksgerichte und gesondert auch beim k. k. KreiSgenchte in Cilli; dies *1 flür .^orm und Inhalt ist die Redaction nichl verantwortlich. 1885 giebt 22 FeilbictunaSaesucht. Für 2 Clienten wurden weiters 2 Feilbietungsgesuche eingereicht; außerdem hallen unter diesen 17 Clienten Drei je zwei Forderungen und überreichte der ge-vannnte Herr Pertreter für dies« feine 3 Clien-im 12 Realfnlbietuiifltgesuche. schließlich hatte der 17, Client drei Forderungen, für welche Herr Dr. Gl.intfchnigg ti Rtalieilbielungsge-juthe überreichte! Auf dies« Weife wurde die erwähnte Zahl von 42 Realfeilbietungsgefuchen erreich!. Wenn e» daher in der oberwähuten ?iotiz heißt, es sei die Ueberreichung von Feil-dietungSgejuchen für alle Arbeiter unbedingt nothw.ndig gewesen, so waren selbstver^ stättdlich nie und nimmer 42 solcher Gesuche »öthiq. ES ist unwahr, daß ich den einzelnen Ac-deitern bei Abschließung gerichtlicher Vergleiche namhafte Beträge deS fauer erworbenen Loh» »es abdrückte. Ich agnoscirte in den Pergleichen vielmehr hie lind da höhere Forderungen als der betreffende Kläger in Wahrheit zu fordern hatte, nur um da Sache ein Ende zu machen. Die Klager wurden ja durch ihren Vertreter sowie durch das intervenirende Gericht gesetzmäßig geschützt, und wer als Geklagter vergleiche schließt und dadurch weiteres Pro-«ssireu hintanhSlt, braucht sich in dieser Rich. wng einen Vorwurf nicht gefallen zu lassen. Ld nun ich oder Andere die Schuld daran tragen, daß ich trotz Verpachtung uieineS Bergbaues sammt Glasfabrik in ZahlungSstockungen und Executionen gerathen bin, dürste ohnedem bereits jedermann in Cilli bekannt sein und kann ich demnach die Beurtheilung bei erwähnten gegen mich beobachteten Vorgehen» getrvst der Oeffentlichkeit anheiinslellen. Liboje, am 25. Jänner 1885. Franz Julius Fridrich. Indem wir vorstehenden Zeilen Raum geben, bemerken wir, daß dieselben wenig That» sachliches enthalt.,, u»o der Herr Einsender Tiu^e zu berichtigen sucht, deren Berichtigung füglich nur Herrn Dr. Glantschni^g zustehen könnt,. AIS wir die betreffende Notiz schrieben, lig es uns auch vollkommen ferne, gegen Herrn Fridrich zu polemisiren. Wir mußten seinen Kamen nennen, weil diesbezügliche Notizen im «Elov. Narod" und „Slov. Gospodar" eine äbiertigung erheischten. Wir halten auch heute die von uns gemachten Behauptungen aufrecht. Kundmachung. Im Bezirke Cilli sind im Jahre 1885 folgende Bauhcrstelluugen zu bewirken, als: I. Ab d«T Cilli-RohiLsehcr Bezirksstrass« ein neuer Canul in D. /. tf i. II.'An der Cilli-WindUchgrait-r Bezirksstra&se: aj Die Recunstruction de« baufälligen Canals uud der Stützmauer in D. Z. 46 -•; b) die Herstellung einer Stützmauer sammt SchWcllcngeUinder in D. Z. 48-—. HL An der Neuhauser Bezirksstrasse die Aufführung einer Stützmauer in D. Z. 4 5. IV, Ali der Greiser Bezirksstrasse: a) der Oberbau der Brücke in Scliösehitz; I b) die Recunstruction de» Canals in Kassasee. V. An der St. Gcorgr-n-Muntpreiser Bezirksstrasse: ») 220 Meter Eichcngelander; b) Bediel ung der Sikuschek-BrScke nächst St. Georgen. Die Herstellung dieser Objcctc wird im Minuendo-Utitationswege hiotungegcben und die diessällige Ver-5 kadloag »us Dienstag den 17. Februar 1885 'Oii 10 bis 12 Uhr Vormittag« in der Kanzlei der Be;irkmrtretung Bahnhöfe aase Nr. 162 zu Cilli Ltbcraumt. Die Licitations-Bedinguisse, wonach ins-luasndere jeder Licitant vor gemachtem Anbot ein Vidimu von 10'/, zu Handen des Bezirke-Ausschusses « "legen hat. sowie Pläne und Koaten-Uebmeliügc l*gen zur Einsiebt hieramts auf. Bezirks-Ausschuss Cilli, "6—3 am 27. Januar 1S8Ö. Pension gesucht. Ft: ly*hrlgfii <•; ■•■■laMlnlMrliAlcr wird ia Cilli bei einer anständigen Familie ein« gute Bnnon uud thunliche Aufsicht gesucht. Offerten wolle um bis zum 7. Februar an die Adresse Dr. Friedman, Sissek richten. 87—2 .Deutsche Wacht.' Bau- & Möbel-Tischler, Herrengasse 16 Cilli, Herrengasse 16, empfiehlt sein grosses Lager von politirten and lackirten Hobeln jeder Gattung zu den billigsten Preisen. Auch werden lIuuarbHlen übernommen. 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Danksagung« Die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, die uns schon während der Krankheit, wie bei dem Hinscheiden de» innigst geliebten Gatten, beziehungsweise Vater», Schwieger- und Grossvaters, Herrn FRIEDRICH PEER, bezeugt wurden; die reichen Spenden schöner Kränze, sowie die zahlreiche Betheiligung an dem Leichenbegängnisse de* theuren Verblichenen verpflichten uns, besonders den Herren Beamten und der löbl. Feuerwehr, zum aufrichtigsten, besten Dank, welchen wir hiermit zum Ausdruck bringen. Die trauernd Hinterbliebenen. Die vielen Beweise aufrichtiger Theilnahme, welche uns schon während der Krankheit unseres innigst geliebt«!, nun in Gott ruhenden Kindes AISERL bezeugt wurden, für di« schonen Kranzspenden, sowie lKlr die zahlreiche Betheiligung zu dessen letzter Ruhestätte, verpflichten uns zum innigsten und aufrichtigsten Danke. Cilli, 30. Januar 1885. Die Familie Wambrtchtsammer. Die Unterzeichneten erfüllen hiermit die traurige Pflicht, allen Verwandten Freunden und Bekannten Nachricht zu geben von dem Hinscheiden ihres innigst geliebten Vaters respective- Schwieger- und Grossvaters, des Herrn JOHANN WASCH, Realitätenbesitzers in Fraaz, welcher Mittwoch, den 28. Jänner, Vormittag halb 12 Ulir, nach langem und schmerzvollen Leiden, versehen mit den heil. Sterbesacramenten, im 75. Lebensjahre, sanft und ruhig entschlummert ist. Das Leichenbegslngniss fand Freitag, den 30, d. Mts., Vormittag 10 Chr, vom Trauerhause auf den Ortsfriedhof in Franz statt. FRANZ, den 81. Januar 1885. Anton Stanzer, Max Sima, Kchvlefereuhi»«». Leopoldine Waseh, Heb w i«?** rtocht er. Marie Stanzer, geb. Wasch, Franz Wasch, Ingenieur und Bauunternehmer, Fanny Sima, geb. Wasch, Kinder. Josef, Alois Stanzer; Othm.ir, Leopoldine Wasch; Hedwig, Fanny, Friedrich Sima, Enkeln. Separate 2?orte "weidon. siiclit a.ia.seregre'bsm.. 8 prntsd&c Wacht.' 1385 I «hall n fsofF'ach ' r |j Brustmnh-itrttct-Bonbnns »im! in bliiti'-m Papier. Iobann Hoff » Mal;extrakt-Ke-fundheitSbier. Prei« vr. ',vlaidie W fr. Johann Hoff'S concentrirte« Malzextrakt. I ^laiche fl. 1.12. «leine ftlal'che 70 lr. Hil so bei Katarrh, Husten, Heiserkeit, Verschleimung eto. Iodaiin Hoff » Brust-Malzextrakt-Botibous. Nnr rcht in blauen iHtntcl« » 60, 30, 15 unb 10 fr. Johann Hoff's Mal;gefundl,eit«-Chokolade. pr. Jtilo I ft. 2.40, h. fl I.öO, pr.'/, Äo. 1. fl 1.30. II. :»0 fr. HEILBERICHTE über Briistlcidcu, Asthma, kiltarrlialisclie AlTec- lioiieii etc. An Herrn «I OH AHN HOFF, Erfinder und Erzeuger der Malz-Präparate, k. k. Hof-Lieferant der meisten Souverftne Europas elc. etc. HH t« i>. f.. UrulN'ii. IKrüiiiiorMtraw««> m. Euer Wohlgeboren! G munden, 10. November. Da ihr Mahextniet-Gpsundlieitsbicr und ilir concentrirtes Malzextract wirklich enorm schnell bei dem Zustande meiner Frau gewirkt haben, *o ersuche ich Sie, umgehend mir per Postnttrhnahme drei Flacons eoneentrirtes Malzextract nnd 3 Beutel Malt-Konbon» unter meiner Adresse gefälligst zu »enden. Das Httsteln hat fast ganz nachgelassen und verspürt mein«' Krau seitdem sie Ihr Malzextract gebraucht, bedeutend" Erleichterung auf der Brost, Mit besonderer Achtung ergebenster Zdenko Sitter v. Wledcmann, Stationi»-Vorstand in Gmunden, Salzkit minergutbahn. Krixen, 28. März 1R84. Nachdem ich die Heilkraft Ihrer Johann HussVcheu Malzpritpurate sowohl an mir, als an meinen Familiengliedern wiederholt erprobt habe, so ertuche (folgt Bestellung) Achtungsvoll Emtl Beb, Steuorcontrolor, Brisen. Ärztlicher Heilbericht. Trug. 11. Februar 1678. E. W. Meine seit Jahren leidende Frau gebraucht seit mehreren Wochen ans mein und Herrn Dr. Pribrain's Atirathen Ihr vorzügliches Johann Hots »ches eoneentrirtes Malzextract und ist über die Heilwirkung des Lobes voll. Demnach ersuche per Postnuchrnihme iBestellung). Achtungsvoll Dr. Med. Hermann Lilienfeld. Trag. Jernsalemganae 14/11 neu. Mtepntm #»» t'tlti bei J. Ku]>ferscbmid, A M treck. Apoth. M. Malic. BKI't'K , /M.: A. Langer. D.-LANPSBEHG: H. Mflller. Apoth. LAIBACH: Pet. Lassnlk. MAIfBlUG: W. König. Apoth 841)—5 F. P. Holaaek. PFTTAü: Jos. Kasimir. ^ 60 hohe Aufzeichnungen. "D> Gegründet 1847, in Wien und Budapest seit 1861. KafTec atrect «« Hambiirs:. Z ltirceler Versand »»» unsoren rrnommirten rn gros Magaainen von K(ifTeo, Thee, Dellcatesseii etc. hri läglirhatcr Waare billig»te Preise, nortofrel. franeo Verpackung. (Segen Naebnahtna «der Vorauszahlung. Kaffee in Säcken von & Kilo l'rois II. ö. W. Gealnde Kaffee, gatschmeekcnd Rio. foin kräftig . . 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Viele angewendeten Mittel und ärztliche Behandlung waren vergebens. Endlich versuchte er ilas Brealauer Universum. Schon nach der ersten Flasche fühlte er bedeutende Erleichterung und nach dein Gebrauche von 4 Flaschen dieses vortrefflichen Mittels Ist er jetzt vollkommen hergestellt Johann Reichstbaler, in 8t Veit bei Neumarkt in Steiermark. ■Wird. ToestÄtlgrct. Cajetan Radler, Pfarrer. IN>110UliDN(i. Langwierige, veraltete, tief im Organismus eingewurzelte Arnti/,-/trilrtt aller Art, insbesondere f-ir/it und I.ÄAmimifyrn. itrtmt'. /.Hiisrrti- und .ffrtf/rttlritlftt. f/ti ttr int-fttii tlftt. Mit* of/trttsrtttm, f'lrc/ttrn totff »ttHKtiffr Httit1 tttmitfhliifir. fVfii»fHÄrrtHs;ArtfrM u. s. w. bei welchen bisher jede Behandlung ohn«? Erfolg geblieben ist, werden durch den Gebrauch des Hlttl- mm * Stift ttritti ff tttt„ytt,i lltl» tt H BSt.t lf/t für (MINier beseitigt. 158—^ Das itt't'Mlttuer f '##*»•«*#•.«tun ist per Flasche zu 2 11. zum Gebrauche auf 6 Wochen ausreichend, nebst Gebrauchs-Anweisung echt zu haben: In (1111 bei J. Kli|>f«»rM'lMiaid. Apotheker, in Deutsch-Lnndt«berr bei II. Müller, Apoth. ,. Feldbach bei Jos. König, Ap. „ Kriesoich bei A. Aichlitger, Ap. „ Frohnleiten bei V. Blnmauer. Ap. „ Fürstenfeld bei A. Schröckenfux Ap. Gonobltz bei J. Pospiscliil, Ap. » Graz bei U. Siiihlinger, Ap. „ Klagenfurt bei W. Thurnwald, Ap. inLeibnitz bei Othmar Kiissbeim, Ap. „ Marburg; a. Dran bei W. A, König, Ap. „ Neiiiuarkll i. Steierm. bei Otto Maly, Ap. „ Pettan bei Hugo Eliast-h, Ap. „ Uotteuniunu bei Pranz Moro, Ap. „ Tarvis bei Job. Siegel Ap. „ Villaoh bei Friedrich Schul*. Ap. „ Weil bei C. Maly, Ap. Dienst-Antrag. Ein geprüfter Grundbaohsführer, laut imtliehen Zeugnis > s i,u-gezeichiieter Grundnochs-i rbeiter. der deutschen und »lorenUch< n Sprache in Wort und Schrift vollkommen mächtig, in allen Cod-cept- und Kanzlei-Arbeiten bewandert, « ünicht in einer Gerichts-. Notariats-, AdvoCatursk ir.il- i oder bet einem Gcniiinde-Bezirksanitt einen »einen Fähigkeiten und Kenntnissen i nl^prechcudeii Dienstposteii. Dersell e musste in Folge nationaler Gehässigkeiten seinen letzten Dienstposten verlassen, und stehen demselben die besten Referenzen erster deutscher Männer zu Gebote. Hochgcneiete Zuschriften werden an die Be-ilaction die-es Blattes unter ..Gmndbuchsführer" erbeten. 4tJ — Freiwillige Feuerwehr Hochenegg. Da» gefertigte Comite beehrt sich hiermit all.' Freunde und Gönner zu dem am 8. Februar 1885 im Gasthause des Herrn Carl Wretscher abzuhaltenden Feuerwehr-Kränzchen cigebenst einzuladen. Jlusik von der Cillier Isusikvereins-Capelle. Der Beinertrag für Feaerwehrxweoke. Anfang 8 L hr. Entree 50 kr. 82—2 Das Comit6. Zahlreiche und dauernde Heiterfosge bei Lungenleiden, Sleichsuchl. Slntnrlnntjj. bei Zab««iloie r»«si!nldi«i»dl»ch!> >» »<» erst«, ■iiabtta. S-i «ntrm mit chrenilldr» S'Bnatn(«i«rrb, jede« >?> ff»»«,. d»«»>i. Htiierkeil, »sij»td«i«krit. VcrfAIritunan. terner bet ctrcwaliilf, «hschiti», f(Mrhftr an» R,i»inialk«»»>. »ilchc ■alt «.« »<>» _ Apotheker JDL. DERBABNY in WIEN bereiteten »II!trph00Ph»kistsilUttN Ualk - Eifüeii - Nyrup otKII «Ultxx. DflSxn (raticfea. d«t »te'rt Prävoial ol* ein tt-«Ttktrl ffilmiurl «.-jen >bj|(Mnnt< ffumirbeiKn tanfKiilcr ,a werdet: »< ritt tu. ?lcr;llich (Oiiftntirit SUirttmnrn: Wi;ttr Äwctit, rn< Inner Cchlas, Sieigrruuft ftrr fluibillmnii unk >in#= (brulMlt»un«t, üortfruiu dk» H«Kk«S, Lösung drs -dilrimkv'. Tch»i»dfn de? Huftk»rti,kS. der uächl^ lichtn Schweißt, der Mattifttkit. murr allgk«. iiräflt}un«limc. Auerkcnnuugs-Tibrribru. Herrn Juli»« Hcrbad»». Apotdeker in Wie». ^ __ —T-7** ---3n»«« ich viw nm if n .In# ©SCHUTj-MAHKE1^ teil mit ihrem unte.vl»-»vl>orig «ttli Kalk - Kisen - Syrap IMdac »rhw rre I.Kiigrn-krankhclt TnberVulose, iHrtiinIxn mit Rlutaraiatb. Appetitlosigkeit. Fieber, Schwäche. Schlaflosig. ke it m n ntasrrateaSckweM-sen tc. gänzlich ausgeheilt habe ant heute t*t#tt |ei Tuns Ifesnud bin. wofür «h ul tiottHoibit qeqru git an» siebe >»t «tnMkot, — »ia«» |(»«a t'aageakriinteti dieics nirädcrtreifiiche Mittel amemptehle ^ i» mache ick -idemml». «ie iär «iaen «atea iHeaa» « SlaiAea »er «adia-lM- tu idiitfctt. Titel, tUBflotnl, 8. ülnil ISS4. Adam Roth. Ach«,, int ciaiatn .ladrett litt ich oxi etnent d-'tigea (nngeniibel, »hn ja4t«a» ward« iiftlttbUi und >» tosato Mni eilte« »adelt öabe »at>e^eas«lKn, all «h .Ihren werth»ollea Kslk-Kiseii-Syrnp in 0>ebt»ach ,-g. Lchaa nach Otedeaach »er rrften stlaiche fühlte ich Linderang an» muh <«ebt««ch mehrerer Flaschen war ich gesund. Wüt »roßte» Tatst zeichnet titfi Franz Reichl, H-atdeft^tt :1t. M. mtltatt, (bei Mtihr -IrSbau), i. .lüattet tssi. litiatfte mir »et Posiaoedaahm, 5 »iaichea so« .ihrem aat»r»h»«vh»r,giauten Kalk-Kisen-Syrap M (dntfen, »a et sich mit al# et» ftusgexeirlinetea Heilmittel bei Bleichsucht bewährt hat. »tiWirnbarf, P»st S«gea»tir,. I». «aga« isst. .>a»» kcanneia. Preis I ^lascke fl. I.SS. per Post 21 kr. mehr für Packitnq. Ta wcrthlose Nachahmungen meine» Pra- fiarates exiatlren, bitte Ich stet» aasdrfick-ich Kalk-Kisen-Syrap im» Uertiabajr n Wien in »erlangt! un» »aroui »« achten, tat »bin« beüirUti Vt»t»(»n. cdianmarte «ich nuf jeder Rlafcht deftadet »ad Kiitlte» ein r (irtllbäte ten Tt. echweljer. »elcke »enaae KeltHtutij ax» viele -nttette «tiltzäit, d«i»eia>»iltn ist. Crntral vrrstuduiigs Depot für dikprovi»»»: Wien, ApHe „zur Baruilenisleit" des J. Hrrhabnj, Neubau, Kaiserstrasse 90 Depots ferner bei den Henen ZtpÄkekmi: r Trlsailer Koblenwerks-Gespllscliaft off-rirt MiickkoliU' Habt vertViiige. Auch nehme ich Hw-tellungen auf alle Artikel »ii. Hochachtungsvoll Stefan CeCko, Webermeister, - '■ ■ 12 Hochenegg bei Cilli. J'derm&nu. der , hrenlmften Charakters ist und Lust zur Arbeit hat. überhaupt verdienen will, speciell Familienväter, können »ich ciiien dauernden, sicheren :mJ hinreichenden Verdienst erwerben, um ihre Fa-i Milieu unständig zu ernähren. <3-. 3>Teid-lin.g,3r, 65— i Graz. Sporgasse 16. üttfli Amerika am Tseat«». u,ni "fcUlig-otcn cS.-j.rel». Arnold Kt-il*, Wien, I., I' D b 11 i u z i i i; u « u l, älteste Firma dieser Branche. — Auskunft und Prospeeta umsonst. 744—50 Bezug v»n Rigaer Leinsamen. 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